Klimaschutz gehört auf die Agenda der Kirche

Frankfurt/Main, 31.12.2009/APD   Fragen des Klimaschutzes gehören auf die Agenda der Kirche. Davon ist der internationale Bischofsrat der Evangelisch-methodistischen Kirche überzeugt. In einem Brief an ihre Gemeinden mit dem Titel „Gottes erneuerte Schöpfung: Ein Aufruf zum Hoffen und Handeln“ heißt es: „Gottes Schöpfung ist in der Krise. Wir, die Bischöfe und Bischöfinnen der Evangelisch-methodistischen Kirche können nicht schweigen, wenn Gottes Menschheit und Gottes Planet leiden.“ Das dem Brief beigefügte Grundlagendokument weist auf die drei zusammenhängenden Problemkreise Armut und Krankheit, Umweltfragen sowie Waffen und Gewalt hin. Der Bischofsrat stellt fest: „Wir sind traurig über den Zustand der Welt, überwältigt vom Ausmaß dieser Probleme und besorgt über die Zukunft. Aber wir sollen auch Gottes Ruf daraus vernehmen. Gott befähigt uns zur Antwort.“ Die Antwort beinhalte die Empfehlungen, das Leben an „Gottes heiliger Vision“ zu orientieren, „soziale und umweltbezogene Heiligung“ zu praktizieren sowie „hoffnungsvoll leben und handeln“. Außerdem fordern die Bischöfe und Bischöfinnen zu Selbstverpflichtungen auf.
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Patriarch von Konstantinopel fühlt sich in Türkei "gekreuzigt"

New York-Ankara, 30.12.2009/APD   Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. hat die Behandlung der orthodoxen Kirche in der Türkei mit deutlichen Worten kritisiert. In einem Interview des US-Senders CBS bejahte der Patriarch die Frage, ob er sich „gekreuzigt“ fühle. Es sei kein Verbrechen, als Minderheit in der Türkei zu leben: man fühle sich aber als zweitklassig. „Wir haben nicht das Gefühl, die vollen Rechte als türkische Bürger zu haben“, so der Patriarch in der Sendung „60 Minuten“.

Der türkischen Regierung wirft Bartholomaios I. nach Angaben des Fernsehsenders vor, sie wolle das Patriarchat aufgelöst oder ins Ausland umziehen sehen. Das werde jedoch nicht geschehen. Die religiösen Minderheiten in der Türkei sähen sich zahlreichen juristischen Schwierigkeiten gegenüber, etwa in Eigentumsfragen oder beim Rechtsstatus.

So kämpfe das Ökumenische Patriarchat etwa um eine Wiedereröffnung seines Priesterseminars Chalki. Es wurde 1971 im Zuge eines Verbotes privater Hochschulen in der Türkei geschlossen. Wegen der fortdauernden Schließung sehe sich das Patriarchat in seiner Existenz bedroht. Nach türkischen Vorschriften dürfe das Patriarchenamt nur von einem türkischen Staatsbürger bekleidet werden, der zudem in Istanbul leben müsse. Solange das Seminar geschlossen sei, könne kein geistlicher Nachwuchs ausgebildet werden.

Die türkische Regierung äußerte sich „enttäuscht und verärgert“ über die Aussagen des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. Außenminister Ahmet Davutoglu meinte dazu, er hoffe, dem Patriarchen sei der Satz mit der Kreuzigung nur „herausgerutscht“, wie die regierungsnahe Zeitung „Zaman“ berichtete.

Den Vorwurf von Bartholomaios als religiöse Minderheit zweitklassig zu sein und nicht die vollen Rechte als türkische Bürger zu haben, betrachtete der Außenminister in einer Pressekonferenz als „extrem unglückliche Metapher“. In der Türkei habe es nie Kreuzigungen gegeben und werde es nie geben. Er könne nicht verstehen, wie diese „reife Persönlichkeit“ und eine solche Formulierung zusammenpassten, betonte Davutoglu. Er verwies darauf, dass die Geschichte der türkischen Nation auf religiöser Toleranz basiere.
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Russischsprachige Adventisten geben Medienkatalog heraus

Lüneburg, 30.12.2009/APD   Mit einem 64-seitigen Katalog stellt die ChriSTA Medien GmbH (Lüneburg) christliche Produkte für russischsprachige Menschen in Deutschland vor. Bibeln, Lesezeichen, theologische Literatur, Liederbücher, Kinder- und Gesundheitsbücher, Spiele, Kalender, Postkarten und Musik-CDs hat die am 1. Oktober gegründete ChriSTA Medien GmbH im Angebot.

Als Tochterunternehmen des Advent-Verlages Lüneburg verfolgt ChriSTA Medien unter der Leitung von Pastor Pavlo Khiminets das Ziel, Siebenten-Tags-Adventisten und deren Freunde mit Gemeindeliteratur und evangelistischem Material in russischer Sprache zu versorgen. Laut Umfragen wünschten sich bis zu 80 Prozent der russischsprachigen Mitbürger Informationen in ihrer Muttersprache. Allein von der seit 2005 erscheinenden Zeitschrift „Ewiger Schatz“ würden laut Khiminets jährlich über 100.000 Exemplare verteilt. Es sei sogar eine Ausweitung der Tätigkeit von ChriSTA Medien auf alle Länder der Europäischen Union geplant. Ein Online-Shop ist in Vorbereitung.
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Adventistisch-islamisches Studienzentrum unter neuer Leitung

Berrien Springs, Michigan/USA, 29.12.2009/APD   Dr. Lester Merklin (61), Dozent für Weltmission an der Andrews Universität der Siebenten-Tags-Adventisten in Berrien Springs, Michigan/USA, ist neuer Direktor des Studienzentrums für adventistisch-muslimische Beziehungen, das seinen Sitz in Strovolos auf Zypern hat. Er tritt die Nachfolge von Dr. Jerald Whitehouse an, der im Juni letzten Jahres sein Amt zur Verfügung stellte.

Die 1990 in Indianapolis/USA tagende Generalkonferenz-Vollversammlung (Weltsynode) der Adventisten beschloss das Programm „Globale Mission“. Da zwei Drittel der Weltbevölkerung keiner christlichen Konfession angehörten, wollte die Freikirche auch mit diesen Menschen ins Gespräch kommen. Ziel sei es, den Glauben anderer besser zu verstehen und die Dialogpartner zu informieren, wer die Adventisten seien und welche Werte sie vertreten würden. Dazu richtete die Freikirche Studienzentren ein, um sich intensiv mit den verschiedenen Religionen und Weltanschauungen vertraut zu machen. Neben dem Zentrum für adventistisch-muslimische Beziehungen auf Zypern, gibt es das „Jüdisch-Adventistische Freundschaftszentrum“ in Jerusalem, um das weltweite Judentum näher kennenzulernen. Weitere Studienzentren befinden sich für den Hinduismus in Hosur/Indien, für den Buddhismus in Nakhon Luang/Thailand und für den postmodernen sowie säkularen Menschen in St. Albans/England.

Merklin hat als Pastor und Dozent an theologischen Seminaren in den USA, in Belize, Pakistan und auf den Philippinen gewirkt. Er war auch Direktor des Instituts für Weltmission der adventistischen Weltkirchenleitung (Generalkonferenz). Er schloss sein Studium an der Andrews Universität mit dem Master der Religionswissenschaft ab und promovierte in Theologie an der Evangelical Divinity School in Deerfield, Illinois/USA. Seine Lehrtätigkeit an der Andrews Universität will er beibehalten.

„Das Zentrum auf Zypern spielt eine wichtige Rolle, um Adventisten zu helfen, den Islam besser zu verstehen“, erläuterte Dr. Merklin. „Wir sind in der besonderen Lage, Anknüpfungspunkte für das Gespräch mit unseren muslimischen Freunden zu haben, denn auch für Adventisten ist es wichtig, Gottes Willen zu tun, wie die Muslime erwarten wir die Wiederkunft Jesu und wir glauben an ein Gericht Gottes.“ Da die Adventisten die biblischen Gesundheitsratschläge befolgten, gebe es auch hier manche Übereinstimmung. Der Islam sei mit etwa 1,5 Milliarden Gläubigen nach dem Christentum die zweitgrößte Weltreligion. Er ist nicht nur die vorherrschende Religion in etlichen afrikanischen und asiatischen Staaten, sondern gewinne auch in Europa und Nordamerika immer mehr Anhänger. Deshalb sollten sich Christen mit dem Islam vertraut machen, empfahl Merklin.
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Erster Katalog von "Adventist Media" erschienen

Lüneburg, 28.12.2009/APD   Der erste Katalog von „Adventist Media“ ist erschienen. Er enthält auf 68 Seiten unter 20 Rubriken Bücher, Cds, DVDs und Downloadprodukte des Advent- und Saatkorn-Verlages Lüneburg, des Medienzentrums „Stimme der Hoffnung“, der adventistischen Verlage in Österreich und der Schweiz sowie Bücher des Deutschen Vereins für Gesundheitspflege (DVG) und der Theologischen Hochschule Friedensau. Der Katalog kann im Internet bei www.adventist-media.de heruntergeladen werden. Die Bücher und Datenträger sind zudem auch im Online-Shop von „Adventist Media“ erhältlich.
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"Kirche muss Hauptakteure der Politik zu Frieden und Eintracht aufrufen"

Lusaka/Sambia, 23.12.2009/APD   Minister Charles Shawa von der Provinzregierung Lusaka im afrikanischen Sambia hat die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten um Unterstützung im Kampf gegen den zunehmenden Alkoholismus Jugendlicher gebeten. In seiner Ansprache in der adventistischen Chainda Kirche in Lusaka hob der Politiker hervor, dass die Freikirche eine bedeutende Rolle in der Aufklärung Jugendlicher über die Folgen des Alkoholmissbrauchs spielen könne. Der Alkoholismus sei eine der sozialen Krankheiten, welche die Gesellschaft sehr belaste. Deshalb gelte es, gerade Jugendlichen einen besseren Weg zu zeigen.

Der Minister lobte die Adventisten für ihren sozialen Einsatz, der sich in der Errichtung von Schulen und Krankenhäusern sowie in den vielfältigen Bemühungen um die Benachteiligten zeige. Er forderte sie auf, die Regierungsprogramme zur Bekämpfung von Krankheiten, Armut, Analphabetentum und Elend noch stärker als bisher zu unterstützen.

Pastor Passmore N. Mulambo, Präsident der Adventisten in der Lusaka Provinz, betonte, dass die Freikirche im Sozialbereich auch weiterhin mit der sambischen Regierung zusammenarbeiten werde. Als Kirche habe sie aber auch die Aufgabe, die Hauptakteure in der Politik zu Frieden und Eintracht zum Wohl des Landes aufzurufen.

Sambia hat 11,9 Millionen Einwohner, von denen 34 Prozent Katholiken und 28 Prozent Protestanten sind. Außerdem gibt es Anhänger einheimischer Religionen sowie Muslime und Hindus. In dem afrikanischen Land leben 612.600 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 1.787 Gemeinden. Sie unterhalten dort eine Universität, ein Gymnasium, 75 Grundschulen, drei Krankenhäuser, sieben Kliniken und ein Verlagshaus.
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40 Jahre englisches Sprachinstitut der Adventisten in Südkorea

Seoul/Südkorea, 22.12.2009/APD   Seit 40 Jahren gibt es in Südkorea das von der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten betriebene Sahmyook Sprachinstitut. Dort haben inzwischen über fünf Millionen Koreaner die englische Sprache erlernt. Zum Institut gehören 42 örtliche Sprachschulen an denen etwa 40.000 Schülerinnen und Schüler eingeschrieben sind. Außerdem gibt es 10.000 weitere Studenten am Fernlehrinstitut. Das Sahmyook Sprachinstitut hat insgesamt über 800 Lehrkräfte. Rund 60 Prozent kommen aus den USA und Kanada, andere stammen aus Südafrika, Australien und weiteren englischsprachigen Ländern. Begonnen hatte alles 1969 mit 700 Schülerinnen und Schülern.
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Gottesdiensttermine zu Weihnachten im Internet abrufbar

Hannover, 21.12.2009/APD   Wer an den Weihnachtstagen nach Ort und Zeit von Gottesdiensten, Andachten, Krippenspielen, Christmetten und Messfeiern sucht, erhält auch in diesem Jahr wieder unter www.weihnachtsgottesdienste.de Auskunft. Zahlreiche evangelische, katholische und freikirchliche Gemeinden aus dem gesamten Bundesgebiet haben hier ihre Gottesdienste und Veranstaltungen in eine Datenbank eingebracht. Das Serviceportal ist übersichtlich gestaltet und leicht zu bedienen. Die Suche läuft über Postleitzahl oder Ortsnamen. Die Datenbank enthält Gottesdienstort und -zeit von Heiligabend bis zum 6. Januar.
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Adventistische Kirchenleiter nehmen zum Weltklimagipfel Stellung

Silver Spring, Maryland/USA, 20.12.2009/APD   Ein Christ habe die Aufgabe, sich um den Schutz der Umwelt zu kümmern, betonte der Präsident der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) der Siebenten-Tags-Adventisten, Pastor Dr. Jan Paulsen (Silver Spring, Maryland/USA), in einem über YouTube veröffentlichten Video. Die Lehre der Bibel, dass der Mensch für die Bewahrung der Schöpfung Verantwortung trage, begleite die Adventisten seit Gründung ihrer Kirche im 19. Jahrhundert. Es könne daher nur bedauert werden, dass für viele Christen die von Menschen verursachte globale Erwärmung kein wichtiges Thema sei. Eine Umfrage habe ergeben, dass nur 33 Prozent der Evangelikalen in den Vereinigten Staaten den Klimawandel für ein ernstes Problem hielten.

Dr. Samuel Soret, Leiter der Abteilung für Umweltgesundheit und Arbeitsmedizin an der School of Public Health (Fakultät für Gesundheitswesen) der adventistischen Loma Linda Universität in Kalifornien, bedauerte, dass er mit seinem Pessimismus hinsichtlich des Weltklimagipfels in Kopenhagen recht behalten habe. „Dennoch müssen verbindliche, einschneidende Entscheidungen hinsichtlich der Verringerung von Emissionen und der damit zusammenhängenden Fragen gemeinsam von den Industrienationen und den Entwicklungsländern getroffen werden“, forderte er. „Der Klimawandel dürfte eine der größten Gesundheitsbedrohungen der Menschheitsgeschichte darstellen.“

„Nicht nur die Regierungen müssen ihren Teil tun.“ Jeder Einzelne trage Verantwortung für die Schonung der Umwelt, hob Rajmund Dabrowski, Direktor der Kommunikationsabteilung der Generalkonferenz, hervor. „Aus Respekt vor der Schöpfung habe ich als Christ die Aufgabe, im Gebrauch der Ressourcen zurückhaltend zu sein und meine Wünsche und Bedürfnisse verantwortungsbewusst abzuwägen.“

Die adventistische Weltkirchenleitung hatte schon 1993 die Stellungnahme „Sorge um die Schöpfung – eine Erklärung zum Thema Umwelt“ herausgegeben. Darin heißt es unter anderem: „Als Siebenten-Tags-Adventisten sehen wir die Erhaltung und Bewahrung der Umwelt in engem Zusammenhang mit unserem Dienst für Gott. … Weil die Zusammenhänge zwischen Armut und Umweltzerstörung unübersehbar sind, liegt uns sehr daran, die Lebensqualität aller Menschen mit dem Ziel zu verbessern, die natürlichen Ressourcen zu erhalten, ohne die Bedürfnisse der Menschheit zu übersehen. Echter Fortschritt bei der Bewahrung unserer Umwelt lässt sich nur um den Preis persönlicher und gemeinsamer Anstrengungen erreichen.“

Beim Weltklimagipfel in Kopenhagen gab es kein völkerrechtlich verbindliches Abkommen. Zwar stimmten die Vertreter von 193 Staaten darin überein, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, doch sie benannten dafür keine konkreten Schritte. Auch konnten sich die Industrieländer nicht auf ein gemeinsames Ziel zur Reduzierung der Treibhausgase einigen. Die in Kopenhagen getroffene Vereinbarung enthält nur vage Klimaschutzziele. Umweltverbände sprachen daher von einem Scheitern der 13-tägigen Klimakonferenz.
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Beschwerde gegen Schweizer Minarett-Verbot beim Gerichtshof für Menschenrechte

Genf-Lausanne/Schweiz, 19.12.2009/APD   Das in der Schweiz in einer Volksabstimmung beschlossene Bauverbot für Minarette kommt vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg. Der frühere Sprecher der Genfer Moschee, Hafid Ouardiri, reichte am 15. Dezember eine Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg gegen den Volksentscheid vom 29. November ein, wie Pierre de Preux, einer der Anwälte Ouardiris, bestätigte. Das Gericht soll feststellen, dass das Verbot gegen die Religionsfreiheit und das Diskriminierungsverbot verstößt. Die Schweizer Regierung (Bundesrat) und alle Mitglieder des Europarates seien über den Schritt informiert worden, hieß es.

Der Klage werden allerdings wenig Chancen eingeräumt. So erklärte der emeritierte Strafrechtsprofessor und ehemalige Präsident der Europäischen Kommission für Menschenrechte, Stefan Trechsel, in der „Tagesschau“ des Schweizer Fernsehens, zwei wichtige Fakten sprächen gegen eine Verurteilung. Erstens seien in der Schweiz nicht alle Instanzen ausgeschöpft worden; zweitens sei Ouardiri nicht direkt betroffen. Die Klagemöglichkeit in Straßburg ist für Bürger gedacht, denen ein Menschenrecht verweigert wurde und die es sich auch durch alle innerstaatlichen Instanzen hindurch nicht erstreiten konnten.

Gegen den Volksentscheid zur Anti-Minarett-Initiative sind beim Schweizer Bundesgericht bereits Beschwerden eingegangen. Am 6. Dezember bestätigte Bundesgerichtspräsident Lorenz Meyer der Zeitung „Sonntag“, dass schon zwei Eingaben erfolgten. Meyer geht davon aus, dass die Minarett-Frage auch im Rahmen eines konkreten Bauvorhabens dem Gericht vorgelegt werde.

Die Schweizer hatten am 29. November das Begehren der Volksinitiative „Gegen den Bau von Minaretten“ mit 57,5 Prozent Ja-Stimmen angenommen.
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Bildungskalender 2010 erschienen

Kassel, 17.12.2009/APD   Das Institut für Christliche Dienste, der Dachverband adventistischer Bildungseinrichtungen in Deutschland und der Schweiz, hat den Bildungskalender 2010 herausgegeben. Er enthält die Fortbildungsangebote des Deutschen Vereins für Gesundheitspflege (DVG), des Gemeindefernstudiums an der Theologischen Hochschule Friedensau, des Instituts für Weiterbildung und des Religionspädagogischen Instituts. So gibt es unter anderem eine Ausbildung zur Gemeindeleitung, ein Islam-Symposium, die Ausbildung zum DVG-Gesundheitsberater, Fernstudien zur Konfessionskunde, Dogmatik und Homiletik (Predigtlehre), eine Mentorenausbildung sowie Weiterbildungen für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Kindergottesdienst und Religionsunterricht.

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Adventistischer Kirchenleiter enttäuscht über Schweizer Minarett-Verbot

Silver Spring, Maryland/USA, 16.12.2009/APD   „Das Schweizer Verbot zum Bau neuer Minarette zeigt, wie viel Bemühungen noch notwendig sind, um verständlich zu machen, was Religionsfreiheit wirklich bedeutet“, äußerte Dr. John Graz (Silver Spring, Maryland/USA), Direktor für Öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) der Siebenten-Tags-Adventisten, enttäuscht. „Das gilt selbst für die Schweiz, eine der freiesten Nationen der Welt.“ Es werde behauptet, das Verbot habe nichts mit Feindschaft gegenüber dem Islam zu tun, sagte Graz, sondern es gehe vielmehr um die Zurückweisung einer islamistisch-politischen Ideologie. Allgemein seien die Befürworter des Verbotes sogar der Meinung, dass die Volksabstimmung kein Schlag gegen die religiöse Freiheit gewesen sei. Er sehe das jedoch anders.

Graz, selbst aus der Schweiz stammend, wies darauf hin, dass nur vier der 26 stimmberechtigten eidgenössischen Kantone sich mehrheitlich gegen das Minarett-Verbot ausgesprochen hätten. Dabei sei die Anzahl der Gegner von Minaretten im städtischen französischsprachigen Bereich deutlich geringer gewesen, als in den ländlichen deutsch¬sprachigen Regionen. Bezeichnenderweise habe es in Gebieten mit Moscheen weniger Befürworter eines Minarett-Verbotes gegeben. Auf Unmut stieß bei Graz ein provokatives Plakat der Anti-Minarett-Initiative. Auf dem Poster ist eine Frau im schwarzen Tschador vor einer Schweizer Fahne mit raketenähnlichen Minaretten zu sehen.

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"Hut ab vor dieser Frau"

ADRA-Deutschland legt Tätigkeitsbericht 2008 vor

 Weiterstadt bei Darmstadt, 15.12.2009/APD   „Auf einen Blick“ ist der Tätigkeitsbericht 2008 der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland in Weiterstadt bei Darmstadt betitelt. Danach führte das Hilfswerk im letzten Jahr 39 Projekte in 23 Ländern durch, die etwa 1,5 Millionen Menschen zugute kamen. Dafür wurden 6,24 Millionen Euro ausgegeben, die unter anderem von privaten Spendern, der Europäischen Union (EU), dem Amt für Humanitäre Hilfe der Europäischen Union (ECHO), dem Amt für Zusammenarbeit der Europäischen Kommission (EuropeAid), dem Auswärtigen Amt der Bundesregierung (AA), dem Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) und der „Aktion Deutschland Hilft“ (ADH) stammten.

Laut Erich Lischek, Direktor von ADRA Deutschland, ging es im letzten Jahr nach dem Hurrikan „Nargis“ um die Wiederaufbauhilfe im Irrawadidelta von Myanmar. Im Norden des Landes, der von der Katastrophe nicht betroffen war, freuten sich die Bewohner von 36 Dörfern über sauberes Wasser und praktische Waschplätze. „In den kalten Wintermonaten halfen wir Menschen in Afghanistan zu überleben, und im Norden von Kambodscha schätzen 6.300 Familien die verbesserte Hygiene, weil sie Trink- und Abwasser jetzt klar trennen können“, berichtete Lischek. Im Südsudan seien die Überlebenden der Überschwemmung im Ulang-County versorgt worden, und in Kenia hätten Menschen, die wegen der Wahlen ihre Häuser verlassen mussten, Hilfe erhalten.

Lischek hob auch die Aktion „Kinder helfen Kindern“ hervor, bei der Kinder in Deutschland 2008 fast 39.000 Weihnachtspakete für Heim- und Waisenkinder in Ost- und Südosteuropa packten. Mit zusätzlichen Spenden habe das Kinderheim in Dnepro­dzerjingk/Ukraine sogar eine neue Küche erhalten. Außerdem entsandte ADRA Deutschland 15 junge Freiwillige ins Ausland, um in Waisenheimen und Krankenhäusern ihren Dienst zu tun.

„Besonders lebendig ist mir meine Projektreise in die afghanische Provinz Bamyan im Gedächtnis geblieben“, schilderte Lischek. Gemeinsam mit der Fotojournalistin Ursula Meissner hätten sie nach 14 Stunden Autofahrt in Panjab die ADRA-Projektleiterin Rebecca de Graaff getroffen. Sie sei in dieser abgelegenen Gegend des Hochgebirges die einzige Vertreterin einer ausländischen Nichtregierungsorganisation (NGO) gewesen, die über die Wintermonate dort ausgehalten habe. „Vor der eisigen Kälte waren selbst die ´Aufbausoldaten´ schon Anfang November abgezogen und Anfang April noch nicht wieder angereist.“ Lischek könne nur den „Hut abnehmen“ vor dieser engagierten Mitarbeiterin. Graaff baue in der Gegend ein Krankenhaus, neun Kliniken und über 100 Gesundheitsposten auf, bilde das Personal weiter und biete gesundheitliche Aufklärung an. Sie sorge dafür, dass Impfprogramme durchgeführt würden und die Kranken ihre Medikamente erhielten.

ADRA-Vertretungen gibt es zur Zeit in 111 Ländern. ADRA Deutschland ist unter anderem Mitglied der „Aktion Deutschland Hilft“, bei „Gemeinsam für Afrika“, im Koordinierungsausschuss für humanitäre Hilfe des Auswärtigen Amtes und im Verband Entwicklungspolitischer Nicht-Regierungs-Organisationen in Deutschland (VENRO). Als kirchliche Einrichtung der Siebenten-Tags-Adventisten hilft ADRA Menschen, unabhängig ihrer politischen und religiösen Anschauung oder ethnischen Herkunft.

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Eine Hochschule zieht um

Tailevu/Fidschi, 14.12.2009/APD   Das adventistische Fulton College in Tailevu, etwa 50 Kilometer nordöstlich von Suva, der Hauptstadt der Fidschi Inseln, erhält eine neue Bleibe. Mitte 2007 entschied der Oberste Gerichtshof der Inselrepublik, dass die einheimische Bevölkerung die Verlängerung des Pachtvertrages für ihr Land verweigern könne. Die Bildungsstätte war in einem Gebiet errichtet worden, das den Eingeborenen zur Nutzung vorbehalten ist und daher nur mit deren Zustimmung gepachtet werden darf. Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten hatte 1940 ein über 40 Hektar großes Grundstück vom Native Land Trust Board (NLTB – Treuhandbehörde für das Eingeborenenland) gepachtet und darauf das College errichtet. 1983 wurde das Land neu eingestuft und ist seitdem den Einheimischen zur Nutzung vorbehalten. Zwei Jahre vor Ablauf eines drei Jahrzehnte dauernden Pachtvertrages brachte die NLTB die Angelegenheit vor Gericht.

Eine erneute Verlängerung des Pachtvertrages lehnten die Einheimischen ab. Sie erklärten sich jedoch bereit, die Hochschule bis zu seiner Verlegung am bisherigen Ort weiter bestehen zu lassen. Am Fulton College mit 17 Dozenten sind 222 Studenten in den Fachbereichen Betriebswirtschaft, Pädagogik und Theologie eingeschrieben. Wie Pastor Aseri Sukanabulisau, Präsident der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten auf den Fidschis, mitteilte, konnte inzwischen ein Gelände in der Nähe der Stadt Nadi, wo sich auch der internationale Flughafen befindet, für 99 Jahre gepachtet werde. Der Pachtvertrag könne verlängert werden.

Durch den Umzug des Colleges in die Nähe des Flughafens sei die Bildungsstätte wesentlich leichter zu erreichen, betonte Sukanabulisau. Bisher mussten ausländische Studenten und Besucher eine zwölfstündige Busfahrt vom Flughafen auf sich nehmen, um zum College zu gelangen. Das neue Gelände sei nur 15 Autominuten vom Flughafen entfernt. Die dortige Gegend wäre zudem viel besser erschlossen als der alte Standort. Es gebe befestigte Straßen, Busverbindungen, medizinische Einrichtungen, ein Postamt und Telefon. Die Adventisten wurden weltweit aufgefordert, Ende Dezember in ihren Gottesdiensten für den Bau neuer Gebäude zu spenden, damit die Hochschule umziehen kann.

Auf den Fidschis leben 27.423 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 144 Gemeinden. Die Freikirche unterhält dort außer dem College ein Gymnasium, eine Mittelschule und einige Grundschulen.

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Entwicklungshilfe für die Kirchen

Kommentar zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 1. Dezember 2009 über die Ladenöffnungszeiten an Adventssonntagen

Das Bundesverfassungsgericht hat eindeutig geurteilt: Der Sonntagsschutz im deutschen Grundgesetz ist wichtiger als das Geschäftsinteresse. Die Väter und Mütter des Grundgesetzes haben den Artikel 139 der Verfassung der Weimarer Republik unverändert übernommen, in dem es heißt, dass der Sonntag und die Feiertage als „Tage der seelischen Erhebung“ geschützt bleiben. Damit müsse eine Arbeitstätigkeit an diesen Tagen eine Ausnahme bleiben, so das Gericht. Hintergrund dieses Urteils war eine Klage der evangelischen und katholischen Kirche gegen das Ladenöffnungszeitgesetz in Berlin, das es den Geschäften erlaubt, an zehn Sonntagen im Jahr – inklusive allen vier Adventssonntagen – geöffnet zu haben. Vor allem Letzteres wurde vom Gericht als nicht mit dem Grundgesetz vereinbar erklärt.

Das Urteil überrascht nicht, denn der Wortlaut des entsprechenden Paragraphen ist eindeutig genug, um ihn höher zu gewichten als den Wunsch nach Geschäft. Interessant ist vielmehr, dass die meisten Kommentare deutscher Tageszeitungen dieses Urteil gut und richtig finden – und das in einem Land, in dem sich der christliche Glaube auf dem Rückzug befindet. Ob diese Kommentare tatsächlich die Mehrheitsmeinung der Bevölkerung widerspiegeln, ist allerdings noch nicht ausgemacht, denn verkaufsoffene Sonntage werden meist sehr gut genutzt. Der Sonntag sei ein „Geschenk der Christen an die Gesellschaft“, so die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Vizepräsidentin des deutschen Bundestages Katrin Göring-Eckhardt. Vielleicht ist es aber genau umgekehrt – der Sonntag ist ein Geschenk der Gesellschaft beziehungsweise des Staates an die Christen.

Genaugenommen leistet das Verfassungsgericht mit seinem Urteil Entwicklungshilfe für die Kirchen. Sie verlieren immer mehr Mitglieder, und von denen, die bleiben, feiert nur eine kleine Minderheit den Sonntag im christlichen Sinne mit Gottesdienstbesuch, Arbeitsabstinenz und Gemeinschaftspflege. Ohne staatlichen Schutz wäre der Sonntag möglicherweise längst zu einem „zweiten Samstag“ geworden, an dem zwar nicht überall regulär gearbeitet wird, die Geschäfte aber geöffnet haben und viele Dienstleistungen angeboten werden. Es würde sich zeigen, dass die Werte des ursprünglichen biblischen Ruhetages – des Sabbats – die Umdatierung auf den Sonntag nicht überlebt haben, sondern nur mit Hilfe staatlicher Gesetze ein trügerisches Dasein führen.

Allzu häufige Ladenöffnungszeiten an Sonntagen verletzten die Religionsfreiheit, so das Bundesverfassungsgericht. Und der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, sowie die EKD-Ratspräsidentin, Landesbischöfin Margot Käßmann, betonten in einer gemeinsamen Stellungnahme, der Sonntag sei ein „Raum für die Freiheit der Religionsausübung“. Dieser Raum besteht jedoch nur für Menschen, die den Sonntag feiern. Für die 120.000 Juden und 35.000 Adventisten in Deutschland, die den Sabbat (Samstag) feiern, gilt dieser Freiraum nicht automatisch. Sie müssen ihn sich erkämpfen, notfalls vor Arbeitsgerichten wie bereits mehrfach geschehen. Sollte sich die Auffassung durchsetzen, mit dem Sonntagsschutz sei der religiösen Freiheit, einen Ruhetag zu halten, Genüge getan, hätten diese Gläubigen es noch schwerer als bisher. Ob sie dann mit der Solidarität der beiden großen Kirchen rechnen können?

Thomas Lobitz

(Hinweis der Redaktion: Thomas Lobitz ist Zeitschriftenredakteur beim Advent-Verlag Lüneburg)
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Kostenlose Gemeindezeitschrift für Adventisten nimmt Gestalt an

Lüneburg, 12.12.2009/APD   Ab Januar 2010 bekommt jeder adventistische Haushalt in Deutschland die neue Gemeindezeitschrift „Adventisten heute“ der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten kostenlos. In dem neuen Medium ist die Zeitschrift „Adventist World“ in deutscher Übersetzung integriert, die von der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) in mehreren Sprachen herausgegeben wird.

Das neue Heft soll mit einem Umfang von 76 Seiten das derzeitige „AdventEcho“ (44 Seiten) ablösen und zwölfmal statt bisher elfmal im Jahr erscheinen. Wie der Chefredakteur der bisherigen und auch neuen Gemeindezeitschrift, Pastor Elí Diez-Prida (Lüneburg), mitteilte, umfasse „Adventist World“ 32 Seiten, weitere zwölf Seiten würden in jeder Ausgabe von der Leitung der Freikirche in Deutschland beigesteuert. Acht bis zehn Seiten im hinteren Teil des Heftes seien für Anzeigen vorgesehen, die bisher im separaten Anzeigenblatt „inform“ erschienen.

Aus Platzgründen entfielen, so Diez-Prida, künftig zwei Rubriken. Die im „AdventEcho“ bisher veröffentlichten Berichte aus den Gemeinden und die Personalia würden die Mitteilungsblätter der regionalen Freikirchenleitungen (Vereinigungen) in Deutschland übernehmen, wie es schon jetzt teilweise geschehe. Für modellhafte Aktionen der Gemeinden bleibe „Adventisten heute“ aber aufgeschlossen. Um die bundesweite Information im Bereich Personalia zu ermöglichen, soll noch im Laufe des Dezembers eine Online-Erfassung eingerichtet werden, deren Dateneingabe von den Beauftragten der einzelnen Adventgemeinden selbst vorgenommen werde, und auf die alle Adventisten mit einem Passwort Lese-Zugang hätten.

Laut Pastor Diez-Prida sei die Auflage der Zeitschrift „AdventEcho“ in den letzten Jahren stets rückläufig gewesen, sodass sie unter 5.000 Exemplare pro Ausgabe gesunken wäre. Das kostenlose „Adventisten heute“ habe dagegen eine Auflage von 23.000 und erreiche damit jeden adventistischen Haushalt in Deutschland. Die Zeitschrift erscheint im Advent-Verlag, Lüneburg, und soll auch im Internet unter www.adventisten-heute.de abrufbar sein.

Die adventistischen Kirchenleitungen in Österreich und der deutschsprachigen Schweiz, deren Gemeindezeitschrift ebenfalls das „AdventEcho“ war, wollen eigene Wege der internen Kommunikation gehen und sind an „Adventisten heute“ nicht beteiligt. In Deutschland gibt es 35.600, in Österreich 3.800 und in der deutschsprachigen Schweiz 2.400 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten.
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Letzte Ausgabe der adventistischen Gemeindezeitschrift "AdventEcho"

Lüneburg, 11.12.2009/APD   Mit dem Thema „Freund sein“ befasst sich die letzte Ausgabe (Dezember 2009) der Gemeindezeitschrift „AdventEcho“ der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz. Inhalt der Schwerpunktartikel ist die Feststellung, dass auch Menschen ohne Familienanschluss meist Freunde haben, mit denen sie zusammen lachen, reden, manchmal weinen und ein Stück ihres Lebens teilen. Doch was ist echte Freundschaft und wie gewinnt man Freunde? Wie können Christen ihren säkularen Freunden von Gott erzählen, ohne sie zu verlieren? Wie sieht eine Freundschaft mit Gott aus? Darauf versucht das Dezember-Heft Antworten zu geben.

Weitere Themen sind unter anderem ein theologischer Beitrag über die gemeinsamen Lehrauffassungen des Reformators Johannes Calvin und der Mitbegründerin der Siebenten-Tags-Adventisten, Ellen G. White, mit dem eine mehrteilige Artikelserie über Calvin abgeschlossen wird. Ein weiterer Artikel befasst sich mit dem Einfluss der Umgebungskultur auf adventistische Jugendliche. Außerdem gibt es Berichte über den Kongress der baden-württembergischen Adventisten in Offenburg, das 90-jährige Jubiläum der adventistischen Gehörlosenmission in Bremen, die erste Singel-Wanderfreizeit der süddeutschen Adventisten sowie das 100-jährige Bestehen der Adventgemeinden Wittenberge, Salzburg, Graz und Rostock.

Da die Abonnentenzahl des „AdventEcho“ seit über 20 Jahren kontinuierlich zurückging und die Auflage zuletzt unter 5.000 pro Heft lag, beschloss die Freikirchenleitung ab Januar 2010 eine neue, kostenlose Gemeindezeitschrift mit dem Titel „Adventisten heute“ für alle 23.000 adventistische Haushalte in Deutschland herauszugeben. Sie wird auch unter www.adventisten-heute.de im Internet abrufbar sein.

Die erste Gemeindezeitschrift der Siebenten-Tags-Adventisten erschien in Deutschland 1894 unter dem Namen „Zions-Wächter“. Sie wurde 1920 in „Der Adventbote“ umbenannt. 1973 kam das neue, gemeinsame Magazin „AdventEcho“ für die deutschsprachigen Adventisten heraus. Während die Adventisten in Österreich und der Schweiz den gewohnten Titel ihres Blattes wiederfanden, mussten sich die Mitglieder in Deutschland von dem vertrauten „Adventboten“ verabschieden. „AdventEcho“ und auch die Nachfolgezeitschrift „Adventisten heute“ erscheinen im Advent-Verlag, Lüneburg.
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Wegen H1N1-Virus alternative Möglichkeiten beim Abendmahl anbieten

Berlin, 10.12.2009/APD   Pastor Johannes Scheel, Berlin, Vorsteher der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, hat in einem Rundschreiben an die dortigen Pastoren, Pastorinnen und Adventgemeinden Empfehlungen im Umgang mit der sogenannten Schweinegrippe gegeben. Da die Aussagen über den Verlauf der Krankheit vielfältig und widersprüchlich seien, habe die allgemeine Unsicherheit in der Bevölkerung zugenommen. Solange es keine klaren allgemeinen Empfehlungen und Richtlinien gebe, müsse jeder selbst entscheiden, wie und in welchem Maße er sich vor Ansteckung schütze.

Wo viele Menschen in geschlossenen Räumen zusammen seien, bestehe immer eine erhöhte Ansteckungsgefahr. „Deshalb ist ein sorgsames und rücksichtsvolles Verhalten, besonders bei Grippesymptomen oder Erkrankungen in der Familie in jedem Fall angeraten“, betonte Scheel.

Beim Abendmahl bitte die Freikirchenleitung Gemeinden, welche den Gemeinschaftskelch verwendeten, auch alternative Möglichkeiten anzubieten. Anstatt dass alle Teilnehmer am Abendmahl aus demselben Kelch trinken, wären Einzelkelche denkbar. Das bedeute, jeder habe einen kleinen, nur für ihn bestimmten Becher. „Auch wenn eine Ansteckungsgefahr über den Gemeinschaftskelch nicht erwiesen ist, sind doch etliche Gottesdienstbesucher verunsichert und nehmen deshalb nicht am Abendmahl teil“, informierte Vorsteher Scheel. Die Gemeindeleitungen sollten sich vor dem nächsten, alle Vierteljahre gefeierten Abendmahl mit dem Problem befassen und eine angemessene Lösung finden.

In den fünf ostdeutschen Bundesländern gibt es rund 7.500 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 160 Gemeinden.

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Bildagentur "churchphoto.de“ mit 15.000 Fotos

Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, 09.12.2009/APD   Bei der Bildagentur „churchphoto.de“ des Medienzentrums der Siebenten-Tags-Adventisten „Stimme der Hoffnung“ in Alsbach-Hähnlein gibt es jetzt 15.000 im Internet abrufbare Fotos. Die seit 2005 bestehende Agentur erfreue sich eines kontinuierlichen Wachstums, teilte Pastor Matthias Müller, Geschäftsführer der „Stimme der Hoffnung“, mit. Bis heute seien mehr als 3,6 Millionen Bildaufrufe verzeichnet worden.

 Schwerpunkt der Bildagentur mit ihrer zweisprachigen (deutsch/englisch) Webseiten seien laut Müller christliche Motive. Darüber hinaus stünden auch allgemeine Fotos lizenzfrei zur Verfügung. Weitere Informationen sind im Internet unter www.churchphoto.de zu finden.

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Seit 15 Jahren Mittagstisch für Bedürftige in Berlin-Zehlendorf

Berlin, 08.12.2009/APD   In den Wintermonaten November bis März nutzen bis zu 40 Personen dienstags und donnerstags die Möglichkeit, in den Räumlichkeiten der Adventgemeinde Berlin-Zehlendorf eine warme Mahlzeit zu erhalten. Die Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten bietet seit 15 Jahren Bedürftigen und Wohnungslosen diesen Dienst an. Gerd Schuster, Leiter der Suppenküche, bezifferte die Ausgaben für das Essen in einer Wintersaison auf rund 3.500 Euro. Dazu kämen Ausgaben für Heizung, Elektrizität und Reinigung. Die Kosten würden allein durch Spenden aufgebracht. Alle Arbeit geschehe ehrenamtlich. An den anderen Werktagen sorge die benachbarte evangelische Paulusgemeinde für eine warme Mahlzeit. Mit ihr bestehe eine gute Zusammenarbeit, berichtete Schuster. In Deutschland unterhalten die Adventisten noch acht weitere Suppenküchen.

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Gemeinsames Seminar freikirchlicher Pastoren im letzten Dienstabschnitt

Niedenstein bei Kassel, 07.12.2009/APD   Fünf Freikirchen führten gemeinsam in Niedenstein bei Kassel eine Weiterbildung für Pastoren in ihrer letzten Berufungsphase ab 55 Jahren durch. Veranstalter des Seminars waren die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG), der Bund Freier evangelischer Gemeinden (BFeG), der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) und der Mülheimer Verband Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden. 27 Pastoren und eine Pastorin aus diesen Freikirchen, die sich selbst im letzten Dienstabschnitt befinden, bildeten die Teilnehmergruppe.

 Die beiden Pastoren im Ruhestand, Edwin Brandt (BEFG) und Frederik D. van Breen (BFeG), ermutigten mit ihren eigenen erlebten Chancen und Herausforderungen die Teilnehmer zur Selbstreflektion und zum Austausch in Kleingruppen. Die Seminarleitung hatten die Pastoren Dr. Roland E. Fischer (Adventisten), Friedbert Neese (BEFG) und Peter Bregy (BFP).           

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Evangelische Freikirchen befassen sich mit Leuenberger Konkordie

Frankfurt/Main, 03.12.2009/APD   Schwerpunkt der Herbst-Mitgliederversammlung der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) in der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg war das Gespräch über das Selbstverständnis der Freikirchen. Unter dem Thema „Was ist Evangelisch?“ wurden Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Selbstverständnis der 14 Mitglieds- und Gastkirchen deutlich. Rosemarie Wenner, Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche und Präsidentin der VEF, erinnerte daran, dass die VEF die älteste zwischenkirchliche Plattform in Deutschland sei und in ihr seit Jahrzehnten Freikirchen mit unterschiedlicher Prägung zusammenarbeiteten.

Ausgangsbasis für das Gespräch innerhalb der VEF war die „Leuenberger Konkordie“, die grundlegende theologische Vereinbarung der evangelischen Kirchen von 1973. „Unser Ziel ist es nicht, dass alle evangelischen Freikirchen der Leuenberger Konkordie zustimmen“, sagte Rosemarie Wenner, „aber wir sollten uns nicht abhalten lassen, die große gemeinsame Basis mit allen Evangelischen zu sehen.“ So wie in der Leuenberger Konkordie verschiedene evangelische Traditionen zusammenkämen, so wolle die VEF innerhalb des nächsten Jahres ihre freikirchlichen Standpunkte zur Konkordie formulieren und in das Gespräch mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) einbringen. „Wir wollen in allen evangelischen Christen Geschwister sehen, aber durchaus die Unterschiede zwischen uns auch respektieren“, betonte Wenner.

Über ein Beispiel gelungener Kooperation von VEF und EKD berichtete Pastor Christoph Maas, Medienbeauftragter der VEF. Das seit September öffentliche Online-Portal www.evangelisch.de werde künftig auch von den evangelischen Freikirchen der VEF mit gestaltet. „Wir sind noch in der Aufbauphase, denn das Portal wird ständig erweitert“, erläuterte Maas, „aber wir sind sehr dankbar für das gute und offene Miteinander mit der EKD.“

Die Zusammenführung des Diakonischen Werkes und des Evangelischen Entwicklungsdienstes zum „Evangelischen Zentrum für Entwicklung und Diakonie“ ab 2012 begleitet die VEF mit einer eigenen Arbeitsgruppe. „Als Gründungsmitglied der diakonischen Hilfsaktion ´Brot für die Welt‘, so Klaus Pritzkuleit, Geschäftsführer der Diakonischen Arbeitsgemeinschaft (DA), „sind wir als evangelische Freikirchen aufgefordert, jetzt auch diesen Fusionsprozess mit zu gestalten.“ Neun Freikirchen sind derzeit Mitglieder des Diakonischen Werks, und die VEF gehört dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) an. Besonders die zukünftige Rolle und Aufgabe der DA als bisheriger Schnittstelle zwischen den evangelischen Freikirchen und dem Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland wurde während der Mitgliederversammlung diskutiert. In den kommenden Monaten werde der Prozess einer Reformierung der Diakonischen Arbeitsgemeinschaft weiter vorangetrieben.

Zur Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) gehören derzeit neun Mitglieder und fünf Gastmitglieder. Sie wurde 1926 gegründet und sieht ihr Ziel darin, gemeinsame Aufgaben zu fördern, zwischenkirchliche Beziehungen zu vertiefen und gemeinsam freikirchliche Belange nach außen zu vertreten. Die Mitglieder und Gastmitglieder treffen sich zwei Mal im Jahr zu einer Mitgliederversammlung.

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"WebFish 2010" zu vergeben

Hannover, 02.12.2009/APD   Noch bis zum 31. Dezember können Anbieter christlicher Internetseiten online unter www.webfish.de ihre Bewerbung für den „WebFish 2010“ einreichen. Tausende von christlichen Webseiten sind im Internet erreichbar. Die besten unter ihnen werden seit 1996 mit dem Symbol des Wettbewerbes, dem augenzwinkernden Fisch, ausgezeichnet. Darüber hinaus gibt es auch Geld- und Sachpreise. Die Entscheidung trifft eine Fachjury.

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