Adventisten wollen Gemeinden zum sicheren Ort für junge Menschen machen

Ostfildern/Hannover | 17. Februar 2010 | APD |

Ostfildern/Hannover, 17.02.2010/APD   "Wir müssen leider feststellen, dass auch innerhalb unserer Ortsgemeinden Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht wurden. Dafür gibt es keine Entschuldigung“, schreiben die Präsidenten des Süddeutschen und Norddeutschen Verbandes der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die Pastoren Günther Machel (Ostfildern) und Klaus van Treeck (Hannover), in der Februar-Ausgabe der Gemeindezeitschrift "Adventisten heute“. Deshalb habe der Ausschuss der Freikirche in Deutschland beschlossen, junge Menschen noch stärker zu schützen.

Alle Haupt- und Ehrenamtlichen, die junge Menschen betreuen, bekämen die von der Freikirche herausgegebene Broschüre "Sexueller Gewalt begegnen“ ausgehändigt und müssten einen Verhaltenskodex unterschreiben. Zusätzlich werde von allen Hauptamtlichen ein polizeiliches Führungszeugnis eingefordert. "Wir wollen alles tun, um unsere Gemeinden für junge Menschen zu einem sicheren Ort zu machen.“ Dazu gehöre auch, ständig im Gespräch über den Schutz vor sexueller Gewalt zu bleiben und die Vorgaben auf Ortsebene konsequent umzusetzen, betonten Machel und van Treeck.

Der Ausschuss habe ebenfalls beschlossen, das Projekt "enditnow“ der adventistischen Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) zu unterstützen. Ziel sei unter anderem, durch eine weltweite Unterschriftenaktion der Gewalt gegen Frauen und Mädchen entgegenzutreten. Dabei sollten die Listen mit der ersten Million Unterschriften den Vereinten Nationen übergeben werden, um das Bewusstsein für den Schutz von Frauen und Mädchen zu verstärken.

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