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Schulzentrum Marienhöhe erhält Zertifikat "Gesundheitsfördernde Schule"

Kultusministerin Henzler: Eltern müssen Gesundheitserziehung unterstützen

Darmstadt, 31.03.2010/APD Dass „Gesundheit“ vielschichtig begriffen werden müsse, betonte die hessische Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) bei der Verleihung des Gesamtzertifikats „Gesundheitsfördernde Schule“ an das Schulzentrum Marienhöhe Darmstadt, eine Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Die Kooperation mit den Eltern sei hier besonders wichtig. Gesundheit könne man als Unterrichtsthema nicht einfach auswendig lernen. Vielmehr müssten die Inhalte verinnerlicht, gelebt und vorgelebt werden. „Gerade beim Thema Gesundheit muss die Erziehung zu Hause und in der Schule Hand in Hand gehen.“ Denn alle Anstrengungen in der Schule nützten wenig, wenn diese von den Eltern nicht unterstützt würden, gab die Ministerin zu bedenken. Das Schulzentrum Marienhöhe ist die 14. hessische Schule, die sich als „Gesundheitsfördernde Schule“ bezeichnen darf.

Das Zertifikat sei laut Henzler kein Schulpreis für eine einmalige Leistung, sondern stehe für jahrelange und nachhaltige Anstrengungen. Bereits im Mai 2008 habe die Marienhöhe vier Teilzertifikate für die Bereiche Ernährung, Bewegung, Sucht- und Gewaltprävention sowie Umwelt und Ökologische Bildung erhalten. Die Kultusministerin hob einige Aktivitäten des Schulzentrums hervor, die eine Gesamtzertifizierung ermöglicht hätten. So bereite die Mensa der Marienhöhe pro Jahr 33.000 ausgewogene Mittagsmenüs für Schüler, Angestellte und Besucher zu. Die Schüler der Oberstufe hätten jährlich die Gelegenheit, aktiv an einem Entwicklungsprojekt teilzunehmen. Seit vielen Jahren gebe es für alle Schüler der sechsten Jahrgangsstufe ein einwöchiges Seminar zum Thema Suchtprävention. Außerdem sei Sport mit einem breiten Angebot an Wahlpflichtfächern, besonderen Sport-AGs und der Sportwoche der achten Klassen ein wichtiger Bestandteil des Marienhöher Stundenplans. Die Schule besitze auch eine Kletterwand, einen Tennisplatz, einen Fußballplatz mit Kunstrasen und einen Sportplatz mit Leichtathletikanlage.

Schulleiter Gunter Stange, der die Urkunde entgegennahm, würdigte das Engagement der Lehrerin Karen Nattrodt, die Schulleitung und Lehrerschaft für das Projekt „Schule und Gesundheit“ des Hessischen Kultusministeriums begeistert habe. Der Darmstädter Schuldezernent Dr. Dierk Molter ermutigte, das Zertifikat als Auftrag für einen fortzuführenden Schulentwicklungsprozess auf der Marienhöhe zu begreifen. Roswitha Schug, die vom Staatlichen Schulamt Darmstadt den Weg zur Gesamtzertifizierung begleitete, hob hervor, wie engagiert die Marienhöhe in den letzten Jahren Schritte auf dem Weg zur Gesamtzertifizierung begleitete, hob hervor, wie engagiert die Marienhöhe in den letzten Jahren Schritte auf dem Weg zur gesundheitsfördernden Schule umgesetzt habe.

„Schule und Gesundheit“ bilde laut Projektleiterin Dr. Beate Zelazny ein eigenes Arbeitsfeld des Hessischen Kultusministeriums. Die Förderung der Gesundheit der Schülerinnen und Schüler, der Lehrerinnen und Lehrer sowie des nicht unterrichtenden Personals am Arbeits- und Lernplatz Schule sei dabei ein wesentliches Ziel. Die Teilzertifikate und das Gesamtzertifikat würden als Qualitätskriterien bei der Schulinspektion anerkannt.

Das Schulzentrum Marienhöhe mit Gymnasium, Kolleg, Realschule und Internaten hat rund 700 Schülerinnen und Schüler, die von 65 Lehrkräften unterrichtet werden. Vor der Urkundenverleihung ließ sich Kultusministerin Dorothea Henzler von Schulleiter Gunter Stange und Geschäftsführer Achim Ulrich über die Bildungsstätte informieren. Sie stellte viele Fragen, unter anderem auch zum Religionsunterricht. Bei der Führung über das Schulgelände wurde unter anderem das Holzhackschnitzel-Heizkraftwerk gezeigt, das die Wärmeversorgung der Marienhöhe sicherstellt und über 400 Tonnen Treibhausgas CO² pro Jahr einspart. Beim Besuch des Leistungskurses „Politik und Wirtschaft“ stellten die Schülerinnen und Schüler der Ministerin Fragen zur Schul-, Landes- und Parteipolitik, die Henzler laut Schulleiter Stange „offen und klar“ beantwortet habe.
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Extrawürste für Muslime?

Lüneburg, 30.03.2010/APD   Das Ergebnis der Volksabstimmung im November letzten Jahres über ein Minarettverbot in der Schweiz hat in Europa und darüber hinaus für Aufsehen gesorgt. Die aktuelle Ausgabe des adventistischen Magazins „Zeichen der Zeit“ (2/2010) beleuchtet das Thema „Religionsfreiheit: Wie weit darf sie gehen?“ In dem Beitrag „Keine Extrawürste für Muslime!“ befasst sich der Schweizer Pastor Herbert Bodenmann (Winterthur) mit den Grenzen der Religionsfreiheit und fragt, ob es eine christliche, jüdische oder muslimische Religionsfreiheit geben könne. Dabei macht er deutlich: „Wer die Religionsfreiheit anderer einschränkt, schränkt auch die eigene Religionsfreiheit ein.“

In weiteren Beiträgen geht es darum, weshalb Gefühle nicht das letzte Wort haben sollten. Außerdem: wie man dank des von Gott eingesetzten wöchentlichen Ruhetages dem Hamsterrad des Alltags entfliehen kann. „Zeichen der Zeit“ ist das evangelistische 16-seitige Verteilheft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Es erscheint vierteljährlich in einer Auflage von 110.000 Exemplaren. Im Internet ist es bei www.advent-verlag.de unter „Zeichen der Zeit“ zu finden.
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Symposium "Islam und interreligiöser Dialog" in Friedensau

Friedensau bei Magdeburg, 29.03.2010/APD   Ein Symposium zum Thema „Islam und interreligiöser Dialog“ findet vom 16. bis 18. April in der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg statt. Unter Leitung von Professor Dr. Udo Worschech, Altrektor der Hochschule, sprechen unter anderem Dr. Bekir Alboga, Beauftragter für interreligiösen Dialog der „Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion“, über den „Beitrag des Islam zu Wissenschaft und Zivilisation“, sowie Prof. Dr. Urs Baumann, Mitarbeiter und ehemaliger Geschäftsführer des Instituts für Ökumenische Forschung der Universität Tübingen, über die Frage „Kann das Christentum in einen gleichberechtigten Dialog mit dem Islam eintreten?“. Weitere Informationen im Internet unter http://www.thh-friedensau.de bei „Presse“ –> „Veranstaltungen“.
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Sexueller Missbrauch durch externen Klavierlehrer auf der Marienhöhe

Darmstadt, 28.03.2010/APD   Das Schulzentrum Marienhöhe Darmstadt, einer Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, hat eine Stellungnahme zu Missbrauchsfällen durch einen externen Klavierlehrer in den 1980er und Anfang der 1990er Jahre herausgegeben. Darin heißt es: „Als Vorstand des Schulträgers, als Schulleitung sowie als gesamte Mitarbeiterschaft am Schulzentrum Marienhöhe drücken wir den betroffenen Opfern sexueller Übergriffe unser tiefes Mitgefühl aus. Wir bedauern außerordentlich, dass derartige Vorkommnisse durch eine externe Person offensichtlich auch auf unserem Campus stattgefunden hat. Gleichzeitig bringen wir unsere zutiefst empfundene Ablehnung und Verurteilung derartiger Übergriffe zum Ausdruck. Wir gehen den Vorkommnissen nach und werden alles in unseren Kräften stehende tun, um eine Klärung herbei zu führen.“

In der Stellungnahme heißt es weiter, dass in den 1980er Jahren ein externer Klavierlehrer auf privater Basis Klavierunterricht angeboten habe. Die hierfür notwendigen Räumlichkeiten seien von der Schule unentgeltlich zur Verfügung gestellt worden, um die zusätzliche Belastung der Schüler so gering wie möglich zu halten. Der Klavierlehrer sei zu keiner Zeit Angestellter der Schule gewesen. „Dass dieser positive Ansatz in tragischer Weise zerstörerisch ausgenutzt wurde, erfüllt uns mit tiefer Betroffenheit.“

In diesem Umfeld hätten nach heutigen Erkenntnissen sexuelle Übergriffe des Lehrers auf Klavierschüler „im Zeitraum von etwa 1984 bis zum Schuljahr 1990/91 stattgefunden“. Über Art und Umfang der mutmaßlichen Übergriffe lägen bisher keine genauen Angaben vor. Nach heute vorliegenden Erkenntnissen, sei dem Klavierlehrer, nach Bekanntwerden eines sexuellen Übergriffes, die Nutzung der Räumlichkeiten von der damaligen Schulleitung untersagt worden. Die jetzige Schulleitung habe mit der damals verantwortlichen Schulleitung zur Klärung des Sachverhalts Kontakt aufgenommen.

Die Stellungnahme schließt mit der Bitte: „Da zu vermuten ist, dass weitere Personen betroffen sein könnten und die Rekonstruktion der Ereignisse von vor über 20 Jahren sehr schwer fällt, bitten wir um Kontaktaufnahme mit der heutigen Schulleitung, um zur Klärung und Aufarbeitung des Sachverhalts beizutragen.“

Wie der seit 2000 amtierende Schulleiter des Schulzentrums Marienhöhe, Gunter Stange, der Nachrichtenagentur APD mitteilte, sei der Klavierlehrer von der Mutter einer seiner Schüler auf frischer Tat ertappt worden, als er deren Sohn missbrauchte. Die Eltern hätten die Schulleitung über den Vorfall informiert, sodass der Lehrer von der Schule verwiesen worden sei. Ein in den 1980er Jahren 13-jähriger Junge habe sich erst 2005 seinen Eltern offenbart. In einem Brief vom März 2010 hätten die Eltern der Schulleitung den Vorfall geschildert. Der damals stellvertretende Schulleiter habe daraufhin umgehend mit den Eltern und ihrem Sohn Gespräche geführt. Um die damaligen Vorgänge aufarbeiten zu können, bitte die Schulleitung, dass Betroffene mit ihr Kontakt aufnehmen.

Das 1924 gegründete Schulzentrum der Siebenten-Tags-Adventisten besitzt seit 1950 ein staatlich anerkanntes Gymnasium. 1994 kam die Realschule hinzu. Zur Zeit gibt es auf der Marienhöhe knapp 700 Schülerinnen und Schüler.
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Soziale Studiengänge der Hochschule Friedensau erneut akkreditiert

Friedensau bei Magdeburg, 26.03.2010/APD   Die Agentur für Qualitätssicherung durch Akkreditierung von Studiengängen (AQAS), Bonn, hat vier Studiengänge des Fachbereiches Christliches Sozialwesen der Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg, einer Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, für weitere sieben Jahre akkreditiert. Es handelt sich um den Bachelor-Studiengang „Soziale Arbeit“ sowie um die Master-Studiengänge „Sozial- und Gesundheitsmanagement“, „Counseling“ (Beratung) und „International Social Science“ (Internationale Sozialwissenschaften).

AQAS überprüft im Auftrag von Bundesländern und Hochschulen kontinuierlich deren Studiengänge, die im Zuge des Bologna-Prozesses als Bachelor und Master einheitliche Strukturen erhielten. Die Grundlage für die Reakkreditierung bildete eine umfangreiche Prüfung von Qualität und Studierbarkeit der angebotenen Studiengänge sowie Visitationen durch unabhängige Gutachter. Das positive Bewertungsergebnis ermöglichte eine Akkreditierung für die Dauer von sieben Jahren. AQAS unterstützt die Qualitätssicherungsmaßnahmen des Fachbereichs, in dem die Agentur zu einer kontinuierlichen und strukturierten Bewertung der Lehrveranstaltungen durch die Studierenden anhält. Um die Studiengänge optimal für die relevanten Berufsfelder und die Arbeitsmarktsituation zu konzipieren, wird der Hochschule empfohlen, die Absolventen ausführlich über ihre Erfahrungen zum Berufseinstieg zu befragen.

Das zweigliedrige Studiensystem umfasst im Fachbereich Christliches Sozialwesen ein dreijähriges Grundlagenstudium zum „Bachelor of Arts in Social Work“, das einen Berufseinstieg in den Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit ermöglicht. Für eine weitere Spezifikation werden drei Masterstudiengänge angeboten. Der Studiengang „International Social Sciences“ (Internationale Sozialwissenschaften) konzentriert sich auf den Beruf eines international tätigen Sozial- und Projektmanagers einer humanitären Hilfsorganisation. Der „Master of Arts in Counseling“ (Beratung) bietet eine universitäre Ausbildung für die Ehe-, Familien- und Lebensberatung. Für Leitungs- und Führungsaufgaben im Sozial- und Gesundheitsbereich qualifiziert der „Master of Arts Social- and Health Management“ (Sozial- und Gesundheitsmanagement). Zum Teil können die Masterstudiengänge auch berufsbegleitend studiert werden.

Außerdem bietet die Hochschule den Bachelor (B.A.) und Master (M.A.) in Theologie, den Master of Theological Studies (M.T.S.) und den Bachelor (B.A.) in „Gesundheits- und Pflegewissenschaften“ an. Für diese Studiengänge laufen die Akkreditierungszeiten noch. Die 1899 gegründete Bildungsstätte erhielt 1990 die staatliche Anerkennung als Hochschule. An ihr sind rund 150 Studentinnen und Studenten eingeschrieben. Als erste Hochschule in Sachsen-Anhalt erreichte die Theologische Hochschule Friedensau im Jahr 2007 die endgültige Anerkennung all ihrer Studiengänge nach dem Bologna-Modell.
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Rat Christlicher Kirchenleiter im Irak gegründet

Bagdad/Irak, 25.03.2010/APD   Vertreter von 14 Kirchen haben in Bagdad einen „Rat Christlicher Kirchenleiter im Irak“ gegründet. Dem Rat gehören alle Patriarchen, Erzbischöfe, Bischöfe und Kirchenoberhäupter der seit 1982 staatlich registrierten 14 christlichen Gemeinschaften im Irak an, die aus der katholischen, der östlich- und orientalisch-orthodoxen wie der protestantischen Tradition hervorgegangen sind. Unter ihnen befindet sich auch der Präsident der irakischen Siebenten-Tags-Adventisten.

Laut seiner Satzung ist es Ziel des neuen Rates, „Meinungen, Positionen und Entscheidungsfindungen der Kirchen im Irak“ zu Fragen im Zusammenhang mit Kirche und Staat „einen gemeinsamen Ausdruck zu geben“. Das wolle der Rat erreichen, „indem er die christliche Präsenz aufrechterhält und stärkt, Zusammenarbeit und gemeinsames Handeln fördert, ohne sich in die inneren Angelegenheiten der Kirchen oder deren Körperschaften einzumischen“.

In einer Pressemitteilung über die Errichtung des neuen Rates unterstrichen die Gründer die Bedeutung christlicher Bildungsarbeit und des Dialogs mit der muslimischen Gemeinschaft zur „Förderung gegenseitiger Akzeptanz“. Generalsekretär des Rates ist Erzbischof Dr. Avak Asadourian von der Armenisch Orthodoxen Kirche im Irak. Als sein Stellvertreter amtiert Erzbischof Basilius Guirgis al-Qass Moussa von der Syrisch-Katholischen Kirche. Von den ursprünglich 1,2 Millionen Christen im Irak sollen sich aufgrund der wirtschaftlichen, politischen und religiösen Verhältnisse nur noch etwa eine halbe Million im Land befinden.

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TV- und Radioprogramme der Adventisten auch auf den Salomonen

Honiara/Salomonen, 24.03.2010/APD   Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten möchte auch auf den Salomonen Fernseh- und Radioprogramme ausstrahlen. Wie Jared Madden, Direktor des im Aufbau befindlichen adventistischen Medienzentrums, mitteilte, würden in Kukum nahe der Hauptstadt Honiara eine UKW-Antenne für Radiosendungen und eine Satellitenschüssel zur Einspeisung von Fernsehbeiträgen errichtet. Unter dem Namen „Hope Channel“ sollen künftig internationale und ortsbezogene Radio- und TV-Sendungen zu den Themen Gesundheit, Gospelmusik und Glaube ausgestrahlt werden. Die Fernsehsendungen werden über Satellit und die Radioprogramme über UKW zu empfangen sein.

Das seit 2003 bestehende Netzwerk „Hope Channel“ der Siebenten-Tags-Adventisten bietet weltweit Fernsehprogramme in verschiedenen Sprachen auf neun Kanälen über sieben Satelliten an, die in rund 40 Landesstudios produziert werden.

Auf den Salomonen leben 39.300 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 184 Gemeinden. Die dortige Freikirche unterhält einige Grundschulen, zwei berufsbildende Schulen, ein Gymnasium, eine Hochschule, ein Krankenhaus und 17 Kliniken.

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In der Blindenhörbücherei hat das "DAISY-Zeitalter“ begonnen

Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, 23.03.2010/APD   Mitte Januar waren in der Blindenhörbücher des Medienzentrums „Stimme der Hoffnung“ der Siebenten-Tags-Adventisten in Alsbach-Hähnlein die ersten beiden neuen Hörbücher im DAISY-Format fertiggestellt. Die Bücher enthalten auf je einer CD neben MP3-Dateien mit dem gelesenen Text auch zusätzliche Dateien. Diese werden von einem speziellen Abspielgerät oder entsprechender Computersoftware genutzt, damit der blinde oder sehbehinderte Hörer die Struktur eines Buches einfacher erfassen kann. So ist der Text nicht nur in Kapitel, sondern auch in Sätze oder längere Teilsätze unterteilt. Informationen über die Laufzeit können jederzeit abgerufen werden.

Die Abkürzung DAISY steht für „Digital Accessible Information SYstem“. Dieser internationale Standard wurde vorwiegend für Sehbehinderte und Blinde entwickelt, damit sie Texte verschiedenster Art besser erfassen können. Alle deutschsprachigen Blindenhörbüchereien haben sich geeinigt, ab Januar 2010 nur noch DAISY-Hörbücher zu verleihen.

Wie der Leiter der Blindenhörbücherei der „Stimme der Hoffnung“, Pastor Andre Thäder, mitteilte, würden alle neuen Bücher der Einrichtung in diesem Format erstellt und manche bisher erschienenen nachbearbeitet. Es könnten inzwischen schon 54 Titel als MP3- oder DAISY-Ausgabe ausgeliehen werden. Aufgrund der Zusammensetzung ihrer Hörerschaft und des nicht digitalisierbaren älteren eigenen Buchbestandes sei es der Blindenhörbücherei jedoch nicht möglich, ganz auf die bisherige Kassette zu verzichten.

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Sonderprüfung aller 33 Internatsschulen in Hessen

Adventistisches Schulzentrum Marienhöhe machte den Anfang

Darmstadt, 22.03.2010/APD   Die hessische Landesregierung hat wegen der massiven Missbrauchsvorwürfe gegen Lehrer eine Sonderprüfung aller 33 Internatsschulen in dem Bundesland angeordnet. Wie so eine Inspektion in der Praxis aussehen könne, zeigte die Sendung ARD-Tagesthemen vom 18. März am Beispiel des Schulzentrums Marienhöhe Darmstadt, einer Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten.

Zu sehen waren Vertreter des Schulamtes Darmstadt unter Leitung von Horst-Dieter Kaspar im Gespräch mit der Schülervertretung sowie mit Schulleiter Gunter Stange, der die Inspektion begrüßte: „Ich finde es sehr gut, dass diese Überprüfungen gerade an privaten Schulen stattfinden, weil es einfach notwendig ist, dass diese Vorfälle wirklich aufgeklärt werden.“

Erst wenige Stunden zuvor hatte die hessische Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) in Wiesbaden angekündigt, dass alle hessischen Internate solch einen Besuch vom Schulamt bekommen würden. Sie wolle sich ein realistisches Bild machen, hoffe aber auch auf Prävention. Die Ministerin: „Man darf nicht alle Internatschulen unter Generalverdacht stellen, aber trotzdem muss man mit den Lehrerinnen und Lehrern sowie der Schulleitung darüber reden und versuchen, ganz konkrete Mittel einzusetzen: Zum Beispiel unabhängige Ansprechpartner für Schülerinnen und Schüler, zu denen sie sich hintrauen.“

Bei der Inspektion im Schulzentrum Marienhöhe ging es auch um einen Fall des Missbrauchs aus den 1980er Jahren. Der damalige Täter war ein externer Musiklehrer, der Unterrichtsräume stundenweise angemietet hatte.

Horst-Dieter Kaspar, Leiter des Schulamts Darmstadt, hob hervor, dass durch die Inspektionen vor Ort die Möglichkeit des Gesprächs mit Schülerinnen und Schülern bestehe, „sofern sich diese ihnen gegenüber öffnen“, damit Sachverhalte, „die im Verborgenen schlummern, ans Tageslicht kommen können“. Ein Problem sei bei diesen Inspektionen noch offen, das im Bereich der Zuständigkeiten liege: Das Schulamt sei nur für die Schulräume zuständig. Für den Wohnbereich – also das Internat – habe aber das Jugendamt die Verantwortung. Da sei Kompetenzgerangel zu erwarten.

Das 1924 gegründete Schulzentrum Marienhöhe der Siebenten-Tags-Adventisten mit Gymnasium, Kolleg, Realschule und Internat hat zur Zeit 684 Schülerinnen und Schüler.

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Papst entschuldigt sich bei Missbrauchsopfern in Irland und anderen Ländern

„Erkennt Eure Schuld an, unterwerft euch der Rechtsprechung“

Rom/Italien, 21.03.2010/APD   Papst Benedikt XVI. hat die Opfer sexuellen Missbrauchs um Verzeihung gebeten. In dem am 19. März unterzeichneten und am 20. März veröffentlichten Hirtenschreiben zum Kindesmissbrauch in der römisch-katholischen Kirche äußert er sich „schockiert und verletzt“ über die „sündigen und kriminellen Handlungen“ durch Geistliche. Täter ruft er zur Rechenschaft vor weltlichen und kirchlichen Gerichten, Bischöfen hält er „schwere Fehlurteile und Versagen in der Leitung“ vor.

Für einige Diözesen, Priesterseminare und Orden kündigt der Papst vatikanische Untersuchungskommissionen an. „Im Namen der Kirche bekunde ich offen die Scham und Reue, die wir alle empfinden“, heißt es in dem Schreiben an die irischen Katholiken, das der Papst als „Hirt der weltweiten Kirche“ verfasst habe, wie Benedikt XVI. am Beginn des Schreibens selbst klarstellt.

Das Problem des Kindesmissbrauchs sei „weder spezifisch für Irland noch für die Kirche“, betont der Papst. Die katholische Gemeinschaft müsse die Krise mit Mut und Entschlossenheit angehen. „Niemand erwartet, dass diese schmerzliche Situation schnell gelöst wird. Echter Fortschritt wurde gemacht, aber viel mehr bleibt noch zu tun“, so der Papst. Zugleich erklärte er seine Bereitschaft, mit Missbrauchsopfern persönlich zusammenzutreffen.

Zu Beginn seines Schreibens, das mit einem Umfang von 20 Druckseiten in Englisch und Italienisch erschien, verweist der Papst auf die „offenen und konstruktiven“ Gespräche mit den irischen Bischöfen während des Krisengipfels im Februar im Vatikan. Die Oberhirten seien jetzt „besser in der Lage, die Arbeit der Wiedergutmachung vergangenen Unrechts voranzubringen“. Dies müsse den Erfordernissen der Justiz und der Lehre des Evangeliums entsprechen.

Eigens spricht der Papst die Missbrauchsopfer und ihre Familien an: „Ihr habt schwer gelitten, und das tut mir aufrichtig leid. Ich weiß, dass nichts das Unrecht ungeschehen machen kann, das ihr erlitten habt.“ Ihr Vertrauen sei verraten, ihre Würde verletzt worden; viele hätten mit Anzeigen kein Gehör gefunden. Es sei verständlich, dass ihnen Vergebung schwer falle, so Benedikt XVI. Dennoch bitte er sie „demütig“, an die heilende Kraft der Liebe Jesu zu glauben.

Den Tätern droht er Rechenschaft „vor dem allmächtigen Gott und vor den zuständigen Gerichten“ an. Die betreffenden Priester und Ordensleute hätten „Schande und Unehre“ über ihre Mitbrüder gebracht; zusätzlich zu der „ungeheuren Verletzung für die Opfer“ sei auch dem Ansehen der Kirche schwerer Schaden zugefügt worden.

„Erkennt eure Schuld offen an, unterwerft euch den Forderungen der Justiz, aber verzweifelt nicht an Gottes Barmherzigkeit“, so der Papst. Verständnis äußert er für unschuldige Kleriker, die sich für die Fehler anderer verantwortlich gemacht sähen oder „enttäuscht, irritiert und verärgert“ über das Krisenmanagement ihrer Vorgesetzten seien.

Harte Worte richtet der Papst gegen einige Bischöfe, denen er teils Versagen bei der Anwendung der kirchenrechtlichen Vorschriften zum Umgang mit Kindesmissbrauch vorwirft. Bei der Reaktion auf Hinweise, in der Beurteilung von Fällen und in Leitungsentscheidungen seien „schwere Fehler“ gemacht worden. Nachdrücklich ruft er die Oberhirten auf, weiterhin mit der zivilen Justiz in deren Zuständigkeitsbereich zusammenzuarbeiten. Die Kirchenrechtsnormen zum Schutz von Kindern würden „kontinuierlich überarbeitet“. Die Bischöfe mahnt Benedikt XVI. zu Selbstkritik, Verantwortung vor Gott und Solidarität mit ihren Gläubigen. Sie müssten „wieder glaubwürdig“ werden.
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Missbrauchs-Hotline der katholischen Kirche startet am 30. März

Bonn, 19.03.2010/APD   Die von der römisch-katholischen Deutschen Bischofskonferenz nach ihrer Vollversammlung Ende Februar in Freiburg/Breisgau angekündigte bundesweite Hotline zur Information in Fragen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im kirchlichen Bereich soll ihre Arbeit am 30. März aufnehmen. Bei der Hotline würden Fachleute Opfern, aber auch möglichen Tätern als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann, Beauftragter der Bischofskonferenz für alle Fragen im Zusammenhang des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im kirchlichen Bereich, werde sich zur Arbeitsweise und Funktion der Hotline am 30. März in Trier vor Journalisten äußern.
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Medien sollen konkrete Namen nennen statt nur von "Kirche“ reden

St. Pölten/Österreich, 18.03.2010/APD   Evangelische Gemeindeleitungen in Österreich kritisieren den häufig undifferenzierten Gebrauch der Bezeichnung „Kirche“ in den Medien. Gegen die Unsitte vieler Medien, Pauschalbezeichnungen anstelle der konkreten Namen zu verwenden, hat sich die PfarrerInnen- und KuratorInnenkonferenz der Evangelischen Kirche in Niederösterreich ausgesprochen. So werde bei so genannten Skandalmeldungen oft von „der Kirche“ gesprochen, auch wenn eine bestimmte Konfessionskirche betroffen oder gemeint sei, kritisierten die 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei ihrer Konferenz in St. Pölten.

„Es gehört zu den Grundsätzen des Journalismus, alle notwendigen Angaben zum besseren Verständnis konkret und genau zu machen“, stellte dazu der niederösterreichische Superintendent Paul Weiland fest. „Gerade im Bereich der Kirchen lassen viele Journalisten diese Genauigkeit vermissen“, bedauerte er.

Dabei gehe es nicht um eine Distanzierung der Kirchen voreinander, sondern um das Ernstnehmen der Tatsache, dass es in Österreich sehr unterschiedlich strukturierte und organisierte Kirchen mit deutlich unterschiedenen Glaubensgrundsätzen gebe. Niemandem würde es einfallen, ausschließlich von „der Partei“ zu sprechen, wenn eine bestimmte politische Partei gemeint sei.

Die PfarrerInnen- und KuratorInnenkonferenz appellierte an die verantwortlichen Redaktionen und alle Journalisten der österreichischen Medien, auch mit der Bezeichnung der Kirchen in Zukunft angemessen umzugehen. In Österreich gibt es derzeit 14 gesetzlich anerkannte Kirchen und Religionsgesellschaften sowie zehn staatlich eingetragene religiöse Bekenntnisgemeinschaften.

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Vorwürfe gegen Zinzendorfschulen Königsfeld

Brüder-Unität stellt sich hinter Schulleitung

Herrnhut, 17.03.2010/APD   „Die Direktion (Kirchenleitung) der Evangelischen Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine hat die Vorwürfe gegenüber ehemaligen Mitarbeitern der Zinzendorfschulen Königsfeld (Schwarzwald), körperliche Gewalt gegenüber Schülern angewendet zu haben, sowie die Anschuldigung gegenüber einem ehemaligen Erzieher, homosexuelle Kontakte zu einem Schüler gehabt haben, mit Betroffenheit zur Kenntnis genommen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Direktion bedauere, dass die Vorwürfe und Anschuldigungen anonym und erst auf der Welle der gegenwärtigen öffentlichen Aufmerksamkeit für dieses Thema erfolgt seien.

Die Direktion stelle sich hinter die Schulleitung, die den Vorwürfen und Anschuldigungen konsequent nachgehe und sie aufarbeite, auch wenn die genannten Vorfälle bis in die 1970er Jahre zurückreichten. Pfarrer Christoph Reichel (Zeist, Niederlande), Vorsitzender der Direktion, sagte: „Nur ein offener Umgang mit den Vorwürfen kann die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in die gegenwärtige pädagogische Arbeit an den Zinzendorfschulen bewahren, das sie unter Eltern, Schülern und Schülerinnen und in der Öffentlichkeit genießt.“

Zugleich unterstreicht die Direktion, dass die Brüder-Unität als Trägerin evangelischer Schulen in Deutschland volles Vertrauen in die Arbeit ihrer Schulleitungen und ihrer pädagogischen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen habe. „Wir werden unsererseits alles tun, dass sich Vorfälle, wie sie in den anonymen Anschuldigungen genannt sind, in der gegenwärtigen Arbeit der Schulen nicht ereignen können.“, so Christoph Reichel.

Die Zinzendorfschulen Königsfeld mit ihrer über 200-jährigen Geschichte gehören zu den größten Privatschulen in Baden-Württemberg. Mit ihren verschiedenen Bildungsgängen, Ausbildungsrichtungen und Internaten sind sie das größte Schulwerk innerhalb der Brüder-Unität. Daneben gibt es weitere allgemeinbildende Schulen der Brüder-Unität in Tossens (Nordsee) und Herrnhut. Informationen zu den Bildungsstätten sind im Internet unter www.zinzendorfschulen.de zu finden.

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Vatikan erwägt Aufhebung der Verjährung für Missbrauch

Rom/Italien, 16.03.2010/APD   Der Vatikan erwägt eine Aufhebung der zehnjährigen Verjährungsfrist für Missbrauchsdelikte. Die Praxis zeige, dass „eine Zehn-Jahres-Frist dieser Typologie von Fällen nicht angemessen“ sei, erklärte Charles J. Scicluna, Strafverfolger der Glaubenskongregation für schwere kirchenrechtliche Vergehen. „Es wäre wünschenswert, zum früheren System zurückzukehren, nach dem es für schwerwiegende Vergehen keine Verjährung gibt“, sagte er der italienischen Tageszeitung „Avvenire“ am vergangenen Wochenende.

Scicluna bezog sich dabei auf das römisch-katholische Kirchenrecht vor 1898, das bis dahin keine zeitliche Begrenzung für eine kirchliche Strafverfolgung kannte. 2001 legte der Papsterlass „De delictis gravioribus“ (Über schwerwiegende Vergehen) für die kirchendisziplinarische Ahndung von Verstößen gegen das klerikale Keuschheitsgebot eine Verjährung von zehn Jahren fest, bei Missbrauch von Minderjährigen beginnen die zehn Jahre mit dem Erreichen des 18. Lebensjahrs.

Wie die Agentur Kathpress meldet verwies der Kirchenjurist darauf, dass Papst Johannes Paul II. bereits 2002 die Vollmacht erteilt habe, in begründeten Einzelfällen von der Verjährung abzusehen. Diese Ausnahme werde „normalerweise auch gewährt“, so Scicluna. Zu den „schwerwiegenden Vergehen“ zählen nach dem Kirchenrecht auch Verstöße gegen das Beichtgeheimnis und gegen die Eucharistie.

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Die Rezeption der Wittenberger Reformation in den Freikirchen

Erzhausen, 15.03.2010/APD   Zur Frühjahrstagung mit dem Thema „Die Rezeption der Wittenberger Reformation in den Freikirchen“ lädt der Verein für Freikirchenforschung (VFF) vom 19. bis 20. März ins Schloss Mansfeld ein, dem Kindheitsort von Martin Luther. Zunächst wird gefragt, wie Luther selbst sich zu Gruppen verhielt, die er oder andere als „Schwärmer“ bezeichneten. Weitere Vorträge untersuchen die Wirkungsgeschichte des Reformators, seiner Theologie und seiner Lieder in den Freikirchen bis hin zum Quäkertum. Außerdem werden die Dialoge der Mennoniten mit der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und der lutherisch-baptistische Dialog zum Taufverständnis dargestellt. Weitere Informationen sind im Internet unter www.freikirchenforschung.de zu finden.

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Polizei rettet 31 adventistische Pfadfinder in Tasmanien

Devonport, Tasmanien/Australien 14.03.2010/APD   Die Polizei rettete eine Gruppe von 31 Wanderern, die nach Angaben der australischen Nachrichtenagentur AAP im zentralen Hochland Tasmaniens vom Hochwasser bedroht und von der Außenwelt abgeschnitten waren. Die adventistische Pfadfindergruppe strandete laut einem Polizeibericht am Ostufer des Fisher-Flusses südlich der Stadt Devonport. Die Pfadfinder samt ihren Leitern im Alter von zehn bis 63 Jahren kampierten in der Gegend des McKenzie-Sees. Der durch starke Regenfälle rasch angestiegene Fisher-Fluss machte die Abreise der Gruppe unmöglich.

Die Behörden, die am 8. März im Laufe des Nachmittags alarmiert wurden, entsandten Mitglieder der nordtasmanischen Polizei in die überschwemmte Region. Die Such- und Rettungsmannschaft traf gegen Abend mit einem Schlauchboot am McKenzie-See ein. Dort wurden die Wanderer von der Polizei in kleinen Gruppen etwa 500 Meter über den McKenzie-Fluss evakuiert. „Es herrschten sehr schlechte Wetterbedingungen. Die Kleidung und Ausrüstung der Pfadfindergruppe waren nass und einige Pfadfinder litten an Unterkühlung“, so Andrew O’Dwyer von der Tasmanischen Polizei. „Einer der unterkühlten Jugendlichen wurde von einem Ambulanzteam in der Nähe von Mole Creek versorgt. Er musste jedoch nicht ins Krankenhaus eingeliefert werden.“

Nach Angaben von Wayne Boehm, Kommunikationsabteilungsleiter der Siebenten-Tags-Adventisten in Tasmanien, befand sich die Gruppe mit jungen Pfadfindern aus ganz Tasmanien auf ihrer jährlichen Buschwanderung. Sie verbrachte ein verlängertes Wochenende auf einem Zeltplatz in der Nähe des McKenzie-Sees. „Die Pfadfinder wurden durch die Naturereignisse überrascht, es ging niemand verloren, aber sie sind am Ufer des Flusses stecken geblieben“, sagte Boehm. „Alle Jugendlichen kamen sicher nach Hause. Ein Teilnehmer wurde mit Verdacht auf Unterkühlung untersucht, konnte aber als gesund entlassen werden. Jetzt sind alle wieder in der Schule.“
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"Wir müssen in Nigeria nach Lösungen suchen"

München, 13.03.2010/APD   Nach den Unruhen zwischen Christen und Muslimen, bei denen am vergangenen Sonntag (7. März) im zentralnigerianischen Bundesstaat Plateau mehrere hundert Menschen getötet wurden, ruft der Erzbischof der betroffenen Diözese Jos, Ignatius Kaigama, zum Gebet für die Menschen in Nigeria auf. Wie er in einem Gespräch mit dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ mitteilte, wird es am 19. März einen großen Gedenkgottesdienst geben.

Erzbischof Kaigama beschriebt die Übergriffe auf die christlichen Dörfer als „sehr tragisch“ und bedauert vor allem die hohe Zahl der getöteten Frauen und Kinder. Die Angreifer hätten selbst gegenüber den Kleinen kein Mitleid gezeigt, klagte er. Bei den Überfällen hätten sie Gewehre, Messer und Macheten benutzt und viele Bewohner getötet oder verletzt zurückgelassen.

Gegen zwei Uhr in der Nacht habe eine Gruppe von Unbekannten einige mehrheitlich christliche Dörfer umstellt und anschließend angegriffen, berichtete der Erzbischof. Nachdem sie in der Gemeinde Dogo Nahawa die Menschen verwundet und getötet hätten, seien sie zum Angriff auf drei weitere umliegende Ortschaften gezogen. Dabei wären zwischen 100 und 150 Personen getötet worden. Andere offizielle Quellen sprechen sogar von mindestens 400 Toten.

Vermutlich, so Erzbischof Kaigama, stammten die Angreifer aus einem benachbarten Bundesstaat. Dabei hätten sie Kontrollstellen umgangen, denn seit Januar gebe es für die Gegend rund um die Stadt Jos eine vom Militär kontrollierte Ausgangssperre. Zu Jahresanfang kam es in der gleichen Region bereits zu Gewalt zwischen Muslimen und Christen, bei denen über 200 Menschen getötet wurden.

In der Zwischenzeit gebe es wegen der Spannungen in der Region ein vom Präsidenten eingesetztes Friedenskomitee, berichtete der Erzbischof. Es habe sich bereits einen Tag nach den jüngsten Ausschreitungen am vergangenen Montag getroffen. Erzbischof Kaigama betonte, dass dieses Treffen kurz nach den Angriffen zeige, dass der Rat es ernst meine und über die Ereignisse bestürzt sei. Vorsitzender des Komitees ist Solomon Lar, oberster Gouverneur des Bundsstaates Plateau. Die weiteren 26 Mitglieder des Rates sind ehemalige Gouverneure und Generäle sowie religiöse Führer und Repräsentanten einiger Stämme der Region.

„Wir müssen nach Lösungen suchen. Es ist zu einfach, wenn man sagt, dass es ein religiöser Krieg sei, bei dem Christen und Muslime kämpfen“, hob der Erzbischof im Gespräch mit „Kirche in Not“ hervor. „Vielmehr müssen wir tiefer blicken: wir können nicht sagen, dass es nur ein religiöser Konflikt ist. Wir brauchen eine politische und soziale Lösung.“ Berichten zufolge seien die Tötungen am Sonntagmorgen eine Vergeltung wegen Streitigkeiten um Weideland und des Verlusts von Vieh zu Jahresbeginn.
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Die "Gute Nachricht Bibel" bei

Stuttgart, 12.03.2010/APD   Kunden der Lebensmittelkette Aldi-Nord (Essen) können ab Montag, 15. März 2010, auch „geistliche Nahrung“ erwerben. Im Angebot ist dann für etwa zwei Wochen eine „Gute-Nachricht-Bibel“ mit einem dunkelroten Kunstledereinband samt Goldschnitt. Sie kostet 12,99 Euro und ist damit etwas teurer als die billigste „Gute Nachricht“ im Katalog der Deutschen Bibelgesellschaft; die aber einen einfachen Einband, qualitativ schlechteres Papier und eine wesentlich kleinere Schrift hat. Zu vergleichbaren Ausgaben der Deutschen Bibelgesellschaft sei die Ausgabe bei Aldi ein echtes Schnäppchen, betonte der Geschäftsführer der Deutschen Bibelgesellschaft Stuttgart, Dr. Felix Breidenstein. Eine Konkurrenz sieht er in dem Angebot allerdings nicht. „Mit der Bibel bei Aldi erreichen wir Menschen, die wahrscheinlich selten in eine Buchhandlung oder christliche Bücherstube gehen, um eine Bibel zu kaufen.“ Aldi wiederholt damit eine Aktion, die zuletzt im Jahr 2003 mit dem Bibeltext der Deutschen Bibelgesellschaft durchgeführt wurde.

Die „Gute Nachricht“ ist eine von den evangelischen und katholischen Bibelwerken gemeinsam herausgegebene moderne Übersetzung, die 1997 neu überarbeitet wurde. Ihre Verbreitung, auch auf unkonventionellen Wegen, gehöre laut Breidenstein zum Auftrag der Bibelgesellschaft. Die Bibelausgabe wird in den neuen Bundesländern, den nördlichen Teilen von Hessen und Nordrhein-Westfalen sowie in Niedersachsen, Bremen und Hamburg erhältlich sein.
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Blindenhörbucherei der "Stimme der Hoffnung“ wird internationaler

Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, 11.03.2010/APD   David Klinedinst, Seelsorgeleiter des adventistischen „Christian Record Services for the Blind“ in Lincoln, Nebraska/USA, nützte einen Zwischenstopp in Frankfurt/Main, um die Blindenhörbücherei des Medienzentrums „Stimme der Hoffnung“, eine Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Alsbach-Hähnlein, zu besuchen. Schon seit einigen Jahren gebe es Kontakte zwischen den beiden Diensten für Blinde und Sehbehinderte, teilte Pastor Andre Thäder, Leiter der Blindenhörbücherei, mit. In dem Gespräch mit Klinedinst sei es um eine engere Zusammenarbeit und den Austausch von Hörbüchern gegangen.

In Europa bestehe laut Thäder ein Interesse an englischsprachiger Literatur. Doch wären Blindensendungen aus den USA oft wochenlang unterwegs. In Nordamerika gebe es andererseits viele Blinde und Sehbehinderte mit deutschen Vorfahren, die sich gern deutsche Bücher und Zeitschriften als Hörausgabe ausleihen würden.

Inzwischen habe Klinedinst bereits die ersten englischsprachigen Hörbücher elektronisch übermittelt. Sie würden jetzt aufbereitet und gelangten in den nächsten Wochen in den Verleih der Blindenhörbücherei. Diese Literatur würde ausschließlich auf CD und im DAISY-Format erscheinen. Pastor Thäder wies darauf hin, dass es bei der Blindenhörbücherei bereits seit vielen Jahren regelmäßig Bibelstudienanleitungen in französischer Sprache gebe. Sie seien auf Kassette, Audio-CD oder MP3-CD ausleihbar.

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"ChriSTA Medien“ für russischsprachige Adventisten

Lüneburg, 10.03.2010/APD   „Mit ‚ChriSTA Medien‘ gibt es jetzt in Lüneburg ein adventistisches Medienzentrum für russischsprachige Adventisten“, teilte der Leiter der Einrichtung, Pastor Pavlo Khiminets, mit. In einem 66-seitigen Katalog seien etwa 800 Artikel aus den Bereichen Gesundheit, Erziehung, Familie, Kinder, Bibel, Theologie und Lebensberichte zu finden. Dazu gehörten auch Lesezeichen, Spiele, Kalender, Postkarten und Musik-CDs. Mit den Verlagen der Freikirche in Zaoksky/Russland und Kiew/Ukraine bestünden enge Beziehungen. „Wir führen alle ihre Produkte, und sie interessieren sich auch für das, was wir herausgeben werden“, betonte Khiminets.

„ChriSTA Medien“ wolle im gesamten Bereich der Europäischen Union Siebenten-Tags-Adventisten und deren Freunde mit Gemeindeliteratur und evangelistischem Material in russischer Sprache versorgen. „Schon heute liefern wir unsere missionarische Zeitung unter anderem nach Italien, Großbritannien, Finnland, die Niederlande und Belgien“, teilte Pastor Khiminets mit. Zur Zeit werde die Herausgabe einer modernen Zeitschrift in russischer Sprache vorbereitet, die ab März erscheinen und bei internationalen Pressekiosken erhältlich sein soll. „Damit wollen wir durch aktuelle Fragen in einer zeitgemäßen Sprache säkulare, postmoderne Menschen mit geistlichen Themen erreichen und zum Nachdenken bringen.“ Alle Artikel sind im Internet unter www.christa-shop.eu zu finden.

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Blindenhörbücherei betreut 3.442 Sehbehinderte

Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, 09.03.2010/APD   Rund 21.400 Tonbandkassetten und 20.200 CDs hat die Blindenhörbücherei der „Stimme der Hoffnung“, Alsbach-Hähnlein, eine Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, an 3.442 Sehbehinderte im vergangenen Jahr versandt. Laut Hörbüchereileiter Pastor Andre Thäder sank die Zahl der mit Tonträgern belieferten Interessenten gegenüber 2008 um 43. Regelmäßig werden zehn Zeitschriften und 438 Buchtitel auf Kassette und CD ausgeliehen. Ungeachtet der Zugehörigkeit zu einer Kirche oder einem Blindenverein kann jeder Sehbehinderte oder Blinde die gewünschte Literatur kostenlos beziehen. Auch im Vorjahr führte die seit über 40 Jahren bestehende Hörbücherei eine Blindenfreizeit auf der Insel Borkum mit 31 Teilnehmern und neun Betreuern durch. Die nächste Freizeit ist für das Jahr 2011 vorgesehen.

Die Blindenhörbücherei arbeitet mit einer Voll- und einer Teilzeitkraft. Zwei Zivildienstleistende kümmern sich um das Kopieren und den Versand der Kassetten und CDs. Zwei Aushilfskräfte lesen Zeitschriften und Bücher. Bücher werden auf CDs im MP3- und DAISY-Format umgestellt, sodass keine neuen Bücher mehr auf Kassette hergestellt werden. Bei den Zeitschriften ist ein schrittweiser Umstieg von Kassette auf DAISY-CD geplant. DAISY bedeutet „Digital Accessible Information System“ (Digitales System für den Zugang zu Informationen) und ist ein vorwiegend für Blinde und Sehbehinderte entwickeltes Hilfsmittel. Es erleichtert den Hörern beispielsweise das Finden von Kapiteln und ermöglicht das Blättern in einem Buch oder einer Zeitschrift.

Die Hörbücherei kopiert und versendet auch das alle zwei Monate erscheinende „Hessen-Echo“ des Blinden- und Sehbehinderten-Bundes Hessen e. V. sowie die Zeitschrift „Gemeinsam“ des Blindenbundes Darmstadt als Kassette, beziehungsweise DAISY-CD. Die Zusammenarbeit mit beiden Vereinen, der Blindenseelsorge der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sowie der Seniorenbetreuung der Stadt Darmstadt würde laut Thäder weiter gepflegt und helfe, auf die Bedürfnisse der Betroffenen einzugehen. Die Blindenhörbücherei ist auch Mitglied in der Mediengesellschaft für blinde und sehbehinderte Menschen e. V. (Medibus).

Ein Katalog kann mit allen Angeboten bei der Blindenhörbücherei der „Stimme der Hoffnung“, Sandwiesenstraße 35, 64665 Alsbach-Hähnlein, Telefon (06257) 506 53-35, Telefax (06257) 506 53-84, E-Mail: andre.thaeder@stimme-der-hoffnung.de angefordert werden. Anfragen sind außerdem in Braille-Schrift möglich.

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Mit biologischer Landwirtschaft Ernteertrag steigern

Kigali/Ruanda, 08.03.2010/APD   Vertreter von 39 Kooperativen im Nyagatare Distrikt von Ruanda wurden in einem zweiwöchigen Seminar in biologischer Landwirtschaft unterwiesen. Den Praxiskurs mit 70 Teilnehmern führte die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA durch. Ziel sei es, so der ADRA-Projektmanager Martin Rutasigwa, auf natürliche Weise den Ernteertrag zu steigern. Das Hilfswerk habe derartige Schulungen auch in anderen Distrikten Ruandas durchgeführt.

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Studienbriefe über den Glauben Abrahams für Muslime

Bickenbach bei Darmstadt, 07.03.2010/APD   Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland hat 20 Studienhefte über den Glauben Abrahams herausgegeben. Sie enthalten Texte aus dem Koran und der Bibel und sollen besonders Muslime ansprechen.

In der Einführung zu den Studienheften heißt es: „Gott offenbarte sich Abraham und zeigte ihm den wahren Glauben. Diesen Glauben hat Abraham an Ismael, Isaak und deren Kinder weitergegeben. Wer wie Abraham Gott vertraut, ihn liebt und ihm gehorcht, ist ein wahrer Gläubiger.“ Von Ismael stammten die Araber, das Volk im Osten ab. Von Isaak kämen die Israeliten oder Juden und die Christen, das Volk des Buches. Gott rufe die Gläubigen beider Seiten zur Religion Abrahams zurück. Seine Religion werde im Arabischen „Ibrahima hanifa“ genannt: Die Religion Abrahams, des Treuen im Glauben. „Abrahams Religion wurde an uns weitergegeben.“ Sein Glaube an den einen Gott sei von Propheten bestätigt worden. Muslime sollten auch dem Propheten Jesus (Nabi Isa) folgen. Jesus habe den wahren christlichen Glauben gelehrt. Im Qur‘an würden seine Jünger deshalb „gottergeben“ genannt. Nicht alle Christen folgten dem wahren christlichen Glauben, den Jesus gelehrt habe. Deshalb sollten Muslime nicht auf Menschen schauen, sondern lesen, was Jesus gesagt und getan habe.

Die Studienbriefe über den Glauben Abrahams sind kostenlos beim Institut für religiöse Studien, Postfach 10 32, 64402 Bickenbach, erhältlich.
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Katholische Kirche zählt weltweit 1,166 Milliarden Mitglieder

Rom/Italien, 06.03.2010/APD   Die römisch-katholische Kirche zählt gegewärtig weltweit 1,166 Milliarden Mitglieder, das sind 19 Millionen mehr als im Jahr zuvor. Prozentual erhöhte sich der Anteil der Katholiken an den zuletzt 6,7 Milliarden Erdbewohnern von 17,33 auf 17,40 Prozent. Das geht aus dem Päpstlichen Jahrbuch 2010, dem „Annuario Pontificio“, hervor.

Wie Kathpress berichtet, sei auch die Zahl der katholischen Priester leicht angestiegen. Sie nahm von 405.178 im Jahr 2000 auf 408.024 in 2007 und 409.166 im Jahr 2008 zu. Dem Annuario zufolge lebt fast die Hälfte von ihnen in Europa (47,1 Prozent) und ein Drittel (30 Prozent) in Nord- und Lateinamerika. Nur 13,2 Prozent aller Priester sind in Afrika im Einsatz, 7,7 Prozent in Asien und 1,2 von Hundert in Ozeanien. Während jedoch die Zahl der katholischen Geistlichen in Europa und in den USA abnehme, steige sie in Afrika und Asien an. In Europa ging der Priester-Anteil in den vergangenen acht Jahren von 51,5 auf 47,1 Prozent zurück.

Rückläufig sei auch die Zahl der Ordensfrauen. Im Jahr 2000 gab es 801.185 Schwestern, 2008 waren es 739.067. Dies entspricht einem Rückgang von 7,8 Prozent. Auch hier verzeichne man in Europa und Amerika einen Einbruch, während aus Asien (+21,2 Prozent) und Afrika (+16,4) steigende Zahlen gemeldet würden. Die Zahl der Seminaristen nahm 2008 von 115.919 auf 117.024 zu.
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Die Kirche mit den Augen der Jugendlichen sehen

Hannover, 05.03.2010/APD   Im Herbst 2006 wurde eine gesamteuropäische Umfrage bei adventistischen Jugendlichen im Alter von 14 bis 25 Jahren mit 335 Fragen unter dem Namen „Valuegenesis“ (Werteentwicklung) durchgeführt. Dadurch sollte ein tieferer Einblick in das Denken, die Werte und das Verhalten der Jugendlichen gewonnen werden. An der Umfrage beteiligten sich über 6.000 junge Menschen, davon stammten 1.047 aus Deutschland. Von den Befragten waren 62 Prozent getauft, 86 Prozent besuchten den wöchentlichen Gottesdienst, 91 Prozent hatten eine adventistische Mutter und 78 Prozent einen adventistischen Vater, 76 Prozent nahmen seit mindestens zehn Jahren an den Veranstaltungen ihrer Ortsgemeinde teil, 71 Prozent konnten sich mit ihr identifizieren und 80 Prozent engagierten sich in ihr.

Demnach hätten hauptsächlich Jugendliche mit einer grundsätzlich positiven Haltung zu ihrer Freikirche die 335 Fragen beantwortet. „Ein Grund mehr, die Ergebnisse dieser Umfrage ernst zu nehmen“, betonte Pastor Bert Seefeldt (Hannover), Jugendabteilungsleiter der Siebenten-Tags-Adventisten in Niedersachsen und Bremen. Aus dem vielfältigen Datenmaterial griff er Ergebnisse zu den Themen Familie und Ortsgemeinde heraus. Sie seien die beiden wichtigsten Lebensbereiche für die Glaubensentwicklung „unserer Kinder und Jugendlichen“.

Die Befragung mache laut Seefeldt deutlich, dass die eindeutig prägenden Personen in der Glaubensentwicklung die Eltern seien, wobei der Mutter die wichtigste Rolle zukomme. „Umso erschreckender erscheint die Tatsache, dass 52 Prozent der Väter und 37 Prozent der Mütter selten bis kaum über ihren persönlichen Glauben mit ihren Kindern sprechen, obwohl etwa 80 Prozent der Jugendlichen das Familienleben als positiv beschreiben.“ Andererseits hätten die Jugendlichen aber beobachtet, dass sich ihre Eltern in der Regel sehr wohl dabei fühlten, mit anderen über ihren Glauben zu reden. In Anbetracht des besonderen Einflusses der Eltern auf die Glaubensentwicklung ihrer Kinder werde es notwendig sein, die Gründe für die Unterschiede in der Kommunikation der Eltern zu entdecken und sie dabei zu unterstützen, ihre Verantwortung wahrzunehmen.

Obwohl es sich bei den Jugendlichen um wohlwollende Insider gehandelt habe, offenbare die Umfrage bezüglich der Ortsgemeinde Defizite. Etwa die Hälfte der Befragten fühle sich in ihrer Ortsgemeinde nicht geistig herausgefordert oder bereichert, so Seefeldt. Nur ein Drittel könne sich mit den Zielen der Gemeinde zumindest teilweise identifizieren. Über die Hälfte würde diese Ziele gar nicht kennen. Nur etwas mehr als die Hälfte der Jugendlichen fühlte sich in ihrem Engagement von ihrer Gemeinde unterstützt. Lediglich ein Drittel fände die Predigt in der Regel hilfreich für den Alltag. Das, was die Befragten am meisten an ihrer Gemeinde schätzten, seien die Jugendaktivitäten und das Füreinander-Beten.

Am stärksten geprägt würden die Jugendlichen durch ihr persönliches geistliches Leben, gefolgt von diversen Kinder-, Jugend- und Pfadfinderaktivitäten, fasste Seefeldt das Umfrageergebnis zusammen. Der Gottesdienst werde dagegen als wenig prägend eingestuft. „Ein solches Erleben wirft natürlich die Frage auf, ob die Jugendlichen später in solch einer Gemeinde ihr Zuhause finden, zumal die Defizite im Gemeindealltag mit zunehmenden Alter offensichtlicher werden.“ Seefeldt empfahl den Gemeinden, sich offen und ehrlich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen, weil sie nur so ihrer Verantwortung gegenüber jungen Menschen gerecht werden könnten.
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Erdbeben in Chile zerstört adventistische Kirchen

Santiago de Chile/Chile, 04.03.2010/APD   Das schwere Erdbeben in Chile bei dem über 700 Menschen ums Leben kamen, hat auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Mitleidenschaft gezogen. Laut dem Generalsekretär der Adventisten in Südamerika, Pastor Madigal Perez (Brasilia/Brasilien), seien in Talca mehrere Kirchen, das Bürogebäude der regionalen Freikirchenleitung und das Lagerhaus der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA zerstört worden. Beschädigungen habe es an Kirchengebäuden in Los Angeles, an den Bürogebäuden der chilenischen Freikirchenleitung in Santiago de Chile sowie der regionalen Leitung in Temuco und an der Adventistischen Universität in Chillán gegeben.

In Chile gibt es 126.000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 565 Gemeinden. Die dortige Freikirche unterhält eine Universität, 24 höhere Schulen, 40 Grundschulen, ein Krankenhaus, ein Verlagshaus, ein Rundfunk- und TV-Medienzentrum sowie zwei Radiostationen.

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Erdbeben in Haiti – es geht immer noch um Nothilfe

Petit Goave/Haiti, 03.03.2010/APD   Petit Goave, etwa 60 Kilometer westlich von Port-au-Prince, war eine idyllische Stadt. Abseits des Trubels einer Hauptstadt, mit kleinen, farbenfrohen Häusern zwischen Palmen und einem türkisblauem Meer bietet sie die ideale Kulisse für einen Bildband. Das Erdbeben vom 12. Januar hat dieses Bild zerstört. Petit Goave gehört zu den drei am schwersten betroffenen Städten Haitis. Auch das Notre-Dame-Krankenhaus hat es getroffen. Ein Gebäudetrakt ist abbruchreif; starke Risse zeichnen sich an den Wänden ab.

Schnell kam medizinische Hilfe durch die deutsche Hilfsorganisation Cap Anamur, doch es fehlte an sauberem Trinkwasser. Daher stellte die Wasseraufbereitungsanlage der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland eine wichtige Ergänzung dar, um die Arbeit fortzuführen. Die leistungsfähige Anlage kann etwa 4000 Liter Trinkwasser pro Stunde liefern.

Dipl. Ing. Rainer Vollstädt, Mitarbeiter von ADRA Deutschland, konnte die Anlage einen Tag nach der Ankunft in Petit Goave in Betrieb nehmen. „Seitdem versorgen wir jeden Tag fast 4.000 Menschen mit erstklassigem Trinkwasser, das auf umweltschonende Weise hergestellt wird“, freut sich der ADRA-Einsatzkoordinator Fritz Neuberg. „Schon beim Testlauf standen die ersten Menschen an. Innerhalb kurzer Zeit kamen weitere Patienten und Angehörige hinzu. Die Wasseraufbereitungsanlage sprach sich so schnell herum, dass sich die Nachbarn des Krankenhauses und danach sogar Menschen aus der weiteren Umgebung auf den Weg zum Krankenhaus machten.“

Inzwischen werden mehrere kleine Behelfslager ebenfalls mit Wasser versorgt. „Das alles zeigt, dass es völlig verfrüht ist, hier von Wiederaufbau zu reden. Ohne Hilfe von außen hätten diese Menschen überhaupt keine Chance, die katastrophale Situation zu bewältigen“, betonte Neuberg.

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Weltgebetstag der Frauen mit Liturgie aus Kamerun

Mainz, 02.03.2010/APD   „Alles, was Atem hat, lobe Gott“ lautet das Thema des diesjährigen Weltgebetstages der Frauen, der am Freitag, dem 5. März, stattfindet. Die Anleitung zum Gebet wurde diesmal von Christinnen aus Kamerun erstellt. Das afrikanische Land ist reich an Bodenschätzen, dennoch lebt ein großer Teil der jungen Bevölkerung (45 Prozent unter 15 Jahren) in Armut. Die Korruption zieht sich durch den Alltag. Die Landwirtschaft und der Handel mit Arbeitsbedingungen ohne jegliche soziale Absicherung bestimmen das Leben in Kamerun. Trotz dieser Schwierigkeiten weisen die Kamerunerinnen in ihrer Gottesdienstordnung darauf hin, dass es immer, gerade auch in schweren Zeiten, hilfreich und bestärkend sei, Gott zu loben. Für viele Menschen in Deutschland ist das eine neue und ungewöhnliche Sichtweise, von der sie sich inspirieren lassen können.

Zum Weltgebetstag gibt es neben einer Arbeitshilfe ein vierfarbiges Heft mit „Bausteinen“ zum Kindergottesdienst und zur Jugendarbeit sowie ein 300-seitiges Arbeitsbuch mit Informationen über Kamerun, Tipps zur Gottesdienstgestaltung, Ideen zur Vor- und Nacharbeit sowie Beispiele für die Verwendung der Kollekte. Seit 1975 hat das Deutsche Weltgebetstagskomitee 96 Projekte für Frauen in Kamerun mit rund 1,12 Millionen Euro unterstützt. Die Kollekteeinnahmen aus Weltgebetstagsgottesdiensten betrugen 2009 rund 2,8 Millionen Euro. Gefördert wurden im gleichen Jahr 128 Selbsthilfeprojekte für Frauen in 48 Ländern mit insgesamt ebenfalls 2,8 Millionen Euro.

„Angesichts der Erdbebenkatastrophe in Haiti verbinden wir uns in Handeln und Beten mit den Menschen dort“, sagte Petra Heilig, Geschäftsführerin und theologische Referentin des Deutschen Weltgebetstagskomitees anlässlich einer Pressekonferenz zum Weltgebetstag (WTG) 2010 in Mainz. Der Weltgebetstag werde in Haiti vor allem mittelfristige Projekte unterstützen, da nach der ersten Welle der Hilfsbereitschaft die Unterstützung für Katastrophenregionen erfahrungsgemäß nachlasse. Viele Weltgebetstagsfeiernde aus Deutschland hätten sich beim Deutschen WGT-Komitee erkundigt, wie sie die Menschen in Haiti, das 1996 Weltgebetstagsland war, unterstützen könnten. „Dieses Engagement zeigt deutlich, dass der Weltgebetstag eine internationale Bewegung ist“, so Petra Heilig, „er steht für weltweite Solidarität und den Austausch von Gaben über Grenzen hinweg.“

Der in über 170 Ländern stattfindende Weltgebetstag geht auf das Jahr 1887 in Nordamerika zurück und wird seit 1949 auch in Deutschland von evangelischen, katholischen, orthodoxen und freikirchlichen Frauen begangen. Allein in Deutschland beteiligen sich jedes Jahr rund eine Million Frauen, Männer und Kinder an den Gottesdiensten.

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ADRA im Erdbebengebiet in Chile im Einsatz

Santiago de Chile/Chile, 01.03.2010/APD   Bei dem schweren Erdbeben in Chile sind über 700 Menschen getötet worden, teilte das Chilenische Katastrophenamt ONEMI (Oficina National de Emergencia), eine Einrichtung des Innenministeriums, mit. Der Erdstoß der Stärke 8,8 hatte sich am frühen Samstagmorgen vor der chilenischen Küste im Pazifik ereignet und Flutwellen ausgelöst, die weite Küstenstriche verwüsteten. Nach Angaben von Staatspräsidentin Michelle Bachelet seien zwei Millionen Menschen von dem Beben direkt betroffen und 1,5 Millionen Wohnungen teilweise oder ganz zerstört.

Wie die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Chile mitteilte, wurde bereits am Samstagnachmittag ein Tanklastwagen mit Trinkwasser von Santiago aus in die besonders hart betroffene zweitgrößte Stadt des Landes Concepción gesandt. Ein Einsatzteam von ADRA-Spezialisten befinde sich in den Städten Talca, Temuco und Conceptciòn, um Hilfsmaßnahmen vorzubereiten. ADRA Chile stimmt ihre Maßnahmen mit dem Chilenischen Katastrophenamt ONEMI ab.

Zunächst würden laut ADRA Decken, Nahrungsmittel, Trinkwasser, Hygieneartikel und Dinge des täglichen Bedarfs ins Erdbebengebiet gebracht. Die kanadische Hilfsorganisation „Global Medic“, welche eng mit ADRA zusammenarbeitet, will Fachleute für die Trinkwasseraufbereitung nach Chile senden. Die ADRA-Organisationen International und Südamerika sowie die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Chile haben als Soforthilfe 105.000 US-Dollar (77.000 Euro) zur Verfügung gestellt.

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Das südlichste Bibelhaus der Welt in Tasmanien eröffnet

Neue englischsprachige „Armut und Gerechtigkeits-Bibel“ lanciert
Launceston, Tasmanien/Australien, 01.03.2010/APD   In der Stadt Launceston im Norden Tasmaniens wurde am 28. Februar das südlichst gelegene Bibelhaus der Welt eröffnet. Bisher besaß Neuseeland das südlichste Haus der Bibel. Die Tasmanische Bibelgesellschaft (Bible Society Tasmania) war während fast vierzig Jahren in Mieträumlichkeiten am Stadtrand untergebracht. Erst 2009 konnte sie ein eigenes Gebäude an der St. John Street beim Stadtzentrum erwerben und nach Verhandlungen mit dem Stadtrat zum Bibelhaus umbauen.

An der offiziellen Eröffnungsfeier des „Haus der Bibel und Weltmissionszentrum“ am 28. Februar nahmen zahlreiche Kirchenvertreter teil. Im Anschluss an die Zeremonie fand in der Door-of-Hope Christian Church ein gemeinsamer Gottesdienst statt. Festredner war Steve Davies, Präsident der Bibelgesellschaft von Queensland. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Launceston Salvation Army Band.

Anlässlich des Festgottesdienstes wurde auch die moderne englischsprachige Bibelausgabe „The Poverty & Justice Bible“ der tasmanischen Öffentlichkeit vorgestellt. Die von der Amerikanischen Bibelgesellschaft herausgegebene „Armut und Gerechtigkeits-Bibel“ wurde als „Weckruf“ für Anliegen von Armut und Gerechtigkeit konzipiert. In der Heiligen Schrift kommt das Wort „Armut“ über 2.000 Mal vor. Die Ausgabe hebt das Ausmaß der biblischen Gerechtigkeit hervor und enthält einen 56-seitigen Leitfaden für das Studium der Bibel in Gruppen sowie zum persönlichen Gebrauch.

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