Chinesische Gast-Delegation bei adventistischer Weltsynode 2010

Silver Spring, Maryland/USA | 21. Juni 2010 | APD |

Silver Spring, Maryland/USA, 21.06.2010/APD   Zur 59. Generalkonferenz-Vollversammlung (Weltsynode) der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die vom 23. Juni bis 3. Juli in Atlanta, Georgia/USA, tagt, wird auch eine Gast-Delegation aus der Volksrepublik China erwartet. Dazu gehören Pfarrer Shen Xuebin, Vorsitzender des Schanghaier Komitees der "Patriotischen Drei-Selbst-Bewegung der Protestantischen Kirche“ (TSPM), Pfarrer Wang Jun, Vorsitzender des Komitees der TSPM der Provinz Shaanxi im Herzen Chinas und Präsident des dortigen "Chinesischen Christenrates“ (CCC), Pfarrer Zhu Zhiming, Vizepräsident des CCC in der bezirksfreien Stadt Wuxi im Osten der Volksrepublik, und Frau Shi Mei-Ying von der Abteilung für Überseebeziehungen der TSPM und des CCC. Außerdem nimmt an der Weltsynode Pastor James Sze Fai Wu (Hongkong), Präsident der China-Mission der Siebenten-Tags-Adventisten, teil.

Die Adventisten sind in der Volksrepublik China eine wachsende Religionsgemeinschaft mit fast 400.000 Gläubigen in rund 4.000 Gemeinden einschließlich sogenannter "Hauskirchen“. 1958 übernahm zwar die Patriotische Protestantische Drei-Selbst-Bewegung mit ihren Prinzipien Selbstunterhaltung, Selbstverwaltung und Selbstverbreitung für alle evangelischen Kirchen die Verantwortung, so dass die einzelnen Konfessionen ihre Eigenständigkeit verloren. Die chinesischen Adventisten feiern jedoch nicht wie andere Protestanten den Gottesdienst am Sonntag, sondern nach wie vor am Samstag, dem biblischen Sabbat, und behielten ihre Identität.

Mehr als Hälfte der adventistischen Geistlichen in China sind Frauen. So leitet unter anderem die Pastorin Hao Ya Jie (46) den 7.000 Mitglieder umfassenden Kirchenbezirk von Beigwan in Shenyang mit 117 Gemeinden.

Der 1980 gegründete Chinesische Christenrat (CCC) versteht sich als Dachorganisation und Dienstleistungseinrichtung für die Protestanten in der Volksrepublik einschließlich der drei evangelischen Denominationen die "Wahre Kirche Jesu“, die "Kleine Herde“ und die Siebenten-Tags-Adventisten, die sich nur partiell mit dem CCC verbunden fühlen. Diese drei Kirchen haben auch in der sogenannten "post-konfessionellen“ Einheitsphase weitgehend ihre theologische Unabhängigkeit bewahrt.

Als 1949 die Kommunisten die Macht ergriffen, gab es im Land 21.168 erwachsen getaufte Adventisten in 278 Gemeinden, die von 347 Geistlichen betreut wurden. Sie unterhielten 14 Krankenhäuser, 112 Grundschulen, zwei Verlagshäuser und ein theologisches Seminar. 1951 wurde die adventistische Kirchenleitung von den Behörden aufgelöst. Ihre Schulen, Krankenhäuser und Verlage wurden verstaatlicht.

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