Adventistisches Fernsehen "HOPE Channel" jetzt mobil

Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, 30.07.2010/APD   Das Medienzentrum „Stimme der Hoffnung“ der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt hatte Ende Juni die Entwicklung ihres ersten iPhone Apps (Applikation für das iPhone und iPod touch von Apple) erfolgreich abgeschlossen. Vier Wochen später erschien bereits das erste Update.

Ein App ist ein Programm, das auf einem Handy installiert werden kann. Damit sind iPhone- und iPod touch-Besitzer in der Lage, die adventistischen Fernsehsendungen „HOPE Channel“ jederzeit, auch unterwegs, anzuschauen. Außerdem wird die Programmübersicht angezeigt. Möglich ist zudem bei anderen „HOPE Channel“-Sendern vorbeizuschauen, wie beispielsweise beim „HOPE Channel“ für Afrika und Asien oder für Nordamerika.

Der „HOPE Channel“ ist der erste deutsche TV-Sender, der ein iPhone App veröffentlicht hat. Das App ist für den Empfang mehrerer Kanäle programmiert und wurde von den deutschen Entwicklern bei der Weltsynode der Siebenten-Tags-Adventisten Ende Juni/Anfang Juli in Atlanta/USA vorgestellt. Es ist im iTunes App-Store unter „Hope Channel“ für 0,99 Euro erhältlich und erlaubt den freien Empfang des deutschen „HOPE Channels“ und weiterer fremdsprachiger Kanäle der Senderfamilie.

In der gerade aktualisierten Version wurden unter anderem die Zeitangaben der jeweiligen Zeitzone des Handys angepasst. Außerdem sind weitere Verbesserungen für den Live-Empfang der verschiedenen Fernsehkanäle eingearbeitet worden.

Das adventistische Medienzentrum erhielt für den „HOPE Channel“ Anfang 2009 von der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) die Zulassung als 24/7 Fernsehsender, der täglich 24 Stunden Programme ausstrahlen darf. Die Sendungen sind über den Satelliten ASTRA, einige Kabelnetze sowie im Internet frei zu empfangen.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Drei Marienhöher mit der Traumnote 1,0

Darmstadt, 29.07.2010/APD   Das Abitur legten 70 Gymnasiasten am Schulzentrum Marienhöhe der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Darmstadt erfolgreich ab. Drei von ihnen erhielten die Traumnote 1,0. Ein Schüler bestand die Abiturprüfung nicht. Außerdem erreichten 39 Absolventen den Realschulabschluss, von denen 27 in die gymnasiale Oberstufe überwechseln. Die adventistische Bildungsstätte besuchten im abgelaufenen Schuljahr 683 Schülerinnen und Schüler, die von 65 Lehrkräften unterrichtet wurden. Das 1924 gegründete Schulzentrum der Siebenten-Tags-Adventisten hat seit 1950 ein staatlich anerkanntes Gymnasium. 1994 kam die Realschule hinzu. Eine Grundschule ist in Planung.

___________________________________________________________________________

Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Mexiko: Mit Kirchenbaumaterial gegen Polizisten

Bei Gefängnisrevolte in Chiapas 40 Polizisten verletzt

Tuxtla Gutierrez, Chiapas/Mexiko, 28.07.2010/APD   Mindestens 40 Polizeibeamte und eine unbekannte Anzahl Häftlinge wurden bei einem Aufstand im Gefängnis „Nr. 14 – El Amate“ im mexikanischen Bundesstaat Chiapas verletzt. Dies teilten die Behörden kürzlich mit. Über 2.100 Beamte der Bundespolizei und lokale Sicherheitskräfte waren daran beteiligt, die Haftanstalt wieder unter Kontrolle zu bringen. Die Polizei musste während der Niederschlagung des Aufstandes jedoch keine Waffen oder Tränengas einsetzen.

„Die Polizeikräfte wurden während der Erstürmung mit Teilen von rund 4.000 Betonblöcken beworfen, welche von den Insassen in den letzten Monaten hergestellt wurden, um auf dem Gefängnisgelände eine Kapelle der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten zu bauen“, sagte ein Behördensprecher.

Auf dem rund 40 Hektar großen Gelände, davon sechs Hektar Gebäude, des El Amate-Gefängnis fand die Polizei einen Tunnel, der für einen Massenausbruch vorbereitet wurde. Das Hochsicherheitsgefängnis, in Mexiko auch Anstalt für soziale Wiederanpassung genannt, befindet sich in der Stadt Cintalapa.

Die Gefängnisrevolte brach am 22. Juli wegen der Verlegung eines Häftlings aus. Für viele Besucher, darunter 105 Frauen und 90 Kinder, wurde der Aufstand zur Falle, sie konnten die Haftanstalt nicht mehr verlassen. Alle vorübergehend als Geiseln genommenen Gefängnisbesucher wurden von den Polizeikräften befreit.

Nach Angaben der chiapanekischen Regierung handelte es sich beim Anführer der Revolte um Ermidio Castro Rangel, der wegen krimineller Verschwörung und Erpressung seine Strafe absitzt. Seit sechs Jahren kontrolliert Rangel als „selbsternannter Regierungschef“ durch ständige Unterdrückung und Erpressung die Gefängnisinsassen. Rangel und sieben weitere Häftlinge wurden in Sonderhaft genommen, nachdem sie von Mitgefangenen als Rädelsführer identifiziert worden sind. Die Gefangenen von El Amate wurden inzwischen auf andere Haftanstalten in Mexiko verteilt.

Bei der Rückeroberung des Gefängnisses konnte die Polizei fünf Tränengaskanister, eine Brandbombe, zwei Gewehre sowie Messer, Munition, Kokain und Marihuana beschlagnahmen.
Für mittelamerikanische Verhältnisse ist es durchaus üblich, dass christliche Kirchen in größeren Gefängnissen über eigene Versammlungsräume, wie Kapellen oder Kirchen, verfügen, was der seelsorgerlichen Betreuung von Gefangenen sehr entgegenkommt. Im vorwiegend katholischen Bundesstaat Chiapas leben beispielsweise über 180.000 erwachsen getaufte adventistische Christen.

___________________________________________________________________________

Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Lutheraner wollen Engagement gegen Armut verstärken

Stuttgart, 28.07.2010/APD   Die Delegierten der Elften Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) haben zum Abschluss in Stuttgart eine sieben Seiten umfassende „Botschaft“ angenommen. Das Papier enthält eine Mischung aus Selbstverpflichtungen für die 145 Mitgliedskirchen und Forderungen an Regierungen und Wirtschaftsunternehmen in aller Welt. Nach dem Motto der Vollversammlung „Unser tägliches Brot gib uns heute“ sprachen sich die Delegierten in der „Botschaft“ dafür aus, dass der LWB unter anderem sein Engagement gegen Armut und für Nahrungssicherheit verstärkt, das Bewusstsein für Umweltfragen schärft, nachhaltige Entwicklung in armen Ländern fördert, sich für den Erlass illegitimer Schulden einsetzt und der Ausgrenzung von HIV-positiven Menschen in Kirche und Gesellschaft entgegentritt.

Über die „Botschaft“ hinaus fasste die Vollversammlung eine Reihe von Beschlüssen, die zum Teil die Themen der „Botschaft“ mit Aufforderungen zu konkretem Handeln ergänzen. So sollten sich Mitgliedskirchen erneut verpflichten, LWB-Richtlinien und Entscheidungen im Blick auf die volle Teilhabe von Frauen am Leben der Kirche sowie in der Gesellschaft umzusetzen. Auch müssten die nötigen kirchenrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, damit Frauen als Ordinierte und Nichtordinierte Leitungspositionen in den Kirchen übernehmen könnten und die Chance bekämen, eine theologische Ausbildung zu erhalten. Zugleich bat die Vollversammlung die Mitgliedskirchen, die keine Frauen ordinierten, die Auswirkungen ihrer Position auf die Frauen zu bedenken, die somit ihrer „gottgegebenen Berufung“ nicht entsprechen könnten. „Der Schmerz dieses Ausschlusses und der Verlust ihrer Gaben bedeuten Leiden und Verlust für die ganze Kirche“, heißt es in einem Beschluss.

In einer weiteren Resolution ruft die Vollversammlung die LWB-Mitgliedskirchen auf, sich dafür einzusetzen, dass Frauen, Männer und Kinder davor geschützt werden, Opfer von Menschenhandel zu werden. Die Erklärung wendet sich auch gegen die Kommerzialisierung des menschlichen Körpers in den Medien.

___________________________________________________________________________

Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Besorgnis über den Verlust "biblischer Wahrheiten“

Stuttgart, 27.07.2010/APD   Der Vorsitzende des Internationalen Lutherischen Rates (ILC), Präses Gerald B. Kieschnick, hat seine Dankbarkeit für die Beziehungen ausgedrückt, die sich zum Lutherischen Weltbund (LWB) entwickelt hätten. Gleichzeitig beklagte er die Richtung, die von einigen LWB-Mitgliedskirchen im Blick auf das Thema Sexualität eingeschlagen werde.

Kieschnick, der auch Präsident der Lutherischen Kirche – Missouri Synode (LC-MS) ist, sagte in seinem Grußwort den Delegierten der Elften LWB-Vollversammlung in Stuttgart (Deutschland), er fürchte, dass „viele der heiligen biblischen Wahrheiten, welche die Reformation eingeleitet haben, in Gefahr sind, verloren zu gehen.“

Der Vorsitzende des ILC erklärte, dass die Herausforderungen im Blick auf die christliche Wahrheit „zuerst toleriert, dann akzeptiert und jetzt bekräftigt wurden“. Christen und Christinnen hätten heute keinen „allgemeinen breiten Konsens, ganz zu schweigen von völliger Übereinstimmung, darüber was die Ehe in den Augen Gottes darstellt oder welche sexuellen Verhaltensweisen akzeptabel sind und welche nicht“.

Kieschnick bezog sich auf die weiterhin andauernden Kontroversen innerhalb der lutherischen Kirchen und in anderen Konfessionen darüber, ob gleichgeschlechtliche Partnerschaften gesegnet werden und Homosexuelle, die in einer Partnerschaft leben, als Pfarrer beziehungsweise Pfarrerinnen dienen oder andere Aufgaben innerhalb der Kirche übernehmen dürften.

Der ILC, eine Gemeinschaft konservativer lutherischer Kirchen mit weltweit rund 3,5 Millionen Mitgliedern, nahm letztes Jahr durch seine Vollversammlung eine Erklärung an, die „Homosexualität als Verstoß gegen den Willen Gottes“ betrachte, sagte Kieschnick. Manche der 34 ILC-Mitgliedskirchen sind auch assoziierte Mitglieder im LWB. Einige LWB-Mitgliedskirchen hätten Schritte unternommen, gleichgeschlechtliche Beziehungen zu billigen und Menschen erlaubt, die schwul oder lesbisch seien und in festen Partnerschaften lebten, als Geistliche zu arbeiten.

„Ich teile diese Gedanken mit der Vollversammlung, aber nicht, um ein Urteil zu fällen oder weil ich den Balken in meinem eigenen Auge nicht sehe“, betonte Kieschnick, „sondern schweren Herzens.“ Solche Kontroversen könnten zu „erheblichem inneren Streit, ernsten geistlichen Konflikten und sogar institutionellem Schisma“ führen, betonte er.

Trotz seiner Sorge darum, dass reformatorische Prinzipien und biblische Wahrheit in einigen LWB-Kirchen in Gefahr seien, bezeichnete Kieschnick den scheidenden LWB-Präsidenten Bischof Mark S. Hanson als „meinen Bruder in Christus“ und brachte seine Dankbarkeit für die gegenseitige Freundschaft zum Ausdruck. „Auch wenn wir bei zahlreichen Fragen über Glauben und Leben nicht übereinstimmen“, sagte er, „habe ich Ihre brüderliche Kollegialität und Ihren sanften Geist doch aufrichtig geschätzt, und ich bitte um Gottes Segen für Ihren zukünftigen Weg.“

Der ILC geht auf das Jahr 1952 zurück. Er umfasst 34 Mitgliedskirchen in 32 Ländern, zu denen rund 3,5 Millionen konservative Lutheraner und Lutheranerinnen gehören. Die 2,3 Millionen Mitglieder umfassende Missouri Synode in den USA ist die größte lutherische Kirche im ICL. Der Lutherische Weltbund wurde 1947 in Lund/Schweden gegründet und zählt inzwischen 145 Mitgliedskirchen mit rund 70 Millionen Christen in 79 Ländern.

___________________________________________________________________________

Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Vertreter weltweiter Konfessionsfamilien als Gäste bei LWB-Vollversammlung

Stuttgart, 27.07.2010/APD   In seinem Rechenschaftsbericht vor den Delegierten der Elften Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) in Stuttgart hob der scheidende Generalsekretär des LWB, Pfarrer Dr. Ishmael Noko, die „ökumenischen Erfolge“ der Arbeit des LWB hervor. Dabei erinnerte er an die „Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre“, die 1999 gemeinsam mit der römisch-katholischen Kirche unterzeichnet wurde und der sich 2006 der Weltrat der Methodistischen Kirchen angeschlossen habe. In besonderer Weise würdigte der LWB-Generalsekretär den ehemaligen Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Walter Kasper. „Wo immer er war, hat er auf warmherzige und fruchtbare Weise mit uns Lutheranern zusammengearbeitet, und wir nutzen die Gelegenheit, um ihm für alles, was er geleistet hat, zu danken.“ Bedeutsam seien auch die Dialoge mit Orthodoxen, Anglikanern, Reformierten, Mennoniten und Methodisten.

„Wir haben in der Ökumene mehr erreicht, als wir uns vorgestellt haben“, entgegnete Kardinal Walter Kasper. In seinem Grußwort vor der Vollversammlung, in dem er die Grüße von Papst Benedikt XVI. überbrachte, sagte Kasper, es gebe „keinen ökumenischen Winter“. Insbesondere würdigte er den lutherisch/römisch-katholischen Dialog, der 1967 begonnen habe. Die „Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ aus dem Jahre 1999 sei ein „Meilenstein der Ökumene“. Die römisch-katholische Kirche sei „entschlossen“, den Dialog fortzusetzen, zu vertiefen und die offenen Fragen zu bearbeiten. Im Blick auf die Herausforderungen in der westlichen Welt warb Kasper dafür, „gemeinsam die christlichen Wurzeln zu schützen“.

Der anglikanische Erzbischof von Canterbury, Dr. Rowan Williams, hielt vor den Delegierten der LWB-Vollversammlung in Stuttgart das Hauptreferat, in dem er den Begriff Brot im Motto der Vollversammlung „Unser tägliches Brot gib uns heute“ in einem spirituellen Sinn deutete. „Je mehr die Kirchen zusammenarbeiten, umso besser ist es für das Wohlergehen der Menschen“, betonte Williams und verwies dabei auf die von Jeanette Ada beklagte Ungerechtigkeit in Afrika. Die Delegierte aus Kamerun hatte zuvor in einer Stellungnahme auf das Hauptreferat des Erzbischofs reagiert. Williams erklärte, er wäre dankbar, wenn sich die Beziehungen zwischen Lutheranern und Anglikanern auf dem afrikanischen Kontinent stärker entwickeln würden.

Der Lutherische Weltbund sei ein gutes Beispiel einer Gemeinschaft, erklärte Pfarrer Dr. Setri Nyomi, Generalsekretär der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WRK) in seinem Grußwort. Unter Bezug auf die Vereinigung des Reformierten Weltbundes (RWB) und des Reformierten Ökumenischen Rates (REC) zur WRK im Juni dieses Jahres betonte er: „Wir sind dankbar, dass eine Abordnung des LWB dabei war und uns während des Prozesses ermutigt hat.“ Er versicherte die Verbundenheit zwischen der WRK und dem LWB und die Verpflichtung, „nach Wegen zu suchen, um die Beziehungen zu vertiefen“. Die WRK umfasst 227 Mitgliedskirchen in 108 Ländern mit rund 80 Millionen reformierten Christen.

Die Nachdrücklichkeit, mit der Lutheraner dazu stehen, „dass wir eins sind, weil wir den einen Christus teilen und weil wir dieselbe Gabe empfangen haben“ sei etwas, das die ökumenische Bewegung heute „mehr denn je“ brauche, so der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Pfarrer Dr. Olav Fykse Tveit, in seinem Grußwort. Tveit dankte den lutherischen Kirchen für ihren Beitrag zur Gemeinschaft des ÖRK und hob einige der Gaben hervor, welche die lutherische Gemeinschaft eingebracht habe. „Sie sind bekannt für Ihren Einsatz für gerechten Frieden, Mission, Diakonie, den ökumenischen Dialog und die interreligiöse Zusammenarbeit.“

Pastor Dr. John Graz (Silver Spring, Maryland/USA), Direktor für Öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit sowie Generalsekretär des Rates für zwischenkirchliche und interreligiöse Angelegenheiten der Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten, überbrachte Grüße von rund 30 Millionen adventistischer Christen in 205 Ländern. Die Adventisten hätten sich immer als Teil der Reformationsbewegung des 16. Jahrhunderts verstanden. Martin Luther habe bei ihnen eine ganz besondere Stellung in ihrer Kirchengeschichtsschau und Theologie. Die Adventisten hätten, wie die Mennoniten, ihre Wurzeln in der Täuferbewegung. Daher begrüßten sie sehr die „Redlichkeit und Aufrichtigkeit“ des Lutherischen Weltbundes im Versöhnungsprozess mit den Mennoniten. „Ich gratuliere ihnen zu ihrer Courage, ihre Geschichte hinsichtlich ihrer Beziehungen zu den Mennoniten kritisch zu durchleuchten.“ Graz würdigte den scheidenden Generalsekretär des LWB, Pfarrer Dr. Ishmael Noko, als „großartigen Botschafter der lutherischen Konfessionsfamilie“ in aller Welt, bei Regierungen und internationalen Institutionen. Er dankte, dass er zum dritten Mal als Gast an einer Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes habe teilnehmen dürfen.

Graz konnte selbst Ende Juni/Anfang Juli bei der Weltsynode der Siebenten-Tags-Adventisten in Atlanta/USA Gäste aus anderen Konfessionsfamilien begrüßen. Unter anderen waren Pfarrer Dr. Setri Nyomi, Generalsekretär der neu geschaffenen Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WRK), Pastor Dr. George Freeman, Generalsekretär des Weltrates der Methodisten (WMC), Dr. Neville Callam, Generalsekretär des Baptistischen Weltbundes (BWA), Pfarrer Dr. Larry Miller, Generalsekretär der Mennonitischen Weltkonferenz (MWC), und Dr. Geoff Tunnicliffe, Internationaler Direktor der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA), nach Atlanta gekommen. Graz war andererseits im Juni Gast der ersten Generalversammlung der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen in Grand Rapids/USA und nimmt am 20. Baptistischen Weltkongress des Baptistischen Weltbundes vom 28. Juli bis 1. August in Honolulu/Hawaii teil.

„Das ist das Schöne am weltweiten Leib Christi, dass wir verschiedene Gaben bekommen haben“, sagte Dr. Jean-Daniel Plüss, Ko-Vorsitzender der Lutherisch-Pfingstlerischen Studiengruppe vor den Delegierten der Elften Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) in Stuttgart. Er überbrachte Grüße im Namen der Pfingstkirchen und rief dazu auf, gute Haushalter zu sein, von einander zu lernen und einander zu ermutigen durch die einende Kraft Christi. „Auch wir Pfingstkirchen haben den Wunsch, noch weitere Gespräche mit Lutheranern und Lutheranerinnen zu führen, da wir uns ebenfalls als Kinder der Reformation begreifen“, so Plüss.

___________________________________________________________________________

Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Orthodoxe für Fortsetzung des Dialogs mit Lutheranern

Ökumenischer Patriarch von Konstantinopel sieht schwierigen Weg zur Einheit

Stuttgart/Istanbul, 27.07.2010/APD   In einem Grußwort an die elfte Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) in Stuttgart sprach sich der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. für eine Fortsetzung des lutherisch-orthodoxen Dialogs aus, der 1981 mit dem Lutherischen Weltbund begonnen wurde. Die orthodoxe Seite wolle die Gespräche „mit Verantwortung und Engagement“ führen. Man müsse sich jedoch bewusst sein, dass der Weg zur erhofften und erwarteten Einheit noch „lang und schwierig“ sein werde.

Nach Einschätzung des orthodoxen Ehrenoberhauptes sei der Verlust der Ehrfurcht vor der Würde des Menschen ein weltweites Phänomen. Diese Situation sei „völlig inhuman und unakzeptabel“ und stehe im Gegensatz zur biblischen Überlieferung, wonach der Mensch das Ebenbild Gottes sei, betonte Bartholomaios I. in seinem Grußwort, das von Metropolit Professor Dr. Gennadios von Sassima, dem Co-Präsidenten der Gemeinsamen lutherisch-orthodoxen Kommission, verlesen wurde.

Der Ökumenische Patriarch beklagte darin ferner, dass der technologische Fortschritt, der den Menschen in den westlichen Gesellschaften viele Annehmlichkeiten bereite, die anderen Teile der Welt aber noch nicht erreicht habe. Dort litten die Menschen unter anderem an Hunger, Wassermangel, Armut, HIV und AIDS, Ungerechtigkeit, einem Mangel an Religionsfreiheit sowie interreligiösen Konflikten und Kriegen. „Der Respekt für die menschliche Würde ist in den Köpfen und Herzen der Menschen verloren gegangen. Diese Situation ist völlig inhuman und inakzeptabel, und sie stellt eine spirituelle und soziale Herausforderung für alle Christen und Christinnen dar, der Menschheit und der ganzen Welt prophetische Antworten zu geben“, bekräftigte der Ökumenische Patriarch.

Bartholomaios I. wurde am 22. Oktober 1991 nach dem Tod Dimitrios I. vom Heiligen Synod zum Erzbischof von Konstantinopel, dem neuen Rom, und zum Ökumenischen Patriarchen gewählt. Er ist faktisch das Ehrenoberhaupt von rund 350 Millionen orthodoxer Christen in aller Welt.

___________________________________________________________________________

Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Vollversammlung der Lutheraner wählt neues Leitungsgremium

Stuttgart, 27.07.2010/APD   Die Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) hat in Stuttgart den 48-köpfigen Rat gewählt, der die Geschicke dieses Zusammenschlusses zwischen den Vollversammlungen lenkt. Die lutherischen Kirchen in Deutschland sind erneut mit sechs Persönlichkeiten vertreten: Professor Dr. Bernd Oberdorfer (Augsburg), Oberlandeskirchenrat Rainer Kiefer (Hannover), Superintendentin Martina Berlich (Eisenach), Pröpstin Frauke Eiben (Ratzeburg), Landesbischof Frank O. Juli (Stuttgart) und der Jugenddelegierten Anna-Maria Tetzlaff (Greifswald). Der Bund Evangelisch-Lutherischer Kirchen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein (BELK) ist mit deren Präsidentin, Pfarrerin Dagmar Magold (Genf), im Rat präsent.

Das Gremium, das künftig von Bischof Dr. Munib Younan als neuem Präsidenten des LWB geleitet wird, umfasst 22 Männer und 26 Frauen. 28 Personen sind ordiniert, zwanzig Laien. Unter den Mitgliedern des Rates befinden sich auch zehn Delegierte unter 30 Jahren, sogenannte Jugenddelegierte. Der bisherige Weltbund-Präsident, Bischof Mark S. Hanson, gehört ebenfalls dem Leitungsgremium an.

Der Rat ist in der Zeit zwischen den in der Regel alle sechs Jahre stattfindenden LWB-Vollversammlungen für die Geschäfte des Weltbundes zuständig. Er entscheidet über die Struktur des LWB-Sekretariats in Genf, setzt die Haushalte des Weltbundes fest und legt den Mitgliedskirchen einen Jahresbericht vor.

___________________________________________________________________________

Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Bischof aus Palästina neuer Präsident des Lutherischen Weltbundes

Stuttgart, 26.07.2010/APD   Dr. Munib Younan (59), Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land, wurde während der Elften Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) in Stuttgart zum neuen Präsidenten gewählt. Dem Lutherischen Weltbund gehören 145 Mitgliedskirchen in 79 Ländern mit rund 70,1 Millionen lutherischen Christen an.

Bischof Younan war der einzige Kandidat. Von den zum Zeitpunkt der Wahl 360 anwesenden Delegierten stimmten 300 Delegierte für ihn, 23 stimmten dagegen,und 37 Delegierte enthielten sich der Stimme.

Munib Younan löst Bischof Mark S. Hanson (63) aus den USA ab, der bei der letzten Vollversammlung 2003 in Winnipeg/Kanada das Präsidentenamt übernommen hatte. Younan ist seit 1998 Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land (ELKJHL). Er studierte Theologie in Finnland und in den USA. Die ELKJHL hat rund 2.000 Mitglieder in den sechs Gemeinden Jerusalem, Bethlehem, Beit Jala, Beit Sahur, Ramallah und Amman.

Der Bischof gehörte dem Rat des LWB bereits zwei Legislaturperioden an. 2003 wurde er zu einem der fünf Vizepräsidenten des Lutherischen Weltbundes gewählt. Younan ist außerdem Mitbegründer des „Rates Religiöser Institutionen des Heiligen Landes“ (CRIHL), der sich aus zwei Oberrabbinern, den Leitenden Persönlichkeiten der lokalen Kirchen, dem Obersten Richter des Islamischen Gerichtshofes in Palästina und anderen muslimischen Religionsführern zusammensetzt. Er gehört auch dem Exekutivkomitee des Mittelöstlichen Kirchenrats (MECC) an.

Der am 8. September 1950 in Jerusalem geborene Palästinenser ist verheiratet und hat drei Kinder. Younan besitzt immer noch eine Ausweiskarte des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA), die seinen Flüchtlingsstatus belegt.

Als seine oberste Priorität bezeichnete Bischof Younan nach seiner Wahl,die weltweite Gemeinschaft lutherischer Kirchen zusammenzuhalten. „Wir müssen uns fragen: Was ist unsere Mission in der Welt? Zur Heilung der Welt – das ist meine Priorität. Was ist Mission, was ist prophetische Diakonie? – Das ist eine Priorität, welche die Gemeinschaft zusammenhalten wird.“ Als seine Hauptsorge im Nahen und Mittleren Osten bezeichnete Younan die Angst der Israelis und die Angst der Palästinenser. „Was immer unser theologischer Standpunkt zu Israel ist: Wir dürfen trotzdem das Thema Gerechtigkeit nicht einfach beiseite schieben. Ich will Gerechtigkeit für Palästinenser und Palästinenserinnen und Gerechtigkeit für die Israelis.“

Der LWB repräsentiert mit rund 70,1 Millionen Menschen nach Katholiken und Orthodoxen weltweit die drittgrößte christliche Konfessionsfamilie. Die Lutheraner sehen die Heilige Schrift als alleinige Quelle und Norm an. Der vom Reformator Martin Luther verfasste Katechismus gilt als zutreffende Auslegung der Bibel.

___________________________________________________________________________

Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Versöhnung zwischen Lutheranern und Mennoniten

Vollversammlung der Lutheraner legt Schuldbekenntnis ab

Stuttgart, 23.07.2010/APD   In einem historischen Akt während eines Bußgottesdienstes haben sich der Lutherische Weltbund (LWB) und die Mennonitische Weltkonferenz (WMK) versöhnt. Mit einem einstimmig gefassten Schuldbekenntnis gegenüber den Mennoniten und Anabaptisten (Wiedertäufern) hatten zuvor die Delegierten der Elften Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) mennonitische Christinnen und Christen um Vergebung für das Leiden der Täufer im 16. Jahrhundert gebeten. Weil die Mennoniten die Kindertaufe ablehnen und nur an Christus Glaubende taufen, wurden sie früher auch Täufer genannt.

Der LWB-Präsident, Bischof Mark S. Hanson (USA), sprach in diesem Zusammenhang von einem „beispiellosen Schritt der Wiedergutmachung“. In der Erklärung heißt es, der LWB empfinde „tiefes Bedauern und Schmerz über die Verfolgung der Täufer durch lutherische Obrigkeiten und besonders darüber, dass lutherische Reformatoren diese Verfolgung theologisch unterstützt haben“. Der Lutherische Weltbund bekundet „öffentlich sein tiefes Bedauern und seine Betrübnis“. Im Schuldbekenntnis heißt es weiter: „Im Vertrauen auf Gott, der in Jesus Christus die Welt mit sich versöhnte, bitten wir deshalb Gott und unsere mennonitischen Schwestern und Brüder um Vergebung für das Leiden, das unsere Vorfahren im 16. Jahrhundert den Täufern zugefügt haben, für das Vergessen oder Ignorieren dieser Verfolgung in den folgenden Jahrhunderten und für alle unzutreffenden, irreführenden und verletzenden Darstellungen der Täufer und Mennoniten, die lutherische Autoren bis heute in wissenschaftlicher oder nichtwissenschaftlicher Form verbreitet haben.“

Zum historischen Hintergrund: Mit Hilfe theologischer Argumente, wie etwa von Martin Luther (1483-1546) und Philip Melanchthon (1497-1560), wurden im 16. Jahrhundert Anabaptisten von Lutheraner brutal verfolgt und im Einzelfall auch hingerichtet. Auch die Reformierten in der Schweiz sowie die Katholiken verfolgten jahrhundertelang die Täufer. Viele wanderten deshalb nach Nord- und Lateinamerika aus.

Eine Internationale lutherisch-mennonitische Studienkommission hat zwischen 2005 und 2008 die Historie aufgearbeitet. Darauf aufbauend bestätigte der Rat des LWB im Oktober 2009 einstimmig die Bitte um Vergebung. Auch wenn weiterhin bedeutende theologische Unterschiede bestünden, könnten diese nun im Rahmen der Auseinandersetzung mit dem Erbe der Verfolgung in einem neuen Klima untersucht werden.

Das Schuldbekenntnis enthält auch eine Selbstverpflichtung, wonach der LWB dafür Sorge tragen will, „die lutherischen Bekenntnisschriften im Licht der gemeinsam beschriebenen Geschichte von Lutheranern und Mennoniten zu interpretieren; […], dass diese Entscheidung des Lutherischen Weltbundes Einfluss darauf hat, wie die lutherischen Bekenntnisse an den Hochschulen und in anderen Bereichen des kirchlichen Unterrichts gelehrt werden; die Untersuchung von bisher ungelösten Fragen zwischen unseren beiden Traditionen im Geist wechselseitiger Offenheit und Lernbereitschaft fortzuführen, vor allem was die Taufe und das Verhältnis von Christen und Kirche zum Staat betrifft; den gegenwärtigen Konsens, der in den Erfahrungen unserer Kirchen über Jahrhunderte gewonnen worden ist, zu bekräftigen, dass der Gebrauch der Staatsgewalt zum Ausschließen oder Aufzwingen bestimmter religiöser Überzeugungen zu verwerfen ist; uns dafür einzusetzen, dass Religions- und Gewissensfreiheit in den politischen Ordnungen und in den Gesellschaften gewahrt und aufrechterhalten werden; unsere Kirchen und vor allem die Ortsgemeinden anzuspornen, Wege zu suchen, um die Beziehungen zu mennonitischen Gemeinden fortzuführen und zu vertiefen durch gemeinsame Gottesdienste und Bibelstudien, durch gemeinsames humanitäres Engagement und durch gemeinsame Arbeit für den Frieden“.

Für die Mennonitische Weltkonferenz (MWK) nahm Präsident Danisa Ndlovu aus Simbabwe das Schuldeingeständnis des LWB an: „Wir sind tief bewegt von Ihrem Geist der Busse und von Ihrer Bitte um Vergebung. Wir glauben, dass Gott heute Ihr Bekenntnis gehört hat und Ihrer Bitte um Vergebung entsprochen hat. Wir schließen uns Gott freudig und demütig an, Ihnen zu vergeben.“ Zugleich könnten die Mennoniten nicht an diesen Punkt kommen, ohne die eigene Sündhaftigkeit nicht zu sehen, räumte Ndlovu ein.

„Im Vertrauen auf Gott, der durch Jesus die Welt mit sich selbst versöhnt hat, haben Sie nicht nur um Vergebung für vergangenes Handeln gebeten, sondern haben in Ihrer Initiative Integrität bewiesen, indem Sie konkrete Verpflichtungen für weiteres Handeln eingegangen sind. Wir sind dankbar für diese Verpflichtungen“, betonte der MWK-Präsident. Im Gegenzug verpflichte sich die Mennonitische Weltgemeinschaft, „die Interpretationen der lutherisch-anabaptistischen Geschichte, die die von der Internationalen lutherisch-mennonitischen Studienkommission gemeinsam formulierte Darstellung der Geschichte ernst nimmt, zu fördern; dafür zu sorgen, dass Ihre Versöhnungsinitiative in den anabaptistisch-mennonitischen Lehren über Lutheraner bekannt und anerkannt wird; die Gespräche zu ungelösten Fragen, die noch zwischen Ihrer und unserer Tradition stehen, in einem Geist gegenseitiger Verwundbarkeit und Offenheit für das Werk des Heiligen Geistes, mit Ihnen fortzusetzen und unsere Mitgliedskirchen, deren einzelne Gemeinden und Institutionen zu ermuntern, im Dienst für die Welt umfassendere Beziehungen und stärkere Zusammenarbeit mit Lutheranern anzustreben“.

Im Namen aller Mennoniten überreichte Ndlovu verbunden mit einer freundschaftlichen Umarmung als Gegengabe zum Bußakt der Lutheraner ein historisches hölzernes Gefäß, wie es in der anabaptistischen Tradition zur biblischen Fußwaschung verwendet wird.

Im Anschluss an die Verabschiedung der Erklärung gingen die Delegierten der Vollversammlung und die mennonitischen Gäste in einer von Gesang untermalten Prozession zur sogenannten Reithalle, um gemeinsam einen Bußgottesdienst zu feiern. In sechs persönlichen und bewegenden Zeugnissen beschrieben Mennoniten und Lutheraner die Verfolgung und die heutigen Zeichen von Vergebung und Hoffnung. Das gegenseitige Zeichnen von Kreuzen mit Olivenöl auf die Hand des Nachbarn beziehungsweise der Nachbarin symbolisierte Heilung und Frieden als Zeichen der Versöhnung.

Der Name Mennoniten (1496-1561) leitet sich von dem niederländisch-friesischen Theologen Menno Simons ab, der 1536 sein katholisches Priesteramt aufgab, heiratete und sich den Täufern anschloss.

Zur Mennonitischen Weltkonferenz (WMK) zählen 227 Mennoniten- und Brüder-in-Christo-Kirchen in 80 Ländern mit über 1,6 Millionen Mitgliedern. Der Lutherische Weltbund umfasst gegenwärtig als Gemeinschaft lutherischer Kirchen 145 Mitgliedskirchen in 79 Ländern, denen rund 70,1 Millionen Christen angehören.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




"Wenn eine Frau länger als zwei Nächte bleibt, sprechen wir sie an“

Übernachtungshaus für wohnungslose Frauen in Leipzig

Leipzig, 22.07.06.2010/APD   „Ein Problem mancher unserer Bewohnerinnen für deren Obdachlosigkeit sind psychische Erkrankungen“, stellte die Leiterin des Übernachtungshauses für wohnungslose Frauen in Leipzig, Blanka Schuchardt, fest. Es gebe Frauen, die aufgrund von Verfolgungswahn ihre Wohnung selbst kündigten oder nach der Entlassung aus der Psychiatrie ins Übernachtungshaus kämen. Je nach Verfassung der psychisch kranken Frauen könne das schon eine Herausforderung für die Leiterin und deren Mitarbeiterinnen sein.

1994 hatte das Advent-Wohlfahrtswerk der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten das Übernachtungshaus von der Stadt übernommen. Hauptaufgabe sei, so Schuchardt, die Notunterbringung von wohnungslosen Frauen und die Bereitstellung einer würdevollen Unterkunft. Das Haus öffne immer am Nachmittag. Dann gebe es Kaffee und Kuchen, anschließend Freizeitangebote, wie Spiele und kreative Arbeiten. In der wärmeren Jahreszeit werde auch der Garten genutzt. Nach dem Abendessen könnten sich die Frauen im Gemeinschaftsraum aufhalten, spielen oder fernsehen, aber auch den Abend in Ruhe auf dem Zimmer verbringen. Morgens um acht Uhr müssen alle Frauen das Übernachtungshaus wieder verlassen. Um die durchschnittlich 18 bis 20 Bewohnerinnen kümmern sich von nachmittags bis zum Morgen neben Blanka Schuchardt fünf weitere Mitarbeiterinnen. In der Regel dürfen die Frauen nur einen Monat im Haus bleiben.

„Wenn eine Frau länger als zwei Nächte bleibt, sprechen wir mit ihr und bieten Hilfe an“, berichtete die Leiterin. Manche seien sehr selbständig und benötigten nur bestimmte Informationen. Andere seien auf Hilfe bei ganz praktischen Dingen angewiesen, etwa beim Lesen von Briefen oder beim Ausfüllen von Formularen. Im Jahr wohnten rund 70 bis 80 Frauen im Übernachtungshaus. Einem Drittel von ihnen könne eine Wohnung vermittelt werden, ein Drittel sei auf der Durchreise, und die Verbleibenden könnten in anderen sozialtherapeutischen Einrichtungen, etwa betreutes Wohnen, Pflegeheime, Frauenhäuser oder Wohnprojekte für psychisch Kranke, untergebracht werden. Die Altersgruppen der 18- bis 25- und der 55- bis 65-Jährigen seien am stärksten vertreten. Die Jüngeren hätten in der Regel die Schule oder Lehre abgebrochen, und die Älteren seien arbeitslos geworden oder hätten nichts gelernt.

„Natürlich freuen wir uns, wenn wir einer Frau eine Wohnung vermitteln können“, betonte Blanka Schuchardt. „Doch kann es sein, dass diese Frau nach einiger Zeit wieder an unserer Tür klingelt.“ Es gebe aber auch durchaus ehemalige Bewohnerinnen, die es geschafft und aus der Obdachlosigkeit herausgefunden hätten. Bei anderen könne nur versucht werden, eine Verschlimmerung ihrer Situation zu verhindern. Dazu wolle das Übernachtungshaus mit einer gemütlichen und freundlichen Atmosphäre beitragen.

___________________________________________________________________________

Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Deutschland: Katholische Kirche erhält Journalistenpreis "Verschlossene Auster“ für Umgang mit den Missbrauchsskandalen

Hamburg/Deutschland, 21.07.2010/APD   Die „Verschlossene Auster“, der Kritik-Preis der deutschen Journalistenvereinigung „netzwerk recherche“ (nr) für den „Informationsblockierer des Jahres“, geht 2010 an die römisch-katholische Kirche für ihren Umgang mit den Missbrauchsskandalen. Stellvertretend für die Kirche nahm Matthias Kopp, Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, den Preis in Hamburg entgegen.

 „Es wurde vertuscht, verleugnet und verheimlicht,“ heißt es in der nr-Pressemitteilung. „Die deutschen Bischöfe geben bei der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle nur die Tatsachen zu, die sich nicht mehr leugnen lassen. Die katholische Kirche respektiert nicht den Anspruch der Öffentlichkeit auf frühzeitige und vollständige Information und widerspricht damit ihren eigenen Werte-Postulaten nach Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit“, sagte Prof. Dr. Thomas Leif, Vorsitzender von „netzwerk recherche“, zur Jurybegründung.

Jahrzehntelang sei geschwiegen worden. Pädophile Pfarrer sind, trotz bekannter Fälle des sexuellen Missbrauchs, immer wieder geschützt worden. Die Täter hätten nicht nur ihre Machtpositionen missbraucht, sondern auch die Körper und Seelen ihrer Opfer. Den Aussagen der missbrauchten Opfer sei weniger Glauben geschenkt worden als den Priestern. Die Täter, die als Pfarrer autoritäre Instanzen seien, hätten auf diese Weise ein Schweigekartell errichten können, das von der Kirche geduldet wurde.

„Die katholische Kirche muss sich zu einer prinzipiellen Kurskorrektur in ihrer Informationspolitik aufraffen und die Öffentlichkeit künftig unverzüglich und vollständig informieren. Nur so kann sie Stück für Stück dem entstandenen Glaubwürdigkeits-Vakuum begegnen“, forderte der nr-Vorsitzende Leif bei der Preisverleihung.

Kopp räumte ein: „Wir haben in einem falsch verstandenen Täterschutz Fehler gemacht und können jetzt nicht zum ‚Business as usual‘ zurückkehren.“

Der Kritik-Preis wurde 2010 zum neunten Mal verliehen. Er steht als mahnendes Symbol für mangelnde Offenheit und Behinderung der Pressefreiheit von Personen oder Organisationen gegenüber den Medien. Die Preisträger erhalten zur Erinnerung und als Mahnung zur Besserung eine Skulptur aus reinem Schiefer des Marburger Künstlers Ulrich Behner.

Zu den bisherigen Preisträgern gehört der ehemalige deutsche Bundesinnenminister Otto Schily (SPD); der Lebensmittelkonzern ALDI; die Hypo-Vereinsbank (stellvertretend für die DAX-Unternehmen); der damalige Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Gerhard Mayer-Vorfelder; der damalige Chef der Deutschen Bahn AG (DB) Hartmut Mehdorn; der ehemalige russische Präsident Wladimir Putin; das Internationale Olympische Komitee (IOK) und 2009 der Bundesverband deutscher Banken (BdB).

___________________________________________________________________________

Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




US-Presbyterianer für Fortsetzung des Dialogs mit Adventisten

Minneapolis, Minnesota/USA, 20.07.2010/APD   An ihrer 219. Generalversammlung stimmten die Delegierten der Presbyterianischen Kirche in den USA am 6. Juli einer weiteren Konsultationsrunde mit der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten zu. Den presbyterianischen Abgeordneten lag ein Bericht der Kommission für zwischenkirchliche und interreligiöse Beziehungen vor, welcher die zwischen 2006 und 2008 geführten presbyterianisch-adventistischen Gespräche würdigte und für eine Fortsetzung des Dialogs plädierte.

Für die nächste Konsultation zwischen Vertretern der nordamerikanischen Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten und der Presbyterianischen Kirche in den USA, die im Spätsommer 2010 stattfinden soll, stehen die Themenbereiche „Sabbat – Sonntag“ und „Kirche und Staat“, unter besonderer Berücksichtigung von Religionsfreiheit und Gerechtigkeit, auf der Agenda.

Das erste theologische Dialoggespräch fand 2006 im adventistischen Verwaltungszentrum in Silver Spring, Maryland, statt. Damals ging es vor allem darum, die jeweils andere Kirche kennenzulernen, wobei Referate in die Geschichte, Lehren und ethischen Werte der Denominationen einführten.

Bei der nächsten Gesprächsrunde 2007 im nationalen Kirchenamt der Presbyterianer in Louisville, Kentucky, befassten sich die Teilnehmer mit vier Themen: Das jeweilige Verständnis des reformatorischen Prinzips „sola scriptura“ (allein die Heilige Schrift), das Verhältnis göttliche Gebote und Evangelium zueinander, der Stellenwert des Schrifttums der Mitbegründerin der adventistischen Kirche, Ellen G. White (1827-1915), und die Rolle der Schriften des Reformators Johann Calvin (1509-1564). Beide Seiten stimmten überein, dass die Heilige Schrift der einzige Maßstab für Glaube und Handlungsweise ist. Übereinstimmung herrschte auch darin, dass die Erlösung des Menschen allein durch den Opfertod Christi geschieht, dass ein Christ sein Leben aber nach den Geboten Gottes ausrichten solle.

Die dritte Gesprächsrunde 2008 an der adventistischen Loma Linda Universität in Kalifornien, die mit ihren medizinischen Einrichtungen auf Gesundheitswissenschaften spezialisiert ist, befasste sich mit den Eigenheiten, die für jede der beiden Konfessionen kennzeichnend sind. „Beide Kirchen erkennen die charakteristischen Beiträge der anderen Seite an und achten sie; besonders die Sorge der Presbyterianer um soziale Gerechtigkeit und die Souveränität Gottes sowie die Betonung der Adventisten hinsichtlich Gesundheit und Religionsfreiheit“ betonte Dr. Malavé. Die Hervorhebung der Gesundheit fände in der presbyterianischen Lehre von der Heiligung ihre Entsprechung. Bei anderen sozialen Fragen teilten beide Konfessionen ähnliche Ziele für die Gesellschaft, doch hinsichtlich der Erreichung dieser Ziele gebe es große Unterschiede. Die Presbyterianer tendierten dazu, die Notwendigkeit der Einmischung in die Politik zu betonen, während die Adventisten die soziale Verantwortung des Einzelnen im Blick hätten.

Die Presbyterianische Kirche hat in den USA 2,4 Millionen Mitglieder. Die Adventisten zählen in Nordamerika über eine Million erwachsen getaufte Mitglieder und weltweit 16,3 Millionen.

___________________________________________________________________________

Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Lutheraner aus aller Welt treffen sich in Stuttgart

Stuttgart, 19.07.2010/APD   Vom 20. bis 27. Juli tagt in Stuttgart die elfte Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) unter dem Thema „Unser tägliches Brot gib uns heute“. An dem Kirchentreffen nehmen über 400 Delegierte aus 140 Mitgliedskirchen und mehr als tausend weitere Tagungsteilnehmer teil. Gastgeberin ist die Evangelische Landeskirche in Württemberg. Die Vollversammlung ist das oberste Entscheidungsorgan der 1947 im schwedischen Lund gegründeten lutherischen Dachorganisation, die rund 70 Millionen Christen umfasst und in der Regel alle sechs Jahre stattfindet.

Zuletzt trafen sich die Lutheraner 1990 in Brasilien, 1997 in Hongkong und 2003 in Kanada. Stuttgart ist die zweite LWB-Vollversammlung in Deutschland, die erste fand 1952 in Hannover statt.

Nach Angaben des Präsidenten des Weltbundes, Bischof Mark S. Hanson (USA), würden die Teilnehmenden „nicht abstrakt“ über die Brot-Bitte aus dem Vaterunser sprechen. Vielmehr brächten sie ihre Erfahrungen mit. „Viele Menschen leiden an Hunger oder sind als HIV-Infizierte marginalisiert,“ so Hanson. Während der Vollversammlung sollen „prophetische Antworten auf alle Ungerechtigkeiten“ gefunden werden, die das Leben der Menschheit bedrohen. Neben innerkirchlichen und ökumenischen Fragen gehe es also auch um die Probleme Religionsfreiheit, Armut, Mangel an sauberem Wasser, Folgen der Globalisierung, Klimawandel, Hunger und Aids.

Neu gewählt werden muss in Stuttgart auch der Nachfolger für Hanson. Nach sieben Jahren legt der US-Amerikaner sein Amt nieder.

Die Teilnehmer planen ferner eine Selbstverpflichtung zur Abwehr jeder Form von sexueller Belästigung und sexuellen Missbrauchs. Wie LWB-Präsident Bischof Hansen vor Journalisten in Stuttgart erläuterte, könne das Thema sexueller Missbrauch auch Gegenstand der Abschlusserklärung des Treffens werden.

Der Generalsekretär des Weltbundes, Ishmael Noko, äußerte die Hoffnung, dass die Spannungen zwischen vielen Mitgliedskirchen über den Umgang mit Homosexuellen nicht die Stuttgarter Veranstaltung bestimmen werde. Er verwies darauf, dass sich der LWB für die Zeit zwischen 2007 und 2012 auf eine fünfjährige Reflexionsphase zu diesem Thema geeinigt habe.

Untereinander haben die lutherischen Kirchen zwar volle Abendmahlsgemeinschaft vereinbart, streiten aber über die Frauenordination und den Umgang mit gleichgeschlechtlichen Partnerschaften. Vor allem im Baltikum und in Afrika sperren sich die Kirchen gegen die Segnung homosexueller Paare, wie sie von skandinavischen Lutheranern praktiziert wird. Welche Rolle diese Spannungen in Stuttgart spielen werden, ist unklar.

Auch ein dunkles Kapitel Kirchengeschichte will die LWB-Vollversammlung in Stuttgart aufarbeiten und ein Signal der Versöhnung in Richtung Mennoniten setzen. Die Verfolgung der Täufer-Bewegung im 16. Jahrhundert – dem sogenannten linken Flügel der Reformation – war mit lutherischer Theologie gerechtfertigt worden. In einem Versöhnungsgottesdienst wollen die Lutheraner öffentlich anerkennen, dass sie die Täuferbewegung vor allem im 16. und 17. Jahrhundert gewaltsam verfolgt und unterdrückt haben. Seit 1980 gibt es eine Annäherung zwischen Lutheranern und Mennoniten.

Dr. Rowan Williams, Erzbischof von Canterbury und Oberhaupt der weltweiten Anglikanischen Kirchengemeinschaft, wird am 22. Juli das Hauptreferat der Veranstaltung halten.

Während der 11. LWB-Vollversammlung ist die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten durch Pastor Dr. John Graz, Direktor für Religionsfreiheit und Generalsekretär des Rates für zwischenkirchliche und interreligiöse Angelegenheiten der adventistischen Weltkirchenleitung, vertreten. Von 1994 bis 1998 fand ein ausführlicher theologischer Dialog zwischen dem Lutherischen Weltbund und der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten statt. In einer Abschluss-Empfehlung heißt es, in Zukunft sollten „beratende Verbindungen“ zwischen Lutheranern und Adventisten „zum Wohle der gesamten christlichen Gemeinschaft“ aufrechterhalten werden. So nahm der Präsident der Lutherischen Welthilfe (LWR), Pfarrer John Nunes, als LWB-Vertreter an der am 3. Juli zu Ende gegangenen 59. Weltsynode der Adventisten in Atlanta (USA) teil.

Die Lutheraner sind mit rund 70 Millionen Mitgliedern nach Katholiken und Orthodoxen weltweit die drittgrößte christliche Gemeinschaft.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Katholiken weiterhin von britischer Thronfolge ausgeschlossen

London/Großbritannien, 19.07.2010/APD   Wie die britische Tageszeitung „Daily Mail“ am 2. Juli berichtete, beabsichtige der konservative Premierminister David Cameron keine Änderungen der Regeln der britischen Thronfolge, welche Katholiken sowie mit „Papisten“ Verheiratete automatisch von der Thronfolge ausschließen. Die Vorgängerregierung unter Gordon Brown hatte geplant, die in der Bill of Rights von 1689 und im Act of Settlement von 1701 festgelegten Vorschriften so zu ändern, dass in Zukunft auch Katholiken die Thronfolge antreten könnten. Seit der Festsetzung des Act of Settlement im Jahre 1701 ist allerdings noch nie ein Katholik in die engste Thronfolgereihe gerückt.

Die Ankündigung der neuen britischen Regierung, Katholiken auch weiter von der Thronfolge auszuschließen, stieß auf scharfe Kritik römisch-katholischer Bischöfe. „Es ist doch recht ironisch, dass jene beiden Koalitionsparteien, die sich selbst als Vorkämpfer der Gleichberechtigung darstellen, ihre Ära ausgerechnet mit der klaren Botschaft an die Katholiken beginnen, dass sie die Ausnahme sein werden“, sagte der Vorsitzende der katholischen Schottischen Bischofskonferenz, Kardinal Keith O’Brien, in Edinburgh.

Bischof Joseph Devine von Motherwell erklärte: „Wenn ein Monarch einen Scientologen, einen Muslim, Buddhisten, Moon-Anhänger und sogar einen Satanisten heiraten darf, nicht aber einen Katholiken, dann läuft hier irgendwas ziemlich falsch.“ Kaum zwei Monate nach seiner Regierungsübernahme zeige Premierminister David Cameron bereits deutliche Zeichen einer „Arroganz der Macht“, so der katholische Geistliche.

Die Aufhebung des „Act of Settlement“ ist ein lange verfochtenes Anliegen der römisch-katholischen Kirche in Großbritannien. Für eine Änderung ist die Zustimmung des Parlaments und der Commonwealth-Staaten nötig, denen das britische Staatsoberhaupt ebenfalls vorsteht.

Papst Benedikt XVI. wird am 16. September zum ersten Staatsbesuch eines Papstes in Großbritannien in Edinburgh eintreffen. Beim Papstbesuch wird das Verhältnis zwischen Staat und Kirche und damit auch der „Act of Settlement“ ein wichtiges Gesprächsthema bilden. Benedikt XVI. wird in der offiziellen schottischen Residenz von Königin Elizabeth II., dem Holyroodhouse Palace in Edinburgh, als Staatsgast empfangen. Johannes Paul II. war 1982 im Rahmen eines Pastoralbesuchs auf die Insel gekommen.

Nach dem Empfang durch die Monarchin – sie ist auch weltliches Oberhaupt der anglikanischen Kirche von England – feiert Benedikt XVI. eine Freiluftmesse in Glasgow, zu der mehrere Zehntausend Katholiken aus der ganzen Insel erwartet werden. Denn im Norden Großbritanniens leben die meisten Katholiken; in Schottland bilden sie 16 Prozent der Bevölkerung und die größte Gruppe unter den Sonntagsgottesdienstbesuchern. Weitere Stationen des Staatsbesuches sind London und Birmingham.

Am zweiten Besuchstag wird Benedikt XVI. das St. Mary’s College in Twickenham südwestlich von London besuchen. Diese Universität ist eine der wenigen in England, die von der römisch-katholischen Kirche geführt werden. Der Papst will in Twickenham – ähnlich wie an der Prager Karlsuniversität vor einem Jahr – eine Grundsatzrede über die Rolle der Kirche in der akademischen Welt halten. Oberhäupter anderer Glaubensgemeinschaften werden ebenfalls erwartet. Am gleichen Tag wird der Papst den anglikanischen Erzbischof von Canterbury, Rowan Douglas Williams – geistliches Oberhaupt der Kirche von England und Ehrenoberhaupt der anglikanischen Kirchengemeinschaft -, in seiner Londoner Residenz, dem „Lambeth Palace“, besuchen.

___________________________________________________________________________

Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




18. Welt-Aids-Konferenz in Wien mit Vorkonferenz der Glaubensgemeinschaften

Wien/Österreich, 15.07.2010/APD   Vom 18. bis 23. Juli findet in der österreichischen Hauptstadt Wien die 18. Internationale AIDS-Konferenz zum Thema „AIDS 2010 – Rechte hier und jetzt“ statt. Erwartet werden rund 30.000 Teilnehmer und ca. 3.000 Journalisten aus aller Welt. Die Konferenz dient dem Austausch zwischen Wissenschaft, Pharmaindustrie, Entwicklungshilfe, Sozialarbeit und Politik über jüngste Entwicklungen in der Bekämpfung der Seuche. Der letzte Kongress fand 2008 in Mexiko-Stadt, der Hauptstadt der Vereinigten Mexikanischen Staaten, statt.

Weltweit sind nach Angaben von UNAIDS, dem Gemeinsamen Programm der Vereinten Nationen für HIV/Aids, mehr als 33,4 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert.

Obwohl die Kirchen und Religionsgemeinschaften, die weltweit rund ein Viertel der Aids-Hilfe leisten, nicht aktiv an der Hauptkonferenz beteiligt sind, wird es im Vorfeld der Welt-Tagung eine eigene internationale Vorkonferenz der Glaubensgemeinschaften geben. In der Technischen Universität in Wien wollen am 17. Juli internationale Experten und Aktivisten der großen Weltreligionen auf die Ergänzungsfrage „Was hat der Glaube damit zu tun?“ zum Hauptthema der Konferenz „Rechte hier und jetzt“ religiös motivierte Antworten geben. Veranstalter der Vorkonferenz ist die Ökumenische Anwaltschafts-Allianz (Ecumenical Advocacy Alliance), mit Sitz im Ökumenischen Zentrum in Genf.

Zu den Referenten der Vorkonferenz der Glaubensgemeinschaften zählen unter anderen Olav Fykse Tveit, Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Nyaradazayi Gumbonzvanda, Generalsekretärin der Young Women Christian Association (YWCA), Hanny El Banna, Geschäftsführer des „Humanitarian Forum“, der weltweit größten muslimischen Hilfsorganisation, und Prudence Mabele, Direktorin des internationalen Netzwerks HIV-positiver Frauen sowie Michel Sidibe, Direktor des UN-Programms UNAIDS.

Die 18. Welt-Aids-Konferenz 2010 wird von der Internationalen Aids-Gesellschaft (IAS), der weltweit führenden Vereinigung von HIV/Aids-ExpertInnen, mit 14.000 Mitgliedern in 190 Ländern, in Kooperation mit internationalen Partnerinstitutionen wie das gemeinsame Programm der UN für HIV/Aids (UNAIDS), die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das UN-Büro für Suchtstoff- und Verbrechensbekämpfung (UNODC), der Frauenweltbund YMCA, und International Council of AIDS Service Organizations (ICASO), weiteren NGOs (CVC, GNP+, ICW) sowie lokalen Partnern durchgeführt.

___________________________________________________________________________

Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




"Religionsfreiheit“ Thema für katholischen Weltfriedenstag 2011

Rom/Italien, 14.07.2010/APD   Der Weltfriedenstag der katholischen Kirche am 1. Januar 2011 steht unter dem Motto: „Religiöse Freiheit, der Weg zum Frieden“. Papst Benedikt XVI. erinnert mit diesem Leitwort an die Bedrohung der religiösen Freiheit in vielen Teilen der Welt und weist auf den engen Zusammenhang zwischen dem Schutz der Religionsfreiheit und dem Frieden hin.

Die religiöse Freiheit unterliege in manchen Teilen der Welt Einschränkungen oder werde gänzlich verneint, heißt es in der Begründung. Diese Einschränkungen reichten etwa von einer religiösen Diskriminierung und Ausgrenzung bis hin zu Gewalt gegen religiöse Minderheiten. Dabei könne Religionsfreiheit als die „Freiheit aller Freiheiten“ bezeichnet werden, heißt es in dem Vatikanschreiben. Sie sei ein Grundrecht, das den Horizont von Menschlichkeit und Freiheit weite. Zudem erlaube die Religionsfreiheit eine tiefe Beziehung mit einem selbst, mit anderen und mit der Welt.

Es sei nicht hinnehmbar, dass Gläubige ihre Religion unterdrücken müssten, um in der Gesellschaft als Bürger behandelt zu werden, ist in der Aussendung zu lesen. Eine Leugnung Gottes dürfe nicht die Voraussetzung für die Zuerkennung von Rechten sein. Die religiöse Freiheit müsse insbesondere dort geschützt werden, wo sie im Konflikt mit säkularen Ideologien oder einer religiösen Mehrheit stehe, die einen Alleinvertretungsanspruch habe, heißt es darin weiter.

Die religiöse Freiheit gründe in der Menschenwürde, erläutert das Schreiben. Alles, was gegen die Menschenwürde verstoße, sei nicht mit der religiösen Freiheit vereinbar. Ihre Gewährleistung sei überdies ein entscheidendes Kriterium für die Beurteilung religiöser Phänomene. Der Grundgedanke von Religionsfreiheit versage Fundamentalismus klar den Anspruch auf „Religiosität“, gleiches gelte auch für die Manipulation und Instrumentalisierung der Wahrheit.

Bereits im März dieses Jahres verlangte der ständige Vertreter des Vatikans bei den Vereinten Nationen, Erzbischof Silvano Tomasi, in einer Rede vor der 13. Tagung des Rates für Menschenrechte in Genf, von den UN-Mitgliedsstaaten, dass „die Verteidigung der Religionsfreiheit oberstes Gebot werden muss“. Er rief die Regierungen dazu auf, „das Recht auf Religionsfreiheit in allen seinen Bereichen zu fördern und zwar durch die nationale Gesetzgebung einschließlich angemessener Strafen bei Missachtung, damit Straflosigkeit auf wirksame Weise bekämpft wird“. Der Staat trage Verantwortung für den Schutz der Rechte aller Einwohner und so lange der Staat nicht in der Lage oder nicht willens sei, einen wirksamen juridischen Schutz für alle Bürger zu garantieren, „wird die fortwährende Verfolgung ethnischer und religiöser Minderheiten die Welt weiterhin belasten und die Menschenrechte aller mindern,“ sagte Erzbischof Tomasi.

Nach Angaben des vatikanischen UNO-Beobachters lebten rund 70 Prozent der 6,8 Milliarden Einwohner der Weltbevölkerung in Ländern, in denen es große Einschränkungen bei der Religionsfreiheit gebe, was sich vor allem zu Lasten der religiösen Minderheiten auswirke.

Der Weltfriedenstag wurde von Papst Paul VI. (1963-1978) ins Leben gerufen und erstmals 1968 begangen. Im Dezember 1967 wandte sich Paul VI. mit einer Friedensbotschaft an die Welt und legte den ersten Januar als Weltfriedenstag der römisch-katholischen Kirche fest. Zu diesem Anlass wenden sich die Päpste seither mit einer Botschaft des Friedens an die Öffentlichkeit.

Die diesjährige Botschaft zum Weltfriedenstag trägt den Titel „Willst Du den Frieden fördern, so bewahre die Schöpfung“. Papst Benedikt XVI. hat darin die Weltgemeinschaft zu einer radikalen ökologischen Wende und zu einem erneuerten „Bund zwischen Mensch und Umwelt“ aufgerufen. Es gelte, zu einem neuen Lebensstil zu finden und die „Logik des Konsums“ hinter sich zu lassen.

___________________________________________________________________________

Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




"One Year for Jesus“

Friedensau bei Magdeburg, 13.07.2010/APD   Im September 2009 begann die Adventjugend der Siebenten-Tags-Adventisten zusammen mit der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg das neue Projekt für junge Menschen „One Year for Jesus“ (Ein Jahr für Jesus). Laut Projektleiter Dittmar Dost arbeiteten die Jugendlichen in den zwölf Monaten ehrenamtlich an verschiedenen Orten Deutschlands, wie Berlin, Herne, Hamburg, Hannover, Mainz und München. In örtlichen Kirchengemeinden engagierten sie sich in der Suppenküche, Hausaufgabenhilfe, Gottesdienstgestaltung, Verkündigung, Andacht, Musik, bei Kinderaktionswochen, Hausgesprächskreisen und bei den Pfadfindern. Auf Bundesländerebene seien sie unter anderem an Pfadfinderlagern, Jugend- und Studententreffen sowie am Teensday beteiligt.
.
„Um ihnen ein gutes Handwerkszeug für die Projekte wie auch für die Zeit danach mitzugeben, findet an der Theologischen Hochschule Friedensau zweimal eine zweimonatige Ausbildung statt“, informierte Dost. So besuchten die Ehrenamtlichen unter anderem Vorlesungen über Seelsorge, Ziel und Methode der Kinder- und Jugendseelsorge, Einführung in den Gemeindeaufbau, Kommunikation und Konfliktmanagement, Grundlagen der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie Bibelkunde und Begründung des Glaubens. Außerdem erhielten sie als Gruppe Unterricht zu Themen, wie adventistisches Gesundheitskonzept, Gruppenarbeit, Hausgesprächskreise, Leitung, Zeitmanagement, Gottesdienstgestaltung, Arbeit mit der Bibel, sowie Erarbeiten und Halten von Andachten und Predigten.

Die Jugendlichen hätten laut Dost in Friedensau auch die Möglichkeit, das Gehörte zu praktizieren, etwa durch Halten von Andachten im Seniorenheim oder die Gestaltung von Sabbatanfangsgottesdiensten (Shabbat Shalom) und den All-Nations-Gottesdienst. Weiter übten sie sich in der Hauskreis- und Bibelgesprächsleitung oder versuchten, in den Fußgängerzonen benachbarter Städte mit Menschen über das Leben und den Glauben ins Gespräch zu kommen.

___________________________________________________________________________

Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Kirchentag 2011 lädt zur Mitwirkung ein

Fulda, 12.07.2010/APD   Unter dem Motto „Dabei sein und mitgestalten“ lädt der vom 1. bis 5. Juni 2011 in Dresden stattfindende Deutsche Evangelische Kirchentag zur Mitwirkung ein. Gruppen und Einzelne aus Kirche und Gesellschaft können sich für den Markt der Möglichkeiten oder auf der Messe im Markt, mit Musik/Theater/Kleinkunst, für die Gottesdienst-Werkstatt, kirchenmusikalische Konzerte sowie als Bläser- und Sängerchöre bewerben. Bewerbungsschluss ist der 30. September 2010; für Interessenten an der Messe im Markt sowie Bläser- und Sängerchöre gilt der 30. November. Die genauen Ausschreibungen sind im Internet unter www.kirchentag.de/mitwirken zu finden.

___________________________________________________________________________

Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Katastrophenvorsorge beginnt in der Schule

Weiterstadt bei Darmstadt, 08.07.2010/APD   Bihar gilt als einer der ärmsten und bevölkerungsreichsten Bundesstaaten Indiens. Zudem ist die Bevölkerung regelmäßig unterschiedlichen Naturkatastrophen, wie Überschwemmungen, Erdbeben, Dürre und Feuer, ausgesetzt. Vor allem sind die sommerlichen Monsunregenfälle eine jährlich wiederkehrende Belastung für die Bewohner. Die Katastrophen könnten zwar nicht verhindert, aber die Menschen vorbereitet werden, um schnell zu handeln. Deshalb hat die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland ein Katastrophenvorsorgeprojekt in Bihar begonnen, das finanziell von ECHO, dem Amt für humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission, unterstützt wird.

Mit einem Budget von 350.000 Euro werden innerhalb eines Jahres etwa 50.000 Menschen in Bihar auf verschiedene Katastrophensituationen vorbereitet und entsprechend geschult. ADRA-Mitarbeiter helfen dabei, Gefahrenkartierungen vorzunehmen, damit daraus Notfall- und Evakuierungspläne entstehen können. Zusätzlich gilt es, die bestehenden Notfall-Kommunikationssysteme zu überprüfen und die Verantwortlichen bei der Erarbeitung eines funktionierenden Frühwarnsystems zu unterstützen. Lehrer werden geschult, um den Schülerinnen und Schülern die Grundlagen der Katastrophenvorsorge zu vermitteln. Dadurch soll es zu einer Bewusstseinsveränderung kommen, denn die Kinder geben ihr Wissen auch an ihre Eltern und Geschwister weiter. Außerdem wird der Bevölkerung durch Straßentheater, Puppenspiele und Aufklärungskampagnen die Bedeutung der Katastrophenvorsorge deutlich gemacht.

___________________________________________________________________________

Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Generationenwechsel an der Spitze der Theologischen Hochschule Friedensau

Friedensau bei Magdeburg, 07.07.2010/APD   Das Kuratorium der Theologischen Hochschule der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg wählte Friedbert Ninow (49), M.A., Ph.D., zum neuen Rektor. Er tritt sein Amt zum 1. März 2011 an, wenn der bisherige Amtsinhaber, Professor Johann Gerhard, M.Div., D.Min., in den Ruhestand geht. Ninow lehrt seit 1997 an der Hochschule. Er ist Dozent für Altes Testament und Biblische Archäologie. Seit 2009 ist er auch der Dekan des Fachbereichs Theologie.

Die 1899 gegründete Bildungsstätte erhielt 1990 die staatliche Anerkennung als Hochschule. An ihr sind rund 150 Studentinnen und Studenten eingeschrieben. Die Hochschule bietet den Bachelor (B.A.) und Master (M.A.) in Theologie, den Master of Theological Studies (M.T.S.), den Bachelor (B.A.) in „Soziale Arbeit“ sowie „Gesundheits- und Pflegewissenschaften“ und den Master (M.A.) in „Sozial- und Gesundheitsmanagement“, „Counseling“ (Beratung) sowie „International Social Science“ (Internationale Sozialwissenschaften) an.

___________________________________________________________________________

Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




100 Jahre adventistisches Verlagshaus in Indonesien

Bandung/Indonesien, 06.07.2010/APD   Mit der Herausgabe der Zeitschrift „Utusan Kebenaran Melayu“ (Malaiischer Wahrheitsbote) durch Missionar Ralph Waldo Munson in Sukabumi auf Java begann 1910 die Verlagsarbeit der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in einem Gebiet, das heute zur Republik Indonesien gehört. 1915 wurde das Verlagshaus nach Batavia, dem jetzigen Jakarta, verlegt. Später befand es sich in Singapur, bevor es 1929 wieder nach Java in die Stadt Bandung kam, wo es sich heute noch befindet und unter dem Namen „Percetakan Advent Indonesia“ (Adventistisches Verlagshaus in Indonesien) bekannt ist. Die Herausgabe von christlicher Literatur spielte bei der Verbreitung der Adventisten im Inselstaat eine große Rolle. Zum hundertjährigen Jubiläum gab der Verlag das Buch „Ketika Sang Pencipta Berkata Ingatlah“ (13 Leben verändernde Geheimnisse) des amerikanischen Evangelisten Mark A. Finley in einer ersten Auflage von 110.000 Exemplare heraus.

Indonesien mit 225 Millionen Einwohnern ist weltweit der Staat mit der größten muslimischen Bevölkerung. 88 Prozent der Indonesier sind Muslime, fünf Prozent Protestanten, drei Prozent Katholiken, zwei Prozent Hindus, ein Prozent Buddhisten und ein Prozent gehört einheimischen Religionen an. In dem Inselstaat leben 201.000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 1.395 Gemeinden. Die dortige Freikirche unterhält eine Universität, eine Hochschule, sieben Mittelschulen, 269 Grundschulen, acht englische Sprachschulen, vier Krankenhäuser, 19 Kliniken, den Service „Fliegende Ärzte“, ein Medienzentrum mit Radio- und Fernsehstudios sowie ein Verlagshaus.

___________________________________________________________________________

Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Bis zu 60.000 Besucher bei adventistischer Weltsynode in Atlanta/USA

Atlanta, Georgia/USA, 05.07.2010/APD   Mit der „Parade der Nationen“ endete am 3. Juli traditionsgemäß die elftägige 59. Generalkonferenz-Vollversammlung (Weltsynode) der Siebenten-Tags-Adventisten in Atlanta, Georgia/USA. Dazu zogen aus jedem der 205 Länder, in denen es Adventisten gibt, Vertreter in Landestracht und mit ihrer Nationalfahne in den Georgia Dome ein, eine Sportarena mit über 70.000 Plätzen, in der sonst die Atlanta Falcons ihre Football-Spiele austragen. Unter dem Leitwort „Proclaiming God‘s Grace“ (Gottes Gnade verkündigen) war hier für über eine Woche der Tagungsort der adventistischen Weltsynode für 2.222 Delegierte aus rund 200 Ländern.

Während dieser Zeit befassten sich die Abgeordneten mit der Arbeit der weltweiten Kirche. Sie nahmen die Rechenschaftsberichte der vergangenen fünf Jahre entgegen, beschlossen Verfassungsänderungen und wählten die Verantwortungsträger der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) und der 13 Kirchenleitungen auf kontinentaler Ebene. Die nur alle fünf Jahre stattfindende Weltsynode ist das oberste Entscheidungsgremium der evangelischen Freikirche. Die Delegierten tagten öffentlich und vertraten 16,3 Millionen erwachsen getaufte Adventisten.

Im angrenzenden Georgia World Congress Center stellten 1.818 adventistische Kirchenleitungen, Verlage, Hochschulen, Krankenhäuser, Fernseh- und Radiostationen sowie kirchliche Organisationen und Sozialwerke ihre Aktivitäten vor. Darunter waren aus Deutschland das Medienzentrum „Stimme der Hoffnung“ (Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt), die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA (Weiterstadt bei Darmstadt), die Theologische Hochschule Friedensau bei Magdeburg und das Religionspädagogische Institut (Hannover und Zürich). Neben den Delegierten nahmen an der Weltsynode bis zu 60.000 Personen, davon 15.000 Dauergäste, teil. Für die Verständigung der Delegierten und Besucher sorgten 150 ehrenamtliche Dolmetscher durch Simultanübersetzungen in zwölf Sprachen, darunter Deutsch, Französisch, Rumänisch, Russisch, Spanisch, Portugiesisch und Tschechisch.

Die Delegierten wählten mit dem US-amerikanischen Pastor Ted N. C. Wilson (60) einen neuen Präsidenten der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung). Er war bisher einer der neun Vizepräsidenten der Generalkonferenz und löst den norwegischen Pastor Jan Paulsen (75) ab, der seit 1999 als oberster Repräsentant der weltweiten Adventisten fungierte. Wilson ist der 20. Präsident seit Gründung der Generalkonferenz im Jahr 1863. Er begann seinen Dienst als Pastor in New York und hat Erfahrungen in der Kirchenleitung in den USA, in Afrika sowie in Europa gesammelt. Nach der politischen Wende in der ehemaligen Sowjetunion leitete er vier Jahre lang die dortigen Adventisten. Sein Vater, Neal C. Wilson, war bereits von 1979 bis 1990 Generalkonferenz-Präsident.

Der scheidende Generalsekretär der Weltkirchenleitung, der ghanaische Pastor Matthew A. Bediako (68), legte den Delegierten seinen Rechenschaftsbericht für die vergangenen fünf Jahre vor. Demnach stieg die Mitgliederzahl der erwachsen getauften Siebenten-Tags-Adventisten weltweit von Anfang 2005 mit 13,9 Millionen auf 16,3 Millionen Ende 2009. Am stärksten sei das Wachstum in den letzten fünf Jahren mit 55 Prozent in Indien gewesen, gefolgt von Sambia (30 Prozent) und Simbabwe (21 Prozent). Weltweit gebe es derzeit etwa 30 Millionen Gottesdienstbesucher.

Der wiedergewählte Schatzmeister der Generalkonferenz, der Kanadier Robert E. Lemon, berichtete, dass trotz Finanzkrise die freiwilligen Spenden der Adventisten in den letzten fünf Jahren weltweit um 38 Prozent gestiegen seien. Allerdings wäre das Spendenaufkommen aufgrund der Wirtschaftskraft global sehr ungleichmäßig verteilt. Nach wie vor kämen 50 Prozent aller Spenden aus Nordamerika, wo jedoch nur 1,1 Millionen der weltweit 16,3 Millionen Mitglieder lebten. In Afrika gebe es zwar 5,8 Millionen Adventisten, doch sie könnten nur vier Prozent zum Spendenaufkommen beitragen. Europa mit lediglich 400.000 Mitgliedern liege bei zehn Prozent der weltweiten Spenden, Lateinamerika (5,39 Millionen Adventisten) bei 24 Prozent, Asien (3,3 Millionen) bei acht Prozent und Australien/Ozeanien (410.000 Adventisten) bei vier Prozent.

Obwohl schon die Delegierten der Weltsynoden in St. Louis/USA (2005) und in Toronto/Kanada (2000) bemängelten, dass unter den Delegierten zu wenige junge Menschen unter 30 Jahren seien, hat sich daran auch in Atlanta nichts geändert. Nur 46 Delegierte dieser Altersgruppe waren für die Weltsynode 2010 nominiert worden. Am stärksten waren die Delegierten mit einem Alter von 50 bis 59 (39,8 Prozent) vertreten, gefolgt von den 40- bis 49-jährigen (28,9 Prozent). Dabei zählen von den weltweit 16,3 Millionen Mitgliedern etwa 70 Prozent zur Generation bis 30.

Der niederländische Delegierte Jurrien Den Hollander kritisierte, dass obwohl etwa 60 Prozent der weltweiten Adventisten Frauen wären, sie in der Generalkonferenz und in den 13 Kirchenleitungen auf kontinentaler Ebene („Divisionen“) jedoch unterrepräsentiert seien. Wiedergewählt wurde die Afroamerikanerin und Pädagogin Dr. Ella Louise Smith Simmons als eine der neun Vizepräsidenten der Generalkonferenz. Während der Weltsynode 2005 in St. Louis/USA wurde sie als erste Frau in dieses hohe Kirchenamt gewählt. Von den 14 Abteilungsdirektoren der Weltkirchenleitung, die als mittlere Führungsebene gelten, sind lediglich vier Frauen: Heather-Dawn Small (Abteilung Frauen), Linda Koh (Kinder), Lisa M. Beardsley (Bildung) und Elaine Oliver zusammen mit ihrem Ehemann Willie (Familie).

Die Delegierten beschlossen während der Weltsynode eine „Resolution zur Bibel“. Danach sei die Heilige Schrift grundlegend für „Glaube, Lehre und Verhalten“ und sollte deshalb täglich die „Quelle des persönlichen Studiums“ sein. Untersuchungen hätten ergeben, dass nur 51 Prozent der weltweit 16,3 Millionen Adventisten ein regelmäßiges Bibelstudium betreiben würden. Außerdem gab der Exekutivausschuss der Weltkirchenleitung Stellungnahmen zur weltweiten Armut, für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen, zur Fürsorge und zum Schutz von Kindern sowie zur Meinungsfreiheit heraus.

Wie bei vorangegangenen Generalkonferenz-Vollversammlungen konnten auch diesmal wieder Ehrengäste begrüßt werden. Unter anderen waren Pfarrer Dr. Setri Nyomi, Generalsekretär der neu geschaffenen Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WRK), Pastor Dr. George Freeman, Generalsekretär des Weltrates der Methodisten (WMC), Dr. Neville Callam, Generalsekretär des Baptistischen Weltbundes (BWA), Pfarrer Dr. Larry Miller, Generalsekretär der Mennonitischen Weltkonferenz (MWC) und Dr. Geoff Tunnicliffe, Internationaler Direktor der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA), nach Atlanta gekommen. Erstmals nahm auch eine Gastdelegation aus der Volksrepublik China mit Vertretern der „Patriotischen Drei-Selbst-Bewegung der Protestantischen Kirche“ (TSPM) und des „Chinesischen Christenrates“ (CCC) an einer adventistischen Weltsynode teil.

Abendprogramme, Nachrichten und Einblicke in die Arbeit der Delegierten der 59. Generalkonferenz-Vollversammlung der Siebenten-Tags-Adventisten in Atlanta, waren im adventistischen Fernseh- und Radioprogramm „Hope Channel“ in deutscher Sprache über den Satelliten ASTRA zu sehen und zu hören. Die nächste turnusmäßige Weltsynode findet im Juli 2015 in San Antonio, Texas/USA, statt.

___________________________________________________________________________

Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Fürsorge und Schutz von Kindern "eine heilige Aufgabe"

Atlanta, Georgia/USA, 04.07.2010/APD   Der Exekutivausschuss der Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten hat die „Stellungnahme zur Fürsorge und zum Schutz von Kindern“ beschlossen und den in Atlanta, Georgia/USA, tagenden Delegierten der adventistischen Weltsynode zur Kenntnis vorgelegt. Darin heißt es, dass die Kirche ihre „langjährigen Bemühungen“ zum Schutz von Kindern und Jugendlichen „vor jeglicher Art von Missbrauch und Gewalt sowie auch sexueller Ausbeutung durch bekannte und fremde Personen“ verstärken wolle.

Die weltweite Kirchenleitung wende sich gegen „harte Bestrafungen“ von Kindern „im Namen einer sogenannten bibeltreuen Zucht und Ordnung“. Besser wären „sanftere Disziplinierungsmaßnahmen, bei denen die Kinder durch Nachdenken und den Folgen ihrer Entscheidungen lernen“. Dadurch sei es wahrscheinlicher, „dass Kinder lebensbejahende Entscheidungen treffen und die Werte ihrer Eltern mit zunehmender Reife übernehmen“.

Die Kirche nehme ihre Verantwortung zur Verminderung des Risikos von Kindesmissbrauch und -misshandlungen im Umfeld ihrer Gemeinden ernst. Wichtig sei, dass Kirchenleiter und Gemeindemitglieder selbst nach einem strengen ethischen Verhaltenskodex lebten, der „jegliches Auftreten des Übels der Ausbeutung von Minderjährigen zur Befriedigung von Erwachsenen“ unmöglich mache. Kinder könnten innerhalb einer Kirchengemeinde nur dann sicher sein, wenn sie und ihr Umfeld während aller Gemeindeaktivitäten sorgfältig beaufsichtigt würden. Genauso wichtig sei „die Aufklärung über angebrachtes und unangebrachtes Verhalten zwischen Kindern und Erwachsenen, über die Warnsignale von Missbrauch und Gewalt und über das konkrete Vorgehen im Falle von nachweislichem oder vermutetem Missbrauch“. Pastoren und Gemeindeleiter werden in der Stellungnahme auf ihre Verantwortung hingewiesen, Fälle von Kindesmissbrauch den zuständigen Behörden zu melden. Außerdem seien der Einsatz von ausgebildeten Fachkräften und genaue Verhaltensregeln auf allen Ebenen der Kirchenorganisation notwendig.

Ausdrücklich wird in der Erklärung darauf hingewiesen, dass wegen der Komplexität der Problematik von Kindesmissbrauch und -gewalt beim Eingreifen und im Umgang mit dem Täter Fachkenntnisse erforderlich seien, die über die normale Seelsorge innerhalb einer Ortsgemeinde hinausgingen. Es müsse sichergestellt werden, dass der Täter, unabhängig von seiner Bestrafung durch die Justiz, während der Gemeindeaktivitäten keinen Kontakt zu Kindern habe.

Durch das Engagement der Kirche solle das Schweigen, welches oft bei Kindesmissbrauch und -gewalt herrsche durchbrochen werde. Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten betrachte die Fürsorge und den Schutz von Kindern als „eine heilige Aufgabe“.

In Deutschland und in der Schweiz hatte die Freikirche bereits Ende letzten Jahres beschlossen, dass alle Haupt- und Ehrenamtlichen, die junge Menschen betreuen, die von der Freikirche herausgegebene Broschüre „Sexueller Gewalt begegnen“ ausgehändigt bekämen und einen Verhaltenskodex unterschreiben müssten. Zusätzlich werde von allen Hauptamtlichen ein polizeiliches Führungszeugnis eingefordert. „Wir wollen alles tun, um unsere Gemeinden für junge Menschen zu einem sicheren Ort zu machen“, betonten die Präsidenten des Nord- und Süddeutschen Verbandes der Freikirche, die Pastoren Klaus van Treeck und Günther Machel. Dazu gehöre auch, ständig im Gespräch über den Schutz vor sexueller Gewalt zu bleiben und die Vorgaben der Kirchenleitung auf Ortsebene konsequent umzusetzen.

Dokumentation:

Stellungnahme zur Fürsorge und zum Schutz von Kindern

Im Wertesystem der Siebenten-Tags-Adventisten stehen Kinder ganz oben. Im Licht der Bibel werden sie als wertvolles Geschenk Gottes betrachtet, das der Fürsorge der Eltern, der Familie, der Glaubensgemeinschaft und der Gesellschaft im Allgemeinen anvertraut wurde. Kinder haben ein enormes Potential, um einen lebensbejahenden Beitrag in der Kirchengemeinde und in der Gesellschaft zu leisten. Besondere Aufmerksamkeit sollte darum auf ihre Behandlung, ihren Schutz und ihre Entwicklung gelegt werden.

Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten bekräftigt aufs Neue und verstärkt ihre langjährigen Bemühungen in der Fürsorge und dem Schutz von Kindern und Jugendlichen vor jeglicher Art von Missbrauch und Gewalt sowie auch sexueller Ausbeutung durch bekannte und fremde Personen. Jesus hat deutlich gemacht, wie Kinder von den Erwachsenen, denen sie anvertraut wurden, respektiert, umsorgt und geschützt werden sollten. Einige seiner härtesten Worte waren gegen jene gerichtet, welche ihnen Schaden zufügen wollten. Wegen der Vertrauensseligkeit und der Abhängigkeit von Kindern gegenüber älteren und klügeren Erwachsenen, und den Leben verändernden Konsequenzen, wenn dieses Vertrauen missbraucht wird, benötigen Kinder aufmerksamen Schutz.

Erziehungsmaßnahmen im Hinblick auf die Erlösung des Menschen durch Gott

Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten möchte als eine ihrer Prioritäten die Eltern darin unterstützen, die notwendigen Fähigkeiten für „erlösungsorientierte“ Erziehungsmaßnahmen zu entwickeln. Viele Kinder erleben harte Bestrafungen im Namen einer sogenannten bibeltreuen Zucht und Ordnung. Eine strenge, strafende und diktatorische Erziehung führt oft zu Verbitterung und Auflehnung. Eine solch harte Disziplin ist auch mit einem erhöhten Risiko von körperlichen und psychischen Schäden für das Kind verbunden, sowie mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit, dass die Jugendlichen selbst Zwang und Gewalt in der Konfliktbewältigung mit anderen anwenden werden. Im Gegensatz dazu bestätigen Beispiele aus der Bibel sowie ein weites Spektrum wissenschaftlicher Untersuchungen die Wirksamkeit sanfterer Disziplinierungsmaßnahmen, bei denen die Kinder durch Nachdenken und den Folgen ihrer Entscheidungen lernen. Es wurde nachgewiesen, dass diese „milderen“ Maßnahmen die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Kinder lebensbejahende Entscheidungen treffen und die Werte ihrer Eltern mit zunehmender Reife übernehmen.

Die Kirchengemeinde: ein sicherer Ort für Kinder

Die Kirche nimmt ihre Verantwortung zur Verminderung des Risikos von Kindesmissbrauch und -misshandlung im Umfeld ihrer Gemeinden ernst. Zuallererst müssen Kirchenleiter und Gemeindemitglieder selbst nach einem strengen ethischen Verhaltenskodex leben, welcher jegliches Auftreten des Übels der Ausbeutung von Minderjährigen zur Befriedigung von Erwachsenen unmöglich macht. Weitere praktische Maßnahmen im Sinne einer sicheren Gemeinde für Kinder beinhalten auch die Sicherheit innerhalb des Kirchengebäudes und dessen Umgebung sowie eine sorgfältige Beaufsichtigung und Überwachung der Kinder und deren Umfeld während aller Gemeindeaktivitäten. Ebenso wichtig ist auch die Aufklärung über angebrachtes und unangebrachtes Verhalten zwischen Kindern und Erwachsenen, über die Warnsignale von Missbrauch und Gewalt und über das konkrete Vorgehen im Falle von nachweislichem oder vermutetem Missbrauch. Pastoren und Gemeindeleiter spielen als Ansprechpartner eine wichtige Rolle in der Prävention und in der entsprechenden Reaktion auf die Bedürfnisse von Kindern, deren Sicherheit gefährdet sein könnte. Sie müssen regelmäßig auf ihre moralische und gesetzliche Verantwortung hingewiesen werden, Kindesmissbrauch den zuständigen Behörden zu melden. Der Einsatz von ausgebildeten Fachkräften und genaue Verhaltensregeln auf allen Ebenen der Kirchenorganisation werden zu einem richtigen Vorgehen bei einem Kindesmissbrauch, der im Kirchenumfeld bekannt wurde, beitragen.

Wegen der Komplexität der Problematik von Kindesmissbrauch und -gewalt sind beim Eingreifen und Umgang mit dem Täter Fachkenntnisse nötig, die über die normale Seelsorge innerhalb einer Ortsgemeinde hinausgehen. Dennoch ist höchste Vorsicht geboten, wenn ein Täter in der Gemeinde bekannt ist. Obwohl Täter für ihr Verhalten die volle Verantwortung tragen müssen, ist es notwendig, bei Personen mit bekannten unangebrachten Verhaltensweisen sicherzustellen, dass sie eine angemessene Distanz halten und während der Gemeindeaktivitäten keinen Kontakt zu Kindern haben. Andere Möglichkeiten für Täter in einem Rahmen zu schaffen, der das geistliche Wachstum fördert, wo aber keine Kinder anwesend sind, tragen viel zur Sicherheit der Kinder bei.

Förderung der psychischen und geistlichen Heilung

Kinder, die selbst zu Opfern wurden oder bestürzende Geschehnisse erlebt haben, müssen von den Erwachsenen mit Feingefühl und Verständnis behandelt werden. Geeignete Unterstützung, die den Kindern und den Familien ermöglicht, Stabilität inmitten der Unruhe zu bewahren, hilft den Kindern und den Familien und begünstigt den Heilungsprozess der Opfer. Das Engagement der Kirche, das Schweigen, welches oft bei Kindesmissbrauch und -gewalt herrscht, zu durchbrechen, ihre Bemühungen um Fürsprache und Gerechtigkeit für alle Opfer und ein bewusstes Vorgehen, um Kinder vor allen Formen von Missbrauch und Gewalt zu schützen, wird viel zur psychischen und geistlichen Heilung aller Betroffenen beitragen. Die Kirche betrachtet die Fürsorge und den Schutz von Kindern als eine heilige Aufgabe.

(Diese Erklärung stützt sich auf Grundsätze, die in den folgenden Bibeltexten zum Ausdruck gebracht werden : 3. Mose 18:6; 2. Samuel 13:1-11; 1. Könige 17:17-23; Psalm 9: 9, 12, 16-18; 11:5-7; 22:24; 34:18; 127:3-5; 128:3-4; Sprüche 31:8-9; Jesaja 1:16-17; Jeremia 22:3; Matthäus 18:1-6; 21:9, 15-16; Markus 9:37; 10:13-16; Epheser 6:4; Kolosser 3:21; 1. Timotheus 5:8; Hebräer 13:3.)

Hinweis: Die Stellungnahme wurde von dem Exekutivausschuss der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten am 23. Juni 2010 beschlossen und von den Delegierten der 59. Generalkonferenz-Vollversammlung (Weltsynode) der Freikirche in Atlanta, Georgia/USA, zur Kenntnis genommen
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Gäste aus Staat und Kirche bei adventistischer Weltsynode

Atlanta, Georgia/USA, 02.07.2010/APD   „Die Siebenten-Tags-Adventisten vertrauen nicht nur dem Bibelwort, sondern sie versuchen auch danach zu leben, indem sie in die Gesellschaft hineinwirken, um sie zu verbessern“, sagte der Bürgermeister von Atlanta, Kasim Reed, in seinem Grußwort den Delegierten und Gästen der adventistischen Weltsynode im Georgia Dome der Stadt. Wie bei vorangegangenen Generalkonferenz-Vollversammlungen konnten auch diesmal wieder Ehrengäste aus Politik und Kirche begrüßt werden.

Laut Pastor John Graz, wiedergewählter Direktor für Öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit der adventistischen Generalkonferenz (Weltkirchenleitung), besuchten die Weltsynode unter anderem Engonga Nguema Onguene Clement, Innenminister von Äquatorialguinea, Libom Lilikeng, Generaldirektorin der Zollverwaltung von Kamerun, Jona David Jang und Jacob Gyang Buba, Gouverneur beziehungsweise Oberhäuptling des Plateau Bundesstaates von Nigeria, sowie Paul Monteiro, assoziierter Direktor des Büros des Weißen Hauses in Washington für Öffentliches Engagement und Internationale Angelegenheiten.

Pastor Dr. George Freeman, Generalsekretär des Weltrates der Methodisten (WMC), und Dr. Neville Callam, Generalsekretär des Baptistischen Weltbundes (BWA), überbrachten Grüße von über 70 Millionen Methodisten und 47 Millionen Baptisten weltweit. Gäste der Generalkonferenz-Vollversammlung in Atlanta sind unter anderem Pfarrer Dr. Setri Nyomi, Generalsekretär der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WRK), Pfarrer Dr. Larry Miller, Generalsekretär der Mennonitischen Weltkonferenz (MWC), Dr. Geoff Tunnicliffe, Internationaler Direktor der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA), Pfarrer John Nunes, Präsident von Lutheran World Relief (LWR), der internationalen Nothilfe- und Entwicklungsorganisation der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika (ELKA) und der Lutherischen Kirche – Missouri Synode, Pastor Claude Baty, Präsident des Protestantischen Bundes in Frankreich (FPF), der Bischof der Espikopalen Kirche, Keith B. Withmore (Atlanta), der Bischof der Südostsynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika (ELCA), H. Julian Gordy (Atlanta), Oberst Terry W. Griffin von der Heilsarmee (Atlanta), Geschäftsführender Presbyter Tom Evans von der Presbyterianischen Kirche in den USA, von der Erzdiözese Atlanta Monsignore Henry Gracz und Rabbi Frederick Reeves (Atlanta).

Erstmals ist auch eine Gastdelegation aus der Volksrepublik China bei einer adventistischen Weltsynode. Dazu gehören Pfarrer Shen Xuebin, Vorsitzender des Schanghaier Komitees der „Patriotischen Drei-Selbst-Bewegung der Protestantischen Kirche“ (TSPM), Pfarrer Wang Jun, Vorsitzender des Komitees der TSPM der Provinz Shaanxi im Herzen Chinas und Präsident des dortigen „Chinesischen Christenrates“ (CCC), Pfarrer Zhu Zhiming, Vizepräsident des CCC in der bezirksfreien Stadt Wuxi im Osten der Volksrepublik, und Frau Shi Mei-Ying von der Abteilung für Überseebeziehungen der TSPM und des CCC. Im letzten Jahr besuchte der damalige Präsident der Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten, Pastor Dr. Jan Paulsen, mit einer Delegation die Volksrepublik China und lernte dabei auch verschiedene adventistische Kirchen kennen. Die Delegation war damals Gast der TSPM und des CCC.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Präsidenten der drei europäischen Kirchenleitungen der Adventisten gewählt

Atlanta, Georgia/USA, 02.07.2010/APD   Die in Atlanta, Georgia/USA, tagenden Delegierten der adventistischen Weltsynode haben die Präsidenten der drei Kirchenleitungen der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa für die nächsten fünf Jahre gewählt. Pastor Dr. Bertil Wiklander leitet erneut die Trans-Europa Region in St. Al¬bans nördlich von London. Sie umfasst 111.000 erwachsen getaufte Adventisten in Skandinavien, den baltischen Staaten, Großbritannien, Irland, Island, den Niederlanden, Polen, Ungarn, im ehemaligen Jugoslawien, Albanien, Griechenland, im Nahen Osten, Ägypten, Sudan und Pakistan.

Für die Euro-Asien Region mit Sitz in Moskau, zu der 138.800 Mitglieder in den zwölf Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) gehören, ist jetzt Pastor Guillermo E. Biaggi, bisher Schatzmeister der dortigen Kirchenleitung, verantwortlich. Sein Vorgänger, Pastor Artur A. Stele, wurde zu einem der neun Vizepräsidenten der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) berufen. Stele studierte unter anderem von 1982 bis 1986 am damaligen Seminar Friedensau bei Magdeburg, der heutigen Theologischen Hochschule der evangelischen Freikirche in Deutschland. Pastor Bruno R. Vertallier bleibt Präsident der Euro-Afrika Region in Bern mit über 170 000 Siebenten-Tags-Adventisten aus 15 mittel-, west- und südeuropäischen Staaten sowie aus Algerien, Lybien, Marokko, Tunesien, Türkei, Iran und Afghanistan.

Die nur alle fünf Jahre stattfindende Generalkonferenz-Vollversammlung (Weltsynode) ist das oberste Entscheidungsgremium der evangelischen Freikirche. Die Siebenten-Tags-Adventisten haben eine demokratisch-repräsentative Form der Kirchenverwaltung. Danach beruht die Autorität der Freikirche auf ihren Mitgliedern, die wiederum die Verwaltung und Leitung der Kirche repräsentativen Gremien und Verantwortungsträgern übertragen. Bei dieser Form der Kirchenverwaltung gilt die Ordination sämtlicher Geistlicher als gleichwertig. Die Adventisten sind eine weltweite Freikirche, wobei die Ortsgemeinden eines bestimmten geographischen Gebietes in einer „Vereinigung“ zusammengefasst sind. Die Vereinigungen unterstehen „Verbänden“, in anderen Ländern auch „Unionen“ genannt. Auf kontinentaler Ebene sind die Verbände in „Divisionen“ (Regionen) zusammengefasst, die als geographische Abteilungen zur Generalkonferenz gehören. Zur Zeit gliedert sich die weltweite Kirche mit ihren 16,3 Millionen Mitgliedern und 25 Millionen Gottesdienstbesuchern aus 205 Ländern in eine Generalkonferenz, 13 Divisionen, 112 Verbände, 572 Vereinigungen und 65.961 Ortsgemeinden, die von 15.343 ordinierten Pastoren betreut werden.

Zur 59. Generalkonferenz-Vollversammlung in Atlanta sind 2.222 Delegierte aus aller Welt angereist, von denen lediglich 16,3 Prozent Frauen sind. Am stärksten unter den Delegierten ist das Alter der 50- bis 59-jährigen (39,8 Prozent) vertreten, gefolgt von den 40- bis 49-jährigen (28,9 Prozent). Die jüngere Generation bis zu 29 Jahren ergibt nur 2,1 Prozent und die von 30 bis 39 Jahre 11,3 Prozent. Die 60- bis 69-jährigen machen 16 Prozent und die über 70-jährigen 1,9 Prozent der Delegierten aus.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Gewalt gegen Frauen und Mädchen beenden

Atlanta, Georgia/USA, 02.07.2010/APD   „Siebenten-Tags-Adventisten treten für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen ein“ lautet eine Stellungnahme der Freikirche, die vom Exekutivausschuss der adventistischen Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) beschlossen und den Delegierten der in Atlanta, Georgia/USA, tagenden Weltsynode zur Kenntnis gegeben wurde. Darin wird beklagt, dass überall auf der Welt Frauen und Mädchen immer öfter Opfer von Gewalt würden. Dabei handele es sich unter anderem um Gewalt gegenüber Familienmitgliedern, Vergewaltigung, Genitalbeschneidung, Ehrenmorde und Morde um der Mitgift willen.

Jeder Mensch habe durch die Schöpfung „als Abbild Gottes“ Würde und Wert verliehen bekommen, heißt es in der Erklärung. Wer als Christ nach dem Vorbild Jesu handele, könne nicht gewalttätig gegenüber Familienmitgliedern oder Menschen außerhalb der Familie sein. Wer jemandem vorsätzlich Leid zufüge, verhalte sich „sündhaft“. Adventisten verpflichteten sich, „den Kreislauf der Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu durchbrechen“. Sie suchten und begrüßten bei diesem weltweiten Problem die Partnerschaft und Zusammenarbeit mit anderen. Denn „die gemeinsame Stimme von vielen kann zehntausende Frauen und Mädchen vor Leid und Schaden von Missbrauch und Gewalt schützen“.

Die adventistische Generalkonferenz hatte im Oktober letzten Jahres die Aufklärungskampagne „enditnow – Sag Nein zur Gewalt gegen Frauen“ gestartet. Sie erstreckt sich in Zusammenarbeit zwischen der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA und der Abteilung Frauen der weltweiten Kirche über mehr als 200 Länder. Zum einen gehe es darum, jedes einzelne der weltweit 16,3 Millionen Mitglieder für diese Problematik zu sensibilisieren und zur Teilnahme an verschiedenen Aktionen zu ermutigen. Zum anderen werde das Ziel verfolgt, eine Million Unterschriften zu sammeln und der UNO vorzulegen, damit neue und effektive Schutzmaßnahmen für Frauen und Mädchen entwickelt würden. Informationen über die Aktion samt Ideen und Materialien zur Umsetzung der Kampagne, die auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführt wird, sind im Internet unter www.enditnow.de zu finden.

Dokumentation:

Siebenten-Tags-Adventisten treten für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen ein

Als Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten treten wir dafür ein, dass die Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen beendet wird, und arbeiten mit anderen zur Erreichung dieses Zieles zusammen. Statistiken in aller Welt weisen darauf hin, dass in allen Gesellschaftsformen Frauen und Mädchen immer öfter Opfer von Gewalt sind. Tätlichkeiten oder Drohungen, die körperliches, sexuelles oder psychisches Leid oder Schaden anrichten, sind unvereinbar mit der biblischen Ethik und der christlichen Moral. Zu solchen Taten gehören unter anderem Gewalt gegenüber Familienmitgliedern, Vergewaltigung, Genitalbeschneidung, Ehrenmorde und Morde um der Mitgift willen. Manipulation, Verweigerung der persönlichen Freiheit und Zwang sind ebenfalls Ausdruck von Missbrauch und Gewalt. Siebenten-Tags-Adventisten sagen zu solchen Verhaltensweisen: „Lasst uns jetzt damit Schluss machen“.

Siebenten-Tags-Adventisten glauben, dass durch die Schöpfung als Abbild Gottes jedem Menschen Würde und Wert verliehen ist. Das Ausmaß dieses Wertes kann im Opfertod Jesus Christi, durch den jeder ewiges Leben angeboten bekommt, ersehen werden. Die Liebe und Barmherzigkeit, welche das Leben Jesu auf dieser Erde kennzeichneten, sind für seine Nachfolger ein Vorbild ihrer Beziehungen zu anderen. Ein christusähnliches Verhalten lässt keinen Raum für Gewalt gegenüber Familienmitgliedern oder Menschen außerhalb der Familie.

Die Bibel rät den Christen, den Körper als Tempel Gottes zu betrachten. Jemandem vorsätzlich Leid zuzufügen, entheiligt das, was Gott ehrt, und ist daher sündhaftes Verhalten. Die Siebenten-Tags-Adventisten verpflichten sich, den Kreislauf der Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu durchbrechen. Wir wollen uns für die Opfer und Überlebenden durch Aufklärung, Predigten, Bibelstudien und Hilfsprogramme einsetzen.

Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten sucht und begrüßt bei diesem weltweiten Problem die Partnerschaft und Zusammenarbeit mit anderen. Die gemeinsame Stimme von vielen kann zehntausende Frauen und Mädchen vor Leid und Schaden von Missbrauch und Gewalt schützen.

(Diese Erklärung stützt sich auf folgende Bibelstellen: Johannes 3:16; 1. Mose 1:26; Jesaja 61:1-3; Epheser 5:2-3; 1. Johannes 3:10, 15-18; 4:11; 3. Johannes 1:2; 1. Korinther 3:16-17, 6:19; Römer 12:1-2.)

Hinweis: Die Stellungnahme wurde von dem Exekutivausschuss der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten am 23. Juni 2010 beschlossen und von den Delegierten der 59. Generalkonferenz-Vollversammlung (Weltsynode) der Freikirche in Atlanta, Georgia/USA, zur Kenntnis genommen.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




150 Dolmetscher sorgen bei Weltsynode der Adventisten für gute Verständigung

Atlanta, Georgia/USA, 01.07.2010/APD   Während die Konferenzsprache bei der 59. Generalkonferenz-Vollversammlung (Weltsynode) der Siebenten-Tags-Adventisten in Atlanta, Georgia/USA Englisch ist, sorgt ein Dolmetscherdienst dafür, dass die über 2.400 Delegierten aus aller Welt samt den zahlreichen Besuchern der Großveranstaltung das Gehörte ebenfalls verstehen können. Laut Rolf J. Pöhler, Professor für Systematische Theologie der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg, kümmern er sich und einige weitere Freiwillige darum, dass deutschsprachige Delegierte und Besucher auch den sehr nüchternen Geschäftssitzungen mit ihren vielen Fachausdrücken folgen können. Ein kleines Empfangsgerät bietet auf UKW 95,5 per Kopfhörer die deutsche Übersetzung an. Aus Deutschland sind 28, aus Österreich sechs und aus der Schweiz fünf Männer und Frauen als Delegierte nach Atlanta gereist.

Außerdem gibt es Übersetzungen in Französisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Spanisch, Tschechisch, Chinesisch, Japanisch, Koreanisch und Vietnamesisch. Auch an die englische Gebärdensprache für Hörgeschädigte ist gedacht. Insgesamt sind rund 150 Dolmetscherinnen und Dolmetscher im Einsatz.

Ein seltenes Vorrecht hatte der deutsche Pastor Dennis Meier (44), als er vor den Delegierten und etwa 40.000 Besuchern eine halbstündige Abendandacht im Georgia Dome, der Tagungsstätte der Weltsynode in Atlanta, halten durfte. Das ihm gestellte Thema lautete „An die Fülle der Gnade Gottes glauben“. Meier, Seelsorger der Adventgemeinde Hamburg-Grindelberg, ist verheiratet und hat eine neunjährige Tochter und einen siebenjährigen Sohn. Seinen Bachelor (B.A.) in Theologie absolvierte er am adventistischen Helderberg College in Südafrika, an der Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg graduierte er zum Diplom-Theologen. Ursprünglich hatte er eine Ausbildung als Landwirt gemacht.

___________________________________________________________________________

Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!