Akure, Nigeria, 16.08.2010/APD   Die Unabhängige Nationale Wahlkommission (INEC) in Nigeria gab am 10. August die drei Daten für die Wahlen 2011 bekannt. Die Termine für die Wahlen der Nationalversammlung, die Gouverneurs- und Landtagswahlen sowie die Präsidentschaftswahlen, sind ausnahmslos auf einen Samstag festgelegt worden.

Pastor Joseph Adebisi Ola, Präsident der Adventisten im Nordwest-Kirchenbezirk von Nigeria, wies darauf hin, dass viele Wähler ihrer Rechte beraubt werden könnten, wenn der Wahltag auf einem Samstag belassen werde. Die evangelische Freikirche feiert, wie die jüdischen Glaubensgemeinschaften, den biblischen Sabbat (Samstag) als Ruhetag. Nach Adebisi könnten die Mitglieder seiner Kirche an ihrem Ruhe- und Gottesdiensttag ihre bürgerlichen Rechte nicht wahrnehmen. Er forderte deshalb die für die Wahl Verantwortlichen auf, dem Vorbild entwickelter demokratischer Staaten zu folgen und diese wichtigen Wahltermine auf einen Wochentag zu verlegen.

Von den 144 Millionen Einwohnern Nigerias sind über eine halbe Million adventistische Christen, davon 267.000 erwachsen getaufte Mitglieder in über 800 Kirchengemeinden. In Nigeria besteht eine kaum überschaubare Vielfalt an religiösen Gemeinschaften. Rund 50 Prozent der Nigerianer sind Muslime, vor allem im Norden. Etwa 40 Prozent sind Christen, und rund 10 Prozent bekennen sich zu einer traditionellen afrikanischen Religion.

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