Das erste "Haus der guten Taten“ in Berlin eröffnet

Berlin/Friedensau bei Magdeburg | 2. Dezember 2010 | APD |

Hochschule Friedensau an neuartigem Einzelhandelskonzept beteiligt

Berlin/Friedensau bei Magdeburg, 02.12.2010/APD   Im Berliner Einkaufszentrum "Forum Steglitz“ wurde "COEO“, das erste "Haus der guten Taten“ in Deutschland, eröffnet. Der Name "coeo" stammt aus dem Lateinischen und bedeutet "sich finden und zusammenkommen“, womit die soziale Unternehmensphilosophie des neuen Geschäftsmodells beschrieben werden soll. "Werteorientiertes Handeln ist bei COEO die Basis“, betonte Wilfried Franz (Berlin), Initiator des "Hauses der guten Taten“ und Gründer der Einzelhandelskette "Spiele-Max“. Als gemeinnützige Gesellschaft verpflichte sich COEO, alle Gewinne für konkrete soziale Projekte zu spenden und in die Weiterentwicklung der Idee von COEO zu investieren, damit auch in anderen Städten ähnliche Häuser eröffnet werden könnten. Gegenwärtig werde in Berlin ein Projekt der Stiftung "Jona“ für Jugendliche aus sozialschwachen Familien gefördert.

Zur Produktpalette im "Haus der guten Taten“ gehören Artikel aus Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und fair gehandelte Waren, die beispielsweise von Bauern in der Dritten Welt zu gerechten Preisen gekauft worden seien. So gibt es in dem neuen Geschäft unter anderem Kaffee, Tee, Schokolade, Spiele, Haushaltswaren, Schmuck und Dekorationsartikel. Außerdem findet sich dort ein größeres Sortiment christlicher Literatur und ein Café. "Sich finden und zusammenkommen, so die Bedeutung von COEO“, stehe nicht nur für die Unternehmensphilosophie und das Leitbild. Ziel sei, erläuterte Franz, mit einer ansprechenden und farbenfrohen Ladenarchitektur Menschen tatsächlich zusammenzubringen. Dafür stehe nicht nur symbolisch eine große Tafel im Café. Sie lade mitten im Alltag in einer großstädtischen Umgebung zum Innehalten und zum Austausch ein.

Laut Franz sollen in der Filiale bis zu sechs Arbeitsplätze, insbesondere für Jugendliche mit Behinderungen, geschaffen werden. Zu den Kooperationspartnern gehörten unter anderem die Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, die Globo Fair Trade Partner GmbH, das GEPA Fairhandelszentrum Berlin und die Buchhandlung Huismann.

"Das hinter COEO stehende Konzept ist aus der Ideenschmiede der Theologischen Hochschule Friedensau in Zusammenarbeit mit Wilfried Franz sowie den beiden Geschäftsführern Christoph von Mohl und Wolfgang Derday entstanden“, informierte Holger Koch, Pressesprecher der bei Magdeburg gelegenen Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Die Leiterin des Masterstudiengangs "Sozial- und Gesundheitsmanagement“, Professorin Dr. Dr. Silvia Hedenigg, und Jörg-Ingo Osygus, Lehrbeauftragter für "Betriebswirtschaftslehre“ und "Projektmanagement“, sowie Studierende der Masterstudiengänge "Sozial- und Gesundheitsmanagement“ und "Internationale Sozialwissenschaften“ seien 2008 bei der Entstehung der Erstkonzeption beteiligt gewesen, die anschließend die Geschäftsführer zu dem COEO-Konzept weiter ausgearbeitet hätten. Die neue Marke COEO und das dazugehörige Einzelhandelskonzept habe die Berliner "Agentur für Markenarchitektur dan pearlman" realisiert.

Die 1899 gegründete Theologische Hochschule Friedensau bietet im Zuge des Bologna-Prozesses europaweit vergleichbare Bachelor- und darauf aufbauende Masterstudiengänge an. An der Hochschule sind folgende Studiengänge möglich: Bachelor of Arts Theologie (B.A. – sechs Semester), Master of Arts Theologie (M.A. – vier Semester), Master of Arts Theological Studies (M.T.S. – englischsprachig vier Semester), Bachelor of Arts Soziale Arbeit (B.A. – sechs Semester), Bachelor of Arts Gesundheits- und Pflegewissenschaften (B.A. – neun Semester), Master of Arts Beratung (M.A. – vier Semester), Master of Arts International Social Sciences (M.A. – englischsprachig vier Semester) und Master of Arts Sozial- und Gesundheitsmanagement (M.A. – berufsbegleitend sechs Semester).

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