Entsetzen über tödlichen Anschlag auf Entwicklungshelfer in Afghanistan

Weiterstadt bei Darmstadt, 31.12.2010/APD   Sein Entsetzen über den tödlichen Anschlag auf einen deutschen Entwicklungshelfer in Afghanistan brachte Heinz-Hartmut Wilfert (Weiterstadt bei Darmstadt), Pressesprecher der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland, zum Ausdruck. „Für uns als Helfer ist es immer besonders schmerzlich, wenn Ablehnung und Hass zu solchen Exzessen führen, wo doch das gesamte Interesse unserer Einsätze und Projekte darauf abzielt, den Menschen konkrete und nachhaltige Hilfe zu bringen. Dennoch nehmen wir die Unterstützung, die Dankbarkeit und die Freundlichkeit der Menschen wahr, die unsere gemeinsame Arbeit schätzen.“ Sie bildeten die Mehrheit in Afghanistan und sie äußerten, dass sie diese Zusammenarbeit benötigten. „Wir werden uns deshalb auch nicht davon abbringen lassen, gute Prozesse im Lande anzuregen und zu begleiten“, so Wilfert. Den Angehörigen des Getöteten gelte das Mitgefühl und dem afghanischen Mitarbeiter der Wunsch, dass er bald wieder gesund werde.

Beim Beschuss seines Fahrzeuges auf einer neuerbauten Straße zwischen Kholm und Kunduz im Norden Afghanistans war an Heiligabend ein deutscher Entwicklungshelfer der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) tödlich getroffen worden. Einer der drei afghanischen Begleiter erlitt bei dem Angriff leichte Verletzungen. Die Betroffenen waren im Rahmen eines Projekts der KfW tätig und koordinierten den Bau der Straße. Der KfW-Berater starb im Bundeswehrkrankenhaus in Masar-i-Scharif. Zu dem Anschlag bekannten sich die Taliban.

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA habe laut Wilfert seit 1997 von den angrenzenden Ländern Pakistan, Usbekistan, Tadschikistan und den Iran Hilfsgüter nach Afghanistan gebracht. „Im Februar 2002 eröffnete ADRA in Kabul ein Büro und wurde im Mai des gleichen Jahres als internationales Hilfswerk bei der afghanischen Regierung registriert.“ Neben Projekten im Bereich Bildung und Gesundheit führe ADRA seit 2002 für die Not leidende Bevölkerung eine Winterhilfe durch. Zur Zeit würden mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland Decken, Schuhe, Heizmaterialien und Plastikplanen in den Provinzen Kabul und Balkh an über 2.200 Empfängerfamilien mit etwa 15.600 Personen, die im eigenen Land vertrieben worden oder aus Pakistan zurückgekehrt seien, verteilt. Für die Herstellung der Decken habe ADRA 150 einheimische Näherinnen angestellt. Viele von ihnen seien Witwen und auf die Arbeit angewiesen. Für jede genähte Decke erhielten sie einen doppelt so hohen Lohn wie sonst in Afghanistan üblich. Durch das erzielte Einkommen könnten die Frauen sich und ihre Familien während der Wintermonate versorgen.
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Vietnam: Parteiführer besuchen Kirchenleiter zu Weihnachten

Hanoi/Vietnam, 30.12.2010/APD   Huynh Dam, Präsident der Vaterländischen Front Vietnam, besuchte zu Weihnachten den römisch-katholischen Erzbischof von Hanoi, Pierre Nguyen Van Nhon, um ihm und den Gläubigen ein frohes Fest zu wünschen. Laut dem staatlichen „Radio The Voice of Vietnam – VOV“ (Dai Tieng Noi Viet Nam) hob Dam hervor, dass die Katholiken in den letzten Jahren an ihrer Vaterlandsliebe festgehalten hätten. Dass sie auch künftig ihren Beitrag zum Aufbau eines starken Landes mit materiell abgesicherten Menschen und einer gerechten sowie zivilisierten Gesellschaft leisteten, sei sein Wunsch.

In Ho-Chi-Minh-Stadt, dem ehemaligen Saigon, stattete Le Thanh Hai, Mitglied des Politbüros der Kommunistischen Partei und Sekretär des Stadtkomitees der KP, der dortigen katholischen Erzdiözese und der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten einen Weihnachtsbesuch ab. Kardinal Pham Minh Man betonte, so VOV, dass die vietnamesischen Katholiken loyal gegenüber Gott und eng mit der Nation verbunden seien.

Pastor Tran Cong Tan, Präsident der Adventisten in Vietnam, hob hervor, dass die Verfassung des Staates die Religions- und Glaubensfreiheit zusichere. Wie VOV mitteilte, bekräftigte er, dass sich die Freikirche an den sozialökonomischen Entwicklungsvorhaben des Staates beteiligen werde, um das Land wohlhabender und kultivierter zu machen.

Eine Delegation der Vaterländischen Front Vietnam unter Leitung von Vizepräsident Tran Hoang Tham überbrachte in Ho-Chi-Minh-Stadt ebenfalls Weihnachts- und Neujahrsgrüße der katholischen Erzdiözese und der Südlichen Evangelischen Kirche Vietnams, berichtete VOV. Das katholische Erzbistum in Hue erhielt zu Weihnachten Besuch von Frau Ha Thi Khiet, Parteisekretär des Zentralkomitees der KP.

Von den 86 Millionen Einwohnern Vietnams sind nach Schätzungen 7,6 Millionen Buddhisten, sechs Millionen Katholiken und rund eine Million Protestanten. Außerdem gibt es Anhänger von Cao Dai (zwei Millionen) und Hoa Hoa (eine Million) sowie etwa 50.000 Muslime.

Der katholische Glaube kam erstmals im 16. Jahrhundert mit französischen, spanischen und portugiesischen Missionaren ins Land. Heute gibt es in Vietnam 26 Diözesen, darunter drei Erzbistümer. Zu den offiziell vom Staat anerkannten protestantischen Kirchen zählen die Südliche Evangelische Kirche Vietnams, die Evangelische Kirche von Vietnam Nord, ein Teil der Mennonitenkirche, die Siebenten-Tags-Adventisten und die Grace-Baptistische Kirche in Ho-Chi-Minh-Stadt.

Die vietnamesische Regierung hatte die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten bereits im Dezember 2006 staatlich anerkannt. Doch erst mit der Verabschiedung einer Verfassung und der Wahl einer Kirchenleitung im Jahr 2008 waren die vietnamesischen Adventisten auch rechtsfähig. In Vietnam gibt es 9.897 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in sechs Gemeinden und 31 staatlich registrierten Gruppen in Privatwohnungen (Hauskirchen), die von sechs Pastoren betreut werden. Die meisten Adventisten leben in Süd- und Zentralvietnam. Die adventistische Mission begann dort 1929. Mit der Wiedervereinigung Vietnams unter kommunistischer Herrschaft im Jahr 1976 wurden das Kranken- und Verlagshaus der Freikirche im früheren Saigon sowie die 16 Schulen im Süden des Landes verstaatlicht.1993 eröffnete die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA in der Hauptstadt Hanoi ein Landesbüro.

„Adventist World“, die monatliche, internationale Zeitschrift der adventistischen Weltkirchenleitung, gibt es auch in Vietnamesisch. Laut dem Präsidenten der Siebenten-Tags-Adventisten in Vietnam, Pastor Tran Cong Tan (Ho-Chi-Minh-Stadt), eröffne sich dadurch eine neue Perspektive für die rund 10.000 vietnamesischen Adventisten, die aufgrund ihrer Isoliertheit sich jahrzehntelang am Rand der weltweiten adventistischen Kirche gefühlt hätten, da sie nur sehr wenige Materialien und kaum Informationen von ihrer Weltkirchenleitung hätten erhalten können.
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Neuapostolen beim Kirchentag 2011 in Dresden nicht vertreten

Zürich/Stuttgart, 30.12.2010/APD   Enttäuscht zeigte sich die Neuapostolische Kirche (NAK), dass sie nicht mit einem Informationsstand beim 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) vom 1. bis 5. Juni 2011 in Dresden vertreten sein darf. Laut Apostel Volker Kühnle (Stuttgart), dem Leiter der Projektgruppe Ökumene der NAK, habe sich das Kirchentagspräsidium gegen die Zulassung ausgesprochen.

Die Ablehnung sei überraschend erfolgt, denn Mitte des Jahres habe die NAK vom Kirchentagsbüro eine offizielle Einladung erhalten, sich zur Mitwirkung beim Dresdner Kirchentag zu bewerben, so Kühnle. Das wäre auch geschehen. In dem Schreiben des DEKT heiße es unter anderem, dass sich das Präsidium die Absage nicht leicht gemacht und die Bewerbung der Neuapostolischen Kirche als ein positives Signal verstanden habe. „Dennoch meinen wir, dass die Zeit für eine Präsentation der NAK beim Kirchentag noch nicht reif ist.“

Apostel Kühnle habe in einem Antwortbrief seine Enttäuschung zum Ausdruck gebracht. Andererseits, so der Vorsitzende der Projektgruppe Ökumene, ließe die freundlich formulierte Absage grundsätzliches Wohlwollen erkennen. Auch die bekundete Gesprächsbereitschaft werde man „selbstverständlich annehmen“. Zugleich teilte der Apostel mit, dass die Mitglieder der Projektgruppe dennoch den Kirchentag besuchen würden, „wenn auch inoffiziell“.

Die Neuapostolische Kirche hatte sich auch beim 2. Ökumenischen Kirchentag im Mai 2010 in München vergeblich um einen Informationsstand bemüht. Als Grund der Ablehnung teilte der damalige Kirchentagsvorstand mit, dass die NAK nicht der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) angehöre.

Seit 2001 führte die NAK mehrjährige Gespräche mit der ACK Baden-Württemberg. In der von der ACK Baden-Württemberg herausgegebenen Orientierungshilfe für die Gemeinden in Baden-Württemberg zum Thema „Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und Neuapostolische Kirche“ heißt es: „Die NAK befindet sich auf einem Weg, der sie der ökumenischen Gemeinschaft der Kirchen näher bringt.“ Die ACK ermutige die NAK, auf dem begonnenen Weg weiterzugehen. Gleichwohl bestünden weiterhin seitens der ACK „Anfragen vor allem hinsichtlich des Kirchen- und Amtsverständnisses sowie der Eschatologie“ der NAK. Die Orientierungshilfe ist im Internet bei www.ack-bw.de unter „Publikationen“ zu finden.
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"Die Ente bleibt draußen"

Wohlfahrtsmarken mit Motiven von Loriot zum Schmunzeln

Köln, 29.12.2010/APD   Zum Schmunzeln sind ab 3. Januar die neuen Wohlfahrtsmarken 2011. Unter dem Motto „Die Ente bleibt draußen“ zeigen sie vier bekannte Szenen von Vicco von Bülow alias Loriot. Wohl jeder kennt das nörgelnde Ehepaar beim Frühstücksei, die beiden knollennasigen Geschäftsleute in der Badewanne, den sprechenden Hund Bello und die beiden Besucher auf der Rennbahn.

„Der sprechende Hund“, welcher als Motiv der Wohlfahrtsmarke für 45 Cent + 20 Cent Zuschlag dient, wurde 1977 in Loriot IV vorgestellt. Bei „Herren im Bad“ (55 + 25 Cent), 1978 in Loriot V gesendet, treffen die Herren Müller-Lüdenscheid und Dr. Klöbner in der Badewanne aufeinander und diskutieren die Frage, ob nun die Ente zu Wasser gelassen werde. „Auf der Rennbahn“ (55 + 25 Cent), erstmals 1972 in der Folge Cartoon 18 ausgestrahlt, hat der Satz „Wo laufen sie denn?“ mittlerweile Kultstatus erlangt. „Das Frühstücksei“ (145 + 55 Cent) war 1977 in Loriot III zu sehen. Der Wunsch des Ehemannes „Ich hätte nur gern ein weiches Ei und nicht ein zufällig weiches Ei!“ veranlasst seine Gattin letztlich zu der Feststellung: „Gott, was sind Männer primitiv!“, woraufhin der Gatte Mordgedanken hegt.

Aus den Zuschlagserlösen werden alle Bereiche gefördert, in denen die Wohlfahrtsverbände tätig sind. Schwerpunkte sind die Jugend-, Alten- und Behindertenhilfe, die Gesundheits- und Familienhilfe sowie soziale Maßnahmen für Arbeitslose, Flüchtlinge und Suchtkranke. Die Sonderbriefmarken sind bei allen Postfilialen, Vertriebsstellen der Freien Wohlfahrtspflege und beim Advent-Wohlfahrtswerk e.V., Hildesheimer Straße 426, 30519 Han¬nover, Telefon (0511) 971 77-300, Telefax (0511) 971 77-399, E-Mail: mail@aww.info, erhältlich.
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Adventist World Radio schult Ausbilder für Hörfunk in Kenia

Nairobi/Kenia, 28.12.2010/APD   „Das explosionsartige Wachstum von Radiostationen in ganz Afrika erhöht die Nachfrage nach Trainingsseminaren“, sagte Roy Allen, der Ausbildungsleiter von Adventist World Radio (AWR), in der kenianischen Hauptstadt Nairobi bei einem zentralen AWR-Fortbildungslehrgang. An der zweiwöchigen Schulung nahmen laut Allen 56 Teilnehmer teil, darunter Moderatoren, Journalisten, Produzenten und Techniker aus Ruanda, Tansania, Kongo, Uganda, Äthiopien und Burundi. Der ganze Ausbildungskurs sei auch simultan auf Französisch übersetzt worden.

In der ersten Woche wurden in einem Einführungsseminar Radioproduzenten mit Wissen und Fähigkeiten vertraut gemacht, um ihrerseits das Personal ihrer Radiostationen auszubilden, so Allen. Die Praxis-Übungen von Kleingruppen im Studio konnten von den übrigen Teilnehmer über Bildschirm mit verfolgt werden. In der zweiten Kurswoche wurden die Absolventen unter der Anleitung von John Smith, einem ehemaligen BBC-Radiomacher, und acht anderen Ausbildern auf das Zertifikat „UKW-Radio-Programmgestaltung“ vorbereitet.

Adventist World Radio mit Sitz in Silver Spring, Maryland/USA, wurde 1971 von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet und will vor allem Menschen im sogenannten „10/40 Fenster“ mit dem Evangelium erreichen. In diesem Gebiet zwischen dem 10. und 40. Breitengrad, das von Westafrika bis Ostasien reicht, sind Christen meist eine verschwindende Minderheit. Außerdem spezialisiert sich AWR auf weitere Länder, in denen aus geografischen, politischen oder religiösen Gründen die Verkündigung der christlichen Botschaft von Mensch zu Mensch kaum möglich ist. AWR sendet zur Zeit in 107 Sprachen über Kurzwelle, UKW, Mittelwelle, Satellitenradio und Internet. Viele Sendungen sind auch als Audiodateien erhältlich, die im Internet als Podcast heruntergeladen werden können.

AWR unterhält neben der Zentrale in Silver Spring/USA, die auch für Sendungen in Nord- und Südamerika zuständig ist, Regionalbüros in Bracknell/England (Europa/Afrika) sowie in Batam/Indonesien und Agat/Guam für den asiatischen Raum.
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Winterhilfe für die Ärmsten in Afghanistan

Weiterstadt bei Darmstadt, 27.12.2010/APD   Auch in diesem Winter sorgt die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik wieder dafür, dass Decken, Schuhe und Heizmaterialien an Bedürftige in Afghanistan verteilt werden. Die Verteilung geschieht durch ADRA Afghanistan in Zusammenarbeit mit der lokalen Nichtregierungsorganisation Rostahi Agency for Rehabilitation of Afghanistan (RARA).

„Eine Vielzahl dieser Menschen lebt in Lehmhütten, die weder isoliert noch beheizt sind. Eine denkbar schlechte Voraussetzung für Winternächte mit Temperaturen von bis zu minus 25 Grad Celsius“, teilte Heinz-Hartmut Wilfert (Weiterstadt bei Darmstadt), Pressesprecher von ADRA Deutschland, mit. Die Ärmsten der Armen hätten nicht einmal solche Hütten. Sie müssten in zerschlissenen Zelten und Höhlen Zuflucht suchen. Zwar gebe es Kohle, Holz, Decken oder Winterkleidung auf dem Markt zu kaufen, doch ohne Einkommen könnten sich die Menschen nichts dergleichen leisten.

Um die akute Not zu lindern, verteile ADRA in den Provinzen Kabul und Balkh bis Ende Januar 2011 insgesamt 8.920 Decken, 66,9 Tonnen Holzkohle, 13.380 Paar Schuhe und 22.300 Quadratmeter Plastikplane. Die 2.230 Empfängerfamilien mit circa 15.600 Personen seien laut Wilfert im eigenen Land Vertriebene sowie Rückkehrer aus Pakistan und dem Iran. „Alle benötigten Waren werden in Afghanistan beschafft.“ Zudem würden für die Herstellung der Decken 150 einheimische Näherinnen angestellt. Viele von ihnen seien Witwen und auf die Arbeit angewiesen. Für jede genähte Decke erhielten sie einen doppelt so hohen Lohn wie sonst in Afghanistan üblich. Durch das erzielte Einkommen könnten die Frauen sich und ihre Familien während der Wintermonate versorgen.
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Weihnachten 2010 – Weltweit 32 Kriege und bewaffnete Konflikte

Hamburg, 26.12.2010/APD   Die Zahl der Kriege auf der Welt ist nach Untersuchungen der Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung (AKUF) der Universität Hamburg erneut gesunken. Gemäß Kathpress wurden im Vorjahr noch 34 Kriege gezählt (minus fünf gegenüber 2008), verringerte sich ihre Zahl in 2010 abermals um zwei auf 32. Das sei der niedrigste Stand seit 1993.

Die von organisierten Kämpfen am stärksten betroffenen Weltregionen sind Asien und der Vordere und Mittlere Orient mit jeweils neun Kriegen und einem bewaffneten Konflikt. In Afrika gab es sechs Kriege und vier bewaffnete Konflikte, in Süd- und Mittelamerika jeweils einen Krieg und einen Konflikt.

Damit habe sich laut AKUF auch für 2010 die seit 1945 beobachtete Ungleichverteilung des weltweiten Kriegsgeschehens bestätigt. Weit über 90 Prozent aller Kriege finden in der sogenannten „Dritten Welt“ statt. Überdies bedeute der generelle Trend der vergangenen Jahre nicht, dass die Welt insgesamt friedlicher geworden wäre. Es habe weltweit zahlreiche gewaltsam ausgetragene Auseinandersetzungen unterhalb der Kriegsschwelle gegeben.

„Krieg“ definiert das Hamburger Universitäts-Institut als gewaltsamen Massenkonflikt, bei dem mindestens zwei bewaffnete Streitkräfte mit einem Mindestmaß an zentralgelenkter Organisation beteiligt sind und die militärischen Handlungen mit einer gewissen Regelmäßigkeit und Dauer stattfinden. Kriege gelten als beendet, wenn Kämpfe mindestens für ein Jahr eingestellt oder unterhalb der Schwelle der Kriegsdefinition fortgeführt werden. „Bewaffnete Konflikte“ sind demzufolge gewaltsame Auseinandersetzungen, bei denen die Kriterien der Kriegsdefinition nicht in vollem Umfang erfüllt sind.
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Mehr als 2,2 Milliarden Christen in aller Welt feiern Geburt Jesu

Basel/Schweiz, 25.12.2010/APD   Mehr als 500 Millionen Christen in Europa und weltweit mehr als 2,2 Milliarden Angehörige der christlichen Denominationen feiern am 24. und 25. Dezember das Fest der Geburt Christi. Katholiken, Anglikaner, Protestanten und die meisten Orthodoxen sind in dieser Feier vereint. Nur die orthodoxen Patriarchate Jerusalem, Moskau, Georgien und Serbien feiern das Weihnachtsfest nach dem Julianischen Kalender erst am 7. Januar.

Das Fest der Geburt Christi wird seit dem 4. Jahrhundert am 25. Dezember gefeiert, das „Weihnachtsfest“ am „Heiligen Abend“, dem 24. Dezember, ist die nach altem kirchlichen Brauch übliche „Vor-Feier“ (Vigil) eines Hochfestes, berichtet Kathpress.

Von Rom aus verbreitete sich das Weihnachtsfest in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts rasch nach Nordafrika, Oberitalien, Spanien sowie in den Orient. Es entwickelte sich bald zum beliebtesten christlichen Fest.

Die deutsche Bezeichnung „Weihnachten“ ist erst seit dem 12. Jahrhundert belegt. Die Zusammensetzung enthält das untergegangene mittelhochdeutsche Adjektiv „wich“ mit der Bedeutung „heilig“ und geht zurück auf die Zeitbestimmung „zewihen nahten“, was also „in den heiligen Nächten“ bedeutet.

Franz von Assisi „erfand“ die KrippeKrippe und Christbaum wurden erst relativ spät in das christliche Weihnachtsfest aufgenommen. Der Heilige Franz von Assisi hatte 1223 in Greccio als erster die Idee, zum Weihnachtsfest die Geburt Christi im Stall von Bethlehem als „lebendes Bild“ mit lebenden Personen und Tieren nachzuzeichnen.

Ab dem 15. Jahrhundert gibt es in Italien in den Kirchen permanente Krippen. Ab dem 16./17. Jahrhundert wurden Weihnachtskrippen auch außerhalb Mittelitaliens als Rekonstruktion des großen Ereignisses von Bethlehem populär. Einzelne Landschaften entwickelten vor allem in der Barockzeit besondere Traditionen des Krippenbaus; so Sizilien, Tirol, Oberbayern, die Provence und das Goralische Gebiet um Krakau.

In protestantischen Gegenden waren Krippendarstellungen früher verpönt. So tolerierte sie die Obrigkeit im evangelisch geprägten Erzgebirge erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts. Danach erlebte die Kunst des Krippenschnitzens ihre Blütezeit.

Christbaum kam im Elsass aufDer Christbaum wurde erst im 19. Jahrhundert zu dem zentralen Weihnachts-Symbol, das er heute ist. Ein erster schriftlicher Hinweis auf geschmückte Tannenbäume zu Weihnachten findet sich in der elsässischen Hauptstadt Straßburg im Jahre 1606.

Nach der Reformation verbreitete sich die neue Sitte zunächst im evangelischen Bereich, obwohl die Pastoren im 17. Jahrhundert gegen diese „Lappalie“ polemisierten, welche die Besinnung auf das Wort Gottes in den Hintergrund dränge.

Heute wird der Christbaum mit seinen Lichtern von Christen aller Konfessionen als Symbol des Sterns von Bethlehem angesehen, der den Menschen die Geburt Jesu anzeigte.

Anglikanische Kirche: „Vergiss das Wichtigste nicht“In Großbritannien erinnert die anglikanische Kirche jedes Jahr zu Weihnachten mit einer groß angelegten Werbekampagne an den religiösen Inhalt von Weihnachten. Freilich sind die Briten noch nicht in dem Ausmaß „entchristlicht“, wie oft behauptet wird. Zu Weihnachen sind auch jenseits des Kanals die Kirchen voll.

Adventisten: Keine Vorbehalte gegenüber Weihnachtsfeier„Adventisten sind nicht gegen Weihnachten und sollten auch nicht dagegen sein“, denn nichts spreche gegen eine Zeit, in der Christen der Geburt unseres Retters gedenken, so Pastor Angel Manuel Rodríguez, Direktor des Biblischen Forschungsinstituts (BRI) der Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten (Silver Spring, Maryland/USA) in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift „Adventist World“.

Weihnachten erinnere nicht nur an Gottes Geschenk an die Menschheit, nämlich die Menschwerdung seines Sohnes Jesus Christus, sondern auch daran, dass die Friedensbotschaft der Engel durch die Wiederkunft von Jesus ihre Vollendung finden werde. Rodríguez wörtlich: „Weihnachten bietet eine ausgezeichnete Gelegenheit, um die Menschen daran zu erinnern, dass das Kind, das in Bethlehem geboren wurde, bald wiederkommen wird.“ Für viele Siebenten-Tags-Adventisten ist Weihnachten heute auch ein persönliches Familienfest.

Zwischen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und der kirchlichen Jahreszeit „Advent“ besteht kein direkter Zusammenhang, sondern eine mittelbare Verbindung, da sich beide Bezeichnungen auf die Ankunft Christi beziehen. Das Wort „Advent“ erinnert auch daran, dass Christen das zweite Kommen Jesu Christi erwarten sollen.
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Weihnachtslied "Stille Nacht" soll UNESCO-Weltkulturerbe werden

Salzburg/Österreich, 24.12.2010/APD   Das weltbekannte Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“ soll Teil des immateriellen UNESCO-Weltkulturerbes werden – zumindest, wenn es nach Michael Neureiter, dem Präsidenten der „Stille-Nacht-Gesellschaft“, geht. Der gemeinnützige Verein zur Erforschung und Verbreitung des Weihnachtsliedes wolle „sehr rasch“ eine Aufnahme in das UNESCO-Verzeichnis bei der österreichischen Nationalagentur beantragen, meldet die Agentur Kathpress in Wien. Entstanden ist das weltbekannte und beliebte Weihnachtslied vor rund 190 Jahren in Mariapfarr im salzburgischen Lungau. Der Text stammt von Joseph Mohr, vertont wurde er zwei Jahre später von Franz Xaver Gruber.

Zum immateriellen Kulturerbe zählten laut UNESCO „Praktiken, Darstellungen, Ausdrucksformen, Wissen und Fertigkeiten, die Gemeinschaften, Gruppen und gegebenenfalls Einzelpersonen als Bestandteil ihres Kulturerbes verstehen“. Dazu gehörten mündlich überlieferte Traditionen ebenso wie die darstellenden Künste, Rituale, Feste oder Handwerkstechniken. Bereits vor zwei Jahren habe ihm die Nationalagentur auf dieser Basis die Möglichkeit der Aufnahme in die UNESCO-Liste bestätigt, so Neureiter. Als „Welt-Friedenslied“ dürfe „Stille Nacht“ auf der Liste „sicher nicht fehlen“.

Zuletzt hat die „Stille-Nacht-Gesellschaft“ eine Ursprungsgemeinde des Liedes, die Gemeinde Mariapfarr, als „besonders engagierte Stille-Nacht-Gemeinde“ gewürdigt. Ein eigenes „Stille-Nacht-Museum“, Tafeln an den Ortseingängen, ein jährliches Joseph-Mohr-Singen, ein eigener „Stille-Nacht-Weg“ und weitere kulturelle Aktivitäten würden die Gemeinde in besonderer Weise auszeichnen und die urkundlich verbriefte besondere Anerkennung durch die „Stille-Nacht-Gesellschaft“ verdienen, so Neureiter bei der Überreichung der Anerkennungsurkunde in Mariapfarr.

Die „Stille-Nacht-Gesellschaft“ mit Sitz in Oberndorf hat die Erforschung aller mit der Entstehung des Weihnachtslieds zusammenhängenden Umstände sowie dessen Verbreitung in alle Welt zum Ziel. Außerdem will sie die Bedeutung des Liedes aufzeigen und fördern. Als nächstes besonderes Datum hat die Gesellschaft das Jahr 2018 im Blick, in dem sich die Uraufführung des Liedes am Weihnachtsabend in Oberndorf zum 200. Mal jährt.
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ADRA gegen die Diskriminierung von Albinos in Tansania

Dar es Salaam/Tansania, 23.12.2010/APD   „Einige denken, dass sie reich werden, wenn sie einen Knochen eines Albinos bekommen können“, sagte Al Shayma Kwegyir, die erste Parlamentsabgeordnete mit Albinismus in Tansania, in einem Gespräch mit Vertretern der UNO. „In meiner Kindheit wurde ich Geist, oder Niemand gerufen. Es gab Leute, die nicht neben mir sitzen wollten. Sie meinten: Das ist kein menschliches Wesen, oder: Wenn ich neben dir sitze, wird meine Mutter ein Baby bekommen, das so wie du aussieht. Sie haben das nicht nur gesagt, sondern auch geglaubt“, betonte Al Shayma Kwegyir.

Menschen mit Albinismus werden überall in Afrika südlich der Sahara diskriminiert. Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA schätzt, dass es in Tansania 150.000 Menschen mit Albinismus gibt, die auch verfolgt werden.

Albinismus ist eine Sammelbezeichnung für angeborene Störungen bei der Pigmentierung oder der Farbstoffe. Die Folgen sind: hellere Haut-, Haar- und Augenfarbe. Menschen mit Albinismus bekommen leichter Sonnenbrand und Hautkrebs. Bei vollständigem Albinismus sind Sehschärfe und das räumliche Sehen eingeschränkt.

Die Geburt eines Kindes mit Albinismus wird in vielen Gesellschaften als unnatürlich angesehen, als Unglück, als Strafe Gottes, als Anzeichen für Hexerei eines Feindes oder als Wiederkehr eines nicht natürlich zu Tode gekommenen Verstorbenen. Der weitverbreitete Aberglaube bezüglich der sogenannten „Albinos“, kann für sie gefährlich werden. Sie werden mit Spott, Ausgrenzung und körperlichen Bedrohungen konfrontiert. Körperteile von Albinos sind auf dem Schwarzmarkt wegen der ihnen zugesprochenen Zauberkräfte begehrt.

„Die meisten Leute wissen es nicht besser“, sagte Ashley Coetzee, Pressesprecherin von ADRA Tansania. Das Hilfswerk arbeite mit der tansanischen Albino Gesellschaft, mit anderen Nichtregierungsorganisationen und mit den Behörden zusammen, um die Bedürfnisse der Menschen mit Albinismus in der Region Arusha abzudecken und die Bevölkerung aufzuklären.

Gleichzeitig werden seit August 2009 Kinder mit Albinismus in das Mukidoma Gymnasium in Usa River, einer kleinen Stadt etwa 15 Kilometer östlich von Arusha im Norden Tansanias, aufgenommen, akzeptiert und gefördert. „Das Projekt vermittelt den anderen Kindern, dass Albinokinder wie alle anderen sind, nur dass sie eine andere Hautfarbe haben“, erklärte die ADRA Mitarbeiterin. Die Vermittlung von guter Information über den Albinismus sei eine Schlüsselkomponente des Projekts. ADRA stelle Sehhilfen, Sonnenschutzkleidung, Langarmhemden, lange Hosen, Hüte mit breiter Krempe, Sonnenbrillen und Sonnenschutzcremes zur Verfügung.

Das adventistische Hilfswerk ist seit 1983 in Tansania tätig und hat in dieser Zeit mehr als 80 Projekte duchgeführt. Gegenwärtig ist ADRA in vier Regionen des Landes vor allem im Bereich Gesundheit und Bildung tätig.
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Vielfalt freikirchlicher Gemeindemagazine in Deutschland

Frankfurt/Main, 22.12.2010/APD   Das Magazin „unterwegs“ der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland weist darauf hin, dass es in der Bundesrepublik eine Vielfalt freikirchlicher Gemeindezeitschriften gebe. So erscheine im SCM Bundes-Verlag (Witten) „Christsein heute“ (www.christsein-heute.de), das monatliche Magazin des Bundes Freier evangelischer Gemeinden (BFeG). Es habe eine Auflage von 6.000 Exemplaren mit einem Umfang von 64 Seiten. Viermal im Jahr werde das Heft um den 32-seitigen Innenteil „FeG-Forum“ erweitert, den, separat produziert, alle Mitglieder gratis erhielten.

„Gemeinde KONKRET“ (www.muelheimer-verband.de) lautet der Titel der offiziellen Zeitschrift des Mülheimer Verbandes Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden. Nachdem die Anzahl der Abonnenten bis Ende 2010 auf unter 900 gesunken war, werde sie nur noch zwei- bis dreimal im Jahr als kostenlose Mitgliederzeitschrift in einer Auflage von 5.000 Exemplaren, finanziert durch Zuschüsse des Mülheimer Verbandes und durch Spenden früherer Abonnenten, erscheinen.

In einer Auflage von 5.000 Exemplaren komme monatlich „GEISTbewegt“, die Zeitschrift des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden (www.geistbewegt.de) heraus. Sechsmal im Jahr gebe es „Perspektiven“, das Magazin des Freikirchlichen Bundes der Gemeinde Gottes (www.fbgg.de/perspektiven).

„unterwegs“ entstehe im Medienwerk der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Frankfurt/Main und erscheine alle zwei Wochen in einer Auflage von 6.800 Exemplaren mit einem Umfang zwischen 24 und 28 Seiten. Neben Nachrichten aus der deutschen und internationalen EmK würden theologische, gesellschaftliche und kirchliche Themen behandelt. „unterwegs“ gibt es auch zum Durchblättern im Internet unter www.emk.de/949.html.

Bei „Adventisten heute“, die im Januar 2010 das bisherige „AdventEcho“ abgelöst habe, gehe es um ein 44-seitiges Heft, in dessen Mitte die 32-seitige, deutschsprachige Ausgabe von „Adventist World“ integriert sei. Bei „Adventisten heute“ handele es sich um die offizielle Zeitschrift der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. „Adventist World“ sei die Zeitschrift der adventistischen Weltkirchenleitung und werde von einem internationalen Redaktionsteam in Silver Spring, Maryland/USA, verantwortet. „Adventisten heute“ erscheine monatlich in einer Auflage von 22.000 Exemplaren und werde an alle adventistischen Haushalte in der Bundesrepublik über die Büchertische der Adventgemeinden kostenlos verteilt. Auch diese Zeitschrift gibt es im Internet zum Durchblättern (www.advent-verlag.de unter „Periodika“).

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Per Mausklick zum Weihnachtsgottesdienst

Hannover/Bonn, 21.12.2010/APD   Wer an den Weihnachtstagen nach Ort und Zeit von Gottesdiensten, Christmetten und Krippenspielen sucht, erhält auch in diesem Jahr unter www.weihnachtsgottesdienste.de, dem Online-Suchdienst der evangelischen und der katholischen Kirche in Deutschland, Auskunft. Seit Wochen haben aus dem gesamten Bundesgebiet katholische Pfarrgemeinden und evangelische Kirchengemeinden sowie weitere Gemeinden, die der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) angehören, ihre Gottesdienste und Veranstaltungen in eine Datenbank eingetragen. Die Datenbank enthält Gottesdienstorte und -zeiten von Heiligabend bis zum 6. Januar.

„Letztes Jahr waren auf weihnachtsgottesdienste.de mehr als 40.000 Gottesdienste zu den Weihnachtstagen abrufbar“, teilte Ralf Peter Reimann, Projektkoodinator der evangelischen Kirche, mit. „Dieses Jahr ist das Angebot noch attraktiver: Fotos der Kirchen und die geografische Lokalisierung über eine Karte helfen bei der Suche nach dem gewünschten Gottesdienst. Mit einer eigenen Applikation ist der Service auch für iPhone-Nutzer besonders interessant: Automatisch werden Kirchen in der Nähe des eigenen Standortes ermittelt und die Gottesdienstzeiten angezeigt.“

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Russische Orthodoxe Kirche fordert Menschenrechtsverträge zu überdenken

Straßburg/Frankreich, 20.12.2010/APD   Die Russische Orthodoxe Kirche hat die russische Staatsführung dazu aufgerufen, ihre Beteiligung an internationalen Menschenrechtsverträgen zu überdenken. Der Aufruf spiegele laut der Dezember-Ausgabe von „Orthodoxie Aktuell“ die Verärgerung des Moskauer Patriarchats darüber wider, dass der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg von Moskau eine Durchführung der Gay-Parade fordere. Es könne nicht sein, dass der EGMR Russland die Durchführung einer Schwulendemo vorschreiben dürfe, erklärte der Vertreter des Moskauer Patriarchats in Straßburg, Igumen Filaret (Bulekov).

Jahrelang hatte die Moskauer Stadtverwaltung die Durchführung einer Gay-Parade in der russischen Hauptstadt untersagt. Während die Veranstalter vor russischen Gerichten mit ihren Klagen abgewiesen wurden, gab der EGMR ihrem Anliegen statt. Das Gericht urteilte am 21. Oktober, das Demonstrationsverbot der Moskauer Stadtverwaltung gegenüber den Homosexuellen verstoße gegen drei Grundrechte: das Recht auf Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, das Recht auf effektiven Rechtsschutz sowie das Diskriminierungsverbot.

Während die russische Homosexuellenbewegung die Entscheidung als Erfolg wertete, kritisierte die Russische Orthodoxe Kirche das Urteil hart. Solche Entscheidungen seien nicht nur erfolglose Versuche, sozialen Frieden zu schaffen und die Persönlichkeitsrechte zu stärken, sie provozierten zudem noch neue Spannungen, erklärte der 33-jährige Igumen, der seine Kirche seit 2004 beim Europarat vertritt und zugleich Pfarrer der Allerheiligenkirche in Straßburg ist.

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Presbyterianer und Adventisten im Dialog in den USA

Silver Spring, Maryland/USA, 19.12.2010/APD   Vertreter der nordamerikanischen Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten und der Presbyterianischen Kirche in den USA trafen sich Ende Oktober zu Dialoggesprächen im Lutherischen Zentrum in Chicago. Laut einem Bericht des Teilnehmers Dr. William G. Johnsson sei die dreitägige Begegnung durch Freundlichkeit und gegenseitigen Respekt sowie freimütigen und herzlichen Gedankenaustausch geprägt gewesen.

Einen Schwerpunkt bildeten unter Verweis auf bestimmte Textpassagen die jeweiligen Methoden, die Bibel zu studieren und auszulegen. Die Teilnehmer schilderten zudem, welche geistlichen Erfahrungen sie in ihrer Konfession gemacht hätten. Es gab auch eine Aussprache über Kernfragen, mit denen die jeweilige Kirche in den Bereichen Mitglieder, Theologie und Verwaltung befasst sei.

Außerdem wurden die Ziele des Dialogs definiert. Dabei gehe es um ein besseres, gegenseitiges Verständnis, den Abbau von Klischees und Missverständnissen, Möglichkeiten der Zusammenarbeit, ohne deswegen eine organisatorische Vereinigung beider Kirchen anzustreben, sowie die Werte der anderen Tradition kennen und schätzen zu lernen. Themen für künftige Gespräche könnten sein: Gottes Gebote, Erlösung, Wiederkunft Christi, Sabbat, soziale Gerechtigkeit, Religionsfreiheit, Gottesdienst und Abendmahl, Ausbildung und Einsetzung von Geistlichen sowie Möglichkeiten, die Einheit in der jeweiligen Denomination zu fördern.

An der Konsultation in Chicago nahmen seitens der Presbyterianer Pfarrer Carlos Malavé, stellvertretender Leiter des Referates für ökumenische Beziehungen der Presbyterian Church, Dr. David Cortes-Fuentes, Dozent für Neues Testament am San Francisco Theologischen Seminar, Dr. Sheldon Sorge vom Amt für Theologie und Gottesdienst der Presbyterianischen Kirche und Barbara Wheeler, frühere Rektorin des Auburn Theological Seminary in New York, teil. Von adventistischer Seite waren entsandt worden: Dr. Halvard Thomsen, Assistent des Präsidenten der Kirchenleitung in Nordamerika, Professor Dr. Denis Fortin, Dekan des Theologischen Seminars der Andrews Universität (Berrien Springs/Michigan), Dr. William G. Johnsson, Berater des Präsidenten der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) für interreligiöse Angelegenheiten, Dr. Ekkehardt Müller vom Biblischen Forschungsinstitut (BRI) der Generalkonferenz und Dr. Theresa Reeve, Dozentin für Neues Testament am Theologischen Seminar der Andrews Universität.

Während ihrer 219. Generalversammlung in Minneapolis/Minnesota stimmten die Delegierten der Presbyterianischen Kirche in den USA am 6. Juli 2010 zu, mit der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten einen offiziellen Dialog zu beginnen. Vertreter anderer Kirchen reformierter Tradition wurden von der Generalversammlung eingeladen, zu dem Dialog Beobachter zu entsenden. Davon machte die Christian Reformed Church (CRC) Gebrauch und entsandte Pfarrer Bruce Adema nach Chicago. Die 1857 entstandene CRC umfasst in den USA und Kanada fast 300.000 Mitglieder.

Dem nun in Chicago begonnenen Dialog waren drei Konsultationsgespräche zwischen Vertretern der Adventisten und Presbyterianer vorausgegangen. Das erste fand 2006 im adventistischen Verwaltungszentrum in Silver Spring/Maryland statt. Damals ging es vor allem darum, die jeweils andere Kirche kennenzulernen, wobei Referate in die Geschichte, Lehren und ethischen Werte der beiden Denominationen einführten.

Bei der nächsten Gesprächsrunde 2007 im nationalen Kirchenamt der Presbyterianer in Louisville/Kentucky befassten sich die Teilnehmer mit vier Themen: Deren jeweiligem Verständnis des reformatorischen Prinzips „sola scriptura“ (allein die Heilige Schrift), deren Verhältnis göttlicher Gebote und des Evangeliums zueinander, dem Stellenwert des Schrifttums der Mitbegründerin der adventistischen Kirche, Ellen G. White (1827-1915), und der Rolle der Schriften des Reformators Johann Calvin (1509-1564).

Die dritte Gesprächsrunde 2008 an der adventistischen Loma Linda Universität in Kalifornien, die mit ihren medizinischen Einrichtungen auf Gesundheitswissenschaften und -prävention spezialisiert ist, befasste sich mit den Eigenheiten, die für jede der beiden Konfessionen kennzeichnend sind. Dabei ging es besonders um den Einsatz der Presbyterianer für soziale Gerechtigkeit sowie die Hervorhebung der Souveränität Gottes und die Betonung der Adventisten hinsichtlich Gesundheit und Religionsfreiheit. Aufgrund dieser drei Begegnungen empfahlen die presbyterianischen Gesprächsteilnehmer ihrer Generalversammlung, offiziell mit den Adventisten in einen Dialog zu treten.

Die Presbyterianische Kirche hat in den USA 2,4 Millionen Mitglieder. Die Adventisten zählen in Nordamerika über eine Million erwachsen getaufte Mitglieder. Der Dialog soll 2011 fortgesetzt werden.
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"Ökumene in Hessen - Zwischenbilanz nach 50 Jahren"

Auf 86 Seiten zieht die seit 2007 bestehende ACK Hessen/Rheinhessen, in deren Gebiet es zur Zeit rund 40 lokale Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen gibt, eine nüchterne Bilanz ihres ökumenischen Wirkens. Schon 1959 entstand der Rat Christlicher Kirchen in Nordhessen, aus dem sich die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Rhein-Main bildete. Die ACK Deutschland konstituierte sich bereits 1948 in Kassel, der zehn Jahre später die Gründung einer regionalen Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Nordhessen folgte. Nach einem weiteren Jahrzehnt entstand die ACK Rhein-Main, und damit war die ACK in zwei Organisationen hessenweit etabliert.

In seinem Grußwort zur 50-jährigen Zwischenbilanz erinnerte der Vorsitzende der deutschen ACK, Landesbischof Professor Dr. Friedrich Weber, dass trotz gelegentlicher Erschöpfung die Kirchen viel mehr verbindet, als sie trennt. Sein Nachbar im Bischofsamt, der römisch-katholische Bischof Gerhard Feige aus Magdeburg, wies nachdrücklich darauf hin, dass ökumenisches Denken und Handeln trotz aller beschwörenden Worte noch keine Selbstverständlichkeit sei. „Ökumenisches Engagement bedarf sowohl des Verstandes als auch der Gefühle. Wer nur auf eines von beiden setzt, ist manchmal sehr schnell am Ende.“

Die seit drei Jahren bestehende ACK Hessen/Rheinhessen umfasst ganz Hessen, das Rhein-Main-Gebiet im Bereich der Diözesen Limburg und Mainz sowie den Westerwald. Von den dort lebenden über sechs Millionen Einwohnern gehören etwa 4,5 Millionen Christen zu den 15 Mitglieds- und fünf Gastkirchen der ACK Hessen/Rheinhessen. Als Handlungsrichtlinie dient der hessischen ACK die „Charta Oecumenica“ mit ihren Verpflichtungen.

Wie es in dem Rechenschaftsbericht im einzelnen heißt, sei trotz aller einzuräumenden Fehlschläge der gegenseitige Respekt vor den verschiedenen Konfessionen gewachsen. „Vieles ist möglich geworden, das noch vor 20 oder 30 Jahren undenkbar schien“. In der Chronik werden gegenseitige Besuche von Gotteshäusern, gemeinsames Liedgut, Wertschätzung unterschiedlicher Gebets- und Frömmigkeitstraditionen oder die Akzeptanz verschiedenartiger Sakramentsverständnisse angeführt. „Mischehen“ seien der Bezeichnung „konfessionsverbindender Ehen“ gewichen. Auch die Tradition des Weltgebetstags der Frauen oder die Gebetswoche für die Einheit der Christen sei wohltuende Selbstverständlichkeit geworden.

Dr. Wolfgang Tulaszewski
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Kirchen sind für die Entwicklung Sambias wichtig

Lusaka/Sambia, 17.12.2010/APD   „Meine Regierung unterstützt die sozialen und wirtschaftlichen Aktivitäten nicht nur der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, sondern aller Kirchen, die sich für die Entwicklung unseres Landes engagieren“, betonte Staatspräsident Rupiah Bwezani Banda anlässlich der Grundsteinlegung für den Neubau der adventistischen Libala-Kirche in Lusaka, der Hauptstadt Sambias. Im neuen Gemeindezentrum sollen 3.000 Gottesdienstbesucher Platz finden, anstatt der 800 im jetzigen Gebäude.

Der sambische Präsident ermutigte die Kirchen und außerkirchliche Gruppen, sich mit Ausdauer und Entschiedenheit für die Verbesserung der Lebensbedingungen, speziell der unterprivilegierten Bewohner, einzusetzen. „Viele Menschen sind durch den positiven Einfluss des Evangeliums aufgerichtet und verändert worden“, sagte Banda, „aber der Einfluss der Kirchen reicht auch in andere Bereiche.“ Die Adventisten seien für ihre Ausbildungsprogramme in der Landwirtschaft und im Gesundheitswesen bekannt.

Mitglieder der adventistischen Libala Gemeinde in Lusaka leiten die „Wilberforce Academy“, benannt nach William Wilberforce (1759-1833), einem britischen Parlamentarier und Anführer im Kampf gegen den Sklavenhandel. Dort kann der Umgang mit dem Computer, dem Internet und den sozialen Medien, wie Twitter, Facebook oder Blogs, erlernt werden.

Sambia ist ein Binnenland im südlichen Afrika und hat 12,6 Millionen Einwohner. Die Adventisten sind in Sambia seit 105 Jahren tätig und zählen rund 660.000 erwachsen getaufte Mitglieder in 1.877 Gemeinden. In den letzten fünf Jahren stieg die Mitgliederzahl der Freikirche in Sambia um 30 Prozent. Sie unterhält dort eine Universität, ein Gymnasium, 23 Grundschulen, drei Krankenhäuser, vier Kliniken und ein Verlagshaus.
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Ehemaliger Präsident der adventistischen Weltkirchenleitung gestorben

Silver Spring, Maryland/USA, 16.12.2010/APD   Neal C. Wilson (90), der von 1979 bis 1990 Präsident der Weltkirchenleitung der Adventisten war, ist am 14. Dezember in einem Pflegeheim in Silver Spring, Maryland/USA, gestorben. Er war der Vater von Ted N. C. Wilson, dem gegenwärtigen Weltkirchenleiter.

Neal C. Wilson förderte die Adventisten in der früheren Sowjetunion bereits vor dem Fall des Kommunismus, indem er 1987 mithalf, die Bewilligung zur Gründung eines Theologischen Seminars in Zaokski bei Tula und zur Errichtung einer Kirchenverwaltung in Moskau zu erhalten.

Unter seiner Leitung wurden die Glaubensüberzeugungen der Siebenten-Tags-Adventisten von 1931 neu formuliert und während der Weltsynode der Freikirche 1980 in Dallas/Texas beschlossen. In dieser Neufassung hätten laut Professor Dr. Rolf J. Pöhler, Dozent für Systematische Theologie an der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg, „bestimmte Lehrveränderungen zurückliegender Jahrzehnte bleibenden Niederschlag gefunden“. Dazu zählten unter anderem „die prinzipielle Bejahung der Heilsgewissheit (Artikel 10), eine differenzierte Lehre von der Kirche/Gemeinde (Artikel 12 und13) sowie ein positives Sabbatverständnis (Artikel 20)“. Zudem sei der Text der Neufassung „bewusst an biblische Formulierungen angelehnt und theologisch sorgfältig formuliert“ worden.

Neal C. Wilson begleitete die Gründung von Adventist World Radio (AWR) und den Umzug der Weltkirchenverwaltung von Takoma Park/Maryland an den jetzigen Standort in Silver Spring.

„Ich betrachte Wilson als einen der herausragenden Leiter im Rahmen der Geschichte seiner Kirche“, sagte William G. Johnsson, ehemaliger Chefredakteur der amerikanischen Gemeindezeitschrift „Adventist Review“.

Nach seiner Pensionierung 1990 war Wilson Pastor von Gemeinden in Kalifornien und Berater der adventistischen Kirchenleitung in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) mit Sitz in Moskau.

Wilson sei gelegentlich vom amerikanischen Außenministerium bezüglich seiner Einschätzung der Situation im Nahen Osten konsultiert worden, so Johnsson, denn er habe sich während seiner 15-jährigen Tätigkeit in Ägypten eine gute Kenntnis der Region angeeignet. „Er hätte auch Staatsmann oder Diplomat werden können, aber er hat seine Fähigkeiten in den Dienst der Kirche gestellt“, hob Johnsson hervor.

Neal Clayton Wilson wurde 1920 in Lodi, Kalifornien, als Sohn eines Missionars geboren. Er besuchte Schulen in Sambia, Malawi, Südafrika und Indien, bevor er 1942 einen Bachelorabschluss am adventistischen Pacific Union College in Angwin, Kalifornien, erlangte und 1944 das Adventist Theological Seminary in Maryland absolvierte.

Wilson diente der Freikirche von 1944 bis 1958 in Ägypten, zuerst als Pastor sowie Evangelist und später als Regionalpräsident. Anschließend arbeitete er in der Kirchenverwaltung in Kalifornien und Maryland, bevor er 1966 Präsident der nordamerikanischen Adventisten wurde. Er hatte diese Funktion bis zu seiner Wahl als Präsident der Weltkirchenleitung im Jahr 1979 inne.

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20 Jahre Radiowerk der Adventisten in Russland

Tula/Russland, 15.12.2010/APD   Rund eintausend Siebenten-Tags-Adventisten feierten in der adventistischen Zentralgemeinde in Moskau mit Vertretern von Behörden, anderen Kirchen und weiteren christlichen Medien den Anfang der Radioarbeit der Freikirche vor 20 Jahren. Begonnen habe alles1990 mit einem kleinen Aufnahmestudio in einem privaten Wohnhaus in Zaokski bei Tula, wo der erste 20-minütige Beitrag produziert worden sei, erläuterte Pastor Peter Kulakov, der erste Direktor des damals im Entstehen begriffenen adventistischen Medienzentrums „Stimme der Hoffnung“ in Russland. 1990 sei es den Adventisten erstmals möglich gewesen, eigene Sendungen bei Radio Moskau über Kurzwelle ausstrahlen zu lassen. Kulakov bezeichnete dies als „Wunder“, denn die Rundfunkstationen in der damaligen Sowjetunion seien errichtet worden, um die kommunistische Propaganda und nicht das Christentum zu verbreiten.

Anfangs wären Radioprogramme auch aus Deutschland gekommen. Doch bereits zum 1. Juni 1991 habe das damals in Darmstadt befindliche adventistische Medienzentrum seine russische Abteilung auflösen können, da nun ausschließlich in Zaokski produziert werde, informierte Kulakov. „Nach zweijähriger Bauzeit konnte am 22. November 1992 ein modernes Medienzentrum in Tula in Anwesenheit des damaligen Präsidenten der adventistischen Weltkirchenleitung, Pastor Robert S. Folkenberg, eingeweiht werden.“ Sendungen des Medienzentrums seien 1992 bereits landesweit im staatlichen russischen Rundfunk zu hören gewesen. Doch schon habe es Pläne für in Tula erstellte Fernsehprogramme gegeben, die durch Zulieferung aus dem Ausland bereits 1992 von 41 lokalen Stationen in Russland ausgestrahlt worden seien. 1994 hätten auch in Tula russische TV-Beiträge produziert werden können. Die Siebenten-Tags-Adventisten seien die erste Kirche in Russland gewesen, welche die staatliche Erlaubnis erhalten habe, eigene Radio- und Fernsehsendungen auszustrahlen, so Kulakov.

Die adventistischen Programme seien geschätzt und immer wieder ausgezeichnet worden, teilte der jetzige Direktor des Medienzentrums „Stimme der Hoffnung“ in Tula, Pastor Sergey A. Kuzmin, mit. Im vergangenen Jahr habe das russische Parlament den Beitrag des Medienzentrums für die Gesellschaft mit der jährlich vergebenen Auszeichnung „Bemerkenswertes soziales Unternehmen“ gewürdigt. Zum ersten Mal wäre damit die Anerkennung an eine religiöse Organisation gegangen.

Die in Tula produzieren Radioprogramme würden laut Kuzmin in Russland von rund 1.500 UKW-Stationen gesendet sowie in nationale Mittelwellen- und UKW-Netzwerke eingespeist. Außerdem strahle Adventist World Radio (AWR) die Beiträge über die Kurzwellenstationen in Moosbrunn/Österreich sowie Nauen und Wertachtal/Deutschland aus. Die in Tula ebenfalls erstellten TV-Beiträge würden von zahlreichen Stationen in Russland gesendet und in Kabelnetze eingespeist. Sie seien aber auch über den adventistischen „Hope Channel“ per Satellit zu empfangen und im Internet zu verfolgen. Viele Sendungen könnten aber auch als Video- und Audiodateien im Internet heruntergeladen werden.

Im Bereich der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) gebe es zudem adventistische Medienzentren in Kiew/Ukraine und Duschanbe/Tadschikistan. Die dort in ukrainischer beziehungsweise tadschikischer Sprache produzierten Radio- und TV-Sendungen würden ebenfalls über nationale Rundfunk- und Fernsehstationen verbreitet sowie von Adventist World Radio über Kurzwelle und dem „Hope Channel“ per Satellit ausgestrahlt, fügte Pastor Kuzmin hinzu. In den GUS-Staaten leben rund 139.000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 1.968 Gemeinden.

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Kongress christlicher Führungskräfte erwartet 3.000 Teilnehmer in Nürnberg

Wetzlar, 14.12.2010/APD   Rund 3.000 Teilnehmer und 250 Aussteller werden vom 24. bis 26. Februar 2011 zum Kongress christlicher Führungskräfte im CongressCenter Nürnberg erwartet. Die bereits zum 7. Mal stattfindende Veranstaltung steht unter dem Motto „Mit Werten in Führung gehen“. In Referaten sowie mehr als 60 Seminaren aus 15 Themenbereichen sollen unter anderem Fragen zu Wirtschaft und Ethik, Glaube am Arbeitsplatz, christliche Führungsprinzipien, gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen, Work-Life-Balance und Persönlichkeitsentwicklung angesprochen werden. Veranstalter des Kongresses sind die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) und die Firma „tempus Akademie & Consulting“ (Giengen bei Ulm).

Zu den Referenten der überkonfessionellen Veranstaltung zählen unter anderem Bundesverteidigungsminister Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg, Bundesverfassungsrichter Professor Udo Di Fabio, der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Dr. Johannes Friedrich, der katholische Bischof des Bistums Eichstätt, Dr. Gregor Maria Hanke, sowie die Unternehmer Dr. Patrick Adenauer, Friedhelm Loh und Marie-Luise Dött.

In der kongressbegleitenden Ausstellung präsentieren sich den Besuchern Unternehmens-, Personal- und Finanzberater, Bildungs-, Freizeit und Therapieeinrichtungen, Medien, Verlage, Werbeagenturen, Wirtschaftsverbände, Missions- und Hilfswerke, Jugendverbände, Kirchen, Parteien, Versicherungsunternehmen, Reisebüros, Einzelhändler, Bestattungshäuser und Automobilhersteller. Weitere Informationen sind im Internet unter www.christlicher-kongress.de zu finden.

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Europa durch Christentum geprägt – Gleichsetzung aber unbegründet

Villach/Österreich, 13.12.2010/APD   „Für evangelisches Verständnis geht es nicht um die Wiederherstellung eines christlichen Abendlandes“, betonte der evangelisch-lutherische Bischof Professor Dr. Michael Bünker in Villach in einem Referat über den Beitrag der christlichen Kirchen zum zusammenwachsenden Europa. Verheißung habe Europa nur, wenn es zu einem Aufbruch führe, „bei dem nicht irgendeine vergangene Realität, und sei sie noch so respektabel, die leitende Vision darstellt“, stellte Bünker fest.

Europa könne man einerseits definieren durch seine von Religionskriegen, zwei Weltkriegen, dem Holocaust und den totalitären Regimen des 20. Jahrhunderts geprägte Geschichte. Andererseits sei das zukünftige Europa zu unterscheiden, das sich als Wertegemeinschaft einer Mehrzahl von Einflüssen verstehe. „So wenig es einen Grund gibt, die Prägung Europas durch das Christentum zu übersehen, so unbegründet ist es auch, Europa mit dem Christentum gleichzusetzen“, hob der evangelische Bischof hervor.

Laut Agentur epdÖ sieht Bünker im Blick auf das zukünftige Europa für die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) eine Verpflichtung zum interkulturellen Dialog. Dieser setze die Menschenwürde des Einzelnen voraus und solle im staatlichen Rahmen der Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit stattfinden. Daraus folge auch die besondere Sorge der Kirchen für Minderheiten und sozial an den Rand Gedrängte.

„Der Nationalstaat ist den heutigen Herausforderungen – Stichwort Globalisierung, Klimawandel, Migration – nicht mehr gewachsen“, erklärte der Theologe in seinem Vortrag. Es diene allen, „wenn sich Staaten zu Staatengemeinschaften, zu Unionen zusammenschließen“. Bünker kündigte an: „Auf diesem Weg werden die Kirchen ihre christlichen Werte einbringen.“ Durch den Austausch mit anderen, die ebenfalls ihre Werte einbringen, werde Europa gestärkt hervorgehen.

Zur Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) – Leuenberger Kirchengemeinschaft haben sich 105 protestantische Kirchen in Europa und in Südamerika zusammengeschlossen. Lutherische, reformierte, unierte, methodistische und vorreformatorische Kirchen gewähren einander durch ihre Zustimmung zur Leuenberger Konkordie von 1973 Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft.

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Förderpreis der Mitteldeutschen Kirche für Burger "Kinderclub International"

Halle/Saale, 12.12.2010/APD   Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) hat am Freitag, 10. Dezember, den mit 1.000 Euro dotierten Förderpreis „Engagement für Flüchtlinge“ an den „Kinderclub International“ der Evangelisch-Reformierten Petrigemeinde in Burg bei Magdeburg verliehen. Ein zweiter und ein dritter Preis gingen an die Thüringer Abschiebehaftgruppe und Integrationsarbeit im Kirchenkreis Suhl und an den Arbeits- und Freundeskreis für Flüchtlinge im Altenburger Land.

„Menschen, die fremd oder auf der Flucht sind, stehen unter dem besonderen Schutz Gottes“, erklärte Landesbischöfin Ilse Junkermann bei der Preisverleihung. In den zehn Geboten stelle sich Gott als ein Gott vor, der Flüchtlinge aus der Unsicherheit in eine Heimat führe, erläuterte die Bischöfin. Der Einsatz für Migranten sei deshalb ein zentrales christliches Anliegen. „Ich danke Ihnen, dass Sie Gott Ihr Gesicht dafür leihen“, richtete sich Junkermann an die Vertreter der 15 nominierten Projekte. Der Preisvergabe war ein Aufruf der Landessynode der EKM an alle Kirchengemeinden vorausgegangen, sich für Flüchtlinge einzusetzen und gegen Fremdenfeindlichkeit einzutreten.

In der Laudatio für den ausgezeichneten „Kinderclub International“ beschrieb die Burger Superintendentin Ute Mertens die Mühen und Anstrengungen, welche die Kirchengemeinde mit ihrem Projekt auf sich genommen habe. Im Kinderclub träfen sich Kinder mit unterschiedlicher kultureller Prägung, mitunter traumatisiert, zum Teil körperlich, seelisch oder geistig behindert. Sie fänden hier nicht nur einen Platz zum Spielen, Basteln und Kochen, sondern vor allem einen Ort, an dem sie angenommen seien und in ihrer wertvollen Einzigartigkeit gesehen würden. Das Engagement des Kinderclubs umfasse verschiedene Kindergruppen, Elternarbeit, Feste und Ausflüge. Gemeindefeste führten Gemeindemitglieder und Migranten zusammen. Als erste Einrichtung auf dem Gebiet der EKM beschäftige die Kirchengemeinde eine Muslima als pädagogische Mitarbeiterin.

Pröbstin Marita Krüger hob die Zusammenarbeit der Kirchengemeinde mit den Siebenten-Tags-Adventisten hervor und unterstrich, dass in dem Einsatz für Migranten weder Konfession noch Religion trennen müssten. Der Kinderclub wurde 2005 von Dozenten und Studenten der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg als „Bunte Brücke“ unter dem Dach der Adventjugend der Freikirche gegründet. 2007 ging der Kinderclub in die Trägerschaft der evangelisch-reformierten Gemeinde über und wurde als Modellprojekt im Rahmen des Programms „Vielfalt tut gut“ der Bundesregierung gefördert. Seit 2010 wird das Projekt vollständig aus Mitteln der Landeskirche und des Kirchenkreises Elbe-Fläming finanziert.

Im diesem Jahr haben fünf Studierende der Hochschule Friedensau im Kinderclub studienbegleitende Praktika absolviert, die wesentlich zum Gelingen des Projekts beigetragen hätten. Diplom-Theologe László Szabó, Leiter des Praktikumsamtes in Friedensau, reagierte auf die Auszeichnung mit Bescheidenheit. Es sei eine Initiative von Studierenden gewesen, sich im Kinderclub zu engagieren. „Wir freuen uns über die Preisverleihung“, so Szabó. „Unsere Studierenden sammeln im Kinderclub wertvolle Erfahrungen im Bereich Integration.“

„In unserer Arbeit ist uns wichtig geworden, dass wir auf die Besonderheit jedes Kindes achten und sie wertschätzen“, wies Jana Kaufmann, die Leiterin des Kinderclubs, hin. „Wir ermutigen sie, dass sie das auch untereinander machen.“ Wichtig sei, die Würde jedes Einzelnen zu achten, unabhängig davon, wie viel oder wie wenig Würde ihm sonst entgegengebracht werde oder welche Qualifikationen er aufweise.
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Mehr "Miteinander" zwischen Juden und Moslems in Europa gefordert

Brüssel/Belgien, 10.12.2010/APD   Rund 50 muslimische und jüdische leitende Geistliche aus verschiedenen europäischen Ländern trafen sich am 6. Dezember zum ersten Mal in Brüssel. Sie forderten einen besseren Schutz der religiösen Minderheiten und versprachen bessere Zusammenarbeit.

„Es ist entscheidend, dass wir größere Anstrengungen machen und mehr Mittel in die Bildung investieren. Dazu müssen wir auf dem Kindergartenniveau beginnen“, sagte Moshe Kantor, Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses (EJC). Das sei es, was er unter den erforderlichen Fundamenten für ein toleranteres Europas verstehe.

In einer gemeinsamen Stellungnahme nach Abschluss der eintägigen Konferenz wurden Schritte gefordert, „die es Juden und Muslimen ermöglichen, ihren jeweiligen Glauben vollumfänglich und ungehindert durch aufdringliche, diskriminierende oder ungerechte gesetzliche Bestimmungen zu praktizieren.“

Weiter mahnt die Erklärung „gemeinsame Projekte zugunsten von Armen und Obdachlosen ohne Rücksicht auf die Herkunft an. Ferner sollen Einwanderer, die durch Hass und Fremdenfeindlichkeit bedroht werden, Beistand erhalten und muslimische und jüdische Jugendliche mit gemeinsamen Programmen zusammengebracht werden.“ Im Dokument wird auch jegliche Form von Gewalt im Namen irgendeiner Religion oder Ideologie verurteilt.

Der Präsident des Europäischen Rates, Hermann van Rompuy, mit dem die gemeinsame Delegation von Juden und Muslimen zusammentraf, unterstützte die Bemühungen der beiden Religionsgruppen.

„Heute haben wir hoffentlich eine Bewegung gestartet, die sich über Europa ausbreiten wird“, meinte Rabbi Marc Schneier, Vizepräsident des Jüdischen Weltkongresses (WJC). Das Rezept sei ganz einfach, betonte er: „Unsere beiden Gemeinschaften müssen sich mehr auf das konzentrieren, was uns verbindet, als auf das, was uns trennt. Wir müssen auch die Radikalen in unseren Reihen zurückhalten und sicherstellen, dass sie nicht die Oberhand gewinnen.“

Die Veranstaltung wurde durch den Europäischen Jüdischen Kongress, den Jüdischen Weltkongress und die Stiftung für Ethnische Verständigung (FFEU), New York, organisiert. Die Teilnehmer kamen aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Österreich, der Schweiz und aus den USA.
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Christliche Kirchen wollen Beziehungen mit der Neuapostolischen Kirche ausbauen

Berlin, 09.12.2010/APD   Zum Abschluss einer dreitägigen Fachkonsultation in Berlin zwischen zwei Instituten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Neuapostolischen Kirche (NAK) empfehlen die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) Berlin und das Konfessionskundliche Institut (KI) Bensheim, „die Gespräche zwischen den Kirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und der Neuapostolischen Kirche auf allen Ebenen intensiv zu suchen“. Solche Begegnungen sollen dem Kennenlernen sowie dem Abbau von Vorurteilen und gegenseitiger Unkenntnis dienen. Dennoch sei der Weg zu einer ökumenischen Gemeinschaft derzeit nicht vorgezeichnet, schreibt das KI in einer Medienmitteilung.

Vom 1. bis 3. Dezember luden die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) und das Konfessionskundliche Institut (KI) rund vierzig Experten für Ökumene und Weltanschauungsfragen zu einer Fachkonsultation nach Berlin-Spandau ein. Ziel des Treffens war der Austausch über Erfahrungen von Begegnungen mit der Neuapostolischen Kirche und die Verständigung über weitere Schritte.

Die Neuapostolische Kirche (NAK) gilt seitens der evangelischen Kirchen im deutschsprachigen Raum als Sondergemeinschaft. Nach Meinung der beiden EKD-Institute EZW und KI verhinderten die NAK-Sonderlehren, vor allem aber ihr exklusives Verständnis als einzige heilsvermittelnde Gemeinschaft, eine gleichberechtigte ökumenische Zusammenarbeit mit den etablierten christlichen Kirchen. In der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) arbeiten bisher nur evangelische Landes- und Freikirchen, die römisch-katholische und die Altkatholische Kirche sowie orthodoxe Kirchen zusammen.

Erschwerend für eine theologische Verständigung sei der Umstand, dass der erneuerte neuapostolische Katechismus als grundlegendes Bekenntniswerk trotz langer Ankündigung zurzeit noch nicht vorliege. Erst nach dessen Erscheinen, möglicherweise im Jahr 2012, werde ein Dialog auf einer robusten Basis möglich sein, so das KI.

Die Leiter der einladenden Institute, Dr. Reinhard Hempelmann (Berlin) und Dr. Walter Fleischmann-Bisten (Bensheim), appellierten an die zum Gespräch angereisten hochrangigen Vertreter der NAK, Möglichkeiten der Begegnung zu nutzen und ihren Gemeindemitgliedern gegenüber auf Kenntnis und Akzeptanz der anderen Kirchen hinzuwirken. Der Vorsitzende der ACK in Deutschland, Landesbischof Professor Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel), ermutigte ebenfalls zu Sondierungsgesprächen und Begegnungen im Sinne guter religiöser Nachbarschaft. In diesem innerchristlichen Dialog müsse sich zeigen, ob und inwiefern einzelne Sonderlehren der NAK kirchentrennenden Charakter hätten.

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Mehr Verantwortung für adventistische Pastorinnen in Nordamerika

Silver Spring, Maryland/USA, 08.12.2010/APD   Adventistische Pastorinnen sollen in den USA und in Kanada künftig als Präsidentin einer der regionalen Freikirchenleitungen, „Vereinigungen“ genannt, gewählt werden können. Bisher ist dieses Amt, wie auch auf den anderen Kontinenten, nur männlichen Geistlichen vorbehalten. Der geschäftsführende Ausschuss der Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Nordamerika beschloss eine diesbezügliche Änderung der Arbeitsrichtlinien, der noch der Ausschuss der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) zustimmen muss. Während bisher nur ordinierte Geistliche, also Männer, in das Amt des Präsidenten einer Vereinigung berufen werden, soll diese Führungsposition künftig auch für „beglaubigte“ Geistliche, und damit ebenfalls für Frauen, möglich sein.

Frauen können nach ihrem Theologiestudium in der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten zwar als Pastorin „gesegnet“ werden und damit fast alle Amtshandlungen, wie Taufe, Abendmahl, Trauung und Beerdigung, vornehmen; doch ordiniert werden nur männliche Geistliche. Während die Ordination von Pastoren weltweit innerhalb der Freikirche Gültigkeit hat, können Frauen als Pastorinnen nur in den Gebieten wirken, die zu einer Kirchenleitung gehören, welche die Segnung vornahm. Die Weltsynoden der Adventisten 1990 in Indianapolis/USA und 1995 in Utrecht/Niederlande hatten die Ordination von weiblichen Geistlichen mehrheitlich abgelehnt. Die Zulassung von Frauen als ordinierte Pastorinnen ist außerhalb von Nordamerika, Westeuropa, China und Australien/Ozeanien, wo nur etwa 13 Prozent der weltweit über 16,6 Millionen erwachsen getauften Mitglieder leben, äußerst umstritten.

Auch Männer werden nach ihrem Theologiestudium nicht sofort, sondern erst nach einigen Jahren Dienst als Pastoren ordiniert. Bis dahin sind sie ebenfalls, wie ihre Kolleginnen, „beglaubigte“ Geistliche. Nach Änderung der Arbeitsrichtlinien würde auch ihnen das Leitungsamt in einer Vereinigung offen stehen, informierte Pastor Daniel R. Jackson (Silver Spring, Maryland/USA), Präsident der nordamerikanischen Adventisten.

Die Siebenten-Tags-Adventisten haben eine demokratisch-repräsentative Form der Kirchenverwaltung. Danach beruht die Autorität der Freikirche auf ihren Mitgliedern, die wiederum repräsentativen Gremien und Verantwortungsträgern die Verwaltung und Leitung der Kirche übertragen. Die Adventisten sind eine weltweite Freikirche, wobei die Ortsgemeinden eines bestimmten geographischen Gebietes in einer „Vereinigung“ zusammengefasst sind. Die Vereinigungen unterstehen „Verbänden“, in anderen Ländern auch „Unionen“ genannt. Auf kontinentaler Ebene sind die Verbände in „Divisionen“ zusammengefasst, die als geographische Abteilungen zur Generalkonferenz gehören. Das höchste Organ der weltweiten Freikirche ist die alle fünf Jahre tagende Generalkonferenz-Vollversammlung (Weltsynode). Zur letzten Weltsynode im Juni/Juli 2010 kamen über 2.200 Delegierte aus rund 200 Ländern nach Atlanta, Georgia/USA.

Im Jahr 2009 habe der geschäftsführende Ausschuss der nordamerikanischen Adventisten beschlossen, sich dafür einzusetzen, das Thema der Rolle von Frauen als Geistliche auf die Tagesordnung der Weltsynode in Atlanta zu bringen, teilte Pastor Jackson mit. Doch das sei nicht gelungen. Eine Umfrage bei den 13 „Divisionen“ habe gezeigt, dass nur drei von ihnen für eine Veränderung der aktuellen Handhabung, Frauen nicht zum Pastorendienst zu ordinieren, offen seien. Acht Divisionsleitungen meinten, ein solcher Schritt würde sich negativ auf die Mitglieder in ihrem Gebiet auswirken. Zwei weitere Divisionen hätten sich anscheinend nicht dazu geäußert. Aus Rücksicht auf die acht Divisionen, die eine „Untergrabung der Einheit der Kirche“ in ihren Gebieten befürchteten, habe der Generalkonferenz-Ausschuss das Thema nicht in die Agenda der Weltsynode aufgenommen, obwohl viele darauf hingewiesen hätten, dass sich einiges innerhalb der letzten zehn Jahre verändert habe. „Obwohl wir unseren Pastorinnen das Versprechen gaben, uns für sie einzusetzen“, sei es nicht möglich gewesen, das Thema auf Weltebene erneut zu diskutieren, bedauerte Jackson. Deshalb habe der nordamerikanische Kirchenausschuss sich jetzt selbst dieser Thematik angenommen und einen konkreten Beschluss gefasst, um Frauen an Leitungsaufgaben mehr zu beteiligen.

In Nordamerika gibt es über 1,12 Millionen erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 4.893 Gemeinden. Sie werden von 2.936 ordinierten und 548 nicht ordinierten Geistlichen betreut.

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Bester Taufgottesdienst gesucht

Kassel, 07.12.2010/APD   Die „Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes – Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung“ sucht den besten Tauf- oder Tauferinnerungsgottesdienst. Alle Gemeinden und Einrichtungen, die der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) angehören, seien aufgerufen, solche Gottesdienste zu dokumentieren und bis zum 28. Februar 2011 einzureichen, teilte die Stiftung in Kassel mit. Es winke ein Preisgeld von 2.500 Euro.

Kriterien für die Vergabe des Preises sind neben der theologischen, ästhetischen und sprachlichen Qualität die Gestaltung der Taufhandlung, die Aufmerksamkeit für die nonverbalen Zeichen, insbesondere der Umgang mit dem Element Wasser, die Beteiligung der Angehörigen und der Gemeinde. Die Ausschreibung mit weiteren Informationen ist im Internet unter www.gottesdienst-stiftung.de zu finden. Eine Jury wird über die Vergabe des Gottesdienst-Preises 2011 entscheiden.

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Hilfsorganisationen an der thailändisch-burmesischen Grenze

Vortrag mit Dr. Alexander Horstmann an der Theologischen Hochschule Friedensau

Friedensau bei Magdeburg, 06.12.2010/APD   Am Freitag, 10. Dezember, referiert von 10 bis 12 Uhr Dr. Alexander Horstmann zum Thema „Ethical Dilemmas of Humanitarian Assistance at the Thai-Burmese Border“. Der in Englisch gehaltene wissenschaftliche Vortrag findet im Otto-Lüpke-Haus der Theologischen Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg statt. Bei der Veranstaltung des Fachbereichs „Christliches Sozialwesen“ geht es um die Situation humanitärer Hilfsorganisationen an der thailändisch-burmesischen Grenze.

Dr. Horstmann war als Entwicklungssoziologe und Sozialanthropologe in verschiedenen Forschungseinrichtungen tätig, wie beispielsweise am Institut für Südostasienwissenschaften der Humboldt-Universität Berlin. An der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster arbeitete er als wissenschaftlicher Angestellter des Instituts für Ethnologie.

Die 1899 gegründete staatlich anerkannte Theologische Hochschule Friedensau bietet Bachelor- und darauf aufbauende Masterstudiengänge in den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie an.

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Kirchen sind für die Entwicklung Sambias wichtig

Lusaka/Sambia, 05.12.2010/APD   „Meine Regierung unterstützt die sozialen und wirtschaftlichen Aktivitäten nicht nur der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, sondern aller Kirchen, die sich für die Entwicklung unseres Landes engagieren“, betonte Staatspräsident Rupiah Bwezani Banda anlässlich der Grundsteinlegung für den Neubau der adventistischen Libala-Kirche in Lusaka, der Hauptstadt Sambias. Im neuen Gemeindezentrum sollen 3.000 Gottesdienstbesucher Platz finden, anstatt der 800 im jetzigen Gebäude.

Der sambische Präsident ermutigte die Kirchen und außerkirchliche Gruppen, sich mit Ausdauer und Entschiedenheit für die Verbesserung der Lebensbedingungen, speziell der unterprivilegierten Bewohner, einzusetzen. „Viele Menschen sind durch den positiven Einfluss des Evangeliums aufgerichtet und verändert worden“, sagte Banda, „aber der Einfluss der Kirchen reicht auch in andere Bereiche.“ Die Adventisten seien für ihre Ausbildungsprogramme in der Landwirtschaft und im Gesundheitswesen bekannt.

Mitglieder der adventistischen Libala Gemeinde in Lusaka leiten die „Wilberforce Academy“, benannt nach William Wilberforce (1759-1833), einem britischen Parlamentarier und Anführer im Kampf gegen den Sklavenhandel. Dort kann der Umgang mit dem Computer, dem Internet und den sozialen Medien, wie Twitter, Facebook oder Blogs, erlernt werden.

Sambia ist ein Binnenland im südlichen Afrika und hat 12,6 Millionen Einwohner. Die Adventisten sind in Sambia seit 105 Jahren tätig und zählen rund 660.000 erwachsen getaufte Mitglieder in 1.877 Gemeinden. In den letzten fünf Jahren stieg die Mitgliederzahl der Freikirche in Sambia um 30 Prozent. Sie unterhält dort eine Universität, ein Gymnasium, 23 Grundschulen, drei Krankenhäuser, vier Kliniken und ein Verlagshaus.
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Der größte Herrnhuter Stern für Bundeskanzlerin Merkel

Berlin, 04.12.2010/APD   Bundeskanzlerin Angela Merkel erhielt am 3. Dezember den größten bisher gefertigten Herrnhuter Stern. Überreicht wurde ihr die Sonderanfertigung aus Herrnhut (Oberlausitz) von Pfarrer Frieder Vollprecht, Mitglied der Kirchenleitung der Brüder-Unität, und Oskar Scholz, Geschäftsführer der Herrnhuter Sterne GmbH. „Der Stern verkündigt die Botschaft vom Frieden, der auf Erden wachsen soll“, betonte Vollprecht. Das Streben diesem Frieden ein Stück näher zu kommen, verbinde die Verantwortlichen in den Kirchen und in der Politik. Die Bundeskanzlerin dankte für das außergewöhnliche Geschenk und meinte, dass Herrnhuter Sterne sie seit ihrer Kindheit begleitet hätten.

Der Stern wurde im Bundeskanzleramt aufgehängt und leuchtet während der Adventszeit. Auch der Berliner Dom ist mit solch einem großen Herrnhuter Stern geschmückt.

Beide Sterne sind Sonderanfertigungen des Originalen Herrnhuter Advents- und Weihnachtssterns. Sie haben jeweils einen Durchmesser von 2,50 Metern und sind aus weißem Kunststoff gefertigt. Wie alle Herrnhuter Sterne bestehen sie aus insgesamt 25 Zacken („Strahlen“), 17 mit einer quadratischen und acht mit einer dreieckigen Grundfläche. Die beiden Sterne für Berlin sind die bisher größten Exemplare, die in der Herrnhuter Manufaktur gefertigt wurden.

Der Herrnhuter Stern entstand in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in einer Bildungsanstalt der Evangelischen Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine in der Oberlausitz. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wird er in Handarbeit in Herrnhut gefertigt. Er ist ein Symbol für die biblische Weihnachtsgeschichte und für das Bekenntnis zu Jesus Christus und steht damit für die christliche Botschaft. Der Herrnhuter Stern wird mittlerweile in über 65 verschiedenen Ausführungen als Außen- und Innenstern aus Kunststoff oder Papier produziert. Etwa 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen in aufwendiger Handarbeit in der Herrnhuter Sterne GmbH, einem Wirtschaftsunternehmen der Brüder-Unität, jährlich rund 240.000 Sterne her. Herrnhuter Sterne leuchten schon längst nicht mehr nur in Deutschland, sondern in vielen Teilen der Erde.

Die Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine ist eine selbstständige evangelische Kirche. Bekannt ist die Brüder-Unität auch für die Herausgabe der Losungen, einem seit 1731 in ununterbrochener Folge erscheinenden Andachtsbuches, das für jeden Tag des Jahres zwei Bibeltexte und einen Liedvers oder ein Gebet enthält.
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Grundnahrungsmittel für Hochwasseropfer

Accra/Ghana, 03.12.2010/APD   Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA hat rund 800 Menschen im Ashiaman Landkreis des westafrikanischen Staates Ghana, die durch Hochwasser ihre Hütten verloren haben, mit den Grundnahrungsmitteln Mais, Bohnen und Speiseöl versorgt. Am Zusammenfluss zweier Flüsse war es zu Überschwemmungen gekommen, sodass 18 Bewohner starben und über 10.000 obdachlos wurden. Betroffen sind die Ortschaften Manmomo, Obaketse, Asenso, Lebanon und Talaku.
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Das erste "Haus der guten Taten“ in Berlin eröffnet

Hochschule Friedensau an neuartigem Einzelhandelskonzept beteiligt

Berlin/Friedensau bei Magdeburg, 02.12.2010/APD   Im Berliner Einkaufszentrum „Forum Steglitz“ wurde „COEO“, das erste „Haus der guten Taten“ in Deutschland, eröffnet. Der Name „coeo“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „sich finden und zusammenkommen“, womit die soziale Unternehmensphilosophie des neuen Geschäftsmodells beschrieben werden soll. „Werteorientiertes Handeln ist bei COEO die Basis“, betonte Wilfried Franz (Berlin), Initiator des „Hauses der guten Taten“ und Gründer der Einzelhandelskette „Spiele-Max“. Als gemeinnützige Gesellschaft verpflichte sich COEO, alle Gewinne für konkrete soziale Projekte zu spenden und in die Weiterentwicklung der Idee von COEO zu investieren, damit auch in anderen Städten ähnliche Häuser eröffnet werden könnten. Gegenwärtig werde in Berlin ein Projekt der Stiftung „Jona“ für Jugendliche aus sozialschwachen Familien gefördert.

Zur Produktpalette im „Haus der guten Taten“ gehören Artikel aus Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und fair gehandelte Waren, die beispielsweise von Bauern in der Dritten Welt zu gerechten Preisen gekauft worden seien. So gibt es in dem neuen Geschäft unter anderem Kaffee, Tee, Schokolade, Spiele, Haushaltswaren, Schmuck und Dekorationsartikel. Außerdem findet sich dort ein größeres Sortiment christlicher Literatur und ein Café. „Sich finden und zusammenkommen, so die Bedeutung von COEO“, stehe nicht nur für die Unternehmensphilosophie und das Leitbild. Ziel sei, erläuterte Franz, mit einer ansprechenden und farbenfrohen Ladenarchitektur Menschen tatsächlich zusammenzubringen. Dafür stehe nicht nur symbolisch eine große Tafel im Café. Sie lade mitten im Alltag in einer großstädtischen Umgebung zum Innehalten und zum Austausch ein.

Laut Franz sollen in der Filiale bis zu sechs Arbeitsplätze, insbesondere für Jugendliche mit Behinderungen, geschaffen werden. Zu den Kooperationspartnern gehörten unter anderem die Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, die Globo Fair Trade Partner GmbH, das GEPA Fairhandelszentrum Berlin und die Buchhandlung Huismann.

„Das hinter COEO stehende Konzept ist aus der Ideenschmiede der Theologischen Hochschule Friedensau in Zusammenarbeit mit Wilfried Franz sowie den beiden Geschäftsführern Christoph von Mohl und Wolfgang Derday entstanden“, informierte Holger Koch, Pressesprecher der bei Magdeburg gelegenen Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Die Leiterin des Masterstudiengangs „Sozial- und Gesundheitsmanagement“, Professorin Dr. Dr. Silvia Hedenigg, und Jörg-Ingo Osygus, Lehrbeauftragter für „Betriebswirtschaftslehre“ und „Projektmanagement“, sowie Studierende der Masterstudiengänge „Sozial- und Gesundheitsmanagement“ und „Internationale Sozialwissenschaften“ seien 2008 bei der Entstehung der Erstkonzeption beteiligt gewesen, die anschließend die Geschäftsführer zu dem COEO-Konzept weiter ausgearbeitet hätten. Die neue Marke COEO und das dazugehörige Einzelhandelskonzept habe die Berliner „Agentur für Markenarchitektur dan pearlman“ realisiert.

Die 1899 gegründete Theologische Hochschule Friedensau bietet im Zuge des Bologna-Prozesses europaweit vergleichbare Bachelor- und darauf aufbauende Masterstudiengänge an. An der Hochschule sind folgende Studiengänge möglich: Bachelor of Arts Theologie (B.A. – sechs Semester), Master of Arts Theologie (M.A. – vier Semester), Master of Arts Theological Studies (M.T.S. – englischsprachig vier Semester), Bachelor of Arts Soziale Arbeit (B.A. – sechs Semester), Bachelor of Arts Gesundheits- und Pflegewissenschaften (B.A. – neun Semester), Master of Arts Beratung (M.A. – vier Semester), Master of Arts International Social Sciences (M.A. – englischsprachig vier Semester) und Master of Arts Sozial- und Gesundheitsmanagement (M.A. – berufsbegleitend sechs Semester).

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Aufklärung von russischen Berufsschülerinnen über Frauenhandel

Wien/Österreich, 01.12.2010/APD   Mit dem neuen Schuljahr hat die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA an den Berufsschulen in Nischni Nowgorod, der fünftgrößten Stadt Russlands, eine Aufklärungskampagne begonnen, um Mädchen vor Frauenhandel zu schützen. Durch Weiterbildung von Lehrern, Theatervorführungen für Jugendliche samt anschließenden Diskussionsrunden wird über die Gefahren des Frauenhandels informiert.

Laut Marcel Wagner (Wien), Direktor von ADRA Österreich, sei der systematische Aufbau eines solchen Programms eine wichtige Präventionsarbeit, da die Mädchen an den Berufsschulen regelmäßig von Jobvermittlern mit verlockenden Arbeitsangeboten als angebliche Kindermädchen und Haushaltshilfen in Westeuropa angesprochen würden. ADRA Österreich unterstützt das Projekt in Nischni Nowgorod finanziell.

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