Familienangehörige adventistischer Kirchenleiter wieder in Elfenbeinküste

Abidjan/Elfenbeinküste, 30.04.2011/APD   Die rund 40 nach Ghana in Sicherheit gebrachten Familienangehörigen von Mitarbeitern der West-Zentralafrikanischen Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten sind in die Republik Elfenbeinküste zurückgekehrt. Das Verwaltungsgebäude der Kirchenleitung in Abobo, einem Vorort Abidjans, ist nur 300 Meter vom Präsidentenpalast, der heftig umkämpft war, entfernt. Laut Adventist News Network (ANN) blieb der adventistische Verwaltungssitz bis auf einige zerschossene Fensterscheiben unbeschädigt. Etwa zehn Mitarbeiter seien während der politischen Unruhen zurückgeblieben, um das Gebäude zu bewachen. Die West-Zentralafrikanische Kirchenleitung ist für die 835.000 erwachsen getauften Adventisten in 22 Ländern zuständig.

Wie der Präsident der Freikirche in der Elfenbeinküste, Pastor Benjamin G. Gonkanou, mitteilte, sei in der im März von schweren Kämpfen betroffenen Stadt Duekoue im Westen des Landes auch ein Adventist ums Leben gekommen. Zudem wären die dortige adventistische Kirche und eine weitere in Abobo zerstört worden. Von den 21,4 Millionen Einwohnern der Elfenbeinküste sind rund 12.000 Mitglieder der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die in 60 Kirchgemeinden und 88 Gruppen Gottesdienste feiern.

Die Spannungen in der Elfenbeinküste eskalierten, nachdem der bisherige Amtsinhaber Laurent Gbagbo Ende letzten Jahres die Präsidentenwahl verlor, sich aber weigerte zurückzutreten. Wahlsieger und Oppositionsführer Alassane Ouattara wurde ebenfalls als Präsident vereidigt. Nach blutigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern beider Parteien gelang es am 11. April Gbagbo in Abidjan festzunehmen.
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"Evangelischer Erwachsenenkatechismus"

Der Evangelische Erwachsenenkatechismus vermittelt elementares Glaubenswissen und regt zu einer Auseinandersetzung mit Leben und Welt aus evangelischer Perspektive an. Auf dem Hintergrund der gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Entwicklung sowie Diskussion im letzten Jahrzehnt wurden für die neue Auflage einige Kapitel völlig neu gestaltet. Das betrifft besonders die Bereiche „Ethik in der Technik und Biotechnologie“, „Kommunikation und Medien“, „Gemeinschaft von Frauen und Männern“ sowie „Das Ehrenamt in der Kirche“.

Das Werk zeichnet sich durch eine vorzügliche Gliederung aus, zu dem vor allem die Begriffe Gott, Mensch, Jesus Christus, Leben in der Welt und Leben in der Kirche, aber auch religiöse Gemeinschaften, wie Freikirchen und Sekten, zählen. Hilfreich sind zum andern ein kleines Lexikon theologischer Begriffe, ein gutes Sach- und Bibelstellenregister sowie nützliche Quellennachweise. Kirchliche Bekenntnisse und Lehrzeugnisse machen den Erwachsenenkatechismus ebenfalls zu einer wertvollen Lektüre. Hier geht es besonders um die Barmer Theologische Erklärung und die Leuenberger Konkordie. Das apostolische Glaubensbekenntnis, das Glaubensbekenntnis von Nizäa, der kleine Katechismus Martin Luthers, der Heidelberger Katechismus und das Augsburger Bekenntnis sind literarische protestantische Kostbarkeiten.

Dennoch enthält der neue Erwachsenenkatechismus auch Unklarheiten. Beispielsweise bei der Feiertagsfrage. Martin Luther gab das Gebot in seinem Katechismus mit „Du sollst den Feiertag heiligen“ wider. In der Bibel lautet das Gebot aber „Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest“ (2. Mose 20, Vers 8). Doch der Sabbat, der heutige Samstag, ist nicht mit dem Sonntag als Ruhetag identisch. Auch beim Suizid oder Selbstmord kann man aufgrund der Aussage des Apostels Paulus in Römer 14, Verse 7 und 8, zu einer anderen Auffassung als im Evangelischen Erwachsenenkatechismus gelangen. Ungeachtet dessen enthält das Werk eine Fülle wertvoller Denkanstöße über Glaube und Leben.

Dr. Wolfgang Tulaszewski
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Studie der Loma Linda Universität: Vegetarier leben gesünder

Lüneburg, 29.04.2011/APD   Vegetarier erkranken seltener an einem metabolischen Syndrom als Nichtvegetarier. Zu diesem Ergebnis kommt die zweite „Adventist Health Study“, die seit 2002 vom Fachbereich „Public Health“ (Gesundheitswesen) der Loma Linda Universität der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Südkalifornien/USA durchgeführt wird. Die Auswertung wurde laut Online-Dienst der Gemeindezeitschrift „adventisten heute“ im Fachjournal „Diabetes Care“ (2011, 10.2337/dc10-1221) veröffentlicht und in den Online-Ausgaben vom „Deutschen Ärzteblatt“ (14.4.) und dem „Focus“-Magazin (15.4.) kommentiert.

Das metabolische Syndrom ist hauptsächlich ein Krankheitsbild der Industriestaaten und entwickelt sich aus einem westlichen Lebensstil, charakterisiert durch zu kalorienreiche Ernährung und einen Mangel an körperlicher Bewegung. Es gilt als der entscheidende Risikofaktor für koronare Herzkrankheiten. Die vier Faktoren des sogenannten „tödlichen Quartetts“ sind Übergewicht, Bluthochdruck, veränderte Blutfettwerte und Insulinresistenz. Wie die Studie der Loma Linda Universität zeigt, haben Vegetarier ein um 36 Prozent geringeres Risiko als Nichtvegetarier, ein metabolisches Syndrom zu entwickeln.

An der Studie nahmen 773 Erwachsene mit einem Durchschnittsalter von 60 Jahren teil, die nach dem Zufallsprinzip aus 100.000 Siebenten-Tags-Adventisten in den USA und Kanada ausgewählt wurden. Diese hatten bereits an der ersten „Loma Linda University’s Adventist Health Study“, einer Langzeitstudie, die Daten zu Gesundheit und Lebensstil von dortigen Adventisten erfasste, teilgenommen. Sie ergab, dass die von vielen Adventisten praktizierte gesunde Ernährung und Lebensweise einschließlich des Verzichts auf Rauchen und Alkoholgenuss zu einer um mehrere Jahre höheren Lebenserwartung im Vergleich zur Durchschnittsbevölkerung führt.

35 Prozent der 773 für die zweite Studie ausgewählten Personen waren Vegetarier. 25 Prozent von ihnen hatten das metabolische Syndrom. Bei den Halbvegetariern, die ab und zu Fisch oder Fleisch aßen, waren es 37 Prozent, bei den Fleischessern 39 Prozent.

Im Schnitt waren die Vegetarier und Halb-Vegetarier drei Jahre älter als die Nicht-Vegetarier. Trotz ihres leicht höheren Alters hatten sie einen niedrigeren Cholesterinspiegel, bessere Blutzucker- und Blutdruckwerte sowie einen geringeren Hüftumfang und Body-Maß-Index (BMI). Halb-Vegetarier hatten einen deutlich niedrigeren BMI und Hüftumfang, verglichen mit denjenigen, die regelmäßig Fleisch aßen.

„Die Studie zeigt erneut, dass sich die Ernährung positiv auf viele der wichtigsten kardiovaskulären Risikofaktoren auswirkt, die zum metabolischen Syndroms gehören“, betonte Dr. med. Gary Fraser, Hauptforscher der „Adventist Health Study 2“. „Der Trend hin zur pflanzlichen Ernährung ist eine sehr vernünftige Entscheidung.“ Laut Dr. Fraser hätten nach Berücksichtigung der Unterschiede durch Alter, Geschlecht, Ethnie, körperliche Bewegung und Kalorienzufuhr Vegetarier ein um 56 Prozent vermindertes Risiko hinsichtlich der Stoffwechselstörung, die häufig der Vorläufer des Typ-2-Diabetes mellitus ist.
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Vor 65 Jahren bewahrte der Ort Friedensau die politische Eigenständigkeit

Friedensau bei Magdeburg, 28.04.2011/APD   Nach der Kapitulation 1945 empfanden viele das Ende der Naziherrschaft als eine Befreiung. Zwar stand das Nachkriegsdeutschland zunächst unter der Besatzung der vier Siegermächte, doch allgemein hoffte man, dass dennoch eine gewisse Einheit Deutschlands erhalten bliebe und wieder demokratische Ordnungen eingeführt werden würden. Im Potsdamer Abkommen hatten die Siegermächte verfügt: Es „wird die Freiheit der Rede, der Presse und der Religion gewährt. Die religiösen Einrichtungen sollen respektiert werden.“

Das war auch so vom Alliierten Kontrollrat für Deutschland festgelegt worden. Die ersten Verordnungen und Gesetze der Sowjetischen Militäradministration (SMAD) schienen diese grundlegenden Bestimmungen zu bestätigen. So durften bereits bald nach Kriegsende in der sowjetischen Besatzungszone unbehindert die wöchentlichen Gottesdienste abgehalten werden. Voraussetzung war jedoch, dass laut Anordnung der Militärregierung alle „religiösen Versammlungen“ bei den zuständigen Behörden mit Angabe von Ort und Zeit angemeldet wurden.

Im Juni 1945 erlaubte die SMAD die Gründung von Parteien. In der Verordnung hieß es: „Auf dem Territorium der Sowjetischen Besatzungszone ist die Bildung und Tätigkeit aller antifaschistischen Parteien zu erlauben“. So wurden neben der KPD (Kommunistische Partei) die CDU, die SPD und die LDPD (Liberal-Demokratische Partei) zugelassen. Unter einem gewissen Druck der Besatzungsmacht entschlossen sie sich zur Gründung eines gemeinsamen „Blocks der antifaschistisch-demokratischen Parteien“ (Antifa-Block). Die Parteien sollten gemeinsam regieren, unterschiedliche Auffassungen in internen Aussprachen geklärt werden. Angesichts der überall herrschenden Not, die der Hitlerkrieg hinterlassen hatte, der Millionen Flüchtlinge, die aus den ehemaligen Ostgebieten aufzunehmen waren, mochte das auch eine gewisse Berechtigung haben. Im Gegensatz zu den Befürchtungen vieler wurde anfangs keine Alleinherrschaft der Kommunisten in der sowjetischen Besatzungszone beansprucht. Formal bekannte sich auch die Besatzungsmacht zu einer demokratischen Gestaltung der Gesellschaft.

Friedensau, seit 1922 eine eigenständige politische Gemeinde östlich von Magdeburg, die hauptsächlich von Siebenten-Tags-Adventisten bewohnt wurde, gehörte in den Bereich der sowjetischen Besatzungszone. Nach Kriegsende hatte die Leitung der adventistischen Freikirche den parteilosen Otto Vogel als Gemeindevorsteher eingesetzt, nachdem Wilhelm Kirchberg, der das Bürgermeisteramt seit 1942 innehatte, wegen Mitgliedschaft in der NSDAP ausscheiden musste. Vogel war zunächst Buchhalter in der Verwaltung der adventistischen Liegenschaften in Friedensau und seit 1941 deren Geschäftsführer.

Die neue politische Situation brachte für den Ort Friedensau einige Probleme mit sich. Noch vor der ersten Kommunalwahl in Sachsen-Anhalt wurden im Januar 1946 alle Kommunalgemeinden angewiesen, eine „vorläufige Gemeindevertretung“ zu bilden, einen sogenannten Antifa-Ausschuss. Dieser sollte aus Mitgliedern der antifaschistischen Parteien gebildet werden. Wo konnte man nun in Friedensau Mitglieder dieser Parteien finden, damit die Eigenständigkeit der kommunalen Gemeinde erhalten blieb?

Der Leiter des dortigen adventistischen Altenheimes, Walter Schmidt, trat in die SPD ein. Unter den Personen, die während des Krieges in Friedensau Aufnahme gefunden hatten, fand sich einer, der inzwischen KPD-Mitglied geworden war, und ein anderer, welcher der SPD beitrat; einer war als Forstarbeiter, der andere als Heizer tätig. Beide gehörten nicht der Freikirche an. Weiterhin erklärten sich noch zwei parteilose Friedensauer Adventisten zur Mitarbeit bereit. Das reichte aus, um die vorläufige Gemeindevertretung zu bilden; sie nahm gleichzeitig die Aufgaben des Antifa-Ausschusses wahr. Damit war die erste Hürde genommen, sodass Friedensau eine eigenständige Kommune bleiben konnte.

Genötigt durch die SMAD kam es im April 1946 zum Zusammenschluss von KPD und SPD zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Im Herbst fand die erste Kommunalwahl in Sachsen-Anhalt statt – zugleich die erste in der gesamten sowjetischen Besatzungszone. Drei Friedensauer Bürger gehörten nun zur SED. Ergänzt durch zwei Parteilose, ließen sie sich als Kandidaten aufstellen und wurden von den wahlberechtigten Friedensauern in die Gemeindevertretung gewählt, der Otto Vogel nun als offiziell gewählter Bürgermeister vorstand. Die Freikirchenleitung war froh, damit nun auch die zweite Hürde für den Fortbestand der Eigenständigkeit Friedensaus überwunden zu haben.

Mit Beginn der neuen Kommunalperiode am 23. Februar 1949 gehörte jedoch kein Mitglied der SED mehr der Friedensauer Gemeindevertretung an. Aus den Unterlagen der Gemeindeverwaltung, die im Friedensauer „Historischen Archiv der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa“ vorliegen, ist nachweisbar, dass seit Gründung der DDR niemals ein SED-Mitglied dem Friedensauer Gemeindevorstand angehörte. Das blieb so bis zum Ende der DDR.

Im Zuge der Verwaltungsreform schlossen sich im Jahr 2002 die fast 500 Einwohner Friedensaus der Stadt Möckern an. Die im Kreis Jerichower Land gelegene Kleinstadt ist 948 erstmals urkundlich erwähnt. Die Ortschaft Friedensau wurde 1899 von den Siebenten-Tags-Adventisten zur Errichtung einer theologischen Ausbildungsstätte gegründet. Sie umfasst heute unter anderem die Theologische Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten mit rund 160 Studierenden, ein Altenpflegeheim des Advent-Wohlfahrtswerkes (AWW) für 122 pflegebedürftige Menschen, 17 betreute Wohnungen und einen Zeltplatz für bis zu 1.000 Jugendliche.

Dr. Manfred Böttcher

(Hinweis der Redaktion: Dr. h. c. Manfred Böttcher war von 1969 bis 1982 Präsident der Siebenten-Tags-Adventisten in der DDR und von 1982 bis 1991 Rektor des Theologischen Seminars Friedensau.)
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Erweiterung bei TV iPhone App vom "Hope Channel"

Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, 27.04.2011/APD   Durch die Erweiterung des „Hope Channel“ iPhone App können jetzt auch weitere fremdsprachige Fernsehkanäle neben dem deutschen „Hope Channel“ aus der internationalen adventistischen Sendefamilie empfangen werden, nämlich „Esperanza TV“ (spanisch) und „Hope Church Channel“ (englisch).

Beim TV-iPhone App vom „Hope Channel“ ließen sich nunmehr einfach und bequem gleich fünf Kanäle per Livestream anschauen: „Hope Channel“ (englisch), „Esperanza TV“ (spanisch), „Hope Channel International“ (englisch), „Hope Channel Deutsch“ und „Hope Church Channel“ (englisch). Weitere Fernsehkanäle seien in Planung, teilte die Mitarbeiterin des Medienzentrums „Stimme der Hoffnung“ der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Birgit Kiepe (Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt), mit. Darüber hinaus wäre es möglich, zusätzlich Programmpläne der Fernsehkanäle „Hope Channel Europe“, „Hope Channel Norge“, „Hope Channel Bulgaria“ und „Speranta TV“ anzuschauen.

Der „Hope Channel“ sei der erste deutsche TV-Sender gewesen, der im vergangenen Jahr ein iPhone App veröffentlicht habe, so Birgit Kiepe. Es ist im App-Store unter http://itunes.com/apps/hopechannel erhältlich. „Hope Channel Deutsch“ bekam Anfang 2009 von der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) beziehungsweise der Kommission der Medienanstalten für Zulassung und Aufsicht (ZAK) die Lizenz, rund um die Uhr, 24 Stunden an sieben Tagen der Woche, Fernsehsendungen auszustrahlen. Das Programm ist über den Satelliten ASTRA, einige Kabelnetze sowie im Internet frei zu empfangen.
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Die Bibel auf Platz eins im sozialen Netzwerk Facebook

Stuttgart, 26.04.2011/APD   Der kanadische Popsänger Justin Bieber und der Fußballverein Manchester United hatten das Nachsehen: „The Bible“ war Anfang April die Seite mit den meisten Aktivitäten im sozialen Netzwerk Facebook. Mit 905.125 Aktionen wies „The Bible“ in einer Woche rund 33.000 Beiträge oder Klicks mehr auf als die Seite des Teenie-Idols und 273.000 mehr als die Seite des europäischen Spitzenklubs, teilte die Deutsche Bibelgesellschaft in Stuttgart mit.

„Absolut unglaublich“ fand der Gründer der Facebook-Seite, Mark Brown, die Nachricht vom Top-Platz. Der Australier dankte allen, die dabei geholfen haben, und hofft auf weitere Fans für die Verbreitung der Bibel. Brown ist ehemaliger Generalsekretär der Bibelgesellschaft Neuseelands und verantwortet die Netzwerk-Seite gemeinsam mit dem Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies – UBS). Zur UBS zählen 146 nationale Bibelgesellschaften, darunter auch die Deutsche Bibelgesellschaft (DBG). „The Bible“ hat inzwischen rund 6,7 Millionen Fans beim sozialen Netzwerk Facebook.

„Der Erfolg von ‚The Bible‘ zeigt, wie wichtig das Engagement für die Bibel in den sozialen Netzwerken des Internets ist“, betonte DBG-Generalsekretär Pfarrer Klaus Sturm. Die vielen Aktivitäten zeigten die hohe Identifikation der Nutzerinnen und Nutzer mit diesem Angebot. Für die Bibelgesellschaften sei es unverzichtbar, die Heilige Schrift in allen Medien zugänglich zu machen.

Die DBG ist mit einer eigenen Fan-Seite und einer Seite für die „BasisBibel“ im Facebook aktiv. „Der wachsende Zuspruch ermutigt uns“, sagte Generalsekretär Sturm. Vor kurzem hätte beim „BasisBibel“-Angebot der 2000. Fan begrüßt werden können. Die „BasisBibel“ richte sich als Übersetzung der Bibelgesellschaft an eine neue Generation, für welche die Aufnahme von Inhalten in den digitalen Medien bestimmend geworden sei. Die Übersetzung setze auf eine kurze, prägnante Sprache und weiterführende Angebote im Internet.

Die Deutsche Bibelgesellschaft ist eine kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts mit Sitz in Stuttgart. „Übersetzung, Herstellung und Verbreitung der Bibel“ nennt die Satzung als Aufgaben. Darüber hinaus fördert sie die Bibelmission, das Bibellesen und die Kenntnis der Heiligen Schrift. Vorsitzender ist der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Dr. Johannes Friedrich. Bei der Deutschen Bibelgesellschaft erscheinen die Lutherbibel im Auftrag der Evangelischen Kirche in Deutschland und die Gute Nachricht Bibel. Zu den mehr als 500 Titeln des Verlages zählen außerdem wissenschaftliche Ausgaben, Hörbibeln, elektronische Medien, fremdsprachige Ausgaben und Kinderbibeln.
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"Die Zehn Gebote" zu Ostern im Fernsehen

Hannover, 21.04.2011/APD   Der Zeichentrickfilm „Die Zehn Gebote – Mose und das Geheimnis der steinernen Tafeln“ wird in einer Fernseh-Erstausstrahlung am Ostersonntag, 24. April, um 15.45 Uhr bei Super RTL zu sehen sein. Eine Wiederholung erfolgt am Mittwoch, 27. April, um 22.25 Uhr. Die Produktion der „EKD Media GmbH“ gemeinsam unter anderem mit „Promenade Pictures“ sowie in Verbindung mit der Deutschen Bibelgesellschaft und RTL war im vergangenen Jahr im Verleih der „Farbfilm“ im Kino gezeigt worden. Der US-amerikanische Film für Kinder ab 6 Jahren wurde in der deutschen Fassung mit den Stimmen unter anderem von Ben Becker, Otto Sander, Sky Du Mont, Leon Boden, Judy Winter und Heinrich Schafmeister synchronisiert. Eine weitere Ausstrahlung über RTL ist für Weihnachten 2011 vorgesehen.

Bei der Kinopremiere hatte die damalige Vorsitzende des Rates der EKD, Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann, den Film gewürdigt, „weil wir denken, dass es gerade auch für Kinder wichtig ist, dass sie diese zentrale Geschichte der Bibel kennen, die Juden und Christen miteinander teilen. Es ist auch Teil unserer Kultur, darum zu wissen. Mir ist wichtig, dass wir diese Geschichte immer wieder neu erzählen, auch durchaus in einem Zeichentrickfilm.“

Oberkirchenrat Udo Hahn, Leiter des Referates „Medien und Publizistik“ im Kirchenamt der EKD, sieht in dem Projekt „einen Beitrag zu einem werteorientierten Kinder- und Jugendprogramm“. „Es ist wichtig, Kindern über das gewohnte Medium Zeichentrickfilm elementare Zugänge zur Welt der Bibel zu eröffnen“, sagte Hahn, der für die deutsche Herstellungsleitung verantwortlich ist.
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Aus für Sonntags-Postzustellung in "Adventistenstadt" Loma Linda

Loma Linda, Kalifornien/USA, 20.04.2011/APD   Um Kosten zu sparen, werden am 23. April die Briefträger der Stadt Loma Linda, Südkalifornien/USA, nach 81 Jahren das erste Mal am Samstag und nicht mehr wie bisher am Sonntag, die Post verteilen, teilte die Tageszeitung „The Press-Enterprise“ mit. In den 8.000 Heimen der „Adventistenstadt“ hätte bis vor Kurzem eine adventistische Mehrheit gelebt, die am Samstag (Sabbat), dem biblischen Ruhe- und Gottesdiensttag, keine Postzustellung gewünscht habe.

Laut dem Zeitungsbericht gebe es in den USA nur noch in Angwin, Nordkalifornien, und in Collegedale, Tennessee, Sonntagspostzustellung, die weitergeführt werde. Die evangelische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten habe dort der US-Post Räumlichkeiten mit der Auflage vermietet, dass am Samstag keine Post verteilt werde.

Die Samstags-Postzustellung stelle für ein Gemeinwesen, das seit mehr als hundert Jahren nach adventistischen Werten gelebt habe, einen herben Schlag dar, schreibt die Zeitung. Einige Restaurants in Loma Linda böten aus Rücksicht auf die Adventisten nur vegetarische Mahlzeiten sowie keine hochprozentigen alkoholischen Getränke an, und das Jugend-Baseballteam absolviere keine Wettkämpfe am Samstag. Die beiden größten adventistischen Kirchen der 21.600-Einwohner-Stadt zählten 11.000 Mitglieder aus der Stadt und der Umgebung. Zudem hätten die Adventisten dort ethnische Kirchen mit chinesischem, rumänischem und philippinischem Hintergrund.

1905 gründeten die Siebenten-Tags-Adventisten in Loma Linda ein Sanatorium mit Krankenpflegeschule, welche 1913 zum Krankenhaus und angeschlossenem College ausgebaut wurden. Heute unterhält die Freikirche dort Universitätskliniken einschließlich eines Kinderkrankenhauses. An der adventistischen Loma Linda Universität mit den Fachbereichen Medizin, Zahnheilkunde, Pharmazie, Gesundheitswesen, Krankenpflege, Gesundheitsberufe, Naturwissenschaft und Technik sowie Religion sind mehr als 4.200 Studenten und Studentinnen aus über 80 Ländern eingeschrieben.
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Internet und die totale Herrschaft

Lüneburg, 19.04.2011/APD   Google verschafft den totalen Überblick, Facebook bringt die totale Vernetzung, Wikipedia bietet das totale Wissen, Wikileaks liefert die totale Enthüllung – greift das Internet nach der totalen Herrschaft? Wird uns das Internet irgendwann aus den Händen gleiten und uns beherrschen, unserer Freiheit berauben oder jegliche Privatsphäre zerstören? Ist das nur eine apokalyptische Vision, oder könnte sie – in welcher Form auch immer – wahr werden? Um diese Fragen geht es unter anderem in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Zeichen der Zeit“.

Zwar sei das Internet noch durch Anarchie gekennzeichnet, „doch schon mehren sich die Stimmen, die eine strikte Regulierung verlangen – nicht zuletzt befeuert durch die Enthüllungen von Wikileaks“, meint Redakteur Thomas Lobitz. Daher gelte es, aufmerksam die Entwicklung zu verfolgen, damit das Internet nicht zum Herrschaftsinstrument „umgebaut“ werde.

Andere Themen des vierteljährlich in einer Auflage von 98.000 Exemplaren im Advent-Verlag Lüneburg erscheinenden Heftes sind die Suche nach Identität, Wege aus der Internetsucht und die Bedeutung von Ostern. Die Zeitschrift „Zeichen der Zeit“ ist auch im Internet bei www.advent-verlag.de unter „Periodika“ als PDF-Datei zu finden.

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Im Internet Ostergottesdienste finden

Hannover/Bonn, 18.04.2011/APD   Wer zu Ostern einen Gottesdienst besuchen will, wird im Internet unter www.ostergottesdienste.de fündig. Auch in diesem Jahr bieten die evangelische und die katholische Kirche wieder Hilfe bei der Suche nach Ort und Zeit der vielfältigen Angebote an. 

Der Online-Dienst ist übersichtlich gestaltet und leicht zu bedienen. Für die Suche geben die Internetnutzer einfach Ort oder Postleitzahl ein und erhalten so einen Überblick über die zahlreichen Veranstaltungen oder suchen sich über eine Karte Gottesdienste im Umkreis heraus. Erstmals ist auch eine Suche nach fremdsprachigen Gottesdiensten möglich.

Über 61.000 evangelische, katholische sowie freikirchliche Gottesdienste und Veranstaltungen zwischen Gründonnerstag und Ostermontag (21. bis 25. April) sind unter www.ostergottesdienste.de eingetragen.

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Präses Ansgar Hörsting neuer Präsident der VEF

Kassel, 17.04.2011/APD   Ansgar Hörsting (45), Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Witten, ist von der am 12. April in Kassel tagenden Mitgliederversammlung der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) zum neuen Präsidenten gewählt worden. Er tritt zum 1. Juli die Nachfolge der Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche, Rosemarie Wenner (Frankfurt/Main) an, die künftig als stellvertretende Präsidentin der VEF amtiert.

Ansgar Hörsting, Jahrgang 1965, hat nach einer Ausbildung zum Altenpfleger Theologie am Seminar des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Ewersbach studiert. Von 1993 bis 1997 war er Pastor in der Freien evangelischen Gemeinde Siegen-Geisweid und von 1998 bis 2007 Missionssekretär beziehungsweise Leiter der Allianz-Mission. Seit 2008 ist er Präses des Bundes und Mitglied im Vorstand der VEF. Hörsting, der mit Ehefrau Susanne verheiratet ist, gehört auch dem Hauptvorstand der Evangelischen Allianz in Deutschland an.

Dem neuen Vorstand der VEF gehören für die nächsten drei Jahre außer dem Präsidenten und seiner Stellvertreterin Günter Karcher (Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden), Friedrich Schneider (Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden) und Ekkehart Vetter (Mühlheimer Verband Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden) an.

Während der Mitgliederversammlung in Kassel diskutierten die 23 Delegierten der Freikirchen auch über die Integration von Migranten in den Ortsgemeinden, Kirchen und Bünden. Dabei sei deutlich geworden, so Bischöfin Wenner, dass innerhalb der VEF ein hohes Potential an Knowhow im Umgang mit Migranten vorhanden sei. Fast alle Freikirchen hätten langjährige und positive Erfahrungen von Menschen mit Migrationshintergrund. Den Schwerpunkt bildeten dabei Migranten aus afrikanischen Ländern sowie aus der früheren Sowjetunion. Die Form und Intensität der Integration sei unterschiedlich. Sie reiche von der Integration in bestehende Gemeinden bis zur Bildung eigenständiger Migrantengemeinden. Den höchsten Anteil an Migranten habe der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden, in dem 35 Prozent aller Gemeinden Migrantengemeinden seien. Zur Aus- und Weiterbildung von Migrantenpastoren gebe es in einigen Freikirchen eigenständige pastorale Integrationskonzepte. Die Mitgliederversammlung habe vereinbart, den Austausch der Freikirchen untereinander über die Arbeit mit Migranten zu fördern und ihre Erfahrungen in die gesellschaftliche Debatte einzubringen.

Der 1926 gegründeten Vereinigung Evangelischer Freikirchen gehören zehn Mitglieds- und vier Gastkirchen an.
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Wie viel Ethik gestattet sich die Medizin?

Fachtagung der Theologischen Hochschule Friedensau

Friedensau bei Magdeburg, 15.04.2011/APD   Die Theologische Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg führt am 13. Mai die Fachtagung „Wie viel Ethik gestattet sich die Medizin? – Zu Kybernethik des Gesundheitssystems“ durch.

Zum Thema „Ethik als Steuerungsprinzip? – Zur Finanzierung des Gesundheitssystems“ spricht Bernd Quoß, Geschäftsführer des Krankenhauses „Waldfriede“ (Berlin). Professor Dr. Dr. Klaus Dörner, Emeritus der Universität Witten/Herdecke, behandelt aus Sicht eines Psychiaters die Frage „Woran erkennen wir, dass Ethik in der Medizin eine Rolle spielt?“. Mit „Ethik in der Kinderonkologie“ befasst sich Professor Dr. Dr. Günter Henze, Klinikdirektor am Virchow Klinikum in Berlin. Professor Rainer Patjens von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (Stuttgart) sieht die „Ethik im juristischen Spannungsfeld der Medizin“. Rechtsanwalt Christoph von Mohl, Vorstand der Stiftung Vorsorgedatenbank (Dresden), stellt die „Patientenverfügung als Ausdrucksbekundung einer menschenwürdigen Medizin“ dar. Außerdem sprechen Professorin Dr. Dr. Silvia Hedenigg (Friedensau) über „Kommunikationskompetenz und Shared decision making als Ausdruck ethischer Handlungskompetenz“ und der Prorektor der Theologischen Hochschule und Dozent für Gesundheitswissenschaften, Dr. med. Edgar Voltmer, zum Thema „Behandlungsfehler als ethische Herausforderung“.

„Unser Gesundheitssystem wird maßgeblich von zwei Motivationsgrößen bestimmt: den biomedizinisch-technischen Fortschrittsbemühungen und der Finanzierbarkeit von Gesundheit“, stellt Professorin Silvia Hedenigg, Studiengangsleiterin Sozial- und Gesundheitsmanagement (M.A.) im Fachbereich „Christliches Sozialwesen“ an der Theologischen Hochschule, fest. Bereits während der interdisziplinären Fachtagung der Hochschule „In Sorge um das Gesundheitssystem“ im Mai 2009 sei deutlich geworden, dass die entscheidenden Fragen im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit unseres Gesundheitssystems ethischer Natur seien. Bei der jetzigen Friedensauer Fachtagung gehe es darum, die komplexen Herausforderungen im Medizin- und Gesundheitssystem anders zu denken und wahrzunehmen. Hedenigg ist davon überzeugt: „Je vielfältiger, kontrastreicher, kreativer wir gemeinsam nach den Impulsen der Ethik für die Medizin fragen und unterschiedliche Disziplinen zur Sprache kommen, desto eher können wir Ethik in der Medizin auch mit erfinden und gestalten.“ Weitere Informationen zur Fachtagung sind per E-Mail unter sgm@thh-friedensau.de erhältlich.
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Suchtprävention durch Familie, Schule, Arbeitgeber und Staat

„Deutscher Alkoholpapst“ auch mit 90 Jahren unermüdlich

Friedensau bei Magdeburg, 14.04.2011/APD   „Suchtprävention hat die Aufgabe, Nichtkonsumenten von Suchtmitteln und Menschen ohne Suchtverhalten zu stärken, Risikokonsumenten und Menschen mit Suchtverhalten frühzeitig zu erkennen, zur Konsumeinschränkung oder zur Konsumaufgabe und zur Verhaltensänderung zu motivieren.“ So definiert Professor Dr. med. Lothar Schmidt (Berlin) diesen Begriff in seinem Artikel „Suchtprävention“ in der Zeitschrift „Dialog“ der Theologischen Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg. Es gehe deshalb um die Förderung individueller Verhaltenskompetenzen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, aber auch um entsprechende Fortbildung von Bezugspersonen, die sich um Kinder und Jugendliche kümmerten.

Die wichtigsten Arbeitsfelder für Suchtprävention seien die Ursprungsfamilie, Einrichtungen für Kinder, die Schule sowie der Ausbildungs- und Arbeitsplatz, so Schmidt. „Das Elternhaus ist der Lernort Nummer 1.“ Viele Kinder erlebten ihre erste Alkoholerfahrung im Elternhaus. Da Kinder im Kindergarten, in Kindertagesstätten und Kinderheimen von Erwachsenen betreut würden, seien diese zu schulen, die Kinder zu positivem Verhalten anzuleiten. In der Schule gehörten neben sachlichen Informationen zur Suchtproblematik Hilfen zur Persönlichkeitsreifung: beispielsweise ein gesundes Selbstwertgefühl zu entwickeln und mit belastenden Gefühlen sinnvoll umzugehen.

Viele Betriebe hätten laut Professor Schmidt erkannt, dass zur Ausbildung nicht nur die Vermittlung von fachlichem Wissen und berufsspezifischen Erfahrungen, sondern auch Gesundheitserziehung gehöre. Bei diesen Informationen sollten nicht die negativen Folgen des Drogenmissbrauchs im Vordergrund stehen, sondern die Vorteile eines drogenfreien Lebens. Vorgesetzte müssten geschult werden, geeignete Schritte im Umgang mit suchtkranken und suchtgefährdeten Mitarbeitern durchzuführen und sie zu motivieren, Hilfen zur Verhaltensänderung anzunehmen. Auch der Staat habe zahlreiche Möglichkeiten, auf Risiken einzuwirken, die zur Entwicklung von Drogenabhängigkeit, von Suchtverhalten und den daraus entstehenden Folgen führten, so Schmidt in seinem Artikel. Das gelte vor allem auch für den Konsum legaler Drogen und das pathologische Glücksspiel. Eine entsprechend einschränkende Gesetzgebung gerate jedoch stets in das Spannungsfeld unterschiedlicher Interessen.

Professor Dr. Lothar Schmidt feierte im Februar seinen 90. Geburtstag. Eine Berliner Tageszeitung nannte ihn, der sich seit mehr als 60 Jahren mit der Krankheit Alkoholismus beschäftigt, den „deutschen Alkoholpapst“. Der Siebenten-Tags-Adventist ist einer der Pioniere der Anonymen Alkoholiker in Deutschland, Mitbegründer des Fachverbandes Sucht und Autor von Standardwerken zum Thema Alkoholismus. Noch als 90-Jähriger ist er unermüdlich zu Vorträgen unterwegs. An der Theologischen Hochschule Friedensau leitet er das Institut für Sucht- und Abhängigkeitsfragen und ist Lehrbeauftragter für Sozialmedizin im Fachbereich Christliches Sozialwesen.

Schmidt studierte an der Humboldt-Universität Berlin Medizin und erstritt Anfang der 1960er Jahre die ersten Krankenhausbetten für Alkoholabhängige. Später half er beim Aufbau der Suchtklinik „Haus Niedersachsen“ des Advent-Wohlfahrtswerkes in Dedelstorf-Oerrel bei Wolfsburg, deren Chefarzt er auch war. Dort entwickelte er das damals revolutionäre 12-Wochen-Therapiekonzept, das er mit einem Therapeutenteam erfolgreich umsetzte.

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Adventistische Kirche auf Seminargelände in Kuba eingeweiht

Silver Spring, Maryland/USA, 13.04.2011/APD   Ende März wurde eine durch die Freiwilligenorganisation „Maranatha International“ finanzierte und errichtete Kirche mit 336 Sitzplätzen auf dem Gelände des adventistischen Seminars in Santiago de las Vegas, nahe der Hauptstadt Havanna, eingeweiht. Das Gebäude werde während der Woche auch von Studenten, Kirchenmitgliedern aus der Umgebung und Kleingruppen sowie für Seminare genützt, teilte Adventist News Network (ANN) mit.

Die neue Kirche sei ein „augenfälliges Beispiel“ für die zunehmende Religionsfreiheit in ihrem Land, betonte Caridad Diego, Vorsitzende für religiöse Angelegenheiten in Kuba, in seinem Grußwort während der Einweihungsfeier. „Das Wirken der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten hat auf unser Gemeinwesen einen positiven Einfluss gehabt“, so Diego. Das Gebäude und das theologische Seminar werden zum Aufbau der Gesellschaft beitragen.“

„Das Leben stellt die Menschen hier oft vor Herausforderungen“, sagte Don Noble, Präsident von „Maranatha International“. „Wenn sie jedoch spüren, dass sie von der adventistischen Weltkirche nicht im Stich gelassen werden, sondern ein Gemeindezentrum für Gottesdienst und andere Veranstaltungen erhalten, erfüllt sie dies mit Hoffnung und gibt ihnen Mut.“

Die adventistische Freiwilligenorganisation habe vor zehn Jahren die Gebäude des 1996 gegründeten Seminars aufgebaut und vor drei Jahren mit der Errichtung der Kirche begonnen. Der Bau hätte sich wegen einem langwierigen Bewilligungsverfahren und mangelnden Spenden verzögert, so ANN.

Die meisten Pastoren der 294 adventistischen Kirchgemeinden und 154 Gruppen Kubas haben ihr Theologiestudium am 1996 gegründeten Seminario Adventista de Cuba absolviert. 1994 lebten in Kuba 13.000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten. Ende März waren es über 31.000.

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ACK Deutschland mahnt zu Ostern Recht auf Religionsfreiheit an

Frankfurt/Main, 12.04.2011/APD   Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) hat ein Wort zum Osterfest 2011 herausgegeben und dabei das Recht auf Religionsfreiheit angemahnt. Anlass dazu ist, dass die Kirchen in diesem Jahr Ostern am selben Tag feiern. Da die orthodoxen Kirchen sich bei der Datierung des Festes am Julianischen Kalender orientieren, während die anderen Kirchen den Gregorianischen Kalender verwenden, finden die Feiertage in den West- und Ostkirchen meist zu verschiedenen Zeiten statt. Bestrebungen für einen gemeinsamen Ostertermin sind bisher gescheitert.

In der ACK-Erklärung heißt es, dass Christen zu Ostern den „Glauben an den auferstandenen Herrn“ bekennen. Diese christliche Hoffnung verschließe aber nicht die Augen „weder vor den vielfältigen Formen des Leides in dieser Welt noch vor dem Tod“. Die Arbeitsgemeinschaft vertraue darauf, „dass Leid und Tod nicht das letzte Wort haben, weil Gott sich in der Auferstehung als ein Gott gezeigt hat, der die Toten lebendig macht“. Die ACK Deutschland wisse sich an diesem Osterfest besonders mit den Christen verbunden, die in anderen Teilen der Welt um ihres Glaubens willen unter Diskriminierung und Verfolgung litten. Sie werde sich für das Recht auf Religionsfreiheit für alle Menschen und ein friedliches Zusammenleben der Angehörigen verschiedener Religionen einsetzen.

In der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland sind 17 Kirchen und kirchliche Gemeinschaften zusammengeschlossen. Vier weitere sind Gäste. Vorsitzender der ACK ist der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Braunschweig, Professor Dr. Friedrich Weber.

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Bundesverdienstmedaille für "Wetterfrosch“

Lüneburg, 11.04.2011/APD   Für seinen ehrenamtlichen Dienst als „Wetterfrosch“ erhielt laut der Gemeindezeitschrift „adventisten heute“ Otto Starke aus Zwinge (Thüringen) im hohen Alter von 91 Jahren die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland. Starke begann 1968 seine Niederschlagsmessungen in seinem früher direkt an der innerdeutschen Grenze gelegenen Wohnort Zwinge für den Wetterdienst. Jeden Morgen um sieben Uhr stellte er fest, was der Himmel an Feuchtigkeit beschert hatte. Im Winter wurde die Schneehöhe gemessen. Diese Daten wurden einmal im Monat nach Potsdam übermittelt. 42 Jahre lang war Otto Starke in seiner ehrenamtlichen Funktion ein aufmerksamer Wetterbeobachter.

Jürgen Tremmel vom Deutschen Wetterdienst (Niederlassung Potsdam), der die Auszeichnung im Auftrag des Bundespräsidenten überreichte, brachte interessante Zahlen mit. So fielen im Zeitraum seit 1968 in Zwinge durchschnittlich 719 Liter Niederschlag pro Jahr und Quadratmeter. Der feuchteste Monat war der Oktober 1998 (184 Millimeter). Am trockensten war es im Februar 1972 und im Januar 1996. Da betrug die Niederschlagsmenge nur je zwei Millimeter. Neben einem Präsentkorb gab es noch eine besondere Überraschung – eine europäische Wetterkarte vom 14. März 1920. An diesem Tag erblickte der fleißige „Hilfsmeteorologe“ in Schlesien das Licht der Welt. Otto Starke ist Mitglied der adventistischen Gemeinde in Nordhausen.

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1,3 Millionen US-Dollar Forschungszuschuss zur Multiple Sklerose Früherkennung

Loma Linda, Kalifornien/USA, 10.04.2011/APD   Das staatlich amerikanische Gesundheitsinstitut zur Erforschung der Multiple Sklerose Krankheit hat der adventistischen Loma Linda University (LLU) in Südkalifornien/USA einen Zuschuss von 1,3 Millionen US-Dollar (930.000 Euro) zur Erforschung der Früherkennung von Multiple Sklerose (MS) bewilligt.

„Behandlungen von MS haben sich vor allem auf die Unterdrückung des Auftretens von Entzündungen konzentriert und weniger auf den Schutz des wichtigeren neuronalen Systems“, sagte Shu-Wei Sun, Assistenz-Professor in Biophysik und Bioengineering an der School of Science and Technology an der LLU und führender Forscher des MS-Früherkennungsprojekts.

Die Forscher der Loma Linda University planten unter Anwendung modernster Technik die Entwicklung neuer Verfahren, um Multiple Sklerose früher und zuverlässiger diagnostizieren zu können, und zwar bevor die Patienten schwere Symptome und in deren Folge dauerhafte Schädigungen des Nervensystems erlitten, teilte die Universität mit.

In den USA wird jährlich bei 10.400 Personen Multiple Sklerose diagnostiziert. Laut Angaben der Schweizerischen und der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft gebe es in der Schweiz 365 und in Deutschland 2.500 neue Fälle pro Jahr. In der Schweiz leben 10.000 und in Deutschland 122.000 MS-Patienten. Multiple Sklerose ist eine chronische, fortschreitende, entzündliche Erkrankung, die das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) angreift und von Gefühllosigkeit der Gliedmassen bis in schweren Fällen zu Lähmungen oder zum Verlust des Sehvermögens führen kann.

Das 1905 von den Siebenten-Tags-Adventisten gegründete Sanatorium mit Krankenpflegeschule wurde 1913 zum Krankenhaus und angeschlossenem College ausgebaut. An der Loma Linda University lehren heute 1.705 Professoren und Dozenten. Mehr als 4.200 Studenten aus über 80 Ländern haben Studiengänge in Human- und Zahnmedizin, Pharmazie, Gesundheitswissenschaften, Krankenpflege, Psychologie, Sozialwesen, Naturwissenschaften und Theologie belegt.
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Elfenbeinküste: Familienangehörige von adventistischen Kirchenmitarbeitern evakuiert

Silver Spring, Maryland/USA, 08.04.2011/APD   Rund 40 Familienmitglieder von Mitarbeitern der West-Zentralafrikanischen Verwaltung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Abobo, einem Vorort Abidjans/Elfenbeinküste, sind während der politischen Unruhen als Vorsichtsmaßnahme nach Accra ins Nachbarland Ghana evakuiert worden, wie Adventist News Network (ANN) meldete. Im Verwaltungsgebäude der Kirche in Abidjan seien noch zehn Mitarbeiter zurückgeblieben. Dieses befindet sich im meist umkämpften Stadtteil in 300 Metern Entfernung vom Präsidentenpalast, in dem sich der abgewählte Präsident Laurent Gbagbo verschanzt halte, wie ANN berichtete.

Nach Angaben von Associated Press sind seit den Unruhen, die nach den Wahlen in der Elfenbeinküste ausbrachen, 470 Personen getötet worden und eine Million Einwohner geflohen.

„Wir hoffen, dass die Angelegenheit in einigen Tagen ausgestanden ist“, sagte Pastor Gilbert Wari, Präsident der West-Zentralafrikanischen adventistischen Kirchenverwaltung. Zur ihr gehören die Adventisten in 22 Ländern. Von den 21,4 Millionen Einwohnern der Elfenbeinküste sind 12.000 Mitglieder der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die in 60 Kirchgemeinden und 88 Gruppen Gottesdienste feiern.
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Gesundkost aus dem Allgäu

Adventisten leisten mit „Bioherba“-Gruppe Beitrag zur gesunden Ernährung

Lüneburg, 07.04.2011/APD   Als die Freikirche 2007 das „De-Vau-Ge-Gesundkostwerk“ in Lüneburg und „Milk-Snack Produktions“ in Tangermünde bei Stendal verkaufte, sei von diesem Eigentümerwechsel der Bereich Reformhaus und Naturkost nicht berührt worden, teilte Dr. Andreas Makowski, Geschäftsführer der „Bioherba“-Gruppe, in einem Artikel in der adventistischen Gemeindezeitschrift „adventisten heute“ mit. Dieser Bereich werde unter der Regie der Freikirche mit dem Namen „Bioherba“ weitergeführt.

Die „Bioherba“-Gruppe, ein Unternehmen der De-Vau-Ge-Stiftung, vertreibe vom heutigen Stammsitz in Heimertingen bei Memmingen (Bayern) ein großes Sortiment von Gesundkost- und Pharmaprodukten an Reformhäuser, Apotheken, Naturkostläden und auch größere Vollsortimenter (Supermärkte). Das Angebot umfasse laut Makowski etwa 1.500 Artikel, vom klassischen Bio-Müsli über Sojadrinks, vegetarische Pasteten bis hin zu Leinsamenprodukten und Nahrungsergänzungsmitteln sowie medizinischer Kosmetik. Die Produkte würden unter den altbekannten Marken „granoVita“,“EDEN“, „Nook“, „Martin Evers“, „Bruno Fischer“, „GranoVital“, „Linusit“ und „Bergland Pharma“ vertrieben.

Die Fachkompetenz des Unternehmens liege, so der Geschäftsführer, in der Herstellung gesunder Produkte. Diese müssten vollwertig, biologisch angebaut und naturbelassen sein. Alle Markenprodukte würden von Ernährungswissenschaftlern, Lebensmittelchemikern und Pharmazeuten ständig überprüft und weiterentwickelt. So könnten die vegetarischen Produkte garantiert dioxinfrei genannt werden.

Vom zweiten Standort des Unternehmens in Großbritannien werde auch der dortige Gesundkostmarkt bedient. Darüber hinaus würden die Produkte in alle europäischen Länder und sogar bis nach Asien und Kanada vertrieben, informierte Makowski. In enger Kooperation mit dem spanischen Schwesterunternehmen, der „granovita S.A.“, einem Unternehmen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Spanien, produziere die „Bioherba“-Gruppe Dosenprodukte, etwa vegetarische Pasteten, und könne über das spanische Unternehmen eine Vielzahl seiner Produkte, wie Leinsamenprodukte und Jogurts, verkaufen. In der „Bioherba“-Gruppe seien derzeit 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

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Schätze früher Buchdruckerkunst in Bibelgalerie Meersburg

Meersburg, 06.04.2011/APD   Das vielleicht wertvollste gedruckte Buch der Welt und die erste gedruckte Bibel in deutscher Sprache sind vom 9. April bis 3. Juli in der Bibelgalerie Meersburg zu sehen. Die Sonderausstellung „Von Gutenberg bis Luther – die Faszination früher Bibeldrucke“ eröffnet in der Bibelgalerie eine dreiteilige Reihe mit Raritäten der Württembergischen Landesbibliothek (WLB) Stuttgart.

In der Ausstellung ist unter anderem die „Stuttgarter sechsunddreißigzeilige Bibel“ in lateinischer Sprache zu sehen, die vermutlich bis 1461 in Bamberg gedruckt wurde. Wegen ihrer Seltenheit handelt es sich um das vielleicht wertvollste gedruckte Buch der Welt. Zu den weiteren Schätzen der Ausstellung gehört die sogenannte Mentelin-Bibel, die erste gedruckte Bibel in deutscher Sprache. Der Gutenberg-Schüler Johannes Mentelin druckte sie 1466 in Straßburg. Die Textvorlage ist unbekannt, wurde aber wie alle deutschen Übersetzungen vor Martin Luther aus der lateinischen Vulgata übersetzt.

Die Reihe „Von Gutenberg bis Luther“ wird vom 3. Juli bis 20. August mit weiteren Bibelraritäten und einem „Blick in die Druck- und Übersetzungsgeschichte der Bibel“ fortgesetzt. Die originale 42-zeilige Gutenberg-Bibel von 1454 ist neben anderen Schätzen der WLB vom 20. August bis 9. Oktober in der Bibelgalerie Meersburg zu sehen. Weitere Informationen zu den Sonderausstellungen und zur Dauerausstellung gibt es im Internet unter www.bibelgalerie.de ___________________________________________________________

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Durch Predigtpreis die Redekunst in den Kirchen fördern

Beste Predigt 2011 gesucht

Bonn, 05.04.2011/APD   Der Verlag für die Deutsche Wirtschaft (Bonn) hat erneut den ökumenischen Predigtpreis ausgelobt. Bis zum 15. Juli 2011 könnten Predigten von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Kirchen, Freikirchen und Landeskirchlichen Gemeinschaften eingesandt werden, die innerhalb der letzten zwei Jahre gehalten wurden. Die Auszeichnung werde wieder in den Kategorien „Lebenswerk“ sowie „Beste Predigt 2011“ verliehen. In der Kategorie „Beste Predigt“ seien auch Predigten und Andachten außerhalb der Perikopenordnung und der Texte im Kirchenjahr willkommen. Zusätzlich vergibt die Jury in diesem Jahr einen Sonderpreis in der Kategorie „Beste Predigt zum Osterfest“.

Mit dem 2000 erstmals vergebenen Predigtpreis will der Verlag für die Deutsche Wirtschaft die Redekunst in den Kirchen fördern. Ausgezeichnet wurden bislang unter anderem der Kabarettist Hanns Dieter Hüsch (Köln), der Erfurter katholische Bischof Dr. Joachim Wanke, der Schweizer Pfarrer Kurt Marti, der Professor für Systematische Theologie Dr. Eberhard Jüngel (Tübingen), die ehemalige hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann, der mennonitische Pfarrer Dr. Fernando Enns (Hamburg), und der methodistische Theologe Michael Putzke (Kassel).

Die Preisverleihung findet am Buß- und Bettag, Mittwoch, 16. November 2011, in der Bonner Schlosskirche (Universitätskirche) statt. Die nicht dotierte Auszeichnung besteht aus einer Bronzeskulptur.

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Neue Radiostation auf Lanzarote sendet in Arabisch und in Berbersprachen

Sagunto/Spanien, 04.04.2011/APD   Eine neue adventistische Radiostation auf Lanzarote, der Marokko vorgelagerten kanarischen Insel, hat die Sendearbeit aufgenommen, wie Pedro Torres Martínez (Sagunto/Spanien), Direktor von Adventista Radio mitteilte.

Die neue UKW-Radiostation habe zusammen mit jener in Ceuta, der spanischen Exklave auf marokkanischem Festland, eine strategische Bedeutung, so der Rundfunkdirektor. Beide Sender erreichten mit ihren Programmen Menschen im sogenannten 10/40 Fenster. Das ist ein Gebiet der nördlichen Hemisphäre zwischen dem 10. und 40. Breitengrad das von Armut und niedriger Lebensqualität geprägt sei und kaum Zugang zur christlichen Botschaft habe. Laut Martínez würden auf Grund der Nähe zu Marokko und Gibraltar sowie den Touristengebieten in dieser Region neben der Hauptsprache Spanisch vor allem am Abend auch Programme in Arabisch, Berbersprachen, Englisch und Französisch ausgestrahlt.

Der neue Sender sei Teil des adventistischen Radionetzwerks in Spanien, dessen Programme zentral in den Studios des Medienzentrums von Sagunto, nördlich von Valencia, produziert würden, so Martínez. Es bestehe eine enge Zusammenarbeit mit Adventist World Radio (AWR).

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Die Freikirchen in der Weimarer Republik

Frühjahrstagung des Vereins für Freikirchenforschung

Büsingen bei Schaffhausen/Schweiz, 03.04.2011/APD   „Die Freikirchen in den Umbrüchen der Weimarer Republik“ lautete das Thema des Frühjahrssymposiums des Vereins für Freikirchenforschung (VFF) vom 1. bis 2. April in Büsingen am Hochrhein. Der Volkswirt Dr. Lothar Weiß (Frechen bei Köln) befasste sich mit dem Staatskirchenrecht der Weimarer Reichsverfassung (WRV). Das Bündnis von Thron und Altar sei zwar nach dem Ersten Weltkrieg zu Ende gegangen, dennoch hätten die evangelische und die römisch-katholische Kirche ihre bisherigen Rechte behalten wollen. Weiß sprach deshalb von einer „hinkenden Trennung von Kirche und Staat“. Die alten Rechte der Kirchen seien anerkannt worden, doch wäre durch die Verleihung von Körperschaftsrechten auch an neue Religionsgemeinschaften eine rechtliche Gleichstellung erfolgt.

Zum „Streit um die Rechtsform der protestantischen Landeskirchen 1918/19 im Spiegel der baptistischen Zeitschriftenpresse“ äußerte sich Jonathan Scheer, Student am Theologischen Seminar (Fachhochschule) des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Elstal bei Berlin. Nach dem Ersten Weltkrieg hätten die Baptisten zwar die Demokratisierung samt Religions- und Pressefreiheit begrüßt, doch sie wollten unpolitisch sein. Politik sei Privatsache und interessiere sie nicht. Die Trennung von Kirche und Staat sei zwar begrüßt worden, doch es wäre den Baptisten weniger um die Abschaffung der Staatskirchen gegangen, sondern um rechtliche Gleichstellung mit ihnen. Die Sozialdemokratie, die sich primär gegen das Staatskirchentum gestellt habe, aber nicht gegen die Freikirchen, sei wegen Bekämpfung religiöser Werte abgelehnt worden.

Der Historiker Dr. Gunter Stemmler (Frankfurt/Main) bezeichnete das Wirken der Bischöflichen Methodistenkirche in der Weimarer Republik als „Erfolgsgeschichte ohne Happy End“. Zwar sei die Mitgliederzahl von 22.000 im Jahr 1919 auf knapp 34.000 im Jahr 1932 gestiegen, doch es wäre den Methodisten nicht gelungen, mit ihrer Botschaft Einfluss auf das Leben der Bevölkerung in Deutschland zu nehmen. Die konservativ ausgerichtete Freikirche habe als Sekte und „ausländisches Gewächs“ gegolten, da sie aus den USA und Großbritannien stamme.

Mit ihrem Großvater Friedrich Heitmüller (1888-1965) und seiner Auseinandersetzung mit Kirche und Staat in der Weimarer Republik befasste sich die freie Journalistin Ulrike Heitmüller (Berlin). Friedrich Heitmüller leitete in Hamburg die „Gemeinde am Holstenwall“, die zum Gnadauer Verband innerhalb der evangelischen Kirche gehörte. Ihr waren das Diakonissenhaus „Elim“ und seit 1927 ein Krankenhaus angeschlossen. 1934 kam es jedoch zur Trennung mit dem Gnadauer Verband, und die Gemeinde wurde 1937 in den Bund Freier evangelischer Gemeinden (BFeG) aufgenommen. Noch 1932 sei ihr Großvater ein scharfer Gegner des Nationalsozialismus gewesen, betonte Ulrike Heitmüller. Obwohl er auch später religiöse Anschauungen der NSDAP kritisiert habe, wäre er dann doch zum Befürworter der NS-Bewegung geworden und hätte rassistische und antisemitische Positionen vertreten.

Auf die Freien evangelischen Gemeinden (FeG) in der Weimarer Republik ging der Pastor der FeG-Gemeinde Brühl bei Köln, Jens Mankel, ein. Auch diese Freikirche verzeichnete von 1919 bis 1930 ein Mitgliederwachstum von 9.000 auf 12.800. Zur Erlangung der Körperschaftsrechte habe eine eigene Verfassung verabschiedet werden müssen, sodass es Meinungsverschiedenheiten beim Thema Kirche und Staat gegeben habe. Zu Auseinandersetzungen sei es mit den evangelischen Landeskirchen wegen der kirchlichen Friedhöfe gekommen, auf denen es freikirchlichen Predigern nicht gestattet gewesen wäre, Grabreden zu halten. Obwohl die FeG an dem Bibelwort des Apostel Paulus in Römer Kapitel 13 festhielt, dass jede Obrigkeit von Gott kommt, sei die Demokratie als „christusfeindlich“ angesehen worden. Diese Spannungen, zu denen noch apokalyptisches Denken gekommen wäre, hätten nicht aufgelöst werden können.

Pastor i.R. Karl Heinz Voigt (Bremen) ging auf die große Krise der 1926 in Leipzig gegründeten Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) ein. Zu ihr gehörten damals der Bund der Baptistengemeinden in Deutschland, die Freien evangelischen Gemeinden (FeG), die Evangelische Gemeinschaft und die Bischöfliche Methodistenkirche. Der Staat und die evangelische Kirche hatten mit der VEF jetzt ein gemeinsames Gegenüber, doch die Kontakte, die sich daraus ergaben, führten die VEF 1929 bis 1932 in eine Krise. Der Methodist Theophil Mann vertrat die VEF unter anderem in der Bewegung für Glauben und Kirchenverfassung sowie in der Bewegung für Praktisches Christentum, die Vorläuferorganisationen des Ökumenischen Rates der Kirchen waren. Die FeG und die Baptisten äußerten 1929 Bedenken, ob eine Zusammenarbeit in diesen und anderen Gremien mit liberalen Theologen möglich sei. Die Spannungen hätten sich 1932 zugespitzt, da es in beiden Freikirchen Überlegungen gegeben habe, die VEF zu verlassen. Gelöst sei das Problem damals nicht worden, so Voigt. Doch die Spannungen hätten sich 1933/34 aufgelöst, als die NS-Machthaber eine Deutsche Reichskirche propagierten, durch die auch die Freikirchen in ihrer Eigenständigkeit bedroht gewesen wären.

Ueli Frei, Pastor der Evangelisch-methodistischen Kirche in Chur/Schweiz, legte einen Forschungsbericht zur Methodistenkirche in Bulgarien zwischen Duldung und Verfolgung vor. Er spannte den Bogen vom Jahr 1857 mit der Aussendung der ersten methodistischen Missionare aus den USA bis zum Ende der kommunistischen Ära in Bulgarien 1989.

Die Kirchenhistorikerin Dr. Gisa Bauer (Leipzig) befasste sich mit der zeitgenössischen landeskirchlichen Sicht zu den Freikirchen während der Weimarer Republik. Die Freikirchen seien von den Landeskirchen als Sekten angesehen worden. Als die Freikirchen Körperschaftsrechte beantragten, hätten die staatlichen Ministerien der deutschen Länder die Landeskirchen um Stellungnahmen gebeten. Doch eine Definition des Begriffes „Freikirche“ hätte es weder bei den Landeskirchen noch bei den Freikirchen gegeben. Der größte Vorbehalt der Landeskirchen sei die Mission der Freikirchen unter evangelischen Kirchenchristen gewesen.

Die Frühjahrstagung des Vereins für Freikirchenforschung (VFF) schloss mit dem Referat von Pfarrer Dr. Walter Fleischmann-Bisten, dem Freikirchlichen Referenten des Konfessionskundlichen Instituts in Bensheim, zum Thema „Die Rezeption der Theologie Karl Barths in den Freikirchen“. Er kam zu dem Schluss, dass sich die Freikirchen in der Weimarer Zeit bis auf wenige Ausnahmen nicht für den Schweizer evangelisch-reformierten Theologen Karl Barth (1886-1968) interessiert hätten. Die Freikirchen seien damals vor allem mit Rechtsfragen und ihrer erfolgreichen Mission befasst gewesen. „Die Nichtbeachtung Barths hatte zur Konsequenz, dass die Freikirchen schlecht gerüstet in die Auseinandersetzungen mit dem Nationalsozialismus gegangen sind“, so Fleischmann-Bisten. Aber auch Barth habe die Freikirchen nicht richtig verstanden und ihre Mitarbeit in der Bekennenden Kirche mit der Begründung abgelehnt, sie hätten kein reformatorisches Bekenntnis. Die in Büsingen gehaltenen Referate werden im VFF-Jahrbuch dokumentiert.
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Freikirchen für Ausstieg aus der Atomkraft

Frankfurt/Main, Ostfildern bei Stuttgart, 01.04.2011/APD   Auch in Deutschland sei ein Unfall oder Sabotageakt in einem Atomkraftwerk keine Frage der Möglichkeit, sondern nur eine Frage der Zeit. Diese Sorge brachte die Vorsitzende der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF), die evangelisch-methodistische Bischöfin Rosemarie Wenner (Frankfurt am Main), aufgrund des Erdbebens in Japan und der Havarie des Atomkraftwerks Fukushima in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Ausdruck.

Die Freikirchen forderten die Regierungschefin auf, „ein sogenanntes ‚Restrisiko‘ nicht länger in Kauf zu nehmen, alle schon abgeschalteten Atommeiler nicht wieder ans Netz zu schließen und für die restlichen Atomkraftwerke alle Möglichkeiten zu einem schnellstmöglichen Ausstieg zu prüfen und zu nutzen.“ Bischöfin Wenner wies darauf hin, dass der nach jüdisch-christlichem Menschenbild gültige Auftrag, die Erde zu beherrschen auch „das demütige Anerkennen menschlicher Grenzen“ einschließe.

Neben der Bereitschaft, den eigenen Lebensstil zu ändern und die Kirchengemeinden zu ermutigen, aus diesen Geschehnissen Konsequenzen zu ziehen, sichern die Vertreter der VEF der Bundeskanzlerin ihre volle Unterstützung zu, „in Verantwortung vor Gott und den Menschen die Position zur Energiepolitik grundlegend zu überprüfen“. Dazu gehöre auch, „deutschlandweit nach vorher festgelegten Sicherheitskriterien nach einem Endlager für radioaktiven Müll zu suchen, um den größtmöglichen Schutz vor Verstrahlung zu erhalten, sowie den ökologisch und ethisch sinnvollen Ausbau regenerativer Energien mit aller Kraft zu unterstützen“.

Auch der Vorsitzende der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, Pastor Günther Machel (Ostfildern bei Stuttgart), hatte in einer Stellungnahme nach der Naturkatastrophe in Japan betont, dass es gelte, die Grenzen der Machbarkeit zu erkennen und mit Gottes Schöpfung verantwortlich umzugehen. Es stelle sich auch in Deutschland die Frage, „ob wir um des Wohlstandes willen jegliches Risiko eingehen wollen“. Das gelte insbesondere für die Atomenergie. „Wir müssen in Deutschland über die Laufzeiten unserer Kernkraftwerke reden und erneut Entscheidungen treffen.“ Aber auch jeder Einzelne trage Verantwortung für den Umgang mit der Schöpfung und könne daher seinen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten, hob der Freikirchenleiter hervor.
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Sechs Millionen Bildaufrufe bei "churchphoto.de"

Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, 01.04.2011/APD   Die Bildagentur „churchphoto.de“ des Medienzentrums „Stimme der Hoffnung“ der Siebenten-Tags-Adventisten in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt verzeichnet jetzt über sechs Millionen Bildbetrachtungen seit dem Start im Jahr 2005.

„Die steigende Nachfrage nach Fotos aus der reichhaltigen Auswahl von churchphoto.de ist ein Zeichen, für das hohe Interesse an hochwertigen Bildern und Grafiken aus dem christlichen Sektor“, betonte der Leiter des Medienzentrums, Pastor Matthias Müller. Die Nutzergruppe sei international und wachse kontinuierlich. Weitere Informationen sind im Internet bei www.churchphoto.de zu finden.
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