Madrid/Spanien, 15.05.2011/APD   Die beiden schlimmsten Erdbeben seit 55 Jahren haben den Südosten Spaniens am 11. Mai mit einer Stärke von 4,5 und 5,3 auf der Richterskala erschüttert. Nach Behördenangaben seien in der 85.000 Einwohner zählenden Stadt Lorca neun Menschen ums Leben gekommen und 176 verletzt worden.

„Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Spanien klärt mit den lokalen Behörden und anderen Hilfsorganisationen Einsatzmöglichkeiten ab“, teilte Kevin Brito, zuständig für Nothilfe bei ADRA Spanien, mit. Gegebenenfalls werde das Hilfswerk die Betreuung von 75 obdachlosen Familien übernehmen und bei den Aufräumarbeiten mit Freiwilligen helfen. „Die Zentralregierung unterstützt die Regionalbehörden mit Personal und Gerät der Armee und des Zivilschutzes, um die Trümmer wegzuräumen und Notunterkünfte für die Obdachlosen zu erstellen“, ergänzte er.

Er sei dankbar, dass bei dem Erdbeben keine Adventisten getötet oder verletzt worden seien, sagte Jugendpastor Miguel Fernando Bacuilima in Lorca. Der dortige Gemeindeleiter Abraham Ostos betonte, dass das Gebäude der 30 Mitglieder umfassenden adventistischen Gemeinde in Lorca erheblichen Schaden erlitten habe. In der ersten Nacht nach dem Beben hätten in seiner Wohnung 20 Personen übernachtet, weil er drei obdachlose Familien aufgenommen habe, die aus Sicherheitsgründen nicht mehr in ihre Häuser zurückkehren durften oder konnten, so Ostos.

In Spanien leben 15.582 erwachsen getaufte Adventisten, die in 107 Kirchengemeinden und 31 Gruppen Gottesdienste feiern.
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