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Neuer Geschäftsführer der Saatkorn-Verlagsgruppe

Lüneburg, 31.05.2011/APD   Wolfgang Bartel (57), Vorstand der De-Vau-Ge-Stiftung, ist zum Geschäftsführer der Saatkorn-Verlagsgruppe der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Lüneburg berufen worden. Er tritt die Nachfolge von Eckhard Boettge an, der im März dieses Jahres 65 Jahre alt wurde und seine Tätigkeit als Geschäftsführer des Saatkorn-Verlags nach 20 Jahren am 30. Juni 2011 beendet.

Wolfgang Bartel hat Maschinenbau (Dipl.-Ing.) und Betriebswirtschaftslehre (Dipl.-Kfm.) studiert. Die längste Zeit seiner beruflichen Tätigkeit arbeitete er im damaligen adventistischen De-Vau-Ge-Gesundkostwerk in Lüneburg. Seit 2008 ist er Vorstand der De-Vau-Ge-Stiftung. In Verbindung mit dem Verkauf des „De-Vau-Ge-Gesundkostwerkes“ in Lüneburg durch die Freikirche im Jahr 2007 wurde die Stiftung gegründet. Bartel ist gebürtiger Allgäuer (Memmingen), verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn.

Zur Saatkorn-Verlagsgruppe gehören in Lüneburg neben dem Saatkorn-Verlag der Advent-Verlag und „ChriSTA-Medien“. Der Advent-Verlag gibt unter Leitung von Pastor Elí Diez-Prida Literatur für die adventistischen Gemeinden heraus. Pastor Dr. Pavlo Khiminets leitet „ChriSTA-Medien“ zur Verbreitung christlicher Literatur in russischer Sprache.

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Gemeinde der Adventisten in Hamburg wird "grün“

Umstellung auf Ökostrom, „weil uns die Schöpfung wichtig ist“

Hamburg, 31.05.2011/APD   Da Hamburg die Umwelthauptstadt Europas 2011 ist, wollen sich auch die Siebenten-Tags-Adventisten der Adventgemeinde Hamburg-Grindelberg engagieren. Laut Gemeindepastor Saša Gunjevic leben wir nicht nur in dem Bewusstsein, dass die Erde und die Menschen von Gott geschaffen wurden, sondern dass wir auch Verantwortung für die Schöpfung und somit für uns und unsere Umwelt erhalten haben“. Deshalb schätze es die Gemeinde sehr, dass die Stadt Hamburg mit gutem Beispiel vorangehe. Doch auch die Adventgemeinde Hamburg-Grindelberg wolle selbst ein Zeichen innerhalb ihrer eigenen Freikirche setzen und dazu ermutigen, „sich für unsere Schöpfung ganz praktisch einzusetzen“.

Ein erster und auch einfacher Schritt könne die Umstellung des Stromanbieters sein, so Gunjevic. Die jüngsten Ereignisse in Japan hätten deutlich gemacht, welche Gefahren mit den Atomkraftwerken verbunden seien. Ökostrom, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stamme und eine Beteiligung von Atom- und Kohlekonzernen ausschließe, schütze die Umwelt. „Wir haben uns aus diesem Grund dafür entschieden, auf Ökostrom umzustellen.“ Technik und Licht würden in der Adventgemeinde Grindelberg darum jetzt „grün“.

Die Ortsgemeinde wolle auch andere adventistische Gemeinden und Kirchen in Hamburg sowie darüber hinaus ermutigen, auf „grün“ umzustellen“, teilte Pastor Gunjevic mit. Deshalb habe sie die Initiative „Siebenten-Tags-Adventisten stellen um. – Ökostrom, weil uns die Schöpfung wichtig ist!“ ins Leben gerufen.

Zur Adventgemeinde Hamburg-Grindelberg gehören 434 erwachsen getaufte Adventisten. In der Hansestadt gibt es neun adventistische Gemeinden mit insgesamt 1.290 Mitgliedern.

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Adventisten stellen in Joplin den Baptisten ihre Kirche zur Verfügung

Lincoln, Nebraska/USA, 30.05.2011/APD   In der Geschichte der allein auftretenden Tornados in den USA seit 1950 sei jener am 22. Mai in Joplin, Missouri/USA, mit 125 Opfern der tödlichste gewesen, berichtet die „Christian Post“. Die Behörden schätzten die Zahl der Verletzten auf 900 Personen und der zerstörten Gebäude in Joplin und Umgebung auf 8.000.

Dwight Seek, Pastor der Adventisten in Joplin, treffe sich täglich mit den Pfarrern anderer Kirchen zu einem Morgengebet, so Martin Weber, Kommunikationsdirektor der adventistischen Kirchenleitung im Mittleren Westen der USA. Seek habe nach Rücksprache mit seinem Vorgesetzten der örtlichen Baptistenkirche, deren Gebäude vom Tornado zerstört worden sei, das adventistische Gotteshaus für ihre Gottesdienste zur Verfügung gestellt.

Da es bei früheren Unwettern eine gute Zusammenarbeit zwischen den Adventistischen Gemeinschaftsdiensten (ACS) mit der Katastrophenhilfeorganisation (FEMA) des Bundesstaates Missouri gegeben habe, seien sie von dieser mit der Einrichtung und Leitung des offiziellen Nothilfe-Verteilzentrums in Joplin beauftragt worden. Es werde von verschiedenen Hilfsorganisationen, wie dem Amerikanischen Roten Kreuz und den staatlichen Organisationen genutzt, teilte Gaylord Hanson, Koordinator der ACS in den Staaten des Mittleren Westens, mit.

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Großes Interesse am 3. "Tag der Kirchen am Rheinknie“ in Basel

Basel/Schweiz, 30.05.2011/APD   Bei idealen äußeren Bedingungen erhielt der 3. „Tag der Kirchen am Rheinknie“ in Basel großen Zuspruch. Etwa 6.500 Menschen aus dem Dreiländereck besuchten am Sonntag, 29. Mai, den Festgottesdienst, den „Markt der Möglichkeiten“ und die über 50 Veranstaltungen im und um das Basler Münster, wie die Informationsstelle der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt mitteilte.

Nach dem Auftakt am Samstagabend mit gut besuchten Jugendgottesdiensten in der Clara- und Gellertkirche sowie einem Konzert in der Martinskirche und einem Fackelzug über die Mittlere Brücke zur Pfalz trafen sich am Sonntag rund 6.500 Christinnen und Christen unterschiedlicher Konfessionen aus der Nordwestschweiz, dem Elsass und Baden-Württemberg bei idealen Wetterbedingungen auf dem Basler Münsterplatz.

Bereits der morgendliche Festgottesdienst im bis auf den letzten Platz besetzen Münster musste in das ebenfalls gefüllte Zelt auf dem Platz übertragen werden. Auch der farbenfrohe „Markt der Möglichkeiten“ mit 50 Ständen, die über 50 Vorträge, Podiumsgespräche und Workshops sowie die musikalischen und kulturellen Rahmenprogramme zum Kirchentags-Motto „Die Liebe hat den langen Atem“ (1. Korinther, 13,4) stießen auf großes Interesse und durchgehend positives Echo der Besucherinnen und Besucher aus der Region.

„Der sonnige Tag und die angenehmen Temperaturen krönten unsere Bemühungen, ein gehaltvolles Programm zu verschiedenen Aspekten der Liebe in einem inspirierenden Rahmen anzubieten“, sagte der Präsident der von den Kirchen am Rheinknie (KIRK) eingesetzten Steuerungsgruppe, Pfarrer Dr. Markus B. Christ aus Sissach, in einer ersten Bilanz. „Wir sind glücklich über die große Resonanz, auf welche das Ergebnis unserer dreijährigen Vorbereitungsarbeit gestoßen ist. Besonders freut uns von den gastgebenden Kirchen aus Basel-Stadt und Basel-Land, dass unerwartet viele Glaubensbrüder und -schwestern aus dem Elsass und Südbaden unserer Einladung gefolgt sind, darunter auffallend viele Jugendliche und Familien mit Kindern.“

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten war mit einem Gemeinschaftsstand der Gemeinden Basel und Mulhouse auf dem Kirchentag vertreten. Deutsch- und französischsprachiges Informationsmaterial, Studienanleitungen zur Bibel sowie christliche Literatur wurden angeboten. Die evangelische Freikirche unterstützt seit vielen Jahrzehnten die Arbeit der Bibelgesellschaften in Deutschland, Frankreich und der Schweiz.

KIRK umfasst grenz- und sprachübergreifend evangelische sowie römisch- und christkatholische Kirchen aus dem Oberelsass, Südbaden und der Nordwestschweiz. Sie hält alle vier Jahre einen trinationalen Kirchentag in der Oberrhein-Region ab. Der erste fand zum Thema „Dem Leben Würze geben“ im Herbst 2003 in Lörrach statt, 2007 lud Mulhouse unter dem Motto „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde“ ein.

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Erstes ghanaisches Gemeindezentrum der Adventisten außerhalb Ghanas

Hamburg, 29.05.2011/APD   Die rund 190 erwachsen getauften Adventisten aus Ghana konnten zusammen mit ihren 70 Kindern ein eigenes Gemeindezentrum im Hamburger Stadtteil Niendorf, direkt am Flughafen, einweihen. Es ist das erste eigene Kirchengebäude einer ghanaischen Adventgemeinde außerhalb Ghanas. Es wurde größtenteils von deutschen Adventisten über die sogenannten „Kapellenbausammlungen“ finanziert.

Architekt Thomas Röstel (Hannover) von der Grundstücksverwaltung des Norddeutschen Verbandes der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gab während der Einweihungsfeier einen kurzen Abriss über die verschiedenen gemieteten Versammlungsstätten der Gemeinde in Hamburg, die alle irgendwann zu klein wurden. Nach längerer Suche konnte in Niendorf ein bezahlbares Grundstück, das direkt an den Flughafen grenzt, gefunden werden.

In Deutschland gibt es acht ghanaische Adventgemeinden, die im Durchschnitt jeweils zwischen 40 und 50 Mitglieder haben. Die Hamburger Gemeinde ist die älteste und größte von ihnen. Sie war 1976 zunächst eine kleine Gruppe, nahm aber immer mehr an Mitgliedern zu, sodass sie 1982 den Gemeindestatus erhielt.
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Leitungswechsel bei Heilsarmee in Deutschland

Köln, 28.05.2011/APD   Die Oberste Patrick und Anne-Dore Naud übernehmen ab 1. Juni die Verantwortung als Landesleiter der Heilsarmee in Deutschland, Litauen und Polen. Sie lösen die Kommandeure Horst und Helga Charlet in diesem Amt ab. Der Oberst ist in Frankreich geboren und hatte bisher Aufgaben in Frankreich, Deutschland und Belgien als Gemeindeleiter, Leiter für Soziale Dienste, Gefängnispastor, Finanz-, PR- und Fundraising-Offizier, Regionaloffizier, und die letzten beiden Jahre als Chefsekretär (Verwaltungsleiter) der Heilsarmee in Deutschland, Litauen und Polen. Seine Frau, Anne-Dore Naud, ist in Süddeutschland geboren, und hat vor dem Eintritt in die Europäische Offiziersschule der Heilsarmee in Basel, die beide absolviert haben, im Missions-Team Hamburg gearbeitet.

Die Oberste Patrick und Anne-Dore Naud leiteten zusammen die Gemeinden in Nizza, Alès und St. Jean-du-Gard in den Cevennen, Stuttgart, Paris und Straßburg, bevor sie nach Brüssel an das Hauptquartier versetzt wurden. Anne-Dore Naud war in Belgien für die Kinder-, Jugend- und Kandidatenabteilung verantwortlich. Vor vier Jahren übernahm sie die Leitung der Abteilung „Gesellschaft und Familie“ in der Heilsarmee in Deutschland.

Die Amtseinführung findet am 11. Juni 2011, 15 Uhr, in der Friedenskirche der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in Köln, Rheinaustraße 9-13, statt. Den Gottesdienst leitet der Internationale Sekretär für Europa, Kommandeur Robert Street, mit seiner Frau, Kommandeurin Janet Street. Die Kommandeure sind die Leiter der Europaabteilung am Internationalen Hauptquartier in London.

Gleichzeitig wird das Amt des Chefsekretärs, welches der Oberst bisher innehatte, neu besetzt. Eine Frau, Oberstleutnantin Marsha Bowles, wird seine Nachfolgerin. Die Oberstleutnantin war bisher für die Evangelisationsarbeit der Heilsarmee in Deutschland zuständig. Ihr Mann leitet das Jugendwerk in Deutschland, Litauen und Polen. Die beiden sind Kanadier, leben und arbeiten aber bereits seit 14 Jahren in Deutschland.

Weltweit zählen sich etwa drei Millionen Menschen zur Heilsarmee, darunter rund eine Million Heilssoldaten (Mitglieder) und 25.974 Offiziere (Geistliche). In Deutschland unterhält die Freikirche 45 Korps (Gemeinden) mit rund 3.500 Mitgliedern und Zugehörigen sowie 42 soziale Einrichtungen. In der Schweiz gibt es 62 Gemeinden, 35 Sozialeinrichtungen und sechs Sozialberatungsstellen.
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Bibelhaus Frankfurt vermittelt biblische Lebenswelt

Frankfurt/Main, 27.05.2011/APD   Mit einem Tag der offenen Tür eröffnet das „Bibelhaus Erlebnis Museum“ in Frankfurt am Main am Sonntag, 29. Mai 2011, seine neugestaltete Ausstellung. Das Bibelhaus legt neben den Themenbereichen zu den Quellen und der Verbreitung der Bibel einen besonderen Schwerpunkt auf die Vermittlung der antiken Lebenswelt des Alten und Neuen Testaments. In einer in Europa einmaligen Kooperation stellte die Israelische Antiquitätenverwaltung 270 Originalfunde als Dauerleihgabe zur Verfügung, darunter einen der drei aus der Zeit Jesu ausgegrabenen Denare, römische Pfeilspitzen aus dem Jüdischen Krieg, die gegen zelotische Aufständische gerichtet waren, und Küchengeräte, die den jüdischen Reinheitsgeboten entsprachen.

Den Besuchern solle eine „originale Begegnung“ ermöglicht werden, erläuterte Pfarrer Veit Dinkelaker, Theologischer Referent für Religionspädagogik am Bibelhaus. Ziel der Konzeption sei es, die historischen Exponate nicht nur auszustellen, sondern die Beziehung zur Lebenswirklichkeit der antiken Menschen zu verdeutlichen. Dazu tragen ein römischer Legionär, ein Fischer am See Genezareth, eine Frau im Haushalt und weitere fiktive Repräsentanten der Welt des Neuen Testamentes bei, die an Hörstationen über ihre Lebenswirklichkeit sprechen. Die als Augenzeugenberichte formulierten Aussagen sollen die Erkenntnisse der sozialgeschichtlichen Forschung in subjektiver Perspektive wiedergeben.

Mit dem Bereich „Erwachsen mit 13“ geht die Ausstellung insbesondere auf Jugendliche und Konfirmanden ein. Während ein dreizehnjähriger jüdischer Junge zum Einhalten der Gebote verpflichtet wurde, stand ein gleichaltriges Mädchen bereits vor ihrer Hochzeit. Eine Tora-Rolle sowie ein Trau-Baldachin und Aussteuer-Gefäße verdeutlichen diesen Lebensabschnitt. Ausgehend von der nachempfundenen Lebenswirklichkeit stellt die Ausstellung den Bezug zu biblischen Texten her. Nach der biblischen Überlieferung hat Jesus sich selbst als jugendlicher Pilger auf den Weg zum Jerusalemer Tempel gemacht und war nach dem Johannesevangelium erstmals auf einer Hochzeit wundertätig, indem er bei der siebentätigen Hochzeitsfeier Wasser zu Wein wandelte. „Die Jugendlichen selbst kommen aus Anlass einer bevorstehenden Feier zu uns – der Konfirmation oder Firmung. Jugendliche dieser Altersgruppe stehen vor denselben Fragen: Verantwortung, Regeln, Erwachsenwerden, Sexualität und Partnerschaft“, erläuterte Dinkelaker die Didaktik der Ausstellung.

Als gesellschaftlich-politischer Bezugsrahmen verdeutlicht die Ausstellung die Spannung von römischer Besatzung und zelotischem Widerstand zur Zeit Jesu, in der vom erwarteten Messias die Befreiung aus römischer Herrschaft erhofft wurde. Darüber hinaus wurde der Jerusalemer Tempel, der als religiöses Zentrum des Judentums in das gesamte Römische Reich ausstrahlte, nach neuesten archäologischen Erkenntnissen der Israelitischen Antiquitätenverwaltung und der University of California in Los Angeles in einem umfangreichen Modell nachgestaltet. Ein virtueller Rundgang auf einem Großbildschirm ermöglicht eine detaillierte Vorstellung aus der Perspektive eines Tempelbesuchers.

In die Erweiterung und Neugestaltung des Bibelhauses wurden in den vergangenen elf Monaten 1,4 Millionen Euro investiert. Die Evangelische Kirche von Hessen und Nassau finanzierte die Neugestaltung maßgeblich. „Das Bibelhaus beschäftigt sich mit dem grundlegenden Buch des christlichen Glaubens“, erläuterte Kirchenpräsident Dr. Volker Jung. „Der Kirche ist es aufgetragen, die Botschaft des Evangeliums weiterzugeben, in jeder Generation neu.“ Die Bedeutung der Bibel beschränke sich dabei nicht auf den Glauben, sondern sie sei auch Grundlage der europäischen Kultur. „Ob Leonardo da Vinci oder Rembrandt, klassische Musik oder selbst moderne Popkultur: Ohne Kenntnis der Bibel und ihrer Motive bleibt vieles unverständlich“, gab Jung zu bedenken. Die Bibel sei daher ein wichtiges Kulturgut und verbinde auch Menschen unterschiedlicher Glaubenstraditionen.
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Methodisten fordern Abzug der Atomwaffen aus Deutschland

Tagung der Evangelisch-methodistischen Kirche in Süddeutschland

Frankfurt/Main, 26.05.2011/APD   Das in Öhringen bei Heilbronn tagende Kirchenparlament der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Süddeutschland, die „Süddeutsche Jährliche Konferenz“, hat unter anderem einen Notfallplan für Opfer sexueller Gewalt entgegengenommen und eine Resolution verabschiedet, mit der die Bundesregierung aufgefordert wird, dafür einzutreten, dass alle noch in Deutschland lagernden Atomwaffen abgezogen werden.

Das in der Öffentlichkeit viel diskutierte Thema „Sexuelle Gewalt und Missbrauch in der Kirche“ werde laut Pressesprecher Klaus Ulrich Ruof in der EmK seit Jahren offensiv und transparent behandelt. Schon seit längerem gebe es für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter einen Verhaltenskodex, der von allen Mitarbeitern in der Kinder- und Jugendarbeit unterzeichnet werden müsse. Jetzt habe die Konferenztagung einen Notfallplan für Opfer sexueller Gewalt entgegengenommen, der konkrete Hilfestellungen enthalte, „um im Notfall angemessen reagieren zu können“. Darüber hinaus sei vom Kinder- und Jugendwerk eine Broschüre mit ausführlichen Leitlinien für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der EmK veröffentlicht worden, informierte Ruof. Sie enthalte praktische Anregungen, die im Umgang mit Kindern und Jugendlichen Sicherheit geben sollten. Unter anderem würden dabei besonders die Themen Gewalt und sexueller Missbrauch, aber auch der Umgang mit Alkohol angesprochen.

In der während der Konferenztagung diskutierten und verabschiedeten Resolution zum Abzug der noch in Deutschland befindlichen amerikanischen Atomwaffen heißt es unter anderem, dass Atomwaffen auf deutschem Boden die Glaubwürdigkeit der Bundesregierung untergraben würden: „Wie kann die Bundesregierung fordern, dass einige Staaten auf nukleare Abschreckung verzichten, während sich Deutschland unter dem Nuklearschirm der NATO positioniert?“ Laut Pressesprecher Ruof werde Rosemarie Wenner, Bischöfin der EmK in Deutschland, die Resolution zusammen mit einem Begleitschreiben an die Bundeskanzlerin und an die Fraktionsvorsitzenden im Bundestag senden.

Das Kirchenparlament habe, so Ruof, die Eckpunkte eines Sparpakets bestätigt, mit dem der Haushalt der EmK in Deutschland ab 2012 um rund 270.000 Euro reduziert werden solle. Der von der Süddeutschen Konferenz aufzubringende Beitragsteil reduziere sich um etwa 100.000 Euro auf rund 660.000 Euro. Im Gegenzug zu dieser Entlastung übernehme die Süddeutsche Konferenz die evangelisch-methodistische Privatfunkagentur „radio m“ und die Personalstelle im freikirchlichen Posaunenwerk (BCPD) in ihre Verantwortung. Die Verringerung des Haushalts für die zentrale kirchliche Administrations- und Programmebene sei nötig geworden, weil die EmK-Konferenzen in Norddeutschland und Ostdeutschland zur Konsolidierung ihrer Haushalte die finanziellen Verpflichtungen für die deutschlandweit gemeinsam zu leistende Arbeit hätten reduzieren müssen. „Eine kleiner werdende Kirche muss ihre Strukturen anpassen und das Personal effektiv einsetzen, um damit finanzielle Entlastungen zu erzielen“, gab Ruof zu bedenken.

Aufgrund einer auffälligen Zahl von Dienstausfällen in der Pastorenschaft mit Verdacht auf Burn-out-Syndrom habe die Konferenz den Zwischenbericht einer Arbeitsgruppe zur Kenntnis genommen und eine unter wissenschaftlicher Anleitung erstellte Umfrage zur Arbeitszufriedenheit unter den Hauptamtlichen der Süddeutschen Konferenz auf den Weg gebracht. Die Umfrage werde unter allen Hauptamtlichen im pastoralen Dienst der EmK in Süddeutschland bis Mitte Juni durchgeführt und im Verlauf des Jahres 2011 ausgewertet.

In seinen Beratungen über Finanzen habe laut Ruof das Kirchenparlament eine Vorlage des EmK-Kirchenvorstands mit dem Ziel bestätigt, die Altersversorgung der Ruhestandspastoren neu zu regeln. Über einen längeren Zeitraum bis ins Jahr 2060 solle die Versorgung der Ruhestandspastoren bis zur Hälfte auf eine kapitalgedeckte Versorgung umgestellt werden. In den vergangenen drei Jahren habe eine Sonderaktion in den süddeutschen EmK-Gemeinden bereits einen Betrag von fast zwei Millionen Euro ergeben, mit dem der kapitalgedeckte kirchliche Versorgungsfonds aufgestockt worden sei.

Für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen hätten die Kirchengemeinden eine sogenannte Beschaffungsordnung erhalten, die unter ökonomischen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten Leitlinien für die Gebäudeeinrichtung und die Materialbeschaffung vermittele.

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Gehörlose Frau überlebt Tornado mit Tochter in Badewanne

Lincoln, Nebraska/USA, 25.05.2011/APD   Am 22. Mai habe ein Tornado die 48.000 Einwohner-Stadt Joplin in Missouri/USA teilweise zerstört, teilte Pastor Martin Weber, Kommunikationsdirektor der Mid-America Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in neun Bundesstaaten des mittleren Westens der USA, mit.

Laut Weber hätte eine gehörlose Adventistin das Herannahen des Tornados gespürt und sich mit ihrer Tochter in die Badewanne gelegt, bis der Wirbelsturm vorüber gewesen sei. Der Sturm habe das Haus um sie herum zerstört, Mutter und Tochter seien anschließend aber unverletzt wieder aus der Badewanne gestiegen.

Der Tornado sei nahe an der adventistischen Kirche in Joplin vorbeigezogen und habe das Kirchendach beschädigt, berichtete der Seelsorger der Gemeinde, Pastor Dwight Seek. Die Gebäudestruktur sei jedoch unversehrt geblieben. Alle adventistischen Kirchenmitglieder in der verwüsteten Zone wären unverletzt und in Sicherheit.

Gaylord Hanson, Leiter des Adventist Community Services – Disaster Response (ACSDR) der Mid-America Kirchenleitung, arbeite mit Bundes- und Lokalbehörden zusammen, teilte Weber mit, um den Schaden einzuschätzen und die Hilfsmaßnahmen zu koordinieren. Vorerst werde bei Betroffenen mittels Listen deren Bedürfnisse abgeklärt.

Die adventistische Mid-America Kirchenleitung betreut 64.000 erwachsen getaufte Mitglieder in 484 Kirchengemeinden der US-Bundesstaaten Colorado, Iowa, Kansas, Missouri, Minnesota, Nebraska, North Dakota, South Dakota und Wyoming sowie im San Juan County in New Mexico.
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"Hope Channel Indien“ auf Sendung

Christliches Fernsehen für mehr als 1,3 Milliarden Menschen

Tamil Nadu/Indien, 25.05.2011/APD   Am 1. Mai startete der adventistische Fernsehsender „Hope Channel Indien“ über Satellit mit der Ausstrahlung von christlichen TV-Programmen, wie T. P. Kurian, Kommunikationsverantwortlicher der Südasiatischen Kirchenverwaltung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Tamil Nadu/ Indien mitteilte. Erste positive Rückmeldungen von Zuschauern seien im Medienzentrum eingetroffen.

Der Satellit IntelSat 10 decke Indien, Südasien, große Teile von Afrika und des Mittleren Ostens ab. „Das ist eine gute Nachricht für 1,3 Milliarden Inder, wie auch für die großen Hindi, Tamil sowie Telugu sprechenden Bevölkerungsgruppen in Asien und Afrika“, sagte Pastor Brad Thorp, (Silver Spring, Maryland/USA), Direktor von „Hope Channel International“. Weltweit könnten nun Kabelnetzbetreiber ihren Kunden die Programme von „Hope Channel Indien“ gratis aufschalten, so Thorp. Das sei besonders für Anbieter in Großstädten mit indischen Bevölkerungsgruppen interessant.

„Hope Channel legt großen Wert darauf, dass in den entsprechenden Regionen Programme produziert werden, die Rücksicht auf die jeweilige Kultur, Ethnie, Religion und Sprache nehmen“, betonte Thorp. Da Englisch aber die offizielle Sprache in Indien sei, ermögliche dies den Verantwortlichen, in Indien passende Sendungen aus bereits bestehenden Programmen auszuwählen, die von „Hope Channel“ in Südafrika, Kenia, auf den Philippinen sowie in den USA produziert worden seien.

„Die weltweit elf Hope Channel Stationen, die 24-Stunden täglich senden, bieten familienfreundliche Programme“, unterstrich Thorp. Das Themenspektrum decke vegetarische Kochkurse, Gesundheit, sportliche Betätigung, Musik, harmonisches Familienleben und Bibelstudium ab.

Gemäß Thorp werde das indische Programm im neu errichteten adventistischen Medienzentrum von Chennai (früher Madras), im indischen Bundesstaat Tamil Nadu, produziert und ins adventistische Medienproduktionszentrum (AMC – AMP) in Simi Valley, nordwestlich von Los Angeles, Kalifornien/USA, überspielt, von wo die Sendungen auf Satellit übertragen und ausgestrahlt würden.

Bereits 1950 hätte die Freikirche in den USA mit dem Programm „Faith for Today“ (Glauben für heute) das Fernsehen genutzt, informierte Pastor Thorp. 2003 habe der Aufbau des eigenen adventistischen weltweiten Fernsehnetzes „Hope Channel“ begonnen. Gegenwärtig gebe es neben „Hope Channel“ International und Indien als Fernsehstationen auch „Al Waad Channel“ (Beirut/Libanon – Arabisch), ATMA Nordafrika (Collonges-sous-Saleve/Frankreich), „Hope Channel China“ (Yu Chih/Taiwan), „Hope Channel Deutsch“ (Alsbach-Hähnlein/Deutschland), „Hope Channel Europa“ (Kiew/Ukraine – Russisch), „Speranta TV“ (Voluntari/Rumänien) und in Jacarei/Brasilien „Novo Tempo“ (Portugiesisch für Südamerika, Angola, Mosambik sowie Sao Tomé und Principe), „Novo Tempo“ (Portugiesisch/Spanisch für Lateinamerika sowie Portugal und Spanien) sowie „Nuevo Tiempo“ (Spanisch für Lateinamerika).

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Ein Sendeturm für Nordchina

Adventisten wollen Kurzwellenstation auf Guam ausbauen

Silver Spring, Maryland/USA, 24.05.2011/APD   Der Verwaltungsrat der internationalen Rundfunkmission der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten „Adventist World Radio“ (AWR) hat beschlossen, die kircheneigene Kurzwellenstation auf der Pazifikinsel Guam zu erweitern, um noch mehr Menschen in der Volksrepublik China zu erreichen. Die 1987 errichtete Station sende laut AWR-Präsident Pastor Dowell Chow (Silver Spring, Maryland/USA) gegenwärtig pro Woche fast 300 Stunden in über 30 Sprachen. Mehr als die Hälfte der Zeit würden Programme in Mandarin für China ausgestrahlt.

Die Kurzwellenstation verfügt zur Zeit über sechs bis zu 110 Meter hohe Türme mit vier Richt- und fünf Rundstrahlantennen. Von Guam gesendete Radioprogramme seien unter anderem in Indien, Vietnam, Nordkorea, Kambodscha, Indonesien und Südchina zu empfangen, teilte Chow mit. Durch Kurzwellensignale könne ohne staatliche Kontrolle die Botschaft des Evangeliums über Tausende von Kilometern hinweg frei in nicht-christlichen Gebieten verkündigt werden. Doch der Norden Chinas, die Mongolei oder Sibirien seien bisher von Guam aus nicht erreichbar, bedauerte Chow. Abhilfe soll ein weiterer Turm mit einer Richtstrahlantenne schaffen. Der AWR-Präsident hofft, dass die neue Sendeanlage bereits im Jahr 2012 zum 25-jährigen Jubiläum der Kurzwellenstation auf Guam in Betrieb genommen werden könne.

„Gleichzeitig wollen wir in weiteren Sprachen senden, etwa für Menschen in Tibet und Bhutan“, informierte Pastor Chow. Auch im Internetzeitalter sei die Kurzwelle ein zwar primitives aber doch sehr effektives Mittel, um Hunderte Millionen Menschen zu erreichen. Rund 24 Prozent der Weltbevölkerung verfügten immer noch nicht über eine zuverlässige Versorgung mit Elektrizität. Doch batteriebetriebene Radiogeräte gebe es in diesen Gegenden sehr wohl.

Adventist World Radio mit Sitz in Silver Spring, Maryland/USA, wurde 1971 von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet und will vor allem Menschen im sogenannten „10/40 Fenster“ mit dem Evangelium erreichen. In diesem Gebiet zwischen dem 10. und 40. Breitengrad, das von Westafrika bis Ostasien reicht, sind Christen meist eine verschwindende Minderheit. Außerdem spezialisiert sich AWR auf weitere Länder, in denen aus geografischen, politischen oder religiösen Gründen die Verkündigung der christlichen Botschaft von Mensch zu Mensch kaum möglich sei. AWR sendet zur Zeit in 107 Sprachen über Kurzwelle, UKW, Mittelwelle, Satellitenradio und Internet. Viele Sendungen sind auch als Audiodateien erhältlich, die im Internet als Podcast heruntergeladen werden können.

AWR unterhält neben der Zentrale in Silver Spring/USA, die auch für Sendungen in Nord- und Südamerika zuständig ist, Regionalbüros in Bracknell/England (Euro-pa/Afrika) sowie in Batam/Indonesien und Agat/Guam für den asiatischen Raum.

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Neuer Vorsteher für Adventisten in Nordrhein-Westfalen

Wuppertal, 23.05.2011/APD   Pastor Martin Knoll (47) ist neuer Vorsteher der 6.200 erwachsen getauften Siebenten-Tags-Adventisten in Nordrhein-Westfalen. Die in Bochum tagenden Delegierten der 84 Kirchengemeinden und der Pastorenschaft wählten ihn für die nächsten vier Jahre in dieses Amt. Knoll war bisher Abteilungsleiter für Jugend, Pfadfinder und Kinder im Norddeutschen Verband der Freikirche mit Sitz in Hannover. Er leitet außerdem den Fachbeirat „Sexueller Gewalt begegnen“ der Freikirche in Deutschland. Der neue Vorsteher ist mit Ehefrau Sabine verheiratet und hat drei Töchter. Er tritt die Nachfolge von Pastor Bernhard Bleil an, der acht Jahre lang den Adventisten in Nordrhein-Westfalen vorstand.

Die Delegierten bestätigten in ihren Ämtern für die nächsten vier Jahre: Pastor Stefan Adam als stellvertretenden Vorsteher und Sekretär (Geschäftsführer), Schatzmeisterin Steffi Wießner, Pastor Alexander Kampmann, Abteilungsleiter für Jugend, Pfadfinder und Kinder, sowie Pastor Christian Badorrek, Abteilungsleiter für Gemeindeaufbau.

Pastor Adam nimmt auch das Amt des Beauftragten der evangelischen Freikirchen in Nordrhein-Westfalen am Sitz der Landesregierung in Düsseldorf wahr.
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Schweizerische Bibelgesellschaft muss Kosten einsparen

Biel/Schweiz, 23.05.2011/APD   „Berichten Sie den Menschen in einer sich rasch verändernden Welt von der Hoffnung der Auferstehung, vom guten Hirten und vom Licht der Welt“, betonte Thomas Lachat, Stadtpräsident von Biel, am 20. Mai in seinem Grußwort zur Eröffnung der Mitgliederversammlung der Schweizerischen Bibelgesellschaft (SB) im Gemeindehaus der Reformierten Kirche Biel-Madretsch.

Wegen der starken Abwertung des Euro habe man Anfang 2010 für eine Lutherbibel 69,40 Franken zahlen müssen, Anfang 2011 hätte die gleiche Bibel aber nur noch 55,90 Franken gekostet, sodass der Bibelgesellschaft Verluste entstanden seien, erläuterte SB-Geschäftsführerin Eva Thomi. Der von ihr vorgestellte Geschäftsbericht mache deutlich, dass 2010 aus finanzieller Sicht ein schwieriges Jahr gewesen sei, da die Einnahmen gegenüber dem Vorjahr um 17 Prozent zurückgegangen wären. Auf der Einnahmenseite seien im Berichtsjahr der „Brot für alle“-Beitrag von 60.000 Franken und auch verschiedene größere Einzelspenden des Vorjahres weggefallen, so Thomi. Die SB erwäge, im Herbst 2011 die Lagerung und den Verkauf der fremdsprachigen Bibeln an die Deutsche Bibelgesellschaft zu übertragen, da diese ein neues Auslieferungslager in der Nähe von Stuttgart betreibe. Durch diese und andere Maßnahmen seien eine 60-prozentige Personaleinsparung im Verkauf möglich, hob die Geschäftsführerin hervor.

2011 habe die Schweizerische Bibelgesellschaft den Gefängnisseelsorgern Gratis-Bibeln für Gefängnisinsassen angeboten. „Wir konnten auf diese Weise rund 1.700 Wunschbibeln in mehr als 30 Sprachen an Insassen verschiedener Haftanstalten abgeben“, berichtete Thomi.

Die Schweizerische Bibelgesellschaft unterstützt und fördert die Übersetzung, Herstellung und Verbreitung von Bibeln, Bibelteilen und biblischer Literatur im In- und Ausland. Sie engagiert sich mit über 140 im Weltbund der Bibelgesellschaften zusammengeschlossenen Bibelgesellschaften dafür, das „Buch der Bücher“ in verständlicher und moderner Sprache sowie den Bedürfnissen angepassten Formaten und Ausstattungen den Menschen nahezubringen.
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"Das Plus für die Gesundheit"

Gesundheitskongress mit Schwerpunkt psychosozialer Bereich

Ostfildern bei Stuttgart/Zürich, 22.05.2011/APD    Der Deutsche Verein für Gesundheitspflege (DVG) und die Liga Leben und Gesundheit (LLG) in Zürich, beides Einrichtungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, führen vom 1. bis 5. Juni unter dem Motto „Das Plus für die Gesundheit“ einen Gesundheitskongress in Kirchheim/Hessen durch. Der Kongress beschäftige sich schwerpunktmäßig mit heute zunehmend wichtigen Faktoren aus dem psychosozialen Bereich, welche die Gesundheit förderten. Dabei gehe es unter anderem um gesunde Beziehungen, positive Einstellung, Verantwortung und Integrität sowie die Gesundheit fördernde Entscheidungen, teilte DVG-Bundesgeschäftsführer Bernd Wöhner (Ostfildern bei Stuttgart) mit.

Laut Dr. Ruedi Brodbeck, Leiter der LLG Schweiz, gehörten zu den Referenten unter anderem Professor Dr. Gary E. Fraser (Loma Linda/Kalifornien) und Professor Dr. Ronald Grossarth-Maticek (Heidelberg). Fraser, Internist, Kardiologe und Epidemiologe sowie Professor an der kalifornischen Loma Linda University, ist seit 1987 Leiter der ersten Adventistischen Gesundheitsstudie (AHS). Die Loma Linda Universität wurde vom National Institute of Health (NHH) der USA beauftragt, eine weitere große Studie (AHS 2) an 125.000 Siebenten-Tags-Adventisten durchzuführen. Dabei gehe es nicht nur um Zusammenhänge von Ernährung und chronischen Erkrankungen, sondern um weitere Faktoren, wie Spiritualität und Lebensstil. Professor Fraser werde auch erste Ergebnisse aus der aktuell laufenden zweiten Studie beim Gesundheitskongress vorstellen, so Brodbeck.

Professor Grossarth-Maticek habe in Heidelberg eine der weltweit größten Gesundheitsstudien durchgeführt. Vor allem das multikausale Forschungsdesign, in dem bei vielen Tausenden Menschen bis zu 190 Faktoren über 40 Jahre empirisch beobachtet würden, sei herausragend, betonte DVG-Bundesgeschäftsführer Wöhner. Beim Gesundheitskongress werde der Wissenschaftler vor allem auf die große Heidelberger prospektive Studie eingehen.

Weitere Referate und 33 Workshops machten laut Brodbeck den Kongress nicht nur für Ärzte, Therapeuten und medizinisches Personal interessant, sondern auch für Pastoren, Seelsorger, Gesundheitsberater und an der Gesundheit Interessierte. Informationen zum Gesundheitskongress sind im Internet und www.dvg-online.de zu finden.
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Frankfurter Bibelhaus wird als "Erlebnis-Museum" wiedereröffnet

Frankfurt/Main, 20.05.2011/APD   Das erweiterte und neu gestaltete Frankfurter Bibelhaus wird am Freitag, 27. Mai, mit einer Festveranstaltung wiedereröffnet. In vier Räumen bietet das Bibelhaus dann unter dem Motto „anders sehen – mehr erleben“ Informationen und Erlebnis zu den Themen Altes und Neues Testament sowie Quellen und Verbreitung der Bibel. Museumsgäste lernen die Lebenswelt, die Religion und den Alltag von Menschen in biblischer Zeit kennen. Zur neuen Ausstellung gehören 270 archäologische Objekte, die das Bibelhaus als Dauerleihgabe von der Israelischen Antikenverwaltung (IAA) erhalten hat.

In der neu konzipierten Dauerausstellung können sich die Museumsgäste auf eine Pilgerreise von Galiläa zum Tempelberg in Jerusalem begeben. Neben den Originalen aus der Zeit von 200 vor bis 135 nach Christus vermitteln unter anderem Audio- und Videosequenzen sowie Mitmach-Elemente einen Eindruck vom Leben zur Zeit Jesu. Die Ausstellung bietet neben neuen Objekten auch bewährte Erlebniseinheiten, darunter ein Nomadenzelt und den Nachbau eines antiken Fischerbootes vom See Genezareth.

Zur Festveranstaltung für geladene Gäste aus Anlass der Wiedereröffnung in der Frankfurter Dreikönigskirche und dem Bibelhaus am 27. Mai sprechen als Schirmherr der Neugestaltung der Botschafter Israels in Deutschland, Yoram Ben-Zeev, und der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Dr. Volker Jung, sowie Professor Dr. Felix Semmelroth, Kulturdezernent der Stadt Frankfurt am Main. Am „Tag der offenen Tür“ am Sonntag, 29. Mai, 14 bis 18 Uhr, ist die neue Erlebnisausstellung erstmals allgemein zugänglich.

Das Bibelhaus am Frankfurter Museumsufer in der Metzlerstraße 19 war fast ein Jahr für den Umbau und die Neugestaltung geschlossen. Die baulichen Veränderungen betreffen vor allem das Erdgeschoss. Durch einen Glasvorbau ist ein neues Foyer entstanden. Die Neugestaltung, der Umbau und die Erweiterung des Bibelhauses kosteten rund 1,4 Millionen Euro. Größter Förderer ist die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau mit einer Million Euro. Das Bibelhaus Erlebnis Museum wurde im Januar 2003 in der ehemaligen evangelisch-reformierten Kirche in Frankfurt am Main eröffnet. Träger des „Bibelhaus Erlebnis Museums“ ist die 1816 gegründete Frankfurter Bibelgesellschaft.
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Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa äußert sich zur Sterbehilfe

Wien/Österreich, 19.05.2011/APD   Die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) hat die Orientierungshilfe zu Fragen am Lebensende „A time to live and a time to die“ herausgegeben. Außerdem schaltete sie die Internetseite www.atimetolive.eu.

„A time to live and a time to die“ will Wegweisung zur medizinischen Sterbehilfe und zur Beihilfe zum Suizid bieten. Die Studie ist das Ergebnis eines intensiven Konsultationsprozesses der 105 GEKE-Kirchen in 30 Ländern auf der Grundlage eines Textes des Fachkreises Ethik der GEKE.

„Es ist eine Stärke des Protestantismus in Europa, Differenzen ernst zu nehmen und zu Wort kommen zu lassen“, so GEKE-Präsident Thomas Wipf zur neuen Broschüre, in welcher sich erstmals die evangelischen Kirchen aus ganz Europa gemeinsam zum Thema Sterbehilfe äußern würden.

Die 104 Seiten starke Broschüre erörtere laut GEKE-Pressesprecher Thomas Flügge grundlegende Fragen des Sterbens im gesellschaftlichen, klinischen und juristischen Kontext. Aus theologischer und ethischer Sicht werde gefragt: Was ist das menschliche Leben? Worin liegt unsere moralische Verantwortung? Wie sensibel sind wir gegenüber dem Willen des Patienten? Dabei greife die Orientierungshilfe die zentralen medizinethischen Fragestellungen auf, etwa das Aussetzen lebensverlängernder Maßnahmen, die Palliativpflege, die Sterbehilfe und die Suizidhilfe.

Die GEKE-Kirchen setzten sich für den Schutz der Menschenrechte von Sterbenden und Sterbenskranken ein, betonte Flügge. Dies schließe das Recht auf ein Leben bis zum Ende und das Recht auf einen Behandlungsverzicht ein. Gleichzeitig seien die Kirchen dagegen, das Prinzip der Autonomie gegen die Solidarität, Empathie und Sorge für die Kranken und Sterbenden auszuspielen.

Die GEKE-Kirchen wendeten sich, so Flügge, gegen eine theologisch-ethische Rechtfertigung von Sterbehilfe und Beihilfe zur Selbsttötung. Zugleich würden sie den Wandel der gesellschaftlichen Haltung gegenüber bestimmten Formen der Sterbehilfe und der Suizidhilfe wahrnehmen. Die Studie betone die Notwendigkeit, die sozialen, medizinischen und pflegerischen Rahmenbedingungen für ein würdiges Leben und Sterben zu verbessern. Dazu gehörten ein Auf- und Ausbau von Hospizeinrichtungen und die Förderung der Palliativpflege in Theorie und Praxis.

Kirchliches Handeln orientiere sich an der Sorge um den Menschen, gab Flügge zu bedenken. Die Orientierungshilfe rufe dazu auf, den Schutz des Lebens einzufordern, sich für würdige Bedingungen zum Leben und Sterben in Kliniken und Hospizen einzusetzen.

Als Orientierungshilfe veröffentlichte die GEKE außerdem die Internetseite www.atimetolive.eu. Dort ist die Publikation zunächst nur in englischer Sprache zu finden. Die deutsche und französische Version soll im Herbst 2011 folgen. Auf der Homepage führen außerdem Texte aus verschiedenen Ländern und Kontexten in das Thema ein. Die Besucher der Internetseite haben die Möglichkeit, ihre Meinung zu äußern.

Zur Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) – Leuenberger Kirchengemeinschaft haben sich 105 protestantische Kirchen in Europa (und in Südamerika) zusammen geschlossen. Lutherische, reformierte, unierte, methodistische und vorreformatorische Kirchen gewähren einander durch ihre Zustimmung zur Leuenberger Konkordie von 1973 Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft.
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Deutsch-Arabische Lesung zum Welttag der Kulturellen Vielfalt in Friedensau

Friedensau bei Magdeburg, 18.05.2011/APD   Zum Welttag der Kulturellen Vielfalt am 21. Mai veranstaltet die Bibliothek der Theologischen Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg um 19 Uhr eine deutsch-arabische Tandemlesung „Zwischen Euphrat und Elbe“. Es lesen der syrische Autor Wahid Nader (Magdeburg) und der deutsche Autor Ludwig Schumann (Zeppernick bei Magdeburg).

Wahid Nader, geboren 1955 in Bmanneh (Syrien), lebt seit 1985 in Deutschland. Der promovierte Ingenieur, Übersetzer und Schriftsteller veröffentlichte zahlreiche Texte in arabischen, deutschen und serbischen Literaturzeitschriften. In Syrien erschienen die Gedichtbände „Schenk uns deinen Hunger ein“ (1984) und „Gott wurde nicht gezeugt, aber meine Liebe zeugte“ (2000). Ins Arabische übersetze Nader Romane der deutschen Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller sowie Poesie von Erich Fried und Daniela Danz. In der Hochschulbibliothek Friedensau liest Nader aus seinem jüngsten Gedichtband „Ich weide Sterne auf trunkener Nacht“. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Gespräch über die gesellschaftlichen Umbrüche in der arabischen Welt.

Ludwig Schumann, 1951 in Erfurt geboren, war 13 Jahre Pfarrer in der DDR. Nach der Verleihung des Hauptpreises im Lenné Literaturwettbewerb 1987 begann Schumann seine berufliche Laufbahn als Literat. Er ist Autor von Sachbüchern für Kinder, Kochbüchern, Erzählungen und Gedichten. In seinen Büchern zu lokalen Themen beschreibt er Sachsen-Anhalt als ein Kernland deutscher Geschichte.

Die Tandemlesung ist Teil der Reihe „duo premiere“. Bei dem Projekt, das von mehreren Schriftstellerverbänden initiiert und vom Land Sachsen-Anhalt gefördert wird, führen je ein bekannter und ein junger Autor Lesungen in Bibliotheken, Schulen und öffentlichen Einrichtungen durch, um den literarischen Nachwuchs in den Blickpunkt gesellschaftlicher Aufmerksamkeit zu stellen.
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Ruandas Gesundheitsministerin bei verunglückten "Ambassadors of Christ"

Kigali/Ruanda, 17.05.2011/APD   Zwei der sechs Unfallopfer des adventistischen Kirchenchors „Ambassadors of Christ“ aus Kigali/Ruanda, die am 15. Mai auf einer Chorreise in Tansania mit ihrem Bus bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt und durch einen ruandischen Militärhelikopter und Ambulanzen aus dem Nachbarland ins King Faisal Spital nach Kigali zurückgebracht wurden, sind nach Angaben der Zeitung „Newtimes“ verstorben. Die anderen Patienten lägen in stabilem Zustand im Krankenhaus und seien von der ruandischen Gesundheitsministerin, Agnes Binagwaho, besucht worden.

„Es tut mir leid für das, was sie durchgemacht haben“, sagte Binagwaho nach dem Patientenbesuch gegenüber der Presse. „Die Regierung spricht den Familien, die ihre Lieben beim Unfall verloren haben, ihr Beileid aus.“

In Ruanda mit 11,3 Millionen Einwohnern leben 481.042 erwachsen getaufte Adventisten, die in 1.521 Gemeinden Gottesdienste feiern. Die Freikirche unterhält dort 42 Grundschulen, zwei Gymnasien, eine Universität, eine Krankenpflegeschule, ein Krankenhaus, sechs Kliniken sowie ein Medienzentrum zur Produktion von Radio- und Fernsehprogrammen.
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Freikirchenleitung der Adventisten in Berlin-Mitteldeutschland bestätigt

Berlin, 16.05.2011/APD   Pastor Johannes Scheel (53) ist weiterhin Vorsteher der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Berlin-Mitteldeutschland. Die in Leipzig tagenden Delegierten der 155 Adventgemeinden und der Pastorenschaft in Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bestätigten ihn für weitere vier Jahre in seinem Amt. Scheel war bereits 2003 Vorsteher der Freikirche in Mitteldeutschland und wurde auch 2007 nach der Fusion mit den Adventisten in Berlin-Brandenburg zum Freikirchenleiter gewählt. In Berlin-Mitteldeutschland gibt es 7.329 erwachsen getaufte Mitglieder.

Die Delegierten bestätigten in ihren Aufgaben auch Pastor Simon Krautschick als stellvertretenden Vorsteher und Sekretär (Geschäftsführer), Schatzmeister Carsten Köhler, Pastor Alexander Schulze, Abteilungsleiter für Jugend, Pfadfinder und Kinder, Pastor Gunnar Scholz, Abteilungsleiter für Gemeindeaufbau, und Pastor Reinhard Jurke, Abteilungsleiter für das Predigtamt. Pastor Lothar Scheel, bisher verantwortlich für das Advent-Wohlfahrtswerk (AWW) der Freikirche in Berlin-Mitteldeutschland, wird ab 1. Juni Bundesgeschäftsführer des AWW Deutschland in Hannover.
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Friedensauer Fachtagung "Wie viel Ethik gestattet sich die Medizin?"

Friedensau bei Magdeburg, 16.05.2011/APD Über Spannungsfelder und Gestaltungsmöglichkeiten der Ethik im medizinischen Bereich diskutierten Experten aus Gesundheitswesen, Medizinwissenschaft, Ökonomie und Rechtswissenschaften an der Theologischen Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg. Die Tagung „Wie viel Ethik gestattet sich die Medizin?“ war von der Annahme geleitet, dass nicht der biomedizinisch-technische Fortschritt und die Finanzierbarkeit über die Zukunftsfähigkeit des Gesundheitswesens entscheiden würden, sondern die Zukunftsfragen in wesentlicher Hinsicht ethischer Natur seien.

Nach den Erkenntnissen des international renommierten Sozialpsychiaters Professor Dr. Dr. Klaus Dörner gehe man in der Medizin weithin von der falschen Annahme aus, dass sie der Behandlung von Krankheiten gewidmet sei. Es gehe jedoch nicht um Krankheiten, sondern um Menschen, betonte Dörner. In Diagnose und Therapie dürfe daher nicht von einer losgelösten Arzt-Patient-Beziehung ausgegangen werden, sondern auch Dritte wie Familie, Freunde oder andere Beteiligte müssten in ihrer Eigenart einbezogen werden. „Medizin ist zuerst beziehungsorientiert und erst in zweiter Hinsicht naturwissenschaftlich“, gab Dörner zu bedenken. Vehement kritisierte der Psychiater eine Industrialisierung des Gesundheitswesens, in der die Zeit für den Patienten verloren gehe. „Wir müssen uns gemeinsam auf die Suche machen, die verlorene Zeit wiederzufinden“, so Dörner.

Professor Dr. Dr. Günter Henze, Kinderonkologe und Klinikdirektor an der Berliner Charité, berichtete über Brennpunkte ethischen Verhaltens in der Behandlung von an Krebs erkrankten Kindern. Die Wirkung von möglicherweise lebensrettenden Medikamenten sei mitunter nicht hinreichend an Kleinkindern getestet worden. Die Verabreichung sei daher häufig ein Wagnis, das sorgsam abgewogen werden müsse. Um den Behandlungsweg zu bestimmen, seien einfühlsame Gespräche mit Kind und Eltern erforderlich, in denen Risiken und Chancen auch dem Kind gegenüber verständlich dargelegt werden. Vor eine Herausforderung seien Eltern und Arzt gestellt, wenn Kinder die weitere Behandlung ihrer Krankheit ablehnen. Henze habe beobachtet, dass Kinder in ausweglosen Krankheitsverläufen ihr bevorstehendes Sterben mehr akzeptiert hätten als ihre Eltern. Kinderhospize lehnte Henze ab. Es sei weitaus angemessener, die betroffenen Kinder in der Zeit ihres Sterbens in gewohnter Umgebung zu belassen.

Auf die Schwierigkeit im Umgang mit Behandlungsfehlern machte der Friedensauer Gesundheitswissenschaftler Dr. Edgar Voltmer aufmerksam. Ärzten sei die Möglichkeit verwehrt, Kunstfehler einzugestehen, weil sie in diesem Fall Versicherungsschutz und Reputation verlören. Die Decke des Schweigens, die über ärztlichen Fehlern liege, führe zu einer Atmosphäre des Misstrauens. Voltmer plädierte für einen offenen Umgang mit ärztlichen Fehlern, bei dem es nicht vorrangig um die Haftbarmachung des Arztes gehe, sondern um das Abstellen von Missständen im System, die zum Fehlverhalten beigetragen hätten.

Rainer Patjens, Professor für Recht der Sozialen Arbeit an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart, verdeutlichte, dass die Rechtsprechung nicht über offene Fragen der Ethik entscheiden könne. Nicht Gesetze würden die Ethik bestimmen, sondern Gesetze müssten ihrerseits an der Ethik ausgerichtet werden. Was als ethisch gelte, könne nur als gesellschaftlicher Konsens gefunden werden.

Dass ethische und wirtschaftliche Handlungsziele in Konflikt treten können, verdeutlichte Bernd Quoß. Der Geschäftsführer des adventistischen Krankenhauses „Waldfriede“ (Berlin) erläuterte, dass sein Haus jährlich 800.000 Euro höhere Einnahmen erwirtschaften könnte, wenn die selbst gesetzten ethischen Standards aufgegeben würden. Gewinnorientiertes Handeln im Gesundheitswesen gehe daher vielfach mit unethischem Handeln einher. Dennoch ließen sich Ethik und Ökonomie vereinbaren, so Quoß. Kliniken in kirchlicher Trägerschaft käme dabei eine bedeutende Rolle zu.

Veranstaltet wurde die Fachtagung vom Studiengang „Sozial- und Gesundheitsmanagement“ am Fachbereich Christliches Sozialwesen der Theologischen Hochschule Friedensau. Der berufsbegleitende Master-Studiengang qualifiziert zu Leitungs- und Führungsaufgaben im Gesundheits- und Sozialwesen. Die Veröffentlichung der Tagungsbeiträge ist vorgesehen.
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Spanien: Adventistische Kirche in Lorca bei Erdbeben beschädigt

Madrid/Spanien, 15.05.2011/APD   Die beiden schlimmsten Erdbeben seit 55 Jahren haben den Südosten Spaniens am 11. Mai mit einer Stärke von 4,5 und 5,3 auf der Richterskala erschüttert. Nach Behördenangaben seien in der 85.000 Einwohner zählenden Stadt Lorca neun Menschen ums Leben gekommen und 176 verletzt worden.

„Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Spanien klärt mit den lokalen Behörden und anderen Hilfsorganisationen Einsatzmöglichkeiten ab“, teilte Kevin Brito, zuständig für Nothilfe bei ADRA Spanien, mit. Gegebenenfalls werde das Hilfswerk die Betreuung von 75 obdachlosen Familien übernehmen und bei den Aufräumarbeiten mit Freiwilligen helfen. „Die Zentralregierung unterstützt die Regionalbehörden mit Personal und Gerät der Armee und des Zivilschutzes, um die Trümmer wegzuräumen und Notunterkünfte für die Obdachlosen zu erstellen“, ergänzte er.

Er sei dankbar, dass bei dem Erdbeben keine Adventisten getötet oder verletzt worden seien, sagte Jugendpastor Miguel Fernando Bacuilima in Lorca. Der dortige Gemeindeleiter Abraham Ostos betonte, dass das Gebäude der 30 Mitglieder umfassenden adventistischen Gemeinde in Lorca erheblichen Schaden erlitten habe. In der ersten Nacht nach dem Beben hätten in seiner Wohnung 20 Personen übernachtet, weil er drei obdachlose Familien aufgenommen habe, die aus Sicherheitsgründen nicht mehr in ihre Häuser zurückkehren durften oder konnten, so Ostos.

In Spanien leben 15.582 erwachsen getaufte Adventisten, die in 107 Kirchengemeinden und 31 Gruppen Gottesdienste feiern.
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Freikirchen sollten sich in Debatte um Energiewende einbringen

Frankfurt/Main, 13.05.2011/APD   Zwei Antworten hat die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) auf ihren Brief erhalten, in dem sie Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert hatte, den Atomausstieg voranzutreiben. Gerd Thiel von der Ethikkommission „Sichere Energieversorgung“ im Bundeskanzleramt erklärte, die verheerende Naturkatastrophe in Japan und deren Folgen machten auch eine Überprüfung und Neubewertung der Sicherheit der Kernenergie in Deutschland erforderlich. Leitlinie und oberstes Gebot für die Bundeskanzlerin seien die Sicherheit und der Schutz der Menschen. „Das Ziel der Bundesregierung ist, das Zeitalter der erneuerbaren Energien so schnell wie möglich zu erreichen“, betonte Thiel.

Ausdrücklich begrüßt hat die Hannoveraner Bundestagsabgeordnete Dr. Maria Flachsbarth den Vorstoß der VEF. In einem dreiseitigen Brief dankte sie der VEF-Präsidentin, Bischöfin Rosemarie Wenner, für die Stellungnahme. In Japan seien Risiken, die für absolut unwahrscheinlich gehalten wurden, Realität geworden, schreibt Flachsbarth, die Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ist. „Die Sicherheit deutscher Kernkraftwerke hat sich dadurch objektiv nicht geändert; doch die Bewertung des Restrisikos ist nun eine andere.“

Nach den Ereignissen in Japan ist es für die Katholikin „unabweisbar“, dass die Atomenergie im Übergang hin zu erneuerbaren Energien nur eine Brückentechnologie sein könne, die so kurz wie möglich genutzt werden sollte. Die Debatte darüber aber, wie der Übergang gestaltet werde, müsse gründlich geführt werden – auch im europäischen Kontext. Ziel müsse eine „Energiewende mit Augenmaß“ sein.

Aus dem Auftrag, die Schöpfung zu gestalten und zu bewahren, müsse die Frage der verantwortungsbewussten Energieversorgung mit besonderer Intensität und im Blick auf die Verantwortung gegenüber den künftigen Generationen diskutiert werden. Dabei seien auch die Freikirchen gefragt. „Ich würde mich daher freuen, wenn Sie sich als Vereinigung Evangelischer Freikirchen weiterhin in diesen Diskurs einbringen würden“, schrieb Flachsbarth.

Der 1926 gegründeten Vereinigung Evangelischer Freikirchen gehören zehn Mitglieds- und vier Gastkirchen mit rund 250.000 Gottesdienstbesuchern an.
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Neuer Ärztlicher Direktor im Berliner Krankenhaus "Waldfriede"

Berlin, 12.05.2011/APD   Privatdozent Dr. Ingo Leister ist neuer Ärztlicher Direktor des Krankenhauses „Waldfriede“ der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Berlin-Zehlendorf. Er wurde 1964 in Gelsenkirchen geboren, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Dr. Leister arbeitet seit Januar 2008 in „Waldfriede“ als Chefarzt für Chirurgie und Viszeralchirurgie. Seine klinischen Schwerpunkte lägen laut Bernd Quoß, Geschäftsführer des Krankenhauses, in der Minimalinvasiven sowie in der Schilddrüsen-Chirurgie, die er sich in Göttingen erworben habe.

Quoß verabschiedete den Vorgänger von Dr. Leister, Professor Dr. Harald Gögler (70), in den Ruhestand. Er war in den letzten drei Jahren Ärztlicher Direktor des Krankenhauses „Waldfriede“ und habe dort seit dem Jahr 2006 das Darm- und Becken¬bodenzentrum aufgebaut, welches heute „weltweit einen hervorragenden medizinischen Ruf“ genieße.

Der Viszeralchirurg hätte sich, so Quoß, frühzeitig in der Darm- und Beckenbodenchirurgie spezialisiert. Professor Gögler sei Ehrenvorsitzender der Berlin-Chirurgischen Gesellschaft und habe sich nach der Wiedervereinigung Deutschlands große Verdienste in der Ausbildung sowie Zusammenführung der chirurgischen Ärzte aus Ost und West erworben. 1968 sei er für fünf Jahre als medizinischer Entwicklungshelfer nach Togo/Afrika gegangen, um dort ein Missionskrankenhaus aufzubauen. Noch heute reise er regelmäßig nach Togo, um sich über die medizinische Entwicklung zu informieren. Erst im Alter von 66 Jahren, habe ihn der Weg nach „Waldfriede“ geführt, wo er mit zwei weiteren Fachärzten das „renommierte Interdisziplinäre Darm- und Beckenbodenzentrum eröffnete“.

Das Darm- und Beckenbodenzentrum werde von Dr. Roland Scherer (48) fortgeführt, der ebenfalls seit 2006 in Waldfriede tätig sei. Scherer zähle laut der Sonderheft „Gesundheit“ der Zeitschrift „Guter Rat“ (Ausgabe 1/2011) „deutschlandweit zu den renommiertesten Ärzten seines Fachbereichs“, informierte Bernd Quoß.

Das seit 1920 bestehende Akutkrankenhaus „Waldfriede“ verfügt über 170 Betten und versorgt mit den Fachabteilungen Allgemeinchirurgie, Anästhesie, Brustzentrum, Gynäkologie und Geburtshilfe, Hand- und Fußchirurgie, Innere Medizin, Interdisziplinäres Beckenbodenzentrum, Intensivmedizin, Radiologie und den Zentren für Darm- und Beckenbodenchirurgie (Koloproktologie) sowie Diabetes und Diabetisches Fuß-Syndrom jährlich 9.000 Patienten stationär und 18.000 ambulant. Im letzten Jahr kamen dort 900 Babys zur Welt.

„Waldfriede“ ist akademisches Lehrkrankenhaus der Charité-Universitätsmedizin Berlin und europäisches Ausbildungszentrum für Operationstechniken in der Koloproktologie. Zur Stärkung der internationalen Zusammenarbeit hat das Krankenhaus im März 2008 eine Kooperationsvereinbarung mit der Florida-Hospital-Gruppe in Orlando/Florida (USA) geschlossen. Dadurch sind unter anderem ein regelmäßiger gegenseitiger Ärzteaustausch sowie die zusätzliche Fort- und Weiterbildung von medizinischem Personal möglich. In der „Waldfrieder“ Akademie für Gesundheits- und Krankenpflege kann in Kooperation mit dem Fachbereich Christliches Sozialwesen der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg der Bachelor (B.A.) in „Gesundheits- und Pflegewissenschaften“ erlangt werden.
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Johannes Näther als Vorsteher der Adventisten wiedergewählt

Hannover, 11.05.2011/APD   Pastor Johannes Näther (50) ist für weitere vier Jahre Vorsteher der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Niedersachsen und im Land Bremen. Die in Hannover tagenden Delegierten der örtlichen Adventgemeinden bestätigten ihn mit großer Mehrheit in seinem Amt. Näther leitet seit 2001 die dortigen 61 Kirchengemeinden mit insgesamt 3.605 erwachsen getauften Mitgliedern.

Wiedergewählt wurden außerdem Pastor Detlef Bendig als Sekretär (Geschäftsführer) und stellvertretender Vorsteher, Steffen Entrich als Schatzmeister und Pastor Bert Seefeld als Abteilungsleiter für Jugend, Kinder und Pfadfinder.

Neu im Amt ist Pastor Dragutin Lipohar. Er löst als Abteilungsleiter für Gemeindeaufbau Pastor Christopher Wilde ab, der acht Jahre lang den Aufgabenbereich geleitet hatte. Lipohar war bisher Seelsorger der Adventgemeinden Hannover-Süd, Hameln, Emmerthal und Sarstedt. Außerdem ist er Lehrbeauftragter für Missiologie an der Theologischen Hochschule der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg. Der gebürtige Kroate ist verheiratet und hat einen Sohn.
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Adventisten zum Tod von Osama Bin Laden

Bern/Schweiz, 10.05.2011/APD  „Wir bedauern die Gewaltanwendung, die zum Tod von Osama Bin Laden geführt hat“, betonte Pastor Bruno Vertallier, Präsident der Euro-Afrika Region der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten mit Sitz in Bern, die für 20 Länder in Mittel- und Südeuropa sowie Nordafrika zuständig ist. Vergeltung im Sinne von Rache entspreche nicht dem christlichen Verständnis von Gerechtigkeit.

An Stelle von Terrorismus und Gewalt müsse ein echter Dialog treten. Es sei wichtig, dass Christen gegenüber Menschen muslimischen Glaubens gerade in dieser besonderen Situation ihre Vorbehalte bezüglich Gewaltanwendung ausdrückten. Auch sollten christliche Kirchen oder deren Vertreter keinesfalls den Terrorismus mit dem Islam gleichsetzen.

Christen sollten, so Pastor Vertallier, um den Beistand des Heiligen Geistes bitten, damit durch die Liebe Jesu die Strategie von Terror, Krieg und Gewalt zerstört werde. Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sollte diesen Friedensprozess fördern und sich für Harmonie zwischen Religionen, Konfessionen und Menschen einsetzen.
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US-Tornados: Adventisten als Opfer und Helfer

Silver Spring, Maryland/USA, 05.05.2011/APD   Die Tornados, welche am 27. April in sechs südlichen US-Bundesstaaten eine Spur der Verwüstung hinterließen, haben 349 Menschen das Leben gekostet, darunter auch drei Adventisten, teilte die Nordamerikanische Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten (NAD) mit. Die Wirbelstürme hätten mehrere adventistische Kirchengebäude beschädigt und die Kirche in Piedmont, Alabama, vollständig zerstört.

„Bei Tornados, Unwettern, Überschwemmungen und Großbränden in den USA stehen die Teams der Adventistischen Gemeinschaftsdienste und Katastrophenhilfe (ACS) Einzelpersonen, Familien und Kommunen bei“, sagte Sung Kwon, nationaler ACS-Geschäftsführer. „Die ACS kooperiert mit anderen Freiwilligen-, Bundes- und Staatsorganisationen, um die körperlichen, emotionalen und geistlichen Bedürfnisse der Betroffenen zu decken, indem sie Nahrungsmittel, Decken, Kleidung und weitere Hilfsgüter verteilt. Es werden dabei adventistische Kirchen, Schulen und Fahrzeuge genützt, um die Hilfsgüter zu sammeln oder zu verteilen”, fügte Kwon hinzu.

Laut der nordamerikanischen Kirchenleitung (NAD) habe das Samariterzentrum in Ooltewah, Tennessee (TN), in Zusammenarbeit mit ACS Umzugskartons, Arbeitshandschuhe, Abfallsäcke und Taschenlampen verteilt. Freiwillige der Adventkirche in Ooltewah hätten gemeinsam mit der Heilsarmee 100 Essenspakete ausgegeben und die Adventisten in Apison (TN), versorgten die Einwohner der Region mit Nahrungsmitteln. Mit Kettensägen ausgerüstete adventistische Freiwillige von Johnson City (TN), hätten beim Aufräumen in Collegedale (TN), geholfen und die adventistische Leitung des Georgia-Cumberland Kirchendistrikts kooperiere mit den Notfallbehörden, um in den betroffenen Gebieten der Bundesstaaten Georgia und Tennessee Lagermöglichkeiten für intakten Hausrat zur Verfügung zu stellen.

Die vorwiegend von afro-amerikanischen Adventisten besuchte Oakwood Universität in Huntsville, Alabama, sei tagelang vom regionalen Stromausfall betroffen gewesen und habe das Semester frühzeitig beendet, heißt es weiter im NAD-Bericht. Die Southern Adventist University in Collegedale (TN), sei unbeschädigt geblieben, die Häuser von Angestellten beider Institutionen wären aber teils schwer beschädigt oder zerstört worden. Laut dem Bericht stelle die Southern Adventist University den betroffenen Angestellten und auch der Notfallorganisation des Landkreises Hamilton in den Studentenheimen Notunterkünfte sowie Lagerräumlichkeiten für die intakten Einrichtungsgegenstände der Tornadoopfer zur Verfügung. Die Studenten seien in der Nachbarschaft mit Aufräumarbeiten beschäftigt.

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Pastoren vermitteln bei Landkonflikt in Nicaragua

Managua/Nicaragua, 04.05.2011/APD   Unter der Leitung von Leandro Díaz, Pastor der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, vermitteln sechs evangelische Geistliche in einem Landkonflikt in Nicaragua, der zwei Tote gefordert hat. Beteiligt seien die seit 1873 im Gebiet von Tuanka, im Nordosten Nicaraguas, ansässigen rund 1.800 Mayagana Indianer, die um den Schutz der Armee gebeten haben, und zwei bewaffnete Mestizen-Gruppen aus dem Zentrum des Landes sowie aus der Pazifikregion, die sich deren Ländereien aneignen wollten, wie die Latin America and Caribbean Communication Agency (ALC) berichtet.

Die Besetzer der Tuanka Gegend seien der Überzeugung, die rechtmäßigen Inhaber des Landes zu sein, da sie mit Hilfe von Rechtsanwälten im Besitz von Eigentumsurkunden der Ländereien seien, teilte Emilio Fenly, Mitglied des Ältestenrates der Mayagana Indianer, mit.

Die 300 eindringenden Familien hätten 7.000 Hektar Land besetzt und vier Häuser angezündet, sodass sich die Mayaganas wie Geiseln im eigenen Land vorkämen, meinte Nedy Isabel Johnson, ein religiöser Führer, der im Konflikt vermittelt. Seit März benützten die Indianer den Fluss Bambana nicht mehr, um auf dem Wasserweg ihre Güter zu transportieren, da zwei ihrer Leute auf dem Weg zur Kirche der Herrnhuter Brüdergemeine von Unbekannten in einem Hinterhalt getötet worden seien.

Rogelio Landero, Anführer einer der eindringenden Gruppe, habe Verhandlungen und der Niederlegung der Waffen zugestimmt. Gallo Rojo, der andere Gruppenführer, sei mit seinen Leuten vor der Armee geflohen, so der leitende Vermittler, Leandro Díaz.

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WebFish in Gold geht nach Hessen

Hannover, 03.05.2011/APD   Der goldene WebFish geht im Jahr 2011 an die Internet-Seiten www.triangelis.de der Evangelischen Kirchengemeinde in Eltville-Erbach-Kiedrich (Evangelische Kirche in Hessen und Nassau). Den silbernen WebFish erhält die Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche für ihre Internet-Präsenz www.nordelbien.de. Mit dem WebFish in Bronze wird das Diakonie-Portal www.evangelische-beratung.info ausgezeichnet.

Der Internet-Award „WebFish“ wird gemeinsam von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) getragen. Am Donnerstag, 2. Juni, übergibt der Jury-Vorsitzende, der badische Landesbischof und Mitglied des Rates der EKD, Dr. Ulrich Fischer, auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden die Preise an die Gewinner.

Die Jury überzeugte beim Gewinner des mit 1.500 Euro dotierten goldenen WebFish das Konzept, wie die Kirchengemeinde mit Hilfe des Internetangebots die Gemeindeentwicklung betreibt und so eine Vernetzung zwischen Online-Aktivitäten und Gemeindeleben schafft.

Die Internetseite der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche hat die Jury unter anderem mit ihrer Bildsprache beeindruckt. Der mit 1.000 Euro dotierte silberne WebFish zeichnet ein Angebot aus, das nicht nur Informationen über die Landeskirche, sondern auch Antworten zu Glaubensfragen bietet.

Der mit 500 Euro dotierte WebFish in Bronze würdigt das Diakonie-Beratungsportal. Dort finden Interessierte bundesweit Beratungsstellen in ihrer Nähe. Darüber hinaus bietet das Portal ein Online-System zur vertraulichen Beratung und Seelsorge über das Internet. Diese Kombination überzeugte die Jury.

Den WebFish-Förderpreis erhält www.kindergebete.de. Die Jury lobt damit das private Engagement für eine alltägliche Glaubenspraxis. Das Angebot enthält Gebete in leicht einprägsamer Reimform und „Klassiker“, wie Luthers Abend- und Morgensegen oder Psalm 23. Der Förderpreis ist mit 500 Euro dotiert und wird von der Evangelischen Kreditgenossenschaft Kassel gestiftet.

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Mitgliedsorganisationen der "Aktion Deutschland Hilft“ weiterhin in Haiti aktiv

Bonn, 02.05.2011/APD   Die „Aktion Deutschland Hilft“ (ADH) sei weiterhin mit zwölf Mitgliedsorganisationen in Haiti vertreten, welche die Haitianer beim Neuanfang unterstützten. Darauf wies ADH-Pressesprecherin Maria Rüther (Bonn) hin. Beispielsweise habe die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA in Petit-Goâve, etwa 60 Kilometer westlich der Hauptstadt Port-au-Prince, 1.270 Übergangshäuser in Zusammenarbeit mit den künftigen Bewohnern fertiggestellt. Während des Häuserbaus seien die Mitarbeiter zu Maurern, Schreinern, Elektrikern oder Sanitäranlagenbauern ausgebildet worden. Dadurch könnten sie beim Wiederaufbau ihres vom Erdbeben zerstörten Landes mitwirken und hätten Verdienstmöglichkeiten.

Die von ADRA und Malteser International in Kooperation mit „arche noVa“ in Petit-Goâve installierten Trinkwasseraufbereitungsanlagen entwickelten sich, so Maria Rüther, zur ungewollten Dauerlösung, da auch nach einem Jahr die zerstörte Wasserleitung noch nicht repariert worden sei. Voraussichtlich werde das erst 2012 geschehen. Die Malteser konzentrierten sich in Haiti auf die Sicherung der Basisgesundheitsversorgung mit Schwerpunkt Mutter-Kind-Gesundheit, Verbesserung des Ernährungsstatus im Distrikt Léogâne, den Wiederaufbau von Schulen und die Cholera-Prävention.

Das Hilfswerk CARE begleite traditionelle Geburtshelferinnen, um die hohe Müttersterblichkeit zu senken. Außerdem werde die Bildung von Mütter- und Kinderclubs gefördert, um Hygiene-Aufklärung zu verbreiten und das Gemeinschaftsgefühl in den Camps zu stärken. Die Johanniter wollen ein Ambulanzsystem in Léogâne entlang der Route Nationale 2 einrichten. Dabei sollen zwei bis drei Gesundheitsstationen wieder aufgebaut und ausgestattet werden. Eine Orthopädiewerkstatt bestehe bereits; in dieser würden auch Orthopädietechniker ausgebildet.

Allerdings gebe es nach Aussage von Maria Rüther in Haiti auch „kräftezehrende Herausforderungen“. So habe es auf Angebote von „World Vision“, der Regierung bei der Reparatur des Trinkwassersystems im Elendsviertel Cité Soleil zu helfen, keine Rückmeldungen gegeben. Daraufhin hätte sich die Organisation nach einer Liste der Defekte erkundigt und die Bereitschaft erklärt, Material und gegebenenfalls auch Personal zu stellen, um die Regierung bei der dringend notwendigen Reparatur zu unterstützen. Die einzige Rückmeldung der zuständigen Behörde sei der Wunsch nach finanziellen Mitteln gewesen. „Eine Bedarfsliste oder ein Reparaturplan wurde nicht zur Verfügung gestellt, ebenso fehlte ein Finanzmittelplan, der diese Forderung gerechtfertigt hätte“, erläuterte Rüther.

Was Haiti nun brauche, seien Arbeitsplätze, massive Investitionen in Bildung und Infrastruktur, eine Landrechtsreform, eine solide Stadtplanung für Port-au-Prince und der Ausbau des Gesundheitssystems. Bei all dem würden die Hilfsorganisationen die Regierung weiterhin unterstützen.

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