Evangelische Freikirchen fordern vollständiges PID-Verbot

Witten | 4. Juli 2011 | APD |

Vor Abstimmung des PID-Gesetzes Apell an Deutschen Bundestag

Witten, 04.07.2011/APD   Vor der Abstimmung über die Präimplantationsdiagnostik (PID) wandte sich die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) mit einem Brief an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages. Der Präsident der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF), Präses Ansgar Hörsting, plädierte darin für ein vollständiges Verbot der PID.

Der "menschliche Embryo", so Hörsting, entwickle sich von Anfang "als Mensch" und nicht erst "zum Menschen" hin. Darum komme auch Embryonen nach der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle Würde und Lebensschutz zu. Eine PID führe dagegen zu einer gezielten Auswahl von Embryonen. Menschliche Lebewesen würden somit im frühesten Stadium ihrer Existenz "ausgesondert und vernichtet". Dadurch werde der "Sinn des Seins" durch die "Zweckmäßigkeit des Seins" ersetzt. Im Rahmen von vier Thesen halten die evangelischen Freikirchen fest, dass mit der Verschmelzung von Samen- und Eizelle sich ein "neues und eigens menschliches Lebewesen" bilde, das unbedingt zu schützen sei.

Die Vereinigung evangelischer Freikirchen (VEF) wurde 1926 gegründet. Derzeit gehören der VEF zehn Kirchen und Gemeindebünde als Mitglieder und vier als Gastmitglieder an. Die VEF sieht ihr Ziel darin, gemeinsame Aufgaben zu fördern, zwischenkirchliche Beziehungen zu vertiefen und gemeinsam freikirchliche Belange nach außen zu vertreten. Die VEF wird von einem Vorstand geleitet, dessen Vorsitzender Präses Ansgar Hörsting vom Bund Freier evangelischer Gemeinden ist. Zur VEF gehören etwa 260.000 evangelische Christen in Deutschland. Weitere Informationen zur Vereinigung Evangelischer Freikirchen sind im Internet unter www.vef.de zu finden.

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Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit eindeutiger Quellenangabe "APD" gestattet!


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