Mehr Geld für Waldenser und Adventisten in Italien durch Mandatssteuer

Rom/Italien, 03.08.2011/APD   Die Union der Methodisten- und Waldenserkirche in Italien erhält 2011 vom Italienischen Staat aus den Einnahmen der Mandatssteuer „8 per mille“ (acht Promille von der Einkommensteuer) mehr als zwölf Millionen Euro, wie der kirchliche Pressedienst Notizie Evangeliche (NEV) mitteilte. Das entspreche einer 18-prozentigen Steigerung gegenüber dem Vorjahr.

Die Kirchenunion von Waldensern und Methodisten in Italien habe zwar nur 25.000 Mitglieder, sagte Maria Bonafede, Leiterin der „Tavola Valdese“, dem geschäftsführenden Organ der Synode, „aber wir haben die Sympathie von rund 350.000 Steuerzahlern“, von denen die überwiegende Mehrheit nicht evangelisch sei.

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten habe 2011 über zwei Millionen Euro vom Staat erhalten, teilte Fernando P. Casarramona, Finanzchef der Adventisten in Italien gegenüber dem APD mit. Das bedeute im Vergleich zu 2010 eine Steigerung von elf Prozent. Es gebe zwar rund 9.000 Adventisten in Italien, doch die sozialen, kulturellen, humanitären und karitativen Programme der Freikirche unterstützten knapp 60.000 Menschen mit ihrer Mandatssteuer, so Casarramona. „Das Geld wird nicht für Gottesdienste oder evangelistische Veranstaltungen verwendet.“ Er führe das Vertrauen der Steuerzahlenden gegenüber seiner Kirche auf die offene und transparente Information bezüglich der Verwendung der „8×1000“-Gelder zurück, erläuterte der Leiter der Finanzabteilung.

„Hoffnung geben“, sei das adventistische „8 per mille“-Motto im Jahr 2011. Mit der Unterschrift auf der Steuererklärung für die Adventisten werde ermöglicht, dass „viele wieder zu träumen wagen“, schreibt die Freikirche auf ihrer Webseite www.ottopermilleavventisti.it.
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