ADRA verhilft Bauern mit Kuh-Bank zu Einkommen

Silver Spring, Maryland/USA | 2. September 2011 | APD |

Silver Spring, Maryland/USA, 02.09.2011/APD   Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Vietnam habe in der Tay Ninh Provinz, rund 100 Kilometer nordwestlich Ho-Chi-Minh-Stadt (ehemals Saigon), mit 2.350 Bauern ein dreijähriges Kuh-Bank- und Entwicklungsprojekt (CBCD) zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den verarmten Gemeinden gestartet, teilte ADRA International mit.

Im Kuh-Bank-Projekt bekomme der Bauer eine Kuh ausgeliehen, so ADRA. Wenn sie ein Kalb zur Welt bringe, werde dieses an die Kuh-Bank zurückgegeben, um weitere Bauern ins Projekt einzubeziehen. In diesem Projekt würden Tierpflege und Wissen über Impfungen, Ernährung, Bau eines Unterstandes, Verwendung von Gülle, Pflege von trächtigen Kühen sowie von Kälbern vermittelt. Gleichzeitig erhielten die Bauern zur Bewirtschaftung ihrer Felder auch kleine Darlehen, die sie während der Projektdauer verzinsen und zurückzahlen müssten.

Laut ADRA Vietnam leben in der Tay Ninh Provinz über eine Million Menschen, die von der Landwirtschaft abhängig seien und aufgrund schlechter Böden und unzureichender Erträge den Teufelskreis der Armut nicht durchbrechen könnten. Das CBCD-Programm ziele auf die Steigerung der Haushaltseinkommen durch Vermittlung von Fachkenntnissen in der Tierhaltung, aber auch durch die Ausbildung der Lokalbehörden und Bauern in alternativen und nachhaltigen Anbaumethoden ab. Zudem sollen in zwei Distrikten 42 Bauernvereinigungen gebildet werden, die als Kuh-Bank-Filialen agierten. ADRA-Spezialisten begleiteten das Dreijahresprojekt, so das Hilfswerk.

Zusätzlich werde ADRA Vietnam in Zusammenarbeit mit Frauenvereinigungen und Gemeindebehörden die Bevölkerung anleiten, Initiativen für das Gemeinwesen zu ergreifen, wie Zugang zu Trinkwasser, Schutz der Umwelt sowie Förderung der Gesundheit und der sozialen Sicherheit. Diese Aspekte des Projekts sollten durch die Erträge der Kuh-Bank finanziert werden, teilte ADRA mit.

Das dreijährige Projekt kostet 208.000 Euro und wird von ADRA Neuseeland finanziert.
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