Madrid/Spanien, 24.10.2011/APD   „Nach 52 Jahren ETA-Gewalt und -Terror sind wir erleichtert und froh für die Gewaltverzichtserklärung“ der baskischen Untergrundbewegung ETA (Euskadi Ta Askatasuna) vom 20. Oktober, sagte Pastor Jesús Calvo, Präsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Spanien, in einer offiziellen Stellungnahme der Kirche. Die Anwendung von Gewalt sei unter keinen Umständen zu rechtfertigen.

„Wir sind betrübt über den hohen Preis von 829 Todesopfern, der dafür bezahlt wurde“, betonte Calvo. Die Folge davon seien „unsägliches seelisches und körperliches Leiden, zerbrochene Träume, erschüttertes Vertrauen und eine zerstörte Zukunft“.

Laut Calvo habe diese Erfahrung zwei fundamentale Erkenntnisse bewusst gemacht: Wie man mit jenen umgehen müsse, die Gewalt und Drohungen anwendeten, und wie man mit jenen zusammenleben könne, die eine andere Meinung hätten.

„Ich schätze die Einheit, den Mut und die Ausdauer der spanischen Gesellschaft während den 52 Jahren des ETA-Terrorismus“, hob Pastor Calvo hervor. Die Adventisten unterstützten die Bemühungen zur Förderung der Einheit und lehnten Gewaltanwendung entschieden ab.

Die Mitglieder seiner Kirche beteten um den Erhalt des gegenseitigen Respekts, des Friedens und der Wertschätzung, so Calvo. Er hoffe auch, dass gemeinsam eine bessere Gesellschaft gebaut werden könne, um in Frieden und Harmonie zusammenzuleben.

In Spanien gibt es 15.244 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 105 Gemeinden, die von 71 Pastoren betreut werden. Die dortige Freikirche unterhält ein Theologisches Seminar, ein Gymnasium, eine Mittelschule, vier Grundschulen, ein Gesundkostwerk, ein Altenheim, ein Verlagshaus, ein Medienzentrum mit Fernseh- und Radiostudios sowie eine Rundfunk- und TV-Station in Valencia.

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