Angstfreies Krankenhaus "Waldfriede" in Berlin

Berlin, 30.11.2011/APD  „Angstfreies Krankenhaus Waldfriede“ heißt ein neues Projekt der Klinik der Siebenten-Tags-Adventisten in Berlin-Zehlendorf. „Bei unserer täglichen Arbeit machen wir immer wieder die Erfahrung, dass Patienten vor einer Operation unter verschiedenen Ängsten leiden“, so Projektleiter Dr. Michael Volland. Neben der Angst vor der Narkose, vor Schmerzen oder vor Komplikationen sorgten sich Patienten vor schwerwiegenden Diagnosen, vor dem Eingriff in die Intimsphäre oder dem Verlust von Selbständigkeit. Um diesen und anderen Ängsten bereits im Vorfeld einer Operation zu begegnen, habe das Krankenhaus „Waldfriede“ ein interdisziplinäres Konzept entwickelt, an dem Ärzte, Pflegekräfte, Sozialarbeiter, Seelsorger und ein Psychotherapeut beteiligt seien.

„In allen operativen Abteilungen, wie Allgemeinchirurgie, Koloproktologie, Hand- und Fußchirurgie, Gynäkologie und Brustzentrum, unterbreiten wir unseren Patienten im Vorfeld von Eingriffen ein interdisziplinäres Angebot zum Abbau von Sorgen und Ängsten“, informiert Dr. Volland. Angst sei eigentlich etwas Natürliches, wenn eine Gefahr vorhanden ist, erläutert Psychotherapeut Wolfgang Schwabe. Probleme gebe es erst, wenn die Angst entgleise und nicht mehr kontrolliert werden könne. Dann benötige der Patient eine Vertrauensperson. „Deshalb ist die Bindung zwischen Arzt und Patient wichtig.“ Der Arzt müsse von Anfang an die Befindlichkeiten des Patienten kennen, um differenziert darauf reagieren zu können, so Schwabe. Selbst nach einer Operation könnten Ängste auftreten, obwohl alles in Ordnung scheine.

Bei dem Projekt werde die Zeit vor der Operation in den Fokus gerückt, betont Dr. Volland. „Deshalb thematisieren unsere Ärzte das Thema Angst bereits beim Erstkontakt“. Die Anästhesie biete Angstsprechstunden an, bei denen sich der künftige Patient über die Narkose eingehend informieren könne. Zudem gebe es eine individuelle Patientenberatung. Angeboten würden der Besuch einer Station oder eines Operationssaales, um kennenzulernen, was dort geschehe. Auf Wunsch könne auch eine Operation mitverfolgt werden, um zu erfahren, wie später der eigene Eingriff ablaufe. Manche Patienten seien in Sorge um ihre Angehörigen oder Haustiere während ihres Krankenhausaufenthaltes. Hier könne der frühzeitige Kontakt zum Sozialdienst zu Lösungen führen und Ängst abbauen.

Erste Ergebnisse zeigten laut Dr. Volland, dass die Patienten das Projekt „Angstfreies Krankenhaus“ sehr positiv aufnähmen. Den Ärzten gelänge es, Patienten die Angst zu nehmen, obwohl sie verpflichtet seien, über alle Operationsrisiken aufzuklären. Ein wichtiger Faktor für die Verminderung der Patientenangst sei zudem die Stationspflege. Auch die Seelsorgerin des Krankenhauses „Waldfriede“, Pastorin Gabriele Stangl, sei in das Projekt mit eingebunden. Sie nehme sich Zeit für die Anliegen der Patienten und begleite sie, wenn sie es wünschten, zu schwierigen Untersuchungen oder auch in den Operationssaal.

Bei dem Projekt führe der operierende Arzt die Gespräche mit dem Patienten, betont der Ärztliche Direktor von „Waldfriede“, Privatdozent Dr. Ingo Leister. Auch für die Nachbehandlung sei er zuständig. So könne ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden. Zudem werde die Verantwortung vom Arzt nicht delegiert, sondern von ihm übernommen.

Das seit 1920 in Berlin-Zehlendorf bestehende Akutkrankenhaus „Waldfriede“ verfügt über 170 Betten und versorgt jährlich 9.000 Patienten stationär und 18.000 ambulant.

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Lubjana erfüllt sich ihren Lebenstraum

Wien/Österreich, 29.11.2011/APD   Im September hat die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Österreich mit finanzieller Unterstützung der Stadt Wien ein neues Projekt in Fushe Kuja/Albanien begonnen. Dabei sollen Roma-Frauen lesen und schreiben lernen und auch durch eine Ausbildung in Hygiene, gesunder Lebensweise, Erste Hilfe, Sozialkompetenzen und Frauenrechten gefördert werden.

Laut dem Direktor von ADRA Österreich, Marcel Wagner, sei eine der besten Schülerinnen die 23-jährige Lubjana. Als Kind lebte sie mit ihren Eltern in Griechenland. Sie hatte nie die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Stattdessen sammelte sie Plastik und Metall in Müllkörben, um mit dem Verdienst ein wenig Essen einkaufen zu können. Lubjana war ein intelligentes Kind. Sie versuchte selbst, sich Lesen und Schreiben beizubringen. Sie kann nur wenig lesen, aber nicht schreiben. Doch sie setzt alles daran, es zu lernen.

Lubjana hat mit 14 Jahren geheiratet, verließ ihr Elternhaus und kam nach Fushe Kuja. Heute hat sie drei Kinder, sieben, vier und zwei Jahre alt. Sie lebt mit ihrem Ehemann und mit ihren drei Brüdern zusammen, die auch verheiratet sind und Kinder haben. Sie verkaufen gebrauchte Kleidung in den Dörfern rund um Fushe Kuja und verdienen alle zusammen etwa 15 Euro pro Tag. Lubjana muss jeden Tag viele Kleidungsstücke von Hand waschen, da sich ihre Familie keine Waschmaschine leisten kann. Dazu kommen der Haushalt und die Zubereitung des Essens für die Familie. Sie würde sehr gerne lesen und schreiben lernen, um Kinderbücher oder auch das gedruckte Fernsehprogramm verstehen zu können. Ihr Lebenstraum ist, einmal Friseurin zu werden.

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Evangelisch-theologische Abschlüsse in Spanien staatlich anerkannt

Madrid/Spanien, 28.11.2011/APD   Am 11. November genehmigte laut Onlinedienst „Adventisten heute“ der spanische Ministerrat das königliche Dekret zur Anerkennung von Universitätsabschlüssen theologischer Fakultäten, die zum Bund der evangelischen Kirchen Spaniens (FEREDE) gehören. Neben der Adventistischen Theologischen Fakultät (Sagunto, Valencia) sind das die Theologische Fakultät der spanischen Baptisten UEBE (Alcobendas, Madrid), die Theologische Fakultät CSTAD der Versammlung Gottes (La Carlota, Córdoba) sowie die beiden überkonfessionellen Einrichtungen, die Internationale Theologische Fakultät IBSTE (Castelldefels, Barcelona) und die Theologische Fakultät SEUT (El Escorial, Madrid).

Evangelisch-theologische Ausbildungsstätten gibt es in Spanien seit über 100 Jahren. Deren Abschlüsse wurden jedoch bisher nicht staatlich anerkannt. Marcos Abbot, Dekan von SEUT, würdigte das Dekret als einen sehr wichtigen historischen Schritt, der dazu beitrage, evangelische Christen in Spanien als Teil der Gesellschaft anzuerkennen.

„Das ist ohne Zweifel der wichtigste Erfolg der protestantischen Welt in Spanien seit der Unterzeichnung des Abkommens zwischen dem spanischen Staat und der FEREDE im Jahr 1992“, meinte Miguel Ángel Roig, Dekan der Adventistischen Theologischen Fakultät und Sekretär der FEREDE-Kommission für die Anerkennung der protestantischen theologischen Studienzentren und Abschlüsse. „Der Königliche Erlass ist nicht nur für die Institutionen, deren Studienabschlüsse nun akkreditiert worden sind, äußerst wichtig, sondern bedeutet auch einen beachtlichen Schritt hin zur demokratischen Normalität in einem Land, in dem die Religionsfreiheit schwere Hindernisse überwinden musste, um sich durchzusetzen. Wir vertrauen darauf, dass es weitere bedeutende Schritte in diese Richtung geben wird.“

Durch die Anerkennung werde die eigene Identität der verschiedenen Institutionen in keiner Weise angetastet, auch ändere sich nichts an den bisherigen Zulassungsvorschriften, den dogmatischen Schwerpunkten und der Pastorenausbildung, versicherte Roig. Mit dem nun anerkannten Abschluss könne jeder Student in einer spanischen oder ausländischen Universität als Master in Theologie (M.A.) postgraduieren und auch promovieren. Im Falle der Adventistischen Theologischen Fakultät würden der Bachelor- (B.A.) und auch der Master-Abschluss in Theologie anerkannt.

Der Bund der evangelischen Kirchen Spaniens FEREDE (Federación de Entidades Religiosas Evangélicas de España), dem sich die meisten evangelischen (Frei-)Kirchen Spaniens angeschlossen haben, entstand aus der 1956 gegründeten Comisión de Defensa Evangélica, die sich um die Verteidigung der Religionsfreiheit der evangelischen Christen kümmerte. Als 1982 die Verhandlungen für ein Kooperationsabkommen zwischen dem spanischen Staat und den Protestanten begannen, verlangte die Regierung die Gründung einer juristischen Institution als Verhandlungspartner. Vier Jahre später, am 20. Februar 1986, wurde die FEREDE für diese Aufgabe gegründet und 1992 das Kooperationsabkommen mit dem spanischen Staat unterschrieben.

Die staatliche Anerkennung der theologischen Abschlüsse ist eines der Anliegen, für die sich die FEREDE erfolgreich eingesetzt hat. Ein noch anstehendes Thema ist beispielsweise die Anerkennung der vom Staat geschuldeten Pensionszahlungen an die protestantischen Pastoren und Pastorenwitwen, die bis zum Jahr 1999 keine finanziellen Beiträge zur Sozialversicherung leisten konnten. Eine diesbezüglich beim Europäischen Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg eingereichte Klage wurde angenommen. Der spanische Staat muss sich demnächst dazu vor dem Gerichtshof äußern.

Von den 40,8 Millionen Einwohnern Spaniens sind über 90 Prozent Katholiken und nur 0,3 Prozent, etwa 120.000, Protestanten. Zur Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gehören in Spanien knapp 16.000 erwachsen getaufte Mitglieder in 107 Gemeinden.

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"Wenn wir im Restaurant Wasser bestellen, bitten wir um ein Glas ADRA"

Zwei deutsche Entwicklungshelfer auf Inspektionsreise in Somalia

Weiterstadt bei Darmstadt, 27.11.2011/APD   Garowe, die Hauptstadt der autonomen Region Puntland im Norden Somalias, war die erste Station der zehntägigen Inspektionsreise von Jahn Fischer, Regionalkoordinator für den Bereich Afrika, und Manuel Schönfeld, Leiter der Abteilung Kommunikation der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland mit Sitz in Weiterstadt bei Darmstadt. Etwa eine Stunde von Garowe entfernt, besuchten sie ein Projekt zur Trinkwassergewinnung. Das ADRA-Gebäude durften sie nur mit einer speziell ausgebildeten Schutzeinheit verlassen: Drei Somali mit Maschinengewehren. Die Bewacher schienen ausgemergelt, aber froh, jetzt eine Arbeit zu haben, die ihnen das Überleben sichert. Außerdem seien sie von der UN als Wachpersonal ausgebildet worden. Am Wasserspeicher angekommen, wurden Fischer und Schönfeld vom Ältesten der Kommune empfangen. „Der Speicher versorgt das ganze Dorf, etwa 2.400 Menschen, mit Trinkwasser“, erzählt er. Doch nicht nur er sei dankbar für die Unterstützung von ADRA. Auch die beiden Entwicklungshelfer lobten die gute Arbeit der Kommune, die den Wasserspeicher unterhalten und so das Projekt zum Erfolg geführt hätte.

Wenige Tage später ging es mit einer anstrengenden Reise nach Eyl. Die Fahrzeuge kamen auf den staubigen, holprigen Straßen nur langsam voran. In den vergangenen Jahren seien zahlreiche Personen aus anderen Landesteilen nach Eyl gekommen, um den Küstenort als Ausgangspunkt für Piratenaktivitäten zu nutzen. Aufgrund der miserablen Straßen sei ADRA dort die einzige Hilfsorganisation. „Wie schon bei all den Besuchen zuvor, wurden wir mit tiefer Dankbarkeit empfangen“, berichtet Schönfeld. Der Bürgermeister habe erzählt: „Nach dem Tsunami in unserer Region hat ADRA eine ganze Reihe von Wassertanks installiert. Wenn es um Wasser geht, ist ADRA in den Gedanken der Menschen hier so verbreitet, dass wir in einem Restaurant inzwischen um ein Glas ‚ADRA‘ bitten, wenn wir ein Glas Wasser bestellen.“

Bevor die beiden Entwicklungshelfer am nächsten Tag wieder nach Garowe fuhren, besuchten sie noch eine der Schulen, die von ADRA vor Ort unterhalten werden. Die Schüler lernten gerade Geschichte, Englisch und Geografie. ADRA unterstütze zahlreiche Bildungsstätten in Somalia mit insgesamt 33.000 Schülern und versorge 125.000 Menschen mit Nahrungsmitteln und Wasser, so Schönfeld.

„ADRA will den Menschen in Somalia langfristig zu mehr Selbstständigkeit verhelfen“, betont Fischer. Daher sei eine enge Zusammenarbeit mit den Kommunen wichtig. Nur so könne das Land nachhaltige Veränderungen erleben.
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"Transkulturelle Pflege am Lebensende"

Elke Urban, „Transkulturelle Pflege am Lebensende. Umgang mit Sterbenden und Verstorbenen unterschiedlicher Religionen und Kulturen“, Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart, 2011, kartoniert, 149 Seiten, 24,90 Euro, ISBN 978-3-17-021337-1.

Ostfildern, 26.11.2011/APD   Elke Urban, Krankenschwester mit Palliativ-Fachausbildung in einem stationären Hospiz in Nordrhein-Westfalen, stellt in ihren Ausführungen 15 verschiedene Glaubensrichtungen im Umgang mit Sterbenden und Verstorbenen vor. Dabei geht es um eventuelle konfessionelle Besonderheiten bei der Pflege am Lebensende im Hinblick auf Körperpflege, Ernährung und Kleidung, Kommunikation, besondere Gebete und Gebräuche, hilfreiches Verhalten in der Sterbephase, Umgang mit dem Verstorbenen, Einstellungen zu Obduktion und Organspende, Bestattung und sonstige Rituale. Elke Urban, die mit ihrem Buch vor allem das Pflegepersonal informieren möchte, hat in ihre Recherchen auch den Buddhismus, Hinduismus, Islam, das Judentum und chinesische Kulturen einbezogen und in ihren Untersuchungen selbst die Mormonen, die Neuapostolische Kirche, Sinti und Roma, Jehovas Zeugen und die Siebenten-Tags-Adventisten berücksichtigt. Ein Kapitel handelt vom Umgang mit nicht-religiösen Sterbenden, zu dem auch Informationen über verschiedene Bestattungsarten kommen. Im Anhang befinden sich sprachliche Hilfen für Menschen aus 14 europäischen Ländern und die Türkei.

Dr. Wolfgang Tulaszewski
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Das Neue Testament als "täglicher Begleiter"

Stuttgart, 25.11.2011/APD   Das Neue Testament der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ) ist vom „Rat für Formgebung“ in den Kategorien Produktion und Kommunikationsdesign mit dem Designpreis Deutschland ausgezeichnet worden. Die Deutsche Bibelgesellschaft in Stuttgart und die Genfer Bibelgesellschaft geben die NGÜ gemeinsam heraus. Als Agentur zeichnete „gobasil“ (Hamburg/Hannover) mit Kreativdirektorin Eva Jung für die Einführungskampagne und das Design verantwortlich.

Angelehnt an die Notizbücher der Dichter und Denker erscheine das Neue Testament der NGÜ als „täglicher Begleiter“, so die Jury. Dazu gehörten fünf verschiedene Banderolen, die Leserinnen und Leser direkt ansprächen und Lust auf die Bibel machten. Die Jury hob außerdem hervor, dass Logo, Corporate Design und Kommunikation für die NGÜ komplett neu entwickelt worden seien. Die Kombination aus dem „Ü“ und dem Schweizer Kreuz gebe der Marke ein eigenes, unverwechselbares Gesicht.

Die Neue Genfer Übersetzung sei eine sogenannte kommunikative Bibelübersetzung, hob Dr. Felix Breidenstein, Geschäftsführer der Deutschen Bibelgesellschaft, hervor. Dabei werde der Sinn des Originaltextes in einer modernen Sprache so verständlich wie möglich wiedergegeben. Der Text sei zudem mit ausführlichen Randnotizen versehen, die auf den Wortlaut des Urtextes, verschiedene Deutungen und Übersetzungsmöglichkeiten hinwiesen.

Bereits im vergangenen Jahr erhielt die NGÜ zwei Auszeichnungen. Für die Buchgestaltung ging der Preis „red dot winner“ beim „red dot award communication design“ an das Neue Testament. Der „Art Directors Club Deutschland“ (ADC) prämierte die Publikation in den Kategorien Literatur/Bücher sowie Text mit einem „ADC-Nagel“ in Bronze und einer Auszeichnung.

Der „Rat für Formgebung“ wurde 1953 auf Beschluss des Deutschen Bundestages als Stiftung gegründet. In Wettbewerben, Ausstellungen, Konferenzen, Seminaren und Publikationen setzt er sich für gutes Design ein.
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US-Forscher: Vegetarische Ernährung verringert Diabetesrate

Loma Linda, Kalifornien/USA, 24.11.2011/APD   Vegetarische Ernährung in Verbindung mit regelmäßiger körperlicher Bewegung beugt laut „Ärzte Zeitung“ in der schwarzen Bevölkerung Nordamerikas der Typ-2-Diabetes vor. Das ergab eine Studie der kalifornischen Loma Linda Universität der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Dabei wurden die Daten von 7.127 adventistischen Afroamerikanern aus den USA und Kanada ausgewertet. Die Kirche setzt sich für eine gesunde Ernährung sowie den Verzicht auf Alkohol und Tabak ein. Im Vergleich zu normaler Ernährung war bei Veganern der Kirche die Diabetesrate um 70 Prozent und bei den Ovo-Lakto-Vegetariern um 53 Prozent verringert. Günstig sei der hohe Anteil an Ballaststoffen in Obst und Gemüse. Vollkornprodukte und Bohnen setzten zudem nur langsam Kohlenhydrate frei, so die „Ärzte Zeitung“.

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Leitungspositionen für Frauen bei Adventisten in Nordamerika und Europa

Silver Spring/USA, St. Albans/Großbritannien, 23.11.2011/APD   Ungeachtet der negativen Entscheidung des Exekutivausschusses der adventistischen Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) Anfang Oktober, bekräftigten die Mitglieder des Exekutivausschusses der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Nordamerika (NAD) am 31. Oktober, an ihrer im Jahr 2010 eingeführten Praxis festzuhalten: Auf dem Gebiet der Nordamerikanischen Kirchenverwaltung dürfen auch nichtordinierte Personen in die Leitungsposition eines „Vereinigungsvorstehers“ gewählt werden, berichtete der Onlinedienst „Adventisten heute“. Dieser Beschluss der Delegierten der Nordamerikanischen Kirchenregion sei mit 162 zu 61 Stimmen gefasst worden.

Zwei Wochen später, am 16. November, befassten sich die Mitglieder des Exekutivausschusses der Länder, die zur Trans-Europäischen Division (TED) der Kirche gehören, ebenfalls mit dem Thema, Frauen in ihrem Kirchenverwaltungsgebiet als Präsident einer „Vereinigung“ oder eines „Verbandes/Union“ wählen zu können. Sie bedauerten die Ablehnung ihres Antrags durch den Exekutivausschuss der Weltkirchenleitung, denn die Siebenten-Tags-Adventisten lehrten gemäß der Heiligen Schrift das „allgemeine Priestertum“ und somit die Tatsache, dass „der Heilige Geist Frauen und Männer mit unterschiedlichen Gaben beruft und ausstattet, zu denen auch die Gabe der Leitung (leadership) gehört“. Für viele Adventisten im Bereich der TED sei dies ein ethisches sowie auch ein rechtliches Anliegen, das ihr Gewissen stark berühre, heißt es im TED-Sitzungsbericht.

91 Prozent der Delegierten des Exekutivausschusses der Trans-Europäischen Region votierten in geheimer Abstimmung dafür, dass jede nationale Kirchenverwaltung das Recht habe, Frauen und Männer gleich zu behandeln. Es könnten damit sowohl ordinierte Pastoren, wie auch Personen mit einer Beauftragung für geistliche Aufgaben, also auch Frauen, für die Leitungsposition eines Vereinigungs- oder Verbandsvorstehers im TED-Kirchenverwaltungsgebiet gewählt werden.

Die Nordamerikanische und die Trans-Europäische Kirchenverwaltung der Adventisten sind mit diesen Beschlüssen nicht mehr in Übereinstimmung mit ihrer Weltkirchenleitung, die keine nicht ordinierten Personen in derartige Leitungspositionen zulässt. In einem mehrjährigen globalen Prozess soll bis 2015 kirchenintern die Ordinationsfrage an Hand der Aussagen der Bibel geklärt werden.

Pastor Dr. Bertil Wiklander, Präsident der TED, unterstrich die Bemühungen, sich in seinem Kirchenverwaltungsbereich für Frauen als Pastorinnen und Führungskräfte einzusetzen. Außerdem wolle er gemeinsam mit anderen Kirchenleitern seiner Region nach Möglichkeiten suchen, „die Frauen zu befähigen und zu unterstützen, die der Heilige Geist deutlich in Leitungsaufgaben beruft“, betonte Wiklander.

Zum Nordamerikanischen Kirchenverwaltungsgebiet (NAD) der Adventisten gehören 1,12 Millionen erwachsen getaufte Adventisten in Kanada und den USA sowie auf Bermuda, der Johnston Insel, den Midway- und einigen weiteren Pazifikinseln.

Zum Trans-Europäischen Kirchenverwaltungsgebiet (TED) zählen rund 82.000 Adventisten in Albanien, Bosnien-Herzegowina, Dänemark, Estland, Färöer Inseln, Finnland, Griechenland, Grönland, Grossbritannien, Irland, Island, Kanalinseln, Kroatien, Lettland, Litauen, Mazedonien, Montenegro, Niederlande, Norwegen, Polen, Schweden, Serbien, Slowenien, Ungarn und Zypern.

Die Adventisten sind als weltweite Kirche folgendermaßen organisiert: Mehrere Ortsgemeinden bilden eine „Vereinigung“ (etwa Deutschschweizerische Vereinigung) und mehrere Vereinigungen einen „Verband“ (etwa Norddeutscher Verband). Die Verbände, auch „Unionen“ genannt, vereinigen sich in der „Generalkonferenz“ als Weltkirchenleitung, die für geografische Gebiete auf kontinentaler Ebene Abteilungen, „Divisionen“ genannt, unterhält. Zurzeit gibt es weltweit 575 Vereinigungen, 114 Verbände und eine Generalkonferenz mit 13 Divisionen. Jede Division hat eine eigene Kirchenleitung samt Exekutivausschuss.

Frauen können nach ihrem Theologiestudium in der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten zwar als Pastorin „gesegnet“ werden und damit fast alle Amtshandlungen, wie Taufe, Abendmahl, Trauung und Beerdigung, vornehmen; doch ordiniert werden nur männliche Geistliche. Während die Ordination von Pastoren weltweit innerhalb der Freikirche Gültigkeit hat, können Frauen als Pastorinnen nur in den Gebieten wirken, die zu einer Kirchenleitung gehören, welche die Segnung vornahm. Die Weltsynoden der Adventisten 1990 in Indianapolis/USA und 1995 in Utrecht/Niederlande hatten die Ordination von weiblichen Geistlichen mehrheitlich abgelehnt. Die Zulassung von Frauen, die als ordinierte Pastorinnen amtieren, ist außerhalb von Nordamerika, Westeuropa, China und Australien/Ozeanien, wo nur etwa 13 Prozent der weltweit rund 17 Millionen erwachsen getauften Mitglieder leben, äußerst umstritten.

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Erstes Kochbuch zu den Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine erschienen

Herrnhut/Oberlausitz, 22.11.2011/APD   Mango-Hähnchen aus der Karibik, Avocado-Creme aus Südafrika, Pogatschen aus Ungarn, tibetische Momos aus Nordindien und Eierschecke aus der Oberlausitz – diese und weitere 45 Rezepte sind in dem ersten Kochbuch zu den Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine zusammengetragen.

Die weltweiten Verbindungen durch die Losungen sollen durch ausgewählte Rezepte dokumentiert werden. 50 Übersetzerinnen und Übersetzer der Losungen bitten zu Tisch. Sie bieten kulinarische Genüsse an und laden ein, ihre Küche kennenzulernen. Alle Rezepte seien unkompliziert für den Hausgebrauch bestimmt und die Zutaten in Deutschland erhältlich. Darüber hinaus enthalte das Buch Informationen über die fremdsprachigen Losungsausgaben und die dahinterstehenden Personen.

Die Losungen sind mit einer Auflage von jährlich rund einer Million Exemplaren das am weitesten verbreitete Andachtsbuch im deutschsprachigen Raum. Sie werden von der Evangelischen Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine seit 1731 herausgegeben. Für 2012 liegt somit die 282. Ausgabe in ununterbrochener Reihenfolge vor. Die Losungen werden jeweils drei Jahre im Voraus aus einer 1.824 alttestamentlichen Bibeltexte umfassenden Sammlung für jeden Tag des Jahres gezogen. Dem Losungsvers wird ein Wort aus dem Neuen Testament zugeordnet. Beide Bibelworte (Losung und Lehrtext) werden mit einem Liedvers oder einem Gebet ergänzt.

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Mainzer Jugendkirche "livingroom" erhält Preis der "Initiative Hoffnung"

Mainz, 21.11.2011/APD   Die Jugendkirche „livingroom“ der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Mainz hat mit ihrem Projekt „Chancengleichheit“ den ersten Preis der „Initiative Hoffnung“ gewonnen. Laut dem Onlinedienst „Adventisten heute“ lädt die Initiative christliche Teenager und Jugendliche ein, Menschen vor Ort zu helfen und ihnen dadurch die Liebe Gottes zu bezeugen. Im Aktionsjahr 2011 rief sie Jugendgruppen deutschlandweit auf, diakonisch aktiv zu werden, um ein ganzheitliches Christsein einzuüben und zu leben.

Am Projekt „Chancengleichheit“ der Mainzer adventistischen „livingroom“-Gemeinde sind mehr als 30 junge Leute beteiligt. In Zusammenarbeit mit Mainzer Schulen helfen sie beispielsweise benachteiligten Schülern und Schülerinnen, die keine oder kaum elterliche Unterstützung haben, bei ihren Hausaufgaben. Außerdem erteilen 15 ehrenamtlich tätige Studenten, ebenfalls in Absprache mit der jeweiligen Schulleitung, Nachhilfeunterricht. Im Rahmen der Ganztagsschulbetreuung und nach Entwicklung eines Lehrplans für das gesamte Schuljahr werden Pfadfinderaktivitäten angeboten, die nicht nur den Umgang mit der Natur, sondern auch den Ausbau sozialer Kompetenzen fördern. Weitere Angebote in Zusammenarbeit mit einem Mainzer Jugendzentrum, wie Fußball-Freundschaftsspiele, Girls Treffs und Kochkurse für Kinder und Jugendliche, gehören zum Konzept des Projektes. Informationen dazu sind im Internet unter www.livingroom.info zu finden.

Die drei Gewinner des „Hoffnungspreises“ 2011 erhalten ein Preisgeld von insgesamt 800 Euro, dazu kreative Sachpreise. Die 19-köpfige Jury verlieh am 17. November den ersten Preis der Jugendkirche „livingroom“. Dotiert ist der „Hoffnungspreis“ in Gold mit einer Skulptur als Award, einem Scheck über 500 Euro und einem Konzert in den eigenen Jugendräumen mit Tobias Hundt, einem der Schreiber des „Hoffnungssongs“. Die Preisübergabe durch Bundestagsvizepräsidentin Kathrin Göring-Eckardt findet im Rahmen einer Feierstunde im Deutschen Bundestag am 23. November in Berlin statt.

Veit Claesberg, Koordinator der „Initiative Hoffnung“ (Bergneustadt), gratulierte der adventistischen „livingroom“-Gemeinde mit den Worten: „Ihr seid die Gewinner, aber noch viel mehr haben die Leute gewonnen, denen ihr im Namen von Jesus Christus gedient habt.“ Pastor Jochen Streit, Abteilungsleiter für Jugend, Pfadfinder und Kinder der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Süddeutschland (Ostfildern bei Stuttgart), betonte: „Die Wahrnehmung der Initiativen von ´livingroom´ in der Öffentlichkeit ist durchaus ein deutlicher Hinweis, dass eine christliche Gemeinde auch heute in unserer Gesellschaft relevant sein kann und ist. Es ist unsere Aufgabe, die Belange des Umfeldes aufzugreifen und mit unserem christlich-adventistischen Welt- und Menschenbild das Zusammenleben aller Altersgruppen mitzugestalten.“

Die „Initiative Hoffnung – dienen mit Wort und Tat“ wird von einem Netzwerk aus über 70 Einzelpersonen verantwortet, die christliche Werke, Verbände, Kirchen und Gemeinden repräsentieren. Sie wurde auf der Grundlage der Deutschen Evangelischen Allianz ins Leben gerufen und lädt Christinnen und Christen aller Kirchen und Gemeinden ein, sich zu beteiligen (www.initiativehoffnung.de).

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Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft jetzt in Berlin-Schöneberg

Berlin, 20.11.2011/APD   Die Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft (DGMT) hat ihre Bundesgeschäftsstelle von Berlin-Friedrichshain nach Berlin-Schöneberg verlegt und in der Naumannstraße 22 neue Büroräume bezogen. Mit dem Umzug habe der Verein auf die veränderten Bedürfnisse hinsichtlich Repräsentation, Publikumsverkehr und Konferenzmöglichkeiten reagiert, informierte Geschäftsführerin Judith Brunk. Die DGMT entstand 2008 durch Verschmelzung des Berufsverbandes der Musiktherapeutinnen und Musiktherapeuten Deutschlands (gegründet 1999) und der Deutschen Gesellschaft für Musiktherapie (gegründet 1983). Der DGMT sollen laut Brunk bundesweit rund 1.400 Mitglieder angehören.

Die Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft setze sich, so Brunk, mangels eines Berufsgesetzes für Musiktherapeuten in Deutschland für die Festschreibung verbindlicher Ausbildungs- und Qualitätsstandards ein, um für die Patienten ein größtmögliches Maß an Schutz zu erreichen. Zu den weiteren Anliegen gehöre, Musiktherapie auch ambulant als Krankenkassen-Leistung anzuerkennen. Nachweise über die positive Wirkung von Musiktherapie seien inzwischen ausreichend vorhanden. Dafür spreche die Verankerung in zahlreichen medizinischen Leitlinien, beispielsweise Demenz, Schlaganfall und psychosozialen Therapien. Auch die künstlerischen Therapien zur Behandlung von Traumafolgeschäden, etwa in der Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs, gälten als besonders geeignet. Weitere Informationen zur DGMT sind im Internet unter www.musiktherapie.de zu finden.
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"Der Deutsche Ökumenische Studienausschuss (DÖSTA)"

Die Chronik schildert zum ersten Mal die Tätigkeit des Deutschen Ökumenischen Studienausschusses (DÖSTA) in den Jahren von 1950 bis 2000. Aus Archivmaterialien aufgebaut, gewährt sie erhellende Einblicke in ein halbes Jahrhundert spannender theologischer Arbeit. In der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) ist der DÖSTA seit 1950 der gewichtigste Ausschuss. Er hat die Aufgabe, wissenschaftliche theologische und ökumenische Fragen zu beraten. Dazu erarbeitet er Studien und Stellungnahmen, um das ökumenische Gespräch in den deutschen Kirchen zu vertiefen und zu fördern. Die Reihe der Leitungspersönlichkeiten des DÖSTA beginnt mit der Ära Schlink (1951-1962), die von der Ära Wendland (1962-1969), Wolf (1969-1979), Ritschl (1979-1987), Kertelge (1988-1992) und Bienert (1993-2000) kontinuierlich fortgesetzt wird. Das Werk enthält auch ein Verzeichnis der Mitglieder des DÖSTA in den ersten fünf Jahrzehnten sowie eine Zusammensetzung des Deutschen Ökumenischen Studienausschusses in den einzelnen Jahren.

Dr. Wolfgang Tulaszewski
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Bischöfin Wenner Vorsitzende des methodistischen Bischofsrates

Frankfurt/Main, 18.11.2011/APD   Bischöfin Rosemarie Wenner wird Präsidentin des Bischofsrates der internationalen Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK). Mit ihr wurde erstmals eine Frau von außerhalb der USA in das Amt gewählt. Die 56-Jährige wird ihr Amt im kommenden Frühjahr antreten. Als Präsidentin leitet sie die Sitzungen des Bischofsrates, dem alle 69 aktiven sowie die pensionierten Bischöfe der weltweiten EmK angehören. Das Gremium tagt zweimal im Jahr und vertritt in dieser Zeit auch die Generalkonferenz, das alle vier Jahre tagende oberste Entscheidungsgremium der EmK. Ihr Vorgänger, Bischof Larry M. Goodpaster, würdigte Wenner als Frau mit einem hervorragenden Gespür für die Bedürfnisse der weltweiten Methodisten.

Rosemarie Wenner, geboren in Eppingen (Baden-Württemberg), studierte 1975 bis 1979 am Theologischen Seminar der EmK in Reutlingen und wurde 1981 in Bad Kreuznach ordiniert. Danach war sie Gemeindepastorin in Hockenheim, Dreieich-Sprend¬lingen und Darmstadt. Daneben wirkte sie im Bereich der Arbeit mit Kindern als Jungscharsekretärin und absolvierte eine Weiterbildung in Gestaltseelsorge und Pastoralpsychologie. Seit 1996 war sie als Superintendentin für den Frankfurter Distrikt der EmK verantwortlich. 2005 wurde Rosemarie Wenner als erste Frau ins Bischofsamt der EmK außerhalb Amerikas gewählt und 2008 für eine weitere Amtszeit von acht Jahren bestätigt.
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Gebetswoche der Adventisten zum Thema "Gottes rettende Gnade"

Ostfildern bei Stuttgart, 17.11.2011/APD   Unter dem Motto „Gottes rettende Gnade“ findet vom 19. bis 26. November die jährliche, weltweite Gebetswoche der Siebenten-Tags-Adventisten statt, an der sich auch die 570 deutschen Gemeinden der evangelischen Freikirche mit besonderen Gebetsversammlungen beteiligen. Die täglichen Lesungen befassen sich diesmal mit der Erlösung des Menschen durch Jesus Christus. Dazu schreibt der Präsident der Siebenten-Tags-Adventisten in West- und Südeuropa, Pastor Bruno Vertallier (Bern/Schweiz), im Vorwort zu den Gebetslesungen: „Für mich steht das Opfer Jesu Christi an erster Stelle, wenn es um meine Erlösung geht. Als Zweites zählt mein Glaube an den Einen, der uns so viel Liebe gezeigt hat, um uns zu erretten. Der dritte Faktor ist das Zusammenwirken der beiden erstgenannten Punkte und der Einfluss, den sie auf mein Verhalten im täglichen Leben haben.“

Zum Abschlussgottesdienst am 26. November gehört auch die traditionelle Opfersammlung für die weltweite Mission der Freikirche. Im letzten Jahr betrugen die „Gebetstagsgaben“ der 35.200 Adventisten in Deutschland 686.200 Euro. Für die parallel stattfindende Gebetswoche der Kinder gibt es ein eigenes Heft mit dem Titel „Worte der Liebe“, das sich mit ähnlichen Themen kindgerecht auf das Leben der Kinder bezogen befasst. Die nächste Gebetswoche für adventistische Jugendliche findet vom 17. bis 24. März 2012 statt.

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Radiomission TWR mit zwei neuen Kurzwellensendern auf Guam

Guam/USA, 16.11.2011/APD   Die internationale Radiomission TWR (Cary/USA) hat auf der Pazifikinsel Guam zwei gebraucht erworbene 250 Kilowatt starke Kurzwellensender installiert. Sie lösen zwei alte 100 Kilowatt-Sender ab, die seit der Eröffnung der Sendestation im Jahr 1977 ihren Dienst getan haben. Durch die stärkere Leistung, so TWR-Präsident Lauren Libby, könnten China und Ostasien besser mit der christlichen Botschaft erreicht werden. ERF Medien (Wetzlar) als der deutsche Partner von TWR beteilige sich finanziell an den Sendungen, die über die Kurzwellenstation (KTWR) ausgestrahlt würden. Der Ankauf, der Transport und die Installation der beiden Sender hätten rund 520.000 Euro gekostet, die durch Spenden aus aller Welt aufgebracht worden seien. Der Kauf von zwei neuen 100-Kilowatt-Sendern hätte ansonsten rund 1,5 Millionen Euro betragen.

Die Sendestation verfüge zudem über zwei weitere 100-Kilowatt-Kurzwellensender. Bei KTWR Guam würden Sendungen in über 20 Sprachen ausgestrahlt. Das Zielgebiet der Programme seien China, Südasien, Indochina und Russland. China wäre in den letzten Jahren zu einem Hauptzielgebiet von KTWR Guam geworden. Die chinesische Hauptsprache Mandarin, die auch in Taiwan und Singapur gesprochen wird, sei daher eine wichtige Sendesprache. Es gebe aber auch Sendungen in Kantonesisch, das von 80 Millionen Menschen gesprochen werde, und in anderen Sprachen der Region. Zusätzlich fänden sich englischsprachige Programme im Sendeplan.

Auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten hat seit 1987 mit „Adventist World Radio“ (AWR) eine Kurzwellenstation auf Guam (KSDA). Über vier 100-Kilowatt-Sender würden laut AWR-Präsident Pastor Dowell Chow mittels vier Richt- und fünf Rundstrahlantennen pro Woche fast 300 Stunden Programme in über 30 Sprachen ausstrahlen. Mehr als die Hälfte der Zeit werde in Mandarin gesendet. Von Guam gesendete Radioprogramme seien unter anderem in Indien, Vietnam, Nordkorea, Kambodscha, Indonesien und Südchina zu empfangen, teilte Chow mit. Um auch den Norden Chinas, die Mongolei oder Sibirien von Guam aus zu erreichen, solle 2012 eine weitere Antenne errichtet werden.

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Wintersemester mit 51 neuen Studenten in Friedensau

Friedensau bei Magdeburg, 15.11.2011/APD   51 neue Studentinnen und Studenten nahmen im Wintersemester 2011/2012 ihr Studium an der Theologischen Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg auf. Damit sind dort insgesamt 178 Studierende, 17 mehr als im Vorjahr, eingeschrieben. 44 haben Theologie und 134 Sozialwissenschaften belegt. Zusätzlich gibt es noch 20 im Studienvorbereitungskurs „Deutsch für Ausländer“ und einen Gasthörer. Von allen Studierenden kommen 67 aus insgesamt 29 Ländern.

Die 1899 gegründete und 1990 staatlich anerkannte Theologische Hochschule Friedensau bietet im Zuge des Bologna-Prozesses europaweit vergleichbare Bachelor- und darauf aufbauende Masterstudiengänge an. An der Hochschule sind folgende Studiengänge möglich: Bachelor of Arts Theologie (B.A. – sechs Semester), Master of Arts Theologie (M.A. – vier Semester), Master of Arts Theological Studies (M.T.S. – englischsprachig vier Semester), Bachelor of Arts Soziale Arbeit (B.A. – sechs Semester), Bachelor of Arts Gesundheits- und Pflegewissenschaften (B.A. – berufsbegleitend neun Semester), Master of Arts Beratung (M.A. – vier Semester), Master of Arts International Social Sciences (M.A. – englischsprachig vier Semester), Master of Arts Sozial- und Gesundheitsmanagement (M.A. – berufsbegleitend sechs Semester) und Master of Arts Musiktherapie (M.A. – berufsbegleitend sechs Semester).

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Bundespräsident beim Abschluss des Projekts "Weißt du, wer ich bin?"

Berlin, 14.11.2011/APD   Mit dem Besuch von Bundespräsident Christian Wulff endete Anfang November nach drei Jahren das bundesweite interreligiöse Projekt „Weißt du, wer ich bin?“ für ein friedliches Zusammenleben in Deutschland. Es handelte sich um ein gemeinsames Vorhaben der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), dem Zentralrat der Juden in Deutschland, dem Zentralrat der Muslime in Deutschland und der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB). Das Projekt wurde vom Bundesministerium des Innern gefördert und aus den Mitteln des Europäischen Integrationsfonds kofinanziert.

Zur Präsentation von geförderten Projekten kam Wulff in die jüdische Gemeinde an der Oranienburger Straße in Berlin. Er zeigte sich beeindruckt von der Vielfältigkeit, wie Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von zehn bis 21 Jahren sich mit Themen aus Judentum, Christentum und Islam auseinandersetzten. Seine Teilnahme sei auch sein Ausdruck von Wertschätzung für „Weißt du, wer ich bin?“, sagte er vor rund 130 Jugendlichen, Lehrerinnen und Lehrern sowie Vertretern der Projektträger, darunter auch dem Vorsitzenden der ACK Deutschland, Landesbischof Professor Dr. Friedrich Weber. Gleichzeitig würdigte der Bundespräsident das Engagement von Lehrerinnen und Lehrern, die den interreligiösen Dialog in den schulischen Alltag einbringen würden.

Mit Liedern, Musiktheater, Selbstportraits, Pantomime zu Abraham oder einem Quiz zu den Weltreligionen arbeiteten die Jungen und Mädchen von dreizehn Schulen aus mehreren Bundesländern Gemeinsames und auch Trennendes heraus. Im Anschluss an die Vorstellung der verschiedenen Initiativen suchte Bundespräsident Wulff das Gespräch, diskutierte über das Zusammenleben von Christen, Juden und Muslimen in Deutschland und stellte sich den Fragen der Kinder und Jugendlichen.

„Besonders mit Blick auf die jungen Menschen gilt es, die Grundlagen eines friedlichen Miteinanders zu festigen“, betonte die Projektbeauftragte, Dr. Songül Kayabasi. „Dabei ist es wichtig, die Heranwachsenden selbst für dieses Anliegen zu gewinnen und zu Wort kommen zu lassen.“ Von 2008 bis 2011 förderte das Projekt „Weißt du, wer ich bin?“ über hundert Projekte mit einem Volumen von insgesamt 145.000 Euro.

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Von Visaproblemen bis zu Gerechtigkeit und Frieden

Weltweite Christliche Gemeinschaften zum Informationsaustausch in Washington

Washington D. C./USA, 13.11.2011/APD   Die Sekretäre der Weltweiten Christlichen Gemeinschaften (Christian World Communions CWC) trafen sich Ende Oktober zu ihrer viertägigen jährlichen Konferenz in Silver Spring, Maryland/USA, im Verwaltungsgebäude der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten, das sich im Großraum der US-Hauptstadt Washington befindet. An dem Informationsaustausch nahmen laut Generalsekretär des Baptistischen Weltbundes, Pastor Neville Callam, 28 Personen teil, darunter der bisherige Generalsekretär der Mennonitischen Weltkonferenz und der neu gewählte Generalsekretär des Globalen Christlichen Forums (GCF), Pastor Larry Miller, der Vertreter der Armenischen Apostolischen Kirche, Erzbischof Nareg Alemezian, und der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen, Pfarrer Olav Fykse Tveit.

Geprächsthemen der diesjährigen Konferenz der Sekretäre der CWC waren, so Callam und Nareg, Informationsaustausch über die Aktivitäten der einzelnen weltweiten Gemeinschaften einschließlich ihrer geplanten internationalen Tagungen, wobei es Probleme mit bestimmten Staaten bei der Erteilung von Visa gebe. Außerdem sei es um das Phänomen der Verbreitung sogenannter „freier christlicher Gemeinden“ ohne konfessionelle Bindung und die Bereiche weltweite Verkündigung der christlichen Botschaft, Religionsfreiheit sowie Gerechtigkeit und Frieden gegangen. Auf dem Programm stand zudem ein Besuch im internationalen Büro des Baptistischen Weltbundes in Washington. Bei Gesprächen im Weißen Haus und im US-Außenministerium wäre es laut Erzbischof Nareg auch um die Situation der Christen im Nahen Osten und den Genozid an den Armeniern im Ersten Weltkrieg gegangen.

Die nächste Konferenz der Sekretäre der Weltweiten Christlichen Gemeinschaft soll im Oktober 2012 in Antelias nördlich von Beirut/Libanon am Sitz des armenisch-apostolischen Katholikos von Kilikien stattfinden. Sekretär des jährlichen Informationsaustausches der CWC ist seit 2003 Pastor John Graz vom Rat für zwischenkirchliche und interreligiöse Angelegenheiten der Generalkonferenz der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten.
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Ökologische und faire Nahrungsmittelproduktion kirchliches Randthema

„Brot für die Welt“ und EED fordern evangelische Kirchen zum Handeln auf

Stuttgart, 11.11.2011/APD   Der Einkauf von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau oder fairem Handel sei für die evangelischen Kirchen noch immer ein Randthema, kritisierten „Brot für die Welt“ und der Evangelische Entwicklungsdienst (EED). Nach ihrer Studie würden kaum zehn Prozent der jährlichen Beschaffungssumme in Kirchen und Diakonie für diese Produkte ausgegeben. Trotz gegenteiliger Beschlüsse setzten kirchliche Einrichtungen ihre Marktmacht bislang kaum zugunsten ökologischer und fairer Nahrungsmittelproduktion ein.

„Der Ruf der Kirchen nach einer gerechten Wirtschaftsweise und einem nachhaltigen Lebensstil richtet sich nicht nur an andere, sondern zunächst an sie selbst“, so Cornelia Füllkrug-Weitzel, Direktorin von „Brot für die Welt“. „Es ist eine Frage der Glaubwürdigkeit und des klugen Einsatzes der eigenen Marktmacht.“ Auch EED-Vorstand Tilman Henke sieht Handlungsbedarf: „Landeskirchen und diakonische Einrichtungen sollten sich bei ihrer Umstellung auf ökofaire Beschaffung noch besser beraten und unterstützen lassen.“

Kirchliche Einrichtungen, wie evangelische Krankenhäuser, Akademien, Tagungsstätten oder Kindergärten, blieben in ihrem Einkaufsverhalten weit hinter dem zurück, was sozial und ökologisch für eine zukunftsfähige Kirche und eine gerechte Weltwirtschaft notwendig wäre, so das Fazit der Studie. Fast 766 Millionen Euro gäben beispielsweise die stationären Einrichtungen der Diakonie pro Jahr für Lebensmittel aus. Der Anteil an biologisch angebauten oder fair gehandelten Produkten sei trotz vermehrter Anstrengung in vielen der Einrichtungen verschwindend gering. Für mehr als zwei Drittel werde er auf unter zehn Prozent geschätzt. „Noch immer findet in den Kirchen eine Abwägung zwischen ethischem Anspruch und wirtschaftlichen Zwängen statt“, bedauerte Füllkrug-Weitzel.
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Neuer Experte der Adventisten für Religionsfreiheit

Bern/Schweiz, 10.11.2011/APD   Liviu Romel Olteanu (55) ist neuer Direktor für Öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit der Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in West- und Südeuropa mit Sitz in Bern. Deren in Collonges-sous-Saleve/Frankreich tagender Exekutivausschuss wählte den Pastor und Rechtsanwalt als Nachfolger des im August diesen Jahres während einer Dienstreise in Australien verstorbenen Pastors Karel Nowak (59).

Olteanu stammt aus Rumänien und lebt seit 2000 mit Ehefrau Reveica und drei Kindern in Spanien. Dort war er Sprecher der Adventisten für Fragen der Religionsfreiheit und als Assistent des Präsidenten der spanischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten Koordinator der adventistischen Migrantengemeinden in Spanien. Olteanu studierte am Theologischen Seminar der Freikirche in Bukarest und an deren Andrews Universität Berrien Springs, Michigan/USA. Diese Studien schloss er mit einem Master in Theologie und in Pädagogik ab. An der Universität Sibiu/Rumänien studierte er Jura mit Schwerpunkt Menschenrechte und erlangte die Zulassung als Rechtsanwalt. Gegenwärtig promoviert er an der Universität Madrid in Rechtswissenschaften.

Der neue Direktor für Öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit spricht neben seiner Muttersprache Rumänisch fließend Spanisch sowie Englisch und kann sich auch in Französisch verständigen. Er wird sein Büro in Brüssel am Sitz der Europäischen Union haben.

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Initiatorin der "Babyklappe" in Berlin-Zehlendorf mit Verdienstmedaille geehrt

Berlin, 09.11.2011/APD   Pastorin Gabriele Stangl, Seelsorgerin des adventistischen Krankenhauses „Waldfriede“ in Berlin-Zehlendorf, erhielt in Berlin von dem Bürgermeister des Bezirks Steglitz-Zehlendorf, Norbert Kopp, die von Bundespräsident Christian Wulff verliehene Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Das Bezirksamt begründete in einer Pressemitteilung die Ehrung, wie folgt: „Frau Stangl setzte sich in beeindruckender Weise für Frauen in psychosozialer Not und deren Babys ein: Sie initiierte im Jahr 2000 die ´Babyklappe‘ im Krankenhaus Waldfriede in Berlin-Zehlendorf, in der verzweifelte Mütter anonym ihre Babys abgeben können.“

1961 in Braunau am Inn/Österreich geboren, unterrichtete die studierte Theologin und Pädagogin am österreichischen Theologischen Seminar Schloss Bogenhofen der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten Hebräisch, alttestamentliche Fächer und Deutsch für Ausländer, bevor sie Seelsorgerin im adventistischen Seniorenheim „Haus Wittelsbach“ im oberbayerischen Bad Aibling und seit 1996 im Krankenhaus „Waldfriede“ in Berlin wurde. Die private Laienorganisation „Association of Adventist Women“ (Verband adventistischer Frauen) in Seattle/US-Bundesstaat Washington hatte schon vor drei Jahren Gabriele Stangl zur „Frau des Jahres 2008“ gekürt.

Bernd Quoß, Geschäftsführer des Krankenhauses „Waldfriede“ würdigte die „schwere Aufbauarbeit“ der „Babyklappe“ durch Pastorin Stangl, die mit der Ordensverleihung nun auch die öffentliche Anerkennung gefunden habe. Er betonte, dass die Seelsorgerin diese Arbeit fast ausschließlich in ihrer Freizeit geleistet habe und dabei auch auf vielerlei Widerstand gestoßen sei.

Die „Babywiege“, wie die „Babyklappe“ in „Waldfriede“ genannt wird, ist ein grasgrüner Kasten. Er befindet sich uneinsehbar an der Rückseite des Hauses A der Klinik und ist durch einen ausgeschilderten, nicht videoüberwachten Eingang erreichbar. Wenn eine Mutter die Klappe öffnet und ihr Neugeborenes in das Wärmebett legt, lösen Sensoren zeitverzögert einen Alarm im ständig besetzten Pförtnerhaus aus, sodass die Mutter genügend Zeit hat, das Gelände unerkannt zu verlassen, berichtete Stangl. Das Baby werde sofort auf die Säuglingsstation gebracht und medizinisch versorgt. „Das vom Krankenhaus informierte Jugendamt übergibt es dann der Obhut einer speziell ausgebildeten Pflegefamilie.“ Die Mutter dürfe während der nächsten acht Wochen ihr Kind zurücknehmen. Geschehe das nicht, werde es zur Adoption freigegeben.

Den Anstoß, die erste Babyklappe an einer Klinik in Deutschland einzurichten, habe Pastorin Stangl durch ihre Arbeit als Krankenhausseelsorgerin erhalten. „Eine 80-jährige Patientin sprach erst auf dem Sterbebett über die Tötung ihres Kindes. Eine andere Frau musste das Krankenhaus hochschwanger wegschicken, weil sie nicht bereit war, ihre Identität preiszugeben. Als ich hörte, dass in Hamburg eine Babyklappe einrichtet wird, kam mir die Idee, dass ein Krankenhaus am besten für so etwas geeignet ist.“ Sie habe Mitstreiter nicht nur in der eigenen Klinik, sondern auch bei den zuständigen Behörden gefunden, meinte Stangl.

In den letzten zehn Jahren seien etwa 20 Neugeborene in die „Babywiege“ gelegt worden, und rund 110 Frauen hätten im Krankenhaus anonym entbunden. „Doch 95 Prozent der Frauen, die bei uns anonym entbinden, haben nach intensiver Beratung den Mut, ihre Anonymität aufzugeben“, betonte Pastorin Stangl. Nicht selten würden sich nach einigen Monaten auch Mütter melden, die ihre Kinder in die „Babywiege“ gelegt hätten. Ein Drittel der Frauen behalte schließlich das Neugeborene. Doch auch die meisten anderen Frauen, die ihr Baby zur Adoption freigäben, wollten, dass es später erfahre, wer ihre Mutter sei. Das Durchschnittsalter jener Frauen liege zwischen 27 und 34. „Alle haben große Angst, dass ihre Schwangerschaft aus den verschiedensten Gründen bekannt werden könnte“, teilte die Krankenhausseelsorgerin mit.

Das seit 1920 bestehende Akutkrankenhaus „Waldfriede“ verfügt über 170 Betten und versorgt mit den Fachabteilungen Allgemeinchirurgie, Anästhesie, Brustzentrum, Gynäkologie und Geburtshilfe, Hand- und Fußchirurgie, Innere Medizin, Interdisziplinäres Beckenbodenzentrum, Intensivmedizin, Radiologie und den Zentren für Darm- und Beckenbodenchirurgie (Koloproktologie) sowie Diabetes und Diabetisches Fuß-Syndrom jährlich 9.000 Patienten stationär und 18.000 ambulant. Im letzten Jahr kamen dort rund 900 Babys zur Welt.

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USA: Häufiges Bibellesen hat Tendenz, aus "Rechten" "Linke" zu machen

Houston, Texas/USA, 08.11.2011/APD   Je öfter jemand in den USA ganz persönlich in der Bibel lese, desto wahrscheinlicher sei es, dass diese Person sich dem „Patriot Act“ widersetze, einem 2001 zur Stärkung der Einheit der USA und des Kampfs gegen den Terrorismus verabschiedeten Gesetz. Zudem seien häufige Bibelleser tendenziell gegen die Todesstrafe, betrachteten Wissenschaft und Religion prinzipiell als vereinbar und unterstützten Initiativen zur sozialen Gerechtigkeit, wie der „Houston Chronicle“ mitteilt.

Es habe den Anschein, dass Kirchgang und Kirchenzugehörigkeit in den USA mit konservativen politischen Positionen zusammenhingen, wie die Ergebnisse der umfangreichsten Religionsumfrage in Nordamerika des „Baylor Religion Survey“ zeigten. Häufiges Bibellesen könne aber laut Analyse der Religionsumfrage durch „Christianity Today“ dazu führen, dass man vermehrt zu liberalen oder linken politischen Auffassungen tendiere.

Im Gegensatz zu einigen anderen religiösen Praktiken, habe das häufige Bibellesen das Potential liberaler zu machen oder die Leser für linke politische Positionen zu öffnen. Das sei auch dann der Fall, so das Magazin „Christianity Today“, wenn man Faktoren, wie politische Überzeugung, Bildungsstand, Einkommen, Geschlecht, Rasse und religiöse Einbindung oder die eigenen Ansichten über Bibelauslegung, in Betracht ziehe.

Laut Magazin habe die Umfrage ergeben, dass mit zunehmender Bibellektüre die Zustimmung zum „Patriot Act“ um 13 Prozent zurückgehe, die Zustimmung zur Abschaffung der Todesstrafe um 45 Prozent zunehme, die Ansicht, dass Religion und Wissenschaft unvereinbar seien, um 22 Prozent abnehme und die Zustimmung zur Auffassung um 35 Prozent steige, dass ein guter Mensch sich aktiv für soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit einsetze.

Warum fördert das Bibellesen eine liberale oder linke Sichtweise?
Laut „Christianity Today“ werde die Fragestellung noch interessanter, wenn deutlich werde, wer in den USA am ehesten die Bibel lese. Es seien Evangelikale und Gläubige, die ein wörtliches Bibelverständnis hätten und eher zu konservativen oder politisch rechten Ansichten neigten.

Eine mögliche Erklärung für den Gesinnungswandel bestehe darin, dass die Leserinnen und Leser eine vorgefasste Meinung von der Bibel hätten. Da in der amerikanischen Gesellschaft das Bibellesen einen hohen Stellenwert habe, gingen viele davon aus, sie wüssten, was in der Bibel stehe, bevor sie diese öffneten, so „Christianity Today“. Sobald sie dann aber persönlich in der Bibel lesen würden, seien sie meist überrascht von dem, was dort stehe, und übernähmen die neue Sichtweise.

Das könne aber auch mit Bibelstellen geschehen, die dem Leser tatsächlich bekannt seien. Viele läsen die Bibel mit der Erwartung, dass Gott ihnen durch den gelesenen Text persönlich etwas sagen wolle und würden dann von gewissen Bibelaussagen wie von einem „Donnerschlag“ getroffen. Das könne für ihr Leben eine enorme Bedeutung bekommen.

Hinzu komme, dass viele Bibelleser in Nordamerika die Heilige Schrift nicht nur für ihre Andacht oder spirituelle Erbauung verwendeten. Sie sähen in der Bibel eine Autorität für ihr Leben, der sie im Alltag entsprechen wollten.

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Augenzwinkernder "WebFish 2012" zu vergeben

Hannover, 07.011.2011/APD   Zum sechzehnten Mal schreibt die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) den „WebFish“ aus. Mit dieser Trophäe prämieren die EKD und das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) gemeinsam die besten Online-Angebote in deutscher oder englischer Sprache, die den christlichen Glauben aktuell und kreativ umsetzen. Anbieter von christlichen Internetseiten können ihre Bewerbungen bis zum 31. Dezember online unter www.webfish.de einreichen.

Anfang 2012 trifft die Jury eine Vorauswahl und nominiert zehn Internetangebote für den „WebFish“. Per Onlineabstimmung können Nutzerinnen und Nutzer im Frühjahr ihre Favoriten wählen und mit abstimmen, wer den „WebFish 2012“ gewinnt. Der augenzwinkernde Fisch hat nicht nur einen symbolischen Wert, sondern ist auch mit Geld- oder Sachpreisen verbunden: Der goldene Fisch ist mit 1.500 Euro dotiert, der silberne Fisch ist 1.000 Euro wert und der bronzene bringt seinen Gewinnern 500 Euro.

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IBSI-Bibelkurse jetzt auch online

Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, 06.11.2011/APD   IBSI, das Internationale Bibelstudien-Institut der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, bietet sechs seiner Bibel- und Glaubenskurse jetzt auch online an. Es handelt sich um den Grundkurs „Start ins Leben“, „Das Vaterunser“, „Discover – Entdecke den Glauben“, „Fit und Gesund“, „Tour of Life – Denkanstöße für Teenager“ und „Tipps für Kids – Mit den Pfadfindern das Leben entdecken“. Wer sich im Internet unter www.bibelstudien-institut.de unter „Login“ registriert, kann sofort mit einem der Online-Kurse beginnen.
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Hunger und Ausbau der Zwangsarbeitslager in Nordkorea

Berlin, 03.11.2011/APD   Die Vereinten Nationen hätten offiziell bestätigt, dass immer mehr Menschen aus dem stalinistisch regierten und hermetisch abgeschotteten Nordkorea fliehen würden, berichtete am 27. Oktober die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) bei einer Pressekonferenz in Berlin.

Die Auswertung von Satellitenfotos zeige, dass die großen Zwangsarbeitslager systematisch ausgebaut würden, in denen Schätzungen zufolge 200.000 Gefangene aus politischen Gründen gequält, gefoltert und dem Hunger ausgesetzt wären, so IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin. Die Schlüsselrolle bei der Lösung des nordkoreanischen Dilemmas liege nach Auffassung der IGFM nicht in Pyongyang, sondern in Peking bei der Führung der Kommunistischen Partei Chinas.

„Die Menschen in Nordkorea sind zu Geiseln der Kim-Dynastie und des Militärs geworden“, sagte Lessenthin. „Peking versteht es, das Regime als außenpolitisches Werkzeug einzusetzen.“ Bei Bedarf werde es in Pyongyang von der Pekinger Führung dazu benutzt, die Demokratien in der Region zu bedrohen. „Das Schicksal der nordkoreanischen Bevölkerung ist den Machthabern in Peking ebenso gleichgültig wie dem nordkoreanischen Diktator Kim Jong-il“, betonte der Vorstandssprecher.

Nach Angaben der IGFM sei Thailand eines der wenigen Länder der Region, das nordkoreanische Flüchtlinge vorbehaltlos aufnehme. 2004 hätten nur 40 Menschen aus Nordkorea in Thailand um Asyl nachgesucht, 2010 seien 2.482 Personen registriert worden und zwischen Januar und April 2011 habe Thailand bereits 870 Asylsuchende gezählt.

Gemäß einem 1968 geschlossenen Abkommen der Volksrepublik China mit Pyongyang würden nordkoreanische Flüchtlinge von China nach Nordkorea abgeschoben. Wer in China nordkoreanische Flüchtlinge verstecke oder ihnen zur Ausreise verhelfe, müsse laut IGFM mit hohen Geldstrafen rechnen. China verletze damit die Genfer Flüchtlingskonvention, der die Volksrepublik 1982 beigetreten sei. In Nordkorea selbst würden die aufgegriffenen Flüchtlinge als „Verräter“ betrachtet und zu langjährigen Haftstrafen, Zwangsarbeit, Folter oder sogar zur Todesstrafe verurteilt.

Tatsächliche oder vermeintliche Gegner der kommunistischen Einparteien-Diktatur in Nordkorea würden für sogenannte „politische Verbrechen“ in Arbeitslager gebracht, in denen menschenverachtende Zustände herrschten. Da Verwandte der Gefangenen bis in die dritte Generation ebenfalls als schuldig gelten und auch in die Lager gebracht würden, wüssten viele der Gefangenen nicht einmal, warum sie dort seien.

Nahender Winter verschärft Hungerproblem
Das größte Problem Nordkoreas sei laut IGFM die sich in diesem Jahr erneut anbahnende Hungerkatastrophe. Die staatlich gelenkte Wirtschaft versorge die Menschen nur mangelhaft. Hunger sei in Nordkorea ein Dauerproblem, obwohl sich das Land selbst versorgen könnte.

Deportation von Flüchtlingen
Die Schlüsselrolle zu einer Verbesserung der Menschenrechtslage in Nordkorea komme laut Lessenthin der Volksrepublik China zu. Einerseits ermögliche die Protektion Chinas der nordkoreanischen Führung, vollkommen gleichgültig auf internationale Appelle zur Schließung der Gefangenenlager und zur Wahrung der Menschenrechte zu reagieren. Andererseits habe China den Schlüssel zur Lösung von Nordkoreas Flüchtlingsproblematik in der Hand. „Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte fordert China dazu auf, nordkoreanische Flüchtlinge aufzunehmen und ihnen die Ausreise in sichere Drittstaaten wie Südkorea zu ermöglichen“, so Lessenthin, „anstatt sie zu denunzieren und nach Nordkorea auszuliefern.“

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Der Erfolg der Freikirchen in der Schweiz

Bern/Schweiz, 02.11.2011/APD   In den Freikirchen der Schweiz versammeln sich jedes Wochenende doppelt so viele Gottesdienstbesucher wie in evangelisch-reformierten Kirchen, und nur ein Viertel weniger als in römisch-katholischen Kirchen – obwohl offiziell nur zwei Prozent der Schweizerinnen und Schweizer einer Freikirche angehören. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung des Nationalen Forschungsprogramms „Religionsgemeinschaften, Staat und Gesellschaft“ (NFP 58).

Laut einer Medienmitteilung des NFP 58 haben Religionssoziologen um Jörg Stolz, Universität Lausanne, erstmals ermittelt, wie viele lokale religiöse Gemeinschaften aller Glaubensrichtungen in der Schweiz existieren – also alle Gruppen, die sich regelmäßig an einem bestimmten Ort zu religiösen oder spirituellen Zwecken versammeln. Beispiele für solche Gemeinschaften seien katholische Pfarreien, reformierte Kirchengemeinden, freikirchliche Gemeinden, Moscheen, Zen-Zentren und Israelitische Gemeinden. Die Wissenschaftler hätten Listen und Statistiken durchforstet, Experten und Kirchenvertreter befragt und insgesamt 5.734 Gemeinschaften in der Schweiz gezählt. Mit Verantwortlichen von 1.040 Gemeinschaften seien Interviews geführt worden.

Rund die Hälfte der Gemeinschaften gehöre der römisch-katholischen (30,5 Prozent) oder der evangelisch-reformierten Kirche (19,1 Prozent) an. Deutlich mehr Gruppierungen als die Reformierten stellten aber die evangelischen Freikirchen mit 24,8 Prozent. Das erstaune, so die NFP-Studie, da gemäß der Volkszählung vom Jahr 2000 nur etwa zwei Prozent der Schweizer Bevölkerung einer Freikirche angehörten. Dies sei dadurch erklärbar, dass die kleinen Freikirchen fast nur bekennende und aktive Mitglieder hätten.

690.000 Gottesdienstbesucherinnen und -besucher
Während die Mitgliederzahl einer durchschnittlichen Gemeinde der beiden offiziellen Landeskirchen bei etwa 1.750 (römisch-katholisch) beziehungsweise 2.200 (evangelisch-reformiert) liege, gehörten einer mittleren freikirchlichen gerade einmal 72 Menschen an, die aber alle regelmäßig zum Gottesdienst gingen. Bei der Befragung hätten die Verantwortlichen der freikirchlichen Gemeinschaften angegeben, dass sogar mehr Gläubige als Mitglieder (Quote von 111 Prozent) am letzten Gottesdienst teilgenommen hätten. Bei den Katholiken sei die Teilnahmequote dagegen bei vier Prozent, bei den Reformierten sogar nur bei drei Prozent der Mitglieder gelegen, so die NFP-Studie.

Aufgrund dieser Zahlen, schätzen die Forscher, dass sich an einem gewöhnlichen Wochenende in der Schweiz 690.000 Menschen (jeder elfte Einwohner) versammelten, um ein religiöses Ritual durchzuführen: 38 Prozent in katholischen Kirchen, 29 Prozent in evangelischen Freikirchen, 14 Prozent in reformierten Gotteshäusern und knapp elf Prozent in muslimischen Gemeinschaften. „Jedes Wochenende stellen die Freikirchen also bloß etwa 25 Prozent weniger Gottesdienstbesucher als die katholische Kirche und sogar mehr als das Doppelte der reformierten Kirchgänger, obwohl die Katholiken 30 Mal und die Reformierten 24 Mal mehr offizielle Mitglieder aufweisen als die evangelischen Freikirchen“, so Jörg Stolz.

Missionieren lohnt sich
Die Studie bestätige, dass die etablierten Kirchen tendenziell kleiner würden. Bei den evangelischen Freikirchen gäbe es klare Unterschiede: Während konservative Gemeinschaften (beispielsweise Brüderverein, Action Biblique) ebenfalls schrumpften, blieben klassische Gemeinschaften stabil (Chrischona, FEG). Charismatische Gemeinschaften hingegen würden deutlich wachsen (Pfingstgemeinden, ICF). Diese hätten auch ein jüngeres Publikum als die Volkskirchen.

Die religiöse und ethische Striktheit der Freikirchen spiele entgegen bisheriger Vermutungen keine entscheidende Rolle bei ihrem Erfolg. Freikirchen seien zwar moralisch strikt, das heißt sie gäben ihren Mitgliedern klare Verhaltensvorschriften, doch das begründe deren Erfolg nicht. Als wichtigen Grund für das Wachstum macht die Studie die aktive Suche nach neuen Mitgliedern aus. Fast alle Freikirchen ermutigten ihre Mitglieder, neue Personen einzuladen, und viele schalteten Inserate in Zeitungen. Erhöht werden die Wachstumschancen laut der Studie auch, wenn eine Gemeinschaft Anstrengungen unternimmt, die Kinder der Angehörigen in ihrer religiösen Tradition aufzuziehen. Einige Glaubensrichtungen profitierten zudem von der Immigration. Das treffe auf die Muslime zu, aber auch auf die Lutheraner. Diese Gemeinschaft wachse vor allem wegen der Einwanderung aus Deutschland, so die NFP-Studie.

Nationales Forschungsprogramm NFP 58
Der Schweizer Bundesrat hatte am 2. Dezember 2005 das Nationale Forschungsprogramm „Religionen in der Schweiz“ (NFP 58) bewilligt und mit zehn Millionen Franken dotiert. Die Forschungsprojekte haben eine Laufzeit von drei Jahren. Die wissenschaftlichen Arbeiten begannen im Sommer 2007. Es sollten unter anderem folgende Fragen geklärt werden: Wie lassen sich die verschiedenen neuen Religionsgemeinschaften erfolgreich in die Schweiz integrieren? Wie verständigen sich die verschiedenen Religionen untereinander und wie mit den nicht religiösen Bevölkerungsanteilen? Muss der Staat sein Verhältnis zur Religion und den Religionen überdenken und eine aktivere Rolle spielen als bisher?

Das NFP 58 verfolgt drei Ziele. Es soll (1) die grundlegenden Veränderungen in der Religiosität der Einzelnen und der religiösen Landschaft untersuchen; (2) die Grundlagen für die Gestaltung von Religions- und Bildungspolitik liefern; (3) untersuchen, wie das friedliche Zusammenleben der verschiedenen Religionsgemeinschaften, aber auch religiöser und nicht-religiöser Menschen gefördert werden kann.
Das NFP 58 ist interdisziplinär angelegt. In den 28 bewilligten Projekten arbeiten Forschende aus Religionswissenschaft, Soziologie, Geschichte, Theologie, Ethnologie, Islamwissenschaft, Tibetologie, Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Pädagogik, Sozialpädagogik und Gerontologie.

Der Schlussbericht der NFP 58-Studie „Die Religiösen Gemeinschaften in der Schweiz: Eigenschaften, Aktivitäten, Entwicklung“, kann im Internet eingesehen werden unter http://www.nfp58.ch/files/news/126_Schlussbericht_Stolz_Chaves.p

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"Hope Channel TV" auch in Kabelnetzen verfügbar

Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, 01.11.2011/APD   Das 24-Stunden-Fernsehprogramm von „Hope Channel Deutsch“ der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist auch in Kabelnetzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar. Eine Übersicht der Kabelnetzbetreiber findet sich im Internet unter www.hopechannel.de/empfang. Zugang zu den „Hope Channel“ Sendungen gibt es außerdem über den Satelliten ASTRA, als Livestream und Mediathek im Internet sowie durch die Online-Plattform „Zattoo“ (www.zattoo.com).
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