Hilfe für Opfer des Tropensturms "Washi" auf den Philippinen

Wien/Österreich, 29.02.2012/APD   Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Österreich kümmert sich noch immer um Opfer des Tropensturms „Washi“, der im letzten Jahr während der Weihnachtsfeiertage auf die Philippinen traf. Laut ADRA-Direktor Marcel Wagner (Wien) seien 910 Familien aus Iligan City nach den Überschwemmungen weiterhin auf Hilfe angewiesen. Sie erhielten „Cash Cards“ – Wertkarten mit einem jeweiligen Guthaben von 2.000 Pesos.

Das System sei gewählt worden, da die benötigten Waren in den Geschäften erhältlich wären und so auch die örtlichen Ladeninhaber unterstützt würden. Die Familien könnten selbst entscheiden, welche Artikel sie dringend benötigten. Mit der auf sie registrierten Karte könnten sie Lebensmittel, Trinkwasser, Hygieneartikel und Decken kaufen, aber kein Geld abheben. Guthaben und Einlösen der Karten würden von ADRA und der die Karten ausgebenden Bank kontrolliert, informierte Wagner.

Es sei das erste Mal, dass die Schwesterorganisation ADRA Philippinen an diesem im Land neu eingerichteten Hilfssystem teilnehme. Die Erfahrungen aus dem ersten Hilfsprojekt schon während der Feiertage wären laut Wagner sehr positiv. Die „League of Filipinos in Austria“ finanziere das Projekt mit.

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Weltgebetstag der Frauen mit Liturgie aus Malaysia

Stein bei Nürnberg, 28.02.2012/APD   „Steht auf für Gerechtigkeit“ fordern die Frauen aus dem südostasiatischen Malaysia in der von ihnen erstellten Gottesdienstordnung zum Weltgebetstag der Frauen (WTG) am Freitag, dem 2. März. Malaysierinnen unterschiedlicher christlicher Konfessionen ermutigen dazu, gemeinsam mit ihnen für Gerechtigkeit einzutreten. Zusammen mit der malaysischen Menschenrechtsorganisation „Tenaganita“ (Deutsch: „Frauenstärke“) beteiligen sich WGT-Frauen aus Deutschland beim Weltgebetstag 2012 an einer Unterschriftenkampagne für die Rechte von Hausangestellten. Darin fordern sie die malaysische Regierung auf: „Erkennen Sie Hausangestellte als Arbeitnehmerinnen an! Beenden Sie damit die menschenunwürdigen Zustände für 300.000 Frauen und Mädchen in Malaysia!“

Beharrlich sein und sich aktiv für Gerechtigkeit einsetzen. Dazu werden in der Gottesdienstordnung der Frauen aus Malaysia drei Beispiele genannt: der alttestamentliche Prophet Habakuk, eine namenlose Witwe, von der Jesus in einem Gleichnis berichtet, und die malaysische Menschenrechtsaktivistin Irene Fernandez. Immer wieder gebe es Gelegenheit, sich zu fragen: Wo setzen sich Menschen bei uns für Gerechtigkeit ein? Denn auch Frauen in Deutschland müssten sich einmischen, wenn Menschenrechte missachtet würden. So wie Irene Fernandez und ihre Menschenrechtsorganisation „Tenaganita“: Sie hätten öffentlich gemacht, dass viele der rund 300.000 Hausangestellten in Malaysia ausgebeutet würden. Die diesjährige Kollekte bei den Gottesdiensten zum Weltgebetstag in Deutschland unterstütze neben zahlreichen Frauenprojekten weltweit auch die Arbeit von „Tenaganita“.

Zum Weltgebetstag gibt es neben einer Arbeitshilfe ein vierfarbiges Heft mit „Bausteinen“ zum Kindergottesdienst und für Jugendgruppen sowie ein 300-seitiges Arbeitsbuch mit Informationen über Malaysia, Tipps zur Gottesdienstgestaltung, Ideen zur Vor- und Nacharbeit sowie Beispiele für die Verwendung der Kollekte. Die Kollekteneinnahmen beim Weltgebetstag 2011 betrugen in Deutschland 3,011 Millionen Euro. Gefördert wurden im letzten Jahr vom Deutschen Komitee des WGT 76 Selbsthilfeprojekte für Frauen in 35 Ländern mit insgesamt 1,85 Millionen Euro.

Der in über 170 Ländern stattfindende Weltgebetstag geht auf das Jahr 1887 in Nordamerika zurück und wird seit 1949 auch in Deutschland von evangelischen, katholischen, orthodoxen und freikirchlichen Frauen begangen. Allein in der Bundesrepublik beteiligen sich jedes Jahr rund eine Million Frauen, Männer und Kinder an den Gottesdiensten. Weitere Informationen unter www.weltgebetstag.de.

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Fernsehen ist das wichtigste Familienmedium

Stuttgart, 27.02.2012/APD   Das Fernsehen ist in deutschen Familien das wichtigste Medium. Fast drei Viertel aller Kinder und Jugendlichen von drei bis 19 Jahren schauen regelmäßig (mindestens mehrmals pro Woche) gemeinsam mit ihren Eltern fern. 45 Prozent der Eltern hören regelmäßig mit ihren Kindern gemeinsam Radio und 13 Prozent gehen regelmäßig zusammen ins Internet. Bücher spielen vor allem für die jüngsten Kinder ein wichtige Rolle: 82 Prozent der drei- bis fünf-Jährigen bekommen regelmäßig von ihren Eltern vorgelesen oder lesen gemeinsam mit ihnen. Das sind Ergebnisse der aktuellen FIM-Studie 2011 (Familie, Interaktion & Medien) des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (mpfs).

Auch in der innerfamiliären Kommunikation spiele das Medium Fernsehen und seine Inhalte eine wichtige Rolle. Fast zwei Drittel aller Kinder und Jugendlichen würden angeben, regelmäßig über „Fernsehen oder was man im Fernsehen gesehen hat“ mit der Familie zu sprechen. Wenn es darum gehe, wer sich zuhause mit den verschiedenen Medien am besten auskenne, seien die Rollen klar verteilt: In Sachen Fernsehtechnik und -geräte sowie bei Computerfragen besitze nach Angaben aller Familienmitglieder der Vater in der Regel das größte Know-how. Die Mutter werde hingegen oftmals als Bücherspezialistin der Familie genannt, die Kinder würden sich am besten mit Computer- und Konsolenspielen auskennen.

Die wichtigste Tageszeit um sich in der Familie zu unterhalten und über Erlebnisse auszutauschen sei der Abend. Beim Abendessen und vor dem Zubettgehen fänden viele Gespräche zwischen Eltern und Kindern statt. Das Gesprächsklima in deutschen Familien sei dabei nach der gemeinsamen Einschätzung aller Familienmitglieder insgesamt harmonisch. 96 Prozent der Eltern wie der Kinder stimmten beispielsweise der Aussage „Bei uns kommt immer jeder zu Wort, egal wie alt er ist“ zu. Für die meisten Themen sei die Mutter der erste Ansprechpartner der Kinder.

Die FIM-Studie (Familie, Interaktion & Medien) wurde vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk durchgeführt. Die Studie bietet aktuelle Erkenntnisse zur Kommunikation und Interaktion in deutschen Familien sowie repräsentative Ergebnisse zur Mediennutzung im Familienkontext. Für die Untersuchung wurden alle Mitglieder von 260 Familien mit Kindern zwischen drei und 19 Jahren persönlich befragt.

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Gedenken an die Opfer der Neonazimorde in der Adventgemeinde Halle

Halle/Saale, 26.02.2012/APD   In ihrem Gottesdienst am 25. Februar gedachte die Adventgemeinde Halle/Saale mit einer Schweigeminute an die Opfer der Neonazimorde in Deutschland. „Bundeskanzlerin Merkel rief in ihrer Ansprache die Gesellschaft auf, gegen jede Form von Intoleranz und Ausgrenzung einzutreten, denn aus Worten können Taten werden“, betonte Gottesdienstleiterin Gabriele Rochotzki in ihren Einleitungsworten zum Gedenken. Ausländerfeindlichkeit sei keine Erscheinung der Neuzeit oder begrenzt auf Deutschland. Selbst in der Bibel gebe es Hinweise darauf. „Was können wir aber selbst dagegen tun?“, fragte sie. „Liebe Gott und liebe deinen Nächsten.“ Dieses Gebot Jesu hänge nicht von Hautfarbe oder Glauben des anderen ab, sondern gelte für alle Menschen.

Um dem Vergessen zu wehren, wurde der Gemeinde der Stolperstein für Johannes Hanselmann vorgestellt. Hanselmann war 1940 als Adventist wegen verbotener religiöser Betätigung von den Nazis in einem Sonderverfahren am Landgericht Halle verurteilt und ins KZ Sachsenhausen eingeliefert worden, wo er 1942 im Alter von 50 Jahren starb. Der Stolperstein soll demnächst verlegt werden.

Der Präsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Nord- und Ostdeutschland, Pastor Klaus van Treeck (Hannover), verwies im Gottesdienst auf seinen Großvater. Dieser habe sich geweigert, den „Deutschen Gruß“ mit „Heil“ zu verwenden, „da er sein Heil nur in seinem Heiland Jesus Christus sah“. Auch seinen heiligen Ruhetag, den Sabbat der Bibel, hätte er sich nicht nehmen lassen und deshalb am Samstag die Arbeit verweigert. „Dies brachte ihm eine Zuchthausstrafe ein mit Überstellung ins KZ Sachsenhausen, was er Gott sei Dank überlebte.“

Das Gedenken schloss mit einem Gebet für die Opfer des Terrors und ihrer Angehörigen.
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Zentrum für adventistisch-muslimische Beziehungen gegründet

Huntsville, Alabama/USA, 26.02.2012/APD   Die adventistische Oakwood University, Huntsville, Alabama/USA, an der vorwiegend Afro-Amerikaner studieren, hat ein Zentrum für adventistisch-muslimische Beziehungen gegründet (Center for Adventist- Muslim Relations, CAMR). Damit sollen die Beziehungen zwischen Christen und Muslimen durch Forschung, Dialog und Gemeinschaft gefördert werden, sagte Dr. Keith Augustus Burton, Leiter des Zentrums. Die Institution werde auch auf antimuslimische Stimmungsmache reagieren, die von christlichen Kreisen ausgehe.

Laut Mitteilung der Oakwood Universität wolle das Zentrum durch Studium der Geschichte, Lehre und Kultur des Islam dessen Kenntnis fördern und vertiefen. Das solle durch Symposien unter Beteiligung von Experten beider Seiten, die Herausgabe von Informationen, die jährliche Ausbildung von 25 Pastoren mittels regelmäßiger Web-Seminare und durch eine Jahreskonferenz für interessierte Gruppen oder Kirchengemeinden erreicht werden. Mittels lokaler Veranstaltungen und bei zweijährlich stattfindenden internationalen humanitären Einsätzen in islamischen Staaten wolle man sich gegenseitig besser verstehen lernen. Mit ihren Aktivitäten biete das Zentrum auch Muslimen an, das Christentum aus adventistischer Perspektive kennenzulernen.

Nach Angaben von Burton arbeite seine Institution eng mit dem globalen Zentrum für adventistisch-muslimische Beziehungen der Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten zusammen. Sein Zentrum lege den Schwerpunkt auf die afrikanisch-amerikanischen Beziehungen, insbesondere die von Amerika ausgehende Missionierung der Muslime. Das Zentrum konnte dank finanzieller Unterstützung der Weltkirchenleitung gegründet werden.

Das globale Zentrum der Freikirche für adventistisch-muslimische Beziehungen (GCAMR), ist dem Newbold College der Siebenten-Tags-Adventisten in Bracknell/England angegliedert.
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Christen im Nordsudan zum Militär gepresst

München, 25.02.2012/APD   Im Nordsudan wachse unter jungen Christen die Angst vor Entführungen, berichte Weihbischof Daniel Adwok von Khartum laut dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“. Nordsudanesische Milizen seien dazu übergegangen, Angehörige von Minderheiten zu verschleppen und zum bewaffneten Kampf zu zwingen, sagte der Weihbischof. Seinen Angaben zufolge wäre die Zahl der Entführungen von jungen Männern seit November sprunghaft gestiegen.

Besonders gefährdet sind Südsudanesen, die im Nordsudan leben. „Südsudanesen, welche die Rückkehr in ihre Heimat vorbereiten, bekommen Schwierigkeiten mit den nordsudanesischen Milizen“, betonte Adwok. Sie würden gezwungen, gegen die südsudanesische Regierung und ihre eigenen Landsleute zu kämpfen.

Der vorwiegend von Christen bewohnte Südsudan hatte sich im Juli 2011 durch einen Volksentscheid vom überwiegend von Muslimen bewohnten Norden abgespalten. Seitdem gibt es in einigen umstrittenen erdölreichen Grenzregionen Kämpfe zwischen nord- und südsudanesischen Truppen.
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"chrismon" sucht Kirchengemeinden mit Leidenschaft

Frankfurt/Main, 24.02.2012/APD   Das evangelische Monatsmagazin „chrismon“ sucht Kirchengemeinden, „die mit Leidenschaft Projekte bewegen“. Diese Leidenschaft und Vielfalt christlicher Gemeindearbeit wird mit insgesamt 10.000 Euro gefördert. Es könne dabei um die Kirchenrenovierung in Eigenregie, generationsübergreifende Gemeindeprojekte, Sozialarbeit, regionale Kulturprojekte oder ausgefallene Themenwochen gehen.

Alle evangelischen, katholischen und freikirchlichen Gemeinden, die der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) angehören, sind eingeladen, sich ab sofort mit ihrem Projekt unter www.chrismon.de/gemeinde2012 zu präsentieren. Welche Gemeinden gefördert werden sollen, kann jeder mitentscheiden. Die Abstimmungsphase läuft vom 5. März bis zum 3. April 2012. Aus den 20 Gemeinden mit den meisten Stimmen wählt eine Jury unter Vorsitz von chrismon-Chefredakteur Arnd Brummer drei Projekte aus.

Beim chrismon-Förderwettbewerb „Gemeinde 2012 – Worauf wir stolz sind!“ ist der erste Platz mit 5.000 Euro, der zweite mit 2.500 Euro und der dritte mit 1.000 Euro dotiert. Aus allen teilnehmenden Gemeinden werden zusätzlich drei Projekte aus den Bereichen Kirchenrenovierung, Spendenorganisation und Musik mit einem Sonderpreis von je 500 Euro prämiert.
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Facebook ist nichts für Grundschüler

Soziale Netzwerke werden unterschätzt

Stuttgart, 23.02.2012/APD   Zwei Fünftel der Internetnutzer zwischen sechs und dreizehn Jahren sind bei einem sozialen Netzwerk angemeldet. Nach Angaben der aktuellen KIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest ist jeder dritte Internetnutzer im Alter von zehn bis elf Jahren Mitglied einer Community. Eine besorgniserregende Zahl, da viele soziale Netzwerke eigentlich erst ab 13 Jahren zugelassen seien, meinte der Präsident der Landesanstalt für Kommunikation (LFK) Baden-Württemberg, Thomas Langheinrich. In den Schulen und bei den Eltern bestehe deshalb Aufklärungsbedarf. „Wenn der Wunsch eines eigenen Facebook-Accounts von den Kindern kommt, sollten dies die Eltern hinterfragen. Facebook ist ein Angebot für Erwachsene und als Einstieg in die Welt der Sozialen Netzwerke für Kinder ungeeignet, da sie sich über die Konsequenzen ihrer Kommunikation im Netzwerk noch nicht richtig bewusst sind.“

Gerade Sicherheit im Netz sei die große Herausforderung für Anbieter, für Eltern und vor allem für Kinder und Jugendliche. „Das Medium Internet bietet große Chancen. Wichtig ist aber auch, sich der Risiken bewusst zu sein“, rät die Leiterin des Referats Chats, Messenger und Communitys von jugendschutz.net, Katja Knierim. So unternehme der Marktführer Facebook bisher keine ausreichenden Anstrengungen, die Konfrontation von Kindern und Jugendlichen mit ungeeigneten Inhalten zu reduzieren. „Im Konkurrenzkampf mit Google+ schafft Facebook immer neue Features, wie die Chronik oder die Gesichtserkennung, ohne mögliche Risiken für Kinder und Jugendliche zu verringern“, warnte Knierim.

Wo ihre Kinder sicher unterwegs sind und wie junge User die Herausforderungen meistern können, würden Eltern auf chatten-ohne.risiko.net erfahren, einem gemeinsamen Projekt der LFK Baden-Württemberg und jugendschutz.net. Die Website präsentiere die Ergebnisse fünfjähriger Recherchen: Hier könnten sich Eltern über Faszination und Risiken der Online-Kommunikation informieren und fänden die wichtigsten Sicherheitstipps zur Weitergabe an ihre Kinder. Der Chat-Atlas bewerte die Sicherheit beliebter Kommunikationsangebote und gebe Tipps, durch welche Einstellungen sich die Nutzer besser schützen könnten.

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Materialheft für die interreligiöse Erziehung in Kindertagesstätten

Frankfurt/Main, 22.02.2012/APD   Wie Mädchen und Jungen aus unterschiedlichen Religionen auch im Kindergarten der eigenen und der unbekannten Glaubenspraxis begegnen, stellt das neue Materialheft des Projektes „Weißt Du, wer ich bin?“ dar. Mit dem Titel „Interreligiöse Erziehung und Bildung in Kindertagesstätten“ bietet die Broschüre Praxisbeispiele, aber auch Basisinformationen und Reflexionen für die religiöse Erziehung im Elementarbereich.

Mit erprobten Beispielen zu den Themen „Räume gestalten“ und „Glauben leben“ richtet sich die Veröffentlichung an Erzieherinnen und Erzieher sowie Eltern. Mit Rezepten, Spielen, Bastelanleitungen und Malvorlagen ließen sich Beispiele zum religiösen Brauchtum aus den Religionen leicht umsetzen. Exemplarisch werde gezeigt, wie Kinder in den verschiedenen Religionen dem Tod begegnen und wie Trauer sich gestalten könne, so die Herausgeber. Grundsätzliche Überlegungen zu den Bildungs- und Erziehungszielen aus jüdischer, christlicher und islamischer Perspektive vervollständigten die Broschüre.

Das Materialheft „Interreligiöse Erziehung und Bildung in Kindertagesstätten“ umfasst 144 Seiten und ist farbig gedruckt. Es kostet fünf Euro (zuzüglich Versand) und ist direkt bei der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland, Ludolfusstraße 2-4 in 60487 Frankfurt (Tel. 069-247027-0; E-Mail: info@ack-oec.de) zu beziehen.

Die Veröffentlichung wurde zum Abschluss der zweiten Projektphase (2008 bis 2011) von „Weißt Du, wer ich bin?“ herausgegeben. Der Zentralrat der Juden, die ACK, der Zentralrat der Muslime und die Türkisch Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) trugen das Projekt gemeinsam.

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35.099 Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland

Ostfildern bei Stuttgart, 21.02.2012/APD   35.099 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten gab es am 31. Dezember 2011 in Deutschland. Das sind 96 weniger als im Jahr zuvor. 733 Taufen und Aufnahmen in die Freikirche standen im letzten Jahr 524 Todesfälle, 297 Austritte und Ausschlüsse sowie acht Abwanderungen ins Ausland gegenüber. Die Zahl der örtlichen Adventgemeinden verringerte sich um sechs auf 564.

Die Freikirche betreut in Deutschland 2.040 Kinder im Kindergottesdienst sowie durch ihre Adventjugend 7.880 Pfadfinder, Teenager und Jugendliche. Sie ist in jedem Bundesland eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und hat sieben regionale Kirchenleitungen (Vereinigungen), die zum Nord- und Süddeutschen Verband als überregionale Zusammenschlüsse gehören. Sie unterhält das Berliner Krankenhaus „Waldfriede“, die Theologische Hochschule Friedensau bei Magdeburg, das Schulzentrum Marienhöhe, Darmstadt, mit Gymnasium, Real- und Grundschule sowie sechs weitere Grund- beziehungsweise Realschulen und fünf Kindergärten. Auch das Medienzentrum „Stimme der Hoffnung“, Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, mit Rundfunk- und Fernsehstudios, Blindenhörbücherei und Internationalem Bibelstudien-Institut, der Advent- und Saatkorn-Verlag, Lüneburg, sowie die Gesundkostgruppe „Bioherba“, Heimertingen/Bayern, stehen unter adventistischer Leitung.

Das Advent-Wohlfahrtswerk (AWW) betreut rund 40.000 bedürftige Menschen pro Jahr. Zu ihm gehören unter anderem fünf Altenpflegeheime, zwei Einrichtungen „Betreutes Wohnen“, ein Behindertenwohnheim (Groß-Umstadt bei Darmstadt), ein Hospiz (Lauchhammer/Brandenburg), fünf Tagungsstätten, ein Übernachtungshaus für wohnungslose Frauen (Leipzig), eine Fachklinik für Abhängigkeitskranke (Dedelstorf/Niedersachsen), ein Wohnheim für Suchtkranke, vier Suchtberatungsstellen, neun Suppenküchen und elf psychosoziale Beratungsstellen. Der Deutsche Verein für Gesundheitspflege (DVG) verfügt über 57 Regionalgruppen, die Seminare zur Gesunderhaltung (Prävention) anbieten. Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland führt humanitäre Maßnahmen in aller Welt durch.

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Jüdisches Leben durch rechtsextreme Aufmärsche gefährdet

Dresden, 20.02.2012/APD   Rund 100 Menschen folgten am 18. Februar einer Einladung der jüdischen Gemeinde in Dresden, den Schabbatgottesdienst in ihrer Synagoge zu besuchen und damit ein Zeichen der Verbundenheit zu setzen. Anlass waren die Aufmärsche von Rechtsextremen, die jährlich zum Jahrestag der Zerstörung Dresdens am 13. Februar 1945 durch die Stadt führen.

Kantor Alexander Nachama wies in seiner Ansprache darauf hin, dass die rechtsextremen Aufmärsche die ausgelassene Fröhlichkeit, die im Monat Adar des jüdischen Kalenders herrschen sollte, zunichtemachten. „Dass es nach der Schoa wieder Aufmärsche gibt, in denen Meinungen zum Ausdruck gebracht werden, die an die schrecklichen Jahre von 1933 bis 1945 erinnern, das verdirbt jede Freude, ja das macht es beim besten Willen unmöglich, so zu tun, als wäre alles in Ordnung“, so Nachama.

Mit dem Thoravers „Du sollst der Menge nicht auf dem Weg zum Bösen folgen“ (Ex 23,2) erinnerte Nachama an die Verantwortung des Einzelnen. Er sei jedoch überzeugt, dass nicht jeder aus dem Kreis der Rechtsextremen völlig vom Bösen beherrscht werde. Häufig sei die rechtsextreme Gesinnung auf falsche Einflüsse zurückzuführen. Denn niemand werde damit geboren, Hass gegen andere Menschen zu führen. „Menschen vor falschen Einflüssen zu schützen, das ist eine der wichtigsten Aufgaben in unserer Gesellschaft“, mahnte der Kantor. Umso wichtiger sei es, dass in den Schulen von Auschwitz gesprochen werde. Es wäre bedenklich, dass viele Schüler mit dem Begriff nichts anzufangen wüssten. Die Geschichte müsse stärker reflektiert werden. Schließlich sei die Zeit des Nationalsozialismus nicht nur für Juden, sondern auch für viele Deutsche eine schlimme Zeit gewesen, betonte Nachama, dessen Großvater die Schoa überlebte.

Rechtsextremistische Organisationen nutzen seit langem den Jahrestag der Zerstörung Dresdens zu Aufmärschen. Weil sich in den zurückliegenden Jahren jeweils mehrere Tausend Menschen den Rechtsextremen in den Weg gestellt hatten, wurden deren Aufmärsche verhindert oder deutlich verkürzt. Den diesjährigen Aufruf des Bündnisses „Dresden nazifrei“, den Aufmarsch am 13. Februar zu blockieren, hatten zahlreiche Organisationen und Einzelpersonen mitgetragen. Auch der Generalsekretär des Zentralrats der Juden, Stephan J. Kramer, befürwortete die rechtlich umstrittenen Blockadeversuche. Die wehrhafte Demokratie müsse man „auch zubeißen lassen dürfen“, sagte Kramer gegenüber der Tageszeitung „neues deutschland“. Zugleich kritisierte er die Strafverfolgung der Blockadeteilnehmer durch die sächsische Justiz.

Die Staatsanwaltschaft Dresden hatte bei einem Blockadeversuch eines rechtsextremen Aufmarsches im Vorjahr 484 Verstöße gegen das Versammlungsgesetz registriert, 70 Strafbefehle erlassen und in drei Fällen Anklage erhoben. Ein 22-jähriger Student wurde daraufhin wegen der Störung einer Versammlung verurteilt, die Verteidigung beantragte eine Sprungrevision zum Bundesverfassungsgericht.

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Religionsvertreter treffen Putin drei Wochen vor der Präsidentenwahl

Moskau/Russland, 19.02.2012/APD   Am 8. Februar haben sich Vertreter traditioneller Religionsgemeinschaften in Russland auf Einladung des orthodoxen Patriarchen Kyrill I. mit Wladimir Putin, Ministerpräsident und Präsidentschaftskandidat, im Kloster St. Daniel zum Austausch über sozial-politische Themen getroffen. Laut „Interfax-Religiia“ bestätigte Dmitry Peskov, Putins Pressesprecher, dass das zweistündige Treffen im Zusammenhang mit der Präsidentenwahl vom 4. März gestanden habe.

In der Residenz des Patriarchen sei nicht über Politik gesprochen worden, so „Interfax-Religiia“. Dennoch wäre es mit großer Wahrscheinlichkeit das politischste Treffen der Religionsführer gewesen, da sie sich dabei für das zukünftige Russland entschieden hätten. In diesem Sinn könne das Treffen als historisch eingestuft werden.

Auch wenn sie nicht jedem Entscheid Putins zustimmen könnten und einiges ohne Zögern kritisiert hätten, erwiderte Patriarch Kyrill I. auf die Eingangsadresse Putins, so sähen sie in ihm den Kandidaten mit den besten Chancen für die Präsidentschaft.

„Ich möchte Ihnen, Wladimir Wladimirowitsch Putin, zuerst für alles danken, was Sie für die Juden getan haben, aber nicht nur für unsere Gläubigen, sondern für die Religion im Allgemeinen“, sagte Oberrabbiner Berl Lazar gemäß „portal-credo.ru“. „Wir glauben, dass die Zukunft noch besser wird.“

„Sie haben uns die Gegenwart gesichert und wir erwarten eine große Zukunft mit Ihnen“, sagte der adventistische Pastor Vasily Stolyar an Putin gewandt. „Wir beten für Sie, weil wir glauben, dass jede Autorität von Gott ist. Der Herr segne Sie!“ Pastor Stolyar ist zuständig für Öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit der Euro-Asien Kirchen¬leitung der Siebenten-Tags-Adventisten. Er ist seit 2011 Mitglied des Komitees des russischen Präsidenten für die Zusammenarbeit mit den Religionen, dem zwölf Staats- und 17 Religionsvertreter angehören.

Pfarrer Igor Kowalewski, Generalsekretär der Konferenz der römisch-katholischen Bischöfe in Russland, habe das Problem einer konfiszierten Kirche in Moskau angesprochen, schrieb Nikolaus von Twickel, Journalist bei „The Moscow Times“. Kowalewski habe nicht wie sein adventistischer Vorredner Putin versprochen, für ihn zu beten.

Ministerpräsident Putin habe die Huldigungen der Religionsvertreter in Bescheidenheit und mit einem zufriedenen Lächeln entgegengenommen, heißt es im Bericht von „portal-credo.ru“.

Wie der Kommunikationsdienst des Ministeriums für externe Kirchenbeziehungen (DECR) berichtete, hätten die Religionsführer die Rolle der Russisch-Orthodoxen Kirche bei sozialen und erzieherischen Projekten gelobt und die Notwendigkeit der Zusammenarbeit der Religionsgemeinschaften unter der Federführung des Patriarchats von Moskau betont.

Laut DECR haben am Treffen mit Putin Vertreter der Russisch-Orthodoxen Kirche, der Altorthodoxen, der Armenischen Apostolischen Kirche, der römisch-katholischen Kirche, der Pfingstkirchen, der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sowie Vertreter der Buddhisten, Juden und Muslime teilgenommen.
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"Wer reines Herzens ist, der werfe den ersten Stein"

Hannover, 18.02.2012/APD   In einem Kommentar auf der Homepage www.adventisten.de hat der Präsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Nord- und Ostdeutschland, Pastor Klaus van Treeck, zum Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff Stellung genommen. Der Freikirchenleiter schreibt:

„Zu Recht erwarten wir von unserem Staatsoberhaupt ein ethisch und moralisch hochstehendes Verhalten. Wer denkt, die Vergangenheit habe keine Bedeutung, der sieht sich wieder einmal getäuscht. Glücklich sind eben, die ein reines Herz haben, hat Jesus bereits gesagt. Das hat sich auch jetzt wieder bestätigt. Doch Hand aufs Herz – wer hat da wirklich eine weiße Weste? Glauben wir nicht alle, dass eine Hand die andere wäscht? Haben wir nicht auch die Erfahrung gemacht, dass oft nur Vitamin ‚B‘ den Weg zum Erfolg öffnet? Was ‚alle‘ tun, muss aber nicht zwangsläufig richtig sein. Ernsthaft frage ich mich, wer da das Recht hat, den ersten Stein auf Familie Wulff zu werfen. Und da sind echte Brocken geflogen. Ein bisschen mehr Mitmenschlichkeit und Anstand hätte manchem gut getan.

Bleibt die spannende Frage, ob wir einen neuen Kandidaten oder eine neue Kandidatin für das höchste Amt in Deutschland finden werden. Die ethische und moralische Messlatte ist hoch aufgelegt. Doch wer ist wirklich reines Herzens? Es sind die, die um ihre Schwächen wissen und selbst darüber trauern. Denn sie sollen durch Gott getröstet werden. Diesen Trost wünsche ich Herrn Wulff und seiner Familie. Und allen, die sich nach einem reinen Herzen sehnen.“
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Auszeichnung für "KidsCamp" der Adventjugend Berlin-Mitteldeutschland

Berlin, 18.02.2012/APD   Die Deutsche UNESCO-Kommission hat das „KidsCamp“ der Adventjugend Berlin-Mitteldeutschland als offizielles Projekt der UN-Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Die Urkunde wurde im Rahmen des UNESCO-Tages auf der didacta-Bildungsmesse in Hannover am 15. Februar verliehen. Die Jury würdigte das KidsCamp, „weil es verständlich vermittelt, wie Menschen nachhaltig handeln, und eindrucksvoll zeigt, wie zukunftsfähige Bildung aussehen kann“, so Professor Dr. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees und der Jury der UN-Dekade in Deutschland.

Das KidsCamp (www.kidscamp.de) ist ein Projekt der Adventjugend Berlin-Mitteldeutschland für Grundschulkinder im Alter von 6 bis 12 Jahren. „In jedem Jahr sind 100 Kinder eingeladen, eine Woche ihrer Sommerferien in zehn altersübergreifenden Familiengruppen im Ferienpark Feuerkuppe in Sondershausen-Straußberg im Norden Thüringens zu erleben. Dabei ist die Zahl der zur Verfügung stehenden Teilnehmerplätze bewusst auf 100 Kinder begrenzt, da es den Initiatoren nicht zuerst um Quantität, sondern um eine qualitativ bestmögliche Versorgung geht“, erklärte Pastor Alexander Schulze, Leiter des KidsCamps und Geschäftsführer der Adventjugend Berlin-Mitteldeutschland.

Das Konzept habe sich bewährt. In diesem Jahr werde das KidsCamp fünf Jahre alt. Dabei kämen nicht nur die Kinder, sondern auch die Betreuerinnen und Betreuer aus ganz Deutschland. Von Anfang an dabei sei eine große Zahl engagierter haupt- und ehrenamtlicher Mitarbeiter, die als Erlebnispädagogen, Sozialarbeiter, Grundschullehrer, Pastoren, Krankenpfleger und Logopäden Kreativität und Freizeit investierten und durch ihren Einsatz hohes fachliches Know-how gewährleisteten und eine Rundum-Betreuung der Kinder garantierten, informierte Schulze.

Nach Vollwertfrühstück und kindgerechten Bibelarbeiten in den Familienbungalows erlebten die Kinder die Nachmittage des KidsCamp in der Kinderstadt. „Hier können sie die Kinderuni besuchen, in den erlernten Berufen arbeiten, vielfältigen Freizeitaktivitäten nachgehen, eigenes Wissen weitergeben und als Bürgerinnen und Bürger der Kinderstadt Bürgermeister und Stadtrat wählen“, ergänzte Pastor Jens Fabich, der diesen Bereich des KidsCamps verantwortet. Dabei stünden den Kindern mehr als 25 Ausbildungsberufe zur Auswahl. In der Bürgerversammlung würden Entscheidungen für das Zusammenleben getroffen und täglich neu bewertet. Lerneffekte der Kinderstadt seien partizipatives Handeln, positives Sozialverhalten, Kennenlernen demokratischer Strukturen sowie das spielerische Erwerben neuer Alltagskompetenzen.

Besonders beeindruckt zeigte sich die Jury der UN-Dekade von der KidsCamp-Währung der Kinderstadt. Neben den sogenannten „Wühli“, die man für geleistete Arbeit bekommt, gibt es „Hatschis“ (Gesundheitspunkte), „Schlauis“ (Bildungspunkte) und „Wertis“ (Nachhaltigkeitspunkte), die den Kindern spielerisch vermitteln, dass sich das Zusammenleben innerhalb einer Gesellschaft nicht allein am Geldwert bemisst, sondern innerhalb eines empfindlichen Gleichgewichts bewegt.

Nachhaltige Entwicklung funktioniere laut Alexander Schulze nur, wenn sich jeder für eine menschenwürdige Gesellschaft einsetze. Dabei gelte es zu lernen, heute so zu leben, dass Wahlmöglichkeiten in der Lebensgestaltung für nachfolgende Generationen erhalten und neue geschaffen würden. Die notwendigen Fähigkeiten dazu möchte die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ durch die Zertifizierung ausgewählter Projekte vermitteln. Die Adventjugend Berlin-Mitteldeutschland ist der Kinder- und Jugendverband der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Berlin, Land Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
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Christen, Juden und Moslems vom polnischen Präsidenten empfangen

Warschau/Polen, 17.02.2012/APD   Der polnische Staatspräsident Bronislaw Komorowski hat am 24. Januar Vertreter aus dem Christentum, Judentum und Islam zu einem Neujahrsempfang in den Präsidentenpalast eingeladen, wie „tedNews“ berichtete.

„Polen ist eine äußerst vielfältige Gemeinschaft bezüglich Sprache, Kultur und Religion“, sagte der Präsident in seiner Ansprache. Der Staat sei keine homogene, aber dennoch eine tragfähige Gemeinschaft, die zusammenhalte, wertschätze und in der Lage sei, aus der Vielfalt das Beste zu machen. Diese Gemeinschaft sei einerseits eine Erinnerung an das historische polnische Königtum und das Großfürstentum Litauen, die aus vielen Völkern bestanden hätten, und auf der anderen Seite eine Herausforderung für die Zukunft. „Wir haben auch weiterhin die Energie und den Willen, uns für eine Gemeinschaft einzusetzen, die auf dem Respekt vor der Vielfalt aufbaut“, so Komorowski.

Es sei für den Präsidenten nicht leicht gefallen, zu einem so breit gefächerten, interreligiösen Publikum zu sprechen, kommentierte Pastor Marek Rakowski, Exekutivsekretär der adventistischen Kirchenleitung in Polen, die Ansprache von Komorowski. Dieser habe auch nicht die christlichen Werte über jene der anderen Religionen gestellt, als er von den Grundwerten einer vielgestaltigen Gesellschaft gesprochen habe. Der ganze Empfang sei sehr neutral und im positiven Sinne des Wortes säkular gewesen, so der adventistische Geistliche. „Es gab keine Gebete oder Rituale, die jemanden der geladenen Gäste in Verlegenheit hätte bringen können.“

Laut „tedNews“ wurden die christlichen Konfessionen von Delegierten der römisch-katholischen Kirche, den Mitgliedskirchen des Polnischen Ökumenischen Rates, der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und der Pfingstgemeinde vertreten. Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft und Repräsentanten der Muslimisch Religiösen Union vertraten das Judentum und den Islam.

Die zehnköpfige adventistische Delegation schenkte dem Präsidenten ein Buch mit dem Titel „Das Leben Jesu“. In Polen gibt es 5.785 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 118 Gemeinden, die von 35 Pastoren betreut werden. Die Kirche wurde 1918 gegründet und unterhält ein theologisches Seminar, ein Medienzentrum, einen Verlag sowie ein Altenheim.
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Die Herrnhuter Losungen jetzt in 55 Sprachen

Herrnhut, 16.02.2012/APD   Für das Jahr 2012 gibt es die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine erstmals in der südafrikanischen Sprache Sesotho. Damit erscheint das Andachtsbuch jetzt weltweit in 55 Sprachen.

Herausgegeben werden die Losungen in Sesotho von der Evangelical-Lutheran Church in Southern Africa (ELSCA). Übersetzt wurden sie von der lutherischen Pfarrerin Lucy Mabathoana aus Maseru in Lesotho. Die Startauflage der Sesotho-Losungen beträgt 200 Exemplare. Zielgruppe der neuen Losungsausgabe sind Pastoren, Laienprediger, Kirchenleiter und aktive Gemeindeglieder der evangelischen Kirchen in Südafrika.

Für die Bibelverse der Losungen wurden die aktuellste Bibelübersetzung in Sesotho aus dem Jahr 1989 und die in Südafrika gebräuchliche Orthographie verwendet. Sesotho gehört zu den elf amtlichen Landessprachen Südafrikas und wird vor allem im zentralen Südafrika (Provinz Free State) gesprochen; außerdem im Nachbarland Lesotho. Neben der Ausgabe in Sesotho erscheinen die Losungen in Südafrika in sieben weiteren Sprachen.

Die Herrnhuter Losungen erscheinen zurzeit in folgenden Sprachen: Afrikaans, Albanisch, Amharisch, Arabisch, Basaa, Batak, Bemba, Bulgarisch, Chichewa, Chinesisch, Dänisch, Deutsch, Englisch, Estnisch, Finnisch, Französisch, Georgisch, Hindi, Isländisch, Indonesisch, Inuktetuk, Italienisch, Japanisch, Kinyarwanda, Koreanisch, Kroatisch, Lettisch, Litauisch, Nepali, Mayangna, Miskito, Niederländisch, Oriya, Pedi, Polnisch, Portugiesisch, Rongmei-Naga, Rumänisch, Russisch, Schwedisch, Sesotho, Setswana, Siswati, Suaheli, Slowakisch, Sorbisch, Spanisch, Surinamisch, Tibetisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch, Venda, Xhosa und Zulu.

Die Losungen seien laut Pressesprecher Thomas Przyluski das am weitesten verbreitete Andachtsbuch in Deutschland. Sie werden von der Evangelischen Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine seit 1731 herausgegeben. Für 2012 liegt somit die 282. Ausgabe in ununterbrochener Reihenfolge vor.

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Verdienstorden für ehemaligen adventistischen Weltkirchenleiter

Oslo/Norwegen, 15.02.2012/APD   Der ehemalige Präsident der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten, Pastor Jan Paulsen (77), ist „für seine verdienstvolle Tätigkeit zum Wohl der Menschheit“ vom norwegischen König zum Kommandeur des Königlich Norwegischen Verdienstordens ernannt worden, heißt es in der Ankündigung des Palasts.

„Ich bin total überrascht und sehr geehrt durch diese Anerkennung seiner Majestät, des Königs von Norwegen, und seiner Räte“, sagte Jan Paulsen. „Es berührt mich, dass die Auszeichnung im Zusammenhang mit der Anerkennung ‚im Dienste für das Wohl der Menschheit‘ erfolgt ist, denn darum geht es im Christsein“, fügte Paulsen hinzu.

„Es ist eine große Ehre für die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Norwegen, dass der weltweite Dienst von Dr. Paulsen auf diese Weise anerkannt worden ist“, betonte auch Pastor J. Reidar Kvinge, Präsident der dortigen Adventisten.

Der Königlich Norwegische Verdienstorden wurde am 14. Juni 1985 durch König Olaf V. von Norwegen gestiftet. Die Auszeichnung wird an ausländische Staatsbürger sowie an im Ausland wohnhafte norwegische Staatsangehörige als Anerkennung für besondere Verdienste um norwegische Interessen verliehen.

Pastor Paulsen war von 1999 bis 2010 Präsident der adventistischen Weltkirchenleitung. Der Norweger ist Doktor der Theologie der Universität Tübingen. Er begann 1953 seine Tätigkeit in Norwegen und hat als Dozent in Ghana sowie als Hochschulrektor in Nigeria gearbeitet. Von 1976 bis 1980 war er Rektor des Newbold College in Bracknell/England, der Hauptausbildungsstätte für adventistische Theologen in Großbritannien, Nordeuropa und dem Baltikum. Anschließend wirkte Paulsen zwölf Jahre lang als Präsident der transeuropäischen Kirchenleitung der Adventisten mit Sitz in St. Albans/England. Während dieser Zeit engagierte er sich für die Förderung der akademischen Bildung in Afrika und für Initiativen seiner Kirche zur Bekämpfung der Aids-Pandemie.

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten hat weltweit rund 17 Millionen erwachsen getaufte Gläubige sowie 4.700 Mitglieder in Norwegen. Jan Paulsen lebt mit seiner Frau im Großraum der US-Hauptstadt Washington und hat drei erwachsene Kinder.
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Adventjugend in Deutschland zählt 7.880 Mitglieder

Lüneburg, 14.02.2012/APD   Die Adventjugend ist zwar ein Teil der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, bildet aber auch eine eigenständige Jugendorganisation, die laut Verfassung der Freikirche eine „selbstverwaltende und eigenverantwortliche Tätigkeit“ im Rahmen einer eigenen Jugendordnung ausübt. Laut Pastor Jochen Streit, adventistischer Jugendabteilungsleiter in Süddeutschland, stelle dabei die Freikirche „in einem guten Miteinander“ Personal, Finanzen und die administrativen Strukturen für die Jugendarbeit zur Verfügung.

Wie Streit in der Februarausgabe der Gemeindezeitschrift „Adventisten heute“ schreibt, könne die Freikirche am Ende eines Jahres die aktuellen Zahlen ihrer erwachsen getauften Mitglieder aus ihrer Datenbank entnehmen. Da der Jugendverband jedoch auch nichtgetaufte Kinder und Jugendliche betreue, hätten bisher nur Schätzungen über die Anzahl der zur Adventjugend in Deutschland gehörenden Personen abgegeben werden können.

Genaue Erhebungen innerhalb der Adventjugend im letzten Jahr würden jetzt aber Klarheit über die tatsächliche Größe des Jugendverbandes verschaffen, so Streit. Dabei sei zu berücksichtigen, dass sich die Jugendarbeit in die Bereiche Pfadfinder, Teenager und Jugendgruppe aufteile. Erfasst worden seien überwiegend aktive Personen, die regelmäßig an den Programmen teilnähmen.

Etwa 3.800 Pfadfinder sind innerhalb der „Christlichen Pfadfinder der Adventjugend“ (CPA) aktiv, von denen circa 1.000 aus einem Elternhaus ohne adventistischen Hintergrund kommen. Ein Blick auf die Altersstruktur zeige laut Streit, „dass wir etwa je ein Drittel Jungpfadfinder (bis 11 Jahre) und Pfadfinder (11 bis 15 Jahre) haben“, und das letzte Drittel sich zu gleichen Teilen in Scouts (ab 16 Jahren) und Gruppenleiter aufteile. Die Gruppenarbeit werde dabei von rund 750 Gruppenleitern und Betreuern geleistet, etwa 90 Prozent davon in einer rein ehrenamtlichen Tätigkeit.

Spezielle Programme und Angebote für Teenager-Gruppen seien in der Adventjugend relativ neu. Dazu gehörten vor allem die Teenager, die nicht als Pfadfinder unterwegs sein wollten. „In diesem Bereich haben wir bundesweit etwa 580 Teenager erfasst, von denen jeder Fünfte bereits getauft ist“, berichtete Pastor Streit.

Im Jugendbereich nehmen etwa 3.500 Jugendliche und Erwachsene an den Angeboten der Adventjugend teil. 34 Prozent der Jugendlichen sind unter 18 Jahren, 53 Prozent im Alter zwischen 18 und 26 Jahren. Insgesamt sind 45 Prozent der erfassten Jugendlichen getauft. Die Jugendarbeit vor Ort wird von rund 550 Gruppenleitern geleistet, davon 80 Prozent in ehrenamtlicher Tätigkeit.

Somit umfasst die Adventjugend in Deutschland insgesamt 7.880 Pfadfinder, Teenager und Jugendliche, die regelmäßig an den Programmen teilnehmen. Jugendliche, die selten oder unregelmäßig in den Gruppen auftauchten, hätten nicht erfasst werden können, so Streit. Dazu kämen 2.040 Kinder bis sieben Jahre, die im Kindergottesdienst der örtlichen Kirchengemeinden betreut würden. Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten zählt in Deutschland gegenwärtig rund 35.100 erwachsen getaufte Mitglieder.
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Neues Kirchenfinanzierungsmodell in der Slowakei zur Begutachtung

Bratislava/Slowakei, 13.02.2012/APD   Der slowakische Kulturminister Daniel Krajcer stellte den 18 staatlich anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften im Land den Entwurf eines neuen Kirchenfinanzierungsmodells vor. In einer ersten Reaktion gegenüber dem APD schätzte Pastor Karol Badinsky, Präsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Slowakei, den Entwurf als tendenziell positiv ein. Der Vorschlag des Ministers sehe vor, dass alle Steuerpflichtigen ein Prozent ihrer Steuern den anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften zukommen lassen könnten, so Badinsky. Dieses Modell entspreche im Prinzip der in Italien praktizierten Mandatssteuer.

„Bereits jetzt haben die anerkannten Kirchen Anrecht auf die Finanzierung der Gehälter für Pfarrer und Angestellte durch den Staat“, sagte der Kirchenleiter. Seine Freikirche, obwohl anerkannt, wolle vom Staat unabhängig sein und lehne die ihr jährlich zustehenden 300.000 Euro Gehaltszuschüsse für Pastoren ab. Einzig 18.000 Euro für Verwaltungsangestellte würden akzeptiert. Sollte das vorgeschlagene Kirchenfinanzierungsmodell vom slowakischen Parlament verabschiedet werden, würden die Adventisten auch weiterhin das ihnen von den Bürgern zugeteilte Geld nicht für Löhne verwenden, so Pastor Badinsky. Vielmehr würde es zur Förderung sozialer Aktionen eingesetzt, die der Gesellschaft wieder zugute kämen, zur Unterstützung der Jugendarbeit sowie für die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Slowakei.

Wer sich in seiner Steuererklärung für keine religiöse Institution entscheide, dessen Geldmittel würden in einen Fonds zur Erhaltung des kulturellen Erbes fließen, wie Kathpress schreibt. Der Aufteilungsschlüssel sehe vor, dass jeweils zur Hälfte Kulturdenkmäler im Besitz der Kirchen und solche, die nichtkirchlich seien, bezuschusst würden. Für einen Übergangszeitraum von zehn Jahren sichere das Kulturministerium den Ausgleich der Zahlungen in Höhe der staatlichen Zuschüsse des Jahres 2011 zu. Minister Krajcer habe versichert, dass der Staat weiterhin für das konfessionelle Schulwesen und soziale Einrichtungen finanzielle Mitverantwortung tragen werde. Eine Schlechterstellung der Kirchen sei nicht beabsichtigt. Laut Kathpress hätten die staatlichen Zuwendungen im Jahr 2011 nur 37 Millionen Euro betragen; ein Prozent des Steueraufkommens entspräche aber 77 Millionen Euro. Damit bestehe sogar die Chance, dass die Kirchen mit dem neuen Modell besser fahren würden als bisher.

Die Kirchen würden nach eingehender Begutachtung des Entwurfs ihre Stellungnahme abgeben, so Badinsky. Es sei aber bereits jetzt auszumachen, dass die kleineren Kirchen dem Vorschlag eher positiv gegenüberstünden. Die römisch-katholische Kirche, der fast 70 Prozent der Einwohner angehörten, habe hingegen noch vieles abzuklären.

Folgende 18 Kirchen und Religionsgemeinschaften sind in der Slowakei staatlich anerkannt: Apostolische Kirche; Brüderunität der Baptisten; Bahá´í Gemeinschaft; Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten; Brüderkirche; Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage; Tschechoslowakische Hussitische Kirche; Evangelische Kirche Augsburger Bekenntnis/Lutheranische Kirche; Evangelisch-Methodistische Kirche; Griechisch-katholische Kirche; Christliche Gemeinschaften; Zeugen Jehovas; Neuapostolische Kirche; Orthodoxe Kirche; Reformierte Christliche Kirche; römisch-katholische Kirche; Alt-katholische Kirche; Zentralverband jüdischer religiöser Gemeinden.

In der Slowakei mit 5,4 Millionen Einwohnern, feiern 2.198 erwachsen getaufte Adventisten in 41 Kirchengemeinden Gottesdienste. Die Adventisten haben im Ökumenischen Rat der Kirchen in der Slowakei (ÖRKSR) Beobachterstatus.

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Weltrat Methodistischer Kirchen: Rücktritt von Bischof Heinrich Bolleter

Zürich/Schweiz, 12.02.2012/APD   Heinrich Bolleter, pensionierter Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) von Mittel- und Südeuropa, trat Ende Januar nach fünf Jahren Tätigkeit vom Teilzeitamt als Sekretär des Weltrates Methodistischer Kirchen (World Methodist Council, WMC) in Genf zurück, teilte der EMK-Pressedienst mit.

Der Bischof im Ruhestand habe intensiv die Beziehungen des Weltrates Methodistischer Kirchen zu internationalen kirchlichen Dachorganisationen wie dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK), der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WGRK) oder dem Lutherischen Weltbund (LWB) gepflegt. Seine Analyse der sich verändernden globalen ökumenischen Landschaft habe Bolleter als Schlussfolgerungen in die Diskussionen um die Weiterentwicklung des Weltrates Methodistischer Kirchen eingebracht. Dass es nicht gut wäre, wenn die Methodisten isoliert blieben, sei seine Überzeugung und Antrieb für nachhaltige interkonfessionelle Kontakte gewesen. Deshalb habe sich der Bischof auch für ein wechselseitiges Lernen und ein gemeinsames christliches Zeugnis eingesetzt.

Laut EMK sei Bischof Bolleter Mitglied in der Anglikanisch-Methodistischen Kommission für Einheit in der Mission und in der Dialogkommission mit der Heilsarmee gewesen. Außerdem habe er zahlreiche internationale Tagungen mitgestaltet, wie das 100-jährige Jubiläum der Weltmissionskonferenz in Edinburgh von 1910 oder das Treffen der Sekretäre der Weltweiten Christlichen Gemeinschaften 2008.

Der Weltrat Methodistischer Kirchen ist eine Dachorganisation von 74 Mitgliedskirchen der methodistischen und wesleyanischen Tradition mit rund 74 Millionen Kirchenangehörigen. Sein Sitz ist in Lake Junaluska, North Carolina/USA.
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Holzkohle rettet Leben in Afghanistan

Weiterstadt bei Darmstadt, 11.02.2012/APD   „Afghanistan ist von einem schwelenden Krieg gekennzeichnet“, stellte Heinz-Hartmut Wilfert (Weiterstadt), Pressesprecher der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland, fest. Viele Menschen würden deshalb aus den gefährdeten Provinzen in Regionen fliehen, die als relativ sicher gälten. Die Flüchtlinge hätten nicht viel, um sich an den neuen Wohnorten wieder eine Existenz aufzubauen. Viele von ihnen seien in Flüchtlingslagern und Kriegsruinen untergebracht. „Ihre Zelte sind kaum größer als sechs Quadratmeter; dort essen, schlafen und leben sie nicht selten mit bis zu vier Erwachsenen und zusätzlich bis zu sechs Kindern“, so Wilfert.

Die Männer verdienten auf Baustellen oder Märkten gerade so viel, dass ihre Familien nicht verhungern müssten. Doch der Winter stelle eine große Herausforderung dar. Tagestemperaturen von bis zu minus 20°C seien keine Seltenheit. Die Baustellen stünden still, und auch die Märkte hätten kaum noch Bedarf an Tagelöhnern. Doch ohne ausreichende Einnahmen könnten sich die Menschen kaum Holzkohle zum Wärmen und Nahrungsmittel leisten. Oft stünden die Familienväter am Ende des Tages vor der Entscheidung, Holzkohle für die kalten Nächte oder etwas zu essen zu kaufen, teilte Wilfert mit.

Für die schwierige Zeit im Winter stelle ADRA Deutschland jährlich Hilfsgüter für besonders bedürftige Menschen zur Verfügung. Alle Hilfeempfänger würden von den afghanischen Behörden vorgeschlagen. In Zusammenarbeit mit der lokalen Nichtregierungsorganisation RARA werde der Bedarf ermittelt. Ende 2011 hätten insgesamt 1.320 Familien – das seien über 9.000 Personen – in der Hauptstadt Kabul Hilfspakete bekommen. Sie enthielten sechs Paar Schuhe, vier Decken, zehn Quadratmeter Plastikplanen und 30 Kilogramm Holzkohle, informierte Wilfert. Zusätzlich biete ADRA jedes Jahr besonders armen Frauen, oft Witwen mit Kindern, die Möglichkeit, bei der Produktion von Decken zu helfen. „2011 konnten sich so 95 Frauen mit der Herstellung von insgesamt 5.280 Decken ihr Einkommen und damit das Überleben während des Winters für sich und ihre Familien sichern.“
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Doch keine Frauen als Kirchenleiterinnen der Adventisten in Nordamerika

Silver Spring/USA, St. Albans/England, 10.02.2012/APD   Der Exekutivausschuss der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) der Siebenten-Tags-Adventisten beschloss Anfang Oktober 2011, dass Frauen nicht in Leitungspositionen eingesetzt werden können (E-60 Policy/Richtlinie). Der Exekutivausschuss der nordamerikanischen Adventisten bekräftigte, ungeachtet der negativen Entscheidung der Weltkirchenleitung, am 31. Oktober mit großer Mehrheit an seiner im Jahr 2010 eingeführten Praxis festzuhalten, wonach auf dem Gebiet der Nordamerikanischen Kirchenleitung auch nichtordinierte Personen in die Leitungsposition eines „Vereinigungsvorstehers“ gewählt werden könnten. Am 31. Januar teilte der Präsident der Nordamerikanischen Kirchenleitung, Pastor Dan Jackson, mit, dass rechtliche Abklärungen zwischenzeitlich ergeben hätten, dass der Exekutivausschuss der nordamerikanischen Adventisten nicht berechtigt gewesen sei, Richtlinien zu erlassen, die nicht in Übereinstimmung mit den Statuten („Working Policy“/Arbeitsrichtlinien) der Weltkirchenleitung wären. Der Wortlaut der nordamerikanischen Arbeitsrichtlinie werde in diesem Punkt wieder jener der E-60 Richtlinie der Weltkirchenleitung angepasst.

Adventisten in Nordeuropa
Der Exekutivausschuss der Trans-Europäischen Kirchenleitung (TED) mit Sitz in St. Albans bei London hatte am 16. November 2011 mit 91 Prozent der Delegiertenstimmen dafür votiert, dass jede nationale Kirchenleitung in ihrem Territorium das Recht habe, Frauen und Männer gleich zu behandeln. Somit könnten ordinierte Pastoren, wie Personen mit einer Beauftragung für geistliche Aufgaben, also auch Frauen, für die Leitungsposition eines Vereinigungs- oder Verbandsvorstehers im TED-Kirchenverwaltungsgebiet gewählt werden. Wie Audrey Andersson, Exekutivsekretärin der Trans-Europäischen Kirchenleitung betonte, hätte ihre Kirchenverwaltung mit dem jüngsten Beschluss keine Änderungen an den Richtlinien wie die nordamerikanischen Adventisten vorgenommen, sodass sich die Adventisten in Nordeuropa weiterhin im Rahmen der Richtlinien der Weltkirchenleitung bewegten.

Der Exekutivausschuss der Weltkirchenleitung will in einem mehrjährigen globalen Prozess bis zur nächsten Weltsynode 2015 kirchenintern die Ordinationsfrage an Hand der Aussagen der Bibel klären.

Zur Nordamerikanischen Kirchenleitung (NAD) gehören 1,12 Millionen erwachsen getaufte Adventisten in Kanada und den USA sowie auf Bermuda, der Johnston Insel, den Midway- und einigen weiteren Pazifikinseln.

Zur Trans-Europäischen Kirchenleitung (TED) zählen rund 82.000 Adventisten in Albanien, Bosnien-Herzegowina, Dänemark, Estland, Färöer Inseln, Finnland, Griechenland, Grönland, Großbritannien, Irland, Island, Kanalinseln, Kroatien, Lettland, Litauen, Mazedonien, Montenegro, Niederlande, Norwegen, Polen, Schweden, Serbien, Slowenien, Ungarn und Zypern.

Die Adventisten sind als weltweite Kirche folgendermaßen organisiert: Mehrere Ortsgemeinden bilden eine „Vereinigung“ (etwa Deutschschweizerische Vereinigung) und mehrere Vereinigungen einen „Verband“ (etwa Norddeutscher Verband). Die Verbände, auch „Unionen“ genannt, vereinigen sich in der „Generalkonferenz“ als Weltkirchenleitung, die für geografische Gebiete auf kontinentaler Ebene Abteilungen, „Divisionen“ genannt, unterhält. Zurzeit gibt es weltweit 585 Vereinigungen, 119 Verbände und eine Generalkonferenz mit 13 Divisionen. Jede Division hat eine eigene Kirchenleitung samt einem Exekutivausschuss.

Frauen können nach ihrem Theologiestudium in der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten zwar als Pastorin „gesegnet“ werden und damit fast alle Amtshandlungen, wie Taufe, Abendmahl, Trauung und Beerdigung, vornehmen; doch ordiniert werden nur männliche Geistliche. Während die Ordination von Pastoren weltweit innerhalb der Freikirche Gültigkeit hat, können Frauen als Pastorinnen nur in den Gebieten wirken, die zu einer Kirchenleitung gehören, welche die Segnung praktiziert. Die Weltsynoden der Adventisten 1990 in Indianapolis/USA und 1995 in Utrecht/Niederlande hatten die Ordination von weiblichen Geistlichen mehrheitlich abgelehnt. Die Zulassung von Frauen, die als ordinierte Pastorinnen amtieren, ist außerhalb von Nordamerika, Westeuropa, China und Australien/Ozeanien, wo nur etwa 13 Prozent der weltweit rund 17 Millionen erwachsen getauften Mitglieder leben, äußerst umstritten.
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Südsudan: Ein neuer afrikanischer Staat vor großen Herausforderungen

Workshop in der Theologischen Hochschule Friedensau

Friedensau bei Magdeburg, 09.02.2012/APD   Um den 54. Staat Afrikas ging es am 8. Februar beim Workshop „South Sudan in the Making: Perspectives on Nation and State Building in South Sudan“ (Südsudan im Entstehen: Perspektiven einer Nationen- und Staatsbildung) im Rahmen der „Friedensau Conference“ an der Theologischen Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg. Veranstalter war die Abteilung Sozialwissenschaften des Fachbereiches Christliches Sozialwesen der Hochschule.

Seit dem 9. Juli 2011 gibt es den Südsudan als neuen unabhängigen Staat in Afrika. Ein über 20 Jahre langer Bürgerkrieg und ein Friedensabkommen im Jahr 2005 gingen der Unabhängigkeit voraus. Seitdem gelang es der Regierung der nationalen Einheit nicht, die Menschen wieder zusammenzubringen, sodass die Bevölkerung des Südsudan im Januar 2011 mit 98,8 Prozent für die Teilung des Sudan stimmte. Trotz dieser Mehrheit für die Gründung eines neuen Staates seien viele Südsudanesen eher skeptisch bezüglich der Zukunft ihres Landes. Korruption und Vetternwirtschaft seien weit verbreitet. Es gebe trotz massiver Hilfe aus dem Ausland kaum Fortschritte beim Aufbau der Infrastruktur und eines funktionierenden Staatsapparates.

Während es in den Medien so erscheine, als ob die Bevölkerung allein aufgrund unterschiedlicher ethnischer Zugehörigkeit gespalten sei, spielten auch unterschiedliche Erfahrungen aus der Zeit des Bürgerkrieges eine große Rolle. Zudem müssten die vielen Familien, die aus Ostafrika und aus dem Nordsudan zurückkehrten, in die Gesellschaft integriert werden.

Während im Workshop Duer Danier Dalwak, amtierender Vorsitzender des Deutschlandzweiges der Regierungspartei „Sudan People‘s Liberation Movement“ (SPLM), einen Überblick über die „Lage der Nation“ gab, zeigte Roman Deckert, Direktor der Sudan-Abteilung der „Media in Cooperation and Transition“ (MICT), auf, dass hinter den sogenannten „Stammeskriegen“ in Jonglei politische Interessen stünden und ethnische Zugehörigkeiten, wie so häufig in Afrika, instrumentalisiert würden. Ellen Martin, Forschungsbeauftragte am Overseas Development Institute (ODI) London, Katarzyna Grabska, promovierte wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsbereich des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts Basel, sowie Professorin Dr. Ulrike Schultz, Dozentin für Entwicklungssoziologie und -ökonomie in Friedensau, stellten empirische Forschungen zur Stadtentwicklung und der Situation von Rückkehrern vor und gingen dabei auf die Sichtweise unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen ein.

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Über politische und religiöse Differenzen hinweg Beziehungen aufbauen

Adventistischer Kirchenleiter beim 60. Nationalen Gebetsfrühstück in Washington

Simi Valley, Kalifornien/USA, 08.02.2012/APD   „Für uns ist es wichtig dabei zu sein, um uns mit Menschen auszutauschen und deutlich zu machen, dass wir Teil unserer Gesellschaft sind“, sagte Dan Jackson, Präsident der Nordamerikanischen Kirchenleitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten nach seiner Teilnahme am 60. Nationalen Gebetsfrühstück am 2. Februar im Hotel Hilton in der US-Hauptstadt Washington.

Als geladener Gast habe Jackson gemeinsam mit mehr als 3.000 leitenden Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Religion aus über 100 Ländern am Gebetsfrühstück teilgenommen, informierte die von adventistischen Kirchenmitgliedern geführte Nordamerikanische Vereinigung für Religionsfreiheit (NARLA). Die verschiedenen Veranstaltungen dieses Ereignisses, dienten dazu, im Geiste Jesu Kontakte und Beziehungen auch über politische und religiöse Differenzen hinweg aufzubauen.

„Als Adventisten sollten wir uns nicht für die eine oder andere politische Partei stark machen. Es ist aber eine völlig falsche Ansicht zu meinen, dass wir unbeteiligt und abseits der großen Diskussionen in unserem Land stehen müssten“, meinte der Kirchenleiter. Jesus habe gesagt „ihr seid das Salz der Erde“ und damit hätte er nicht ausschließlich die Verbreitung des Evangeliums gemeint, obwohl dies das Hauptanliegen seiner Aussage gewesen sei.

Das jährliche Nationale Gebetsfrühstück, das eine Reihe von Veranstaltungen und Essen umfasst, findet jeweils am ersten Donnerstag im Februar statt und wird von Kongressabgeordneten beider großen Parteien organisiert. Seit Dwight D. Eisenhower nimmt jeder US-Präsident am Gebetsfrühstück teil.

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100 Jahre Öffentlichkeitsarbeit der Adventisten

Zürich/Schweiz, 07.02.2012/APD   Seit 100 Jahren gibt es bei der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten in Silver Spring, Maryland/USA, eine Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit. Bereits 1912 richtete die weltweite Freikirche an ihrem Verwaltungssitz im Großraum der US-Hauptstadt Washington ein „Pressebüro“ ein. Der ehemalige Reporter bei den Zeitungen „American“ und Baltimore „Sun“, Walter Lee Burgan (1883-1940), baute das Büro auf und leitete es bis zu seinem Tod.

„1912 waren die Adventisten die erste protestantische Kirche in den USA, die sich hauptamtlich mit Public Relations befasste“, informierte Herbert Bodenmann (Zürich), Kommunikations-Abteilungsleiter der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der deutschsprachigen Schweiz. Burgan habe seine Aufgabe darin gesehen, Kontakte zu säkularen Medien aufzubauen und interessierte Adventisten im Umgang mit der Presse auszubilden.
Seitdem die Adventisten in den USA ab 1929 den Rundfunk und seit 1950 das Fernsehen nutzen, gründete die Weltkirchenleitung auch eine Abteilung für Radio und TV. 1973 wurden das Pressebüro sowie die Rundfunk- und Fernsehabteilung in der Abteilung für Kommunikation vereint. Heute ist die Kommunikations-Abteilung der Generalkonferenz für Nachrichten und Information, Öffentlichkeitsarbeit, für die Erstellung von Rundfunk- und Fernsehbeiträgen, Krisenmanagement sowie Online-Dienste zuständig. Seit 1994 gehört zur Abteilung auch die Nachrichtenagentur „Adventist News Network“ (ANN – http://news.adventist.org.).

Laut Herbert Bodenmann gebe es inzwischen auch bei den adventistischen Kirchenleitungen auf kontinentaler, nationaler und regionaler Ebene Kommunikations-Abteilungen. Zudem seien in zahlreichen örtlichen Kirchengemeinden Adventisten ehrenamtlich für den Kontakt zu den Medien zuständig.

In der Schweiz habe 1974 und in Deutschland 1984 die Freikirchenleitung den Adventistischen Pressedienst (APD) gegründet. Die Nachrichtenagentur APD wende sich mit ihren Meldungen an säkulare und kirchliche Medien sowie an weitere Multiplikatoren, so Bodenmann. Sie informiere nach den Prinzipien einer konfessionellen Nachrichtenagentur mit Informationen, Hintergrundberichten, Kommentaren und Dokumentationen aus dem christlichen Weltgeschehen. Dabei gehe es um die Bereiche Kirche, Ökumene, Religionsfreiheit, Kultur, Medien, Bildung, Gesellschaft, Soziales, Dritte Welt und Entwicklung. Nachrichten aus der weltweiten Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten bildeten einen Schwerpunkt. Die APD-Meldungen befassen sich aber auch mit Ereignissen aus anderen Kirchen und Organisationen. APD Schweiz ist im Internet unter www.stanet.ch/APD, APD Deutschland unter www.apd.info zu finden.

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Beim Bibelfernkurs geht es nicht nur um Wissensvermittlung

Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, 06.02.2012/APD   „Immer wieder berichten Teilnehmer unserer Bibelkurse davon, wie sehr sich ihr Leben im Laufe des Bibelstudiums zum Guten verändert hat“, teilte Pastor Siegfried Wittwer, Leiter des Internationalen Bibelstudien-Instituts des Medienzentrums „Stimme der Hoffnung“ der Siebenten-Tags-Adventisten, mit. Bis zu drei Jahre studierten manche Teilnehmer die großen Themen der Bibel – angefangen bei den Grundlagen über Gott, die Bibel und Jesus, bis hin zum Studium einzelner biblischer Bücher. Sogar ein Gesundheitskurs sei darunter sowie drei Kurse für Kinder und Teenager. Seit dem Start der neuen Online-Kurse im Oktober 2011 (www.bibelkurse.de) hätten sich 160 Teilnehmer für diese Art des Bibelstudiums entschieden.

Beim Fernstudium gehe es nicht nur um reine Wissensvermittlung, so Wittwer. „Die Teilnehmer bitten ebenso um Hilfe bei der Lösung ihrer persönlichen Probleme. So entstehen Brieffreundschaften und auch tiefer gehende Beziehungen.“ In den letzten zehn Jahren hätten 1.290 Teilnehmer des Bibelfernunterrichtes den Entschluss gefasst, ganz bewusst mit Jesus Christus zu leben und sich taufen zu lassen. Im Jahr 2011 seien es allein 116 Menschen gewesen, die sich für den Glauben an Jesus Christus entschieden hätten. „Andere konnten nicht nur ihr Bibelwissen vergrößern, sondern auch den Glauben an Gott neu entdecken.“
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4.000 Betten für Besucher des Katholikentages gesucht

Mannheim, 05.02.2012/APD   Unter dem Motto „Ein Bett wär nett!“ hat der 98. Deutsche Katholikentag in Mannheim seine Privatquartierkampagne gestartet. Mindestens 4.000 kostenfreie Betten werden für die Großveranstaltung vom 16. bis 20. Mai 2012 benötigt, und zwar in Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg und den umliegenden Ortschaften, die gut an den Öffentlichen Personennahverkehr angeschlossen sind. Informationen zur Privatquartiersuche sind online abrufbar unter www.katholikentag.de/betten und können telefonisch unter der „Schlummernummer“ 0621.76 440 222 erfragt werden.

Insgesamt werden zum 98. Deutschen Katholikentag mindestens 25.000 Dauerteilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet sowie 30.000 Tagesgäste aus der Region erwartet. Katholikentage werden vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) in der Regel alle zwei Jahre an wechselnden Orten veranstaltet. Der 97. Deutsche Katholikentag fand 2008 in Osnabrück statt, 2010 trafen sich Christinnen und Christen beim Zweiten Ökumenischen Kirchentag in München.
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Daniel Heinz (Hg.), "Freikirchen und Juden im 'Dritten Reich'"

Daniel Heinz (Hg.), „Freikirchen und Juden im ‚Dritten Reich‘. Instrumentalisierte Heilsgeschichte, antisemitische Vorurteile und verdrängte Schuld“, hrsg. vom Konfessionskundlichen Institut des Evangelischen Bundes unter Mitarbeit der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, V & R unipress, Göttingen, 2011, gebunden, 343 Seiten, 49,90 Euro, ISBN 978-3-89971-690-0.

Ostfildern, 04.02.2012/APD   Lange hielt in Freikirchen das Schweigen über die eigene Haltung zu den Juden in der Zeit des Nationalsozialismus an. Der Sammelband ist ein wichtiger Anstoß, eine vielfach verdrängte Schuld aufzuarbeiten.

Bis auf die Quäker, die als zahlenmäßig beinah verschwindend geringe Denomination eine beispiellose Hilfsarbeit für Juden leisteten, verbindet die weiteren betrachteten Freikirchen eine Schuldspur: Mennoniten, Brüderbewegung, Methodisten, Pfingstbewegung, Baptisten, Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche, Brüdergemeine und Siebenten-Tags-Adventisten. Für Angehörige dieser Freikirchen können die Beiträge schmerzlich sein. Sie offenbaren, dass die Freikirchen nicht frei von gesellschaftlichen Strömungen waren, sondern an der nationalsozialistischen Judenverfolgung mitschuldig wurden. Deutlich wird zudem, dass die Aufarbeitung in den Freikirchen häufig ein erst mühsam beginnender Prozess ist.

Beispielhaft soll hier der Beitrag zu den Siebenten-Tags-Adventisten (Seite 281-308) vorgestellt werden, den der Herausgeber des Sammelbandes selbst verfasst hat. Dr. Daniel Heinz, Leiter des in Friedensau bei Magdeburg beheimateten Historischen Archivs der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa, legt dar, dass seit der Machtübernahme die NS-Ideolo¬gie in die adventistischen Publikationen Eingang fand. Der Rektor des damaligen adventistischen Predigerseminars in Friedensau, Walter Eberhardt, schrieb, dass seine Einrichtung „die Aufgabe [hat], auch den nationalsozialistischen Geist zu pflegen“ (289). Das Advent-Wohlfahrtswerk forderte unisono mit der staatlichen Propaganda eine „Rassenhygiene“ (ebd.). Die Sprache und das Denken des Nationalsozialismus waren in die Druckerzeugnisse der Siebenten-Tags-Adventisten eingegangen. Heinz sieht zu Recht eine „unmittelbare ideologische Unterstützung des nationalsozialistischen Rassenwahns“ (ebd.) durch die adventistischen Publikationen.

Der Autor hält es jedoch für „höchst zweifelhaft“ (287), dass die einzelnen Adventisten tatsächlich von der NS-Ideologie überzeugt waren, auch wenn die adventistischen Zeitschriften den Anschein erweckten. Um die Einstellung der einzelnen Adventisten zu erhellen, bedient sich Heinz der „Oral History“, der erzählten Geschichte. Dazu hat er „mehr als 80 adventistische Zeitzeugen“ (ebd.) über einen Zeitraum von 25 Jahren befragt. Diese Forschungsleistung ist ein unermesslich wertvoller Beitrag, für den Heinz großer Respekt zu zollen ist.

Zeitzeugenberichte geben individuelle Lebensgeschichten wieder, die von offiziellen Dokumenten nicht erfasst werden. Hier kommt die emotionale, persönliche Dimension des Zeitgeschehens zur Sprache. Das ist bereichernd. Es darf jedoch nicht über einen wichtigen Punkt hinwegtäuschen: Beim Erzählen der eigenen, zurückliegenden Erlebnisse werden unvermeidbar die historischen Fakten mit der späteren Bewertung verflochten. Aus gutem Grund weist Heinz darauf hin, dass „im Rückblick manche Erinnerungen ‚retuschiert‘ erscheinen mögen“ (ebd.). Daher mag es den Leser überraschen, wenn der Autor aufgrund der erzählten Geschichte dennoch zu der Einschätzung gelangt, dass es „nicht fair und nicht richtig zu behaupten [wäre], dass die Mehrzahl der Adventisten … die nationalsozialistische Gewaltherrschaft mitgetragen habe“ (ebd.). Lassen die zurückblickenden Zeitzeugenberichte diesen weitreichenden Schluss zu?

Erschütternd sind die persönlichen Leidensgeschichten, die Heinz anführt, allemal. Wilhelm Jokel, ein in Wien lebender Adventist jüdischer Herkunft, wandte sich 1938 verängstigt an seine Freikirchenleitung. Seine dringende Bitte um Hilfe wurde von ihr abgelehnt, weil angeblich nicht seine (!) Kirche, sondern die jüdische Kultusgemeinschaft für ihn zuständig sei (290f). Franz A. Ludwig, Leiter des adventistischen Verlages in Brünn, wurde entlassen, weil seine Ehefrau jüdischer Herkunft war. 1941 wurden sie und weitere Personen aus ihrer Gemeinde ausgeschlossen, weil sie als „jüdisch versippt“ galten. Am Gemeinderaum wurde eine Tafel „Für Juden verboten“ angebracht (291ff). In Minden war der konvertierte Jude Max Munk Gemeindeleiter. 1938 wurde auch er mitsamt Familie aus seiner Gemeinde ausgeschlossen. Der Zutritt zu den Gemeinderäumen wurde ihnen untersagt. Öffentlich forderte der Mindener Prediger die Gemeinde auf, jeglichen Kontakt zu den Ausgeschlossenen abzubrechen. Munk überlebte das KZ Theresienstadt. Nach Kriegsende bat er um Wiederaufnahme in seine Gemeinde, ohne dass es seitens der Freikirchenleitung ein Schuldeingeständnis gegeben hätte (293ff).

Heinz kommentiert: „Die angeführten Einzelbeispiele sind in ihrer Tragik kaum zu überbieten und stellen aus moralischer Sicht die größte Glaubwürdigkeitskrise in der Geschichte des deutschen Adventismus dar.“ (295)

Ein Kapitel gilt dem selbstlosen Einsatz von Adventisten, die Juden geholfen haben. Jean Henri Weidner, Gründer der Untergrundorganisation „Réseau Dutch-Paris“, rettete in einer engen ökumenischen Kooperation 800 Juden und bis zu 300 weitere Menschen. Heinz würdigt das Verhalten der Judenretter, ohne der Gefahr zu erliegen, dies gegen das Versagen der Mehrheit aufzuwiegen und deren Schuld zu relativeren.

Am Ende geht der Autor der Frage nach, welche Konsequenzen aus dem Versagen in der NS-Zeit für das adventistische Selbstverständnis gezogen wurden. Sein Urteil ist ernüchternd. „Auch die adventistische Weltkirchenleitung scheint eher geneigt, das dunkle Kapitel ‚Adventisten, Juden und Nationalsozialismus‘ als regionale, historisch abgeschlossene Verirrung betrachten zu wollen, ohne für sich daraus ernsthafte Lehren zu ziehen. Die Frage, weshalb die Freikirche die Rolle einer ‚gehorsamen‘ Kirche so konsequent bis zum Ende des NS-Regi¬mes und des Krieges durchgehalten hat, ist bis heute offengeblieben.“ (307)

Aus diesem unterschwelligen Vorwurf an die Weltkirche klingt ein ganz anderer Tenor als aus den einleitenden Sätzen. Zu Beginn der Darstellung legt Heinz Wert darauf, den weltweiten Adventismus nicht in das Versagen der deutschen Adventisten einzubeziehen. Die „beschämende ideologische Blindheit vieler deutscher Adventisten in der NS-Zeit“ entspreche nicht der „missionarische[n] Weitsicht der adventistischen Weltkirche“ (281), mit der Adventisten auch den Juden das Evangelium Jesu Christi verkündigen wollten. Heinz stellt sogar fest, dass der Freikirche „sicherlich die antijüdische Schuldgeschichte der beiden großen Volkskirchen grundsätzlich fremd“ (281f) sei. Adventisten wären nach diesen Worten von dem christlichen Antijudaismus ausgenommen, der sich fast überall und über Jahrhunderte im christlichen Denken festsetzen konnte. Aber ist das wirklich so? Vereinzelte Untersuchungen tragen dagegen berechtigte Zweifel vor (so z. B. Erich Spier, Der Sabbat, Berlin 1989, 114).

Es ist dem Beitrag wie dem gesamten Band zu wünschen, dass er zu einer vertieften geschichtlichen und dogmatischen Aufarbeitung der Judenfeindschaft und des schuldhaften Versagens beiträgt. Vor diese schmerzhafte Aufgabe sind Freikirchenleitungen und Gemeinden gleichermaßen gestellt. Am Ende könnten etwa „Stolpersteine“ ein sichtbarer Ausdruck der Reue sein. Solche „Stolpersteine“, ebenerdig in das Gehwegpflaster eingelassen und mit den Namen der Verfolgten versehen, erinnern vielerorts vor Wohnhäusern an ehemalige jüdische Bewohner. Es wäre zu überdenken, ob solche Steine nicht auch vor Gemeindehäusern und kirchlichen Einrichtungen an die ausgegrenzten und getöteten Schwestern und Brüder jüdischer Herkunft erinnern sollten.

Dietmar Päschel
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"Hope Channel TV" mit Zuschauern in allen Kontinenten

Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, 03.02.2012/APD   „Immer wieder stoßen Menschen beim Zappen per Zufall auf ‚Hope Channel TV‘ und melden sich anschließend bei uns, um ein Programmheft zu bestellen“, informierte Pastor Matthias Müller, Leiter des Medienzentrums „Stimme der Hoffnung“ der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt. Auch im Jahr 2011 hätten die Rückmeldungen zugenommen.

„Unser Zuschauerkreis erstreckt sich mittlerweile über alle Kontinente dorthin, wo Menschen Deutsch sprechen“, so Müller. Das sei vor allem dem Internet zu verdanken, durch welches das laufende Programm von allen Orten der Welt abgerufen werden könne. Im vergangenen Jahr sei die Internetseite www.hope-channel.de über eine Million Mal aufgerufen. Auch die Mediathek werde genutzt. „2011 wurden die Sendungen der Mediathek insgesamt 44.886 Mal angeklickt.“ Die am meisten aufgerufenen Beiträge wären „2 weiter“, „glauben.einfach.“ und die Kindersendung „Fribos Dachboden“ gewesen. Es handele sich dabei um ganz unterschiedliche Sendungen, die zeigten, dass „Hope Channel Fernsehen“ von verschiedenen Generationen gesehen werde.
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Die Bibel gibt es in Zentralasien nur in wenigen Buchläden

Stuttgart, 02.02.2012/APD   Auf die schwierige Situation der Christen in Zentralasien macht die Aktion Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft aufmerksam. Im Mittelpunkt stehen Usbekistan und Kasachstan. Bei letzterem gelte seit Oktober 2011 ein neues restriktives Religionsgesetz. Ohne eine staatliche Registrierung dürfe in Kasachstan keine religiöse Literatur veröffentlicht, importiert oder verbreitet werden.

In öffentlichen Buchläden gebe es keine Bibeln zu kaufen, berichteten die Bibelgesellschaften aus Zentralasien. Sie seien oft die einzige Anlaufstelle für die Heilige Schrift. „In Schulen ist die Bibel verboten, und es gibt keinen Religionsunterricht für Christen“, sagte Khalmat Ashirov, Leiter der Bibelgesellschaft in Usbekistan, mit Blick auf seine Heimat. Die Bibel könne aber bei Jugendfreizeiten und an Kinder in Waisenhäusern weitergegeben werden.

In Kasachstan zwinge ein neues Gesetz alle Religionsgemeinschaften, sich registrieren zu lassen. Religionsausübung in der Öffentlichkeit sei untersagt. Bei Zuwiderhandlung drohten hohe Geldstrafen oder sogar ein Verbot der Religionsgemeinschaft. In Kasachstan gebe es nur drei christliche Buchläden, berichtet die Aktion Weltbibelhilfe. Einige Christen reisten von weit her an, um dort eine Bibel zu bekommen.

Mit der aktuellen Spendenaktion unterstütze die Weltbibelhilfe Projekte in Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan. Die Bibelgesellschaften stellten unter anderem Bibeln und biblische Kinderbücher für christliche Jugendlager bereit. Außerdem würden Kinderbibeln und Bibelpakete für Kirchengemeinden zur Verfügung gestellt. Die Aktion für Zentralasien steht unter dem Motto „Gottes Wort für eine neue Generation“.

Die Aktion Weltbibelhilfe sammelt in Deutschland Spenden für die Übersetzung und weltweite Verbreitung der Heiligen Schrift. Partner sind die im Weltverband der Bibelgesellschaften (UBS; United Bible Society) zusammengeschlossenen Mitglieder. Zur UBS zählen 146 nationale Bibelgesellschaften, die in über 200 Ländern tätig sind.

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Adventistische Universität: Erste Schritte Richtung Energieneutralität

Collegedale, Tennessee/USA, 01.02.2012/APD   Mit 806 Solarpanels, die bis Mitte Februar auf dem Dach des Warenlagers der Southern Adventist University in Collegedale, Tennessee/USA, montiert sein werden, habe die Institution einen ersten Schritt Richtung Energieneutralität unternommen, sagte Dave Allemand, stellvertretender Technischer Leiter der Institution gegenüber dem APD. Von Energieneutralität spreche man dann, wenn der Gesamtstromverbrauch eines Unternehmens durch Investitionen in Projekte von erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung vollständig gedeckt werde.

„Die Solaranlage habe eine Produktionskapazität von 200 Kilowatt“, informierte der Techniker. Das sei genug, um den Energiebedarf des Lebensmittelgeschäfts auf dem Campus der Universität mit 3.200 Studenten für Licht, Kühlschränke und andere elektrische Geräte zu decken.

Laut Allemand hätten Studenten des Kurses für „Nachhaltige Entwicklung durch freies Unternehmertum“ (SIFE) der Universitätsleitung Vorschläge unterbreitet, wie die Hochschule umweltfreundlicher und weniger abhängig von traditioneller Energie werden könnte. Dabei hätten Energiesparmaßnahmen und die Montage von Solarpanels im Vordergrund gestanden. Den Ausschlag habe ein Angebot des regionalen Elektrizitätswerks gegeben, das kein neues Atomkraftwerk bauen möchte und deshalb erneuerbare Energien fördere. Der Mischstrom aus verschiedenen Herstellungsarten werde für neun Cents pro Kilowatt an Kunden verkauft, für Stromeinspeisungen aus Solaranlagen gebe es hingegen 21 Cents, so Allemand.

Die Investitionskosten für die Solarstromanlage von 646.000 Euro sollten laut dem stellvertretenden Leiter des Finanzwesens der Universität, Marty Hamilton, in sieben Jahren amortisiert sein.

Laut WRBC-TV hofft SIFE-Studentin Karla Coupland, dass die Solaranlage nicht nur der Anfang einer langfristig ausgerichteten grünen Initiative für die Universität, sondern auch für die Studenten sei, weil diese durch das Projekt sensibilisiert worden seien und die Energiekosten bewusster wahrnähmen.

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