Nahrungsmittel und neue Anbaumethoden gegen Hunger in Mali

Köln | 16. März 2012 | APD |

Köln, 16.03.2012/APD   Um die Not in der Sahelzone zu lindern, plane die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland zunächst die Verteilung von Nahrungsmitteln in Mali, teilte die "Aktion Deutschland Hilft" mit. Damit die reine Verteilung von Lebensmitteln aber nicht zur Abhängigkeit führe, würden die sogenannten Arbeitsgruppen "Cash for Work" (Geld für Arbeit) und "Cash for Training" (Geld für Ausbildung) angeboten. Die dadurch erworbenen Fähigkeiten könnten dazu beitragen, die Hungersnot langfristig zu bekämpfen. Das verdiente Geld stärke die Binnennachfrage und führe dazu, dass der lokale Markt wieder attraktiver für die Händler werde.

Nur die Kinder sollten gezielt durch Nahrungslieferungen an Schulen direkt versorgt werden. Die Folgen der Unterernährung bei Kindern und die damit verbundenen Spätfolgen gehörten laut der UNO zu den Hauptgründen, warum ein Land nicht aus dem Armutskreislauf herauskomme. Hier wolle ADRA ansetzen.

Zur langfristigen Stabilisierung der Lage sollten vor allem Schulungen für verbesserte Anbaumethoden in Mali durchgeführt werden, die den veränderten Klimabedingungen angepasst seien. Zudem fördere ADRA den Anbau von Nahrungsmitteln in Gemüsegärten. Dazu verteile ADRA Setzlinge und Werkzeuge.

Mit dem Projekt plane ADRA vor Ort, eine schlimmere Krise wie in Ost-Afrika zu verhindern und nachhaltig zu helfen. Die Menschen sollten dabei unterstützt werden, auf künftige Krisen besser vorbereitet zu sein.

Die "Aktion Deutschland Hilft" ist das 2001 von zehn Hilfsorganisationen, darunter ADRA, gegründete Bündnis von 21 Mitgliedern, die im Falle großer Katastrophen ihre Kräfte bündeln, um schnelle und effektive Hilfe zu leisten. Weitere Informationen bei www.aktion-deutschland-hilft.de.
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