"die Bibel. das Leben"

Alsbach Hähnlein bei Darmstadt, 31.12.2012/APD   Ab dem 1. Januar 2013 strahlt „Hope Channel Deutsch“ eine neue Fernsehserie unter dem Titel „die Bibel. das Leben.“ aus. Der Moderator der Sendereihe „Bible Talk“ und Theologe Dr. Winfried Vogel leitet die Gesprächsrunde. Mit Teilnehmern aus verschiedenen Berufs- und Altersgruppen spricht er ab Januar über bestimmte Bibeltexte. Gemeinsam soll erörtert werden, was die Aussagen der Bibel mit dem tatsächlichen Leben zu tun haben.

Der Fernsehsender „Hope Channel Deutsch“ gehört zum Medienzentrum „Stimme der Hoffnung“ der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt. Als erster christlicher Rundfunksender in Deutschland begann die „Stimme der Hoffnung“ bereits 1948 mit ihrer Arbeit. Weitere Informationen im Internet unter: www.hope-channel.de
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MDR überträgt Neujahrsgottesdienst der Adventgemeinde Leipzig

Leipzig, 30.12.2012/APD   „MDR Figaro“, das Kulturradio des Mitteldeutschen Rundfunks, sendet am 1. Januar 2013 einen Gottesdienst der Adventgemeinde in Leipzig. Die Live-Übertragung beginnt um 10 Uhr.

In der Predigt spricht der Pastor der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Norbert Gelke, über den Bibelvers „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir“. Den Bibeltext aus dem Hebräerbrief hat die „Ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen“ als Jahreslosung für 2013 gewählt. Menschen suchten ein Zuhause und sehnten sich nach Sicherheit, so Gelke. Doch sie machten immer wieder die Erfahrung, dass alles vergänglich sei. „Wird Gott das ändern? Findet man bei ihm eine Heimat, die bleibt?“ Antwort auf diese Fragen zu finden sei für Adventisten ein besonderes Anliegen.

Als Liturgen wirken in dem Gottesdienst Pastorin Jessica Schultka und Marc Felber. Der Gemeindechor, ein Kammerensemble unter Leitung von Dr. Johannes Wilde, der Liedermacher Dr. Benno Fabricius sowie Bläser und Orgel gestalten den Neujahrsgottesdienst musikalisch.

Übertragen wird er aus dem „Adventhaus“, dem Zentrum der Adventgemeinde in der Leipziger Karl-Heine-Straße. Das Gebäude wurde 1891 als repräsentative Villa für einen Leipziger Industriellen errichtet und nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg als Gemeindezentrum wieder aufgebaut. Zu den wöchentlichen Gottesdiensten am Samstag kommen rund 200 Besucher. Die adventistische Gemeinde ist mit einer Kleiderkammer, einer Selbsthilfegruppe für Suchtgefährdete und einem Übernachtungshaus für wohnungslose Frauen sozial engagiert.
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Christenverfolgung in Nordkorea auch im ersten Amtsjahr von Kim Jong-Un

Herzogenbuchsee/Schweiz, 29.12.2012/APD   Kim Jong-Un, Machthaber in Nordkorea, ist seit 29. Dezember ein Jahr im Amt. Im ersten Jahr seiner Regentschaft sei es zu minimalen Erleichterungen für die Bevölkerung gekommen, teilte „Open Doors“ mit. Das christliche Hilfswerk setzt sich weltweit für verfolgte Christen ein. So biete Kim Jong-Un landwirtschaftlichen Kooperativen mehr Autonomie an, Frauen dürften in der Öffentlichkeit Hosen tragen, zudem sei bei öffentlichen Anlässen Rockmusik gespielt worden. Aus Nordkorea geflüchtete Christen hätten berichtet, dass der Fernseh-, Radio- und Handy-Gebrauch nur innerhalb Nordkoreas möglich wäre, zudem aber streng zensiert und überwacht werde. Die Zahl der nordkoreanischen Spione, die im chinesischen Grenzgebiet zu Nordkorea Christen und Menschenrechtsaktivisten aufspürten, die dort Flüchtlingen aus Nordkorea helfen würden, sei erhöht worden, so „Open Doors“.

Religionsfreiheit nicht verbessert
Laut „Wall Street Journal“ bestehe die einzig erlaubte Anbetung in Nordkorea darin, der Diktatoren-Dreieinigkeit der Kim-Familie zu huldigen: Kim Il Sung, seinem 2011 verstorbenen Sohn Kim Jong Il und dem jetzigen Herrscher, Kim Jong-Un.

Kontaktpersonen von „Open Doors“ in Nordkorea berichteten, dass sich die Lage der Christen im Land unter Kim Jong-Un nicht verbessert habe. Es gäbe keine Anzeichen, dass der junge Machthaber mehr Religionsfreiheit zugestehen wolle. „Es ist enorm gefährlich, Christen beizustehen, die von der Regierung freigelassen wurden“, sagte ein „Open Doors“-Mitarbeiter, der sich im chinesischen Grenzgebiet um nordkoreanische Flüchtlinge kümmert. „Manche wurden so hart gefoltert, dass sie nicht mehr gehen können. Oft sei Hilfe nicht möglich, weil wir damit andere Menschen gefährden würden. Alles was wir tun können, besteht darin, für sie zu beten.“

Nach Angaben des „Wall Street Journal“ werde im Bericht 2012 der US-Kommission zur Situation der Religionsfreiheit der Fall von Ri Hyon Ok aufgeführt, die im Jahr 2009 in Nordkorea öffentlich hingerichtet worden sei, weil sie Bibeln verteilt habe. Gemäß der weiterhin geübten Kollektivstrafe seien ihr Mann und ihre drei Kinder in einer Haftanstalt für politische Gefangene eingekerkert worden. 2010 seien laut Bericht der US-Kommission 23 Mitglieder einer protestantischen Untergrundkirche verhaftet worden. Drei von ihnen habe man hingerichtet und die anderen in eines der berüchtigten Lager für politische Gefangene eingewiesen.

Das Vorhandene stärken
Nach Angaben des Hilfswerks gehe es primär darum, das Vorhandene im Verborgenen zu stärken: Verfolgte Christen würden, sofern möglich, mit Nahrung, Medikamenten, Kleidung, Büchern und Bibeln versorgt. Hoffnung sei das Wichtigste, was den Christen dadurch in Nordkorea vermittelt werden könne, so das Hilfswerk. Dass andere Menschen für sie da seien, an sie dächten und für sie beteten, gebe ihnen Mut und Hoffnung. „Ganz gleich, welche Bedingungen wir erleben, wir stehen in den mächtigen Händen Gottes“, habe laut „Open Doors“ der Leiter einer Untergrundkirche geschrieben.
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Führungswechsel bei ADRA Deutschland

Weiterstadt bei Darmstadt, 28.12.2012/APD   „Es fällt mir nicht schwer, aus der Geschäftsleitung von ADRA Deutschland hinaus- und in den aktiven Ruhestand einzutreten, denn ich weiß, dass mein Nachfolger Christian Molke die Fäden aufnehmen und das internationale ADRA-Netz weiter spinnen wird“, hob der bisherige Direktor von ADRA Deutschland, Erich Lischek, bei seinem Abschied von dem Hilfswerk, das er seit 1986 aufgebaut hat, hervor. „Als Hilfsorganisationen haben wir gelernt, unsere Kräfte bei großen Katastrophen zu bündeln. Ich bin dankbar, dass ich dabei mitwirken durfte.“

Mit nur einer Teilzeitsekretärin bereitete Pastor Lischek 1986 die Gründung von ADRA Deutschland im Jahr 1987 in Darmstadt vor. Heute arbeiten im ADRA-Landesbüro in Weiterstadt bei Darmstadt 28 Festangestellte und zehn Freiwillige sowie Ehrenamtliche. Das Hilfswerk bietet auch einen Ausbildungsplatz in Bürokommunikation an.

Günther Machel, 1. Vorsitzender des ADRA-Vorstandes, dankte Erich Lischek, „dass aus den bescheidenden Anfängen inzwischen ein stattliches Unternehmen geworden ist“. Lischek habe ADRA Deutschland geprägt. Dass er nun als Rentner im Schaukelstuhl sitze und zuschaue, wie es weitergehe, sei nicht vorstellbar. Er bleibe auch weiterhin als Geschäftsführer der ADRA-Stiftung dem Hilfswerk verbunden.

Neuer ADRA-Direktor ist ab Januar 2013 Pastor Christian Molke (48). Zuvor leitete er die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in den Bundesländern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland mit 65 Gemeinden, 4.600 erwachsen getauften Adventisten und 34 Pastoren. Seit Mitte 2012 arbeitete er sich in seinen neuen Aufgabenbereich ein.

ADRA Deutschland ist Teil des Netzwerkes von ADRA International, das 120 Länderbüros miteinander verbindet und zu den zehn größten Hilfsorganisationen weltweit gehört. Gemeinsam setzen sie sich für Projekte der Entwicklungszusammenarbeit und der Nothilfe ein. ADRA Deutschland ist Mitglied des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes sowie Mitbegründerin des Verbandes Entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen (VENRO), der „Aktion Deutschland Hilft“ und „Gemeinsam für Afrika“. Sie führt Projekte der Nahrungsmittel-Sicherheit, der Gesundheit, der Bildung, der Einkommensförderung durch Kleinkredite und der Katastrophenhilfe auf vier Kontinenten durch. Projekte des Jahres 2012 waren beispielsweise der Aufbau eines Frühwarnsystems vor Naturkatastrophen in Nepal, Aufklärung über Frühheirat und Genitalverstümmelung in Kenia, das erste duale Berufsbildungssystem in Haiti, Aufbau von Schulen und Bildungszentren in Somalia, Einkommensförderung in der Mongolei, Aufbau einer Backstein-Fabrik in Costa Rica, Nahrungsmittelhilfe für Notleidende in Mali oder Hilfe für syrische Flüchtlinge in Jordanien. Außerdem entsendet ADRA Deutschland jedes Jahr im Rahmen von „weltwärts“ 15 bis 16 Freiwillige zur Mithilfe bei Projekten nach Albanien, Moldau, Tansania, Kenia, Mexiko, Costa Rica und Indien. Weitere Informationen über ADRA gibt es im Internet unter www.adra.de
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Bildung – Grundlage zur selbstständigen Lebensgestaltung

Weiterstadt bei Darmstadt, 27.12.2012/APD   „Ein Dach über dem Kopf, eine Mahlzeit auf dem Tisch, saubere Sanitäranlagen und ein Gefühl der Sicherheit sind Grundbedürfnisse des Menschen“, sagte der in den Ruhestand tretende Direktor der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland, Erich Lischek. Diese Grundbedürfnisse müssten zuerst gestillt sein, um ein weiteres Bedürfnis „den Wunsch auf Bildung“ zu erfüllen. Wissen sei ein zentraler Faktor zur Weiterentwicklung des Einzelnen und seiner Familie.

Obwohl das Recht auf Bildung in Artikel 26 der UN-Menschenrechtscharta verankert sei, könnten bis heute weltweit mehrere hundert Millionen Menschen weder lesen noch schreiben, so Lischek. Deren große Mehrheit lebe nach Angaben der UNESCO in Süd- und Westasien sowie in Afrika südlich der Sahara. Doch ohne grundlegende Bildung bleibe ihr eine selbstständige Lebensgestaltung versagt.

ADRA Deutschland habe es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, Kindern und Erwachsenen weltweit Zugang zu angepasster Bildung zu ermöglichen, damit sie ihr Leben selbstbestimmter führen könnten. „In den vergangenen beiden Jahren konnten wir über 60.000 Kinder im Bereich Bildung unterstützen und ihnen notwendige Grundlagen vermitteln, auf denen sie weiter aufbauen können“, betonte der scheidende ADRA-Direktor.

Erich Lischek nannte Beispiele aus verschiedenen Ländern. In Albanien habe ADRA eine Schule in der Hauptstadt Tirana mit 300 Tischen und 60 Stühlen ausgestattet. Außerdem unterstütze das Hilfswerk eine Vorschule für Roma-Kinder in Fushe-Kruje. 56 Kinder würden dort auf den schwierigen Schulalltag vorbereitet, während ihre Mütter ebenfalls zur Schule gingen, um Lesen und Schreiben zu lernen.

Auch in Äthiopien sei ADRA im vergangenen Jahr aktiv gewesen. Bei einem Projekt der entwicklungspolitischen Bildung und zum Kulturaustausch hätte die Darmstädter Adventjugend in Kooperation mit ADRA Deutschland bei der Renovierung einer adventistischen Schule in Fessa geholfen. In Somalia baue das Hilfswerk seit 2011 mit Unterstützung der Europäischen Union 71 Schulen sowie 24 Lernzentren auf und bilde Lehrkräfte aus. In dem Land mit der niedrigsten Schulrate hätten so besonders Frauen, Mädchen und Straßenkinder einen besseren Zugang zu Bildungsmaßnahmen. Der Aufbau des Schulsystems trage zur Stabilisierung des Landes bei. In Kajiado/Kenia unterstütze ADRA ein „Rescue Centre“ für knapp 200 junge Frauen, die Zuflucht vor Zwangsehe und Genitalverstümmelung suchten. Neben Unterkunft und Verpflegung erhielten sie eine solide Schulausbildung.

In Thailand würde ADRA Flüchtlingen aus Myanmar helfen. Sie lebten in Lagern und hätten kaum eine Chance auf eine qualifizierte Berufsausbildung, um sich später außerhalb des Camps eine Existenz aufzubauen. Über 6.200 Flüchtlinge hätten von ADRA Ausbildungsmöglichkeiten zum Friseur, Näher, Altenpfleger oder Automechaniker erhalten. Das schwere Erdbeben in Haiti habe Anfang 2010 für ein Umdenken im Land gesorgt. Während der Hilfsmaßnahmen sei ADRA Deutschland auf den Mangel an qualifizierter Berufsausbildung aufmerksam geworden. Es fehle vor allem an zertifizierten Berufsschulen für Handwerker. Auf Anfrage der Regierung habe ADRA Deutschland 2012 mit dem Aufbau eines dualen Berufsausbildungssystems in Haiti begonnen.

Aber auch in Deutschland hätte ADRA ein erstes Bildungsprojekt mit dem Circus „Waldoni“ durchgeführt, informierte Lischek. Über ein Jahr lang seien Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund auf ihrem Bildungsweg unterstützt worden. Sie hätten den Hauptschulabschluss nachholen und so ihre Chancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt verbessern können. „Die meisten Absolventen fanden im Anschluss an das Projekt sofort einen Ausbildungsplatz.“
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"Aus Altem entstand etwas Neues"

Friedensau bei Magdeburg, 26.12.2012/APD   „Am 24. Oktober konnten wir in einem kleinen Festakt die Fertigstellung des Um- und Anbaus der ‚Alten Feuerwehr‘ in ein Ladencafé feiern. Diese Veranstaltung fand in der Museums- und Kulturscheune in Friedensau statt, die wir etwa zehn Monate früher, im Januar, ebenfalls fertiggestellt und eingeweiht hatten“, berichtete Roland Nickel, Kanzler der Theologischen Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg. Das Besondere an den beiden Projekten sei, dass die Gesamtkosten von rund 540.000 Euro mit Mitteln der Europäischen Union zu etwa 50 Prozent gefördert worden wären. Den Eigenanteil hätten Spenden der Friedensauer Hochschul-Stiftung erbracht. Durch die Fördermittel habe sich daher jeder Spendeneuro im Wert verdoppelt.

„Die Herausforderung für die Architekten bestand darin, die alte Bausubstanz zu erhalten und sie gleichzeitig mit modernen Elementen zu kombinieren“, so der Kanzler. Andreas Mayer-Winderlich und Edmundo Martinez aus Potsdam sei das bei beiden Projekten hervorragend gelungen. Die Scheune mit ihrer alten Balkenkonstruktion und ihrem Backsteinflair hätten sie durch den Einbau von vier großen Glasfenstern anstelle der bisherigen Scheunentore zu einem lichtdurchfluteten Veranstaltungsraum umgestaltet. „Beim alten Feuerwehrgebäude musste ein Anbau her, da die Fläche für den Zweck nicht ausgereicht hätte.“ Durch intelligente Architektur sei es gelungen, den größeren Anbau so zurückhaltend zu gestalten, dass das historische Gebäude mit dem Schlauchturm in alter Pracht erstrahle. Für die Fassade des Neubaus seien alte, noch in Friedensau vorhandene Steine von abgerissenen Gemäuern verwendet worden. „So ist aus Altem etwas Neues entstanden.“

Die Scheune sei nun ein würdiger Veranstaltungsraum für Studierende, die örtliche Adventgemeinde und viele Gästegruppen, die nach Friedensau kämen, hob Roland Nickel hervor. Das neue Ladencafé „Alte Feuerwehr“ wäre schon jetzt ein Treffpunkt von Jung und Alt.

Auch 2013 gehe es laut Nickel um die laufende Renovierung und Sanierung der 30 Gebäude der Hochschule und die Verbesserung der Wärmedämmung an einzelnen Häusern. Außerdem sei erneut ein Fördermittelprojekt vorgesehen. Die Kulturscheune und das Ladencafé „Alte Feuerwehr“, befänden sind in enger Nachbarschaft und seien Teil des historischen Platzes in Friedensau. Es fehlten noch die Außenanlagen um die Gebäude sowie Parkplätze, Beleuchtung und die Gestaltung des historischen Platzes. Nach Fertigstellung könnten Veranstaltungen im Sommer dann auch nach draußen erweitert werden, und das Gesamtbild des historischen Ortskernes von Friedensau wäre dann abgerundet.

Zudem plane die Hochschule gemeinsam mit dem Medienzentrum „Stimme der Hoffnung“ der Siebenten-Tags-Adventisten, Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, den Aufbau eines kleinen Studios in Friedensau, informierte Roland Nickel. „Ziel ist es, neben der Ausbildung der Studierenden an moderner Medientechnik Beiträge aus dem reichen Wissensschatz und den Aktivitäten der Hochschule für Programme zur Verfügung zu stellen.“ Das Medienzentrum sendet als „Hope Channel“ täglich ein 24-stündiges Fernseh- und Rundfunkprogramm.
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Frauenordination hat ethische Bedeutung für Adventisten in Norwegen

Oslo/Norwegen, 23.12.2012/APD   Am 2. Dezember hat der Vorstand der norwegischen Kirchenleitung (Norwegische Union) der Siebenten-Tags-Adventisten beschlossen: „Bezugnehmend auf unser Verständnis des Wortes Gottes, wie es in den 28 Glaubensartikeln ausgedrückt wird (speziell in den Artikeln 7, 12, 14 und 17), halten wir es für moralisch und ethisch richtig, den Pastorendienst von Frauen und Männern gleichermaßen anzuerkennen.“

„Mit diesem Beschluss wollen wir ein starkes und unzweideutiges Signal an unsere Kirchenmitglieder in Norwegen und auch in der Weltkirche senden, das unsere Position in der Frage der Ordination von Frauen zum Pastorendienst klärt“, betonte Pastor Reidar Kvinge, Präsident der überregionalen norwegischen Kirchenleitung nach der Entscheidung. „In Norwegen sind einige Pastorinnen tätig, und sie sollten gleichermaßen wie ihre männlichen Kollegen behandelt werden“, so Kvinge.

Mit dem Beschluss wolle die norwegische Kirche keineswegs in Opposition zur Studiengruppe der adventistischen Weltkirche bezüglich der Ordinationsfrage treten, die bis Herbst 2014 ihre Ergebnisse vorlegen und über die bei der Weltsynode 2015 (Generalkonferenz-Vollversammlung) abgestimmt werden soll, sagte Kvinge. Die Norwegische Union der Siebenten-Tags-Adventisten werde zwischenzeitlich keine Person mehr zur Ordination vorschlagen, bis die Ordinationsfrage 2015 geklärt sei. Je nach Beschluss der Weltsynode 2015 werde die norwegische Kirchenleitung entscheiden, wie sie die Gleichbehandlung von Frauen und Männern im Pastorendienst umsetzen wolle.

Weil einige ordinierte Pastoren mit dem Gedanken spielten, sich mit den nicht ordinierten Pastorinnen zu solidarisieren, indem sie ihre kirchliche Beglaubigung als ordinierte Pastoren zurückgäben, hätte der Vorstand auch dazu Stellung genommen, wie Pastor Finn F. Eckhoff, Sekretär (Geschäftsführer) der Norwegischen Union der Adventisten, in einem Rundschreiben per E-Mail an alle im Pastorendienst Tätigen mitteilte. Ordinierten Pastoren stehe es frei, sich mit nicht ordinierten Pastorinnen zu solidarisieren, sie müssten dann aber mit den Einschränkungen leben, die ein solcher Schritt bedeute.

Mit dem Vorstandsentscheid schließen sich die norwegischen Adventisten den anderen überregionalen adventistischen Kirchenleitungen in Europa (Norddeutscher Verband, Niederländische Union) und in den USA (Pacific Union Conference, Columbia Union Conference) an, um die „Geschlechterdiskriminierung“ in der Ordinationsfrage zu beenden.

In Norwegen mit knapp fünf Millionen Einwohnern leben 4.620 Adventisten, die durch die Glaubenstaufe Mitglieder wurden und an 62 Versammlungsorten Gottesdienste feiern. Die norwegischen Adventisten unterhalten ein Gymnasium, zwei Altenheime, ein Gesundheits- und Rehabilitationszentrum, ein Medienzentrum mit Fernseh- und Rundfunkstudios, vier Radiostationen sowie ein Verlagshaus.
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SPD-Politikerin rügt Antisemitismus bei Beschneidungsdebatte

Wetzlar, 20.12.2012/APD   „Was ich in den letzten Wochen erlebt habe, ist richtiger Hass gegen Juden und Muslime und auch Verachtung von religiöser Tradition“, sagte Kerstin Griese, religionspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, über die Art und Weise, in der die Beschneidungsdebatte in den vergangenen Monaten geführt worden sei. In einem Interview mit dem Christlichen Medienmagazin „pro“ zeigte sie sich schockiert: „Wir wissen seit dem Antisemitismusbericht, dass rund 20 Prozent der Menschen in Deutschland latent antisemitische Positionen vertreten. Seit einigen Monaten sind sie nicht mehr latent, sondern öffentlich sehr stark wahrnehmbar.“

Griese wundere sich vor allem über den missionarischen Eifer atheistischer Verbände im Streit um Beschneidungen, etwa im Zuge der Kampagne „Mein Körper gehört mir!“: „Einige der Äußerungen in den Medien und vor allem im Internet beunruhigen mich sehr. Sie haben mich erschreckt, weil sie tatsächlich dieses antisemitische Bild verbreiten, Juden – oder auch Muslime – würden ihre Kinder quälen.“ Bei den atheistischen Organisationen vermische sich „ein nahezu missionarischer Eifer gegen Religion“ mit der aktuellen Debatte um jüdisches und muslimisches Leben in Deutschland. Griese: „Das macht mir auch deshalb so viel Angst, weil sich diese atheistische oder laizistische Haltung nicht darauf beschränkt, Religionsfreiheit zu fordern. Sie will Dritten auch das Recht auf Religion absprechen.“

Die SPD-Politikerin kritisierte gegenüber „pro“ auch die Medien: „Eine Minderheitenmeinung, auch in der Rechtswissenschaft, wurde über eine mediale Lancierung des Urteils des Kölner Landgerichts plötzlich populär.“ Die Medien hätten das Thema Beschneidung „unglaublich aufgebauscht“.

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Heilsarmee vertritt Schweiz beim Eurovision Song Contest 2013 in Malmö

Zürich/Schweiz, 19.12.2012/APD   Das Schweizer Fernsehpublikum hat sich per Telefon-Abstimmung am 15. Dezember für die sechsköpfige Berner Heilsarmee-Band als Vertretung der Schweiz beim Eurovision Song Contest (ESC) 2013 in Malmö/Schweden entschieden. Dabei setzten sich Emil, Michael, Katharina, Christoph, Sarah und Jonas mit ihrem Song „You and Me“ aufgrund von 37,5 Prozent der Telefon-Stimmen mit großem Abstand gegen acht Konkurrenten durch und werden höchstwahrscheinlich im Mai 2013 zur Finalausscheidung nach Schweden reisen.

Laut Medienberichten dürfe die Band aber nicht in Uniform auftreten und könne den Beitrag auch nicht unter dem Namen „Heilsarmee“ anmelden, wie ESC-Sprecher Jarmo Siim gegenüber SDA auf Anfrage erklärte.

Tue Gutes und sing!
Die Heilsarmee habe bereits vor ihrem Auftritt betont, dass das musikalische Engagement der Organisation und dem guten Zweck dienen solle, wie die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) in einer Medienmitteilung schreibt. Es sei in der Tat beeindruckend, was die Heilsarmee für die Gesellschaft leiste. In vielen Schweizer Städten und Ortschaften nehme sie in ihren offenen Häusern Obdachlose, Alkoholkranke und andere Menschen in Not auf. In Heimen betreue sie Kinder und unterhalte zahlreiche Angebote für Migranten.

Auch international leiste die Heilsarmee Beeindruckendes. Nach SEA-Angaben habe im September ein erfolgreiches Anti-Korruptionsprogramm der Heilsarmee im Kongo den „StopArmut-Preis“ der Schweizerischen Evangelischen Allianz erhalten.

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Katholiken beten zu Weihnachten für bedrängte und verfolgte Christen

Bonn, 19.12.2012/APD   Am 26. Dezember begehen die Katholiken in Deutschland einen „Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christen“. Nach einem Beschluss der römisch-katholischen Deutschen Bischofskonferenz im Juni 2012 soll dieser Tag künftig jährlich in den Kirchengemeinden stattfinden. Als Termin wurde der 26. Dezember gewählt, da die Kirche an diesem Tag das Fest des heiligen Stephanus feiert, des ersten Märtyrers des Christentums.

In den Gottesdiensten am zweiten Weihnachtstag solle der Verbundenheit mit den Mitchristen, die vielerorts in der Welt Opfer von Ausgrenzung und Unterdrückung seien, vor allem in den Fürbitten Ausdruck verliehen werden. Auch wären die Gläubigen zum persönlichen Gebet für dieses Anliegen aufgerufen.

Der „Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christen“ knüpfe an den „Gebetstag für die verfolgte Kirche“ an. Dieser sei bis 1994 in Deutschland begangen worden und habe damals vor allem die Situation in den kommunistischen Ländern im Blick gehabt. Auf die in verschiedenen Teilen der Welt seither angewachsene Bedrohung von Christen hätten die Bischöfe bereits 2003 mit einer „Initiative für verfolgte und bedrängte Christen weltweit“ reagiert. Sie umfasse ein jährlich herausgegebenes Informationsheft, Gespräche mit politisch Verantwortlichen in Deutschland, Besuche von Bischöfen aus bedrängten Ortskirchen, ein Fürbittformular sowie die Bereitstellung von vierteljährlich wechselnden Gebetsanliegen. Themenschwerpunkt in diesem Jahr sei die Lage in Ägypten nach der Revolution. Darüber hinaus unterstützten die kirchlichen Hilfswerke bedrängte christliche Minderheiten überall auf der Welt.

Mit der Erklärung des Stephanustages zum „Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christen“ möchten die römisch-katholischen Bischöfe diese Aktivitäten verstärken und das Anliegen der Solidarität mit den Mitchristen in der Verfolgung stärker in den Kirchengemeinden und unter den Gläubigen verankern.

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Gesetz zum Bundeswehr-Gerichtsstand in Kempten "legal, aber nicht legitim"

Bremen, 18.12.2012/APD   Mit Schreiben vom 6. Dezember haben der Vorsitzende Ludwig Baumann und der Schriftführer Günter Knebel der „Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz“, Bremen, Bundespräsident Joachim Gauck gebeten, das „Gesetz für einen Gerichtsstand bei besonderer Auslandsverwendung der Bundeswehr“ nicht zu unterzeichnen. Das Gesetz war am 25. Oktober im Deutschen Bundestag mit Regierungsmehrheit beschlossen und am 23. November im Bundesrat mit zu Protokoll gegebenen Bedenken der Bundesländer Bremen und Brandenburg verabschiedet worden.

„Die Verbindung von Militär und Justiz hatte in der deutschen Geschichte verheerende Wirkungen“, heißt es in dem Schreiben. Mit guten Gründen habe der Parlamentarische Rat bei der Beratung des Grundgesetzes deshalb in Artikel 96 Absatz 2 festgelegt, dass „Wehrstrafgerichte nur im Verteidigungsfall“ eingerichtet werden könnten. Der „Verteidigungsfall“ nach Artikel 115 a Absatz 1 des Grundgesetzes sei vom Bundestag bisher aber nicht festgestellt worden. Auch wenn das Gesetz keine „Wehrstrafgerichtsbarkeit“ schaffen wolle, so schaffe es doch einen eigenen, neuen „Gerichtsstand“, der einen gravierenden Eingriff in das bestehende System ziviler Gerichtsbarkeit in Deutschland darstelle. Alle Fraktionen der Opposition im Bundestag hätten sich gegen das Gesetz ausgesprochen.

Die tatsächlichen Aufgaben für den neuen „Gerichtsstand“ in Kempten seien auch nach einer mehrstündigen Anhörung im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages unklar geblieben, so Baumann und Knebel. Für Straftaten nach Paragraf 1 a Wehrstrafgesetz seien inländische zivile Gerichtsstände vorhanden, für Straftaten nach dem Kriegsvölkerrecht sei und bleibe der Generalbundesanwalt zuständig. Für alle Straftaten, die von dem neuen Gerichtsstand in Kempten/Allgäu verfolgt und beurteilt werden sollten, würde dieser de facto eine „Wehrstrafgerichtsbarkeit“ darstellen, die laut Grundgesetz nur im Verteidigungsfall erlaubt sei. Soweit es dabei um Straftaten gehe, die infolge von Waffeneinsatz oder dessen Verweigerung verfolgt würden, „birgt das Zusammenwirken von Justiz und Militär Gefahren, die der Grundgesetzgeber für alle Zukunft ausgeschlossen wissen wollte“.

Die Besorgnis, dass das Gesetz zu einer Sondergerichtsbarkeit für Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr führen könne, sei im Bundesrat von den Ländern Bremen und Brandenburg vorgetragen worden. „Das Gesetz ist zwar legal zustande gekommen, aber als legitim empfinden wir es nicht“, schlussfolgert die Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz in ihrem Brief an Bundespräsident Joachim Gauck.

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Fachkompetenz der Theologischen Hochschule für adventistische Gemeinden

Friedensau bei Magdeburg, 17.12.2012/APD   Der Fachbereich Christliches Sozialwesen der Theologischen Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg will adventistischen Ortsgemeinden seine Fachkompetenz für den Aufbau, die Entwicklung, das Management und die Evaluierung von sozialdiakonischen Aktivitäten zur Verfügung stellen. Laut Dekan Professor Dr. Horst Rolly biete der Fachbereich zwei Bachelor-Studiengänge (Soziale Arbeit sowie Gesundheits- und Pflegewissenschaften in Kooperation mit dem Krankenhaus „Waldfriede“, Berlin) und vier Master-Studiengänge (Psychologische und sozialtherapeutische Beratung, Musiktherapie, Sozial- und Gesundheitsmanagement sowie International Social Sciences) an. Alle Studiengänge seien akkreditiert und staatlich anerkannt. Die hauptberuflichen Professorinnen, Professoren und Dozenten, die Studiengänge leiteten und sich in ihren Spezialgebieten, wie Rechts-, Erziehungs-, Gesundheitswissenschaft und dergleichen, einbrächten, wiesen sich durch eine hohe akademische und beruflich-praktische Fachkompetenz aus.

„Wir haben uns entschlossen, diese Fachkompetenzen den adventistischen Gemeinden direkt zur Verfügung zu stellen, insbesondere im Hinblick darauf, wenn es um den Aufbau, die Entwicklung, das Management und die Evaluierung von sozialdiakonischen Aktivitäten geht“, informierte Rolly. In manchen Gemeinden könnte das Interesse an einem ehrenamtlichen Engagement vorhanden sein, aber an Mut, Wissen oder einer Handlungsanleitung fehlen, dieses Interesse in die Praxis umzusetzen. „Wir sind gerne bereit, dazu beratend zur Seite zu stehen und offene Fragen zu beantworten.“

„Außerdem können wir uns vorstellen, bei besonderen und gebündelten Interessen aus den Gemeinden Seminare in Friedensau abzuhalten, zum Beispiel über private Pflege von Familienangehörigen, über die Gründung und qualifizierte Leitung von Selbsthilfegruppen, über die Bildung eines gemeinnützigen Vereins, über Methoden und Arbeitsansätze des ehrenamtlichen und zivilgesellschaftlichen Engagements“, so Rolly. Es gebe vor Ort viel zu tun. Die Hochschule wolle adventistische Gemeinden (Adventgemeinden) unterstützen, einen qualifizierten Dienst am Nächsten leisten zu können, der traditionell auf christlichen Werten basiere.

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Nach Hurrikan "Sandy" sauberes Trinkwasser für Betroffene auf Haiti

Weiterstadt bei Darmstadt, 16.12.2012/APD   Nach dem Hurrikan „Sandy“, der auf Haiti durch extreme Regenfälle Ernten vernichtete, Wege unpassierbar machte und fast 40.000 Familien durch zerstörte oder beschädigte Häuser betraf, will die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland mit sauberem Trinkwasser helfen. Laut ADRA-Online-Redakteurin Mirjam Greilich habe das Hilfswerk die Trinkwasseranlag, die schon nach dem Erdbeben 2010 eingesetzt worden sei, wieder in Betrieb genommen. „Sauberes Trinkwasser ist ein Grundbedürfnis, ohne das schnell Krankheiten und Seuchen ausbrechen“, betonte Greilich. In den Regionen Anse-A-Veau, Petit-Trou und Petite-Rivère sollten etwa 13.600 Menschen durch ADRA mit sauberem Wasser versorgt werden. Außerdem würden an 2.720 Bedürftige Pakete mit Hygieneartikeln verteilt.

Schon nach dem Erdbeben 2010 habe ADRA Deutschland seine Trinkwasseranlage in die Region um Petit-Goave gesandt, um die Menschen vor Ort mit sauberem Wasser zu versorgen. Täglich seien damals 32.000 Liter Trinkwasser gereinigt und an die Bevölkerung verteilt worden, so Mirjam Greilich. Zusätzlich hätte ADRA drei neue, erhöhte Brunnen, gebaut, sodass sie auch bei Überschwemmungen noch Trinkwasser liefern könnten. Mit Hilfe der Bevölkerung habe das Hilfswerk 72 Toiletten, vier Biogas-WCs, 41 traditionelle Toiletten und 72 Waschräume gebaut. In 40 Schulungen seien die Einwohner über die Vermeidung von Krankheiten aufgrund mangelnder Hygiene informiert worden.
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Neue Leiter für interreligiöse Studienzentren der Adventisten

Silver Spring, Maryland/USA, 14.12.2012/APD   Im Rahmen einer Umstrukturierung der adventistischen Zentren für interreligiöse und -kulturelle Studien ernannte die Leitung der Abteilung „Adventist Mission“ der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten auch neue Direktoren, wie Adventist News Network (ANN) mitteilte.

Zurzeit bestünden weltweit sechs „Global Mission“-Studienzentren, die Leitern und Kirchenmitgliedern einen Zugang zu Menschen nicht-christlicher Religionen und Kulturen vermitteln sollten, sagte Pastor Rick McEdward (Silver Spring, Maryland/USA), Direktor der Studienzentren. Das Ziel dieser Zentren bestünde darin, Modelle und Materialien zu entwickeln, um Adventisten beim Versuch zu begleiten, das Evangelium von Christus in einer ganzheitlichen und kulturell angepassten Weise weiterzugeben. „Adventisten waren in der Regel sehr gut, wenn es darum ging, ihren Glauben anderen Christen zu vermitteln. Was wir aber jetzt brauchen, ist ein warmherziger Zugang zu Menschen, die Christus noch nicht kennen“, betonte McEdward.

Pastor Gerson Santos wurde zum Direktor des neuen „Urban Ministry Study Center“ in New York City ernannt. Er bleibt gleichzeitig Exekutivsekretär der regionalen adventistischen Kirchenleitung der Metropolregion New York. Nach der Entscheidung der adventistischen Weltkirchenleitung, das Evangelium vermehrt in den Großstädten der Welt zu verkünden, sei dieses Studienzentrum zur Unterstützung der Kirchenleitungen bei der Planung von Angeboten an die Großstadtbevölkerungen gegründet worden, so ANN. 2013 sei mit „NY13“ eine erste große Kampagne in New York City geplant.

Das Jüdisch-Adventistische Freundschaftszentrum sei von Jerusalem nach Paris verlegt worden. Neben Israel und den USA lebe in Frankreich die drittgrößte jüdische Population. Das Zentrum werde weiterhin von Pastor Richard Elofer geführt, dem früheren adventistischen Kirchenleiter in Israel.

Das Studienzentrum für Hinduismus sei nach Angaben von McEdward von Hosur/Indien auf die karibische Insel Trinidad verlegt worden, wo eine große indische Diaspora lebe. Koordinator des Zentrums sei Cliffmond Shameerudeen, der selbst aus Indien stamme.

Das „Zentrum für Ostasiatische Religionen und Traditionen“, früher „Buddhistisches Studienzentrum“, werde seit September von Pastor Gregory Whitsett geleitet, einem Missionar mit zehnjähriger Erfahrung in Südostasien. Das Zentrum ist seit der Gründung 1992 in Nakhon Luang/Thailand beheimatet.

Das Studienzentrum für den postmodernen sowie säkularen Menschen sei von Orlando/Florida nach São Paulo/Brasilien verlegt und das Zentrum für adventistisch-muslimische Beziehungen von Zypern auf drei Standpunkte aufgeteilt worden: Berrien Springs, Michigan/USA, Nairobi und London.

Die 1990 in Indianapolis/USA tagende Generalkonferenz-Vollversammlung (Weltsynode) der Adventisten beschloss das Programm „Globale Mission“. Da zwei Drittel der Weltbevölkerung keiner christlichen Konfession angehörten, wolle die Freikirche auch mit diesen Menschen ins Gespräch kommen. Ziel sei es, den Glauben anderer besser zu verstehen und die Dialogpartner zu informieren, wer die Adventisten seien und welche Werte sie vertreten würden. Dazu habe die Freikirche Studienzentren eingerichtet, um sich intensiv mit den verschiedenen Religionen und Weltanschauungen vertraut zu machen.
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Migranten spielen zentrale Rolle bei der Neuevangelisierung

St. Gallen/Schweiz, 13.12.2012/APD   Migranten seien heute nicht nur Empfänger der pastoralen Fürsorge der Kirchen, die sie aufnähmen, sondern spielten eine zentrale Rolle bei der Verkündigung des Evangeliums in der modernen Welt. Das sei eine wesentliche Schlussfolgerung des dreitägigen Treffens der Delegierten aus 25 Ländern für die Migrantenpastoral in Europa Ende November an der „Domus Maria“ in Rom, wie der römisch-katholische Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) mitteilte.

Zugewanderte bildeten eine große Ressource: Wirtschaftlich seien sie unentbehrliche Arbeitskräfte, gleichzeitig trügen sie in einem alternden Europa zur demografischen Verjüngung der Gesellschaft bei. Weil die primäre Mission der Kirche die Evangelisierung sei, müsse sie im Rahmen der Neuevangelisierung eine Pastoral der „communio“ fördern, die alle Verschiedenheiten aufnehme, vereine und somit eine wahre Gemeinschaft schaffe. Migranten böten eine Gelegenheit, um die Katholizität (Universalität) der Kirche zu bestätigen. Dabei gehe es nicht nur darum, unterschiedliche ethnische Gruppen aufzunehmen, sondern diese einander näher zu bringen.

Zur Umsetzung der Pastoral der „communio“ müsse die Kirche ungeachtet territorialer, ethnischer oder zeitlicher Grenzen das Evangelium an die neuen Generationen wirkungsvoll verkünden, was Glaubwürdigkeit voraussetze, die aus einem kohärenten Lebenszeugnis entstehe. Eine wirkungsvolle Weitergabe des Evangeliums gelinge zudem nur durch eine Inkulturation der Verkündigung, was das Eingehen auf die andere Kultur bedeute und eine entsprechende Anpassung voraussetze.

Zum Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) gehören die 33 Bischofskonferenzen der römisch-katholischen Kirche, die es derzeit in Europa gibt. Sie werden von ihren Vorsitzenden, den Erzbischöfen von Luxemburg, des Fürstentums von Monaco, der Maroniten auf Zypern sowie dem Bischof von Chisinau (Republik Moldau) und dem Eparchialbischof von Mukachevo rechtlich vertreten. Vorsitzender des CCEE ist Kardinal Peter Erdö, Erzbischof von Esztergom-Budapest, Primas von Ungarn. Stellvertretende Vorsitzende sind Kardinal Angelo Bagnasco, Erzbischof von Genua, und S.E. Mgr. Józef Michalik, Erzbischof von Przemysl. Generalsekretär des CCEE ist Mgr. Duarte da Cunha. Der Sitz des Sekretariates befindet sich in St. Gallen (Schweiz). Internet: www.ccee.eu

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Trotz neuem Katechismus bleiben Fragen offen

Konfessionskundliches Institut nimmt Stellung zum Katechismus der Neuapostolischen Kirche

Bensheim, 12.12.2012/APD   Zum ersten Mal in der Geschichte der Neuapostolischen Kirche, die in Deutschland etwa 350.000 und weltweit zehn Millionen Mitglieder zähle, sei deren Glaubenslehre in einer systematischen Darstellung erarbeitet und am 4. Dezember im „Katechismus der Neuapostolischen Kirche“ veröffentlicht worden, teilte Pfarrer Dr. Walter Fleischmann-Bisten, Leiter und Freikirchlicher Referent des Konfessionskundlichen Instituts Bensheim, mit. Bisher habe es „Fragen und Antworten über den neuapostolischen Glauben“ (letzte Auflage von 1992) und das „Glaubensbekenntnis der Neuapostolischen Kirche“ (neu 2010) gegeben, wobei letzteres als Vorarbeit zum Katechismus gelte und damit einen hohen Stellenwert besitze.

Wertschätzung gegenüber anderen Kirchen
Insgesamt bestätige der neue Katechismus, der noch vom früheren Stammapostel Richard Fehr initiiert worden sei, die laut Fleischmann-Bisten seit einigen Jahren zu beobachtende, vorsichtige und insgesamt erfreuliche ökumenische Öffnung der Neuapostolischen Kirche (NAK). So heiße es etwa im Geleitwort des Stammapostels Wilhelm Leber vom März 2012: „Das Buch bringt gemeinsame Grundüberzeugungen aller Christen zum Ausdruck. Daneben werden die Besonderheiten des neuapostolischen Glaubens entfaltet.“ Das sei sicher nicht anders zu erwarten und wäre wohl auch die Funktion von Katechismen in anderen christlichen Kirchen. Nicht selbstverständlich sei aber Lebers Hinweis, dass „bei allen Auffassungsunterschieden“ die NAK „anderen Kirchen mit ihren Lehraussagen große Wertschätzung entgegenbringt“. Dieser Katechismus könne und wolle nicht alle Detailfragen des Glaubens im ökumenischen Kontext beantworten. Aber er beabsichtige, „viele Möglichkeiten für den Dialog und für die Auseinandersetzung mit Zeitthemen“ zu eröffnen.

Sonderlehren auch weiterhin
Pfarrer Walter Fleischmann-Bisten gab jedoch zu bedenken, dass aus konfessionskundlicher Sicht die von der NAK offensichtlich gewollten ökumenischen Gespräche durch eine Reihe neuapostolischer Sonderlehren belastet würden. Denn durch den Katechismus „werden eine Art exklusives Heilsverständnis und mit der Heiligen Schrift unvereinbare Lehren jetzt bestätigt“.

Der Leiter des Konfessionskundlichen Instituts nannte den Tod und die Auferstehung Jesu Christi, der den Getauften nach neuapostolischer Auffassung keine Heilsgewissheit bringe, obwohl die Taufe nach dem Neuen Testament (Römer 6) gerade dafür als sakramentale Zeichenhandlung stehe. Nach Artikel 6 des im Katechismus entfalteten „Glaubensbekenntnisses der Neuapostolischen Kirche“ (GNAK) werde der Getaufte zwar „in die Gemeinschaft derer“ aufgenommen, „die an Jesus Christus glauben und ihn als Herrn bekennen“. Aber „die Heilige Taufe mit Wasser“ sei lediglich „der erste Schritt zur Erneuerung des Menschen im Heiligen Geist“. Denn nach Artikel 8 des GNAK müssten „die mit Wasser Getauften durch einen Apostel die Gabe des Heiligen Geistes empfangen“, um „die Gotteskindschaft und die Voraussetzungen zur Erstlingsschaft zu erlangen“.

Da dieses Sakrament der Geistversiegelung wie auch die beiden anderen Sakramente Taufe und Abendmahl nur durch einen vom Stammapostel bevollmächtigten Amtsträger gespendet werden könnte, dürften alle anders getauften Christen nicht die Gotteskindschaft haben. Damit sei auch die seit einiger Zeit von der NAK erklärte gegenseitige Taufanerkennung problematisch, betonte Fleischmann-Bisten.

Zudem werde die durch die Reformation neu betonte Lehre von der Rechtfertigung durch den Glauben und die damit verbundene Heilsgewissheit von einer weiteren neuapostolischen Sonderlehre in Frage gestellt. Denn auch die Versiegelung mit dem Heiligen Geist schenke noch keine Heilsgewissheit. Die Geistestaufe sei nur eine Voraussetzung für die endgültige Teilhabe an Gottes neuer Welt nach Christi Wiederkunft: „Der Glaubende kann, wenn er dem Tag Christi zustrebt, zur Brautgemeinde, zur ,Gemeinschaft der Heiligen‘, gehören. Dem Versiegelten ist die Aufgabe gestellt, in der Nachfolge Christi zu bleiben und sich durch Wort und Sakrament auf die Wiederkunft Jesu Christi vorbereiten zu können“ (Katechismus, Seite 75). Nach Artikel 9 GNAK käme nur eine kleine Gruppe von „Erstlingen aus den Toten und Lebenden“ zur himmlischen Hochzeit. Mit diesen komme Jesus auf die Erde zurück, um sein Friedensreich zu errichten, und erst nach dessen Ende folgten das Endgericht und die Schaffung eines neuen Himmels und einer neuen Erde. Die dafür angeführten biblischen Textstellen böten jedoch keine exegetisch haltbare Grundlage, so der Bensheimer Theologe.

In diesem Zusammenhang sei auch die Sonderlehre kritisch zu sehen, welche die Heilsvermittlung an Verstorbene betone. Alle drei Sakramente der Neuapostolischen Kirche (Taufe, Abendmahl und Geistesversiegelung) würden in regelmäßigen Abständen in Gottesdiensten für Entschlafene gereicht, die zwar an Lebende gespendet würden werden, aber nur Toten zugute kämen.

Schließlich sei laut Fleischmann-Bisten auch die besondere Lehrvollmacht des Stammapostels als ökumenische Hürde zu benennen. Nach dem Katechismus wäre das Apostelamt nicht auf die Urkirche begrenzt, sondern seine Aufgabe bestehe bis zur Wiederkunft Christi. Nur mittels Sakramentenspendung durch die vom Stammapostel Beauftragten werde „das neue Sein vor Gott möglich“ (Seite 70). Neben der Offenbarung Gottes durch Schöpfung, Geschichte und Heilige Schrift vermittele der Heilige Geist „darüber hinaus“ dem Apostolat neue Einsichten über Gottes Wirken und seinen Heilsplan. Diese seien in der Bibel angedeutet, aber noch nicht vollständig enthüllt. „Es obliegt dem Stammapostel aufgrund seiner lehramtlichen Vollmacht, derartige Aufschlüsse aus der Heiligen Schrift zu verkündigen und zur verbindlichen Lehre der Neuapostolischen Kirche zu erklären“ (Seite 48).

„Hartes Ringen um die Auslegung der biblischen Botschaft“
Als Fazit sei festzuhalten, dass die Veröffentlichung des NAK-Katechismus die gegenwärtige Lehre der NAK offen und verständlich darstelle. Sonderlehren, die sich darin zahlreich fänden, würden alle christlichen Konfessionen und Kirchen kennen, die zu einem erheblichen Teil auch deren Selbstverständnis ausmachten. Sie könnten eine ökumenische Bereicherung im gegenseitigen Verstehens- und Lernprozess sein und gemeinsam nach der biblischen Begründung und dem Fundament der christlichen Wahrheit suchen lassen, schlussfolgert der Freikirchliche Referent des Konfessionskundlichen Instituts. Die entscheidenden Fragen seien aber: „Werden Sonderlehren vertreten, die der eigenen Gemeinschaft oder einzelnen ihrer Mitglieder eine ausschließliche Stellung im Heilsgeschehen einräumen, und gibt es Sonderlehren, die keinerlei Wurzeln in der biblischen Botschaft haben?“

So sehr der Wunsch und der Wille der NAK zu einem ökumenischen Dialog durch den neuen Katechismus bestärkt worden sei, so klar müsse die Schwierigkeit eines solchen Prozesses gesehen werden. „Für alle daran Interessierten und Beteiligten wird es ein hartes Ringen um die Auslegung der biblischen Botschaft sein müssen. Dieses Ringen hat sich die seit rund hundert Jahren bestehende ökumenische Bewegung immer wieder zur Aufgabe gemacht, gezeigt und gelebt“, hob Pfarrer Walter Fleischmann-Bisten hervor.

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Erstmals gemeinsame Arbeitstagung der Brüder-Unität mit Methodisten

Herrnhut/Frankfurt am Main, 10.12.2012/APD   „Wir haben uns gegenseitig neu wahrgenommen und wissen nun voneinander mehr“, sagte Rosemarie Wenner, Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland (EmK) zum Abschluss ihres Besuches in Herrnhut. „Die gemeinsame Tradition von Herrnhutern und Methodisten ist ein guter Nährboden für weitere Begegnungen.“
Vom 3. bis 5. Dezember fand in Herrnhut (Oberlausitz) zum ersten Mal eine gemeinsame Arbeitstagung von Mitgliedern der Kirchenleitungen der Evangelischen Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine und der Evangelisch-methodistischen Kirche statt. „Unser Treffen diente vor allem dem Kennenlernen und der verstärkten Wahrnehmung“, informierte Johannes Welschen, Mitglied der Kirchenleitung der Brüder-Unität. „Im Austausch über aktuelle Themen in unseren Kirchen haben wir gemeinsame Herausforderungen und Fragestellungen entdeckt.“

Laut Rosemarie Wenner sei das Wissen über die historischen Beziehungen zwischen Herrnhutern und Methodisten oft vorhanden. „Aber dass uns auch heute vieles verbindet, ist eine wichtige Entdeckung; diese Gemeinsamkeiten müssen wir stärken und entwickeln.“ Als Beispiele nannte sie die konstitutive Rolle von Jesus Christus und die Bedeutung des Singens für den Glauben.

Auch über globale Herausforderungen sei gesprochen worden. „Unsere beiden Kirchen sind missionarische Kirchen und sie sind Weltkirchen“, betonte Johannes Welschen. Rosemarie Wenner ergänzte: „Wir sind uns darin einig, dass wir Deutschland als Missionsland entdecken und sich unsere Gemeinden missionarisch öffnen müssen.“

Die Mitglieder beider Kirchenleitungen hätten die Fortsetzung theologischer Gespräche vereinbart. Eine nächste Begegnung solle auf Einladung der EmK voraussichtlich in der Theologischen Hochschule Reutlingen stattfinden. Auch gegenseitige Einladungen zu Konferenzen und Tagungen sollten verstärkt ausgesprochen und wahrgenommen werden.

Die Verbindungen zwischen der Brüder-Unität und der EmK reichen bis in die Anfänge Herrnhuts zurück. John Wesley, der Gründer der methodistischen Bewegung, lernte die Herrnhuter Brüder 1735 auf dem Weg nach Nordamerika kennen. 1738 besuchte er sie in London und Herrnhut und bekam durch die Herrnhuter Frömmigkeit wichtige Impulse für seinen Glauben.

Zur 14-köpfigen Delegation der EmK unter der Leitung von Bischöfin Rosemarie Wenner gehörten unter anderem die Superintendenten der neun Distrikte. Die Delegation der Brüder-Unität bestand aus den sechs Mitgliedern der Direktion (Kirchenleitung) sowie die beiden Bischöfe Friedrich Waas und Theodor Gill.

Die Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine ist als evangelische Kirche der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) angegliedert und zugleich Gastmitglied in der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF). Die Brüdergemeine vereint Gemeinden und Werke in Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz, Dänemark, Schweden, Estland, Lettland und Albanien. Sie ist eine der weltweit 27 Provinzen der Brüder-Unität (Unitas Fratrum, Moravian Church).

Die Evangelisch-methodistische Kirche ging als evangelische Freikirche aus einer Erweckungsbewegung unter den führenden Persönlichkeiten John und Charles Wesley in England im 18. Jahrhundert hervor. Durch Rückwanderer aus England und den USA fasste die EmK auch in Deutschland Fuß. Zur ihr zählen in Deutschland etwa 55.000 Mitglieder und Angehörige in über 500 Gemeinden. Rosemarie Wenner, Frankfurt am Main, ist die für Deutschland zuständige Bischöfin. Zurzeit ist sie auch Vorsitzende des internationalen Bischofsrates der United Methodist Church.

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Evangelischer Pfarrer verweigert Kriegsdienst in der Türkei

Speyer/Deutschland, 09.12.2012/APD   „Ich will nicht Teil einer Armee sein. Menschen, nach Gottes Ebenbild geschaffen, sind wichtiger als politische Grenzen oder ethnisch einheitlich besiedelte Gebiete. Sie sollten in Frieden zusammen leben.“ Auf diese Überzeugung gründet Kerem Koç, Pfarrer der kleinen evangelischen Gemeinde in Antalya (Türkei), seine Weigerung, der Einberufung zum Militärdienst nachzukommen. Koç sei ausdrücklich bereit, einen zivilen Dienst zu leisten, den er mit seinem Gewissen als Christ vereinbaren könne, betonte Pfarrer Friedhelm Schneider, Leiter der Speyerer Arbeitsstelle Frieden und Umwelt und Vorsitzender des Europäischen Büros für Kriegsdienstverweigerung.

Seit er den türkischen Militärbehörden seine Kriegsdienstverweigerung mitgeteilt habe, sei Kerem Koç zur Zielscheibe nationalistischer Kreise geworden. Er und seine Familie sähen sich Gewaltandrohungen und Beschimpfungen als Verräter ausgesetzt. Zudem müsse Koç jederzeit damit rechnen, angeklagt und inhaftiert zu werden, denn die Türkei sei der einzige Europarats-Mitgliedsstaat, in dem es weder ein Recht auf Kriegsdienstverweigerung noch einen Zivildienst gebe. Wiederholt habe der Europäische Menschenrechtsgerichtshof die Türkei wegen der Mehrfachbestrafung und Misshandlung von Kriegsdienstgegnern verurteilt und die Regierung aufgefordert, dem Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen Geltung zu verschaffen. Doch die Türkei weigere sich beharrlich, das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen anzuerkennen und einen Zivildienst als Militärdienstalternative zuzulassen.

Für Pfarrer Friedhelm Schneider zeige das Beispiel von Kerem Koç einmal mehr, wie dringlich in Menschenrechtsfragen die politische Einflussnahme auf die türkische Regierung bleibe. „Es ist absolut inakzeptabel“, urteilte Schneider, „dass ein Beitrittskandidat der Europäischen Union, die gerade Friedensnobelpreisträger wurde, das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung dauerhaft missachtet“.

Die Information über Kerem Koç’s bedrohliche Lage werde inzwischen europaweit unter kirchlichen und politischen Organisationen verbreitet. In der Pfalz habe Pfarrer Schneider darum gebeten, Kerem Koç und dessen Familie in die gottesdienstlichen Fürbitten einzubeziehen. Neben den Rückmeldungen verschiedener Kollegen und Friedensgruppen hätte er auch eine Nachricht von Pfarrer Koç aus Antalya erhalten: „Wir fühlen uns wirklich allein. Aber es ist wunderbar zu wissen, dass Menschen in Europa für uns beten. Wir haben einen großen Gott, und wenn er nicht mit uns wäre, könnten wir diese belastende Zeit nicht aushalten.“
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"Gemeinden werden polarisiert, Konflikte geschürt"

Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland nimmt Stellung zur Verkündigungsart von Walter Veith

Altena/Westfalen, 07.12.2012/APD   Der in Altena/Westfalen tagende Ausschuss der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland hat sich am 4. Dezember 2012 „vom öffentlichen Auftreten“ des südafrikanischen Adventisten Dr. Walter Veith in Deutschland distanziert. Er untersagte ihm, „im Namen der Freikirche in Deutschland zu sprechen“. Es sei ihm auch nicht mehr gestattet, Vorträge in Versammlungsräumen der Freikirche zu halten. Der Beschluss wurde mit 45 Ja-, vier Nein-Stimmen und einer Enthaltung gefasst.

Begründet wurde der Beschluss, wie folgt: „Seit W. Veith in Deutschland auftritt, hat er wiederholt umstrittene Thesen und Äußerungen in Gemeinden sowie bei öffentlichen Vorträgen verbreitet, welche die Gemeinden polarisieren und Konflikte schüren. Auch in der Außenwirkung hinterlässt W. Veith durch seine Vorträge vielfach kontroverse Meinungsbilder, die immer wieder zu extremen Positionen geführt haben. Dadurch sind Spannungen und Unfrieden in Gemeinden, Familien und gemeindlichem Umfeld entstanden.“

Erneute Stellungnahme der Freikirche zu jeder Form des Antisemitismus
Am 20. Oktober 2012 hielt Walter Veith in Nürnberg den Vortrag „König des Nordens, Teil 2“, der auch im Internet übertragen wurde. Darin vertrat er unter anderem die These, dass Freimaurer und Jesuiten die NS-Zeit genutzt hätten, um die Juden endlich nach Palästina zu bringen, damit die Christenheit von den eigentlichen biblischen Aussagen abgelenkt und in die Irre geleitet werde. Wegen dieser und weiterer Behauptungen gaben am 7. November 2012 die Vorstände der Kirchenleitungen der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland (Nord- und Süddeutscher Verband), in Österreich und der deutschsprachigen Schweiz erneut eine Stellungnahme zu jeder Form des Antisemitismus heraus, die in der Dezemberausgabe der Gemeindezeitschrift „Adventisten heute“ abgedruckt wurde. Darin heißt es, „dass wir als Siebenten-Tags-Adventisten jeden Antisemitismus entschieden ablehnen und antisemitische Äußerungen in unseren Gemeinden nicht dulden“. Damit bestätigten die Freikirchenleiter eine bereits im Mai 2005 abgegebene Erklärung zum 60. Jahrestag der Beendigung des Zweiten Weltkriegs.

Aufgrund der Stellungnahme vom 7. November versicherte Walter Veith, „dass ich beim besten Willen kein Antisemit bin. Jede Form von Rassismus ist mir ein Gräuel, und als jemand, der in Südafrika aufgewachsen ist, habe ich die Problematik aus erster Hand miterlebt und mich mein Leben lang leidenschaftlich gegen rassistische Ungerechtigkeit eingesetzt. Wie die Juden zudem in Deutschland und übrigens auch von vielen anderen Nationen behandelt wurden, kann man nur als teuflisch beschreiben. Da einige meine Ausführungen ganz offensichtlich als abwertend gegenüber den Juden missgedeutet haben, möchte ich betonen, dass dies nicht meine Absicht war, und ich bitte aufrichtig um Entschuldigung, wenn es so angekommen ist.“

Die Freikirchenleitung in Deutschland begrüßte in einer Entgegnung die Klarstellung, wies aber darauf hin, „dass wir nicht behauptet haben, Walter Veith sei ein Antisemit oder Rassist. In unserer Stellungnahme wird zum Ausdruck gebracht, dass Aussagen von ihm in seinem Vortrag ‚Der König des Nordens, Teil 2‘ als antisemitisch und diskriminierend verstanden werden können. Das deckt sich mit diesbezüglichen Zuschriften, die wir erhielten.“

Gleichzeitig wies die Freikirchenleitung die These von Veith zurück, dass Freimaurer und Jesuiten die NS-Zeit genutzt hätten, um die Juden zur Täuschung der Christenheit nach Palästina zu bringen. Was hier behauptet werde, „ist nicht belegbar und daher als Verschwörungstheorie einzuordnen, und gleichzeitig eine Missachtung der jüdischen NS-Opfer. Wir sehen als Freikirche in derartigen waghalsigen Konstruktionen und Spekulationen nicht unseren Verkündigungsauftrag.“ Das führe, wie es sich jetzt gezeigt habe, nur zu unnötigen Missverständnissen und reihe Walter Veith, ohne dass er es beabsichtige, in die Argumentationsweise bekennender Antisemiten und Rechtsradikaler ein.

Freikirchenausschuss teilt Bedenken der Freikirchenleitung
Der Ausschuss der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland teilte in seinem Beschluss vom 4. Dezember die Bedenken der Freikirchenleitung: „Zum wiederholten Male wurden von W. Veith Verschwörungstheorien verkündigt, obwohl er nach eigener Aussage das Thema ‚Freimaurerei‘ nicht mehr aufgreifen und einen Schlussstrich darunter ziehen wollte.“ Mit seinen Äußerungen über die Juden, die innerhalb einer adventistischen Gemeinde (Adventgemeinde) und nicht im privaten Bereich stattgefunden hätten, sei W. Veith in Grenzbereiche vorgestoßen, die strafrechtlich relevante Ermittlungen nach sich ziehen könnten. In diesem Zusammenhang verkündige W. Veith zum wiederholten Male Verschwörungstheorien, die in hohem Maße spekulativ seien, einer sachlichen Prüfung nicht standhielten und höchst umstritten wären. „Die Art und Weise, wie W. Veith über Religionen, Volksgruppen und andere Bekenntnisse spricht, stellt sich als unethisch und polemisch dar“, so der Freikirchenausschuss.

Obwohl in den Vorträgen von Walter Veith durchaus Aussagen enthalten seien, denen zugestimmt werden könne, vermisse der Ausschuss „das befreiende Evangelium durch Jesus Christus“ und erlebe „häufig eine beklemmende und angstmachende Weltsicht, die seine Verkündigung prägt. Dies stellt nach unserer Auffassung geistlichen Missbrauch dar und steht im Gegensatz zu dem Verkündigungsauftrag, wie wir ihn als Freikirche verstehen.“ Der Beschluss vom 4. Dezember soll in der Ausgabe Januar 2013 der Gemeindezeitschrift „Adventisten heute“ veröffentlicht werden.

Schon 2004 kam es zum Konflikt
Walter Veith, 1949 geboren, promovierte 1979 an der Universität Kapstadt in Zoologie. An südafrikanischen Universitäten hielt er eine Zeitlang als Professor Vorlesungen in Zoologie und Physiologie. 1987 schloss er sich in Südafrika der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten an. Veith, der auch deutsch spricht, entwickelte Vortragsreihen über Kreationismus (Schöpfungsglaube), Ernährung und biblische Endzeitprophetie, die er auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz hält. Dabei arbeitet er eng mit dem privaten, von der Freikirche unabhängigen Verein „Amazing Discoveries“ zusammen, der Mitschnitte seiner Vorträge zum Kauf anbietet.

Bereits 2004 kam es zum Konflikt zwischen der deutschen Freikirchenleitung und Walter Veith. Damals hielt er den öffentlichen Vortrag „Krieg der Bibeln“. Darin behauptete er, dass auch in Deutschland die meisten Bibelübersetzungen verfälscht und daher nicht mehr vertrauenswürdig seien. In Gutachten widersprachen das Biblische Forschungsinstitut (Biblical Research Institute) der adventistischen Generalkonferenz (Weltkirchenleitung), die Theologische Hochschule Friedensau bei Magdeburg und das Theologische Seminar Schloss Bogenhofen in Österreich den Thesen von Veith, der jedoch bei seiner Auffassung blieb. Daraufhin beschloss der Ausschuss der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland in seiner Sitzung vom 25. und 26. April 2004, keine Vorträge von Veith mehr in Versammlungsräumen der Freikirche zu gestatten.

Nachdem Walter Veith aber versicherte, den Vortrag „Krieg der Bibeln“ nicht mehr zu halten und in Vorträgen auch das Thema „Freimaurerei“ nicht weiter zu behandeln, setzte der Freikirchenausschuss am 7. Dezember 2010 seinen Beschluss von 2004 aus. Während einer „Testphase“ von zwei Jahren sollte Veith wieder Vorträge in adventistischen Gemeinderäumlichkeiten halten können. Der erneute Beschluss vom 4. Dezember 2012 beendet diese Möglichkeit.
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Über 35.000 Weihnachtspakete für Kinder in Osteuropa

Weiterstadt bei Darmstadt, 06.12.2012/APD   Bis zum 25. November konnten Kinder mit ihren Eltern, Kindergärten, Schulen, Pfadfindergruppen und Kirchengemeinden überall in Deutschland Weihnachtspakete für bedürftige Kinder in Osteuropa packen. Nun gehen im Rahmen der Aktion „Kinder helfen Kindern“ der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland über 35.000 Pakete per LKW auf die Reise in die Zielländer Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Litauen, Mazedonien, Serbien, die Republik Moldau, Weißrussland und Georgien.

Um die Transportkosten zu decken, lassen sich die Aktionsgruppen immer wieder etwas einfallen. Sie organisieren beispielsweise Flohmärkte oder eröffnen Kuchenbasars. In diesem Jahr geht ein besonderer Dank von ADRA an das Aktionsteam der „Friendly Service“ eG. Schülerinnen und Schüler des Einpack-Teams hatten am 23. November 2012 jeweils bis zu fünf Stunden die Waren der Kunden im „Marktkauf“ in Unterföhring bei München eingepackt. Das Trinkgeld in Höhe von über 800 Euro kam der „Aktion Kinder helfen Kindern“ zugute.

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Bremer Senat ehrt Pazifisten und "Zivi-Pastor" Ulrich Finckh

Bremen, 06.12.2012/APD   Der evangelische Theologe und Pazifist Ulrich Finckh ist am 28. November im Bremer Rathaus mit einem Senatsempfang geehrt worden. Der 85-Jährige ist Mitbegründer des Sozialen Friedensdienstes in Bremen und hat sich bundesweit durch seinen Einsatz für Zivildienstleistende als „Zivi-Pastor“ einen Namen gemacht. Finckh war über Jahrzehnte Vorsitzender der Zentralstelle für Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen und Mitglied im Bundesbeirat für den Zivildienst.

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Freikirchenvertreter informieren sich über Vernetzung in der Kirchenlandschaft

Karlsruhe, 05.12.2012/APD   Wie die Freikirchen in der weltweiten Kirchenlandschaft vernetzt sind, war ein Schwerpunktthema der Mitgliederversammlung der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) am 27. und 28. November in Karlsruhe.

Der ehemalige Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Professor Dr. Konrad Raiser, informierte in seinem Referat über das „Global Christian Forum“, eine 1998 unter Beteiligung des ÖRK entstandene Initiative. Das Grundprinzip des Forums: Vertreter unterschiedlicher Konfessionen diskutierten bei ihren Treffen nicht über theologische Unterschiede, sondern würden sich über ihre persönlichen Glaubenserfahrungen austauschen. Diese Vorgehensweise ermögliche, so Raiser, in einem Raum des Vertrauens und des gegenseitigen Verständnisses Vorurteile zu überwinden. Die Folge sei, dass den am Prozess Beteiligten deutlich werde, welche Kernpunkte des Glaubens sie über Kirchengrenzen hinweg gemeinsam hätten. Keine andere Initiative repräsentiere die internationale Kirchenlandschaft so umfassend wie das „Global Christian Forum“. Das gelte für den konfessionellen Hintergrund und auch für die Herkunft der Kirchenvertreter. So beteiligten sich an den Treffen neben den etablierten Kirchen auch die christlichen Gruppierungen, die beispielsweise im ÖRK nicht vertreten seien.

Pastorin Silke Tosch berichtete den Delegierten in Karlsruhe über ihre Arbeit als freikirchliche Vertreterin im Zentralausschuss der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK). Als „Schnittstelle der Kirchen zu den europäischen Einrichtungen bis hin zum Gerichtshof für Menschenrechte“ bezeichnete Tosch eine Unterorganisation der KEK, die „Kommission Kirche und Gesellschaft“. Diese befinde sich auf der offiziellen Lobbyistenliste der Europäischen Union (EU). Die KEK, zu der 126 Mitgliedskirchen und 43 assoziierte Verbände gehörten, befinde sich zurzeit in einem grundlegenden Umstrukturierungsprozess. Noch sei nach Angaben von Tosch unklar, ob die VEF nach der Vollversammlung der KEK 2013 in Budapest weiterhin assoziiertes Mitglied der Konferenz bleiben könne. Tosch setze sich hierfür ein, damit über die VEF auch kleinere freikirchliche Bünde aus Deutschland eine Stimme in der KEK und damit bei der EU hätten.

Auf der Tagesordnung der VEF-Mitgliederversammlung stand auch ein fachlicher Austausch mit dem Juristen Rüdiger Denkers, der als Beauftragter des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) für Datenschutzfragen in dem Kirchenbund zuständig ist. Bei diesem Thema wollen die VEF-Kirchen künftig verstärkt zusammenarbeiten.

Ebenso berieten die Delegierten darüber, wie sich die Freikirchen gemeinsam am Reformationsjubiläum 2017 beteiligen könnten. Im Gespräch seien unter anderem ein wissenschaftliches Symposium und verschiedene Veröffentlichungen über die Rolle der heutigen Freikirchen in der Reformation.

VEF-Präsident Ansgar Hörsting, Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden (BFeG), berichtete den Delegierten über aktuelle Anliegen der Vereinigung. So setze sich der Vorstand dafür ein, dass der freikirchliche Sitz im Rundfunkrat des Südwestrundfunks (SWR) entgegen aktueller Pläne des baden-württembergischen Landeskabinetts erhalten bleibe. Er betonte, die Freikirchen zeichneten sich durch ihr eigenes Profil und ein starkes gesellschaftliches Engagement aus. Deshalb müssten sie auch weiterhin in dem Gremium vertreten sein, das sich ja aus allen gesellschaftlich relevanten Gruppen zusammensetze.

Peter Jörgensen, der Beauftragte der VEF am Sitz der Bundesregierung in Berlin, informierte über sein Engagement für Asylsuchende in Deutschland. Gemeinsam mit Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) setze er sich für Asylbewerber ein, denen eine Abschiebung in ihre Heimatländer drohe, obwohl sie dort wegen ihres Glaubens verfolgt würden.

Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) wurde 1926 gegründet. Derzeit gehören ihr zehn Kirchen und Gemeindebünde als Mitglieder und vier als Gastmitglieder an. Die VEF sieht ihr Ziel darin, gemeinsame Aufgaben zu fördern, zwischenkirchliche Beziehungen zu vertiefen und gemeinsam freikirchliche Belange nach außen zu vertreten. Sie vertritt etwa 260.000 evangelische Christen in Deutschland. Weitere Informationen: www.vef.de.

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Wechsel in der gesamtdeutschen Leitung der Adventisten

Bei Frauenordination nicht voreilig handeln

Altena/Westfalen, 04.12.2012/APD   Pastor Johannes Naether (52), Präsident des Norddeutschen Verbandes der Siebenten-Tags-Adventisten in Hannover, ist für die nächsten fünf Jahre der neue Vorsitzende der Freikirche in Deutschland. Er löst turnusmäßig Pastor Günther Machel (63), Präsident des Süddeutschen Verbandes in Ostfildern bei Stuttgart, ab, der nun Naethers Stellvertreter ist.

Johannes Naether wurde im April 2012 als Präsident der Adventisten in Nord- und Ostdeutschland gewählt. Der gebürtige Kölner studierte zunächst Geschichte und Englisch und bereitete sich danach am damaligen adventistischen Theologischen Seminar Marienhöhe, Darmstadt, auf sein geistliches Amt vor. Als Pastor wirkte er 14 Jahre in Hannover, Gifhorn und Braunschweig. Seit 2001 war er Vorsteher der Siebenten-Tags-Adventisten in Niedersachsen und Bremen. Er ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.

„Es ist kein Geheimnis – ich bin für die Ordination von Frauen als Pastorinnen“
Vor dem in Altena/Westfalen tagenden und aus 52 stimmberechtigten Mitgliedern bestehenden Ausschuss der deutschen Adventisten, informierte Pastor Bruno R. Vertallier, Präsident der Intereuropäischen Division (EUD), der Freikirchenleitung in Mittel- und Südeuropa mit Sitz in Bern/Schweiz, über die Jahrestagung des Exekutivausschusses der adventistischen Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) im Oktober. Das oberste Gremium der weltweiten Freikirche zwischen den alle fünf Jahre stattfindenden Weltsynoden habe mit 265 zu 25 Stimmen eine Stellungnahme beschlossen, welche die Vorgehensweise und das Verfahren in der Weltkirche klarstelle, wenn Meinungsverschiedenheiten und abweichende Beschlussfassungen vorlägen.

Anlass dazu seien, so Vertallier, Beschlüsse von drei überregionalen adventistischen Kirchenleitungen zur geschlechtsunabhängigen Ordination gewesen. Die Delegierten der „Columbia Union Conference“ im Osten und die „Pacific Union Conference“ im Westen der USA sowie der „Norddeutsche Verband“ hätten 2012 beschlossen, auch Frauen als Pastorinnen zu ordinieren. Die Weltkirche könne aber nicht Praktiken legitimieren, die eindeutig im Widerspruch zu den Beschlüssen der Weltsynoden von 1990 und 1995 stünden, heiße es in der beschlossenen Erklärung. Deshalb anerkenne die Weltkirche die Beschlüsse von regionalen (Vereinigungen) und überregionalen (Verbände/Unionen) Kirchenleitungen nicht, welche die Ordination zum Pastorendienst unabhängig vom Geschlecht zuließen. Sanktionen gegen die Abweichler seien in der Stellungnahme aber weder ausgesprochen noch vorgeschlagen worden, betonte Pastor Vertallier.

Er wies auf den Verwaltungsausschuss der Weltkirchenleitung hin, der 2012 eine Studienkommission eingesetzt habe, die sich bis Oktober 2014 mit der Theologie der Ordination befassen solle. Die sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen sollten die adventistische Gemeindepraxis unter besonderer Berücksichtigung einer bisher noch nicht in der Freikirche möglichen Ordination von Pastorinnen einbeziehen. Die Ergebnisse würden im Oktober 2014 dem Exekutivausschuss der Weltkirchenleitung vorgestellt, der dazu Empfehlungen verabschiede, welche der adventistischen Weltsynode 2015 in San Antonio, Texas/USA, zur Abstimmung vorgelegt werden sollten.

Der Präsident der Adventisten in Mittel- und Südeuropa betonte: „Es ist kein Geheimnis, dass ich für die Ordination von Frauen als Pastorinnen bin.“ Doch sollte nicht voreilig gegen die Richtlinien der Weltkirche gehandelt werden. Pastor Vertallier empfahl, in der Studienkommission mitzuarbeiten und das Ergebnis der Weltsynode 2015 abzuwarten.

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Weihnachtsmarke 2012 mit winterlicher Kapelle

Köln, 04.12.2012/APD   Seit November gibt es das Sonderpostwertzeichen „Weihnachten 2012“. Es zeigt eine kleine Kapelle in Elmau/Oberbayern, welche im 18. Jahrhundert erbaut worden ist. Die sich in Finsternis hüllende schneebedeckte Landschaft in der Abenddämmerung wird durch einen hell strahlenden Christbaum erleuchtet. Dieser Kontrast soll auf den Beginn des Johannesevangeliums hinweisen: „Und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst“ (Johannes 1,5). Damit wird auf Jesus Christus verwiesen, den die Christen als „Licht der Welt““(Johannes 8,12) bekennen. An Weihnachten feiern Christen und viele Andersgläubige das Geburtsfest Jesu. Sie freuen sich, dass Gott Mensch geworden ist und die Welt in seinem Licht erleuchten lässt.

Die Sonderbriefmarke gibt es mit dem Wert von 55 Cent und einem Zuschlag von 25 Cent. Aus den Zuschlagserlösen werden alle Bereiche gefördert, in denen die Wohlfahrtsverbände tätig sind. Schwerpunkte sind die Jugend-, Alten- und Behindertenhilfe, die Gesundheits- und Familienhilfe sowie soziale Maßnahmen für Arbeitslose, Flüchtlinge und Suchtkranke. Die Sonderbriefmarke ist bei allen Postfilialen, Vertriebsstellen der Freien Wohlfahrtspflege und beim Advent-Wohlfahrtswerk e.V., Hildesheimer Straße 426, 30519 Hannover, Telefon (0511) 971 77-300, Telefax (0511) 971 77-399, E-Mail: mail@aww.info, erhältlich.

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Vorsorge rettet Leben

Weiterstadt bei Darmstadt, 03.12.2012/APD   Allein im vergangenen Jahrzehnt hätten sich weltweit über 4.100 Katastrophen mit mehr als einer Million Todesopfern ereignet, teilte Mirjam Greilich, Online-Redakteurin der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland, mit. „Aufhalten können wir Naturkatastrophen nicht. Doch die Katastrophenvorsorge ist besonders für diejenigen wichtig, die nahezu regelmäßig mit Überschwemmungen, Erdbeben, Dürren oder Bränden rechnen müssen.“

ADRA Deutschland habe deshalb schon 2011 mit einem Projekt zur Katastrophenvorsorge in Nepal begonnen. Die Menschen im Distrikt Dang lebten direkt am Flussdelta. Jahr für Jahr würden sie Opfer von Überschwemmungen, denen ihre einfachen Lehmhütten nicht standhielten. Fortziehen könnten sie nicht, denn ihre Existenz und damit ihr Überleben hänge vom Fischfang ab. Auch die Bewohner von Salyan und Rukum würden nahezu jährlich Opfer von Naturkatastrophen wie Erdrutschen oder Feuerausbrüchen. Immer wieder müssten sie von vorn anfangen, da ihnen die Katastrophen alles nähmen. Doch darauf vorbereiten könnten sie sich nicht. Es fehle ihnen am nötigen Geld und Wissen.

„Zusammen mit dem Roten Kreuz gibt ADRA den Menschen in Dang, Salyan und Rukum Mittel und Wege an die Hand, die Naturkatastrophen mit möglichst einfachen Maßnahmen zu überstehen“, berichtete Greilich. Die erste Aufgabe von ADRA sei es gewesen, das Bewusstsein der Menschen für Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge durch Schulungen und Straßentheater zu sensibilisieren. „Infografiken geben inzwischen Auskunft, wie man sich in einem Katastrophenfall verhält.“ Zusätzlich wären spezielle Gruppen in den Dörfern ausgebildet worden, die im Fall einer Katastrophe gezielt Maßnahmen zur Sicherung der Bevölkerung einleiten und Erste Hilfe leisten könnten. Notfall- und Evakuierungspläne würden den Menschen helfen, bei einer Katastrophe schnell zu handeln. „ADRA war es vor allem wichtig, einfache und möglichst preiswerte Maßnahmen einzuleiten, die nach einer Schulung von der Dorfbevölkerung selbst durchgeführt werden können. So bauten sich beispielsweise die Bewohner mit einfachsten am Ort vorhandenen Mitteln voll funktionstüchtige Schwimmwesten, die vor allem auch Kleinkindern bei einer plötzlichen Überschwemmung Sicherheit bieten, sowie Flöße, welche die Familien wieder sicher an Land bringen können.“

Durch das Projekt in Nepal könne ADRA die Lebensumstände von über 13.500 Menschen langfristig verbessern. „Pläne mit Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge haben wir auch für andere Länder, um Menschen dabei zu unterstützen, sich selbst helfen zu können“, so Mirjam Greilich.

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Angus T. Jones entschuldigt sich für Kritik an TV-Serie "Two and a Half Men"

Basel/Schweiz, 02.12.2012/APD   Der Schauspieler Angus T. Jones (19) sorgte weltweit für Schlagzeilen, weil er sich von der Fernsehserie „Two and a Half Men“ distanzierte, in der er seit 2003 als Kinderstar mitspielte und die ihn zum Millionär gemacht haben soll. Wie der Online-Dienst der Gemeindezeitschrift „adventisten heute“ mitteilte, warnte er in einem Video-Interview des TV-Missionswerks „Forerunner Chronicles“ (Seale/US-Bundestaat Alabama) davor, sich die Serie anzuschauen: „Bitte hört auf, eure Köpfe mit Dreck zu füllen!“ Als nun gottesfürchtiger Mensch könne er die Sendung nicht mehr mit seinem Glauben vereinbaren. Gleichzeitig rief er dazu auf, sich der schädlichen Auswirkungen des Fernsehens bewusst zu werden.

Bereits am nächsten Tag habe Jones die Äußerungen zurückgenommen und sich entschuldigt, so „adventisten heute“. In der Serie mitzuspielen, sei bisher die „wichtigste Erfahrung“ in seinem Leben. Seine Schauspielkollegen seien „wundervolle Menschen“, die ein Teil seiner Familie geworden seien. Er habe sich nicht respektlos über die Show äußern wollen. Von den Mitarbeitern der Serie habe er viel gelernt, und er werde „nie vergessen, welchen guten Einfluss sie auf mein Leben haben“. Hintergründe für seinen Meinungswandel seien nicht bekannt. Die Serie hat in den USA rund 14,5 Millionen Zuschauer pro Folge. In Deutschland und der Schweiz ist sie auf dem Privatsender „ProSieben“ zu sehen.

Agnus T. Jones ist Adventist
Durch die Medienpräsenz wurde bekannt, dass Jones nach einer Gotteserfahrung Christ geworden sei und sich durch die Gläubigentaufe im Juni 2012 in der Gegend des San Fernando Valleys einer Ortsgemeinde der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten angeschlossen habe. Wie Jones im Internet-Videomagazin „Forerunner Chronicles“ sagte, hätte er zum christlichen Glauben zurückgefunden. Er sei zwar christlich erzogen worden, doch als Jugendlicher habe er sich in erster Linie um sich selbst gekümmert. Bei einem Gespräch Ende 2011 mit einem Freund über Zukunftspläne hätte er aber plötzlich Gott gespürt und sein Leben verändert. Er lese nun die Bibel und wolle sich dafür einsetzen, dass auch andere Menschen Christen werden.

Offizielle Stellungnahme der adventistischen Kirchenleitung
Die adventistische Kirchenleitung in Nordamerika (NAD) sei nach der Veröffentlichung des Videos mit vielen Anfragen konfrontiert worden, wie deren Kommunikationsabteilung in einer offiziellen Stellungnahme mitteilte. Sie heißt darin den Schauspieler Angus T. Jones in der Freikirche willkommen: „Wir freuen uns, dass Angus sich der Familie der Siebenten-Tags-Adventisten angeschlossen und einen Ort gefunden hat, wo er Gott loben und geistlich wachsen kann.“

Die Kirchenleitung der nordamerikanischen Adventisten stellte zu den Aussagen von Jones in der Videoproduktion von „Forerunner Chronicles“ fest, dass diese Äußerungen Ausdruck seiner persönlichen Meinung zur Fernsehserie seien und Teil des Wandels, den er im Laufe seiner „religiösen Reise“ erlebt habe.

Verschwörungstheorien von Christopher Hudson auf „Forerunner Chronicles“
Laut der Nachrichtenwebsite „The Daily Beast“ habe Christopher Hudson, Gründer des privaten TV-Missionswerks „Forerunner Chronicles“, schon 2009 große mediale Aufmerksamkeit erreicht, nachdem er auf YouTube einen Dokumentarfilm mit dem Titel „The Jay-Z Deception“ [Die Jay-Z Verführung] publizierte, in dem er den Rapper [Jay-Z] beschuldigt hätte, ein den Teufel anbetender Freimaurer zu sein. Präsident Obamas Gesundheitsreform habe er als „Kopie“ von Hitlers Gesundheitspolitik bezeichnet. In einem kürzlich publizierten Panikmache-Video, sei Hudsons Behauptung zu finden, dass der Gasmangel in New York City in der Folge des Hurrikans „Sandy“, der Vorbote einer Lebensmittelknappheit und des Kannibalismus sei. Er habe auf ein „ähnliches“ Ereignis in der Bibel hingewiesen, als die Stadt Jerusalem von der römischen Armee 70 n. Chr. eingenommen worden sei und Mütter während der Belagerung ihre Kinder gegessen hätten. Laut „Die Welt“ behaupte Hudson zudem auf seiner Website, dass Osama Bin Laden nicht 2011 getötet worden, sondern bereits 2007 heimlich umgekommen sei.

Die adventistische Kirchenleitung in Nordamerika hat sich in ihrer offiziellen Stellungnahme von Christopher Hudson und seiner privater Organisation „Forerunner Chronicles“ distanziert sowie betont, dass außer der Kirchenmitgliedschaft von Hudson bei den Adventisten keine weiteren Verbindungen zwischen ihm und der Kirche bestünden. Die Kirchenleitung sehe sich außerstande Auskunft zur Organisation „Forerunner Chronicles“ zu geben, die das Video mit den kritischen Äußerungen von Angus T. Jones publiziert habe, zumal es sich nicht um eine Organisation der Freikirche handle und der Moderator auch kein adventistischer Pastor sei.

Die offizielle Stellungnahme der nordamerikanischen Adventisten „Angus T. Jones und die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten“ ist im Internet in englischer Sprache zu finden unter: http://us2.campaign-archive2.com/?u=84ac041b8b705798057dab6f2&id=40821ae83a
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Institut für Baptismusstudien in Elstal bei Berlin eröffnet

Wustermark-Elstal, 02.12.2012/APD   Mit einem Festakt wurde das Institut für Baptismusstudien des Theologischen Seminars Elstal (FH), der theologischen Ausbildungsstätte des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Elstal bei Berlin, eröffnet. Die Generalsekretärin des BEFG, Pastorin Regina Claas, betonte in ihrem Grußwort, das neue Institut werde dazu beitragen, das „baptistische Profil zu schärfen“. Baptistische Tradition werde häufig von Familie zu Familie weitergegeben, doch es fehle bisher eine systematische, wissenschaftliche Erforschung und eine „kollektive Gedenkkultur“, wie Claas betonte. In diesem Sinne sei es „höchste Zeit“ für das neue Institut, so die Generalsekretärin, denn sie nehme ein gesteigertes Interesse in den Gemeinden des BEFG an den baptistischen Wurzeln und der baptistischen Identität wahr.

Ähnlich wie Claas betonte der Präsident der Europäischen Baptistischen Föderation, Pastor Hans Guderian, es gehe bei Baptismusforschung nicht ausschließlich um einen Blick in die Vergangenheit, sondern auch um „gegenwartsbezogene theologische Bezüge“. So sei eine systematische Erforschung des soziologischen und ökumenischen Kontextes, in dem baptistische Theologie in verschiedenen Ländern entstanden sei, eine wichtige Hilfe für baptistisches Leben und die Zusammenarbeit der Baptisten aus unterschiedlichen Ländern heute. Guderian hoffe, dass das Institut bei der Erforschung dieser Themen partnerschaftlich mit dem europäischen Studien- und Forschungszentrum zusammenarbeiten werde, das nach der Verlegung des Internationalen Baptistischen Theologischen Seminars aus Prag 2014 in Amsterdam entstehen solle.

Professor Dr. Dr. Martin Rothkegel, der das Institut zusammen mit seinem Kollegen Professor Dr. Uwe Swarat leitet, bezeichnete in seiner Ansprache die „Geschichte und Theologie des Baptismus“, „Baptistische Theologie im ökumenischen Kontext“ und den „religiösen Nonkonformismus der Frühen Neuzeit“ als Forschungsschwerpunkte der neuen Einrichtung. Das Institut ist mit ähnlichen Forschungsinstituten in Kanada und Frankreich durch Kooperationsverträge verbunden.
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2.525 ADRA-Geschenkpakete nach Moldau unterwegs

Zürich/Schweiz, 01.12.2012/APD   Die Weihnachtsaktion 2012 „Kinder helfen Kindern“ der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz sei ein voller Erfolg, teilte das Hilfswerk mit. 2.525 Geschenkpakete wären per Eisenbahnwagen nach Chisinau, der Hauptstadt der Republik Moldau, unterwegs. Die ehemalige Sowjetrepublik gilt als „Armenhaus Europas“.

Seit September hätten viele Kinder und Erwachsene in der Schweiz Geschenke für benachteiligte Kinder in Moldau gepackt. Diese hätten in ihrem Leben noch keinen Überfluss kennengelernt, so ADRA Schweiz. Entsprechend groß werde deren Freude sein, wenn sie an Weihnachten ihr Paket auspacken dürften: Spielsachen, Kleidung, Plüschtiere, Hygieneartikel sowie feine Leckereien.

Laut dem Schweizer Hilfswerk werde der Partner vor Ort, ADRA Moldau, die Verteilung der Pakete an vorher ausgewählte Waisenheime, verarmte Familien sowie an behinderte Kinder überwachen.

Die Republik Moldau mit 3,5 Millionen Einwohnern ist mit einem Bruttonationaleinkommen (BIP) von 1.526 Euro pro Kopf und Jahr das ärmste Land Europas. Den größten Teil des BIP, rund 36 Prozent, machten laut Weltbank die Geldüberweisungen der im Ausland lebenden Moldauer an ihre Familien aus. Die Republik liegt als schmaler Landstrich zwischen Rumänien und der Ukraine.
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