Breite Koalition von Christen in Indonesien feiert Einheit

Genf/Schweiz, 31.05.2013/APD   Ein historisches Ereignis im Leben der christlichen Kirchen Indonesiens sei die Feier der Einheit im Glauben an Jesus Christus vom 17. bis 18. Mai in der Hauptstadt Jakarta gewesen. An ihr hätten rund 100.000 Christen aus dem ganzen Land und von verschiedenen christlichen Traditionen laut dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) teilgenommen.

Organisiert wurde der Anlass von der Gemeinschaft der Kirchen in Indonesien (PGI), der Gemeinschaft der evangelischen Kirchen und Institutionen in Indonesien (PGLII), den Pfingstkirchen Indonesiens (PGPI), der indonesischen Baptistischen Gemeinschaft (PBI), der Orthodoxen Kirche in Indonesien, der Heilsarmee sowie der dortigen Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten.

Pfarrer Dr. Olav Fykse Tveit, Generalsekretär des ÖRK, habe dabei die indonesischen Christen im Sinne des Mottos der Tagung „Gott des Lebens, führe uns zu Gerechtigkeit und Frieden“ zum Beten eingeladen. Vor dem Hintergrund der religiösen Vielfalt im Land gehe es dabei nicht um ein „triumphales und selbstgerechtes“ Gebet, so Tveit. „Es unterstreicht vielmehr, dass der christliche Glaube ein Vertrauen in den Gott des Lebens ist, der für alle Menschen sorgt und nicht nur für einige.“ Außerdem habe der ÖRK-Generalsekretär den Zusammenhang zwischen Einheit, Leben, Gerechtigkeit und Frieden hervorgehoben. Die Einheit der Kirchen bestehe „im Zeugnis der vergebenden und erlösenden Gnade durch Christus und des Kommens des Reiches Gottes, das durch Gerechtigkeit und Frieden gekennzeichnet ist“.

Indonesien ist der größte Inselstaat und mit 242 Millionen Einwohnern das viertgrößte Land der Welt. Es besteht aus einem Archipel von 17.508 Inseln, von denen über 6.000 bewohnt sind. 88 Prozent der Ansässigen oder 213 Millionen Menschen sind sunnitische Moslems. Damit ist Indonesien das Land mit der größten muslimischen Bevölkerung der Welt, obwohl der Islam keine Staatsreligion ist. Alle Bürger des Inselstaates müssen sich zu einer von fünf Weltreligionen bekennen: Islam, Christentum, Buddhismus, Hinduismus oder Konfuzianismus. 19 Millionen Indonesier oder acht Prozent der Bevölkerung sind Christen, davon fünf Prozent evangelisch und drei Prozent römisch-katholisch.

Zur Kirche der Siebenten-Tags Adventisten in Indonesien gehören 197.000 erwachsen getaufte Mitglieder, die an 1.513 Versammlungsorten den Gottesdienst feiern. Die dortigen Adventisten unterhalten vier Krankenhäuser, 16 Kliniken, drei Zahnkliniken, einen Flugdienst (Fliegende Ärzte), eine Universität, zwei Hochschulen, 43 höhere Schulen, 246 Grundschulen, acht Sprachschulen für Englisch, zwei Medienzentren für Rundfunk- und TV-Sendungen, vier Radiostationen sowie ein Verlagshaus.
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Richtfest in Uelzen

Uelzen, 30.05.2013/APD   Richtfest feierte die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten am Stadtwald in Uelzen. Neben dem adventistischen Alten- und Pflegeheim sowie dem freikirchlichen Gemeindezentrum entstehen ein Hospiz und eine altersgerechte Wohnanlage. Laut Thomas Röstel (Hannover), Prokurist der Grundstücksverwaltung der Adventisten im Norddeutschen Verband, werde es zwölf Hospizplätze geben. Das zweigeschossige Gebäude sei offen gestaltet und verzichte auf dunkle Flure. Die Wohnanlage in unmittelbarer Nähe umfasse 40 Einheiten mit 52 bis 66 Quadratmetern. Die Wohnungen seien mit einer Hausnotruf-Anlage ausgerüstet. Als Wahlleistungen wären unter anderem Unterstützung im Haushalt, Hausmeisterdienste, Mittagessen im benachbarten Altenheim und praktische Hilfe bei der Organisation von Freizeitaktivitäten möglich. Die Baukosten für beide Gebäude bezifferte Röstel auf 7,2 Millionen Euro.
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Methodisten, EKD und Lutheraner wollen Kirchengemeinschaft ausbauen

Hannover, 29.05.2013/APD   Zu einem Spitzengespräch und zur Feier eines gemeinsamen Abendmahlsgottesdienstes trafen sich am 27. Mai Vertreter der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK), der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) im Kirchenamt Hannover. Das Treffen war im Anschluss an das 25-jährige Jubiläum der gegenseitigen Erklärung von Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft am 30. September 2012 vereinbart worden. An dem Gespräch und dem Gottesdienst nahmen die Bischöfin der EmK, Rosemarie Wenner (Frankfurt am Main), der Ratsvorsitzende der EKD, Präses Nikolaus Schneider (Berlin), der Auslands- und Ökumenebischof der EKD, Martin Schindehütte (Hannover), und der Leitende Bischof der VELKD, Gerhard Ulrich (Kiel), sowie weitere Persönlichkeiten aus der EmK, VELKD und EKD teil.

Ratsvorsitzender Schneider und Bischof Schindehütte würdigten das bewährte und gute Zusammenwirken zwischen EKD und EmK in der Ökumene sowie die vielfältige und enge Kooperation im Bereich der kirchlichen Werke und der Diakonie. Bischof Ulrich zeigte sich erfreut, dass im Jubiläumsjahr in vielen Gemeinden gemeinsame Abendmahlsgottesdienste gefeiert worden seien und betonte die großen Potenziale dieser Kirchengemeinschaft mit Blick auf die gemeinsame Aufgabe der Verkündigung. Bischöfin Wenner hob hervor: „Ich bin dankbar für die Gemeinschaft. Vieles von dem, was wir inzwischen gemeinsam tun, scheint uns heute bereits fast selbstverständlich. Für uns ist die Kirchengemeinschaft sehr präsent.“

Die Teilnehmer vereinbarten, sich in regelmäßigen Abständen zu treffen, um die Zusammenarbeit in Fragen der Theologie, des Gottesdienstes und der Ausbildung zu vertiefen sowie die Kirchengemeinschaft noch stärker im Bewusstsein ihrer Gemeinden zu verankern. Eine Arbeitsgruppe solle Vorschläge zu diesen Themen unterbreiten.

Am 29. September 1987 war in einem Gottesdienst in der Nürnberger St. Lorenz-Kirche die Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft zwischen Methodisten, Lutheranern und Reformierten proklamiert worden. Damals wurde festgestellt, dass im Verständnis des Evangeliums keine grundlegenden Unterschiede bestünden: „In Christus sind wir eins. Gemeinsam dürfen wir das Wort Gottes verkündigen, gemeinsam haben wir Anteil am Mahl des Herrn.“
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Situation der Christen verschlechtert sich kontinuierlich in Eritrea

Herzogenbuchsee/Schweiz u. Ostfildern, 28.06.2013/APD   Am 24. Mai feierte der ostafrikanische Staat Eritrea sein 20-jähriges Bestehen. Die Menschenrechtsorganisation „Open Doors“ Schweiz erinnerte aus diesem Anlass daran, dass sich für Christen die Situation im Land in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert habe. Allein in diesem Jahr seien bisher rund 100 Christen wegen ihres Glaubens verhaftet worden. „Seit der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1993 sind mehr als 30 Christen an Verletzungen durch Misshandlungen oder aufgrund der schlechten Versorgung in der Gefangenschaft gestorben“, so „Open Doors“. 2002 habe Eritrea auf Rang 46 des „Weltverfolgungsindex“ von „Open Doors“ gestanden. Seither hätte sich die Situation der Christen kontinuierlich verschlechtert. „Im diesjährigen Index liegt Eritrea auf Rang zehn.“

Jüngste Entwicklungen zeigten laut „Open Doors“, dass auch anerkannte christliche und muslimische Gemeinschaften im Land unter Druck gerieten, doch hauptsächlich ginge das Regime unter Präsident Isayas Afewerki gegen Christen vor, die keiner anerkannten Konfession angehörten.

Von den 5,3 Millionen Einwohnern Eritreas seien etwa die Hälfte Muslime (Sunniten) und bis zu 48 Prozent Christen. Christen lebten vorwiegend in der Hochebene um die Hauptstadt Asmara und Muslime hauptsächlich im Tiefland und in Küstennähe. Im Mai 2002 beschloss die Regierung, dass neben dem Islam nur noch die Eritreisch-Orthodoxe Tewahedo Kirche, die römisch-katholische Kirche und die Evangelisch-Lutherische Mekane Yesus Kirche Gottesdienste abhalten dürfen. Alle anderen christlichen Konfessionen, darunter die Siebenten-Tags-Adventisten und 35 evangelikale Glaubensgemeinschaften, wurden verboten. Sie dürfen auch keine Bibelstunden, Gebetstreffen oder Gottesdienste in Privathäusern abhalten. 2005 hob die Regierung das Verbot gegen die Adventisten auf. Die Freikirche zählt in Eritrea 526 erwachsen getaufte Mitglieder in drei Gemeinden und zwölf Gruppen. Sie unterhält zwei Grundschulen.
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Neuer Vorsteher für Hansa-Vereinigung der Adventisten

Lübeck, 27.05.2013/APD   Pastor Dennis Meier (47) ist neuer Vorsteher der Hansa-Vereinigung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten mit Sitz in Hamburg. Die am 26. Mai in Lübeck tagenden Delegierten aus den Ortsgemeinden und der Pastorenschaft in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wählten ihn mit 72 Ja- und acht Nein-Stimmen bei sieben Enthaltungen für die nächsten vier Jahre. Meier löst Pastor Dr. Heinz Ewald Gattmann (61) ab, der seit 1994 die Adventisten in den drei nördlichen Bundesländern leitete und nicht mehr kandidierte. Er erklärte den Delegierten, dass nach 19 Jahren im Amt es gut sei, wenn ein jüngerer Pastor die Leitung der Vereinigung übernehme.

Der aus einer Pastorenfamilie stammende neue Vorsteher wurde in Iserlohn geboren. Nach Erlangung der Mittleren Reife war er ein Jahr auf einem christlichen Bauernhof im Süden Frankreichs und erlernte die französische Sprache. Es folgten Abitur in Darmstadt, Zivildienst bei den Rettungssanitätern des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) in Münster sowie eine Ausbildung zum Landwirt in Herleshausen und Koblenz. Danach begann er sein Theologiestudium mit dem Erlernen von Hebräisch und Griechisch an der Universität Münster. Es folgten der Erwerb des Bachelors (B.A.) in Theologie am Helderberg College/Südafrika und des Diplomtheologen an der Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg. Als Pastor arbeitete Dennis Meier bisher in den Hamburger Adventgemeinden Bergedorf, Altona und Grindelberg. Er ist mit Gunda, einer Krankenschwester und Diplompädagogin, verheiratet. Sie haben eine Tochter und einen Sohn.

Pastor Thilo Foth (45) wurde als stellvertretender Vorsteher und Sekretär (Geschäftsführer) in seinem Amt bestätigt; ebenso Schatzmeister Matthias Hierzer (37) und Pastor Michael Brunotte (46) als Leiter der Abteilung Kinder, Pfadfinder und Jugend.

In seinem Rechenschaftsbericht wies der scheidende Vorsteher Dr. Heinz Ewald Gattmann auf die leicht rückläufige Mitgliederzahl der Hansa-Vereinigung in den letzten vier Jahren hin. Sie fiel in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern von 2.779 auf 2.667. Die Differenz von 112 Mitgliedern erklärte Gattmann mit dem Wegzug aus beruflichen Gründen. „Nach wie vor zeigt sich hier der wirtschaftliche Unterschied Deutschlands. Der ökonomisch schwächere Norden – zur Hansa-Vereinigung gehören die wirtschaftlich schwächsten Landkreise mit der höchsten Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik – kann mit den prosperierenden Bundesländern im Süden nicht konkurrieren.“ Deshalb verließen immer noch mehr gut ausgebildete junge Adventisten die Hansa-Vereinigung als dort hinzögen, so Gattmann. Die Zahl der adventistischen Gemeinden in den drei Bundesländern habe sich in den letzten vier Jahren um eine auf 47 verringert, die von 21 Pastoren betreut würden. Die Adventgemeinde Bergen auf Rügen sei gegründet worden. Die Gemeinden Eggesin/Landkreis Vorpommern-Greifswald und Lübtheen/Landkreis Ludwigslust-Parchim hätten sich aufgelöst.
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Stephanie Witt-Loers / Birgit Halbe, "Kindertrauergruppen leiten"

Stephanie Witt-Loers / Birgit Halbe, „Kindertrauergruppen leiten“, ein Handbuch, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, 2013, 255 Seiten, kartoniert, 24,99 Euro, ISBN 978-3-579-06845-9.

Ostfildern, 26.05.2013/APD   In Teil 1 geht Stephanie Witt-Loers auf die Hauptthematik des Buches in Theorie und Praxis über 204 Seiten sehr ausführlich ein. Neben Grundsätzlichem zur Trauerarbeit mit Kindern und ihrem Familien hat sie zahlreiche Praxisbeispiele eingebaut und dabei festgestellt, dass Kinder anders trauern. Außerdem können sich die Trauerreaktionen auf den Verlust bei jedem sehr individuell äußern. Dazu ist die Autorin auf die Themen Sterben, Tod und Trauer in der Entwicklung von Kindern näher eingegangen und hat auch Bezug auf die Trauer von Kindern getrennter Eltern genommen.

In Kapitel 2 beschäftigt sich Stephanie Witt-Loers mit dem DellTha-Konzept und dessen trauerpädagogischen Grundkriterien. Sie geht vor allem auf die Bausteine der Trauergruppenarbeit nach dem Spezialkonzept näher ein.

In Teil 2 behandelt Birgitt Halbe ab Seite 206 die „ergänzende Eltern- und Bezugspersonenarbeit nach dem DellTha-Konzept“, die für Erwachsende und Eltern gedacht ist, und bezieht auch pädagogisches Fachpersonal beratend mit ein. Hierbei finden sich auch praktischen Anregungen zur Arbeit mit Eltern und Bezugspersonen im DellTha-Konzept. Die Autorin Birgitt Halbe schlägt als wirksame Abhilfe insgesamt acht Treffen der Trauernden und ihre Abläufe vor.

Eine umfangreiche Materialsammlung auf der beigefügten CD-ROM runden das Handbuch ab.

Dr. Wolfgang Tulaszewski
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Schweizerische Bibelgesellschaft wählt neues Präsidium

Aarau/Schweiz, 24.05.2013/APD   Während der Delegiertenversammlung der Schweizerischen Bibelgesellschaft (SB) in Aarau wurde am 24. Mai der Präsident, Pfarrer Jakob Bösch (Eschlikon/Thurgau), verabschiedet, der auf eigenen Wunsch nach zehnjähriger Tätigkeit zurücktrat. Pastor Reto Mayer (Ittigen/Bern) wurde von den Delegierten ohne Gegenstimme zum neuen Präsidenten der Schweizerischen Bibelgesellschaft gewählt. Mayer ist seit zehn Jahren Mitglied im SB-Vorstand und amtierte als Vizepräsident. Der 52-jährige Pastor und Finanzfachmann arbeitet in der europäischen Kirchenleitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Bern.

Die Muttersprache des neuen Präsidenten Reto Mayer ist Französisch, doch er spricht auch Deutsch und Englisch. Er hat eine kaufmännische Lehre in der Versicherungsbranche abgeschlossen, ein Theologiestudium an der Faculté Adventiste de Théologie in Collonges/Frankreich sowie einen Master in Leadership an der Andrews University, Michigan/USA absolviert.

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist seit 1982 Mitglied der Schweizerischen Bibelgesellschaft. Sie hat in sieben kantonalen Arbeitsgemeinschaften christlicher Kirchen (AGCK) – in Basel-Stadt bereits seit 1973 – und in der schweizerischen AGCK seit 2012 den Gaststatus. Da laut Bibelgesellschaft von den SB-Mitgliedsorganisationen und zum Kreis der Spenderinnen und Spender viele den Freikirchen angehörten, sei es selbstverständlich, dass diese Stimmen auch im Vorstand gut vertreten seien.

Das Amt des SB-Vizepräsidenten übernimmt Martin Vogler (Olten). Der 62-Jährige ist Mitglied der Evangelischen Kantonalkirche Solothurn und arbeitet bei der Stiftung Diaconis in Bern. Nach Angaben der Bibelgesellschaft bringe er seine vielfältigen Beziehungen zur Kirche Bern-Jura-Solothurn und auch weltweite Kontakte von seinem langjährigen Engagement beim CVJM in die Vorstandsarbeit ein.

Die Schweizerische Bibelgesellschaft wurde am 26. November 1955 in Aarau als Nachfolgerin des Bundes der Schweizerischen Bibelgesellschaften gegründet. Heute zählt sie 45 Kollektivmitglieder, darunter evangelisch-reformierte Kantonalkirchen, die Christkatholische Kirche, evangelische Freikirchen, kantonale Bibelgesellschaften sowie christliche Gemeinschaften und Werke in der Schweiz, mit denen sie die Verantwortung für die Verbreitung der Bibel teilt.

Die Schweizerische Bibelgesellschaft versteht sich als Kompetenzzentrum für die Bibel in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein. Sie unterstützt und fördert die Übersetzung, Herstellung und Verbreitung von Bibeln, Bibelteilen und biblischer Literatur im In- und Ausland. Sie engagiert sich mit über 146 im Weltbund der Bibelgesellschaften (United Bible Society) zusammengeschlossenen nationalen Bibelgesellschaften dafür, die Bibel in verständlichen, modernen und den Bedürfnissen angepassten Formen den Menschen nahezubringen.
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Adventistischer Katastrophendienst verteilt Hilfsgüter an Tornado-Opfer in den USA

Silver Spring, Maryland/USA, 22.05.2013/APD   Am 20. Mai wurden Moore und New Castle sowie andere südliche Vororte von Oklahoma City während 40 Minuten von einem EF5-Tornado, der höchsten Sturmstärke gemäß der US-Wetterbehörde, verwüstet. Unter den 24 Toten seien sieben Kinder, wie der Adventistische Gemeinschafts- und Katastrophenhilfsdienst (ACS DR) mitteilte. Der Tornado wäre mit Spitzenwindstärken von mehr als 300 Stundenkilometern über die Ortschaften hinweggerast und habe auf 45 Quadratkilometern ein Trümmerfeld hinterlassen, darunter auch zwei Grundschulen.

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA International hat 50.000 US-Dollar (38.600 Euro) für die Katastrophenhilfe zur Verfügung gestellt und werde Hilfsmaßnahmen eng mit dem nordamerikanischen Adventistischen Gemeinschafts- und Katastrophenhilfsdienst (ACS DR) koordinieren.

„Beten Sie für die vielen Opfer dieser Tragödie und die ACS-Mitarbeiter im Notfall- und Katastrophendienst sowie die Freiwilligen“, bat Sung Kwon, Leiter des ACS DR in Nordamerika. Die ACS-Regionalleiter koordinierten den Einsatz mittels einer Telefonkonferenz, um den Opfern des Tornados bedürfnisgerecht zu helfen.

Gegenwärtig betreibe der Adventistische Gemeinschafts- und Katastrophenhilfsdienst (ACS DR) ein Empfangs- und Verteilzentrum für Hilfsgüter in einer adventistischen Kirche in Moore. Weitere solche Zentren seien in einer adventistischen Kirche im Westen von Oklahoma City, in der spanischsprachigen Kirche sowie in der adventistischen Kirche und Mittelschule von Tulsa, nordöstlich von Oklahoma City, geplant. ACS DR ruft zu Spenden auf, informiert auf der Website über die benötigten Hilfsgüter und rät dringend davon ab, im Katastrophengebiet persönlich helfen zu wollen.

Der Adventistische Gemeinschafts- und Katastrophenhilfsdienst (ACS DR) ist mit 55 anderen Non-Profit-Organisationen Mitglied der nationalen Freiwilligenorganisationen (NVOAD). Jede Organisation hat ihr Fachgebiet und arbeitet mit den anderen Organisationen sowie der staatlichen Federal Emergency Management Agency (FEMA) zusammen. Der Adventistische Gemeinschafts- und Katastrophenhilfsdienst ist auf sammeln, lagern und verteilen von Hilfsgütern spezialisiert. Opfer von Katastrophen können Hilfsgüter meist in temporären Lagerhäusern, wie adventistischen Schulen oder Kirchen abholen, verschiedentlich wird auch ein mobiler Verteildienst organisiert.
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Seniorenheim Neandertal für vier Millionen Euro modernisiert

Hannover, 21.05.2013/APD   Für rund vier Millionen Euro wurde das Senioren- und Pflegeheim Neandertal des Advent-Wohlfahrtswerkes (AWW) der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Mettmann bei Düsseldorf in den letzten drei Jahren modernisiert. Wie Karl-Heinz Walter (Hannover), Leiter der Altenhilfe des AWW, mitteilte, sei die 1980 gegründete Einrichtung ursprünglich für rüstige Senioren gedacht gewesen. Für sie wären zwar die Mahlzeiten zubereitet worden, doch die meisten von ihnen hätten keine weitere Pflege benötigt. Das habe sich seit der Einführung der Pflegeversicherung für stationäre Einrichtungen im Jahr 1996 geändert. Aus dem Altenheim sei eine vollstationäre Pflegeeinrichtung geworden.

Heute würden dort die Bewohner rund um die Uhr betreut und bei ihrem Tagesablauf individuell unterstützt, so Walter. Da es ab 2018 neue gesetzliche Auflagen gebe, seien umfangreiche Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen erforderlich gewesen. „Nicht nur die Zimmer der 182 Heimbewohner wurden modernisiert, sondern es entstand auch ein Anbau mit Aufenthaltsräumen für Bewohner und die rund 170 Mitarbeiter im Haus.“ Während des dreijährigen Umbaus sei der Betrieb des Heimes ganz normal weitergelaufen, was für das Personal schon eine Herausforderung bedeutet habe.

Für die Mitarbeiter gelte in der christlichen Einrichtung das Pflegeleitbild „Begegnet älteren Menschen mit Achtung und helft ihnen wo ihr könnt“, betonte Karl-Heinz Walter. Um den Bedürfnissen nach einer gesundheitsbewussten Lebensweise Rechnung zu tragen, wohnten in dem Haus ausschließlich Nichtraucher, auch werde kein Alkohol ausgeschenkt oder in Speisen verarbeitet. Das Seniorenheim Neandertal liege idyllisch in einer ländlichen Umgebung. Im weiträumigen Park gebe es Tiere, wie Ziegen, Schafe, Hühner, Hasen, Meerschweinchen, Gänse und Pferde. Im Bewegungsgarten unter freiem Himmel befänden sich Fitness-Geräte, die speziell für erwachsene Menschen bis ins hohe Alter entwickelt worden seien. Ein kleiner Laden im Fachwerkstil, ein Café und ein Friseursalon würden das Angebot abrunden. Außerdem gebe es regelmäßig Stadtfahrten. Weitere Infos sind unter www.seniorenheim-neandertal.de zu finden.

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten unterhält in Deutschland neben Mettmann Senioren- und Pflegeheime in Friedensau bei Magdeburg, Uelzen, Berlin-Steglitz und Bad Aibling/Oberbayern sowie Einrichtungen des Betreuten Wohnens in Friedensau, Berlin-Charlottenburg und Mölln/Schleswig-Holstein.
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"Adventisten auf einen Blick"

Ostfildern bei Stuttgart, 17.05.2013/APD   Die für das Jahr 2013/14 erschienene Kurzinformation „Siebenten-Tags-Adventisten – Auf einen Blick“ enthält neben Angaben über Glaube, Herkunft und Lebensstil ihrer Mitglieder die wichtigsten statistischen Zahlen zu den Aktivitäten der weltweiten evangelischen Freikirche.

In der Rubrik „Fakten“ sind mit internationalem Stand vom 1. Januar 2012 insgesamt 17.479.890 erwachsen getaufte Adventisten in 208 Ländern bei einer Zuwachsrate von 3,29 Prozent beziehungsweise 556.651 neuen Mitgliedern innerhalb von zwölf Monaten verzeichnet. Die Adventisten unterhalten weltweit 7.883 Schulen und Hochschulen, 172 Krankenhäuser, 238 Kliniken 133 Altenheime sowie 36 Kinder- und Waisenheime. Die „Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe“ (ADRA) arbeitet derzeit in 120 Ländern. Ihre Projekte kamen 2011 über 20,2 Millionen Menschen zugute. Das Faltblatt kann von Medienvertretern kostenlos bei der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Presse- und Informationsstelle, Postfach 42 60, 73745 Ostfildern, Telefon (0711) 4 48 19 38, Telefax (0711) 4 48 19 60, E-Mail info@adventisten.de, bezogen werden.

Das soziale Engagement der Siebenten-Tags-Adventisten werde laut dem Vorsitzenden der Freikirche in Deutschland, Pastor Johannes Naether (Hannover), an den 232.168 kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit deutlich. Von ihnen arbeiteten unter anderem 121.692 im Bildungsbereich und 104.799 im Gesundheitswesen der Adventisten. Ordinierte Pastoren gebe es weltweit 15.972.

In Deutschland zählt die Freikirche 35.000, in der Schweiz 4.400 und in Österreich 3.900 erwachsen getaufte Mitglieder.
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Neue Häuser und Saatgut nach Überschwemmungen in Myanmar

Weiterstadt bei Darmstadt, 16.05.2013/APD   Im August 2012 gab es im Irrawaddy-Delta von Myanmar, auch Burma oder Birma genannt, die schlimmsten Überschwemmungen seit acht Jahren. Über 80.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Laut Mirjam Greilich, Online-Redakteurin der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland, habe das Hilfswerk gemeinsam mit der Bevölkerung 350 ortsübliche Häuser wiederaufgebaut. Dabei seien lokale Handwerker geschult worden, wie man mit regional verfügbaren Materialen sichere Wohnstätten bauen könnte, die einer neuerlichen Überschwemmung standhielten. Zudem habe ADRA Erdnüsse und schwarze Linsen als Wintersaat an die Bauern verteilt, „sodass über 180 Hektar Land neu bestellt werden können“. ADRA gehe es laut Greilich aber auch um eine nachhaltige Unterstützung. Deshalb würden Einheimische geschult, in Zukunft besser mit den immer wiederkehrenden Katastrophen umgehen zu können.

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Englischsprachiger Bibelkurs zum Online-Studium

Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, 15.05.2013/APD   Das Internationale Bibelstudien-Institut des Medienzentrums „Stimme der Hoffnung“ der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt bietet jetzt auch einen englischsprachigen Online-Bibelkurs an. „Start into Life“ besteht aus vierzehn Themen, die sich mit den Grundfragen des christlichen Lebens befassen. Der kostenlose Kurs ist hauptsächlich für in Deutschland lebende englischsprachige Teilnehmer gedacht. Weitere Informationen im Internet unter www.bibelstudien-institut.de/kurse/start-into-life/.

Das bereits 1948 gegründete Internationale Bibelstudien-Institut bietet neben „Start into Life“ auch zwölf Kurse in deutscher und einen in russischer Sprache an. Alle Kurse sind kostenlos. Sie können per Post und teilweise auch Online studiert werden. Infos: www.bibelstudien-institut.de.
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Dänische Adventisten für geschlechtsunabhängige Ordination

Nærum/Dänemark, 14.05.2013/APD   Während der Delegiertenversammlung vom 12. Mai haben die Adventisten in Dänemark eine Stellungnahme zur Gleichstellung von Frau und Mann sowie zur Ordination beschlossen. Demnach soll „die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Dänemark bei der Ernennung von Pastoren keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern machen und fordert die Gleichstellung der Geschlechter in allen Verantwortungsbereichen“. Deshalb würden bis zur nächsten Weltsynode der Kirche (Generalkonferenz-Vollversammlung) im Jahr 2015, an der eine Entscheidung zur Ordinationsfrage in der Weltkirche gefällt werden soll, in Dänemark keine Ordinationen mehr durchgeführt.

Begründet wird die Entscheidung mit dem adventistischen Schöpfungsverständnis, wonach Gott den Menschen als Mann und Frau nach seinem Bilde geschaffen und damit gleichgestellt habe. Wegen der Sünde hätte Gott ein spezielles Priestertum eingeführt, das für Männer reserviert gewesen sei. Dieses habe aber mit den vorgeschriebenen Opfern und Anordnungen seine Erfüllung in Jesus Christus gefunden, heißt es in der Stellungnahme. Es gäbe kein weiteres, besonderes Priestertum, da Jesus Christus der Priester aller und als Hohepriester im wahren Tempel im Himmel wirke, durch den nun alle Zugang zu Gott hätten (Hebräer 4 und 5 im Neuen Testament).

Alle Nachfolger Christi, sowohl Frauen als auch Männer, gehörten zum „auserwählten Geschlecht, der königlichen Priesterschaft, dem heiligen Volk und dem Volk des Eigentums“ (1. Petrus 2,9). Die königliche Priesterschaft habe als gemeinsames Ziel, das Evangelium zu verkündigen. Dieser Dienst basiere auf den geistlichen Gaben, welche der Heilige Geist gleichermaßen Männern und Frauen zuteile (1. Korinther 12). Paulus nenne einige spezifische Dienste der Kirche, einschließlich Apostel, Propheten, Evangelisten, Lehrer und Hirten, wobei letzere Pastoren seien (Epheser 4,7-16).

Link zur englischen Stellungnahme der dänischen Adventisten:
http://adventist.dk/da/nyheder-og-presse/32-faellesskab/arrangementer/283-danishunion

Studienkommission zur Ordinationsfrage
Der Exekutivausschuss der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) der Siebenten-Tags-Adventisten hat 2012 eine Studienkommission eingesetzt, die sich bis Oktober 2014 mit der Theologie der Ordination befassen solle. Die sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen müssten die adventistische Gemeindepraxis unter besonderer Berücksichtigung einer bisher noch nicht in der Freikirche möglichen Ordination von Pastorinnen einbeziehen. Die Ergebnisse würden im Oktober 2014 dem Exekutivausschuss der Weltkirchenleitung vorgestellt, der dazu Empfehlungen verabschiede, welche der adventistischen Weltsynode (Generalkonferenz-Vollversammlung) 2015 in San Antonio, Texas/USA, zur Abstimmung vorgelegt werden sollten.

Frauen in den USA zum Pastorendienst ordiniert
2012 haben fünf überregionale adventistische Kirchenleitungen Beschlüsse zur geschlechtsunabhängigen Ordination gefasst: Die „Columbia Union Conference“ im Osten und die „Pacific Union Conference“ im Westen der USA sowie der „Norddeutsche Verband“, die „Niederländische Union“ und die „Norwegische Union“. In den beiden nordamerikanischen Kirchenregionen sind mehr als zehn Frauen als Pastorinnen ordiniert worden.

Deutschland, Niederlande und Norwegen
Wie der Präsident des Norddeutschen Verbandes der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Pastor Johannes Naether (Hannover), mitteilte, liege derzeit kein Antrag von einer der vier regionalen Freikirchenleitungen („Vereinigungen“) in Nord- und Ostdeutschland zur Ordination einer Frau als Pastorin vor. Bei Stellung eines derartigen Antrages werde der Verbandsausschuss darüber nach denselben Kriterien wie für männliche Geistliche entscheiden.

In den Niederlanden hat die Delegiertenversammlung der Adventisten im November 2012 beschlossen, die geschlechtsunabhängige Ordination zum Pastorendienst einzuführen, mit der Umsetzung aber bis zum Entscheid der Weltsynode zu warten.

Am 2. Dezember 2012 beschloss der Vorstand der norwegischen Kirchenleitung: „Wir halten es für moralisch und ethisch richtig, den Pastorendienst von Frauen und Männern gleichermaßen anzuerkennen.“ Mit diesem Beschluss wolle die norwegische Kirche keineswegs in Opposition zur Studiengruppe der Weltkirche bezüglich der Ordinationsfrage treten. Sie werde aber keine Person mehr zur Ordination vorschlagen, bis die Ordinationsfrage 2015 geklärt sei.

Frauen als Pastorinnen
Frauen können nach ihrem Theologiestudium in der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten zwar als Pastorin „gesegnet“ werden und damit fast alle Amtshandlungen, wie Taufe, Abendmahl, Trauung und Beerdigung, vornehmen; doch ordiniert werden nur männliche Geistliche. Nur sie dürfen in kirchenleitende Ämter, etwa als Präsident einer „Vereinigung“ oder eines „Verbandes/Union“ (regionale beziehungsweise überregionale Kirchenleitung), berufen werden, da hierfür die Ordination notwendig ist. Während die Ordination von Pastoren weltweit innerhalb der Freikirche Gültigkeit habe, dürften Frauen als Pastorinnen nur in den Gebieten wirken, die zu einer Kirchenleitung gehörten, welche die Segnung praktiziere.

Die Weltsynoden der Adventisten 1990 in Indianapolis/USA und 1995 in Utrecht/Niederlande hatten die Ordination von weiblichen Geistlichen mehrheitlich abgelehnt. Die Zulassung von Frauen als ordinierte Pastorinnen ist außerhalb von Nordamerika, Westeuropa, China und Australien/Ozeanien, wo nur etwa 13 Prozent der weltweit über 17,6 Millionen erwachsen getauften Adventisten leben, umstritten.

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Archäologisches Museum Friedensau in neuen Räumen

Friedensau bei Magdeburg, 13.05.2013/APD   Die archäologische Sammlung des Instituts für Altes Testament und Biblische Archäologie der Theologischen Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg hat in den Institutsräumen des Wilhelm-Lesovsky-Hauses eine neue Heimat gefunden. Die ursprünglichen Ausstellungsräume mit den zahlreichen Exponaten im früheren Friedensauer Mühlengebäude mussten einem Kindergarten weichen.

Der Schwerpunkt der Sammlung liege darin, einen Einblick in die Kultur der biblischen Länder zu geben – angefangen von der Zeit der biblischen Patriarchen (Ende 3. Jahrtausend v. Chr.) bis in die neutestamentliche Zeit (1. Jahrhundert n. Chr.), erläuterte Hochschulrektor Professor Dr. Friedbert Ninow. Darüber hinaus würden wichtige und bedeutende Funde der Biblischen Archäologie als Repliken vorgestellt. Einen weiteren Schwerpunkt bilde die Vorstellung verschiedener Funde der Grabungen der Theologischen Hochschule Friedensau in Jordanien aus den letzten Jahren.

Die Zeit der Patriarchen (21. bis 16. Jahrhundert v. Chr./Ende der Frühbronzezeit bis Mittelbronzezeit) werde vor allem durch Grabfunde aus Bab edh-Dhra in Jordanien repräsentiert: Schüsseln und Schalen, Bronzewaffen, Knochenschmuck und Fundstücke, die aus Stein gefertigt wurden. Die Replik einer anthropomorphen Vase aus Jericho zeige die Kunstfertigkeit der kanaanäischen Bewohner zur Zeit der Patriarchen. Ein besonderes Exponat sei ein Skarabäus aus der Periode der Hyksos-Herrschaft (ca. 1650 bis 1550 v. Chr.). „Skarabäen haben ihren Ursprung in Ägypten und stellen den Mistkäfer dar. Dieser galt als Symbol der Schöpferkraft und wurde bald als göttlich verehrt und in Form von Amuletten als Glücksbringer getragen“, so Professor Ninow. Die Skarabäen seien aus Stein geschnitten und an ihrer Unterseite mit Hieroglyphen, Mustern oder symbolischen Darstellungen versehen.

Die Spätbronzezeit (1550 bis 1200 v. Chr./Exodus, Landnahme und Richterzeit Israels) werde durch Gefäße repräsentiert, die in Israel gefunden worden seien. Einige davon wären laut dem Rektor Importwaren aus dem ägäisch-zypriotischen Raum. Eine Replik eines Griffes aus Elfenbein, der aus Megiddo stamme und in die Zeit der Landnahme datiert werde, zeige einen kanaanäischen Herrscher, der auf seinem Thron sitze und die Prozession seiner siegreichen Soldaten nach einer Schlacht empfange.

„Einen breiten Raum der Ausstellung nehmen Exponate aus der Eisenzeit (1. Jahrtausend v. Chr.) ein“, erläuterte Ninow. „Verschiedene Krüge, Schüsseln und Kochtöpfe geben einen Einblick in die Alltagswelt der Israeliten.“ Daneben fänden sich einige Räuchergefäße, in denen Weihrauch verbrannt worden seien und die in verschiedenen kultischen Zusammenhängen in Israel Verwendung gefunden hätten. Figuren und Repräsentationen von Asherah und anderen Göttern vermittelten die Göttervorstellungen im Alten Israel.

Weitere wichtige Funde dieser Epoche würden als Nachbildungen gezeigt. So die 11. Tafel des Gilgamesh-Epos mit der alt-babylonischen Version der Geschichte von der großen Flut, oder die Tel-Dan-Stele aus dem 9./8. Jahrhundert v. Chr., wo in der neunten Zeile der aramäischen Inschrift auf einen König „aus dem Hause David“ verwiesen werde. Weitere Repliken sind der Schwarze Obelisk (825 v. Chr.) mit der Darstellung des israelitischen Königs Jehu, die Siloah-Tunnel-Inschrift des judäischen Königs Hiskia aus dem Jahr 701 v. Chr., das Silberamulett aus Jerusalem aus dem 7./6. Jahrhundert v. Chr. mit dem Aaronitischen Segen aus 4. Mose 6 sowie der Kyros-Zylinder (6. Jahrhundert v. Chr.) mit dem Erlass des persischen Königs Kyros dem Großen, dass die fremden Völker in ihre Heimat zurückkehren sollten.

Aus der römisch-neutestamentlichen Epoche zeige die Ausstellung Glasgefäße, Tonlampen, Tongefäße, Schmuck und Münzen. Ein besonderes Exponat stelle die aus Ton gefertigte Menora (siebenarmiger Leuchter) dar, die nach der Abbildung auf dem Titus-Bogen in Rom gefertigt worden sei. Eine Replik zeige ein Fragment des Papyrus 52 mit dem griechischen Text des Johannes-Evangeliums. Es sei der älteste Textzeuge des Neuen Testaments und werde auf das Jahr 125 n. Chr. datiert.

Eine Auswahl von Funden der verschiedenen Grabungskampagnen der Theologischen Hochschule Friedensau in Khirbat al-Balua und Khirbat Mamariya (Jordanien) würden in weiteren Vitrinen vorgestellt. Dabei handele es sich um Haushalts- und Grabkeramik des 2. und 1. Jahrtausends v. Chr. sowie Schmuck und Waffen. So gebe die Ausstellung der archäologischen Sammlung dem Besucher die Möglichkeit, einen Blick in die materielle Kultur der biblischen Welt zu werfen. „Die archäologischen Forschungsarbeiten des Friedensauer Instituts für Altes Testament und Biblische Archäologie wollen dazu beitragen, dass ein Verständnis für die Welt, für die Geschichte und Kultur, in der die biblischen Texte entstanden sind, gewonnen und erweitert wird“, betonte Professor Ninow. Kontakt für Informationen und Führungen unter Telefon 0175-5742672.

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Bundesratspräsident des BEFG im Amt bestätigt

Kassel, 12.05.2013/APD   Die Delegierten der Bundesratstagung des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) haben Hartmut Riemenschneider als Bundesratspräsidenten der Freikirche in Kassel mit 94 Prozent der abgegebenen Stimmen in seinem Amt bestätigt. Als Stellvertreterin wurde Renate Girlich-Bubeck wiedergewählt.

Die Bundesratstagung des BEFG findet einmal im Jahr statt und ist das höchste Beschlussgremium der Freikirche, zu der über 72.000 Mitglieder in knapp 700 Baptistengemeinden und rund 9.000 Mitglieder in über 100 Brüdergemeinden gehören. Alle Gemeinden haben die Möglichkeit, abhängig von ihrer Mitgliederzahl einen oder mehrere Delegierte zur Bundesratstagung zu entsenden.
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Beratung für Kriegsdienstverweigerer noch notwendig

Kriegsdienstverweigerer auch in Europa verfolgt und schikaniert

Bonn, 10.05.2013/APD   Zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung (KDV) am 15. Mai weist die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) in Bonn darauf hin, dass in Deutschland auch nach Aussetzung der Wehrpflicht im Jahr 2011 das im Grundgesetz festgeschriebene Recht auf KDV aus Gewissensgründen gültig ist. So seien im letzten Jahr 346 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung gestellt worden, darunter 316 Soldatinnen und Soldaten, 28 Reservisten und zwei Ungediente. Im Februar 2012 habe das Bundesverwaltungsgericht erstmals Soldaten im Sanitätsdienst Recht gegeben, die einen Antrag auf KDV stellen wollten.

Einem KDV-Antrag eines Soldaten oder einer Soldatin gehe in der Regel eine intensive Phase persönlicher Klärung voraus, teilte der EAK-Bundesvorsitzende Christoph Münchow mit. Manche von ihnen suchten in dieser Zeit das Gespräch mit der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden, um einen kundigen Gesprächspartner zu finden und sich über die Möglichkeit der Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen kompetent beraten zu lassen. Es sei deshalb notwendig, „dass ein gutes und solides Beraternetz für Soldatinnen und Soldaten besteht, die aus Gewissensgründen einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung stellen. Die Antragsverfahren sind aufwendig und häufig mit finanziellen Forderungen an die Verweigernden verbunden. Es ist daher gut, dass die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) die Beratung und Begleitung unterstützt.“

Auf dem Hintergrund positiver Erfahrungen, die Deutschland mit dem Grundrecht der Kriegsdienstverweigerung gemacht habe, erwarte die EAK, dass die Bundesregierung in ihrem internationalen Engagement nachdrücklich darauf hinwirke, dass das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung freiheitlich und demokratisch geregelt und praktiziert werde, erklärte Münchow. In vielen Ländern gebe es kein Grundrecht auf KDV wie in Deutschland. Im Bereich der nationalen Rechtspraxis blieben Kriegsdienstverweigerer vielfach massiven Einschüchterungen ausgesetzt, obwohl die völkerrechtliche Anerkennung der Kriegsdienstverweigerung als Menschenrecht Fortschritte mache.

Pfarrer Friedhelm Schneider, EAK-Mitglied und Vorsitzender des Europäischen Büros für Kriegsdienstverweigerung (EBCO), beobachte mit großer Sorge „die geradezu zwanghafte Verfolgung von Kriegsdienstverweigerern durch die griechischen Militärbehörden“, die teils über mehr als zehn Jahre hinweg an Mehrfacheinberufungen und sich steigernden Doppelbestrafungen festhielten. Die menschenrechtswidrigen Repressionen gegen Kriegsdienstverweigerer, die das EU-Mitglied Griechenland systematisch vornehme, beschädigten nachdrücklich die Glaubwürdigkeit der EU-Menschenrechtspolitik. Sie stünden in krassem Gegensatz zum Anspruch, der sich mit der Verleihung des Friedensnobelpreises an die EU verbinde. Auch im Bereich der Europarats-Mitgliedsstaaten sei als Skandal festzuhalten, dass Länder, wie die Türkei und Armenien, ohne Sanktionen Urteile des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofes missachteten sowie Kriegsdienstverweigerer verfolgten und schikanierten, betonte Schneider. In Deutschland bleibe zudem weithin unbeachtet, dass auf den deutschen Militärstützpunkten der amerikanischen Streitkräfte das Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen faktisch nicht gewährleistet sei.

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) ist innerhalb der „Konferenz für Friedensarbeit im Raum der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)“ der Dachverband für diejenigen, die in den evangelischen Landes- und Freikirchen für Fragen der Kriegsdienstverweigerung (KDV) und Friedensarbeit zuständig sind. Bundesvorsitzender der EAK ist Oberlandeskirchenrat i.R. Dr. Christoph Münchow. Die EAK ist Teil der Friedensarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland und beschäftigt sich mit Fragen der Friedenstheologie, Friedensethik, Friedens- und Gewissensbildung und Friedenspolitik. Weitere Informationen im Internet unter www.eak-online.de.
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Schweizer Bundespräsident entschuldigt sich bei den Juden

St. Gallen/Schweiz, 09.05.2013/APD   „Ich möchte mich bei ihnen für die Äußerungen in meiner Botschaft zum internationalen Holocaust-Gedenktag schlicht und einfach entschuldigen. Es war keine Absicht dabei“, betonte der Schweizer Bundespräsident Ueli Maurer in der Einleitung zu seinem Grußwort anlässlich der 108. Delegiertenversammlung des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes (SIG) am 8. Mai in St. Gallen. Die Delegierten quittierten die Entschuldigung mit Applaus, und Herbert Winter, SIG-Präsident, dankte dem Staatsoberhaupt für dessen Klarstellung und Entschuldigung.

Maurer hatte im Januar in seiner Botschaft zum Holocaust-Gedenktag die Schweiz als „ein Land der Freiheit und des Rechts“ dargestellt, das „für viele Bedrohte und Verfolgte zur rettenden Insel“ geworden sei. Der SIG hatte gemeinsam mit der Plattform der Liberalen Juden der Schweiz (PLJS) bedauert, dass der Bundespräsident „die Schweiz in einem einseitigen, nur positiven Licht“ dargestellt habe. Der Bundespräsident hätte „die Schwächen und Irrtümer der Politik der Schweiz während des Zweiten Weltkrieges“, außer Acht gelassen. Er habe vergessen all‘ jene Flüchtlinge zu erwähnen, „die wegen der Haltung der Schweiz in den sicheren Tod abgeschoben“ worden seien.

In seinem Grußwort schilderte Ueli Maurer, dass seine Mutter ihm viel von der Geschichte des jüdischen Volkes erzählt, was ihn geprägt und nicht mehr losgelassen habe. Er hätte später viele historische Orte in Europa besucht, die in Zusammenhang mit der jüdischen Geschichte stünden. Juden trügen zur Vielheit der Schweiz bei und Israelitisches habe in der Schweiz einen festen Platz. Maurer schloss sein Grußwort mit der Feststellung, dass die Geschichte der Schweiz von Ausgleich sowie Kompromissen geprägt sei und Achtung oder Respekt immer wieder neu erarbeitet werden müssten.

Religion in der säkularen Welt auf dem Rückzug
In einem Überblick zur Lage stellte der Präsident des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes, Herbert Winter, fest, dass die Religion in der säkularen Welt auf dem Rückzug sei, man könne gar von einer Religionskrise sprechen. Zudem gebe es eine Patchwork-Religion, bei der sich jeder das zusammenstelle, was ihm passe. Gesellschaftspolitisch sei alles auf Konsens, Einebnen und Ausgleich ausgerichtet und das Religiöse werde ins Private abgedrängt. Ausnahmeregelungen aus religiösen Gründen würden misstrauisch beäugt. Er frage sich, so Winter, wie tolerant die säkulare Welt heute wirklich sei.

Bibel lesen, wenn man europäische Kultur verstehen will
Im Gastreferat „Religion in der säkularen Gesellschaft“, stellte Professor Dr. Alfred Bodenheimer, Leiter des Zentrums für Jüdische Studien der Universität Basel, einleitend fest, dass die Säkularisierung weit fortgeschritten sei. Im Deutschunterricht habe er festgestellt, dass Abiturienten kaum mehr Bezüge zu biblischen Geschichten oder Personen herstellen könnten und damit Elemente der deutschen Literatur nicht mehr verstünden. Auf eine Aufforderung an die Abiturienten „sie müssen die Bibel lesen, wenn sie die europäische Kultur verstehen wollen“, habe ihn eine gefragt, ob er sie zum Christentum bekehren wolle. Sie sei offensichtlich über seine Religionszugehörigkeit nicht informiert gewesen.

Religionsmüdigkeit des Säkularismus in Europa, wachsende Vorbehalte gegenüber organisierter und institutionalisierter Religion sowie Gleichgültigkeit gegenüber Religion wandelten sich zunehmend in Ablehnung den Religionen gegenüber, stellte Professor Bodenheimer fest. Die Debatte über Beschneidungen von Knaben im letzten Jahr habe die Rolle der Religion in einer verweltlichten Gesellschaft bewusst gemacht.

In drei Punkten zeigte Bodenheimer die Bedeutung und Probleme der Religion im säkularen Staat auf: Religionsfreiheit werde in der Schweiz von der Leitreligion Christentum her definiert. Religiöse Riten und Handlungen nähmen in diesem Verständnis einen untergeordneten Platz ein, oder verschwänden fast aus dem Blickfeld, das habe die Beschneidungsdiskussion bewusst gemacht. Zweitens würden die Menschenrechte zum Religionssubstitut der Säkularen, so Bodenheimer. Die Bibel fordere aber nicht Rechte für Arme, Witwen und Waisen ein, sondern tätige Liebe ihnen gegenüber. Im letzten Punkt stellte der Professor eine zunehmende Desillusionierung der Gesellschaft betreffs Selbstregulierung fest. Der Staat werde immer mehr gefordert. Diese Misstrauenswelle lasse wertevermittelnde Institutionen, wie die Familie, nicht unberührt. Bodenheimer schloss mit der Bemerkung, dass Religionen in einer säkularisierten Gesellschaft nicht mit Anerkennung oder Verständnis rechnen könnten.

Das Gastreferat von Prof. Dr. Alfred Bodenheimer soll auf der SIG-Website publiziert werden: www.swissjews.ch
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Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine jetzt auch für Taubblinde

Herrnhut/Oberlausitz, 09.05.2013/APD   Seit 1. Mai gibt es eine neue Ausgabe der Herrnhuter Losungen mit Erklärung in Punktschrift für taubblinde Menschen. Herausgegeben werden sie vom Dachverband der evangelischen Blinden- und Sehbehindertenseelsorge (DeBeSS) in Kassel. Für 2013 steht die neue Losungsausgabe von Mai bis Dezember zur Verfügung.

Basis der neuen Losungsausgabe ist die Losungsausgabe für Gehörlose, die seit 2002 von der Gehörlosenseelsorge der Evangelischen Kirche von Westfalen für gebärdensprachliche Menschen herausgegeben wird. Für diese Ausgabe übertragen Gehörlosenseelsorgerinnen und -seelsorger die Bibelverse mit eigenen Worten, dazu fügen sie jedem Bibelvers einen kurzen Text mit einer Erklärung, einer Auslegung oder Ergänzung an. Die Texte sind den Lesegewohnheiten gehörloser Menschen angepasst.

„Wir haben nun die Losungen für gehörlose Menschen in Brailleschrift erstellen lassen“, informierte Pfarrerin Barbara Brusius, Theologische Referentin beim DeBeSS. „Damit wollen wir die Losungen besonders für taubblinde Menschen zugänglich machen.“ Die verständliche Sprache der Losungen für Gehörlose, die andere Übersetzung und die kurzen Erklärungen seien wichtige Kriterien, die auch von taubblinden Menschen angenommen würden.

Bereits seit langem gibt es eine Losungsausgabe in Brailleschrift für blinde und sehbehinderte Menschen. Seit 2010 wird sie vom DeBeSS herausgegeben. „Das ist“ laut Barbara Brusius „die komplette Übertragung der Schwarzschrift-Losungen in die Punktschrift, die 1:1-Variante sozusagen. Mit der neuen Ausgabe erweitern wir unser Angebot und sprechen eine neue Zielgruppe an.“ So hätten sich die Herausgeber der Losungen für Gehörlose bewusst entschieden, auf den dritten Text in den Losungen, zumeist einen Liedvers, zu verzichten, da in den Gehörlosengottesdiensten spezielle Gebärdenlieder gesungen würden.

Dass die neue Ausgabe erst zum 1. Mai startet und nicht das komplette Jahr 2013 umfasst, sei produktionsbedingt. Die Herstellung der Losungen mit Erklärung in Brailleschrift wäre zeitaufwendig und hätte erst Anfang des Jahres begonnen werden können. „Für 2014 streben wir aber den kompletten Jahrgang an und werden auch etwas eher mit der Herstellung beginnen können“, betonte Pfarrerin Brusius.

Die Losungen sind das am weitesten verbreitete Andachtsbuch in Deutschland. Sie werden von der „Evangelischen Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine“ seit 1731 herausgegeben. Für 2013 liegt somit die 283. Ausgabe in ununterbrochener Reihenfolge vor. Weltweit erscheinen die Losungen in mehr als 50 Sprachen.
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Europäische Adventisten unterstützen ihre Kirche überaus großzügig

Silver Spring, Maryland/USA, 08.05.2013/APD   Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten erhebt keine Kirchensteuer, sondern unterhält ihre Pastoren und Institutionen durch freiwillige Gaben, zu denen auch der biblische Zehnte gehört. Am 3. Mai veröffentlichte Claude Richli, Marketingdirektor der globalen Kirchenzeitschrift „Adventist World“, eine weltweite Zehntenstatistik 2011, die das Zehntenaufkommen der Adventisten im jeweiligen Land ausweist. Sie berücksichtigt gleichzeitig das entsprechende Bruttoinlandsprodukt (BIP) und damit die Kaufkraftparität.

Demnach habe das Zehntenaufkommen bei den Adventisten von 2010 auf 2011 weltweit um elf Prozent zugenommen. Die europäischen Adventisten hätten im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt am meisten für ihre Kirche gespendet.

Laut statistischem Bericht 2013 der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) für das Jahr 2011 hatte die weltweite Freikirche Gesamteinnahmen von über 2,3 Milliarden Euro aus Zehnten- und Spendengeldern für ihre Tätigkeit zur Verfügung. Davon waren 1,67 Milliarden Euro Zehntengelder.

Laut Statistik stehen innerhalb der weltweiten Freikirche die Adventisten der Schweiz auf dem ersten, die Moldawier auf dem zweiten, die Österreicher auf dem dritten, die Togolesen auf dem vierten, die Dänen auf dem fünften und die Deutschen auf dem sechsten Rang bezüglich des Zehntenaufkommens pro Kopf. Viele Adventisten würden neben dem Zehnten noch weitere Spenden für besondere Projekte geben.

Statistische Quellen
Wie Richli mitteilte, basiere der Index auf den von der adventistischen Weltkirchenleitung jährlich veröffentlichten Zahlen und Berichten sowie den Angaben der Länderübersicht „CIA Factbooks“. Seine Statistik sei ein Managementinstrument, das einen objektiven Vergleich der Länder beim Zehntenaufkommen sowie der Zehntenentwicklung ermögliche. Sie gebe die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Landes, die Inflation und die Wechselkursentwicklung wieder und mache damit die Länder untereinander vergleichbar.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf eines Landes, zum Beispiel 20.000 Euro, werde mit dem pro Kopf Zehntenaufkommen aller Adventisten im jeweiligen Land verglichen. Idealerweise würden nach diesem Beispiel 2.000 Euro an Zehnten gezahlt, was einem Zehntenindex von 100 Prozent entspreche. Gingen aber nur durchschnittlich 500 Euro an Zehnten ein, ergebe sich ein Index von 25 Prozent, so Richli.

Laut dem Bericht 2011 könnten folgende Faktoren das Zehntengeben und damit auch die Ergebnisse des Indexes beeinflussen, etwa eine kleine Mitgliedschaft in einem Land, welche möglicherweise keine repräsentative Bevölkerungszusammensetzung darstelle. Wenn sich die Mitgliedschaft in einem Land vorwiegend aus Frauen, Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen oder aus Menschen von sozialen Unterschichten zusammensetze, könne dies die Zahlen negativ beeinflussen. Auch wenn die Kirchenmitglieder vorwiegend in ländlichen Gebieten wohnten oder noch in Tauschwirtschaft lebten und den Zehnten in Naturalien beglichen, könne dies nicht in Zahlen dargestellt werden.

Neu sei in der diesjährigen Ausgabe, dass sieben Länder (Ägypten, Albanien, Eritrea, Griechenland, Island, Israel, Kongo und Slowenien) mit weniger als 1.000 Kirchenmitgliedern nicht mehr im Zehntenindex berücksichtigt würden. Und zwar deshalb, weil deren Landesstatistik durch Zehntenzahlende aus dem Ausland leicht beeinflussbar und die demographische oder ökonomische Zusammensetzung der Mitgliedschaft nicht immer repräsentativ für das Land sei.

Es seien im diesjährigen Weltzehntenindex sieben Länder (Kap Verde, Fidschi, Moldawien, Surinam, Trinidad und Tobago, Vietnam und Weissrussland) zusätzlich berücksichtigt worden, die alle eine Mitgliedschaft von über 3.000 Personen hätten, aber wegen ihrer Unbedeutsamkeit bei früheren Ausgaben des Indexes nicht aufgeführt worden seien.

Zehntenstatistik 2011
In der globalen Zehntenstatistik pro Kopf, welche die durchschnittliche Zehntenzahlung der Adventisten des jeweiligen Landes darstellt, sind acht europäische sowie Togo und Australien unter den ersten zehn aufgeführt.

1. Schweiz – 4.358 Mitglieder:
BIP (Bruttoinlandsprodukt) pro Kopf: 33.951 Euro
Zehnten total: 9.563.481 Euro
Zehnten pro Kopf: 2.194 Euro
Zehntenindexrate: 64,6 Prozent

2. Moldawien – 10.053 Mitglieder:
BIP pro Kopf: 2.594 Euro
Zehnten total: 1.385.930 Euro
Zehnten pro Kopf: 137 Euro
Zehntenindexrate: 53,1 Prozent

3. Österreich – 3.928 Mitglieder:
BIP pro Kopf: 31.739 Euro
Zehnten total: 6.136.877 Euro
Zehnten pro Kopf: 1.562 Euro
Zehntenindexrate: 49,2 Prozent

4. Togo – 5.517 Mitglieder:
BIP pro Kopf: 763 Euro
Zehnten total: 174.732 Euro
Zehnten pro Kopf: 31 Euro
Zehntenindexrate: 41,5 Prozent

5. Dänemark – 2.509 Mitglieder:
BIP pro Kopf: 28.229 Euro
Zehnten total: 2.704.296 Euro
Zehnten pro Kopf: 1.077 Euro
Zehntenindexrate: 38,2 Prozent

6. Deutschland – 35.099 Mitglieder:
BIP pro Kopf: 29.068 Euro
Zehnten total: 38.902.686 Euro
Zehnten pro Kopf: 1.108 Euro
Zehntenindexrate: 38,1 Prozent.

In der Zehntenstatistik pro Kopf folgen Australien auf Rang 9, Russland an 18., Kanada an 19. Stelle und die USA auf Platz 42.

Die größten Beitragszahlenden
Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist in 208 Ländern und Territorien vertreten und kennt ein solidarisches Finanzierungssystem oder einen Finanzausgleich, bei dem unter anderem mittels Zehntengeldern reiche Nationen die Tätigkeit der Kirche in armen Ländern mitfinanzieren. Laut Statistik hätten die Adventisten in folgenden Staaten im Jahr 2011 die größten Zehntensummen gezahlt:

1. USA – 1.142.039 Mitglieder:
Die USA weise Zehntensumme von 648 Millionen Euro aus, was knapp 59 Prozent des Weltzehntenaufkommens ausmacht.

2. Brasilien – 1.309.791 Mitglieder:
Die gesamten Zehnteneinnahmen in Brasilien belaufen sich auf 326 Millionen Euro. Das entspricht 28 Prozent der internationalen Zehntensumme.

3. Australien – 56.741 Mitglieder:
Die Australier haben laut Statistik 4,5 Prozent der internationalen Zehntensumme gespendet. Das entspricht 52 Millionen Euro.

4. Kanada – 63.681 Mitglieder:
In Kanada sind von Adventisten insgesamt 52 Millionen Euro an Zehnten gespendet worden, was 4,1 Prozent des globalen Zehntenbetrages gleichkommen.

5. Mexiko – 693.450 Mitglieder:
In Mexiko betrugen die Zehnteneinnahmen 43 Millionen Euro oder 3,7 Prozent des Weltzehntens.

6. Südkorea – 221.868 Mitglieder
In Südkorea wurden von Adventisten insgesamt 41 Millionen Euro an Zehnten gegeben, was 3,7 Prozent des globalen Zehntenbetrages entsprechen.

Der globale adventistische Zehntenindex wird von Claude Richli, schweizerisch-kanadischer Doppelstaatsbürger, seit 2004 jährlich erstellt. Dozenten für Ökonomie am „Adventist International Institute for Advanced Studies“ (AIIAS) auf den Philippinen, beraten den Herausgeber des Weltzehntenindexes.

Die 73-seitige Spendenstatistik des Jahres 2011 und der letzten sieben Jahre kann in englischer Sprache unter www.aiias.edu/gti/ heruntergeladen werden.
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Zunehmende religiöse Intoleranz in Europa

US-Bericht zur Religionsfreiheit

Washington D.C./USA, 07.05.2013/APD   Die religiöse Intoleranz in Europa nimmt laut der US-Kommission zur Internationalen Religionsfreiheit (USCIRF) zu. Der am 30. April veröffentlichte Jahresbericht 2013 dokumentiert schwerwiegende Verletzungen der Religionsfreiheit in 15 Ländern.

Die Kommission fordert den US-Außenminister John Kerry auf, die Regierungen folgender acht Länder wegen gravierender Verletzungen der Religionsfreiheit oder deren Duldung weiterhin unter spezielle Beobachtung zu stellen und zusätzliche Maßnahmen, wie Waffenembargo, Handels- und Finanzbeschränkungen, zu ergreifen. Davon seien Burma, China, Eritrea, Iran, Nordkorea, Saudi Arabien, Sudan und Usbekistan betroffen. Neu sollten auf Grund der schwerwiegenden Verletzungen der Religionsfreiheit laut der US-Kommission auch Ägypten, Irak, Nigeria, Pakistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Vietnam unter besondere Beobachtung gestellt werden.

Kriterien zur Ländereinstufung
Die US-Kommission teile alle Staaten, in denen gravierende Verletzungen der Religionsfreiheit vorkämen, in zwei Kategorien ein: In die erste fielen jene Staaten, welche die Religionsfreiheit „systematisch, kontinuierlich und in schwerer Weise“ verletzten oder solche Handlungen tolerierten. Darunter würden Folter, Internierung ohne Anklage und das Verschwinden lassen von Personen verstanden.

In die zweite Kategorie würden jene Staaten eingestuft, welche an der Schwelle zur ersten Kategorie stünden und Verletzungen der Religionsfreiheit veranlassten oder zuließen, bei denen aber nur eines der Kriterien „systematisch, kontinuierlich, in schwerer Weise“ zutreffe. Staaten, in denen zwar Verletzungen der Religionsfreiheit vorkämen, die aber keinem der drei Kriterien entsprächen, würden in der Kategorie „Andere überwachte Staaten und Regionen“ aufgeführt.

Laut dem Jahresbericht 2013 werde Nordkorea von einem der weltweit repressivsten Regimes geführt. Der Wechsel in der Staatsführung zu Kim Jong-un habe keine Besserung der Menschenrechtssituation im Land gebracht, in dem massivste Verletzungen der Religionsfreiheit stattfänden: Geheime religiöse Aktivitäten würden mit Verhaftung, Folter oder gar Hinrichtung geahndet. Aus China zurückgeschaffte nordkoreanische Asylsuchende, denen religiöse Kontakte sowie Handlungen unterstellt würden oder die im Besitz religiöser Literatur seien, kämen in Gefängnisse oder Arbeitslager.

Schweiz und Deutschland
Der USCIRF-Bericht führt im Bereich „Religiöse Praktiken“ die Schweiz gemeinsam mit Norwegen und Island als eines der europäischen Länder auf, in denen Tiere nur geschlachtet werden dürften, die zuvor betäubt worden seien. In diesen Ländern seien keine Ausnahmen für rituelle Schlachtungen zugelassen.

Zur Situation der Religionsfreiheit in Deutschland werde im Jahresbericht angeführt, dass Schulpflicht für alle gelte. Es gebe nur wenige Ausnahmen, die aber religiöse Gründe nicht einschließen würden. Religiös motivierter Hausunterricht (Homeschooling) sei demnach nicht gestattet. Damit werde das Recht der Eltern beeinträchtigt, ihre Kinder gemäß ihren religiösen Überzeugungen zu erziehen, das durch Artikel 18 des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte (ICCPR) geschützt sei. Eltern, die in Deutschland ihre Kinder aus religiösen Gründen zu Hause hätten unterrichten wollen, seien bestraft worden. Eine Familie habe deshalb in den USA um Asyl nachgesucht.

Im Weiteren wird auch der Beschluss des Kölner Landgerichts vom Juni 2012 aufgeführt, wonach Ärzte strafrechtlich verfolgt werden könnten, die nicht medizinisch indizierte, sondern religiös motivierte Beschneidungen an Knaben vornehmen würden. Der Bericht hält fest, dass dies von muslimischen und jüdischen Kreisen als Verletzung ihrer religiösen Freiheit angeprangert worden sei und der Deutsche Bundestag im Dezember 2012 die Beschneidung von Knaben per Gesetz zugelassen habe.

Westeuropa
Die religiöse Intoleranz scheine laut einer Untersuchung des „Pew Forum on Religion and Public Life“ in den letzten Jahren in Europa angewachsen zu sein. Signifikante Zunahmen von Feindseligkeiten aus religiösen Gründen seien in Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien und Kroatien zu verzeichnen gewesen. Betroffen sei vor allem die wachsende muslimische Bevölkerung. In anderen Fällen wären die Spannungen Ausdruck eines zunehmenden Antisemitismus oder lägen im Widerstand gegen christliche Minderheiten wie Jehovas Zeugen. In einigen Staaten Westeuropas gäbe es einen stark ausgeprägten Säkularismus. Grundsätzlich werde die Religionsfreiheit aber gut geschützt.

Mit dem USCIRF-Jahresbericht sollte weltweit die Religionsfreiheit geschützt und gefördert werden. Die Handlungen der Regierungen zur Einschränkung der Religionsfreiheit, wie auch das passive Tolerieren von Gewalt gegenüber Personen und religiösen Gemeinschaften, sollte aufgelistet und publiziert werden. Nach der Veröffentlichung des Jahresberichts und gestützt auf das Gesetz über Religionsfreiheit (International Religious Freedom Act, IRFA), ergreife der amerikanische Staat Maßnahmen gegen Regierungen, die schwere Verletzungen der Religionsfreiheit veranlassten oder duldeten. Die Maßnahmen erfolgten meist in Form von Sanktionen, wie Waffenembargo, Handels- und Finanzbeschränkungen.

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Kinder entdecken beim Kirchentag jüdische Religionspraxis

Hamburg, 06.05.2013/APD   Das Museum für Hamburgische Geschichte förderte beim 34. Deutschen Evangelischen Kirchentag mit pädagogischen Angeboten die religiöse Bildung von Kindern. In der Kirchentags-Reihe „Kinder im Zentrum“ bot die interaktive Museumsführung „Synagoge, Tempel, Gotteshaus – oder: Wo beten Juden?“ eine kindgerechte Entdeckungstour durch die jüdische Religionspraxis.

Museumspädagogin Sandra Wachtel vermittelte die jüdische Geschichte anhand eines Sedertellers. Die Speisen, die beim Pessachfest auf dem Teller serviert würden, symbolisierten prägende Erfahrungen des jüdischen Volkes. Anhand von Gebetsriemen, Thorafinger und Thorarolle gewannen die Kinder in einem nachgebildeten Synagogenraum Einblicke in das jüdische Leben.

Beim Betrachten von Modellen verschiedener Hamburger Synagogen erfuhren die jungen Teilnehmer, dass jüdische Gemeinden bis ins 19. Jahrhundert ihre Synagogen nur in Hinterhöfen hätten errichten dürfen. Passanten auf der Straße sollten die Gotteshäuser nicht sehen, erklärte die Museumspädagogin. Als zu Beginn des 20. Jahrhunderts erstmals eine Synagoge in Hamburg auf einem freien Platz errichtet worden sei, habe dies ein neu gewonnenes jüdisches Selbstbewusstsein und die Integration in die städtische Gesellschaft ausgedrückt. Doch nur wenige Jahre nach ihrer Fertigstellung sei die größte norddeutsche Synagoge in der Reichspogromnacht (1938) zerstört worden, wurde den Kindern nahegebracht.

Nach der Einschätzung von Museumspädagogin Sandra Wachtel sei es für diejenigen, die einen Einblick in das jüdische Leben gewonnen haben, leichter zu erahnen, was die Shoa oder der Holocaust ausgelöscht habe. Die Kenntnis der Religion des Anderen sei wichtig, um ihm Wertschätzung entgegenzubringen. Das trage letztlich auch zu einem gelingenden Zusammenleben der verschiedenen Religionen bei.
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Freikirchenleitung der Mittelrheinischen Vereinigung gewählt

Darmstadt, 06.05.2013/APD   Pastor Norbert Dorotik (58) wurde als Vorsteher der Mittelrheinischen Vereinigung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten mit Sitz in Darmstadt in seinem Amt bestätigt. Die dort am 5. Mai tagenden Delegierten aus den Ortsgemeinden und der Pastorenschaft in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland wählten ihn für die nächsten vier Jahre mit 149 Ja- und acht Neinstimmen. Auch sein Stellvertreter und Sekretär (Geschäftsführer) der Freikirchenleitung, Pastor Thomas Pohl (50), wurde wiedergewählt.

Neuer Abteilungsleiter für Kinder, Pfadfinder und Jugend ist Pastor Marcel Wieland (39), bisher Seelsorger in Stuttgart-Bad Cannstatt und Waiblingen. Helga Kürbiß übt ihr Amt als Leiterin der Abteilung Frauen auch weiterhin aus.

Die Mitgliederzahl der erwachsen getauften Adventisten in den Bundesländern Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland erhöhte sich in den letzten vier Jahren leicht von 4.519 auf 4.612. Die Zahl der örtlichen Adventgemeinden, die von 29 Pastoren und zwei Pastorinnen betreut werden, blieb mit 63 gleich. Neu gegründet wurden die Adventgemeinden Bendorf II (Rheinland-Pfalz) und die portugiesische Gemeinde in Darmstadt (Hessen). Die Adventgemeinden Vellmar (Hessen) und Westerburg (Rheinland-Pfalz) beschlossen ihre Auflösung.
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Kirchliche Trauung bei Adventisten in Papua-Neuguinea vor Herausforderungen

Port Moresby/Papua-Neuguinea, 06.05.2013/APD   Eine kürzlich durchgeführte Studie über die Ehe in der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Papua-Neuguinea habe gezeigt, dass dort unverheiratetes Zusammenleben die verbreitetste Partnerschaftsform unter Adventisten sei, teilte die australische adventistische Gemeindezeitschrift „Record“ mit. Die traditionelle beziehungsweise zivile Eheschließung folgte demnach an zweiter und die kirchliche an dritter Stelle.

Die kirchliche Trauung werde von Adventisten nicht bevorzugt, weil es sich aufgrund der vielen Hochzeitsgäste um ein aufwändiges und damit teures Vorhaben handle oder da sie in der Kultur Papua-Neuguineas als nicht notwendig angesehen werde. Viele Teilnehmer eines Forschungskolloquiums zum Thema an der Pacific Adventist University in Port Moresby hätten zudem bemängelt, dass die kirchliche Heirat in den Ortsgemeinden nicht genügend gefördert werde. Pastor Jeffrey Paul stellte bei der Studientagung die Ergebnisse seiner diesbezüglichen Master-Arbeit vor.

Der Trend des unverheirateten Zusammenlebens sei alarmierend und bestätige, dass sich junge Menschen vorehelich sexuell betätigten, um Erfahrungen im Zusammenleben zu machen, bevor sie ein Eheversprechen abgeben würden. Dabei gingen die Partner erst dann eine Eheverpflichtung ein, wenn die Partnerin schwanger werde, erläuterte Pastor Paul. „Wenn es nicht zu einer Schwangerschaft kommt, trennt sich das Paar normalerweise wieder.“

Die Studie bestätige, so „Record“, dass in Papua-Neuguinea unter Adventisten viele Lebenspartnerschaften außerhalb einer kirchlichen, zivilen oder traditionellen Ehe eingegangen würden. „Das ist eine große Herausforderung für unsere Kirche“, betonte Pastor Paul. Die Kirchenleiter müssten der Situation die nötige Aufmerksamkeit schenken und die voreheliche Begleitung, kirchliche Trauung sowie Eheberatung zu einem vorrangigen Anliegen machen.

In Papua-Neuguinea gibt es über 248.000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 904 Kirchengemeinden. Sie unterhalten eine Universität, drei Gymnasien, 96 Grundschulen, 42 Kliniken, einen Flying Doctor Service (Fliegende Ärzte) sowie einen Radio- und Fernsehsender.

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Evangelischer Kirchentag mit Vision von gerechterer und friedvollerer Welt beendet

Hamburg, 05.05.2013/APD   Mit einem Gottesdienst im Hamburger Stadtpark ist der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag zu Ende gegangen. 130.000 Menschen nahmen nach Veranstalterangaben an der Feier unter freiem Himmel teil. Als Zeichen der Verbundenheit mit den orthodoxen Christen entzündete zu Beginn der griechisch-orthodoxe Erzpriester Georgios Manos ein Osterlicht. Der Abschluss des Kirchentags fiel auf das orthodoxe Osterfest.

In der Predigt zu Micha 4,4-5 entfaltete der anglikanische Bischof Nicholas Baines die Vision des Propheten über das kommende Friedensreich Gottes. Der Prophet mahne die Menschen, nicht zu vergessen, dass sie Kinder Gottes seien, „der das Universum geschaffen hat und alles, was darin ist, einschließlich der Armen, der Ausländer und derjenigen, die ‚anders‘ sind“. Die Vision des Micha fordere auf, sich nicht mit der Realität zufrieden zu geben. „Die Welt muss nicht so sein, wie sie jetzt ist“, rief Bischof Baines den Gottesdienstteilnehmern zu. „Der Gott Israels nimmt die Angst und schafft eine neue Welt voller neuer Möglichkeiten für das Aufblühen und das Gemeinwohl aller Völker.“ Gott berufe die Menschen, „so in der Welt zu leben, dass alle Menschen in diesem Volk das Gesicht Gottes erkennen können“, sagte Bischof Baines.

Während des fünftägigen Kirchentags mit der Losung „Soviel du brauchst“ befassten sich zahlreiche Veranstaltungen mit einem verantwortungsvollen Wirtschaften, einer gerechten Teilhabe und dem interreligiösen Dialog. Nach den Worten des Kirchentagspräsidenten Gerhard Robbers gebe es in Deutschland neben dem Katholikentag und dem Evangelischen Kirchentag keine vergleichbaren Initiativen, die mit einer solchen Bandbreite der Gesprächsteilnehmer die aktuellen Fragen der Gesellschaft thematisierten. Dabei sei der Kirchentag weder eine reine Politveranstaltung noch eine ausschließlich spirituelle Angelegenheit, betonte Ellen Ueberschär, Generalsekretärin des Kirchentags. Anders als bei einem wissenschaftlichen Kongress gebe es unmittelbar vor der Veranstaltung eine Bibelarbeit, in der Wege gesucht würden, das Evangelium in die Gegenwart umzusetzen. Anschließend folge ein Mittagsgebet. „Kirchentagsteilnehmende sind mündige Christinnen und Bürger, die fröhlich ihren Glauben leben und zugleich mit anderen gemeinsam die Welt verändern wollen“, erläuterte die Generalsekretärin.

Während des Kirchentags wurden fünf Resolutionen verabschiedet. Sie beinhalteten die Bekämpfung des Menschenhandels, die Ächtung von Uranmunition, die Verhinderung von Altersarmut, das Menschenrecht auf sauberes Wasser sowie ein grundsätzliches Verbot von Waffenexporten. Bundestag, Bundesregierung und die Länder würden aufgefordert, die Gesetze zum Export von Waffen und Rüstungsgütern zu verschärfen und die Überwachung durch den Bundestag zu verbessern.

Der nächste Deutsche Evangelische Kirchentag wird vom 3. bis 7. Juni 2015 in Stuttgart stattfinden. Evangelischer Kirchentag und Katholikentag streben für das 2019 einen gemeinsamen 3. Ökumenischen Kirchentag an.
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Siebenten-Tags-Adventisten feiern Sabbatgottesdienste beim Kirchentag

Hamburg, 05.05.2013/APD   Beim 34. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hamburg feierte die am Grindelberg ansässige Gemeinde der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten einen Sabbatgottesdienst mit Abendmahl und Fußwaschung. Adventisten begehen den biblischen Sabbat von Freitagabend bis Samstagabend als Ruhetag.

Der Gottesdienst am Samstag war ein Programmpunkt des Kirchentags-Zentrums „Religiöse und kulturelle Vielfalt leben“, das die gastgebende Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland als Ausdruck der Vielfalt der religiösen Bekenntnisse in der Hansestadt initiiert hatte. Der evangelisch-lutherische Propst Matthias Bohl, der den Gottesdienst mitfeierte, dankte in einem Grußwort der Gemeinde, dass sie an dem Zentrum mitwirke. „Wir feiern in großer Offenheit im Glauben an den Gott, den wir alle bekennen“, betonte Propst Bohl. Der adventistische Sabbatgottesdienst beim Kirchentag sei ein sichtbares Zeichen, dass die Siebenten-Tags-Adventisten Teil der Kirchen und Religionen Hamburgs sei.

In seiner Predigt zum Kirchentagsmotto „Soviel du brauchst“ (2. Mose 16,16) erläuterte der adventistische Gemeindepastor Dennis Meier, dass der Mensch gar nicht wisse, wie viel er benötige. Die Sorge um die eigene Existenzsicherung treibe ihn in eine Maßlosigkeit, aus der er sich nicht selbst befreien könne. Das hätten Finanz- und Schuldenkrise erneut verdeutlicht. Erst wenn der Mensch das Angebot Gottes annehme, dass Gott für die Existenzabsicherung sorge, könne der Mensch erkennen, wie viel er brauche und dadurch das richtige Maß halten. Das verdeutliche auch der biblische Sabbatgedanke, so Pastor Meier. Das vierte Gebot lade den Menschen ein, am siebten Tag der Woche zu ruhen, so wie Gott nach sechs Schöpfungstagen geruht habe. „Israel damals und uns heute wird damit gesagt: wer dich gemacht hat, der weiß auch, was und wie viel du brauchst“, unterstrich Pastor Meier. Am Sabbat sei der Mensch von der Last der Existenzsicherung befreit, weil er zur Ruhe komme und innehalte. Adventisten feierten deshalb den Sabbat als Ruhetag, „nicht, weil man besser sein will oder gar gesetzlicher, sondern weil man um keinen Preis die Freiheit von der Sicherung der eigenen Existenzsicherung aufgeben möchte“, hob Meier hervor.

Nach der Predigt wurden die Gottesdienstteilnehmer eingeladen, sich gegenseitig die Füße zu waschen. Adventisten folgen damit dem Beispiel Jesu, der nach Johannes Kapitel 13 vor dem Abschiedsmahl seinen Jüngern die Füße wusch. Anschließend feierte die Gemeinde Abendmahl, das Adventisten in Anlehnung an die evangelisch-reformierte Tradition als Gedächtnismahl verstünden.

Bereits am Freitag fand in der Adventgemeinde Hamburg-Barmbek ein Feierabendmahl statt, mit dem die ortsansässigen Kirchengemeinden die Kirchentagsteilnehmer traditionell zu Abendgebet und gemeinsamen Essen einladen. Die adventistische Gemeinde in Barmbek gestaltete das Feierabendmahl als Feier zu Beginn des Sabbats, die mit Liedgesängen und vom Gemeindechor musikalisch gestaltet wurde. Textlesungen aus dem biblischen Schöpfungsbericht und dem Sabbatgebot in einer Fassung des jüdischen Religionswissenschaftlers Schalom Ben-Chorin thematisierten die Bedeutung des Ruhetags. Mit Worten des katholischen Theologen Romano Guardini beschrieb Pastor Reinhard Rupp, dass der Mensch am Sabbat den Urstand seiner Schöpfung wiederfinde, weil er die „Krone seines Herrentums“ vor Gott niederlege.

In der Freien und Hansestadt Hamburg zählt die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten insgesamt 1.260 erwachsen getaufte Mitglieder. Sie bilden neun Kirchengemeinden, von denen vier als anderssprachige Gemeinden eine besondere kulturelle Prägung hätten.
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Kirchentags-Medienmeile mit dem "Hope Channel"

Hamburg, 03.05.2013/APD   Das Medienzentrum „Stimme der Hoffnung“ der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten informiert auf der „Medienmeile“ des 34. Deutschen Evangelischen Kirchentags über sein aktuelles Fernseh- und Radioangebot „Hope Channel“. Ein Produktionsteam des Fernsehsenders vermittelt vor Ort Eindrücke von ihrer Arbeit. Besonders Kinder interessiert die TV-Figur Fribonius Maximilian Balthasar von Einzahn, die sie am Ausstellungsstand treffen können. Der Plüsch-Holzwurm erlebt in der Kinderserie „Fribos Dachboden“ Abenteuer.

Mit dem „Hope Channel“ strahlt das Medienzentrum täglich 24 Stunden ein christliches Fernsehprogramm aus, das über den Satelliten „Astra“, als Internet-Livestream und in mehreren Kabelnetzen zu empfangen ist. Daneben produziert die „Stimme der Hoffnung“ ein Vollzeit-Radioprogramm, das 1948 als eines der ersten christlichen Hörfunkprogramme in Deutschland auf Sendung ging. Mit dem „Internationalen Bibelstudieninstitut“ bietet das Medienzentrum Fernkurse zur Einführung in die Bibel und den christlichen Glauben. Zudem gibt es die Blindenhörbücherei, die über 3.200 Sehbehinderte betreut.
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ADRA zeigt Nachbau eines somalischen Brunnens beim Kirchentag

Hamburg, 03.05.2013/APD   Mit der Nachbildung eines handgefertigten somalischen Brunnens informiert die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland beim 34. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hamburg über ein Langzeitprojekt zur Verbesserung der Wasserversorgung in dem ostafrikanischen Land.

„In den letzten zehn Jahren wurden in Somalia von ADRA rund 140 Brunnen gegraben oder gebohrt“, erklärte Hartmut Wilfert, Pressesprecher der Hilfsorganisation. Außerdem seien Kanalsysteme geschaffen worden, um das Wasser zu regulieren und Felder zu bewässern. Einheimische Bauern könnten auf den Kanälen mit Booten ihre Ernte transportieren. Die Wasserrückhaltebecken seien angesichts der katastrophalen Dürre der zurückliegenden Jahre besonders wichtig geworden. „Die Zisternen haben vielen Tausend Menschen das Leben gerettet, auch wenn wir nicht alle retten konnten“, räumte Wilfert ein.

Zum Selbstverständnis von ADRA gehöre, dass die Baumaßnahmen vor Ort von einheimischen Kräften projektiert und ausgeführt würden. Zudem verpflichte ADRA die Dorfbewohner, ihr Brunnenwasser bei Bedarf auch benachbarten Dörfern zur Verfügung zu stellen. Weil sich Konflikte häufig am Zugang zum Wasser entzündeten, sei dies ein wertvoller Beitrag zur Befriedung. In Somalia benötige eine Person am Tag zehn bis zwölf Liter Wasser, lediglich ein Zehntel des Durchschnittsverbrauchs in Deutschland.
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Entdeckungen zur Bibel beim "Markt der Möglichkeiten"

Hamburg, 03.05.2013/APD   Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ des 34. Deutschen Evangelischen Kirchentags in Hamburg regen mehrere Aussteller zu einer Auseinandersetzung mit der Bibel an.

In einem Projekt von neun Hamburger Kirchengemeinden der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten können Teilnehmer gemeinsam eine Hörbibel erstellen. Beginnend mit dem Matthäusevangelium, werde jedes Kapitel des Neuen Testaments von einem anderen Besucher gelesen. „Als Text haben wir uns für die Basis-Bibel entschieden, weil sie eine leicht verständliche Sprache hat“, informierte Pastor Samuel Schmidt, Koordinator des Projekts. Bei der Basis-Bibel bilde jede Zeile eine Sinneinheit, sodass sie sich für ein spontanes Vorlesen besonders eigne. Die Aufnahmen erfolgten in einer kleinen Tonstudio-Box inmitten des Messegeländes. Nach dem Ende des Kirchentags werde jeder Vorleser eine Version der Hörbibel erhalten. Zudem würden unter den Beteiligten Druckausgaben der Basis-Bibel verlost, gab Pastor Schmidt bekannt. Die Deutsche Bibelgesellschaft als Herausgeberin der Basis-Bibel unterstütze das Hörbuch-Projekt mit einer kostenfreien Lizenz.

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) lädt die Kirchentagsteilnehmer ein, die Bibel als Schatz neu zu entdecken. Dazu könnten Besucher auf Karten vermerken, was sie persönlich an der Bibel schätzten. Die mit kurzen Aussagen beschriebenen Karten würden zusammen mit einem Foto des Verfassers an einer Wand präsentiert. Das Projekt „Die Bibel neu als Schatz entdecken“ verstünde sich als ein Beitrag der ACK zu 500 Jahren Reformation. Zwar hätten die Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft ein unterschiedliches Verhältnis zur Reformation, erläuterte ACK-Geschäftsführerin Dr. Elisabeth Dieckmann. Sie teilten aber die Bibel als gemeinsame Heilige Schrift. Die Formulierung der Grundanliegen der Reformation sei durch eine intensive Auseinandersetzung mit der Bibel gekommen. Die ACK habe ihre Mitgliedskirchen gebeten, ihren jeweiligen Zugang zur Heiligen Schrift zu erläutern. Die gesammelten Stellungnahmen würden anschließend in einer Broschüre veröffentlicht.
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"Ist das schon rechts?"

Planspiel zum Umgang mit Rechtsextremismus fordert Kirchentagsteilnehmer heraus

Hamburg, 02.05.2013/APD   Die Situation ist fiktiv: In einer Kleinstadt kämpft eine Kirchengemeinde mit einer schrumpfenden Mitgliederzahl. Ein Sommerfest soll dem Gemeindeleben neue Impulse geben. Auch nichtkirchliche Gruppen lädt die Kirchengemeinde ein. Auf den ersten Blick ist das Fest ein voller Erfolg. Viele junge Familien erfüllen das Kirchengelände mit Leben. Doch es fällt auf, dass sich auf vielen Schildern Runen befanden. Flugblätter luden zu „Völkischen Deutschen Festen“ ein. Beim Feuer am Abend erschollen nationalistische Lieder. Später berichtet die Betreiberfamilie eines indischen Restaurants, dass man sie bedroht und sie deshalb auf ihren Stand verzichtet habe. Gegenüber der Presse relativierte der Gemeindepfarrer die Vorkommnisse und bezeichnete es als absurd, dass Neonazis am Fest beteiligt gewesen sein könnten.

Auf dieser konstruierten Geschichte baute das Planspiel auf, bei dem Teilnehmer des 34. Deutschen Evangelischen Kirchentags in Hamburg die Rollen der Beteiligten übernahmen. Sie suchten in der Funktion von Pfarrer und Gemeindekirchenrat den Dialog mit Mitgliedern ihrer Kirchengemeinde, die ebenso von Rollenspielern repräsentiert wurden. Wie hatten die Kirchenmitglieder die Vorfälle empfunden? Wie sollte die Gemeinde reagieren? An großen Tischen diskutierten diese Fragen jeweils 20 Teilnehmer in ihren Rollen, unter ihnen auffallend viele junge Menschen. Ihre Standpunkte waren vorgegeben, ihre Argumente formulierten sie aber selbst.

„Es waren doch keine Nazis, sondern deutsche junge Menschen, die sich auf ihre Traditionen besinnen“, positionierte sich eine Gruppe der Gemeindebasis. „Runen gehören zur deutschen Geschichte dazu“, waren sie überzeugt. „Runen sind seit Karl dem Großen untergegangen“, widersprach eine andere Fraktion der Kirchenmitglieder. Runen würden in der Neuzeit ausschließlich von Nationalsozialisten gehuldigt, argumentierten sie. Die Teilnehmer diskutierten leidenschaftlich, mitunter hitzig.

Wie sollte man mit den Verursachern der strittigen Geschehnisse umgehen? Einige Stimmen warnten, sie unüberlegt als Neonazis zu bezeichnen, solange man ihre Motivation nicht kenne. Die Geschehnisse seien aber keine Einzelfälle, setzten andere dagegen. Denn es handele sich um eine Ereigniskette, die eindeutig eine nationalsozialistische Einstellung wiedergebe. Dürfe dies auf einem Gemeindefest hingenommen werden?

„Die Botschaft von Jesus Christus ist eine starke Botschaft. Sie kann auch Andersdenkende integrieren“, warf eine Teilnehmerin mit Blick auf Neonazis ein. Schließlich sei auch Jesus auf Sünder zugegangen. Die Kirche dürfe Neonazis deshalb nicht ausgrenzen, sondern müsse sie von einem besseren Weg überzeugen. Man könne nicht Menschen integrieren, die ein völkisches deutsches Fest wollen, protestierte ein Beteiligter. Das sei unvereinbar mit dem christlichen Glauben, äußerte die Gruppe skeptisch.

Die Spielregeln sahen vor, dass sich der Gemeindekirchenrat aufgrund der Argumente für eine Vorgehensweise entscheiden muss. Im Spiel fiel der Beschluss einstimmig: Man werde auf die mutmaßlichen Neonazis zugehen und mit ihnen das Gespräch suchen. Sie würden Andersdenkende mit der eigenen Offenheit überzeugen. Die Vorfälle sollten nicht überbetont werden, sondern jeder solle an sich selbst arbeiten. Sofort protestierte ein Rollenspieler aus der Gruppe der Kirchenmitglieder: „Das ist zu unkonkret! Was ist eure Haltung nach außen?“

Andere Spielgruppen im Saal erarbeiteten eigene Positionen. Man werde ein „Fest der Toleranz und der Tradition“ initiieren, teilte ein Jugendlicher in der Rolle des Pfarrers mit. Eine weitere Spielgruppe entschied sich für ein resolutes Vorgehen gegen rechtsextremistische Tendenzen. Gegen die Verursacher werde man Anzeige erstatten und eine fachliche Begleitung für den Umgang mit Rechtsextremismus in Anspruch nehmen. Außerdem wolle man das Thema im Konfirmandenunterricht behandeln und in den Schulen Aufklärungsarbeit leisten.

Welche Reaktion würden sich die Teilnehmer von ihrer eigenen, realen Gemeinde wünschen? Notwendig sei mehr Sensibilität im Umgang mit dem Thema, äußerte ein Beteiligter: „Es fängt mit dem Bagatellisieren an, dass Nazis mehr Raum gewinnen.“ Andere äußerten, dass sie für eine gelingende Diskussion sich noch mehr dem Phänomen Rechtsextremismus auseinandersetzen müssten.

Während im Saal die Teilnehmer diskutierten, warteten vor den Türen bereits hunderte Interessierte für den nächsten rund zweistündigen Durchgang. Die Spielleiter von der Berliner Initiative „planpolitik“ mussten aufgrund der großen Nachfrage die Anzahl der Rollenspiele deutlich aufstocken. Zum Ende des Kirchentages werden voraussichtlich rund 1.400 Personen am Rollenspiel teilgenommen haben. Betrachtet man die Nachfrage als einen Indikator für die Aktualität der Fragestellung, dann dürfte der Umgang mit Rechtsextremismus ein brennendes Thema für die Kirche sein.
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Kinderhörspiel bei "Hope Channel“ Radio

Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, 02.05.2013/APD   „Unterwegs zur Traumwiese“ heißt das Kinderhörspiel von Sylvia Renz, das ab Mai im „Hope Channel“ Radio laufen wird. Jeden Sonntag um 15 Uhr gibt es eine neue Folge, die abends um 18 Uhr wiederholt wird. Sechs Folgen hat „Unterwegs zur Traumwiese“ insgesamt. In dem Hörspiel lernen die Kinder Grabs und Grill kennen, die nach einer Wiese suchen, auf der alle Tiere friedlich miteinander spielen. Auf ihrer Reise bekommen beide viele Ratschläge und müssen manches Abenteuer bestehen. Mitte Juni wird das Kinderhörspiel „Tini und Taps“ folgen.

„Hope Channel“ Radio ist über Satellit und im Internet zu empfangen (www.radio.de und www.hopechannel.de). Über www.radio.de kann der „Hope Channel“ auch auf dem Smartphon gehört werden.

„Hope Channel“ Radio gehört zum Medienzentrum „Stimme der Hoffnung“ der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt. Die „Stimme der Hoffnung“ strahlte ihr erstes Radioprogramm bereits 1948 aus. Sie ist damit einer der ersten christlichen Rundfunksender Deutschlands.

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"Gott ist nicht fertig mit den Menschen"

Evangelischer Kirchentag in Hamburg eröffnet

Hamburg, 01.05.2013/APD   Mit vier Gottesdiensten unter freiem Himmel wurde am Abend des 1. Mai in der Hamburger Innenstadt der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag eröffnet. Das Motto des Kirchentags „Soviel du brauchst“ erinnert an das Manna-Brot, das nach dem Zweiten Buch Mose vom Himmel fiel und das wandernde Volk Israel in der Wüste ernährte.

In einem Eröffnungsgottesdienst in der Speicherstadt wandte die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs die Bedeutung des Himmelsbrotes auf die gegenwärtige Gesellschaft an. „Viele Menschen sehen heute nichts von Gott. Sie sind fertig mit ihm. Aber Gott ist nicht fertig mit ihnen. Gott hört unseren Jammer, unsere Not, unseren Hunger“, sagte Bischöfin Fehrs vor 35.000 Menschen in dem „Gottesdienst in leichter und verständlicher Sprache“. Menschen sehnten sich nach Anerkennung, Liebesworten und Pausen. Sie hungerten danach, dass Gott sie in den Arm nehme und stille. Angesichts dieser Bedürfnisse sage Gott, „du und du und du, ich bin euer Gott“. Bischöfin Fehrs kritisierte eine Maßlosigkeit im Umgang mit Gütern. „Das, was zu viel ist, verdirbt, den Charakter übrigens auch.“ Das hätten die Gesellschaft und die Erde aus dem Gleichgewicht gebracht.

Bundespräsident Joachim Gauck rief die Teilnehmer auf, mit dem Kirchentag eine Zeitansage zu versuchen und damit die Diskussion der gesellschaftlichen Probleme zu bereichern. „Das sollte die Gesellschaft zur Kenntnis nehmen und ernsthaft prüfen“, betonte der Bundespräsident.

Der Eröffnung ging traditionell eine Gedenkveranstaltung voraus, mit welcher der Kirchentag an die Deportation und Ermordung von Juden, Sinti und Roma sowie anderen Verfolgten des Nationalsozialismus erinnerte. Am historischen Startpunkt der Deportationszüge erinnerte Wolfgang Kopitzsch, Polizeipräsident von Hamburg, dass Polizeieinheiten der Hansestadt in Tschechien und Polen an rassistischer Verfolgung und Massenhinrichtungen beteiligt waren. Nach den Worten des Polizeipräsidenten stelle sich die Hamburger Polizei diesen Verbrechen als „negativem Eigentum“.

Zu dem fünftägigen Kirchentag mit 2.500 Podien, Workshops, Konzerten und geistlichen Veranstaltungen haben sich rund 117.000 Dauerteilnehmer angemeldet. Schwerpunktthemen seien ein verantwortungsvolles Wirtschaften, eine Teilhabe für alle Menschen sowie ein friedvolles Zusammenleben der Religionen und Kulturen. Erstmals trete zu dem Zentrum „Juden und Christen“ sowie zu der Podienreihe „Muslime und Christen“ ein Zentrum „Religiöse und kulturelle Vielfalt leben“ hinzu. Damit solle nach Veranstalterangaben das Miteinander von internationalen christlichen Gemeinden und nichtchristlichen Religionsgemeinschaften abgebildet werden, das in Hamburg Realität sei. Am Samstag, 4. Mai, beteiligt sich die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten an dieser Veranstaltungsreihe im Gemeindezentrum am Grindelberg 15 mit einem Gottesdienst „Sabbat, Abendmahl, Fußwaschung bei Adventisten“.
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Schutz der Religionsfreiheit konfessions- und religionsunabhängig

Islam hat traditionelles Gefüge zwischen Kirchen und Staat in Bewegung gebracht

Friedensau bei Magdeburg, 01.05.2013/APD   Bis in jüngster Zeit hätten viele Menschen damit gerechnet, dass im 21. Jahrhundert das Thema Religion zunehmend an Bedeutung verlieren werde, so Dr. jur. Harald Mueller, Leiter des Instituts für Religionsfreiheit der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg, in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift „Adventisten heute“. „Heute lässt sich sagen, dass das Gegenteil eingetreten ist.“ Zwar nehme in der westlichen Gesellschaft die Bindung an traditionelle Kirchen immer mehr ab. Gleichzeitig sei das Bedürfnis nach Spiritualität ungebrochen, die sich neue Formen der Erfüllung, losgelöst von überkommenen Zugehörigkeiten und Dogmen, suche. Globale Wanderungsbewegungen und die mediale Vernetzung führten dazu, dass Religionen, mit denen man sonst kaum in Berührung gekommen wäre, auf einmal sehr präsent seien und Einfluss auf unseren Alltag und auf die Politik unseres Landes ausüben würden. Dort, wo unterschiedliche Überzeugungen aufeinanderträfen, stelle sich stets die Frage der Religions- und Gewissensfreiheit: „Soll alles nebeneinander existieren können, oder muss der Staat nicht reglementierend eingreifen?“

Die Siebenten-Tags-Adventisten hätten sich schon früh für diese Thematik interessiert. „So wurde bereits 1893 in Nordamerika von adventistischer Seite die International Religious Liberty Association gegründet, die bis heute existiert und sich weltweit für Religionsfreiheit einsetzt“, informierte Mueller. Während man früher vor allem eine klare Trennung zwischen Kirche und Staat für wichtig gehalten habe, um die Religionsfreiheit zu schützen, sei mittlerweile erkannt worden, dass es nicht allein auf diesen Gesichtspunkt ankomme. „Auch ein strikter Säkularismus, der religionsfeindlich auftritt und alles Religiöse aus dem öffentlichen Leben verbannen und auf eine rein private Ebene verweisen will, kann eine Bedrohung für die Religionsfreiheit darstellen.“ In Deutschland gebe es aus historischen Gründen eine verfassungsrechtliche Regelung, wonach der Staat einerseits zu religiöser Neutralität verpflichtet sei, andererseits den Kirchen und Religionsgemeinschaften einen Öffentlichkeitsauftrag zubillige und mit ihnen auf verschiedenen Feldern zusammenarbeite. Auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten bewege sich in Deutschland innerhalb der rechtlichen Rahmenbedingungen und sei als öffentlich-rechtliche Körperschaft den Volkskirchen zumindest juristisch gleichgestellt.

Der Islam habe auch in Deutschland das traditionelle Gefüge zwischen Kirchen und Staat in Bewegung gebracht. Seine Anhänger forderten Teilhabe und Berücksichtigung ihrer Anliegen, was durchaus berechtigt sei. Aufgrund der gesellschaftlich bedeutsamen Anzahl der Muslime in Deutschland müsse der Staat in geeigneter Weise reagieren. Dies tue er seit einiger Zeit etwa mit der Einrichtung von Islam-Unterricht an öffentlichen Schulen, wobei versucht werde, islamistischen Tendenzen das Wasser abzugraben. Außerdem sei der Staat mittlerweile, wie kürzlich in Hamburg, bereit, mit muslimischen Verbänden Rechtsbeziehungen auf der Grundlage eines Staatsvertrages einzugehen, um damit einen Beitrag zur Integration zu leisten. Dagegen sei im Prinzip nichts einzuwenden. Leider müsse aber festgestellt werden, dass diese Bereitschaft des Staates nicht in gleicher Weise gegenüber Freikirchen existiere; sicher deshalb, weil man deren gesellschaftliche Rolle als vernachlässigbar einstufe und sie daher für die Politik als weniger wichtig gelten würden. „Ob die Freikirchen mitunter selbst zu dieser Sichtweise beitragen?“, fragte Dr. Mueller.

Der Artikel 4 des Grundgesetzes garantiere allen Einwohnern der Bundesrepublik Deutschland die Glaubens- und Gewissensfreiheit. Dennoch gebe es beispielsweise bei Adventisten immer wieder Probleme, weil sie etwa am biblischen Ruhetag, dem Sabbat (Samstag), arbeiten oder eine Prüfung ablegen sollten. In den Zeiten der weitverbreiteten Fünftagewoche seien derartige Probleme fast aus dem Blick geraten. „Es gibt sie aber nach wie vor, und sie scheinen zuzunehmen“, betonte der Jurist.

Leider gebe es beim Thema Sabbat keine obergerichtliche Leitentscheidung oder eine gesetzliche Regelung, die so beschaffen sei, „dass wir sie nur aus der Tasche ziehen brauchen, um Erfolg zu haben“. Manchmal müsse gerichtliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Doch es sei nicht unbedingt vorhersehbar, wie diese Prozesse ausgehen würden. Deshalb wäre es wichtig, soweit wie möglich im Gespräch und auf einer unteren Ebene mit den beteiligten Personen eine akzeptable Lösung zu finden. Denn auch ein Arbeitgeber oder eine Hochschule hätten verfassungsrechtlich geschützte Interessen, welche durch die Forderung nach dem arbeitsfreien Sabbat berührt würden, und gegen welche die Religionsfreiheit, falls es zu einem Gerichtsverfahren komme, abgewogen werden müsse.

Harald Mueller plädierte dafür, sich für die Religionsfreiheit einzusetzen. Doch es gelte, dieses Menschenrecht nicht nur selbst in Anspruch zu nehmen, sondern auch anderen zu gewähren, ganz gleich, welchen Glauben sie hätten. Bewusst seien die adventistischen Organisationen zum Schutz der Religionsfreiheit, wie auch die Deutsche Vereinigung für Religionsfreiheit (www.dv-religionsfreiheit.org), nicht nur zur Verteidigung von Christen gegründet worden, sondern konfessions- und religionsunabhängig tätig.
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