Den Glauben durch die Liebe bezeugen

St. Gallen/Schweiz, 31.10.2013/APD   Am Treffen der rund 50 Bischöfe und zuständigen Delegierten für karitative Einsätze der Bischofskonferenzen Europas vom 4. bis 6. November 2013 in Triest/Italien, werden die wohltätigen Initiativen der Kirche und die Rolle der Bischöfe erörtert, teilte der Rat der europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) mit.

Nächstenliebe, nicht Proselytismus
Die Arbeit der zahlreichen Wohltätigkeitsorganisationen und karitativen Initiativen der Kirche stießen in der Regel auf einhellige Zustimmung der Öffentlichkeit, obwohl die Kirche keine Nichtregierungsorganisation sei, so die CCEE-Mitteilung. So dürfe zum Beispiel die Pflege notleidender Menschen weder als Philanthropismus, Proselytenmacherei noch als Kommunikations- oder Marketingstrategie verstanden werden, denn dieses Verhalten wurzle im Glauben. Wenn man die starke Bindung zum Glauben an Christus sowie die daraus entstehende Zeugnispflicht nicht berücksichtige, könne man die christliche Liebe nicht verstehen.

„Die Liebe der Kirche ist Ausdruck, Notwendigkeit und Antwort auf den Glauben in Christus. Sie darf nicht als separater Bereich des Kirchenlebens gesehen werden, in dem nur Experten tätig sind“, so Mgr. Duarte da Cunha, CCEE-Generalsekretär. „Durch die Notleidenden, die in Vergessenheit geratenen, durch die Kinder, die älteren Menschen und die bedürftigen Familien spricht uns Gott an. Dieses Treffen möchte hervorheben, dass der Bischof nicht nur ein Glaubenslehrer, sondern auch ein Lehrer der Liebe sein muss.“

Die Beratungen finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt und werden von der CCEE-Kommission „Caritas in Veritate“ in Zusammenarbeit mit dem Päpstlichen Rat „Cor Unum“ veranstaltet.

Rat der europäischen Bischofskonferenzen (CCEE)
Zum Rat der europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) gehören alle 33 Bischofskonferenzen, die es derzeit in Europa gibt. Sie werden von ihren Vorsitzenden, den Erzbischöfen von Luxemburg, des Fürstentums von Monaco, der Maroniten auf Zypern sowie dem Bischof von Chişinău (Republik Moldau) und dem Eparchialbischof von Mukachevo rechtlich vertreten. Vorsitzender des CCEE ist Kardinal Peter Erdö, Erzbischof von Esztergom-Budapest, Primas von Ungarn.
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Der Lebensstil fördert oder hemmt die Entwicklung von Krebs und Diabetes

Zürich/Schweiz, 30.10.2013/APD   „Früher starben die Menschen vorwiegend an übertragbaren Krankheiten, denen man mit Antibiotika und anderen Medikamenten mehr oder weniger beigekommen ist. Heute sterben wir vorwiegend an nichtübertragbaren Krankheiten wie Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen“, sagte Dr. Heidi Schulz, am jährlichen Gesundheitstag der Schweizer Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten am 27. Oktober in Aarau (Kanton Aargau). Nur fünf bis zehn Prozent der Krebsfälle entständen auf Grund von geerbten Mutationen. Der Lebensstil sei viel entscheidender für die Krebsentstehung, so die Biochemikerin am Institut für Humangenetik an der Universität Regensburg. Aufs Rauchen und auf eine unausgewogene Diät seien je rund 30 Prozent und auf Übergewicht 15 Prozent der Krebsfälle zurückzuführen.

„Unser Schatten ist länger, als wir denken“
Die Wissenschaftlerin erklärte die Grundmechanismen der Epigenetik, einer neuen Sparte der Genetik, und erläuterte die Bausteine des menschlichen Erbguts (Genom). Mit vielen Beispielen zeigte sie den rund 60 anwesenden Gesundheits- und Lebensstilberatern sowie Personen aus Gesundheitsberufen auf, wie das Erbgut beeinflusst und gesteuert werden könne und welche langfristigen Auswirkungen der Lebensstil auf die eigene Gesundheit sowie auf die der Nachkommen haben könnte. „Unser Schatten ist länger, als wir denken“, sagte die Biochemikerin. „Ob ein Junge mit elf Jahren raucht oder nicht raucht, hat Auswirkungen auf die übernächste Generation, auf seine zukünftigen Enkel“, so Schulz. Ebenso könne der Alkoholkonsum einer Mutter Auswirkungen bis zu ihren Urenkeln, vier Generationen nach ihr, haben. Die Aussage der Bibel, wonach das Verhalten einer Generation sich auf mehrere nachfolgende Generationen auswirke, sei heute wissenschaftlich zu belegen.

Die Ganzheitlichkeit des Menschen
Broccoli hemme die Entwicklung einiger Krebsarten, so Dr. Heidi Schulz. Es sei aber bewiesen, dass nicht nur unsere Diät oder ein Fitnessprogramm einen direkten positiven Effekt auf unsere Gene hätte. Auch soziale Kontakte oder unsere Weltanschauung spielten eine entscheidende Rolle im „Schalter- oder Steuerungssystem“ unserer Zellen. So habe hedonistisches Glücksempfinden, bei dem man primär in egoistischer Weise Erfüllung suche, nicht die gleichen positiven, gesundheitsfördernden Steuerungseffekte auf die Gene, wie Glücksempfinden, das Folge von altruistischen (selbstlosen) Handlungen sei.
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Erstmals Frau als regionale adventistische Kirchenleiterin gewählt

Riverside, Kalifornien/USA, 29.10.2013/APD   Am 27. Oktober haben 786 Delegierte der regionalen Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Südost-Kalifornien (Southeastern California Conference of Seventh-day Adventists, SECC) mit 72 zu 28 Prozent die Pastorin Sandra Roberts zur Präsidentin ihrer Kirchenleitung („Vereinigung“) gewählt. Roberts ist damit die erste adventistische Frau weltweit, die zur Leiterin einer Kirchenregion gewählt worden ist. 66,8 Prozent der Delegierten seien laut SECC Männer gewesen, 33,2 Prozent Frauen. In der SECC-Kirchenregion gibt es 67.906 Mitglieder, 143 Kirchgemeinden und zehn ordinierte Pastorinnen.

Einspruch des Weltkirchenleiters gegen die Wahl einer Frau als Präsidentin
Pastor Ricardo Graham, Präsident der fünf US-Bundesstaaten umfassenden Pacific Union Conference (PUC), der überregionalen Kirchenleitung („Union/Verband“), wurde von Pastor Ted Wilson, Präsident der adventistischen Generalkonferenz (Weltkirchenleiter), beauftragt, die SECC-Delegierten in seinem Namen vor der Wahl einer Frau zur Präsidentin zu warnen. Eine solche Wahl würde „durch die Weltkirche nicht anerkannt“, und die regionale Kirchenleitung in Südostkalifornien sowie deren überregionale PUC-Kirchenleitung würden dadurch in direktem Gegensatz zur Weltkirchenleitung stehen. Eine Frau als Präsidentin einer regionalen Kirchenleitung werde laut Pastor Wilson nicht zum anstehenden Exekutivausschuss der Nordamerikanischen Kirchenleitung („Division“) als Abteilung der Generalkonferenz, in Silver Spring, Maryland/USA, zugelassen noch sei sie stimmberechtigt.

Wegen det aufkommenden Unruhe unter den Delegierten aufgrund der Bekanntgabe der Stellungnahme des Präsidenten der Generalkonferenz habe sich Graham beeilt hinzuzufügen, dass sowohl die Delegierten der übergeordneten PUC-Kirchenleitung, als auch die untergeordneten SECC-Delegierten 2012, die Ordination von Frauen befürwortet hätten. Damals sei beschlossen worden, Pastoren unabhängig ihres Geschlechts zu ordinieren. Auf dieser Grundlage habe der SECC-Nominierungsausschuss in Übereinstimmung mit den Richtlinien und Statuten der regionalen sowie auch der überregionalen Kirchenleitung gehandelt, als er Sandra Roberts zur Wahl als Präsidentin vorgeschlagen habe. Jeder potentielle Konflikt betreffe demnach nur die überregionale Kirchenleitung sowie die Weltkirchenleitung, so Ricardo Graham, und müsse zwischen diesen Kirchenadministrationen gelöst werden.

Delegierte, die gegen die Wahl einer Frau opponiert haben, hätten laut SECC-Mitteilung die Einheit und Übereinstimmung mit der Weltkirche angemahnt, deren Statuten keine Frau als Präsidentin einer Kirchenleitung zuließen.

Sandra Roberts war seit 2004 Exekutivsekretärin (Geschäftsführerin und Vizepräsidentin) der regionalen Kirchenleitung (SECC). Davor arbeitete sie als Lehrerin, Seelsorgerin, Jugendabteilungsleiterin und Pastorin. Sie erhielt 1984 ihren Masterabschluss von der adventistischen Andrews Universität (Michigan/USA) und promovierte 2006 an der Claremont School of Theology (Kalifornien/USA), einer Institution der United Methodist Church. Sandra Roberts löst Pastor Gerald Penick ab, der neun Jahre als SECC-Präsident gedient hatte und seine letzten Berufsjahre als Seelsorger in einer adventistischen Gemeinde leisten möchte.

„Christus wird immer unser Ankerpunkt sein“, betonte Sandra Roberts. Die Nachfolge Jesu dürfe ohne die Angst erfolgen, dass diese Unterschiede die Kirchenmitglieder auseinanderbringen würden. Abschließend versicherte sie den Delegierten, dass sie nicht von oben nach unten leiten werde. Vielmehr wolle sie im Team arbeiten.

Ordinierte Pastorinnen umstritten
Frauen können nach ihrem Theologiestudium in der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten zwar als Pastorin „gesegnet“ werden und damit fast alle Amtshandlungen, wie Taufe, Abendmahl, Trauung und Beerdigung, vornehmen. Laut Weltkirchenleitung dürfen aber nur männliche Geistliche ordiniert werden. Nur sie dürften in kirchenleitende Ämter, etwa als Präsident einer „Vereinigung“ oder eines „Verbandes“ (regionale beziehungsweise überregionale Kirchenleitung), berufen werden, da hierfür die Ordination notwendig sei. Während die Ordination von Pastoren weltweit innerhalb der Freikirche Gültigkeit habe, dürften Pastorinnen nur in den Gebieten wirken, die zu einer Kirchenleitung gehörten, welche die Segnung praktiziere.

Studienkommission zur Ordinationsfrage
Der Exekutivausschuss der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) der Siebenten-Tags-Adventisten hat 2012 eine Studienkommission eingesetzt, die sich bis Oktober 2014 mit der Theologie der Ordination befassen solle. Die sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen sollten die adventistische Gemeindepraxis unter besonderer Berücksichtigung einer bisher noch nicht in der Freikirche möglichen Ordination von Pastorinnen einbeziehen. Die Ergebnisse würden im Oktober 2014 dem Exekutivausschuss der Weltkirchenleitung vorgestellt, der dazu Empfehlungen verabschiede, welche der adventistischen Weltsynode (Generalkonferenz-Vollversammlung) 2015 in San Antonio, Texas/USA, zur Abstimmung vorgelegt werden sollten.

Die Weltsynoden der Adventisten 1990 in Indianapolis/USA und 1995 in Utrecht/Niederlande hatten die Ordination von weiblichen Geistlichen mehrheitlich abgelehnt. Die Zulassung von Frauen als ordinierte Pastorinnen sei außerhalb von Nordamerika, Westeuropa, China und Australien/Ozeanien, wo nur etwa 13 Prozent der weltweit fast 18 Millionen erwachsen getauften Adventisten leben, umstritten.
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Eigene Briefmarke für ERF Medien

Wetzlar, 29.10.2013/APD   Eine Briefmarke mit eigenem Motiv gibt ERF Medien (Wetzlar) heraus. Die Marken haben den Portowert von 58 Cent und zeigen das Logo von ERF Medien. Es gibt sie zum einen als limitierte Klappkarte (Portocard) im Visitenkartenformat mit einer selbstklebenden Marke. Nicht nur die Marke, auch die Klappkarte sei individuell von ERF Medien gestaltet worden. Die Portocard werde nur in kleinen Mengen an Interessenten verkauft.

Zudem bietet ERF Medien ab Ende November Bögen zu je 20 Marken an. Während die Klappkarte für drei Euro eher den Sammler interessieren dürfte, sei der Bogen für 25 Euro für den postalischen Gebrauch gedacht. „Erwerben – und für den ERF werben!“ Unter diesem Motto unterstütze der Käufer mit dem Erwerb der Marken die Arbeit von ERF Medien.

Bestellungen nimmt ERF Medien per Post (ERF, „Briefmarke“, 35573 Wetzlar) oder per E-Mail an kommunikation@erf.de entgegen.

Der ERF wolle als Medienunternehmen durch seine Programme in Radio, Fernsehen und Internet Menschen helfen, den Glauben an Jesus Christus zu entdecken sowie in der Kirchengemeinde und Gesellschaft zu leben.

ERF Medien wurde am 19. Oktober 1959 in Wetzlar als Evangeliums-Rundfunk e. V. gegründet. Heute habe der gemeinnützige Verein etwa 150 Mitglieder. Beim ERF in Wetzlar arbeiteten über 230 Frauen und Männer, die Christen seien. Sie gehörten verschiedenen Landes- und Freikirchen an, vorwiegend aus dem evangelischen Bereich. Das Medienunternehmen bekenne sich zur Glaubensbasis der Deutschen Evangelischen Allianz. Den ERF verbinde eine besondere Medienpartnerschaft zur Aktion „ProChrist“ und zur „Stiftung Christliche Medien“ (SCM).

Nicht nur Sendungen in deutscher Sprache würden vom ERF ausgestrahlt. Im In- und Ausland beteilige er sich finanziell an Sendungen in 45 Sprachen. Für den deutschsprachigen Raum produziere der ERF zehn fremdsprachige Radioprogramme. Zudem unterhalte der ERF ein internationales Telefonangebot in 25 Sprachen (Tel.-Nr. 06441 2081610). Er ist Partner von „Trans Word Radio“ (TWR). Gemeinsam werde weltweit in über 230 Sprachen gesendet.
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Neues adventistisches Liederbuch erst Ende 2014

Lüneburg, 28.10.2013/APD   Das neue Liederbuch „glauben • hoffen • singen“ für den Gottesdienst der Siebenten-Tags-Adventisten in der Bundesrepublik und der deutschsprachigen Schweiz kommt jetzt doch nicht in diesem Jahr heraus, sondern erst Ende 2014, teilte der Advent-Verlag, Lüneburg, mit. Noch im Frühjahr habe es für einen Teil des Arbeitskreises Neues Liederbuch so ausgesehen, als könnten die Gemeinden schon Ende diesen Jahres aus dem neuen Liederbuch singen. Das habe sich aber als Irrtum erwiesen. Bei einem Treffen des Vorbereitungsteams, bestehend aus Musikern, Vertretern der Freikirche und des Advent-Verlags, sei die „Wegstrecke neu vermessen“ und als neuer Erscheinungstermin Ende 2014 vereinbart worden.

Wie der Sekretär (Geschäftsführer) des Norddeutschen Verbandes der Freikirche und Mitglied des Liederbuch-Ausschusses, Pastor Friedbert Hartmann (Hannover), mitteilte, sei das bisherige Gesangbuch „Wir loben Gott“ bereits 30 Jahre alt und vergriffen. „Aus urheberrechtlichen Gründen können wir es nicht einfach nachdrucken.“ Als „Ergänzungsliederbuch“ wäre vor neun Jahren „Leben aus der Quelle“ erschienen, das vor allem jüngeres Liedgut enthalte. Viele Gemeindemitglieder gingen daher Woche für Woche mit zwei Liederbüchern in den Gottesdienst.

Für das neue Gesangbuch seien 711 Lieder in die Auswahl genommen worden, so Hartmann. Dabei habe der Liederbuch-Ausschuss etwa 3.500 Lieder gesichtet und bewertet. Rund 270 Lieder stammten aus „Wir loben Gott“, 165 aus „Leben aus der Quelle“, und 270 kämen neu hinzu. Das Format sollte „handtaschentauglich“ sein.

Am neuen Liederbuch arbeiteten Kirchen- und Jugendmusiker, Musikpädagogen, Theologen, Germanisten sowie Mitarbeiter aus dem Advent-Verlag Lüneburg und den Dienststellen der beiden deutschen Verbände mit. In den Arbeitskreisen, welche die Verantwortung für die inhaltliche Gestaltung trügen, gebe es etwa 20 Personen aus allen deutschen regionalen („Vereinigungen“) und überregionalen („Verbände“) Freikirchenleitungen sowie der Deutschschweizerischen Vereinigung.

Das neue Liederbuch habe ein „integratives“ Konzept, informierte Pastor Hartmann. „Jede Altersgruppe, jede kulturelle Gruppe der Adventgemeinden in Deutschland und der deutschsprachigen Schweiz soll aus diesem Buch singen können.“ Im neuen Gesangbuch seien unterschiedliche Musikstile vertreten. Chronologisch aufgezählt, gehe es um Liedgut aus der Zeit bis zum 17., des 18. (Pietismus, Aufklärung), 19. (Erweckungszeit) und 20. Jahrhunderts („Erste und Zweite Moderne“, Popularmusik, Anbetungslieder).
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Ökumenischer Lagebericht 2013 des Konfessionskundlichen Instituts

Einschätzung der aktuellen ökumenischen Baustellen

Hannover, 28.10.2013/APD   Der in Bensheim ansässige „Evangelische Bund“ hat während seiner 105. Generalversammlung in Hannover den „Ökumenischen Lagebericht 2013“ vorgestellt. Die viertätige Versammlung stand unter dem Motto „Glauben und glauben lassen – Toleranz und Glaubensbewusstsein“. Der Evangelische Bund setze sich zum Ziel, die Botschaft der Reformation in den konfessionellen, weltanschaulichen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen der Gegenwart zur Geltung zu bringen und dadurch die Ökumene zu fördern, berichtete CBS KULTUR INFO.

Die Präsentation des „Ökumenischen Lageberichts 2013“ erfolgte, wie bereits im Vorjahr nicht als Vortrag, sondern als Podiumsrunde. In schriftlicher Form erscheint der ökumenische Lagebericht demnächst in der Zeitschrift „MD -Materialdienst“ Nr. 6/2013 des Konfessionskundlichen Institutes des Evangelischen Bundes, Bensheim.

Der Freikirchen-Referent und Leiter des Konfessionskundlichen Institutes, Pfarrer Dr. Walter Fleischmann-Bisten, berichtete, dass am 21. September 2013 die erste Frau in der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa als Pastorin ordiniert worden sei. Dies verstoße jedoch gegen die Richtlinien der Weltkirchenleitung. Zudem informierte er über die weiteren Schritte der Neuapostolischen Kirche, die nun ihren Katechismus veröffentlicht hat und versuche, aus der „Sektenecke“ in die Gemeinschaft der christlichen Kirchen zu kommen. Weiter berichtete Fleischmann-Bisten vom 40-jährigen Jubiläum der „Leuenberger Konkordie“ und ordnete dies in die bevorstehenden Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum im Jahr 2017 ein. Bei der Leuenberger Konkordie handelt es sich um eine 1973 gegründete Kirchengemeinschaft, die fast alle lutherischen, reformierten und methodistischen Kirchen Europas einschließt. Sie wurde 2003 umbenannt in Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE).

Schließlich berichtete der Freikirchen-Referent, der auch Mitglied der achtköpfigen Arbeitsgruppe des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) zum Thema „Heilung von Erinnerungen“ ist, über die Chancen, wie dieses Jubiläum nicht national-deutsch oder konfessionalistisch, sondern ökumenisch begangen werden könnte.

Die Ostkirchen-Referentin Dr. Gisa Bauer schilderte vor dem Hintergrund der in den letzten zwölf Monaten stattgefundenen Patriarchenwahlen in Äthiopien, Ägypten, Syrien, Bulgarien und dem Rücktritt des Oberhauptes der orthodoxen Kirche in Tschechien und der Slowakei die jeweilige aktuelle Situation der orthodoxen Kirche in diesen Ländern und ging auf Schwierigkeiten ein, denen diese ausgesetzt seien. Die orthodoxe Kirche zähle heute weltweit etwa 300 Millionen Mitglieder und sei neben Protestantismus und Katholizismus die drittgrößte christliche Konfession, was auch für Deutschland zutreffe.

Der Catholica-Referent Dr. Paul Metzger ordnete die „vierhändige“ päpstliche Enzyklika „Lumen Fidei“ in das geistige Vermächtnis des emeritierten Papstes ein und fragte nach den theologischen Impulsen des neuen Papstes, die sich aus diesem Text erkennen ließen. Außerdem würdigte er kritisch das Bemühen des Lutherischen Weltbundes (LWB) und des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen um das Reformationsjubiläum 2017. Ob das Konsensdokument wirklich „vom Konflikt zur Gemeinschaft“ führe, sei seiner Meinung nach einer gesonderten Frage würdig.

Metzger informierte auch über den Pontifikatswechsel von Benedikt XVI. zu Franziskus und gab zu bedenken, dass durch den Amtsverzicht des Papstes sich das Papstamt selbst verändert habe. Die ersten Monate der Amtszeit von Papst Franziskus hätten der römisch-katholischen Kirche insgesamt ein neues Bild vermittelt. Jetzt aber müssten den Ankündigungen auch die Umsetzungen folgen. Ferner berichtete er über die Veränderungen in der römich-katholischen Kirche Deutschlands und die anstehenden personellen Veränderungen. Die Krise im Bistum Limburg sorge schon jetzt für eine nachhaltige Diskussion um Kirchenfinanzierungen und Privilegien der Kirchen in Deutschland.

Der Ökumene-Referent Pfarrer Dr. Matthias Meyer stellte die Frage, mit welcher Vision der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) ins 21. Jahrhundert gehe. Meyer wird das Konfessionskundliche Institut auf der 10. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen vertreten, die vom 30. Oktober bis 8. November im südkoreanischen Busan tagen wird. Er berichtete außerdem von der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK), die während ihrer 14. Versammlung 2013 in Budapest einen Neuanfang gewagt habe.

Weiter fragte er, welche Anstöße oder Auswirkungen die Feierlichkeiten „450 Jahre Heidelberger Katechismus“ zeitigen würden. Beim Heidelberger Katechismus handele es sich um die am weitesten verbreitete reformatorische Bekenntnisschrift. Ein kleines Buch mit großer Wirkung für reformierte und unierte Kirchen weltweit, ähnlich wie Martin Luthers Kleiner Katechismus für die lutherische Kirchen.
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Papua-Neuguinea baut bei Entwicklungshilfe zunehmend auf Kirchen

Port Moresby/Papua-Neuguinea, 27.10.2013/APD   Obwohl Papua-Neuguinea (PNG) eine der am schnellsten wachsenden Wirtschaften der Welt mit großen Investitionen aus Australien, Asien und den USA habe, seien der Bildungs- und Gesundheitsbereich weit hinter dem Standard anderer Entwicklungsländer zurückgeblieben, so die adventistische Kirchenzeitschrift in Australien „Record“. Zudem gebe es weitverbreitete und massive Verletzungen der Grundrechte von Frauen und eine große, schlecht qualifizierte sowie unterbeschäftigte Arbeitnehmerschaft, wie bei der alle zwei Jahre stattfindenden Tagung des „Church Partnership Programs“ (CPP) in Port Moresby/Papua-Neuguinea mitgeteilt wurde.

Kirchen in PNG sind die besten Partner für Entwicklungszusammenarbeit
Um die komplexen Probleme der Nation mit mehr als 800 Sprachen und großen kulturellen Unterschieden anzugehen, habe die Katastrophen- und Entwicklungshilfeorganisation der australischen Regierung AusAID im Jahr 2004 ein jährliches Programm von 4,9 Millionen Euro eingeführt, das mit Hilfe der Kirchen, ihren lokalen Netzwerken und Kompetenzen, Entwicklungshilfe leiste. Dieses „Church Partnership Program“ (CPP) umfasse laut „Record“ sieben christliche Kirchen, die in Papua-Neuguinea ihre Kompetenz bei sozialen Dienstleistungen bewiesen sowie eine nationale Organisation hätten und auch in Australien vertreten sein müssten: Anglikaner, Baptisten, römische Katholiken, Lutheraner, Methodisten, Heilsarmee und Siebenten-Tags-Adventisten. Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Papua-Neuguinea, gemeinsam mit der adventistischen Kirchenleitung im Land, seien von AusAID mit der Leitung des Church Partnership Programms betraut worden.

„Kirchen sehen die Probleme der Menschen. Sie sind in vielen Dörfern vertreten und erreichen die Ärmsten und Entferntesten“, sagte Stuart Schaefer, AusAID-Direktor in Papua-Neuguinea. Robert Brink, AusAID-Berater für Regierungsführung in Papua-Neuguinea, ergänzte: „Kirchen sind die besten Partner für die Entwicklungshilfe in PNG.“

Bei CPP-Projekten handle es sich laut „Record“ um sehr praktische Angebote, wie Anlegung von Gemüsegärten, Ziegelsteinherstellung, Alphabetisierung, Vermittlung von grundlegenden Kompetenzen zur Lebensbewältigung, Programme gegen Gewalt an Frauen sowie Hilfe für arme Mütter und deren Kleinkinder.

Geplante Kooperation der PNG-Regierung mit den Kirchen
Laut Charles Abel, Minister für nationale Planung und Kontrolle in Papua-Neuguinea, beabsichtige seine Regierung die Schaffung eines „Church Development Councils“ (CDC; Kirchlicher Entwicklungsrat), der mit jährlich 14,5 Millionen Euro finanziert werden solle, um Bildungs- und Gesundheitsangebote im Land zu fördern. Das erste CDC-Treffen sei für das Frühjahr 2014 vorgesehen. Stuart Schaefer, AusAID-Direktor in Papua-Neuguinea, ergänzte dazu, dass dieser Betrag klein sei im Verhältnis zu den jährlichen Gesamtausgaben der PNG-Regierung von 433 Millionen Euro zur Entwicklung der Provinzen. Nicht alle Provinzregierungen setzten dieses Geld weise ein, so Schaefer. Die Kirchen seien erfolgreicher als die Regierung, Gesundheitsdienstleistungen und Bildung zur Verfügung zu stellen. „In diesem Fall ist es sinnvoll, die Kirchen zu unterstützen. Es handelt sich schlicht um einen pragmatischen Ansatz“, so Schaefer

„Wir freuen uns über die geplante offene, transparente und neutrale Art der Regierung von Papua-Neuguinea, die Programme auszusuchen und zu finanzieren“, sagte Pastor Leigh Rice, Präsident der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in PNG. „Wir sind entschiedene Vertreter der Religionsfreiheit, die für alle Glaubensrichtungen gilt und die auch die gleiche Behandlung aller friedliebenden Menschen durch die Regierung einschließt, ob sie nun glauben oder nicht.“

Adventisten in Papua-Neuguinea
In Papua-Neuguinea mit 7,1 Millionen Einwohnern gibt es über 248.000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 904 Kirchengemeinden. Sie unterhalten eine Universität, drei Gymnasien, 96 Grundschulen, 42 Kliniken, einen Flying Doctor Service (Fliegende Ärzte) sowie einen Radio- und Fernsehsender.

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-International (Adventist Development and Relief Agency) ist eine weltweite Hilfsorganisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. ADRA unterhält ein Netzwerk mit etwa 120 regionalen und nationalen Landesbüros und gewährt Hilfe ohne Rücksicht auf politische und religiöse Anschauung oder ethnische Herkunft.
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Anpacken – Einpacken – Auspacken

Zürich/Schweiz, 25.10.2013/APD   Unter dem Motto „Anpacken – Einpacken – Auspacken“ will die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz mit der diesjährigen Weihnachtsaktion „Kinder helfen Kindern“ 4.000 Pakete nach Moldawien schicken.

32 Aktionsgruppen in der deutschen und 22 in der welschen Schweiz sowie im Tessin würden sich laut Hilfswerk an der Aktion beteiligen. Kinder mit ihren Eltern, Schulklassen sowie Kirchengemeinden stellten Geschenkpakete für benachteiligte Kinder in Moldawien zusammen. Damit die Pakete rechtzeitig bis Weihnachten die Empfänger erreichten, müssten sie bis spätestens 16. November bei den Sammelstellen abgegeben werden.

Die Pakete würden wie 2011 und 2012 von der Partnerorganisation ADRA Moldawien an Kinder in Waisenheimen, verarmte Familien sowie an behinderte Kinder im Land verteilt. Moldawien ist eines der ärmsten Länder Europas und liegt zwischen Rumänien und der Ukraine. Im Rahmen der letztjährigen Weihnachtsaktion seien aus der Schweiz 2.525 Pakete nach Moldawien geschickt worden, so ADRA Schw
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Kinderbibel in 175 Sprachen übersetzt

München, 24.10.2013/APD  Die Kinderbibel „Gott spricht zu seinen Kindern“ des weltweiten römisch-katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“ ist jetzt in 175 Sprachen erhältlich. Die jüngste Übersetzung des Buches erschien auf „Chol“, der Sprache des Ureinwohnerstammes der Choles, der im mittelmexikanischen Bundesstaat Chiapas beheimatet ist.

Das farbenfroh bebilderte Buch enthält in 99 Kapiteln eine Auswahl von Texten aus dem Alten und Neuen Testament. Es sei für die religiöse Erziehung von Kindern in aller Welt gedacht und lehre darum spielerisch Glaubenszusammenhänge, so das Hilfswerk. Außerdem leiste die Kinderbibel auf allen Kontinenten einen Beitrag zur Alphabetisierung. Bis heute habe „Kirche in Not“ weltweit mehr als 50 Millionen Kinderbibeln verteilt. In 140 Ländern werde sie von Lehrern und Priestern für den Religionsunterricht verwendet.

Die Päpstliche Stiftung „Kirche in Not“ unterstütze den Glauben dort, wo die Seelsorge schwierig sei, oder wo Christen verfolgt und unterdrückt würden.
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Globale Umfrage bei Adventisten

Silver Spring, Maryland/USA, 23.10.2013/APD   Während der Jahressitzung des Exekutivausschusses der Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Silver Spring, Maryland/USA hat David Trim, Direktor des Büros für Archive, Statistiken und Forschung, am 15. Oktober die rund 350 Kirchenleiter aus der ganzen Welt über die Ergebnisse der umfangreichsten Befragung unter adventistischen Kirchenmitgliedern zu deren Einstellungen, Glaubensüberzeugungen und religiösen Praktiken informiert. Laut Adventist News Network (ANN) wurde die Forschung auf fünf Projekte aufgeteilt und von adventistischen Universitäten weltweit durchgeführt.

Zu den wichtigsten Umfrageergebnissen der 41.000 befragten Kirchenmitglieder, Pastoren, Studenten und 900 ehemaligen Adventisten zählten laut ANN:

● Die Leiter des Bibelgesprächs, im ersten Teil des adventistischen Gottesdienstes (Sabbatschule), werden als freundlicher, fürsorglicher und mit einem positiveren Einfluss auf das religiöse Leben eingestuft als Pastoren oder Gemeindeälteste.
● Ein Drittel der adventistischen Familien macht täglich eine Andacht.
● Fast die Hälfte der adventistischen Studenten und Hochschulabsolventen ist bereit, praktizierende Homosexuelle als treue Kirchenmitglieder zu akzeptieren.
● Neun von zehn Personen, welche die Kirche nicht mehr besuchen, sind von ihrem Pastor nach deren Wegbleiben nicht besucht worden.

„Sowohl in Bezug auf Umfang und Tiefe ist dies die beste Momentaufnahme, die wir je von der weltweiten Kirche hatten“, betonte David Trim. Nach Angaben von ANN habe Trim die Kirchenleiter gewarnt, vorschnelle Schlüsse zu ziehen. „Daten sind Daten. Was sie bedeuten, ist etwas anderes.“

Bibelstudienheft als Hilfestellung für religiöses Leben
Als Lichtblick der Studie werte Trim unter anderem die Aussage von 53 Prozent der Befragten, wonach ihnen das Bibelstudienheft mit täglichen Betrachtungen sehr viel bei der Entwicklung ihres religiösen Lebens helfe. Die Bibelstudienanleitung sei hingegen bei Adventisten in Nordamerika, Teilen Europas und Australien weniger geschätzt.

Biblischer Ruhetag: Sabbat (Samstag)
Als weiteres positives Ergebnis habe David Trim die Aussage von 92 Prozent der befragten Adventisten gewertet, wonach der siebente Tag, der Sabbat (Samstag), für sie der wahre biblische Ruhetag sei.

Unbemerkte Kirchenaustritte
Von 2000 bis 2012 seien weltweit mehr als 13,6 Millionen Menschen Kirchenmitglieder, meist durch die Glaubenstaufe als Erwachsene geworden. In der gleichen Zeitspanne habe die Kirche aber 5,9 Millionen Mitglieder verloren. In dieser Zahl seien die Todesfälle nicht eingerechnet. Dies entspreche einer Verlustrate von 43,4 auf hundert neue Mitglieder, was entschieden zu viel sei, so Trim. Zu den problematischen Ergebnissen der Umfrage gehöre, dass Mitglieder unbemerkt die Kirche verlassen könnten sowie das Einsickern säkularer Werte.

Säkularisierung
Interessanterweise lehne die überwiegende Mehrheit der inaktiven und ehemaligen Mitglieder nicht die Lehre und den Auftrag der Kirche ab. „Unter der starken Dynamik der zeitgenössischen Gesellschaft entfernen sie sich von den etablierten Formen religiöser Aktivität“, so Trim. Diesem Einfluss seien die meisten adventistischen Gemeinden nicht gewachsen.

Eine weitere Erkenntnis der Untersuchung bestehe darin, dass die Säkularisierung nicht mehr nur auf Nordamerika, Europa und Australien beschränkt sei. „Es handelt sich um eine globalisierte Gesellschaft“, sagte Trim. „Die Menschen schauen die gleichen Fernsehprogramme, lesen die gleichen Apps und Webseiten auf ihren Handys und Computern.“

Wiederkunftserwartung
Der Frage, ob sie das Weltende in den nächsten 20 Jahren erwarten würden, stimmten nur 22 Prozent stark zu, 45 Prozent hätten diese Erwartung stark verneint. „Es ist nicht so, dass die Befragten nicht glauben würden, dass Jesus wiederkommt, aber es scheint eine Art von Skepsis gegenüber seinem baldigen Kommen zu bestehen“, erläuterte Trim.

Geschlechterverteilung
Die bisher angenommene Geschlechterverteilung in der weltweiten Kirche von 35 Prozent Männern und 65 Prozent Frauen habe die Umfrage korrigiert. Die Kirchenmitgliedschaft bestehe aus 57 Prozent Frauen und 43 Prozent Männern.

Altersverteilung
54 Prozent der Adventisten weltweit seien im Alter von 16 bis 40 Jahren, so Trim. Dies ergebe zwei Herausforderungen: Junge Mitglieder würden zu früh und ohne die nötige Erfahrung in kirchliche Leitungspositionen berufen, und die älteren Leiter müssten lernen, wie man mit der jüngeren Generation umgehe.

Nur zehn Prozent der weltweiten Kirchenmitglieder seien über 60 Jahre alt. Die überalterten Kirchgemeinden befänden sich in Nordamerika, Europa und Japan. „Im Gegensatz dazu ist die Kirche in Lateinamerika und insbesondere in Afrika, eine extrem jugendliche Kirche“, so David Trim.

Adventisten weltweit
Die Siebenten-Tags-Adventisten sind eine evangelische Freikirche. Sie ist aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervorgegangen. Weltweit gehören ihr knapp 18 Millionen Mitglieder in 208 Ländern an. Mehr als ein Drittel der Adventisten lebt in Afrika, ein weiteres Drittel in Mittel- und Südamerika. Die Kirche betreibt weltweit das größte protestantische Netz von Krankenhäusern und Schulen. Adventisten ermutigen Menschen zu einem erfüllten und frohen Leben, indem sie sich einsetzen, das Denken durch Bildung, den Körper durch eine gesundheitsbewusste Lebensweise und die spirituelle Beziehung zu Gott durch persönliches Bibelstudium und Gebet zu fördern. Mit der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA versucht die Kirche durch gemeinnützige Dienste und weltweite Projekte bedürftigen Menschen, unabhängig von Religion, Rasse, Geschlecht oder politischer Überzeugung, zu helfen.
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Vatikan sichert sich Internetadresse ".catholic"

Vatikanstadt, 22.10.2013/APD   Laut Kathpress habe der Vatikanstaat vom zuständigen Verband für die Vergabe von Internetadressen (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers ICANN) das alleinige Recht an der Domain „.catholic“ zugesprochen erhalten. Wie „Radio Vatikan“ berichtete, würden die Rechte des Päpstlichen Medienrates an dieser Domain auch für das kyrillische, arabische und chinesische Alphabet gelten.

Künftig werde der Päpstliche Medienrat nur Einrichtungen mit kanonischer Anerkennung einen Internetauftritt mit der Adresse „.catholic“ erlauben, gab ein Mitarbeiter des Medienrates gegenüber der US-Nachrichtenagentur CNS an. Dies könnten etwa Diözesen, Pfarreien, Orden, katholische Universitäten, Schulen und Krankenhäuser sein. Ermöglicht werden solle somit eine „kohärentere und organisiertere Präsenz der Kirche im Internet“.
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"Die totale Überwachung"

Lüneburg, 21.10.2013/APD   Vor einiger Zeit enthüllte der Internetexperte Edward Snowden, dass der US-amerikanische Geheimdienst NSA systematisch und millionenfach die Internet-Kommunikation von Nicht-Amerikanern überwacht und zumindest die Verbindungsdaten speichert. Dadurch wurde einer breiten Öffentlichkeit zum ersten Mal bewusst, welche Möglichkeiten es gibt, sich ein genaues Bild über die Nutzer des Internets zu verschaffen – also mittlerweile über die meisten Menschen hierzulande. Ist das der Beginn einer totalen Überwachung der Bürger? Gibt es in der biblischen Prophetie Hinweise auf Mächte, welche die Kontrolle über die Menschen anstreben und dazu Instrumente wie das Internet nutzen könnten? Und wie müsste darauf reagiert werden? Darum gehe es im Hauptbeitrag Der Spähangriff“ in der Ausgabe IV/2013 des adventistischen Magazins „Zeichen der Zeit“, so Chefredakteur Elí Diez-Prida.

In weiteren Beiträgen wird über den Fußballchampion David Alaba berichtet und der Frage nachgegangen, warum es so viele Konfessionen gibt.

„Zeichen der Zeit“ erscheine vierteljährlich mit einer Auflage von etwa 90.000 Exemplaren, werde von Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland finanziert und kostenlos verteilt. Das Heft könne auch im Internet bei www.advent-verlag.de unter „Periodika“ heruntergeladen werden.
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Weihnachtspakete für Kinder in Albanien und Lettland

Wien/Österreich, 21.10.2013/APD   Für die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Österreich ist die Aktion „Kinder helfen Kindern“ ein fester Bestandteil in der vorweihnachtlichen Zeit. In den nächsten Wochen können wieder Einzelpersonen, Familien, Kindergartengruppen und Schulklassen Weihnachtspakete für Kinder in Albanien und Lettland packen. Im vergangenen Winter seien 7.258 Weihnachtspäckchen aus Österreich an bedürftige Kinder in den beiden Ländern verteilt worden. Abgabeschluss der Pakete ist je nach Sammelstelle um den 25. November. Weitere Informationen unter http://www.kinder-helfen-kindern.blogspot.com
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Welternährungstag 2013: Nahrung ist ein Menschenrecht

Weiterstadt bei Darmstadt, 20.10.2013/APD   Der Welternährungstag sei für viele Medien ein Anlass, einzig auf die Verschwendungssucht in deutschen Haushalten hinzuweisen. Zu viele Lebensmittel würden weggeworfen und wertvolles Trinkwasser verschwendet. Die Gefahr dieser thematischen Fokusierung bestehe jedoch darin, dass vom wahren Kernproblem abgelenkt werde: dem Hunger von 840 Millionen Menschen weltweit, gab Fritz Neuberg, Assistent des Pressesprechers der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland, zu bedenken. Es stelle sich daher die Frage: „Wieso müssen im 21. Jahrhundert fast 1 Milliarde Menschen an Hunger leiden?“ Dabei sollte beachtet werden, dass Unterernährung nicht nur ein Problem der Entwicklungsländer sei, sondern auch in westlichen Ländern, wie in den USA, vorkomme.

„Hunger“ bedeute für Menschen in den Entwicklungsländern „Angst“, betonte Neuberg. Wer nicht wisse, wie er sich und seine Kinder ernähren solle, kämpfe um sein Überleben. Er stelle sich die Frage, wie er den nächsten Tag oder die nächste Woche überstehen könne. „Irgendwann schaltet man ab, man wird hart. Und man nimmt, was man bekommt.“ In Afghanistan seien friedliebende Bauern bereit, Opium anzubauen oder ein paar Granaten regelmäßig auf NATO-Stützpunkte abzuschießen, Hauptsache, sie erhielten Geld zum Überleben. Woher das Geld komme, wäre dann egal. Und wer diese Möglichkeit nicht habe, greife zu Rauschgiften, um den Hunger zu überdecken. Welche Abwärtsspirale aus Problemen sich daraus ergebe, sei leicht nachzuvollziehen.

„Irgendwann wird aus dem andauerndem Hunger Antriebslosigkeit“, stellte Fritz Neuberg fest. Mütter hätten in Haiti ihre Kinder verkauft, weil sie die eigenen Kinder nicht mehr ernähren könnten. „Als nach dem Erdbeben dann Hilfsorganisationen kamen, wurde die Lage für solche Kinder nur wenig humaner.“ Eltern hätten ihre Kinder irgendwo auf der Straße abgestellt, in der Hoffnung, dass eine Hilfsorganisation sie mitnehmen und in einem Kinderheim unterbringen würde.

Auf die Frage „Wieso müssen im 21. Jahrhundert fast 1 Milliarde Menschen an Hunger leiden?“, meint Neuberg: Wer genauer hinsehe, erkenne neben Naturkatastrophen auch das Eingreifen des Menschen. Entweder durch Stellvertreterkriege oder Kriege aus wirtschaftlichen Interessen, oder durch wirtschaftliche Interessen, um billige Nahrungsmittel und Treibstoffe zu produzieren.

Sicher sei es wichtig, verantwortungsvoll mit Nahrungsmitteln und Wasser in Deutschland umzugehen. „Darüber hinaus sollten wir aber vor allem jene Probleme lösen, die ein menschenunwürdiges Leben in Entwicklungsländern verursachen.“ Das sei nicht leicht. „Der Hydra aus verantwortungslosen Interessen die Köpfe abzuschlagen, wird ein mühsamer Kampf sein.“ Aber es gelte, den Betroffenen eine ständige Stimme zu geben, damit sich ihre Situation bessern könne. Denn jeder Mensch habe das Recht auf eine gute Mahlzeit. „Nahrung ist ein Menschenrecht“, schlussfolgert Fritz Neuberg.
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ADRA schafft Notunterkünfte für Evakuierte der Buschfeuer

Wahroonga, NSW/Australien, 19.10.2013/APD   Zwanzig Freiwillige der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Australien arbeiten in acht Notunterkünften für Evakuierte der Buschbrände im australischen Bundesstaat New South Wales (NSW) in den Regionen Blue Mountains, Lake Macquarie und Lower Hunter Regionen mit, so das Hilfswerk. Da eine Ausbreitung der Brände erwartet werde, seien weitere 30 Freiwillige einsatzbereit.

Im Rahmen einer offiziellen Vereinbarung mit der Regierung von New South Wales sei ADRA für die Bereitstellung von Unterkünften während kurzer Zeitdauer zuständig, um Evakuierte und Opfer von Katastrophen zu beherbergen. Zudem werde auch anderen Hilfswerken geholfen. So hätten die ADRA-Freiwilligen Kleideung und Bettzeug für Menschen in Not beschafft, wie Douglas Kieltyka, ADRA-Koordinator für Katastrophenhilfe in NSW mitteilte.
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ADRA-Österreich: Viele Aktivitäten trotz begrenzter Mittel

Wien/Österreich, 18.10.2013/APD   Wie aus dem Jahresbericht 2012 hervorgeht, gab die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Österreich im letzten Jahr 315.000 Euro für ihre Arbeit aus. Darunter waren 32.500 Euro für Spendenwerbung und 36.300 Euro Verwaltungsaufwand. Davon trug die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Österreich 42.500 Euro. Laut ADRA-Direktor Marcel Wagner sehe das Projektvolumen „sehr klein“ aus, dennoch hätten 2012 viele Aktivitäten stattgefunden.

Laut Jahresbericht ADRA habe sich Österreich mit sieben Projekten im eigenen Land und mit 38 Projekten in anderen Ländern engagiert. Unter anderen sei wie folgt geholfen worden: Unterstützung einer Landwirtschaftsschule im Südsudan, damit Bauern lernen, auf ihren Feldern bessere Erträge zu erzielen. Anleitung von Familien beim Anlegen von Gemüsegärten in der Region Matam im Norden Senegals. Hilfe für Betroffene nach zwei Tropenstürmen auf den Philippinen. Planung eines Wasserkraftwerkes in Afghanistan, um ein Krankenhaus mit Strom zu versorgen. Lesen und Schreiben für Frauen im südlichen Nepal. Ausbau des Ausbildungsprogramms für Roma in Albanien. Kindgerechte Umgestaltung eines Kinderheimes durch Freiwillige in der Republik Moldau. Bau einer Biogasanlage in Petit Goave/Haiti. Eine weitere Anlage sei in Chengdu/China im Bau. „In Österreich konnten wir nach dem Murenabgang in St. Lorenzen und nach den Überschwemmungen in Lavamünd helfen“, berichtete Wagner.

Der Jahresbericht 2012 ist im Internet bei http://www.adra.at/publikationen.html zu finden.
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Nordkorea die "menschenverachtendste Diktatur der Erde"

Frankfurt/Main, 18.10.2013/APD   Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) bezeichnet Nordkorea als die gegenwärtig „menschenverachtendste Diktatur der Erde“, welche im weitgehend abgeriegelten Staat die eigene Bevölkerung versklave. Peking unterstütze laut IGFM aktiv ein System, „das selbst das Vorstellungsvermögen Orwells und Kafkas übertrifft“.

Willkürliche Verhaftungen, absurde Gesetze und Kollektivstrafe
Demnach existierten viele Rechte in Nordkorea – wenn überhaupt – nur auf dem Papier. In der Wirklichkeit agierten Strafverteidiger als Assistenten der Richter und beide als Vollstrecker der kommunistischen „Partei der Arbeit Koreas“. Folter gelte als gängige „Ermittlungsmethode“. Nordkoreanische Flüchtlinge berichteten davon, dass Menschen aus absurden Gründen inhaftiert, gefoltert und zu langjähriger Lagerhaft verurteilt würden, weil sie zum Beispiel beim Ansehen von Seifenopern erwischt worden seien oder südkoreanische Musik-CDs besäßen.

Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation würden aufgrund der in Nordkorea praktizierten Regel „Schuld durch Verwandtschaft“ oft ganze Familien für das Vergehen Einzelner bestraft und ins Gefangenenlager deportiert. Die Häftlinge lebten dort unter unmenschlichen Bedingungen und litten unter Hunger, Ausbeutung und Folter.

In Einzelhaft erfroren
Der Fischer Kim Cheol-jin habe laut IGFM bei der örtlichen Polizei den Diebstahl von sechs Schlammspringern melden wollen. Die Polizisten verdächtigten ihn jedoch, die kleinen Fische selbst behalten zu haben und den Diebstahl nur vorzutäuschen. Kim Cheol-jin sei daraufhin zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Solche Strafen seien nicht einmal von den drakonischen Gesetzen des Landes gedeckt, so IGFM. Laut Strafgesetzbuch der „Demokratischen Volksrepublik Korea“ soll eine Person, die „Volkseigentum“ stiehlt, zu maximal zwei Jahren Arbeitslager verurteilt werden. Selbst auf mehrfachem Totschlag stünden maximal zehn Jahre Arbeitslager.

Kim Cheol-jin sei die Flucht aus dem Gefängnis gelungen. Er wäre aber im Haus seiner Schwester von seinem Schwager verraten worden. Im Gefängnis sei er 15 Tage in Einzelhaft gewesen und habe, trotz Winters, weder Essen noch Kleidung erhalten. In der Zelle hätte er nur in gebückter Haltung Platz gehabt und sei erfroren. Seine steifgefrorene, zusammengekauerte Leiche wäre den Mitgefangenen als „Exempel“ vorgeführt worden.

Weitere Informationen zu Nordkorea: http://www.igfm.de/nordkorea/
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Bernhard Oestreich zum Professor in Friedensau ernannt

Friedensau bei Mageburg, 17.10.2013/APD   Dozent Bernhard Oestreich wurde vom Rektor der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg, Professor Dr. Friedbert Ninow, zum Professor für Neues Testament ernannt.

Oestreich studierte Theologie in Friedensau, Leipzig, Rostock, Halle (Saale) und Berrien Springs (Michigan/USA), wo er mit einer Arbeit über das Buch Hosea promovierte. Er arbeitet seit 1978 als Dozent für Neues Testament, Biblische Exegese und Homiletik an der Theologischen Hochschule Friedensau (früher Theologisches Seminar Friedensau). Er leitete die Bildungsstätte von 1990 bis 1991 und war Dekan des Fachbereichs Theologie von 2007 bis 2009. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Sprache des Absurden bei Jesus, die Schweigegebote Jesu im Markusevangelium, der Umgang mit der Enttäuschung der Parusieerwartung bei den frühen Christen und vor allem die Performanzkritik des Neuen Testaments, eine neue exegetische Methode, die er zusammen mit Forschern aus aller Welt entwickelt und fördert.

Die Theologische Hochschule Friedensau wurde 1899 gegründet und ist seit 1990 eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags- Adventisten. Sie hat die Fachbereiche Christliches Sozialwesen und Theologie.
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Welthunger-Index: Mehr Katastrophen – Widerstandsfähigkeit stärken

Bonn, 17.10.2013/APD   Laut der Deutschen Welthungerhilfe sind bewaffnete Konflikte, Naturkatastrophen und hohe Nahrungsmittelpreise drei Faktoren, die besonders negative Auswirkungen auf die weltweite Ernährungssituation haben. Länder, in denen am meisten gehungert werde, seien auch am stärksten von Krisen betroffen. Deshalb müsse die Widerstandsfähigkeit der Menschen langfristig gestärkt werden.

„Gerade die Ärmsten der Armen stürzen durch eine Katastrophe in die Abwärtsspirale. Wer weniger als zwei Dollar am Tag hat, kann sich keinen Krankheitsfall in der Familie und keinen Ernteausfall leisten“, betonte Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe. Für viele Familien in der Sahelzone sei nach der Katastrophe vor der Katastrophe. Der „Welthunger-Index 2013“ stelle deshalb die Frage, wie die Widerstandsfähigkeit von Staaten und Gesellschaften gestärkt werden könne.

Humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit besser abstimmen
Die Welthungerhilfe fordere ein Umdenken in der Entwicklungsarbeit. Humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit sollten besser verzahnt und die örtliche Bevölkerung aktiv an der Planung von Frühwarnsystemen und bei deren Anwendung einbezogen werden.

Anteil hungernder Menschen nimmt weltweit ab
Der Anteil weltweit hungernder Menschen nimmt laut „Welthunger-Index (WHI) 2013“ ab, auf 842 Millionen Menschen. Trotzdem sei jeder achte Mensch weiterhin nicht ausreichend ernährt.

Obwohl Südasien seit 1990 die größten Fortschritte in der Hungerbekämpfung gemacht habe, sei der Hunger dort am größten. Die Situation in der Sahel-Zone wäre weiterhin kritisch. In Burundi, Eritrea und auf den Komoren, einem Inselstaat im Indischen Ozean zwischen Mosambik und Madagaskar, seien die WHI-Werte am schlechtesten.

Link zum Welthunger-Index 2013 und der digitalen Pressemappe: http://www.welthungerhilfe.de/ueber-uns/mediathek/whh-artikel/pressemappe-welthunger-index-2013.html
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Landesverband "Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe" tagt in Friedensau

Friedensau bei Magdeburg, 16.10.2013/APD   Der Verein Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe (BLGS), Landesverband Sachsen-Anhalt, hielt seine turnusmäßige Sitzung im Oktober auf dem Campus der Theologischen Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg. Prorektor Dr. Thomas Spiegler, Dozent für Methoden und Praxis der Sozialen Arbeit, gab nach seinem Willkommensgruß einen Einblick in die Geschichte und Gegenwart der Hochschule, die 1899 gegründet wurde und 1990 die staatliche Anerkennung erhielt. Die Bildungsstätte umfasst die Fachbereiche Theologie und Christliches Sozialwesen.

Professorin Dr. Margarete Reinhart, Dozentin für Pflegemanagement, stellte die beiden pflege- und gesundheitsbezogenen Studiengänge der Hochschule vor: den Bachelor of Arts Gesundheits- und Pflegemanagement (B.A.) und den Master of Arts Sozial- und Gesundheitsmanagement. Der duale Bachelor-Studiengang, in Kooperation mit dem adventistischen, akademischen Lehrkrankenhaus der Charité „Waldfriede“ in Berlin-Zehlendorf, befähige zum fundierten wissenschaftlichen und pflegefachlichen Handeln. Der berufsbegleitende Master-Studiengang qualifiziere Absolventen für Management- sowie Führungsaufgaben im Sozial- und Gesundheitsbereich. Der staatlich anerkannte Abschluss berechtige zur Promotion. Aufgrund der Darstellung gab es mit der Gruppe einen regen Austausch zu den Perspektiven der Weiterentwicklung der Pflegeberufe in Deutschland.

Nach einer Führung über das Hochschulgelände ging es in die Bibliothek. Im Anschluss an das gemeinsame Mittagessen setzte die BLGS-Landesgruppe ihre Sitzung mit eigenen Themen unter der Leitung von Christina Heinze, Krankenpflegeschule der Pfeifferschen Stiftungen Magdeburg, fort.
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Professor Rösel neuer Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft

Stuttgart, 16.10.2013/APD    Professor Dr. Christoph Rösel wird neuer Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG). Der 49-jährige Theologe aus Marburg tritt sein Amt im März 2014 an. Rösel ist zurzeit Professor für Altes Testament und Prorektor an der Evangelischen Hochschule Tabor in Marburg sowie Privatdozent für Altes Testament am Fachbereich Evangelische Theologie der Philipps-Universität Marburg. Alleiniger Geschäftsführer der DBG ist derzeit der 69-jährige Diplom-Ökonom Reinhard Adler.

Christoph Rösel studierte zunächst von 1984 bis 1988 Evangelische Theologie am Theologischen Seminar Sankt Chrischona in Bettingen bei Basel. Danach war der gebürtige Pfälzer Prediger der Evangelischen Stadtmission in Lich bei Gießen. Von 1992 bis 1997 setzte er seine Studien an der Universität Marburg fort und promovierte im Fach Evangelische Theologie mit einer Studie zur messianischen Redaktion des Psalters. 2004 schloss er erfolgreich den Studiengang Erwachsenenbildung an der Fernuniversität Kaiserslautern ab. 2011 habilitierte er sich für das Fach Altes Testament.

Als Theologischer Referent war Rösel von 1996 bis 2002 für die Akademiker-SMD (Marburg) tätig, einem christlichen Netzwerk für Männer und Frauen mit akademischer Ausbildung. Er hat zudem eine Reihe von Aufsätzen und Büchern zur wissenschaftlichen Exegese und zu gemeindebezogenen Themen der Bibelauslegung veröffentlicht. Für das wissenschaftliche Bibelportal der Deutschen Bibelgesellschaft „WiBiLex“ schrieb er Artikel zu alttestamentlichen Stichwörtern.

Die Deutsche Bibelgesellschaft mit Sitz in Stuttgart nimmt Aufgaben als Verlag sowie in der in- und ausländischen Bibelmission wahr. Für die Evangelische Kirche in Deutschland verlegt sie die „Lutherbibel“. Zu den weiteren Bibelübersetzungen im Verlag gehören die „Gute Nachricht Bibel“, die „BasisBibel“ und die „Neue Genfer Übersetzung“.

Die in Stuttgart publizierten wissenschaftlichen Ausgaben des Alten und Neuen Testaments in hebräischer und griechischer Sprache sind Grundlage der Bibelübersetzung weltweit. Neben den klassischen Büchern haben in den vergangenen Jahren elektronische Ausgaben, wie Computer-Software, Audio-Bibeln, Smartphone-Apps und E-Books, an Bedeutung gewonnen.

Den Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies; UBS) unterstützt die DBG durch Aktionen der „Weltbibelhilfe“. Zu ihrer Vollversammlung gehören Kirchen, so auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, christliche Werke und regionale Bibelgesellschaften, die sich mit Ausstellungen, Aktionen und anderen bibelpädagogischen Angeboten in ganz Deutschland engagieren.
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"Unaufgeregt, unbeobachtet und trotzdem bemerkenswert"

Hochschule Friedensau verleiht 25 Absolventen akademische Grade

Friedensau bei Magdeburg, 15.10.2013/APD   „Ein vielfach unaufgeregtes, unbeobachtetes und trotzdem bemerkenswertes Dasein“ führe die adventistische Theologische Hochschule in Friedensau bei Magdeburg „im Schatten des dominierenden staatlichen Hochschulwesens in Sachsen-Anhalt“, stellte der Abgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Sachsen Anhalt, Markus Kurze, fest. In seiner Ansprache anlässlich der Feier zur Verleihung der akademischen Grade meinte der aus Burg bei Magdeburg stammende Politiker, bemerkenswert wäre die von Beginn an theologische und soziale-caritative Ausrichtung der Bildungsstätte. 1899 als Industrie- und Missionsschule gegründet, sei der pädagogische Anspruch schon damals durch Internationalität gekennzeichnet gewesen. Auch heute wirke die 1990 vom bereits demokratisch legitimierten Ministerrat der DDR staatlich anerkannte Hochschule durch ihre ausländischen Absolventinnen und Absolventen in viele andere Länder. „So viel Internationalität in einem Landstrich, der nicht gerade durch eine hohe Bevölkerungsdichte gekennzeichnet ist, ist sehr bemerkenswert.“

Das Studium und die Abschlüsse in Friedensau stünden nicht hinter den an staatlichen Hochschulen erworbenen Abschlüssen zurück, so Kurze. Im Gegenteil, sie zeichneten sich mit einer besonderen Qualität aus. Friedensau habe nämlich bereits sein akademisches Angebot „von den vertrauten und bewährten Diplom- und Magisterstudiengängen auf die international anerkannten Bachelor- und Masterabschlüsse umgestellt“. Als Hochschule in freier Trägerschaft bleibe ihr gar nichts anderes übrig, als Studiengebühren zu erheben. Damit seien die Verantwortlichen der Hochschulleitung den staatlichen Hochschulen „mindestens einen Schritt voraus“. Der Landtagsabgeordnete prognostizierte, dass dies auf Dauer nicht so bleiben könne, „wenn wir die Finanzierung des staatlichen Hochschulwesens nicht zu einem finanziellen Kollaps führen wollen“. International sei man in dieser Frage viel aufgeschlossener und gehe wie selbstverständlich mit Studiengebühren um. „In Deutschland sind wir da noch Missionsland – um im Bilde zu bleiben.“ Mission sei und wäre für die Theologische Hochschule in Friedensau immer der zentrale Bezugspunkt ihrer Internationalität geblieben.

Insgesamt wurden 25 Studierende aus sieben Ländern in den Bereichen Theologie und Sozialwesen mit einem B.A. oder M.A. graduiert. Professor Dr. Horst Rolly, Dekan des Fachbereiches Christliches Sozialwesen der Hochschule Friedensau, überreichte neun Absolventinnen und Absolventen die Urkunden eines Bachelors of Arts in Social Work (Soziale Arbeit), vier eines Masters of Arts in Counseling (Beratung), weiteren drei eines Masters of Arts in International Social Sciences (Internationale Sozialwissenschaften) und zwei eines Masters of Arts in Sozial- und Gesundheitsmanagement. Sechs von ihnen kamen aus der Ukraine, Schweiz, Ghana, Ruanda, Liberia und Serbien. Professor Dr. Rolf Pöhler, Dozent für Systematische Theologie, verabschiedete sechs Bachelors und einen Master of Arts in Theologie.

Der mit 1.000 Euro dotierte Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender an deutschen Hochschulen ging in diesem Jahr an Nan Cho Cho Thel im 5. Semester des M.A.-Studienganges Sozialwissenschaften aus Myanmar.
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Neue Studenten in Friedensau

Friedensau bei Magdeburg, 15.10.2013/APD   Insgesamt 50 Studenten wurden an der Theologischen Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg zum Wintersemester 2013/2014 immatrikuliert. Davon belegen 14 Theologie, 24 Christliches Sozialwesen und zwölf den Deutschkurs. 27 von ihnen stammen nicht aus der Bundesrepublik.

Der Prorektor der Hochschule, Dr. Thomas Spiegler, eröffnete das Studienjahr 2013/14. In seiner Rede betonte er, dass Friedensau ein Ort sei, der für Studierende gemacht wäre. Er erläuterte, wie der christliche Glaube die Entwicklung dieses Ortes geprägt habe, und betonte, dass alle Studierenden, unabhängig ihrer eigenen religiösen Überzeugungen, willkommen seien. „Wir sagen euch nicht was ihr tun sollt, aber wir wollen euch einen Raum schaffen, in dem ihr lernen, nachdenken und es herausfinden könnt“, so Spiegler.
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Exorzisten in Frankreich zu drei bis sechs Jahren Gefängnis verurteilt

Evry/Frankreich, 14.10.2013/APD   Am 11. Oktober wurden drei Männer und eine Frau, die aus den Antillen stammen, durch das Schwurgericht in Evry/Frankreich zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Sie wurden für schuldig befunden, in der Nacht vom 5. zum 6. Mai 2011 in einer Wohnung von Gringy, einem Vorort von Paris, einer 19-jährigen Kamerunerin beim Versuch, sie „vom Teufel zu befreien“, Körperverletzungen beigebracht und Freiheitsberaubung begangen zu haben, teilte Pastor Jean-Paul Barquon, Generalsekretär der adventistischen Kirchenleitung in Frankreich (Union des Fédérations adventistes de France [UFA]) mit. Die Verurteilten seien aber vom Vorwurf des Staatsanwalts, „Akte der Folter oder Barbarei“ begangen zu haben, freigesprochen worden.

Eric Derond, der sich selbst als Prophet bezeichnet habe und Anführer der Gruppe gewesen sei, wurde zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Seine Mutter, Lise-Thérèse Babin, und Philippe Grego bekamen je fünf Jahre Gefängnis, davon ein Jahr auf Bewährung, und Lionel Fremor, der als beeinflussbar angesehen wurde, erhielt drei Jahre Haft.

„Ich hätte mir gewünscht, dass das Gericht dem Strafantrag des Staatsanwalts Folge leisten würde, denn aus meiner Sicht sind dies gefährliche Leute, vor allem Eric Derond“, sagte Antoinette, ehemalige Freundin des Anführers und Opfer, kurz nach dem Urteil. „Im Hinblick auf das, was ich erwartet hatte, befriedigt mich dieses Urteil nicht. Dass man nicht an Folter festgehalten hat, stört mich sehr“, sagte Christophe René, Anwalt der Familie des Opfers.

Die Exorzisten sind keine Mitglieder der Siebenten-Tags-Adventisten
Weil sich die Verurteilten als Mitglieder der Siebenten-Tags-Adventisten ausgegeben hätten, sei seine Kirche mit dem Fall in Verbindung gebracht worden, so Pastor Barquon. Die adventistische Kirchenleitung habe aber gleich bei der Verhaftung der Täter im Jahr 2011 klargestellt, dass diese bereits ein Jahr vor der Tat aus der Kirche ausgeschlossen worden seien, weil sie sich mit ihren Auffassungen und ihrem Verhalten von den Überzeugungen der Kirche entfernt hätten.

Kirchenzugehörigkeit je nach Überzeugung wechseln
Laut Jean-Paul Barquon betone die „Arbeitsrichtlinie“ der Adventisten, dass sich wahre Religion auf Überzeugung und Gewissen gründe. Demnach stehe einem Mitglied, das seine Überzeugung ändere und sich nicht mehr in Übereinstimmung mit dem adventistischen Glauben befinde, nicht nur das Recht zu, sondern es sei auch verpflichtet, seine religiöse Zugehörigkeit gemäß seiner Überzeugung zu ändern, ohne deswegen verachtet zu werden.

Adventisten und Exorzismus
Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten kenne und praktiziere keine Handlungen die im Dunstkreis dessen stünden, was man als „Exorzismus bezeichne, so UFA-Generalsekretär Barquon. Obwohl es in den Evangelien Berichte von Krankenheilungen und Dämonenaustreibungen durch Jesus gebe, ginge die adventistische Kirche heute etwas anders vor. Seit biblischen Zeiten habe es in den verschiedenen Bereichen der medizinischen Forschung große Fortschritte gegeben. Adventisten wendeten mit ihrem weltweiten medizinischen Netzwerk von Krankenhäusern und Universitäten diese Erkenntnisse an, um Menschen zu helfen.

Laut Barquon mögen unter besonderen Umständen und in gewissen Regionen Fälle von Besessenheit festgestellt werden. In seelsorgerlichem Handeln seien die Pastoren gehalten, in Gegenwart von zwei oder drei Zeugen, meist den Leitern der örtlichen Gemeinde, für die betroffene Person zu beten. Gleichzeitig würden die Gemeindemitglieder ermutigt, durch Gebet und Fasten Fürsprache einzulegen.

„Obwohl Siebenten-Tags-Adventisten an die Macht Christi glauben, Menschen, die an dämonischen Attacken leiden, durch Gebet zu befreien, billigen wir exorzistische Handlungen nicht, wie sie von anderen christlichen Kirchen durchgeführt werden“, sagte Dr. Kwabena Donkor, stellvertretender des Biblischen Forschungsinstituts (Biblical Research Institute [BRI]) der adventistischen Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) in Silver Spring, Maryland/USA.

Die Siebenten-Tags-Adventisten seien nicht bekannt dafür, die Gabe der Dämonenaustreibung zu besitzen oder diese anzuwenden, so Barquon. Es gäbe weder in der „Gemeindeordnung“ noch im „Handbuch für Pastoren“ entsprechende Anweisungen, noch würde dies an den adventistischen Universitäten oder theologischen Ausbildungsstätten gelehrt.

Die dortige Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist Mitglied der „Fédération Protestant de France/FPF“ (Bund Protestantischer Kirchen in Frankreich). In Frankreich leben knapp 13.000 Siebenten-Tags-Adventisten, die durch die Glaubenstaufe Mitglieder geworden sind. Sie versammeln sich in 119 Kirchen, unterhalten eine Grundschule sowie die Adventistische Universität Frankreich (Campus Adventiste du Salève) in Collonges, ein Altersheim, einen Verlag, ein Medienzentrum und sechs Radiostationen.
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Fernsehen mit Gebärdenübersetzung

Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, 13.10.2013/APD   Beim TV-Sender „Hope Channel deutsch“ würden demnächst ausgewählte Predigten der Reihe „Atem der Hoffnung“ mit Gebärdenübersetzung zu sehen sein, teilte das Medienzentrum „Stimmer der Hoffnung“ der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Alsbach-Hähnlein mit. Zunächst seien im Studio sechs Predigten von der staatlich geprüften Gebärdensprachdolmetscherin Maren Wöhler übersetzt worden.

„Uns ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen durch unsere Sendungen Gott und die Bibel besser kennen lernen“, so Jörg Varnholt, Leiter von „Hope Channel Fernsehen“. Je nach Reaktionen der Zuschauer werde nach dieser Testphase entschieden, ob regelmäßig Predigten oder möglicherweise auch andere Sendungen für den „Hope Channel“ mit Gebärdenübersetzung produziert würden. Die erste dieser Predigten mit Gebärdenübersetzung könne ab 26. Oktober im Fernsehprogramm des „Hope Channels“ und in der Mediathek empfangen werden.
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Schuften im Inselparadies: Jugendhilfseinsatz auf den Philippinen

Zürich/Schweiz, 11.10.2013/APD   15 Jugendliche aus der Schweiz im Alter von 18 bis 26 Jahren haben unter der Leitung der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz innerhalb zwei Wochen bei der Aufstockung des Hauptgebäudes der Palawan Adventist Academy in Tacras auf der Insel Palawan/Philippinen mitgearbeitet.

Laut dem Hilfswerk sei der Erweiterungsbau aus zwei Gründen vorgenommen worden: Private, konfessionelle Schulen würden auf den Philippinen meist ein besseres Ausbildungsniveau als staatliche Institutionen bieten. Deshalb besuchten immer mehr Schüler aus den umliegenden Ortschaften die Mittelschule. Zudem sei mit der „School of Technology“ ein weiterer Berufsschulzweig ins Angebot aufgenommen worden. Damit werde das Ausbildungsspektrum in der Region ergänzt.

Neben Sand sieben, Zement mischen, Mauern, Betonieren und anderen Arbeiten, habe es Dank verschiedener Freizeitaktivitäten ausreichend Zeit zum interkulturellen Austausch und Ausgleich gegeben, so das Hilfswerk. Nach dem zweiwöchigen Arbeitseinsatz unter subtropischen Bedingungen hätten sich die Jugendlichen drei Tage lang im Norden der Insel an Traumstränden erholt.

Jugend-Hilfseinsätze dieser Art böten nach Angaben von ADRA Schweiz den Teilnehmenden die Gelegenheit, Menschen, Lebensbedingungen und Kultur in anderen Ländern kennenzulernen, ihren Horizont zu erweitern und aktiv zu helfen. Es sei damit auch eine Art von praktischer, entwicklungspolitischer Bildung verbunden. „Eine Erfahrung fürs Leben“ sei dieser Einsatz für ihn gewesen, sagte ein Teilnehmer.

ADRA Philippinen habe als lokale Partnerorganisation das Projekt organisiert und vor Ort geleitet. Die Kosten des Erweiterungsbaus von rund 74.000 Euro würden zur Hälfte durch Spendengelder von ADRA Schweiz finanziert. Die Jugendlichen hätten dazu rund 10.600 Euro beigesteuert, die sie vor dem Einsatz durch einen Sponsorenlauf gesammelt hätten. Für die Reisekosten von je 1.500 Franken (1.200 Euro) seien die Teilnehmer selbst aufgekommen.

Der nächste Jugend-Hilfseinsatz von ADRA Schweiz sei für Juli/August 2014 in Tansania geplant.
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Bibelstudien-Institut exportiert Webseite

Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, 10.10.2013/APD   Seit Jahren gibt es die Möglichkeit, die Bibelkurse des Internationalen Bibelstudien-Instituts (IBSI) auch im Internet zu absolvieren. 2012 hätten sich dafür über 900 Menschen angemeldet, teilte der Leiter von IBSI, Pastor Siegfried Wittwer, mit. Die Internetseite, welche von den Programmierern des Medienzentrums „Stimme der Hoffnung“ der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Alsbach-Hähnlein geschaffen wurde, sei für Teilnehmer und Betreuer in der Handhabung äußerst komfortabel. Deswegen werde das System seit längerem schon in Österreich und der deutschsprachigen Schweiz von den dortigen adventistischen Bibelstudien-Instituten mitgenutzt. Nach einigen Verbesserungen und der Umstellung auf Englisch, könnten jetzt auch andere Länder von dem Online-Kurssystem profitieren.

Die ersten, die dieses Angebot nutzen würden, seien die Norweger, so Wittwer. Ihre Internetseite wäre fertig. Sobald sie die Kurse eingepflegt hätten, könnten sie online gehen. Pastor Kjell Aune, Leiter des norwegischen Bibelstudien-Instituts der Adventisten, zeigte sich bei einem Besuch in Alsbach-Hähnlein positiv überrascht von dem Service des Medienzentrums der „Stimme der Hoffnung“. „Für Länder wie Norwegen, in denen die adventistische Kirche relativ klein ist, wäre es unmöglich, ein eigenes Online-Lernsystem zu erstellen. Wir sind auf unsere ‚großen Brüder‘ angewiesen.“ Das Medienzentrum stelle sein System nicht nur für einen fast symbolischen Betrag zur Verfügung, es gehe auch aktiv auf andere Länder zu und lade sie ein, es zu nutzen, so Aune. Gegenwärtig führe die „Stimme der Hoffnung“ Gespräche mit adventistischen Bibelstudien-Instituten in mehreren osteuropäischen Ländern, die ebenfalls daran interessiert seien, Bibelkurse online anzubieten, informierte Wittwer.

Folgende Bibelkurse gibt es bereits online bei IBSI in Alsbach-Hähnlein: „Start ins Leben“, „Fit und Gesund“, „Discover Glaubenskurs“, „Tour of Life“ für Teenager, „Tipps für Kids“ für Kinder im Alter zwischen sieben und elf Jahren, „Start in die Zukunft“, „Das Vaterunser“ und „Start into life“ (Englisch). Folgende Studienkurse sind nur per Post erhältlich: „Die Offenbarung“, „YES! Du wirst geliebt!“ für Kinder zwischen sieben und elf Jahren, „Unterwegs mit Paulus“, „Der Römerbrief“, „Leben mit Christus“ und „Neues Leben“ (Russisch). Der Glaubenskurs „Andreasbriefe“ steht als Download zur Verfügung. Alle Bibelkurse sind kostenlos. Weitere Informationen: www.bibelstudien-institut.de.
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Kongress in Zürich als Meilenstein für Reformationsjubiläum 2017

Internationaler Kongress zum Reformationsjubiläum 2017 in Zürich beendet

Zürich/Schweiz, 10.10.2013/APD   Die beiden Veranstalter des Internationalen Kongresses für das Reformationsjubiläum 2017, der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), haben eine positive Bilanz vom Kongress gezogen, der am 9. Oktober in Zürich zu Ende ging.

Gottfried Locher: „Wir feiern nicht uns selbst“
„Der Auftakt ist gelungen – wir sind gemeinsam auf dem Weg zum Reformationsjubiläum 2017“, sagte Gottfried Locher, Präsident des Rates des SEK, an der Abschlusspressekonferenz in Zürich. Eine hochkarätig besetzte Tagung habe Theologie, Glaube und Gottesdienst auf überzeugende Weise kombiniert. Die hohe Beteiligung von Kirchenleitungen zeuge vom Willen zur Einheit über konfessionelle und geografische Grenzen hinaus. „Reformationskirchen aus aller Welt wollen ihre Gemeinschaft vertiefen und verstärken“, sagte er. „Der Kongress von Zürich ist ein Meilenstein auf dem Weg der reformatorischen Einheit.“

Die positive Erfahrung des Kongresses gebe den Kirchen zusätzlich Kraft, das Reformationsjubiläum als „Fest des Glaubens“ zu begehen. Locher: „Wir feiern nicht uns selber, sondern die Freilegung des Evangeliums. Es geht nicht um Konfessionsgrenzen, sondern um den Grund des Glaubens: Christus. Wir feiern unser Jubiläum mit allen, die sich mit uns darüber freuen, mit Menschen aller Konfessionen.“ Es gelte auch, die Botschaft über die protestantischen Kirchengrenzen hinaus zu tragen und vermehrt Antworten auf die vielfältigen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu geben, sagte Locher.

Die Schattenseiten der Reformation sollten gemäß Locher bei den Feiern nicht ausgeblendet werden, im Gegenteil: „Reformationsgeschichte ist Kirchengeschichte, und Kirchengeschichte war immer schon ambivalent. Dazu stehen wir uneingeschränkt.“

Margot Käßmann: Reformationsjubiläum weltweit und ökumenisch feiern
Margot Käßmann, die Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjubiläum 2017, zeigte sich ebenfalls erfreut. „Die Vorbereitungen für das Jubiläum haben hier in Zürich eine entscheidende Ermutigung und Stärkung erfahren“, sagte sie. Sie sei beeindruckt von der Fülle der Ideen und Projekte, die bereits vorlägen. Der Kongress habe zum richtigen Zeitpunkt stattgefunden: „Wir haben hier die Grundlage geschaffen, um im Hinblick auf 2017 gemeinsam nachzudenken, Ideen zu bündeln und Neues wahrzunehmen, Projekte abzustimmen und zusammenzuführen.“ Dieser Dialog werde in den kommenden vier Jahren intensiv weitergeführt. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass das Reformationsjubiläum in weltweitem und ökumenischem Horizont gefeiert werden kann“, sagte sie.

Weltausstellung der Reformation − Wittenberg 2017
Besonders liege ihr an der geplanten „Weltausstellung der Reformation“ im Sommer 2017 in Wittenberg. „In der Planung und Vorbereitung dieses Projekts als Zeichen der weltweiten Präsenz der evangelischen Christenheit hat uns der Zürcher Kongress bestärkt“, so die Reformationsbotschafterin der EKD.

Rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 35 Ländern und fünf Kontinenten berieten seit dem 6. Oktober über die Bedeutung der Reformation für Kirche und Gesellschaft und über Chancen und Perspektiven des Reformationsjubiläums. Veranstaltet wurde der viertägige Kongress gemeinsam vom Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund und der Evangelischen Kirche in Deutschland. Gastgeberin war die Evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich.

Alle Dokumente auf: http://www.kirchenbund.ch/de/themen/reformationsjubil-um
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Mutmaßliche Exorzisten keine Mitglieder der Siebenten-Tags-Adventisten

Dammarie-les-Lys/Frankreich, 09.10.2013/APD   Seit dem 7. Oktober stehen in Evry, einem Vorort von Paris, vier Personen vor Gericht. Den aus Guadeloupe, Antillen, stammenden Angeklagten wird vorgeworfen, im Mai 2011 eine Woche lang eine 19-jährige Kamerunerin in einer Sozialwohnung in Grigny (Essonne) gefesselt und psychisch sowie physisch gefoltert zu haben, um sie „vom Teufel zu befreien“. Laut n-tv werde ihnen „Freiheitsberaubung mit Akten der Folter oder Barbarei“ vorgeworfen. Es drohe ihnen eine lebenslange Freiheitsstrafe. Das Urteil soll am 11. Oktober verkündet werden.

Nachdem der Vater des Opfers im Mai 2011 ihren Aufenthaltsort ausfindig gemacht hatte und sie durch die Polizei befreit worden war, gaben sich die mutmaßlichen Exorzisten bei der Befragung durch die Behörden als Mitglieder der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (Église adventiste du septième jour) aus.

Die adventistische Kirchenleitung in Frankreich (Union des Fédérations adventistes de France UFA) hat unmittelbar nach der Verhaftung der mutmaßlichen Täter am 13. Mai 2011 ihr Bedauern über das Vorgefallene ausgedrückt und klargestellt, dass „dies weder der Lehre der adventistischen Kirche noch deren Praxis entspreche“ und dass die Verhafteten keine Mitglieder der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten seien, so Pastor Jean-Paul Barquon, UFA-Generalsekretär. Sie wären ein Jahr vor der Tat aus der lokalen adventistischen Kirche „Paris-Ost“ ausgeschlossen worden. Es gäbe leider dissidente, sektiererische Einzelpersonen sowie Gruppen, in denen sich ehemalige Mitglieder der Siebenten-Tags-Adventisten sammelten und von denen einige fundamentalistisch aufträten, so Barquon.

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist Mitglied der „Fédération Protestant de France/FPF“ (Bund Protestantischer Kirchen in Frankreich). In Frankreich leben knapp 13.000 Siebenten-Tags-Adventisten die durch die Glaubenstaufe Mitglieder geworden sind. Sie versammeln sich in 119 Kirchen, unterhalten eine Grundschule sowie die Adventistische Universität Frankreich (Campus Adventiste du Salève) in Collonges, ein Altersheim, einen Verlag, ein Medienzentrum und sechs Radiostationen.
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"Wir haben eine Hoffnung, welche die Welt sucht"

Plenarversammlung des Rats der Europäischen Bischofskonferenz (CCEE) 2013

Bratislava/Slowakei, 09.10.2013/APD   Die jährliche Plenarversammlung der Vorsitzenden der römisch-katholischen Bischofskonferenz in Europa (CCEE) fand vom 3. bis 6. Oktober in Bratislava/Slowakei statt, wie die CCEE mitteilte. Christen seien Träger der Hoffnung, hätten die Bischöfe ihre Überzeugung zum Ausdruck gebracht. Die Hoffnung, welche die Kirche gebe, sei etwas, was die Welt suche. Diesen proaktiven Ansatz gelte es in Richtung Realität und soziale Dynamiken umzusetzen. Folgende Bereiche seien dabei erwähnt worden: Erziehung, Jugend, Familie und Seelsorge der Familie sowie das Problem der Arbeitslosigkeit, insbesondere der Jugend.

Die Botschaft von Papst Franziskus
In einer Botschaft an Kardinal Péter Erdő, CCEE-Präsident, habe Papst Franziskus seine Wertschätzung der Arbeit der Bischofkonferenzen in Europa ausgedrückt. insbesondere habe er deren Beitrag zur Reflexion über die Frage des Laizismus und der Förderung einer Kultur erwähnt, „die in ständiger Harmonie, Glaube und Vernunft, Wahrheit und Freiheit verbindet“.

Europa zwischen Laizität und Laizismus
Das zentrale Thema der CCEE-Plenarversammlung in Bratislava habe den Spielraum von Religion überprüfen wollen und damit die Rolle der religiösen Gemeinschaft in den Gesellschaften der europäischen Länder, die sich zwischen Laizität und Laizismus winden würden, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Debatte habe gezeigt, dass die Idee der Laizität als Trennung von Kirche und Staat zwar allgemein anerkannt sei, dass aber nicht in allen Kulturen der Terminus Laizität das gleiche Konzept ausdrücke. So werde er für Neutralität, Toleranz oder die konsequente Trennung von Kirche und Staat verwendet. „Basierend auf der Tatsache, dass das Konzept von Laizität in den mittel- und zentraleuropäischen Ländern ein importiertes Konzept ist, ist es für viele lokale Kulturen fremd.“ Deutlich sei hingegen geworden, dass der katholische Glaube immer auf die Trennung von Kirche und Staat gerichtet gewesen sei. Das bedeute aber nicht, dass der Staat am Religiösen kein Interesse zeigen solle.

Neues Mitglied des CCEE
Die Plenarversammlung der Bischofskonferenz habe laut CCEE einstimmig den Antrag von S.E. Mons. Philippe Jourdan, Apostolischer Administrator von Estland, auf Beitritt zum Rat der Europäischen Bischofskonferenz, angenommen. Als Mitglieder gehörten dem CCEE die Vorsitzenden der 33 Bischofskonferenzen Europas an sowie die Erzbischöfe von Luxemburg, des Fürstentums Monaco, die Erzbischöfe der Maroniten auf Zypern und der Bischof von Chişinău (Moldawien), der Erzbischof der Eparchie von Mukatschwede (Ukraine) und der Administrator von Estland.

Wiederwahl des Generalsekretärs
Mons. Duarte da Cunha sei einstimmig in seiner Funktion als Generalsekretär des CCEE zum zweiten Mal für fünf Jahre (2013-2018) wiedergewählt worden.
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158.000 US-Dollar Entschädigung für Diskriminierung am Arbeitsplatz

Hagerstown, Maryland/USA, 08.10.2013/APD   Die Autohandelsfirma „Maita Chevrole“, in Elk Grove, Nordkalifornien/USA, wurde von einem Gericht zur Schadensersatzzahlung von 158.000 US-Dollar (116.500 Euro) verurteilt. Sie hatte einen Mitarbeiter entlassen, der sich aus religiösen Gründen weigerte, am Samstag (Sabbat) zu arbeiten, wie die adventistische Kirchenzeitschrift in Nordamerika, Adventist Review (AR), mitteilte.

Die Schadensersatzklage sei mit Bezug auf Artikel VII des Bürgerrechtsgesetzes von 1964 durch die Equal Employment Opportunity Commission (EEOC), eine Bundesbehörde, eingereicht worden, welche sich für die Beendigung von Diskriminierung am Arbeitsplatz einsetzt.

Anthony Okon, ein Einwanderer aus Nigeria, habe für den Autohändler von April 2005 bis Mai 2007 gearbeitet. Okon sei für seine Kundenfreundlichkeit und Teamfähigkeit gelobt worden, so Adventist Review. Als Mitglied der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten halte er den Sabbat (Samstag) als biblischen Ruhetag und enthalte sich jeglicher säkularen Arbeit vom Sonnenuntergang am Freitag bis zum Sonnenuntergang am Samstag.

„Die Untersuchungen der Bundesbehörden zur Beendigung der Diskriminierung am Arbeitsplatz (EEOC) haben ergeben, dass es die Vorgesetzten bei Maita Chevrolet nicht nur versäumt haben, den religiösen Praktiken des Arbeitnehmers zu entsprechen. Vielmehr haben sie auf seine Forderung mit Schikanen, Strafen und schließlich der Entlassung reagiert“, sagte der EEOC-Rechtsanwalt William R. Tamayo. „Es liegt an den Arbeitgebern, den Wert der Vielfalt in ihrer Belegschaft einschließlich der religiösen Vielfalt zu erkennen und nicht Andersgläubige oder Menschen mit anderen religiösen Praktiken zu drangsalieren oder zu diskriminieren.“

Laut EEOC habe die Firma Anthony Okon beharrlich zur Samstagsarbeit eingeteilt, trotz seiner vielen Anträge und Erklärungen, dass er auf Grund seines Glaubens am Samstag nicht arbeiten könne. Es sei ihm auch nicht gestattet worden, zum Ausgleich am Sonntag zu arbeiten.

„Maita Chevrolet“ wolle aufgrund des Urteils sein Handbuch zur Personalpolitik überarbeiten, um religiösen Anliegen besser entsprechen zu können und Führungskräfte, Vorgesetzte und Personalverantwortliche darin zu schulen, so Adventist Review.
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"Ich habe Zeit für Dich"

Alltagsbegleitung für Senioren in Görlitz

Görlitz, 08.10.2013/APD   Der ehrenamtliche Helferkreis „Hand und Fuß“ des Advent-Wohlfahrtswerkes (AWW) der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Görlitz hat im August eine Projektförderung aus dem Europäischen Sozialfond beantragt und zum 1. Oktober 2013 den Zuwendungsbescheid erhalten. Acht Ehrenamtliche würden nun Alltagsbegleiter für Senioren sein, teilte AWW-Bundesgeschäftsführer Pastor Lothar Scheel (Hannover) mit. Sie gingen mit den älteren Leuten spazieren, redeten mit ihnen, würden gemeinsam Kaffee trinken, begleiteten sie zum Arzt oder zum Einkaufen, in die Kirche oder zur Bibliothek.

„Senioren, die viel allein sind, die Unterhaltung mit anderen vermissen und sich mehr Anteilnahme am gesellschaftlichen Leben wünschen, können dadurch wieder stärker am sozialen Leben teilzunehmen“, betonte Scheel.

Die Alltagsbegleiter, die selbst keiner Erwerbstätigkeit nachgingen, engagierten sich gern ehrenamtlich für ältere Menschen. In einer zweitägigen Schulung würden sie auf den sozialen Dienst vorbereitet und erhielten eine Aufwandsentschädigung. Sie sollten weder pflegen noch Dienstleister in Hauswirtschaft sein, sondern die Senioren im täglichen Leben liebevoll unterstützen, ihnen Gesellschaft leisten und sie vor Isolation bewahren.

Tätige Nächstenliebe werde damit konkret, hob Scheel hervor. Und die finanzielle Förderung – vorerst über den Projektzeitraum bis Dezember 2014 – wäre ein zusätzlicher Anreiz. Die „Lebensschule“ des AWW-Helferkreises als Projektstandort sei in Görlitz die erste Einrichtung, die ehrenamtliche Alltagsbegleitung für Senioren anbiete, unterstützt vom Landratsamt, Jobcenter und der Wohnungsbaugesellschaft (WBG) Görlitz.

Informationen zur „Lebensschule“ unter www.lebensschule-goerlitz.de und zum Projekt unter www.alltagsbegleitung-sachsen.de.
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Erste Herbstferien an der Immanuel-Gesamtschule Oranienburg

Oranienburg, 07.10.2013/APD   Nach den ersten acht Wochen des neuen Schuljahres freuen sich Schüler und Lehrer der Advent-Grundschule und Immanuel-Gesamtschule in Oranienburg-Friedrichsthal auf die Herbstferien. Der Schuljahresstart im August sei schwierig gewesen, informierte Pastor Lothar Scheel (Hannover), Bundesgeschäftsführer des Advent-Wohlfahrtswerkes (AWW), das Sozialwerk der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, in dessen Träger die Bildungsstätte ist. Die Genehmigung zur Umwandlung der Oberschule in eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe wäre erst wenige Tage vor Schuljahresbeginn erteilt worden. Erstmalig könne deshalb die Abiturstufe mit einer 11. Klasse beginnen. Damit verbunden seien viele neue Herausforderungen durch hinzu gekommene Rahmenbedingungen, neue Unterrichtsfächer und neue Fachlehrer.

Die adventistische Schule in Oranienburg-Friedrichsthal ist als Grund-, Ober- und Gesamtschule eine anerkannte christliche Ersatzschule und die einzige adventistische Schule im Osten Deutschlands. Sie begann 2006 als Grundschule mit 14 Schülerinnen und Schüler und hat heute über 70 Lernende, „Tendenz steigend“, so Scheel.

Es handele sich dabei um eine ganz normale Schule mit ganz normalen Kindern und Lehrern – und dennoch sei manches anders. Gemessen an öffentlichen Schulen wären die Klassen mit zehn bis 15 Kindern verhältnismäßig klein und in der Grundschule jahrgangsübergreifend. Das Schulkonzept mit seinem ganzheitlichen Bildungsansatz lege Wert auf die individuelle Förderung eines jeden Kindes. Auch Kindern mit Schulschwierigkeiten biete die Bildungsstätte eine Alternative und Chance, den Anschluss ans Lernen und an das Leben zu finden.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.adventschule.de. Das Advent-Wohlfahrtswerk (AWW) existiert als gemeinnütziges Sozialwerk seit 1897. Es ist Mitbegründer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Das AWW ist bundesweit Träger von Seniorenheimen, Suchttherapieeinrichtungen, Beratungsstellen, Kindergärten, Obdachlosen- und Hospizeinrichtungen sowie einer Vielzahl ehrenamtlicher Projekte und Initiativen. Mehr dazu unter www.aww.info.

Unter anderer Trägerschaft unterhält die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland die Theologische Hochschule Friedensau bei Magdeburg mit den Fachbereichen Theologie und Christliches Sozialwesen (www.thh-friedensau.de), das Schulzentrum Marienhöhe, Darmstadt, mit Grund- Realschule, Gymnasium und Kolleg (www.marienhoehe.de), die Andrews Advent-Grundschule, Solingen (www.advent-grundschule.de), sowie in Baden Württemberg die folgenden Bildungsstätten (www.advent-schulen.de): Murrhardt („Daniel-Schule“/Grund- und Realschule), Herbolzheim-Tutschfelden („Elisa-Schule“/Grund- und Realschule), Isny/Allgäu („Josia-Schule“/Grund- und Hauptschule), Rastatt („Salomo-Schule“/Grund- und Realschule) sowie Heilbronn („Advent-Schule“/Grundschule). Die Freikirche verfügt mit weltweit 7.883 Bildungsstätten – von der Grundschule bis zur Universität – über das größte protestantische Schulsystem.

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500 Jahre Reformation: Das Evangelium in den Mittelpunkt stellen

Internationaler Kongress zum Reformationsjubiläum 2017 in Zürich eröffnet

Zürich/Schweiz, 06.10.2013/APD   Mit einem Festgottesdienst im Zürcher Großmünster begann am Sonntag, 6. Oktober der Internationale Kongress zur Vorbereitung des 500-Jahr-Jubiläums der Reformation, das ab 2017 weltweit begangen wird. Laut Medienmitteilung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbunds (SEK) würden in Zürich rund 240 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 35 Ländern und fünf Kontinenten bis kommenden Mittwoch über die Bedeutung der Reformation für Kirche und Gesellschaft diskutieren und über Chancen und Perspektiven des Reformationsjubiläums beraten. Gemeinsame Veranstalter des Kongresses sind der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) und die Evangelische Kirche in Deutschland EKD.

An der Pressekonferenz in Zürich, vor Beginn des Kongresses, hätten Gottfried Locher, Präsident des Rates des SEK, und Nikolaus Schneider, Vorsitzender des Rates der EKD, an das gewachsene Gefühl der Zusammengehörigkeit zwischen den Kirchen der Reformation erinnert. Insbesondere durch die „Leuenberger Konkordie“ von 1973 habe die Zusammengehörigkeit durch gegenseitige Anerkennung und Abendmahlsgemeinschaft eine wesentliche Stärkung erfahren. Beim Reformationsjubiläum solle das Evangelium im Mittelpunkt stehen und gefeiert werden. „Das Evangelium im Zentrum! Das ist die Botschaft der Reformation. Eine befreiende, beglückende Botschaft“, sagte Locher: „Nach jahrhundertelangem Nebeneinander und oft auch Gegeneinander wissen sich die reformatorischen Kirchen heute zu gemeinsamem Zeugnis und Dienst in der Welt berufen und verpflichtet“, sagte Schneider.

Locher und Schneider wiesen laut SEK-Medienmitteilung darauf hin, dass es das erste Mal sei, dass evangelische Kirchen in Europa das Reformationsjubiläum gemeinsam feiern wollten. „Das Jubiläum hat das Potential, weltweit viel Dynamik auszulösen“, sagte Locher. Das gemeinsame Zeugnis sei umso wichtiger in einer Welt, die in Gefahr wäre, die eigenen religiösen Wurzeln zu vergessen, betonte Nikolaus Schneider: „Menschen – getrimmt auf Leistung und Erfolg – brauchen den anderen Klang, der von der Barmherzigkeit Gottes spricht. Menschen – getrimmt auf die Durchsetzung eigener Vorteile und Interessen – brauchen den anderen Klang, der von der Nächstenliebe spricht.“

Locher habe den Kongress unter das Motto gestellt: „Erinnern für die Zukunft“. Man wolle nach dem Stellenwert der reformatorischen Botschaft in den evangelischen Kirchen und der Gesellschaft heute fragen. „Wie steht es mit der Klarheit und Verständlichkeit ihrer Verkündigung? Die evangelischen Kirchen feiern nicht sich selber. Der Reformation geht es um die Erneuerung der einen Kirche.“ Diese sind laut Locher die zentralen Themen, die anlässlich des Jubiläums beschäftigen sollen.

Schneider bezeichnete das Reformationsjubiläum als „missionarische Gelegenheit“. „Wir können zeigen, dass die reformatorischen Kirchen für die Welt im 21. Jahrhundert wichtige Botschaften bereithalten und einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unserer Welt leisten können“, sagte er.

Der Internationale Kongress sei laut den Veranstaltern ein Novum, da er vom SEK und der EKD gemeinsam ausgerichtet werde. Gastgeberin ist die Evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich.

Die Wahl von Zürich als Veranstaltungsort des Kongresses unterstreiche den pluralen Charakter der Reformation. Zürich sei wie Wittenberg oder Genf einer der Ursprungsorte der Reformation gewesen. Neben Martin Luther hätten Reformatoren wie Calvin, Zwingli oder Knox eine zentrale Rolle gespielt. „Insbesondere auch dank ihnen hat der Protestantismus über Nordeuropa hinaus weltgeschichtliche Bedeutung erlangt“, erklärte Locher. Heute führten mehr als 200 Millionen Menschen auf der Welt ihren Glauben auf die Reformation zurück.

Zahlreiche Vertreter und Vertreterinnen von Kirchen und Kirchenorganisationen hätten ihre Teilnahme zugesagt, darunter Rowan Williams, bis Anfang dieses Jahres als Erzbischof von Canterbury Oberhaupt der Anglikanischen Kirche, Kardinal Kurt Koch, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Olaf Fykse Tveit, Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen oder Margot Kässmann, Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjubiläum 2017.

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Adventisten in Afrika seit über zehn Jahren im Einsatz gegen AIDS

Silver Spring, Maryland/USA, 06.10.2013/APD   An der zehnten Jahreskonsultation adventistischer AIDS-Projektkoordinatoren in Afrika haben in Nairobi/Kenia 70 leitende Fachleute aus über zwanzig afrikanischen Staaten teilgenommen. Sie arbeiten für Adventist AIDS International Ministry (AAIM) oder im Kirchendienst, wie Adventist News Network (ANN) berichtete. Die Teilnehmerzahl sei ein Beleg dafür, dass die Kirche ihre Rolle im Kampf gegen AIDS gefunden und akzeptiert habe, so Kirchenvertreter. Sowohl Mitglieder als auch Kirchenleiter würden Hilfestellungen anbieten, um Betroffenen und deren Angehörigen beizustehen.

Unterschiedlicher Umgang mit HIV/AIDS in afrikanischen Adventgemeinden
Obwohl es schon vor der Gründung von AAIM im Jahr 2003 lokale adventistische AIDS-Hilfsprogramme gegeben habe, seien dank AAIM kirchenintern große Fortschritte bei der Sensibilisierung von HIV/AIDS erzielt worden, so ANN. Die mit der Krankheit verbundene Angst sowie die Ausgrenzung und Stigmatisierung Betroffener hätten in der Kirche stark abgenommen. Früher seien viele infizierte Adventisten gestorben, weil sie sich vehement gegen HIV-Tests gewehrt und eine mögliche Stigmatisierung gefürchtet hätten.

„Stigmatisierung und Diskriminierung gibt es in unseren Reihen in Simbabwe nicht mehr“, sagte Innocent Gwizo, Direktor für Gesundheitsdienste und HIV/AIDS-Koordinator der adventistischen Kirchenleitung in Simbabwe. „Das Abendmahl wird nun auch von HIV-Infizierten ausgeteilt, und ihre Füße werden bei der Fußwaschung von jedem anderen Kirchenmitglied gewaschen“, so Gwizo. „Das war früher undenkbar.“

Adventisten folgten mit dem Praktizieren der Fußwaschung vor dem Abendmahl dem Beispiel Jesu, der vor dem Abschiedsmahl seinen Jüngern die Füße wusch.

In Simbabwe lebten rund 700.000 Adventisten. Jede der etwa 1.500 adventistischen Ortsgemeinden habe eine verantwortliche Person für den HIV/AIDS-Dienst, so Innocent Gwizo. Diese Gruppen würden mehr als 15.000 Kirchenmitgliedern mit HIV sowie weiteren betroffenen Personen aus dem Umfeld beistehen.

„Das Stigma von HIV/AIDS-Betroffenen ist in unseren Kirchen in Westafrika immer noch sehr weit verbreitet, während in Ost- und Südafrika, wo AAIM viele Jahre gearbeitet hat, die Stigmatisierung viel weniger ausgeprägt ist“, hob der Arzt Oscar Giordano, Leiter von Adventist AIDS International Ministry, hervor.

Ethische Forderungen und Stigmatisierung
Das Virus produziere nicht mehr so viele Schlagzeilen wie vor einigen Jahren, aber nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) würden täglich fast 5.000 Menschen an AIDS sterben. Demnach werde das HI-Virus am häufigsten durch sexuellen Kontakt, infizierte Nadeln und durch Mütter beim Stillen übertragen.

Die Siebenten-Tags-Adventisten stünden für sexuelle Enthaltsamkeit vor der Ehe und monogame, heterosexuelle Beziehungen ein. Auf diesem Hintergrund, so ANN, würde Adventisten mit AIDS schnell unterstellt, dass sie eine Affäre gehabt hätten. Oft würden sie aber ohne eigenes Verschulden von einem untreuen Ehepartner infiziert. „Vor zehn Jahren wurde in unseren Kirchen in Afrika HIV/AIDS fast vollständig verleugnet“, räumte Oscar Giordano ein. Unabhängig, wie es zur Infektion gekommen sei, würden sich die Kirchenleiter heute für die Thematik sensibilisieren und betonen, wie wichtig Mitgefühl und Fürsorge für die Betroffenen wären.

Unterstützung für AIDS-Kranke und deren Angehörige
Seit der Gründung im Jahr 2003 leitet das Ärzte-Ehepaar Oscar und Eugenia Giordano Adventist AIDS International Ministry in Johannesburg/Südafrika. Anstatt dort ein großes Büro aufzubauen, hätten sie in den Ländern südlich der Sahara ein Netzwerk von AAIM-Partnerbüros errichtet, die seit Beginn 3.000 kirchliche Förderprogramme für Menschen angeboten hätten, die mit AIDS lebten. HIV-Infizierte würden oft ihre Beziehungen, Familie und ihren Beruf verlieren.

Mit den AAIM-Projekten würden Familien und AIDS-Waisen unterstützt, individuelle Beratung Infizierter sowie Selbsthilfegruppen angeboten. „Es ist sehr schwierig für eine Person, HIV und AIDS allein zu bewältigen“, sagte Giordano, daher hätten Selbsthilfegruppen eine zentrale Funktion. Neben Aufklärungskampagnen würden auch Berufsausbildungsprogramme für AIDS-Kranke sowie Starthilfe und Gerätschaften für die berufliche Selbständigkeit angeboten, zum Beispiel als Schneider oder Bäcker.

Laut UNAids lebten 2012 in den Ländern südlich der Sahara 25 Millionen Menschen mit HIV, davon 2,9 Millionen Kinder. Im gleichen Jahr wurden in diesem Gebiet 1,6 Millionen Menschen neu infiziert, davon 230.000 Kinder. 1,2 Millionen Menschen starben 2012 an AIDS-bedingten Krankheiten.
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Gedenkveranstaltungen zum 70. Todestag von Günter Pietz

Halle/Saale, 04.10.2013/APD   An den 70. Todestag von Günter Pietz am 27. September 1943 erinnerte eine Gedenkveranstaltung in Halle/Saale mit etwa 50 Personen aus Deutschland, Polen und Österreich in der damaligen Hinrichtungsstätte „Roter Ochse“. Prediger Adrian Dinut, Vorsteher der Ostdeutschen Vereinigung der Internationalen Missionsgesellschaft der Siebenten-Tags-Adventisten Reformationsbewegung (IMG), gab einen Einblick in das kurze Leben des im Alter von 18 Jahren hingerichteten Kriegsdienstverweigerers.

Widerstand, Kriegsdienstverweigerung und Tod
Günter Pietz wurde am 4. Juli 1925 in Chorzow, Kreis Königshütte, geboren. Schon als 12-Jähriger fiel er in seiner Schule auf. Seine Begeisterung für die Bibel und die Reformation Martin Luthers brachte ihm den Spitznamen „Kleiner Prophet“ und den Ärger des katholischen Religionslehrers ein, der seinen „Bibeleifer“ bremsen wollte. Seine Eltern waren gläubige Katholiken, bevor sie sich 1937 den „Reformadventisten“ anschlossen. So lernte Günter auch die Bedeutung des Sabbats (Samstag) als den von Gott bei der Schöpfung eingesetzten und später im vierten Gebot verankerten Ruhetag kennen und schätzen. Bereits im Alter von 15 Jahren wurde er von der Gestapo verhört und gefoltert, weil er nicht bereit war, am Samstag in einer Fabrik zu arbeiten. Ein Jahr später kam er aus demselben Grund für zehn Wochen in das KZ Auschwitz.

Mit erst 17 Jahren lehnte Pietz den Führereid ab und weigerte sich am 30. April 1943, eine Waffe in die Hand zu nehmen. Der Versuch, ihn nach seiner Verhaftung umzustimmen, schlug fehl. Der Inhaftierte berief sich auf die Bibel und sein Gewissen. Das Urteil des 1. Senats des Reichskriegsgerichts (RKG) vom 6. August 1943 lautete: Todesstrafe wegen Wehrdienstverweigerung. Der Präsident des RKG, Admiral Max Bastian, bestätigte am 8. September das Urteil und ordnete die Vollstreckung an. Am 27. September 1943 gegen 17 Uhr wurde Günter Pietz im „Roten Ochsen“ in Halle/Saale durch Enthaupten hingerichtet. Auf dem Totenschein stand: „Plötzlicher Herztod, Atemstillstand.“

Todesurteil und letzte Briefe an die Eltern
Nach der Biografie, vorgetragen von Prediger Dinut, folgte eine Lesung aus dem Todesurteil und den letzten Briefen von Günter Pietz durch Kai Ritter, Leiter der Adventgemeinde Halle der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (STA), sowie Jens Müller, Leiter des „Edelstein-Verlages“ der IMG. Im Feldurteil des Reichskriegsgerichts vom 11. September 1943 in der Strafsache gegen den Kanonier Günter Pietz wegen Wehrdienstverweigerung hieß es: „Der Angeklagte wird zum Tode, zur Wehrunwürdigkeit und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. … Er erklärte gegenüber seinem Batterieführer, dass er es seinem Glauben und seinem Gewissen gegenüber nicht verantworten könne, den Fahneneid abzulegen. … Er ist daher wegen fortgesetzten Verbrechens der Zersetzung der Wehrkraft … zu bestrafen. … Mit Rücksicht auf die vom Angeklagten gezeigte Hartnäckigkeit und Unbelehrbarkeit, mit der er den Wehrdienst ablehnt, ist eine milde Beurteilung ausgeschlossen. Derart hartnäckige Wehrdienstverweigerer sind wegen der ihnen innewohnenden gefährlichen Werbekraft insbesondere geeignet, den Wehrwillen anderer zu zersetzen. Deshalb muss auf die Todesstrafe erkannt werden.“

Vor seiner Hinrichtung am 15. August und 27. September 1943 schrieb Pietz an seine Eltern: „Wegen der Todesstrafe habe und mache ich mir gar keine Gedanken. Denn ich weiß, dass mir Gott beisteht, und so einen Frieden und eine Ruhe im Herzen habe ich nicht gehabt wie in diesen letzten Tagen. … Weinet nicht über mich, denn ich bin gut aufgehoben. Wenn unser Heiland einmal kommt, um sein Volk zu erlösen, dann werden wir uns freuen. Und mein Wunsch ist es, Euch, liebe Eltern, dort zu sehen. Es soll uns nichts scheiden von der Liebe Gottes.“

Der Frage „Gedenken – warum?“ widmete sich Walfried Knoll, STA-Pastor der Adventgemeinde Halle. Die Vergangenheit nicht zu vergessen und die Glaubenstreue von Günter Pietz zu achten waren sein Anliegen. Ines Müller, Jugendleiterin der Deutschen Union der IMG, lenkte in ihren Ausführungen den Blick von der Trauer über den Tod eines jungen Adventisten auf das Thema „Wir erinnern uns in Dankbarkeit“.

„Sei getreu bis an den Tod“
Während des Gottesdienstes im großen Saal der Gedenkstätte „Roter Ochse“ mit etwa 90 Besuchern erinnerte Prediger Gustavo Castellanos, Vorsteher der Deutschen Union der IMG, an das Bibelwort aus Offenbarung 2,10: „Sei getreu bis an den Tod.“ Jeder möge wie Günter Pietz sagen können: „Ich weiß, dass mir Gott beisteht.“ Das Gedenken gelte nicht nur diesem Märtyrer, sondern allen Reformadventisten, die in der Zeit des Nationalsozialismus ihr Leben aus Liebe und Treue zu Jesus Christus hingaben, aber auch jenen, die in jener Zeit Verfolgung und Gefängnis erleiden mussten und dieses überlebten.

Dr. Johannes Hartlapp, Dekan des Fachbereichs Theologie und Dozent für Kirchengeschichte an der Theologischen Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg, begrüßte das Anliegen der Gedenkveranstaltung. Er selbst habe sich intensiv mit dem Adventismus während der NS-Zeit und damit auch mit der Reformationsbewegung befasst. Er regte an, im Gespräch zu bleiben und gemeinsam Geschichtsforschung zu betreiben.

Dietmar Eißner von der Adventgemeinde Halle verlas ein Grußwort von Pastor Johannes Scheel (Berlin), dem Vorsteher der Freikirche der STA in Mitteldeutschland: „Es steht uns gerade in Zeiten von Glaubensfreiheit und äußerem Frieden gut an, nicht zu vergessen, dass Schwestern und Brüder ihr Glaubensbekenntnis mit ihrem Blut unterschrieben haben. Wir verneigen uns vor Bruder Pietz und seiner standhaften Weigerung, einem Anderen als seinem Gott unbedingten Gehorsam zu geloben und von einem Menschen Heil zu erwarten. … Mögen er und alle Glaubenszeugen Mahnung sein, die Treue zu halten, auch wenn es gegen den Strom der Masse zu stehen gilt.“

Michael Viebig, stellvertretender Leiter des „Roten Ochse“, führte durch die Gedenkstätte und erläuterte dessen Geschichte. Von 1942 bis April 1945 seien dort 549 Gefangene aus 15 Ländern durch das Fallbeil oder Erhängen gestorben. Darunter hätten sich mindesten 57 Kriegsdienstverweigerer befunden; die meisten wären Zeugen Jehovas gewesen.

Der evangelisch-lutherische Pfarrer Dr. Hermann Ruttmann (Trautskirchen/Mittelfranken), der mit einer Arbeit über „Die adventistische Reformationsbewegung“ promovierte, hielt den Vortrag „Die Reformationsbewegung im Nationalsozialismus“. Er erinnerte an das Verbot der IMG am 29. April 1936, da die „Sekte“ unter dem „Deckmantel der religiösen Betätigung“ Ziele verfolge, die der Weltanschauung des Nationalsozialismus zuwiderlaufen würden. Ruttmann nannte auch die Namen der ermordeten Märtyrer. Von den rund 2.000 Reformadventisten in Deutschland und den angrenzenden Ländern seien etwa 20 in den Tod gegangen, darunter zwölf Kriegsdienstverweigerer. Die meisten Märtyrer während der NS-Zeit hätte es wohl bei den Zeugen Jehovas gegeben. Von ihren damals insgesamt 25.000 Mitgliedern seien 2.000 verstorben.

Der Prediger der IMG, Friedrich Herbolsheimer (Bad Endbach/Hessen), erinnerte als Zeitzeuge, wie schwierig es für die Kinder gewesen sei, den nationalsozialistischen Einflüssen und Zwängen zu entgehen. Er erinnerte auch an den damaligen Prediger und Vorsteher der Reformadventisten, Johann Hanselmann, den er selbst noch kannte, und der am 13. Mai 1942 im KZ Sachsenhausen ermordet wurde. Die Adventgemeinde Halle der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten hatte im Juni letzten Jahres zur Erinnerung an ihn einen „Stolperstein“ auf dem Gehweg vor ihrem kirchlichen Zentrum setzen lassen.

Die adventistische Reformationsbewegung
Als im August 1914 zu Beginn des Ersten Weltkrieges von den 15.000 deutschen Adventisten 3.000 Wehrpflichtige einberufen wurden, kam es unter ihnen zu einer unterschiedlichen Beurteilung, wie man sich in dieser Krisensituation zu verhalten habe. Während die Mehrheit den durch ein Rundschreiben verbreiteten Aufruf ihrer Kirchenleitung folgte und der Einberufung zum Militär nachkam, äußerten Kritiker dieser Entscheidung deutlich ihr Missfallen.

Aus diesen Kritikern, die ihre Opposition teilweise damit begründeten, dass sie für den Frühsommer 1915 die Wiederkunft Jesu erwarteten, bildete sich im Laufe des Jahres eine feste Gruppe. Während einige Kritiker später wieder ihren Platz in den Adventgemeinden fanden, sammelte sich die Mehrheit der Widerständler in einer Gruppe, die sich selbst „Reformationsbewegung der Siebenten-Tags-Adventisten“ nannte und den Militärdienst grundsätzlich ablehnte.

Das Rundschreiben wurde von der adventistischen Weltkirchenleitung in den USA kritisiert und mit ähnlichen Verlautbarungen von der deutschen Freikirchenleitung bereits 1920 mit „Bedauern“ zurückgezogen. Doch das schlug genauso fehl wie Versöhnungsversuche von beiden Seiten nach dem Ersten Weltkrieg. Schließlich standen sich während der Weimarer Republik zwei adventistische Lager gegenüber: die traditionelle Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und die Reformationsbewegung, die allerdings durch interne Auseinandersetzungen in verschiedene Gruppen zerfiel. Die meisten lösten sich noch vor Beginn der NS-Herrschaft auf. Die verbliebenen Gruppen kamen schon bald in das Visier der neuen Machthaber, da sie auch die Beteiligung an Wahlen ablehnten. 1936 löste die Gestapo die Reformationsbewegung auf, für kleinere Gruppen kam das Verbot noch im gleichen Jahr, beziehungsweise 1937 und 1942.

Heute gehören zur Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten weltweit fast 18 Millionen erwachsen getaufte Mitglieder; in Deutschland sind es rund 35.000. Die Reformationsbewegung erlebte 1951 eine Spaltung, sodass es seitdem weltweit zwei Gruppen mit aktuell jeweils etwa 35.000 Mitgliedern gibt. In Deutschland zählt die „Internationale Missionsgesellschaft der Siebenten-Tags-Adventisten Reformationsbewegung“ (IMG) circa 350 Mitglieder. Die „Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten Reformationsbewegung“ (STAR) ist mit etwa 200 Mitgliedern in der Bundesrepublik etwas kleiner. Weitere Informationen im Internet zur Freikirche unter www.adventisten.de, zur IMG unter www.reform-adventisten.net und zur STAR unter www.sta-ref.de.
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6,1 Millionen Menschen in 27 Ländern geholfen

ADRA Deutschland legt Jahresbericht 2012 vor

Weiterstadt bei Darmstadt, 04.10.2013/APD   „Als Teil eines weltweit agierenden Netzwerks in mehr als 120 Ländern hilft die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland jährlich Millionen Menschen – unabhängig von politischer, ethnischer, sozialer und religiöser Zugehörigkeit“, hob ADRA-Direktor Christian Molke (Weiterstadt bei Darmstadt) hervor. Nach dem Prinzip der „Hilfe zur Selbsthilfe“ verbessere ADRA in partnerschaftlicher Zusammenarbeit die Chancen der Bedürftigen auf ein würdiges Leben gemäß der allgemeinen Menschenrechte.

Laut Jahresbericht 2012 von ADRA Deutschland habe das Hilfswerk für seine Aufgaben neun Millionen Euro ausgegeben. Dadurch seien in 27 Ländern über 6,1 Millionen Menschen direkt oder indirekt geholfen worden. Als Gründungsmitglied von VENRO (Verband Entwicklungspolitischer Nicht-Regierungs-Organisationen in Deutschland), „Aktion Deutschland Hilft“ und „Gemeinsam von Afrika“, arbeite ADRA Deutschland in „einem starken Verbund“ mit den unterschiedlichsten Hilfsorganisationen zusammen. Dabei gehe es darum, sich branchenspezifisch auszutauschen, voneinander zu lernen und im Katastropheneinsatz gegenseitig zu unterstützen. Die Verwaltungskosten hätten im vergangenen Jahr bei rund 17 Prozent der Gesamtausgaben gelegen. Damit erfülle ADRA Deutschland die strengen Auflagen des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI), dessen Spendensiegel als „Zeichen für Vertrauen“ das Hilfswerk erneut erhalten habe.

An privaten Spenden erhielt ADRA laut Jahresbericht 2012 2,28 Millionen Euro, von der „Aktion Deutschland Hilft“ 1,03 Millionen Euro, von ADRA-Schwesterorganisationen 0,27 Millionen Euro, vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland 1,65 Millionen Euro, von ECHO (Europäische Kommission Humanitäre Hilfe) 1,25 Millionen Euro, vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) 0,225 Millionen Euro, von der Europäischen Union (EU) 1,98 Millionen Euro und aus Sonstigen Einnahmen 0,31 Millionen Euro.

Zum Tätigkeitsfeld von ADRA Deutschland gehörten laut Direktor Christian Molke Humanitäre Hilfe im Katastrophenfall, Entwicklungszusammenarbeit in den Bereichen Ernährung, Gesundheit, Bildung, Einkommen, Katastrophenvorsorge sowie Umwelt- und Ressourcenschutz – beispielsweise durch erneuerbare Energien –, Entwicklungspolitische Bildungsarbeit sowie Freiwilligendienst im In- und Ausland.

Im letzten Jahr führte ADRA Deutschland laut Jahresbericht 56 Projekte in 27 Ländern mit Schwerpunkt Asien und Afrika durch. Darunter waren Schulungen für verbesserte Anbaumethoden und Anlegen von Gemüsegärten in Mali. In Indien wurden in 29 Dörfern der Regionen Tamil Nadu und Pondicherry Wiederaufbaumaßnahmen nach dem Zyklon „Thane“ abgeschlossen. In Vadul lui Voda/Republik Moldau unterstützte ADRA das Kinderzentrum „Regenbogen der Hoffnung“, das Straßenkindern ein Zuhause bietet. In Kenia ging es um Aufklärung über Früheirat und Genitalverstümmelung. In Thailand erhielten 6.000 Flüchtlinge aus Myanmar eine Berufsausbildung. Geregeltes Einkommen ermöglichte das Hilfswerk in 30 Ortschaften der mongolischen Provinzen Zavkhan und Selenge.

Der Jahresbericht 2012 von ADRA Deutschland kann im Internet bei http://www.adra.de/de/jahresberichte.html heruntergeladen werden.
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Aktion "Kinder helfen Kindern" 2013 gestartet

Weiterstadt bei Darmstadt, 03.10.2013/APD   Mit Informationsständen in Düsseldorf und Darmstadt hat die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland ihre 14. Aktion „Kinder helfen Kindern“ eröffnet. Dabei konnten Kinder in Düsseldorf einen Heliumballon mit Adresskarte auf die Reise schicken. In Darmstadt stand für sie das Kennenlernen fremder Sprachen auf dem Programm und die Wahl ihres Lieblingsessens. Klarer Sieger wurde am Ende die Pizza.

Seit 1999 gingen insgesamt 431.690 Pakete an Kinder in Osteuropa. Im letzten Jahr waren es laut ADRA 38.721. Auch 2013 gehen wieder Pakete an bedürftige Kinder in Albanien, Bosnien und Herzegowina, den Kosovo, Litauen, Mazedonien, Montenegro, die Republik Moldau, Serbien und die Ukraine. Kinder, Eltern, Großeltern, Kindergärten und Schulen können bis zum 24. November Pakete packen und bei den Sammelstellen abgeben, damit Kinder aus armen Familien und in Kinderheimen zu Weihnachten nicht leer ausgehen, sondern ein Geschenk erhalten. Mit zusätzlichen Geldspenden können auch wieder Projekte in Osteuropa durchgeführt werden. So kostet beispielsweise das Schulmaterial eines Kindes für die Vorschule in Albanien 15 Euro, die Unterbringung eines Straßenkindes im ADRA-Kinderzentrum in der Republik Moldau beträgt monatlich 160 Euro.

Weitere Informationen zur diesjährigen Aktion „Kinder helfen Kindern“ sind im Internet unter www.kinder-helfen-kindern.org zu finden.
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Von AIDS betroffene Familien in Swasiland unterstützt

Wien/Österreich, 02.10.2013/APD   Laut des UN-AIDS Berichts von 2011 hat Swasiland, ein Binnenstaat im südlichen Afrika, die höchste Rate an HIV/AIDS-Kranken in der Welt. Vier von zehn Haushalten sollen mindestens ein Waisenkind aufgenommen haben.

Dank Spenden unterstützt die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Österreich 102 betroffene Familien dabei, auf ihrem Land genügend anzubauen, um ihre Angehörigen ernähren und versorgen zu können. Sie lernten, ihre Böden zu bearbeiten sowie Pflanzen im gesunden Wechsel und gemischt anzubauen. Dank einer Starthilfe von Futter und Jungtieren könnten die Familien auch Geflügel züchten und verkaufen. Das Land Salzburg fördert das Projekt finanziell.
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Puntland-Diaspora-Forum zeichnet ADRA aus

Weiterstadt bei Darmstadt, 01.10.2013/APD   Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland, World Vision und Somalia Rebuild wurden anlässlich der Feierlichkeiten zum 15-jährigen Bestehen des autonomen Teilstaates „Puntland State of Somalia“ vom Puntland-Diaspora-Forum Germany ausgezeichnet. Dabei wurde ADRA als eine „mutige und den Menschen in Somalia Hoffnung gebende Organisation“ bezeichnet, die seit über 20 Jahren aktiv Hilfsprojekte in Somalia durchführe und damit den Menschen vor Ort zu einem selbstbestimmteren Leben verhelfe.

Puntland liegt im nordöstlichen Somalia am Horn von Afrika. Es umfasst etwa ein Drittel der somalischen Landesfläche, grenzt im Westen an das von Somalia faktisch unabhängige Somaliland, im Südwesten an Äthiopien und im Süden an die somalische Region Galmudug. Im Norden befinden sich der Golf von Aden und im Südosten der Indische Ozean. In Puntland mit der Hauptstadt Garoowe leben etwa 2,4 Millionen Einwohner. Die Amtssprachen sind Somali und Arabisch.

Die Autonomie Puntlands geht hauptsächlich auf die Rebellenorganisation „Somali Salvation Democratic Front“ SSDF des Majerteen-Clans zurück. Diese hatte seit 1982 in Nordost-Somalia gegen die autoritäre somalische Regierung unter Präsident Siad Barre gekämpft und seit 1988 die Kontrolle über die Region übernommen. 1988 organisierte die SSDF eine Versammlung von Clan-Vertretern in Garoowe, auf der man sich einigte, eine autonome Regionalverwaltung zu schaffen.

Puntland gilt in Somalia als „friedliche Region“. ADRA Deutschland ist in Somalia hauptsächlich im Bereich Bildung für Kinder und Erwachsene samt Aufbau eines Schulwesens sowie in der Nahrungsmittel- und Trinkwasserversorgung tätig.
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