50 Jahre Adventistischer Flugdienst im Südpazifik

Cooranbong, NSW/Australien, 28.02.2014/APD   Am 1. März findet in Cooranbong/Australien die 50-Jahrfeier des Bestehens des adventistischen Flugdienstes „Adventist Aviation Services“ (AAS) im Südpazifik statt. Das erste Flugzeug sei am 27. Juni in Sydney/Australien in Dienst genommen worden und am 29. Juni 1964 in Papua-Neuguinea (PNG) eingetroffen, wo es den Flugdienst aufgenommen habe, berichtete „Adventist Record“.

„Adventist Aviation Services“ ist in Goroka/Papua-Neuguinea stationiert und spiele für die adventistische Kirche im Land eine zentrale Rolle, teilte AAS mit. Die dortigen Adventisten betreiben 600 Kliniken, Schulen und Missionsstationen in PNG. Die Piloten beförderten Kranke in Spitäler, sowie medizinisches Personal, Hilfswerksmitarbeiter, Mechaniker, Pastoren, Lehrer und Baumaterial ins abgelegene und hüglige Hochland zu den mehr als 500 Buschlandepisten.

Die Steigfähigkeit des Flugzeugs sei im Hochland ausgesprochen wichtig, um nach dem Start die Bergkuppen überqueren zu können, so AAS. Gewisse Landeplätze hätten eine Steigung von bis zu 18 Prozent oder lägen an Bergkanten beziehungsweise in einem Talkessel, die nur einen Landeversuch zuließen. Beim Fliegen orientierten sich die Piloten an den Flüssen Fly und Sepik, die beide über 1.000 Kilometer lang seien. Ohne Flugzeuge lägen isolierte Orte zwei Tage Fußmarsch von den Hauptverkehrsstraßen entfernt.

AAS besitzt zwei Flugzeuge (PAC-750XL und Cessna 206) mit je zehn bis zwölf Sitzplätzen und habe 2012 über 1.000 Flüge durchgeführt. Der adventistische Flugdienst bietet auch Flüge gegen Bezahlung an, um damit den Flugdienst mitzufinanzieren. AAS hat dreizehn Angestellte, davon vier Piloten.
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34.901 Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland

Ostfildern bei Stuttgart, 27.02.2014/APD   34.901 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten gab es am 31. Dezember 2013 in Deutschland. Das sind 81 weniger als im Jahr zuvor. 579 Taufen und Aufnahmen in die Freikirche sowie 95 Zuwanderungen von Adventisten aus dem Ausland standen im letzten Jahr 517 Todesfälle sowie 238 Austritte und Ausschlüsse gegenüber. Die Zahl der örtlichen Adventgemeinden verringerte sich um drei auf 560.

Die Freikirche betreut in Deutschland über 2.000 Kinder im Kindergottesdienst sowie durch ihre Adventjugend fast 8.000 Pfadfinder, Teenager und Jugendliche. Sie ist in jedem Bundesland eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und hat sieben regionale Kirchenleitungen (Vereinigungen), die zum Nord- und Süddeutschen Verband als überregionale Zusammenschlüsse gehören. Sie unterhält das Berliner Krankenhäuser „Waldfriede“ und „Nikolassee“ , die Theologische Hochschule Friedensau bei Magdeburg, das Schulzentrum Marienhöhe, Darmstadt, mit Gymnasium, Real- und Grundschule sowie sieben weitere Grund- beziehungsweise Realschulen, fünf Kindergärten und eine Heilpädagogische Tagesstätte für Vorschulkinder in Neuburg/Donau. Auch das Medienzentrum „Stimme der Hoffnung“, Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, mit Rundfunk- und Fernsehstudios, Blindenhörbücherei und Internationalem Bibelstudien-Institut, der Advent- und Saatkorn-Verlag, Lüneburg, sowie die Gesundkostgruppe „Bioherba“, Heimertingen/Bayern, stehen unter adventistischer Leitung.

Das Advent-Wohlfahrtswerk (AWW) betreut rund 40.000 bedürftige Menschen pro Jahr. Zu ihm gehören unter anderem fünf Altenpflegeheime, drei Einrichtungen „Betreutes Wohnen“, ein Behindertenwohnheim (Groß-Umstadt bei Darmstadt), ein Hospiz (Lauchhammer/Brandenburg), sieben Tagungsstätten, ein Übernachtungshaus für wohnungslose Frauen (Leipzig), eine Fachklinik für Abhängigkeitskranke (Dedelstorf/Niedersachsen), zwei Wohnheime für Suchtkranke, vier Suchtberatungsstellen, neun Suppenküchen und elf psychosoziale Beratungsstellen. Der Deutsche Verein für Gesundheitspflege (DVG) verfügt über 57 Regionalgruppen, die Seminare zur Gesunderhaltung (Prävention) anbieten. Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland führt humanitäre Maßnahmen in aller Welt durch.
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Kopten dementieren Medienberichte über Kirchenbau in Saudi-Arabien

Kairo/Ägypten, 26.02.2014/ APD   Der koptisch-orthodoxe Papst-Patriarch Tawadros II. habe mit dem saudi-arabischen Botschafter in Kairo, Ahmed Kattan, eine Übereinkunft zum Bau einer koptischen Kirche in Saudi-Arabien erzielt, berichtete am 21. Februar die in Kairo beheimatete Nachrichtenagentur „MidEast Christian News“ (MCN). Am 23. Februar dementierte laut MCN die koptisch-orthodoxe Kirche in Ägypten entsprechende Medienberichte. Sie habe keine Übereinkunft zum Bau einer Kirche in Saudi-Arabien getroffen.
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Massaker, Vertreibungen und Aufruf zur Versöhnung in der Zentralafrikanischen Republik

Luzern/Schweiz, 25.02.2014/APD   Beim Abzug der Seleka-Rebellen, einem Zusammenschluss verschiedener muslimischer Rebellengruppen, aus der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) in den Tschad, komme es zu Plünderungen, Morden und Vergewaltigungen. Das habe der Caritasdirektor der zentralafrikanischen Diözese Bouar, Pater Aurelio Gazzera, dem internationalen katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ mitgeteilt. Es sei dringend notwendig, dass der Abzug der Rebellen durch Schutztruppen begleitet werde. Eine Verstärkung der in die Zentralafrikanische Republik entsandten Truppen sei „sehr zu begrüßen“, jedoch dürfe sich der Einsatz nicht vor allem auf die Hauptstadt beschränken. „Gerade im Grenzgebiet ist militärischer Schutz dringend notwendig, um Massaker und Übergriffe zu verhindern“, so Gazzera.

Als „großes Unrecht“ habe es Gazzera bezeichnet, dass die muslimische Bevölkerung, die zum größten Teil mit den Gräueltaten der muslimischen Seleka-Rebellen nichts zu tun habe, unter Racheakten der Anti-Balaka, mehrheitlich christliche Kämpfer, zu leiden habe und vielfach gezwungen werde, das Land zu verlassen. Aus Bozoum, einer Stadt im Westen der Zentralafrikanischen Republik, seien alle 2.500 Muslime mit einem Konvoi in Richtung Tschad geflohen. Darunter wären auch viele Freunde gewesen, zu denen sie ein gutes Verhältnis gehabt hätten. „Es ist ein Unrecht, dass diese Menschen nun ebenfalls alles verloren haben. Wir haben in unserer Pfarrkirche eine Messe zur Buße gefeiert, weil viele der nicht-muslimischen Bewohner von Bozoum darüber gejubelt haben, dass die Muslime vertrieben wurden. Das ist eine Sünde! Für eine friedliche Zukunft müssen die Menschen verstehen, dass ein Unrecht das andere nicht tilgt und dass wir uns über das Leid anderer Menschen nicht freuen dürfen“, so der italienische Karmeliterpater Aurelio Gazzera.
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Mennoniten mit Postkartenaktion gegen Lockerung der Kriegsmaterialexporte

Liestal/Schweiz, 24.02.2014/APD   Das „Täuferische Forum für Frieden und Gerechtigkeit“, ein Arbeitszweig der Konferenz der Mennoniten der Schweiz (KMS), ruft laut einer Medienmitteilung des Forums zu einer Postkartenaktion an Bundes- und Nationalräte auf. Damit sollten die Politiker aufgefordert werden, dem Antrag ihrer Sicherheitspolitischen Kommission zur Lockerung der Regelungen des Exports von Kriegsmaterial nicht zu folgen und sich jeder Lockerung dieser Regelungen zu widersetzen. Mit der Aktion müssten laut dem Forum Menschen motiviert werden, ihre Stimme zu erheben und sich für den Frieden einzusetzen. Die Postkarten lägen seit dem 23. Februar in den Mennonitengemeinden der Schweiz aus.

„Senden sie uns Frieden, nicht ihre Waffen“
Der syrisch-orthodoxe Erzbischof Dionisius Jean Kawak, Damaskus, habe bei einem Besuch der Konferenz der Mennoniten in der Schweiz für Spenden und Gebete für Syrien gedankt. Gleichzeitig habe er gemahnt: „Es ist wichtig für uns, dass sie Einspruch erheben! Senden sie uns Frieden, nicht ihre Waffen.“

Schweiz mit langer Tradition als Vermittlerin bei Konflikten
Laut dem Täuferischen Forum habe sich die Schweiz in den letzten Jahren vermehrt als Vermittlerin zwischen Konfliktparteien angeboten und damit ihre lange humanitäre Tradition glaubwürdig fortsetzt. Zu dieser Tradition gehöre auch eine der schärfsten Kriegsmaterialexportregelungen, die sich auf eine Volksabstimmung von 2009 stütze. Mit der angestrebten Lockerung werde es laut dem Forum der Mennoniten wahrscheinlich, dass Schweizer Waffen in Gebieten eingesetzt würden, wo es Menschenrechtsverletzungen gebe.

Gemeinsam mit vielen anderen Kirchen und Organisationen setzten sich die Mennoniten der Schweiz für gewaltfreie Wege der Konfliktbewältigung ein und unterstützten lokale Organisationen, die inmitten von bewaffneten Konflikten alternative Handlungsmöglichkeiten aufzeigen würden. Diese Organisationen würden über konfessionelle und religiöse Grenzen hinweg materielle Hilfe anbieten, setzten sich für die Achtung der Würde von Menschen auch in Extremsituationen ein und bildeten inmitten von bewaffneten Konflikten Menschen für Friedens- und Versöhnungsarbeit aus. Es wäre ein Widerspruch, sich einerseits für Frieden- und Versöhnungsarbeit einzusetzen, aber zur Lockerung der Waffenexporte zu schweigen, betont das „Täuferische Forum für Frieden und Gerechtigkeit“.
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Medienbericht über möglichen ersten Kirchenbau in Saudi-Arabien

Wien/Österreich, 23.02.2014/APD   Der koptisch-orthodoxe Papst-Patriarch Tawadros II. habe mit dem saudiarabischen Botschafter in Kairo, Ahmed Kattan, eine Übereinkunft zum Bau einer koptischen Kirche in Saudi-Arabien erzielt: Über diese Meldung der in Kairo beheimateten Nachrichtenagentur „MidEast Christian News“ (MCN) hätte laut Kathpress die Wiener ökumenische Stiftung „Pro Oriente“ am 21. Februar aufmerksam gemacht. Tawadros II. sei nach dem Gespräch mit Botschafter Kattan bei seiner Rückkehr in die Kairoer Markuskathedrale, wo eine Begegnung mit deutschen Parlamentariern angesetzt war, „überaus glücklich“ gewesen, heißt es.

Laut Kathpress habe MCN unter Berufung auf eine „vertrauenswürdige Quelle“ berichtet, Papst-Patriarch Tawadros II. habe bei der Begegnung mit dem saudiarabischen Botschafter König Abdullah und der Regierung in Riad für die Erlaubnis zum Bau der ersten Kirche in Saudi-Arabien gedankt. Bei der Begegnung zwischen Tawadros II. und Kattan sei es auch um die Vertiefung der Beziehungen zwischen der koptischen Kirche und Saudi-Arabien gegangen.

Bisher war es in Saudi-Arabien nicht möglich gewesen, Kirchen zu errichten. Unter Berufung auf die wahabitischen Auffassungen, wonach der gesamte Bereich der Arabischen Halbinsel „haram“, also eine Tabuzone für andere Religionen sei, waren jegliche nichtmuslimische Gottesdienste untersagt. Die saudischen Grenzbehörden und die „Religionspolizei“, die „zur Förderung der Tugend und zur Unterdrückung des Lasters“ angehalten ist, sollen jede Manifestation des Christentums unterbinden, auch in Privatwohnungen. Die Einfuhr von Bibeln, christlichen Gebetbüchern, Kreuzen, Ikonen und christlichen Rosenkränzen nach Saudi-Arabien ist verboten.

In Saudi-Arabien leben laut „Pro Oriente“ Millionen von christlichen Arbeitsmigranten, unter ihnen Kopten aus Ägypten; außerdem Libanesen, Äthiopier, Filipinos, Christen aus Kerala (Indien), aber auch Europäer sowie Nord- und Lateinamerikaner. Unter Verweis auf die erst auf das späte 18. Jahrhundert zurückgehende wahabitische Tradition hatten sich saudiarabische Repräsentanten bisher bei Dialoggesprächen aller Art immer außerstande gesehen, am Verbot der Abhaltung christlicher Gottesdienste oder der Errichtung christlicher Gotteshäuser etwas zu ändern. Eine Abkehr von dieser strikten Religionspolitik würden Experten als Sensation einstufen, so Kathpress.
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Internationales Bibelstudien-Institut unter neuer Leitung

Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, 21.02.2014/APD   Ab dem 1. August wird Pastor Sven Fockner das Internationale Bibelstudien-Institut des Medienzentrums „Stimme der Hoffnung“, eine Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, leiten. Er hat in Österreich, den USA und in Deutschland Theologie sowie Philosophie studiert und war bereits seit 2013 stellvertretender Leiter des Instituts.

Fockner löst Pastor Siegfried Wittwer (63) ab, der seit 1994 die Leitung des Bibelstudien-Institutes innehatte. Wittwer wird bis zu seiner Pensionierung 2015 weiter im Institut mitarbeiten. Während seiner 20-jährigen Leitung erschienen zwölf neue Bibel- und Glaubenskurse, von denen er selbst acht verfasst hat. Waren es anfangs 400 Kursteilnehmer, sind es heute etwa 3.200. „Diese Arbeit hat mir viel Freude gemacht“, stellte er fest. „Ich habe durch die Beantwortung von vielen tausend kniffligen Glaubens- und Lebensfragen selbst am meisten profitiert und gelernt.“

Sven Fockner betonte: „In meinem Dienst als Pastor hat sich über die Jahre immer mehr eines herauskristallisiert: Die Menschen auf die Bibel hinzuweisen ist das Beste und Wichtigste, was ich tun kann. Dieses Buch hat in meinem Leben so viel Positives bewirkt.“ Die Bibelfernkurs-Arbeit sei unter Siegfried Wittwers Leitung enorm gewachsen. Er hoffe, dies weiterführen zu können. Die digitale Revolution und die neuen Medien stellten auch für das Bibelstudien-Institut eine große Herausforderung dar. „Wir haben bereits damit begonnen, neue Wege zu beschreiten, um den Menschen auch in Zukunft das Wort Gottes nahe zu bringen.“

Folgende Bibelkurse gibt es schon online beim Internationalen Bibelstudien-Institut in Alsbach-Hähnlein: „Start ins Leben“, „Fit und Gesund“, „Glücklich sein kann man lernen“ (Seminar), „Discover Glaubenskurs“, „Tour of Life“ für Teenager, „Tipps für Kids“ für Kinder im Alter zwischen sieben und elf Jahren, „Start in die Zukunft“, „Das Vaterunser“ und „Start into life“ (Englisch). Folgende Studienkurse sind nur per Post erhältlich: „Die Offenbarung Jesu Christi“, „YES! Du wirst geliebt!“ für Kinder zwischen sieben und elf Jahren, „Unterwegs mit Paulus“, „Der Römerbrief“, „Leben mit Christus“ und „Neues Leben“ (Russisch). Der Glaubenskurs „Andreasbriefe“ steht als Download zur Verfügung. Alle Bibelkurse sind kostenlos. Weitere Informationen: www.bibelstudien-institut.de.

Das Bibelstudien-Institut geht auf das Jahr 1948 zurück. In dem damals noch zerstörten Berlin richtete der adventistische Pastor Max Busch in einem Keller mit einem einfachen Tonbandgerät ein „Studio“ ein, um Rundfunkprogramme zu produzieren, die als „Stimme der Hoffnung“ über Radio Luxemburg ausgestrahlt wurden. Aufgrund von Höreranfragen gab Busch einen Bibelkurs mit hektografierten Texten heraus.
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UN-Kommission dokumentiert "entsetzliche Gräuel" des nordkoreanischen Regimes

Genf/Schweiz, 18.02.2014/APD   Am 17. Februar veröffentlichte die im März 2013 eingesetzte dreiköpfige UN-Untersuchungskommission zur Menschenrechtssituation in Nordkorea ihren Bericht in Genf. Darin stellten die UN-Ermittler erstmals offiziell fest, dass Nordkorea „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ an der eigenen Bevölkerung begehe. „Was wir gesehen und bisher gehört haben − die Genauigkeit, die Details und das Schockierende der persönlichen Zeugnisse − wird ohne Zweifel Folgemaßnahmen seitens der Weltgemeinschaft erfordern sowie bezüglich der Verantwortlichkeit seitens der Demokratischen Volksrepublik Korea“, betonte Michael Kirby, Vorsitzender der UN-Untersuchungskommission für Nordkorea, während der Medienkonferenz bei der Vorstellung des einstimmig verabschiedeten Berichts.

Die Kommission habe keine richterliche Funktion gehabt, sondern die Aufgabe, das Material zu sammeln, zu analysieren und zusammen zu stellen und zu untersuchen inwiefern es sich um Verbrechen gegen die Menschlichkeit handle, was eine andere Kategorie sei als Menschenrechtsverletzungen. Schlussfolgerungen und Empfehlungen werde die Kommission am 17. März dem UN-Menschenrechtsrat in Genf vortragen.

Da ihnen die Einreise nach Nordkorea verweigert worden sei, habe die Kommission 80 Zeugen in öffentlichen Hearings und 240 Personen hinter verschlossenen Türen in Seoul, Tokyo, London und Washington D.C. zur Situation in Nordkorea angehört, sagte der pensionierte australische Richter Michael Kirby.

„Hätten wir nur gewusst…!“
Die öffentlichen Hearings seien online gestellt worden, damit sich die Öffentlichkeit selbst ein Bild machen könne. Nach dem Zweiten Weltkrieg, so der Vorsitzende, habe man oft die Aussage gehört: Hätten wir nur gewusst…! „Heute wissen wir, was Sache ist. Es gibt keine Entschuldigung, wenn dieser Bericht keine Folgen hat“, hob Kirby hervor. Mit dem 36-seitigen Bericht veröffentliche die Untersuchungskommission auch ein 372 Seiten umfassendes Dokument, welches Einblick in Einzelschicksale von Zeugen gebe.

Laut der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) habe die UN-Kommission zahlreiche Beweise über eine „verhungernde Bevölkerung“ gesammelt. Außerdem berichteten die Experten über Folter, Mord, systematische Vergewaltigung, Zwangsabtreibungen, Verschwindenlassen sowie Verfolgung aus politischen, ethnischen und religiösen Gründen.

Die zentrale Rolle von China
Ob sich der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag damit befassen könne sei unwahrscheinlich, so Martin Lessenthin, IGFM-Vorstandssprecher. China habe als ständiges Ratsmitglied im Sicherheitsrat ein Vetorecht und könne damit eine Überweisung der Untersuchungen an den Internationalen Strafgerichtshof leicht verhindern. Die IGFM fordere die Internationale Gemeinschaft auf, unmissverständlich darauf zu drängen, dass China seine Verantwortung für die Menschen in Nordkorea wahrnehme: „Die Mitschuld der Pekinger Führung am Elend der Nordkoreaner muss offen beim Namen genannt werden.“

Es sei nicht in Chinas Interesse, dass es an seiner Grenze einen Staat habe, der die Menschenrechte in massiver Weise missachte, meinte Michael Kirby während der Medienkonferenz. Er sei zuversichtlich, dass China seine Meinung ändern werde, wenn es den Bericht gründlich lese.

„Globaler Verfolgungsindex“ von Christen: Nordkorea seit zwölf Jahren an der Spitze
Nordkorea führt seit zwölf Jahren die Liste jener 50 Länder an, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. Dies geht aus dem Weltverfolgungsindex 2014 der Menschenrechtsorganisation „Open Doors“ (OD) hervor.

Die Machtübernahme durch Kim Jong-un im Dezember 2011 habe Hoffnung auf Veränderungen in Nordkorea geweckt, die sich 2013 aber zum größten Teil zerschlagen hätten, so der Weltverfolgungsindex 2014. Auch wenn Christen nicht ausdrücklich Zielscheibe von Repressionen seien, erschwerten die verstärkten Grenzkontrollen zu China und die Hausdurchsuchungen der vergangenen Monate die Ausübung des Glaubens für Christen oder verunmöglichten ihn, auch wenn sie diesen im Untergrund praktizierten.

Download des 36-seitigen Untersuchungsberichts (Englisch) zu Nordkorea und das 372-seitige Dokuments mit Einzelberichten unter:
http://www.ohchr.org/EN/HRBodies/HRC/CoIDPRK/Pages/ReportoftheCommissionofInquiryDPRK.aspx

Link zu den ausführlichen Videoauszeichnungen der öffentlichen Hearings:
http://www.ohchr.org/EN/HRBodies/HRC/CoIDPRK/Pages/PublicHearings.aspx
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Generationswechsel bei der "Stimme der Hoffnung"

Klaus Popa übernimmt Geschäftsführung

Alsbach-Hähnlein, 17.02.2014/APD   Zum 1. August wird Pastor Klaus Popa (38) als neuer Leiter die Verantwortung für das Medienzentrum „Stimme der Hoffnung“ in Alsbach Hähnlein übernehmen. Die Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten betreibt neben dem Internationalen Bibelstudien-Institut auch eine Blindenhörbücherei sowie „Hope Channel“ Radio und Fernsehen. Die „Stimme der Hoffnung“ strahlte ihr erstes Radioprogramm bereits 1948 aus. Sie ist damit einer der ersten christlichen Rundfunksender Deutschlands.

Popa hat in Deutschland, Österreich, Großbritannien und den Niederlanden studiert und akademische Abschlüsse in Theologie und Design erworben. Als junger Pastor absolvierte er ein Gemeindepraktikum in Darmstadt und engagierte sich neben seiner Arbeit bei der „Stimme der Hoffnung“ in persönlicher Seelsorge sowie Haus- und Bibelkreisen. Den Zuschauern des „Hope Channel“ Fernsehens ist er unter anderem durch die Sendereihen „glauben.einfach“ und „glauben.geschichten“ bekannt.

Der designierte Geschäftsführer löst Pastor Matthias Müller (61) ab, der seit 2002 die Aufgabe wahrnahm. Nach zwölf Jahren Dienst bei der „Stimme der Hoffnung“ übernimmt Müller den Bereich Kommunikation und Gemeindeaufbau in der Hansa-Vereinigung (Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern) der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten.

„Matthias Müller hatte wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung des europäischen Medienzentrums ‚Stimme der Hoffnung'“, betonte der Vorsitzende der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, Pastor Johannes Naether (Hannover). Er sei am Aufbau des neuen Funkhauses in Alsbach-Hähnlein maßgeblich beteiligt gewesen, hätte großen Anteil an der Umstellung des ehemaligen „Adventist World Radios“ zum „Hope Channel Radio“ mit 24-Stunden-Programm gehabt, sowie an der Entstehung des TV-Senders „Hope Channel Deutsch“, der seit 2009 ein 24-Stunden-Programm ausstrahlt. Ihm sei die internationale Ausrichtung der „Stimme der Hoffnung“ wichtig gewesen, genauso wie der gute Kontakt zu anderen christlichen Werken und staatlichen Stellen.
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Erzbischof von Bangui: "Wer den eigenen Bruder tötet, ist kein Christ!"

Bangui/Zentralafrikanischen Republik, 16.02.2014/APD   „Diejenigen, die sich als Christen bezeichnen und zu den Anti-Balaka-Milizen gehören, dürfen nicht denken, dass sie ihrem Glauben entsprechend handeln. Man kann nicht sagen, dass man Christ sei und dann den eigenen Bruder töten, verbrennen oder zerstören“, betonte der römisch-katholische Erzbischof Dieudonné Nzapalainga von Bangui, Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik (ZAR), in einem Interview mit „Radio Vatikan“. Man könne sich auch nicht als Christ bezeichnen und den eigenen Bruder vertreiben.

Mit Nachdruck habe der Erzbischof die Aktionen der Anti-Balaka-Milizen verurteilt, die oft als „christlich“ bezeichnet würden und für Gewalt gegen Muslime verantwortlich seien, was Tausende zur Flucht gezwungen habe, teilte das Presseorgan der Päpstlichen Missionswerke „Fides News“ mit.

Ethnische Säuberungen und Lebensmittelknappheit
Demnach beklage Amnesty International „ethnische Säuberungen“ im Westen der Zentralafrikanischen Republik, die sich gegen muslimische Gemeinden wendeten, die vor allem aus Zuwanderern anderer afrikanischer Länder bestünden. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) warne vor einer Lebensmittelknappheit wegen der seit einem Jahr anhaltenden Unsicherheit.

Anarchie
Wie der in der Zentralafrikanischen Republik tätige Missionar Pater Aurelio Gazzera gegenüber „Fides News“ mitteilte, seien insgesamt 2.500 Muslime aus Bozoum im Nordwesten der ZAR in den Tschad geflohen, wo Muslime den größten Bevölkerungsanteil ausmachten. „Die Flucht von Muslimen und Fulbe“, früher ein nomadisierendes Hirtenvolk, „wird schwerwiegende Folgen haben“, so Gazzera. „Die Preise für Importgüter sind bereits um 50 bis 100 Prozent angestiegen, während der Verkauf von landwirtschaftlichen Produkten immer schwieriger wird, da es keine Kundschaft mehr gibt.“

Er habe versucht, Muslime in Bozoum vor Gewalt zu schützen und beklagte, dass die wenigen Soldaten der von den Vereinten Nationen beauftragten Internationalen Unterstützungskommission MISCA (Mission internationale de soutien à la Centrafrique sous conduite africaine) abgezogen worden seien. „Wie kann man eine Stadt in diesem Zustand zurücklassen“, fragte der Missionar. „Es gibt keine Autoritäten mehr und es gibt keine Möglichkeit, die Gewalt einzuschränken.“
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"Accordance Studienbibel" mit deutschsprachiger Oberfläche

Stuttgart, 14.02.2014/APD   Die „Accordance Studienbibel“ mit deutschsprachigen Bibeln und als Gesamtausgabe mit den Grundtexten stehe jetzt zum Download-Kauf bei der Deutschen Bibelgesellschaft auf www.bibelonline.de bereit. Das Programm sei nun mit deutschsprachiger Oberfläche für Windows- und Mac-Computer verfügbar. „Accordance“ wäre das weltweit führende System für private und wissenschaftliche Bibelstudien des US-Unternehmens „Oak Tree“, so die Deutsche Bibelgesellschaft. Es kombiniere in der aktuellen „Version 10“ ein benutzerfreundliches Design mit neuen Funktionen.

Voraussetzung für den Einsatz sei ein Kundenkonto bei „Accordance“ und der Kauf der „Starter Collection“ mit der Softwareversion 10. Die bestehende Bibel-Bibliothek lasse sich schnell erweitern. Die Bibliothek könne darüber hinaus auf bis zu fünf Geräten des Nutzers synchronisiert werden. Zu den weiteren Funktionen gehörten die Parallel-Darstellung verschiedener Bibelausgaben, die Volltextsuche mit Platzhaltern und der Export in die eigene Textverarbeitung mit Druckfunktion. In den lemmatisierten Bibelausgaben könnten Wörter in der Grundform gesucht werden. Das Programm erkenne sie dann auch in jeder anderen Form.

Die Ausgabe mit deutschsprachigen Bibeln bietet die wichtigsten Übersetzungen an: die Lutherbibel, die „Gute Nachricht Bibel“, die Einheitsübersetzung, die Elberfelder Bibel, das Alte Testament in der Übersetzung von Buber/Rosenzweig sowie das Neue Testament der „BasisBibel“ und der Neuen Genfer Übersetzung. In der Gesamtausgabe sind außerdem unter anderem die „Biblia Hebraica Stuttgartensia“ und das „Novum Testamentum Graece“ (Nestle-Aland 28. Auflage) sowie verschiedene Wörterbücher enthalten. Analyse-Werkzeuge erleichterten die wissenschaftliche Arbeit.

Das Starterpaket enthalte bereits 18 freie Bibelausgaben in verschieden Sprachen. Für bisherige Nutzer der „Mac Studienbibel“ und der „Mac Bibel-Bibliothek“ seien Updates verfügbar. Weitere Informationen im Internet unter www.mac-bibel.de.
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Starke Zunahme von Folter und Haft in Ägypten

Frankfurt am Main, 13.02.2014/APD   „Die Polizei nimmt Rache für den vorübergehenden Verlust ihrer Allmacht. Nicht nur an tatsächlichen oder vermeintlichen Islamisten, sondern vor allem an Menschen- und Bürgerrechtlern“, beklagt die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) die dramatische Zunahme von Folter und willkürlicher Haft in Ägypten. Seit kurzem sei die Zahl unberechtigter Verhaftungen sprunghaft angestiegen; ebenso sexuelle Nötigungen, Vergewaltigungen und andere Formen von Folter in Haft, wie Misshandlungen durch Elektroschocks. Dem ägyptischen Innenministerium wirft IGFM vor, mehr Verbrechen zu begehen als in der Regierungszeit von Mubarak.

Nach Informationen von IGFM nehme die ägyptische Polizei gezielt Einzelpersonen fest oder bedrohe sie mit Mord. Mehrere Anwälte seien auf Polizeiwachen festgenommen worden, als sie ihre Mandanten sprechen wollten. Gleichzeitig verhafte die Polizei völlig willkürlich Personen, die sie bei regierungskritischen Demonstrationen aufgreife. Unter den Opfern seien laut IGFM Journalisten sowie Minderjährige, die in Einzelfällen jünger als zehn Jahre alt sein sollen.

Die ägyptische Polizei missachte systematisch die am 19. Januar in Kraft getretene Verfassung und degradiere sie zu einem bloßen Stück Papier. Die Hoffnungen auf die neue Verfassung seien groß, so die Menschenrechtsorganisation. Die Verfassung garantiere die Würde des Menschen und die Menschenrechte ebenso, wie sie Folter verbiete. Zudem begrenze sie die Haftzeit ohne Anklage auf maximal 15 Tage. Beides werde demonstrativ ignoriert. Die gesamte Übergangsregierung „versucht systematisch, unabhängige und kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen“, so IGFM.
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Weltweite Evangelische Allianz verschiebt Generalversammlung

New York/USA, 12.02.2014/APD   Ungern gebe er die Verschiebung der für Oktober 2014 in Seoul/Südkorea geplanten Generalversammlung bekannt, teilte der internationale Rat der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA) mit. Die Entscheidung habe mit den jüngsten Spaltungen innerhalb der evangelischen Gemeinschaft und den damit im Zusammenhang stehenden Herausforderungen zu tun, die sich bei einer Durchführung der Generalversammlung ergeben hätten, heißt es in der WEA-Mitteilung.

Als der internationale Rat vor vier Jahren beschlossen habe, die WEA-Generalversammlung in Südkorea durchzuführen, sei dies in der Hoffnung geschehen, zur Einheit der evangelischen koreanischen Kirchen untereinander zu ermutigen.

Eine breit angelegte Gruppe evangelischer koreanischer Kirchen habe unter der Leitung des Christian Council of Korea (CCK) begonnen, die WEA-Generalversammlung zu planen. Dabei hätte der CCK festgestellt, dass es nicht möglich sei, die Veranstaltung 2014 dort durchzuführen. Daraufhin wäre gemeinsam mit der Weltweiten Evangelischen Allianz vereinbart worden, die Generalversammlung zu verschieben. Datum und Ort der verschobenen Generalversammlung würden in den kommenden Monaten mitgeteilt.

Die Aufgabe der alle sechs Jahre stattfindenden Generalsversammlung bestehe laut WEA darin, auf den Geist Gottes zu hören, was er seiner Kirche sagen wolle, die Leitungen der 129 nationalen Allianzen für gemeinsame Geschäftssitzungen und Leiterschaftsausbildung sowie weltweit Partner zusammen zu bringen, um Pläne und kreative Initiativen zu entwickeln. Die Verschiebung der Generalversammlung werde die bestehenden Arbeitsgruppen nicht davon abhalten ihre Arbeit in regionalen und nationalen Foren und in WEA-Kommissionen im Vorfeld der kommenden Generalversammlung fortzuführen.

Zur WEA gehören auch die Deutsche, Österreichische und Schweizerische Evangelische Allianz.
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Ausbildung zu Handwerkern, Fischern und Fischhändlern in Haiti

Zürich/Schweiz, 11.02.2014/APD   In einem einjährigen Projekt der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz sollen in Petit-Goâve auf Haiti, 60 Kilometer westlich der Hauptstadt Port-au-Prince, 100 Fischer, 40 Fischverkäufer und je fünf Zimmerleute sowie Bootsmechaniker ausgebildet und ausgerüstet werden, teilte das Hilfswerk mit.

Beim dreijährigen Vorgängerprojekt hätten die Fischer materielle und technische Hilfe sowie Ausbildung erhalten, so ADRA Schweiz. Zudem sei auch eine Genossenschaft gegründet worden. Im Nachfolgeprojekt solle das Erreichte konsolidiert, die Genossenschaft besser strukturiert und durch eine Mitarbeiterschulung finanziell unabhängig werden. Das ermögliche dem Hilfswerk, sich mittelfristig zurückziehen zu können.

Die Einrichtung einer weiteren Fischsammelvorrichtung werde zur Erhöhung der Fangquote beitragen, und die Ausbildung der Fischverkäufer solle Verluste beim Verkauf vermeiden helfen sowie Einkommenssteigerungen ermöglichen. Die Zimmerleute erhielten Werkzeuge und würden in einer Werft geschult, um die Fischerboote zu unterhalten sowie zu reparieren. Einige Fischer würden die Instandsetzung und den Umgang von Bootsmotoren erlernen.

Projektpartner vor Ort ist ADRA Haiti. Das Vorhaben kostet 240.000 Franken (196.000 Euro) und wird von ADRA Schweiz und der „Glückskette“ gemeinsam finanziert.
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Start zu "Leben und Gesundheit"

Zürich/Schweiz, 10.02.2014/APD   Am 12. Februar startet die Beratungssendung „Leben und Gesundheit“ auf dem Schweizer Privatsender STAR TV, wie die „Liga Leben und Gesundheit“ mitteilte. Die Live-Gesundheitsberatungssendung werde jeden Mittwoch von 10 bis 12 Uhr ausgestrahlt und wolle eine ganzheitliche Gesundheitsförderung, basierend auf dem NewstartPLUS® Konzept, vermitteln. „Es handelt sich dabei um zwölf elementare Prinzipien eines gesunden Lebensstils“, sagte Dr. med. Ruedi Brodbeck, Hausarzt und Psychosomatiker, der gemeinsam mit Barbara Witzig, Gesundheitsberaterin und Seelsorgerin, die Sendung gestalten wird.

Solange keine Telefonberatung stattfinde, werde jeweils pro Sendung ein Aspekt von NewstartPLUS® vorgestellt und anhand praktischer Beispiele erklärt, so Barbara Witzig. Prävention sei besser, als bestehende Krankheiten zu kurieren.

Die Zuschauer könnten gratis während der Sendung anrufen (0800-987 605) oder per E-Mail (lebenundgesundheit@llg.ch) ihre Fragen stellen und würden kostenlos beraten, heißt es in der Mitteilung. Es gehe jedoch nicht darum, Diagnosen zu stellen oder Menschen zu behandeln, sondern um Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten. „Die Sendung will dazu beitragen und bewusst machen, dass Gesundheit, Glück und Wohlbefinden nicht einfach vom Zufall oder den Genen abhängen“, betonte Dr. med. Brodbeck, „sie gründen vielmehr auf dem Zusammenwirken verschiedener Faktoren, von denen wir die meisten aktiv beeinflussen können.“

Der Verein „Liga Leben und Gesundheit“ (LLG) wurde 1954 von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Schweiz gegründet und ist Teil ihres umfassenden Bildungswerks. Der Verein arbeite überkonfessionell und versuche den Menschen ganzheitlich zu helfen, heißt es auf der LLG-Website. Daher deckten die Angebote den körperlichen, seelischen, spirituellen und sozialen Bereich ab.

Mehr Informationen zur Beratungssendung sind ab dem 12. Februar auf der Webseite der „Liga Leben und Gesundheit“ zu finden: www.llg.ch. STAR TV kann auf den meisten Schweizer Kabelnetzen, übers Internet oder digital empfangen werden.
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Vulkanausbruch lähmt Landstriche im Norden Sumatras

Sumatra/Indonesien, 09.02.2014/APD   In Sumbul und Kabanjahe, im Norden der indonesischen Insel Sumatra, sind in einigen der Schulen der Freikirche der Siebenten- Tags-Adventisten rund 700 der 25.000 Menschen untergebracht, die aufgrund der zunehmenden Eruptionen des Vulkans Sinabang vor Asche und Dreck fliehen mussten, teilte „Record“, die Kirchenzeitschrift der Adventisten in Australien mit. Die Betroffenen würden medizinisch versorgt und erhielten Bettzeug, Kleidung sowie Trinkwasser, sagten lokale Mitarbeiter der Kirche.

Lava und Vulkanasche, mit Gasen vermischt, seien seit Januar in mehr als 200 Eruptionen bis zu 5.000 Meter in die Luft geschleudert worden, so „Record“. Davon wären auch Dörfer betroffen, die außerhalb der vorgesehenen Gefahrenzone liegen würden. Bei den Eruptionen seien laut Medienberichten mindestens 15 Personen gestorben, weitere würden vermisst oder wären verletzt. Laut „Record“ ist Sinabang einer von 130 Vulkanen in Indonesien, der bis 2010 zu den schlafenden Vulkanen gehört habe, seit September letzten Jahres aber zunehmend aktiv sei.

„Wegen der andauernden Vulkanausbrüche ist es schwierig, das Ausmaß der Schäden an Häusern und Kirchen einzuschätzen“, sagte der adventistische Pastor Trisawaty Sinuhaji. Die Kollekte vom 25. Januar in den adventistischen Gottesdiensten in Westindonesien sei für die Nothilfe an Evakuierte verwendet worden.

In Indonesien leben bei 240 Millionen Einwohnern knapp 210.000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten. Sie feiern in 1.510 Kirchen ihre Gottesdienste, unterhalten 246 Grundschulen, sechs Mittelschulen, eine Universität, 18 Kliniken, vier Krankenhäuser, eine Flugbasis, einen Verlag, ein Medienzentrum, drei Radio- und TV-Stationen sowie die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Indonesien.
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Konfessionslose wachsen in der Schweiz am schnellsten

Strukturerhebung Religion 2012 des Bundesamts für Statistik

Bern/Schweiz, 08.02.2014/APD   Von 1970 bis 2012 hat die Zahl der Konfessionslosen in der Schweiz von 1,4 auf 21,4 Prozent der Bevölkerung zugenommen. Damit sind die Konfessionslosen laut der „Strukturerhebung Religion 2012“ die am stärksten wachsende Gruppe der Bevölkerung. Das zeigt die Erhebung 2012 des Bundesamts für Statistik BFS, die jedes Jahr als Stichprobe bei einem Teil der Bevölkerung durchgeführt wird.

Demnach ist die römisch-katholische Kirche Ende 2012 landesweit bei der ständigen Wohnbevölkerung ab 15 Jahren mit 38,2 Prozent die stärkste Konfessionsgruppe und die evangelisch-reformierte mit 26,9 Prozent die zweitgrößte. An dritter Stelle stehen die Konfessionslosen mit 21,4 Prozent. Zur Kategorie andere christliche Glaubensgemeinschaften gehören auch Mitglieder von Freikirchen, die 5,7 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Islamische Glaubensgemeinschaften haben einen Anteil von 4,9 Prozent, andere Religionsgemeinschaften 1,3 Prozent und jüdische Glaubensgemeinschaften 0,3 Prozent.

Veränderungen in der Konfessionszugehörigkeit von 1970 bis 2012
In der Erhebung zur Religionszugehörigkeit haben sich die einzelnen Gruppen von 1970 bis Ende 2012 bezüglich der jeweiligen Wohnbevölkerung folgendermaßen entwickelt: Gewachsen ist die Gruppe der Konfessionslosen mit 20 Prozent, jene der islamischen Glaubensgemeinschaften um 4,7 Prozent. Die anderen christlichen Glaubensgemeinschaften nahmen um 3,7 Prozent sowie andere Religionsgemeinschaften um 1,1 Prozent zu.

In den 42 Jahren der Erhebung hat die Mitgliederzahl der evangelisch-reformierten Kirche bezüglich der jeweiligen Wohnbevölkerung mit 21,9 Prozent am meisten abgenommen, jene der römisch-katholischen Kirche um 8,5 Prozent und die der jüdischen Glaubensgemeinschaften um 0,1 Prozent.

Die Daten zu Konfessionserhebung 2012 stehen zur Verfügung unter:
http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/05/blank/key/religionen.html
Interaktiver Atlas bezüglich dominierender Religionszugehörigkeit 2012:
http://www.atlas.bfs.admin.ch/core/projects/13/de-de/viewer.htm?13.16470.de
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EU-Parlamentarier sollen sich für arbeitsfreien Sonntag einsetzen

Kommentar von Harald Mueller*

Friedensau bei Magdeburg, 07.02.2014/APD   Am 21.Januar 2014 hat in Brüssel in Räumen des Europäischen Parlaments eine Konferenz der sogenannten „European Sunday Alliance“ (Europäische Sonntagsallianz) stattgefunden, mit der ein europaweiter Schutz des Sonntags als wöchentlicher Feiertag propagiert werden sollte. Worum handelt es sich bei dieser Initiative? Die Regelungen zum Schutz von religiösen Ruhetagen sind in Europa sehr unterschiedlich ausgestaltet. In Deutschland und Österreich gibt es seit vielen Jahren Gesetze, die ein Arbeiten am Sonntag sowie ein Öffnen von Geschäften an diesem Tag nur eingeschränkt zulassen. In anderen europäischen Ländern geht es diesbezüglich viel liberaler zu; selbst in katholisch geprägten Ländern wie Italien und Spanien, wo beispielsweise ein Einkaufen an Sonntagen kein Problem ist. Dieses ist der „European Sunday Alliance“, die besonders von den großen Kirchen und den ihnen nahestehenden Verbänden, aber teilweise auch von Gewerkschaften unterstützt wird, ein Dorn im Auge. Schon seit Jahren versucht sie, bislang ohne großen Erfolg, über eine Reform der europäischen Arbeitszeitrichtlinien einen europaweiten, gesetzlichen Sonntagsschutz zu etablieren.

Bis 1996 hatte eine EU-Richtlinie gegolten, in der eine wöchentliche Arbeitsruhe vorgesehen war, die prinzipiell den Sonntag umfassen sollte. Diese Regelung ist jedoch vom Europäischen Gerichtshof in Luxemburg am 12.11.1996 (C-84/94) aufgehoben worden, weil nicht bewiesen sei, dass eine Arbeitsruhe am Sonntag aus gesundheitlichen Gründen höher zu bewerten sei als eine Arbeitsruhe an irgendeinem anderen Wochentag. Gegen diese säkulare Sichtweise des Gerichtshofs wenden sich die Bemühungen der „European Sunday Alliance“. Im Vorfeld der Europawahl versucht sie, Einfluss auf Europaparlamentarier zu gewinnen und sie zur Unterzeichnung einer Verpflichtungserklärung zu veranlassen, wonach sie sich im Falle ihrer Wahl für einen stärkeren Sonntagsschutz in Europa einsetzen werden.

Was ist aus Sicht der Religionsfreiheit von diesen Bestrebungen zu halten? Zunächst ist festzuhalten, dass die Konferenz vom 21.01.2014 zwar von Europaparlamentariern, die der „European Sunday Alliance“ nahestehen, veranstaltet wurde. Es handelte sich jedoch nicht um eine offizielle Veranstaltung des Europaparlaments oder gar um den Bestandteil eines Gesetzgebungsverfahrens, sondern um ein reines Lobbyereignis. Inhaltlich gesehen, ist den Zielen der „European Sunday Alliance“ insoweit beizupflichten, als ein Arbeiten ohne einen freien Tag pro Woche sicher auf Dauer schädlich für Gesundheit und Familienleben der Betroffenen sein wird und auch ein für die Gesellschaft wichtiges soziales Engagement nur schwer entstehen kann, wenn hierfür kein zeitlicher Raum zur Verfügung steht.

Problematisch ist jedoch die Forderung der „European Sunday Alliance“, dass der wöchentlich zur Verfügung stehende Ruhetag ein gemeinsamer sein soll, nämlich der Sonntag. Diese Vorstellung geht von einem in der europäischen Gesellschaft in Wahrheit nicht vorhandenen Konsens hinsichtlich des Wochentages aus und lässt völlig außer Acht, dass es eine nicht unerhebliche Zahl von Menschen gibt, die aus religiösen Gründen nicht den Sonntag, sondern einen anderen Tag als Ruhetag beachten. Zu erwähnen sind hier neben den Muslimen, die den Freitag als hervorgehobenen Tag haben, die Juden und die Mitglieder protestantischer Freikirchen, wie der Siebenten-Tags-Adventisten oder Siebenten-Tags-Baptisten, die den Samstag als Ruhetag achten und sich häufig im Arbeitsleben großen Schwierigkeiten ausgesetzt sehen, wenn sie ihrer Überzeugung gemäß an ihrem Feiertag nicht arbeiten möchten.

Ein genereller Schutz des Sonntags würde ihre Position zusätzlich erschweren, weil sie weniger Möglichkeit hätten, mit ihrer Arbeitszeit auszuweichen. Hier wäre es bei einer Reform der europäischen Arbeitszeitrichtlinien angebracht, in Übereinstimmung mit völkerrechtlichen Deklarationen den Schutz von Minderheiten zu berücksichtigen und bei der Garantie der wöchentlichen Arbeitsunterbrechung eine Wahlmöglichkeit des Ruhetages vorzusehen.

Darum muss die Forderung lauten: Ein klares Ja zu einer garantierten wöchentlichen Arbeitsunterbrechung von mindestens 24 Stunden, allerdings unter Berücksichtigung der jeweiligen religiösen Belange der Betroffenen. Ein klares Nein zu der von der „European Sunday Alliance“ geforderten Bevorzugung des Sonntags, wodurch die Situation von Minderheiten zusätzlich erschwert würde.

* Der Jurist Dr. Harald Mueller leitet das Institut für Religionsfreiheit an der Theologischen Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg.
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Mediathek für Gehörlose

Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, 07.02.2014/APD   In der „Hope Channel“ Mediathek des Medienzentrums „Stimme der Hoffnung“, einer Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, gibt es seit dem 7. Februar eine neue Rubrik: Erstmals können gehörlose Menschen gezielt Fernsehsendungen ansehen, die eine DGS-Übersetzung (Deutsche Gebärdensprache) beinhalten.

Im Programm des Fernsehsenders „Hope Channel Deutsch“ gebe es bereits ausgewählte Predigten mit Übersetzungen für Gehörlose. Auf die bisherigen Sendungen habe der „Hope Channel“ positive Rückmeldungen erhalten, teilte die Mitarbeiterin des Medienzentrums, Birgit Kiepe, mit. Künftig sollten weitere Sendeformate mit Gebärdenübersetzung produziert werden. Ziel sei es, allen Menschen christliche Werte und Glaubensthemen zugänglich zu machen.

Mit der neuen Rubrik der Mediathek habe der „Hope Channel“ einen barrierefreien Zugang für Gehörlose zu christlichen Themen geschaffen. Das Angebot, zeitunabhängig auf Sendungen mit DGS-Übersetzung zugreifen zu können, sei in der christlichen Medienszene in Deutschland einzigartig, so Kiepe.

Link zur „Hope Channel“ Mediathek: www.hope-channel.de/mediathek
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Adventistischer Pressedienst mit App für iPhone

Basel/Schweiz, 06.02.2014/APD   Die Meldungen des Adventistischen Pressedienstes APD Schweiz können seit dem 5. Februar auch über eine App auf dem iPhone gelesen werden, die gratis im iTunes store erhältlich ist. Die Applikation enthält einen Bereich für News, Informationen über den APD und eine Kontaktmöglichkeit. Die App wurde von Jugendlichen in ehrenamtlicher Arbeit erstellt.

Die APD-Meldungen können auch als RSS-Feed auf der Website abonniert werden; und zwar APD Schweiz: http://www.stanet.ch/apd/news/ und APD Deutschland: https://www.apd.info/feed/

Die Nachrichtenagentur APD (Adventistischer Pressedienst) ist eine Einrichtung der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Schweiz und in Deutschland. Obwohl die Nachrichtenagentur APD einen Fachbereich innerhalb der adventistischen Kommunikationsstruktur darstellt, nimmt sie keine kirchenamtliche Funktion wahr. Sie arbeitet unabhängig von der Kirchenleitung und anderen Interessengruppen.

APD wendet sich mit aktuellen News und Hintergrundberichten aus der christlichen Welt mit den Schwerpunkten Ökumene, Menschenrechte/Religionsfreiheit, weltweite Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe (ADRA) an säkulare und kirchliche Medien sowie andere Einrichtungen der öffentlichen Information.
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ACK Deutschland und Neuapostolische Kirche weiterhin im Gespräch

Frankfurt/Main, 05.02.2014/APD   Die Gespräche zwischen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) und der Neuapostolischen Kirche werden fortgesetzt, teilte der Pressereferent der ACK, Pfarrer Marc Witzenbacher, mit. Am 3. Februar trafen sich dazu Delegationen beider Seiten in der Ökumenischen Centrale, der Geschäftsstelle der ACK, in Frankfurt am Main. Grundlage für weitere Gespräche sei ein Beschluss der Mitgliederversammlung der ACK Deutschland. Die Arbeitsgruppe sollte innerhalb von drei Jahren einen Vorschlag erarbeiten, wie künftig die Zusammenarbeit stattfinden könnte.

Ausgangspunkt weiterer Gespräche solle die Orientierungshilfe der ACK Baden-Württemberg aus dem Jahr 2008 sein, so Witzenbacher. Diese sei nach einem längeren Prozess durch beide Seiten verabschiedet und veröffentlicht worden. Unter der Berücksichtigung im bisherigen Gesprächsprozess erzielten Ergebnisse könnte die Orientierungshilfe weiterentwickelt werden. Die eingesetzte Arbeitsgruppe aus Vertretern der ACK und der Neuapostolischen Kirche wolle dazu einen Textvorschlag erarbeiten.

Ebenso seien Konsultationen mit den lokalen Arbeitsgemeinschaften geplant, in denen neuapostolische Kirchengemeinden bereits über eine Gastmitgliedschaft verfügten. Im Anschluss daran sei eine gemeinsame Erklärung der ACK und der Neuapostolischen Kirche geplant, wie künftig im Rahmen des für beide Seiten Möglichen eine Zusammenarbeit stattfinden könnte.

Die Mitglieder der neuen Arbeitsgruppe sind Pastor Bernd Densky (ACK Deutschland), Pfarrer Dr. Albrecht Haizmann (ACK Baden-Württemberg), Dr. Burkhard Neumann (Adam-Möhler-Institut Paderborn), sowie von der Neuapostolischen Kirche Apostel Volker Kühnle und Bischof Peter Johanning.

Zur ACK Deutschland gehören 17 Mitglieds- und vier Gastkirchen. Die Neuapostolische Kirche zählt in der Bundesrepublik über 2.000 Kirchengemeinden mit knapp 350.000 Mitgliedern.
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ACK Bayern ruft zu konkretem Einsatz für Flüchtlinge auf

München, 05.02.2014/APD   Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Bayern (ACK) hat sich in einer Botschaft an die Kirchengemeinden in Bayern gewandt und sie ermutigt, sich gemeinsam für die im Freistaat lebenden Flüchtlinge einzusetzen. Das Engagement der Hilfswerke und diakonisch-caritativer Einrichtungen, die Aktivitäten der Bürgerinnen und Bürger sowie der Kommunen und Ämter seien zu begrüßen, dies reiche jedoch nicht aus. „Wir wünschen uns, dass Bayern, Deutschland, Europa offen sind für Menschen anderer Herkunft. Wir halten uns dabei daran, dass Jesus durch sein Handeln sichtbar gemacht hat, dass genug für alle da ist und das Teilen des Brotes alle satt macht“, heißt es in der Erklärung. Deshalb stellten Flüchtlinge keine Bedrohung dar, sondern seien „Geschwister, die uns bereichern und für die wir Verantwortung tragen“.

Der Vorstand der ACK Bayern ermutigt die Kirchengemeinden und ihre Mitglieder zu ganz konkreten Schritten, etwa persönlichen Kontakt mit Flüchtlingen aufzunehmen, sie nach Hause einzuladen, sich für würdige Wohnverhältnisse einzusetzen, Wohnraum zu suchen, die Kinder miteinander spielen zu lassen und Vorurteilen entgegenzutreten. Der Aufruf der ACK Bayern ist im Internet zu finden unter: http://www.ack-bayern.de/details.html?&tx_ttnews[tt_news]=92&cHash=65fe88bfba
Zur ACK im Freistaat gehören 18 Mitglieds- und drei Gastkirchen.
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ADRA verbessert Ernährungssicherheit im Niger

Zürich/Schweiz, 04.02.2014/APD   Der Niger, ein Binnenstaat an der Sahelzone, spüre die Klimaveränderungen stark. Das äußere sich in sehr frühen und teils sintflutartigen Regenfällen mit Überschwemmungen, gefolgt von langen Dürreperioden, in denen Setzlinge nicht wachsen könnten oder vertrockneten, informiert die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz. 2013 habe die Dürre 60 Prozent der Ernte vernichtet, und da die Bewohner wegen des Wassermangels verschmutztes Wasser hätten trinken müssen, sei Cholera ausgebrochen. Die Bewohner von Tillabéri, einer Region im Westen des Landes, müssten ihre knappen Ressourcen zusätzlich mit Flüchtlingen aus Mali teilen, die wegen der Unruhen über die Grenze geflohen seien.

ADRA Schweiz wolle von Januar bis Juli rund 200 Haushalten in 20 Dörfern helfen, die Ernährungssicherheit und Gesundheit zu verbessern, teilte das Hilfswerk mit. Mit neuen Anbaumethoden sollten die Erträge gesteigert und mit Gartenbau die Versorgungslücken bis zur neuen Ernte überbrückt werden. Der Bau von Latrinen und Hygienekurse würden dazu beitragen, dass Krankheiten aufgrund verschmutzten Wassers reduziert werden könnten, so ADRA. Dieses Wissen solle den 1.400 Notleidenden nach Projektabschluss mehr Eigenständigkeit und Unabhängigkeit ermöglichen.

Das Projekt mit 69.000 Euro Gesamtkosten werde von der lokalen Partnerorganisation ADRA Niger in Zusammenarbeit mit dem dortigen Landwirtschaftsministerium und der Baptist World Aid Australien durchgeführt. ADRA Schweiz beteilige sich mit 27.000 Franken (22.000 Euro).
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Neue Boote für Fischer in Iloilo

Wien/Österreich, 03.02.2014/APD   Emelyn (47) besaß vor dem Taifun „Haiyan“ drei kleine Fischerboote. Damit konnte ihre Familie gut überleben. Doch nun sind die Boote kaputt, und das Einkommen fehlt. So ergeht es vielen Fischern auf den Philippinen.

In den kommenden Monaten will deshalb die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Österreich gemeinsam mit ADRA Philippinen und anderen Partnern 1.716 Fischerfamilien (insgesamt 8.580 Personen) in der Iloilo Provinz wieder zu einem Einkommen verhelfen. 372 Boote sollen gebaut oder repariert, 744 Fischernetze neu geknüpft, 265 Haushalte in alternativen Einkommenstechniken ausgebildet werden. Außerdem würden in 34 Barangays (Bezirke) Verantwortliche an einem Krisenpräventionstraining teilnehmen, teilte ADRA Österreich mit.

ADRA werde mit den Fischern zusammenarbeiten, um ihre Boote mit guten Materialien zu reparieren beziehungsweise neue zu bauen, wo die alten zerstört wurden. Gleichzeitig würden Frauen und andere Haushaltsmitglieder für das Knüpfen neuer Fischernetze engagiert. Sie erhielten Werkzeuge, Material sowie ein kleines Einkommen, während sie die Netze herstellten. So könnten sie, bis die Familien wieder fischen gingen, die nötigsten Grundbedürfnisse ihrer Familien decken und seien in den Wiederaufbau eingebunden. Um den Lebensunterhalt der Fischerfamilien auf verschiedene Standbeine zu stabilisieren, werde ADRA mit den Familien auch alternative Einkommensquellen erarbeiten. So hätten sie in Zeiten, in denen die Fischerei nicht möglich ist, immer noch Zugang zu grundlegenden Dingen, wie Nahrung und Trinkwasser. Um die Familien vor künftigen Naturkatastrophen besser zu schützen, werde ADRA in den Dörfern ein Krisenpräventionstraining durchführen. Dadurch würden beispielsweise in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden Aktionspläne, bewusstseinsförderndes Material und Frühwarnsysteme erarbeitet.
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Kardinal Koch: "2014 wird ein wichtiges Jahr für die Ökumene"

München, 02.02.2014/APD   Das für Mai geplante Treffen zwischen Papst Franziskus und dem Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomäus, in Jerusalem sei von „großer Wichtigkeit“, sagte Kardinal Kurt Koch, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, in einem Gespräch mit dem internationalen katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“.

Das Treffen erinnere an die erste Begegnung zwischen Papst Paul VI. und Patriarch Athenagoras im Januar 1964, welche ein „großer Schritt“ gewesen sei. Eine Frucht dieser Begegnung zwischen dem Papst und dem ranghöchsten Vertreter der Orthodoxie war die feierliche Aufhebung des gegenseitigen Anathemas, des Kirchenbanns zwischen der östlichen und der westlichen Kirche. Dieser 1054 ausgesprochene Bann wurde am vorletzten Tag des Konzils, dem 7. Dezember 1965, sowohl im Vatikan als auch im Phanar, dem Amtssitz des Patriarchen von Konstantinopel, zeitgleich aufgehoben und sollte, wie es in der Erklärung hieß, „dem Vergessen anheimgestellt werden“. Dies sei, wie Koch betonte, „der Beginn des Dialoges der Liebe und der Wahrheit“ gewesen.

Leidenschaft für die Einheit
Kardinal Koch erklärte: „Wenn ich heute die Texte von damals lese, staune ich über die Leidenschaft für die Einheit, die aus ihnen spricht. Diese Leidenschaft muss erhalten bleiben und in diesem Jahr neu in unser Bewusstsein rücken.“

Eines der ersten Treffen zwischen Kardinal Kurt Koch und dem Leiter des Außenamtes des Moskauer Patriarchates, Metropolit Hilarion (Alfejew), hatte am 19. März 2011 während eines von „Kirche in Not“ in Deutschland veranstalteten Kongresses stattgefunden. Im Rückblick betonte der Kardinal, das Treffen sei „sehr positiv“ und „wichtig“ gewesen, um die „öffentliche Dimension des Dialoges mit der Orthodoxen Kirche zu betonen und den Dialog öffentlich sichtbar zu machen“.
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60 Jahre "Trans World Radio" (TWR)

Wetzlar, 01.02.2014/APD   Seit 60 Jahren bringt „Trans World Radio“ (TWR), Cary, North Carolina/USA, der internationale Partner von ERF Medien (Wetzlar), die christliche Botschaft weltweit über die Massenmedien zu den Menschen. Aus der einstigen Radiomission ist inzwischen ein Werk geworden, das auch Fernsehen, Internet und die mobilen Kommunikationswege einsetzt.

Am 22. Februar 1954 strahlte die „Stimme von Tanger“ in Marokko die erste Radiosendung von TWR Richtung Europa aus. Die Geschichte dieser Missionsarbeit begann mit einem aus dem Zweiten Weltkrieg stammenden 2.500 Watt starken Kurzwellensender. Die Programme, die zunächst in Spanisch und Englisch für die iberische Halbinsel gedacht waren, wurden schnell erweitert. Am 1. Januar 1956 kam ein neuer 10.000 Watt-Sender hinzu, mit dem weite Teile Europas erreicht werden konnten. Bis zum Ende der „Stimme von Tanger“ im Jahre 1959 sendete die Radiomission bereits in 24 Sprachen.

Gründer der Radiomission war der amerikanische Missionar Paul E. Freed (1918- 1996). Er hatte den Anstoß dazu 1948 bei einer internationalen Konferenz der „Jugend für Christus“-Bewegung unter Leitung des amerikanischen Evangelisten Billy Graham in Beatenberg im Kanton Bern in der Schweiz erhalten. Zwei Delegierte hatten um Unterstützung bei der Evangelisation ihres Heimatlandes Spanien gebeten.

1959 wurde die Stadt Tanger, bis dahin eine internationale Zone, der Regierung von Marokko unterstellt. Diese verfügte, dass alle nichtstaatlichen Radiostationen zum Ende des Jahres ihre Arbeit einstellen mussten. Freed unterzeichnete noch vor dem Aus in Marokko im September 1959 einen Vertrag zum Betrieb eines Kurzwellensenders bei Radio Monte Carlo im Fürstentum Monaco. Seit Mai 1960 sendet TWR über die früher von den Nationalsozialisten errichteten Sendeanlagen auf dem Mount Agel in Monte Carlo. Vier Jahre später kam ein Mittelwellensender auf französischem Gebiet dazu. Freed weitete vor allem in den siebziger Jahren die Radiomission über Europa und die arabische Region auf die ganze Welt aus mit Sendestationen in Guam (Pazifik), Bonaire (Niederländische Antillen), Swasiland (südliches Afrika), Montevideo (Uruguay) und Sri Lanka.

Seit 1959 ist der „Evangeliums-Rundfunk“ (ERF) der deutsche Partner von TWR, der viele Jahre ebenfalls über die Kurz- und Mittelwellen von Radio Monte Carlo sendete. Heute verbreitet der ERF seine Inhalte in Fernsehen, Radio sowie Internet und nutzt dazu Verbreitungswege wie Satellit, Kabel und Digitalradio. Gegenwärtig sendet TWR mit Sitz in Cary im US-Bundesstaat North Carolina mit seinen nationalen Partnern Programme in mehr als 230 Sprachen und 160 Ländern in Europa, Afrika, Asien, dem Nahen Osten und Südamerika. Durch Radio können immer noch Sendungen kostengünstig und direkt einen Großteil der Weltbevölkerung erreichen.

Doch in einer Zeit, in der Video- und Audioinhalte über Glasfaserleitungen oder drahtlose Netzwerke übertragen werden, nutzt TWR auch andere Medien. 2009 nannte sich „Trans World Radio“ in TWR um, denn die Arbeit der Organisation reicht inzwischen weit über das Medium Radio hinaus und umfasst Angebote im Internet, Fernsehen und neuen Medien. Auf jedem Kontinent ist das Werk mit Zentralbüros vertreten.
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