Europäische Kirchen beraten über Verbesserung der Lage der Roma

St. Gallen/Schweiz | 10. Mai 2014 | APD |

St. Gallen/Schweiz, 10.05.2014/APD   Der Rat der europäischen römisch-katholischen Bischofskonferenzen (CCEE) und die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) trafen sich unter der Ägide des EU-Vorsitzes Griechenland in Athen zur Beratung von Verbesserungsmöglichkeiten der Situation der Roma in Europa. Die Beratung vom 5. bis 7. Mai fand auf Einladung des Ökumenischen Patriarchats in Konstantinopel (Istanbul) statt, wie die CCEE in einer Medienmitteilung schreibt.

Am Treffen hätte der Vize-Außenminister Griechenlands, Kyriakos Gerontopoulos, die Teilnehmer begrüßt und die Bedeutung der "sozialen Integration der Roma, unter Wahrung ihrer kulturellen Traditionen und ihres Lebensstils" unterstrichen.

Der Vorsitzende des Europäischen Forums der Roma und Fahrenden habe laut CCEE einen Überblick der derzeitigen Anliegen der Roma-Organisationen in Europa gegeben und auf die besorgniserregenden Formen von Zigeunerfeindlichkeit und Hasskampagnen gegen diese Volksgruppen in Europa hingewiesen.

Im Abschlusscommuniqué brachten CCEE und KEK besonders ihre Sorgen über die zigeunerfeindlichen Reden in Europa und den Ausschluss der Roma "seitens der Gesellschaft, insbesondere was Bildung, Arbeit, Unterkunft und Gesundheit betrifft", zum Ausdruck. Sie erinnern daran, dass "die Roma Bürger der europäischen Staaten sind, mit Rechten und Pflichten. Bewegungsfreiheit, Niederlassungsfreiheit, das Recht sich dort für eine Arbeit zu bewerben, wo ein Angebot besteht", seien Rechte aller Bürger der Europäischen Union und müssten daher auch für die Minderheit der Roma respektiert werden.

Die Teilnehmer hätten laut CCEE gefordert, dass Integration der Roma in die Gesellschaft nicht mit Assimilierung verwechselt werden dürfe. Gleichzeitig unterstrichen sie die wichtige Rolle der Kirchen für die Verbesserung der Situation der Roma in vielen Teilen Europas: "Die Gemeinden vor Ort bieten einen Raum für interkulturelle Begegnungen der verschiedenen Gemeinschaften und fördern so die Akzeptanz und das Vertrauen." Zudem könnten sie eine Kultur der Bildung und des Lernens unter den Randgemeinschaften fördern.

"Als Vertreter christlicher Kirchen bekräftigen wir unsere Überzeugung, dass jedes Menschenwesen zum Bild Gottes geschaffen ist und ungeachtet seiner ethnischen Identität Anteil an der gleichen Menschenwürde hat", heißt es im Abschlusscommuniqué von CCEE und KEK. Sie wollten ihr Engagement verstärken sowie weitere wirksame Maßnahmen erwägen, um die Situation der Roma in Europa zu verbessern.
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