ADRA-Netzwerk kämpft gegen Ausbreitung von Ebola

Brüssel/Belgien | 3. Januar 2015 | APD |

Brüssel/Belgien, 03.01.2015/APD   Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom 24. Dezember wurden aus Guinea, Liberia, Mali und Sierra Leone 19.500 an Ebola erkrankte Personen und 7.588 Todesfälle gemeldet. Die Zahl der Erkrankungen schwanke in Guinea und nehme in Liberia ab. In Sierra Leone flache die Zunahme der Erkrankungsfälle ab, obwohl im Westen des Staates von allen betroffenen Ländern am meisten Menschen mit dem Virus angesteckt würden.

Nach Angaben des Verbindungsbüros der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA bei der Europäischen Union in Brüssel, koordiniert das ADRA-Netzwerk seine Hilfe mit den Ministerien für Gesundheit und soziale Wohlfahrt in den betroffenen Staaten, mit anderen Hilfswerken sowie der WHO. In Liberias Hauptstadt Monrovia arbeite das ADRA-Netzwerk mit dem Cooper Adventist Hospital, in Sierra Leona mit den adventistischen Krankenhäusern in Waterloo und dem Urwaldspital in Masanga, im Zentrum des Landes, zusammen. Das ADRA-Netzwerk habe 700.000 Atemschutzmasken, 97.000 Schutzkleider, 45.000 Schutzbrillen, 100 Tyvek-Isolieranzüge, Isolationszelte und Desinfektionsmaterial zur Verfügung gestellt, so ADRA-EU.

ADRA Liberia verteile Lebensmittel an 134.000 Menschen in Ebola-Quarantänestationen und –Behandlungszentren sowie in Gebieten, denen der Zugang zur Außenwelt wegen dem Virus abgeschnitten sei. Gleichzeitig führe ADRA Gesundheits- und Ebola-Sensibilisierungskampagnen durch, bilde örtliche Gesundheitsberater zur Ebola-Prävention aus, verteile Informationsmaterial an die Bevölkerung, hänge Plakate aus und produziere Informationssendungen für Radio und TV, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Es würden Handwaschstationen an öffentlichen Plätzen installiert. Erkrankte sowie deren Familien erhielten psychosoziale Unterstützung und würden mit dem Notwendigsten versorgt.

Am Ebola-Einsatz des ADRA-Netzwerks in Westafrika beteiligen sich folgende Landesbüros: ADRA Australien, ADRA Belgien, ADRA Dänemark, ADRA Deutschland, ADRA Großbritannien, ADRA Kanada, ADRA Niederlande, ADRA Österreich und ADRA USA. Die Ebola-Hilfe werde laut ADRA-EU unterstützt von der adventistischen „Loma Linda University“, Kalifornien/USA, der NGO „Adventist Health International“ und den adventistischen Gesundheitsdiensten der Kirche „Adventist Health Ministries“.

ADRA
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA International (Adventist Development and Relief Agency) ist die weltweite Hilfsorganisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Bereich der humanitären Hilfe und der Entwicklungszusammenarbeit. ADRA unterhält weltweit ein Netzwerk mit rund 130 regionalen sowie nationalen Landesbüros und gewährt Hilfe unabhängig von politischer sowie religiöser Anschauung oder ethnischer Herkunft.

ADRA Deutschland (www.adra.de) wurde 1987 als Hilfswerk der evangelischen Freikirche der Siebtenten-Tags-Adventisten in Deutschland gegründet. Es ist eine staatlich anerkannte Nichtregierungsorganisation in Weiterstadt bei Darmstadt, die als gemeinnützig und mildtätig anerkannt ist. ADRA Deutschland besitzt das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für Soziale Fragen (DZI). Das Hilfswerk ist Gründungsmitglied der „Aktion Deutschland hilft“:
www.aktion-deutschland-hilft.de/de/hilfsorganisationen/adra-deutschland/

ADRA Österreich (www.adra.at) wurde 1992 als unabhängige Hilfsorganisation der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Österreich gegründet und registriert. Seit 2002 trägt das Hilfswerk das Spendengütesiegel als Zeichen für den verantwortungsvollen Umgang mit Spendengeldern.

ADRA Schweiz (www.adra.ch) wurde 1987 als Hilfswerk der protestantischen Freikirche der Siebtenten-Tags-Adventisten in der Schweiz gegründet. Es ist ein im Handelsregister eingetragener Verein, mit Sitz in Zürich. Das Hilfswerk genießt Steuerfreiheit und wurde von der schweizerischen Fachstelle für Spenden sammelnde, gemeinnützige Institutionen (ZEWO) zertifiziert. ADRA Schweiz zählt zu den Partner-Hilfswerken der Schweizer Glückskette: www.glueckskette.ch
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