Um Frieden zu bewahren bis an die Grenzen der Diplomatie gehen

Die internationale Staatengemeinschaft und die Bündnissysteme hätten seit 1990 auf die aktuellen Konflikte noch keine befriedigenden Antworten gefunden, so die Zustandsbeschreibung. Um Deutschlands Rolle in der Welt werde gerungen – die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik müsse sich angesichts der aktuellen Krisen und gewaltsam ausgetragener Konflikte in der Ukraine, aber auch im Nahen und Mittleren Osten neuen, strategisch-politischen Fragen stellen. Deutschland werde als Bündnispartner international stärker in die Pflicht genommen und sehe sich mit neuen diplomatischen Aufgaben wie auch mit Forderungen nach zusätzlichem militärischem Engagement konfrontiert. Gefragt sei auch auf europäischer Ebene eine Strategie, die konsequent die zivilen Mittel der Krisenprävention und Konfliktbearbeitung einsetze und die militärische Intervention auf den äußersten Fall beschränke. Um Krieg zum vermeiden und Frieden zu erhalten, müsse Deutschland bis an die Grenzen diplomatischer Möglichkeiten gehen.

Die Erörterungen der Experten sind als Ergebnisse und Empfehlungen in dem Heft „… dem Frieden der Welt zu dienen“ in fünf Punkten zusammengefasst:
1. „Deutschland stellt sich seiner internationalen Verantwortung …“ – Vom Wandel der Diskurse.
2. Friedensethik: Gerechter Frieden im Spannungsfeld von Werten und Interessen.
3. Zivile Krisenprävention und Friedensförderung: Mehr als nur Absichtserklärungen?
4. Instrumente und Strukturen: Kohärenz verbessern, Kapazitäten ausbauen.
5. Friedenslogik in der Außen- und Sicherheitspolitik stärken – Ein vorläufiges Fazit.

Die Ergebnisse und Empfehlungen können abgerufen werden unter: www.evangelische-akademien.de/friedenderwelt

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