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Australien: 38 religiöse Leiter gegen die gleichgeschlechtliche Ehe

„Als Leiter der großen in Australien vertretenen Religionen äußern wir unsere ernsten Bedenken, die wir mit jenen teilen, die unseren Glaubensrichtungen angehören hinsichtlich der Bedeutungsänderungen der Ehe im australischen Recht, die bereits eingeführt sind oder eingeführt werden sollen“, heißt es in dem offenen Brief.

Die Ehedefinition, wie sie im Commonwealth Ehegesetz von 1961 verankert sei, als „Vereinigung eines Mannes und einer Frau, unter Ausschluss aller anderen, die freiwillig und auf Lebenszeit eingegangen wird“, sei eine Wirklichkeit, die tief in verschiedenen Gemeinden, Glaubensrichtungen und Kulturen eingebettet sei, so die religiösen Leiter. Das Eheverständnis von Mann und Frau entspreche der überwiegenden Mehrheit von Nationen und Kulturen und von mehr als 91 Prozent der Weltbevölkerung. Zum Wohl der Kinder gehe es darum, die traditionelle Ehe aufrecht zu erhalten, betonen die Religionsvertreter.

Leiden und Ungerechtigkeiten, welche Personen mit gleichgeschlechtlicher Orientierung widerfahren würden, seien zu beklagen. „Sie rechtfertigen aber keine weitere Dekonstruktion der Ehe, wie sie traditionellerweise verstanden worden ist“, so das Schreiben.

Unterzeichnet haben den offenen Brief der anglikanische und der römisch-katholische Erzbischof von Sydney, ein lutherischer Bischof sowie Bischöfe verschiedener orientalischer und orthodoxer Kirchen, Pfarrer großer protestantischer Kirchen, Rabbiner der jüdischen Gemeinschaft sowie Leiter sunnitischer und schiitischer islamischer Gemeinschaften. Zu den Unterzeichnern gehört auch Pastor Chester Stanley, Präsident der knapp 59.100 Siebenten-Tags-Adventisten in Australien.

Der offene Brief in Englisch: http://ow.ly/O4vbB

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