Adventistisches Krankenhaus in Hongkong mit 25-stöckigem Anbau

Laut dem Ärztlichen Direktor des Krankenhauses, Dr. Frank Yeung, wurde mit dem Bau 2011 neben dem bisherigen fünfstöckigen Hospital begonnen. Es ist das einzige private, gemeinnützige Krankenhaus im Hongkonger Stadtteil Tsuen Wan mit etwa 1,5 Millionen Einwohnern. 20 Prozent der Betten sind für Patienten mit niedrigem Einkommen reserviert. Während bisher zwischen 300 und 400 Patienten täglich ambulant behandelt werden konnten, seien nun bis zu 1.000 möglich. Im neuen Gebäude gibt es unter anderem zehn Operationssäle, elf Betten der Intensivmedizin und vier Räume für die Endoskopie. Das Tsuen Wan Adventist Hospital in Hongkong hat neben der Allgemeinmedizin Fachabteilungen für Herzkrankheiten, Gynäkologie, Geburtshilfe, Chirurgie, Kinderheilkunde, Orthopädie und Urologie. Weitere Informationen in englischer Sprache unter www.twah.org.hk

Der „China-Doktor“
Das Krankenhaus wurde 1964 von Dr. Harry Willis Miller (1878-1977) gegründet. Der adventistische Arzt ist als „China-Doktor“ bekannt geworden. Er kam erstmals 1903 in das Land und gründete 1925 für die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Schanghai sein erstes Krankenhaus, dem 18 weitere folgen sollten, davon 14 in China. Der Missionsarzt, Chirurg, Verleger und Krankenhausleiter gründet 1971 in einem anderen Stadtteil auch das 115 Betten umfassende Hongkong Adventist Hospital. Dessen Schwerpunkte sind neben der Allgemeinmedizin Herzleiden, Onkologie, Chirurgie, Urologie, Geburtshilfe, Gynäkologie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Vorsorgemedizin (Prävention). Weitere Informationen: www.hkah.org.hk

Ein weltweites Netzwerk an Gesundheitseinrichtungen
Die beiden Krankenhäuser gehören zum „Adventist Health System“ der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die weltweit 175 Krankenhäuser sowie 269 Tageskliniken und Sanitätsstationen unterhält in denen jährlich über 17,7 Millionen Patienten ambulant und stationär behandelt werden. In Deutschland unterhält die Freikirche das 160-Betten-Krankenhaus „Waldfriede“ in Berlin-Zehlendorf, die Privatklinik „Nikolassee“ (17 Betten) in Berlin-Nikolassee und die Fachklinik „Haus Niedersachsen“ für Abhängigkeitserkrankungen in Dedelstorf-Oerrel bei Wolfsburg mit 66 Behandlungsplätzen.

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