Adventisten bekräftigen Engagement für Erhalt der Umwelt

Silver Spring, Maryland/USA | 7. Dezember 2015 | APD |

Anlässlich der 21. UNO-Konferenz zum Klimawandel unterstützt und begrüßt die Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten die Bemühungen der verhandelnden Staaten, eine Einigung zu finden, um die Probleme einzudämmen, welche durch den Klimawandel hervorgerufen werden, heißt es in einer Medienmitteilung der adventistischen Weltkirchenleitung. Gleichzeitig werden die knapp 19 Millionen adventistischen Kirchenmitglieder weltweit aufgerufen, für die Umwelt Sorge zu tragen.

Die Siebenten-Tags-Adventisten hätten seit Langem den verantwortungsvollen Umgang mit dem unterstützt, was Gott geschaffen habe, heißt es in der Medienmitteilung. Die Weltkirchenleitung bekräftige erneut die Überzeugung, dass alle verantwortungsvoll mit den Ressourcen umgehen müssten, die Gott gegeben habe. Bereits 1995 habe die Kirche eine offizielle Erklärung zur Umwelt verabschiedet:

„Siebenten-Tags-Adventisten glauben, dass die Menschheit zum Bilde Gottes geschaffen wurde, als Gottes Verwalter, um sich auf eine treue und sinnvolle Art und Weise um ihre natürliche Umgebung zu kümmern. Die Natur ist ein Geschenk Gottes.

Unglücklicherweise haben Männer und Frauen die Rohstoffquellen der Erde immer intensiver auf unverantwortliche Weise ausgebeutet. Die Folge waren zahlreiche Leiden, Umweltzerstörung und die Bedrohung durch die Klimaveränderung. Trotz notwendiger weiterer Forschungen ist heute schon klar, dass das Ökosystem der Erde durch die zunehmende Emission zerstörerischer Gase [...] bedroht wird.

Es gibt schreckliche Ankündigungen von globaler Erwärmung, einem steigenden Meeresspiegel, zunehmender Häufigkeit von Stürmen und zerstörerischen Überschwemmungen, weiterer Versteppung von Landschaften und Dürrekatastrophen.

Diese Probleme haben ihre Ursache hauptsächlich in der menschlichen Selbstsucht und Gier, die sich in ständig steigender Produktion, uneingeschränktem Konsum und in der Ausbeutung nicht mehr ersetzbarer Rohstoffe zeigt. Die ökologische Krise hat ihre Wurzeln in der menschlichen Gier und der Weigerung, weise und vernünftig mit den bestehenden Ressourcen umzugehen.

Siebenten-Tags-Adventisten befürworten einen einfachen, gesunden Lebensstil, bei dem die Menschen nicht in den Kreislauf von uneingeschränktem Konsum, Erwerb von Gütern und Produktion von Abfall geraten. Nötig ist ein Umdenken in Sachen Lebensstil auf der Grundlage der Achtung vor der Natur, der Zurückhaltung bei der Ausbeutung der Rohstoffquellen der Welt, der Neudefinition der menschlichen Bedürfnisse und der Wiederherstellung der Würde des geschaffenen Lebens.“

„Wir unterstützen die Bemühungen der Führer der Welt und aller Menschen, das zu schützen und zu respektieren, was Gott geschaffen und uns anvertraut hat“, schreibt die adventistische Weltkirchenleitung zum Klimagipfel in Paris, der am 11. Dezember abgeschlossen werden soll.

Offizielle Stellungnahmen der adventistischen Weltkirchenleitung zur Umwelt (Englisch):

Environment: (1995)
https://www.adventist.org/en/information/official-statements/statements/article/go/0/environment/42/

The Dangers of Climate Change (1995)
https://www.adventist.org/en/information/official-statements/statements/article/go/0/the-dangers-of-climate-change/30/

Stewardship of the Environment (1996)
https://www.adventist.org/en/information/official-statements/statements/article/go/0/stewardship-of-the-environment/30/

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