Burkina Faso: ADRA Schweiz erhöht in Toessé die Ernährungssicherheit

Zürich/Schweiz | 5. Februar 2016 | APD |

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz hat in Toessé/Burkina Faso, einer Savannenzone südlich der Hauptstadt Ouagadougou, die vierte Phase eines zweijährigen Projekts zur Erhöhung der Ernährungssicherheit abgeschlossen. Burkina Faso ist ein Binnenland in Westafrika und gilt als eines der ärmsten Länder der Welt. Im Human Development Index (HDI, UNO-Wohlstandsindikator) liegt das Land auf dem 181. Platz von 187 gelisteten Ländern der Welt.

Laut dem Hilfswerk gibt es in diesem westafrikanischen Binnenland im Winter wenig bis keinen Niederschlag und trotzdem hohe Temperaturen. Es stehe wenig Ackerland zur Verfügung und es mangle an Produktionsmitteln. 80 Prozent der Burkiner lebten auf dem Land, seien von der landwirtschaftlichen Produktion - Sorghum, Hirse, Mais, Erdnüsse und Augenbohnen – abhängig, die sie mit veralteter Technik betrieben.

In den ersten drei Phasen des zweijährigen Projekts von ADRA Schweiz in Toessé sei es gelungen, die Ernährungssicherheit nachhaltig zu verbessern. In der vierten Phase sei es darum gegangen, das Erreichte weiter auszubauen: nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen, Erhöhung von Einkommen durch den Anbau von Sojabohnen sowie Vermarktung von Soja-Produkten und Verbesserung der Ernährungslage bei Kleinkindern. Zudem sollten zehn Dörfer, welche von den Maßnahmen profitiert hatten, ihr Wissen an fünf Dörfer weitergeben unter anderem auch um den Gesundheitszustand von Kindern unter fünf Jahren zu verbessern.

Von der Ausbildung in landwirtschaftlichen Produktionstechniken, wie dem Anlegen von Gemüsegärten, hätten mehr Frauen und Männer profitiert, als geplant gewesen sei. Sechs Dörfer hätten je zehn Hektar Land mit schattenspendenden Bäumen bepflanzt, deren Blätter in der Regenzeit als Düngemittel genutzt worden seien. Weitere Flächen seien mit verschiedenen Bäumen aufgeforstet worden, um die Bodenerosion zu stoppen. Verzögerungen bei der Reparatur des Damms hätten in der Pflanzzeit Wassermangel hervorgerufen, sodass zusätzliche Reisfelder erst später als vorgesehen hätten angelegt werden können. Die Frauen haben nach Angaben von ADRA Schweiz bestätigt, dass sie mit dem Verkauf der Produkte aus dem Gemüsegarten in der Lage sind, Geld für die Familienkasse zu erwirtschaften.

Ernährungssicherheit für Kinder unter fünf Jahren verbessert
Die Ernährung der Kleinkinder unter fünf Jahren habe große Fortschritte gemacht. Die Mütter wüssten nun, wie sie mit lokalen Produkten einen nahrhaften Brei herstellen könnten. Von 100 unternährten Kleinkindern seien 52 auf dem Weg der Erholung und 46 haben laut ADRA einen normalen Ernährungsstand erreicht. Die Frauen hätten zudem Schulungen im Bereich Hygiene und Familienplanung erhalten.

An den Projektkosten von 200.000 Euro haben sich ADRA Schweiz sowie die Landwirtschafts- und Umweltabteilung der Stiftung Symphasis beteiligt. Partner vor Ort sei die Kommune von Toessé gewesen. Weitere Infos zum Projekt: http://www.adra.ch/de/activities/africa/burkina-faso/foodsecurity-iv/

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