Kauder: Christenverfolgung mit neuer Qualität

Christen auch in deutschen Flüchtlingsunterkünften bedrängt
„Die Wahrheit ist, dass dort, wo Muslime die Mehrheit in einem Land haben, Christen in unterschiedlicher Form verfolgt werden.“ Das habe vor allem mit dem Verbot zu tun, vom Islam zu einer anderen Religion überzutreten, sagte Kauder in seinem Vortrag zum Thema Religionsfreiheit. Er wies zudem darauf hin, dass Christen auch in deutschen Flüchtlingsunterkünften bedrängt oder körperlich attackiert würden. „Wir dürfen auf keinen Fall hinnehmen, dass diejenigen, die wegen ihrer christlichen Religion zu Hause verfolgt wurden, das hier auch erleben.“ Eine räumliche Trennung von Flüchtlingen nach Religion schloss der Politiker aus. Dann würde der Staat das Bekenntnis abgeben, nicht mehr für Ordnung sorgen zu können. Der Fraktionsvorsitzende plädiert für einen Beauftragten für Religionsfreiheit in der Bundesregierung.

Mit Blick auf Deutschland gab Kauder zu bedenken: „Wir leben – unverdient – wirklich in einer begnadeten Situation. Insgesamt können wir sagen: Uns geht’s gut.“ Mehr als 100 Millionen Christen auf der ganzen Welt wären „unheimlich glücklich, wenn sie nur einmal an einem Sonntag wie wir in einer Kirche sitzen und völlig unbedrängt nach Hause gehen könnten.“

Orientierung am christlichen Menschenbild
Der Politiker rief die Konferenzteilnehmer auf, sich als Christen politisch zu engagieren und sich in gesellschaftlichen Diskussionen zu Wort zu melden. Sich auf christlichen Konferenzen oder im Gottesdienst zu treffen, um sich im Glauben zu stärken, reiche nicht aus. „Wenn wir Christen bei bestimmten Fragen eine kleine Minderheit geworden sind, kann die Politik das auch nicht mehr richten.“

In seinen politischen Entscheidungen versuche Volker Kauder, sich am christlichen Menschenbild als Kompass zu orientieren. „Jeder Mensch, selbst mein schlimmster Feind, ist Ebenbild Gottes und hat eine eigene, einmalige Würde.“ Das sei auch in der Bibel nicht an eine bestimmte Religion oder Ethnie geknüpft, betonte Kauder. Deshalb sollten Christen auch keine Angst vor dem Islam pflegen, sondern viel mehr vom eigenen Glauben erzählen und dafür einstehen.

Evangelische Allianz seit 1846
Vom 26. bis 30. Juli fand in Bad Blankenburg die 122. Konferenz der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA) mit 1.700 Teilnehmern statt. Die Evangelische Allianz ist ein Netzwerk verschiedener evangelisch gesinnter Organisationen und Christen. Gegründet wurde sie 1846 in London als interkonfessionelle Einigungsbewegung. In Deutschland gib es über 1.000 örtliche Allianzen. Vorsitzender der DEA ist Pastor Ekkehart Vetter, der hauptamtlich Präses des freikirchlichen Mühlheimer Verbandes ist. Die erste Allianzkonferenz fand 1886 in Bad Blankenburg statt. Weitere Informationen zur DEA und zur Allianzkonferenz im Internet unter: www.allianzhaus.de

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Entwurf eines „Katechismus der Russisch-Orthodoxen Kirche“

Der Entwurf des Katechismus gliedert sich in sechs Abschnitte: 1. Grundlagen des orthodoxen Glaubens, 2. Grundlagen der kanonischen Ordnung und liturgisches Leben der orthodoxen Kirche, 3. Grundlagen der orthodoxen Morallehre, 4. Grundlagen des Sozialkonzepts der russisch-orthodoxen Kirche, 5. Grundlagen der Lehre der russisch-orthodoxen Kirche über Würde, Freiheit und Menschenrechte, 6. Grundlagen der Haltung der russisch-orthodoxen Kirche zur nichtorthodoxen Christenheit. Die Abschnitte 4, 5 und 6 beruhten wortgleich auf kirchlichen Dokumenten, die bereits bei früheren Gelegenheiten vom Bischofskonzil des Moskauer Patriarchats angenommen worden seien und sollten daher nicht neuerlich diskutiert werden. Beobachter schließen daraus, dass man in Moskau Vorgänge wie beim orthodoxen Konzil auf Kreta im Vorjahr vermeiden wolle, wo die Frage des Verhältnisses zur nichtorthodoxen Christenheit zu dramatischen Auseinander-setzungen geführt habe.

Beginn der Arbeiten 2008
Das Bischofskonzil des Moskauer Patriarchats hatte im Jahr 2008 den Startschuss für die Erarbeitung eines modernen orthodoxen Katechismus gegeben. Im Jahr darauf wurde die Biblisch-Theologische Kommission mit der Erarbeitung eines Entwurfs beauftragt. Die Kommission lud Fachleute aus unterschiedlichen theologischen Bereichen zur Mitarbeit ein. Im Januar 2016 waren die Arbeiten abgeschlossen, bei der Plenartagung der Kommission am 29.1.2016 wurde der Entwurf einstimmig angenommen. Das Bischofskonzil entschied bei seinem Treffen vom 2. bis 3. Februar 2016, den Entwurf an die ständigen Mitglieder des Heiligen Synods zu übermitteln, an den Ersthierarchen der russischen Auslandskirche, an die Leiter der synodalen Einrichtungen, an die Theologischen Akademien und an „jene Diözesanbischöfe, die bei der Revision des Textes mitwirken wollen“. Die Biblisch-Theologische Kommission habe die aus diesem Empfängerkreis kommenden Abänderungsvorschläge in den jetzt veröffentlichten Entwurf eingearbeitet.

Ein erster moderner Versuch, die orthodoxe Lehre zusammenzufassen
Stefano Caprio vom Päpstlichen Orientalischen Institut, der 1989 einer der ersten römisch-katholischen Priester war, die in der damaligen Sowjetunion seelsorglich und theologisch tätig wurden, wies in einem Kommentar für die katholische Nachrichtenagentur „AsiaNews“ auf die Bedeutung des Katechismus-Projekts hin. Es stelle den ersten modernen Versuch dar, die orthodoxe Lehre für alle Gläubigen, vor allem die Priester, zusammenzufassen. Ansätze für einen solchen Dialog mit der Kultur ließen sich bis zum Landeskonzil von 1917 zurückverfolgen, seien dann aber durch die kommunistische Kirchenverfolgung unterbrochen worden. Freilich hätten Glaubensmärtyrer diese Ansätze im Untergrund weiterverfolgt, bis hin zu P. Aleksander Men, der im September 1990 ermordet wurde. P. Men sei ein großer Katechet und Prediger gewesen. Es wäre ihm gelungen, eine lebendige und wirksame Begegnung von Glaube und Kultur zu vermitteln, deren Früchte heute bis in die offiziellen Texte des Patriarchats hineinwirkten. Mit dem neuen Katechismus gehe es der orthodoxen Kirche darum, die katechetische Weisheit der Kirchenväter aufzugreifen, aber auch die „besten Früchte der spezifischen russischen Tradition“ zu integrieren.

Bereits zwei einflussreiche Katechismus-Texte
In der Geschichte habe es in der russischen Kirche zwei einflussreiche Katechismus-Texte gegeben, erinnert Caprio. Im 17. Jahrhundert habe der Metropolit von Kiew, Petr (Mogila), in der Auseinandersetzung mit der Scholastik der lateinischen Kirche und mit den protestantischen Tendenzen der Zeit das „Orthodoxe Bekenntnis“ verfasst. Der Metropolit sei der erste gewesen, der den Begriff der „katholischen“ Kirche im Credo (dem gemeinsamen Glaubensbekenntnis aller christlichen Kirchen) mit dem russischen Ausdruck „sobornaja“ (konziliar, universal) wiedergegeben habe. Mit dieser Formel und anderen Vorschlägen habe der große Kiewer Metropolit die russische Tradition als „Ort des Dialogs und der Synthese“ hervorheben wollen, was ihm auch positive Reaktionen aus Rom eingetragen hätte. Ein weiterer, noch heute vielfach genutzter Text, sei der Katechismus von 1823, den der damalige Moskauer Metropolit, Filaret (Drozdow), verfasste. In der Auseinandersetzung zwischen „Slawophilen“ und „Westlern“ sei der jahrzehntelang tätige Metropolit im Dialog mit den großen Namen beider Seiten – von Puschkin bis Turgenjew – gewesen.

Im Mittelpunkt das Sozialkonzept der Russisch-Orthodoxen Kirche
Im neuen Katechismus werde zweifellos das Sozialkonzept der Russisch-Orthodoxen Kirche im Mittelpunkt stehen, sagte Caprio. Der heutige Patriarch Kyrill I. – damals noch Metropolit Kyrill (Gundjajew) – habe im Jubiläumsjahr 2000 die Ausarbeitung der „Soziallehre“ der Russisch-Orthodoxen Kirche veranlasst. Dieses Dokument habe sich zur ideellen Plattform für die sozialen Veränderungen der letzten Jahre in Russland entwickelt. Der Katechismus entspreche jetzt nach Einschätzung des römischen Experten den Erfordernissen des kulturellen und spirituellen Wachstums des russischen Christentums. Das Moskauer Patriarchat lege heute großen Wert auf die Katechese (Unterweisung), die in früheren Zeiten auch von Priestern skeptisch betrachtet worden sei: als Nachgeben der aszetisch-spirituellen Reinheit der Orthodoxie gegenüber römisch-katholischer und protestantischer Rationalität.

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Medien: Update der Hope Channel-App

Die vormals kostenpflichtige App ist jetzt kostenlos abrufbar. Neben technischen Neuerungen und Anpassungen für aktuelle und kommende Smartphones und Tablets sind weitere neue Inhalte hinzugekommen. So zum Beispiel weitere Livestreams aber auch Mediatheken von Hope Channel Japan, Dänemark und Großbritannien (UK), Speranta TV aus Rumänien sowie Hope Channel Radio aus Deutschland. Ebenso ist es mit der neuen iPhone- und iPad-App jetzt möglich, Videos auch über Apple-TV auf den Fernseher zu streamen.

Damit stehen allen Benutzern derzeit 19 Livestreams zum Beispiel in Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch, Norwegisch, Hindi, Arabisch, Chinesisch, und mehr als 10 Mediatheken verschiedener Hope Channel-Sender weltweit mit tausenden Videos zur Verfügung. Nach Angaben des Senders wurde die Hope Channel-App bisher mehr als 160.000 Mal heruntergeladen.

Hope Channel-App für Android im Google Play Store:
https://play.google.com/store/apps/details?id=de.stimmederhoffnung.hopechannel&hl=de
Hope Channel App für iOS im Apple App Store:
https://itunes.apple.com/de/app/hope-channel/id373523568?mt=8

Hope Channel Deutschland
Hope Channel war nach eigenen Angaben der erste deutsche TV-Sender, der bereits im Juli 2010 eine iPhone-App angeboten hat. Der Hope Channel erhielt Anfang 2009 von der hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien beziehungsweise der Kommission für Zulassung und Aufsicht die Zulassung als 24/7 Fernsehsender und ist über ASTRA, einige Kabelnetze sowie im Internet frei zu empfangen. Der Sender gehört zum Medienzentrum Stimme der Hoffnung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten mit Sitz in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt (www.stimme-der-hoffnung.de).

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Spanien: 4.000 Teilnehmer beim Kongress der Adventjugend erwartet

Jugendliche aus Estland bis Portugal und von Norwegen bis Griechenland werden zum europäischen Jugendkongress in Valencia/Spanien erwartet. Sie haben neben den gemeinsamen Veranstaltungen mit Anspielen, Wortbeiträgen, Gebetszeiten und viel Musik die Möglichkeit aus 60 Workshops, Seminaren, Vorträgen und Bibelthemen auszuwählen. Die Jugendlichen schlafen in großen Hallen am Veranstaltungsort in Indoor-Zelten für zwei Personen.

Laut Zlatko Musija, Verantwortlicher der Adventjugend in Nord- und Südosteuropa (TED), wird „Die Reise“ eine der wichtigsten und unvergesslichsten spirituellen Momente im Leben vieler Jugendlicher sein. „Der Jugendkongress ist die Zeit, in der sie Gott vertieft kennenlernen und ermutigt werden, ihn noch stärker zu lieben und ihm mehr zu dienen“, so Pastor Musija. Die Workshops deckten eine ganze Reihe von Themen und Fragen ab, was Beziehungen, Gesundheit, Wissenschaft, Ökologie und Theologie betreffe sowie praktische Möglichkeiten, wie man im modernen Kontext des säkularisierten Europas seinen Glauben besser bezeugen kann.

Geleitet wird der Jugendkongress von den Verantwortlichen der Adventjugend in West- und Südeuropa (EUD), Pastor Stephan Sigg, sowie von Pastor Zlatko Musija, der für die adventistischen Jugendlichen in Nord- und Südosteuropa (TED) verantwortlich ist.

Web: www.aycongress.org
Facebook: @ayceurope
Hashtags: #AYC2017 und #TheJourney

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ADRA-UK: neues Entwicklungsprojekt für Sri Lanka

„Wir werden 306.016 Einwohnern Zugang zu sauberem Wasser und Toiletten ermöglichen, sowie uns auf die Ausbildung in Gesundheit, Ernährung und Hygiene für benachteiligte Dörfer in Uva und der Zentralprovinz fokussieren“, so Bert Smit, Geschäftsführer von ADRA-UK. Sri Lanka ist administrativ in neun Provinzen unterteilt. Das Projekt ist das umfangreichste in der Geschichte von ADRA-UK, ist auf 36 Monate angelegt und hat ein Budget von umgerechnet rund 5,7 Millionen Euro.

ADRA-UK will unter anderem sicherstellen, dass 50 Prozent der Kinder in der Projekt-Region drei Mahlzeiten pro Tag bekommen. 60 Prozent der Frauen, die auf Teeplantagen arbeiten, sollen die Gelegenheit erhalten, mehrmals pro Woche zu baden, um der Ausbreitung von Krankheiten vorzubeugen. 300 Frauen im gebärfähigen Alter sollen von Ernährungsmaßnahmen profitieren. Die Zahl der Menschen, die Zugang zu einer sauberen Wasserquelle haben, soll um 40 Prozent steigen.

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Zahl der Christen in Deutschland weiter rückläufig

Kaum noch Interesse am evangelischen Sonntagsgottesdienst
Zum Stichtag 31.12.2016 gehörten insgesamt 21.922.187 Menschen einer der 20 evangelischen Gliedkirchen der EKD in Deutschland an. Das sind rund 350.000 Mitglieder weniger als 2015. Die Zahl der Austritte aus der evangelischen Kirche ging im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 20.000 auf 190.000 zurück. Erstmals seit drei Jahren traten im Jahr 2016 weniger Menschen aus der evangelischen Kirche aus als Mitglieder im selben Zeitraum durch Taufe (180.000) oder Aufnahme (25.000) hinzukamen. Bei letzteren wechselten rund 10.000 aus anderen christlichen Kirchen in eine Landeskirche. Die gegenüber dem Vorjahr rückläufige Mitgliederzahl sei wesentlich auf den demographischen Wandel in Deutschland zurückzuführen, so die EKD. Im Jahr 2016 verstarben rund 340.000 Angehörige der evangelischen Kirche. Den Sonntagsgottesdienst besuchen nur noch 3,2 Prozent der Kirchenmitglieder regelmäßig. Am Karfreitag sind es 4,1 Prozent, am Erntedankfest 7,3 Prozent und an Heiligabend 36,8 Prozent.

Die Broschüre „Evangelische Kirche in Deutschland – Zahlen und Fakten zum kirchlichen Leben“, Ausgabe 2017, ist im Internet zu finden unter: http://archiv.ekd.de/statistik/105153.html

Auch weniger Katholiken
Auch die römisch-katholische Kirche erlitt im letzten Jahr einen Mitgliederverlust von rund 180.000 Gläubigen. Die 27 deutschen Diözesen und die Deutsche Bischofskonferenz verzeichnen in ihrer aktuellen Kirchenstatistik für das Jahr 2016 jetzt 23.581.549 Kirchenmitglieder. Wie bereits 2015 ist auch in 2016 die Zahl der Kirchenaustritte zurückgegangen. Sie liegt bei 162.093 Personen (2015: 181.925). Den Austritten und 243.323 Bestattungen standen im letzten Jahr 171.531 Taufen, 2.574 Eintritte (wovon 2.197 Protestanten waren) und 6.461 Wiederaufnahmen in die katholische Kirche gegenüber. Nur noch 10,2 Prozent der Katholiken besuchen regelmäßig den Sonntagsgottesdienst.

Die Broschüre „Katholische Kirche in Deutschland – Zahlen und Fakten 2015/16“ kann im Internet heruntergeladen werden unter: http://www.dbk-shop.de/de/deutsche-bischofskonferenz/arbeitshilfen/katholische-kirche-deutschland-zahlen-fakten-2015-16-bonn-2016.html?info=25778&dl_media=24384

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Somalia: ADRA Schweiz und Glückskette leisten Nothilfe

Am 28. Februar hat der Präsident der Bundesrepublik Somalia, Mohamed Abdullahi Mohamed, den Notstand ausgerufen und die internationale Gemeinschaft gebeten, dem Elend abzuhelfen. Chronische Armut, Aufstände, Sicherheitsprobleme und vertriebene Familien würden zur schlimmen Situation im Land beitragen, schreibt ADRA. Der saisonale Regen am Jahresanfang sei komplett ausgefallen und damit die Ernte. Durch die herrschende Dürre sei das Vieh verendet, welches das Kapital der Bauern sei. Zudem würden viele Familien vom Land in die Städte oder deren Ballungsräume ziehen. Dort erhofften sie sich Hilfe von Verwandten oder der internationalen Gemeinschaft.

Mit den Gutscheinen und dem Guthaben auf den Mobiltelefonen sollen die begünstigten Familien 50 bis 70 Prozent der monatlichen Ausgaben abdecken können, schreibt ADRA. Bei der Registrierung für die Projektteilnahme müsse die Nummer des Mobiltelefons angeben werden, damit monatlich das Guthaben auf einfache Weise überwiesen werden könne, sagte Johannes Baumgartner, Verantwortlicher bei ADRA Schweiz für Programme in Afrika. Über diese Telefonnummer könne das Projektteam auch erfahren, ob das Geld angekommen und ob alles in Ordnung sei.

ADRA arbeite mit den lokalen Behörden und den Dorfbewohnern zusammen. Diese würden Familien vorschlagen, welche besonders arm seien und von der Hilfe profitieren sollten. Durch die Koordination mit anderen Hilfswerken werde sichergestellt, dass Familien nicht doppelt profitierten. Die Glückskette finanziert 80 Prozent der Kosten (242.000 Franken / 219.000 Euro) für das Projekt mit sechs Monaten Laufzeit und ADRA Schweiz 48.000 Franken (43.900 Euro).

ADRA Schweiz
ADRA Schweiz wurde 1987 als Hilfswerk der evangelischen Freikirche der Siebtenten-Tags-Adventisten in der Schweiz gegründet. ADRA Schweiz gehört zu einem Netzwerk von rund 130 regionalen und nationalen ADRA Landesbüros und gewährt Hilfe unabhängig von Rasse, ethnischer Herkunft, des Geschlechtes, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität.

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Experte im Hope Channel zur Rolle der Religionsfreiheit

Drei Bereiche hätten ihn als UN-Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit vorwiegend beschäftigt, so Professor Bielefeldt: Er habe sich für Einzelfälle engagiert und diese den entsprechenden Staaten diplomatisch vorgetragen, in der Hoffnung, dass sich etwas bewege. Im Weiteren habe er mit seinem Team Inspektionsreisen in Dörfer gemacht. Die Besuche vor Ort seien „energisierende und bereichernde Erfahrungen mit Menschen gewesen, die sich nicht kaputtmachen lassen“. Drittens sei er in der UN-Generalversammlung bzw. im Menschenrechtsrat (Genf) für Religionsfreiheit eingestanden und habe darüber mit den Vertretern der Staaten debattiert.

Er habe ermutigende Erfahrungen in Sierra Leone gemacht, wo die Religionsgemeinschaften nach dem Bürgerkrieg gemeinsam das Land aufbauten und Friedensarbeit leisteten. „Hass hat nichts Ewiges“ oder den Status eines Naturgesetzes, sondern sei immer von Menschen gemacht, so Bielefeldt.

In Vietnam habe er hingegen so erschreckende Erfahrungen mit Verfolgung gemacht, dass er eine der Missionen vor Ort aus Sicherheitsgründen für seine Interviewpartner habe abbrechen müssen.

Zur Lage der Religionsfreiheit: Religiös unterbauter Terrorismus spielt größere Rolle
Die Probleme bezüglich der Religionsfreiheit seien von Land zu Land unterschiedlich, dennoch spiele der religiös unterbaute Terrorismus heute eine größere Rolle als vor einigen Jahren. Es gäbe unterschiedliche Formen der religiösen Repression. Im Nahen Osten seien es meist religiöse Wahrheits- und Reinheitsansprüche sowie göttliche Gesetze, in deren Namen sich die staatliche Unterdrückung gegen Minderheiten durchzusetzen versuche.

Ein anderes Unterdrückungsmuster benutze Religion als Bestandteil eines aggressiven Nationalismus. Es gehe dabei nicht um Wahrheit und Irrtum. Als Beispiel führte Bielefeldt die religiös untermauerte Fremdenfeindlichkeit in Russland an. Putin habe die orthodoxe Tradition als starkes Narrativ für die nationale Identität entdeckt, für eine kompakte Identität: Wir gegen die anderen, bzw. gegen alles, was vom Ausland kommt. Die Zeugen Jehovas seien vom obersten Gericht verboten und aufgelöst worden.

In Indien sei es ähnlich. Der Hindu-Nationalismus richte sich gegen alle Religionen, die ihren Ursprung nicht auf indischem Boden hätten: Christen und Muslime.

In autoritären Polizeistaaten wie Vietnam und China sei die Freiheit für Einparteiensysteme beunruhigend, wenn sich die Leute zum Beispiel selbst versammeln und die Dinge selbst in die Hand nehmen würden. Bei diesem Unterdrückungsmuster gehe es um Kontrollobsession und nicht um Religion oder Wahrheit.

Nicht in unserem Namen
Es gebe überall religiöse Gruppen, die nicht bei der Instrumentalisierung ihrer Religion mitmachten: Buddhistische Mönche, die sich gegen den Nationalismus der Regierung in Myanmar oder Sri Lanka wenden würden oder Hinduisten, die es falsch finden, dass im Namen des Hinduismus nationale Homogenität forciert werden solle, wo der Hinduismus doch so vielfältig sei. Es wäre auch seitens der Muslime wünschenswert, so Bielefeldt, wenn mehr Muslime sich von Terrorakten distanzieren und sagen würden, „nicht in unserem Namen!“

„Trennung von Religion und Staat“ ersetzen mit „Abstand von Religion und Staat“
Auf die Frage, ob es staatliche Strukturen gäbe, die förderlich oder hinderlich für Religionsfreiheit seien, antwortete Bielefeldt, dass die Trennung von Religion und Staat wichtig sei. Trennung sei aber nur die negative Seite einer eigentlich positiven Investition: Diese bestehe darin, dass der Staat dafür einstehen solle, dass es einen Freiraum gäbe, wo religiöse Vielfalt angstfrei gelebt werden könne. Um dies zu erreichen dürfe der Staat aber nicht auf einer Seite stehen und sagen: Wir sind eine christliche, hinduistische oder muslimische Nation. „Der Staat kann nicht der Anwalt und Garant der Freiheit aller sein, wenn er auf einer Seite steht“, sagte der Professor. Es wäre besser von „Abstand von Religion und Staat“ zu sprechen als von Trennung. Abstandnahme sei etwas Positives, weil es Raum schaffe. Trennung klinge hingegen negativ. Es schwinge bei Trennung mit, dass die Religion aus der Politik und dem öffentlichen Leben herauszuhalten sei und sie als reine Privatsache zu behandeln, was falsch sei, so Bielefeldt.

Der Laizismus französischer Prägung werde dem Anliegen der Religionsfreiheit nicht umfassend gerecht, weil die Religionsfreiheit auch die öffentliche Manifestation von Religion schütze. Als Beispiele führte der Professor Kleidung und Kirchenglocken an.

Deutschland: Hinkende Trennung von Religion und Staat
Laut Bielefeldt hat das deutsche Modell gegenüber dem französischen den Vorzug, dass es die Rolle der Religion in der Öffentlichkeit anerkennt und eine religionsfreiheitsfreundliche Rechtsprechung kennt. Das deutsche Modell sollte aber der Wirklichkeit angepasst werden, forderte der Professor, da es mehr Muslime gibt und auch die Freikirchen sowie die Gruppe der Konfessionslosen gewachsen sind.

Ruhetagsregelungen für Minderheitskonfessionen wie Adventisten
„Das Ausmaß an Ignoranz ist skandalös“, sagte Heiner Bielefeldt, als ihn der Moderator auf die Probleme adventistischer Kirchenmitglieder angesprochen hatte, die oft wenig Entgegenkommen erfahren würden, wenn sie wegen ihres Ruhetages am Samstag (Sabbat) an der Universität keine Prüfungen schreiben könnten. Bielefeldt ist der Auffassung, dass die staatlichen Behörden die Aufgabe haben, Minderheiten beim Ruhetag entgegen zu kommen. Faktisch orientierten sich die Behörden aber am Mainstream, obwohl Religionsfreiheit Gleichberechtigung bedeute. Man solle nicht eine bürokratische Variante von Gleichheit durchziehen, aus Angst, ja keine Präzedenzfälle zu schaffen. Die Bereitschaft des Staates den Minderheiten entgegen zu kommen sei „in Deutschland unterentwickelt“, so der Professor. In den USA und vor allem in Kanada kenne man das Prinzip der „reasonable accommodation“. Das sei zwar schwer zu übersetzen, meine aber, dass dem Machbarem Raum zu geben und Raum zu schaffen sei [bzw. angemessene Vorkehrungen zu treffen seien]. Diese Einstellung, für religiöse Minderheiten und Einzelfälle eine Lösung suchen zu wollen, sei ein Gebot der Religionsfreiheit.

Meinungsäußerungsfreiheit und Antidiskriminierungsrichtlinien der EU
Auf die Frage, wie er die Angst konservativer Christen einschätze, die aufgrund der Antidiskriminierungsrichtlinien der EU befürchteten, aus religiöser Sicht Abtreibung oder Homosexualität nicht mehr kritisieren zu dürfen, hielt Bielefeldt fest, dass er diese Ängste nicht teile, da die Meinungsäußerungsfreiheit in der Verfassung ein hohes Gut sei. Man müsse dann aber auch damit leben, dass man Stirnrunzeln ernte oder sich entsprechende Kommentare anhören müsse.

Das Interview zur Religionsfreiheit wird im Rahmen der Sendung „Nachgefragt“ am 25. Juli von 08:15 bis 08:45 und von 20:15 bis 20:45 Uhr auf dem Hope Channel ausgestrahlt und kann über den Satelliten ASTRA und über Internet gesehen werden.

Hinweise zur Sendung und Wiederholungen auf Hope Channel:
http://www.hopechannel.de/tv/programm/episode/bc/-/60102925/

Detaillierte Hinweise zum Empfang von Hope Channel:
http://www.hopechannel.de/tv/service/empfang/satellit/

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Adventistischer Universitäts-Chor „Choir of the World“

„Auf dem International Welsh Eisteddfod in Wales zum ‚Choir of the World‘ ernannt zu werden ist eine einzigartige Ehre, welche die Spitzenleistung unserer Universität wiedergibt“, so Leslie N. Pollard, Präsident der Oakwood Universität. Wie NAD News berichtete, hatte der Chor der „Aeolians“ während seines Aufenthaltes auf den Britischen Inseln weitere Auftritte in London, Birmingham und Manchester.

Das Llangollen International Welsh Eisteddfod Festival
Ursprünglich wurde das Musikfestival in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg ins Leben gerufen. Laut eigenen Angaben treffen sich jedes Jahr bis zu 50.000 Besucher in der kleinen Stadt Eisteddfod (Wales) um mit rund 4.000 Darbietenden „in einer einzigartigen Kombination aus Wettbewerb, Darbietung, internationalem Frieden und Freundschaft zu singen und zu tanzen“. Beim Wettbewerb wird der „Choir of the World“ bestimmt. Die Gewinner des Titels erhalten eine Pavarotti-Trophäe und ein Preisgeld von 3.000 Euro.

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Christentum: „Untergrundgemeinden gibt es in Nordkorea nicht“

Laut dem Überläufer gebe es viele Nordkoreaner, die nach ihrer Flucht in China mit dem christlichen Glauben in Kontakt kämen. Einige wenige davon würden schließlich Christen werden. Einzelne dieser Christen kehrten heimlich nach Nordkorea zu ihren Familien zurück. Es sei aber durch die Verhältnisse in Nordkorea sogar innerhalb des engsten Familienkreises extrem schwer, über Religion zu sprechen.

Keine Vorstellung von Religion und davon, was Gott sein sollte
Selbst Kleinstgruppen von nur zwei Christen, die man nicht als „Gemeinden“ bezeichnen könne, hält Kim für außerordentlich unwahrscheinlich, so IGFM. Allgegenwärtige Angst und Misstrauen verhinderten einen echten Austausch zwischen Menschen. Vor allem aber hätten Nordkoreaner überhaupt keine Vorstellung von Religion und davon, was Gott sein sollte.

Gegenüber IGFM erklärte Kim: „Nordkoreaner werden vom Kleinstkindalter an pausenlos vom Regime indoktriniert. Die meisten haben keinerlei Zugang zu anderen Informationen als der Propaganda des Regimes. Gespräche über regimefeindliche Themen wie Religion können nur zwischen nahen Angehörigen geführt werden.“ Wenn dort jemand über Jesus spreche, würden sich die Angehörigen echte Sorgen machen, dass er den Verstand verloren habe und würden ärztliche „Hilfe“ suchen – mit fatalen Folgen.

Missionarische Arbeit innerhalb Nordkoreas
Nach Informationen von Kim gibt es innerhalb Nordkoreas missionarische Arbeit. Sie sei aber extrem schwierig und gefährlich. Diejenigen, die den Glauben an Christus verbreiten würden, hüteten sich davor, jene Menschen, mit denen sie gesprochen haben, miteinander in Kontakt zu bringen. Das sei für „alle Beteiligten viel zu gefährlich“.

Die Arbeit werde zusätzlich dadurch erschwert, dass Nordkoreaner, die sich für das Christentum interessierten, „unglaublich viele Fragen“ hätten. Selbst in China, wo die missionarischen Voraussetzungen ungleich viel einfacher seien, sei diese Arbeit unter geflüchteten Nordkoreanern problematisch.

Nordkoreaner können ohne Erklärungen mit biblischen Texten nichts anfangen
Nach Aussage von Kim würden Koreaner auch Bibeln ins Land schmuggeln. Sie könnten sie aber nicht direkt verteilen, sondern nur an passenden Stellen auslegen. „Diese Leute hoffen, dass allein das Lesen der Bibel einen Menschen verändern kann. Sie haben keine Vorstellung davon, was das Regime aus den Menschen gemacht hat.“ Nordkoreaner könnten ohne Erklärungen mit biblischen Texten überhaupt nichts anfangen. „Das sind reine Wunschträume“, so Kim.

Christen in Nordkorea hätten auch nach langer Zeit noch „Fragen über Fragen“, aber niemanden, mit dem sie darüber sprechen könnten. „Angst und Indoktrination halten die Nordkoreaner gefangen. Auch ich selbst habe erst in Grossbritannien langsam erkannt, dass wir de facto alle Opfer von Gehirnwäsche waren“, sagte Kim.

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Rumänien: Ehrendoktor für adventistischen Weltkirchenleiter

In einer 45-minütigen Zeremonie überreichte der Rektor der bedeutendsten technischen Universität in Rumänien, Mihnea Costoiu, Pastor Wilson die gerahmte Urkunde. Der Rektor dankte der Freikirche für ihren Einsatz zur Verbesserung der Lebensqualität in diesem Land und weltweit vor allem durch Bildung. „Es ist wichtig, eine Beziehung mit der Freikirche der Adventisten aufzubauen, denn sie unterhält ein großes Netzwerk an Bildungseinrichtungen“, so Costiou, der früher auch Minister für Wissenschaft gewesen war.

Adventisten in Rumänien
„Ich nehme dies nicht als Ehre für mich selbst, sondern als Ehre für meine Kollegen und die Kirche für all das, was sie tun, um Gesellschaft zu bauen“, so Wilson zu Costoiu. Der Kirchenleiter dankte der Universität dafür, dass sie Religionsfreiheit für alle ihre Studenten garantiere. So stelle die Universität sicher, dass adventistische Studenten, die den Samstag (Sabbat) als biblischen Ruhetag halten, nicht in Konflikt mit ihren Kursen kommen. Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten habe laut AM in Rumänien rund 70.000 Mitglieder und damit mehr als in anderen Ländern Europas.

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US-Regierungskommission für Religionsfreiheit verurteilt Verbot der Jehovas Zeugen in Russland

Am 20. April wurde die Religionsgemeinschaft vom Obersten Gerichtshof als „extremistisch“ eingestuft und verboten. Vermögen und Besitz sollten vom Staat eingezogen werden, Finanztransaktionen waren verboten und die landesweit 395 Versammlungsorte mussten geschlossen werden. Dagegen erhoben die Jehovas Zeugen Einspruch, der nun abgewiesen wurde.

„Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs spiegelt in tragischer Weise die fortgesetzte Gleichsetzung seitens der Regierung von friedlicher Ausübung der Religionsfreiheit mit Extremismus wider. Die Jehovas Zeugen sind keine extremistische Gruppe. Sie sollten ihren Glauben offen und frei sowie ohne staatliche Repression ausüben können“, sagte Dr. Daniel Mark, Vorsitzender der US-Regierungskommission für internationale Religionsfreiheit (USCIRF).

Die USCIRF habe 2017 zum ersten Mal empfohlen, dass Russland als „Land besonderer Bedenken“ („country of particular concern“) aufgrund von systematischen und dauerhaften Verletzungen der Religionsfreiheit eingestuft wird. „Dieser neuste Schritt der russischen Regierung bestätigt, dass unsere Empfehlung im Jahresbericht 2017 angemessen war. Die russische Regierung verstärkt ihre Unterdrückung der Religionsfreiheit zu Hause und erweitert ihre repressive Politik auch auf Nachbarstaaten“, so Daniel Mark.

Gerichtsurteil vom April 2017 hat schlimme Folgen für Jehovas Zeugen in Russland
Nach dem Gerichtsurteil vom April 2017 zum Verbot der Jehovas Zeugen in Russland ist es nach Angaben der Jehovas Zeugen zu schweren Übergriffen gekommen. Demnach verletzten Behörden die Grundfreiheiten der Jehovas Zeugen und verfolgten ihre Glaubensausübung strafrechtlich unter anderem auch durch Razzien in Gottesdiensten. Gleichzeitig betrachteten gewisse Bürger das Urteil als Freibrief, Jehovas Zeugen zu diskriminieren oder Hassverbrechen zu begehen, heißt es auf der Webseite der Gemeinschaft.

Das Haus eines Mitglieds sei bei einem Brandanschlag zerstört worden sowie neun Anbetungsstätten, die ebenfalls nach dem Gerichtsurteil zerstört worden seien. Eine Lehrerin habe zwei Schüler gedemütigt, weil die Mutter Mitglied der Religionsgemeinschaft sei und gegen einen achtjährigen Schüler sei seitens der Schulleitung eine Verwarnung ausgesprochen worden, weil er mit einem Klassenkameraden über Gott gesprochen habe. Im Weiteren sei einigen Jehovas Zeugen von der Einberufungskommission der „zivile alternative Dienst“, als Alternative zum Militärdienst, mit dem Verweis auf „Extremismus“ verwehrt worden. Dies habe den Chefjustiziar der Religionsgemeinschaft zur Frage veranlasst: „Ist es einleuchtend, dass die Regierung ,Extremistenʻ den Militärdienst erlaubt?“ (weitere Informationen unter: https://www.jw.org/de/aktuelle-meldungen)

US-Kommission für Internationale Religionsfreiheit
Die US-Kommission für Internationale Religionsfreiheit ist eine unabhängige Kommission der US-Bundesregierung, in welcher beide Parteien vertreten sind, und die erste ihrer Art weltweit. Sie wurde 1998 gegründet. USCIRF überprüft Tatsachen und Umstände von Religionsfreiheitsverletzungen im Ausland und gibt dem Präsidenten, dem Staatssekretär und dem Kongress politische Empfehlungen. USCIRF-Kommissare werden vom Präsidenten und der Kongressführung beider Parteien ernannt.

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Portugal: ADRA hilft nach Waldbränden

Wie ADRA Deutschland berichtet, hat ADRA Portugal insgesamt sieben Tonnen Lebensmittel, 150 Mahlzeiten, hunderte Wasserflaschen, Hygieneartikel, kleine und große Haushaltsgeräte, Matratzen, Bettwäsche, Decken sowie Küchenutensilien an betroffene Familien ausgegeben. Diese Hilfsgüter seien kurz nach der Katastrophe verteilt worden.

Jetzt gehe es an das Bereinigen von Grundstücken, das Säubern von Häusern sowie den Wiederaufbau. ADRA Portugal sammle weiterhin Möbel und Haushaltsgeräte und leiste psychosoziale Betreuung für traumatisierte Familien.

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„Ad fontes – Die Reformatoren“

Der zehnteilige Fernkurs befasst sich mit dem Leben und Wirken der fünf bedeutendsten Reformatoren: John Wyclif, Jan Hus, Martin Luther, Huldrych Zwingli und Johannes Calvin. Jeder habe auf seine Weise ein neues Gottesbild entfaltet und damit einen wichtigen Beitrag zur reformatorischen Bewegung geleistet, teilte das Medienzentrum mit.

Mit dem neuen Glaubenskurs werde Studienteilnehmern ermöglicht, auf einen interessanten Streifzug durch die Kirchengeschichte zu gehen. Sie würden dabei erfahren, welche Bedeutung der christliche Glaube von der Urgemeinde bis zu den Reformatoren auch heute noch habe. Der Kurs „Ad fontes – Die Reformatoren“ diene auch zur Vertiefung und Ergänzung der adventistischen Fernsehserie „Auf dem Weg des Buches“, die vom Hope Channel ausgestrahlt werde. Weiter Informationen zum neuen Angebot und auch zu anderen Glaubenskursen sind im Internet zu finden unter: www.bibelstudien-institut.de

Hope Bibelstudien-Institut
Das Hope Bibelstudien-Institut ist die älteste Einrichtung für kostenlosen Bibelfernunterricht in Deutschland, Österreich und der Schweiz und wurde 1948 gegründet. Das Institut gehört wie Hope Channel Fernsehen und Radio zum Medienzentrum Stimme der Hoffnung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten mit Sitz in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt (www.stimme-der-hoffnung.de).

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Russland: Verlag der Adventisten feiert 25-jähriges Bestehen

Quelle des Lebens sei das einzige russische protestantische Verlagshaus mit eigener Druckerei auf dem Gebiet der Russischen Föderation, so AR. Es werde christliche Literatur in dreizehn Sprachen produziert, darunter armenisch, georgisch, russisch, ukrainisch und usbekisch. „Es war ein Wunder, als vor 25 Jahren der Verlag eröffnet wurde“, sagte der Verlagsleiter Daniil Lovska.

Es begann mit Buchevangelisten im Außendienst
Mit dem Verkauf von christlicher Literatur von Haus zu Haus durch sogenannte Buchevangelisten sei bereits im russischen Kaiserreich, im 19. Jahrhundert, begonnen worden. Als die Behörden ein totales Verbot von religiösen Büchern verhängten, entschieden sich treue Christen, Kopien von Hand anzufertigen und im Eigenverlag herauszugegeben, um ihre Überzeugungen zu teilen, so AR weiter.

In Bezug auf die Verlagsproduktion von Quelle des Lebens sagte Pavel Liberanskiy, Leiter der Abteilung Verlagswesen der teilkontinentalen Kirchenleitung Eurasien (Euro-Asia Division, ESD): „In abgelegenen Dörfern und großen Städten sind diese Bücher Zeugen der Macht Jesu Christi, die Leben verändern kann. Auch an Orten, wo es noch keinen einzigen Prediger gibt, sind Bücher da und bringen Hoffnung.“

Das Gebiet der Eurasischen Kirchenleitung der Adventisten umfasst elf Zeitzonen
Die Weltkirchenleitung der mehr als 20 Millionen Siebenten-Tags-Adventisten ist global in dreizehn teilkontinentale Kirchenleitungen untergliedert. Gemäß Mitgliederstatistik ist die Eurasische Kirchenleitung (ESD, mit Sitz in Moskau/Russland) die zweitkleinste der dreizehn teilkontinentalen Kirchenleitungen, von ihrer geografischen Ausdehnung her ist sie aber riesig. Es gehören dreizehn Länder zu ihrem Gebiet, das elf Zeitzonen umfasst. Im Wesentlichen gehören zur ESD-Kirchenleitung Staaten der ehemaligen Sowjetunion mit Moldawien, Weißrussland und der Ukraine im Westen sowie Gebiete des äußersten Ostens von Russland, am Beringmeer.

In diesen dreizehn Ländern, mit 280 Millionen Menschen, gibt es 1.814 adventistische Kirchgemeinden. Im Gebiet der ESD-Kirchenleitung gibt es rund 112.000 erwachsen getaufte Adventisten, 45 Prozent davon leben in der Ukraine. In Zaoksky, in der Region Tula/Russland, rund 120 Kilometer südlich von Moskau, betreiben die Adventisten die „Zaoksky Adventist University“ sowie den Verlag „Quelle des Lebens“.

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USA: Andrews Universität beruft Vizepräsidenten für Vielfalt und Inklusion

„In all den Jahren, die ich nun mit Andrews verbunden bin, war ich bezüglich ihrer Zukunft nie optimistischer als heute“, so Nixon, ehemaliger Student der Andrews Universität und Absolvent der John Marshall Law School in Chicago. „Diese erneuerte Ausrichtung […] auf dem Campus ist eine großartige Verpflichtung.“ Nach Nixon sollte seine neue Aufgabe „ein Prozess sein, der sich darum bemüht, die Komplexitäten unserer diversen Campusgemeinschaft zu verstehen und darauf zu reagieren“. Im Februar hatte eine Videobotschaft von afro-amerikanischen Studenten der Universität für Aufsehen gesorgt, in der sie ihre Besorgnis über Rassendiskriminierung zum Ausdruck brachten.

Das formelle Prüfungsverfahren der Bewerber für das Aufgabengebiet „Vielfalt und Inklusion“ an der Universität dauerte zwei Monate. Das Berufungskomitee bestand aus dreizehn Mitgliedern: Verwaltungsangestellte, Lehrpersonal und Studenten der Universität. Den Vorsitzt führte die Präsidentin Andrea Luxton. Mit fünf Anwärtern auf die Stelle wurden persönliche Bewerbungsgespräche geführt. Die zwei Finalisten hatten zuletzt die Aufgabe, Ende Juni eine Präsentation vor der Campusgemeinschaft zu halten. Sie trafen sich auch mit Leitungspersonen der zuständigen regionalen und überregionalen Kirchenleitung der Adventisten.

Andrews University
Die adventistische Andrews Universität wurde 1874 in Battle Creek (Michigan/USA) gegründet und später nach John Nevin Andrews (1829–1883), dem ersten Missionar der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa, benannt. Laut eigenen Angaben sind über 3.300 Studierende an den acht Fakultäten eingeschrieben, die rund 200 Studiengänge anbieten: Kunst und Wissenschaft, Luftfahrt, Architektur, Business Administration, Fernstudium, Pädagogik, Gesundheitswesen und Theologisches Seminar. Weitere Infos: www.andrews.edu

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Berichte des UN-Sonderberichterstatters für Religionsfreiheit veröffentlicht

Professor Bielefeldt warnt in seinen Berichten davor, Menschenrechte gegeneinander auszuspielen. Die Menschenrechte würden alle gemeinsam aus der Menschenwürde hervorgehen, und nur gemeinsam könnten sie die Würde des Menschen garantieren. Bielefeldt wolle auch die Religionsfreiheit des Individuums, die Ausgangspunkt und Zentrum der Religionsfreiheit sei, nicht im Gegensatz zur Religionsfreiheit religiöser Gemeinschaften sehen.

Zur Person
Heiner Bielefeldt studierte katholische Theologie, Philosophie sowie Geschichte und erwarb einen Doktortitel in Philosophie. Nachdem er unterschiedliche Positionen an verschiedenen deutschen Universitäten innehatte, war er 2003 bis 2009 Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte, das die Lage der Menschenrechte im Auftrag der Bundesregierung beobachtet und die Bundesrepublik in internationalen Gremien vertritt. Seit 2009 ist er Professor für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik auf einem eigens für ihn geschaffenen Lehrstuhl an der Universität Erlangen-Nürnberg. 2010 wurde er zusätzlich als Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit ernannt. 2013 wurde sein Mandat, das er bis Oktober 2016 innehatte, erneuert.

Das Buch mit den englischsprachigen Berichten steht zum kostenlosen Download zur Verfügung:
http://bucer.us3.list-manage2.com/track/click?u=4d6640cc18fb66f9f6fa247bc&id=dd1ca0448f&e=d9ed2c8761

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Schweiz: adventistische Klinik eröffnet medizinisches und therapeutisches Zentrum

Die Eröffnungs-Feierlichkeiten wurden von regionalen Repräsentanten aus dem medizinischen, wirtschaftlichen und administrativen Bereich besucht: Dr. Stéphanie Monod, Leiterin des Gesundheitsamtes vertrat die Gesundheitseinrichtungen der Region. Dr. Murray Brandstater, Vorstandmitglied des Loma Linda Krankenhauses (Kalifornien/USA), war bei der Zeremonie der Bandzertrennung zugegen. Der Präsident des Verwaltungsrates von La Lignière, Mario Brito, dankte in seiner Ansprache für die Bemühungen um die Eröffnung des Zentrums.

Über 110-jährige Geschichte
„Dieses Projekt entstand vor allem aus dem Wunsch, unsere Wirksamkeit zu fördern, besonders im Bereich der ambulanten Patientenversorgung“, so der Geschäftsführer der Klinik La Lignière, Nicolas Walter. Man bleibe dabei den eigenen Traditionen und Werten treu. Sowohl die Klinik La Lignière als auch das medizinische und therapeutische Zentrum La Lignière gehören zur Philanthropischen Gesellschaft von La Lignière, einem gemeinnützigen Verband, der 1904 gegründet wurde und von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten unterhalten wird. Weitere Informationen: www.la-ligniere.ch

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USA: kleinster Herzschrittmacher der Welt in zwei adventistischen Kliniken

„Patienten mit Bradykardie haben einen langsamen oder unregelmäßigen Herzschlag, der gewöhnlich unter 60 Schlägen pro Minute liegt. Auf diesem Level ist das Herz nicht mehr in der Lage, den Körper bei normaler Aktivität oder Bewegung mit genügend sauerstoffreichem Blut zu versorgen. Dies verursacht Schwindel, Müdigkeit, Kurzatmigkeit oder Ohnmacht“, so Tim Farley, Herz-Kreislauf-Administrator der Florida Hospitals. „Herzschrittmacher sind die übliche Behandlungsmethode bei Bradykardie. Dieses Gerät hilft dabei, den normalen Herzrhythmus wiederherzustellen und kuriert die Symptome, indem es elektrische Impulse zum Herzen sendet, die den Herzschlag erhöhen.“

Größe einer Vitamintablette
Etwa im Format einer großen Vitamintablette, komme der neue Herzschrittmacher ganz ohne Kardial-Drähte aus. Ebenso könne auf eine „Tasche“ unter der Haut verzichtet werden, welche die herkömmlichen Geräte benötigen. Stattdessen könne das Gerät direkt durch einen Katheter in das Herz implantiert werden. „Dieses neue Implantat gibt Patienten eine kosmetisch unsichtbare und sichere Alternative gegenüber herkömmlichen Herzschrittmachern. Alles ohne die Komplikationen, die mit Drähten verbunden sind“, so Farley. „Zusätzlich ist dieser Herzschrittmacher so gestaltet worden, dass er sich automatisch an das individuelle Aktivitätslevel eines Patienten anpasst.“

Der Klinikverbund Florida Hospital Central Florida Division – North Region ist nach eigenen Angaben mit 1.226 Betten und mehr als 7.800 Angestellten der größte der Region. Er gehört zum Adventist Health System.

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Präsident der weltweiten Adventisten auf den Spuren Martin Luthers

Allein die Bibel
Als sich Martin Luther 1521 auf dem Reichstag zu Worms vor dem Kaiser, den Fürsten und hohen Vertretern der römisch-katholischen Kirche verantworten musste, betonte er: „Wenn ich nicht durch Zeugnisse aus der Heiligen Schrift und klare Vernunftsgründe überzeugt werde – denn weder dem Papst noch dem Konzil allein kann ich glauben, die offenkundig geirrt und sich widersprochen haben −, so bin ich überwunden in meinem Gewissen und gefangen in dem Wort Gottes. Ich kann und will daher nichts widerrufen …“ Wenn Luther von einem Gefangensein im Wort Gottes sprach, so sei es ihm um das Prinzip „sola scriptura“ (allein die Schrift) gegangen, sagte Wilson. Luther habe darauf vertraut, dass die Botschaft von der Erlösung des Menschen durch Jesus Christus hinreichend durch die Bibel vermittelt werde und keiner Ergänzung durch kirchliche Überlieferungen bedürfe. Diesen Grundsatz würden auch die Siebenten-Tags-Adventisten vertreten.

Der Kirchenleiter erwähnte seinen Besuch in der Lutherstube auf der Wartburg bei Eisenach, wo der Reformator von 1521 bis 1522 in Sicherheit war und das Neue Testament in die deutsche Volkssprache übersetzte. Wie Luther sei Ted Wilson davon überzeugt, dass man den Inhalt der Bibel durch den Heiligen Geist, der im Herzen des Hörers oder Lesers wirke, verstehen könne.

Gott auch in der Natur zu finden
Gott spreche laut Wilson durch die Bibel zu den Menschen, aber auch durch die Natur. Vor seiner Deutschlandreise sei der Kirchenleiter mit Vertretern des Geoscience Research Institute (Geowissenschaftliches Forschungsinstitut) der Generalkonferenz in den nordwestlichen Alpen von Frankreich, Italien und der Schweiz gewesen. Die beeindruckende Landschaft wäre für ihn ein Hinweis auf den Schöpfergott, dessen Wirken schon in den ersten Kapiteln der Bibel beschrieben werde.

Kein Grund, sich für die Reformation zu entschuldigen
In Erfurt, wo Wilson auch war, trat Martin Luther 1505 ins Augustinerkloster ein, um durch strenge geistliche und asketische Übungen Frieden mit Gott zu finden. Doch Luther verzweifelte trotz seiner täglichen Bußübungen an seiner unüberwindlichen Sündhaftigkeit und fragte sich: „Wie kriege ich einen gnädigen Gott?“ Erst nachdem der Reformator 1511 Erfurt verließ und nach Wittenberg ging, wurde ihm durch das Studium des Römerbriefes des Apostels Paulus klar, dass keine Eigenleistung, sondern nur das Vertrauen auf den Opfertod Christi am Kreuz den Menschen mit Gott versöhnt. Diese Erkenntnis führte neben dem „sola scriptura“ zu den weiteren Prinzipien „sola fide“ (allein durch den Glauben), „sola gratia“ (allein durch Gnade) und „solus Christus“ (allein Christus) als Grundsätze der Reformation. Gott habe Luther und die anderen Reformatoren zu diesen Erkenntnissen geführt. Es gebe daher keinen Grund, sich für die Reformation zu entschuldigen, betonte Wilson.

Evangeliumsverkündigung durch Wort und Tat
Das Vermächtnis der Reformation sei für Siebenten-Tags-Adventisten ebenfalls fundamental. Auch sie hätten die Aufgabe, die Botschaft „Christus unsere Gerechtigkeit“ den Menschen in aller Welt nahezubringen. Der Präsident der Generalkonferenz zeigte sich erstaunt darüber, dass ihm bei seinem Besuch in Wittenberg mitgeteilt worden sei, dass es in der Stadt, in der Luther predigte, heute kaum noch Christen gebe. Der Kirchenleiter stellte die Frage: „Wie sollen diese Menschen an das glauben, was Jesus für sie tat, wenn ihnen dies niemand sagt?“

Gerade in einem säkular geprägten Land wie Deutschland stünden auch Adventisten vor der Aufgabe, die Botschaft „Christus unsere Gerechtigkeit“ zu verkündigen. Das könne laut Wilson durch Wort und Tat geschehen. Etwa durch Bibelkreise, Seminare und öffentliche Evangelisationen. Aber auch durch gelebten Glauben, wie Seelsorge und praktische Hilfe für Notleidende. Jeder Adventist sei aufgerufen, seine eigenen Möglichkeiten zu finden, um Menschen mit dem Evangelium vertraut zu machen. Ted Wilson, der seine Predigt in Englisch hielt, wurde übersetzt von Pastor Dennis Meier, Präsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

Abschluss der Studienreise in Berlin
Auf seiner Studienreise nach Eisenach, Erfurt und Wittenberg wurde Ted Wilson von seiner Ehefrau Nancy begleitet. An ihr nahm unter anderem der Vorstand der teilkontinentalen Kirchenleitung (Intereuropäische Division) mit Sitz in Bern, bestehend aus Präsident Mario Brito, Vizepräsident Barna Magyarosi und Finanzvorstand Norbert Zens, teil. Außerdem der Vorstand des Norddeutschen Verbandes mit Präsident Johannes Naether und Vizepräsident Friedbert Hartmann, der Vorstand des Süddeutschen Verbandes mit Präsident Werner Dullinger und Vizepräsident Jochen Streit sowie der gemeinsame Finanzvorstand beider Verbände Dieter Neef. Die wissenschaftliche Leitung der Tour übernahm Dr. Johannes Hartlapp, Dozent für Kirchengeschichte an der Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg.

Am 9. Juni stand unter anderem ein Besuch des adventistischen Krankenhauses „Waldfriede“ in Berlin-Zehlendorf auf dem Programm. Hier interessierte Ted Wilson vor allem das zum Krankenhaus gehörende „Desert Flower Center“. Dort erhalten Frauen mit Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation – FGM) seit 2013 medizinische sowie psychosoziale Hilfe und Betreuung. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) würden täglich 8.000 Mädchen durch die sogenannte rituelle Beschneidung der weiblichen Genitalien verstümmelt. Weltweit gebe es 150 Millionen beschnittene Frauen und Mädchen. FGM werde nicht nur in bestimmten Ländern Afrikas oder Asiens praktiziert. Selbst in Deutschland lebten 50.000 Opfer mit Genitalverstümmelung.

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„Auf dem Weg des Buches“

In der Dokumentationsserie begeben sich zwei Frauen auf Spurensuche der Gegenreformation auf einen Pilgerweg von Passau bis Schladming, den „Weg des Buches“. An Denkmälern, in Museen und im Gespräch mit Experten erfahren sie von einer Zeit der Not und der Kriege, in der Menschen für ihren Glauben ihr Leben aufs Spiel setzten.

Dabei erzählt Kurt Piesslinger, Historiker und Theologe, vom Aufstieg des Christentums zur Staatsreligion, über die Rolle der wichtigsten Reformatoren in Europa bis hin zu deren Erbe und den noch heute sichtbaren Auswirkungen.

Der Komponist Jakob Gruchmann interpretiert dazu Lieder und Gesänge, die neben der Heiligen Schrift in Form von Gesangsbüchern ihren Weg in die Häuser der Gläubigen fanden und der Reformationsbewegung Aufschwung verliehen.

Die Erstausstrahlung erfolgt am 9. Juli um 20:45 Uhr. Alle weiteren Sendungen der 10-teiligen Dokumentationsreihe werden danach jeden Donnerstag und Sonntag jeweils um 20:45 Uhr ausgestrahlt. Darüber hinaus stehen die Sendungen in der Mediathek zum Download zur Verfügung unter www.hopechannel.de/tv/mediathek und www.hope-media.at/mediathek/weg-des-buches.

Hope Channel Deutschland und Österreich
Der deutsche Fernsehsender Hope Channel ist einer von mehr als 48 Sendern der internationalen Senderfamilie Hope Channel. Er gehört zum adventistischen Medienzentrum Stimme der Hoffnung e.V. mit Sitz in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt. Hope Media Austria ist eine Abteilung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Österreich und ist für diese als Medienagentur tätig. Hope Media Austria produziert unter anderem Sendungen für den deutschen Fernseh- und Radiosender Hope Channel. Weitere Informationen unter: www.hope-channel.de und www.hope-media.at

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Türkei: Vorläufiger Rückzieher bei der Enteignung von 50 Kirchen und Klöstern

Die Auskunft aus dem Büro des Vali (Gouverneurs) von Mardin lautete, die Frage der 50 Kirchen und Klöster müsse zunächst eindeutig rechtlich geklärt werden, bis dahin werde es keine Übertragung der Eigentumsrechte an das „Diyanet“ geben. Allerdings bleibe die Eintragung der Grundstücke und Immobilien auf das Schatzamt aufrecht, wobei bis heute unklar ist, was das konkret bedeutet.

In der Türkei sind die Kirchen nicht als juristische Personen anerkannt. Nach islamischem Vorbild muss für jedes einzelne Gotteshaus und jedes Kloster eine eigene „geistliche Stiftung“ (vakif) gebildet werden, die dann Trägerin und Rechtsvertreterin der betreffenden kirchlichen Einrichtung ist. Der Vorsitzende der Stiftung des St. Gabriel-Klosters, Kuryakos Ergün, erklärte im Gespräch mit AINA, die endgültige Lösung könne nur darin bestehen, dass die Eigentumsurkunden auf die „geistlichen Stiftungen“ der einzelnen Gotteshäuser und Klöster ausgestellt werden.

Die Maßnahmen der türkischen Regierung hatten nicht nur in der weltweiten Diaspora der Christen der syrischen Tradition – betroffen sind vor allem die syrisch-orthodoxe, die syrisch-katholische, die chaldäisch-katholische Kirche und die Apostolische Kirche des Ostens – heftige Reaktionen ausgelöst. Ferner gab es auch kritische Stimmen von Regierungen aus aller Welt. Die „Assyrische Konföderation in Europa“, mit Sitz in Brüssel, verurteilte die Konfiszierung des Kirchenbesitzes in scharfen Worten. Es gehe um Kirchen, Klöster und Friedhöfe von unschätzbarem Wert, viele von ihnen mehr als tausend Jahre alt. Diese Einrichtungen stellten die kulturell bedeutsamsten materiellen Säulen der Identität der Christen der syrischen Tradition dar. Diese Identität werde mit den geplanten Maßnahmen des türkischen Fiskus im Zug der Gemeindereform ernsthaft gefährdet.

Wörtlich heißt es in der Erklärung weiter: „Die staatliche Enteignung der Kirchen und Klöster ist eine schwere Verletzung der menschlichen und kulturellen Rechte einer der verletzlichsten ‚ursprünglichen Nationen‘ auf dem Territorium der Türkei. Dieser Akt steht zugleich in scharfem Gegensatz zu dem von der Türkei in den letzten Jahren verbreiteten Image eines islamischen Landes, das sich gegenüber den Nichtmuslimen – und Minderheiten im Allgemeinen – tolerant verhält. Die jüngste Entwicklung bedeutet ein negatives Signal an die Christen der syrischen Tradition sowohl in der Türkei selbst als auch an jene in der Diaspora, die es unter großem Risiko unternommen haben, die Präsenz des Christentums der syrischen Tradition in der Türkei nicht nur zu bewahren, sondern wieder aufzubauen“.

Die türkischen Behörden hätten die Verpflichtung, so die Erklärung weiter, gemeinsam mit den Gemeinschaften der Christen der syrischen Tradition die Konfiszierung von Immobilien und Grundstücken rückgängig zu machen und sicherzustellen, dass das kirchliche Eigentum von den Maßnahmen der Gemeindereform ausgenommen wird. Es seien rechtliche und politische Maßnahmen zum Schutz der Minderheiten in Gang zu setzen; durch solche Maßnahmen müssten die Minderheiten auch vor Reformen und Entscheidungen geschützt werden, die ihre Präsenz in der Türkei bedrohten. Schutzmaßnahmen und –mechanismen für ursprügliche („indigene“) Bevölkerungs-gruppen seien in jeder modernen und demokratischen Gesellschaft selbstverständ-liche Praxis.

Die „Assyrische Konföderation in Europa“ setze auf eine politische Lösung, die eine Anrufung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) überflüssig mache.

CBS-KULTUR-INFO mit News-Input der Stiftung Pro Oriente (poi), Wien

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Österreich: Adventisten bieten Lehrerausbildung an

Mag. phil. Yvonne Seidel, Diplompädagogin, wird als Dekanin die School of Education in Bogenhofen leiten. Das vierjährige Studium zum „Bachelor of Education” berechtige dazu, Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren zu unterrichten. Das Lehrerstudium sei durch eine enge Verknüpfung von Theorie und Praxis gekennzeichnet.

Einstieg ins Berufsleben
In Österreich berechtige der Abschluss zum sofortigen Einstieg ins Berufsleben, auch wenn in der Folge noch ein „Master of Education” angeschlossen werden müsse, der in einem Flächenfach abgedeckt werden könne, so Yvonne Seidel. Der Abschluss des „Bachelor of Education“ in Bogenhofen berechtige außerdem zum Weiterstudium an jeder anderen Universität weltweit.

Nach abgeschlossenem Studium mit anerkanntem Abschluss der Middle East University (Beirut/Libanon) könne der erworbene Abschluss in Deutschland in allen Bundesländern anerkannt werden. Der Antrag sei an das zuständige Regierungspräsidium zu stellen, am besten durch die anstellende Institution. Weitere Informationen zur School of Education am Seminar Schloss Bogenhofen: https://www.bogenhofen.at/de/padagogik/

Neuer Direktor zum Schulbeginn im September
Ab 1. September wird Dr. Christoph Berger nach sechsjähriger Tätigkeit die Aufgabe als Direktor des Seminars Schloss Bogenhofen an Dr. Dr. René Gehring übergeben. Gehring wird weiterhin am Theologischen Seminar sowie am Oberstufenreal-gymnasium unterrichten.

Neuer Dozent am Theologischen Seminar für das Schuljahr 2018
Dr. Bojan Godina soll ab Herbst 2018 im Bereich praktische Theologie am Seminar unterrichten. Godina arbeitet zurzeit als Seelsorger und führt eine psychologische Beratungspraxis. Er ist Mitarbeiter in der Lebensschule (Forum zum Menschsein) in Gardelegen, nördlich von Magdeburg.

Seminar Schloss Bogenhofen
Das Seminar Schloss Bogenhofen, St. Peter am Hart/Oberösterreich, Bezirk Braunau am Inn, wurde 1948 gegründet. Träger der Schule sind zu gleichen Teilen die Deutschschweizerische Vereinigung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sowie die Österreichische Union der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Die Bildungseinrichtung bietet ein Theologisches Seminar, ein Lehramtsstudium Primarschule (School of Education), ein Oberstufenrealgymnasium sowie ein Sprachinstitut („Deutsch als Fremdsprache“).

Die Adventisten in Österreich betreiben auch Privatschulen: In St. Peter am Hart/Oberösterreich, Klagenfurt/Kärnten, Linz/Oberösterreich, Lustenau/Vorarlberg sowie in Wien als Volks- und Neue Mittelschule (1. bis 8. Schulstufe).

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Luther mit dabei: weiteres Material für adventistischen Religionsunterricht

Laut Institutsleiter Pastor Jochen Härdter gehört die neue Unterrichtseinheit „Ich gehe meinen Weg! – Martin Luther“ in den Themenblock „Jeder ist wichtig! Der Weg der Christen durch die Zeit“. Ziel sei Martin Luther als Mensch den Teenagern nahezubringen. Es gehe dabei nicht in erster Linie um die kirchengeschichtliche Chronologie – obwohl diese natürlich „mitläuft“. Ein besonderer Reiz, der diese Einheit aus dem üblichen Religionsunterrichtsmaterial heraushebe, bestehe darin, dass die Lehrperson in die Rolle Martin Luthers schlüpfen könne, um die Teenager auf eine gemeinsame Reise durch die Lebensgeschichte des Reformators mitzunehmen, so Härdter.

Die andere Unterrichtseinheit „Weniger ist mehr“ ergänzt den Themenblock „Lebendig glauben! Frömmigkeit und Spiritualität“. Die Kirche verstehe sich laut dem Institutsleiter als „Leib Christi“. Die Sache Gottes zu fördern heiße, Mittel freizustellen für die Aufgaben der christlichen Gemeinde. In dieser Religionsunterrichtseinheit stehe das biblische Konzept von „Zehnten und Gaben“ im Mittelpunkt. Es gehe darum, dass die Teenager die ihnen von Gott anvertrauten finanziellen Möglichkeiten bewusst und verantwortlich vor dem Hintergrund ihrer persönlichen Wertvorstellungen und ihres Glaubens einsetzten. „Wir wollen mit ihnen entdecken, wie man einen Lebensstil der Großzügigkeit einüben kann.“

Religionsunterrichtsmaterial für adventistische Schulen und Kleingruppen
Das Religionspädagogische Institut (RPI) ist eine gemeinsame Einrichtung der Deutschschweizerischen Vereinigung sowie des Norddeutschen und Süddeutschen Verbandes der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. „relimaXx“ wird im Religionsunterricht der allgemeinbildenden adventistischen Schulen in Deutschland und in der Schweiz verwendet. Die Freikirche unterhält in beiden Ländern folgende Bildungsstätten: Schulzentrum „Marienhöhe“ (Gymnasium, Kolleg, Real- und Grundschule sowie Internate) in Darmstadt , Freie Adventschule Oberhavel (Grundschule) in Oranienburg-Friedrichsthal, Immanuel-Gesamtschule in Oranienburg-Friedrichsthal, Andrews-Advent-Grundschule in Solingen, Daniel-Schule (Grundschule) in Murrhardt/Baden-Württemberg, Elisa-Schule (Grund- und Realschule) in Herbolzheim-Tutschfelden/Baden-Württemberg, Josia-Schule (Grund- und Hauptschule mit Realschulzweig) in Isny im Allgäu, Advent-Schule (Grundschule) in Heilbronn, Salomo-Schule (Grundschule) in Rastatt und Privatschule A bis Z in Zürich. Wegen der meist geringen Schülerzahl erteilt die Freikirche keinen eigenen Religionsunterricht an öffentlichen Schulen. Adventistische Pastoren und Pastorinnen sowie ausgebildete Kräfte geben jedoch außerschulischen Religionsunterricht in Kleingruppen.

Material auch für den Kindergottesdienst
Ein Arbeitsschwerpunkt des RPI ist laut Jochen Härdter das Erstellen von zeitgemäßem und attraktivem Material für die Bereiche Kindergottesdienst und Religionsunterricht. Darüber hinaus bietet das Institut in Zusammenarbeit mit der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg die drei modularen Ausbildungsgänge Kirchliche Kinderpädagogik, Kirchlicher Religionsunterricht und Familiendiakonie an.

Neben „relimaXx“ hat das RPI bisher folgendes entwickelt: Gottesdienstmaterial „Schatzkiste“ für 8- bis 11-Jährige sowie die Bibelhefte „4you“ für Teenager. Die vierteljährlichen Hefte sind für einen vier-Jahres-Zyklus erhältlich. Zudem gibt es den dreijährigen Zyklus „Guck mal!“ als Material für den Kindergottesdienst der 2- bis 4-Jährigen sowie „echtzeit – Impulse für authentisches Christsein“ mit Anregungen für das gottesdienstliche Bibelgespräch für Jugendliche und junge Erwachsene. Ab Sommer 2018 soll auch Material für den Kindergottesdienst der 5- bis 7-Jährigen („ERzählt – meine Bibelgeschichten“) erhältlich sein. Weitere Informationen unter: www.sta-rpi.net

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ADRA: Kooperation mit führendem Pumpenhersteller

„Weil ADRA versucht, durch Zugang zu sauberem Wasser in den nächsten fünf Jahren einen substantiellen Beitrag für das Leben von Millionen von Menschen zu leisten, sind wir stolz, mit Grundfos zusammen so vielen Familien auf ihrem Weg zu wachsendem Wohlergehen helfen zu können“, so der Geschäftsführer von ADRA International, Jonathan Duffy.

Die Kooperation solle dazu beitragen, Zugang zu Wasser durch Einsatz von erneuerbarer Energie und innovativen Wassertechnologien effizienter und nachhaltiger zu gestalten als es bisher durch traditionelle Methoden möglich war. Einige der nächsten Projekte werden laut ADRA Grundfos-Produkte verwenden, inklusive hochmoderner Solar-Wasserpumpen, welche die alten Handpumpen ersetzen sollen. Diese Wasser-Projekte sollen vor allem der unterversorgten Bevölkerung in stadtnahen Gebieten zugutekommen.

Grundfos
Das dänische Unternehmen Grundfos gehört zu den weltweit führenden Pumpenherstellern. „Ein zentraler Bestandteil für das Wachstum und die Entwicklung jeder Gesellschaft ist der Zugang zu sauberem Wasser“, so der Vizepräsident der Grundfos-Unternehmensgruppe Kim Nøhr Skibsted. „Mit einem vertrauenswürdigen globalen Partner wie ADRA sind wir sicher, dass unsere gemeinsamen Anstrengungen neue Möglichkeiten schaffen werden und zu einem wachsenden Wohlergehen für viele gefährdete Menschen führen.“

Modell „Wasser-Kiosk“
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA International hat mithilfe von Grundfos-Solartechnologie ein innovatives Wasser-Kiosk-Modell entwickelt, bei dem Verbraucher nicht nur sauberes Wasser erhalten, sondern auch Hygieneartikel und andere Haushaltsgegenstände über ein mit WLAN verbundenes Menü erwerben können. Durch vorn am Kiosk angebrachte Bildschirme können sich Besucher zudem über verschiedene Hygienethemen informieren. Diese Kioske sollen laut ADRA nicht nur der Gesellschaft dienen, sondern auch neue Jobs schaffen, sowie den Unternehmern, die sie besitzen werden, ein Einkommen generieren. Die ersten Wasser-Kiosk-Projekte seien für 2017 in Haiti, Mosambik und Nepal in Planung.

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Verbreitung von digitalen Bibeln nimmt zu

Der Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies, UBS) setzt sich dafür ein, möglichst vielen Menschen die Bibel in ihrer Muttersprache zugänglich zu machen. Insgesamt wurden 2016 fast 401,4 Millionen Schriften verbreitet – das beinhaltet Bibeln, Neue Testamente, Evangelien und kleinere Schriften sowie Broschüren für Alphabetisierungskurse. Im Vergleich zu 2015 (418,7 Millionen) ist die Zahl etwas niedriger.

Anstieg der Verbreitung bei Nonprint-Ausgaben
Die Verbreitung von nicht gedruckten (nonprint) Bibelausgaben, wie beispielsweise digitalen Downloads, CDs oder DVDs hat sich im Jahr 2016 weltweit mehr als verdoppelt. Dies ist auf die die wachsende Nachfrage nach Bibeln auf Handys und anderen mobilen Geräten zurückzuführen. Wurden 2015 noch rund 1,3 Millionen Nonprint-Bibelausgaben bereitgestellt, waren es 2016 über 3 Millionen. Der Trend spiegelt die weltweit zunehmende Verwendung des Internets wieder.

Ganz oben auf der Liste der Nonprint-Bibelverbreitung steht Brasilien, wo die UBS Bibel-App „Biblia Plus“ im August 2015 erschienen ist. Diese App wird nun von mehr als 30 Bibelgesellschaften weltweit verwendet. Sie bietet kostenlos Bibelübersetzungen zum Download an, spezielle Inhalte wie Studienbibeln können dazu gekauft werden.

Die globale „Digital Bible Library“ enthält inzwischen biblische Schriften in 1.134 verschiedenen Sprachen. 80 Prozent der Bibeltexte in dieser Bibliothek wurden vom Weltbund der Bibelgesellschaften zur Verfügung gestellt.

Plötzlicher Anstieg der Bibelverbreitung
„Der Bericht zeigt: Das weltweit große Interesse an der Bibel ist ungebrochen. Das deckt sich auch mit den Erfahrungen aus unserer Arbeit “, sagte Horst Scheurenbrand, Leiter der Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft mit Sitz in Stuttgart.

Palästinensergebiete
Viele Länder haben 2016 einen plötzlichen Anstieg der Bibelverbreitung verzeichnet. Die Bibelgesellschaft in den Palästinensergebieten beispielsweise verteilte im Jahr 2016 fünfmal so viele Neue Testamente wie im Jahr 2015. Das geschah vor dem Hintergrund der gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern, welche die Spannungen und Unbeständigkeiten im Land noch verstärkten.

Kuba
Während eines historischen Jahres für Kuba, in dem der frühere Herrscher Fidel Castro starb und der damalige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Barack Obama, dem Land einen Besuch abstattete, stieg auch die Verbreitung der Bibel. Die Zahl der Bibeln und biblischen Schriften, die durch die „Cuba Bible Commission“ im Land zur Verfügung gestellt wurden, hat sich mit über 350.000 Vollbibeln mehr als verdoppelt.

Bibelverbreitung in Deutschland
Mehr als doppelt so viele Bibeln wie im Vorjahr wurden auch in Deutschland im Jahr 2016 verbreitet. Grund dafür war vor allem der gute Verkaufsstart der revidierten Lutherbibel 2017 im Herbst des vergangenen Jahres. Insgesamt gingen 518.961 deutschsprachige Bibeln über den Ladentisch.

In Deutschland sammelt die Weltbibelhilfe Spenden für die internationale Arbeit und engagiert sich in langfristigen Partnerschaften, zum Beispiel in China und Zentralasien.

„Global Scripture Distribution Report“ und Weltverband der Bibelgesellschaften
Der „Global Scripture Distribution Report“ berücksichtigt die Zahlen von Verlagen und Organisationen, die dem Weltverband angehören. Der Weltverband der Bibelgesellschaften ist der internationale Zusammenschluss von 148 nationalen Bibelgesellschaften, zu denen auch die Deutsche, die Österreichische und die Schweizer Bibelgesellschaft gehören. Die Bibelgesellschaften sind in rund 200 Ländern aktiv.

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Hoffnung für Vertriebene im Südsudan

Laut Mehari sei im Gegensatz zu anderen Regionen im Südsudan die Lage in den Bezirken Nasir und Ulang relativ stabil. Nur sporadisch komme es in diesem Gebiet zu kämpferischen Auseinandersetzungen und ethnischen Konflikten. Das Zusammenleben mit den Gastkommunen verlaufe dagegen friedlich. Derzeit ist Regenzeit und die Menschen könnten ihre Felder bestellen.

Die Vertriebenen müssen neu anfangen
Alle Binnenvertriebenen müssten ganz von vorne beginnen, denn durch den Bürgerkrieg seien ihre Dörfer zerstört worden und sie hätten ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Ihnen fehle eigenes Land, Geräte und Vieh, um sich selbst versorgen zu können. Auch reichten ihre landwirtschaftlichen Kenntnisse, die auf traditionellen Methoden beruhten, nicht aus, um eine höhere Produktivität zu erzielen. Das wäre aber erforderlich, um Überschüsse zu erwirtschaften damit sie Rücklagen und Vorräte bilden zu könnten. Wiederholt komme es zu Ernteverlusten durch saisonal bedingte Überflutungen und Schädlingsbefall. Ein weiteres Problem sei die Tiersterblichkeit, die aufgrund von Krankheiten und fehlenden präventiven Impfungen recht hoch ist.

Die Menschen sollten sich selbst langfristig helfen können
Alle Maßnahmen von ADRA seien darauf ausgerichtet, dass sich die Menschen langfristig selbst helfen könnten, betonte der Länderkoordinator. Nachhaltigkeit sei für das Hilfswerk ein wichtiges Anliegen. Deshalb würden Gerätschaften für Landwirtschaft und Fischerei an die Menschen verteilt, damit sie ihre Lebensgrundlage wieder aktiv mitgestalten könnten. Um das bestehende Potential voll auszuschöpfen, erhielten sie Schulungen in nachhaltigen landwirtschaftlichen Techniken einschließlich Fischerei. Neben der Landwirtschaft und Fischerei sei die Viehhaltung für die Menschen bedeutsam. Abgesehen vom Besitz des Viehs, diene die Milch der Ernährung, während Dung ein wesentlicher Bestandteil der organischen Landwirtschaft wäre. Den Menschen würden tiermedizinische Kenntnisse vermittelt und es würden tiermedizinische Dorfhelfer ausgebildet, die in Zusammenarbeit mit von ADRA gestellten veterinärmedizinischen Fachkräften Tiere behandelten.

Zudem gebe es Workshops zur Führung von Kleinstunternehmen, um zu lernen eigene Erzeugnisse zu vermarkten und Rücklagen bilden zu können, so Dawit Mehari. Zu diesem Zweck würden auf Dorfebene „Spar- und Kleinkreditgruppen“ geschult, die ähnlich einer Bank Geld ansparten und für Investitionen verleihen könnten. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Projekts sei der Aufbau von Saatgutbanken. So werde sichergestellt, dass ausreichend Saatgut der wichtigsten und resistenten Kulturarten und einheimischen Getreidesorten erhalten blieben. Diese stünden dann den Bauern für die nächste Aussaat zur Verfügung und würden nicht im Fall von Hungersnöten verzehrt.

Bisher 10.000 Haushalte erreicht
Mit den Hilfsmaßnahmen habe ADRA seit Beginn des Projekts im November 2015 insgesamt 10.000 Haushalte erreicht und in der Land- und Viehwirtschaft, Fischerei und Einkommensförderung unterstützt, informierte Mehari. Die Menschen hätten Überschüsse an Getreide und Gemüse sowie aus dem Fischfang erwirtschaftet und einen beträchtlichen Teil auf den lokalen Märkten verkauft. Teilweise würden die Fische getrocknet und sogar über die Landesgrenze hinaus verkauft. Von dem Verkaufserlös hätten die Menschen Rücklagen gebildet, auf die sie in schweren Zeiten zurückgreifen oder in ihre Produktion reinvestieren könnten. Außerdem wäre die Tiersterblichkeit erheblich zurückgegangen und die Rinder produzierten deutlich mehr Milch als vorher. Die Milch diene den Menschen als Lebensmittel und trage zu einem zusätzlichen Einkommen bei.

Laut dem ADRA-Länderkoordinator soll das Projekt durch weitere Komponenten ergänzt werden, wie zum Beispiel durch die Einrichtung von dörflichen Tierapotheken und solarbetriebenen Bewässerungssystemen sowie Schulungen zu verbesserten Fischtrocknungsmethoden. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung fördert die ADRA-Arbeit im Bundesstaat Upper Nile finanziell.

„Wir essen wieder drei Mahlzeiten am Tag“
Welche Auswirkungen die ADRA-Hilfe bereits jetzt schon habe, schilderte Dawit Mehari an zwei Beispielen: Marry Yor Deng sei 2014 aus ihrem Heimatdorf vertrieben worden. Jetzt führe sie ein kleines Restaurant und einen Laden in Mandeng Payam. Sie sagte: „Bevor ADRA kam, wusste ich nicht, wie man ein Geschäft führt, wie man die Produkte vermarktet und Rücklagen bildet. Ich hatte kaum Einkommen und wenig zum Essen. Dank ADRA konnte ich an Schulungen teilnehmen, die mir dabei geholfen haben, mein Geschäft erfolgreich aufzubauen und zu führen. Jetzt können meine Kinder und ich drei Mahlzeiten am Tag essen und ich kann meine Familie gut versorgen.“

Choat Nyang Riek gehöre zur Fischergruppe in Makak Payam. Hierhin sei er im Januar 2016 geflohen. Von ADRA habe er eine Ausrüstung zum Fischen erhalten und Basiskenntnisse für Kleinstunternehmen vermittelt bekommen. Er erzählt: „Ich gehe jetzt nicht nur fischen, sondern ich habe gelernt, wie ich die Fische vermarkten und profitabel von der Fischerei leben kann. Ich kann meine Familie wieder versorgen und die Schulgebühren für meine Kinder bezahlen. Wir essen wieder drei Mahlzeiten am Tag und müssen nicht mehr hungern.“

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Adventistische Kirchenleitung in Kalifornien ordiniert Pastorin

An der Ordinationsfeier haben laut SPECTRUM neben einigen Hundert Kirchenmitgliedern auch Administratoren der regionalen Kirchenleitung teilgenommen. Der Beschluss zur Ordination von Beverly Maravilla sei auf Anfrage der regionalen Kirchenleitung, der Southeastern California Conference (Südostkalifornische Vereinigung, SECC), von der überregionalen Kirchenleitung (Pacific Union Conference) bestätigt worden.

Sandra Roberts, Präsidentin der regionalen Kirchenleitung in Südostkalifornien, begrüßte Beverly Maravilla offiziell zum Dienst als ordinierte Pastorin in der adventistischen Kirche. „Ich darf dich offiziell als ordinierte Pastorin des Evangeliums in der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten willkommen heißen. Im Namen deiner Kirche, deiner Kollegen und der Weltkirche – danke, dass du deiner Berufung treu gefolgt bist.“ Anschließend überreichte Sandra Roberts der ordinierten Kollegin die Ordinationsurkunde, einen Pastorenausweis sowie eine Bibel.

Keine uneingeschränkte Gleichstellung von Pastoren und Pastorinnen bei Adventisten
Innerhalb der weltweiten Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten gibt es keine uneingeschränkte Gleichstellung von Pastorinnen und Pastoren. Im Juni 2015 stimmte die Weltsynode (Generalkonferenz-Vollversammlung) in San Antonio/USA als oberstes Organ der Freikirche erneut mehrheitlich gegen einen Antrag, die Entscheidung zur Ordination von Frauen den einzelnen Divisionen zu überlassen. In dieser Frage wurde bereits bei den Weltsynoden 1990 und 1995 negativ entschieden.

Adventistische Frauen können nach der Entscheidung der Weltsynode in San Antonio zwar weiterhin nach ihrem mehrjährigen Theologiestudium in der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten als Pastorinnen „gesegnet“ und damit beauftragt werden, Amtshandlungen, wie Taufe, Abendmahl, Trauung und Beerdigung, vorzunehmen; doch ist diese Vollmacht örtlich begrenzt. Während die Ordination von Pastoren innerhalb der Freikirche weltweit Gültigkeit hat, dürfen gesegnete Pastorinnen nur in den Gebieten wirken, die zu einer Kirchenleitung gehören, welche die Segnung auch praktiziert. Ordiniert zum weltweiten Dienst werden lediglich männliche Geistliche. Nur sie dürfen in das kirchenleitende Amt eines Präsidenten einer Vereinigung oder eines Verbandes berufen werden, da hierfür die Ordination notwendig ist.

Adventistische Weltkirchenleitung anerkennt die Ordination von Pastorinnen nicht
In den Jahren vor der Weltsynode 2015 in San Antonio sind sowohl in den USA als auch in wenigen europäischen Staaten insgesamt knapp 40 Frauen zum Pastorendienst ordiniert worden. Die Ordination von Beverly Maravilla zum Pastorendienst ist die erste nach dem Beschluss der Weltsynode von 2015.

Pastorin Sandra Roberts wurde im Oktober 2013 offiziell von der dafür zuständigen Delegiertenversammlung mit 72 Prozent Zustimmung zur Präsidentin der Südostkalifornischen Kirchenleitung (SECC) gewählt. Voraussetzung für eine Leitungsfunktion in regionalen (Vereinigung) und überregionalen Kirchenleitungen (Verband/Union) ist die Ordination. Da die Weltkirchenleitung keine ordinierten Pastorinnen in Leitungsfunktionen anerkennt, ist Sandra Roberts als SECC-Präsidentin im offiziellen Verzeichnis der Weltkirchenleitung nicht aufgeführt.

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