„Die Welt mit Gottes Augen sehen“

„Unsere Hauptaufgabe als VEF sehen wir darin, das Evangelium von der Liebe Gottes in Wort und Tat zu den Menschen zu bringen. Dazu gehören die Einladung zum Glauben an Jesus Christus und die Sorge um unsere Welt, in der wir leben. Das Wohlergehen der Menschen ganzheitlich im Blick zu haben, ist unser Anliegen“, begründete VEF-Präsident Christoph Stiba das Papier. Zur Förderung der SDGs ist die VEF eine strategische Partnerschaft mit Micha Deutschland e.V. eingegangen.

Micha Deutschland-Koordinatorin Stefanie Linner zeigte in einem Vortrag vor der Mitglieder-versammlung vom 28. bis 29. November im hessischen Fuldatal auf, dass sich rund 3.150 Bibelstellen mit den Themen Gerechtigkeit und Armut beschäftigen: „Diese Stellen bilden einen durchgehenden Faden durch die Bibel.“ Micha Deutschland nehme diesen Faden auf, indem sich der Verein für die SDGs einsetze, so Linner: „Wir tun dies, indem wir befähigen, vernetzen und mobilisieren.“

Der VEF-Beauftragte am Sitz der Bundesregierung, Pastor Peter Jörgensen, unterstrich die Bedeutung dieses Ziels: „Jesus selbst hatte ein von großer Liebe geprägtes Interesse an seinen Mitmenschen. Diesem Vorbild folgen wir. Dabei können die SDGs uns wichtige Impulse geben.“ Micha Deutschland vermittle diese Anliegen attraktiv und ohne einen moralisch erhobenen Zeigefinger, so Jörgensen. Doris Hege von der Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden machte in der Diskussion deutlich, es gehe bei den SDGs im Kern auch nicht um Moral, sondern darum, „die Welt mit Gottes Augen zu sehen.“

Erklärung der VEF
In ihrer Erklärung ermutigt die Mitgliederversammlung die angeschlossenen Kirchen dazu, die SDGs in Publikationen bekannt zu machen, ihnen in Bildungsangeboten einen festen Platz zu geben und sie in den Jugendwerken zu thematisieren. Darüber hinaus werden Bünde und Gemeinden eingeladen, Micha Deutschland ideell und finanziell zu unterstützen. In dem Papier verpflichtet sich die VEF, den Gemeinden Gottesdienstimpulse zu den SDGs zur Verfügung zu stellen und zu prüfen, „an welchen Stellen wir die SDGs in unserem kirchlichen Leben umsetzen können.“ Die Erklärung ist abrufbar unter: http://www.vef.de/fileadmin/Download/VEF_Erkl%C3%A4rung_zu_den_Zielen_f%C3%BCr_nachhaltige_Entwicklung__November_2017_.pdf

Vereinigung Evangelischer Freikirchen
Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen wurde 1926 gegründet. Ihr gehören zwölf Mitglieds- und drei Gastkirchen an, darunter auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Verschiedene Arbeitsgruppen der VEF befassen sich mit Themen wie gesellschaftlicher Verantwortung, Rundfunkarbeit, Angeboten für Kinder und Jugendliche oder theologischer Aus- und Weiterbildung. Weitere Informationen: www.vef.de

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Albanien: Adventisten weihen Gottesdiensträumlichkeit in Tirana ein

Nach dem Fall des Kommunismus in Albanien wurde die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten (Kisha Adventiste ne Shqiperi) im Jahr 1992 gegründet. 25 Jahre später konnten im Zentrum von Tirana, im Erdgeschoss eines Hochhauses, Räumlichkeiten für Gottesdienste erworben werden. Dies sei laut tedNEWS durch die Großzügigkeit von Adventisten aus der ganzen Welt ermöglicht worden. Weltweit spenden Adventisten vierteljährlich im Rahmen einer besonderen Kollekte im Gottesdienst für ausgesuchte und bereits teilfinanzierte Projekte. Der Einweihungsgottesdienst wurde von Leo Espana, Präsident der Adventisten in Albanien und gleichzeitig Pastor der Zentralkirche in Tirana, geleitet.

„Angrenzend an das neue nationale Sportstadion und den Universitätsbezirk bete ich, dass diese Kirche ein starkes, leuchtendes Licht für die Menschen im säkularen Tirana sein wird“, sagte Pastor David Neal, Vertreter der teilkontinentalen Kirchenleitung der Adventisten in Nord- und Südosteuropa (Trans-European Division, TED) bei der Einweihungsfeier. Im Großraum von Tirana leben knapp eine Million Menschen. Neal bemerkte, dass die Gottesdiensträumlichkeit von der Decke bis zum Boden Fenster mit Blick auf die Straße hat und drückte seine Hoffnung aus, dass sie immer frei von Jalousien und Vorhängen blieben, damit Passanten eine Gottesdienst-Gemeinschaft sehen könnten.

Adventisten in Albanien
In Albanien, mit 2,9 Millionen Einwohnern, feiern 439 Siebenten-Tags-Adventisten jeweils samstags den Gottesdienst in fünf Kirchgemeinden. Sie unterhalten einen Dienst mit adventistischen Druckerzeugnissen.

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Religionsfreiheit ein zentrales Menschenrecht

Alle Verfolgten im Blick haben
„Die Religionsfreiheit ist ein zentrales Menschenrecht“, betonte Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, bei einem Pressegespräch in Berlin. Dabei gelte es alle wegen ihres Glaubens Bedrängten und Verfolgten im Blick zu haben, nicht nur die Christen. Im Rahmen der seit 2003 durchgeführten Initiative „Solidarität mit verfolgten und bedrängten Christen in unserer Zeit“ stelle die DBK jedes Jahr ein Land oder Gebiet in den Vordergrund. Im vergangenen Jahr waren dies die Arabische Halbinsel, Syrien und der Irak. In diesem Jahr gehe es um Nigeria.

Nigeria: ein zerrissenes Land
Nigeria sei mit rund 200 Millionen Einwohnern und mehr als 400 verschiedenen ethnischen Gruppen das bevölkerungsreichste und kulturell vielfältigste Land des afrikanischen Kontinents, erläuterte Schick. Die Einwohner bekennen sich jeweils etwa zur Hälfte zum Christentum und zum Islam. Eine kleinere Bevölkerungsgruppe fühle sich weiterhin der traditionellen afrikanischen Religion verbunden. Während der Süden des Landes mit den dominierenden Völkern der Yoruba und Igbo mehrheitlich christlichen Konfessionen angehöre, sei im Norden des Landes, in dem die Ethnien der Hausa-Fulbe und Kanuri dominierten, der Islam vorherrschend. Regelmäßig komme es in der Region zu Attentaten, Entführungen und brutaler Gewalt durch die islamistische Gruppe Boko Haram, deren Terror seit 2009 rund 20.000 Menschen zum Opfer gefallen seien. Zusätzlich konkurrierten muslimische Nomaden mit mehrheitlich christlichen Bauern um das knapper werdende fruchtbare Land. Immer wieder würden ganze Dörfer durch die Gewalt ausgelöscht.

Gemeinsam für den Frieden
„Natürlich spielt die religiöse Zugehörigkeit in den Auseinandersetzungen eine Rolle“, hob Erzbischof Schick hervor. Doch nicht selten diene die Religion auch dazu, bereits vorhandene Konflikte aufzuladen. Schick wies auf die Notwendigkeit hin, die ökonomische und politische Benachteiligung einzelner Gruppen zu beenden, die grassierende Korruption zu bekämpfen und eine funktionierende Verwaltung aufzubauen. Von Bedeutung seien zudem die Bemühungen um interreligiöse Verständigung. „Das gemeinsame Engagement der Kirche und der lokalen muslimischen Würdenträger für den Frieden hat das Verhältnis zwischen Gläubigen der beiden Religionsgemeinschaften in einigen Regionen entspannt.“

Benachteiligung von Christen im Norden Nigerias
Bischof Matthew Hassan Kukah aus dem nigerianischen Bistum Sokoto erläuterte die Situation vor Ort. Fast alle Grenzen der heutigen 19 Bundesstaaten im Norden Nigerias deckten sich mit denen des alten muslimischen Kalifats von Sokoto (1804 – 1903). 1903 eroberten Briten das Kalifat von Sokoto und setzten auch im Norden Nigerias mit Gewalt den Kolonialstaat durch. 1960 erlangte Nigeria die Unabhängigkeit von Großbritannien, doch das Ende des Kalifats von Sokoto würde bis heute bei vielen Muslimen als Schande betrachtet. Viele Muslime im Norden Nigerias behandelten das Christentum deshalb als Anhängsel des Westens. Sie bevorzugten die Anhänger der eigenen Religion und betrachteten Nichtmuslime als minderwertig und zweitklassig. Christen bekämen kein Land zum Bau von Kirchen und religiösen Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Unter den Beschäftigten im mittleren und höheren Staatsdienst seien keine Christen zu finden. In keinem der zwölf nördlichen Bundesstaaten wären Christen in den Parlamenten vertreten. Daher gebe es niemanden, der sich um die Interessen der Christen kümmere. Sie würden auch nicht zum Militär und anderen staatlichen Sicherheitsdiensten zugelassen. Trotz dieser Schwierigkeiten seien Christen weiterhin in der Region aktiv.

Wenn ein Erzbischof und ein Emir gemeinsam handeln
Der Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerks Missio in Aachen, Prälat Dr. Klaus Krämer, würdigte die interreligiösen Friedensaktivitäten in den vom islamistischen Terror besonders betroffenen Diözesen Maiduguri und Jos. Schon 2004 sei es in Yelwa zu blutigen Unruhen mit mehreren Hundert Toten gekommen. „Der Erzbischof von Jos, Ignatius Kaigama, griff in dieser Situation zum Telefon und bat den Emir von Wase, als die höchste muslimische Autorität in der Stadt Jos, mit ihm nach Yelwa zu fahren. Der willigte ein. Die beiden religiösen Führer wollten die Gewalt beenden – trotz großer Gefahr für das eigene Leben“, berichtete Krämer. Gemeinsam seien sie vor mehrere Tausend Menschen, Christen wie Muslime, getreten. „Die Atmosphäre war aufgeheizt. Sie baten die Menschen eindringlich, das Morden zu stoppen. Sie ermahnten sie: Nicht der Islam und auch nicht das Christentum erlauben, im Namen Gottes zu töten.“ Die Menschen hätten tatsächlich auf sie gehört.

Die aktuelle Arbeitshilfe der Deutschen Bischofskonferenz nenne Beispiele dafür, dass auch Jahre später in mittlerweile anderen Situationen der Bedrohung und Bedrängnis immer wieder Menschen in Nigeria bereit seien, sich für Dialog und Versöhnung einzusetzen. Das Internationale Katholische Missionswerk Missio unterstütze Projekte, die den Menschen vor Ort Hilfe böten. Der hungernde, sterbende, kranke, heimatlose, hoffnungslose Mensch stehe dabei im Mittelpunkt, unabhängig von religiöser Zugehörigkeit. Zugleich werde in den Projekten Versöhnungsarbeit betrieben. Es sollen Alternativen zur Gewalt aufgezeigt werden, damit Misstrauen überwunden und die interreligiöse Zusammenarbeit gestärkt werde.

Arbeitshilfe Nigeria
Die Initiative „Solidarität mit verfolgten und bedrängten Christen“ wurde von den römisch-katholischen deutschen Bischöfen 2003 ins Leben gerufen, um für die Lage bedrohter Christen zu sensibilisieren. Jährlicher Höhepunkt der Initiative ist der Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christen am 26. Dezember, dem Stephanustag, der in allen deutschen Diözesen begangen wird. Die Arbeitshilfe „Solidarität mit verfolgten und bedrängten Christen – Nigeria“ kann im Internet unter https://www.dbk-shop.de/de/deutsche-bischofskonferenz/arbeitshilfen/solidaritaet-verfolgten-bedraengten-christen-unserer-zeit-nigeria.html bestellt oder als pdf-Datei herunter-geladen werden.

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Adventistischer Kirchenleiter im Mittleren Osten verurteilt Terroranschlag im Sinai

„Wir verurteilen diese kriminelle Handlung, die an einem heiligen Ort der Anbetung und des Gebets begangen wurde, aufs Schärfste“, sagte McEdward. „Unsere adventistische Kirchenfamilie möchte den Familien, die bei diesem traurigen Ereignis ihre Angehörigen verloren haben, unser Beileid übermitteln“, fügte er hinzu. „Unsere Gebete sind bei den Familien und bei allen Ägyptern in einer schwierigen Zeit. Möge Gott mit euch allen sein.“

Der vierte große Terroranschlag im Jahr 2017 in Ägypten
Der Angriff auf die Al-Rawdah-Moschee in Al-Arisch ist der vierte große Terroranschlag auf unschuldige Ägypter in diesem Jahr. Terroristen töteten 29 koptische Christen am 26. Mai und 46 Kopten am 9. April durch Sprengstoffattentate auf Gottesdienste in den Städten Alexandria und Tanta.

Adventisten in Ägypten
1901 wurde die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Ägypten gegründet. Nach einer Reorganisation der Kirchenstruktur im Jahr 2012 wurden Ägypten und der Sudan in einer gemeinsamen Verwaltung zusammengeführt. In beiden Ländern mit insgesamt 135 Millionen Einwohnern feiern 854 Adventisten jeweils samstags den Gottesdienst in 18 Kirchgemeinden. Die Adventisten unterhalten in Heliopolis bei Kairo die „Nile Union Academy“, die „Zeitoun Adventist School“ sowie das Zentrum „Modern Education for Sudanese“ und die „Adventist Health Education Foundation (AHEF)“ in Kairo.

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Brasilien: adventistische Filme ausgezeichnet

„Die Rettung – Erlösung bis zum Äußersten“ („O Resgate – Salvação ao Extremo“)
Der Film „O Resgate – Salvação ao Extremo” („Die Rettung – Erlösung bis zum Äußersten“) gewann in der Kategorie „Bester Film in Mittel-Länge“ und bekam die Trophäe als „Bester Evangelistischer Film 2017“ unter 176 eingereichten Filmen. Seine Handlung wird durch die Geschichte von Adan (Maurício Pitanga) und seiner Verlobten Joana (Daniela Paschoal) bestimmt, die sich aus Abenteuerlust auf eine Bergbesteigung in Chile vorbereiten. Aufgrund eines unerwarteten Sturmes geschieht ein Unglück, welches das Leben des Paares und das von Adans älterem Bruder Miguel (Leonardo Goulart) dauerhaft verändert. Er freue sich sehr über die Auszeichnungen, sagte Leonardo Goulart: „Weil der Film direkt – wenn auch in einem metaphorischen Kontext – über das Leben Jesu spricht, meine ich, dass man nicht evangelistischer sein kann“. Der Film ist originalsprachlich auf YouTube abrufbar unter: https://www.youtube.com/watch?v=gXeVlGnBLp8

„Entscheidungen“ („Escolhas“)
Der zweite adventistische Film „Escolhas“ („Entscheidungen“) gewann in der Kategorie „Bester Film der Gattung Fiktion“. Die Geschichte dramatisiert die Begebenheit, wenn Menschen ihren Glauben verlieren aber aufgrund von Gebeten und Aktionen anteilnehmender Mitmenschen wieder neu zu glauben beginnen. Der Film versuche aufzuzeigen, dass es wichtig ist, mit den Menschen im Dialog zu bleiben, welche die Kirche verlassen haben, so AR.

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Schweden: Spatenstich für neues TV-Studio

Bis August 2018 soll das neue 950 Quadratmeter große TV-Studio fertiggestellt werden. Durch das neue Studio sei es möglich, eine größere Vielfalt an TV-Programmen zu produzieren, so tedNEWS. Bisher sei 12 Jahre lang das Wohnzimmer eines Wohnhauses als Sitz des Studios von LifeStyleTV genutzt worden. 70 Prozent der geplanten Kosten von umgerechnet 720.000 Euro für das neue Studio seien bereits durch Spenden gedeckt, so Claus Nybo, Gründer und Direktor des Senders. Weitere Hilfen werden jedoch noch benötigt. „Wenn Gott uns ruft, dann mögen wir nicht alles haben, was wir benötigen, doch Gott wird dafür sorgen“, so die Überzeugung von Nybo.

Repräsentanten der skandinavischen überregionalen Kirchenleitungen, der teilkontinentalen Kirchenleitung der Siebtenten-Tags-Adventisten in Nord- und Südosteuropa (TED) sowie engagierte Ehrenamtliche nahmen an der Feierstunde des Spatenstichs teil. Pastor Victor Hulbert, Abteilungsleiter für Kommunikation und Medien der TED, dankte in seiner Ansprache für den bedeutenden Beitrag des Senders. „Die Technologie hat sich verändert, doch die Botschaft bleibt die gleiche“, sagte Hulbert.

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Chur: Kritikerin des Gender-Mainstreaming verfasst „Bischofswort“

Huonder verweist zu dem in der katholischen Kirche kontrovers diskutierten Thema auf Passagen aus dem nach den Familiensynoden vom Papst veröffentlichten Lehrschreiben „Amoris laetitia“. Darin hatte sich Franziskus gegen „verschiedene Formen einer Ideologie, die gemeinhin Gender genannt wird“ ausgesprochen, welche „die natürliche Aufeinander-Verwiesenheit von Mann und Frau leugnet“ und so die anthropologische Grundlage der Familie aushöhle, wie es in dem Dokument heißt.

Kelle, die sich in ihren Büchern und in ihrem öffentlichen Engagement für die klassische Familie stark macht, bringt in ihrem Beitrag Debatten um das „Wohl des Kindes“ und ihre Kritik an der „Gender-Ideologie“ in Zusammenhang. Die Definition des Kindeswohls werde in gesellschaftlichen Debatten „zum Spielball der Mächtigen“, um die Interessen von Kindern gehe es dabei oft gar nicht, beklagt sie. „Wie die Definition des ‚Kindeswohls’ zu einem Instrument der Indoktrination von Kindern umgedeutet wird, zeigt sich nämlich gerade in allen europäischen Ländern, die unter dem Deckmantel von ‚Bildung’ die neue Ideologie des Gender Mainstreaming mit ihren unheiligen Beibooten, der ‚sexuellen Vielfalt’, der ‚Gleichstellung der Geschlechter’ und der ‚Bildung zu Toleranz’ in unsere Klassenzimmer schleusen wollen“, schreibt die Autorin.

Sexuelle Belästigung unter Erwachsenen könne heute geahndet werden. Wenn aber in Kindergärten und Schulen Erwachsene den Kindern die Sexualität von Erwachsenen in Wort und Bild aufdrängten, dann werde aus der Straftat plötzlich „kindliche Bildung“, so Kelle weiter. Kinderrechte seien auch durch die Abtreibung bedroht. So würden behinderte Kinder im Mutterleib getötet, „weil sie nicht den Ansprüchen einer perfekten Welt genügen“.

Ein scharfes Wort richtet die Autorin auch gegen die Praxis der Leihmutterschaft. Im Namen von „Gender-Gerechtigkeit“, so Kelle, entstehe hier „eine neue Form von Kinderhandel“. Die Mutter werde aber nicht „geliehen“, sondern ihr „Bauch als Brutstätte ausgenutzt“ und das Kind danach „an Fremde verkauft“.

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Wieviel Polarisierung verträgt ein Land?

Den „roten Faden“ im Miteinander finden
Die Frage „Wieviel Populismus verträgt eine Demokratie und auch ein Land?“ wurde während der Tagung diskutiert. „Einer trage des andern Last“, so ein Bibelwort im Galaterbrief des Apostel Paulus. Aber was ist, wenn populistische Hasstiraden nicht mehr zu ertragen sind? Wenn die Zerrissenheit innerhalb der Gesellschaft einen Meinungsaustausch fast unmöglich erscheinen lässt? Wenn eine Gesprächs- und Diskussionskultur, die eine offene Gesellschaft ausmacht und trägt, an gegenseitiger Ablehnung und Sprachlosigkeit zu scheitern droht? Nach dem Verständnis der Mennoniten ist Friedensarbeit der „rote Faden im Miteinander“ um eine „Kultur des Friedens“ aufzubauen. Deshalb gelte es, Wege aus der Polarisierung zu finden um zu einer friedfertigen Gemeinschaft zu gelangen. Doch wie soll das geschehen?

Populismus, Extremismus, religiöser Fundamentalismus
In seinem Vortrag „Populismus – Extremismus – religiöser Fundamentalismus and all that …“ versuchte der Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, Dr. Roland Löffler, Begriffe zu klären. Wobei er den Populismus als ein Phänomen darstellte, das nicht so einfach greifbar sei. Nicht jeder, der die Mächtigen kritisiert, sei ein Populist, denn es gebe oft gute Gründe auf Mängel hinzuweisen. Populist sei dagegen, wer den Anspruch erhebe, nur er vertrete das wahre Volk. Das habe zur Folge, dass Bürger, die dem populistischen Führer die Unterstützung verweigern, gar nicht wirklich zum Volk gehörten. Populisten hätten auch keine grundsätzlichen Einwände gegen die repräsentative Demokratie. Das Problem wäre aus ihrer Sicht lediglich, dass die falschen Repräsentanten an der Macht seien. Das wahre Volk sei die sogenannte schweigende Mehrheit, die, wenn sie sprechen könnte, die Populisten sofort an die Macht befördern würde. Strittig sei, ob Populismus per se eine Gefahr für demokratische Systeme darstelle oder, einem Seismografen gleich, auf vernachlässigte Probleme hinweise. Es gelte eine Debattenkultur zu etablieren, in der alle Herausforderungen und Probleme in einer Gesellschaft zwar benannt werden könnten, dies aber unaufgeregt und differenziert statt diffamierend und verkürzt. Dabei müsse die Würde des Andersdenkenden gewahrt bleiben.

Der politische Extremismus lehne den demokratischen Verfassungsstaat ab und wolle ihn beseitigen. Alle Varianten des Extremismus verneinten daher die Pluralität der Interessen, Mehrparteiensysteme und das Recht auf Opposition. Wer meint, den „wahren Glauben“ zu haben oder sich von der Welt abkehre, müsse deshalb noch kein religiöser Fundamentalist sein. Anders sei es dagegen, wenn eine Gruppe die eigene Überzeugung so absolut setzt, dass sie diese auch anderen aufzwingen möchte, etwa mit Hilfe des Staates. Besser wäre es dagegen, wie ein Sprichwort sage, „in den Stiefeln des Anderen zu laufen“. Wer versucht, den Anderen in seiner Andersartigkeit, trotz eigener fester Überzeugung, zu verstehen, könne ihn achten und mit ihm in Frieden leben.

Planspiel Kirchengemeinderat
Ein von Tagungsleiterin Pastorin Martina Basso durchgeführtes Planspiel machte an einem fiktiven Fall deutlich, wie schwierig der praktische Umgang mit der Thematik sein kann. Die Aufgabenstellung: Zu einer Kirchengemeinderatswahl haben sich auch Kandidaten beworben, die durch populistische und teilweise fremdenfeindliche Äußerungen bekannt wurden. Sie finden mit ihren Ansichten Rückhalt bei einem Teil der Gemeinde. Wie sollen die Verantwortlichen in der Kirchengemeinde darauf reagieren? Welche Auswirkungen hat deren Reaktion auf die Mitglieder der Gemeinde, deren Umfeld und die Öffentlichkeit?

Die Mennoniten
Mennonitische Gemeinden haben ihren Ursprung in der Täuferbewegung der Reformationszeit des 16. Jahrhunderts in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden. Besonderes Kennzeichen der Bewegung sind die freiwillige Mitgliedschaft durch die Taufe auf das Bekenntnis des persönlichen Glaubens, die Ablehnung von Gewalt und die Verweigerung des Eides sowie die Forderung nach einer vom Staat unabhängigen Kirche. Als Kriegsdienstverweigerer gehören die Mennoniten zu den historischen Friedenskirchen.

Zur Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland (AMG) zählt das Deutsche Mennonitische Friedenskomitee in Bammental bei Heidelberg. Das DMFK möchte Kirchengemeinden und Einzelnen Informationen, Beratung und praktische Hilfe geben, Schritte zum Frieden zu gehen. Dazu gehöre die Einübung von Feindesliebe in unterschiedlichen Lebenszusammenhängen, etwa in gewaltfreier Konfliktlösung und Mediation. Mennoniten laden alle Kirchen ein, im Sinne Jesu Friedenskirche zu sein.

Das Mennonitische Friedenszentrum Berlin ist ein Projekt der Vereinigung der Deutschen Mennonitengemeinden (VDM) im Rahmen der Dekade des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) zur Überwindung von Gewalt. Die Arbeitsschwerpunkte des MFB liegen in der kritischen Begleitung von Politik und Weltgeschehen, in der Gewaltprävention durch Netzwerkarbeit sowie einer Kooperationen zur Konflikttransformation in Simbabwe. Das MFB nimmt auch an der Stadtteilarbeit im Berliner Bezirk Neukölln teil. Dabei geht es unter anderem um Gewaltprävention durch Selbstverteidigungskurse für geflüchtete Frauen. Im „Café Global“ können sich Berlinerinnen und Berliner mit und ohne Migrationshintergrund wöchentlich treffen, miteinander essen und trinken, diskutieren und austauschen. Das 14-tägige Treffen im „Café Abraham-Ibrahim“ soll interessierten Muslimen, Christen und Atheisten helfen, die anderen begreifen zu lernen, Unterschiede zu akzeptieren und nach gemeinsamen Werten zu fragen.

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Mexiko: Auszeichnung für adventistische Universität

„Diese Silbermedaille ist eine besondere Anerkennung der Institution für ihren Beitrag zur Förderung der Medizin und stellt einen weiteren Schritt in der Beziehung dar, die wir teilen“, so Dr. André Parodi, Ehrenpräsident der Französischen Nationalen Akademie der Medizin. Der Präsident der Montemorelos Universität, Dr. Ismael Castillo, nahm die Auszeichnung auf dem ersten Kongress der Institution zum Thema „Gesunder Lebensstil“ vom 2. bis 4. November in Empfang.

„Ich will gesund leben“
Parodi sagte, die Anerkennung sei „eine Erweiterung dessen, was vor Monaten unterzeichnet wurde“, und bezog sich auf die Anfang des Jahres unterzeichnete Absichtserklärung in Bezug auf das Zusammenwirken von Gesundheitsprojekten und Gesundheitsveranstaltungen, die mit dem Netzwerk von Organisationen „Ich will gesund leben“ entwickelt wurden. Die Initiative „Ich will gesund leben“ besteht laut IAD aus einem Plan, der acht Heilmittel beziehungsweise gesunde Gewohnheiten fördert, darunter das Trinken von Wasser, der Verzehr von Obst und Gemüse, ausreichend Ruhe sowie die Förderung einer positiven Einstellung. „Es ist eine große Ehre für uns, mit unseren integrierten Gesundheitsprojekten voranzukommen“, sagte Castillo bei der Verleihung der Medaille.

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Kasachstan: Adventistischer Pastor angeklagt aber nicht verurteilt

Der Sohn habe gemeinsam mit seinem Vater, der kein Mitglied der Adventgemeinde sei, gegen den Willen der Mutter ein einziges Mal am adventistischen Gottesdienst in Astana teilgenommen, so Forum 18. Der adventistische Pastor trage keine Verantwortung für dessen Kirchenbesuch. Gegenüber Forum 18 gab Almazbek Mambetov, Chefjurist des regionalen Departements für Religiöse Angelegenheiten (DRA) an, er habe den Fall nicht auf eigene Initiative eröffnet, sondern weil eine Beschwerde vorgelegen habe.

In Kasachstan kann der Leiter einer Religionsgemeinschaft bestraft werden, wenn er keine Maßnahmen trifft, die verhindern, dass Minderjährige gegen den Willen ihrer Eltern oder gesetzlichen Vertreter an Aktivitäten dieser Religionsgemeinschaft teilnehmen, so Forum 18.

Adventisten in Kasachstan
Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten wurde 1917 in Kasachstan gegründet. Erste Gruppen von Adventisten sind laut der kasachischen Kirchenleitung bereits 1902 entstanden. Heute feiern in dem Land mit 18 Millionen Einwohnern rund 2.600 Adventisten in 42 Kirchen jeweils samstags den Gottesdienst. Die adventistische Kirchenmitgliedschaft schrumpft in Kasachstan bei 70 Prozent Muslimen und 26 Prozent Christen (Wikipedia).

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ADRA Deutschland erhält Town & Country Stiftungspreis

Das Spendengeld kommt laut ADRA-Pressesprecher Martin Haase dem von ADRA unterstützten Gesundheits- und Familienzentrum „Hands of Hope“ in der ukrainischen Hauptstadt Kiew zugute. Das Zentrum diene als Anlaufstelle für Familien und Kinder in Krisensituationen sowie für Binnenflüchtlinge aus den vom Krieg betroffenen Regionen Donezk oder Luhansk. Benachteiligte Kinder und Jugendliche erhielten dort medizinische und psychologische Versorgung und zerrüttete Familienstrukturen würden langfristig stabilisiert.

Town & Country Stiftung
Die Town & Country Stiftung wurde 2009 von Gabriele und Jürgen Dawo mit dem Anliegen ins Leben gerufen, um unverschuldet in Not geratenen Hauseigentümern und benachteiligten Kindern zu helfen.

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Facebook verliert bei Jugendlichen an Bedeutung

Jugendliche auf Snapchat am aktivsten
Der Detailvergleich der Nutzer von Instagram und Snapchat zeigt, dass Jugendliche auf Snapchat deutlich aktiver sind: Zwei Drittel der Snapchat-Nutzer verschicken selbst häufig Snaps, während bei Instagram nur jeder fünfte Nutzer häufig selbst Inhalte postet. Auf beiden Plattformen sind die Zwölf- bis 19-Jährigen am häufigsten Follower von Leuten, die sie persönlich kennen. Während bei Instagram auch Accounts zu einem bestimmten Thema, von Internet-Stars oder anderen Stars und Prominenten, etwa aus der Musik- oder Sportbranche, eine Rolle spielen, steht bei Snapchat der persönliche Aspekt im Vordergrund, Snaps von Stars spielen eine untergeordnete Rolle.

Im Vergleich zum Vorjahr konnte Instagram mit 57 Prozent regelmäßigen Nutzern (2016: 51 %) seine Position im Medienalltag der Jugendlichen leicht ausbauen, auch bei Snapchat (2017: 49 %, 2016: 45 %) ist der Anteil regelmäßiger Nutzer unter den Jugendlichen leicht gestiegen. Bei Facebook hingegen (2017: 25 %, 2016: 43 %) ist ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen.

WhatsApp vorn
Bei der konkreten Frage nach den generell für sie persönlich wichtigsten Apps (bis zu drei Nennungen waren möglich) zeigt sich ein ähnliches Bild: Für neun von zehn Jugendlichen, die Apps auf dem Handy installiert haben, zählt WhatsApp (88 %) zu den wichtigsten Angeboten. 39 Prozent nennen Instagram. Snapchat (34 %) und YouTube (32 %) zählen für je ein Drittel der Jugendlichen zu den unverzichtbaren Anwendungen auf dem Smartphone. Facebook wird nur von 13 Prozent der Zwölf- bis 19-Jährigen genannt.

Studienreihe JIM
Die Studienreihe JIM wird vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest seit 1998 jährlich in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk durchgeführt. Die repräsentative Studie bildet das Medienverhalten der Jugendlichen in Deutschland ab. Für die Erhebung wurden 1.200 Jugendliche zwischen zwölf und 19 Jahren im Frühsommer 2017 telefonisch befragt.

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Hilfsorganisationen fordern sofortige Aufhebung der Blockade im Jemen

Die Hilfsorganisationen äußerten sich sehr besorgt über den erneuten Ausbruch von Cholera und anderer Krankheiten, die durch verunreinigtes Wasser übertragen werden. Das UN-Kinderhilfswerk warne, dass nur noch wenige Impfstoffe gegen Diphterie vorrätig seien. Ende November sollte eine neue Lieferung eintreffen, die Einfuhr sei aber bis jetzt noch nicht genehmigt. Wenn der Impfstoff nicht ins Land gelange, drohten Millionen von Kindern schwere Schäden durch eine eigentlich vermeidbare Krankheit.

Folgen des Treibstoffmangels
Die Treibstoffknappheit im Jemen verschlimmere zudem den Mangel an sauberem Wasser. Wasserpumpen würden abgeschaltet und Leitungen lägen trocken. Damit wären der Schulunterricht und vor allem der Betrieb von Krankenhäusern stark bedroht. Ärzte und Pfleger bemühten sich zwar, den Betrieb von Operationssälen und Intensivstationen aufrecht zu erhalten, doch andere Stationen müssten geschlossen und Kühlvorrichtungen für Medikamente immer wieder stundenweise abgeschaltet werden, um Treibstoff für Stromgeneratoren zu sparen. Hinzu käme, dass vielen Ärztinnen und Ärzten seit über zehn Monaten kein Lohn gezahlt worden sei. Die meisten Hilfsorganisationen hätten inzwischen weniger als einen Monat Treibstoff auf Vorrat.

Wenn Frachtschiffe in den nächsten Tagen keine Erlaubnis erhielten, ihre Ladung in Hodeidah zu löschen, würden die im Land vorhandenen Reserven an Weizen und Zucker in den nächsten drei Monaten aufgebraucht sein. Der Tiefwasserhafen von Hodeidah, über den 80 Prozent der Importe laufen, sowie der Flughafen von Sanaa müssten unverzüglich wieder geöffnet werden, um Nahrung, Treibstoff und Medikamente einführen zu können. Jeder weitere Tag der Blockade bedeute mehr Hunger und Krankheiten für tausende Jemeniten.

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Ruanda: Adventisten für gesellschaftliches Engagement gewürdigt

Ruandas Staatsminister für sozioökonomische Entwicklung, Harelimana Cyriaque, lobte die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Ruanda für ihren signifikanten Beitrag zur Entwicklung des Landes. Ende Oktober erklärte er vor Tausenden von Mitgliedern der Freikirche im Distrikt Kicukiro der Provinz Kigali: „Ich freue mich bei euch Adventisten zu sein, wenn wir diesen Monat gemeinnützige Dienste leisten.“ „Adventisten sind Partner der Regierung von Ruanda geworden, als es darum ging, diesen Ort sicherer zu machen.“

Dieses Engagement sei mit Geld nicht aufzuwiegen, so der Staatsminister laut AR. Früher hätte die Bevölkerung Angst gehabt, an dem Gebiet vorbei zu gehen, wo Adventisten ihre gemeinnützigen Dienste leisten, da es ein „Räuberparadies“ gewesen sei. Doch seit 2003, als die Adventisten damit begonnen haben, das Überwuchern zu beseitigen, hätten die Leute keine Angst mehr, dort auch nachts vorbeizukommen, wenn sie spazieren gehen oder joggen. Der Staatsminister forderte die Adventisten auch auf, Korruption zu bekämpfen, eine Kultur der Bewahrung zu pflegen und auf Sauberkeit und Hygiene zu achten, wo immer sie sich befänden.

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Marienhöhe – „Schule fürs Leben“

Sich den Herausforderungen des Lebens gewachsen fühlen
„Schule fürs Leben“ ist das Motto des Schulzentrums Marienhöhe. „Wir möchten, dass sich unsere Schülerinnen und Schüler am Ende ihrer Schulzeit den Herausforderungen des Lebens gewachsen fühlen. Wir legen besonderen Wert darauf, dass wir im Unterricht einen Bezug herstellen zur Lebenswelt unserer Schüler, damit die Lerninhalte für sie persönlich relevant werden. Auch unser Angebot an Wahlunterricht und Projekten soll lebenspraktisch sein”, so der Schulleiter, Dr. Christian Noack. Seit dem Schuljahr 2017/18 erhalte jeder neue Schüler der Marienhöhe ein „Portfolio Lebenskompetenz“, das ihn auf seinem Weg des Erwachsenwerdens begleite. „Hier können Zertifikate, Teilnahmebescheinigungen, Zeugnisse, Praktikumsberichte und Gedanken zur beruflichen Zukunft gesammelt werden“, erläuterte Noack.

Einsatz für Menschen in Not
Die Schülerinnen und Schüler des Schulzentrums Marienhöhe setzten sich regelmäßig für Menschen ein, die kein einfaches Leben hätten. So beteiligten sie sich gerade an der Aktion „Kinder helfen Kindern“ der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA. Durch die Aktion erhielten jedes Jahr in der Weihnachtszeit tausende Kinder in osteuropäischen Ländern, denen es oft nicht so gut gehe wie den Kindern in Deutschland, Geschenkpakete um ihnen eine Freude zu bereiten. Beim alljährlichen Marienhöher Sponsorenlauf seien im September über 30.000 Euro gesammelt worden. Dabei wurde Runde um Runde auf der etwa 800 Meter langen Strecke des Schulgeländes durchlaufen. Die „erlaufenen“ Gelder kämen drei Vorhaben zugute: der Aktion für krebskranken Kinder „Du musst kämpfen, jetzt erst recht“, einem Waisenhaus mit Schule in Kambodscha und einem Projekt für nachhaltige Energieversorgung im Norden von Vietnam, das von der Energieagentur Marienhöhe unterstützt werde. Jedes Jahr fahren Schülerinnen und Schüler der Marienhöhe zu einem Waisenhaus nach Kambodscha, um dort vor Ort Menschen in Not zu helfen, so Schulleiter Noack.

Schulzentrum Marienhöhe
Das Schulzentrum Marienhöhe, welches auf das Jahr 1925 zurückgeht, wird gegenwärtig von circa 760 Schülerinnen und Schülern besucht. Etwa 50 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 13 bis 21 Jahren wohnen im Internat. Die Tagesschüler kommen aus Darmstadt und aus den umliegenden Landkreisen, die Internatsschüler aus der Rhein-Main-Region, aus allen Bundesländern und auch aus dem Ausland. Das Schulzentrum umfasst eine Grundschule, eine Realschule, ein Gymnasium sowie ein Kolleg als zweiten Bildungsweg zum Abitur. Weitere Informationen unter: www.marienhoehe.de

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Jamaika: blinder Senator erhält Doktortitel

„Der Erfolg, den ich bislang hatte, ist auf meinen Glauben an Gott, Familie und Freunde, sowie auf eine klare Vision zurückzuführen“, erklärte Morris. „Es ist nicht so, dass ich klüger als andere bin, aber das Blindsein zwingt mich dazu sehr fokussiert zu sein. Ich lasse mich nicht von all den Ablenkungen einholen, die die Welt zu bieten hat“. Morris Dissertation trägt den Titel: „Vermittelte politische Kommunikation im modernen Jamaika am Beispiel von Michael Manley, Edward Seaga und P. J. Patterson“ (frühere Premierminister von Jamaika). Während seiner Erstellung der Arbeit erhielt Morris beim Lesen und der Recherche Unterstützung.

Politischer Werdegang
1998 wurde Morris erstmals zum Senator gewählt. 2013 wurde er als erster Blinder Präsident des Senats von Jamaika. Morris sei in seinem Land für seinen Einsatz für Menschen mit Behinderung bekannt, so IAD News. Ihm wurde die Verabschiedung mehrerer Gesetzesvorlagen und Programme zugeschrieben, die sich positiv auf die Behindertengemeinschaft ausgewirkt haben und noch immer positiv auswirken. Auch seitens der Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten wurde dem Senator 2015 Anerkennung für seinen Dienst für sein Land und seine Treue zur Kirche ausgesprochen.

Biographischer Hintergrund
Floyd Morris wurde 1969 in Bailey’s Vale im Nordosten Jamaikas als Sohn eines Feuerwehrmannes und einer Schneiderin geboren und wuchs mit sieben Geschwistern auf. Als Morris 17 Jahre alt war, ließ sein Sehvermögen aufgrund von grünem Star nach, bis er 1989 vollständig erblindete. Nach diesem Trauma entschied Morris sich 1991 sein Leben neu zu gestalten. Mithilfe der Jamaikanischen Blindengesellschaft lernte er Braille. Später erlangte er akademische Grade in Kommunikationswissenschaften (Bachelor of Arts) und in Philosophie (Master of Arts). Morris ist seit 2011 verheiratet. Er ist Mitglied einer Kirchengemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten in Kingston.

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Immer noch Probleme für Kriegsdienstverweigerer in Europa

Schneider, der erstmals 2011 als Präsident gewählt wurde, war langjähriger Leiter der Arbeitsstelle Frieden und Umwelt der Evangelischen Kirche der Pfalz. Der Theologe vertritt die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) bei EBCO. Die EAK ist innerhalb der „Konferenz für Friedensarbeit im Raum der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)“ der Dachverband für jene, die in den evangelischen Landeskirchen und Freikirchen für Fragen der Kriegsdienstverweigerung (KDV) und Friedensarbeit zuständig sind.

Keine Kriegsdienstverweigerung in der Türkei
Die Mitgliederversammlung beklagte in Nikosia die zunehmende Verschlechterung der Situation von Kriegsdienstverweigerern in bestimmten europäischen Ländern, so in der Ukraine oder Litauen, wo die Wehrpflicht wieder eingeführt wurde. Auch in weiteren Staaten werde die Wiedereinführung der Wehrpflicht diskutiert, die beispielsweise in Schweden und Kroatien zunächst nur für Freiwillige umgesetzt wird. Über massive Abschreckungsmaßnahmen im Zivildienst gebe es derzeit in der Schweiz Beratungen. In Russland seien die Zeugen Jehovas, die bisher den größten Teil der zu einem alternativen Zivildienst zugelassenen Personen im Land ausmachten, als subversive Organisation verboten worden, kritisierte Derek Brett, der Herausgeber des jährlichen EBCO-Jahresberichts über die Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen in Europa. Zudem habe die Türkei, obwohl Mitglied des Europarates, weder die Möglichkeit einer Kriegsdienstverweigerung anerkannt noch sich verpflichtet, einen alternativen Zivildienst einzurichten, so Brett.

Mehr Geld für Bildung statt für Militär gefordert
Die EBCO-Delegierte beim Europäischen Jugendforum, Martina Lanza, forderte junge Menschen in Europa auf, sich gegen die Wehrpflicht zusammenzuschließen und von ihren Regierungen mehr Investitionen in Bildung, Forschung, Soziales und Kultur statt in Wehrpflicht und Militär zu fordern. Sie kritisierte, dass noch in 17 Staaten des Europarates die Wehrpflicht bestehe, ebenso auch in international nicht anerkannten Gebieten Europas, etwa in Nordzypern.

Über EBCO
EBCO wurde 1979 in Brüssel als Dachverband für nationale Verbände von Kriegsdienstverweigerern in Europa gegründet, um das Recht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen gegen die Vorbereitung und Teilnahme an Kriegen und militärischen Aktivitäten als Menschenrecht zu fördern. EBCO hat seit 1998 einen Beteiligungsstatus beim Europarat und ist seit 2005 Mitglied der Konferenz der internationalen Nichtregierungsorganisationen. Jährlich veröffentlicht EBCO einen Jahresbericht zur Situation der Kriegsdienstverweigerung in Europa. Es ist die umfassendste Dokumentation zu diesem Thema. Weitere Informationen zu EBCO unter: www.ebco-beoc.org

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Marienhöher „Tiger“ waschen Polizeiautos

Vom Streifenwagen in die Zelle
Wo müssen die Verbrecher durch auf ihrem Weg vom Streifenwagen in die Zelle? Matthias Seltenreich, Leiter des 2. Polizeireviers, führte die Gruppe anschließend durch das Gebäude, erklärte mit einem Kollegen die Abläufe und musste viele Fragen beantworten. Wie fühlt man sich eingesperrt in einer Zelle und wie vertreibt man sich die Zeit? „Selbst in der Zelle zu sitzen, fanden die Tiger unangenehm. Außer einer Matratze ist dort nichts drin. Es ist also langweilig ohne Ende“, berichtete Anja Emrich, stellvertretende Leiterin bei den „Tigern“. Richtig viel los und spannend sei es dagegen in der Wache, wo die Notrufe eingehen. „Dort mussten alle ganz leise sein.“ Hier überreichten die „Tiger“ zum Abschluss den Beamten selbstgebackene Muffins als Dank.

Mit guter Tat bedankt
„Unsere Pfadfinder wollten sich mit einer guten Tat bei den Polizisten bedanken, die ständig anderen Menschen helfen“, informierte Emrich. Schließlich würden sie rund um die Uhr, auch sonntags, arbeiten, wie die Kinder schnell bemerkt hätten. Ihr Fazit des Aktionstages: „Auch professionelle Helfer kann man mit Helfen überraschen. Unsere Kinder hatten dabei eine Menge Spaß und waren voll begeistert.“

Pfadfinder CPA-Marienhöhe
Zu den CPA-Marienhöhe gehören rund 160 Pfadfinderinnen und Pfadfinder in zehn Gruppen für Kinder und Jugendliche von sechs bis 20 Jahren. Gruppenstunden finden 14-tägig sonntags statt. Außerdem gibt es Zeltlager, Lagerfeuer, Wandertouren, Geländespiele und anderes mehr. Interessierte können jederzeit zu den Gruppenstunden kommen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.cpa-marienhoehe.de

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ADRA bereitet Hilfe für Erdbebenopfer im Grenzgebiet Irak/Iran vor

Das Erdbeben sei das tödlichste in diesem Jahr gewesen und war sogar in der Türkei und in Pakistan zu spüren. Nach Regierungsangaben seien etwa 500 Dörfer betroffen. Hilfsmaßnahmen könnten Monate in Anspruch nehmen. Die adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA würde die Situation vom Regionalbüro in Beirut/Libanon aus beobachten, so AR. ADRA Kurdistan habe vier Mitarbeiter nach Sulaimaniyya/Irak entsendet. Sie sollen sich dort mit Regierungsvertretern und anderen Hilfsorganisationen treffen, um abzuklären, welche Hilfe ADRA leisten könne.
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„Allein durch Gnade“ - Gebetswoche der Adventisten

Im Anschluss an das Reformationsjubiläum wird die diesjährige Gebetslesung der Adventisten in den einzelnen Kirchengemeinden unter dem Generalthema „Allein aus Gnade“ abgehalten. Die Lesung besteht aus acht Themen, die von dem Präsidenten der Freikirche, Pastor Ted N. C. Wilson, dem österreichischen Theologen Dr. Hans (Johann) Heinz sowie der Mitbegründerin der Freikirche, Ellen G. White (1827-1915), verfasst wurden. „Die diesjährige Gebetswoche hebt das Evangelium als Grundlage unserer Erlösung allein durch Christus hervor“, heißt es in dem Lesungsheft der Freikirche, welches kostenlos heruntergeladen werden kann: http://www.advent-verlag.de/cms/cms/upload/gebetswoche/Gebetswoche_2017.pdf

Das erste Thema steht unter dem Titel „Gottes Wort – Grundlage unseres Glaubens“ und wurde von Ted Wilson geschrieben. Die nachfolgenden Themen sind von Hans Heinz verfasst: „Das Evangelium lernen“, „Die Grundlage unserer Erlösung“, „Gerechtigkeit – eine praktische Sache“, „Gottes Gebote – ein Spiegel seines Charakters“, „Rechtfertigung aus dem Glauben – heute“ und „Der Sommer, der nie enden wird“. Der Beitrag von Ellen G. White zum Thema „Die Gewissheit der Erlösung“ wurde einem ihrer Bücher entnommen.

Zum Abschlussgottesdienst der Gebetswoche am 25. November gehört auch die traditionelle Opfersammlung für die weltweite Mission der Freikirche. Im letzten Jahr betrugen die sogenannten „Gebetstagsgaben“ der knapp 35.000 Adventisten in Deutschland rund 650.000 Euro.

Zur Person des Hauptautors
Hans Heinz wurde 1930 in Wien geboren und arbeitete nach Abschluss seines Theologiestudiums ab 1953 als Pastor sowie als Lehrer am Seminar Schloss Bogenhofen in Österreich. Nach dem Promotionsstudium an der Andrews-Universität (USA) war er von 1982 bis 1995 Dekan des Theologischen Seminars Marienhöhe in Darmstadt. Er ist Autor zahlreicher Bücher und Artikel über Theologie und Kirchengeschichte.

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Kongress „Christenverfolgung heute“

In seiner Predigt im Rahmen des Abschlussgottesdienstes sprach Dr. Hans-Jürgen Abromeit, Bischof der Nordkirche im Sprengel Mecklenburg und Pommern, über einen Bibeltext aus dem 1. Petrusbrief, Kapitel 5, Verse 5 bis 11. Dieser Text erwähnt unter anderem die Leiderfahrung von Christen. Abromeit zog einen Vergleich mit der Verfolgungssituation von Christen im Nahen Osten. Der Bischof thematisierte die Bereitschaft von Christen, Leid auf sich zu nehmen, zeigte aber auch auf, dass Christen aufgerufen seien, ihre Sorgen bei Gott abzugeben. Auch wenn wir im Alltag am Guten zweifelten, komme letztlich doch der gute Wille Gottes zur Vollendung: „Gott macht an vielen Orten auf dem Erdball seine Geschichte. Noch nie ist die Kirche Jesu Christi mehr gewachsten als in unseren Tagen.“

Inhalte und Resolution
Die insgesamt über 500 Teilnehmenden des Kongresses konnten in den Tagen vom 12. bis 15. November Berichte aus der weltweiten Christenheit hören, Begegnungen erleben sowie an rund 20 thematischen Foren teilnehmen. Inhaltlich ging es beispielsweise um „Nationalistische Bewegungen in Asien und ihre Bedeutung für die Religionsfreiheit“, um „Kirchen in der Türkei“ sowie um „Christliches Zeugnis unter Muslimen in Ostafrika“. Die Schirmherrschaft für den Kongress übernahm der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder. Der nächste Kongress „Christenverfolgung heute“ ist für den 10. bis 13.11.2019 geplant.

Im Rahmen des Kongresses wurde auch eine Resolution vorgestellt, die sich mit den Themenfeldern „IS Kämpfer auf deutschem Staatsgebiet“, „Christen im Nahen Osten eine Rückkehrperspektive bieten“, „Forderung eines Beauftragten zur Religionsfreiheit“, „Regelmäßiger Bericht zur Religionsfreiheit nötig“ sowie „Asylsuchende Christen in Deutschland – Abschiebungen und Übergriffe“ befasst. Die Resolution soll an alle Abgeordneten des Deutschen Bundestages versandt werden.

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„Making Technology Creative“

Terry Benedict, einer der Produzenten des Films „Hacksaw Ridge“, gab als Gastreferent sowohl fachliches Know-how weiter als auch Einblicke in seine Motivation als Christ, Filme zu produzieren und bei Hollywood-Filmen mitzuarbeiten. Benedict hat die Shae-Stiftung gegründet, die motivierte junge Menschen und NGOs mittels Mentoren fördert und begleitet. Er wolle ihnen helfen, ihre Story gut zu erzählen und damit den positiven Einfluss ihres Schaffens zu optimieren (www.shaefoundation.org).

Wie man einen guten Film macht
Bei den Hinweisen, wie man gute Filme produziere, sagte Benedict, dass man nicht multitasken, sondern sich auf eine Sache konzentrieren solle. Einen weiteren Aspekt formulierte er provozierend: „Truth doesn’t matter“ – es komme nicht auf die Wahrheit an. Es gehe vielmehr darum, wie die Wahrheit erzählt bzw. weitergegeben werde. Um einen guten Film zu machen, könne man nicht wie ein Journalist agieren, der kurz auftauche und die Infos abhole, sondern man müsse sich und vor allem den Protagonisten Zeit geben und eine Beziehung aufbauen. Es gehe darum „eine Geschichte atmen zu lassen“. Wichtig sei auch, dass alle, die an einem Filmprojekt mitarbeiten, ihr Ego draussen lassen und bereit zur Zusammenarbeit seien.

Project Slam
Die rund 90 Teilnehmenden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben professionell mit den Bereichen Film, Fernsehen, Radio, Design, Fotografie, Journalismus, Kommunikation oder Internet zu tun. Im Bereich „Project Slam“ nutzten 17 von ihnen die Möglichkeit, in Beiträgen von zehn Minuten Dauer ihre Projekte vorzustellen. Viele dieser Projekte drehten sich um die Frage, wie im Medienzeitalter die gute Nachricht von Jesus Christus säkularisierten Zeitgenossen mittels heutiger Technik vermittelt werden kann.

Das Spektrum der Project Slam-Beiträge war breit: Hilfestellung und Mentoring für Video-Tutorials und Programmieren – „prototipe.me“; Videoandachten auf YouTube – „3min Videos“; „Artventist.com“ vernetzt weltweit adventistische Künstler; „TRIpastor“ verbindet sportliche Betätigung mit Werbung für den christlichen TV-Sender Hope Channel; ein Bibeltelefon-Projekt in Deutschland wurde vorgestellt; Filmmusik – „manueligler.com“; Videoclips zu 28 Glaubensüberzeugungen der Adventisten; Design, Fotografie – „momento.agency“; Filmprojekt – „twistedreality.ch“, Start im Februar 2018; Gesundheitstipps „healthyandhappy.de“; Mediendienstleister und Kameramann – „skywardproduction.de“; Kurzvideos zur Gebetswoche der Adventisten 2017 – „gebetswoche.online“. Mit dem MEDIA-DAY-Preis wurde das Lichtprojekt von Samuel Klein von „momento.agency“ ausgezeichnet.

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ADRA Europa mit 29 Büros in 32 Ländern

Koordinationsbüro in Brüssel
Noch vor zwei Jahren hätten die einzelnen ADRA-Länderbüros nur lose zusammengearbeitet, berichtete Victor Hulbert, Kommunikationsdirektor der Transeuropäischen Kirchenleitung der Adventisten für Nord- und Südosteuropa (TED). Für die Koordination der Büros seien bisher der ADRA-Direktor der TED mit Sitz in St. Albans nördlich von London und sein ADRA-Kollege in der Intereuropäischen Kirchenleitung der Adventisten für West- und Südeuropa (EUD) in Bern zuständig gewesen. Jetzt gebe es ein gemeinsames Netzwerk in Brüssel, dem Hauptsitz der Europäischen Union. So könnten von der EU mitfinanzierte Projekte der einzelnen Länderbüros besser koordiniert werden. Geleitet werde das ADRA Europa Büro von Joᾶo Martins, bisher ADRA-Direktor in Portugal. Programmdirektor sei Thomas Petracek, der vor kurzen noch für ADRA Deutschland gearbeitet habe. Jackie Mubedi Ngalula wirke als Büroassistentin.

Einkommensförderung, Gesundheit, Bildung
Laut Hulbert würden die europäischen ADRA-Büros jährlich 39,2 Millionen Euro für Einkommensförderung und wirtschaftliche Entwicklung aufwenden. Zudem seien sie gegenwärtig mit acht Gesundheits- und Trinkwasserprojekten, neun Bildungsprogrammen und einem Umweltprojekt befasst. Zusammen mit Partnern versuchten sie die Lebensbedingungen unter anderem im Sudan, in Mali, Ruanda, Nepal und Vietnam zu verbessern. In Gokwe, einen ländlichen Gebiet in Simbabwe, sei die Müttersterblichkeit noch immer sehr hoch. Deshalb führe ADRA Großbritannien ein 36 Monate dauerndes Programm durch, um schwangeren Frauen mit Gerätschaften und Aufklärung sowie mit Fort- und Ausbildungsmaßnahmen für medizinische Kräfte langfristig zu helfen. 14 ADRA-Büros würden jährlich insgesamt 13,6 Millionen Euro für Bedürftige, gesellschaftliche Probleme, Flüchtlinge und Gesundheitsvorsorge ausgeben. So gebe es beispielsweise in der Nähe des Belgrader Stadtzentrums eine Anlaufstelle für Flüchtlinge, Angehörige der Roma und bedürftige Serben.

Deutschsprachige ADRA-Organisationen
Laut eigenen Angaben hat ADRA Deutschland seit Gründung im Jahr 1987 in über 40 Ländern mehr als 3.000 Projekte durchgeführt. Derzeit ist das Hilfswerk in 76 verschiedenen Projekten weltweit tätig. So beteilige sich ADRA Deutschland auch an der Nothilfe für muslimische Rohingya, die aus dem vorwiegend buddhistischen Myanmar nach Bangladesch geflohen sind. ADRA unterstütze Geflüchtete in zwei Flüchtlingslagern, um die Grundbedürfnisse nach Schutz, Nahrung und sauberem Trinkwasser zu stillen und versorge Betroffene mit Schlafmatten, Plastikplanen, Hygieneartikel, Moskitonetzen, Kleidung und Grundausstattung zum Kochen für die Familien. Bereits seit Jahren engagiere sich ADRA Deutschland mit finanzieller Förderung durch das Auswärtige Amt der Bundesrepublik auch im Jemen. Im Regierungsbezirk Hudaidah sei ADRA mit zwei mobilen medizinischen Einheiten tätig.

ADRA Österreich feierte kürzlich das 25-jährige Jubiläum. Als neues Projekt möchte sich das Hilfswerk zusammen mit ADRA Uganda der „Batwa“, einem Pygmäenstamm, annehmen. Dabei soll ein „lebendiges Museum“ aufgebaut werden. Um die Geschichte des Volkes weiterzutragen, sei vorgesehen, durch Organisation, Training und dem Aufbau eines Veranstaltungsortes mit Tanz, Musik und Theater ausländische und lokale Touristen, aber auch Schulklassen und Studenten, für die Kultur der Batwa zu interessieren. So sollen die Pygmäen in der Lage sein, ihr Geld zu verdienen, ohne dabei ausgebeutet zu werden. Von den Einnahmen des lebendigen Museums werde ein Fond angelegt, der den Schulbesuch von Batwa-Kindern finanziell unterstütze. Auch ein Alphabetisierungstraining für Erwachsene sei vorgesehen, um Lese-, Schreib- und unternehmerische Kenntnisse zu fördern. Die im Museum involvierten Batwa würden zusätzlich Englischkenntnisse erwerben, um mit den Touristen kommunizieren zu können. Eine „Schaf-Bank“ und Hilfestellung für die eigene Lebensmittelversorgung ergänzten das Vorhaben für die Batwa. Die Stadt Wien unterstütze diese ADRA-Arbeit finanziell.

ADRA Schweiz möchte in Zusammenarbeit mit ADRA Somalia die Kindersterblichkeit in dem ostafrikanischen Land senken. Deshalb sollen mehr Menschen in Unter-Juba, einer Küstenregion im Süden Somalias an der Grenze zu Kenia, Zugang zu genügend sauberem Wasser erhalten. Bei dem auf zwei Jahre angelegten Projekt gelte es, bestehende Wasserversorgungssysteme zu verbessern. Bei kleineren Brunnen soll die Bevölkerung selber Hand anlegen. Zudem sei geplant, 50 Latrinen mit Waschmöglichkeiten zu bauen. Zehn Schulen, fünf Gesundheitszentren und fünfzehn Gemeinden sollen diese erhalten.

Alle drei deutschsprachigen ADRA-Organisationen führen auch wieder die „Aktion Kinder helfen Kindern“ durch. Seit 2000 transportiert ADRA mit der Aktion jedes Jahr in der Weihnachtszeit tausende Geschenkpakete in osteuropäische Länder, um Kindern, denen es dort oft nicht so gut geht wie den Kindern in Deutschland, „ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern“.

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Film „Tell the World“: deutschsprachige TV-Premiere

Der Film zeigt die ernsthafte Suche der adventistischen Pioniere nach Wahrheit, die intensiv geführten theologischen Debatten sowie die Rolle, welche der Mitgründerin der Kirche, Ellen Gould White, in der Entstehungszeit dieser evangelischen Freikirche zukam. Um die damalige Realität so getreu wie möglich abzubilden, haben adventistische Historiker das Drehbuch und die Szenen genau überprüft. Ein Teil der Szenen wurde in einem historischen Dorf in Kanada gedreht, was eine hohe Authentizität ermöglicht.

Deutschsprachige TV-Premiere
Der Hope Channel zeigt den Zweiteiler am Freitag, den 17. November, sowie am Freitag, den 24. November, jeweils um 20.15 Uhr. Der Spielfilm wird im Dezember zusätzlich auch als sechsteilige Serie von Samstag, den 2. Dezember, bis Donnerstag, den 7. Dezember, jeweils um 19.00 Uhr auf dem Hope Channel zu sehen sein. Film und Serienepisoden sind ab der jeweiligen TV-Ausstrahlung in der Hope Channel-Mediathek abrufbar: www.tell-the-world.eu, www.hopechannel.de.

Hope Channel
Der deutsche christliche Fernsehsender Hope Channel ist einer von mehr als 50 Sendern der internationalen Senderfamilie Hope Channel. Er gehört zum europäischen Medienzentrum Stimme der Hoffnung e.V. der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten mit Sitz in Alsbach-Hähnlein.

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25 Jahre ADRA Österreich

Von Anfang an in Österreich sozial tätig
Schon seit der Gründung der Kirche 1903 in der Donaumonarchie seien die dortigen Adventisten sozial tätig gewesen, berichtete der Geschäftsführer von ADRA Österreich, Marcel Wagner. 1907 wäre dazu eine „zentrale Armenkasse“ eingerichtet worden. Erste Fotos des sozialen Engagements der adventistischen Gemeinden in Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg gebe es aus dem Jahr 1946. Die „Liebesgabensendungen“ von Adventisten aus den USA seien in der Nachkriegszeit von den österreichischen Kirchengemeinden besonders mit Waisenkindern und kinderreichen Familien geteilt worden. Bilder aus dem Hotel „Cobenzl“ in Wien zeigten Weihnachtsbeschenkungen mit bis zu 600 Kindern. 1956 hätten sich die Adventisten für ungarische Flüchtlinge eingesetzt und in den kommenden Jahren wären Kleiderkammern in verschiedenen Städten entstanden. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs habe der Schwerpunkt der Arbeit in den 1990er Jahren auf der Osteuropahilfe gelegen. Zahlreiche Hilfstransporte seien durchgeführt worden und Jugendliche reisten zweimal nach Rumänien, wo sie bei der Renovierung eines Waisenheims mithalfen.

Hilfe in der ganzen Welt
Um bedürftigen Menschen auf der ganzen Welt zu helfen, sei laut Wagner 1992 ADRA Österreich gegründet worden. Erste Projekte hätten in Äthiopien und Mauretanien realisiert werden können. Ein Schwerpunkt sei auch die Roma-Siedlung in Kjustendil/Bulgarien gewesen. Seit 2002 trage ADRA Österreich das Spendengütesiegel. Durch den Bau von Brunnen und medizinische Betreuung habe ADRA mehrere Jahre die afro-indische Bevölkerung in Karnataka/Indien unterstützt. Nach dem Tsunami in Südostasien 2005 hätte sich ADRA dank großzügiger Spenden und öffentlicher Förderungen für die betroffenen Menschen in Sri Lanka einsetzen und den Wiederaufbau unterstützen können.

Nepal: Männer können wieder zu Hause für ihre Familien sorgen
2014 habe ADRA Österreich erstmals eine Förderung durch die Europäische Union erhalten und entwickelte in den folgenden drei Jahren Marktsysteme und die Landwirtschaft in Zusammenarbeit mit 16.000 Kleinbauern in Nepal. „Das Projekt war ein großer Erfolg, denn heute können viele Männer, die im Ausland arbeiteten, wieder an der Seite ihrer Familien in den Bergen Nepals ein Einkommen verdienen“, stellte Marcel Wagner fest.

Mit der Flüchtlingsbewegung, die 2014 auch Österreich erreichte, hätte die soziale Arbeit der adventistischen Gemeinden einen neuen Schwerpunkt erhalten. Dank des großen Einsatzes Freiwilliger „wurden die Adventgemeinden zu Anlaufstellen für geflüchtete Familien“.

Weitere Informationen zur Arbeit von ADRA Österreich im Internet unter: www.adra.at
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Religiöse Konflikte als Fluchtursache unterschätzt

Die Vorstellung der Jahrbücher „Religionsfreiheit 2017“ und „Verfolgung und Diskriminierung von Christen 2017“ am 8. November nutzte die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) als Anlass, von der deutschen Bunderegierung einen Beauftragten für Religionsfreiheit zu fordern. In den beiden vorgestellten Büchern sind eine Vielzahl von Beiträgen zu verschiedenen Ländern und Konflikten enthalten, aber auch zu Möglichkeiten, Probleme zu überwinden.

Zusammenarbeit von Deutschland, Österreich und der Schweiz
Beide Jahrbücher werden von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte, dem Internationalen Institut für Religionsfreiheit und den Arbeitskreisen zur Religionsfreiheit der Deutschen Evangelischen Allianz, der Schweizerischen Evangelischen Allianz und der Österreichischen Evangelischen Allianz herausgegeben.

Die Opfer gehören verschiedenen Religionen an
Das Jahrbuch Religionsfreiheit spiegele die Vielfalt und Bedrohung durch religiös motivierte oder staatlich initiierte Verfolgung und Diskriminierung wider, so die IGFM. Federführend bei der Herausgabe der beiden Bücher ist der Ethiker Professor Dr. Thomas Schirrmacher, der selbst jahrelange praktische Erfahrung im interreligiösen Dialog hat und als Präsident des Internationalen Rates der IGFM fast alle beschriebenen Länder aus eigener Erfahrung kennt.

Laut IGFM werden weltweit Millionen Menschen auf Grund ihres Glaubens diskriminiert, verfolgt oder sogar getötet. Die Situation sei vor allem für Minderheiten in vielen Ländern dramatisch schlecht. Opfer seien Menschen aus unterschiedlichen Religionen. Demnach sind Täter einerseits politisch Mächtige in Diktaturen wie z.B. Nordkorea, China und Vietnam. Andererseits verfolgen religiöse Fanatiker wie Islamisten, Hindu-Extremisten oder auch militante Buddhisten religiöse Minderheiten.

Zu den bekanntesten Opfergruppen zählten z.B. orientalische und afrikanische Christen, Jesiden, Baha’i, muslimische Rohingya, Sufis und Ahmadiyya-Muslime, schreibt die IGFM in ihrer Medienmitteilung. Weitere Beispiele für religiös motivierte Menschenrechtsverletzungen seien die blutigen Konflikte zwischen Sunniten und Schiiten im Irak und in Syrien. Dennoch gebe es Grund zur Hoffnung, wenn es gelinge, die moderaten Kräfte zu unterstützen.

Kostenloser Download beider Bücher:
Jahrbuch Religionsfreiheit 2017
50068.seu1.cleverreach.com/c/23929486/381cf747181a-oz3j1k

Jahrbuch Verfolgung und Diskriminierung von Christen 2017
50068.seu1.cleverreach.com/c/23929488/381cf747181a-oz3j1k

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Europarats-Tagung würdigt Beitrag von Religionsgemeinschaften bei Integration von Migranten

Das Dokument analysiert die laufende Debatte über Religion und Migration. Ausgangspunkt ist die Feststellung, dass Religion im Zusammenhang von Migration vielfältige Dimensionen hat, vor allem, aber nicht nur, im Hinblick auf die humanitäre Hilfe. Dabei wird betont, dass die Aufwendungen einiger religiös inspirierten Organisationen in der humanitären Hilfe gleich hoch sind wie die humanitärer Organisationen „oder sie sogar übertreffen“. Ein weiterer Aspekt sei die Widerstandsfähigkeit, die Religion und Spiritualität Personen auf der Flucht verleihen. Dies helfe den Flüchtlingen, die „Last des Schmerzes“ zu tragen und könne auch die Integration erleichtern. In dieser Hinsicht gehe es darum, einen Mittelweg zwischen „exzessiver Betonung“ der religiösen Identität der Migranten und ihrer „völligen Nichtbeachtung“ zu finden.

Wesentliche Rolle religiöser Führungspersönlichkeiten
Das Dokument unterstreicht die wesentliche Rolle religiöser Führungspersönlichkeiten im Hinblick auf die Haltung von Bevölkerungen gegenüber den Flüchtlingen. Auch die Interaktion mit der Migrationspolitik der Regierungen sei wichtig, hänge aber von den „formalen und informellen Beziehungen zwischen den Behörden der einzelnen Staaten und den Religionsgemeinschaften ab“. Die „politische“ Rolle der religiösen Organisationen betreffe aber auch die Förderung der Gastfreundlichkeit, die Verurteilung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und die Hilfe für die Migranten bei den „komplexen Prozessen der Integration“ auf allen Ebenen.

Die verschiedenen Beiträge und Dokumente in englischer Sprache können heruntergeladen werden unter: https://www.coe.int/en/web/cm/november-2017/-/asset_publisher/OSNLQ48UIZh6/content/2017-exchange-france?_101_INSTANCE_OSNLQ48UIZh6

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Somalia: Nothilfe von Glückskette und ADRA für Hungernde

Durch die Dürre sei viel Vieh, das Kapital der Bauern, verendet, schreibt das Hilfswerk. Die Situation sei vielerorts so verzweifelt, dass die Familien auf dem Land ihre Betriebe aufgegeben und sich in die Ansammlung der Städte begeben haben. Dort erhofften sie sich Hilfe von Verwandten oder von der internationalen Gemeinschaft. Die Regionen Nugal und Sool liegen beide in Puntland, einem autonomen Teilstaat im Nordosten Somalias. Auch dort sei laut ADRA die Situation verzweifelt: Über 50 Prozent der Bevölkerung, ungefähr 2,1 Millionen Menschen, bräuchten Unterstützung, damit sie nicht verhungerten.

Das Hilfsprojekt
Bis Ende 2017 sollen dort 600 Haushalte Gutscheine erhalten, damit sie sich Wasser, Nahrungsmittel und weitere Utensilien kaufen können. Gemessen an den durchschnittlichen Lebenshaltungskosten könnten damit ungefähr 50 bis 70 Prozent der monatlichen Ausgaben abgedeckt werden, so ADRA Schweiz. Die Menschen seien gewohnt, mit weniger Wasser auszukommen, als empfohlen. Auch teilten sie die erhaltene Hilfe oft mit Nachbarn und Freunden. Daher gehen die Projektverantwortlichen davon aus, dass vom Wasser schlussendlich viel mehr Familien profitieren werden, als geplant.

Der Wert der Nahrungsmittelgutscheine sei so berechnet, dass sich die Begünstigten die wichtigsten Grundnahrungsmittel wie Reis, Pasta, Fleisch, Fisch, Zucker, Öl, Salz sowie Holz und allenfalls benötigte Kochutensilien kaufen könnten. Die Familien entschieden selber, was Priorität habe.

Das Projekt wird mit Hilfe von Mobiltelefonen umgesetzt
Bei der Registrierung müssen die Familien eine Telefonnummer angeben. Auf die Mobiltelefone könne ADRA Somalia, Partnerhilfswerk vor Ort, das Guthaben monatlich leicht überwiesen. Über die Telefonnummern könne das Projektteam auch einfach nachfragen, ob das Geld angekommen und ob alles in Ordnung sei.

Zusammenarbeit mit lokalen Behörden und anderen Hilfswerken
ADRA arbeite mit den lokalen Behörden und den Dorfbewohnern zusammen. Diese würden Familien vorschlagen, welche besonders bedürftig seien. Durch die Koordination mit anderen Hilfswerken werde sichergestellt, dass Familien nicht doppelt profitierten.

Die Gesamtkosten des Nothilfeprojekts betragen umgerechnet über 208.000 Euro, wovon die Glückskette rund 167.000 und ADRA Schweiz rund 41.000 Euro finanzieren. Partnerorganisation vor Ort: ADRA Somalia, http://www.adrasom.org/en/

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Soziale Folgen von Klimawandel und Ressourcennutzung

Unter dem Motto „Aus Verantwortung für diese Welt“ möchte die Vorlesungsreihe die sozialen Folgen von Klimawandel und Ressourcennutzung in verschiedenen Teilen der Welt aufzeigen. Dabei wird ein besonderer Focus auf Ghana und Myanmar gelegt. Die Vorlesungen sind öffentlich und finden auf Englisch statt. Der Eintritt ist frei.

Die weiteren Veranstaltungen im November:
13. November: Workshop „Human Capability Approach“ (Denkansatz Menschliches Potential), Dr. Maria De Eguia Huerta, Universität Vic Katalonien.

22. November: „Land Grapping, Agrarian Transition and Reconfiguration of the State Society Relations in the Global South“ (Aneignung von Land, landwirtschaftlicher Wandel und Umgestaltung der Beziehungen zwischen Staat und Zivilgesellschaft im globalen Süden), Dr. Festus Boahma, Universität Bayreuth.

27. November: Workshop „Political Participation of Women“ (Politische Mitwirkung von Frauen), Sara Abbas, Freie Universität Berlin.

Zusätzliche Informationen im Internet unter: www.thh-friedensau.de

Hochschule Friedensau
Die Theologische Hochschule Friedensau ist eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. In den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie können acht B.A.- und M.A.-Studiengänge, zum Teil berufsbegleitend, und ein Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ belegt werden. Rund 200 Studierende aus über 30 Ländern sind derzeit eingeschrieben.

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Adventistischer Weltkirchenleiter bei Reformationsjubiläum in Moskau

Adventisten dankbar für die Grundlagen der Reformation
In seiner kurzen Ansprache betonte Ted Wilson, dass die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten dankbar für die Grundlagen der Reformation sei. Er nannte insbesondere die Prinzipien allein die Bibel als Glaubensgrundlage, Erlösung allein durch den Glauben an Jesus, Christus der alleiniger Mittler zwischen Gott und den Menschen, ewiges Leben allein durch Jesu Gnade und nur Gott allein gebühre die Ehre, berichtete ANN. Wilson habe auch der russischen Regierung für den Schutz der Religionsfreiheit in einem Teil der Welt gedankt, in dem es für Protestanten nicht immer einfach sei, das Evangelium weiterzuverbreiten.

Grüße von Vladimir Putin
Wilson sei laut ANN einer von 15 Rednern gewesen, darunter auch Sergei Kirijenko, stellvertretenden Leiter der Präsidialverwaltung, der Grüße von Präsident Vladimir Putin überbrachte. Die Reformation habe „einen beachtlichen Einfluss auf die Entwicklung der Weltkultur, Wissenschaft und Bildung gehabt. Sie hat die wirtschaftliche und rechtliche Struktur von Staaten und Gesellschaften radikal verändert“, so Putin. Kirijenko versicherte, dass „die Regierung der Russischen Föderation die Protestanten als integralen Bestandteil der traditionellen Religionsgemeinschaften versteht“, und vor allem ihre Qualitäten zu schätzen wisse, wie „Fleiß, Patriotismus und moralisches Verhalten“, teilte Blagovest-Info mit.

Der Zar als Oberhaupt der evangelischen Kirche
Dietrich Brauer, Erzbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Russland, erinnerte laut Blagovest-Info daran, dass Luther mit seinen 95 Thesen Missbräuche in der Kirche kritisiert habe, aber keine neue Kirche gründen, sondern die bestehende reformieren wollte. Er hob hervor, dass es bereits im 16. Jahrhundert erste Lutheraner in Moskau gegeben habe. Vor der Oktoberrevolution hätten sich Millionen von russischen Bürgern zum evangelischen Glauben bekannt, die meisten von ihnen mit deutschen Wurzeln. Das Oberhaupt der evangelischen Kirche sei damals der Zar gewesen. Freiherr Rüdiger von Fritsch, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Russland, hob in seiner Rede die Bedeutung der Reformation für die deutsche und die Weltkultur hervor.

Metropolit Volokolamsky Ilarion, Vorsitzender der Abteilung für kirchliche Außenbeziehungen (DECR) des Moskauer Patriarchats, gratulierte den Protestanten im Namen des Patriarchen Kyrill I., dem Vorsteher der Russischen Orthodoxen Kirche. Ilarion hob den Einfluss des protestantischen Erbes auf die Entwicklung der Theologie in Russland hervor.

Der Erzbischof Celestino Migliore, Apostolischer Nuntius in der Russischen Föderation, sprach laut Blagovest-Info über die Einheit der Christen. Er sei stolz, dass Papst Franziskus an Feierlichkeiten anlässlich des Jahrestages der Reformation teilgenommen habe. Der Vatikan-Diplomat betonte zwei Hauptthemen der protestantischen Theologie, die wichtig seien, dass sie von Christen anderer Konfessionen verstanden würden: die Religionsfreiheit und die Fokussierung auf das Wort Gottes.

Laut Blagovest-Info sprachen weitere Vertreter des Staates sowie christlicher Kirchen, unter anderem von der Armenischen Apostolischen Kirche, der Russischen Union der Evangeliumschristen-Baptisten sowie von den Pfingstgemeinden.

Die Feier wurde musikalisch umrahmt vom staatlichen Akademischen Chor der Moskauer Region, dem Chor der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten und dem Kammerorchester „Instrumental Capella“, die Werke von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy, Dmitri Stepanowitsch Bortnjanski sowie Stücke aus dem Oratorium „Matthäus-Passion“ vortrugen.

Organisationskomitee
Mit der Vorbereitung der Veranstaltung zum Reformationsjubiläum in Moskau wurde laut dem Informationsportal der Russlanddeutschen RusDeutsch ein Organisations-komitee beauftragt. Ihm hätten unter anderem die Leiter folgender evangelischer Konfessionen angehört: der Evangelisch-Lutherischen Kirche Russlands, der Russischen Union der Christen evangelischen Glaubens (Pfingstgemeinde), der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten, der Russischen Kirche der Christen evangelischen Glaubens sowie der Russischen Union der Evangeliumschristen-Baptisten. Außerdem nahmen eine Gruppe der Russischen Orthodoxen Kirche und der römisch-katholischen Kirche am Organisationskomitee sowie Angehörige der Präsidialverwaltung der russischen Regierung, der Moskauer Stadtverwaltung und des Internationalen Verbands der deutschen Kultur (IVDK) an den Vorbereitungen teil.

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Weihnachtsmarke 2017: „Vom Himmel hoch“

„Der um 1440 von Stefan Lochner geschaffene Altar der Stadtpatrone im Kölner Dom zählt zu den herausragenden Kunstwerken des Spätmittelalters in Deutschland“, heißt es in der Beschreibung der Marke seitens der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V. „Es handelt sich ursprünglich um den Hauptaltar der Kölner Ratskapelle St. Maria in Jerusalem.“ Gewidmet sei der Altar den Patronen der Stadt Köln. Auf dem Mittelbild der Festtagsseite thront Maria mit dem Christuskind. Sie ist umgeben von den sogenannten Heiligen Drei Königen und ihrem Gefolge.

Die Weihnachtsmarke 2017 ist bei allen Postfilialen, Vertriebsstellen der Freien Wohlfahrtspflege und beim Advent-Wohlfahrtswerk e.V., Hildesheimer Straße 426, 30519 Hannover, Telefon 0511-97177300, E-Mail mail@aww.info, erhältlich.

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Brasilien: São Paulo erklärt 22. Oktober zum „Tag der Adventisten“

Seit Februar 2016 habe der Gesetzesentwurf bereits auf der Tagesordnung der gesetzgebenden Versammlung des brasilianischen Bundesstaates gestanden, so AR. Am 17. Oktober 2017 wurde die unterzeichnete Version amtlich bekanntgegeben. Das Gesetz macht den 22. Oktober zum „Tag der Adventisten“ und wurde dem Veranstaltungskalender des Bundesstaates São Paulo hinzugefügt.

Kirchengeschichtliche Relevanz
Das Datum ist für Siebenten-Tags-Adventisten deshalb von Bedeutung, da der 22. Oktober 1844 als „große Enttäuschung“ in die Geschichte der Freikirche eingegangen ist. Im Amerika des 19. Jahrhunderts kam es zu einer Erweckungsbewegung um den Baptistenprediger William Miller, welche die Wiederkunft Jesu am 22. Oktober 1844 erwartete. Nachdem das erwartete Ereignis ausblieb, zerfiel die Bewegung. Eine kleine Gruppe von Christen interpretierte das Geschehen neu und formierte sich später zur heutigen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten.

Adventisten in São Paulo
São Paulo ist mit geschätzten 45 Millionen Einwohnern der bevölkerungsreichste und wirtschaftlich bedeutendste Bundesstaat Brasiliens. Mit über 262.000 getauften Mitgliedern der Freikirche ist dort jeder 172. Bewohner Adventist. Siebenten-Tags-Adventisten seien dafür bekannt, aktive Christen zu sein, die nicht zögern würden, einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten, teilte Adventist Review mit. Verschiedene Projekte der Freikirche seien von den Medien aufgegriffen worden, wie die Zusammenarbeit von Freikirche und Kommunal-Regierung der Stadt São Paulo im Winternothilfeprogramm für die Mega-City. Auch die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Brasilien ist zurzeit in 24 humanitäre Projekte allein im Bundesstatt São Paulo involviert.

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