ADRA-Präsident spricht auf UN-Symposium über Rolle von religiösen Organisationen

Die internationale Entwicklungs- und Katastrophenhilfe der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (ADRA International) gehörte zu den vielen anderen Organisationen, die bei den Vereinten Nationen in New York zusammenkamen, um einen offenen Dialog über Perspektiven der Migration, wie Vertreibung und Marginalisierung, Eingliederung und Gerechtigkeit für Flüchtlinge und Binnenvertriebene, zu führen.

Beitrag von religiösen Organisationen
Jonathan Duffy, Präsident von ADRA International, thematisierte den Beitrag, den religiöse Organisationen (faith-based organizations, FBOs) zur Bewältigung der Flüchtlingskrise leisten: „FBOs sind eine Untergruppe von Nichtregierungsorganisationen mit der einzigartigen Möglichkeit, mit lokalen Akteuren (Einzelpersonen und Familien, die sich in einer Krise befinden) und in Ländern, in denen Menschen versuchen, umgesiedelt zu werden, in Kontakt zu treten“, so Duffy. „FBOs haben viel zu leisten und können in Notsituationen oft als Zufluchtsort oder als Ort zur Bewältigung von Stresssituationen dienen.“

Symposium über die Rolle von Religion und religiösen Organisationen in internationalen Angelegenheiten
Das 4. Symposium über die Rolle von Religion und religiösen Organisationen in internationalen Angelegenheiten (FBO-Symposium) wurde gemeinsam vom Ökumenischen Rat der Kirchen, dem Ausschuss für Kirche und Gesellschaft der United Methodist Church, der ACT Alliance, der Abteilung der Vereinten Nationen für Völkermordprävention und Schutzpflicht, der Inter-Agency Task Force der Vereinten Nationen sowie der Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten organisiert.

Das erste FBO-Symposium fand 2015 mit dem Schwerpunkt „Menschenwürde und Menschenrechte“ statt. Dieses Thema wurde bis ins Jahr 2016 fortgeführt, wobei der Schwerpunkt auf der Prävention von Gräueltaten und gewalttätigem Extremismus lag. Ein weiteres Symposium wurde im Jahr 2017 über gerechten, integrativen und nachhaltigen Frieden abgehalten.

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„Der Froschkönig“: Wohlfahrtsmarken 2018

Das Märchen vom hilfsbereiten Frosch in der Ausgabe der Brüder Grimm beschreibt voller Poesie und mit einem Schuss augenzwinkernder Ironie, wie die schatztauchende Amphibie erst um ihren verdienten Lohn betrogen wird, sich diesen im weiteren Verlauf der Erzählung jedoch energisch einfordert. Aus dem Geschehen lassen sich eine Vielzahl von Lehren ziehen. Sei es, dass man auf seinem Recht beharren sollte, dass man gegebene Versprechen halten muss, dass man sich vom äußeren Anschein nicht täuschen lassen sollte oder dass man bei vertragstreuem Verhalten königlichen Lohn erfährt.

Die neuen Wohlfahrtsmarken nehmen den humorvoll-ironischen Faden der Handlung auf und spinnen ihn illustrativ feinfühlig mit den Motiven „Goldene Kugel“ (70 + 30 Cent), „Goldenes Besteck“ (85 + 40 Cent) und „Nach dem Mahl“ (145 + 55 Cent) weiter. Das Motiv „Goldene Kugel“ gibt es auch als Marken-Set mit zehn und in einer Marken-Box mit 100 selbstklebenden Marken.

Die Wohlfahrtsmarken 2018 sind bei allen Postfilialen und Vertriebsstellen der Freien Wohlfahrtspflege (so auch über das Advent-Wohlfahrtswerk e.V., Hildesheimer Straße 426, 30519 Hannover, Telefon 0511-97177300, E-Mail mail@aww.info) erhältlich.

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„Mut zum Frieden“

Mit der Erfahrung „Wenn ein Krieg endet, heißt das nicht, dass damit der Frieden begonnen hat“, leitet die Erklärung ein. Das sei eine Lehre aus dem Ersten Weltkrieg, der erst der Auftakt einer modernen Kriegsführung gewesen sei. Heute habe sich die Art und Weise, wie Kriege geführt würden, durch Cyberkrieg, Drohnenangriffe, autonome Waffensysteme, Bedrohung durch ABC-Waffen und weltweitem Terrorismus noch einmal drastisch verändert. Dabei seien die Konfliktlinien und Kriegsparteien oft nicht mehr eindeutig auszumachen.

Kein gerechter Krieg
Im Gedenken an die Beendigung des Ersten Weltkriegs am 11.11.1918 und in Wahrnehmung der neuen Gefährdungspotentiale wolle die deutsche Freikirchenleitung, wie schon in ihrer Stellungnahme „Schuld und Versagen“ von 2014, an ihre christlich-adventistische Haltung erinnern. Dabei gelte zu bedenken, dass Krieg nicht gerecht sei. „Hinter jedem militärischen Konflikt stecken offene und versteckte Interessen, die nicht vom reinen Streben nach Gerechtigkeit getrieben sind.“ Das Schicksal der Menschen in Konfliktgebieten sei häufig zweitrangig. Deshalb hätten bereits im Dezember 1983 die Ausschüsse des damaligen Westdeutschen und des Süddeutschen Verbandes der Adventisten betont: „Wir lehnen heute Krieg in jeder Form ab.“ Krieg und Bedrohung schürten Angst und führten immer wieder zu einer neuen Aufrüstungsspirale, sodass der Friede ständig bedroht sei. Aber auch ein übersteigerter Nationalismus mit aggressiver Abgrenzung von anderen Nationen schüre Angst und bedrohe den Frieden. Zudem sei die industrielle Fertigung von Kriegsmitteln ein Wirtschaftsfaktor.

Botschafter des Friedens und der Versöhnung
„Jesus Christus hat seine Nachfolger zu Friedensstiftern berufen“, wird in der Erklärung hervorgehoben. Wo Menschen im Frieden mit Gott lebten, suchten sie auch den Frieden mit Menschen; denn der Friede sei unteilbar und durchdringe alle Lebensbereiche. Deshalb heiße es auch in der Erklärung der deutschen Freikirchenleitung von 2014 zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren: „Wir glauben, dass Nachfolger Jesu den Aussagen der Heiligen Schrift am besten Folge leisten, wenn sie in ihrer Umgebung als Botschafter des Friedens und der Versöhnung wirken.“

Kein freiwilliger Dienst in der Bundeswehr
Daher empfiehlt die Freikirchenleitung ihren Mitgliedern sowie den Mitgliedern der Adventjugend, „sich weder direkt an einem Krieg im Rahmen des freiwilligen Dienstes in der Bundeswehr noch indirekt bei der Vorbereitung eines Kriegs durch Mitwirkung an der Waffen- und Zubehörproduktion sowie an der Informationstechnik zu beteiligen.“ Seit Aussetzung der Wehrpflicht in Deutschland im Jahr 2011 biete die Bundeswehr Anreize, sich freiwillig für die Streitkräfte zu verpflichten, etwa eine Berufsausbildung oder ein Studium. Trotzdem „ermutigt unsere Kirche aufgrund des nichtkämpferischen Grundgedankens der Bibel … niemanden, sich dem Militär anzuschließen“, wird der Präsident der adventistischen Generalkonferenz (Weltkirchenleitung), Pastor Ted N. C. Wilson, zitiert. Er macht darauf aufmerksam, dass die Siebenten-Tags-Adventisten „ihr historisches Zeugnis für den Frieden und den Dienst ohne Waffen“ seit ihrem Bestehen nicht aufgegeben hätten.

Friedensstifter beginnen im eigenen Umfeld
„Frieden zu stiften fängt in den menschlichen Beziehungen des eigenen Umfelds an und setzt sich von dort fort bis in gesellschaftspolitische Verantwortungsübernahme“, so die deutsche Freikirchenleitung in ihrer Erklärung. Zum Frieden beitragen könne daher auch der Einsatz für die Religionsfreiheit, Armutsbekämpfung durch Bildung, Erhaltung der Gesundheit durch Krankenhäuser und Gesundheitsaufklärung, Unterstützung von Lebensqualität durch die Arbeit der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe (ADRA) sowie des Advent-Wohlfahrtswerks (AWW). Versöhnung, Vergebung, Frieden und Gerechtigkeit würden nur auf dem Boden einer gewaltfreien Lebensart gedeihen; so, wie es Jesus Christus, in seinem Leben und Sterben vorgelebt habe. Deshalb werden die Mitglieder der Freikirche aufgefordert, ihre Verantwortung in dieser Welt gewaltfrei auszuüben. Da Adventisten glauben, dass mit Jesu Wiederkunft das Friedensreich Gottes „auf uns zukommt“, sollten sie diesem Friedensreich schon heute durch ihr Verhalten entgegengehen.

Ein fast einstimmiger Beschluss
Die Erklärung „Mut zum Frieden“ wurde während der Jahressitzung des Ausschusses der adventistischen Freikirche in Deutschland am 4. Dezember 2017 in Altena/Westfalen mit nur einer Gegenstimme von den 51 anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern beschlossen und zur Veröffentlichung freigegeben. Vorsitzender des Ausschusses ist Pastor Werner Dullinger (Ostfildern bei Stuttgart), Präsident des Süddeutschen Verbandes, und Stellvertretender Vorsitzender Pastor Johannes Naether (Hannover), Präsident des Norddeutschen Verbandes der Freikirche. Stimmberechtigte Mitglieder des Ausschusses sind die Mitglieder der beiden Verbandsausschüsse. In Deutschland gibt es rund 35.000 Siebenten-Tags-Adventisten in 558 Kirchengemeinden.

Nichtkämpfer schon im Amerikanischen Bürgerkrieg
Laut Pastor Holger Teubert, Leiter des Referats Kriegsdienstverweigerung und Frieden der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, organisierte sich die adventistische Kirche während des Amerikanischen Bürgerkriegs (1861-1865). Damals habe es nur 3.500 Adventisten gegeben, die alle in den Unionsstaaten (Nordstaaten) der USA lebten. Sie seien entschiedene Gegner der Sklaverei gewesen. Doch sie hätten es aufgrund ihrer christlichen Überzeugung abgelehnt, mit Waffengewalt die Beendigung der Sklaverei zu erzwingen. Die Unionsregierung habe sie als „Nichtkämpfer“ anerkannt, sodass wehrpflichtige Adventisten als Nichtkombattanten einen waffenlosen Sanitätsdienst leisten konnten. Doch es sei vorgekommen, dass Adventisten dies von untergeordneten Offizieren verweigert wurde, sodass sie gegen ihren Willen zur kämpfenden Truppe kamen. Wer sich weigerte, die Waffe in die Hand zu nehmen, dem habe Kriegsgericht und Erschießung gedroht. In solch einer Situation wäre es der persönlichen Gewissensentscheidung des Einberufenen überlassen worden, ob er den Befehlen seiner Vorgesetzten gehorcht.

Im Ersten Weltkrieg am Nichtkämpferstandpunkt festgehalten – außer in Deutschland
Diese Haltung zum Militärdienst präge die Adventisten bis heute, erläuterte Teubert. Im Ersten Weltkrieg hätten die adventistischen Kirchenleitungen in den USA, in Großbritannien und in anderen Ländern am Nichtkämpferstandpunkt festgehalten. In England leisteten rund 130 wehrpflichtige Adventisten Nichtkämpferdienste. Einige von ihnen seien in das berüchtigte Gefängnis in Dartmoor gekommen, wo sie schwere Misshandlungen erlitten hätten. In Russland wurden etwa 500 Adventisten zur Armee einberufen. Die meisten seien Nichtkämpfer gewesen. Etwa 70 von ihnen wären wegen ihrer Weigerung, eine Waffe in die Hand zu nehmen, ins Gefängnis oder in Arbeitslager gekommen.

Die adventistische Kirchenleitung in Deutschland sowie in Österreich-Ungarn empfahl dagegen in einem Rundschreiben vom 2. August 1914 ihren wehrpflichtigen Mitgliedern „unsere militärischen Pflichten freudig und von Herzen [zu] erfüllen“, „von den Kriegswaffen Gebrauch“ zu machen „und auch am Sabbat den Kriegsdienst [zu] versehen“. Nicht alle Adventisten seien mit dieser Haltung einverstanden gewesen. Wer allerdings den Kriegsdienst mit der Waffe verweigerte, den erwarteten harte Konsequenzen. Von den in Deutschland im Ersten Weltkrieg zu Festungshaft verurteilten bekannten 20 Adventisten seien aufgrund von Misshandlungen fünf im Gefängnis oder bald nach ihrer Entlassung gestorben, berichtete Pastor Teubert.

Bereits 1920 hätten die verantwortlichen deutschen Freikirchenleiter ihre Erklärungen zum Kriegsdienst zurückgezogen und bedauert, so Teubert. Dennoch griff die deutsche Freikirchenleitung 2014 in ihrer Stellungnahme „Schuld und Versagen“ das Thema zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren erneut auf. Sie bekannte, dass die damalig Leitung „ihrer Verantwortung gegenüber den Gemeinden nicht gerecht wurde und Glaubensgeschwister, die ihrer Meinung widersprachen“ und am Nichtkämpferstandpunkt festhielten, „zu Unrecht des ‚Abfalls‘ bezichtigte und in einzelnen Fällen sogar von staatlichen Behörden verfolgen ließ“. Die Freikirchenleitung entschuldigte sich bei den „Kindern und Nachkommen“ der damals zu Unrecht Beschuldigten für ihr „Versagen“ im Krieg: „Wir haben aus unserer leid- und schmerzvollen Geschichte gelernt, dass Kinder Gottes berufen sind, Menschen des Friedens zu sein und jede Form von Gewaltanwendung gegenüber Unschuldigen abzulehnen.“

Zivildienst und Bausoldaten
Da es in der Bundesrepublik Deutschland keinen waffenlosen Sanitätsdienst gibt, habe die westdeutsche Leitung der Siebenten-Tags-Adventisten ihren wehrpflichtigen Mitgliedern empfohlen, von ihrem Recht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen Gebrauch zu machen und Zivildienst zu leisten. Das hätten laut Teubert fast alle wehrpflichtigen Adventisten getan. In der DDR gab es keinen Zivildienst, sondern nur die Möglichkeit, als waffenlose Bausoldaten zu dienen. Die meisten wehrpflichtigen Adventisten seien zu den Bausoldaten gegangen, obwohl sie dadurch eine Reihe von beruflichen Nachteilen hatten.

Die Erklärung „Mut zum Frieden“ kann im Internet heruntergeladen werden unter:
https://www.adventisten.de/fileadmin/adventisten.de/files/downloads/Dokumente_und_Stellungnahmen__%C3%B6ffentlich_/2017-12-04_Mut_zum_Frieden.pdf

Die Erklärung von 2014 „Schuld und Versagen“ ist zu finden unter:
https://www.apd.info/2014/04/29/schuld-und-versagen/

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Neue adventistische Radiostation auf Marshallinseln

Nach jahrelanger Planung und mehrwöchiger Installation können die fast 28.000 Einwohner des Majuro-Atolls nun täglich adventistisches Radioprogramm hören. Finanziert wurde das Projekt von der überregionalen Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Guam und Mikronesien (Guam-Micronesia Mission, GMM), von Adventist World Radio (AWR), der teilkontinentalen Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Nordamerika und privaten Spenden. „Wir freuen uns, dass dieser Traum Wirklichkeit wird“, so Pastor Ken Norton, Präsident der GMM.

Radio-Programm
„Obwohl wir noch nicht mit allem fertig sind, läuft die Sendung“, so Brook Powers, Chefingenieur und Standortleiter von AWR Guam. Zwei Mitarbeiter werden die neue Station in Majuro mit ihrem 300-Watt-Sender am Laufen halten, sodass Sendungen an 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche möglich sind. Für den Zeitraum von einem Jahr liegen Sendeprogramme vor, doch sollen sie auch an die Bedürfnisse vor Ort angepasst werden. Ziel ist es, Menschen auf den Marshallinseln auch in der einheimischen Sprache mit verschiedenen Inhalten zu erreichen.

Majuro ist nicht die erste adventistische Radiostation auf dem Gebiet der GMM: Die erste Station wurde 1990 von Adventist World Radio (AWR) in Guam installiert. Es gibt weitere Sender auf den Inseln Saipan und Ebeye. Weitere Radio-Stationen sind für die Inseln Kosrae, Yap, Chuuk, Pohnpei und Palau geplant. Mehr als 380.000 potenzielle Hörer leben auf diesen Inseln.

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Christlicher Gesundheitspreis für Siegerländer Frauenhilfe

Die Preisträger
Die Siegerländer Frauenhilfe kümmert sich mit ihrem Projekt „Frühe Hilfe“ um geflüchtete Frauen. Es bietet individuelle Unterstützung in der Schwangerschaft, in der ersten Zeit mit dem Baby und mit dem bis zu drei Jahre alten Kind. Als „Hürdenüberwinder“ und „Brückenbauer“ wirkt die Frauenhilfe im Alltag, im Kontext Krankenhaus und Arztpraxis und im neuen Lebensumfeld. Durch Kontaktvermittlung in christliche Kindergruppen, Engagement für Deutschkurse mit Kinderbetreuung und Weiterbildung der ehrenamtlichen Hilfen wird den geflüchteten Frauen mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Weitere Informationen: www.siegerlaender-frauenhilfe.de

Die ökumenischen Patientengottesdienste in Lübeck und Bielefeld werden von Ärzten, Pflegenden, Therapeuten und Mitarbeitenden anderer Gesundheitsberufe, Patienten aus unterschiedlichen Praxen und Kliniken sowie in Zusammenarbeit mit der gastgebenden Kirchengemeinde gestaltet. Es werden kranke Menschen ermutigt, neben den Möglichkeiten der modernen Medizin auch die Impulse und Hilfen des christlichen Glaubens in Anspruch zu nehmen. Siehe: www.cig-online.de

Im Rahmen des Projekts „Seelische Gesundheit fördern“ der evangelischen Thomasgemeinde in Stuttgart informieren und sensibilisieren externe Professionelle zu Themen der Seelischen Gesundheit. Sie befähigen Ehrenamtliche aus den Reihen der Gemeinde, die als Brückenbauer fungieren sollen. Für Betroffene von seelischer Erkrankung soll die Kirchengemeinde ein „Ort der heilsamen Gemeinschaft“ sein. Im Internet www.thomasgemeinde-stuttgart.de unter „Projekte“.

Kriterien für den Gesundheitspreis
Laut dem Kongressvorstand für Öffentlichkeitsarbeit, Pastor Frank Fornaçon, sei der Gesundheitspreis der Idee verpflichtet, dass es der Genesung kranker Menschen dient, wenn die professionelle Arbeit im Gesundheitswesen mit der geistlichen Begleitung und psycho-sozialen Unterstützung durch christliche Gemeinden oder Gemeinschaften verbunden wird. Zur Bewerbung eingeladen waren derartige Projekte, die sich in den letzten Jahren bewährt hätten und an anderen Orten zur Umsetzung inspirieren könnten. Nach Angaben von Fornaçon haben sich für den Christlichen Gesundheitspreis 2018 elf Initiativen beworben.

Laut den Bewerbungsunterlagen war darunter auch das Suchtberatungszentrum des Advent-Wohlfahrtswerkes e. V. (AWW) in Chemnitz. Das AWW ist die Wohlfahrts-organisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Im Suchtberatungszentrum Chemnitz finden alle Hilfesuchenden unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Religion Unterstützung in der Krisenintervention, der Therapieberatung, der therapeutischen Nachsorge sowie bei Haus- und Krankenhausbesuchen. In Zusammenarbeit mit der adventistischen Kirchengemeinde entstehen Begegnungen und kontinuierliche Begleitung über den Suchtkontext hinaus. Weitere Informationen unter www.suchtberatung-chemnitz.de

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Von der Krankenhausbibel bis zum Hospitalschiff für Afrika

Einzelne Aussteller
Die Organisation Christen im Gesundheitswesen (CiG) ist eine bundesweite, konfessionsverbindende Initiative von Mitarbeitenden im Gesundheitswesen. CiG bietet in rund 40 Regionen Deutschlands ein Forum zum Erfahrungsaustausch und gibt das Magazin „CrisCare“ heraus.

Die Klinik Hohe Mark in Oberursel, mit den Schwerpunkten Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, hat erhöhten Personalbedarf und sucht Fachleute in den Bereichen Ergo- und Kreativtherapie, Psychotherapie und Sozialdienst. Neu ist die Mutter-Kind-Behandlung in der Klinik Hohe Mark.

Die Evangelische Hochschule Tabor in Marburg bietet den überkonfessionellen berufsbegleitenden Masterstudiengang „Religion und Psychotherapie“ an. Besonderer Schwerpunkt ist der professionelle Umgang mit der religiösen und kulturellen Vielfalt postmoderner Gegenwartsgesellschaften.

Dem Ganzheitlichen Gesundheitshaus in Marburg-Wehrda mit großem Kräutergarten geht es um Stärkung des körperlichen Befindens und gesunden Lebensstil, Stärkung für die Befindlichkeit der Seele sowie Stärkung der Beziehung zu anderen Menschen. Angeboten werden Gesundheitsseminare und –vorträge sowie Kräuterführungen und Heillpflanzenkunde.

Das Landhaus Die Arche in Zislow an der Mecklenburgischen Seenplatte bietet die „NEWSTART“-Kur an. Dabei wird auf die Ganzheitlichkeit des Menschen hingewiesen und deutlich gemacht, wie eng das körperliche, seelische und geistliche Wohlbefinden miteinander verbunden sind.

Der Internationale Gideonbund verteilt kostenlos in über 200 Ländern Bibeln. Den höchsten Bekanntheitsgrad haben in Deutschland die dreisprachigen Bibeln, die in Hotels und Pensionen ausgelegt werden. Außerdem geben die Gideons Taschenbibeln unter anderem an Schüler ab der 5. Klasse, Studenten, Soldaten und in Gefängnissen weiter. Die Mitglieder des Gideon-Frauendienstes legen Großdruck-Bibeln unter anderem in Krankenhäusern, Arztpraxen und Altenheimen aus und verschenken Taschenbibeln an das Personal.

Eine umgebaute ehemalige dänische Eisenbahnfähre, 152 Meter lang und 24 Meter breit, dient heute als Hospitalschiff. Es ist die M/S Africa Mercy mit fünf Operationssälen, 82 Betten mit Intensivstation, Röntgengeräte, Computertomograph, medizinischem Labor und Ferndiagnoseeinrichtung. Das Schiff ist an den Küsten Afrikas unterwegs und hat eine ständige Besatzung von über 400 ehrenamtlichen Mitarbeitern.

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6. Christlicher Gesundheitskongress in Kassel

Über Konfessionsgrenzen hinweg multiprofessioneller Austausch
Von den Teilnehmenden sind 47 Prozent in der Kranken- und Altenpflege tätig, 30 Prozent Ärzte, zehn Prozent Theologen und Seelsorger, acht Prozent Therapeuten sowie sechs Prozent Sozialarbeiter, teilte der Kongressvorstand für Öffentlichkeitsarbeit, Pastor Frank Fornaçon, mit. Von den Angereisten kommen 45 Prozent aus evangelischen Landeskirchen, 36 Prozent aus evangelischen Freikirchen und 19 Prozent aus der römisch-katholischen Kirche.

Es gehe in Kassel nicht nur um einen mulitprofessionellen Austausch zwischen Medizinern, Theologen und Pflegenden, sondern auch um den Austausch von Erfahrungen über Konfessionsgrenzen hinweg. Das besondere sei, dass in Kassel Mediziner und Pflegende zusammenkommen, um Einblick in ihren sehr unterschiedlichen Umgang mit Menschen zu geben, um voneinander zu lernen. Das sei bei solch einem Fachkongress außergewöhnlich, so Fornaçon.

Heilende Beziehung zwischen Helfenden und Patienten
Zwischen Patienten und behandelnden Therapeuten, Pflegenden und Ärzten gebe es eine besondere Beziehung. Sie könne heilend wirken oder Heilung behindern, da die Persönlichkeit und das Verhalten des Helfers und des Patienten sich gegenseitig beeinflussen würden, gab Kongressvorstand Dr. med. Georg Schiffner zu bedenken. Seit langem wüssten Pflegende und Therapeuten, Mediziner und Seelsorger, dass neben guten Operationsmethoden, hohen Pflegestandards oder Medikamenten die Person des Helfers entscheidenden Einfluss auf die Wirksamkeit der Behandlung hat. „Ohne Vertrauen in den Therapeuten geht es nicht“, ergänzte der Geschäftsführer des Christlichen Gesundheitskongresses, Günther Gundlach. Doch was bedeute in dieser Beziehung der christliche Glaube? Mit dieser Frage befasse sich der Kongress.

Als Christ kommunizieren lernen
Den Eröffnungsvortrag hielt die Kommunikations-Designerin und Autorin Eva Jung (Hamburg). Sie erörterte die Frage „Kommunikation – wovon reden wir?“ Anhand von Beispielen zeigte sie, dass auch kirchliche Einrichtungen mit ihren christlichen Anliegen durchaus verstanden werden, wenn sie diese richtig kommunizieren. Anschließend befasste sich Professor Dr. theol. Peter Zimmerling, Universität Leipzig, mit „Geistesgegenwärtig kommunizieren“. Wenn der Geist Gottes ins Spiel komme, entlaste das die Mitarbeitenden. Die Erwartungen würden vom Helfer weg auf Gott gelenkt, der in der Bibel als Freund des Lebens, als Heiland und Retter beschrieben wird. Professionelles Handeln schließe die spirituelle Dimension ein, und habe Auswirkungen auf beide Seiten. Es gelte Wege zu finden, diesen Glauben zu vermitteln. Patienten, die bei ihrer Ärztin oder ihrem Therapeuten spüren, dass diese selbst vom Vertrauen auf Gott geprägt werden, könnten ebenfalls aus der Kraft des Glaubens schöpfen und so zu ihrer Gesundung beitragen.

Weitere Vorträge befassen sich mit Kommunikation bei Leid- und Sinnfragen, Kommunikation im Team von Medizinern und Pflegenden sowie Kommunikation in der sich wandelnden Gesellschaft. Zum Schluss des Kongresses geht es um Gewissenskonflikte im medizinischen Alltag. Seminare und Workshops vertiefen die Thematik. Laut Frank Fornacon haben sich die meisten Interessenten für den Praxisworkshop der Diakonin und Fachdozentin Gisela Bullermann (Bielefeld) angemeldet. Ihr geht es um das Thema „Die heilsame Kraft der Sprache – Wie Sprache das Befinden der Menschen beeinflusst“.

Sponsoren
Zu den Sponsoren des Kongresses gehören die Klinik Hohe Mark (Oberursel) und der Barmherzige Brüder Krankenhausverbund in Bayern sowie unter anderem der Caritasverband, die Diakonie Deutschland, das Marienhospital Stuttgart und die Theologische Hochschule der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg. Die Hochschule bietet im Fachbereich Christliches Sozialwesen auch den berufsbegleitenden Bachelor-Studiengang „Gesundheits- und Pflegewissenschaften“ an. Fornacon wies darauf hin, dass der Kongress ansonsten ausschließlich durch die Teilnehmergebühren finanziert werde.

Weitere Informationen: www.christlicher-gesundheitskongress.com

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Neues TV-Drama über Ereignisse in Waco vor 25 Jahren

Die sechsteilige Fernseh-Miniserie „Waco“ wurde von den Hollywood-Produzenten John und Drew Dowdle geschrieben und inszeniert. Das Drehbuch der Serie basiert auf zwei neueren Büchern, deren Autoren auch als Berater fungierten. Das Buch „Stalling for Time“ wurde von Gary Noesner geschrieben, einem pensionierten Ermittlungsbeamten des FBI, der damals ein offizieller Unterhändler der Regierung gewesen war. „Waco: A Survivor’s Story“ wurde von David Thibodeau geschrieben, einem Ex-Adventisten, der Teil der „Branch Davidians“ war.

Das Waco-Desaster
Der Inhalt der Serie ist einer wahren Begebenheit nachempfunden: David Koresh hatte sich in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts einer Splittergruppe der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten angeschlossen. Er übernahm später die Führung einer Abspaltung, mit Sitz in einem ländlichen Gebiet (Mount Carmel Center) außerhalb von Waco, Texas/USA. Koresh zog eine wachsende Zahl von Adventisten aus der ganzen Welt an. Er interpretierte biblische Prophezeiungen neu und hortete Schusswaffen für die Endzeitschlacht „Harmageddon“.

Bundesagenten untersuchten das Gelände des Mount Carmel Center, nachdem die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika Kenntnis von Koreshs Kauf illegaler Schusswaffen erlangt hatte, so AT. In einem anschließenden Feuergefecht wurden 23 Beamte verwundet und vier getötet. Nachdem die Behörden 51 Tage lang vergeblich versucht hatten mit Koresh zu verhandeln, stürmten sie das Gelände mit Tränengas und gepanzerten Fahrzeugen. Ein anschließendes Feuer zerstörte den Komplex. 86 Mitglieder der „Branch Davidians“ starben, darunter etwa 20 Kinder und Koresh selbst. Während dieser Ereignisse wies die Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten immer wieder deutlich darauf hin, dass der Kult der „Branch Davidians“ nichts mit der offiziellen Organisation der Freikirche zu tun habe.

Weitere Informationen: http://www.paramountnetwork.com/shows/waco

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Adventistischer TV-Sender „Hope Channel Frankreich“ gestartet

Unter der Leitung von Jethro Camille werde HCF die gute Nachricht des Evangeliums von Jesus Christus weitergeben. Die Programme sollen zusätzlich die Bereiche Spiritualität, Gesundheit und Familie thematisieren sowie auf Fragen eingehen, die mit dem Christentum in Zusammenhang stehen.

Religiöse Gleichgültigkeit
Wenn sich in Frankreich 20 Prozent der Bevölkerung als Atheisten bezeichneten, sei das mit Ausnahme der Tschechischen Republik und der Gebiete in Ostdeutschland, der ehemaligen DDR, die höchste Quote in Europa, heißt es in der Mitteilung von EUD NEWS. In Frankreich gebe es eine immer größer werdende Anzahl von Menschen, die gleichgültig gegenüber Religion seien. Hope Channel Frankreich wolle auch Programm-Angebote für diese Personengruppe entwickeln.

Hope Channel weltweit
Die Programme der weltweit 47 Hope Channel Sender sind der lokalen Kultur angepasst und werden in 57 Sprachen ausgestrahlt; darunter Arabisch, Deutsch, Farsi, Hindi, Mandarin, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Spanisch, Tamil, Telugu, Ukrainisch. Mehr zu HCF: www.hopechannel.fr

Der deutsche Fernsehsender Hope Channel gehört zum europäischen Medienzentrum Stimme der Hoffnung e.V. der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten mit Sitz in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt/Deutschland. Weitere Informationen unter: www.hopechannel.de

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Fidschi: Ärztekammer empfiehlt adventistisches Gesundheitsprogramm

Während ihrer Jahrestagung habe sich die FMA mit dem Problem der nichtübertragbaren Krankheiten befasst. Zu diesen zählen auch Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die im Inselstaat zunehmen würden. Dabei stellte der Sekretär der Ärztekammer, Alipate Vakamocea, der auch die Gesundheitsabteilung der Fidschi-Mission der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten leitet, das CHIP-Programm vor. Er wies darauf hin, dass im letzten Jahr vier fidschianische Ärzte an nichtübertragbaren Krankheiten gestorben seien, obwohl sie noch ziemlich jung waren, „so zwischen Ende 20 und Anfang 40“. Laut Vakamocea sei es an der Zeit, „dass wir Ärzte uns um unsere Gesundheit kümmern und das, was wir predigen, praktizieren“.

Siebenten-Tags-Adventisten auf Fidschi
Die Fidschi-Mission der Adventisten befasst sich auch mit anderen Gesundheits-initiativen. So soll in der Hauptstadt Suva ein Wellnesszentrum mit Café, Reformhaus, Buchhandlung sowie medizinischen Untersuchungs- und Behandlungseinheiten entstehen. Von den rund 900.000 Einwohnern der Inselrepublik sind 24.200 erwachsen getaufte Adventisten in 159 Kirchengemeinden. Die Freikirche unterhält dort eine Hochschule, ein Gymnasium, eine Mittelschule und mehrere Grundschulen.

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ÖRK: Zukunft Jerusalems muss eine gemeinsame sein

In seiner Ansprache betonte Tveit laut ÖRK, dass „die Zukunft Jerusalems eine gemeinsame sein muss. Die Stadt kann nicht exklusiv nur einer Religion gehören, nicht die Stadt nur eines Volkes sein. Jerusalem ist eine Stadt mit drei Religionen und zwei Völkern und muss dies auch bleiben.“

„Jerusalem wird von allen drei abrahamitischen Religionen – von jüdischen, christlichen und muslimischen Gläubigen – als heilige Stadt angesehen und geliebt, wahrhaftig und innig geliebt“, sagte Tveit. „Diese Liebe und tiefe Verbundenheit aller muss in jedem Lösungsansatz, den wir hier ins Auge fassen könnten, beachtet und bekräftigt werden, wenn er tragfähig sein soll“, so Tveit.

„Im Neuen Testament lesen wir, wie Jesus Christus voller Liebe und Sehnsucht über diese Stadt weint: ‚Wenn doch auch du erkenntest zu dieser Zeit, was zum Frieden dient!‘“, zitierte Tveit aus dem Lukas-Evangelium, Kapitel 19, Vers 42 und führte weiter aus: „Jesu Wort und Beispiel zu folgen, bedeutet, die Wahrheit auszusprechen, nach Gerechtigkeit zu streben, und Frieden zu stiften in den Konflikten und Auseinandersetzungen dieser Welt.“

Aber, so Tveit, „gleichzeitig müssen wir die außergewöhnliche Komplexität der Geschichte und Kultur Jerusalems verstehen und berücksichtigen. Die Geschichte zeigt, dass das Zusammenwirken der drei Religionen in dieser Region noch keinen gerechten Frieden für alle gebracht hat. Traurigerweise bis heute nicht“, analysierte er.

„Wir alle glauben an den einen allmächtigen Gott und sollten daher gemeinsam herausfinden, wie wir die Liebe Gottes in diesem Konflikt, an dem alle drei monotheistischen Religionen und ihre Anhängerinnen und Anhänger beteiligt und von dem alle betroffen sind, zum Ausdruck bringen können. In Jerusalem wird es keinen Frieden geben, wenn nicht alle drei Religionen sich gegenseitig respektieren und an der Lösung beteiligt sind“, führte Tveit aus.

„Lassen Sie uns gemeinsam auf einen gerechten Frieden hinarbeiten und nicht dazu beitragen, dass der Konflikt immer weiter andauert“, rief Tveit die Anwesenden auf.

An der Konferenz nahmen namhafte Vertreter des Landes, der Region und der ganzen Welt teil, darunter Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, Papst von Alexandrien und Patriarch der koptisch-orthodoxen Kirche Tawadros II, der Vorsitzende des arabischen Parlaments, Meshaal bin Fahm al-Salmi, der Präsident der Nationalversammlung von Kuwait, Marzouq Al-Ghanim, sowie Botschafter Ahmed Abul Gheit, Generalsekretär der Arabischen Liga.

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USA: Ausstellung „Instabile Konstruktionen“ an adventistischer Universität

„Durch meine Kunstwerke versuche ich zu vermitteln, dass Schönheit, Glaube, Hoffnung und Zufriedenheit im Leben existieren können, wenn die eigenen Unterstützungsstrukturen geschwächt, durcheinander, zusammengebrochen, wieder aufgebaut – oder zum ersten Mal erbaut werden“, so Keefe. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von Arbeiten, die zwischen 2011 und 2018 entstanden sind.

Keefe selbst werde von Strukturen angezogen, die zusammengebrochen, verlassen oder im Bau befindlich sind; er lasse sich oft von der biblischen Geschichte des Turmbaus zu Babel inspirieren, so Chattanooga Times Free Press unter Berufung auf eine Pressemitteilung. „Bilder von ruinierter Architektur und durcheinander gewürfelten Blöcken in meinen Arbeiten suggerieren eine Spannung zwischen Auf- und Abbau. Ich gieße diese Formen in dramatisches Hell-Dunkel oder farbiges Licht, um Schönheit, Hoffnung und, in Anspielung auf die Verwendung von Licht durch die Romantik, die Gegenwart des Göttlichen zu suggerieren.“

Kurzbiographie
Geboren in Iowa, begann Donald Keefe bereits als Kind zu zeichnen. Später studierte er Anthropologie und Kunst. Er erhielt akademische Abschlüsse von den Universitäten von Kentucky und Florida. Keefe stellte unter anderem in der Manifest Gallery in Cincinnati, Ohio, dem Painting Center in New York City, der Lexington Art League in Kentucky und der Catskill Art Society in Livingston Manor, New York, aus. Letzten Sommer waren zwei seiner Arbeiten im Huntsville Museum of Art in Alabama zu sehen. Seine Arbeiten wurden auch in mehreren Büchern und Zeitschriften veröffentlicht. Weitere Informationen: www.donaldkeefe.com

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England: Internationales adventistisches Malbuch für Erwachsene

Das Malbuch ist eine Ergänzung zu den 14 Lektionen von „Women in the Bible and Me“, die von der adventistischen Weltkirchenleitung herausgeben wurden. Die Lektionen beschäftigen sich mit Frauen der Bibel wie beispielsweise Debora, Hanna, Maria und anderen. Diese Studieneinheiten können einzeln oder in Kleingruppen im Rahmen des Bibelstudiums genutzt werden. „Das gleichzeitige Zuhören und Anmalen hilft, beide Gehirnhälften zu nutzen, was viele Vorteile hat“, so Clair Sanches-Schutte, Leiterin der Abteilung Frauen und Kinder der TED. Ausmalen könne helfen, Stress und Ängste abzubauen, Kreativität zu entfalten sowie sich zu fokussieren. Das Buch würde sogar von Männern rezipiert, so Sanches-Schutte weiter.

Trend: Malbücher für Erwachsene
„Kreative Farbgestaltung kann uns auch helfen, als Christen spirituell zu wachsen. Wenn man malt und darüber nachdenkt, was man malt, kann dies eine ganz neue Welt des Bibelstudiums eröffnen. Es kann dabei helfen, sich auf das zu konzentrieren, was man gelesen hat und was man hört.“ Damit nimmt Sanches-Schutte Bezug auf einen neuen Trend, der in den letzten Jahren in den USA, Großbritannien und Frankreich aufgekommen ist. „Adult Coloring“ heißt das Phänomen, bei dem Erwachsene Malbücher gestalten: gegen Stress und zur Entspannung. Damit ist gleichzeitig auch ein neuer Absatzmarkt erschlossen worden: Unter den 100 meistverkauften deutschen Büchern des Onlinehändlers Amazon befänden sich zehn Malbücher für Erwachsene, teilte die Zeit mit.

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ADRA Deutschland schickt über 34.500 Weihnachtspakete nach Osteuropa

Die Pakete gingen nach Albanien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kosovo, Litauen, Mazedonien, Serbien und Weißrussland. Unter den Sendungen waren auch 1.864 Pakete und 50 Kisten aus den Niederlanden sowie 460 Pakete und 27 große Kartons aus Luxemburg. Zusätzlich schickte ADRA Schweiz 3.355 Weihnachtspakete nach Moldawien. ADRA Österreich brachte 6.302 Geschenksendungen nach Albanien und Lettland.

Weitere Informationen: www.kinder-helfen-kindern.org

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Evangelischer Militärbischof kritisiert Frührekrutierung Jugendlicher

Keine Kindersoldaten bei der Bundeswehr
„Kindersoldaten darf es bei der Bundeswehr nicht geben“, stellte Rink fest. Die Ausbildung Jugendlicher zu Soldaten sei brisant, weil dies die Idee der Parlamentsarmee zumindest in Frage stelle, wenn Menschen ohne Wahlrecht Soldaten werden. Mit Eintritt in die Bundeswehr erklärten die Minderjährigen sich unter Einwilligung der Eltern per Unterschrift zu bewaffneten Auslandseinsätzen prinzipiell bereit. Das geschähe in einem Alter, in dem sie die vollen politischen Rechte des Staatsbürgers nicht besäßen und weitreichenden Jugendschutzbestimmungen unterlägen. In Auslandseinsätze der Bundeswehr würden junge Soldatinnen und Soldaten jedoch erst geschickt, wenn sie volljährig sind.

Allerdings sei zu bedenken, dass die Anhebung des Eintrittsalters auf 18 Jahre die Bundeswehr für viele junge Leute berufsbiografisch weniger attraktiv mache. Dem Militärbischof sei klar, dass es nicht zielführend ist, Jugendliche in Warteschleifen an Schulen zu belassen, bis sie ihre Volljährigkeit erreicht haben. Rink schlug vor, Schulabgänger in ein soziales Jahr zu schicken, um sie bei der Berufsfindung zu orientieren. Ein solcher Weg könne dann auch in die Bundeswehr führen, „deren personeller Aufbau unbestritten stattfinden“ müsse.

Evangelischer Friedensverband ebenfalls gegen Rekrutierung Minderjähriger
Auch die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) hatte bereits im letzten Jahr die Rekrutierung Minderjähriger für die Bundeswehr erneut kritisiert. „Es ist nicht hinnehmbar, wenn die Bundeswehr aufgrund eines offenbar größer werdenden Personal- und Nachwuchsmangels zunehmend offensiver unter Jugendlichen Werbung macht. Wenn wir in Europa den Einsatz von Kindersoldaten in Asien oder Afrika kritisieren, dürfen wir nicht übersehen, dass in Deutschland Minderjährige rekrutiert werden“, betonte Dr. Christoph Münchow, Vorsitzender der EAK.

Sorge bereite die jährlich steigende Zahl minderjähriger Soldaten und Soldatinnen in der Bundeswehr. „Denn viele Jugendliche sind noch nicht in der Lage, wirklich die Konsequenzen eines freiwilligen Dienstes in der Bundeswehr zu erkennen“, mahnte Münchow. Darum sollten auch Werbeeinsätze der Bundeswehr an Schulen eingestellt werden. Auf Kritik stoße bei der EAK zudem die Aussage der Bundesregierung, wonach die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes bezüglich der zulässigen Wochenarbeitszeit auf minderjährige Soldatinnen und Soldaten keine Anwendung fänden. „Das zeigt deutlich, dass der Soldatenberuf nicht mit anderen Berufen vergleichbar und die Armee keine normale Arbeitgeberin ist“, so der EAK-Vorsitzende. Die EAK ist innerhalb der „Konferenz für Friedensarbeit im Raum der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)“ der Dachverband für diejenigen, die in den evangelischen Landeskirchen und Freikirchen für Fragen der Kriegsdienstverweigerung und Friedensarbeit zuständig sind.

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„In 40 Tagen zu Gott“

Naether thematisierte anhand der Gestalt des Propheten Elia im biblischen Buch 1. Könige, Kapitel 19, wie in der Biographie des Propheten ein überwältigender Erfolg einem Gefühl der Kraftlosigkeit und des Scheiterns Platz macht. Diese Begebenheit zeige: „Stärke und Begeisterung werden nie zum Besitz!“. Elia habe sich auf eine Reise begeben, um nach 40 Tagen Fußmarsch eine neue Perspektive eröffnet zu bekommen: er erfährt „einen ganz anderen Gott“.

Auch wir dürften so zu Gott kommen, wie wir sind, „und gespannt sein, was er antwortet“, so der Kirchenpräsident weiter. Elia habe durch diese Begegnung mit Gott „wieder Sinn und eine neue Ausrichtung für sein Leben“ bekommen: „er findet den Weg zurück in die Welt.“ Auch uns habe Gott in diese Welt gestellt, „sie auch im neuen Jahr zu gestalten, uns einzubringen auf dem Fundament unseres Glaubens, dass Gott der Herr dieses Welt und unseres Lebens ist“.

Hope Center
Pastor Werner Dullinger (Ostfildern), Präsident des Süddeutschen Verbandes und Vorsitzender der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, ermutigte im Rahmen des Gottesdienstes zum Besuch der sogenannten „Hope Center“ in Bremen und Bensheim (www.hope-center.eu). Ein Hope Center ist nach eigenen Angaben ein Raum für Begegnung: Kultur- und Freizeitangebote, Zeit für Begegnungen sowie Austausch zu Lebensthemen. Dullinger sagte Adventgemeinden, die sich für die Eröffnung eines Hope Centers interessieren, die Unterstützung der Freikirchenleitung zu.

Medienzentrum Stimme der Hoffnung
Der Gottesdienst „In 40 Tagen zu Gott“ wurde im großen TV-Studio des adventistischen Medienzentrums Stimme der Hoffnung in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt aufgezeichnet und im Rahmen des Fernsehprogramms des Hope Channel ausgestrahlt. Rund die Hälfte aller Adventgemeinden in Deutschland hatte angegeben, die Ausstrahlung in ihren Gottesdienst am 13. Januar oder in den nachfolgenden Wochen zu integrieren. In das Fernsehbild war die Übersetzung in Gebärdensprache für Hörgeschädigte eingeblendet.

Der Gottesdienst kann über die Mediathek des Hope Channel abgerufen werden:
http://www.hopechannel.de/tv/mediathek/episode/ml/atem-der-hoffnung/in-40-tagen-zu-gott/

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Philippinen: ADRA leistet Hilfe nach Tropenstürmen

Tropensturm Kai-Tak
Wie ANN berichtete, verwüstete der Tropensturm Kai-Tak ab dem 16.12.2017 die Zentralregion der Philippinen. Überschwemmungen und Erdrutsche beschädigten Straßen und Brücken. 40 Tote seien gemeldet worden, weitere Menschen würden noch vermisst. Die Energieversorgungssysteme seien stark beschädigt worden. 1,7 Millionen Menschen seien betroffen.

Tropenstrum Tembin
Am 22. Dezember verursachte der Tropensturm Tembin Sturzfluten und Erdrutsche auf den südlichen Philippinen. Fast 270.000 Menschen seien davon betroffen, es gab laut ANN 200 Todesopfer. Das gesamte Ausmaß der Schäden könne noch nicht vollständig abgeschätzt werden, da die Bewohner sich zunächst mit unmittelbaren Bedürfnissen wie Verlust oder Beschädigung ihrer Häuser und Lebensgrundlagen befassten.

ADRA Philippinen
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Philippinen half zusammen mit Freiwilligen und dem Sozialdienst Adventist Community Services in der stark betroffenen Region Biliran. Etwa 500 betroffene Familien erhielten Lebensmittelpakete mit Lebensmitteln für eine Woche wie Reis und Konserven. „Der Taifun hat unsere gesamte Ernte ruiniert und wir wissen nicht, wo wir Lebensmittel herbekommen. Das [Lebensmittelpaket] wird eine große Hilfe für mich und meine Kinder sein“, so ein Landwirt aus Biliran.

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Liberia: Präsidentin weiht adventistische Einrichtung ein

Die Präsidentin gratulierte den Mitgliedern der Siebenten-Tags-Adventisten, die mit ihren Spenden den Bau des Gästehauses ermöglicht hätten. Weiter sprach sie über die Entwicklung adventistischer Schulen in städtischen und ländlichen Gebieten des Landes. Sie erwähnte darüber hinaus positiv die Präsenz adventistischer Missionare, die Solidarität zeigen und die Menschen zum Gebet aufrufen würden. Liberia gehörte zu den westafrikanischen Ländern, welche 2014 von der Ebolafieber-Epidemie heimgesucht wurden. In Liberia gebe es über 17.000 Adventisten bei einer Gesamtbevölkerung von 4,6 Millionen, so Adventist Today.

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Hilfswerk Open Doors stellt „Weltverfolgungsindex 2018“ vor

Mit dem neuen Weltverfolgungsindex 2018 mache Open Doors auf die zunehmend bedrohliche und dramatische Lage von Christen in den 50 Ländern aufmerksam, in denen sie aufgrund ihres Glaubens am stärksten verfolgt würden, teilte das Hilfswerk mit. In diesen Ländern leben etwa 4,8 Milliarden Menschen, von denen sich mehr als 600 Millionen zum christlichen Glauben bekennen. Davon seien über 200 Millionen einem hohen Maß an Verfolgung ausgesetzt. Die erstgenannten Länder des Weltverfolgungsindex sind laut WVI 2018: 1. Nordkorea, 2. Afghanistan, 3. Somalia, 4. Sudan, 5. Pakistan, 6. Eritrea, 7. Libyen, 8. Irak, 9. Jemen und 10. Iran. Christen in diesen Ländern litten massiv unter Gewalt, müssten in Straflagern Zwangsarbeit leisten, würden verhaftet, und Kirchengebäude abgerissen.

Gründe für Christenverfolgung
Als Gründe für die Verfolgung nennt Open Doors die Radikalisierung von Islamisten, den Bruderkampf zwischen Sunniten und Schiiten mit ihren Schutzmächten Saudi-Arabien und Iran, ideologisch geprägten Nationalismus auf Basis des Kommunismus, den Personenkult um die „Kim-Dynastie“ sowie einen nationalistisch geprägten Hinduismus und Buddhismus. „Verfolgte Christen brauchen Zeichen der Hoffnung, gerade von den Ländern des christlichen Westens. Das gilt auch für die aus Syrien und dem Irak geflüchteten Christen. Die Stimme der Christen im Nahen Osten, die dort über Jahrhunderte Nächstenliebe und Vergebung gelebt haben, darf nicht verstummen“, so Markus Rode, Vorstandsvorsitzender von Open Doors Deutschland.

Jährlich neuer Weltverfolgungsindex zeigt Dynamik von Christenverfolgung
Seit 1955 setzt sich das christliche Hilfswerk Open Doors mit umfangreichen Hilfsprojekten für verfolgte Christen aller Konfessionen ein, heute in über 60 Ländern. Nach eigenen Angaben sei der Weltverfolgungsindex die weltweit einzige Erhebung, für die verfolgte Christen anhand einer differenzierten und von Experten kontinuierlich weiterentwickelten Methodik jährlich direkt befragt würden. Damit solle ihre Situation möglichst genau erklärt und die Dynamik der Verfolgung verdeutlicht werden.

Weitere Informationen: https://www.opendoors.de/christenverfolgung/weltverfolgungsindex

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Weltkirchenrat vor 70 Jahren gegründet

In der Nieuwe Kerk von Amsterdam wurde am 23.8.1948 der Eröffnungsgottesdienst der ersten ÖRK-Vollversammlung abgehalten. Während die meisten der 147 Gründungsmitglieder europäische und nordamerikanische Kirchen waren, setzt sich die gegenwärtige Mitgliedschaft vorwiegend aus Kirchen in Afrika, Asien, der Karibik, Lateinamerika, dem Nahen und Mittleren Osten sowie dem pazifischen Raum zusammen.

Die römisch-katholische Kirche mit weltweit 1,27 Milliarden Kirchenmitgliedern ist kein Mitglied des Weltkirchenrats, hält aber enge Kontakte zu ihm und gehört einer der tragenden Säulen des ÖRK, der Kommission „Faith and Order“ (Glaube und Kirchenverfassung) als Vollmitglied an. Seit 1965 gibt es auch eine gemeinsame Arbeitsgruppe des Weltkirchenrats und des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen. Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten mit weltweit über 20 Millionen Kirchenmitgliedern ist kein Mitglied des Weltkirchenrats. Sie hat in der Vergangenheit aber gelegentlich an Tagungen des ÖRK als „Berater“ teilgenommen.

Der Weltkirchenrat hat seinen Sitz in Genf. Höchstes Entscheidungsgremium ist die Vollversammlung, die ungefähr alle acht Jahre zusammentritt. Die zehnte und bisher letzte Vollversammlung fand 2013 in Busan/Korea statt. Zwischen den Vollversammlungen tagt jedes zweite Jahr der Zentralausschuss. ÖRK-Generalsekretär ist derzeit der norwegische lutherische Pastor Dr. Olav Fykse Tveit.

Historische Wurzeln
Die historischen Wurzeln des Ökumenischen Rates der Kirchen liegen in den Studenten- und Laienbewegungen des 19. Jahrhunderts, der Weltmissionskonferenz 1910 in Edinburgh und in einer Enzyklika des Patriarchen von Konstantinopel aus dem Jahr 1920, in der die Schaffung eines „Kirchenbundes“ nach dem Vorbild des Völkerbundes vorgeschlagen wurde. Führende kirchliche Persönlichkeiten, die mehr als 100 Kirchen vertraten, beschlossen 1937/38, einen Ökumenischen Rat der Kirchen zu gründen, die Umsetzung dieses Beschlusses wurde durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges jedoch aufgeschoben. 1948 war es dann schließlich soweit.

Ein wichtiges Datum für den Weltkirchenrat war der Beitritt der russisch-orthodoxen Kirche im Jahr 1961. Durch die Ost-West-Bindung kam dem ÖRK in der Zeit des Kalten Krieges eine international beachtete Vermittlerrolle zu. Auch der Kampf gegen die Apartheid in Südafrika zog die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf den Weltkirchenrat.

Einführung des Konsensverfahrens
Zwischen den orthodoxen und den reformatorischen Kirchen kam es in den 1990er-Jahren zu Spannungen. Die Orthodoxen fühlten sich mit dem damaligen Mehrheitswahlsystem bei vielen Entscheidungen benachteiligt, da mehrheitlich protestantische Kirchen vertreten waren. Seit 2006 herrscht das Konsenssystem, das diesen Streitpunkt ausgeräumt hat.

Zum Wesen des Konsensverfahrens heißt es in den „Richtlinien für die Ordnung der Sitzungen des ÖRK“: „Konsens ist ein Verfahren, in dem die Übereinstimmung der Versammelten ohne Zuhilfenahme einer förmlichen Abstimmung gesucht wird. Konsens ist das Ergebnis eines aufrichtigen Dialogs, der von Respekt, gegenseitiger Unterstützung und Ermutigung getragen ist und in dem im Gebet danach getrachtet wird, Gottes Willen zu erkennen.“

Infos: www.oikoumene.org/de/

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US-Außenministerium benennt Staaten mit den schlimmsten Verstößen gegen die Religionsfreiheit

Liste der besondere Besorgnis erregenden Staaten 2017
Auf der Liste der besondere Besorgnis erregenden Staaten (CPC-Staaten) sind Regierungen aufgeführt, die systematische, andauernde und eklatante Verletzungen der Religionsfreiheit begangen oder toleriert haben. Laut US-Außenministerium sind das Burma, China, Eritrea, Iran, Nordkorea, Saudi-Arabien, Sudan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan.

Weitere Länder sollten in die Liste der CPC-Staaten aufgenommen werden
Dr. Daniel Mark, Vorsitzender des USCIRF, sagte: „Die Benennung dieser Länder ist ein wichtiger Schritt, um sicherzustellen, dass sich die USA weiterhin für die internationale Religionsfreiheit einsetzen. Obwohl die USCIRF mit den zehn Ländern auf der Liste des Außenministeriums übereinstimmt, geht sie nicht weit genug. Außenminister Tillerson hätte auch die Zentralafrikanische Republik, Nigeria, Pakistan, Russland, Syrien und Vietnam benennen sollen.“

„Special Watch List“
Das US-Außenministerium habe laut USCIRF auch eine besondere Überwachungsliste (Special Watch List) angekündigt, auf der jene Länder aufgeführt werden sollen, die schwere Verletzungen der Religionsfreiheit begehen oder tolerieren, aber nicht auf die Liste der CPC-Staaten gehören. Das Außenministerium habe lediglich Pakistan auf diese „Special Watch List“ gesetzt.

Die Kommission der Vereinigten Staaten für internationale Religionsfreiheit (USCIRF) fordere seit vielen Jahren, dass das US-Außenministerium auch Pakistan auf die Liste der CPC-Staaten setzt. „Pakistan bedrängt weiterhin seine religiösen Minderheiten, sanktioniert staatlich Diskriminierungen gegen Gruppen wie die Ahmadis und toleriert außergerichtliche Gewalt“, so Daniel Mark. Deshalb sei es überraschend und enttäuschend, dass Pakistan in diesem Jahr nicht auf der Liste der CPC-Staaten sei.

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Frankreich: neue theologische Zeitschrift

Laut Gabriel Monet, Initiator dieses Projekts und seit letztem Sommer neuer Dekan der theologischen Fakultät der adventistischen Hochschule in Collonges-sous-Salève/Frankreich, füllt die Zeitschrift eine Lücke im französischsprachigen adventistischen Bereich. Zwar existieren für unterschiedliche Adressatenkreise verschiedene Zeitschriften, die Artikel zu verschiedenen theologischen Themen enthielten, diese hätten allerdings keinen wissenschaftlichen Anspruch. Französischsprachige adventistische Theologen würden daher in nicht-französischen oder nicht-adventistischen theologischen Zeitschriften publizieren.

Ziel der Zeitschrift
Die Zeitschrift „Servir“ sei seriös und wissenschaftlich, solle aber nicht elitär oder zu technisch wirken, so EUD NEWS. Darüber hinaus soll die Zeitschrift Synergien zwischen den verschiedenen französischsprachigen adventistischen Fakultäten in Kamerun, Haiti, Madagaskar und Frankreich erzeugen. Die theologische Fakultät der adventistischen Hochschule in Collonges-sous-Salève hoffe, mit dieser Zeitschrift allen Bibelwissenschaftlern, Historikern, systematischen und praktischen Theologen eine Möglichkeit zu bieten ihre Forschung und Reflexionen zu veröffentlichen.

Titel der Zeitschrift
Der Titel „Servir“ (Dienen) mache deutlich, dass theologische Forschung auch einen Beitrag zum Dienst leisten könne. Ein gleichnamiges Magazin wurde bereits vor etlichen Jahren von der Predigtamtsabteilung der teilkontinentalen Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in West- und Südeuropa herausgegeben, im Jahr 1999 allerdings eingestellt. Die Zeichnung auf dem Cover der Zeitschrift vermittele die Idee, dass jede Handlung (symbolisiert durch die Hand) von Gott durch seinen Heiligen Geist (symbolisiert durch die Taube) unterstützt und inspiriert werden solle. Weitere Informationen: http://www.campusadventiste.edu/etudier/faculte-adventiste-de-theologie/revue-servir-91.html

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