Jamaika: Team der adventistischen Universität gewinnt internationalen Wettbewerb

Miami, Florida/USA | 1. Juni 2018 | APD |

Das Team der adventistischen Northern Caribbean University (NCU, Mandeville/Jamaika) hat den Internationalen Geschäftsmodell-Wettbewerb (International Business Model Competition, IBMC) 2018 gewonnen. Die Preisverleihung von 30.000 US-Dollar mit Trophäe fand am 11. Mai in Provo, Utah/USA statt. Nach Angaben der Kommunikationsabteilung der teilkontinentalen Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Mittelamerika (IAD-News) nahmen am Wettbewerb 5.000 Mitbewerber von 500 Universitäten aus 30 Ländern weltweit teil.

„Wir freuen uns, dass unsere Studenten nach Utah gegangen sind und den renommierten Internationalen Geschäftsmodell-Wettbewerb gewonnen haben“, sagte Dr. Lincoln Edwards, Präsident der NCU. „Es ist beeindruckend, dass die ersten beiden Plätze von jamaikanischen Teams gewonnen wurden, wobei der zweite Platz an das Team der University of the West Indies ging.“ Der von der Brigham Young University im Jahr 2010 ins Leben gerufene Internationale Geschäftsmodell-Wettbewerb (IBMC) ist nach eigenen Angaben erste und größte „schlanke Gründer-Wettbewerb“ weltweit. Er soll das kreative und innovative Denken von Studenten unterstützen und das Wachstum der lokalen Industrie fördern.

Erster Preis: BEASC Technologies
Das Team der NCU trat mit dem Start-Up-Unternehmen „BEASC Technologies“ an. Im Bereich der Agrartechnologie wurde hier ein Gerät entwickelt, das im Kampf gegen Nahrungsmittel-Schädlinge eingesetzt werden kann. In Jamaika, aber auch in anderen Ländern wie Nigeria, Ghana, Südafrika, Australien, Brasilien und den Südstaaten der USA entstünden große Schäden durch Raupen des Nachtfalters der Gattung „Spodoptera exigua“ sowie durch den sogenannten „Herbst-Heerwurm“ (Spodoptera frugiperda), teilte IAD-News mit. Der Schädling stelle eine Bedrohung für die Ernährungssicherheit von Jamaika dar.

Das Gerät von Beasc Tech beinhaltet die Verwendung eines Pheromonrezeptors, der den Schädling im Mottenstadium fängt und mit Hochspannungsstrom tötet. Das System nutzt Sensoren, um die Bedrohungslage auf einzelnen Grundstücken zu erkennen und erlaubt es Landwirten zusätzlich, Geodaten zu sammeln, um Niederschlagsmengen, Feuchtigkeit, Bodenart und vieles mehr zu überprüfen.

„Das Besondere an diesem Gerät ist, dass es Solarenergie nutzt und ein komplettes smartes Farm-System darstellt“, erklärte Hazel Wright O'Connor, der Coach des Teams der NCU. Das Geschäftsmodell soll zukünftig kommerzialisiert werden, um Landwirtschaft zu automatisieren und damit Schwellenländern zu helfen, auf dem globalen Markt wettbewerbsfähiger zu werden.

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