Malawi: Adventistische Gesundheitsexpo für Parlamentsabgeordnete

Laut Nyasa Times richtete Dr. Greg Saunders, Chefchirurg des Adventistischen Gesundheitszentrums in Malawi, eine Botschaft über lebensstilbedingte Krankheiten an die Politiker. „Wir haben auch mit einigen der Abgeordneten gesprochen, und einige haben eine Diagnose zu Blutdruck, Zuckerwerten, Fettleibigkeit, Temperatur und Gewicht erhalten“, so Saunders. „Dies ist eine Gelegenheit für sie, Lebensstil-Veränderungen in Bezug auf das, was sie essen, wie sie sich bewegen, wie sie schlafen und verschiedene Aspekte ihrer Gesundheit vorzunehmen.“

Rückmeldung Politiker
Peter Kumpalume, Parlamentsabgeordneter des Bezirks Blantyre-West, sagte, die Expo sei in Bezug auf Gesundheit informativ: „Unsere Gesundheit hängt von einer Reihe von Aspekten ab, wie z.B. Bewegung, gutes Essen, innere Ruhe und andere. Ein Gesundheitsscore ist also wichtig, weil er Ihnen sagt, welche Bereiche Sie verbessern müssen“, so Kumpalume.

Adventisten in Malawi
In Malawi, das eine Bevölkerung von über 16 Millionen aufweist, versammeln sich 516.663 Siebenten-Tags-Adventisten in 1.425 Kirchen um am Samstag (Sabbat) ihren Gottesdienst zu feiern.

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Sint Maarten: ADRA wirkt bei psychosozialem Training mit

Zum Training in der Hauptstadt Philipsburg kamen mehr als 35 medizinische Fachleute aus verschiedenen Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen zusammen. Es beinhaltete ein psychologisches Modell (Community Resiliency Model), welches Einzelpersonen befähige, besser mit Stress und traumatischen Ereignissen umzugehen. ADRA Karibik koordinierte das Training zusammen mit der Regierung von Sint Maarten, dem International Behavioral Health Trauma Team der Loma Linda Universität (Kalifornien/USA) und dem Trinidad and Tobago Behavioral Health Trauma Team.

Weitere psychosoziale und mentale Förderprogramme
St. Maartens Gesundheitsminister Emil Lee lobte ADRA für die Unterstützung auf der Insel. Als Ergebnis der jüngsten Schulung habe sich das Ministerium für Gesundheitswesen, soziale Entwicklung und Arbeit mit der Bitte an ADRA gewandt, im Laufe dieses Jahres zusätzliche Förderprogramme für lokale Fachkräfte zu planen, die im Bereich der psychosozialen Betreuung arbeiten, sagte Alexander Isaacs, Geschäftsführer von ADRA Karibik. Im November 2018 soll daher ein weiterer Kurs für Fachleute angeboten werden, die in den Bereichen Trauma, Katastrophenmanagement und Resilienz arbeiten.

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Uganda: ADRA kooperiert mit Welternährungsprogramm der UN

Die im Juni 2018 vereinbarte Partnerschaft werde es ADRA ermöglichen, mehr als 85.000 Flüchtlinge, die derzeit im Bezirk Kamwenge im Westen Ugandas leben, mit Lebensmitteln zu versorgen. Es werde mit einem ansteigenden Zustrom von Flüchtlingen gerechnet, da viele Bürger aus der Demokratischen Republik Kongo und dem Südsudan durch langwährende Konflikte gezwungen würden, die Grenze nach Uganda zu überschreiten.

„Diese kürzlich unterzeichnete Partnerschaft mit dem WFP wird es ADRA ermöglichen, die Ursachen von Nahrungsmittelunsicherheit und Unterernährung anzugehen und auch das soziale Sicherungssystem von Flüchtlingen und Aufnahmegemeinden zu verbessern“, sagte Charles Ed II Aguilar, Landesdirektor von ADRA Uganda. Mit zusätzlichen Nahrungsmitteln durch die Hilfe des WFP sowie finanzieller Unterstützung könne ADRA Uganda ein Jahr lang täglich nahrhafte Mahlzeiten bereitstellen und den Flüchtlingen helfen, Einkommen zu erzielen.

Langjährige Präsenz in Uganda
Seit 1987 habe ADRA eine solide Präsenz in Uganda aufgebaut. ADRA fördert, neben der Zusammenarbeit mit dem Welternährungsprogramm (WFP) in der Lebensmittelverteilung, Schulgarteninitiativen in mehreren Flüchtlingssiedlungen, um Schulernährungsinitiativen in ausgewählten Flüchtlingsschulen stärken.

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Pastor Rainer W. Burkart erhält Menno-Simons-Predigtpreis 2018

Das Gemeinsame über das Trennende stellen
Laut den Mennonitischen Nachrichten „Mennonews.de“ hielt Rainer Burkart die prämierte Predigt zum 500. Jahrestag der Reformation am 31. Oktober 2017 in einem gemeinsamen Abendmahlsgottesdient von evangelischen und mennonitischen Gläubigen in der protestantischen Kirchengemeinde Enkenbach/Pfalz. In seiner Predigt würdigte er den Versöhnungsprozess der Mennoniten mit den Lutheranern, der einen solchen Gottesdienst mit gemeinsamer Abendmahlsfeier erst ermöglicht hätte. Versöhnung könne gelingen, wenn Schuld bekannt, Vergebung gewährt und das Gemeinsame über das Trennende gestellt werde. Wenn Menschen auch heute nach ihrer kulturellen oder sozialen Herkunft sowie nationalen oder ethnischen Zugehörigkeit beurteilt und eingeteilt würden, sei die Gemeinde Jesu Christi aufgerufen, eine neue Wirklichkeit abzubilden und zu leben. Grundlage dieser Predigt war die biblische Zusage des Apostels Paulus: „Ihr seid alle eins in Christus Jesus“ (Galater 3, 28). Mit dieser Haltung könne eine Einheit gestaltet werden, die Verschiedenheit zulasse.

Ökumenisch engagiert
Rainer W. Burkart (59) ist seit 2011 Pastor der Mennonitengemeinden Enkenbach und Neudorferhof, so „Mennonews.de“. Er wuchs in einer mennonitischen Familie auf und wurde in der Mennonitengemeinde Regensburg auf das Bekenntnis seines Glaubens getauft. Nach der Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer studierte er Theologie an der lutherischen Augustana-Hochschule in Neuendettelsau und an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sowie an den Associated Mennonite Biblical Seminaries in Elkhart, Indiana (USA). Dieses Studium schloss er 1987 als Magister ab. Burkart hat zusätzlich eine Ausbildung in Klinischer Seelsorge absolviert und arbeitete ehrenamtlich auch als Notfallseelsorger.

Pastor Rainer Burkart engagiert sich seit seiner Jugend auf verschiedenen Ebenen in der Ökumene. Von 1993 bis 1997 war er Freikirchlicher Referent in der Ökumenischen Centrale, die Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK Deutschland) in Frankfurt/Main. Er vertrat die deutschen Mennoniten in der Mennonitischen Weltkonferenz und gestaltete den Versöhnungsprozess zwischen Lutheranern und Mennoniten als „Co-Geschäftsführer“ der Internationalen Studienkommission mit. Burkart ist Mitherausgeber der ökumenischen Zeitschrift „Una Sancta“.

Der Predigtpreis
Die prämierte Predigt wird am 9. Dezember 2018 (2. Advent) um 10 Uhr im Gottesdienst der Mennonitenkirche Hamburg-Altona zu hören sein. Im Anschluss findet laut „Mennonews.de“ die öffentliche Preisverleihung statt.

Mit dem Menno-Simons-Predigtpreis sollen Predigten angeregt und gewürdigt werden, die das biblische Zeugnis im Licht der täuferisch-mennonitischen Tradition zur Sprache bringen, so die Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen der Universität Hamburg. Im Horizont gelebter Ökumene sollen sie friedenskirchliche Orientierung fördern und durch Glaubwürdigkeit überzeugen, um spirituelle Stärkung zu bieten. Ferner sollen die Predigten über die eigenen konfessionellen Grenzen hinaus zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen des öffentlichen Lebens anregen.

Der Preis wurde von Dr. h.c. Annelie Kümpers-Greve (Mennonitengemeinde Hamburg) gestiftet, die im Frühjahr 2017 verstarb. Er wird seit 2008 jährlich verliehen, ist mit 2.000 Euro dotiert und geht zur Hälfte an den Prediger/die Predigerin, zur anderen Hälfte an die Gemeinde, zu der er/sie gehört, um wissenschaftlich reflektierte Bibelarbeiten im Wirkungsfeld der Predigenden zu fördern. Es können eigene oder fremde Predigten von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Pastoren/Pastorinnen eingereicht werden, vornehmlich aus Mennonitengemeinden in Europa und Südamerika, aber auch aus anderen Kirchen.

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Fünf Jahre Desert Flower Center im Krankenhaus Waldfriede

Der Name „Desert-Flower Center“ geht auf das Wirken des ehemaligen Topmodels und der früheren UN-Sonderbotschafterin Waris Dirie (53) zurück, die durch ihre Biografie „Wüstenblume“ (englisch: Desert Flower) und den gleichnamigen Film weit bekannt wurde. Darin schildert die gebürtige Somalierin, die selbst mit fünf Jahren Opfer von FGM wurde, ihren Leidens- und Lebensweg. Waris Dirie eröffnete am 11. September 2013 das Berliner Zentrum und übernahm auch die Schirmherrschaft. Damit ist „Waldfriede“ Kooperationskrankenhaus der von ihr 2002 gegründeten „Desert Flower Foundation“, Wien, und weltweit die erste Einrichtung, die Opfer von Genitalverstümmelung ganzheitlich betreut.

Auch in Deutschland Opfer mit Genitalverstümmelung
Laut der Menschenrechtsorganisation für Frauen TERRE DES FEMMES, mit Sitz in Berlin, leben in der Europäischen Union rund 500.000 von weiblicher Genitalverstümmelung betroffene sowie 180.000 gefährdete Mädchen und Frauen. Nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wird FGM vorwiegend in 29 Ländern Afrikas und in wenigen arabischen und asiatischen Staaten, aber auch innerhalb von Migrantengemeinden in Europa oder Nordamerika praktiziert. Selbst in Deutschland gebe es 50.000 Opfer mit Genitalverstümmelung.

Lebensqualität zurückgeben
Das Desert Flower Center Waldfriede (DFC) gehört zum Zentrum für Darm- und Beckenbodenchirurgie am Krankenhaus Waldfriede. Es wird von Chefarzt Dr. Roland Scherer, Professor für Koloproktologie, geleitet. Frauen mit FGM erhalten am DFC medizinische Hilfe und psychosoziale Betreuung. Professor Scherer und sein Team behandeln im DFC Waldfriede die Folgen weiblicher Genitalverstümmelung wie chronische Beschwerden und Schmerzen. Das sind insbesondere Vernarbungen, Scheiden-Darm-Fisteln, Scheiden-Blasen-Fisteln, Schließmuskelverletzungen sowie Harn- und Stuhlinkontinenz. Auch die Plastische Wiederherstellungschirurgie zur Rekonstruktion der Klitoris und des äußeren Genitales sei im Desert Flower Center möglich, ebenso eine psychosoziale Betreuung und Beratung. Scherer gab allerdings zu bedenken: „Wir können die Verstümmelungen der Frauen nicht vollständig rückgängig machen, aber wir können ihnen Lebensqualität zurückgeben.“ Auch wirkten die Operationen Gefahren entgegen, die den Frauen bei einer Schwangerschaft und Geburt nach einer FGM drohten.

Kostenfreie Behandlung
„Alle Operationen, die bei uns durchgeführt werden, sind medizinisch begründete Operationen, werden also bei in Deutschland versicherten Patientinnen von der Krankenkasse oder gegebenenfalls vom Sozialamt übernommen. Es handelt sich schließlich nicht um kosmetische Korrekturen oder gar um eine Schönheitsoperationen“, betonte Kooperationspartner Dr. Uwe von Fritschen, Chefarzt der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie im HELIOS Klinikum Emil von Behring, Berlin. Für Frauen, die direkt aus dem Ausland ins DFC nach Berlin-Zehlendorf kämen, keine Krankenversicherung hätten oder deren Krankenversicherung aus verschiedenen Gründen nicht für die Behandlung aufkomme, übernehme der Förderverein Krankenhaus Waldfriede e.V. die Kosten.

FGM-Opfer meist traumatisiert
Die ärztliche Koordinatorin im Desert Flower Center, die Oberärztin für Chirurgie Dr. Cornelia Strunz, berichtete, dass die meisten Frauen, welche zu ihrer Sprechstunde kämen, traumatisiert seien. Deshalb erhielten die Frauen auf Wunsch psychosoziale Beratung und Beistand vor, während oder nach der Behandlung. Nina Zahn, Pädagogin im Sozialdienst des Krankenhauses Waldfriede kümmere sich um soziale Belange der Frauen. Wichtige Gesprächspartnerinnen für die Frauen seien Evelyn Brenda (Kenia) und Farhia Mohamed (Somalia). Beide stammten aus Ländern, in denen FGM praktiziert werde. Sie hätten sehr viel Erfahrung und verstünden aufgrund ihrer Wurzeln die Perspektive der Frauen. Sie arbeiteten ebenso als Dolmetscherinnen in dem Team und ermöglichten die erfolgreiche Kommunikation untereinander und miteinander. „Es ist wichtig, dass wir den Kontakt zu den Frauen auch nach der Behandlung im DFC halten. Ich möchte wissen, wie es den Frauen geht, auch Jahre später noch“, so die Oberärztin.

Seit Januar 2015 gebe es im Desert Flower Center Waldfriede auch eine Selbsthilfegruppe, die sich einmal pro Monat treffe, informierte Cornelia Strunz. In Gruppengesprächen mit Übersetzerin und Therapeutin tauschten die Frauen ihre Erfahrungen aus und unterstützten sich gegenseitig bei der Bewältigung von Problemen. Unter der Anleitung der Physiotherapeutin Nicole Dittwald fänden unterschiedliche Formen von physiotherapeutischer Körperarbeit statt.

Louise-Schroeder-Medaille für Krankenhaus Waldfriede
Für die Arbeit im Desert Flower Center erhielt das Krankenhaus Waldfriede die Louise-Schroeder-Medaille 2016 verliehen. In der Ehrungsurkunde wurde vor allem die ganzheitliche Betrachtung der Frauengesundheit im DFC Waldfriede hervorgehoben, die gerade in einer Stadt wie Berlin – mit hohem Migrationsanteil in der Bevölkerung – große Anerkennung und Unterstützung verdiene. So könne nicht nur den betroffenen und zutiefst traumatisierten Frauen geholfen, sondern auch zur Aufklärung über das grausame Ritual der weiblichen Genitalverstümmelung beigetragen werden. Die Louise-Schroeder-Medaille gilt als höchste Auszeichnung der Stadt Berlin und wird seit 1998 jährlich auf Vorschlag des Kuratoriums „Louise-Schroeder-Medaille“ durch den Präsidenten des Abgeordnetenhauses Berlin an eine Persönlichkeit oder Institution verliehen, die in besonderer Weise dem politischen und persönlichen Vermächtnis von Louise Schröder (1887 – 1957) Rechnung trägt. Sie engagierte sich zeitlebens stark im sozialen Bereich und setzte sich für die Gleichstellung von Frauen ein.

„Waldfriede“ mit umfangreichem Angebot
Das 1920 gegründete 160-Betten Krankenhaus Waldfriede in Berlin-Zehlendorf ist eine Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. In dem akademischen Lehrkrankenhaus der Charité-Universitätsmedizin Berlin werden jährlich etwa 13.500 Patienten stationär und 58.000 ambulant behandelt. Neben elf Fachabteilungen gehört zu „Waldfriede“ ein ambulanter häuslicher Pflegedienst (Sozialstation), eine Kurzzeitpflege, die Akademie für Gesundheits- und Krankenpflege, das Projekt „Babywiege“ (Babyklappe) für Mütter in Not sowie eine Kindertagesstätte. Schon 1993 entstand das Gesundheitszentrum „PrimaVita“ mit präventiv-medizinischem und gesundheits-förderndem Auftrag als erste krankenhauseigene Einrichtung ihrer Art in Deutschland. Es verfügt seit dem Jahr 2008 zusätzlich zu den Sporträumen über ein Schwimmbad am Teltower Damm in Berlin-Zehlendorf. Insgesamt würden pro Jahr 5.000 Interessenten an den Kursen und Dauergruppen des „PrimaVita“ teilnehmen. Das Zentrum bietet seit 2010 auch einen „Medical Check Up“ an.

Im Januar 2012 folgte die Übernahme der „Privatklinik Nikolassee“ in der Von-Luck-Straße. Die Villa hat Platz für 16 Patienten mit internistischen, psychosomatischen und psychischen Erkrankungen. Im Mai 2017 übernahm das Gesundheitsnetzwerk Waldfriede das Seniorenhaus „Arche“ (jetzt „Seniorenhaus Waldfriede“) in der Adolfstraße in Berlin-Zehlendorf. Die im Jahr 2007 gegründete Einrichtung verfügt über ein 5.300 Quadratmeter großes Grundstück und beschäftigt 60 Mitarbeitende, die sich um 84 Bewohner in 70 Einzel- und sieben Doppelzimmern kümmern. Im Juni 2017 wurde die „Tagesklinik Waldfriede“ am Botanischen Garten eröffnet. Die Einrichtung wendet sich mit ihrem teilstationären Angebot an Menschen mit psychiatrisch-psychosomatischen Erkrankungen, wie Depressionen, Ängsten, Zwängen und Suchtfolgestörungen. Laut Geschäftsführer Bernd Quoß sei das Netzwerk Waldfriede mittlerweile der vielfältigste Medizin- und Pflegeanbieter im Berliner Südwesten und mit rund 950 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber im Bezirk Steglitz-Zehlendorf.

Das Krankenhaus Waldfriede ist unter anderem Mitglied im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz sowie Teil des weltweiten „Adventist Health System“ der Siebenten-Tags-Adventisten. Weitere Informationen unter: www.krankenhaus-waldfriede.de

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Mosambik: ADRAs erster Wasserkiosk getestet

„Wir freuen uns sehr über diesen Kiosk. Für den gesamten Stadtbezirk ist dies von großem Wert“, sagte die Bürgermeisterin von Mocuba, Beatriz Gulamo. Sie nahm mit einer Gruppe von über 100 Personen an der Eröffnung des neuen Wasserkiosks teil. Der neue Wasserkiosk stelle täglich 20 Liter sauberes Wasser pro Person für mehr als 1.000 Menschen zur Verfügung, berichtete ADRA. Der Bezirk Mocuba in der Provinz Zambezia leide seit Jahren unter unzureichender Wasserversorgung. Vor dem Errichten des Wasserkiosks bezogen viele Bewohner Wasser aus kontaminierten Brunnen oder sogar aus dem nahegelegenen Fluss, so das Hilfswerk.

Wasserkiosk statt Brunnen
„Obwohl Wasserverkauf nicht neu ist, ist ADRAs Wasserkiosk-Ansatz einzigartig, weil es ein selbsttragendes Geschäftsmodell ist, das außerdem sauberes Trinkwasser verteilt“, sagte Jason Brooks, Mitarbeiter bei ADRA International. „Der Ansatz, einfach nur Brunnen zu bohren und die Bevölkerung darin zu schulen sie zu reparieren, musste einem nachhaltigeren Service für eine größere Anzahl von Menschen weichen. ADRA will den kosteneffektivsten und langlebigsten Wasserdienst anbieten, der nicht wegen fehlender Mittel für Reparaturen zusammenbricht. Mit einer 15-jährigen Präsenz in Mocuba und einem großen Bedarf an sauberem Wasser wählte ADRA das Viertel mit 6.000 Einwohnern als ersten Startpunkt für die Installation des Wasserkiosks.“

Finanzierung und Funktion
Die Finanzierung des Wasserkiosks stammt aus verschiedenen Quellen, darunter ein Beitrag der Gesundheitsabteilung der adventistischen Weltkirchenleitung in Höhe von 60.000 US-Dollar. Grundfos, ein globaler Pumpenhersteller, lieferte die Wasserpumpen-Technologie des Kiosks. Der Kiosk wird mit Solarzellen betrieben und verfügt über mehrere Wasserhähne, zwei Videomonitore mit Sanitär- und Hygiene-Tipps, Eisspender, Wasch- und Recyclingmöglichkeiten sowie Ladegeräte für Mobiltelefone, mit denen man dort auch Handy-Guthaben kaufen kann.

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ADRA erhält Spendenzertifikat des Deutschen Spendenrates

In einem Festakt zum 25-jährigen Bestehen des Deutschen Spendenrates e. V. erhielt Christian Molke, geschäftsführender Vorstand von ADRA Deutschland e. V., in Berlin das Spendenzertifikat von Stefan Zierke, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, überreicht. Die für drei Jahre gültige Auszeichnung belege, dass die Hilfsorganisation ADRA Deutschland mit den ihr anvertrauten Geldern und Spenden zweckgerichtet und wirtschaftlich umgehe. „Unsere Spender und Unterstützer schenken uns großes Vertrauen. Dies verpflichtet uns zu einem verantwortungsvollen und effizienten Umgang mit den uns zur Verfügung gestellten Mitteln. Es bedeutet mir sehr viel, für diese Transparenz heute ausgezeichnet zu werden“, so Molke.

Der Deutsche Spendenrat ist ein Dachverband von 66 Spenden sammelnden Mitgliedsorganisationen, der sich für die Stärkung von Transparenz im deutschen Spendenwesen einsetzt. ADRA Deutschland führt Projekte der Entwicklungszusammenarbeit und in der Katastrophenhilfe durch und ist seit 2013 Mitglied im Deutschen Spendenrat.

Spendenzertifikat erst seit 2017
Das Spendenzertifikat wird erst seit 2017 vergeben und ist Teil einer zweistufigen Qualitätssicherung. In einer ersten Stufe verpflichten sich die Mitgliedsorganisationen gegenüber der Öffentlichkeit, ihre Strukturen, Tätigkeiten, Projekte und Finanzen jährlich transparent zu veröffentlichen. In einer zweiten Stufe wird die zweckgerichtete, wirtschaftliche und sparsame Mittelverwendung nach strengen Kriterien des Spendenrates geprüft. „Unser Spendenzertifikat ist das einzige Prüfverfahren in Deutschland, bei dem unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaften die Qualitätskontrolle übernehmen“, betonte Wolfgang Stückemann, Vorsitzender des Deutschen Spendenrates, bei der Verleihung des Zertifikates.

ADRA
ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine internationale Nichtregierungs-Organisation. ADRA Deutschland wurde 1987 von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland gegründet und gehört zu einem weltweiten Netzwerk mit über 130 nationalen ADRA-Büros.

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Bermuda: Adventistin erhält britische Auszeichnung

Judith James setzte sich für die Bildung junger Menschen ein und hat die Kampagne „Lesen macht Spaß“ in Schulen auf den Bermudainseln gefördert. Sie unterrichtete 47 Jahre lang im öffentlichen Schulsystem der Bermudainseln, bevor sie in den Ruhestand ging, so AT unter Berufung auf Bernews. Judith James erhielt die Auszeichnung „Queen’s Certificate and Badge of Honour“.

Geburtstagsehrenliste der britischen Königin
Über 1.000 Menschen wurden auf der „Queen’s Birthday Honors List“ 2018 ausgezeichnet. Die Liste wird von der britischen Regierung erstellt und von Königin Elizabeth II. genehmigt. Sie erscheint zweimal im Jahr, einmal zu Neujahr und einmal anlässlich des Geburtstags der Königin. Die diesjährige Liste wurde am 8. Juni veröffentlicht.

Adventisten auf den Bermudainseln
Auf den Bermudainseln, die eine Einwohnerzahl von rund 65.000 Menschen aufweisen, versammeln sich rund 4.000 getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 11 Kirchengemeinden, um am Sabbat (Samstag), dem biblischen Ruhetag, ihren Gottesdienst zu feiern.

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„Lasst die kleinen Kinder …“

In dem Appell verweist die Kirchenleitung auf das Lukasevangelium Kapitel 18, Verse 16 und 17, wo berichtet wird, dass Eltern ihre Kinder zu Jesus bringen wollten, damit er sie segnet. Doch die Jünger Jesu wiesen die Leute schroff zurück, um ihren Lehrer vor Belästigung zu schützen. Da rief Jesus die Kinder zu sich und sagte zu den Jüngern: „Lasst die kleinen Kinder zu mir kommen, hindert sie nicht daran. Denn für Menschen wie sie ist das Reich Gottes da. Ich versichere euch: Wer nicht wie ein Kind glaubt, wird nicht ins Reich Gottes kommen.“ Diesen Worten Jesu könne man heute noch Vertrauen schenken, so die NAD.

Aktuelle Vorfälle in den Vereinigten Staaten zeigten, dass kleine Kinder und minderjährige Jugendliche beim illegalen Grenzübertritt von ihren Eltern getrennt würden. Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Nordamerika schließe sich anderen Glaubensgemeinschaften an, die „ihre Besorgnis über diese Aktionen zum Ausdruck bringen“. Die Adventisten seien „zutiefst beunruhigt“, dass von den Regierenden Bibeltexte benutzt würden, um diese Handlungsweise zu rechtfertigen.

„Wir fordern alle politischen Parteien nachdrücklich dazu auf, schnell eine gemeinsame Entschließung zu finden, die nicht nur diese getrennten Familien wieder zusammenbringt, sondern auch verhindert, dass so etwas jemals wieder geschieht. Auch wenn wir das Recht unserer Regierung bekräftigen, ihre Grenzen zu schützen und geltende Gesetze durchzusetzen, so ist es doch eine moralische Verpflichtung dieses Landes, alle zu schützen, die unsere Grenzen überschreiten.“

Die Nordamerikanische Kirchenleitung der Adventisten verweist dazu auf ein Bibelwort aus Römer 13,10: „Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.“ Sie fordert ihre Mitglieder auf, für die Familien, die derzeit getrennt sind und in Angst leben, zu beten, damit sie bald Frieden und Freude in den Armen ihrer Lieben finden.

Adventisten in Nordamerika
In Nordamerika (USA und Kanada) gibt es 1,2 Millionen erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 6.257 örtlichen Kirchengemeinden. Sie unterhalten dort unter anderem 13 Universitäten, 111 höhere und 728 Grundschulen sowie 65 Krankenhäuser, vier Kliniken und 28 Altenheime.

Der Appell „Suffer the Little Children …“ ist in Englisch im Internet zu finden unter:
http://www.nadadventist.org/news/suffer-little-children

US-Justizminister beruft sich auf die Bibel
US-Justizminister Jeff Sessions hat die Einwanderungspolitik der US-Regierung mit der Bibel verteidigt. Er verwies auf das 13. Kapitel des Römerbriefes. Dort schreibt der Apostel Paulus in den Versen 1 und 2: „Jeder Mensch soll sich den staatlichen Behörden unterordnen. Denn es gibt keine staatliche Behörde, die nicht von Gott gegeben ist. … Das heißt: Wer sich gegen die staatliche Ordnung auflehnt, lehnt sich damit gegen die Anordnung Gottes auf. Und wer das tut, wird hart bestraft“ (BasisBibel).

Solch eine einseitige Bibelanwendung beunruhige die Adventisten in Nordamerika zutiefst. Die NAD weist in ihrem Appell darauf hin, dass im selben Kapitel des Römerbriefes der Apostel Paulus auffordere, dem Mitmenschen mit Liebe zu begegnen und ihm nichts Böses anzutun. Nach Medienberichten sollen inzwischen in den USA 2.000 Minderjährige in provisorisch eingerichteten Lagern oder bei Pflegefamilien untergebracht sein. Den Eltern werde in der Regel nicht mitgeteilt, an welchem Ort sich ihre Kinder befinden.

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Darmstadt: Abitur am adventistischen Schulzentrum Marienhöhe

Die Bestnoten gingen laut Schulzentrum an vier Schüler (1,2 und 1,3 sowie zwei Mal 1,4). Weitere sechs Schüler erzielten einen Durchschnitt von 1,5. Dabei sei besonders hervorzuheben, dass zwei chinesische Schüler erst vor drei Jahren mit Grundkenntnissen in der deutschen Sprache auf das Marienhöher Internat kamen, um in Deutschland das Abitur zu machen, so die Schulverwaltung. Mit viel Einsatz und Engagement hätten sie die Herausforderungen des Schulbesuchs in einer Fremdsprache gemeistert. Beide Schüler planten im Anschluss ein Studium in Deutschland.

Dr. Christian Noack, Schulleiter der Marienhöhe, betonte in seiner Ansprache die herausragende gegenseitige Unterstützung in der Jahrgangsstufe und ermutigte die Schülerinnen und Schüler, sich auch auf ihrem weiteren Lebensweg an Gottes Liebe zu orientieren.

Schulzentrum Marienhöhe
Das 1925 eröffnete „Seminar Marienhöhe“ hat seit 1950 ein staatlich anerkanntes Gymnasium. 1994 folgte die Realschule und 2010 die Grundschule. Das Schulzentrum Marienhöhe ist als „Gesundheitsfördernde Schule“ und Schule für den Klimaschutz zertifiziert. Weitere Informationen: www.marienhoehe.de

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Adventistischer Festgottesdienst in der Dresdner Kreuzkirche

Lutherische Gastfreundschaft
Der Präsident der Berlin-Mitteldeutschen Vereinigung, Pastor Gunnar Scholz, dankte dem Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kreuzkirchengemeinde, Holger Milkau, für die Überlassung ihres Gotteshauses für den Festgottesdienst der Adventisten. Dies sei „ein wohlwollendes Zeichen christlicher Verbundenheit und Gastfreundschaft“. In seinem Grußwort betonte Pfarrer Milkau, es gehe bei dem Gotteshaus nicht um „mein oder dein“, sondern um die Verbundenheit zweier unterschiedlicher Konfessionen durch das Kreuz Jesu Christi. Das zeige auch das Motto des adventistischen Gottesdienstes „Unterm Kreuz aufgerichtet leben“. „Deshalb ist die Kreuzkirche an diesem Tag ihre Kirche zur Feier des Gottesdienstes“, so Milkau.

Zuerst die Kinder
Der erste Teil des Gottesdienstes war den Kindern gewidmet. Einige Hundert versammelten sich mit bunten Tüchern im Altarraum der Kirche und wurden von „Fribo“ begrüßt, ein Holzwurm, der normalerweise auf einen Dachboden bei Dominik wohnt. Fribo ist sonst in der Kindersendung des adventistischen Hope Channel TV zu sehen. Er ließ sich von Dominik erklären, warum so viele Menschen in die Kreuzkirche kamen und welche Bedeutung das Kreuz Jesu hat. Nach Lied und Gebet verließen die Kinder die Kirche, um zu ihren eigenen Gottesdiensten im naheliegenden Neuen Rathaus zu gehen.

Predigttext-Inszenierung
Die Predigt im Gottesdienst hielt Pastor Dennis Meier, Präsident der Hansa-Vereinigung der Siebenten-Tags-Adventisten. Die Vereinigung umfasst als Freikirchenleitung die Adventisten in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Der Inhalt seines Predigttextes aus Lukas 13,10-17 wurde zuvor von einer Schauspielgruppe inszeniert. Der Bibeltext berichtet von Jesus, der am Sabbat in eine Synagoge ging, dort eine kranke, verkrümmte Frau sah und sie heilte. Daraufhin protestierte der Synagogenvorsteher und meinte, dass es nicht nötig gewesen sei die Frau am Sabbat zu heilen. Dafür stünden in der Woche sechs Arbeitstage zur Verfügung. Doch Jesus stellte fest, dass die Frau schon 18 Jahre krank war. Wer sich am Sabbat um seine Tiere kümmert und sie zur Tränke führt, so Jesus, der hat keinen Grund eine so lange leidende Frau am Sabbat nicht von ihrer Krankheit zu erlösen, damit sie sich aufrichten kann. „Und alles Volk freute sich“, heißt es nach Jesu Klarstellung im Bibelwort.

Mauern niederreißen, menschliche Kälte überwinden
„Aufgerichtet unter dem Kreuz leben“, so das Gottesdienstthema, bedeute laut Meier nach dem dargestellten Bibeltext: Jesus reißt Mauern ein, er überwindet menschliche Kälte und er gründet eine neue Gemeinschaft. Für Christen bedeute dies „die Mauern einreißen, die wir Menschen in den Weg legen auf ihrem Weg mit Gott“. Menschliche Kälte verkleide sich nicht nur im Kostüm frommer Religiosität. Sie habe viele Outfits in ihrer Garderobe. „Sie kommt daher in der zünftigen Tracht des Nationalismus, im Gruselkostüm des Terrorismus, im feinen Zwirn der Instrumentalisierung des Menschen in marktwirtschaftlichen Zielgruppen, im Blaumann zum Abbau des Sozialstaats, im Strampler der Kinderarmut und im Freizeitanzug des Rassismus.“ Wo dagegen menschliche Wärme einziehe, da freue man sich. Deshalb gelte es unnötige Mauern einzureißen, Menschen aufbauen, die Leidenden sehen und aufrichten, mit Gott und seinen Wundern rechnen sowie befreit zu leben.

Der Gottesdienst endete mit einem Fürbittengebet um ein aufgerichtetes Leben, um Gerechtigkeit in der Welt, für die ältere Generation sowie für die jüngere Generation. Er wurde musikalisch gestaltet durch Orgel, Bläser, Chöre, Gemeindegesang und eine Band.

Workshops
Nach einem Mittagsimbiss wurden am Nachmittag Workshops angeboten. Im Festsaal des Neuen Rathauses hielt Dr. Joachim Klose, Landesbeauftragter der Konrad-Adenauer-Stiftung Sachsen, das Impulsreferat „Brennpunkt Rechtspopulismus – Erneuerung oder Gefährdung der christlichen Werte?“ mit anschließender Aussprache. Im Plenarsaal des Rathauses befasste sich Dr. Bernhard Oestreich, Professor für Neues Testament an der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg, mit dem Thema „Was richtest du deinen Bruder? – Unterm Kreuz in Verschiedenheit zueinander finden“. Es ging dabei um eine Bibelarbeit zu Kapitel 14 und 15 des Römerbriefes des Apostel Paulus. Eine Ideenwerkstatt mit Pastor Gunnar Scholz, Präsident der Adventisten in Berlin-Mitteldeutschland, und seinem Abteilungsleiter für Gemeindeaufbau, Pastor Marc Gunnar Dillner, zum Thema „Adventistische Gemeinden im 21. Jahrhundert“ gab es im Großen Saal des Hygienemuseums. Dabei wurden Fragen besprochen, wie „Wer sind wir und was wollen wir?“, „Welche Gaben und Möglichkeiten stehen uns zur Verfügung?“ und „Wie können adventistische Gemeinden zu ‚heilsamen Orten‘ werden?“.

Im Erdgeschoss des Neuen Rathauses stellten adventistische Institutionen ihre Arbeit vor. Vertreten waren die Abteilung Frauen der Berlin-Mitteldeutschen Vereinigung, die Theologische Hochschule Friedensau, die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA, das Medienzentrum „Stimme der Hoffnung“ mit dem Hope Channel Fernsehen und Radio, der Advent-Verlag Lüneburg und das Religionspädagogische Institut (RPI), welches zeitgemäßes Material für den Kindergottesdienst, den Religionsunterricht und das Bibelgespräch im Gottesdienst erstellt.

Für die Kinder gab es am Nachmittag im Hygienemuseum ein Kinderfest mit einem spannenden und abwechslungsreichen Programm.

Musikalischer Vespergottesdienst
Seit 1371 findet an jedem Sonnabend in Dresden die Vesper mit einer musikalischen Ausgestaltung statt. Diese übernahmen am 16. Juni um 17 Uhr in der Kreuzkirche die Adventisten mit dem Berlin-Mitteldeutschen Landeschor, dem Mitteldeutschen Motettenchor und einem Kammerorchester Zum Kirchenjahr passend wurde die Kantate für Soli, Chor und Orchester „Ich hatte viel Bekümmernis“ von Johann Sebastian Bach (BWV 21) aufgeführt. Außerdem das Konzert für Favorit-Chor, zwei Capell-Chöre und Basso continuo „Lobe den Herrn, meine Seele“ von Heinrich Schütz. Die Leitung hatte Wilfried Scheel (Erfurt), Landeskirchenmusiker der Berlin-Mitteldeutschen Vereinigung der Adventisten. Es wirkten mit Friederike Beykirch (Sopran), Stephan Scherpe (Tenor) und Daniel Blumenschein (Bass). Der Organist der Kreuzkirche, Holger Gehring, spielte das „Praeludium und Fuge über B-A-C-H“ für Orgel von Franz Liszt.

Holger Milkau, Pfarrer der Kreuzkirche, freute sich über die fast 2.000 Besucher der Vesper. So viele würden sonst nur an Weihnachten in die Kreuzkirche kommen. Am liturgischen Teil der Vesper wirkte auch Pastor Gunnar Scholz mit.

Der Berlin-Mitteldeutsche Landeschor ist ein überregionaler Laien-Projektchor mit Sängerinnen und Sängern aus fünf Bundesländern. Der Mitteldeutsche Motettenchor besteht als überregionaler Auswahlchor aus etwa 35 Sängerinnen und Sängern, überwiegend Laien. Das Kammerorchester, das sich speziell für die Vesper zusammenfand, ist ein Projektchor. Die Mitwirkenden, überwiegend professionelle Musiker, kommen zum Teil aus verschiedenen mitteldeutschen Orchestern.

Die Kreuzkirche
Die Dresdner Kreuzkirche ist die evangelisch-lutherische Hauptkirche der Stadt und mit 3.500 Sitzplätzen der größte Kirchenbau in Sachsen. Die äußere Gestalt der Kirche, durch Brände und Kriege mehrfach zerstört, existiert seit 1792. Infolge der Bombardierung Dresdens am 13. und 14. Februar 1945 brannte die Kirche weitgehend aus, blieb in der Grundsubstanz jedoch erhalten. Die Schlichtheit des Raumes war beim Wiederaufbau Anfang der 1950er Jahre ursprünglich als Provisorium gedacht. Nach und nach setzte sich aber die Überzeugung durch, dass dieses Aussehen der Kirche bewahrt werden soll, um so an die Zerstörung Dresdens zu erinnern.

Lobpreisabend
Der Tag klang ab 19.30 Uhr mit einem Lobpreisabend im „Adventhaus“ der adventistischen Kirchengemeinde in Dresden aus. Gemeinsam mit der Zwickauer Lobpreisband „InPraise“ konnten vor allem Jugendliche singen und Erfahrungen teilen, um Gott zu begegnen. Dazu gab es einen kurzen „Input“ von Pastor Nils Podziemski (Dresden). Im Anschluss waren die Chillout Lounge und die alkoholfreie Cocktail-Bar geöffnet.

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Jemen: action medeor und ADRA helfen mit über 28 Tonnen Medikamenten

Die Gesundheitsversorgung im Jemen sei nach mehr als drei Jahren Bürgerkrieg zusammengebrochen. Mehr als 22 Millionen Menschen hungerten und könnten medizinisch nicht versorgt werden. Bereits im vergangenen Jahr leisteten action medeor und ADRA gemeinsam medizinische Hilfe im Jemen. Als Bündnispartner bei Aktion Deutschland Hilft koordinieren die Organisationen ihre Arbeit, um gemeinsam schnell und effizient helfen zu können. ADRA ist nach eigenen Angaben die zweitgrößte Hilfsorganisation im Jemen, betreibt selbst ein Krankenhaus und unterstützt mit medizinischen Einsatzteams weitere medizinische Einrichtungen.

Krankenhausapotheken unterversorgt
„Lebensgefährliche Infektionskrankheiten breiten sich rasend schnell aus, wenn die Menschen nicht direkt behandelt werden können“, so Dirk Angemeer, Leiter der Medikamentenhilfe von action medeor. Er koordiniert die Hilfslieferungen von Tönisvorst aus. „Die Krankenhausapotheken sind leer, die Ärzte haben fast nichts, um zu helfen“, teilte Angemeer mit. „Die Sicherheitslage erschwert die Arbeit für die Hilfsorganisationen vor Ort.“ Nikolaus Kirchler, Nothilfekoordinator von ADRA Deutschland für den Jemen, berichtete, dass Jemen von Importen abhängig sei. „Die Zusammenarbeit mit action medeor ist daher essentiell für den Erfolg unserer Arbeit vor Ort“, so Kirchler.

action medeor
Als größtes Medikamentenhilfswerk Europas setzt sich action medeor seit über 50 Jahren für eine nachhaltige und bessere Gesundheitsversorgung der Menschen insbesondere in Entwicklungsländern ein. Hauptsitz des gemeinnützigen Vereins ist das niederrheinische Tönisvorst. Von hier aus wurden bisher rund 10.000 Gesundheitsstationen in 140 Ländern in Afrika, Lateinamerika und Asien mit medizinischer Hilfe versorgt.

ADRA Deutschland
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA ist eine internationale Nichtregierungs-Organisation der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. ADRA Deutschland e.V. wurde 1987 gegründet. Getreu dem Motto „Damit Menschen wieder hoffen können“ arbeitet ADRA Deutschland e.V. als Mitglied eines weltweit föderativ organisierten Netzwerkes mit über 130 nationalen Büros partnerschaftlich daran, dass Armut und Unterdrückung in den ärmeren Teilen dieser Erde überwunden werden kann.

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„Hope Channel“ Radio ab Juli nur noch im Internet

Während der letzten zehn Jahre sei das on-demand-Angebot im Internet immer beliebter geworden. Über sogenannte Podcasts oder Playlists holt sich der Hörer die Inhalte, die ihm gefallen, genau dann, wenn er Zeit hat. Gerade bei jungen Leuten sei diese Konsumform stark verbreitet. Diesem Trend im Medienkonsum trage der Hope Channel jetzt auch mit seinem on-demand-Angebot Rechnung: „Unser Ziel ist nach wie vor, möglichst viele Menschen zu erreichen und ihnen die Hoffnung durch Jesus zu bringen. Deshalb konzentrieren wir uns ab Juli 2018 ausschließlich auf Radio-on-Demand und bauen diesen Bereich aus“, so Klaus Popa, Geschäftsführer beim Medienzentrum Stimme der Hoffnung.

Radiosendungen seit 1948
Seit 1948 werden im Medienzentrum Stimme der Hoffnung Radiosendungen produziert. In den ersten sechzig Jahren wurden einzelne Sendungen auf verschiedenen Sendern ausgestrahlt: von Luxemburg über Portugal bis Guam. Als auch in Deutschland Privatsender zugelassen wurden, verbreitete die Stimme der Hoffnung unter dem Namen „Salzstreuer“ Kurzbeiträge in Lokalsendern. Über Satellit und Internet ergab sich 2008 die Möglichkeit, 24-Stunden-Radio anzubieten. So entstand Hope Channel Radio.

Weitere Angebote sind zu finden auf www.hope-channel.de, in der Hope Channel App oder über die Podcast-App für iOS. Android-Nutzer können die Podcast-Feeds importieren.

Senderfamilie Hope Channel
Hope Channel ist ein Radiosender der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, der vom Medienzentrum Stimme der Hoffnung e. V. (Sitz in Alsbach-Hähnlein) betrieben wird. Der Sender gehört zur internationalen Senderfamilie Hope Channel, die 2003 in den USA gegründet wurde und aus mittlerweile 47 nationalen Sendern besteht.

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Ungarn: Jüdisches Kellerversteck wird adventistisches Jugendzentrum

Die regionale Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Budapest habe viele Jahre geplant, einen Treffpunkt für junge Menschen in der Hauptstadt zu eröffnen, so tedNEWS. Alle Besucher seien an diesem Ort willkommen. Es sollen auch spezielle Veranstaltungen für diejenigen organisiert werden, die gerne an Kunst- oder Tischspiele-Abenden teilnehmen oder hier die Spiele der Fußballweltmeisterschaft verfolgen wollen. Das Jugendzentrum ist unter der Woche jeden Abend von 16 bis 22 Uhr (samstags bis Mitternacht) geöffnet.

Keller der Rettung
Der Präsident der regionalen adventistischen Kirchenleitung, Pastor Ernő Ősz-Farkas, erklärte im Rahmen der Eröffnungsfeier, was dieses Kellergeschoss von jedem anderen unterscheide: Normalerweise würden Dinge in den Keller gestellt, die weggeworfen oder vergessen werden sollen, aber der Zweck dieses Ortes sei genau das Gegenteil. Er wies auf die Tafel über dem Eingang hin, die darauf hinweise, dass eine große Anzahl von Juden in diesem Kellergeschoss und von Menschen, die hier dienten, gerettet worden seien. Die Tradition solle fortgesetzt werden, indem dieses Kellergeschoss zu einem Zufluchtsort für jeden jungen Menschen wird, der Ruhe, Erholung, geistliche Erneuerung und gute Gemeinschaft benötige.

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„Mehr Diplomatie, weniger Rüstungsexporte“

Das Friedensgutachten 2018 analysiert das aktuelle Konfliktgeschehen, zeigt Trends der internationalen Friedens- und Sicherheitspolitik auf und gibt konkrete Empfehlungen für das friedenspolitische Handeln der deutschen Bundesregierung. Es erscheint seit 1987 jährlich. Das Friedensgutachten 2018 bilanziert und bewertet in neuer Konzeption und Gestaltung in fünf Kapiteln die aktuellen Entwicklungen: Bewaffnete Konflikte, Nachhaltiger Frieden, Rüstungsdynamiken, Institutionelle Friedenssicherung und Transnationale Sicherheitsrisiken. Das Kapitel „Fokus“ nimmt den Nahen und Mittleren Osten als Konfliktregion in den Blick. Das neue Gutachten wird von folgenden Instituten herausgegeben: Bonn International Center for Conversion (BICC), Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK), Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) sowie Institut für Entwicklung und Frieden (INEF).

US-Präsident Trump gefährdet internationale Ordnung
Professor Dr. Tobias Debiel, Direktor von INEF in Duisburg, führte in das neue Friedensgutachten ein. Es konstatiere mehr Kriege, mehr Krisen und eine abnehmende Fähigkeit der internationalen Gemeinschaft, Frieden und Sicherheit in der Welt zu gewährleisten. US-Präsident Trump habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass er internationale Institutionen verachte. Aber seine einseitige Aufkündigung des Iran-Abkommens sei ein Frontalangriff auf die multilaterale Friedens- und Sicherheitsordnung. Sie verletze das grundlegende Prinzip, dass internationale Verträge eingehalten werden müssten, und dränge den Iran in eine Eskalationsstrategie und in die Arme Russlands und Chinas. Zudem zielten die angekündigten Sanktionen gegen europäische Wirtschaftsunternehmen, die im Iran aktiv sind, auf die Schwächung europäischer Diplomatie. Von einem Garanten für internationale Ordnung seien die USA unter Trump zu einem Gefährder dieser Ordnung geworden.

Konfliktmanagement für Europa
Nicht nur die globale, auch die Europäische Friedensordnung sei in einer Krise: Russland mache keine Anstalten, die völkerrechtswidrige Annexion der Krim oder die Unterstützung der Separatisten im Osten der Ukraine zu revidieren. In der Türkei würden die Gewaltenteilung ausgehöhlt und die Freiheitsrechte der Bürger eingeschränkt. Auch in Ungarn und Polen gerate die liberale Demokratie zunehmend unter Druck. Dabei werde immer unverhohlener gegen geltendes Recht, wie die Europäische Menschrechtscharta oder EU-Verträge, verstoßen. Europa brauche deshalb ein aktives Konfliktmanagement.

Einsätze der Bundeswehr auf den Prüfstand
Auch die Vereinten Nationen wären angesichts der Blockadepolitik der Vetomächte, vor allem der USA und Russlands, in zentralen Krisensituationen handlungsunfähig. Das gelte beispielsweise für den Syrienkonflikt, bei der Zuspitzung der Situation in Israel/Palästina oder bei der Vertreibung der muslimischen Rohingya in Myanmar. Zwischen 2012 und 2015 stieg die Anzahl der Bürgerkriege von 32 auf 51, das höchste Niveau seit 1945. Seither seien die Zahlen nur geringfügig zurückgegangen. Zudem hätten die multilateralen Militäreinsätze in Afghanistan und Mali nicht die erhoffte Wirkung gezeigt. Deshalb gehörten auch die Einsätze der Bundeswehr auf den Prüfstand. Die sogenannte Ertüchtigungsinitiative, die Ausstattungs- und Ausbildungshilfen im Bereich von Polizei und Militär im Irak und Mali vorsah, habe sich ebenfalls nicht bewährt. Es sei versäumt worden, politische Prozesse einzuleiten, die auf Rechtstaatlichkeit und eine integrative politische Ordnung zielten.

In der gegenwärtigen Lage, in der die USA als Ordnungsmacht in der multilateralen Weltordnung zunehmend wegbreche, Großmachtkonkurrenzen stärker würden und zugleich regionale Mächte, wie gegenwärtig etwa im Mittleren Osten, versuchten, Grenzen zu verschieben, stehe Deutschland vor der Aufgabe, als Ordnungsmacht aufzutreten beziehungsweise Europa als eine solche aufzubauen und zu stärken, wo immer dies möglich sei.

Keine Rüstungsexporte an Kriegsparteien
Die Analysen des Friedensgutachtens mündeten in Forderungen für eine präventiv und nachhaltig angelegte Friedenssicherung, die auch Zwangsinstrumente einsetzen könne, wenn sie völkerrechtlich eindeutig legitimiert seien. Eine der zentrale Forderungen sei: „Die Bundesregierung sollte ein restriktives Rüstungsexportkontrollgesetz vorlegen. Genehmigungen für Exporte an Kriegsparteien im Jemen müssen widerrufen werden. Lieferungen an die Türkei sind zu unterbrechen, solange die Türkei völkerrechtswidrig agiert.“ Das Friedensgutachten thematisiere zudem die Menschenrechte und fordere: „Die deutsche Kritik an Menschenrechtsverletzungen in der Türkei darf nicht mit der Freilassung einiger Staatsbürger verstummen.“ Auch die EU-Kooperation im Bereich der Migrationspolitik mit Ägypten, Äthiopien, Libyen oder dem Tschad dürfe nicht zu Menschenrechtsverletzungen führen.

Cem Özdemir: werteorientierte Außenpolitik gegen Cyber-Krieg
Der Bundestagsabgeordnete und ehemalige Vorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, Cem Özdemir, würdigte das neue Friedensgutachten. Die Welt sei eine andere geworden als noch vor wenigen Jahren. US-Präsident Trump sympathisiere mehr mit den derzeitigen Regierungen in Ungarn, Polen, Österreich und Italien als mit Paris oder Berlin. Man dürfe Konflikte nicht nur von der Gegenwart aus betrachten, sondern müsse sich fragen, wie es dazu kam und was falsch gelaufen ist. Auch müssten die Auswirkungen von Handlungen auf die Zukunft bedacht und ausdiskutiert werden. Was würde beispielsweise der Rückzug der westlichen Streitkräfte für die Menschen in Afghanistan bedeuten, wenn sie wieder unter die Herrschaft der Taliban kämen? Es gebe inzwischen auch neue Arten von Konflikten. Russland sei es gelungen, Wahlen nicht nur in den USA, sondern auch in Europa erfolgreich zu beeinflussen. Gegen diesen Cyber-Krieg helfe nur eine werteorientierte Außenpolitik Deutschlands zusammen mit anderen europäischen Staaten.

Friedensgutachten 2018
Weitere Informationen zum Friedensgutachten 2018 sind unter www.friedensgutachten.de zu finden. In der Printversion erscheint es im LIT-Verlag und ist unter der ISBN-Nummer 978-3-643-14023-4 für 12,90 Euro im Buchhandel erhältlich.

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Mit der Bibel Menschen in ihrem Alltag erreichen

„Es ist wichtig, dass wir die Bibel nicht nur als Buch verbreiten, sondern auch dazu beitragen, dass die Botschaft der Bibel die Menschen in ihrem Alltag erreicht“, sagte die Aufsichtsratsvorsitzende der DBG und Präses der Evangelischen Landeskirche von Westfalen, Annette Kurschus. „Im Jubiläumsjahr der Reformation hat die Lutherbibel 2017 eine große Öffentlichkeitswirkung erreicht“, erklärte DBG-Generalsekretär Dr. Christoph Rösel im Jahresbericht. Was man in der gemeinsamen Kampagne mit der Evangelischen Kirche in Deutschland mit den zur Verfügung stehenden Mitteln erreichen konnte, habe man auch geschafft. Rösel hob zudem die fachliche Kompetenz der Deutschen Bibelgesellschaft für die wissenschaftlichen Bibelausgaben in den Grundsprachen hervor. Dadurch wirke die Bibelgesellschaft sowohl überkonfessionell als auch weltweit.

Bibel-Kompetenzzentrum
Für Rösel besteht eine Herausforderung der Bibelgesellschaft darin, die Position als Bibel-Kompetenzzentrum zu stärken. Das gelte zunächst bei den evangelischen Landes- und Freikirchen. Als positives Beispiel nannte er das kostenlose Schülermagazin „Martin Luther macht Sachen“, das mit einer Auflage von rund 250.000 Exemplaren verbreitet wurde. Der Generalsekretär zitierte die Mission der Deutschen Bibelgesellschaft: „Mitten ins Leben: Wir bringen die Bibel zu allen Menschen.“ Auf diesem Weg sei die Bibelgesellschaft zumindest kleine Schritte vorangekommen. So konnten durch die Weltbibelhilfe weltweit mehr als 60 Projekte von Bibelgesellschaften gefördert werden.

Bibel-Begegnungs-Modell
In der Tagung wurde außerdem ein „Bibel-Begegnungs-Modell“ vorgestellt und diskutiert. Dieser Ansatz hilft als Arbeitsmodell dabei, Bibelbegegnungen in unterschiedlichen Kontexten zielgruppengemäß zu gestalten. Die daraus resultierenden Projekte, Aktionen und Publikationen sollen die Bibel alltagsrelevant zum Beispiel im kirchlichen und schulischen Kontext zur Verwendung bringen.

Canstein-Medaille für Roland Werner
Die Laudatio zur Verleihung der Canstein-Medaille an Dr. Dr. Roland Werner hielt Dr. Christian Brenner, Leiter des Bereichs Kommunikation und Bibelprogramm bei der Deutschen Bibelgesellschaft. Er hob Werners großes und stetiges Engagement für die Bibel hervor: von ersten Übersetzungen in afrikanische Sprachen, über die Übersetzung des Neuen Testaments und der Psalmen ins Deutsche bis zu Bibelimpulsen in der Zeit als Generalsekretär des Christlichen Vereines Junger Menschen und Ausstellungen zum Reformationsjubiläum. Die Canstein-Medaille wird für besondere ehrenamtliche Verdienste bei der Übersetzung und Verbreitung der Bibel sowie andere ehrenamtliche bibelgesellschaftliche Arbeit verliehen. Namensgeber ist der Gründer der ersten Bibelgesellschaft weltweit, Freiherr Carl Hildebrandt von Canstein.

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Adventisten beim Präventionskongress in Dresden

Nein zur Gewalt gegen Frauen
Die Abteilung „Frauen“ der Freikirche informierte in Dresden über das gemeinsam mit der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA seit 2009 durchgeführte weltweite Projekt „enditnow – Sag nein zur Gewalt gegen Frauen“. Auch die Theologische Hochschule der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg weiß sich in den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie den Themen Prävention und Intervention bei den unterschiedlichen gesellschaftlichen Erscheinungsformen von Gewalt verpflichtet, so Angelika Pfaller, Leiterin der Abteilung „Frauen“ der Freikirche in Deutschland. Am Stand informierte ein Faltblatt mit dem Titel „Sag nein zu häuslicher Gewalt“ darüber, dass Missbrauch nicht nur körperliche Gewalt bedeute. Missbrauch beginne bereits mit Handlungen, die einen Verlust des Selbstwerts und der Selbstbestimmung nach sich zögen, etwa durch Kritik, Beschimpfung oder Isolation.

Sexueller Gewalt begegnen
Am Stand wurde auch auf die Handreichung der Freikirche für Haupt- und Ehrenamtliche in der Kinder- und Jugendarbeit „Sexueller Gewalt begegnen“ hingewiesen. Sie ist in deutscher, englischer und russischer Sprache erhältlich. „Jeder einzelne ist aufgerufen, die Würde und den Wert jedes Menschen zu achten und alle Arten von Gewalt zu verurteilen, das Schweigen zu brechen, nach Lösungswegen zu suchen und sich auch für die Beendigung von körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt einzusetzen“, betonte Angelika Pfaller. Hierfür hätten die Adventisten einen Fachbeirat eingerichtet, der sich mit sexueller Gewalt innerhalb der Freikirche befasse.

Vom Fachbeirat „Sexueller Gewalt begegnen“ und dem Religionspädagogischen Institut der Siebenten-Tags-Adventisten sei zudem das Faltblatt „Wenn ich mal nicht weiterweiß“ zur Thematik erstellt worden mit Infos und Tipps für Kinder. Auch der Flyer „Sexuelle Gewalt gegenüber Kindern erkennen, verhindern und bewältigen“ möchte laut Angelika Pfaller dazu Hilfestellung geben. Außerdem wurde auf den „Orange Day“, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, hingewiesen, der 1999 von der UNO ausgerufen und jährlich am 25. November begangen wird. Weitere Informationen im Internet unter www.enditnow.de und www.sexueller-gewalt-begegnen.de.

Hilfe für genitalverstümmelte Frauen
Ein Faltblatt, das am Stand in Englisch und Deutsch auslag, gab einen Einblick in das „Desert Flower Center“ am adventistischen Krankenhaus „Waldfriede“ in Berlin-Zehlendorf. Dort erhalten Frauen mit Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation – FGM) seit 2013 medizinische sowie psychosoziale Hilfe und Betreuung (Infos unter www.dfc-waldfriede.de). Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) würden täglich 8.000 Mädchen durch die sogenannte rituelle Beschneidung der weiblichen Genitalien verstümmelt. Weltweit gebe es 150 Millionen beschnittene Frauen und Mädchen. FGM werde nicht nur in bestimmten Ländern Afrikas oder Asiens praktiziert. Selbst in Deutschland lebten 50.000 Opfer mit Genitalverstümmelung. In Kenia unterstützt ADRA Deutschland das „Kajiado Rescue Centre“ zum Schutz minderjähriger Mädchen vor Zwangsheirat und Genitalverstümmelung. Infos gab es auch zum Übernachtungshaus für wohnungslose Frauen in Leipzig, eine Einrichtung des Advent-Wohlfahrtswerks der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (www.obdachlosenhaus.de).

Gemeinsam für Flüchtlinge
Ein weiteres Faltblatt informierte über das adventistische Aktionsbündnis „Gemeinsam für Flüchtlinge“. Laut René Fechner, Regionalkoordinator für Mittel- und Südamerika von ADRA Deutschland, müssten Menschen in ihren Heimatländern wieder eine Perspektive bekommen. Deshalb führe ADRA weltweit Hilfsprojekte für Flüchtlinge durch.

Das Aktionsbündnis „Gemeinsam für Flüchtlinge“ wurde 2015 gegründet und vereint vier Partner, die institutionsübergreifend zusammenarbeiten: die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland, das Advent-Wohlfahrtswerk (AWW) und die Theologische Hochschule Friedensau. Sie bündeln die jeweiligen Kompetenzen und Ressourcen mit dem Ziel, adventistische Kirchengemeinden (Adventgemeinden) und AWW-Helferkreise in ihrem ehrenamtlichen Engagement für geflüchtete Menschen und deren Integration in die Gesellschaft zu begleiten und unterstützen. Dafür stünden auch finanzielle Mittel bereit. Die Freikirche in Deutschland hat zudem unter dem Titel „Flucht, Migration und christlicher Dienst“ eine theologische Handreichung herausgegeben, die Impulse zur ethischen Orientierung biete. Es gebe auch in Deutschland eine Vielzahl von Flüchtlings- und Integrationshilfeprojekten von Adventgemeinden und Helferkreisen des AWW, so Pastor Michael Götz, Bundesbeauftragter für Flüchtlingshilfe des Advent-Wohlfahrtswerks.

Internationaler Informations- und Erfahrungsaustausch
Der Deutsche Präventionstag (DTP) habe sich laut Erik Marks, Geschäftsführer des DTP, in über zwei Jahrzehnten zum inzwischen weltweit größten Jahreskongress für Kriminalprävention und angrenzender Präventionsbereiche entwickelt. Der Kongress in Dresden umfasste aber nicht nur das Schwerpunktthema „Gewalt und Radikalität – Aktuelle Herausforderungen für die Prävention“. Das Spektrum reichte von der Suchtprävention über die Verkehrsprävention bis hin zu verschiedenen Präventionsbereichen im Gesundheitswesen. Die Veranstaltung bot mit mehr als 600 Referentinnen und Referenten, davon über 200 ausländische aus insgesamt 51 Staaten eine internationale Plattform zum interdisziplinären Informations- und Erfahrungsaustausch in der Prävention.

Gutachten für den 23. Deutschen Präventionstag
Der DTP hatte zum Kongressthema ein Gutachten von Professor Dr. Dirk Baier erstellen lassen. Baier ist Leiter des Instituts Delinquenz und Kriminalprävention an der ZAHW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Das Gutachten zeigt den aktuellen Forschungsstand und die resultierenden Präventionsperspektiven in Hinblick auf extremistische Gewalt und Radikalität auf. Die Publikation ist in Abstimmung mit einem Expertenkolloquium beim ersten Heiligenberger Gespräch am Bodensee am 23. Februar 2018 entstanden.

„Gewalt und Radikalität sind Themen mit hoher Aktualität und zugleich Themen, die die Bevölkerung verunsichern“, so Baier. Dabei könne aber von einem starken Anstieg dieser Phänomene derzeit nicht gesprochen werden, auch wenn einige dramatische Ereignisse ein anderes Bild erweckten, betonte der Gutachter. „Die Prävention von Gewalt und Radikalität ist in Deutschland bereits gut entwickelt. Zugleich bedarf es zukünftig weiterer Anstrengungen zu neuen Extremismusformen und den politischen Willen, Prävention breit zu unterstützen.“ Wünschenswert sei zudem, dass die politischen und gesellschaftlichen Diskurse zum Extremismus sensibel geführt würden, um Stigmatisierung und Ausschluss ganzer Bevölkerungsgruppen nicht zu befördern. Die von Bundesinnenminister Horst Seehofer vorgestellte Polizeiliche Kriminalstatistik zeige, dass Gewaltdelikte 2017 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen seien. Deutschland wäre also ein Stück weit sicherer geworden. „Dieser Trend ist ebenfalls bei extremistischen Straftaten zu beobachten“, informierte der Professor.

Der Deutsche Präventionstag sei laut Erich Marks der Meinung, dass bei der Entwicklung von Kriminalprävention immer auch die menschliche Handlungsfreiheit mitgedacht werden müsse. Menschen- und Bürgerrechte dürften nicht auf Kosten von effektiver Prävention eingeschränkt werden. Dirk Baier zeige Präventionsprojekte auf, die zu einer sicheren Gesellschaft beitragen und dabei demokratische Verfahren und die damit verbundene Werteordnung berücksichtigen. Das Gutachten bestätige, dass Forschung unter Berücksichtigung von Dunkelfeldstudien und anderer empirischer Studien die ideale Basis für effektive Präventionsarbeit darstellten, so Marks.

Link zum Gutachten des 23. Deutschen Präventionstags:
http://www.praeventionstag.de/dokumentation/download.cms?id=2683&datei=23-DPT_Gutachten-2683.pdf

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Jemen: Hilfsorganisationen warnen vor militärischem Angriff auf Hodeidah

250.000 Menschen in ihrer Existenz bedroht
Ein solcher Angriff hätte katastrophale Auswirkungen auf die Zivilgesellschaft. Ein Großteil der jemenitischen Bevölkerung würde inmitten von Kampfhandlungen eingeschlossen oder erneut vertrieben. Zudem könne sich die aktuelle Nahrungskrise im schlimmsten Fall zu einer Hungersnot ausweiten. Die Einfuhr von Nahrungsmitteln habe bereits jetzt ein historisches Tief erreicht. So wenige Güter wie noch nie wären seit Beginn des Konfliktes 2015 von außen in das Land gekommen. Grundnahrungsmittel kosteten bereits ein Drittel mehr. 17 Millionen Menschen im Land hätten nicht ausreichend zu essen. Sollte die Einfuhr von Nahrung über den Hafen von Hodeidah zum Erliegen kommen, befürchte die UNO, dass ein möglicher Militärschlag 250.000 Menschen vor Ort ihre Existenz und sogar ihr Leben kosten könne.

CARE und die weiteren Hilfsorganisationen fordern deshalb dringend alle Konfliktparteien auf, sofort die Kampfhandlungen in Hodeidah sowie dem Hafen Saleef einzustellen. Nur so könne eine massenhafte Vertreibung und eine Hungersnot noch vermieden werden. Zudem würde ein solcher Angriff die Bemühungen des UN-Sondergesandten, neue Friedensgespräche zu initiieren, zum Scheitern verurteilen. Alle Kriegsparteien müssten das humanitäre Völkerrecht achten und die Zivilgesellschaft vor den schlimmsten Gewaltauswirkungen des Krieges schützen.

Unterzeichner des Aufrufes
CARE International, Save the Children, Handicap International, Aktion gegen den Hunger, Islamic Relief, International Rescue Committee, ADRA, ACTED, Danish Refugee Council, Global Communities, Intersos, International Medical Corps, Mercy Corps, Norwegian Refugee Council, Première Urgence, Relief International, Solidarités International, War Child UK, ZOA.

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ADRA Guatemala hilft nach Vulkanausbruch

„Vom ersten Tag an, an dem der Vulkan ausbrach, traf sich unser lokales Notfallteam mit den örtlichen Behörden, um die betroffenen Dörfer in der Nähe des Vulkans zu besuchen und die Menschen zu ermutigen, sichere Unterkünfte zu aufzusuchen“, sagte Gustavo Menéndez, Direktor von ADRA Guatemala. Bisher wurden drei Lastwagen mit Wasser, Lebensmitteln, Decken und Hygieneartikeln an Unterkünfte geliefert, die alle von Kirchen in verschiedenen Kirchenregionen in Guatemala gesammelt wurden, sagte Menéndez.

Über 100 adventistische Familien betroffen
Mehr als 1,7 Millionen Menschen sind nach Angaben von IAD-News von dem Ausbruch betroffen. Über 3.000 Personen seien evakuiert worden, mehr als 2.600 Personen befänden sich in Notunterkünften. Hunderte weitere säßen in ihren Häusern in ländlichen Gemeinden Guatemalas fest. „Unser Hauptanliegen ist es, die Menschen zu ermutigen, sich in Sicherheit zu bringen, obwohl Hunderte befürchten, dass sie ihr ganzes Hab und Gut verlieren, wenn sie ihre Häuser verlassen“, so Menéndez. Laut IAD-News seien auch über 100 adventistische Familien betroffen. Rund 100 dieser Familien haben ihre Ernte verloren, sechs Familien ihre Häuser und 17 Familien wurden evakuiert.

Wiederherstellung der Lebensgrundlage
ADRA International engagiere sich für die Bereitstellung von Mitteln, um Familien beim Wiederaufbau ihres Lebens zu unterstützen, so Menéndez. „Es wird mehr als ein Jahr dauern, bis diese Farmerfamilien Kochbananen, Kaffee, Ananas und mehr anbauen, also müssen wir ihnen helfen, ihre wirtschaftliche Basis wiederherzustellen.“

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„Staunen und Träumen“: 7. Bonner Kirchennacht

Der Bonner Oberbürgermeister Ashok-Alexander Sridharan betonte in seinem Grußwort: „Die Kirchennacht ist eine überkonfessionelle Glaubenskundgebung und sie will auch Menschen ansprechen, die schon länger keine Kirche mehr besucht haben.“ Damit setze sie in Bonn ein Zeichen des Miteinanders und eine Willkommensgeste für offene Gespräche und Begegnungen. Das Stadtoberhaupt dankte auch den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, ohne die ein solches Großereignis bis in die späten Abendstunden hinein nicht möglich wäre.

Beginn mit Glockengeläut
Um 18 Uhr begann die Kirchennacht mit einem stadtweiten Glockengeläut. Das Angebot der Kirchen war vielfältig. Im Kreuzgang des römisch-katholischen Bonner Münster fand die Ausstellung „Den Sternen zum Greifen nah – Astronomie trifft auf Bibel und Alltag“ statt. Die evangelische Kreuzkirche lud zum offenen Singen ein. Zudem gab es eine virtuelle Kirchenbesichtigung und des Weltkriegsbunkers unter der Kirche. Eine Taschenlampenführung hatte das Gewölbe der Kirche als Ziel. Bei einer Rundfahrt mit dem Cabriobus konnten besondere „Kirch-Orte“ der Stadt Bonn entdeckt werden.

Hilfe für Menschen in Not
Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten lud in ihr „Haus der Adventhoffnung“ ein. Nikolaus Kirchler, Leiter für Nothilfeprojekte der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland, berichtete über seine Arbeit in Nepal, Bosnien, Afghanistan und im Jemen. ADRA, mit Büros in 130 Ländern, sei im Jemen mit rund 650 Angestellten die zweitgrößte Hilfsorganisation im Land, so Kirchler. ADRA Jemen versorge unter anderem ein Krankenhaus mit Medikamenten und ärztlichem Bedarf, sorge für Schulunterricht, Hygienemaßnahmen, Trinkwasser und stelle Bienenkästen zur Verfügung, um Familien ein Einkommen zu ermöglichen. Außerdem gab es in der Adventgemeinde eine musikalisch umrahmte Lesung von Andreas Noga, der eigene Lyrik und Texte anderer zum Thema „Atemloses Staunen über die Welt, die Gott geschaffen hat“ vertrug. Ein Konzert mit Lessya (Klavier) und Andrey Khvostenko (Violine) sowie „Worte zum Sabbatanfang“ beendeten den Abend. Die Adventisten feiern den biblischen Ruhetag (Sabbat), der von Freitagabend bis Samstagabend dauert, wobei ihr Gottesdienst am Samstag-Vormittag stattfindet.

Aus den Tagebüchern der Bahnhofsmission
Im Bonner Hauptbahnhof gab es auf Bahnsteig 1 Lesungen aus den Tagebüchern der Bahnhofsmission seit 1946. Orgelimprovisationen zu biblischen Träumen waren in der alt-katholischen Kirche „Sankt Cyprian“ zu hören. „Musik und Märchen zum Träumen“ standen auf dem Programm der Kapelle im Marienhaus des Alten- und Pflegeheims der Caritas Bonn. Die römisch-katholische Elisabethkirche befasste sich mit der Bedeutung der Zahlen in der Bibel. „Musikalische Träumereien“ bot die evangelische Lutherkirche Südstadt. Zur großen Jazznacht „Open Spaces Nr. 1“ lud die evangelische Pauluskirche ein.

Auch Amerikaner, Anglikaner und Orthodoxe öffneten die Türen
Die American Protestant Church bot ein Programm über Träume und Zukunftsideen auf Englisch und Deutsch an. In der römisch-katholischen Kirche Sankt Marien in Bad Godesberg ging es um die „Ansichten eines Clowns“ nach dem Roman von Heinrich Böll. Die Agia Trias-Metropolitankirche der griechisch-orthodoxen Gemeinde öffnete mit einem Gottesdienst und anschließendem freien Gespräch ihre Türen. Beten und singen konnte man mit der Anglikanischen Gemeinde Sank Paulus und mit „Morris Open“. Ein Konzert für Orgel und Orchester fand in der römisch-katholischen Kirche Sankt Josef in Bonn-Beul statt. Kinder und Jugendliche hatten während der Kirchennacht ein besonderes Programm.

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Gestaltungshilfe für den adventistischen Gottesdienst zum Weltflüchtlingstag

Der Weltflüchtlingstag ist ein von den Vereinten Nationen eingerichteter Aktionstag, der seit 2001 am 20. Juni stattfindet. 2016 beschloss die Generalkonferenz ihren Gemeinden weltweit zu empfehlen in einem besonderen Gottesdienst am Sabbat/Samstag vor dem 20. Juni bewusst zu machen, dass Millionen Menschen auf der Flucht sind. „Als Adventisten sollten wir uns dieser Herausforderung stellen und uns im Klaren werden, welche christliche Antwort und Haltung wir gegenüber diesen Menschen haben“, so die Weltkirchenleitung.

„Gemeinsam für Flüchtlinge“
Das Aktionsbündnis „Gemeinsam für Flüchtlinge“ wurde 2015 gegründet und vereint vier Partner, die institutionsübergreifend zusammenarbeiten: die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland, das Advent-Wohlfahrtswerk (AWW) und die adventistische Theologische Hochschule Friedensau bei Magdeburg. Sie bündeln die jeweiligen Kompetenzen und Ressourcen mit dem Ziel, Adventgemeinden und AWW-Helferkreise in ihrem ehrenamtlichen Engagement für geflüchtete Menschen und deren Integration in die Gesellschaft zu begleiten und unterstützen. Dafür stehen auch finanzielle Mittel bereit. Die Freikirche in Deutschland hat zudem unter dem Titel „Flucht, Migration und christlicher Dienst“ eine theologische Handreichung herausgegeben, die Impulse zur ethischen Orientierung bietet.

Es gebe in Deutschland eine Vielzahl von Flüchtlings- und Integrationshilfeprojekten von Adventgemeinden und Helferkreisen des AWW, so Pastor Michael Götz, Bundesbeauftragter für Flüchtlingshilfe des Advent-Wohlfahrtswerks. „Der Gottesdienst bietet Raum, aus dieser Arbeit zu berichten und auch Menschen zu Wort kommen zu lassen, die als Schutzsuchende zu uns gekommen sind.“

Material
Die Gestaltungshilfe kann hier heruntergeladen werden.

Als Baustein für den Gottesdienst gibt es auch einen Videoclip über das „Café International“ in Bad Honnef, der hier abgerufen werden kann.

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Evangelische Friedensverbände kritisieren Selbstdarstellung der Bundeswehr

Auf diesen Festen oder auch am 9. Juni präsentiere sich die Bundeswehr als Umweltschützer, als Feuerwehr, als wichtiger Ausbilder von Jugendlichen oder als Entwicklungshelfer. Damit würden aber der eigentliche Auftrag der Bundeswehr und auch die Gefahren, die damit verbunden seien, verschwiegen oder verharmlost, so Wolfgang Burggraf, Geschäftsführer der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK).

Bundeswehr kein gewöhnlicher Arbeitgeber
Die Bundeswehr verstehe sich als Armee im Einsatz. Dazu gehörten gefährliche Kriegseinsätze und dafür trainierten Soldatinnen und Soldaten auch das Töten von Menschen. „Dies kommt aber in solchen Selbstdarstellungen wie jetzt beim Tag der Bundeswehr oder erst kürzlich beim Hessentag in Korbach nicht vor“, erläuterte Jan Gildemeister, Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF). Ziel sei es bei solchen Veranstaltungen wohl eher, die Bundeswehr in einem guten Licht dastehen zu lassen und so Jugendliche, auch Minderjährige, für die Armee zu werben.

Die beiden Friedensverbände verweisen auf ähnliche kritische Äußerungen aus der Friedensbewegung, aber auch von Gewerkschaften wie der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW), die im Vorfeld des Hessentages Schulleiterinnen und Schulleiter aufgefordert hatte, von Besuchen der Bundeswehr durch Schülergruppen auf dem Landesfest in Korbach abzusehen. „Die Bundeswehr ist kein gewöhnlicher Arbeitgeber, und das muss auf solchen Veranstaltungen deutlich werden“, betonte Wolfgang Burggraf.

Zivile Alternativen fördern
Beide Friedensverbände würden die Äußerungen des evangelischen Militärbischofs Dr. Sigurd Rink bedauern, der kürzlich den Auslandseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan nach einem Truppenbesuch als einen „Beitrag zur Entwicklungshilfe“ bezeichnet habe. „Die Bundeswehr ist in Afghanistan im Militäreinsatz und nicht in der Entwicklungshilfe tätig“, kritisierte Jan Gildemeister. Wichtiger sei es, darauf hinzuweisen, dass es zivile Alternativen zu Militäreinsätzen und militärischen Interventionen gebe. Sie wären nachgewiesen auch dann erfolgreich, wenn sie nicht unter „militärischen Schutz“ stünden, betonte der AGDF-Geschäftsführer. Diese zivilen Einsätze gehörten besser ausgestattet, finanziell wie personell, und müssten von den politisch Verantwortlichen deutlich mehr unterstützt und gefördert werden. „Es hätte dem Militärbischof gut angestanden, darauf hinzuweisen und nicht die Bundeswehr als etwas zu bezeichnen, was sie nicht kann und nicht ist“, ergänzte Wolfgang Burggraf.

AGDF und EAK
Die AGDF ist ein Dachverband, in dem sich Organisationen und Initiativen mit der Zielsetzung „Dienst für den Frieden“ im Bereich der evangelischen Kirchen, in der Verbindung zur ökumenischen Bewegung und in der Menschenrechtsarbeit zusammengeschlossen haben. Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) ist eine Arbeitsgemeinschaft im Raum der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). In ihr sind Personen, Landes- und Freikirchen sowie Verbände zusammengeschlossen.

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Außenminister Maas besucht Trinkwasserprojekt von ADRA in der Ostukraine

Die Ausgabe von Trinkwasser, von der sich der Außenminister einen Eindruck verschaffen konnte, findet in Berdyanske seit Anfang Juni statt und ist Teil des gemeinsamen Nothilfeprojekts von ADRA Deutschland und ADRA Ukraine. Die Verteilung von Trinkwasser und die Instandsetzung zerstörter Wasserinfrastruktur entlang der Frontlinie in der Region Donezk gingen laut ADRA noch bis Ende des Jahres weiter.

ADRA seit zwei Jahren in der Ostukraine tätig
ADRA engagiere sich in der Ostukraine seit zwei Jahren. Zu dem Projekt gehöre auch, dass ADRA Wohnhäuser, die durch den Krieg zerstört wurden, instand setze und Heizmaterial an bedürftige Haushalte verteile. So könnten Menschen in ihrer Heimat bleiben und würden nicht zur Flucht gezwungen.

Darüber hinaus werde Hilfestellung bei der Überwindung der Kriegserlebnisse gegeben, vor allem bei Kindern. Teams von Psychologen und Sozialarbeitern besuchten die Dörfer entlang der Front, leisteten psychosoziale Hilfe, betreuten Kinder und Jugendliche an Schulen und böten mit einem mobilen Spielmobil Kindern die Chance zum ungestörten Spielen und Lernen. Verschiedene therapeutische Angebote förderten die Überwindung der Traumata. Bilder von brennenden Häusern, Granateneinschläge und der Verlust von Familienangehörigen wirkten, so ADRA Deutschland, lange nach. Daher würden auch 50 lokale Psychologen und Sozialarbeiter in Traumatherapie geschult, um nachhaltige Hilfe zu fördern. Das Projekt werde durch das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland finanziell unterstützt.

ADRA
ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine internationale Nichtregierungs-Organisation. ADRA Deutschland e. V. wurde 1987 von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet und gehört zu einem weltweiten föderativ organisierten Netzwerk mit über 130 nationalen ADRA-Büros.

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Religionsfreiheit besser schützen

Kirche als Anwalt derer, die aufgrund ihrer Religion diskriminiert werden
In einer gemeinsam verabschiedeten Erklärung zur Religionsfreiheit heißt es: „Wir müssen feststellen, dass die rechtlichen Instrumente zum Schutz der Religionsfreiheit nicht ausreichen, um dieses Menschenrecht umfassend abzusichern. Deshalb drängen wir auch in unserer Gesellschaft und in unserer Kirche darauf, für das Recht auf Religionsfreiheit im nationalen und internationalen Dialog mit mehr Nachdruck einzutreten, nicht zuletzt bei den Vereinten Nationen.“ Die weltweite römisch-katholische Kirche verstehe sich „als Anwalt derer, die aufgrund ihrer Religion unter religiöser Diskriminierung und Bedrängung leiden. Dazu gehören in großer Zahl Christen und viele Gläubige anderer Religionen.“ Das Recht des Menschen, seine Religion frei zu wählen und allein oder in Gemeinschaft mit anderen auch öffentlich zu leben, sei immer anzuerkennen und zu schützen. Dort, wo die Religionsfreiheit eingeschränkt wird, würden auch andere Menschenrechte wie zum Beispiel Meinungsfreiheit und Versammlungsfreiheit beschnitten. „Unser Engagement für die Religionsfreiheit ist deshalb nicht von unserem Einsatz für die Menschenrechte zu trennen.“

Religionsfreiheit ein Menschenrecht
Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, machte in seiner Eröffnungsrede deutlich, dass das Recht auf Religionsfreiheit als ein Menschenrecht von zentraler Bedeutung sei. Aber der universale Geltungsanspruch dieses Menschenrechts werde in vielen Teilen der Welt in Frage gestellt, uminterpretiert und ausgehöhlt, sodass die Schutzinstrumente, die im Rahmen der Vereinten Nationen entwickelt wurden, sich oft als unzureichend erweisen würden. „Es liegt an uns Christen, allen Menschen zu helfen, die ihren Glauben, ihre Weltanschauung nicht frei leben können. Ihr Leid lässt uns nicht unberührt! Wir beten für diese Menschen und wir bringen uns ein, ohne dabei die eine Religion über die andere zu stellen“, so Schick.

Sebastian Francis Shaw, Erzbischof von Lahore, lenkte den Blick der Konferenzteilnehmer auf die Situation religiöser Minderheiten in Pakistan. Statt 25 Prozent zum Zeitpunkt der Staatsgründung im Jahre 1947 gehörten heute weniger als fünf Prozent der pakistanischen Bevölkerung anderen Religionen als dem Islam an. Das Engagement zur Durchsetzung der Religionsfreiheit sei dort deshalb von existentieller Bedeutung.

Konferenz Weltkirche
Veranstalter der Jahrestagung ist die „Konferenz Weltkirche“, in der die römisch-katholische Deutsche Bischofskonferenz, die deutschen (Erz-)Bistümer, die Hilfswerke, die Deutsche Ordensobernkonferenz (DOK), die Verbände, das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und andere weltkirchlich tätige Einrichtungen zusammenarbeiten.

Die Abschlusserklärung der Jahrestagung Weltkirche ist als pdf-Datei unter https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse_2018/2018-099a-Abschlusserklaerung-Jahrestagung-Weltkirche-und-Mission.pdf verfügbar.

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Kamerun: Adventistischer Pastor erhält staatliche Auszeichnung

Banga Richard, Unterpräfekt des Stadtbezirks von Ayos, verlieh die Auszeichnung am nationalen „Tag der Einheit“ in Ayos, einer Stadt etwa 140 Kilometer östlich der Hauptstadt Jaunde. Die Ernennung zum Verdienstorden von Kamerun, 1972 reorganisiert, kann nur nach einem Minimum von zwölf Jahren herausragender Dienste für die Nation erfolgen, so AR.

Zur Person
Nach Angaben von Jean Pourrat Meting sei der Grund für die Verleihung in seinen Predigtthemen zu suchen: Der soziale Frieden, der Kampf gegen die Korruption, die Förderung der dezentralen Entwicklung und die brüderliche Liebe seien Themen, welche für die Regierung Kameruns von Interesse seien. Wenige Tage vor der Zeremonie am 20. Mai wurde Meting an der Evangelischen Universität von Zentralafrika in Jaunde zum Doktor der Theologie promoviert. Pastor Meting ist Abteilungsleiter für die Bereiche Bibelgespräch und persönliche Dienste der überregionalen Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Kamerun.

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Japanische Delegation besucht Advent-Wohlfahrtswerk

„Beim Umgang mit Sterbenden ist uns Deutschland haushoch überlegen“, so der Journalist Asakawa Sumikazu, der die Reise der Japaner organisiert hatte. Die Japaner seien gefangen in der Vorstellung, im Krankenhaus sterben zu müssen. Die Familie des 21. Jahrhunderts scheue die Konfrontation mit dem Tod in den eigenen vier Wänden. Das Thema Tod sei ein Tabu. Für Sterbebegleitung wolle man sich keine Zeit nehmen. „Die Japaner von heute wollen alles möglichst einfach haben“, sagte der Delegationsleiter. Ziel der Delegation sei es, dazu beizutragen, dass Menschen wieder in einer angenehmen Umgebung sterben können. So wie es früher auch in Japan praktiziert worden sei.

Anfänge der Hospizarbeit
Die Anfänge der hospiz-dienstlichen Arbeit im AWW gehen auf die Zeit zurück, als vor 20 Jahren in Berlin mit dem Aufbau eines ambulanten Hospizdienstes begonnen wurde. 2009 eröffnete das AWW in Kooperation mit einem ambulanten Hospizdienst der Region das „Hospiz Friedensberg“ in Lauchhammer (südliches Land Brandenburg) als erstes vollstationäres Hospiz. Ihm folgte 2014 das stationäre „Hospiz am Stadtwald“ in Uelzen. Der ambulante Hospizdienst des AWW in Berlin arbeitet heute mit über 50 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unter Leitung von Aristide Proksch als Koordinator.

Advent-Wohlfahrtswerk
Das Advent-Wohlfahrtswerk (AWW) ist ein gemeinnütziger Verein und bildet mit einer Reihe von sozialen Einrichtungen und verschiedenen Tochter-Gesellschaften das Sozialwerk der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Zu den Einrichtungen des AWW zählen neben der Hospizarbeit vor allem fünf Kindertagesstätten (Berlin, Fürth, München, Penzberg, Bad Aibling), eine Heilpädagogische Tagesstätte (Neuburg/Donau), ein Familienzentrum (Penzberg/Bayern), eine Suchtberatungs- und Behandlungsstelle (Chemnitz), ein Übernachtungshaus für wohnungslose Frauen (Leipzig), ein Tagestreff für Menschen in sozialer Not (Freiberg/Sachsen), die Kontakt- und Beratungsstelle „Schutzhütte“ Schwedt/Oder, eine Oberschule mit Grundschulteil (Oranienburg), vier Seniorenheime (Friedensau bei Magdeburg, Berlin-Steglitz, Uelzen, Neandertal bei Mettmann), vier Einrichtungen Betreutes Wohnen sowie die Suchtklinik „Haus Niedersachsen“ in Dedelstorf bei Gifhorn. Deutschlandweit sind etwa 100 AWW-Helferkreise ehrenamtlich aktiv.

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Moldawien: ADRA unterstützt Kinderprojekt „Rainbow of Hope“

Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion erlangte Moldawien 1991 die Unabhängigkeit. Moldawien ist das ärmste Land Europas. Viele Menschen suchen im Ausland Arbeit. Eltern, welche das Land verlassen, übergeben ihre Kinder oft Verwandten oder überlassen sie sich selbst.

Im Kinderübergangszentrum „Rainbow of Hope“ können 25 Kinder für eine gewisse Zeit einen Platz zum Schlafen finden, schreibt ADRA Schweiz. 2018 sollen so insgesamt 35 Kinder betreut werden. Der Fokus liege auf Kindern, welche auf der Straße oder in prekären Familienverhältnissen lebten. Zwei Köche sorgten für drei gesunde Mahlzeiten pro Tag und ein Arzt kümmere sich um die Gesundheit. Die Kinder erhalten laut dem Hilfswerk auch Kleidung und Schuhe. Psychologische und schulische Betreuer würden ihnen helfen, Sozialkenntnisse zu erwerben und dem Lehrplan zu folgen. Die Kinder müssten auch im Haushalt mithelfen. Mit Freizeitaktivitäten wollten die Betreuer das Gemeinschaftsgefühl der Kinder stärken.

Das Übergangszentrum sei während des Aufenthalts darum bemüht, für jedes Kind eine Familie zu finden. Erste Priorität habe immer die eigene Familie, seien es die Eltern oder nahe Verwandte. Wenn das nicht klappe, suchten die Angestellten geeignete Adoptiveltern, so ADRA.

Wenn ein Kind das Übergangszentrum verlasse, bleibe der Kontakt bestehen. Angestellte des Zentrums besuchten das Kind regelmäßig, um sich zu vergewissern, dass es dem Kind gut gehe.

Das Projekt des Kinderübergangszentrums „Rainbow of Hope“ hat für 2018 ein Projektvolumen von umgerechnet 144.000 Euro. Es wird von der Fritz & Martha Reinhardt Stiftung, Basel, sowie von ADRA International mitfinanziert und von ADRA Moldawien umgesetzt.

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Jamaika: Team der adventistischen Universität gewinnt internationalen Wettbewerb

„Wir freuen uns, dass unsere Studenten nach Utah gegangen sind und den renommierten Internationalen Geschäftsmodell-Wettbewerb gewonnen haben“, sagte Dr. Lincoln Edwards, Präsident der NCU. „Es ist beeindruckend, dass die ersten beiden Plätze von jamaikanischen Teams gewonnen wurden, wobei der zweite Platz an das Team der University of the West Indies ging.“ Der von der Brigham Young University im Jahr 2010 ins Leben gerufene Internationale Geschäftsmodell-Wettbewerb (IBMC) ist nach eigenen Angaben erste und größte „schlanke Gründer-Wettbewerb“ weltweit. Er soll das kreative und innovative Denken von Studenten unterstützen und das Wachstum der lokalen Industrie fördern.

Erster Preis: BEASC Technologies
Das Team der NCU trat mit dem Start-Up-Unternehmen „BEASC Technologies“ an. Im Bereich der Agrartechnologie wurde hier ein Gerät entwickelt, das im Kampf gegen Nahrungsmittel-Schädlinge eingesetzt werden kann. In Jamaika, aber auch in anderen Ländern wie Nigeria, Ghana, Südafrika, Australien, Brasilien und den Südstaaten der USA entstünden große Schäden durch Raupen des Nachtfalters der Gattung „Spodoptera exigua“ sowie durch den sogenannten „Herbst-Heerwurm“ (Spodoptera frugiperda), teilte IAD-News mit. Der Schädling stelle eine Bedrohung für die Ernährungssicherheit von Jamaika dar.

Das Gerät von Beasc Tech beinhaltet die Verwendung eines Pheromonrezeptors, der den Schädling im Mottenstadium fängt und mit Hochspannungsstrom tötet. Das System nutzt Sensoren, um die Bedrohungslage auf einzelnen Grundstücken zu erkennen und erlaubt es Landwirten zusätzlich, Geodaten zu sammeln, um Niederschlagsmengen, Feuchtigkeit, Bodenart und vieles mehr zu überprüfen.

„Das Besondere an diesem Gerät ist, dass es Solarenergie nutzt und ein komplettes smartes Farm-System darstellt“, erklärte Hazel Wright O’Connor, der Coach des Teams der NCU. Das Geschäftsmodell soll zukünftig kommerzialisiert werden, um Landwirtschaft zu automatisieren und damit Schwellenländern zu helfen, auf dem globalen Markt wettbewerbsfähiger zu werden.

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