Victoriasee: auch Adventisten unter den 224 Toten bei Fährunglück

Nairobi/Kenia und Silver Spring, Maryland/USA | 3. Oktober 2018 | APD |

Wie die nordamerikanische Kirchenzeitschrift Adventist Review (AR) Anfang Oktober berichtete, ist die Fähre „MV Nyerere“ am 20. September auf dem Victoriasee in Tansania gekentert. Nach Angaben lokaler Quellen habe die Tragödie bisher 224 Menschenleben gefordert. Pastor Godwin Lekundayo, Kirchenpräsident der Siebenten-Tags-Adventisten in Nord-Tansania, teilte mit, dass unter den Verstorbenen auch elf Adventisten waren.

Die Fähre beförderte Passagiere und Gepäck von Bugolora nach Ukara Island. Sie kenterte bei Bwisia, Ukara, nur wenige hundert Meter vor dem Ziel. Laut AR sei nach einigen Quellen die Ladekapazität überschritten worden.

Kirche unterstützt Rettungsaktion
Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Tansania beteiligte sich zusammen mit Regierungsvertretern und anderen bei den Rettungs- und Bergungsarbeiten. Eine Gruppe adventistischer „Master Guides“ (Pfadfinderleiter) habe ihr eigenes Fischerboot benutzt, um Ertrunkene zu bergen und zur Identifizierung durch Verwandte an Land zu bringen. Ferner seien sie Hinterbliebenen vor Ort beigestanden, darunter auch Kindern, die ihre Eltern oder nahe Verwandte durch die Tragödie verloren hatten.

Adventisten in Tansania
In Tansania, einem afrikanischen Land mit 57 Millionen Einwohnern, leben 726.000 Adventisten, die in knapp 3.000 Kirchen und Versammlungsräumen Gottesdienst feiern. Sie unterhalten eine Berufsschule, sieben Grundschulen, 18 weiterführende Schulen, 20 Ambulatorien und ein Krankenhaus.


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