Bilanz 2018: 40 römisch-katholische Kirchenmitarbeitende getötet

Die von Fides am Ende des Jahres veröffentlichten Statistiken betreffen seit jeher alle kirchlichen Mitarbeitenden, die auf gewaltsame Weise ums Leben kamen, wenn auch nicht immer wegen ihres Glaubens. Nachdem in den letzten acht Jahren die meisten getöteten römisch-katholischen Kirchenmitarbeitenden in Amerika zu verzeichnen gewesen seien, habe man 2018 die meisten Tötungen in Afrika registrieren müssen.

Viele kirchliche Mitarbeitende seien auch dieses Jahr wieder bei versuchten Raubüberfällen ums Leben gekommen, die „oft in einem Kontext der wirtschaftlichen und kulturellen Armut verübt wurden oder vor dem Hintergrund des moralischen und gesellschaftlichen Verfalls, wo Gewalt zur Verhaltensregel wird und es keinen Respekt gegenüber dem Menschenleben und den Menschenrechten mehr gibt“, schreibt Fides.




Frankreich: Veranstaltungen zu Menschenrechten und Religionsfreiheit an adventistischer Hochschule

Tag der Menschenrechte
Am 8. Dezember veranstaltete das 2017 gegründete Internationale Zentrum für Religionsfreiheit und öffentliche Angelegenheiten (CILRAP) auf dem „Campus Adventiste du Salève“, dem Hochschulcampus der Siebenten-Tags-Adventisten in Collonges-sous-Salève an der französisch-schweizer Grenze bei Genf, anlässlich des 70. Jahrestages der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen seinen zweiten Tag der Menschenrechte. Zu den anwesenden Gästen gehörten Jean-Arnold de Clermont, Präsident des Observatoire Pharos und ehemaliger Präsident der Konferenz Europäischer Kirchen, sowie Botschafter Ibrahim Salama, Leiter der „Human Rights Treaty Division“ beim Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR).

Marsch zu „Glaube für Rechte“
Am 9. Dezember organisierte das CILRAP in Zusammenarbeit mit Zuständigen der Vereinten Nationen für die Förderung und Verteidigung der Menschenrechte den jährlichen Marsch zum Themenrahmen „Glaube für Rechte“ („Faith for Rights“) von Genf zum Hochschulcampus in Collonges-sous-Salève. Das Programm im Anschluss bestand aus einer Ausstellung, Einführungsworten und Musik. „Mit dem ‚Glaube für Rechte‘-Programm und dem anschließenden Expertenseminar steht der adventistische Campus von Salève bei der Förderung von Religionsfreiheit international an der Spitze“, so Direktor Jean Philippe Lehmann.

UN-Expertentreffen
Vom 13. und 14. Dezember fand anschließend auf Initiative des Büros des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR) ein Treffen statt, bei dem die Sensibilisierung für Menschenrechte und Ausbildungsressourcen für Religionsvertreter im Fokus standen. Der methodische Ansatz dieses Treffens bestand laut EUD NEWS aus Diskussionen und Plenardebatten, Workshops sowie Brainstorming in kleinen Gruppen. 36 teilnehmende Experten tauschten Ideen und Beiträge zum Thema aus.




Chile: mobiler Übertragungswagen für adventistisches TV-Netzwerk

Der neue mobile Übertragungswagen erforderte laut AR eine Investition von umgerechnet knapp 400.000 Euro. Die Ausstattung umfasst unter anderem vier hochauflösende Kameras. „Mit dieser neuen mobilen Einheit können wir mit mehreren Kameras im Full-HD-Format arbeiten, während wir sie überall hin mitnehmen“, erklärte Germán González, technischer Leiter von Nuevo Tiempo Chile. Im ersten Einsatz legte der Übertragungswagen bereits rund 4.800 Kilometer quer durch Südchile zurück.




Australien: Top Umfragewerte für ambulante Krebsbehandlung in adventistischer Klinik

„Das ist eine wirklich bemerkenswerte Leistung … etwas, worauf wir alle sehr stolz sein können“, sagten der klinische Direktor der Krebsbehandlung, Professor Gavin Marx, und Brett Goods, Geschäftsführer der adventistischen Klinik. Die Umfrage umfasste 80 Fragen zu Themen wie Zugang zu Dienstleistungen, Pflegeplanung und -koordination, Patientenerfahrung und Komplikationen. Die Ergebnisse basierten auf den Antworten von 11.301 Menschen, die im November 2017 eine Krebsambulanz in New South Wales besucht hatten. Das Integrierte Krebszentrum des Sydney Adventist Hospital schnitt in 25 Ergebnissen innerhalb der Umfrage-Auswertungen „deutlich positiver“ als der NSW-Durchschnitt ab.




Theologische Hochschule Friedensau stellt Zeitschrift ein

Die Zeitschrift informierte auf 16 Seiten im A-4-Format nicht nur über Veranstaltungen, Historisches und Aktuelles vom Ort Friedensau und der Hochschule, sondern veröffentlichte auch Fachbeiträge der Dozentinnen und Lehrbeauftragten aus den beiden Fachbereichen Theologie und Christliches Sozialwesen. Das Magazin wurde im Advent-Verlag Lüneburg gedruckt und vor allem innerhalb Deutschlands, aber auch nach Österreich und in die Schweiz versandt.

Nach einer detaillierten Leser-Umfrage in regional unterschiedlichen, ausgewählten Lesergruppen ließe sich die Tendenz erkennen, dass digitale Medien für viele Menschen eine wachsende Rolle spielten, so Hochschulmitarbeiterin Andrea Cramer. Ein verändertes Leseverhalten in der Gesellschaft, insbesondere jüngerer Menschen, habe die Hochschule veranlasst, künftig andere, vielfältigere Wege der Kommunikation zu beschreiten.

Webseiten und Fernsehen
Da seien zum einen die Webseiten der Hochschule www.thh-friedensau.de und die des Ortes www.friedensau.de. Hier würden Veranstaltungen vorangekündigt und anschließend kurz darüber berichtet. Hier fänden sich auch Informationen zu den Studiengängen und zur Entstehung und Bedeutung des Ortes Friedensau. Neu sei die Blog-Seite, auf der in verschiedenen Kategorien das bunte Leben an der Hochschule nachvollzogen werden könne.

Eine weitere Möglichkeit sei laut Cramer, den Fernseher einzuschalten. Auf dem TV-Sender „HopeChannel“ (https://www.satindex.de/channel/17804/) würden im Format „Akademie Friedensau“ Vorlesungen zu allgemein interessierenden theologischen Fragen gesendet, außerdem Friedensauer Gottesdienste und Berichte aus den Regionen der Welt, in die Dozentinnen und Dozenten für verschiedene Projekte reisten.

Mit Friedensau verbunden seien weitere Institutionen und Einrichtungen, wie www.zeltplatz-friedensau.de, www.ladencafe.de oder www.gaestehaus-friedensau.de, die als reale Orte besucht werden können und deshalb auch Informationen digital bereithielten.

Jahrbuch und Newsletter
Über Facebook und Instagram erreiche die Hochschule vor allem jüngere Menschen und versorge sie mit News und Studieninformationen. Einmal im Jahr gebe es das Friedensau-Jahrbuch, welches mit vielen Bildern über das vergangene Studienjahr und die Ereignisse in und um Friedensau berichte. Zudem werde eine Ausgabe eines Newsletters – er soll „Unser Friedensau“ heißen – künftig zweimal im Jahr kurz und knapp in Print-Form Informationen liefern.

Friedensauer Hochschule
Die auf das Jahr 1899 zurückgehende Friedensauer Hochschule bietet derzeit in den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie acht Bachelor- und Master-Studiengänge – zum Teil berufsbegleitend – sowie den Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ an. Mehr als 30 Nationen sind unter den rund 200 Studierenden vertreten.




Über 250.000 Downloads der Lutherbibel 2017

„Die Zahl der Nutzerinnen und Nutzer steigt beständig“, sagte der Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft, Dr. Christoph Rösel. Das zeige, dass das Engagement für die Bibel in digitalen Formaten auf keinen Fall vernachlässigt werden dürfe. Inzwischen seien Smartphones in allen Generationen verbreitet. Mit der App „Die-Bibel.de“ werde regelmäßiges Bibellesen noch einfacher.

Die App werde für Geräte mit den Betriebssystemen Android und iOS im jeweiligen Online-Store angeboten. Eine Registrierung für die Installation sei nicht nötig. Mit der Installation gebe es die Lutherbibel 2017 kostenlos. Um die weiteren Übersetzungen herunterzuladen, sei eine Registrierung erforderlich. Über das Benutzerkonto könnten dann auch Markierungen, Lesezeichen und Notizen gesichert und zwischen verschiedenen Geräten ausgetauscht werden.

Bibelleseplan
Der Ökumenische Bibelleseplan führt innerhalb von vier Jahren durch das ganze Neue Testament und in acht Jahren durch das Alte Testament. Er teilt dabei die tägliche Lektüre in überschaubare Abschnitte. Leserinnen und Leser können die einzelnen Texte dadurch fortlaufend in einem größeren Zusammenhang wahrnehmen. An Sonn- und Feiertagen wird jeweils ein Psalm gelesen.

Der „Bibelleseplan kompakt“ bietet kürzere Lesestücke der biblischen Texte an. Psalmen sind in der Regel nur an ausgewählten Stellen eingesetzt. Durch thematisch zusammengestellte Abschnitte können sich Leserinnen und Leser mehrere Tage mit einem biblischen Thema beschäftigen. Der Plan führt ebenfalls in vier Jahren durch das Neue Testament. Im Alten Testament wird eine Auswahl gelesen.

Lutherbibel 2017
Die Lutherbibel 2017 ist zum 500. Reformationsjubiläum erschienen. Eine Kommission der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat die klassische deutsche Bibelübersetzung auf Anregung der Deutschen Bibelgesellschaft überarbeitet. Außer in den Druckausgaben erscheint die Lutherbibel auch als E-Book, Hörbuch, App und Computersoftware. Im Internet steht der Text frei zugänglich unter www.die-bibel.de zur Verfügung.

App „Die-Bibel.de“ für Android-Geräte: play.google.com/store/apps/details?id=de.dbg.bibel

App „Die-Bibel.de“ für Geräte mit iOS: itunes.apple.com/de/app/die-bibel-de/id1151790560#?platform=iphone




Deutsche Evangelische Allianz mit neuem Arbeitskreis „Frieden und Versöhnung“

Das internationale Netzwerk ermutige, motivierte und trainiere Christen zur Friedenskonsolidierung und Konfliktlösung in ihren lokalen Gemeinschaften und darüber hinaus. Auch der deutsche Arbeitskreis möchte christliche Ortsgemeinden und Werke in ihrem Bemühen „Botschafter der Versöhnung“ zu sein, vielfältig unterstützen. Angeboten würden Seminare, Schulungen und Schulungsmaterial für Mitarbeiter. Frieden und Versöhnung gehörten zum missionarischen Auftrag der christlichen Gemeinde, so Professor Dr. Johannes Reimer, Gründer des internationalen Netzwerkes. Jede Kirche, Gemeinde und jedes Werk solle uneingeschränkten Zugang zu diesem Netzwerk erhalten.

Mitglieder des Arbeitskreises
In den neu gegründeten Arbeitskreis wurden vom Geschäftsführenden Vorstand der Deutschen Evangelischen berufen: Dr. Ingo Friedrich, Eberhard Jung (zugleich Leiter des deutschen Arbeitskreises), Dr. Martin Knispel, Johannes Neudeck, Professor Dr. Johannes Reimer, Dr. Horst Sebastian, Professor Dr. Wolfgang Stock, Steve Volke, Christiane Wutschke und Burkhard Zimmermann. Der Arbeitskreis Frieden und Versöhnung ist der 13. Facharbeitskreis der Deutschen Evangelischen Allianz. Im Sommer des Jahres war mit dem „Arbeitskreis Frauen“ der 12. gegründet worden.

Dr. Horst Sebastian war von 1998 bis 2015 Pastor verschiedener adventistischer Kirchengemeinden in Hamburg und Lübeck. Zudem war der Theologe Lehrbeauftragter beim Studiengang „Peace and Security Studies (M.A.)“ des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH) an der Universität Hamburg sowie im Fachbereich Christliches Sozialwesen der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg. Gegenwärtig leitet er die Abteilung Religionsfreiheit der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern (Hansa-Vereinigung). Im Januar 2019 übernimmt Sebastian außerdem die Leitung des Referats Kriegsdienstverweigerung und Frieden der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. In dieser Eigenschaft wird er die Freikirche auch in der Mitgliederversammlung der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) vertreten.

Evangelische Allianz
In der Weltweiten Evangelischen Allianz arbeiten Allianzen aus 129 Ländern zusammen. Die Evangelische Allianz ist ein Netzwerk von evangelisch-reformatorisch gesinnten Christen aus verschiedenen Kirchen und Gemeinschaften. Sie sind in vielen freien Werken aktiv. Die Deutsche Evangelische Allianz hält zu etwa 350 überregionalen Werken und Verbänden Kontakt. In rund 1.000 Städten in der Bundesrepublik gibt es örtliche Evangelische Allianzen. Weitere Informationen unter www.ead.de.




Adventistisches Hilfswerk verschickt tausende Weihnachtspakete

ADRA Deutschland
Etwa 410 ehrenamtliche Gruppen im gesamten Bundesgebiet waren laut ADRA Deutschland im Herbst unterwegs, um bei Schulen, Kindergärten, Firmen und Privatpersonen für die Aktion „Kinder helfen Kindern“ zu werben. In die Weihnachtspakete wurden Spielzeug, Schulartikel, Süßigkeiten, Hygieneartikel und Wärmespender wie Schals und Mützen gepackt.

Insgesamt wurden 34.901 Geschenkpakete in acht europäische Länder gesandt. Wie in den Vorjahren wurden auch die Pakete aus den Niederlanden, Belgien und Luxemburg nach Deutschland gebracht und tragen zur Gesamtsumme bei. Vom 3. bis 12. Dezember fuhren 13 LKW nach Bosnien-Herzegowina (mit 5.437 Weihnachtspaketen), Serbien (7.448), Albanien (2.285), Mazedonien (4.559), Montenegro (3.184), Bulgarien (6.147), Litauen (2.616) und in die Ukraine (3.225).

ADRA Österreich
Am 25. November begann das Einsammeln der 6.551 Pakete in Österreich. Vom ADRA Lager in Wien wurden die Pakete in die Ukraine und nach Lettland geliefert. Ab dem 18. Dezember begann die Verteilung der Pakete in Lettland. Das Datum der Ausgabe in der Ukraine hänge laut ADRA Österreich davon ab, wie schnell der Zoll die Pakete frei gibt, die bis dahin im abgeschlossenen Zolllager von ADRA Ukraine sicher aufbewahrt werden.

ADRA Schweiz
Rund 50 ADRA-Ortsgruppen in der ganzen Schweiz beteiligten sich laut dem Hilfswerk an der Aktion „Kinder helfen Kindern“ mit insgesamt 3.048 Paketen. Die Pakete aus der Schweiz werden laut ADRA Schweiz von der Partnerorganisation ADRA Moldawien an Kinder in Waisenheimen, verarmte Familien sowie behinderte Kinder im Land verteilt. Wer dort ein Paket wolle, müsse sich über Sozialämter, Schulen, Vereine oder das Netzwerk von ADRA Moldawien beim Hilfswerk melden, das dann die Auswahl vornehme. Moldawien ist eines der ärmsten Länder Europas und liegt zwischen Rumänien und der Ukraine.

Weitere Informationen unter: www.kinder-helfen-kindern.org




CARITAS: Nicht weniger Armut in der Schweiz

Die Sozialhilfestatistik des Bundesamtes für Statistik BFS weist aus, dass seit dem Jahr 2010 kontinuierlich mehr Menschen Sozialhilfe beziehen. Die Zahl der Fälle lag 2017 bei 278.345. Das sind 5.000 mehr als im Vorjahr. Das größte Risiko in die Sozialhilfe zu fallen tragen weiterhin Kinder und Jugendliche. In der Altersgruppe der 50- bis 64-Jährigen ist das Risiko überdurchschnittlich stark angestiegen. In dieser Altersgruppe gibt es viele Menschen, die mit den Anforderungen der Gesellschaft nicht mehr Schritt halten können und dauerhaft auf Sozialhilfe angewiesen sind.

Weiterer Anstieg der Armut
Aus Sicht der Caritas Schweiz sind die Ergebnisse der Sozialhilfestatistik besorgniserregend. Sie bestätigten den Trend, den auch der neue Sozialalmanach 2019 von Caritas Schweiz aufzeige. Während die Wirtschaftslage und die Wachstumsprognosen gut sind, musste im vergangenen Jahr ein weiterer Anstieg der Armut zur Kenntnis genommen werden. 615.000 Menschen in der Schweiz sind von Armut betroffen, weitere 600.000 leben in schwierigen Verhältnissen und sind damit armutsgefährdet.

Armut halbieren wäre das Ziel
Mit der Unterzeichnung der globalen Agenda 2030 hat sich die Schweiz zum Ziel bekannt, die Armut im eigenen Land zu halbieren. Eine Forderung, welche auch Caritas Schweiz schon seit längerer Zeit stelle. „Die Statistiken zeigen, dass es der Schweiz derzeit nicht gelingt, die Armut zu reduzieren, von einer Halbierung ganz zu schweigen“, schreibt Bettina Fredrich in ihrem Bericht über die soziale und wirtschaftliche Entwicklung in der Schweiz 2018 im Sozialalmanach. Umso anstößiger sei es, dass sich der Bund im laufenden Jahr dafür entschieden habe, das Nationale Programm zur Bekämpfung der Armut nur noch auf Sparflamme weiterzuführen und die Armutspolitik damit faktisch den Kantonen und Gemeinden überlasse.

Anstieg kritischer Arbeitsverhältnisse – auch wegen der Digitalisierung
Dass nicht alle Menschen von der guten Wirtschaftslage profitierten, zeige der Anstieg der kritischen Arbeitsverhältnisse, die eine Existenzsicherung aus eigener Kraft kaum mehr zuließen. 2017 waren acht Prozent der Bevölkerung von befristeten Anstellungen betroffen, 2010 waren es noch 6,7 Prozent. Auch Mehrfacherwerbstätigkeit und Unterbeschäftigung hätten zugenommen.

Digitale Transformation ist gestaltbar
Mit dem Schwerpunktthema „Digitalisierung – und wo bleibt der Mensch?“ nimmt Caritas Schweiz im Sozialalmanach 2019 eine wesentliche Ursache solcher Entwicklungen auf. Expertinnen und Experten äußern sich darin aus verschiedenen Blickwinkeln zu den sozialen Folgen der digitalen Transformation. Mit der Wahl des Themas weist Caritas darauf hin, dass die Digitalisierung aus sozialpolitischer Sicht nicht einfach wie ein Naturgesetz verstanden werden dürfe, sondern gestaltbar sei und gestaltet werden müsse. Dazu zähle nicht zuletzt, dass die konsequente Anwendung bestehender Gesetze hinsichtlich Arbeitnehmerschutz und sozialer Absicherung auch in Zeiten der Digitalisierung gelten müssten.

Das Caritas-Jahrbuch zur sozialen Lage der Schweiz mit dem Schwerpunkt „Digitalisierung – und wo bleibt der Mensch?“ online beziehen unter: http://ow.ly/NDCT30n1XgO




Russland: Adventistische Universität feiert 30-jähriges Bestehen

Am 2. Dezember 1988 sei der Traum der Kirchenleiter der Siebenten-Tags-Adventisten in Russland wahr geworden, eine eigene Hochschule zu betreiben, so AR. Die Universität in Zaoksky, Verwaltungsbezirk Tula, sei seit 30 Jahren ein Symbol adventistischer Bildung im postsowjetischen Russland. Viele Kirchenmitarbeiter, die derzeit in ganz Russland und in anderen ehemaligen Sowjetstaaten arbeiteten, seien an dieser Institution ausgebildet worden.

Eine Geschichte von Mut und Visionen
Im Januar 1987 erhielt die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Russland nach zahlreichen Petitionen und Briefen an die sowjetischen Behörden die Erlaubnis, einen dreijährigen Korrespondenzkurs für die Ausbildung von Geistlichen anzubieten. Im selben Monat erhielt die Kirche auch ein Grundstück in Zaoksky. Als das Bildungsinstitut in Zaoksky im Dezember 1988 eröffnet wurde, sei es laut AR das erste protestantische Seminar in der russischen Geschichte gewesen.

Zuerst habe das Bildungsangebot lediglich einen Abschluss zur Vorbereitung auf den Pastorendienst umfasst. Bald darauf folgte die Agrarwissenschaft. 1990 wurde Zaoksky vom Komitee für religiöse Angelegenheiten der Sowjetunion offiziell als Vollzeithochschule registriert. Später kamen weitere Abschlüsse hinzu, darunter ein Master in Musik (2000), ein Bachelor in Wirtschaftswissenschaften (2003) und ein Master in Public Health (2005). Absolventen staatlich anerkannter Studiengänge an der Universität erhalten zusätzlich zu ihren Diplomen der Kirche auch ein staatliches Diplom, das ihnen hilft, einen Arbeitsplatz außerhalb der adventistischen Kirchenorganisation zu finden.




USA: Adventistische Krankenhäuser erhalten Auszeichnungen für Top-Qualität

Die Preisverleihungsfeier fand am Dienstag, den 4. Dezember in Washington, D.C. statt. Um sich für eine Auszeichnung zu qualifizieren, müssen Krankenhäuser eine spezielle Leapfrog-Krankenhaus-Umfrage einreichen und die höchste Leistung in ihrer Kategorie erzielen, so LLUH. Die Auswahl der Top-Krankenhäuser für 2018 basiere auf Umfragen unter fast 1.900 Krankenhäusern. Bei der Festlegung der Qualifikationen für die Vergabe der Auszeichnungen werde die Leistung in vielen Bereichen der Krankenhaus-versorgung berücksichtigt, einschließlich der Infektionsraten, der Geburtshilfe und der Kompetenzen des Krankenhauses, Medikationsfehler zu vermeiden.

LLU-Kinderkrankenhaus
„Diese Auszeichnung als Top-Kinderkrankenhaus unterstreicht unser beständiges Engagement für Patientensicherheit und Qualität“, so Scott Perryman, Vizepräsident des LLU-Kinderkrankenhauses. Nach Angaben der Kirchenzeitschrift Adventist Review befindet sich das LLU-Kinderkrankenhaus unter den lediglich 13 Kinderkrankenhäusern in den USA, die von der Leapfrog Group ausgezeichnet worden sind.

LLU Medical Center – East Campus
„Neben der qualitativ hochwertigen Versorgung sind wir stolz darauf, die nächste Generation von Medizinern auszubilden“, sagte Jonathan Jean-Marie, Vizepräsident des LLU Medical Center – East Campus, das mehrere medizinische Fachbereiche wie Rehabilitation, Orthopädie, Neurologie, Neurochirurgie und Familienmedizin umfasst. Es ist eines von 53 Top-Lehrkrankenhäusern, welche die Auszeichnung der Leapfrog Group erhielten.

Loma Linda University Health (LLUH)
Die 1905 gegründete Loma Linda University Health, eine Organisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, umfasst die acht Fakultäten der Loma Linda Universität, die sechs Krankenhäuser des LLU Medical Center sowie mehr als 1.000 Fakultätsärzte in Südkalifornien. Loma Linda University Health bietet nach eigenen Angaben über 100 akademische Programme an und versorgt jährlich über 40.000 Patienten stationär und 1,5 Millionen ambulant.




Hilfswerk: Hunderte Christen fehlen in Indien auf Wahllisten

Indien ist ein Bundesland mit 29 Staaten und sieben Unions-Gebieten. Die jüngsten Wahlen im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh dürften ein Nachspiel haben, so Open Doors Schweiz. Denn am 28. November seien dort Christen systematisch ausgegrenzt worden. Da ihre Namen nicht auf den Wählerlisten standen, sei ihnen die Stimmabgabe verweigert worden. Auch Leo Cornelio, römisch-katholischer Erzbischof von Bhopal, der Hauptstadt des Bundesstaates, sei trotz Wahlkarte in seinem Wahllokal die Abstimmung verwehrt worden. Er betonte: „Das ist eine Ungerechtigkeit und kein gutes Zeichen für die Demokratie. Es ist ein deutlicher Beleg für die christliche Gemeinschaft, dass sie nicht einmal berücksichtigt wird.“ Empörten Christen würden nun erwägen, die Einleitung einer offiziellen Untersuchung zu beantragen.

Die Leiter der christlichen Gemeinschaft seien sich laut Open Doors einig, dass die „Bharatiya Janata Party“ (BJP), die hinduistische nationalistische Partei von Premierminister Narendra Modi, für die Entfernung der Namen verantwortlich sei. Modi soll versucht haben, den Sieg der Kongresspartei seines Rivalen zu verhindern, den die Christen bevorzugen würden.

Christen mit hinduistischen Vornamen konnten wählen
Das zentralindische Madhya Pradesh wird seit 2003 von der BJP regiert. Ähnliche Ereignisse seien bereits an anderen Orten in Indien aufgetreten, wie beispielsweise in Bangalore oder Mangalore im südlichen Bundesstaat Karnataka, berichtet Open Doors Schweiz. Im Mai verlor die BJP die Parlamentswahlen in diesem Bundesland an die Kongresspartei. Bei den Wahlen am 28. November hätten Christen mit hinduistischen Vornamen wählen können, aber jene mit christlichen Vornamen wären von den Listen gestrichen worden.

Im Jahr 2019 werden in Indien nationale Wahlen abgehalten. Das Ergebnis dieser Wahlen sei laut Hilfswerk Open Doors entscheidend für die Religionsfreiheit im Land. Anlass zur Hoffnung gebe, dass in den indischen Bundesstaaten Chhattisgarh, Madhya Pradesh und Rajasthan die BJP-Partei bei den jüngsten Regionalwahlen ihre Regierungsmehrheit verloren habe. Aus diesen Staaten seien in der Vergangenheit zahlreiche Übergriffe gegen Christen gemeldet worden. In Chhattisgarh und Madhya Pradesh seien sogenannte „Antibekehrungsgesetze“ in Kraft.

Derzeit belegt Indien im „Verfolgungsindex“ von Open Doors den 11. Platz. Laut der letzten, im Jahr 2011 erfolgten indischen Volkszählung gab es im Land 79,8 Prozent Hindus, 14,2 Prozent Muslime, 2,3 Prozent Christen, 1,7 Prozent Sikhs, 0, 7 Prozent Buddhisten, 0,4 Prozent Jainas und 0,7 Prozent Anhänger anderer Religionen.




Australien: Adventisten sprechen sich im Parlament für Benachteiligte aus

Wie die australische Kirchenzeitschrift Adventist Record berichtete, kamen im Rahmen der „Voices for Justice“-Konferenz vom 1. bis 4. Dezember 2018, die von der australischen Micha-Koaltion organsiert wurde, mehr als 200 Christen aus ganz Australien zusammen, darunter Vertreter christlicher Hilfsorganisationen. „Micha-Lobbygruppen trafen sich mit mehr als 90 der gewählten Politiker Australiens während des diesjährigen „Voices for Justice“, sagte Matt Darvas, Kampagnenleiter von Micha-Australien. „Dies ist eine mächtige – und glaubwürdige – kollektive Stimme für die Armen, Unterdrückten und Vertriebenen der Welt.“

Micha-Australien feiert Gesetzgebung gegen moderne Sklaverei
Die australische Micha-Koalition, die sich aus Kirchen und den größten christlichen Hilfsorganisationen in Australien zusammensetzt, feierte auch die Verabschiedung des „Modern Slavery Act 2018“, der in Anlehnung an die entsprechende Gesetzgebung in Großbritannien am 29. November vom australischen Parlament verabschiedet wurde und im Januar 2019 in Kraft tritt. Damit soll moderner Sklaverei und Ausbeutung in Form von Zwangsarbeit, Schuldknechtschaft, Menschenhandel und Kinderarbeit entgegen gewirkt werden.




Straßburg: Adventisten verurteilen Anschlag

Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten verurteilt alle Formen von Gewalt, insbesondere jene, die im Zusammenhang mit religiöser Intoleranz stehen. Pastor Ruben de Abreu, Präsident der überregionalen Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten für Frankreich, Belgien und Luxemburg, erklärte am Tag nach dem Anschlag: „Die mörderische Gewalttat, die gestern Abend in Straßburg begangen wurde, ist abscheulich und unerträglich – ich verurteile sie aufs Schärfste“. „Wir schließen uns den Familien der Opfer und den von diesen Grausamkeiten Betroffenen an und wünschen den Überlebenden und den Verletzten eine rasche Genesung“, fuhr er laut EUD NEWS, der Kommunikationsabteilung der Adventisten in West- und Südeuropa, fort.




Darmstadt: Adventistische Pfadfinder verteilen Friedenslicht aus Bethlehem

3.000 Kilometer Wegstrecke
Das Friedenslicht wurde am 28. November in der Geburtsgrotte Jesu in Betlehem von einem Pfadfinder entzündet und in einem Spezialbehälter mit dem Flugzeug nach Österreich gebracht. Von dort aus wird es am dritten Advent (Sonntag, 16. Dezember) per Zug von Pfadfindern in ganz Europa verteilt. Die Marienhöher Pfadfinder fahren am Sonntag nach Frankfurt am Main und bringen das Friedenslicht nach Darmstadt.

„Wir wollen mit dem Friedenslicht ein Zeichen für Frieden setzen, für ein menschliches Miteinander über Grenzen hinweg – egal ob es Landesgrenzen oder Grenzen zwischen Menschen sind“, betonte Julika Pabst, Gruppenbetreuerin bei den Marienhöher Pfadfindern. Auf seinem Weg lege das Friedenslicht mehr als 3.000 Kilometer zurück über viele Grenzen hinweg.

Jeder kann mitmachen
„Das Friedenslicht wird in den meisten europäischen Ländern und sogar in Amerika persönlich weitergegeben. Allein das verbindet uns mit so vielen verschiedenen Menschen und schafft eine Gemeinsamkeit“, erläuterte Pabst. „Jeder kann mitmachen und selbst ein Zeichen für Frieden setzen.“ Zum Beispiel könne man mit dem Friedenslicht auf seinen missliebigen Nachbarn zugehen oder es als Geste nutzen, um sich nach einem Streit mit Verwandten wieder zu vertragen.

Pfadfinder CPA-Marienhöhe
Zur CPA-Gruppe Marienhöhe gehören rund 180 Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Es gibt dreizehn Gruppen für Kinder und Jugendliche von sechs bis 20 Jahren. Gruppenstunden finden 14-tägig sonntags statt. Außerdem gibt es Zeltlager, Lagerfeuer, Wandertouren, Geländespiele und anderes mehr. Weitere Informationen unter: www.cpa-marienhoehe.de

Aktion Friedenslicht
Das Friedenslicht wird seit 1986 in Österreich und seit 1994 auch an „alle Menschen guten Willens“ in Deutschland verteilt. Es handelt sich um eine gemeinsame Aktion des Österreichischen Rundfunks (ORF) und verschiedener Pfadfinderverbände. Das Friedenslicht wird mit dem Flugzeug von Betlehem nach Wien transportiert. Von dort bringen es Pfadfinderinnen und Pfadfinder am 3. Advent nach Deutschland. Insbesondere die Pfadfinderinnen und Pfadfinder, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen, haben sich des Friedenslichtes angenommen und sorgen dafür, dass es in den meisten europäischen Ländern verbreitet wird und sogar seinen Weg in die USA gefunden hat. Das Friedenslicht sei kein magisches Zeichen, das den Frieden herbeizaubern könne. Es erinnere vielmehr an die Pflicht des Menschen, sich für den Frieden einzusetzen. Weitere Informationen unter: www.friedenslicht.de




New York: Adventisten weihen Duschwagen für Obdachlose ein

„Diese humanitäre Hilfe ist für unsere Kirche nicht optional, sie ist obligatorisch“, so Luis Biazotto, ACS-Direktor für die Metropolregion New York. Laut Biazotto ist der Lastwagen eine Antwort auf das wachsende Problem der Obdachlosigkeit in der Stadt, das aktuell auf dem höchsten Niveau seit der Weltwirtschaftskrise stehe. Der Dusch-Lastwagen soll wöchentlich Obdachlose lokal in den verschiedenen Bezirken von New York versorgen. Der ganzheitliche Ansatz umfasse auch Kleidung, Nahrung sowie spirituelle und psychologische Betreuung.

Der adventistische Sozialdienst ACS habe den Dusch-Lastwagen gemeinsam mit der Kirchengemeinde „Delancey Seventh-day Adventist Church“ bereits in Lower Manhattan eingesetzt und positive Rückmeldungen erhalten, so AR. „Man sieht die Ergebnisse schon nach zehn Minuten. Wenn sie gehen, sagen die meisten von ihnen: ‚Ihr habt mein Leben verändert‘. Sie werden daran erinnert, Hoffnung zu fassen. Das ist es, was wir mit ‚Segensdusche‘ anbieten“, sagte Biazotto.




Adventisten in Baden-Württemberg wählen neuen Kirchenleiter

Pastor Eugen Hartwich (35) ist neuer Präsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Baden-Württemberg (Baden-Württembergische Vereinigung, BWV). Die 150 Abgeordneten aus den örtlichen Kirchengemeinden und der Pastorenschaft wählten ihn mit 113 Ja- zu 30 Nein-Stimmen. Hartwich hat in Freiburg, Österreich, England und in Rumänien Theologie studiert. Er ist verheiratet, hat einen Sohn und war in den Jahren 2010 bis 2014 Seelsorger in Mannheim, Weinheim, Tübingen und Albstadt. Im Juli 2014 war er außerhalb des regulären Turnus in das Amt des Sekretärs (Geschäftsführers) eingesetzt, im Mai 2017 zusätzlich zum Vizepräsidenten gewählt worden.

Hartwich löst Pastor Erhard Biró als regionalen Kirchenpräsidenten ab. Biró war über 40 Jahre lang als Pastor tätig, davon seit 1996 als Kirchenleiter der Siebenten-Tags-Adventisten in Baden-Württemberg. „Es ist eine Freude und Ehre, Gott zu dienen“, sagte Erhard Biró bei seiner Verabschiedung – er tritt zum Jahresende in den Ruhestand. Ebenfalls in den Ruhestand verabschiedet wurde der Landeskantor der Siebenten-Tags-Adventisten, Dr. Günter Preuß. Pastor Thomas Knirr, Abteilungsleiter für Gemeindeaufbau und Mission, wurde zusätzlich in das Amt des Vizepräsidenten berufen.

Adventisten in Baden-Württemberg
In Baden-Württemberg hat die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten 6.362 mündig getaufte Mitglieder, die in 85 Kirchengemeinden am Sabbat (Samstag), dem biblischen Ruhetag, Gottesdienst feiern (Stand 31.12.2017). Die Freikirche ist dort Trägerin der adventistischen Bekenntnisschulen in Murrhardt („Daniel-Schule“/Grund- und Realschule), Herbolzheim-Tutschfelden („Elisa-Schule“/Grund- und Realschule), Isny/Allgäu („Josia-Schule“/Grund- und Gemeinschaftsschule), Rastatt („Salomo-Schule“/Grund- und Realschule), Heilbronn („Advent-Schule“/Grundschule) sowie Mannheim (Grundschule). Zur regionalen Kirchenleitung gehören auch das „Haus Lichtblick“ (betreutes Wohnen) in Gaildorf und das Tagungszentrum „Haus Schwarzwaldsonne“ in Freudenstadt.




„Menschenrecht und Christenpflicht“: Freikirchen zum 70. Jahrestag der Menschenrechtserklärung

„Wir halten an der Überzeugung fest, dass die Menschenrechte unteilbar, unveräußerlich und universell sind. Wir erkennen an, dass sich die Menschenrechte aus unterschiedlichen Wertesystemen ableiten lassen – nicht nur, aber gerade auch aus dem christlichen Menschenbild, aus biblischen Werten und Vorstellungen von Gerechtigkeit und von der schöpfungsgemäßen Würde eines jeden Menschen“, heißt es in der Stellungnahme. „Unsere Solidarität, unser Einsatz und unsere Fürbitten gelten allen Menschen, denen grundlegende Menschenrechte, Würde und Freiheit vorenthalten werden.“

Ihre Aufgabe sehe die VEF darin, das Evangelium von der Liebe Gottes in Wort und Tat zu den Menschen zu bringen: „Dazu gehören die Einladung zum Glauben an Jesus Christus und die Sorge um unsere Welt, in der wir leben. Das Wohlergehen der Menschen ganzheitlich im Blick zu haben, ist unser Anliegen.“ Deshalb sei die VEF nicht nur dankbar für die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“, sondern unterstütze auch die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals/SDGs).

Die Stellungnahme ist abrufbar unter: https://www.vef.de/meldungen/menschenrecht-und-christenpflicht/




Australien: Adventistischer Radiosender für das Hinterland

„Mit einem Knopfdruck erreichen wir heute weitere 350.000 Haushalte in ganz Australien; das bedeutet, dass Faith FM jetzt ein potenzielles Publikum von 6 Millionen Menschen hat“, sagte der Koordinator von Faith FM, Michael Engelbrecht. Der im Jahr 2008 gegründete Sender ist nun auf dem VAST-Kanal 688 verfügbar. VAST ist eine Initiative der australischen Regierung, die frei zugängliche Radio- und Fernsehdienste für Australier anbietet, die in abgelegenen Gebieten außerhalb der normalen Senderreichweite leben.

Gut auffindbar
Abgeschiedene Gemeinden, Viehzuchtstationen und reisende Rentner verlassen sich laut AR auf diesen Service, um sich mit dem Rest Australiens zu verbinden. Mit einem VAST-Empfänger sind die entsprechenden Programme überall in Australien zugänglich, nicht nur im Hinterland. „Der Erfolg der Free-to-Air-Radio-Dienste beruht auf der Tatsache, dass Sendungen in einer Handvoll von Kanälen sehr auffindbar sind – sie gehen nicht im Meer der digitalen Wahl verloren. Faith FM führt die Menschen in unserer Nation zu Christus“, so Engelbrecht.




Landesbischof July neuer Vorsitzender des DNK/LWB

Frank Otfried July ist seit 2005 Bischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Bei der LWB-Vollversammlung 2010 in Stuttgart wurde er in den Rat des Lutherischen Weltbundes gewählt und bekleidete zudem bis 2017 das Amt des Vizepräsidenten für die Region Mittel- und Westeuropa. Auf der LWB-Vollversammlung 2017 in Windhoek wurde er erneut in den LWB-Rat gewählt. Er ist Vorsitzender des Kuratoriums des Straßburger Instituts für Ökumenische Forschung und als Vorsitzender des DNK/LWB einer der beiden Co-Vorsitzenden des Beirats des LWB-Zentrums Wittenberg.

Der Lutherische Weltbund
Das Deutsche Nationalkomitee des LWB vertritt die elf deutschen Mitgliedskirchen im Lutherischen Weltbund, die über elf Millionen Gemeindemitglieder umfassen. Aufgabe des DNK/LWB ist es, die Beziehungen der deutschen Mitgliedskirchen zum LWB zu koordinieren und dessen Arbeit zu begleiten und zu fördern. Die Geschäftsstelle des DNK/LWB in Hannover leitet Oberkirchenrat Norbert Denecke.

Der LWB ist die größte lutherische Kirchengemeinschaft weltweit. Er umfasst über 75 Millionen Gläubige in 148 Mitgliedskirchen aus 99 Ländern. Aus Deutschland sind elf Kirchen Mitglied im LWB: die Landeskirchen Bayern, Braunschweig, Hannover, Mitteldeutschland, Norddeutschland, Oldenburg, Sachsen, Schaumburg-Lippe und Württemberg sowie die Evangelisch-Lutherische Kirche in Baden und die Lutherische Klasse der Lippischen Landeskirche.




JIM-Studie 2018: Siegeszug von Netflix und Co. bei Jugendlichen

Tagesschau und Tageszeitungen mit hohem Vertrauensbonus bei Jugendlichen
Auch das Vertrauen in Nachrichtenangebote wurde im Rahmen der JIM-Studie 2018 untersucht. Hierbei konnten die Jugendlichen verschiedenen Nachrichtenangeboten Schulnoten in Bezug auf ihre Vertrauenswürdigkeit geben. Die „Tagesschau“ beziehungsweise die „Tagesthemen“ der ARD genießen bei Jugendlichen das höchste Vertrauen. 84 Prozent der Jugendlichen haben die Note 1 oder 2 vergeben. An zweiter Stelle folgen mit 77 Prozent das Angebot regionaler Print-Tageszeitungen und öffentlich-rechtliche Radiosender (75 Prozent).

Der tagesaktuellen Berichterstattung des ZDF („Heute“ und „Heute Journal“) schenken 71 Prozent der Befragten ihr Vertrauen. „Focus online“ und „Spiegel online“ bewegen sich bei dieser Beurteilung im Mittelfeld. Jeweils die Hälfte der Jugendlichen bewertet diese Angebote mit der Note 1 oder 2. Private Radiosender werden von knapp der Hälfte der Jugendlichen als vertrauenswürdig eingestuft. Mit deutlichem Abstand folgen „ProSieben Newstime“, das Nachrichtenangebot des E-Mail-Providers Web.de und „RTL Aktuell“, denen jeweils ein Viertel der Jugendlichen vertraut. Das Angebot der Bild-Zeitung bildet mit jeweils 15 Prozent sowohl für das Print- als auch das Online-Angebot das Schlusslicht.

JIM-Studie
Die Studienreihe JIM (Jugend, Information, Medien) wird vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest seit 1998 jährlich in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk durchgeführt. Die repräsentative Studie bildet das Medienverhalten der Jugendlichen in Deutschland ab. Für die Befragung wurden 1.200 Jugendliche zwischen zwölf und 19 Jahren im Frühsommer 2018 telefonisch befragt. Alle Ausgaben der JIM-Studie von 1998 bis 2018 sind unter www.mpfs.de abrufbar.

Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest ist eine Kooperation der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) und der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK). Die Durchführung der Studie erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk (SWR).




Deutsche Evangelische Allianz gegen Fremdbestimmung bei Organspende

Die Organspende berühre ein sehr sensibles Thema, denn es gehe um nicht weniger als um Leben und Tod, so die DEA. Der Vorstand der Deutschen Evangelischen Allianz sei gegen eine Pflicht zur Organspende. Sie sei ein Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht und damit die Würde des Menschen.

Vertrauensvolle Regelung, um Menschen zur Spende zu motivieren
Der Generalsekretär der DEA, Hartmut Steeb, erklärte: „Eine Fremdbestimmung über den eigenen Körper lehnen wir ab. Deshalb darf es auch keine Pflicht zur Organspende geben.“ Ebenfalls strittig sei die Definition des Hirntods. Zudem sei es ethisch bedenklich, die Argumentation umzukehren: Der Tod gehöre zum Leben, das dürfe eine Gesellschaft nicht verdrängen. „Menschen sterben, weil sie krank sind, nicht, weil ihnen ein Dritter seine Organe vorenthält.“ Sie könnten andererseits durch Organspenden gerettet werden. Deswegen sei die Politik gefordert, eine vertrauensvolle Regelung zu finden, die viele Menschen zur Spende motiviere.

Dazu gehöre vor allem, Menschen frühzeitig über das Thema zu informieren. Zudem benötige es eine bessere Datenerfassung und nicht nur einen zufällig bei sich getragenen Spenderausweis sowie mehr qualifiziertes Personal in den Krankenhäusern. Auch müsse sich Deutschland für eine Eindämmung des internationalen Menschenhandels zur Entnahme von Organen engagieren, „denn dies ist ein grausames, menschenverachtendes Geschäft“, so Steeb.

Evangelische Allianz
Die Deutsche Evangelische Allianz (DEA) versteht sich als ein Bund von Christusgläubigen, die verschiedenen christlichen Kirchen, Gemeinden und Gruppen angehören. Die Evangelische Allianz hat sich 1846 als weltweiter Verbund in London konstituiert. Damit sei sie der am längsten bestehende Zusammenschluss evangelisch gesinnter Christen verschiedener Gruppen- und Gemeindezugehörigkeiten. Weitere Informationen unter: www.ead.de