100 Jahre Hänssler-Verlag

Im Jahr 1919 gründete der württembergische Pietist Friedrich Hänssler sen. (1893-1972) gemeinsam mit seiner Frau Friedericke einen kleinen Musikverlag in Plieningen bei Stuttgart. Weil niemand sein Lied „Auf Adlers Flügeln getragen“ veröffentlichen wollte, musste er selbst die Initiative ergreifen. Die Geschichte des Verlags weist neben Höhen auch Täler auf, wie etwa die Bedrohung durch den Nationalsozialismus oder die Insolvenz um die Jahrtausendwende. Über viele Jahre prägte Friedrich Hänssler jun. (geb. 1927) den Verlag. Seit 1950 arbeitete er im Unternehmen seines Vaters und übernahm ab 1958 die Verantwortung.

SCM Hänssler ist heute Teil der SCM Verlagsgruppe, die zur Stiftung Christliche Medien gehört. Die SCM Verlagsgruppe ist mit den Marken SCM R.Brockhaus, SCM Hänssler, Gerth Medien, adeo Verlag, der SCM Verlagsauslieferung und dem Zeitschriften- und Internet-Spezialisten SCM Bundes-Verlag sowie 380 Mitarbeitenden die führende Verlagsgruppe im Bereich der evangelischen Publizistik und agiert von den Standorten Holzgerlingen in Baden-Württemberg, Asslar in Hessen und Witten in Nordrhein-Westfalen. Seit 2018 ist Klaus Jost neuer Geschäftsführer der SCM Verlagsgruppe und Vorsitzender der Geschäftsführung. Weitere Informationen: www.scm-haenssler.de




Indonesien: ADRA reagiert auf Sturzfluten und Schlammlawinen

Die Überschwemmungen hätten mindestens 104 Tote, 60 Vermisste und 74 Verletzte gefordert. Mehr als 4.000 Menschen wurden laut ADRA vertrieben sowie über 350 Häuser und zwei Hauptbrücken beschädigt. ADRA vermutet, dass der Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen, Unterkünften und Lebensmitteln der dringendste Bedarf im ganzen Land sei. Die weit verbreiteten Überschwemmungen könnten auch in den kommenden Monaten noch zu Nahrungsmittelknappheit führen.

„Die Sturzfluten ereigneten sich nachts, als die meisten Einwohner schliefen“, sagte Ralfie Maringka, Koordinator für Notfallmaßnahmen bei ADRA Indonesien. „Wir prüfen derzeit, welche Bedürfnisse die Menschen in den am stärksten betroffenen Gebieten von Sentani, Jayapura, der Hauptstadt der Provinz Papua, haben.“ Es wurden bereits ADRA-Mitarbeiter und Freiwillige in den Gebieten mobilisiert, um eine Untersuchung über verfügbare Waren und Preise durchzuführen. Überflutete Straßen behindern allerdings den Weg zu den betroffenen Gemeinden.




ADRA Schweiz unterstützt weltweite Petition für Schulbildung

Noch immer wird weltweit etwa 262 Millionen Kindern und Jugendlichen das Recht auf Bildung verwehrt, wie eine Studie der UNESCO, dem Kinderhilfswerk der UNO, aus dem Jahr 2018 belegt. Das entspricht fast einem Fünftel aller Kinder bis 17 Jahren weltweit. Die Gründe dafür sind vielfältig: Unzureichende staatliche Bildungssysteme, Armut, abgelegene Wohnorte, geistige oder körperliche Behinderungen, politische Unruhen und viele mehr, so ADRA Schweiz in einer Medienmitteilung zum Kampagnenstart.

„Es ist an der Zeit, dass wir der Bildung oberste Priorität einräumen, damit jedes Kind sein von Gott gegebenes Potential nutzen kann“, sagte Jonathan Duffy, Präsident von ADRA International. Bildung sei auch ein Ausweg aus der Armut, weil sie nicht nur das Leben eines einzelnen Kindes verändere, sondern auch das Leben der gesamten Familie, ihres Umfeldes und künftiger Generationen. Wenn jedes Kind Zugang zu Bildung erhalte, profitiere letztlich die gesamte Gesellschaft davon, so Duffy.

ADRA
ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine weltweite Hilfsorganisation, gegründet von der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Als internationales Netzwerk hilft ADRA Menschen in akuten Katastrophensituationen, aber auch in langfristigen, nachhaltigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit. ADRA unterstützt Menschen in über 130 Ländern weltweit, unabhängig davon welcher ethnischen Gruppe, Religion oder politischen Ausrichtung sie angehören.

ADRA Schweiz hat ihren Sitz in Zürich und ist international in Ländern tätig, welche häufig von Naturkatastrophen betroffen sind. In der Schweiz unterstützt ADRA Menschen in Not, meistens durch Sach- und Zeitspenden. Außerdem wird einmal pro Jahr während zwei oder drei Freiwilligenwochen einer Bergbauernfamilie beim Bau oder der Instandsetzung eines Gebäudes geholfen.

Weitere Informationen zur Kampagne: www.inschool.ch und www.inschool.adra.org




Podiumsgespräch: Freiheit für/durch/von Religion

Moderiert wurde die Veranstaltung von Politikwissenschaftler Dr. Ralf Grünke, stellvertretender Direktor für Öffentlichkeitsarbeit der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in Europa. Die Kirche, die das Recht auf Religionsfreiheit seit ihrer Gründung im 19. Jahrhundert hochhält, führte das Podiumsgespräch als Veranstalter durch.

Religionsfreiheit als fundamentales Menschenrecht
„Religionsfreiheit ist ein fundamentales Menschenrecht und gewinnt weltweit an Bedeutung“, betonte der CDU-Bundestagsabgeordnete Markus Grübel in seinem einführenden Referat vor rund 160 Interessierten in seinem Wahlkreis Esslingen. Das Potential von Religion müsse erkannt und ausgeschöpft werden. Das Bundeskabinett hatte Grübel im April 2018 zum Bundesbeauftragten für weltweite Religionsfreiheit berufen.

Religion: Ja zum Leben
„Religionsfreiheit zu verteidigen bedeutet nicht nur, ein Grundbedürfnis des Menschen zu verteidigen, sondern auch ein Ja zum Leben“, gab Religionswissenschaftler Michael Blume zu bedenken. Blume übt das Amt des Beauftragten gegen Antisemitismus zusätzlich zu seiner Funktion als Leiter des Referats „Nichtchristliche Religionen, Werte, Minderheiten, Projekte Nordirak“ im Staatsministerium Baden-Württemberg aus.

Islamischer Religionsunterricht
Die Religionspädagogin Gökçen Sara Tamer-Uzun setzt sich für den bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht in Baden-Württemberg ein. Beim Podiumsgespräch erläuterte sie, dass der Religionsunterricht zur Integration beitrage. „Wir gehören dazu. Wir sind Teil der Gesellschaft. Wir sind Deutsche, muslimische Deutsche“, so Tamer-Uzun.

Religion im öffentlichen Diskurs
Die friedensstiftende Komponente der Religionsfreiheit nahm der Sozial- und Friedensethiker Dr. Johannes Frühbauer von der Forschungsstätte der evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) in Heidelberg in den Blick. Dabei müsse es religiösen Gemeinschaften möglich sein, religiös begründete Argumente in den öffentlichen Diskurs einzubringen, erklärte Frühbauer.

Freiheit nicht selbstverständlich
Dr. Thomas Schneider leitete über Jahre ehrenamtlich zehn Gemeinden der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage im Raum Stuttgart. Der Ingenieur und Blogger meinte, gewohnte Freiheiten wirkten oft selbstverständlich. Man müsse sich jedoch immer wieder neu für sie stark machen.




Dänemark: Adventistischer Lehrer unrechtmäßig gekündigt

„Ich bin erleichtert, dass der Fall zu unseren Gunsten entschieden wurde“, sagte Thomas Müller, Präsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Dänemark, die den Lehrer während des gesamten Prozesses unterstützt hatte. „Dieses Urteil wird eine Ermutigung für andere Mitglieder sein, ihren Überzeugungen treu zu bleiben.“ Die Schule muss dem Lehrer nun eine Kompensation zahlen.

Lange Tradition der Religionsfreiheit in Dänemark
In Dänemark hat Religionsfreiheit eine lange Tradition. Es habe aber noch einige Unsicherheiten darüber gegeben, wie gut religiöse Minderheiten am Arbeitsplatz geschützt seien, so tedNEWS. „Dieser Fall hat deutlich gemacht, dass Arbeitgeber angemessene Vorkehrungen für die religiösen Überzeugungen und Gewohnheiten ihrer Mitarbeiter treffen müssen“, erklärte Lasse Bech, Direktor der Abteilung für öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit der Adventisten in Dänemark. Laut Bech werde in Dänemark in den meisten Fällen nach einer pragmatischen Lösung gesucht, wenn die Anforderungen des Arbeitsplatzes mit der Gewissensüberzeugung eines Mitarbeiters in Konflikt geraten.




„Deine Verletzlichkeit ist der Schlüssel zum Glück“

Hauptfaktor für glückliche Beziehungen ist die Fähigkeit, sich verletzlich zu machen
Der Gottesdienst auf der Jahreskonferenz am Samstagmorgen stellt den geistlichen Höhepunkt im Kirchenleben der Adventisten in der Deutschschweiz dar. Die Theologin Judith Fockner nahm in ihrer Predigt die Aussage „Hier bin ich zu Hause!“ auf. In der Gemeinde und in Beziehungen zeigten alle nur ihre guten Seiten, quasi das beste „Portraitfoto“ von sich. Am Beispiel von Ashley, einer jungen Frau mit dem Ollier- und Maffucci-Syndrom, einer seltenen Knochenkrankheit, erläuterte Judith Fockner, wie wenig Ashley sie selbst war und damit unecht bzw. unglücklich, weil sie ihre Krankheit versteckte. Ashley habe über eine Webseite Personen kennengelernt, die auch von dieser seltenen Knochenkrankheit betroffen gewesen seien, diese aber nicht versteckt hätten. Das habe ihr die Augen geöffnet, dass sie zur eigenen Verletzlichkeit stehen könne, was ihr eine unbekannte Freiheit, Hoffnung und einen neuen Zugang zu anderen Menschen geschenkt habe.

Die Wissenschaftlerin Brené Brown, so Fockner, forsche seit über 17 Jahren zum Thema Verletzlichkeit und habe festgestellt: „Deine Verletzlichkeit ist der Schlüssel zum Glück“. Jesus habe den Menschen den Eindruck vermittelt, dass sie sein dürften, wer sie seien und dass sie nicht spielen bzw. ein ideales „Portraitfoto“ von sich zu präsentieren bräuchten. Bei Jesus dürfe man zu seiner Verletzlichkeit stehen, sagte die Theologin, und so könne ein Gemeindegefühl entstehen, dass man nicht mehr spielen müsse, sondern sein dürfe, wer man ist.

„Dies ist meine Welt“
Pastor Christian Badorrek, Generalsekretär der adventistischen Kirchenleitung in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland, schilderte in der ersten Nachmittagsstunde unter dem Titel „Dies ist meine Welt“ an drei Beispielen aus seinem Pastorendienst in eindrücklicher Weise, wie schwierig es ist, „kaputten“ Menschen Hoffnung zu vermitteln und sie auf dem Prozess des Heilwerdens zu begleiten. Eine Kernaussage aus seinen Ausführungen: „Menschen brauchen nicht, dass man ihnen frommes Zeugs erzählt, sondern dass man sie liebt“.

Interessant sei für ihn auch die Begleitung eines jungen und beruflich äußerst erfolgreichen Mannes gewesen, dem es an nichts gefehlt habe. Nach einigen Wochen, als er mit ihm die Bibel gelesen und sich mit dem biblischen Gottesbild auseinandergesetzt habe, habe dieser ihm gesagt, dass sich in ihm nun eine Leere fülle, von der er vorher nichts gespürt habe. Badorrek schloss seine Ausführungen mit den Worten: „Das Loch in unserem Herzen kann nur Gott füllen“.

HopeMedia Switzerland gegründet
Pastor Stephan Sigg, Präsident der Adventisten in der Schweiz, informierte die Konferenzgemeinde über die Gründung von HopeMedia Switzerland. Die Kirche in der Schweiz plane ein Audio- und Videostudio am Sitz der Kirche in der Romandie sowie eines in der Deutschschweiz. Es seien Videos und Podcasts übers Internet geplant, um die gute Nachricht von Jesus Christus auf zeitgemäße Art weiterzugeben. Dabei arbeite man eng mit dem Europäischen Medienzentrum der Freikirche Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt zusammen.




Schweiz: Adventisten spenden über 14 Millionen Franken

Freiwilligkeitsprinzip – keine Kirchensteuer
Die Adventisten erheben keine Kirchensteuer, sagte Jean-Luc Waber, Finanzvorstand der Adventisten in der Schweiz. Die Tätigkeit der Freikirche werde ausschließlich durch freiwillige Spenden von Mitgliedern und Gönnern finanziert. Diese gäben in der Regel den Zehnten, wie er in der Bibel beschrieben sei. Der Zehnte, 11,5 Millionen Franken (10,2 Millionen Euro) im Jahr 2018, mache einen Großteil der eingegangenen Gelder aus. Davon würden je zehn Prozent an die übergeordnete nationale sowie an die Weltkirchenleitung weitergeleitet, dreizehn Prozent flössen in die Personalfürsorgestiftung und fünf Prozent an Theologische Seminare. Vom Zehnten werden Pastoren und Pastorinnen sowie weitere Mitarbeitende entlohnt und die Kosten der Kirche bestritten.

Zusätzliche Spenden
Viele Mitglieder würden neben zehn Prozent ihres Einkommens weitere Spenden für besondere Projekte geben, so Waber, und unterstützten ihre Kirche auch mit freiwilligem, persönlichem Einsatz. So seien neben den Zehntengeldern 2018 zusätzliche Spenden von knapp 900.000 Franken (796.000 Euro) zur Unterstützung der weltweiten Mission der Kirche ins Ausland geflossen. Die Adventisten unterhalten mit 8.515 Bildungsinstituten, von Primarschulen bis Universitäten, das größte protestantische Bildungswesen weltweit sowie ein ausgedehntes medizinisches Werk mit 681 Krankenhäusern, Sanitätsstationen, Waisen- und Kinder- sowie Alters- und Pflegeheime.

Die Adventisten in der Deutschschweiz hätten dem Hilfswerk Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz – Partnerhilfswerk der Glückskette – über die Ortskirchen rund 42.000 Franken (37.000 Euro) zukommen lassen sowie 478.000 Franken (371.000 Euro) für Renovierung, Neubau und Unterhalt von Kirchengebäuden gespendet, sagte Jean-Luc Waber.

Zusätzlich würden Gelder für die Arbeit und Aufgaben der Ortsgemeinden gegeben. In der Deutschschweiz mit 2.567 Mitgliedern in 32 Kirchgemeinden schätze er diese Spenden auf rund 1,5 Millionen Franken (1,3 Millionen Euro), so Waber. Entsprechende detaillierte Zahlen für die Romandie und das Tessin lagen nicht vor.

Globale Solidarität durch Finanzausgleich
Die Tätigkeit der regionalen Kirchenleitung (Vereinigung), der überregionalen (Union/Verband) und der teilkontinentalen Kirchenleitungen (Division) sowie der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) wird überwiegend von weitergeleiteten Zehntengeldern und projektbezogenen Kollekten der Ortsgemeinden finanziert. Zur Unterstützung finanzschwacher Weltregionen sowie zur Förderung der globalen Aktivitäten der mehr als 21 Millionen Mitglieder zählenden Weltkirche, gibt es einen umfangreichen und ständigen Finanztransfer. Auf diese Weise trage jedes Mitglied einer Ortsgemeinde durch seine freiwilligen Zehnten und Gaben unmittelbar zum weltweiten Wachstum und zur Erfüllung der Aufgaben und des Auftrags der Kirche bei.

Schweizer Adventisten als Verein organisiert
Die Schweizer Adventisten sind nach dem Vereinsrecht organisiert und teilen sich in zwei Kirchenregionen: die Deutschschweizerische Vereinigung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (DSV) mit Sitz in Zürich und die Fédération des Eglises Adventistes du 7e jour de la Suisse romande et du Tessin (FSRT) mit Sitz in Renens/Waadt. Beide Verwaltungsregionen bilden gemeinsam die Schweizer Kirchenleitung (Schweizer Union) mit Sitz in Zürich.

Adventistische Institutionen und Werke in den Sprachregionen
Die Adventisten in der Schweiz führen die „Privatschule A bis Z“ in Zürich, zwei Jugendhäuser, in St. Stephan/Bern und Les Diablerets/Waadt, drei Alters- und Pflegeheime in Krattigen/Bern, Oron-la-Ville und Epalinges bei Lausanne, den Advent-Verlag in Krattigen sowie eine Versandstelle für französische Bücher in Renens/Waadt. Im Weiteren unterhalten sie das „Hope Bibelstudien-Institut“ (HBI) und das „Religionspädagogische Institut“ (RPI) in Zürich sowie das „Institut d’Etude de la Bible par Correspondance“ (IEBC) in Renens. In Gland/Waadt befindet sich die Klinik „La Lignière“, die auf Rehabilitation bei Herz-Kreislauferkrankungen, neurologischen, orthopädischen und rheumatischen Erkrankungen sowie auf Nachbehandlung bei Krebs spezialisiert ist.

Gesamtschweizerische Institutionen der Adventisten
Zu den gesamtschweizerischen Werken zählt die „Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe“ ADRA Schweiz mit Sitz in Zürich, ein Partnerhilfswerk der „Glückskette“. ADRA ist in der Schweiz mit rund 30 Ortsgruppen im sozialen Bereich tätig sowie im Ausland mit Katastrophen- und Entwicklungshilfeprojekten. Der „Adventistische Pressedienst“ APD Schweiz, Basel, richtet seine Dienste vor allem an säkulare und kirchliche Medien. Die Schweizerische Liga Leben und Gesundheit LLG, Zürich, bietet mit ihren Seminaren in rund 40 Ortsgruppen ganzheitliche Gesundheitsförderung an: körperlich, seelisch, spirituell und sozial.

Ökumenische Kontakte
Die Adventisten sind Mitglied der Schweizerischen Bibelgesellschaft (SB) und haben den Gaststatus in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK-CH). In drei kantonalen Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen sind sie Mitglieder (Basel-Stadt/Basel-Landschaft; Genf; Waadt) und in drei weiteren haben sie den Gaststatus (Schaffhausen; Tessin; Zürich).

Webseite der Adventisten in der Deutschschweiz: www.adventisten.ch
Webseite der Adventisten in der Romandie und im Tessin: www.adventiste.ch




Südostafrika: ADRA reagiert auf tropischen Zyklon Idai

Durch Sturmfluten und massive Überschwemmungen haben Hunderte von Menschen ihre Häuser verloren und mussten in Schulen, Kirchen und anderen Unterkünften Zuflucht finden, so ADRA. Auch die Anbauflächen, auf welche die Bewohner angewiesen sind, wurden stark zerstört und unter Wasser gesetzt. ADRA hat Notfallteams in Mosambik, Malawi und Simbabwe eingesetzt.

Mosambik
„Es ist sehr selten, dass ein Wirbelsturm dieser Größenordnung in diesem Teil der Welt aufgetreten ist und so viel Chaos verursacht hat“, sagt Mario de Oliveira, ADRA-Direktor für Notfallmanagement. „In der Stadt Beira, einer der größten Städte Mosambiks, fiel der Strom für mehr als 500.000 Menschen aus, und die Kommunikation wurde unterbrochen. Häuser und Bäume wurden ebenfalls zerstört.“ ADRA hat bereits am 18. März 1.000 Schutzsets und 2.000 Planen mit Hilfe eines UN-Flugkonvois nach Mosambik gebracht, um der Bevölkerung in Beira zu helfen.

Malawi
In Malawi sind laut ADRA mehr als 500.000 Menschen von der Katastrophe betroffen, wobei die schwersten Überschwemmungen die Bezirke Phalombe und Mulanje betreffen. Darüber hinaus waren mehr als 84.000 Menschen gezwungen, anderswo Zuflucht zu suchen. ADRA arbeitet in Malawi daran, den Bedarf an Unterkünften, Hygiene, Küchenausstattung und Planen zu decken. „Wir sind auch dabei, Notfallkoffer aus unseren Depots in Nairobi nach Malawi zu bringen“, so Oliveira.

Simbabwe
ADRA hilft in Simbabwe bis zu 650 Haushalten mit Nahrungsmitteln und Hygienesets, wobei weitere Hilfe in den am stärksten betroffenen Gebieten geplant ist. ADRA arbeitet mit den Behörden vor Ort, anderen humanitären Organisationen und lokalen Adventgemeinden zusammen, um Doppelungen bei der Hilfe zu vermeiden und zusätzliche Ressourcen in Simbabwe zu mobilisieren.




Global Youth Day: Adventistische Jugendliche engagieren sich

Die Aktion „Global Youth Day“ (GYD) wurde von der Jugendabteilung der adventistischen Weltkirchenleitung organisiert und wuchs beständig, berichtete die Kommunikationsabteilung der Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten (Adventist News Network, ANN). Im Jahr 2013 habe der Jugendaktionstag mit nur 12 Projekten weltweit begonnen. Bereits sechs Jahre später wurden Hunderte von Projekten weltweit durchgeführt. Die Idee dahinter sei, dass die weltweit 8 Millionen adventistischen Jugendlichen dem Beispiel des barmherzigen Samariters (in der biblischen Geschichte im Lukasevangelium, Kapitel 10, Verse 25-37) folgen und sich für ihre Mitmenschen engagieren. Eine kleine Auswahl aus jenen Projekten, die den Veranstaltern gemeldet wurden:

Projekte weltweit
In Kota Kinabalu, Sabah/Malaysia, wurden Reparaturen an einem Haus durchgeführt. In Kalaymyo/Myanmar, verteilten Jugendliche Reissäcke an ein Waisenhaus. Jugendliche haben Bewohner eines Altersheims in Kraaifontein/Südafrika besucht und ihnen Geschenkpakete mit Kleidern und Hygieneartikeln gegeben. In Grahamstown/Südafrika haben junge Erwachsene Jugendlichen, die am Rand einer Müllhalde leben, Lebensmittel, Trinkwasser und Kleider gegeben. In Minneapolis, Minnesota/USA versorgten Jugendliche Obdachlosensiedlungen und –einrichtungen der Stadt und gaben Lebensmittel und Trinkwasser ab. In Ibagué, Tolima/Kolumbien, halfen Jugendliche bei der Pflege und Betreuung alter Menschen. Junge Erwachsene führten in einem Einkaufszentrum in Donji Kneginec/Kroatien eine Gesundheits-Expo durch und sensibilisierten die Passanten für einen gesunden Lebensstil.

Projekte in Deutschland
Auch in der Bundesrepublik Deutschland beteiligten sich junge Menschen am GYD 2019. So befreiten beispielsweise adventistische Jugendliche und Teenager in Bad Aibling in Absprache mit den Behörden Fußwege und Hecken von Müll. Weitere besuchten ein Senioren- und Pflegeheim sowie eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Kolbermoor beziehungsweise Rosenheim. In Passau besuchte die adventistische Jugendgruppe auch ein Seniorenheim und überreichte Blumen mit ermutigenden Bibelversen. In Memmingen wurde ein Waldstück ebenfalls von Müll befreit, und die adventistische Pfadfindergruppe bedankte sich bei der örtlichen Feuerwehr und Polizei für deren Einsatz zum Wohl der Gesellschaft. In München verteilte die adventistische Pfadfindergruppe der Nymphenburger Schlossschwäne Freude in Form von Blumen am Rotkreuzplatz. In Darmstadt verbrachten adventistische Jugendliche Zeit mit Geflüchteten mit Waffelbacken und Spielen. Ferner gab es die Tausch-Aktion „Apfel gegen Zigaretten“. In Reichenbach fand ein Spendenlauf nach Görlitz statt. Durch das Zurücklegen verschiedener Teilstrecken erliefen die Teilnehmenden insgesamt 500 Euro, die mit einem symbolischen Spendenscheck an das Familien- und Kinderhaus KIDROLINO in Görlitz überreicht werden konnten.

Weitere Informationen: www.globalyouthday.org




Raus aus der Öffentlichkeit: Ist Glaube reine Privatsache?

Religionsgemeinschaften leisteten wichtige Beiträge für das Gemeinwohl und die gesellschaftliche Entwicklung, schrieb die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) in einer Medienmitteilung zur Tagung. Zu nennen seien unter anderem die zahlreichen Angebote, die verschiedene Kirchen in der Schweiz zur Unterstützung der rekordhohen Zahl von Flüchtlingen in den letzten Jahren initiiert hätten. Nach wie vor sei Religion für Menschen in der Schweiz eine wichtige Grundlage ihres gesellschaftlichen Engagements. Auf der anderen Seite gäbe es aber auch Menschen, die Religion zwar als private Option tolerierten, ihr aber keine öffentliche Anerkennung mehr zugestehen wollten und wieder andere fühlten sich durch Religion provoziert.

Die Unverzichtbarkeit der Religionsfreiheit in einer pluralistischen Diskurskultur
Professor Dr. Heiner Bielefeldt, ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit, stellte in seinem Referat einleitend fest, dass es beim Menschenrecht der Religionsfreiheit umfassend um Gedanken-, Gewissens-, Religions- und Weltanschauungsfreiheit gehe. Das werde reduziert auf „Religionsfreiheit“. Die großen Dramen der Missachtung der Religionsfreiheit mit systematischen Verfolgungen, Vertreibungen, Unterdrückung, Folter, Mord, Entfremdung der Kinder von den Eltern, spielten sich nicht in Europa ab, so Bielefeldt.

Die Herausforderungen der Religionsfreiheit in europäischen Demokratien verortete er in den Veränderungen der Gesellschaft, die nicht durch Anpassung der Strukturen nachvollzogen worden sei (Staatskirchenrecht in Deutschland) und zu faktischer Diskriminierung führen könne, die aber nicht gewollt sei. Es werde von gewissen Politikern eine aggressive Religions- und Identitätspolitik betrieben, mit der Ressentiments mobilisiert würden. Man spreche dann von „Leitkultur“. Das Aufhängen von Kreuzen in staatlichen Räumen werde gefordert und das Schweinefleischessen in Schulkantinen werde zur Ausgrenzung missbraucht: „Kreuz und Kottelet“ laute ein Abgrenzungsslogan, so der ehemalige UN-Sonderberichterstatter.

Bielefeldt beobachte seit einiger Zeit auch Angriffe auf die Religionsfreiheit aus linksliberaler Ecke. Religionsfreiheit werde von diesen Kreisen als antiliberales Recht verstanden und passe deshalb nicht in eine liberale Menschenrechtsagenda. „Man hat Angst, Religionsfreiheit mache Errungenschaften des säkularen Rechtsstaates zunichte“, sagte Heiner Bielefeldt. Diese Position sei untergründig stark im Rechtspopulismus vertreten, aber auch im Feminismus.

Die Forderung der Trennung von Religionsgemeinschaften und Staat sei für ihn negativ besetzt, so Professor Bielefeldt. Es gehe vielmehr um eine bewusste „Abstandnahme“, die der Staat zu Religionsgemeinschaften und Religionslosen pflegen sollte. Säkularismus sollte als raumgebendes Prinzip verstanden werden und nicht als leerer Raum. „Religionsfreiheit ist Begründung für den säkularen Staat“, sagte er. Der Staat habe im offenen Raum eine Gestaltungsaufgabe. Bielefeldt bezog in seinem Referat Stellung für die öffentliche Präsenz von Religion.

Engagierte, mitunter kontroverse Podiumsdiskussion
„Es wird heute schon fast als übergriffig dargestellt, wenn man seine Religiosität noch öffentlich zeigt“, stellte EVP-Nationalrätin Marianne Streiff auf dem Podium fest. Andreas Kyriacou, Präsident der Freidenker-Vereinigung der Schweiz (FVS), gestand Religionsgemeinschaften ihren Platz in der Öffentlichkeit zu. Ihn störte aber die Sonderstellung der Landeskirchen. Der Staat solle religiöse Organisationen gleich behandeln wie andere zivilgesellschaftliche Akteure, beispielsweise Umweltschutz-organisationen. Für Nationalrat Gerhard Pfister (CVP), wäre es durchaus reizvoll zu sehen, wie die Landeskirchen sich ohne staatliche Gelder schlagen würden. „Es würde sie möglicherweise aus einer gewissen Bequemlichkeit herausholen.“

Neben Referaten und Podiumsdiskussion vertieften die Teilnehmer die Rolle von Religion in der Öffentlichkeit in verschiedenen Workshops. Diskutiert und Lösungsansätze skizziert wurden etwa zu den Fragen, ob und wie sich religiöse Vertreter zu assistiertem Suizid äußern sollen und wie sich die häufig in die Sektenecke geschobenen Freikirchen von dieser Diskriminierung befreien können.




Neuseeland: Präsident der Adventisten drückt Trauer über Terroranschläge in Christchurch aus

Pastor Glenn Townend, Präsident der Siebenten-Tags-Adventisten im südpazifischen Raum (South Pacific Division, SPD), gab am 15. März auf seiner Facebookseite der Trauer der „gesamten SPD“ über den „unnötigen Verlust von Menschenleben“ Ausdruck. Er bat alle Adventisten, für die Opfer und ihre Familien zu beten. Gleichzeitig bestätigte er die Wichtigkeit der Religionsfreiheit für Adventisten und forderte sie auf, sich in Solidarität für die Freiheit der Anbetung einzusetzen, wann, wie und wem gegenüber man sich dafür entscheide.




USA: Studie zeigt Verbindung von ungesunder Ernährung und psychischen Erkrankungen auf

Die Studie wurde am 16. Februar im International Journal of Food Sciences and Nutrition veröffentlicht. Hauptautor ist Dr. Jim E. Banta, Assistenzprofessor an der der Fakultät für Gesundheitswesen der adventistischen Loma Linda Universität. Banta und sein Team haben Daten von mehr als 240.000 Telefonumfragen ausgewertet, die zwischen 2005 und 2015 im Rahmen der mehrjährigen California Health Interview Survey (CHIS) durchgeführt wurden. Der CHIS-Datensatz enthalte umfangreiche Informationen über Soziodemographie, Gesundheitszustand und Gesundheitsverhalten, so LLUHN.

Psychische Belastung bei fast 17 Prozent
Die Studie ergab, dass 13,2 Prozent der kalifornischen Erwachsenen voraussichtlich an mäßiger psychischer Belastung und 3,7 Prozent an schwerer psychischer Belastung leiden werden. Diejenigen, die ungesündere Lebensmittel konsumierten, berichteten auch häufiger über Symptome einer mittelschweren oder schweren psychischen Belastung als ihre Altersgenossen mit gesünderer Ernährung.

Ansätze für verhaltensmedizinische Behandlung
Die Ergebnisse der Studie aus Kalifornien ähneln denen, die in anderen Ländern durchgeführt wurden und ebenfalls einen Zusammenhang zwischen psychischen Erkrankungen und ungesunder Ernährung gefunden haben. Die Studie nennt als mögliche Ansätze, dass öffentliche Ordnung und klinische Praxis die Ernährungsqualität bei Menschen mit psychischen Belastungen zu verbessern suchen sollten. Ernährungsmaßnahmen für Betroffene sollten vor allem auf junge Erwachsene, Menschen mit einer Ausbildung von weniger als 12 Jahren und fettleibige Personen abzielen.




Chile: ganzheitliche Initiative für Abhängigkeitskranke

Die Initiative La Fundación Pasos de Esperanza wurde im Jahr 2017 von Angélica Mateluna, einem Mitglied der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, in Chile gegründet. Sie war selbst durch die frühere Drogenabhängigkeit ihrer Tochter betroffen und arbeitet mit dem Crecer Chile-Rehabilitationszentrum in der Nähe der Hauptstadt Santiago de Chile zusammen. La Fundación Pasos de Esperanza hat 56 Mitarbeitende.

Nach Angaben von Adventist Review unterstützen die Mitarbeitenden von La Fundación Pasos de Esperanza auch die Genesungsbemühungen von Patienten mit Krebs, Diabetes und Fibromyalgie. „Wir bieten ihnen an, ihre Behandlungen mit einigen Naturheilmitteln zu kombinieren, einschließlich Hydrotherapie und Ernährungsumstellung“, so die Leiter der Initiative. Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Region unterstütze diese Arbeit und biete geistliche Hilfe für Interessierte an. Geplant sei die Eröffnung eines eigenen Behandlungszentrums im Bezirk Buín.




Australien: Einflussreicher adventistischer Theologe verstorben

Dr. Desmond Ford wurde am 2. Februar 1929 in Townsville, Queensland/Australien, geboren und schloss sich 1946 der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten an. Er absolvierte 1950 sein Theologie-Studium am Avondale College und arbeitete mehrere Jahre als Pastor in Australien. 1959 erlangte Ford einen Master-Abschluss in systematischer Theologie und promovierte 1961 an der Michigan State University (USA). 1972 schloss sich eine zweite Promotion an der University of Manchester in England an.

Krisenzeit
Von 1977 bis 1979 lehrte Ford als Gastprofessor für Religion am adventistischen Pacific Union College in den Vereinigten Staaten. Dort präsentierte er 1979 seine Kritik an der traditionellen adventistischen Sichtweise der Auslegung des biblischen Buches Daniel. Daraufhin wurden seine Ansichten von der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) der Siebenten-Tags-Adventisten kritisch untersucht. 1980 wurde Desmond Ford seitens der Freikirche die pastorale Beglaubigung entzogen und damit seine Anstellung beendet. Dies führte zu einer schweren Krise innerhalb der Freikirche, bei der laut Adventist Today auch zahlreiche Geistliche ihr Amt niederlegten beziehungsweise die Freikirche verließen. Ford selbst blieb jedoch weiterhin Mitglied der Siebenten-Tags-Adventisten in Australien und arbeitete für Good News Unlimited, einen unabhängigen evangelistischen Dienst. Desmond Ford starb am 11. März 2019 in Queensland/Australien.




Brasilien: ADRA unterstützt Kommune bei Versorgung von venezolanischen Flüchtlingen

Laut Ortsvorsteher Aldino Alves habe sich die Zahl der Bewohner seiner Gemeinde von 260 auf mehr als 1.000 Personen erhöht. „Weil wir zur gleichen Volksgruppe der Taurepang zählen, zu der auch viele Adventisten auf beiden Seiten der Grenze gehören, war die Kommunikation und Anpassung nicht schwierig.“ Der Kommandant der brasilianischen Militärbasis der Region Paracaima, Antonio Vamilton, sagte: „Wir helfen allen Einwanderern und bieten ihnen grundlegende Einrichtungen, Sicherheit und Betreuung an“.

Alves teilte mit, dass es unter den brasilianischen Bewohnern seines Ortes und den Flüchtlingen viele Kinder, schwangere Frauen und ältere Menschen gibt. Es gehe nun darum, die aktuelle Situation zu analysieren und mit Hilfe von ADRA und der brasilianischen Armee allen Bewohnern dieser Gemeinde effektiver zu helfen, sagte Pastor Gilmar Zahn, Präsident der Adventisten in Nordwestbrasilien.




4.757 Siebenten-Tags-Adventisten in der Schweiz

Die Mitgliederentwicklung verlaufe in allen Landesteilen tendenziell gleichmäßig, sagte Herbert Bodenmann, Mediensprecher der Adventisten. In der Deutschschweiz hat demnach die Mitgliederzahl Ende 2018 um sieben Personen abgenommen, in der Romandie und im Tessin sei hingegen ein Wachstum um zwei Personen zu verzeichnen. Die Mitgliederzahlen könnten gehalten werden, weil neben jenen Personen, die sich durch die Glaubenstaufe der Kirche angeschlossen hätten (Bekehrungswachstum) mehr Adventisten aus dem Ausland in die Schweiz zugewandert seien (Transferwachstum) als jene, die ins Ausland migriert (85), gestorben (51) oder aus der Kirche ausgetreten (52) seien.

Kinder und ungetaufte Jugendliche werden nicht als Mitglieder gezählt
Einige hundert Kinder bis 16 Jahre, die in adventistischen Familien in der Schweiz aufwachsen und am kirchlichen Leben teilnehmen, seien laut Mediensprecher nicht in der Mitgliederzahl enthalten. Die protestantische Freikirche taufe keine Kinder und zähle sie deshalb ebenso wenig wie ungetaufte Jugendliche als Mitglieder.

Die Mitgliederzahlen von Bekenntniskirchen, deren Mitglied man nur durch freiwilligen Beitritt in entscheidungsfähigem Alter wird, mit Mitgliedszahlen von Volkskirchen, die Säuglinge taufen und sie als Mitglieder zählen, seien schlecht vergleichbar, so Bodenmann.

Schweizer Adventisten sind als Verein organisiert
Die Schweizer Adventisten sind nach dem Vereinsrecht organisiert und teilen sich in zwei Kirchenregionen: die Deutschschweizerische Vereinigung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (DSV), mit Sitz in Zürich und die Fédération des Eglises Adventistes du 7e jour de la Suisse romande et du Tessin (FSRT), mit Sitz in Renens/VD. Beide Verwaltungsregionen bilden gemeinsam die Schweizer Kirchenleitung, die Schweizer Union, mit Sitz in Zürich.

Adventistische Institutionen und Werke in den Sprachregionen
Die Adventisten in der Schweiz führen die Privatschule A bis Z in Zürich, zwei Jugendhäuser, in St. Stephan/BE und Les Diablerets/VD, drei Alters- und Pflegeheime in Krattigen/BE, Oron-la-Ville und Epalinges bei Lausanne, den Advent-Verlag in Krattigen/BE sowie eine Versandstelle für französische Bücher in Renens/VD. Im Weiteren unterhalten sie das Hope Bibelstudien-Institut (HBI) und das Religionspädagogische Institut (RPI) in Zürich sowie das Institut d’Etude de la Bible par Correspondance (IEBC) in Renens. In Gland/VD befindet sich die Klinik La Lignière, die auf Rehabilitation bei Herz-Kreislauferkrankungen, neurologischen, orthopädischen und rheumatischen Erkrankungen sowie auf Nachbehandlung bei Krebs spezialisiert ist.

Gesamtschweizerische Institutionen der Adventisten
Zu den gesamtschweizerischen Werken zählt die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz mit Sitz in Zürich, ein ZEWO-zertifiziertes Partnerhilfswerk der Glückskette. Das Hilfswerk ist in der Schweiz mit rund 30 Ortsgruppen im sozialen Bereich tätig und im Ausland mit Katastrophen- und Entwicklungshilfeprojekten. Der Adventistische Pressedienst APD Schweiz, Basel, richtet seine Dienste vor allem an säkulare und kirchliche Medien. Die Schweizerische Liga Leben und Gesundheit (LLG), Zürich, bietet mit ihren Seminaren in rund 40 Ortsgruppen ganzheitliche Gesundheitsförderung an: körperlich, seelisch, spirituell und sozial.

Ökumenische Kontakte
Die Adventisten sind Mitglied der Schweizerischen Bibelgesellschaft (SB) und haben den Gaststatus in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK-CH). In drei kantonalen Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen sind sie Mitglieder und in drei weiteren haben sie den Gaststatus.

Webseite der Adventisten in der Deutschschweiz: www.adventisten.ch
Webseite der Adventisten in der Romandie und im Tessin: www.adventiste.ch




USA: 3,7 Millionen Dollar Forschungsgelder für Wissenschaftlerin an adventistischer Universität

Qiu erhält zwei Zuschüsse (2,6 Millionen US-Dollar und 1,1 Millionen US-Dollar) die über einen Zeitraum von vier beziehungsweise drei Jahren gewährt werden. Der erste Zuschuss betrifft die Untersuchung der Rolle des neu identifizierten Moleküls, des so genannten valosinhaltigen Proteins, bei der Vorbeugung von Erkrankungen der Herzkranzgefäße. Mit dem zweiten Zuschuss soll die durch Drucküberlastung verursachte Herzinsuffizienz als Folge von Bluthochdruck erforscht werden.

Todesursache Nr. 1 in den USA
Laut LLUH blieben koronare Herzerkrankungen trotz jahrzehntelangen Rückgangs die häufigste Todesursache in den Vereinigten Staaten. Obwohl die Forschung noch weit von der klinischen Anwendung entfernt sei, seien die Ergebnisse vielversprechend, sagte Prof. Dr. Hongyu Qiu. „Sie weisen uns einen Weg zum zukünftigen Arzneimittel“, so Qiu.

Loma Linda University Health (LLUH)
Die 1905 gegründete Loma Linda University Health, eine Organisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, umfasst die acht Fakultäten der Loma Linda Universität (mit mehr als 4.400 Studierenden aus über 80 Ländern), die sechs Krankenhäuser des LLU Medical Center sowie mehr als 1.000 Fakultätsärzte in Südkalifornien. Loma Linda University Health bietet nach eigenen Angaben über 100 akademische Programme an und versorgt jährlich über 40.000 Patienten stationär und 1,5 Millionen ambulant.




34.792 Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland

Krankenhäuser, Schulen und Medien
Die Freikirche in Deutschland betreute im Jahr 2018 durch ihren Jugendverband tausende Pfadfinder, Teenager und Jugendliche. Sie ist in jedem Bundesland eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und hat sieben regionale Kirchenleitungen (Vereinigungen), die zum Nord- und Süddeutschen Verband als überregionale Zusammenschlüsse gehören. Sie unterhält die Berliner Krankenhäuser und Tageskliniken „Waldfriede“ und „Nikolassee“, die Theologische Hochschule Friedensau bei Magdeburg, das Schulzentrum Marienhöhe in Darmstadt, sowie weitere Grundschulen und Kindergärten. Auch das Medienzentrum Stimme der Hoffnung, Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, mit dem „Hope Channel“ TV- und Radiosender, der „Hope-Hörbücherei“ und dem „Hope Bibelstudien-Institut“ sowie der Advent-Verlag, Lüneburg, stehen unter adventistischer Leitung.

Weitere Sozialeinrichtungen
Das Advent-Wohlfahrtswerk (AWW) ist ein gemeinnütziger Verein und bildet mit einer Reihe von sozialen Einrichtungen und verschiedenen Tochter-Gesellschaften das Sozialwerk der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Zu den Einrichtungen des AWW zählen vor allem fünf Kindertagesstätten (Berlin, Fürth, München, Penzberg, Bad Aibling), eine Heilpädagogische Tagesstätte (Neuburg/Donau), ein Familienzentrum (Penzberg/Bayern), eine Suchtberatungs- und Behandlungsstelle (Chemnitz), ein Übernachtungshaus für wohnungslose Frauen (Leipzig), die Kontakt- und Beratungsstelle „Schutzhütte“ Schwedt/Oder, eine Oberschule mit Grundschulteil (Oranienburg), vier Seniorenheime (Friedensau bei Magdeburg, Berlin-Steglitz, Uelzen, Neandertal bei Mettmann), zwei Einrichtungen Betreutes Wohnen, zwei Hospize (Lauchhammer/Brandenburg, Uelzen) sowie ein Wohnheim für Menschen mit Behinderung in Groß-Umstadt. Deutschlandweit sind etwa 100 AWW-Helferkreise ehrenamtlich aktiv.

Der Deutsche Verein für Gesundheitspflege (DVG) setzt sich mit seinen Regionalgruppen, Vereinen und Clubs bundesweit für Gesundheitsförderung ein. Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland führt humanitäre Maßnahmen in verschiedenen Ländern durch.

Zwischenkirchliche Beziehungen
Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist Gastmitglied in der Arbeits-gemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland und in der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) sowie Mitglied in der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG).




Kongress christlicher Führungskräfte in Karlsruhe

Digitalisierung aktiv gestalten
Im Eröffnungsvortrag des KcF forderte der Berater und stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer, Friedhelm Wachs (Leipzig), dazu auf die Digitalisierung aktiv zu gestalten und dabei das christliche Menschenbild zu verankern. Die Entwicklung von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz werde heute maßgeblich von China vorangetrieben. Dort spielten aber das christliche Menschenbild und der einzelne Mensch keine Rolle. „List und Täuschung“ seien dagegen eine Tugend. „Wir als christliche Führungskräfte müssen deshalb bei der digitalen Revolution aus einer Minderheitenposition heraus Gestaltungswillen zeigen und gemeinsam dafür kämpfen, dass das christliche Menschenbild in den Algorithmen verankert wird“, sagte Wachs.

Adventistische Aussteller
Unter den über 200 Ausstellern des KcF sind auch Institutionen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten vertreten: Der Advent-Verlag Lüneburg bietet einen Einblick in eine Auswahl allgemein christlicher Literatur aus seinem Programm an. Besonders im Fokus steht das Magazin „present“, das durch seine Themenvielfalt die vielen Facetten des Lebens aufzeigen möchte. Es richtet sich an Menschen, die auf der Suche nach Gott, nach Sinn und echter Lebensqualität sind. Der Deutsche Verein für Gesundheitspflege setzt sich für bundesweit für Gesundheitsförderung ein und bot im Rahmen der Ausstellung unter anderem an, sich bei einer kostenlosen Massage zu entspannen.

Das Medienzentrum Stimme der Hoffnung informierte mit einem Stand über das aktuelle mediale Angebot des Hope Channel. Seit 2009 sendet Hope Channel Deutsch ein 24-stündiges Fernsehprogramm und bietet mit Sendungen über persönlichen Glauben, ganzheitliche Gesundheit, Bibelwissen und Lebenshilfe ein breites Spektrum. Ottmar Wander Coaching ist eine adventistische Privatinitiative, die Beratungs-Dienstleistungen anbietet.

Weitere Informationen: www.kcf.de




GAiN 2019: Weltkongress adventistischer Medienschaffender

Aufgrund der Beteiligung von rund 100 Medienschaffenden von ADRA wurden in den Plenumsveranstaltungen neue Film-, IT- und Social Mediaprojekte des Hilfswerks sowie Berichte aus einigen der 13 teilkontinentalen Kirchenleitungen vorgestellt. Es wurden zudem ein digitales Video-Lernsystem präsentiert und Hinweise zu erfolgreicher Medienarbeit im Kontakt mit Journalisten vermittelt.

In den Themenveranstaltungen der Workshops ging es um Marketing sowie medienübergreifende und medienspezifische Inhalte: Fernsehen (Hope Channel), Radio (Adventist World Radio), Print, News, Social Media, Apps, Technik und Infrastruktur (IT, Web, Sicherheit), Geschichten erzählen (story telling) durch Film, Foto und Projekte sowie um Markenpflege. Die Teilnehmenden konnten sich auch hinsichtlich Krisenkommunikation und rechtlicher Belange informieren.

Enterprise-Content-Mediathek
In einem Workshop wurde auch der Plan der Kommunikationsabteilung der adventistischen Weltkirchenleitung vorgestellt, der den Aufbau einer Enterprise-Content-Mediathek (Enterprise-Content-Library, ECL) vorsieht, in der alle adventistischen Medienschaffenden weltweit Inhalte (Text, Fotos, Videos, Podcasts etc.) einstellen oder beziehen können. Mittels eingebautem Übersetzungsprogramm, das personen- und maschinengestützt sein wird, sollen Texte für Printmedien sowie Untertitel für Videos in den wichtigsten Sprachen generiert werden können, um diese auf vielen Medienkanälen zu verbreiten.

Unterschriftenkampagne von ADRA
Das Hilfswerk ADRA startete am 25. Februar eine Unterschriftenkampagne mit dem Slogan „Every child. Everywhere. In school.“ Mit dieser Kampagne sollen weltweit bis Juni 2020 eine Million Unterschriften gesammelt werden, um Politiker weltweit aufzurufen, allen Kindern, unabhängig von Rasse, Alter, Nationalität, Geschlecht, Religion oder Herkunft, das Recht auf Bildung und einen Schulabschluss zu ermöglichen.

Crossmediales Projekt „Fathers“ („Väter“) vorgestellt
Das Projekt besteht aus einem 45-minütigen interkulturellen Dokumentarfilm, der sechs Vätern und ihren Kindern auf fünf Kontinenten mit ihren unterschiedlichen Freuden und Herausforderungen folgt. Zum Projekt gehören auch zwei Videoclips, Kurzinterviews auf Podcast mit den beteiligten Vätern sowie ein Buch mit 15 Artikeln von Experten der Bereiche Familie und Bildung aus verschiedenen Ländern, das die Bedeutung des Vaterseins in der heutigen Gesellschaft thematisiert. Das gesamte Projektmaterial wurde auf Englisch produziert beziehungsweise untertitelt. Es steht allen adventistischen Medienzentren, Hope Channel-Fernsehstudios und Radiostationen auf der ganzen Welt kostenlos zur Verfügung, um andere Sprachversionen zu erstellen.

Organisiert wurde GAiN 2019 von der Kommunikationsabteilung der adventistischen Weltkirche (Generalkonferenz).