Weltweit besuchen 60 Millionen Kinder eine katholische Schule

Freikirchlich konfessionelles Schulwesen hat in Europa die höchsten Wachstumsraten
Nach dem Zweiten Weltkrieg seien nicht nur das katholische, sondern auch das evangelische und jüdische Schulwesen wiedererstanden. Dazu kamen in fast allen europäischen Ländern ein orthodoxes, ein muslimisches und ein freikirchliches Schulwesen, „das sich nach und nach ebenfalls europa- und weltweit organisiert – übrigens nach katholischem Vorbild“, sagte Christine Mann. Insbesondere im orthodoxen Schulwesen sei noch „genug Luft nach oben“. Die größten Wachstumsraten verzeichne – wenn auch auf noch geringem prozentuellen Niveau – das freikirchliche konfessionelle Schulwesen, so Mann.

Abgesehen von den insgesamt wachsenden europäischen und weltweit stark zunehmenden Schülerzahlen sind laut Mann einzelne Entwicklungen hoch interessant, weil sie zeigten, „dass das katholische Schulwesen unter verschiedensten staatskirchenrechtlichen Bedingungen leben und gedeihen kann“.

Frankreich mit höchsten Schülerzahlen in katholischen Schulen
Niemand würde wohl vermuten, dass das laizistische Frankreich mit über zwei Millionen Schülern die höchsten Zahlen aufweist und dass in Belgien bis zu 75 Prozent aller Schüler katholische Schulen besuchen. Ähnliches gelte für den Primarschulbereich in Irland.

Albanien mit höchster Zuwachsrate katholischer Schulen
Und das Land mit den höchsten Zuwachsraten an katholischen Schulen sei derzeit „ausgerechnet das einstmals als religionslos programmierte Albanien“, so Mann. Die Theologin und Juristin leitete früher über viele Jahre das Wiener Erzbischöfliche Schulamt und das Interdiözesane Amt für Unterricht und Erziehung (IDA).

Schulgelder als Herausforderung
Auf große Herausforderungen angesprochen nannte Christine Mann vor allem die Finanzen: „Da die katholische Schule für alle da sein will, sind in der Schulgeldgestaltung natürliche Grenzen gegeben.“ Dann gebe es die Frage nach der Aufnahme nichtkatholischer Kinder: „Ja oder nein? In welchem Verhältnis, in welcher Reihenfolge der Aufnahme? Welchen Religionsunterricht haben sie zu besuchen?“ Freilich seien das auch typisch europäische Fragen, denn: „Wir haben weltweit katholische Ordensschulen, in denen nur ein minimaler Prozentsatz an katholischen Lehrkräften und zugleich an katholischen Kindern und Jugendlichen vertreten ist.“

Jedes Kind ist einmalig und so schon vor aller Leistung von Gott angenommen
Zur Frage, was eine katholische Schule besonders auszeichnet, meinte Mann: „Vor allem die katholische Weite, die sich in doppelter Hinsicht manifestiert: Entwicklung von Identität, auch in ihrer bleibenden Widerständigkeit und zugleich Öffnung hin auf die jeweilige gesellschaftliche Situation und ihre Herausforderungen.“ Wie sich das in der konkreten Pädagogik des einzelnen Schulträgers und seiner Schule niederschlägt, sei vielfältig, kreise aber immer um das gleiche Zentrum: „Jedes Kind ist einmalig und so schon vor aller Leistung von Gott angenommen. Im Erwerb von Bildung auch in ihrer religiösen Dimension, in der Erbringung von Leistung, aber auch in der Entfaltung von Grundtugenden und im Spiel entfaltet sich Menschsein.“

Katholische Schulen ein Ort der Evangelisierung?
Und wie werde eine römisch-katholische Schule zu einem Ort der Evangelisierung? Mann: „Durch Wort und Tat. Predigt, Leitbild und Belehrung allein kommen nicht an, wenn ihnen nicht die Schulrealität, der ganz normale Schulalltag entspricht. Praxis allein, mag sie auch noch so solidarisch und wertschätzend sein, ohne das erklärende und deutende Wort greift sehr oft auch zu kurz.“

Adventisten unterhalten weltweit das grösste protestantische Bildungswesen
Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten unterhält mit 8.540 Bildungsinstituten und 1.934.772 Schülern und Schülerinnen beziehungsweise Studenten und Studentinnen das größte protestantische Bildungswesen weltweit: 5.943 Primarschulen mit 1.183.337 Kindern, 2.429 Sekundarschulen mit 595.848 Kindern und Jugendlichen, 52 Berufsbildungsinstitutionen mit 7.214 Absolventen, 116 Hochschulen und Universitäten mit 148.373 Studierenden.

Adventistische Bildungsinstitutionen in Deutschland
In Deutschland gibt es folgende adventistische Bildungsstätten in kirchlicher Trägerschaft: Die Theologische Hochschule Friedensau bei Magdeburg mit den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie, das Schulzentrum Marienhöhe in Darmstadt mit Grund- und Realschule, Gymnasium, Kolleg und Internate, die Freie Adventschule Oberhavel, Oranienburg-Friedrichsthal, mit Grund- und Oberschule, die Andrews Advent-Grundschule, Solingen, die Daniel-Schule, Murrhardt nordöstlich von Stuttgart (Grund- und Realschule), die Elisa-Schule, Herbolzheim-Tutschfelden nördlich von Freiburg (Grund- und Realschule), die Josia-Schule, Isny/Allgäu (Grund- und Gemeinschaftsschule), die Salomo-Schule, Rastatt (Grund- und Realschule), die Advent-Schule, Heilbronn (Grundschule), die Advent-Schule, Mannheim (Grundschule) sowie Mose-Schule in Nürnberg (Grundschule).

Adventistische Bildungsinstitutionen in Österreich
In Österreich gibt es folgende adventistische Bildungsstätten in kirchlicher Trägerschaft: das theologische Seminar Schloss Bogenhofen, das Oberstufenrealgymnasium Bogenhofen (ORG) mit Instrumentalmusik und die Adventistische Privatschule Bogenhofen in Oberösterreich, die Adventistische Privatschule Klagenfurt(Volksschule) in Kärnten, die Adventistische Privatschule Linz (Volksschule und Neue Mittelschule) in Oberösterreich. die Adventistische Privatschule Elia (Volksschule und Neue Mittelschule) in Dornbirn/Vorarlberg und die Privatschule Arche Noah (Volksschule und Neue Mittelschule) in Wien.

Adventistische Bildungsinstitutionen in der Schweiz
In der Schweiz gibt es folgende adventistische Bildungsstätten in kirchlicher Trägerschaft: die Privatschule A bis Z (1. bis 6. Primar, 1. bis 3. Sekundar A/B) in Zürich und die Privatschule Altavilla bei Murten/Kanton Freiburg, (1. bis 6. Primar).

Zweiter adventistischer Bildungskongress
Vom 30. Mai bis 2. Juni fand der zweite adventistische Bildungskongress in Darmstadt/Deutschland mit über 100 adventistischen Lehrkräften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz statt. Mehr dazu unter: https://www.apd.info/2019/05/31/glauben-und-lehren/




Adventisten: Neuer Professor an der Hochschule Friedensau

Wie die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der Friedensauer Hochschule mitteilte, ist Professor Bendix seit März 2019 an der ThHF tätig. Zuvor forschte und lehrte er an der Freien Universität Berlin und an der University of Manchester sowie an den Universitäten Jena und Kassel. Sein Forschungs- und Lehrgebiet umfasst „Globale Entwicklung“. Er hat sich insbesondere mit den Auswirkungen kolonialer Machtverhältnisse auf die deutsche Entwicklungspolitik im In- und Ausland beschäftigt. Seine Erkenntnisse veröffentlichte er in dem Buch „Global Development and Colonial Power – German Development Policy at Home and Abroad“ im Londoner Verlag Rowman & Littlefield International (2018). Derzeit forscht er zu den Möglichkeiten transnationalen Widerstands gegen Landgrabbing (Landraub) mit dem Fokus auf Mali.

Friedensauer Hochschule
Die Theologische Hochschule Friedensau wurde 1899 gegründet und ist eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. In den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie können verschiedene Bachelor- und Master-Studiengänge, zum Teil berufsbegleitend, und ein Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ belegt werden. Weitere Informationen: www.thh-friedensau.de




Leitungswechsel bei der Heilsarmee

Cachelin ist der Ururenkel und direkter Nachfahre des Gründervaters der Heilsarmee, General William Booth (1829-1912). Zudem führt Cachelin eine Familientradition fort. Bereits sein Vater, Kommandeur Francy Cachelin, leitete die Heilsarmee in Deutschland in den Jahren 1979 bis 1984. Der 62-jährige Oberst war seit 2017 als Chefsekretär (Verwaltungsdirektor) am Territorialen Hauptquartier (THQ) der Heilsarmee in Köln für die Abteilung Finanzen verantwortlich.

Zuvor hatte der gebürtige Schweizer gemeinsam mit seiner Frau für die Heilsarmee in der Schweiz, in Australien und England als Korpsoffizier (Gemeindeleiter), Jugendsekretär, in der Offiziersausbildung und an verschiedenen Divisionshauptquartieren gedient. Cachelins Ehefrau, Oberstin Deborah Cachelin wird zeitgleich, ab Juli, das Amt der Territorialen Präsidentin für Frauenarbeit am THQ in Köln leiten.

Als Nachfolger ins Amt des Chefsekretärs (Verwaltungsdirektors) am THQ in Köln wurde Oberstleutnant Hartmut Leisinger berufen. Der studierte Betriebswirt verantwortete seit 2014 am THQ die Bereiche Finanzen, Liegenschaften und Informationstechnologie. Darüber hinaus bekleidet er das Amt des Datenschutzbeauftragten.

Die Heilsarmee
Sie wurde Mitte des 19. Jahrhunderts in den Slums des Londoner East End von dem damaligen Methodistenprediger William Booth gegründet, der von der erschütternden seelischen und sozialen Not der Menschen tief berührt war. Nach wie vor hilft die Heilsarmee finanziell schlecht gestellten Menschen und will auch denjenigen ein geistliches Zuhause bieten, die am Rande der Gesellschaft stehen.

Als evangelische Freikirche und Hilfsorganisation arbeitet die Heilsarmee in 131 Ländern und zählt etwa drei Millionen Mitglieder und freiwillige Helfer. Weltweit leistet sie eine umfangreiche geistliche und soziale Arbeit in ihren Gemeinden und Sozialzentren. In Deutschland, Litauen und Polen gibt es 45 Gemeinden mit etwa 1.400 Mitgliedern und 18 soziale Einrichtungen sowie 11 angegliederte Angebote. Weitere Informationen unter: www.heilsarmee.de




YouTube bei der Vermarktung von Online-Videos vorn

Sozialen Medien kommt eine zentrale Rolle bei der Vermarktung von Onlinevideo-Inhalten zu. Während YouTube von 90 Prozent der Video-Anbieter genutzt wird, gefolgt von Facebook (71 Prozent) und Instagram (59 Prozent), hat sich die Anzahl der Video-Angebote mit einer eigenen Web-Präsenz seit 2014 halbiert. Für 51 Prozent der Anbieter stellt daher die Youtube-Monetarisierung auch die wichtigste Erlösquelle dar. Daneben bieten vor allem die großen Reichweiten auf Instagram ein hohes Monetarisierungspotenzial. Die insgesamt 1.900 untersuchten Video-Influencer haben eine Brutto-Reichweite von rund 175 Millionen Followern. Etwa 12 Prozent der Video-Uploads auf Instagram enthalten bereits Werbeplacements.

Hohes Marktwachstum erwartet
Die hiermit verbundenen Erwartungen sind groß: Nach Schätzung von Goldmedia wird der Markt für Online-Videowerbung bis 2023 auf über eine Milliarden Euro netto wachsen. 80 Prozent der befragten Onlinevideo-Anbieter melden bereits heute gestiegene Abrufzahlten, 40 Prozent sogar starke Zuwächse im Vergleich zum Vorjahr.

Eine moderne Regulierung ist unverzichtbar
„Die Studienergebnisse unterstreichen eindrucksvoll die rasante Geschwindigkeit, mit der sich der Web TV-Markt entwickelt. Der Anteil der Angebote mit linearen Live-Streams wächst dabei besonders deutlich“, sagte Dr. Wolfgang Kreißig, Präsident der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK). „Der Ruf der Anbieter nach Rechtsklarheit ist für uns Bestätigung und Ansporn, die intensiven Bemühungen für eine zeitgemäße, moderne Regulierung von Onlinevideo-Angeboten voranzutreiben“, so Kreißig. Mehr als die Hälfte aller Befragten hatten „Unklare rechtliche Rahmenbedingungen“ als größtes Hemmnis für den Onlinevideo-Markt genannt.

Über die Studie
Der Web-TV Monitor wird von der Beratungs- und Forschungsgruppe Goldmedia und Bertram Gugel im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und der LFK erstellt und steht kostenfrei zur Verfügung unter: www.webtvmonitor.de, www.blm.de und www.lfk.de




Adventisten in Mexiko: neue Fahrzeuge für medizinische Einsätze

„Gesundheit ist eine der wichtigen Säulen, in die die Freikirche investieren sollte, um als Licht dort eingesetzt zu werden, wo es am meisten gebraucht wird“, sagte Ignacio Navarro, Präsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Chiapas, bei der Einweihungsfeier in der Hauptstadt des mexikanischen Bundesstaates. Die Freikirche hat laut IAD News in der ersten Jahreshälfte Dutzende Gesundheitsförderungsprogramme durchgeführt.

Kostenlose medizinische Untersuchungen
Mehr als 200 Adventisten nähmen derzeit an den Gesundheitsförderungsprogrammen zum Wohl der Bevölkerung teil. Es sei geplant, in den kommenden Wochen und Monaten alle medizinischen Fachkräfte in ganz Chiapas einzubeziehen. Die Leistungen umfassen in der Regel kostenlose medizinische Untersuchungen, kleinere Operationen, kleinere zahnärztliche Eingriffe, Ultraschalluntersuchungen, Untersuchungen der Augen, kostenlose Abgabe von Brillen, psychologische Betreuung, Ernährungsberatung, sowie Vorträge über gesunde Lebensweise und Kochkurse.

Hilfe benötigt
„Es gibt viele benachteiligte Kommunen in ganz Chiapas, die dringend Heilung und medizinische Versorgung benötigen, und die neu ausgestatteten Fahrzeuge werden sie unterstützen“, sagte Navarro. Die Lieferwagen sollen nicht nur medizinisches Personal und Medikamente während der Gesundheitsförderungsprogramme transportieren, sondern auch für den Transport von Patienten verwendet werden, die bestimmte medizinische Dienstleistungen in Ambulanzen oder Krankenhäusern benötigen.

Adventisten im Bundesstaat Chiapas
Die überregionale Kirchenleitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Bundesstaat Chiapas ist eine von fünf in Mexiko. In Chiapas feiern mehr als 246.000 mündig getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 3.159 Kirchengemeinden jeweils am Sabbat (Samstag), dem biblischen Ruhetag, ihren Gottesdienst. Die Freikirche betreibt dort 31 Grund- und weiterführende Schulen, sowie eine Universität.




Kirchentag: Podium zur politischen Korrektheit

Die Bewegung einer politischen Korrektheit gibt es so gar nicht. Diese These vertrat der Wirtschaftswissenschaftler und Germanist Dr. Marc Erdl in seinem Eröffnungsvortrag. Erdl führte aus, wie das Phänomen „political correctness“ als importierter Mythos aus den USA in Deutschland aufgenommen wurde. Politische Korrektheit sei im Gebrauch, nicht zuletzt durch mediale Berichterstattung, zu einer Sache geworden, die es so gar nicht gebe. Als Narrativ legitimiere sie aber alles – bis hin zum politischen Mord.

Soll man Sprache gendern?
Auf die ideologischen Voraussetzungen bei der Verwendung von Sprache wies die WeltN24-Redakteurin Hannah Lühmann hin. Man sollte die Ordnung der Grammatik nicht der Ordnung der Ideologie unterordnen, so Lühmann. Dr. Bettina Hannover, Professorin für Schul- und Unterrichtsforschung an der Freien Universität Berlin, erwähnte ihre Studien zu den Auswirkungen von gendersensibler Sprache. Ihre Einübung zeige sich auch in einem sensibleren Umgang mit anderen Menschen. Man darf in unserem Land alles sagen – man muss nur mit den Folgen leben, dass einem nicht alle zustimmen. Diese Überzeugung vertrat der Chefredakteur von „Zeitzeichen“, Reinhard Mawick. Sprache sei auch eine Frage der Moral, so der Publizist und Autor Dr. Dr. Rainer Erlinger. Respekt und Anstand seien klare moralische Gebote. „Die Sprache ist für den Menschen da und nicht der Mensch für die Sprache“, so Erlinger.

Wie politisch miteinander streiten?
Der Philosoph Dr. Daniel-Pascal Zorn wies auf die Wichtigkeit des gegenseitigen Verstehens in der gegenwärtigen Debattenkultur hin. Politische Korrektheit könne eingesetzt werden, um Streit, der eigentlich nötig wäre, zu verhindern, was zur Lagerbildung beitrage. Zorn rief dazu auf, nachzuvollziehen, was der andere sagt und möglichst sachlich zu argumentieren und zu differenzieren.




Adventistische Institutionen auf dem Evangelischen Kirchentag in Dortmund

Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA
ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine internationale Hilfsorganisation, die gemäß dem Motto „Damit Menschen wieder hoffen können“ in unterschiedlichen Bereichen für Bedürftige arbeitet. Besonderes Augenmerk erfährt zurzeit die weltweite Kampagne „Every Child. Everywhere. In School.“, die sich für den Bau von Bildungseinrichtungen und für die Verbesserung von Bildungssystemen einsetzt. ADRA Deutschland wurde 1987 von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet und gehört zu einem weltweiten Netzwerk mit über 130 nationalen ADRA-Büros. Weitere Informationen: Westfalenhalle 4, Stand D34, sowie unter www.adra.de.

Theologische Hochschule Friedensau
Die Theologische Hochschule Friedensau ist eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Hier können acht Bachelor- und Master-Studiengänge – zum Teil berufsbegleitend – in den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie sowie ein Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ belegt werden. Mehr als 30 Nationen sind nach Angaben der Hochschule unter den rund 200 Studierenden vertreten. Weitere Informationen: Westfalenhalle 4, Stand F14, sowie unter www.thh-friedensau.de.

Hope Channel Deutsch
Zum Medienzentrum Stimme der Hoffnung e. V. mit Sitz in Alsbach-Hähnlein gehört auch der christliche TV-Sender Hope Channel Deutsch. Er ist Teil der internationalen Senderfamilie Hope Channel, die 2003 in den USA gegründet wurde und aus mittlerweile 52 nationalen Sendern besteht. Die Sendungen von Hope Channel TV Deutsch sind zu empfangen über den Satelliten ASTRA, Kabel Unitymedia sowie einige regionale Kabelnetze und im Internet. Weitere Informationen: Westfalenhalle 8, Stand I17, sowie unter www.stimme-der-hoffnung.de.

Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten
Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie über 20 Millionen erwachsene Mitglieder und mehr als 25 Millionen Gottesdienstbesucher in 210 Ländern der Erde. In Deutschland sind knapp 35.000 Mitglieder in 555 Gemeinden organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel. Am Informationsstand auf dem Kirchentag kann das Kirchentagsmotto „Vertrauen“ mit einer VR-Brille samt PlayStation spielerisch eingeübt werden. Weitere Informationen: Westfalenhalle 5, Stand B07, sowie unter www.adventisten.de.




USA: Adventistischer Senatskaplan mit Canterbury-Medaille gewürdigt

Senatskaplan Barry Black wurde am 23. Mai bei der jährlichen Becket Fund-Gala in New York mit der Canterbury-Medaille 2019 ausgezeichnet. Diese höchste Auszeichnung des Becket Fund würdigt eine Person für ihr Engagement zur Verteidigung der Religionsfreiheit in den Vereinigten Staaten und auf der ganzen Welt. Die Canterbury-Medaille verdankt ihren Namen den Auseinandersetzungen zwischen dem Erzbischof von Canterbury, Thomas Becket (1118-1170), und König Heinrich II. von England (1133-1189) über die Rechte der Kirche.

Erster adventistischer Senatskaplan
„Nur wenige geistliche Führer sind so begabt wie Kaplan Black, einen fürsorglich, mutigen Dienst in einem religiös-pluralistischen Umfeld zu leisten, sagte Mark Rienzi, Präsident von Becket. „Seit fast zwei Jahrzehnten profitiert unsere Nation von seiner Kaplanschaft, und in diesem Jahr danken wir ihm aufrichtig für seinen Einsatz zur Wahrung der Religionsfreiheit.“ Barry C. Black ist seit 2003 als Senatskaplan tätig. Er ist der erste Siebenten-Tags-Adventist und Afroamerikaner, der in dieser Funktion als geistlicher Berater für die Mitglieder des US-Senats und ihrer Angestellten samt Familien arbeitet. Davor hatte Black mehr als 27 Jahre lang in der U.S. Marine gedient.




Von Nazis diffamierte „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ als NS-Opfer anerkennen

Keine Rechtfertigung für KZ-Haft
Das Vorenthalten der förmlichen Anerkennung der als „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ diffamierten Häftlinge als NS-Opfer wecke oder bestärke objektiv, ob gewollt oder ungewollt, den Eindruck, sogar KZ-Haft sei für diese zehntausende Häftlinge kein nationalsozialistisches Unrecht und somit für bestimmte Delikte „rechtfertigbar“ gewesen, so die Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz. 75 Jahre nach Ende des Nazi-Regimes sei im Deutschen Bundestag die Klarstellung überfällig, „dass kein Mensch mit Recht in ein NS-Konzentrationslager verschleppt, dort legitim gequält oder gar ermordet wurde“. Die Bundesvereinigung erinnerte daran, dass nach dem Gesetz zur Errichtung der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZStiftG) aus dem Jahr 2000 alle KZ-Häftlinge eine Leistungsberechtigung hätten. Dem müsse jetzt ihre förmliche Anerkennung als NS-Opfer folgen. Wie anderen Opfergruppen des NS-Regimes gebühre ihnen und ihren Angehörigen Achtung und Mitgefühl.

Koalitionsvereinbarung verwirklichen
Gerade weil die vom Nazi-Jargon geprägten Begrifflichkeiten „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ bis heute umgangssprachlich diskriminierend verwendet würden, sei die explizite politische Anerkennung dieser NS-Opfergruppen durch den Bundestag und die Bundesregierung notwendig. Eine geforderte wissenschaftliche Aufarbeitung und didaktischen Vermittlung dieses komplexen Themas könnten kein Ersatz für die Anerkennung dieser NS-Opfer sein. Sie wurden in den Konzentrationslagern mit schwarzen und grünen Winkeln gekennzeichnet. Die Bundesvereinigung regt daher an, in den Beratungen des Deutschen Bundestages die Aussage der aktuellen Koalitionsvereinbarung zu verwirklichen: „Bisher weniger beachtete Opfergruppen des Nationalsozialismus wollen wir anerkennen und ihre Geschichte aufarbeiten“ (Seite 168).

Anträge von Bündnis 90/Die Grünen und FDP
Der Deutsche Bundestag hat bereits die Anträge von Bündnis 90/Die Grünen (19/7736) und der FDP (19/8955), mit denen die Anerkennung vom NS-Regime als „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ diffamierte ehemalige KZ-Häftlinge als NS-Opfer gefordert wird, erstberaten. Am 4. April 2019 wurden die Anträge an die zuständigen Bundestagsausschüsse überwiesen. Eine überfraktionelle Einigung über die geforderte politische Anerkennung dieser Menschen als „Opfer des NS-Unrechts“ und damit die förmliche Feststellung durch den Deutschen Bundestag, dass an ihnen nationalsozialistisches Unrecht verübt wurde, steht noch aus.

Der Appell der Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz neben Hintergrundinformationen zum Thema sind dokumentiert auf folgender Internetseite: http://upgr.bv-opfer-ns-militaerjustiz.de/index.php?page=pressemitteilungen




Europäische Pastorinnen-Tagung der Adventisten

Esther Knott, Leiterin der Predigtamtsabteilung der Adventisten in Nordamerika, berichtete über ihre Erfahrungen und ihren Weg als Pastorin. Die ursprünglich aus Ungarn stammende Leiterin der adventistischen Abteilung Frauen und Familie in Westaustralien, Piroska Vranyakne-Feith, präsentierte das Thema „Geistliche Disziplin in Führungspositionen“ und illustrierte humorvoll die Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Führungsmodellen. Über die Themen Menschenwürde, Gleichberechtigung, Frauenrechte, sexueller Missbrauch und Frauendiskriminierung referierte Simone Emmert, Juristin und Dozentin für Sozialrecht an der Theologischen Hochschule Friedensau. Claudia Sokolis-Bochmann, verheiratet mit einem adventistischen Pastor und selbst baptistische Pastorin, berichtete von dem langen, hindernisreichen Weg, bis sie von ihrer Kirche endlich als Gemeindepredigerin anerkannt wurde. Eine Tagesexkursion führte nach Berlin ins Pergamon-Museum und auf den Spuren des Reformators in die Lutherstadt Wittenberg.

Seelische Verletzungen durch Diskriminierung
„Immer wieder erleben Pastorinnen, dass ihre Überzeugung, von Gott zum Predigtdienst berufen zu sein, von Menschen ihres eigenen Glaubens unterdrückt, abgelehnt und bezweifelt wird“, so Heidemarie Klingeberg, adventistische Pastorin in München. Die seelischen Verletzungen durch diese Art von Diskriminierung seien während der Tagung spürbar und sichtbar gewesen. Die Teilnehmerinnen hätten von ihren persönlichen Erfahrungen erzählt. Der Austausch zum Thema „Ich bin nicht allein“ sei laut Klingeberg für die Teilnehmerinnen ermutigend gewesen und mit der Hoffnung verbunden, dass eines Tages der Traum von Martin Luther King wahr werde und es keine Diskriminierung mehr gebe.

Keine uneingeschränkte Gleichstellung von Pastoren und Pastorinnen
Innerhalb der weltweiten Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten gibt es keine uneingeschränkte Gleichstellung von Pastorinnen und Pastoren. Im Juni 2015 stimmte die Weltsynode (Generalkonferenz-Vollversammlung) in San Antonio/USA als oberstes Organ der Freikirche mehrheitlich gegen einen Antrag, die Entscheidung zur Ordination von Frauen den weltweit 13 teilkontinentalen Kirchenleitungen (Divisionen) zu überlassen. Diese Frage war bereits auf den Weltsynoden 1990 und 1995 negativ entschieden worden. Die Beschlüsse der Weltsynode stoßen vor allem in westlich orientierten Ländern auf Widerspruch.

Adventistische Frauen können nach der Entscheidung der Weltsynode in San Antonio zwar weiterhin nach ihrem mehrjährigen Theologiestudium in der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten als Pastorinnen „gesegnet“ und damit beauftragt werden, Amtshandlungen, wie Taufe, Abendmahl, Trauung und Beerdigung, vorzunehmen; doch ist diese Vollmacht örtlich begrenzt. Während die Ordination von Pastoren innerhalb der Freikirche weltweit Gültigkeit hat, dürfen gesegnete Pastorinnen nur in den Gebieten wirken, die zu einer Kirchenleitung gehören, welche die Segnung auch praktiziert. Ordiniert zum weltweiten Dienst werden lediglich männliche Geistliche. Nur sie dürfen in das kirchenleitende Amt eines Präsidenten einer regionalen (Vereinigung) und überregionalen Kirchenleitung (Verband/Union) berufen werden, da hierfür die Ordination notwendig ist.

Weltkirchenleitung erkennt die Ordination von Pastorinnen nicht an
Bereits in den Jahren vor der Weltsynode 2015 in San Antonio sind sowohl in den USA als auch in wenigen europäischen Ländern insgesamt knapp 40 Frauen zum Pastorendienst ordiniert worden. Pastorin Sandra Roberts wurde zudem im Oktober 2013 offiziell von der dafür zuständigen Delegiertenversammlung mit 72 Prozent Zustimmung zur Präsidentin einer Vereinigung, nämlich der Südostkalifornischen Kirchenleitung (SECC), gewählt. Voraussetzung für eine derartige Leitungsfunktion ist die Ordination. Da die Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) die Ordination von Pastorinnen nicht anerkennt, betrachtet sie auch die Wahl von Sandra Roberts als ungültig. Sie wird daher als SECC-Präsidentin im offiziellen Verzeichnis der Weltkirchenleitung nicht aufgeführt.




Theologische Hochschule Friedensau kooperiert mit Oxford University

Laut der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der Friedensauer Hochschule seien Landraub, Umwandlung von Ackerflächen in Spekulationsobjekte und damit die Verdrängung der lokalen Bevölkerungen weltweit festzustellen. Am Fachbereich Christliches Sozialwesen der ThHF würden im englischsprachigen Studiengang „International Social Sciences“ seit einigen Jahren in diesem Bereich Feldforschung und Lehre betrieben.

Um die Erkenntnisse, die bereits gesammelt wurden, mit den Forschungen anderer Universitäten zu verknüpfen und in der Fachwelt zur Diskussion zu stellen, soll eine Publikation entstehen, an der Experten mehrerer Universitäten mitwirken. Forscherinnen und Forscher aus verschiedenen Ländern treffen in Friedensau zusammen und wollen das Projekt voranbringen. Es stelle die Kooperation zwischen der Theologischen Hochschule Friedensau und der Universität Oxford auf eine neue Basis. Professor Dawn Chatty sowie Dr. Troy Sternberg von der Oxford University und Dr. Jill Blau von der ThHF arbeiten federführend mit. Finanziell unterstützt werde das Projekt nicht nur durch die Theologische Hochschule und die Oxford University, sondern auch durch die Organisation Pastoralism, Uncertainty & Resilience (PASTRES).

Friedensauer Hochschule
Die Theologische Hochschule Friedensau wurde 1899 gegründet und ist eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. In den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie können acht Bachelor- und Master-Studiengänge, zum Teil berufsbegleitend, sowie der Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ belegt werden. Weitere Informationen unter: www.thh-friedensau.de




Neuer Geschäftsführer der Deutschen Evangelischen Allianz

DEA muss sich neuen Herausforderungen stellen
Schink betonte, dass er seine neue Aufgabe in großer Kontinuität zu seinem Vorgänger angehen werde. Entscheidend für ihn sei, dass die Evangelische Allianz wie bisher Menschen unterschiedlicher Frömmigkeitsstile zusammenführe und sich nicht durch Abgrenzungen definiere, sondern vom Zentrum des Glaubens her, also einer gelebten Christus-Beziehung. Zugleich müsse sich die Evangelische Allianz neuen Herausforderungen stellen, beispielsweise der Bedeutung der Digitalisierung: „Wir wollen, um es mit einem Wort der Bibel zu sagen, jederzeit bereit sein, Rechenschaft von der Hoffnung zu geben, die in uns als Christen lebt. Das gilt auch im heutigen gesellschaftlichen Umfeld, vor dem wir aber keine Angst haben müssen, denn aufgrund von Gottes Verheißungen können wir als Christen positiv und zukunftsorientiert sein.“ Von zentraler Bedeutung sei, jüngere Menschen in den Blick zu nehmen. Aus diesem Grund sei im Herbst ein Zukunftsforum geplant, bei dem christliche Leiter aus den unterschiedlichen Generationen zusammenkommen, um über die Weitergabe des Glaubens in einem zunehmend säkularen Umfeld zu beraten.

Einheit gestalten
Eine bleibende Aufgabe der Evangelischen Allianz ist nach Einschätzung des bisherigen Generalsekretärs Hartmut Steeb die Verankerung im Wort Gottes als Grundlage für die Lehre in der christlichen Gemeinde. Gerade angesichts der gesellschaftlichen Veränderungen sei ein Neuaufbruch in Sachen Evangelisation und Mission wünschenswert. Die Evangelische Allianz könne zugleich stolz darauf sein, dass sie die älteste interkonfessionelle Bewegung sei, die sich bereits 1846 als weltweiter Verbund in London konstituierte. „Wir müssen die Einheit nicht schaffen, die hat Jesus erbetet, die ist längst da. Das Geschenk der Einheit auszupacken, die Einheit zu gestalten, ist Aufgabe der Evangelischen Allianz“, so Steeb.

Erwartungen an den Neuen
Der Vorsitzende der Evangelischen Allianz, Präses Ekkehart Vetter, würdigte Steebs „beispiellosen Einsatz“ in den vergangenen 31 Jahren: „Hartmut Steeb hat seinen Dienst als Generalsekretär immer zutiefst als einen Dienst für Gott verstanden. Seine innersten Glaubensüberzeugungen haben auch in der Gestaltung seines Dienstes ihren Ausdruck gefunden. Darum haben wir ihn über all die Jahre als einen zutiefst authentischen Menschen erlebt.“

Mit Reinhardt Schink folge ein Generalsekretär, der nicht zuletzt aufgrund seiner Erfahrungen in der Wirtschaft die Arbeit der Allianz weiterentwickeln werde, so Siegfried Winkler, der 2. Vorsitzende der Evangelischen Allianz: „Als Neuer bringt Reinhardt Schink uns neue Impulse, die der Evangelischen Allianz helfen, am Auftrag Gottes festzuhalten und diesen gegenwartsrelevant und zukunftsfähig zu gestalten.“

Der neue Generalsekretär
Der im Strategischen Management promovierte Betriebswirt Reinhardt Schink, (geb. am 21. Mai 1965) arbeitete seit 1997 in verschiedenen Management-Positionen im Allianz Konzern. Zusätzlich gründete er 2018 ein Start-Up im Bereich digitaler Geographie-Daten. Bevor Schink im Jahr 2014 die Leitung des Markt-Managements bei Allianz Global Benefits übernahm, baute er bei Allianz Deutschland im Markt-Management das strategische Innovationsteam auf, das unter anderem die erste Generation digitaler Produkte implementierte, und verantwortete die Marktanalyse sowie Marktstrategie. Neben Innovation, Geschäftsentwicklung und Kundenorientierung war die betriebliche Altersversorgung ein thematischer Schwerpunkt von Dr. Schink. Er war Mitglied zahlreicher internationaler Beratungsgremien und stellvertretender Vorsitzender des Beirats von AllNet, dem internationalen Netzwerk der Allianz für betriebliche Vorsorge sowie Vorsitzender des Retail Insurance Advisory Councils der European Financial Management Association.

Ehrenamtlich engagiert sich Reinhardt Schink seit vielen Jahren im CVJM, sowohl auf lokaler als auch überregionaler Ebene. Seit 2015 ist er stellvertretender Vorsitzender des CVJM Deutschland. Er ist verheiratet mit Miriam Schink, die beiden haben zwei Kinder.

Der bisherige Generalsekretär
Der Diplom-Verwaltungswirt (FH) Hartmut Steeb (geb. am 29.10.1953) war seit 1. April 1988 Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz. Zuvor war Steeb für die Evangelische Landeskirche in Württemberg tätig. In seine 31-jährige Amtszeit fiel unter anderem der Zusammenschluss der Evangelischen Allianz im Westen und im Osten Deutschlands mit der Verlagerung des Vereinssitzes ins thüringische Bad Blankenburg, seine Tätigkeit als Generalsekretär beziehungsweise Vorstandsmitglied der Evangelisationsbewegung „ProChrist“ sowie seine Vorstandstätigkeit in der „Koalition für Evangelisation“. Steeb tritt aktiv für den Lebensschutz ein, ist einer der Initiatoren des jährlichen „Marsch für das Leben“, Vorsitzender des „Treffens Christlicher Lebensrechts-Gruppen“ sowie stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbands Lebensrecht. Steeb ist verheiratet mit Angelika Steeb. Beide haben zehn Kinder und achtzehn Enkelkinder.

Die Deutsche Evangelische Allianz
Die Deutsche Evangelische Allianz (DEA) versteht sich als ein Bund von Christusgläubigen, die verschiedenen christlichen Kirchen, Gemeinden und Gruppen angehören. Sie hält zu etwa 350 überregionalen Werken Kontakt und wirkt an rund 1.000 Orten in Deutschland mit regionalen Allianzkreisen. In der Evangelischen Allianz pflegen Christen – über ihre Zugehörigkeit zur eigenen Gemeinde hinaus – Gemeinschaft mit anderen Christen aus anderen Denominationen. In den Allianzkreisen, die sich auf Orts- und mitunter auch auf Regionalebene treffen, kann mitarbeiten, wer der Glaubensbasis der Evangelischen Allianz zustimmt.

Geistliches Leitungsgremium ist der Hauptvorstand, dem derzeit 60 Vertreter der evangelikalen Bewegung aus den evangelischen Landeskirchen, Freikirchen, Gemeinschaften und Werken aus verschiedenen Konfessionen angehören. Verantwortlich für die laufende Arbeit ist der Geschäftsführende Vorstand zu dem unter anderem der Erste Vorsitzende Ekkehart Vetter, der im Hauptberuf Präses des Mülheimer Verbands Freikirchlicher Evangelischer Gemeinden ist, gehört, sowie Generalsekretär Dr. Reinhardt Schink. Weitere Informationen: www.ead.de




IGFM fordert Aussetzung von Abschiebungen christlicher Konvertiten in den Iran

Staatliche Stellen können nicht beurteilen, ob jemand „glaubhaft“ Christ geworden ist
Staatliche Stellen könnten nach Auffassung der IGFM nicht als „Experten“ feststellen, ob ein ehemaliger Muslim „glaubhaft“ Christ geworden sei. „Wer Christ geworden ist und einer Gemeinde angehört, entscheiden noch immer die Kirchengemeinden und Religionsgemeinschaften selbst. Es kann kein staatliches Glaubensprüfungsverfahren oder Glaubensprüfungsamt geben“, erklärte IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin.

Anlass für die Forderung der IGFM ist der Fall einer 58-jährigen iranischen Christin, die am 8. Mai aus Deutschland in die Islamische Republik abgeschoben wurde. Die iranische Justiz hat gegen sie ein Gerichtsverfahren eröffnet, wie die Flüchtlingsbeauftragte des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises, Christine Deutscher (Greifswald), berichtete. Die drei erwachsenen Söhne der Frau, die in Deutschland leben, hätten mehrfach mit ihr telefoniert. Sie sei äußerlich unversehrt, jedoch nach ihrer Ankunft im Iran mehrere Tage inhaftiert worden. Gegen die Hinterlegung einer Hauskaufurkunde durch eine Verwandte als Kaution sei sie momentan auf freiem Fuß, dürfe aber Teheran nicht verlassen.

Todesstrafe für das Verlassen des Islams
Die IGFM weist darauf hin, dass nach dem im Iran geltenden islamischen Recht der „Abfall vom Islam“ mit dem Tod bestraft werden kann. Häufig würden aber die eigentlichen Haft- oder Hinrichtungsgründe von der iranischen Justiz verschleiert. Entweder, indem Anklagen nicht veröffentlich oder Akteneinsicht verweigert würde, so die IGFM weiter. Außerdem ergingen viele Urteile unter vorgeschobenen und völlig diffusen Anklagen wie „Vergehen gegen die nationale Sicherheit“.

Auswärtiges Amt soll Prozessbeobachter stellen
Die IGFM forderte außerdem Bundesaußenminister Heiko Maas auf, über die deutsche Botschaft im Iran Prozessbeobachter für das Verfahren gegen die abgeschobene iranische Christin zu stellen. Nach Einschätzung der IGFM könne das Auswärtige Amt „durch offen demonstriertes Interesse“ das Leben der Frau retten.




England: Adventistischer Friedensmarsch gegen Waffenkriminalität

Der britische Innenminister Sajid Javid hatte die Eskalation der Stichwaffenkriminalität als „nationalen Notstand“ bezeichnet. Laut TED News Network habe es im vergangenen Jahr 130 Morde in London gegeben und weitere 47 in diesem Jahr. Die Freikirche der Siebenten-Tags Adventisten in Großbritannien und Irland rief als Reaktion auf das Problem an den Samstagen des 18. und 25. Mai zum stillen Gebet, insbesondere in den lokalen Kommunen auf, die von Schuss- und Stichwaffenkriminalität betroffen sind.

Friedensmarsch in London
Am 27. Mai folgte ein Friedensmarsch im Londoner Stadtbezirk Hackney. Unter der Leitung von Mitgliedern der adventistischen Kirchengemeinde in Hackney versammelten sich Verantwortliche aus der Freikirche und der Öffentlichkeit, einschließlich des Bürgermeisters von Hackney, Philip Glanville. Adventistische Pfadfinder aus London führten den Marsch mit Trommeln an. „Wir haben genug vom Sterben, wir haben genug von Schusswaffengewalt und wir haben genug von Messermorden. Wir müssen uns als Gemeinschaft zusammenschließen und gegen dieses Problem, das unsere Kommunen belastet, Stellung beziehen“, so der Pastor der Adventgemeinde in Hackney, Joojo Bonnie, am Zielpunkt des Friedensmarsches.

Rolle der Kirche bei der Gewaltprävention
Bürgermeister Philip Glanville dankte der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten öffentlich für ihre Rolle, die Gesellschaft solidarisch im Kampf gegen ein Problem zusammenzuführen, das inzwischen zu einer nationalen Epidemie geworden sei, berichtete TED News Network. „Es ist ganz klar, dass sich die Kommunen von Hackney um unsere jungen Leute kümmern. Der Stadtrat und ich als Bürgermeister glauben an unsere jungen Leute, und solche Märsche sind wichtig, um zu zeigen, dass die Gesellschaft im Geiste des Friedens und der Harmonie zusammenkommen kann“, so Glanville.




Adventisten in der Romandie und im Tessin wählen neue Kirchenleitung

Der bisherige Präsident, Pastor David Jennah, werde bis zu seiner bevorstehenden Pensionierung weiterhin der Kirche zur Verfügung stehen. Laut ADVENTISTEMAGAZINE, die Kirchenzeitschrift der FSRT, erhalte der ehemalige Generalsekretär Pastor Rickson Nobre andere Aufgaben. Darüber entscheide der neue Vorstand, der ebenfalls gewählt wurde, ebenso wie über die Besetzung aller Abteilungsleitungen der Kirche.

Zur Biografie
Olivier Rigaud (45) wurde in Savoyen/Frankreich geboren und wuchs in einer atheistischen Familie auf. Mit 20 Jahren wurde er Christ. Nach seinem Studium an der theologischen Fakultät am Campus Adventiste du Salève in Collonges-sous-Salève/Frankreich, arbeitete er als Pastor in den französischen Städten in Pau und in Roanne/Saint-Etienne. 2007 promovierte er an der Andrews University (Michigan/USA) in Leadership. Nach weiteren fünf Jahren als Pastor im Norden Frankreichs leitete er ein Jahr lang ein Missionsprojekt und begann 2016 seine Arbeit als Pastor in Genf. Olivier Rigaud hat mit seiner Frau Tantely drei erwachsene Kinder.

Raphaël Grin (41) wuchs auf dem Gelände der Clinique La Lignière in Gland/Kanton Waadt auf, einer Institution der Siebenten-Tags-Adventisten. Nach seinem Studium an der theologischen Fakultät am Campus Adventiste du Salève in Collonges-sous-Salève/Frankreich arbeitete er als Pastor in den Adventgemeinden von Genf, Lausanne und Freiburg. Gleichzeitig arbeitete er auch in der Jugendabteilung der FSRT-Kirchenleitung mit, zuerst als Stellvertreter und dann als Leiter. Raphaël Grin hat mit seiner Frau Ana einen 16 Monate alten Jungen.

Nathalie Wagnon wurde in der Normandie/Frankreich geboren, wo sie in der Adventgemeinde von Rouen aufwuchs. Nach Abschluss ihres Studiums arbeitete sie von 1989 bis 1996 und dann von 2001 bis 2015 in der Buchhaltung des Campus Adventiste du Salève in Collonges-sous-Salève/Frankreich und seit 2015 als FSRT-Finanzvorstand. Nathalie Wagnon hat mit ihrem Mann Damien zwei erwachsene Söhne.

Schweizer Adventisten sind als Verein organisiert
Die Schweizer Adventisten sind nach dem Vereinsrecht organisiert und teilen sich in zwei Kirchenregionen: die Deutschschweizerische Vereinigung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (DSV) mit Sitz in Zürich und die Fédération des Eglises Adventistes du 7e jour de la Suisse romande et du Tessin (FSRT) mit Sitz in Renens/Kanton Waadt. Beide Verwaltungsregionen bilden gemeinsam die Schweizer Kirchenleitung (Schweizer Union) mit Sitz in Zürich. Ende 2018 lebten 4.757 Kirchenmitglieder in der Schweiz.

Adventistische Institutionen und Werke in den Sprachregionen
Die Adventisten in der Schweiz unterhalten die „Privatschule A bis Z“ in Zürich, zwei Jugendhäuser, in St. Stephan/Kanton Bern und Les Diablerets/Kanton Waadt, drei Alters- und Pflegeheime in Krattigen/Kanton Bern, Oron-la-Ville und Epalinges bei Lausanne, den Advent-Verlag in Krattigen sowie eine Versandstelle für französische Bücher in Renens/Kanton Waadt. Im Weiteren unterhalten sie das „Hope Bibelstudien-Institut“ (HBI) und das „Religionspädagogische Institut“ (RPI) in Zürich sowie das „Institut d’Etude de la Bible par Correspondance“ (IEBC) in Renens. In Gland/Kanton Waadt befindet sich die Klinik „La Lignière“, die auf Rehabilitation bei Herz-Kreislauferkrankungen, neurologischen, orthopädischen und rheumatischen Erkrankungen sowie auf Nachbehandlung bei Krebs spezialisiert ist.

Gesamtschweizerische Institutionen der Adventisten
Zu den gesamtschweizerischen Werken zählt die „Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe“ ADRA Schweiz mit Sitz in Zürich. Das Hilfswerk ist in der Schweiz mit rund 30 Ortsgruppen im sozialen Bereich tätig und im Ausland mit Katastrophen- und Entwicklungshilfeprojekten. Der „Adventistische Pressedienst“ APD Schweiz, Basel, richtet seine Dienste vor allem an säkulare und kirchliche Medien. Die Schweizerische Liga Leben und Gesundheit LLG, Zürich, bietet mit ihren Seminaren in rund 40 Ortsgruppen ganzheitliche Gesundheitsförderung an: körperlich, seelisch, spirituell und sozial.

Ökumenische Kontakte
Die Adventisten sind Mitglied der Schweizerischen Bibelgesellschaft (SB) und haben den Gaststatus in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK-CH). In drei kantonalen Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen sind sie Mitglieder (Basel-Stadt/Basel-Landschaft, Genf und Waadt) und in drei weiteren haben sie den Gaststatus (Schaffhausen, Tessin und Zürich).

Webseite der Adventisten in der Romandie und im Tessin: http://adventiste.ch/
Webseite der Adventisten in der Deutschschweiz: https://www.adventisten.ch/




Russland: Adventisten führen Kongress für Arbeit mit Gehörlosen durch

„Es ist eine Freude, Fortschritte in diesem Dienst zu sehen“, sagte Sergey Grigorash, der den Dienst für Menschen mit Behinderungen in der westrussischen adventistischen Kirchenleitung fördert. „Es ist erfreulich, dass es in den Adventgemeinden Russlands immer mehr Gehörlose gibt“, so Grigorash. Man lerne sich besser zu verstehen, und in den Gemeinden kämen Dolmetscher für Gebärdensprache zum Einsatz. Laut ANN wurde auf dem Kongress auch über die Eröffnung einer Dolmetscherschule für Gebärdensprache diskutiert.

Die Kongressteilnehmenden tauschten ihre Erfahrungen darüber aus, wie man Gehörlosen biblische Wahrheit vermittelt, Gehörlosenclubs gründet, Kochkurse durchführt, christliche Sommerlager für Gehörlose plant oder Gesundheitsgruppen aufbaut.




Papua-Neuguinea: Siebenten-Tags-Adventist zum Premierminister gewählt

„Wir werden darauf hinarbeiten, den größtmöglichen Nutzen aus dem zu ziehen, was Gott diesem Land aus unseren natürlichen Ressourcen gegeben hat“, zitierte AR James Marape in seiner Rede nach der Wahl unter Berufung auf The Guardian. „Dieser Regierung geht es darum, unser Land an den richtigen Platz zu bringen“. Er werde daran arbeiten, die angeschlagene Wirtschaft zu sanieren. In einem Facebook-Post nach seiner Wahl schrieb Marape: „Ich verspreche nicht, dass ich die Antwort auf alle Probleme unserer Nation sein werde, aber ich verspreche, dass ich mein Bestes geben werde, um etwas zu bewirken!“.

Zur Vita von James Marape
Marape besuchte die Kabiufa Adventist Secondary School. Er erwarb 1993 einen Bachelor of Arts-Abschluss an der University of Papua New Guinea und 2000 einen Master-Abschluss in Umweltwissenschaften an derselben Universität. Er ist bisher Finanzminister des Landes gewesen und vertritt als Parlamentsabgeordneter den Wahlkreis Tari-Pori der Provinz Hela. Zudem ist Marape Ältester der Korobosea Seventh-day Adventist Church.




„wertvoll“: neuer wöchentlicher Talk auf HopeTV

Die Mut machende Sendung kann jeden Donnerstag um 20:15 Uhr auf dem Hope Channel verfolgt werden. Persönlichen Geschichten und Erfahrungen aus dem Leben stehen im Vordergrund: Was macht einen Menschen wertvoll? Ist es das, was ein Mensch hat oder kann? Um diese Fragen geht es Gabi Pratz im Gespräch mit ihren Gästen.

Hope Channel Deutsch
Hope Channel ist ein TV-Sender der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Er wird vom Medienzentrum Stimme der Hoffnung e. V. mit Sitz in Alsbach-Hähnlein betrieben. Der Sender gehört zur internationalen Senderfamilie Hope Channel, die 2003 in den USA gegründet wurde und aus mittlerweile 52 nationalen Sendern besteht. Die Sendungen von Hope Channel TV Deutsch sind zu empfangen über den Satelliten ASTRA, Kabel Unitymedia sowie einige regionale Kabelnetze und im Internet. Weitere Informationen: www.hope-channel.de




„Leben in Fülle!“ - 3. Adventistischer Gesundheitskongress

Ein ganzheitliches Menschenbild ist wichtiger als neue Medizintechnik
Bei der Gesundheitsförderung fehle es oft an Ganzheitlichkeit, sagte Dr. med. Ruedi Brodbeck, Alchenflüh/Schweiz. 80 Prozent der Gesundheitskosten in der Schweiz würden durch vermeidbare Krankheiten generiert. Es sei deshalb wichtiger über das Menschenbild nachzudenken, als neue Medizintechnik zu entwickeln, so Brodbeck. Ein ganzheitliches Menschenbild umfasse die wesentlichen Dimensionen des Menschen. Diesem werde im „NEWSTART Plus“-Konzept entsprochen, das nicht nur Symptome von Krankheiten bekämpfe, sondern die Ursachen angehe, und die beeinflussbaren Gesundheitsprinzipien und Glücksfaktoren umfasse, die eine breite Wirkung entwickeln. Wichtig sei auch, ein richtiges, von der Bibel geprägtes Gottesbild zu haben, das sich ebenfalls auf das Menschenbild auswirke.

Für die Gesundheit sind Lebensstil sowie soziale Faktoren wichtiger als Genetik
Die Steuerung in unserem Körper läuft über die Genetik, die „Hardware“ und über die Epigenetik, die als „Software“ bezeichnet werden kann, erläuterte Dr. Heidi Schulz, Wissenschaftlerin am Institut für Humangenetik an der Universität Regensburg. Gesunde Ernährung, Bewegung und soziale Faktoren, wie Kontakte und Zuwendung, hätten einen großen Einfluss auf die Entstehung oder Verhinderung von Krankheiten. Die geerbten genetischen Informationen seien nicht, wie man das früher gedacht habe, zu 35 Prozent für unsere Lebenserwartung zuständig, sondern laut neusten Forschungen wahrscheinlich zu weniger als 10 Prozent. „Vieles hängt von unseren kleinen, alltäglichen Entscheidungen ab. Die Ergebnisse werden in den meisten Fällen nicht gleich sichtbar sein, aber ein gesunder Lebensstil, nach den NEWSTART Plus-Prinzipien, wird sich ganz bestimmt positiv auswirken“, so Schulz.

Ist Gott glücklich?
Stephan Sigg, Präsident der Adventisten in der Schweiz, leitete seine Ausführungen mit der Frage ein: „Ist Gott glücklich?“. Als Antwort zitierte er zwei Aussagen des Apostel Paulus im ersten Brief an Timotheus, die in der Schlachterübersetzung vom „glückseligen Gott“ und vom „Glückseligen“ sprechen. Der Mensch habe die Beziehung zu diesem Gott verloren, damit auch sich selbst und folglich auch das Glück, so Sigg. Er zitierte Blaise Pascal (Pensées): „Was schreit aus dieser Gier…, wenn nicht das, dass ehemals der Mensch wirklich im Glück war, wovon uns nichts blieb als die Narbe und die völlig leere Spur, die der Mensch nutzlos mit allem, was ihn umgibt, zu erfüllen trachtet“. Der Mensch habe eine „Erinnerung“ an das Paradies, an Eden, was auf Hebräisch „Vergnügen“ heiße. Der Mensch sei in seiner Glücksuche unbewusst auf der Suche nach Gott, so Sigg.

120 Jahre Deutscher Verein für Gesundheitspflege e.V.
Der Deutsche Verein für Gesundheitspflege e.V. (DVG) wurde 1899 als Trägerverein für geplante Institutionen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland in Friedensau bei Magdeburg gegründet. In den ersten Jahren nach der Gründung entstanden ein Lebensmittelwerk (heute DE-VAU-GE-Gesundkostwerk), eine Seifenfabrik (besteht nicht mehr), die Friedensauer Anstalten (zu denen die Theologische Hochschule Friedensau gehört), das Sanatorium Friedensau (heute Krankenhaus-Waldfriede, Berlin-Zehlendorf) und ein Altenheim (heute Seniorenheim Friedensau). Am Samstagnachmittag, dem 1. Juni, wurde das DVG-Jubiläum mit den Kongressteilnehmenden gefeiert.

Weitere Infos zum Gesundheitskongress: https://www.dvg-online.de/veranstaltungen/gesundheitskongress/

Korrekturhinweis: Die Theologische Hochschule Friedensau ist Bestandteil der Friedensauer Anstalten. Die Anstalten verwalten alle Einrichtungen, Immobilien, Liegenschaften in und um Friedensau.




Der Religionsfreiheit und dem Recht auf Asyl verpflichtet

Die Resolution erinnert „dankbar“ daran, dass die Weimarer Reichsverfassung vor 100 Jahren und das Grundgesetz vor 70 Jahren Religionsfreiheit festschrieben. Zudem gebe es seit dem Fall der Mauer vor 30 Jahren „in ganz Deutschland eine umfassende Religionsfreiheit“. Gleichzeitig erinnert das Dokument daran, dass „die Nationalsozialisten die demokratischen Grundstrukturen zerstörten und elementare Grundrechte wie das auf Leben und den Schutz von Minderheiten missachteten. Wer – wie die Juden – verfolgt wurde und im Ausland kein Asyl fand, war der brutalen Verfolgung durch die Nationalsozialisten hilflos ausgeliefert.“

Religiöse Fachkompetenz bei Entscheidung über Asylanträge gefordert
Die Verpflichtung zum Schutz für religiös Verfolgte ergebe sich aus der deutschen Geschichte. Menschen, denen aufgrund eines Religionswechsels Verfolgung drohe, bräuchten den staatlichen Schutz „in besonderer Weise – ob sie nun bereits in ihrem Herkunftsland konvertiert sind oder erst in Deutschland die Religion gewechselt haben.“

Bei der Entscheidung über Asylanträge aus religiösen Gründen sei „religiöse Fachkompetenz“ unerlässlich. Die Folgen dieser Beschlüsse wären für die Betroffenen weitreichend, ja möglicherweise existentiell. „Es darf nicht passieren, dass das Grundrecht auf Religionsfreiheit ausgehöhlt wird. Doch genau dies geschieht, wo Menschen, denen es wegen drohender Verfolgung aus religiösen Gründen zusteht, das Grundrecht auf Asyl nicht gewährt wird.“

Am Schluss würdigt die Resolution das Engagement der Kirchengemeinden für Geflüchtete und ermutigt sie, hierin nicht nachzulassen: „Wir wünschen uns, dass Gemeinden Konvertiten in Fragen des Glaubens und der christlichen Lebensgestaltung eine Stütze sind und ihnen auch in juristischen Fragen beistehen.“

Die Resolution findet sich im Internet unter: https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/der-religionsfreiheit-und-dem-recht-auf-asyl-verpflichtet/

Altgediente Konzepte und mutige Schritte
Altgediente Konzepte auch einmal über Bord werfen und mutige Schritte gehen, um die Liebe Gottes weiterzugeben, dazu hat Michael Noss nach seiner Wiederwahl als Präsident des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) ermutigt. Er wurde am 31. Mai in Kassel bei der jährlichen Bundesratstagung der Freikirche mit 91 Prozent der Delegiertenstimmen in dem Amt bestätigt, das er bereits seit vier Jahren bekleidet. Corinna Zeschky wurde durch das Präsidium als Stellvertreterin des Präsidenten bestätigt.

Gerechter Frieden als Lebenshaltung
Gerechter Frieden sollte eine Lebenshaltung von Christinnen und Christen sein. Dafür plädierte der Mennonit und Friedenstheologe Fernando Enns bei seinem Vortrag „Gefährdeter Frieden – tragfähige Perspektiven: Inspiriert leben als Friedensstifter“ am 30. Mai auf der Bundesratstagung in Kassel.

Zum Auftakt der Bundesratstagung 2019 hielt Ansgar Hörsting, der Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden (BFeG), am 29. Mai einen Impuls zum Thema „INSPIRIERT LEBEN in Krisenzeiten“.

BEFG
Die Bundesratstagung findet einmal im Jahr statt. Sie ist als Kirchenparlament das höchste Entscheidungsgremium des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, zu dem in Deutschland 801 Baptisten- und Brüdergemeinden mit über 81.000 Mitgliedern gehören. Informationen unter: www.baptisten.de