Kongo: ADRA versorgt unterernährte Kinder im Ebola-Gebiet

Krisenübersicht
Seit Beginn des aktuellen Ausbruchs im Jahr 2018 wurden über 1.700 Todesfälle bestätigt und über 2.500 Menschen infiziert. Es wird angenommen, dass etwa 17.000 Menschen mit dem Virus in Berührung gekommen sind. Nach Meinung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist der Ausbruch von Ebola im Kongo zu einer globalen Gesundheitskrise geworden. Zur Eindämmung des Virus seien besondere Anstrengungen erforderlich.

Impfungen tragen laut WHO dazu bei, die Ausbreitung oder Gefährdung durch die Krankheit zu minimieren. In der gesamten DRK sind über 163.000 Personen geimpft worden. Aufgrund der anhaltenden kriegerischen Konflikte und der 4,5 Millionen Binnenflüchtlinge ist die Seuche eine Herausforderung für die Mitarbeiter von internationalen Hilfswerken. Personen, die unter Quarantäne gestellt worden seien, könnten nicht überwacht werden. Zudem gebe es laut ADRA auch Berichte über Zusammenstöße zwischen bewaffneten Rebellen und hilfsbereiten lokalen Behörden und Gesundheitsdiensten.

ADRAs Antwort auf Ebola
ADRA unterhält in der DRK Zweigstellen in 17 Provinzen, sechs davon in Nord-Kivu und Ituri. Das Hilfswerk arbeitet mit anderen humanitären Organisationen und lokalen Behörden zusammen, um das Programm „Nahrungsmittel gegen Arbeit“ (Food-for-Work-Program) zur Unterstützung der am stärksten von der Epidemie betroffenen Kommunen durchzuführen.

In Katwa, Butembo, Beni, Mabalako und Oicha in der Provinz Nord-Kivu hat ADRA mit Hilfe von UNICEF ein Kinderernährungsprogramm entwickelt. „Das Hauptziel dieser Nothilfemaßnahme besteht darin, das Risiko der Unterernährung bei Kindern im Alter bis zu 26 Monaten sowie schwangeren und stillenden Frauen zu verringern“, sagte Mario Oliveira, Direktor für Nothilfe bei ADRA International.

ADRA teilte mit, dass das Programm den Kauf von notwendigen Stillartikeln zur Säuglingspflege, die Ausbildung von Ernährungsassistenten und ADRA-Personal, zur Notfallversorgung von Säuglingen und Kleinkindern umfasse. Außerdem würden Krankenschwestern ausgebildet, Patienten Präventionsmethoden zur Infektionskontrolle beizubringen. ADRA habe bis heute mehr als 170.000 Personen durch Präventions- und Mobilisierungsmaßnahmen erreicht, so Oliveira.