HopeTV: Themenwoche „Lebenswert – Meine Familie“

„Fathers“
Judith Olsen, PR-Redakteurin beim Medienzentrum HopeMedia berichtet über verschiedene Formate, die in dieser Themenwoche über den Sender HopeTV laufen werden. So hat am Sonntag, 20.10.2019 um 20:15 der Film „Fathers“Premiere. Hier handelt es sich um eine neue Dokumentation über das Vatersein als Serie und Film. Gleich danach wird die erste Folge von „FATHERS. My Story“ um 21:00 Uhr ausgestrahlt. Im Film und in der Serie geht es um sechs Väter, sechs Kulturen und sechs Lebensweisen. Es gibt eine gemeinsame Erfahrung: Das Vatersein. Die Väter leben über die ganze Erde verstreut in Korea, Spanien, Südafrika, Australien, Kuba und im Libanon. Der 45-minütige Film wird aus der Perspektive der Kinder erzählt. Sie stellen ihre Väter vor, was sie ausmacht und wie ihre Beziehung zu ihnen ist. In den jeweils etwa fünf Minuten langen Episoden von „FATHERS. My Story“ erzählt jeweils einer der Väter, was für ihn das Schönste und was das Herausforderndste am Vatersein ist. Jeden Abend um 21:00 Uhr gibt es in der Themenwoche eine neue Folge von „FATHERS. My Story“.

Beziehungskiste
Im neuen TV-Talk mit Anja Wildemann, der ab dem 21. Oktober um 20:15 Uhr auf HopeTV läuft, dreht sich alles um die Themen Partnerschaft, Familie und Beziehung. Los geht es am ersten Montag der Themenwoche mit der Folge „Gemeinsam wachsen – Ich werde am Du zum Ich“. Weitere Sendungen folgen an jedem Abend der Themenwoche, jeweils um 20:15 Uhr. Ab dem 13. November werden 14-tägig neue Folgen am Mittwochabend ausgestrahlt.

„Beziehungskiste“ ist eine persönliche, offene, ehrliche Serie, die der Realität ins Auge blickt, Mut macht und nicht an Hoffnung, Witz und Direktheit spart. Es kommen sowohl Betroffene (z.B. Eltern, die ein Kind verloren haben) als auch Experten (z.B. Psychotherapeuten) zu Wort. Eine positive, ganzheitliche und werteorientierte Ausrichtung bildet die Grundlage der Gespräche.

Die Serie „Beziehungskiste“ ist für all diejenigen interessant, die ihren Beziehungen mehr Tiefe und Qualität geben wollen; die Probleme angehen und beheben wollen; die für Beziehungen, die gut gelingen, dankbar sein wollen. Jeder ist aufgerufen, sich mit seinen persönlichen Beziehungen ganz konkret auseinanderzusetzen.

Fribos Dachboden
Das ist die Kindersendung auf HopeTV mit dem Holzwurm. Er entdeckt auf seinem Dachboden eine Menge spannender Sachen. Dabei dürfen die Geschichte aus der Bibel, der Basteltipp und noch manches mehr natürlich nicht fehlen. In der Themenwoche geht es bei Fribo um die Themen Geschwister, Scheidung, Patchwork und Familienzeit.
Nachgefragt
Bei diesem Talkformat geht es geht es um das Leben als Single, um Kinderreichtum oder darum, keine Kinder zu haben, um Familienfeste, den Spagat zwischen Arbeit und Familie und das Thema „Mama-Sein in Gottes Augen“.
Die Bibel – das Leben
In der bekannten Talkrunde über biblische Themen dreht sich ebenfalls alles um den Bereich Familie. Dr. Winfried Vogel, der Moderator der Sendung, wird wieder mit Gästen ins Gespräch kommen und Impulse aus dem Wort Gottes entdecken.

HopeTV

Die Themenwoche ist eine gemeinsame Aktion von HopeTV und den Verlagen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Sender HopeTV gehört zur internationalen Senderfamilie Hope Channel, die 2003 in den USA gegründet wurde und aus mittlerweile 52 nationalen Sendern besteht. Weitere Informationen zur Themenwoche hier: http://bit.ly/35KP944.




Friedensau: Graduierung und Beginn des Studienjahres 2019/20 an der Hochschule

Urkunden und akademische Grade
35 Studierende aus den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie nahmen in einem feierlichen Rahmen in der Kapelle Friedensau ihre Urkunden und akademischen Grade entgegen. Verliehen wurden der Bachelor of Arts in Gesundheits- und Pflegewissenschaften, Soziale Arbeit und Theologie sowie der Master of Arts in Counseling, Musiktherapie, International Social Sciences, Theologie und Theological Studies. Die Studierenden kamen aus Deutschland, Ghana, Mexiko, Myanmar, Nigeria, Russische Föderation, Serbien, Tschechien, Ukraine, Ungarn und USA. Einige werden auf dem Campus bleiben und ihre Studien fortsetzen, andere gehen wieder in ihre Ursprungsländer zurück.

Förderpreise nach Afrika
Wie bereits in den vergangenen Jahren, so wurden auch diesmal wieder zwei Förderpreise für aussergewöhnliche Leistungen während der Graduierungsfeier verliehen. Den Förderpreis der Sparkasse Jerichower Land für besonderes soziales Engagement erhielt Danile Akpene Ayitey aus Ghana. Nancy Nduta Wanja aus Kenia erhielt den diesjährigen Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes e.V. (DAAD) für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender.

Festansprache
Die Festansprache an die Graduierenden hielt Dr. Michael Lehmann, Abteilungsleiter Hochschulen, Wissenschaft und Forschung im Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt. Er kam in Vertretung von Minister Armin Willigmann. Der ausgebildete katholische Theologe ermutigte die Studierenden, neugierig zu bleiben. Ausgehend vom ontologischen Gottesbeweis Anselms von Canterbury sei das Wissen in Anbetracht jahrtausendalter Wissenschaft aber immer noch kleiner, als das Nichtwissen. Dieses Nichtwissen sei aber kein Grund zum Verzweifeln.

Postkartenausstellung
Bereits zu Beginn des Wochenendes wurde am Freitag in der Kulturscheune eine Ausstellung einer privaten Sammlung von Postkarten mit Motiven aus 120 Jahren Friedensau eröffnet. Die Exponate unter dem Motto: „Friedensau – von der Klappermühle zur Hochschule“ gehören zum größten Teil Sammler Armin Richter aus Mittweida. Die Karten geben einen Einblick in die Entwicklung des Ortes Friedensau vom ausgehenden 19. bis ins 21. Jahrhundert und sind gleichzeitig Dokumente einer sich wandelnden Druckkunst. Noch bis zum 27. Oktober jeweils sonntags von 14 bis 16 Uhr kann die Ausstellung besichtigt werden.

Konzert zur Studienjahreseröffnung
Das Konzert zur Studienjahreseröffnung am 12. Oktober 2019 war dieses Mal ein ganz besonderes: ein Klezmer-Konzert. Klezmer ist ein jiddisches Wort, Klezmer ist Volksmusik in der Tradition osteuropäischer Juden. Das Ensemble „Shpil, Klezmer, Shpil!“ aus Mönchengladbach, bestehend aus sechs Musikern, die auch ein so ungewöhnliches Instrument wie das Schofar beherrschten, bezog die Zuhörer in der vollbesetzten Kulturscheune Friedensau schon mit dem ersten Lied in ihr fröhliches Spiel ein. Die Auswahl an Songs war vielfältig, erinnerte aber mit jeder Melodie an die typischen traurig-fröhlichen Klänge des Klezmer: „El haderech“, „Ani ole Lirushalayim“ oder „O Lulle Lulle – Fuli Chaj“.

Vortrag zum 150. Geburtstag von Gandhi
In Erinnerung an eine besondere Persönlichkeit der Weltgeschichte, den am 2. Oktober 1869 in Porbadar/Indien geborenen Mohandas Karamchand Gandhi, hielt Dr. Johannes Hartlapp am 13. Oktober 2019 in der Bibliothek einen Vortrag mit dem Titel: „Gandhi: Widerstand ohne Gewalt?“ Er gilt als der Initiator der gewaltlosen Befreiung Indiens von der britischen Kolonialherrschaft. Sein Vater war Premierminister des indischen Teilstaates Porbadar; damit gehörte seine Familie zur Oberschicht, die als praktizierende Hindus Gewaltlosigkeit lebte. Gandhi organisierte Streiks gegen die Kolonialregierung und Boykotts gegen Importwaren. Der „Salzmarsch“ von 1930 ging in die Geschichtsbücher ein: als ein Protest gegen das britische Salzmonopol. Unter Gandhis Führung erreichte Indien am 3. Juni 1947 die Unabhängigkeit. Gandhi wurde 1948 von einem Nationalisten erschossen.

Stefan Höschele zum Professor berufen
Im Rahmen der Veranstaltungen zur Eröffnung des Studienjahres am 7. Oktober 2019 begrüßte der Rektor der Theologischen Hochschule Friedensau (ThHF), Prof. Roland Fischer, nicht nur die neuen Studierenden und das Kollegium. Mit herzlichen Glückwünschen überreichte er auch dem Dekan des Fachbereiches Theologie und Dozenten für Systematische Theologie Stefan Höschele, Ph.D. (University of Malawi), die Berufungsurkunde zum Professor für Systematische Theologie und Adven¬tismus-Studien an der ThHF. Höschele ist seit 2003 als Dozent an der Theologischen Hochschule Friedensau tätig und lehrte zuvor sechs Jahre am Tanzania Adventist College (heute University of Arusha). Seine 2017 verteidigte Habilitationsschrift, eingereicht an der Karls-Universität Prag, entwirft eine Theorie interkonfessioneller Beziehungen, bei der die Vielfalt und Logik von Beziehungsmodellen im Mittelpunkt stehen und illustriert diese Theorie mit der Geschichte adventistischer Kontakte und Konflikte mit anderen Kirchen. Gegen¬wärtig forscht er zu mehreren Themenfeldern im Bereich der Ethik.

Theologische Hochschule Friedensau
Die Theologische Hochschule Friedensau ist eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Hier können acht B.A.- und M.A.-Studiengänge – zum Teil berufsbegleitend – in den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie sowie ein Kurs ‚Deutsch als Fremdsprache‘ belegt werden. Über 30 Nationen sind auf dem Campus vertreten. Studieninteressierte können sich zu Schnuppertagen anmelden und das Leben im Hörsaal und auf dem Campus kennenlernen: https://www.thh-friedensau.de.




Die Zahl der Hungernden steigt wieder

Am stärksten von Hunger gefährdet seien Kinder bis zur Vollendung des fünften Lebensjahres. Das Entwicklungsdefizit durch Fehl- und Unterernährung belaste die Kinder ein Leben lang. Laut Feststellung der FAO wären 2018 knapp 200 Millionen Kinder unter fünf Jahren unterernährt oder unterentwickelt gewesen. Dazu kämen noch einmal 20 Millionen Babys mit zu geringem Geburtsgewicht.

Den insgesamt 821,6 Millionen Menschen, die an Hunger leiden, stünden zwei Milliarden übergewichtige Menschen gegenüber. „Während wir in Deutschland Lebensmittelverschwendung bekämpfen, leiden weite Teile von Afrika und Asien unter Mangel- oder Unterernährung. Ursachen für Hunger sind Naturkatastrophen, Krieg und wirtschaftliche Unsicherheit. Die Ressourcen auf der Welt sind ungleich verteilt“, so Christian Molke, Geschäftsführer der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland. Am dramatischsten sei die Lage in Ostafrika. Dort wäre bis zu einem Drittel der Bevölkerung unterernährt. Die zahlenmäßig meisten unterernährten Menschen lebten in Asien.

Hunger trifft die Armen, egal wo

„Hunger, Mangel- und Unterernährung sind bei weitem kein Phänomen, das nur den globalen Süden trifft. Immerhin acht Prozent der Bevölkerung in Nordamerika und auch in Europa hat keinen Zugang zu ausreichender Nahrung“, betonte Christian Molke anlässlich des Welternährungs-/Welthungertags am 16. Oktober.

ADRA Deutschland unterstütze Menschen bei der Versorgung mit Lebensmitteln in Kambodscha, Laos, Äthiopien, Burundi, Burkina Faso, Kenia, Mali, Somalia und Peru. Die Hilfe sei dabei sehr unterschiedlich. So helfe ADRA in Peru durch marktwirtschaftliche Anreize, in Kambodscha würden Familien mit Hausgärten unterstützt und in Burkina Faso, eine der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Regionen der Erde, gelte es die Bauern in angepassten landwirtschaftlichen Techniken, Wasser- und Bodenkonservierung, Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit, Vermarktungstechniken sowie in Ernährungspraktiken zu schulen.




Adventisten: Weltkirchenleitung verwarnt Norddeutschen Verband

Der überregionalen adventistischen Kirchenleitung für Nord- und Ostdeutschland (NDV) wird vorgeworfen, Maßnahmen ergriffen zu haben, die nicht in Übereinstimmung mit dem Regelwerk der Weltkirche (Working Policy) stünden: Der NDV ordiniert seit 2016 keine Pastoren mehr für den weltweiten Dienst, sondern „segnet“ lediglich seine Angestellten für den pastoralen Dienst unabhängig von ihrem Geschlecht. Diese „Segnung“ entspricht einem Verfahren, das in den Richtlinien der Weltkirchenleitung (Working Policy) aufgeführt wird. Während die Ordination weltweit gilt, bleiben die mit der Segnung verbundenen Vollmachten auf diejenigen Gebiete beschränkt, die diese ebenfalls praktizieren. In der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist die Ordination lediglich männlichen Geistlichen vorbehalten.

Weitere Verwarnungen aufgrund der Ordinationsfrage

Neben dem NDV wurden auch die adventistischen Kirchenleitungen in Dänemark, Norwegen und Schweden mit 164 Ja- zu 124 Nein-Stimmen verwarnt („Warned“). Ebenso die US-amerikanischen überregionalen Kirchenleitungen „Columbia Union Conference“ und „Pacific Union Conference“, auf deren Gebiet auch Frauen entgegen der Beschlusslage der adventistischen Weltsynode ordiniert werden (190 Ja- zu 94 Nein-Stimmen). Grundlage dieser Vorgehensweise ist das umstrittene Verfahren bei Regelverstößen, das 2018 vom GC-ExCom verabschiedet wurde (siehe apd.info vom 15.10.2018)

Stellungnahme deutscher Kirchenleiter
Johannes Naether, Präsident des NDV, teilte mit, er halte die Verwarnung für nicht gerechtfertigt. Der NDV hätte vielmehr eine Regelung gefunden, die versuche, in Konformität mit den Beschlüssen der Weltkirche auch dem Anliegen der Gleichberechtigung von Mann und Frau Rechnung zu tragen. „Ich kann nicht verstehen, dass wir dafür nun verwarnt werden“, so Naether.

Der Präsident der Adventisten in Süddeutschland (Süddeutscher Verband, SDV), Werner Dullinger, äußerte sich ebenfalls kritisch: die Verwarnung sei nicht gerechtfertigt, da es in der Working Policy keinen Zwang zur Ordination gebe. Ferner sei das Verfahren für die Verwarnung nicht den 2018 abgestimmten Regularien entsprechend gewesen. Zusammen mit den zuständigen Gremien werde man prüfen wie damit umzugehen sei und ob und in welcher Form dagegen Einspruch erhoben werden kann. „Besonders bedauerlich empfinde ich, dass dieser Beschluss keinen hilfreichen Beitrag zur Einheit der Kirche und zum Fokus auf die Mission der Kirche darstellt“, so Dullinger.




Advent-Verlag Lüneburg jetzt auch bei Amazon

Advent-Verlag über Onlinehandel
Der Advent-Verlag Lüneburg geht mit dem Schritt, seine Literatur nun auch über Amazon zu vertreiben, einen neuen Weg. „Neue Bücher werden oftmals zuerst im Internet entdeckt. Amazon ist als weltweit größter Onlinehändler für viele Literaturinteressierte die erste Anlaufstelle, um sich über ein Buch zu informieren und deshalb auch für uns relevant“, so Jessica Schultka, Verlagsleiterin des Advent-Verlags Lüneburg. Nach ihren Angaben möchte der Advent-Verlag durch den neuen Vertriebsweg zum einen seine Präsenz auch außerhalb der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten stärken und zum anderen seinen Kunden einen noch besseren Service bieten.

Literatur für ein Leben mit Zukunft

Der adventistische Traditionsverlag, der im nächsten Jahr sein 125-jähriges Jubiläum feiert, geht vorerst mit zehn Buchtiteln in den Verkauf bei Amazon. Hierfür seien Bücher ausgewählt, die einen christlich-adventistischen Hintergrund haben und auch ansprechend für ein christlich interessiertes Publikum sind. Unter dem Motto: „Literatur für ein Leben mit Zukunft“ seien deshalb im Portfolio die beliebten Bücher von Hans-Otto Reling, PsalmBerührungen Band 1 und 2 sowie das Trostbuch zu finden. Aber auch spannende Biografien, wie Eva Pauls Weder Tod noch Leben oder Traumberuf Popstar von Naomi Striemer seien dabei. Natürlich würden auch Klassiker, wie Unfassbar! oder Wachsen in der Liebe nicht fehlen. Für den Bereich Kinder- und Jugendliteratur habe der Verlag zudem die kunterbunten Kinderbücher von Katrin Grieco Wenn Frösche Feste feiern und Von Fröschen und Pharaonen sowie den spannenden Jugendroman Summer Fades der australischen Autorin Amanda Brews ausgewählt.
Mit der Präsenz bei Amazon stehe dem Verlag nicht nur ein neuer Vertriebskanal zur Verfügung, sondern auch ein neuer Weg, um ein breiteres Publikum mit christlich-adventistischer Literatur anzusprechen.

Traditionsverlag seit 125 Jahren

Seit 1895 ist der Advent-Verlag Lüneburg der offizielle Verlag der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Mit den Publikationen bietet er den Lesern Orientierung in Sinn- und Lebensfragen und spricht sie ganzheitlich und generationsübergreifend an. Der Verlag will dazu anregen, über Gott nachzudenken und den biblischen Glauben authentisch im Alltag zu leben. Indem die Redakteurinnen und Redakteure Worte schaffen, die bleiben, so eine Pressemitteilung, wollen sie Glauben nachhaltig fördern, vertiefen und begleiten.




Norwegen: Landesbeste Schüler an adventistischer Schule

Die Abschlussklasse der adventistischen Tyrifjord Schule hatte einen Wert von 5,22 in einem Bewertungssystem, wobei 6 die beste Note darstellt. „Die Schüler in der Klasse waren eine eingespielte Gruppe, die sich gut kannte“, sagt Susan Ursett, Schulleiterin der Schule. Sie sei stolz auf das gute Ergebnis, wies jedoch darauf hin, dass solche Spitzenergebnisse in kleinen Klassen oft leichter zu erreichen sind. „Es besteht kein Zweifel, dass in der kleinen Klasse eine sehr gute Lernatmosphäre herrschte“. Für Ursett gäbe es drei wichtige Faktoren, die zu dem guten Ergebnis beitrugen: die Schüler waren hoch motiviert, sie hatten ausgezeichnete Arbeitsgewohnheiten und gute Lehrer.

Die Adventistische Tyrifjord Schule ist mit 52 Schülern und zehn Lehrern eine von 11 Bekenntnisschulen in ganz Norwegen. Weitere Möglichkeiten für höhere Bildung stellt das Tyrifjord Junior College dar. Als Internatseinrichtung betreut das College Studenten aus dem ganzen Land.




Adventisten entsetzt über Terrorangriff in Halle

„Der versuchte Terrorangriff auf die zum Versöhnungstag Jom Kippur versammelte jüdische Gemeinde in Halle/Saale am 9. Oktober macht uns fassungslos. Wir sind entsetzt über diese Gräueltat. Unsere Gedanken sind bei unseren jüdischen Glaubensgeschwistern in Halle, denen dieses Attentat galt. Als adventistische Christinnen und Christen stehen wir an ihrer Seite“, teilte der Bundesbeauftragte für Flüchtlings- und Integrationshilfe im Advent-Wohlfahrtswerk (AWW), Michael Götz, in einer Erklärung mit. Das AWW ist das Sozialwerk der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland.

Adventisten verurteilten jede Form von Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit, betonte Götz. Das abscheuliche Verbrechen von Halle sei ein Angriff auf uns alle, auf Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, auf Religionsfreiheit und die Unantastbarkeit der Würde jedes Menschen. „Unsere Gedanken sind auch bei den Menschen, die Opfer dieses Verbrechens geworden sind. Wir trauern mit den Angehörigen und bitten um Genesung für die durch diese Tat an Leib und Seele verletzten Menschen“, so der Bundesbeauftragte für Flüchtlings- und Integrationshilfe des AWW.

Die Erklärung zum Terrorangriff auf die jüdische Gemeinde in Halle/Saale ist im Internet zu finden unter aww.info.




Brasilien: Schüler wollen 30.000 Baumsetzlinge pflanzen

Schüler der adventistischen Posse Schule in Goiás, Brasilien, haben kürzlich im Rahmen des Projekts „nachhaltige Schule“, einer Initiative des adventistischen Bildungsnetzwerks im Mittleren Westen Brasiliens, über 300 Ipê-Baumsamen auf dem Schulgelände gepflanzt. Diese besondere Initiative legt den Schwerpunkt auf den Umweltschutz.

Daten des nationalen Instituts für Weltraumforschung (INPE) zeigen, dass von August 2018 bis Juli dieses Jahres 6.798 Quadratkilometer des Amazonas abgeholzt wurden. Das entspricht etwa der 2,5 fachen Größe des Saarlandes. Eine weitere Statistik, die auf der Website der GreenInitiatives vorgestellt wurde, zeigt mit Hilfe eines CO2-Rechners, dass die Kohlendioxidemissionen in Brasilien derzeit 7,85 Tonnen pro Jahr und Einwohner entsprechen.

Der Ipê-Baum wurde gewählt, weil er effektiv CO2 eliminiert und leicht zu pflanzen ist. Neben der Posse Schule beteiligen sich 36 weitere Schulen der Freikirche in der Region an dem Programm „nachhaltige Schule“. Ihr Ziel ist es, 30.000 Setzlinge zu pflanzen.

Der Umweltminister der Stadt Goiás, Cesar de Abreu, genehmigte die Initiative und besuchte die Schule. Der städtische Forstingenieur Tamiles Rodrigues half den Schülern, die Samen zu pflanzen.

Anreiz zur Pflege
Daniel Pereira, der Leiter der Posse Schule, betont, dass hier praktische Ausbildung geboten und das Umweltbewusstsein geschärft würde. „Die Schüler sind begeistert und es war sehr schön, wie sie sich gefreut haben, die Setzlinge in den Boden zu pflanzen“, sagte er. „Sie haben mich gefragt, ob auch sie dazu beitragen würden, die Welt zu verbessern. Von nun an werden wir einen Zeitplan für alle Klassen erstellen, um die Bewässerung und das Wachstum der Samen zu verfolgen, bis sie die ideale Größe haben, um schließlich in die Erde verpflanzt zu werden.“

„Vom ersten Moment an, als das Projekt angekündigt wurde, haben wir uns vorgenommen, mitzumachen und in der Stadt bekannt zu machen“, fügt Pereira hinzu. „Also haben wir Partner gesucht. Diese waren leicht zu finden, weil die Thematik in der Region und weltweit große Bedeutung hat.“

Ipê-Setzlinge wurden entsprechend der Anzahl der Schüler und Mitarbeiter an jeder Schule verteilt und in der Woche vor dem Baumtag, der am 21. September gefeiert wurde, gepflanzt. Mit der Aussaat von 30.000 Samen wird geschätzt, dass 4.750 Tonnen Kohlendioxidemissionen aus der Umwelt eliminiert werden.

Die Posse Adventist School allein hofft, in Zusammenarbeit mit dem Geschäftsmann Ivon Valente, dem Inhaber von Rádio Cultura FM, das Projekt fortzusetzen und bis Ende 2020 über 5.000 Setzlinge zu pflanzen.




Berlin: Interreligiöse Ausstellung zum Monat der Diakonie im Rogate-Kloster

Der Fotograf Arne Schulz hatte für das Ausstellungsprojekt im Sommer an der Nordsee verschiedene Orte religiöser Praxis aufgesucht und seine Eindrücke mit beeindruckenden Bildern festgehalten. Beispielsweise ist das Leben von Schwestern des Schönstattordens, einer buddhistischen Meditation, vietnamesische Migranten im Gebet und die Fußwaschung bei den Siebenten-Tags-Adventisten zu sehen. Texte beschreiben zudem Alltag, Ritus, Orte, Kleidung, Klang und Leben der verschiedenen Glaubenswelten.

Es sei berührend und mutmachend, so Miguel-Pascal Schaar, der Geschäftsführer des Religionenhauses in Wilhelmshaven, wo die Ausstellung in veränderter Form einen Monat vorher gezeigt wurde, wie Menschen verschiedenen Glaubens sich im Kontext der Ausstellung begegnen und voneinander lernen. „Es tut gut, zu sehen, wie Menschen sich offen und lebendig auf den Weg machen, gute neue Wege des Miteinanders zu beschreiten.“

Hinter der Initiative steckt die Idee, dass Religionen zum gesellschaftlichen Frieden und zur Integration beitragen. Das Wissen über die eigene religiöse Heimat sowie über den Glauben der anderen hilft gegen Vorurteile und Fehleinschätzungen. Die Ausstellung soll dazu beitragen, dass mehr Menschen mehr über andere Menschen wissen und so ein respektvoller Umgang befördert wird. Die Ausstellung soll unterstützend zur Religionsfreiheit und zum garantierten Recht unserer Verfassung beitragen, die Religion frei zu leben.

Zusätzlich wird als Teil des Projektes „(M)eine Sicht auf Wilhelmshaven“ gezeigt. Das integrative Bilderprojekt von Migranten und länger dort lebenden Menschen geht der Frage nach, wie verschieden Menschen ihre zum Teil neue Heimat sehen und leben. Als Schirmherr wurde der in Wilhelmshaven geborene Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland, gewonnen.

Ausstellungsort ist das Rogate-Kloster in der Zwölf-Apostel-Kirche, An der Apostelkirche 1, Berlin-Schöneberg. Öffnungszeiten sind sonnabends, 11:00 bis 15:00 Uhr, sowie vor und nach den Gottesdiensten. Bis zum 13. Oktober ist die Schau noch zu sehen. Der Eintritt ist frei. Kirchengemeinde und Rogate-Kloster haben für die Ausstellung eine Kooperation verabredet.




Hilfswerk „Maranatha Volunteers International“ feiert 50-jähriges Bestehen

„Eines hat sich in fünf Jahrzehnten nicht geändert“, sagte Maranatha-Präsident Don Noble. „Gott ist treu, und er ist Maranatha treu geblieben. Wir haben seine Hand immer wieder gespürt.“

Beeindruckende Zahlen
Die Maranatha-Initiativen seien vielfältig. In den fünf Jahrzehnten, seit John Freeman die erste Missionsreise für Familie und Freunde auf die Bahamas organisiert hat, habe Maranatha seine Vision immer wieder verwirklichen können, so Leiter und Freiwillige. Ursprünglich als Initiative von Privatpiloten mit ihren Familien gestartet, ist heute daraus ein weltumspannendes Hilfswerk geworden.

Die Anzahl der Aktivitäten sei beeindruckend. Seit 1969 habe Maranatha 2.170 Missionsteams mit über 85.000 Freiwilligen in 88 Ländern beschäftigt. In diesen Projekten habe die Organisation 11.229 neue Gebäude errichtet und über 1.000 Wasserbrunnen gebohrt. Insgesamt wären 9.079 Kirchen und 3.110 Unterrichtsräume mit einer Gesamtfläche von rund 1.219.235 Quadratmetern (13.123.731 square footage) gebaut worden.

Nicht nur Zahlen
Aber Zahlen erzählen nicht die ganze Geschichte, denn bei Maranatha geht es nicht nur um Gebäude, sondern um die Unterstützung individuellen Lebens und der gesamten Kirchengemeinde. „Es hat sich immer wieder gezeigt“, sagte Noble, „dass, wenn Maranatha anfängt, in einem Land zu arbeiten, die [dortige] Kirchengemeinde als Ganzes wächst.“

Maranathas Anwesenheit belebe auch die lokalen Kirchenmitglieder, meint Samuel Makori, Präsident der regionalen Kirchenleitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Ost-Kenia.

„Ich habe gesehen, dass Einzelpersonen und Ortsgemeinden dank Maranatha aus ihren Komfortzonen aufbrechen und in ländlichen Gebieten Hilfe leisten. [Maranathas Dienst] ist eine Motivation für unsere Mitglieder“, so Makori.

Zukünftige Herausforderungen

Der Service von Maranatha ist jedoch nicht ohne eigene Herausforderungen. Maranatha wurde in einer Zeit gegründet, als es nur wenige Initiativen gab, die die Freikirche durch private Spenden ohne die Zuweisungen der Kirchenorganisation unterstützten. In den letzten Jahrzehnten ist die Zahl dieser Dienste gestiegen. Maranatha steht vor der Frage, wie sie sich von den vielen Fördermöglichkeiten der Gemeindeglieder abheben kann.

„Ich denke, die Bedürfnisse sind vielfältig, und jeder kann sich einbringen“, sagte Vizepräsident Kenneth Weiss. „Was Maranatha betrifft, so ist das Management sehr transparent; man kann die Ergebnisse sehen und sieht sie schnell.“ Durch sorgfältig koordinierte Bemühungen fliegen die Freiwilligen von Maranatha in der Regel an einen Ort und bauen in wenigen Tagen ein Kirchengebäude oder Schulräume.“

Auf der anderen Seite werden die „Pioniere“ von Maranatha oder diejenigen, die dem Dienst in seinem ersten Jahrzehnt geholfen haben, immer weniger, bestätigten die Verantwortungsträger. Maranatha muss die nächste Generation erreichen, um den Pool seiner Helfer gesund und aktiv zu halten.

„In den nächsten Jahrzehnten wird die Herausforderung darin bestehen, die Millennials mit der Unterstützung eines solchen Dienstes zu beauftragen“, räumte Weiss ein. „Als Maranatha begann, wurde es hauptsächlich von jungen Menschen und Ruheständlern unterstützt“, erklärte er. „Jetzt ist die Altersstruktur ausgeglichener, da sich viele Familien mittleren Alters engagieren und in diesen Dienst investieren.“

Ein Teil dieses Trends ergibt sich wohl aus dem Erfolg der Familienprojekte von Maranatha, die ganzen Familien zu kurzen Bauarbeiten in der ganzen Welt berufen. Gleichzeitig haben andere Initiativen, die sich ausschließlich an Jugendliche richten, auch Eltern beteiligt.

„Familienprojekte sind sehr beliebt“, sagte Weiss. „Wenn wir die Anmeldung für ein bestimmtes Projekt eröffnen, füllt sie sich in der Regel sehr schnell. Und Menschen, die bereits einmal teilgenommen haben, sind die beste Werbung, weil sie erlebt haben, dass Maranatha ihr und das Leben anderer Menschen verändert hat.“

Mehrere Leiter der Freikirche überbrachten ihre Grüße und betonten, wie Maranatha zur Entwicklung der adventistischen Freikirche beigetragen habe, indem sie Kapellen, Klassenzimmer und Wasserbrunnen gebaut hätten.

Was kommt als nächstes?
Trotz der beeindruckenden Leistungen von Maranatha gebe es noch viel zu tun, sagte Kyle Fiess, Maranathas Vizepräsident für Projekte. Fiess berichtete über Maranathas Arbeit in Sambia, einem Land, in dem nach neuesten Statistiken jeder zwölfte Einwohner Mitglied der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist.

„Im Jahr 2018 bat die Kirchenleitung Maranatha um Hilfe, im Norden Sambias, einer Region, in der es über 3.000 Kirchengemeinden ohne Versammlungsräume gibt, „Jetzt, da Maranatha dort ist, werden wir bis Ende des Jahres 80 Kirchen gebaut haben“, bestätigte Fiess. Es sei allerdings nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Angesichts der aktuellen Herausforderungen ginge es darum, mitzumachen, meinte Gilberto Araujo, der Präsident der regionalen Kirchenleitung der Elfenbeinküste. Maranatha plane sein erstes Projekt in diesem Land für Februar 2020 und Araujo sagte, er sei begeistert von den sich abzeichnenden Möglichkeiten.




Leiter des Hilfswerks ADRA International zurückgetreten

„Der ADRA-Vorstand nimmt Jonathans Rücktritt an und drückt seine Wertschätzung für seinen Dienst aus“, sagte Ella Simmons, stellvertretende Vorstandsvorsitzende und eine der sechs Vizepräsidenten der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten.

„Jonathan war seit seiner Wahl im Jahr 2013 Präsident von ADRA International“, sagte Simmons. Er hat das Netzwerk von über 130 unabhängigen Landesbüros geleitet, „um einen neuen strategischen Rahmen zu schaffen, der es ADRA ermöglicht, sich an die sich ändernden Trends in der Entwicklungszusammenarbeit sowie im humanitären Sektor anzupassen“.

Der Australier Jonathan Duffy war zuvor als Leiter von ADRA Australien und des Warburton Adventist Hospital sowie in der Gesundheitsabteilung der Kirche (Adventist Health Department) im südpazifischen Raum tätig.

Interimsweise übernimmt Michael Kruger die Leitung, bis dahin Vizepräsident der Finanzabteilung des Hilfswerks. Kruger hat über 30 Jahre Erfahrung im höheren Management sowohl im kaufmännischen als auch im gemeinnützigen Bereich.

ADRA International

ADRA International ist hauptsächlich in neun Kernbereichen tätig: Soziale Gerechtigkeit, Katastrophenhilfe, wirtschaftliches Wachstum, Kinder, Geschlechtergerechtigkeit, Volksgesundheit, Wasser, Abwasser & Hygiene, Hunger & Ernährung, Existenzsicherung & Landwirtschaft. Das weltweite ADRA Netzwerk der 130 Landesbüros hatte 2017 ein Projektvolumen von 219 Millionen US-Dollar (200 Millionen Euro).

ADRA Deutschland
ADRA Deutschland e.V. wurde 1987 gegründet und steht der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten nahe. Getreu dem Motto „Gerechtigkeit|Mitgefühl|Liebe“ arbeitet ADRA Deutschland e.V. als Mitglied eines weltweit föderativ organisierten Netzwerkes mit über 130 nationalen Büros (Stand: 1. Januar 2018) partnerschaftlich daran, dass Armut und Unterdrückung in den ärmeren Teilen dieser Erde überwunden werden kann.

Das ADRA Netzwerk besteht aus rund 130 regionalen und nationalen Landesbüros. ADRA gewährt Hilfe unabhängig von Rasse, ethnischer Herkunft, des Geschlechtes, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität.

Der Jahresbericht 2017 von ADRA Deutschland kann im Internet heruntergeladen werden: https://adra.de/wp-content/uploads/2019/01/18423-ADRA-Gesch%C3%A4ftsbericht_2017.pdf.




USA: Weitere Adventistische Universität unter den Top 10%

In Bezug auf Rasse, Alter, Geschlecht und geografischer Herkunft haben die Studenten der WWU in den USA die größte Vielfalt. Das erklärt auch, dass sie in diesem Bereich an dritter Stelle von 42 Hochschulen im Bundesstaat Washington stehen. So gehört die WWU zu den Top 5% aller Hochschulen im Bundesstaat und verbesserte ihre Rangliste um 26 Plätze gegenüber dem Vorjahr. Die WWU befindet sich in einem Vorort von College Place, Washington, im Nordwesten der USA. Rund 1.700 Studenten aus der ganzen Welt sind dort eingeschrieben.

Respektvolles Miteinander

„Unsere Universitätsfamilie hat sich verpflichtet, ein respektvolles und nachhaltiges Muster an Vielfalt zu fördern, das jeden Einzelnen bereichern, die Walla-Walla-University stärken und die Welt, der wir dienen, segnen wird“, meinte Pedrito Maynard-Reid, WWU-Assistent des Präsidenten für Vielfalt seit 2008. „Wir freuen uns, in diesen Rankings anerkannt zu werden, aber wir sind immer daran interessiert … wie wir die Vielfalt unserer Hochschulfamilie und der Welt um uns herum besser erkennen und nutzen können.“

College Factual
College Factual ist das führende Unternehmen für Datenanalysen über amerikanische Colleges und Universitäten, die akkreditierte Hochschulabschlüsse anbieten. Es untersucht Daten von über 2.850 Einrichtungen. Die Erkenntnisse stehen Studierenden aus über 200 Ländern zur Verfügung. College Factual verwendet nach Eigenauskunft das Wort „Vielfalt“, um eine „Mischung aus Menschen, Traditionen, Ideen und Kulturen“ zu beschreiben. Um Einrichtungen auf der Grundlage von Vielfalt zu bewerten, werden Alter, Geschlecht, Rasse und Herkunftsort der Studierenden jeder Institution analysiert.

Vielfalt als Kriterium, bei der Wahl der Uni
Wenn Studenten auf einem Campus nach „Vielfalt“ suchen, suchen sie nach Möglichkeiten der Selbstbestimmung und nach Gemeinschaft mit anderen. Sie halten Ausschau nach Studierenden, die auf die gleiche Weise glauben, sowie nach Möglichkeiten, von Menschen aus verschiedenen Hintergründen und Kulturen zu lernen“. College Factual stellt ihnen dazu die notwendigen Informationen zur Verfügung.




Der Mythos von einer einheitlichen und frommen Reformation

Faktoren, welche die sogenannte „Reformation“ auslösten
Luthers 95 Thesen seien nicht so genial und neu gewesen, dass die Reformation und die Kirchenspaltung allein durch sie ausgelöst worden sei. Es wäre vielmehr die Kritik und das verbreitete Unbehagen, einschließlich eines Antiklerikalismus, an einer bereits bestehenden Religion gewesen, die den Menschen und seine Bedürfnisse zugunsten bestimmter religiöser Auffassungen vernachlässigt habe. So sei damals in der christlichen Welt alles käuflich gewesen: Die Taufzeremonie, die dem Kind die Möglichkeit zu einem ewigen Leben eröffnete; Gebete und Bitten für ein gutes Leben, die man von gottgeweihten Menschen, wie Mönchen und Priestern, vorbringen ließ; Messen, die nach dem Tod von Geistlichen gegen Bezahlung gelesen wurden; Ablassbriefe, die gekauft wurden um die Aufenthaltsdauer im Fegefeuern zu verkürzen.

Weitere Faktoren, die zur Auslösung der Reformation führten, waren laut Bodenmann gesellschaftliche Schichten, die durch die Kritik an der damaligen Religion eine Möglichkeit sahen, Macht, Einfluss und Reichtum zu mehren. Weltliche Behörden hatten genug vom Staat im Staat und wie das Geld der Untertanen die Kirche immer reicher machte, wobei das Geld der Kirche oft nach Rom übermittelt wurde. Fürsten und Landesherren sahen die Möglichkeit, sich die Kirchengüter anzueignen und damit ihre Kassen zu füllen. Die religiöse Komponente der Reformation sei nicht ohne die politische Rückendeckung möglich gewesen.

Keine einheitliche Reformation
Die reformatorischen Prinzipien wie „sola scriptura“ (allein die Heilige Schrift) oder „sola fide“ (Erlösung allein durch den Glauben) seien von den Reformatoren unterschiedlich verstanden und interpretiert worden. „Allein die Schrift“ hätten Zwingli und Calvin wortwörtlich verstanden, sodass die Kirche auf jede religiöse Praktik und Lehre, die nicht in der Schrift bezeugt ist, zu verzichten hätten. Deshalb mussten die Bilder, Skulpturen, Fenster mit Glasmalereien und manchmal auch die Orgeln aus den Kirchgebäuden weichen. Luther sei aber nicht bereit gewesen religiöse Lehrsätze oder Praktiken nur deshalb abzuschaffen, weil sie nicht in der Bibel aufzufinden waren. Zwingli und Calvin seien aber in ihrem wortwörtlichen Verständnis der Heiligen Schrift inkonsequent geblieben, so der Reformationshistoriker. Sie hätten anhand der Bibel allein weder die Dreieinigkeit beweisen können noch die Rechtmäßigkeit der Kindertaufe oder des sonntäglichen Ruhetages. Es sei demnach falsch, zu behaupten, dass der größte Lehrunterschied in den Reformationsbewegungen im Abendmahlsverständnis bestehe, sagte Reinhard Bodenmann.

Die Reformation sei im 16. Jahrhundert entstanden, weil die Diskrepanzen zwischen der ausgeübten Religion mit deren Diskurs einerseits und den gesellschaftlichen Bedürfnissen, Ansprüchen und den neuerworbenen Erkenntnissen anderseits, zu groß und unerträglich wurden. Das Gleiche treffe auch heute zu.

„Die menschlichen Gesellschaften arbeiten eine zu ihnen passende Religion aus und nicht umgekehrt“, betonte der der Reformationshistoriker. Er fügte hinzu, dass es an der Zeit wäre mit Hilfe der im Christentum gesammelten Erfahrungen und der neu gewonnenen Erkenntnisse der Wissenschaft eine erneuerte Religion und Religiosität auszuarbeiten, „wenn wir nicht gedankenlos unser eigenes Ende heraufbeschwören wollen“.




Gerechtigkeit und Liebe sind die besten Mittel gegen Gewalt

„Gut miteinander auskommen“, lautete das Motto des Impulstages in Nürnberg, zu dem die Nürnberger Arbeitsstelle „kokon“ für konstruktive Konfliktbearbeitung in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern in Kooperation mit dem Religionspädagogischen Zentrum Heilsbronn und der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) auch Lehrerinnen und Lehrer eingeladen hatte. In Workshops konnten die fast 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer konkret erleben, wie Gewaltfreiheit gelernt und vermittelt werden könne. Dabei ging es unter anderem um Cybermobbing, Friedensbildung mit Konfirmandinnen und Konfirmanden, Friedenskultur in der Schule, die Ausstellung „Frieden geht anders“ des Zentrums Oekumene der Evangelischen Kirche in Hessen-Nassau und das W-I-R-Projekt des Fränkischen Bildungswerkes in Nürnberg.

Liebe und Gerechtigkeit zahlen sich aus

„Liebe zahlt sich aus“, behauptete Christian Pfeiffer. Alle Untersuchungen hätten gezeigt, dass in Familien oder in Schulen, wo geprügelt werde, auch die Gewaltraten steigen würden. „Hier finden sich mehr Alkoholprobleme, mehr Kriminalität, aber auch weniger Vertrauen“, unterstrich der Jurist und ehemalige Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsens. „Wir produzieren damit Gewalt. Aber wo gewaltfrei und liebevoll umgegangen wird, wird dies spürbar.“ Das gleiche gelte für Gerechtigkeit. „Diese ist wie die Liebe von zentraler Bedeutung. Gerechtigkeit zahlt sich aus, Ungerechtigkeit führt zu Gewalt.“ Das hätten zahlreiche Umfragen in Schulen, aber auch in Justizvollzugsanstalten bewiesen. Eine gute Schul- oder Gefängniskultur wirke sich im Verhalten gegenüber anderen aus, meinte der Kriminologe in Nürnberg.

Gewalt und schwere Kriminalität rückläufig
Der Professor verwies darauf, dass alle Statistiken belegen würden, dass die Gewalt und die schwere Kriminalität in Deutschland rückläufig seien. „Je schwerer die Straftat, umso mehr geht sie seit Jahren zurück“, betonte er. Auch in Schulen sei dies nachweisbar. „Wir haben mittlerweile in Schulen eine Kultur des Hin- statt des Wegsehens bei Gewalt.“ Steigende Schulerfolge bedeuteten auch weniger Schulverlierer. Aber auch die Missbilligung von Gewalt sei deutlich angestiegen. „Das alles führt zu einem Rückgang von Gewalt“, erläuterte der Jurist. Nur werde das leider in der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen.

Die Jungs ein Problem

Ein Problem seien allerdings die Jungs, gab Christian Pfeiffer zu bedenken. Hier wären gegenüber gleichaltrigen Mädchen deutliche Unterschiede, was Gewalt und Kriminalität angehe, festzustellen. Dabei würden Computerspiele sicher eine Rolle spielen, die von Jungs mehr als von Mädchen genutzt würden. Aber: „Ein wichtiger Grund dafür ist oft gerade die fehlende Liebe der Väter, das die Jungs verunsichert.“ Hier fehle nicht selten ein in den Arm nehmen und eine tröstende Geste. Dieses Väterdefizit sei eine ganz wichtige Ursache für die Unterschiede zwischen Jungs und Mädels.

Lust auf das Leben wecken
Eine wichtige Aufgabe neben den Eltern nehme bei der Frage nach Liebe und Gerechtigkeit aber auch die Schule ein. Sie müsse die Jugendlichen mitnehmen, bei ihnen Leidenschaften und Interessen wecken, wo junge Menschen Erfüllung finden würden, Selbstbewusstsein lernten und Erfolgserlebnisse hätten. Der Jurist betonte: „Leidenschaft und die Lust aufs Leben wecken, das wäre die Rettung.“

„Christian Pfeiffer hat mit seinen Zahlen und Fakten uns heute bewusst gemacht, wieviel gewaltfreies Potenzial in unseren Jugendlichen steckt. Aber heute wurde auch deutlich, wieviel Potenzial genauso in unseren Schulen und in den Lehrerinnen und Lehrern steckt. Das macht sehr viel Mut“, äußerte Lutz Krügener, einer der beiden Sprecher der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) und Friedensbeauftragter der Evangelisch-lutherischen Kirche Hannovers.




120 Jahre Ortschaft und Ausbildungsstätte Friedensau

Die Veranstaltung „120 Jahre Friedensau“ fand in Kooperation des Kultur- und Heimatvereins Friedensau e.V. mit dem Zeltplatz Friedensau und unter Förderung der Stadt Möckern statt. Einwohner des Ortes und umliegender Orte sowie Vertreter aus Politik und Kirche nahmen an dem umfangreichen Festprogramm teil. Bereits am Vormittag war die in 15 Monaten neu erbaute Arena auf dem Zeltplatz mit einer Andacht eines Gesellschaftervertreters eröffnet worden. Daran schloss sich ein Rundgang durch das Gebäude an, bei dem die beiden Architekten Meyer-Winderlich und Edmondo Martinez Moreno aus Potsdam die Eigenarten des Rundbaus erläuterten. Weitere Führungen über das Hochschulgelände folgten am Vormittag.

Festakt
Der Festakt am Nachmittag auf dem „Alten Dorfplatz“ mit angrenzender Scheune begann mit dem schwungvollen Gospelsound „Sing out“ von Ron Kenoli durch den Hochschulchor. In seiner Begrüßung an die Gäste betonte der Rektor der Theologischen Hochschule Friedensau, Roland Fischer, dass Friedensau manchmal auf wundersame Weise überlebt habe. Für ihn sei darin Gottes Führung zu sehen.

Grußworte des Möckerner Bürgermeisters und des Präsidenten der überregionalen Kirchenleitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland folgten. Letzterem machte das ungemütliche Wetter etwas zu schaffen und ein kräftiger Windstoß fegte seine Manuskriptzettel durcheinander. Viele Regenschirme waren aufgespannt. Als allerdings 120 Tauben als Friedensboten den Dorfplatz verließen, schien der Himmel sich eigens dafür ein wenig zu öffnen.

Geschichtliches
Kirchenhistoriker Johannes Hartlapp schmückte seinen geschichtlichen Rückblick humorvoll mit Anekdoten aus dem Schulleben. Er hatte eine alte Klingeluhr mitgebracht, die im früheren Arbeitszimmer des Seminarleiters bzw. Direktors gestanden hatte und mit ihren Klingelzeichen den Tagesablauf in Friedensau regelte. Die streng durchgetaktete Tageseinteilung mit Wecken um 5:00 Uhr am Morgen bis „Licht aus“ um 21 Uhr am Abend, brachte so manchen Zuhörer zum Schmuntzeln.

Nach dem Kauf der Klappermühle an der Ihle gaben die Gründerväter dem bereits 1306 urkundlich erwähnten Ort seinen Namen „Friedensau“. Noch im gleichen Jahr der Übernahme, zwei Monate nach Kauf des Geländes, startete der Unterricht mit sieben Schülern unter einfachsten Bedingungen in den vorhandenen Gebäuden. Geplant war eine Ausbildungsstätte für Pastoren und Krankenschwestern. Innerhalb der nächsten zehn Jahre entstand laut Chronik ein Ensemble von großen Lehr- und Wohngebäuden, die bis heute das Erscheinungsbild des Campus prägen. Allesamt im wilhelminischen Baustil errichtet, die heute unter Denkmalschutz stehen. Ausgehend von einem ganzheitlichen Pädagogikmodell wurden zusätzlich ein Sanatorium, Werkstätten und eine Nährmittelfabrik erbaut, die auch einen praktischen Unterricht und gleichzeitig Verdienstmöglichkeiten boten. Vor dem Ersten Weltkrieg nutzten jedes Jahr bis zu 250 Personen die Ausbildungsmöglichkeiten.

In der Zeit zwischen den Weltkriegen wurde ein einziges Gebäude neu gebaut, das sogenannte „Holzhaus“, das aber heute nicht mehr existiert. In der DDR-Zeit seien das jetzige Gästehaus und die Reihenhäuser entstanden, so Hartlapp. Nach 1990 wären alle Gebäude nördlich der Zufahrtsstraße hinzugekommen.

Ausblick
Kanzler Tobias Koch verwies auf die Perspektive, Bildung im Umgang mit der Schöpfung zu vermitteln. Unterstützend wirke dabei auch das Projekt „außerschulischer Lernort“ zum Thema Natur, das unter Anleitung einer Naturpädagogin Kindergartengruppen, Schulklassen und Studiengruppen Erlebnistage in umliegenden Wäldern und Wiesen und damit die Auseinandersetzung mit der Schöpfung ermögliche.

Neuer Pastor für Friedensau
Bei dieser Gelegenheit stellte Koch auch gleich den neuen Pastor für die Hochschulgemeinde vor. Im Gegensatz zu 120 Jahren Friedensau sei er gerade mal 120 Stunden in Deutschland, erwiderte Stefan Burton-Schnüll den herzlichen Willkommensgruß. Mit seiner Frau Barbara hat der ursprünglich aus Niedersachsen stammende Pastor die letzten sechs Jahre Kirchengemeinden in New Jersey/USA betreut.

500 Kuchenstückchen warteten am Ende des festlichen Teils dieses Jubiläumstages auf die zahlreichen Gäste. Der Dorfplatz und die Scheune boten vielfältige Gelegenheiten zu Begegnung und Austausch. Führungen durch den Ort und das archäologische Museum halfen, die Zeit bis zum ersten Konzertabend in der neuen Arena sinnvoll zu nutzen.




Arena beim Zeltplatz Friedensau neu eröffnet

Arena 2.0 eröffnet
Nach fünfzehn Monaten Bauzeit konnte die Arena 2.0 eingeweiht werden. Die Entscheidung zu diesem Bau fiel, nachdem das Bauordnungsamt des Landkreises Jerichower Land das bis dahin genutzte Riesenzelt aus bautechnischen Gründen nicht mehr genehmigte. Auf dem Areal der bisherigen Arena erdachte das Architektenteam Meyer-Winderlich und Edmondo Martinez Moreno aus Potsdam einen festen Rundbau mit einer hölzernen Deckenbalkenkonstruktion, über die sich eine weiße Zeltplane spannt. Der 2-Millionen Bau, so Johannes Naether, Präsident der überregionalen Kirchenleitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, bei seiner Eröffnungsansprache, sei ein Raum der Begegnung, der allen Menschen offensteht. In Gegenwart von Landrat Steffen Burchard lud er die Menschen der Region ein, die neue Veranstaltungshalle intensiv zu nutzen und den Ort zu einer „Erfolgs- und Segensgeschichte“ werden zu lassen. Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist Gesellschafter bei der Zeltplatz gGmbH.

Spendenziel erreicht
Bauleiter Günther Sachse berichtet, dass das Spendenziel von 32.000 Euro für die Holzbänke in der Arena erreicht sei. In einer besonderen Aktion über die Webseite www.kauf-ne-bank.de konnten Spender den Bau der Sitzgelegenheiten unterstützen. So konnten Beträge für eine oder auch mehrere Sitzbänke für jeweils 2 Personen oder auch eine ganze Sitzreihe für 12 bis 22 Personen gespendet werden. Die Namen der Menschen, Gruppen, Kirchengemeinden und auch Firmen wurden auf Wunsch auf der Webseite veröffentlicht.

Erstes Konzert
Die Arena bietet Platz für 1544 Besucher. Die Betriebserlaubnis kam rechtzeitig am Freitag (27.09.) zuvor. So eröffneten gleich zwei Gruppen am Sonntagabend die Halle mit einem Konzert. Samuel Rösch, der Vorjahressieger von „The Voice of Germany“ mit seiner Band PaperClip und die Band „Könige und Priester“ ließen ihre christlichen Texte und den stimmgewaltigen Sound in dem nicht ganz ausverkauften Rundbau erschallen. Schon am nächsten Wochenende geht es weiter. Das Gelände ist dann Gastgeber einer Jugendbegegnung der Adventjugend aus Mitteldeutschland und Berlin.




Pfingstgemeinden nehmen zur Situation von Konvertiten in Deutschland Stellung

Das geschehe, obwohl die Konvertiten durch den Dienst von Gemeinden des BFP und anderer Kirchen in Deutschland tiefgehende und lebensverändernde Christuserfahrungen gemacht und sich in das Leben von Gemeinden und in der Gesellschaft konstruktiv integriert hätten, heißt es in der Erklärung. „Nicht wenige Berichte von Pastoren und Pastorinnen des BFPs über den Verlauf der Befragungen von Konvertiten stimmen uns nachdenklich“, berichtete Reinhard Leistner der Leiter der Arbeitsgruppe „Migration und Integration“ im BFP.

Unvoreingenommene Übersetzer gefordert

Die Konferenz setze sich in ihrer Erklärung nachdrücklich dafür ein, dass die Zusammenarbeit zwischen den zuständigen staatlichen Stellen und der (frei-) kirchlichen Seite grundlegend verbessert werde und die Übersetzer neben ihrer sprachlichen Kompetenz und der Kenntnis gängiger christlicher Begriffe auch auf ihre unvoreingenommene Haltung gegenüber Menschen, die sich zu Jesus Christus bekennen, ausgewählt würden.

Die Erklärung kann heruntergeladen werden bei https://www.bfp-aktuell.de/details/erklaerung-zur-situation-von-konvertiten-in-deutschland?file=files/GB_Content/news/2019_09_BUKO/2019-09-24_BFP-Erklaerung-Konvertiten-Deutschland.pdf&cid=1902

BFP
Der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) zählt in Deutschland 63.393 Mitglieder in 843 Kirchengemeinden. 327 davon (39 Prozent) seien Migrationsgemeinden. Einschließlich der Kinder, Jugendlichen und regelmäßigen Gästen gehörten nach eigenen Angaben mehr als 181.000 Personen dem BFP an (Stand 24.09.2019). Weitere Infos unter www.bfp.de.




Grossmünsterpfarrer referiert bei Adventisten über Zwingli

Einleitend stellte Pfarrer Sigrist fest, dass die Aufforderung von Zwingli „Tut um Gottes Willen etwas Tapferes“ nicht im ursprünglichen Zusammenhang verwendet werden könne, da es ein Aufruf gewesen sei, im Krieg endlich mutig zu kämpfen. Bezüglich des Referats, das er als Zürcher Reformationsbotschafter bei den Adventisten hielt, sagte Sigirist, dass dies sein erster Kontakt mit dieser Freikirche wäre und er keine Konkurrenz zwischen Adventisten und seiner Kirche sehe. Da Adventisten kirchengeschichtlich in der Tradition der Baptisten und Methodisten stünden, wolle er auch gleich zu Beginn festhalten, dass das, was Zwingli den Täufern angetan habe, falsch war und seine Kirche dafür bei den Täufern 2004 um Entschuldigung gebeten habe.

Spiritualität
Zwingli habe zwar in einer sechsjährigen Arbeit die Bibel übersetzt, wollte aber nicht, dass sein Name dazu erscheint. Deshalb heiße sie „Zürcher Bibel“ und nicht „Zwingli Bibel“, so Sigrist. Das Wort Gottes habe für Zwingli nicht an und für sich bestanden, sondern Wort Gottes sei es geworden beziehungsweise ereigne sich, wenn man sich von Aussagen der Bibel getroffen wisse. Spiritualität sei Resonanzraum.

Soziales
Laut dem Grossmünsterpfarrer wäre sein Vorgänger vor 500 Jahren ein Meister der sozialen Umwälzung in der Stadt Zürich gewesen. Zwingli habe die bestehende Ungerechtigkeit nicht zur Ruhe kommen lassen und wie man das menschliche Recht als Spiegel der göttlichen Gerechtigkeit gestalten könne. Sigrist bezeichnete Zwinglis Einsatz im sozialen Bereich als „reformatorischen Dreisatz“. Zuerst sei es Zwingli um eine theologische Frage gegangen, motiviert von der Erkenntnis, dass Gott parteiisch für die Armen einstehe. Zweitens ging es ihm um eine ökonomische Frage, dass den Armen in der Stadt, die in einer „himmelschreienden Armut“ lebten, Geld zukommen müsse. Zwingli habe sich auch für die Auflösung der sieben Klöster in der Stadt, den „Fetttaugen in der Armensuppe“, und deren Übergabe an die Stadt Zürich eingesetzt. Als dritten Schritt sei es ihm um die soziale Ordnung gegangen, die er 1525 mit der Almosenordnung umgesetzt habe. Er habe eine Solidarkultur gefördert bei der unter anderem die Klöster als Spitäler verwendet und Schulen errichtet worden seien.

Politik
Für Zwingli sei Kirche, Bibel und Evangelium öffentlich und damit politisch gewesen, sagte Pfarrer Sigrist. Er habe aber alles gemeinsam mit dem Rat von Zürich umgesetzt und nicht im Alleingang. Damit hätte die Reformation der Kirche zur Transformation der Gesellschaft geführt. Zwingli habe 1524 den Zölibat abgeschafft, 1525 selbst geheiratet und ebenfalls Ehegesetze implementiert, bei der die Ehe von der Kirche gelöst und auf der zivilen Ebene geregelt worden sei.

Das Grossmünster in Zürich ist mit die bekannteste Kirche in der Stadt und mit seinen charakteristischen Doppeltürmen das eigentliche Wahrzeichen der Stadt. Sie gehört zur evangelisch-reformierten Kirche.

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist eine evangelische Freikirche mit fast 21 Millionen Mitgliedern in über 205 Ländern und engagiert sich u.a. in den Bereichen der Glaubenslehre, Ethik, Bildung, Erziehung, Gesundheit, Sozialarbeit und humanitären Hilfe. In der Schweiz leben rund 4.750 erwachsene Mitglieder zuzüglich Kinder und Jugendliche.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe „500 Jahre Reformation“ der Adventisten in Zürich unter http://bit.ly/Reformation500Zurich




Sucht im Alter – der Umgang mit einem Tabuthema

„Er lebt schon seit einigen Jahren allein“, schildert Kerstin Knorr eine der vielen Geschichten von älteren Menschen mit einem Suchtproblem. Die Kinder sind längst raus und haben ihr eigenes Leben. Seine Frau ist viel zu früh verstorben, dabei hatten sie noch so viel vor. Reisen wollten sie und ihr Heim genießen, dass sie fast abbezahlt haben. Aber es kam anders. Da er schon immer einem guten Tropfen nicht abgeneigt war und es in seinem Beruf immer wieder Gelegenheiten zum Anstoßen gab, war der „Tröster“ aus der Flasche über den erlittenen Verlust naheliegend. Wenn er bisher vielleicht hin und wieder etwas zu viel trank, geschah das nun regelmäßig. Kaum jemand nahm die Veränderungen wahr, zumal man ihn ja nur noch selten sah. Erst als er äußerlich etwas heruntergekommen, unrasiert und mit ungepflegtem Haar nun fast täglich seinen Beutel Bierflaschen heimtrug munkelten die Nachbarn, dass er offensichtlich ein Problem hat – ein Alkoholproblem.

Gründe für Alkoholprobleme im Alter
Als Gründe, warum Alkohol im Alter zu einem Problem werden könne, nennt die Suchttherapeutin alterstypische Übergänge und kritische Lebensereignisse, wie Verrentung, Umzug, Partnerverlust, chronische Schmerzen oder psychosomatische Erkrankungen. Zudem könnten verordnete Medikamente mit Suchtpotential vor allem bei Schmerzpatienten in eine Abhängigkeit führen.

Andere Konzepte bei Suchterkrankung im Alter erforderlich
Es gebe allerdings einen Unterschied zwischen einer Suchterkrankung im Alter und in jüngeren Jahren, betont Kerstin Knorr. Wenngleich die Symptome einer Suchterkrankung aller Betroffenen Übereinstimmungen zeigten, gebe es im fortgeschrittenen Alter gravierende Unterschiede. Zudem führe physiologisch gesehen die verminderte Suchtmitteltoleranz aufgrund des verlangsamten Stoffwechsels bei älteren Menschen zu signifikant höherem Blutalkohol, was wiederum die Lebenszeit deutlich verkürzen könne.

Die üblichen Hilfesysteme wie Suchtberatungsstellen wären mit ihren Konzepten und Angeboten eher auf die jüngere Bevölkerung orientiert, berichtet die Leiterin der SBB in Chemnitz. Wie die Suchterkrankung selbst unterscheide sich im Alter auch die Beratung und Behandlung von denen jüngerer Menschen. In der zweiten und dritten Lebenshälfte gehe es auch nicht mehr um Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Vielmehr gehe es um spezifische Risiken im Alter, die auch andere Anknüpfungspunkte für Prävention und Therapie notwendig machten.

Im Unterschied zu Jüngeren sei das Ziel bei älteren Menschen nicht unbedingt die radikale Verhaltensänderung im Sinne absoluter Abstinenz, meint Kerstin Knorr. Abstinenz wäre bei Hochbetagten und Pflegebedürftigen unter Umständen sogar mit starkem Schmerzgeschehen verbunden. Es müssten auch nicht immer Diagnosen gestellt oder langwierige Therapien verordnet werden. Vielmehr gehe es um die Senkung gesundheitlicher Risiken durch eine Verminderung des Alkoholkonsums und eine Verbesserung der Lebensqualität, wenngleich mitunter nur bedingt oder auf verhältnismäßig niedrigerem Niveau. Dabei sei individuell zu klären, ob und wie sich das Suchtverhalten des Betroffenen auf seine Gesundheit und Lebensqualität auswirke. Das erfordere Einfühlungsvermögen und Wertschätzung gegenüber den Betroffenen.

Hilfe für ältere Menschen mit Alkoholproblemen
Die Hilfe geschehe in der Regel in Kooperation mit dem Seniorensozialdienst des Sozialamtes, den gesetzlichen Betreuern und begleitenden Diensten, sowie in Zusammenarbeit mit Angehörigen oder Pflegepersonen, das Einverständnis des Betroffenen vorausgesetzt, informierte die Suchttherapeutin.

In der Beratung würden zunächst die psychosoziale Situation und die Kontextfaktoren geklärt. In einem zweiten Schritt werde versucht die verbliebenen Ressourcen zu aktivieren, um einen Zugewinn an Lebensqualität zu erreichen. Ein dritter Schritt sei die Rückfallprophylaxe.

Die Beratung erfolge überwiegend im Hausbesuch und werde kombiniert mit offenen Angeboten wie beispielsweise der Besuch von Tagestreffs, was zudem die soziale Kontaktaufnahme anrege.

Suchtberatung- und Behandlungsstelle Chemnitz
Die Suchtberatungs- und Behandlungsstelle (SBB) des Advent-Wohlfahrtswerkes in Chemnitz, Hans-Sachs-Str. 9 (www.suchtberatung-chemnitz.de), ist auch ein Anlaufpunkt für ältere Menschen mit einem Suchtproblem. Dort habe man sich mit der Teilnahme am Bundesmodell „Sucht im Alter“ dieser besonderen Aufgabe gewidmet und biete, laut Kerstin Knorr, gezielt Beratung für ältere Menschen an.

Die Suchttherapeuten sind ausgebildet und auch erfahren im Umgang mit suchtkranken älteren Menschen. Man kann sich telefonisch oder in einem Erstgespräch für eine fachliche Suchtberatung anmelden. Alles Weitere ergibt sich dann daraus.

Nicht nur Suchtabhängige, auch Fachkräfte in der Sozialarbeit oder aus der Pflege sowie aus anderen sozialen Berufen können sich jederzeit im konkreten Einzelfall zu Suchtproblemen im Alter an die SBB in Chemnitz wenden. Die SBB bietet Informationen, fachliche Beratung und die Möglichkeit der konkreten Einzelfallhilfe an.




„Aktion Kinder helfen Kindern!“ bundesweit am Weltkindertag eröffnet

Paketaktion
An vielen Orten in Deutschland gibt es Aktivgruppen, die sich an der „Aktion Kinder helfen Kindern!“ beteiligen. Dort erhalten die Kinder ein leeres Paket (oder auch mehrere) und füllen es zuhause; meistens gemeinsam mit den Eltern. Mit einer Spende von 5 Euro für den Pakettransport wird das Paket dann wieder zur Sammelstelle zurückgebracht. Von dort geht es mit LKWs in die verschiedenen Länder in Osteuropa, um rechtzeitig vor Weihnachten einzutreffen.

20-jähriges Jubiläum
Als die „Aktion Kinder helfen Kindern!“ vor 20 Jahren als „Weihnachts-Spendenaktion“ startete, ahnte niemand, wohin sich das Projekt entwickeln würde. Dank der unermüdlichen Mithilfe vieler Ehrenamtlicher und Mitarbeiter von ADRA Deutschland e.V. konnten in ganz Deutschland Pakete für Mädchen und Jungen in Osteuropa gesammelt werden. Mit hunderttausenden Päckchen wurden bisher über 600.000 Kinder glücklich gemacht.

Ehrenamtliche Helfer
„Wir sind unseren vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern unendlich dankbar! Ohne sie wäre die ‚Aktion Kinder helfen Kindern!‘ in keinem Jahr möglich gewesen. Wir laden alle ein uns auch in diesem Jahr zu unterstützen“, so Anja Emrich, Leiterin des Projekts in Weiterstadt bei Darmstadt.

Solidarität zwischen Europa und Osteuropa
Die diesjährige Spendenaktion endet am 24. November. Im Aktionszeitraum baut ADRA eine Brücke zwischen den Kindern hier und Osteuropas. Kinder in Deutschland erfahren mehr über das Leben in anderen Teilen unseres Kontinentes und zeigen Mitgefühl für Gleichaltrige. Die Kinder in Deutschland verschenken Schul- und Spielsachen, Kuscheltiere und andere nützliche Dinge. Was für die Kinder hier oft nur Kleinigkeiten sind, ist für die beschenkten Kinder etwas ganz Besonderes. So bekommen sie nicht nur Unterstützung, sondern erfahren europäische Solidarität. Im letzten Jahr konnten so fast 35.000 Pakete von Deutschland aus verschickt werden. Jedes Paket steht für ein Lächeln auf dem Gesicht eines Kindes.




Landeskonferenz der Adventisten in Krelingen

Bei strahlendem Sonnenschein kamen Gemeindeglieder, Kinder und Jugendliche aus der Region Niedersachsen und Bremen bereits zum 11. Mal in die Heinrich Kemner-Halle (früher Glaubenshalle) des Geistlichen Rüstungszentrums Krelingen. Gemeinsam erlebten sie einen Konferenztag, bei dem sie Gott anbeten, geistliche Impulse erhalten, gemeinsam essen und alten und neuen Freunden begegnen konnten.

Der Beginn war für 10 Uhr angesetzt. Eine Stunde zuvor wurden bereits belegte Brötchen, Obst und Getränke bereitgestellt. Bläserchor, Gospelchor und Konferenzband sorgten dann für einen angemessenen musikalischen Auftakt und Lobpreis. Für die Kinder und Jugendlichen gab es parallel zum Gottesdienst in der Halle Angebote für die verschiedenen Altersstufen in den angrenzenden Gebäuden auf dem weiten Gelände.

Japhet de Oliveira war der Verkündiger an diesem Tag. Mit ihm war ein innovativer Pastor und derzeitiger Direktor für Mission und Kultur bei Adventist Health, einem adventistischen Verbund von über 20 Krankenhäusern und 250 Kliniken mit Sitz in Kalifornien/USA eingeladen. In seiner Botschaft über einen Bibelabschnitt aus Johannes 4 – der Begegnung Jesu mit der Frau am Jakobsbrunnen – ermutigte er die Zuhörer, keinen Bogen um Menschen zu machen, die uns sonderbar erscheinen, sondern auf sie zuzugehen. Auch in seiner Nachmittagsverkündigung widmete er sich diesem zentralen Anliegen. Jesus richte grundsätzlich auf. Er denke oft an seine Familie und Bekannte, so de Oliveira, auch sie sollten zur Familie Gottes gehören.

Die Kollekte an diesem Tag betrug 6.000 Euro und war zu gleichen Teilen für die Konferenzausgaben und das Projekt „Lebensschule“ gedacht. Lebensschule versteht sich als Forum zum Menschsein. Sie ist ein dauerhafter sozialer Raum. Der Raum entsteht, in dem unterschiedliche psychische und soziale Problemfelder fachlich korrekt beschrieben und mögliche Lösungsansätze allgemeinverständlich dargestellt werden. Lebensschule versteht sich nicht nur als eine Veranstaltungsreihe, sondern sie will darüber hinaus Raum für Begegnung schaffen. Die Initiative Lebensschule gibt es aktuell an 60 Orten in Deutschland.

Viele Möglichkeiten boten sich in der Mittagszeit, um Kontakte zu pflegen, zu entspannen oder die Aktivitäten innerhalb der Freikirche an den etwa 25 Ausstellungsständen der Institutionen und Initiativen kennenzulernen. Für Kinder war eigens eine Spielstraße aufgebaut und die vielen Teilnehmer konnten an den vorbereiteten Tischen und Bänken ihre mitgebrachten Mahlzeiten einnehmen.

Der Nachmittagsteil begann mit einer musikalischen Beteiligung aller Anwesenden gemeinsam mit dem Gospelchor unter der Leitung von Kantor Michael Nestler und seiner Frau Tabea. Die im Mai neugewählten Mitglieder des Landesausschusses (Verwaltungsgremium der regionalen Kirchenleitung) wurden vorgestellt und gesegnet. Zum Abschluss des Tages gab es ein großes Kuchenbuffet unter freiem Himmel mit über 2.200 Kuchenstücken.




Medienzentrum feiert 10 Jahre Hoffnungsfernsehen

Jubiläumsfeier
Am Sonntagnachmittag führte Diplompädagoge, Kabarettist und HopeTV-Moderator der Sendung „2 weiter“, Bernd Hock, durch die Geburtstagsshow, stellte Produzenten und Moderatoren der Sendungen vor und warf einen Blick hinter die Kulissen. Dabei gab er den Personen hinter den Fernseh-Formaten, die seit zehn Jahren auf HopeTV laufen, ein Gesicht.

Der Bürgermeister von Alsbach-Hähnlein, Sebastian Bubenzer, bezeichnete das Programm von HopeTV als wohltuende Ausnahme gegenüber den Sendungen und Formaten an einem ganz normalen Fernsehabend in Deutschland. Seit über einem Jahrzehnt gelänge es dem Sender, „rund um die Uhr Qualitäts-Fernsehen in die Haushalte der Republik – und auch darüber hinaus“ zu bringen.

Neue Projekte
Das Medienzentrum HopeMedia wolle mit seinen medialen Angeboten eine Brücke zu tragfähigen sozialen Verbindungen mitgestalten und einen Beitrag der Hoffnung für eine werteorientierte Gesellschaft leisten, so Geschäftsführer Klaus Popa. Marc Naumann, Leiter für Neuentwicklungen, Kooperationen und Fundraising bezog sich im Gespräch auf fünf Werte, die den Deutschen laut aktuellem Werte-Index am wichtigsten seien: Natur, Gesundheit, Familie, Freiheit und Sicherheit. Aufgrund dieser Werte nannte er sieben förderungswürdige Hope-Projekte, die eine Alternative zu den gängigen Medieninhalten böten. Dazu gehörten Produktionen und Serien wie z.B. die Kochserie „Lust auf Lecker“, die TV-Serie „Meine tierischen Begegnungen“ mit dem dazugehörigen Film „Pura Vida“, eine neue Web- und TV-Realitydoku „Refresh“ für einen ganzheitlich gesunden Lebensstil, die Serie „Beziehungskiste“ über Partnerschaft, Beziehung und Familie und die Kindersendung „Fribos Dachboden“, bei der Kinder die Welt und die Bibel besser kennenlernen könnten. 14 Episoden inklusive Online-Kurs über das Bibelbuch Daniel für das 21. Jahrhundert sind ebenfalls in der Planung.

Eine Marke wird etabliert
Im Laufe der letzten Jahre seien alle Dienste des Medienzentrums umbenannt worden. Damit würde die Marke Hope etabliert. So heißt das „Internationale Bibelstudien-Institut“ seit September 2015 Hope Bibelstudien-Institut und die „Blindenhörbücherei“ seit Januar 2017 Hope Hörbücherei. Die Audioangebote laufen unter dem Namen Hope Podcasts. Das, was alle seit der Vereinsgründung der „Stimme der Hoffnung“ e.V. im Jahr 1948 vereine, sei Hope, die Hoffnung. Diese Zusammengehörigkeit werde nun am gemeinsamen Namen Hope erkennbar, informierte PR-Redakteurin Judith Olsen. Nachdem 2018 die Marke HopeMedia als Name für alle Angebote des adventistischen Medienzentrums „Stimme der Hoffnung“ e.V. eingeführt worden sei, würde jetzt auch der Name des christlichen Fernsehsenders „Hope Channel“ in HopeTV geändert. Unabhängig von der Umbenennung des Medienzentrums bleibe aber der Verein, der Träger der Hope-Angebote ist, weiterhin die „Stimme der Hoffnung“ e.V., der zur Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gehört.

Internationales Netzwerk

Seit 2009 wird bei HopeTV ein vielseitiges Programm mit Gottesdiensten, Andachten, Talksendungen und Sportformaten, Koch- und Kindersendungen produziert. Der hauptsächlich durch Spenden finanzierte Sender gehört zur internationalen Senderfamilie „Hope Channel“, die 2003 in den USA gegründet wurde und aus mittlerweile 52 nationalen Sendern besteht.

Die Geburtstagsshow wird am 28. September um 20:15 Uhr auf HopeTV übertragen und ist anschließend in der Mediathek abrufbar. Ebenso das Konzert von Alex Jacobowitz. Weitere Infos unter: www.hopetv.de.




Mitgliederversammlung der ACK Deutschland tagt in Augsburg

20 Jahre Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre
Die Mitgliederversammlung erinnerte in Form eines vorgeschalteten Studientages an 20 Jahre „Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre“. Der 1999 von der römisch-katholischen Kirche und vom Lutherischen Weltbund unterzeichneten Erklärung haben sich inhaltlich mittlerweile auch der Weltrat methodistischer Kirchen, die Anglikanische Gemeinschaft sowie die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen angeschlossen. Außerdem nahm die Mitgliederversammlung einen Text an, den der Deutsche Ökumenische Studienausschuss (DÖSTA) dazu vorbereitet hatte und verabschiedete in diesem Zusammenhang eine eigene Erklärung.

Multilaterale Ökumene
Im Hinblick auf die Vorbereitung des Dritten Ökumenischen Kirchentags 2021 betonte die Mitgliederversammlung der ACK Deutschland, dass es sich bei Ökumene nicht nur um das Miteinander von evangelischer und römisch-katholischer Kirche handle, sondern vielmehr um eine multilaterale Kooperation. Die Mitgliederversammlung sprach sich deshalb für eine starke Präsenz der ACK auf dem Dritten Ökumenischen Kirchentag 2021 aus.

Jahr der Ökumene 2021
Die Mitgliederversammlung der ACK Deutschland hatte sich auch intensiv mit dem Jahr 2021 beschäftigt, in dem gleich mehrere, für die Ökumene höchst relevante Ereignisse stattfinden: Neben dem Dritten Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt am Main treffen sich rund 755 Delegierte und über 4.000 Gäste und Beobachter des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) in Karlsruhe zur Vollversammlung des ÖRK. Die Mitglieder der ACK Deutschland sprachen sich für ein gemeinsames Jahresmotto aller ökumenischen Veranstaltungen unter dem Titel „2021: Jahr der Ökumene“ aus.

Kritik an geplanter Änderung der Beschäftigungsverordnung

Die geplante Änderung der Beschäftigungsverordnung, die ausländische Seelsorger betrifft, wird von der ACK kritisch gesehen. Ausländische Seelsorger sollen vor Erhalt einer Einreisegenehmigung nach Deutschland beweisen, dass sie über hinreichende deutsche Sprachkenntnisse verfügen. Die Mitglieder unterstützten den Brief, den der Vorstand der ACK an die zuständigen Ministerien geschrieben hat. Darin wird festgestellt, dass die geplante Änderung auch erhebliche negative Folgen für die pastorale Praxis mehrerer ACK-Mitgliedskirchen hätte und massiv ins Selbstbestimmungsrecht der Kirchen eingreife, das im Grundgesetz verankert sei.

Tendenz zur „Archipelisierung“
Reverend Sören Lenz, Exekutivsekretär der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) in Straßburg, referierte im Rahmen der Mitgliederversammlung zum Thema „Kurz vor dem Brexit – nach der Wahl: Europa vor einer Zerreißprobe?“. Anhand der Beispiele der „Gelbwestenbewegung“ in Frankreich, des Brexit und des Erstarkens der AfD in Deutschland arbeitete er heraus, dass sich größere Teile der jeweiligen Bevölkerung von den politischen Eliten auf nationaler und internationaler Ebene nicht mehr vertreten fühlten.

Insgesamt, so Sören Lenz, setze sich die Tendenz zur „Archipelisierung“ fort: Menschen bewegten sich zunehmend innerhalb von Gruppen, die ihre eigenen Überzeugungen teilten. Diese „homogenen Inseln“ hätten nur noch lose Bindung an die Gesamtgesellschaft. Zugleich lasse sich auch innerhalb der Kirchen die Tendenz feststellen, dass sie in ihrer Positionierung zu grundsätzlichen Fragen, wie zum Beispiel im Bereich von Ehe und Familie, auseinanderdriften.

Die Kirchen könnten in ihren internationalen Organisationen wie der KEK gleichwohl ein positives Beispiel für ein konstruktives und zukunftsweisendes Miteinander in Europa geben. Sie lebten gerade auf dem Gebiet der Ökumene nach dem Grundsatz der versöhnten Verschiedenheit und der „Einheit in Vielfalt“.

Ökumenepreis 2019 der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland an die „Sodener Passion“ überreicht

Im Rahmen der Mitgliederversammlung der ACK Deutschland wurde am 18. September in Augsburg in einem Festakt der mit 3.000 Euro dotierte Ökumenepreis der ACK Deutschland an die „Sodener Passion“ verliehen. Das positive Miteinander der christlichen Kirchen in Bad Soden am Taunus basiert auf einem fast 50-jährigen ökumenischen Weg. Seit 16 Jahren begehen die christlichen Kirchen die Passionszeit gemeinsam. „Ich freue mich, dass mit diesem Projekt eine Initiative ausgezeichnet wird, die von hohem ehrenamtlichem Engagement getragen ist“, schrieb Kardinal Walter Kasper, der Schirmherr des Ökumenepreises, in seinem Grußwort anlässlich der Verleihung.

ACK Deutschland
Der 1948 gegründeten Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland gehören 17 Kirchen an. Acht Kirchen, darunter die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, sind Gastmitglieder, fünf ökumenische Organisationen haben Beobachterstatus. Die ACK repräsentiert rund 50 Mio. Christen in Deutschland. Die Geschäftsstelle der ACK in Deutschland (Ökumenische Centrale) hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Schwerpunkte der Arbeit der ACK in Deutschland sind das gemeinsame Gebet, die theologische Reflexion, das Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung sowie der Kontakt zu anderen ökumenischen Einrichtungen. Weitere Informationen: www.oekumene-ack.de




Greifswald: Nach Brandanschlag neues Kirchengebäude der Adventisten eingeweiht

Einweihungsfeier und Festgottesdienst
Bei strahlendem Sonnenschein kamen am Samstagnachmittag viele Gäste, um gemeinsam mit den Kirchenmitgliedern das neue Gemeindehaus einzuweihen. In Fragmenten wurde filmisch die Geschichte dieser weltweiten evangelischen Freikirche gezeigt. Einzelne Gruppen wie Pfadfinder, Senioren und die Lebensschule, ein Forum zum Menschsein, stellten sich vor. “Der Chor sang zeitweise mit Gänsehaut erzeugenden Intonationen“, so Gemeindemitglied Katja Sterz. Anschließend wartete ein großes Kuchenbuffet auf die Anwesenden. Den Abschluss des Tages bildete ein öffentlicher, kostenloser Kinoabend mit der Vorführung des schwedischen Musikfilm-Dramas „Wie im Himmel“ aus dem Jahr 2004 von Regisseur Kay Pollak mit Michael Nyqvist und Frida Hallgren in den Hauptrollen.

Zerstörung durch Brandstiftung
Kurz nach der Wende im Jahre 1994 erhielten die Mitglieder der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Greifswald ihr erstes eigenes Kirchengebäude in der Anklamer Straße. Zwanzig Jahre dienten diese Räumlichkeiten den Gemeindemitgliedern als Heimat für Gottesdienste, Feste, Spiele, Seminare und Gruppenstunden der Kinder, Jugendlichen und Pfadfinder. Am 29.07.2014 fiel das Haus durch Brandstiftung den Flammen zum Opfer und musste abgerissen werden.

Gegen 03:15 Uhr ging damals ein Notruf bei der Leitstelle der Polizei Neubrandenburg ein, der Eingangsbereich des Hauses in der Anklamer Straße würde brennen. Beim Eintreffen von Polizei und Feuerwehr stand bereits der Dachstuhl in Flammen. Die Beschädigungen war so stark und das Gebäude nicht mehr zu retten.

Neues Gebäude
Nach langwierigen Verhandlungen mit der Versicherung und mehr oder weniger geduldigem Warten auf die Baugenehmigung, so berichtet der damalige Pastor Markus Voß, konnte dann im September 2016 mit dem Neubau begonnen werden. Bereits am 16. März im darauffolgenden Jahr wurde Richtfest gefeiert.

Der von den Potsdamer Architekten Mayer-Winderlich und Martinez geplante Kirchenraum bietet Platz für 120 Personen und kann mit mobilen Wänden in kleinere Räume unterteilt werden. Auch eine Hausmeisterwohnung in einem Über-Eck-Anbau ist integriert.

Der größte Teil der Baukosten wird mit der Versicherungssumme von 540.00 Euro Euro bestritten. Darüberhinausgehende Kosten fallen an, da der Neubau etwas größer wird. Die Kirchenmitglieder haben sich verpflichtet, über die nächsten 10 Jahre einen Teil des fehlenden Geldes beizusteuern. Über 30.000 Euro sind bereits gespendet worden.

Dank an Gastfreundschaft
Sehr dankbar sei man für die Gastfreundschaft der anderen Kirchengemeinden der Stadt, so Werner Hönes vom Kirchenrat. Besonders die Brüdergemeinde in der Marienstraße hätte den rund 65 Adventisten in der überwiegenden Zeit ohne eigenes Gebäude Gottesdienste in ihren Räumen ermöglicht.




US-Bericht: Bedrohung der Religionsfreiheit durch Überwachung in China

Der Bericht zeige auf, wie die chinesische Regierung Tausende von Kameras um Moscheen, Tempel und Kirchen installiert habe, um zu überwachen, wer an den Gottesdiensten teilnehme, heißt es in einer USCIRF-Medienmitteilung. Chinesische Unternehmen hätten Gesichtserkennungstechnologie verkauft, welche die Fähigkeit habe, eventuell anwesende uigurische Muslime oder tibetische Buddhisten zu identifizieren und die Sicherheitskräfte darüber zu informieren.

Missbrauch von Technologie fördert Überwachungsstaat
„Wir sind zutiefst beunruhigt über den Missbrauch von Technologie durch die chinesische Regierung zur Schaffung eines Überwachungsstaates, der insbesondere auf Religionsgemeinschaften zielt“, sagte USCIRF-Kommissar Gary Bauer. „Wir fordern die US-Regierung und die amerikanischen Unternehmen auf, Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass der amerikanische technologische Fortschritt nicht von den chinesischen Behörden genutzt wird, um die Religionsfreiheit und die damit verbundenen Menschenrechte zu unterdrücken.“ „Chinas Unterdrückung der Religion ist nicht neu, aber seine Fähigkeit, diese Technologien zu nutzen, hat das Ausmaß und den Umfang der Bedrohung der Religionsfreiheit im Land erweitert“, fügte Kommissarin Tenzin Dorjee hinzu.

USCIRF empfiehlt Exportbeschränkungen

In seinem Jahresbericht 2019 empfahl die USCIRF der US-Regierung, die Exportbeschränkungen für Technologien zu erhöhen, welche die Fähigkeit der chinesischen Regierung zur Überwachung und Einschüchterung religiöser und ethnischer Gemeinschaften verbessert haben. Die USCIRF begrüße die Verabschiedung des „Uyghur Human Rights Policy Act“ durch den US-Senat vom 11. September 2019, der den Direktor des nationalen Geheimdienstes verpflichte, über den Transfer oder die Entwicklung von Technologien zu berichten, die von chinesischen Behörden zur Überwachung und Inhaftierung uigurischer Muslime eingesetzt werden.




Adventisten im Beobachterstatus beim „VFG − Freikirchen Schweiz“

Die Adventgemeinden in der Schweiz gehörten zur Familie der Freikirchen in der Schweiz, sagte VFG-Präsident Peter Schneeberger. Das Ernstnehmen von Gott charakterisiere die adventistischen Christen, so Schneeberger und verwies dabei auf eine Aussage des alttestamentlichen Propheten Jesaja (Kapitel 33,6), der von der „Ehrfurcht vor dem Herrn“ spricht. Die Weitergabe des Evangeliums, der guten Nachricht von Jesus Christus, sei ein gemeinsames Anliegen, das die Adventisten mit den anderen Christen in der Freikirchenfamilie teilten, sagte Stephan Sigg, Präsident der Siebenten-Tags-Adventisten in der Deutschschweiz.

Der VFG vernetzt die angeschlossenen Freikirchen und Bewegungen, äußert sich bei Vernehmlassungen (Anhörungen) des Bundes und setzt sich für christlich-ethische Werte ein. Dem Verband gehören jetzt 17 Freikirchen vor allem aus der Deutschschweiz als Mitglieder an sowie zwei im Gäste- und zwei im Beobachterstatus. Der VFG setzt sich seit der Gründung 1919 als rechtliche Körperschaft für die Interessen der Freikirchen, Gemeinschaften und evangelischen Werke ein. Er versteht sich als dritte Kraft der christlichen Kirchen neben dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK) und der römisch-katholischen Schweizer Bischofskonferenz (SB).

Der Beobachterstatus ermögliche es Stephan Sigg an den VFG-Leiterkonferenzen teilzunehmen, Ziele und Arbeitsweisen des VFG kennenzulernen sowie gegenseitige persönliche Begegnungen mit anderen Vertretern von Freikirchen zu führen. Eine regelmäßige und verbindliche Teilnahme an den VFG-Leiterkonferenzen helfe, die Arbeitsweise kennenzulernen, um eine Entscheidung zur Vollmitgliedschaft nach Ablauf der vereinbarten Zeit zu treffen.

Der Jahresbeitrag für den Beobachterstatus werde durch die Leiterkonferenz festgelegt und betrage zurzeit die Hälfte des Betrages der festen Mitgliedschaft. Der Status ist auf fünf Jahre beschränkt und könne um höchstens fünf weitere Jahre verlängert werden. „Spätestens nach Ablauf dieser Frist sollte es zu einer Vollmitgliedschaft kommen. Wenn dies nicht der Fall ist, erlischt der Beobachterstatus“, heißt es in den VFG-Bestimmungen zum Beobachterstatus.

Adventisten in der Schweiz
Die Schweizer Adventisten sind nach dem Vereinsrecht organisiert und teilen sich in zwei Kirchenregionen: die Deutschschweizerische Vereinigung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (DSV, gegründet 1901) mit Sitz in Zürich und die Fédération des Eglises Adventistes du 7e jour de la Suisse romande et du Tessin (FSRT, gegründet 1884) mit Sitz in Renens/Kanton Waad. Beide Verwaltungsregionen bilden gemeinsam die Schweizer Kirchenleitung (Schweizer Union, gegründet 1928) mit Sitz in Zürich. In der Schweiz lebten Ende 2018 insgesamt 4.757 Mitglieder, davon in der Deutschschweiz 2.567 und in der Romandie sowie im Tessin 2.190.

Institutionen und Werke in den Sprachregionen
Die Adventisten in der Schweiz führen die „Privatschule A bis Z“ in Zürich, zwei Jugendhäuser, in St. Stephan/Bern und Les Diablerets/Waadt, drei Alters- und Pflegeheime in Krattigen/Bern, Oron-la-Ville und Epalinges bei Lausanne, den Advent-Verlag in Krattigen sowie eine Versandstelle für französische Bücher in Renens. Im Weiteren unterhalten sie das „HopeBibelstudienInstitut“ (HBI) und das „Religionspädagogische Institut“ (RPI) in Zürich sowie das „Institut d’Etude de la Bible par Correspondance“ (IEBC) in Renens. In Gland/Waadt befindet sich die Klinik „La Lignière“, die auf Rehabilitation bei Herz-Kreislauferkrankungen spezialisiert ist.

Gesamtschweizerische Institutionen der Adventisten
Zu den gesamtschweizerischen Werken zählt die „Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe“ ADRA Schweiz mit Sitz in Zürich. Das Hilfswerk ist in der Schweiz mit rund 30 Ortsgruppen im sozialen Bereich tätig und im Ausland mit Katastrophen- und Entwicklungshilfeprojekten. Der „Adventistische Pressedienst“ (APD Schweiz), Basel, richtet seine Dienste vor allem an säkulare und kirchliche Medien. Die Schweizerische „Liga Leben und Gesundheit“ (LLG), Zürich, bietet mit ihren Seminaren in rund 40 Ortsgruppen ganzheitliche Gesundheitsförderung an: körperlich, seelisch, spirituell und sozial.

Ökumenische Kontakte
Die Adventisten sind Mitglied der Schweizerischen Bibelgesellschaft (SB) und haben den Gaststatus in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK-CH). In drei kantonalen Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen (Genf, Waadt sowie Basel-Stadt/Basel-Landschaft) sind sie Mitglieder, in vier anderen haben sie den Gaststatus (Aargau, Schaffhausen, Tessin und Zürich).

Pastorenausbildung
Die Pastoren und Pastorinnen der Deutschschweiz werden vor allem im „Theologischen Seminar Schloss Bogenhofen“ in Oberösterreich ausgebildet, das von den Adventisten in der Deutschschweiz und Österreich gemeinsam getragen wird. Die Pastoren der welschen Schweiz lassen sich vorwiegend am „Campus Adventiste du Salève“ in Collonges (Frankreich) in der Nähe von Genf ausbilden.




Theologische Hochschule Friedensau trauert um Manfred Böttcher

Manfred Böttcher, in Stettin geboren, studierte von 1947 bis 1950 am damaligen adventistischen Missionsseminar Friedensau. Er war als Pastor in Leipzig und Dresden tätig und wurde 1955 ordiniert. Böttcher wirkte als Abteilungsleiter und Sekretär (Geschäftsführer) in der Nordostsächsischen Vereinigung der Siebenten-Tags-Adventisten, danach im Ostdeutschen Verband und dann als Präsident der Thüringischen Vereinigung. Von 1968 bis 1982 war er Präsident der Freikirche in der DDR und leitete in schwierigen Zeiten die Geschicke der dortigen Adventgemeinden.

In seiner Zeit als Direktor am Theologischen Seminar Friedensau (1982-1990) trug er zur akademischen Weiterentwicklung bei und machte die Bildungsstätte auch für Studierende aus Mosambik, der Sowjetunion, Angola und Jugoslawien zugänglich, so der Rektor der Theologischen Hochschule Friedensau, Professor Dr. Roland E. Fischer. 1988 wurde ihm die Ehrendoktorwürde in Theologie der adventistischen Andrews University in Berrien Springs, Michigan/USA, verliehen. In der Wendezeit 1989/90 bemühte sich Böttcher erfolgreich um die staatliche Anerkennung des Theologischen Seminars als Hochschule.

Im Rentenalter war er laut Roland E. Fischer Gastdozent an der Theologischen Hochschule Friedensau und engagierte sich ehrenamtlich in der Hochschulbibliothek. Manfred Böttcher veröffentlichte eine Reihe von Büchern, unter anderem „Weg und Ziel der Gemeinde Jesu“ (1978), „Wagnis des Glaubens, Dialog und Zeugnis der Adventgemeinde in der DDR“ (2001), „Die Adventgemeinde in der DDR, eine Gratwanderung von 1949 bis 1990“ (2007) und „Schlüssel zur Bibel: Erkunden, Erkennen, Erfahren“ (2002). Gleichzeitig hatte er ein hohes Interesse an der praktischen Gemeindearbeit, die er selbst durch seine Predigttätigkeit unterstützte. Er nahm noch im hohen Alter Anteil am Ergehen der Freikirche und der Entwicklung der Hochschule, berichtete Fischer.

Friedensauer Hochschule
Die Theologische Hochschule Friedensau wurde 1899 gegründet und ist seit 1990 eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. In den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie können acht Bachelor- und Master-Studiengänge, zum Teil berufsbegleitend, sowie der Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ belegt werden. Weitere Informationen unter: www.thh-friedensau.de




ADRA: Keine Beteiligung an politischer Demonstration in Rohingya-Flüchtlingslager

Die Hilfswerke ADRA sowie die muslimische AL Markajul Islami Sangstha hätten T-Shirts und Banner für eine Kundgebung gegen die Rückführung der Rohingya-Flüchtlinge nach Myanmar zur Verfügung gestellt, heißt es in dem Regierungsbericht.

Das Hilfswerk bestritt jegliches Fehlverhalten und sei weiterhin bestrebt, mit den Behörden zusammen zu arbeiten, um die Situation so schnell wie möglich zu klären. ADRA wolle seine Rolle als Hilfswerk bei der Verwaltung der südlichen Lager am Cox’s Bazar wieder aufzunehmen. Cox’s Bazar ist laut Wikipedia eine Stadt in Bangladesch mit 167.477 Einwohnern. Sie liegt mehr als 150 km südlich der Hafenstadt Chittagong am Golf von Bengalen und ist Verwaltungssitz des Distrikts Cox’s Bazar.

Grundsatz der Neutralität
ADRA bekenne sich zum Grundsatz der Neutralität, heißt es in der Stellungnahme. Daher beteilige sich das Hilfswerk zu keinem Zeitpunkt an Auseinandersetzungen politischer, rassischer, religiöser oder ideologischer Art. Darüber hinaus stelle ADRA sicher, dass alle Partnerschaften mit anderen Organisationen nach diesem Prinzip gestaltet seien, sodass humanitäre Hilfe allein bedarfsgerecht geleistet werde.

In der Region um Cox’s Bazar sei ADRA nach eigenen Angaben ein wichtiger Partner der Regierung, der das staatliche Büro des Kommissars für Flüchtlinge, Nothilfe und Rückführung bei der lebensrettenden Bewältigung der Flüchtlingskrise unterstütze.

ADRA seit 1981 in Bangladesch tätig
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA ist seit 1981 in Bangladesch tätig. Sie ist eine Nichtregierungsorganisation (NGO), die beim Büro für NGO-Anliegen der Regierung von Bangladesch registriert sei. ADRA konzentriere sich im Land vor allem auf Entwicklungsprojekte in den Bereichen Bildung, Resilienz als Fähigkeit, Krisen zu bewältigen, Wiederaufbau und Neuentwicklung, Notfallhilfe und wirtschaftliche Unterstützung. In den letzten vier Jahrzehnten habe sich ADRA in Bangladesch vor allem darum bemüht, bedürftigen Personen und Familien in ländlichen Gebieten Mittel und Möglichkeiten zur Verfügung zu stellen, die es ihnen erlauben, eigenverantwortlich zu handeln.




Adventisten feiern 100 Jahre Tätigkeit in Ruanda

Laut Adventist News Network (ANN) wurde während der 100-Jahr-Feier der adventistischen Missionare gedacht, die 1919 nach Ruanda kamen. Pastor Hesron Byilingiro, Präsident der adventistischen Kirche in Ruanda, sagte, dass ihr Vermächtnis nie vergessen werden würde. Sie hätten sich in eine Kultur integrieren müssen, die sie nicht kannten und dafür eine neue Sprache lernen müssen. Das Evangelium, welches die Missionare durch Bildung und Gesundheitsfürsorge gebracht hätten, sei eine Sprache gewesen, die keiner Übersetzung bedurft habe, so Byilingiro. Er schloss in seinen Dank auch die vielen Ruander ein, welche die Missionare unterstützt und mit ihnen Pionierarbeit geleistet hätten.

Adventisten als „guter Partner der Regierung“
Die Regierung Ruandas war durch zwei Minister und einen leitenden Regierungsbeamten auf der Feier vertreten. Im Namen ihrer Regierung sagte Judith Uwizeye, Kabinettsministerin im Büro des Staatspräsidenten, dass die adventistische Kirche wegen ihrer Rolle in Bildung, Gesundheit und Entwicklung ein guter Partner der Regierung Ruandas sei. Mit Bezug auf den grausamen Völkermord an der Volksgruppe der Tutsi im Jahr 1994, erinnerte sie daran, dass auch die Adventisten nicht verschont geblieben seien. Sie dankte Gott, dass er die Nation gerettet habe.

Das Massaker in Mugonero
Laut UNO-Angaben sind zwischen April und Juli 1994 im ostafrikanischen Ruanda rund 800.000 Menschen, vorwiegend Tutsis, aber auch gemäßigte Hutus, umgebracht worden. Darunter seien auch etwa 10.000 Siebenten-Tags-Adventisten gewesen, so das nordamerikanische, kirchenunabhängige adventistische Magazin „Spectrum“. Mehr als 2.000 Angehörige der Tutsi-Minderheit seien allein am 16. April 1994 in der adventistischen Kirche und rund 1.000 weitere auf dem Krankenhausgelände der Siebenten-Tags-Adventisten in Mugonero, 50 Kilometer westlich der Hauptstadt Kigali, von Angehörigen der Hutu-Mehrheit getötet worden. Beim Abschlachten von Männern, Frauen und Kindern in Mugonero soll es sich um das größte Einzelereignis eines Massakers während des ruandischen Völkermords gehandelt haben, berichtete das Magazin. Der Hutu und damalige Präsident der adventistischen Kirchenleitung in der Kibuye Region, Pastor Elizaphan Ntakirutimana, habe es trotz guter Beziehungen zu den lokalen Behörden abgelehnt, sich für seine Glaubensangehörigen vom Stamm der Tutsi einzusetzen, berichtete „Spectrum“.

Im Februar 2003 wurden Elizaphan Ntakirutimana sowie dessen Sohn Gérard, der als leitender Arzt am adventistischen Krankenhaus in Mugonero tätig war, vom Internationalen Gerichtshof der Vereinten Nationen zur Aufarbeitung des Völkermordes in Ruanda (ICTR) wegen Beihilfe und Begünstigung zum Völkermord zu zehn Jahren Haft und der Mediziner wegen Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu einer Freiheitsstrafe von 25 Jahren verurteilt. Elizaphan Ntakirutimana wurde im Dezember 2006 aus der Haft entlassen und starb im Januar 2007 im tansanischen Arusha im Alter von 82 Jahren.

Furchtloser Einsatz rettete Hunderten das Leben
Andererseits entschied sich laut Wikipedia nach Ausbruch der Gräueltaten 1994 der damals 30-jährige Carl Wilkens, Direktor der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Ruanda, als einziger US-Amerikaner des Hilfswerks das Land nicht zu verlassen. Er setzte sich für rund 400 Kinder im Waisenhaus Gisimba und für verfolgte Erwachsene ein. Es sei davon auszugehen, dass seine mutige Präsenz als Weißer in der bedrohten Institution Hunderten das Leben gerettet habe. Zudem hätte er mit einem ADRA-Fahrzeug 100 Kinder des Vatier Waisenhaues und weitere Bedrohte über die Kampflinien hinweg mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln versorgt.

Im März 1998 führte die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Ruanda zahlreiche Versöhnungskonferenzen durch, die den offenen Dialog und das Vertrauen zwischen den rivalisierenden Stämmen fördern sollten. Der adventistische Minister Esdras Mpyisi, Berater des früheren ruandischen Königs, leitete die Gespräche, in denen die verfeindeten Gruppen vereinbarten, künftig tolerant und in gutem Einvernehmen zusammen zu arbeiten.

Religionsfreiheit – Adventisten leisten monatlichen Zivildiensttag am Sonntag
Alle Ruander sind verpflichtet, sich am letzten Samstag im Monat gemeinnützig zu betätigen. Die Regierung habe den Adventisten jedoch erlaubt, ihren Teil für den monatlichen Zivildienst „Umuganda“ an jedem ersten Sonntag im Monat zu leisten. Mitglieder der evangelischen Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten feiern den biblischen Ruhetag, den Samstag (Sabbat). Der Minister für Kommunalverwaltung, Anastase Shyaka, bekräftigte gegenüber dem Präsidenten der adventistischen Weltkirchenleitung (Generalkonferenz), Pastor Ted Wilson, dass sich seine Regierung immer für die Religionsfreiheit einsetzen werde.

Adventisten in Ruanda
In Ruanda mit 13 Millionen Einwohnern feiern 855.000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 1.844 Kirchen und 691 Gruppen jeweils am Samstag, dem biblischen Ruhetag, den Gottesdienst. Die Adventisten unterhalten im Land 46 Grundschulen, 13 weiterführende Schulen, eine Universität mit medizinischer Fakultät, ein Krankenhaus, neun ambulante Kliniken sowie eine Radio- und TV-Station. Die statistischen Daten stammen vom Jahresbericht 2018 der adventistischen Weltkirchenleitung.




Haus Wittelsbach in Bad Aibling feiert Richtfest

Jetzt konnte Heimleiter Michael Mocnik zum Richtfest und gleichzeitig zur Baustellenbesichtigung einladen. Zahlreiche Besucher waren seiner Einladung gefolgt, unter ihnen Bad Aiblings Erster Bürgermeister Felix Schwaller und Kurdirektor Thomas Jahn. Dieter Neef, Finanzvorstand des Trägervereins, begrüßte die Gäste mit den Worten aus dem Bibelbuch Psalm 23: „Ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar“. Darauf nahm Pastor Wolfgang Dorn, Präsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Bayern, in einer kurzen Andacht Bezug. Als kirchlicher Träger der Einrichtung wolle man auch den neuen Baukomplex dem Herrn widmen, in dem sich gut wohnen und bleiben lasse. Da ein derartiges Projekt erhebliche finanzielle Mittel erfordert, war auch Björn Stein angereist. Er repräsentiert die Bank für Kirche und Diakonie, die Teile der Maßnahme finanziert. Mit viel Humor trug Hans Obermeyer den Richtspruch vor. Danach folgte eine zünftige Brotzeit.

Neugierige konnten sich verschiedenen Führungen durch die Baustelle anschließen. Bei einem solchen Rundgang zeigte sich Bad Aiblings Erster Bürgermeister Felix Schwaller tief beeindruckt von dem Neubau und dem pflegerischen Konzept, das hier Einzug halten wird. Für Kurdirektor Thomas Jahn ist eine Einrichtung wie das Haus Wittelsbach eine Werbung für Bad Aibling als attraktive Badestadt. Auch Architekt Thomas Otte und Projektleiter Joachim Vetter beantworteten fachkundig die Fragen der Besucher. Den musikalischen Rahmen der Veranstaltung bildeten „die vier Hinterberger Musikanten“.

Haus Wittelsbach
Das Senioren- und Pflegheim Haus Wittelsbach im oberbayerischen Bad Aibling ist ein Seniorenheim mit vollstationärer Pflege und Kurzzeitpflege. Der Träger ist der Deutsche Verein für Gesundheitspflege e.V. mit Sitz in Bad Aibling. Der Verein ist Teil des Sozialwerkes der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Das Haus ist eine „rauchfreie Zone“ und bietet 69 rüstigen und 125 pflegebedürftigen Senioren Platz.

Informationen zum Haus Wittelsbach unter: https://www.seniorenheim-wittelsbach.de/




Staatspräsident von Ruanda eröffnet adventistische medizinische Fakultät

Während der Eröffnungszeremonie, an der regionale Kirchenleiter, Kirchenmitglieder und Regierungsbeamte teilnahmen, informierte Eustace Pennicook, Gründungsdekan der medizinischen Fakultät, dass zunächst vier Hauptgebäude entstanden seien: ein Wissenschaftskomplex mit neun Labors und Vorlesungsräumen, die mit Computern und interaktiven Whiteboards ausgerüstet seien, eine Cafeteria, ein modernisierter Komplex als Studentenwohnheim und ein Gästehausbereich. Die medizinische Fakultät befindet sich auf dem 22 Hektar großen Masoro Hauptcampus adventistischen Universität von Zentralafrika in Kigali.

Weitere Baumaßnahmen geplant
Pastor Blasious M. Ruguri, Präsident der Siebenten-Tags-Adventisten in Ost- und Zentralafrika, dankte Staatspräsident Kagame für die asphaltierte Straße, welche den Zugang zum Campus erleichtert. Gleichzeitig teilte Ruguri mit, dass die neue medizinische Fakultät ein Projekt sei, das die lokalen finanziellen Möglichkeiten übersteige. Er dankte deshalb der adventistischen Weltkirchenleitung sowie den Kirchenmitgliedern aus der von ihm geleiteten Region für ihre großzügige Unterstützung. Ruguri erinnerte daran, dass künftig noch mehr Land benötigte werde, um weitere Einrichtungen für die Institution zu bauen, darunter ein Universitäts-Lehrkrankenhaus. Die neue medizinische Fakultät soll außer Ruanda auch Äthiopien, der Demokratischen Republik Kongo, Dschibuti, Eritrea, Kenia, Somalia, Südsudan, Tansania und Uganda als Kompetenzzentrum dienen.

Pastor Wilson dankte Staatspräsident Kagame für die Religionsfreiheit im Land. Er forderte die adventistische Kirchenleitung in Ost- und Zentralafrika auf, nicht nur schöne Gebäude zu bauen, sondern auch eine qualitativ hochwertige Ausbildung in ihnen anzustreben.

Kagame verspricht Land und Geld für den Bau eines Lehrkrankenhauses
Staatspräsident Paul Kagame, der von seiner Frau Janet begleitet wurde, lobte die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten dafür, dass sie die Gesundheit zu einer Säule der Evangelisation und Entwicklung gemacht habe. Die Adventisten hätten in Ruanda während 100 Jahren zur Entwicklung des Landes beigetragen. Was die medizinische Fakultät betreffe, so dankte er der Kirche dafür, dass sie ein „ehrlicher Partner“ der Regierung Ruandas sei. „Ich verspreche, Land und Geld zur Verfügung zu stellen, um ein Lehrkrankenhaus für die medizinische Fakultät zu bauen“, sagte Kagame.

Adventisten in Ruanda
In Ruanda, mit 13 Millionen Einwohnern, feiern 855.000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 1.844 Kirchen und 691 Gruppen jeweils am Samstag, dem biblischen Ruhetag, den Gottesdienst. Die Adventisten unterhalten im Land 46 Grundschulen, 13 höhere Schulen, eine Universität, eine medizinische Fakultät, ein Krankenhaus, neun Tageskliniken sowie eine Radio- und TV-Station.




EKD gibt friedenstheologisches Lesebuch heraus

Ein Lesebuch für alle, die sich für den Frieden einsetzen
„Das Lesebuch ist aber nicht nur eine wunderbare Grundlage für eine engagierte Debatte auf der Synode“, betont Irmgard Schwaetzer, Präses der Synode der EKD. „Es bietet all denen innerhalb wie außerhalb der evangelischen Kirche, die sich persönlich für den Frieden einsetzen wollen, einen guten Überblick und Ansatzpunkte für die eigenen Fragestellungen und Themen. Denn wer sich für den Frieden und die Gewaltfreiheit engagieren will, kann ja an ganz unterschiedlichen Stellen ansetzen. Etwa bei der Frage, wie wir uns im Alltag begegnen, beim Umgang miteinander im Netz, politisch im Einsatz für Demokratie und Menschenrechte, im Ausland in der Entwicklungszusammenarbeit oder bei der Frage nach Klimagerechtigkeit.“

Renke Brahms, der Friedensbeauftragte des Rates der EKD, der die Entstehung des Buches maßgeblich begleitet hat, hob die Aktualität der Fragestellung hervor: „Angesichts der aktuellen Friedensgefährdungen brauchen wir ein neues Nachdenken über den Frieden. Und wir brauchen gute Beispiele von Friedensstifterinnen und Friedensstiftern, damit deutlich wird, wie Frieden heute möglich ist. Deshalb verbindet das Buch beides: grundsätzliches Nachdenken und eine Fülle beispielhafter Projekte und Entwicklungen.“

Bezugsquelle
Das Buch „Auf dem Weg zu einer Kirche der Gerechtigkeit und des Friedens. Ein friedenstheologisches Lesebuch“ ist bei der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig erschienen und kostet 35 EUR. Die Printausgabe kann im Buchhandel (ISBN 978-3-374-06058-0) oder unter www.eva-leipzig.de bestellt werden. Online ist der Text unter https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/Lesebuch-Synode-2019.pdf verfügbar.




Bahamas: ADRA und adventistische Kirche helfen Opfern

„Dorian“, ein Hurrikan der Kategorie 5, hat ab dem 1. September während 40 Stunden die Inseln Abaco, Grand Bahama, Bimini und die Beereninseln auf den Bahamas am härtesten getroffen. Winde von mehr als 300 Kilometern pro Stunde seien laut IAD über die nördlichen Bahamas gefegt. Die Kommunikation sei schwierig, besonders auf den Abaco-Inseln, nördlich der Hauptstadt Nassau, wo sich fünf adventistische Kirchen mit über 900 Mitglieder befinden.

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA koordiniere von der Hauptstadt Nassau aus die Nothilfe für die Opfer des Hurrikans. Die nationale Katastrophenhilfeorganisation der Bahamas habe die adventistische Kirche gebeten, Baby- und Kinderbekleidung zu liefern. Laut Pastor Kerr werde die Kirche die Hilfspakete bereitstellen und die Mitglieder der Ortsgemeinden mobilisieren, um die Bemühungen zu unterstützen.

„Unser Hauptziel besteht darin, Trinkwasser, Nahrung und Unterkunft, Kleidung sowie Zelte für jene bereitzustellen, die alles verloren haben“, sagte Pastor Peter Kerr, Präsident der überregionalen Kirchenleitung der atlantischen Karibik (Atlantic Caribbean Union). Die Kirche richte Suppenküchen ein und werde Hygieneartikel, Betten, Zelte, Mückenschutzmittel und Generatoren für Schulen und Kirchen verteilen. Gleichzeitig werde auch eine Datenbank von Adventisten erstellt, die bereit seien, jene bei sich aufzunehmen, die keine Unterkunft mehr hätten.

Adventisten auf den Bahamas
Auf den Bahamas, mit rund 354.000 Bewohnern, feiern 20.400 Siebenten-Tags-Adventisten in knapp 60 Kirchen jeweils samstags den Gottesdienst.




Theologische Hochschule Friedensau beteiligt sich an Interkultureller Woche

Laut der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der ThHF seien an der Hochschule Studierende aus 30 Nationen eingeschrieben. Es handele sich um einen Campus auf dem das interkulturelle Miteinander seit 120 Jahren gelinge. Insgesamt seien in Deutschland rund 5.000 Veranstaltungen in mehr als 500 Städten und Gemeinden geplant. Ein Höhepunkt sei in der Region Burg-Genthin am 3. Oktober das große Abschlussfest auf dem Genthiner Marktplatz.

Die bundesweit jährlich stattfindende Interkulturelle Woche ist eine Initiative der römisch-katholischen Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Sie findet seit 1975 Ende September statt und wird von Kirchen, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Integrationsbeiräten und -beauftragten, Migrantenorganisationen, Religionsgemeinschaften und Initiativgruppen mitgetragen. „Der nationale ‚Tag des Flüchtlings‘, dieses Jahr am 27. September, ist Bestandteil der IKW“, so die Initiatoren.

Hochschule Friedensau
Die Theologische Hochschule Friedensau ist eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Hier können acht Bachelor- (B.A.) und Master-Studiengänge (M.A.), zum Teil berufsbegleitend, in den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie sowie ein Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ belegt werden. Informationen: https://www.thh-friedensau.de




„Salz der Erde“

Das Motto des diesjährigen ökumenischen Tages der Schöpfung nahm zum einen Bezug auf das Jesuswort im Matthäus-Evangelium, Kapitel 5, Vers 13: „Ihr seid das Salz der Erde“. Zum anderen auf die großen Salzvorkommen der Stadt. Eröffnet wurde die zentrale Feier vom Vorsitzenden der ACK Deutschland, Erzpriester Radu Konstantin Miron, sowie vom Vorsitzenden der ACK Baden-Württemberg, Prälat Prof. Dr. Traugott Schächtele. Ergänzt wurde das Programm durch Führungen, Aktionen, einer Filmpräsentation und einem Empfang.

Festrede Ministerpräsident Kretschmann
Ministerpräsident Kretschmann nahm in seiner Festrede Bezug auf das Motto „Salz der Erde“ und spendete geistlichen Zuspruch. „Jeder Mensch ist ein ,Initium‘ (lat. Anfang). Er kann kreativ sein und einen Neuanfang beginnen“, so Kretschmann. Er sprach jedoch auch den Umwelt- und Klimaschutz als globale und persönliche Verantwortung an, die es zu erkennen gelte. Darüber hinaus müsse sich der Mensch ein Urteil bilden und für Nachhaltigkeit einsetzen, da die Welt Gottes Gabe an den Menschen sei, die es zu pflegen gelte und die Ehrfurcht verdiene. Zuletzt thematisierte der Ministerpräsident die Wirkung und forderte die Kirchen auf, ihre Idee des guten Lebens in die säkulare Gesellschaft einzuspeisen und nachhaltiges Handeln ermutigend vorzuleben: „Ich glaube, wenn wir alle an einem Strang ziehen, können wir das Ruder noch herumreißen“.

Ökumenischer Festgottesdienst
Im Rahmen des ökumenischen Festgottesdienstes predigte Pastorin Andrea Schneider vom Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland ebenfalls über das Motto des Schöpfungstages. Niemand könne mehr behaupten, ahnungslos zu sein, wie wir die Natur ausbeuten, so Schneider. Angesichts der drängenden Zeit sei globales Umkehren und Umdenken nötig. Christen könnten „Salz sein“, indem sie beispielsweise auf den Geschmack eines sinnvollen Lebens bringen, verletzte Menschen heilsam behandeln, aber auch „Salz in die Wunden der Gesellschaft streuen“ und sich politisch einmischen. Konkrete Beispiele nannte die Rundfunkpastorin ferner in Bezug auf die Erhaltung der Schöpfung. In diesem Sinne werde eine „konservative Wende“ benötigt. „Damit das Leben Zukunft hat auf unserem schönen Planeten.“

Schöpfungstag an jedem ersten Freitag im September
Seit dem Jahr 2010 feiert die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland jährlich am ersten Freitag im September einen ökumenischen Tag der Schöpfung. Er geht auf eine Anregung des damaligen Ökumenischen Patriarchen Dimitrios I., dem Ehrenoberhaupt der orthodoxen Weltkirche, zurück, einmal im Jahr „gemeinsam zum Schöpfer zu beten“. Dieser Tag wird bundesweit begangen und regt dazu an, das Lob des Schöpfers als Christen gemeinsam anzustimmen und gleichzeitig die eigenen Aufgaben für die Bewahrung der Schöpfung in den Blick zu nehmen.

ACK Deutschland
Der 1948 gegründeten Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland gehören 17 Kirchen an. Acht Kirchen, darunter auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, sind Gastmitglieder, fünf ökumenische Organisationen haben Beobachterstatus. Die ACK repräsentiert rund 50 Millionen Christen in Deutschland. Die Geschäftsstelle der ACK in Deutschland („Ökumenische Centrale“) hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Schwerpunkte der Arbeit der ACK in Deutschland sind das gemeinsame Gebet, die theologische Reflexion, das Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung sowie der Kontakt zu anderen ökumenischen Einrichtungen.




Bilder entstehen in den Köpfen der Blinden

Blinde spüren, was sie gerade erleben
Die Sprache und die Atmosphäre, die Kultur und das Klima wären nicht nur mit den Augen erfahrbar, sondern auch durch das Hören, Riechen und Schmecken, gibt Thäder zu bedenken. Aber was heißt das konkret? Jeder Ausflug der Blindenfreizeit werde vorab erst einmal ausführlich beschrieben. Außerdem versuche das Team etwas vorzubereiten, was die Teilnehmer ertasten können. Zum Beispiel ein Fühlbild mit dem Grundriss der Stadt, die besucht werden soll oder mit Modellen von markanten Gebäuden. Dieses Jahr gab es laut Pastor Thäder unter anderem Ausflüge in die Straßburger Altstadt, ins Europaparlament sowie zu einem Baumwipfelpfad. Blinde könnten sehr genau spüren was sie gerade erleben: den Wind in den Baumwipfeln, die sakrale Stimmung einer Kirche oder die Atmosphäre eines Parlamentsgebäudes.

Alle zwei Jahre eine Blindenfreizeit
„Die Freizeitteilnehmer genießen den Austausch unter Mitbetroffenen, außerdem trauen sie sich in der Gruppe Dinge, die sie sich alleine nicht zutrauen“ so der Leiter der Hope Hörbücherei. Abends hätten sich die 19 Blinden und Sehbehinderten erzählt, was sie am Tag „gesehen“ haben. Denn in den Köpfen der Blinden entstünden Bilder der Dinge, die sie gespürt, gehört, gerochen und geschmeckt haben, erläutert Thäder. Die diesjährige Blindenfreizeit fand vom 1. bis 15. August im „Haus Schwarzwaldsonne“ in Freudenstadt statt. Die Teilnehmer kamen aus Deutschland und Österreich. Die Freizeit 2019 wurde durch die „Aktion Mensch“ gefördert.

„Alle zwei Jahre organisieren wir solch eine Freizeit“, so Thäder. Der Veranstalter ist das Advent-Wohlfahrtswerk, das Sozialwerk der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Verantwortlich für die Durchführung ist der Leiter der Hope Hörbücherei des Medienzentrums „Stimme der Hoffnung“. Die nächste Blindenfreizeit ist für Sommer 2021 vorgesehen.

Hope Hörbücherei
Der Dienst der Hope Hörbücherei wurde 1964 als Blindenhörbücherei der STIMME DER HOFFNUNG ins Leben gerufen. Jeder, der sehbehindert oder blind ist, kann christliche Zeitschriften und andere Veröffentlichungen auf DAISY-CD, MP3-CD oder Audio-CD und Bücher auf DAISY-CD, MP3-CD gesprochen kostenlos ausleihen. Der Verleih von mehreren Hörbüchern auf einer SD-Karte ist möglich. Ältere Buchtitel gibt es auch noch auf Kassetten. Weitere Informationen unter: https://www.blindenhoer-buecherei.de/




Weltkirchenleitung der Adventisten will Haltung zur Abtreibung klären

Das Biblische Forschungsinstitut (Biblical Research Institute, BRI) der adventistischen Weltkirchenleitung (Generalkonferenz), das für die Kirche biblische und theologische Fragen bearbeitet, wurde vor zwei Jahren mit der Ausarbeitung einer Stellungnahme beauftragt, die biblische Prinzipien berücksichtigt, die für die Diskussion über Abtreibung relevant sind. Der BRI-Ethikausschuss hat im ständigen Austausch mit der Gesundheitsabteilung der Weltkirche sowie mit dem Bioethik-Ausschuss der Generalkonferenz mehrere Entwürfe für eine Stellungnahme zur Abtreibungsfrage verfasst. Zum Bioethik-Ausschuss gehören Vertreter der adventistischen Universitätskliniken und weiterer medizinischer Einrichtungen der Kirche sowie von der Kirche unabhängige adventistische Gesundheitsfachkräfte und Mediziner.

Zusammensetzung der Arbeitsgruppe zur Entwicklung der offiziellen Stellungnahme
Am 27. August hat der Verwaltungsausschuss der Weltkirchenleitung (General Conference Administrative Committee, ADCOM) eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um eine Beschlussvorlage zur offiziellen Stellungnahme zum Thema Abtreibung vorzubereiten. Die Arbeitsgruppe leitet Arthur Stele, einer der sechs Vizepräsidenten der Weltkirchenleitung. Die 26-köpfige Gruppe umfasst 20 Männer und sechs Frauen aus den kirchlichen Abteilungen Gesundheit, Frauen, Familie, Bildung, Kinder sowie Öffentliche Angelegenheiten und Kommunikation. Zur Gruppe gehören auch Fachleute aus den Bereichen Ellen G. White Nachlassverwaltung, Biblisches Forschungsinstitut (BRI), adventistische Seelsorger an Institutionen (Chaplaincy Ministeries), Büro für Rechtsberatung der Weltkirchenleitung, Top-Management und der nordamerikanischen Kirchenzeitschrift Adventist Review. Die 26 Mitglieder der Arbeitsgruppe stammen aus 24 Ländern.

Aufgabe der Arbeitsgruppe und weiteres Vorgehen
Die Aufgabe der Arbeitsgruppe besteht laut Stele darin, die 1992 publizierten Richtlinien (Guidelines) zur Abtreibung und die Vorarbeiten des BRI-Ethikausschusses zu begutachten sowie „Beiträge und Rückmeldungen aus einer Vielzahl von Quellen, einschließlich jener des Bioethik-Ausschusses der Weltkirchenleitung, zu untersuchen und zu prüfen“. Im Weiteren gehe es darum „einen Vorschlag einer einheitlichen Stellungnahme vorzubereiten, der auf biblischen Prinzipien beruht, welche die Heiligkeit des Lebens unterstreichen und die außergewöhnlich schwierigen Fälle und Umstände berücksichtigen, mit denen Frauen konfrontiert sind“.

Das von der Arbeitsgruppe erstellte Dokument soll am 1. Oktober dem Verwaltungsausschuss der Weltkirchenleitung (ADCOM) vorgelegt werden. Dieser entscheidet, ob er den Vorschlag der Arbeitsgruppe dem Exekutivausschuss der Weltkirchenleitung (General Conference Executive Committee, GC-EXCOM) anlässlich der Jahressitzung vom 9. bis 16. Oktober in Silver Spring, Maryland/USA, zur Annahme empfiehlt.

Die Richtlinien zum Thema Abtreibung (1992), auf Deutsch sind im Internet zu finden unter: http://bit.ly/2k0Rrcq

Richtlinien zur Abtreibung (1992), auf Englisch:
https://www.adventist.org/en/information/official-statements/guidelines/article/go/-/abortion/




„Aufbruch Ökumene“

„Ich bete darum, dass der Heilige Geist uns zugleich Beine macht und den nötigen Rückenwind gibt“, sagte Bedford-Strohm in Bezug auf die Überwindung von Trennungen zwischen den Konfessionen am Beispiel des gemeinsamen Abendmahls. „Aufbruch Ökumene“ könne man sowohl beschreibend, als auch richtungsweisend verstehen. Der EKD-Ratsvorsitzende hob unterschiedliche Schlaglichter der zwischenkirchlichen Beziehungen in den letzten Jahren hervor. Gerade im diakonischen Handeln sei mehr Ökumene nötig und auch möglich.

Die Feier des Reformationsjubiläums im Jahr 2017 habe sowohl den Schmerz über Trennung deutlich gemacht, als auch eine Spirale der Wertschätzung angestoßen. Dies dürfe sich aber nicht allein auf die beiden großen Kirchen in Deutschland beziehen: „Wir müssen uns noch mehr von der bilateralen zur multilateralen Ökumene bewegen!“, so der Ratsvorsitzende. Bedford-Strohm schloss mit einem Ausblick und persönlichen Wünschen für die Entwicklung zwischenkirchlicher Beziehungen in der Zukunft.

Konfessionskundliches Institut Bensheim
Das Konfessionskundliche Institut wurde 1947 in Bensheim an der Bergstraße gegründet. Träger des Instituts ist der Evangelische Bund e.V. Als ökumenewissenschaftliches Arbeitswerk beobachtet und bewertet es unter anderem die aktuellen Beziehungen zwischen den christlichen Kirchen. Die Arbeit des Instituts wird zudem von der Evangelischen Kirche in Deutschland sowie der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, der Evangelischen Landeskirche in Baden und der Evangelischen Kirche der Pfalz finanziell getragen. Weitere Informationen: www.konfessionskundliches-institut.de




„Zehntenhäuser“ für adventistische Selbstversorger im Südpazifik

Nach Vorbild der Bibel
So wie die israelitischen Hirten jedes zehnte Tier Gott als Zehnten gegeben hätten (Die Bibel in 3 Mose 27,30+32), so werde jede zehnte Süßkartoffel, Jamwurzel, Wasserbrotwurzel oder Banane in das „Zehntenhaus“ gelegt. Im Gebiet des Südpazifiks seien diese „Zehntenhäuser“ und die darin gelagerten Kirchengelder in Form von Naturalien Ausdruck der Treue jener Menschen, die erkannt hätten, dass Gott es sei, der ihnen alles gebe, so Townend. Der Bezirkspfarrer sammle jeweils diese Zehnten, trage sie auf den Markt, verkaufe sie und übergebe das gelöste Bargeld dem örtlichen Büro der adventistischen Kirchenleitung.

Bargeldlos spenden per App
In australischen Kirchengemeinden der Siebenten-Tags-Adventisten könne es auch passieren, dass kaum jemand etwas für die Kollekte gebe, die im Gottesdienst gesammelt wird. Dennoch seien Spenden und Zehnten an die Kirche gewachsen so Townend. Da viele Leute ohne Bargeld unterwegs seien, habe die Kirche die App „egiving“ eingerichtet, über die man den Zehnten und die Gaben bargeldlos überweisen könne.

Mehr dazu: https://egiving.org.au/




Australien: Obdachlos für einen guten Zweck

Bei über 400 Menschen, die jede Nacht Obdachlosigkeit in der Gegend erleben, sah Casey Wolverton, Pastor in der Glenvale Seventh-day Adventist Church, Handlungsbedarf. „Wir haben eine der größeren Kirchen hier in Toowoomba…. also denke ich, dass wir Verantwortung übernehmen und nach Lösungen suchen sollten“. So verbrachte er sogar eine ganze Woche auf der Straße. Über 7.600 Dollar (6.850 Euro) wurden von den Adventisten in dieser Nacht gesammelt, wobei die jüngeren Teilnehmer die größeren Summen erzielten. Der Jüngste, ein 10-Jähriger, sammelte fast 400 Dollar (360 Euro) für das Projekt.

Aktion „Eine Woche Obdachlos 2019“

Das Projekt wurde im Rahmen der Nationalen Obdachlosen Woche von der gemeinnützigen Organisation Base Services organisiert. Die Organisation bietet den Bedürftigen Lebensmittel, warme Kleidung und andere Annehmlichkeiten sowie Hilfen zur Unterkünften und Gesundheitsdiensten. Hauptorganisator des Projekts war Nat Spary. Spary leitet eine Suppenküche (Base Soup Kitchen) für Obdachlose in der Region, in der sich auch Adventisten regelmäßig engagieren. Das gesamte Projekt der Obdachlosenwoche brachte über 100.000 Dollar (90.000 Euro) für die Suppenküchenarbeit ein.




Evangelische Friedensarbeit: 80 Jahre nach Beginn des zweiten Weltkrieges Frieden wieder in Gefahr

Der Frieden wieder in Gefahr
„80 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs ist der Frieden wieder in Gefahr“, mahnt Renke Brahms, der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Derzeit gebe es zahlreiche gewaltsam ausgetragene Konflikte und Kriege. Menschen würden aus Furcht vor Gewalt und Verfolgung ihre Heimat verlassen und Rüstungsexporte dazu beitragen, dass Konflikte nicht friedlich gelöst werden könnten, kritisiert auch Lutz Krügener, einer der Sprecher der EAK und Friedensbeauftragter der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover. „Deutschland ist eine der größten Rüstungsexportnationen und hat an dieser Entwicklung einen wesentlichen Anteil“, so Krügener.

Mehr finanzielle Mittel für zivile Konfliktbearbeitung
Eine deutsche Verantwortung für den Frieden in der Welt sollte nach Ansicht der Evangelischen Friedensarbeit aber eher darin bestehen, sich für Versöhnung und Gerechtigkeit einzusetzen, betont Renke Brahms. „Dazu gehört, dass finanzielle Mittel für eine zivile Konfliktbearbeitung auszubauen und die Friedens- und Freiwilligendienste national wie international stärker zu unterstützen sind.“ Ebenso gelte es, den Klimaschutz massiv auszubauen, um eine weitere Ursache für Krieg und Flucht einzugrenzen.

Eine atomwaffenfreie Welt
Die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg verlange auch die Forderung nach einer atomwaffenfreien Welt, betont die Evangelische Friedensarbeit. „Der Zweite Weltkrieg endete durch den Abwurf zweier Atombomben auf Japan, die Hundertausenden den Tod brachten, mit Folgen bis heute für die Opfer. 80 Jahre später wollen die Atommächte ihre Arsenale modernisieren und aufrüsten, gleichzeitig werden Abrüstungsverträge gekündigt. Damit steigt die Gefahr eines nuklearen Konflikts. Dem muss sich entgegengestellt werden“, so der EKD-Friedensbeauftragte.

„Die Opfer des Zweiten Weltkriegs sind auch 80 Jahre nach dessen Beginn eine laute und andauernde Mahnung für den Frieden“, stellte Renke Brahms fest. Direkt nach dem Krieg hätten die Kirchen der Welt betont, dass Krieg nach Gottes Willen nicht sein solle. „Dem sind Christinnen und Christen bis heute verpflichtet.“

Der Wortlaut des EAK-Aufrufs findet sich bei: https://static.evangelisch.de/get/?daid=y82zK2PrZ9qUs9ypa_mCjbHI00237231&dfid=download

EAK
Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) ist innerhalb der „Konferenz für Friedensarbeit im Raum der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)“ der Dachverband für diejenigen, die in den evangelischen Landeskirchen und Freikirchen für Fragen der Kriegsdienstverweigerung und Friedensarbeit zuständig sind. Sprecher im Bundesvorstand der EAK sind Wolfgang Buff, Friedensbeauftragter der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) sowie der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), und Lutz Krügener, Friedensbeauftragter der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover. Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) wird im EAK-Vorstand und in der Mitgliederversammlung von Dr. Horst Sebastian vertreten, Leiter des Referats Kriegsdienstverweigerung und Frieden der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Weitere Informationen: www.eak-online.de




Pfadfinder: Oshkosh/USA - ein Camp der Rekorde

Rekorde
Am Ende des weltweiten Treffens mit über 50.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder haben sich 13.309 Personen zusammengestellt und das größte jemals in dieser Art gestaltete Kreuz geformt. Unterstützt wurde der Rekordversuch von der Vereinigung adventistischer Lagerprofis (Association of Adventist Camp Professionals).
Ein weiterer Rekord war ein Halstuch aus über 91 Meter Stoff (300 feet) mit einem Gewicht von fast 2 Tonnen (4.000 US pounds). Über 300 freiwillige Helfer hatten 2.252.544 Nähte verarbeitet. Die Pastorenabteilung (Ministerial Department) der teilkontinentalen Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Nordamerika (NAD) trat hier als Sponsor auf. Beide Aktionen wurden erfolgreich im Guinness Buch der Weltrekorde eingetragen.

Glaubenstaufen

Während der fünf Camporéetage seien auch 1.311 Pfadfinder durch Untertauchen nach biblischem Vorbild getauft worden und hätten sich so der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten angeschlossen, berichtete Ronald H. Whitehead, Direktor des Zentrums für Jugendevangelisation (Center for Youth Evangelism CYE) an der Andrews Universität, Michigan/USA. Allen Getauften wurde eine Taufurkunde, ein Handtuch (wurde bei der Taufhandlung gebraucht), eine Bibel und eine Anstecknadel als Erinnerung an dieses Ereignis überreicht.

Über 61.000 € an Spendenaufkommen
Beim Gottesdienst am Samstagmorgen spendeten die Pfadfinder den Gesamtbetrag von 68.5333 US$ (61.440 Euro). Die größte Onlinespende betrug 4.900 US$ (4.393 Euro), der größte Einzelbetrag in bar vor Ort 1.000 US$ (897 Euro). Damit fehlten nur 31.467 US$ (28.210 Euro) an dem gesteckten Sammlungsziel von 100.000 US$ (89.650 Euro), so einer der Organisatoren des Pfadfindercamps. Der Erlös ist für Projekte wie die weltweite Vereinigung adventistischer Luftfahrt (Adventist World Aviation), Pfadfinder Evangelisation in Kuba und die Aktion „Bible & Buck“ (eine Bibel und 1 Dollar Porto für den Versand von Bibeln in den Ländern, in denen es wenige Bibeln gibt) gedacht.

Oshkosh 2024
In 5 Jahren wird das nächste große internationale Pfadfinderlager in Oshkosh, Wisconsin/USA ausgerichtet. Es findet vom 12.-17. August 2024 unter dem Motto: „Believe the Promise“ (Glaubt der Verheißung) statt. Der Ticketverkauf hat begonnen. Für die ersten 2.500 Tickets gibt es eine der begehrten Anstecknadeln. Infos unter https://camporee.org/.




Internationale Altaistik-Konferenz in Friedensau

Laut der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau kooperiert in Deutschland die PIAC mit dem Institut für Turkologie der Freien Universität Berlin. An der 62. Jahresversammlung nahmen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus über einem Dutzend Länder und Regionen teil. Sie kamen aus Japan, Korea, Russland, China, Taiwan, Kirgisistan, Kasachstan, Ungarn, Frankreich, der Mongolei, Türkei, den USA und Deutschland. Themen der aktuellen Tagung waren verschiedene Religionen wie der alttürkische Tengrismus und der Buddhismus, insbesondere ihr Verhältnis zum weltlichen Staat. Neben den Tagungsthemen stand auch die Erkundung der Region auf dem Programm. So wurden unter anderem der Dom in Magdeburg und die hugenottische Petrikirche in Burg bei Magdeburg besucht.

Friedensauer Hochschule
Die Theologische Hochschule Friedensau wurde 1899 gegründet und ist eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. In den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie können acht Bachelor- und Master-Studiengänge, zum Teil berufsbegleitend, sowie der Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ belegt werden. Weitere Informationen unter: www.thh-friedensau.de

Informationen zur PICA unter http://www.altaist.org/




Erstmals eine Frau zur Generalsekretärin von „Religions for Peace“ gewählt

Prof. Dr. Azza Karam
Laut einer Medienmitteilung von Religions for Peace wurde Azza Karam 1968 in Kairo/Ägypten geboren. Die Muslimin ist Staatsbürgerin der Niederlande und Professorin für Religion und Entwicklung an der Vrije Universität in Amsterdam. Zudem arbeitet sie aktuell für die Vereinten Nationen zu Fragen rund um Religion, Entwicklung und Demokratie. Die gebürtige Ägypterin arbeitete unter anderem als leitende Beraterin (Senior Advisor) für Kultur beim Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) und als Koordinatorin einer interdisziplinären Arbeitsgruppe für Religion und Entwicklung der Vereinten Nationen, wo sie ein interreligiöses Netzwerk für Bevölkerung und Entwicklung mit über 600 religiösen Organisationen aus aller Welt koordinierte. Seit den 1990er Jahren hat sie in verschiedenen Funktionen für eine Reihe von internationalen Organisationen gearbeitet.

Margot Kässmann ins Leitungsgremium von „Religions for Peace“ gewählt
Auch die deutsche Theologin Margot Kässmann, ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017 wurde in das Leitungsgremium von „Religions for Peace“ gewählt. In einem Interview mit domradio.de meinte sie nach ihrer Wahl: „Die Friedensfrage ist mir seit vielen Jahrzehnten ein Herzensanliegen. Ich denke, dass Religionen jetzt dringend zum Frieden beitragen müssen, weil sie doch allzu oft benutzt werden und sich benutzen lassen, um bewaffnete Konflikte zu verschärfen.“




Verlässliches Ausschiffungssystem für Gerettete gefordert

Pressekonferenz
Noch am Morgen hatten die Organisationen SOS MEDITERRANEE und Ärzte ohne Grenzen zu einem Pressegespräch nach Berlin geladen. Dort schilderten beide Hilfsorganisationen die Lage auf dem Rettungsschiff Ocean Viking und forderten einen sicheren Hafen für die 356 Geretteten sowie ein verlässliches Ausschiffungssystem. „Die europäischen Staaten müssen dafür Sorge tragen, dass sich die Blockade von Rettungsschiffen auf See nicht wiederholt!“.
Anfang August startete die Ocean Viking ihren Einsatz in internationalen Gewässern im Mittelmeer. In der Zeit vom 9. bis 12. August nahm das Schiff insgesamt 356 Schiffbrüchige an Bord und versorgte sie seit mittlerweile 13 Tagen. „Das Schiff kann 200 Personen für einige Tage gut versorgen, wir brauchen jetzt eine kurzfristige Lösung für die Ocean Viking,“ so Jana Ciernoch, Politische Referentin von SOS MEDITERRANEE. Der Konferenz zugeschaltete Crewmitglieder berichteten über die angespannten Zustände an Bord und Schicksale der Geretteten. Über 90 unbegleitete Minderjährige seien unter den Geflüchteten. Die Geretteten seien traumatisiert, berichten von dramatischen Erlebnissen in libyschen Flüchtlingslagern sowie von körperlichen und sexuellen Gewalttaten. Auch gegenüber Minderjährigen. „Einige Gerettete trieben über 40 Stunden auf dem Wasser, bis wir sie gefunden haben. Sie sind dehydriert, hungrig und geschwächt, benötigen medizinische und psychologische Hilfe,“ ergänzte Max Avis, Rettungskoordinator von SOS MEDITERRANEE aus Marseille.

Mit den Geretteten hatte die Ocean Viking in internationalen Gewässern zwischen Italien und Malta ausgeharrt und wartete auf eine Einfahrgenehmigung. Die Vorräte gingen zur Neige, Brauchwasser wurde bereits rationalisiert, viele Gerettete schliefen wegen Platzmangels an Deck.

Appell an EU-Staaten

Beide Hilfsorganisationen appellierten an die Staaten der Europäischen Union, endlich einen sicheren Hafen für die Geretteten zu öffnen. „Und es braucht ein verlässliches Ausschiffungssystem für Gerettete, statt jedes Mal wieder neu diskutieren zu müssen. Das ist wie bei anderen Rettungseinsätzen, es bleibt keine Zeit lange zu klären, in welches Krankenhaus Gerettete gebracht werden dürfen,“ appellierte Florian Westphal, Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen. „Solange es keine menschenwürdige Lösung gibt, werden wir weiter Menschenleben retten. Niemand darf auf See sterben,“ fügte Jana Ciernoch abschließend hinzu. Die Organisationen verwiesen auf das geltende Seerecht, wonach Staaten schnellstmöglich einen sicheren Hafen für aus Seenot Gerettete zur Verfügung stellen müssen. Die Ocean Viking ist derzeit das einzige Rettungsboot, welches im Mittelmeer unterwegs ist.

Nach der heute gefundenen europäischen Lösung zeigte sich SOS MEDITERRANEE erleichtert. Bevor die Ocean Vking so schnell wie möglich in den Rettungseinsatz im zentralen Mittelmeer zurückkehren kann, muss die Crew wechseln, sowie Treibstoff und weitere Vorräte an Bord gebracht werden.

Der Einsatz von SOS MEDITERRANEE und Ärzte ohne Grenzen wird durch ein Bündnis von Hilfsorganisationen, darunter ADRA Deutschland e.V., unterstützt.




Kolumbien: Venezolanische Migranten erhalten Hilfe für Start-ups

Die Familien haben Werkzeuge, Öfen, industrielle Lebensmittelmaschinen sowie Rohstoffe dazu Nähmaschinen, Drucker und Fast-Food-Karren, zum Verkauf auf den Straßen sowie weitere Ausrüstungen erhalten. Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Kolumbien hat allen Familien einen Korb mit Lebensmitteln und Spiele für die Kinder ausgegeben. Elf Stunden seien die Familien über die Verwendung der Geräte, den Verkauf von Produkten und die Verwaltung ihrer kleinen Unternehmen geschult worden, berichtet die Kommunikationsabteilung der Siebenten-Tags-Adventisten in Kolumbien. Die Geschäftsinhaber werden einmal im Monat mit den Mitarbeitenden der Universität zusammentreffen, damit diese die Projektentwicklung begleiten und unterstützen können.

Ermöglicht wurde das Projekt durch Gelder, Lebensmittel und Rohstoffe, die von Adventisten und nichtadventistischen Familien für das Projekt zur Verfügung gestellt wurden. Sie haben auch den Transport organisiert, um die Waren zu den Häusern der Begünstigten zu bringen. Im November sollen weitere 20 Familien vom Projekt profitieren.




Iran verschärft Verfolgung von Menschen, die vom Islam abfallen

„Nur die Aufmerksamkeit der Welt hält diese Menschen am Leben“
Nichtmuslime werden laut IGFM im Iran seit der islamischen Revolution systematisch diskriminiert. Angehörigen „geschützter Religionen“ – Christen, Juden und Zoroastrier – wird lediglich ein Existenzrecht „gewährt“. Andersgläubige, Atheisten und Christen, die früher Muslime waren, sind praktisch rechtlos. „Die iranischen Behörden missachten systematisch bindende Verträge des Völkerrechtes und sogar das eigene iranische Recht“, kritisiert der Sprecher des IGFM Vorstands, Martin Lessenthin, „nur die Aufmerksamkeit der Welt hält diese Menschen am Leben“. Der Iran sei der bedeutendste unter den wenigen Staaten, die sich weigern, die UN-Antifolterkonvention zu ratifizieren, schreibt die Menschenrechtsorganisation.

Beispielhaft nennt die IGFM den iranischen Konvertiten Ebrahim Firoozi. Wie viele frühere Muslime ist er seit Jahren im Visier des iranischen Geheimdienstes – vor allem, weil er nicht aufhört, über seinen neuen Glauben zu sprechen. Nach mehreren Verhaftungen ist der inzwischen 34-jährige Iraner im Jahr 2015 zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er wollte christliche Hauskreise gründen. Die iranische Justiz sah darin den Versuch „eine Gruppe mit der Absicht zu gründen, die nationale Sicherheit zu stören“. Ob er nach den fünf Jahren Gefangenschaft tatsächlich aus dem Rajaee Shahr-Gefängnis im nordiranischen Karaj freigelassen wird, ist nach den Erfahrungen der IGFM völlig offen. Politische Gefangene würden vielfach nicht nur völlig willkürlich verhaftet, sondern auch ebenso willkürlich weiter gefangen gehalten.

Willkür und Folter, damit Konvertiten wieder Muslime werden

Ein anderer christlicher Konvertit berichtete der IGFM, dass er in einer mit 80 Häftlingen vollgestopften, fensterlosen und unterirdischen Zelle eingesperrt gewesen sei, die für 20 Personen angelegt war. Der Iraner sei allein wegen seiner christlichen Gemeindearbeit willkürlich verhaftet, misshandelt und gefoltert worden – obwohl er in keiner Weise gegen iranisches Recht verstoßen habe. Durch die Tritte bei „Verhören“ habe er innere Verletzungen erlitten. Ärzte des Gefängnisses und eines Zivilkrankenhauses hätten über ein Jahr lang gefordert, dass er wegen der Misshandlungen operiert werden müsse – doch die Behörden hätten ihm die dringend notwendige Hilfe verweigert. Der Konvertit habe monatelang kein Sonnenlicht gesehen. In der Einzelhaft habe das Kunstlicht in seiner winzigen Zelle Tag und Nacht gebrannt. Eine Matratze habe er nur kurz gehabt, nachdem er nach einem „Verhör“ in ein Krankenhaus eingeliefert worden sei. Als die Wärter ihn wieder abholten, hätten sie ihn vor dem schockierten Krankenhauspersonal geschlagen und gedemütigt. Seine Peiniger hätten ihm immer wieder deutlich gemacht, dass es nur einen einzigen Weg in die Freiheit gäbe: Er müsse wieder Muslim werden. Letztlich sei er dennoch entlassen worden, so IGFM. Westliche Politiker hatten sich mehrfach direkt für seine Freilassung eingesetzt und damit die iranische Führung unter Druck gesetzt.




UN-Gedenktag für Opfer religiöser Gewalt

Der Entwurf zur Resolution war vom polnischen Außenminister Jacek Czaputowicz eingebracht und von acht weiteren Staaten unterstützt worden. Die Resolution verurteilt jede Art von Gewalt gegen Personen auf der Grundlage ihrer Religion oder Weltanschauung sowie jeden direkten Angriff gegen deren Häuser, Geschäfte, Unternehmen, Schulen, Kulturzentren und Gebetsstätten sowie Anschläge auf Personen, religiöse Stätten und Heiligtümer. Dies verstoße gegen das Völkerrecht, heißt es im Dokument. Es sei eine der Hauptaufgaben von Staaten, die Menschenrechte zu schützen und zu fördern. Das beinhalte auch den Schutz von Personen, die zu religiösen Minderheiten gehörten, einschließlich ihres Rechts, ihre Religion oder Weltanschauung frei auszuüben.

Demnach sei es auch wichtig, dass die bestehenden Vorschriften besser in den Rechtssystemen umgesetzt und durchgesetzt werden, damit Individuen vor Diskriminierung und Hassverbrechen geschützt seien.

Christen stark von Diskriminierung und Gewalt betroffen
Die Christen sind mit Blick auf globale Religionen weltweit am stärksten von religiös motivierter Gewalt betroffen, wie das Pew Research Center in Washington/USA herausfand. Der jüngste unabhängige Bericht im Auftrag des britischen Außenministers bestätigt diese Einschätzung, so Open Doors Deutschland, ein christliches Hilfswerk, das sich für verfolgte Christen einsetzt.

Der Leiter von Open Doors Deutschland, Markus Rode, begrüßt den neuen UN-Gedenktag und erinnert an die Millionen Christen, die verfolgt werden: „In zahlreichen Ländern gibt es keine oder nur eine sehr eingeschränkte Religionsfreiheit. Christen in vielen islamisch geprägten Ländern sind wegen ihres Glaubens hohem gesellschaftlichen Druck, Anfeindungen und Hass ausgesetzt. In China übt die Regierung systematisch Druck auf alle Andersdenkenden aus. Besonders im Visier sind Mitglieder nicht registrierter Kirchen, weil sie ihre Loyalität zu Jesus Christus über die zu Staatschef Xi Jinping stellen. Im Iran und weiteren Ländern drohen Konvertiten zum christlichen Glauben Haft und sogar die Todesstrafe. All‘ dies sind weitere Formen von Gewalt.“

Tödliche Angriffe auf Christen und Kirchen
Open Doors veröffentlicht jährlich den Weltverfolgungsindex, der die 50 Länder auflistet, in denen die Situation für Christen am schwierigsten ist. Aus der Ausgabe 2019 geht hervor, dass zwischen November 2017 und Oktober 2018 in den 50 untersuchten Ländern mehr als 4.100 Christen aus religiösen Gründen getötet wurden, darunter 3.700 allein in Nord- und Zentralnigeria.

An Ostern 2019 starben bei Angriffen auf drei Kirchen in Sri Lanka mehr als 250 Menschen; 176 Kinder verloren Mutter oder Vater oder beide Elternteile; einige Familien verloren alle ihre Kinder. Anfang dieses Jahres kamen bei einem Angriff in einer Kirche auf den Südphilippinen 20 Menschen ums Leben. In Indonesien griffen Selbstmordattentäter 2018 an einem einzigen Tag drei Kirchen an.

Zum Weltverfolgungsindex von Open Doors:
https://www.opendoors.de/christenverfolgung/weltverfolgungsindex.

Zur TV-Serie „Gesichter der Verfolgung“:
https://www.hopechannel.de/tv/mediathek/serie/ml/gesichter-der-verfolgung/




Adventisten: Resilienz im Zentrum des Aktionstages am 24. August

Resilienz
In diesem Jahr geht es um Gottes Weg zur Resilienz. Nach Dr. Julian M. Melgosa, assoziierter Leiter der Erziehungsabteilung der Weltkirchenleitung, geht es um „die Fähigkeit, sich von Unglücksfällen [zu] erholen oder sich Veränderungen anpassen zu können.“ Diese Art von Resilienz sei die Fähigkeit, sich gut anzupassen, wenn man mit einem verstörenden Ereignis wie Unglücksfällen, Verletzungen, tragischen Ereignissen, Bedrohungen und anderen Stressauslösern konfrontiert wird. Dazu gehöre auch häusliche und sexuelle Gewalt.

Schwerpunkttag am vierten Samstag im August
Im Jahre 2001 hat die Weltkirchenleitung der Adventisten erstmalig einen Aktionstag zur Prävention von Missbrauch ausgerufen. 2014 wurde er in „enditnow (jetzt beenden) Schwerpunkttag“ umbenannt. Beim „enditnow“-Tag gestalten Frauen auf der ganzen Welt Gottesdienste und Seminare, in denen sie darauf hinweisen, wie wichtig es ist, dass die Kirche das Problem von Missbrauch und Gewalt nicht verschweigt.

Materialpakete
Von der Webseite adventistischer Frauen im deutschsprachigen Raum können Materialien zu diesem Tag heruntergeladen werden (www.sta-frauen.de). Dazu gehören formulierte Referate, Power-Point-Präsentationen sowie ausgearbeitete Seminare zu den Themen „Heilsames Denken“ und „Vergebung“. Es heißt dort zu den Beweggründen: „Obwohl für viele Menschen ein unbequemes Thema, ist es immer deutlicher geworden, dass Missbrauch ein ernsthaftes Problem für Christen, [auch] Siebenten-Tags-Adventisten ist.“ Missbrauch in jeglicher Form entstelle den Leib Christi – das gelte sowohl für Opfer und Täter als auch für die Kirchengemeinde, die mit den verletzten Mitgliedern zurückbleibe.

enditnow
Bei einem „enditnow-Schwerpunkttag“ sagen Siebenten-Tags-Adventisten ein deutlichen NEIN zu jeglicher Form von Gewalt. An diesem Tag bieten sich Möglichkeiten für örtliche Kirchengemeinden, das Thema anzusprechen und damit zu enttabuisieren, das Schweigen zu brechen, Kirchenmitglieder und Kirchenleiter für diese Problematik zu sensibilisieren, die Gesellschaft zu informieren und den Opfern Hilfsangebote zu eröffnen.




Gemeinsame Zukunft als Ziel der 10. Weltkonferenz „Religions for Peace“

Etwa 800 hochrangige religiöse Führer, Jugendliche und gläubige Frauen der großen Weltreligionen wie Bahá’í, Buddhisten, Christen, Hindus, indigenen Religionen, Jain, Juden, Islam, Sikh, Zoroastri werden von 100 Vertretern von Regierungen, zwischenstaatlichen Organisationen und zivilgesellschaftlichen Gruppen unterstützt, um in den vier Konferenztagen, nach Aussagen der Veranstalter, weitreichende Partnerschaften zum Wohle der Allgemeinheit aufzubauen. Das Motto der Tagung lautet: „Sorge für unsere gemeinsame Zukunft – durch Förderung des positiven Friedens“.

Die Versammlung selbst sei eine Zeit multireligiösen Handelns. Religionsführer aus Konfliktzonen würden an Konfliktmediationssitzungen unter weiteren Religionsführern und anderen wichtigen Interessengruppen teilnehmen. Diese privaten Friedensgespräche hätten bei früheren Konferenzen zu sehr positiven Ergebnissen auf dem Balkan, in Westafrika, im Nahen Osten, in Sri Lanka und Indonesien geführt. Nationale interreligiöse Räte (IRCs) und Gruppen würden bewährte Praktiken austauschen, um besser gerüstet zu sein, konkrete Maßnahmen vor Ort in ihren eigenen Ländern zu ergreifen.

Die 1970 in Kyoto/Japan gegründete Versammlung Religions for Peace ist seit 1973 als Nichtregierungsorganisation bei den Vereinten Nationen akkreditiert und hat ihren Sitz in New York/USA. Alle 5 – 7 Jahre organisiert die Organisation eine Weltversammlung. Bei dem diesjährigen Treffen stehen zwei konkrete Ziele auf der Agenda: Nach den Anschlägen auf Kirchen in Sri Lanka und eine Moschee in Christchurch sollen mit Hilfe einer globalen Bewegung sogenannte „Schutzringe“ um religiöse Stätten errichtet werden. Zweitens sollen die Rechte afrikanischer Frauen gestärkt und sie besser vor sexueller Gewalt geschützt werden.

Weiter will die Konferenz Friedensprozesse vorantreiben und sich für Zusammenarbeit, Menschenrechte, Klimawandel und Umweltschutz einsetzen. Am Rande der Tagung finden außerdem Gespräche zwischen Konfliktparteien aus Myanmar, Bangladesch, Nord- und Südkorea und Süd-Sudan statt.

Der Künstler Gisbert Baarmann hat aus Anlass der Weltkonferenz die 7,5 Meter hohe Skulptur „Ring of Peace“ (Friedensring) aus Lärchenholz im Luitpoldpark am Ufer des Bodensees geschaffen. 36 Hölzer aus aller Welt sind darin verarbeitet. Der sogenannte „Möbiusring“ steht als Symbol für den Frieden unter den Religionen, ohne oben und unten, innen und außen.




Adventisten: großes soziales Engagement bei Pfadfindertreffen

„Talente“ in Portugal
Die Idee in Portugal war einfach und wirkungsvoll: Pfadfinder waren eingeladen, an Themenworkshops teilzunehmen, in denen sie neben dem Erlernen von Fertigkeiten auch einige kleine Perlen, die sogenannten „Talente“ und eine sehr wertvolle „Josua-Karte“ (im Wert von je 50 Talenten) erwarben. Diese Talente konnten sie im eigens dazu organisierten Lagerleben (ein spezielles Programm, bei dem Pfadfinder Essen oder Aktivitäten kaufen konnten) ausgeben. Es gab aber auch eine andere Möglichkeit. Die fast 4.000 Pfadfinder wurden über das Hilfsprojekt der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA zur Unterstützung von 30 Kindern in São Tomé informiert, so dass ihre Spenden (in Form der „Talente“ und „Karten“) dazu beitragen würden, die bedürftigen Kinder ein ganzes Jahr lang zu ernähren und zur Schule zu schicken. Sponsoren würden diese Spenden dann in reales Geld umwandeln.

Das Ziel der Pfadfinder waren 10.000 Talente oder 200 Karten. Voller Überraschung kündigte Pastor Jonatan Tejel am letzten Morgen die erstaunliche Anzahl von 76.951 Talenten an, die von den Pfadfindern gesammelt wurden; fast das Achtfache des ursprünglichen Ziels. „Es gibt Hoffnung für die Zukunft“, so João Martins, Exekutivdirektor von ADRA Europa. „Wenn wir das uneigennützige Verhalten all‘ dieser Pfadfinder sehen, können wir sicher sein, dass Sensibilität für die Bedürfnisse anderer Menschen eine ihrer Charaktereigenschaften ist.“

5.000 Notfallbehälter in USA
Auf dem großen Lager in Oshkosh/USA gab es eine andere Herausforderung. Marshall Gonzales, Direktor des Adventistischen Sozialdienstes (Adventist Community Services ACS) der Adventisten im Südwesten der USA erklärt: während einer Katastrophe sei ein 5-Gallonen-Eimer [entspricht 19 Liter] mit dringend benötigten Reinigungs- und Hilfsmitteln Gold wert für jemanden, der gerade eine Naturkatastrophe überlebt habe. Wichtig sei es, solche Behälter in ausreichender Menge bereit zu haben, um sie im Notfall verteilen zu können.

So waren die etwa 55.000 anwesenden Pfadfinder eingeladen, die Behälter füllen zu helfen. Es wurde eine Packstraße mit den Behältern und den Inhalten eingerichtet. Die Eimer, enthielten Haushaltsreiniger, Geschirrspülmittel, Scheuerschwämme, Schrubberbürsten, Reinigungstücher, Staubmasken, Küchen-, Einweg- und Arbeitshandschuhe, Müllbeutel, Waschmittel, Papierhand- und Desinfektionstücher, eine Wäscheleine, Wäscheklammern und ein Spray zum Insektenschutz. Die Organisatoren waren von der Einsatzbereitschaft der Pfadfinder begeistert. „Die Pfadfindergruppen sind einfach fantastisch“, so Julie Gonzales aus Keene, Texas/USA. „Viele sind mehrmals gekommen; und eine Gruppe aus Alvarado, Texas/USA blieb ganze drei Stunden“.

ADRA, die Adventistische Katastrophen- und Entwicklungshilfeorganisation besteht aus einem weltweiten Netzwerk aus über 130 Länderbüros. Der staatlich anerkannten Nichtregierungsorganisation helfen die vorhandenen Strukturen in den einzelnen Ländern bei der schnellen Durchführung von Hilfsprojekten – besonders der Katastrophenhilfe.

Der Adventistische Sozialdienst ACS (Adventist Community Service) ist der offizielle gemeinnützige Sozialdienst der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Bereich Nordamerika und Kanada mit über 1.250 lokalen Büros.




Die Bibel im Jahr 2020 erneut weltweit im Fokus

In seiner Ansprache an die Tausenden, die beim „Jesus Global Youth Day“ (Globaler Jesus Jugendtag) vom 8. bis 10. August in der philippinischen Hauptstadt Manila versammelt waren, hob Bischof Efraim Tendero die beispiellose Rolle der Bibel in über tausend Jahren Weltgeschichte hervor. „Weist auf die Bibel und den Schöpfer hin, dessen Wort wahr, rechtschaffen und für immer gültig ist“, ermutigte der Generalsekretär der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA) die jungen Christen.

Einjährige Initiative startet im September 2019

„Wir werden die Bedeutung der Bibel als dauerhafte Grundlage für die Förderung von Einheit, Freiheit, Entwicklung und Lebensqualität heute und in den kommenden Jahren hervorheben“, so Tendero.

Die einjährige Initiative wird von Werken wie „Wycliffe“, „Jugend mit einer Mission“, „CVJM“ und „Call2All“ unterstützt. Anschließend wird damit gerechnet, dass Allianzen in den Mitgliedsländern nationale Initiativen starten. In seinem letzten Abschlussbericht als Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA) hatte sich Hartmut Steeb anlässlich der 56. Hauptversammlung der DEA bereits im März für ein neues Jahr der Bibel ausgesprochen: „Ich würde mich sehr freuen, wenn noch einmal ein Jahr der Bibel mit einer … breiten Trägerschaft möglich würde.“

Wort Gottes lebenslange Verpflichtung
„Das globale Jahr der Bibel 2020 wird ein Jahr lang einen Schwerpunkt setzen; es zielt jedoch darauf ab, die Grundlage für eine lebenslange Verpflichtung zu stärken, nach dem wahren und dauerhaften Wort Gottes zu leben“, schreibt die WEA dazu. Als Motto für das Bibeljahr sei ein Bibelvers aus Psalm 119 Vers 160 ausgewählt: „Die Summe deines Wortes ist Wahrheit, und jedes Urteil deiner Gerechtigkeit währt ewig“.

In einem Rundschreiben listet die WEA die Ziele dieses Bibeljahres auf:
• zunehmendes und reflektierendes Lesen der Bibel durch Einzelpersonen und Gemeinschaften auf der ganzen Welt;
• Übersetzung, Veröffentlichung und Verbreitung der Bibel in so vielen Sprachen, wie sie benötigt wird;
• Menschen, insbesondere der jüngeren Generation, sollen in allen Lebensbereichen Ressourcen bereitgestellt werden, die eine bessere Auseinandersetzung mit der Bibel ermöglichen.

In Deutschland gab es 1992 mit „Jahr mit der Bibel“ und 2003 mit „Jahr der Bibel 2003“ ähnliche Initiativen mit Fokus auf das Bibelbuch. Mit der WEA sind nach eigenen Angaben etwa 600 Millionen evangelikale Christen verbunden.




Spendenbereitschaft deutscher Adventisten mit 58 Millionen Euro ungebrochen

„2018 war in finanzieller Hinsicht ein sehr segensreiches Jahr“, kommentierte der Finanzvorstand der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, Dieter Neef, das vorgelegte Zahlenwerk. Er wies darauf hin, dass die Wirtschaftskraft in der Bundesrepublik unterschiedlich verteilt sei, wie das Spendenverhalten zeige: während 19.200 Adventisten in Nord- und Ostdeutschland durchschnittlich 1.426 Euro pro Mitglied gaben, waren es in Süddeutschland bei 15.592 Mitgliedern 1.856 Euro pro Adventist.

Die Spenden für die Außenmission in Höhe von 2,8 Millionen Euro sind gegenüber dem Vorjahr etwas rückläufig, wogegen die Haushaltsbeiträge für die lokalen Kirchengemeinden mit insgesamt 11,4 Millionen Euro um knapp 2 Millionen Euro gestiegen sind. Die Adventisten erheben keine Kirchensteuer, sondern unterhalten ihre Pastoren und Institutionen durch freiwillige Gaben, zu denen auch der biblische „Zehnte“ gehört. Die Zehntensteigerung betrug in Nord- und Ostdeutschland 3,8 Prozent, in Süddeutschland sogar 5,8 Prozent. Viele Mitglieder geben neben zehn Prozent ihres Einkommens weitere Spenden für besondere Projekte.




Medienzentren kooperieren bei internationalem Projekt zum Thema „Unsicherheit“

„Uncertainty“ – ein Projekt der Hoffnung
„Wir wollen Hoffnung vermitteln. Unsicherheit ist ein existentielles Thema, das heute im Leben eines jeden Menschen präsent ist, unabhängig von gedanklichen oder religiösen Überzeugungen. Wir denken, wir haben die Möglichkeit, dem Publikum zu helfen, es zu führen zu inspirieren und ihm die Bedeutung der Botschaft der Hoffnung zu zeigen, mit der wir leben“, sagte Adrian Dure, Gesamtkoordinator des cross-medialen Projekts und Dokumentarfilmregisseur beim Europäischen „Medienzentrum Stimme der Hoffnung“ der Freikirche in Alsbach-Hähnlein/Deutschland.

Ein cross-mediales Vorhaben
Das internationale Projekt will zeigen, wie Unsicherheit im Leben verschiedener Menschen eine Rolle spielt. Es will auch zeigen, wie man mit Unsicherheit umgeht und welches Wachstum daraus entstehen kann, so Dure. Dazu gehören verschiedene Medienprojekte wie z. B. ein interkultureller Dokumentarfilm mit Geschichten aus verschiedenen Regionen dieser Welt, ein Buch, eine Kurzfilmkampagne für Soziale Medien sowie zwei spezielle und exklusive Produktionen aus Nord- und Südamerika. Alle diese Projekte werden mit biblischen Prinzipien verknüpft sein, sagte Dure. Zu wissen, dass wir „nicht alleine sind in dieser Welt“, sei ebenso ein biblisches Prinzip, das in dem Projekt hervorgehoben werde.

Ein weiterer Projektbeteiligter, Abel Márquez aus Mexiko, meint: „Wir sind gespannt, wie die technische und kreative Seite in diesem Projekt zusammenkommen wird. Wichtiger jedoch ist, dass die Botschaft des Films für viele unterschiedliche Menschen zugänglich wird.“

Präsentation im Frühjahr 2020 geplant
Bei dem achtmonatigen internationalen Cross-Media-Vorhaben produzieren mehrere Medienzentren Geschichten, die den Film bereichern, so Dure. Das Projekt wird voraussichtlich im März 2020 abgeschlossen sein, rechtzeitig vor der nächsten Konferenz europäischer, adventistischer Medienschaffender (GAIN) im April 2020 in Bukarest/Rumänien.




Zum Schulanfang beste Wünsche von ADRA

Bildung ist der Schlüssel
„Wir wüschen den eingeschulten Kindern einen tollen Start in ihre Schullaufbahn. Den älteren Schülerinnen und Schülern wünschen wir ebenfalls viel Erfolg in der Schule“, so Christian Molke, Geschäftsführer von ADRA Deutschland e.V.. Das Bildungssystem in Deutschland gehöre zu den besten auf der ganzen Welt. ADRA denke auch an diejenigen, die keinen oder eingeschränkten Zugang zu Bildung haben. Gerade Bildung sei der Schlüssel zu nachhaltiger Entwicklung. Deshalb fördere ADRA Deutschland in den Projekten Kinder und Erwachsene, die keine Schulbildung erhalten hätten. So würde ADRA beispielsweise Lehrpläne entwickeln und Schulen in Somalia bauen oder die Alphabetisierung von Frauen in Burundi fördern.

Bildung ist ein Menschenrecht
Derzeit wird das Recht auf Bildung weltweit über 262 Millionen Kindern verwehrt. Ohne Bildung sind Kinder gefangen in einem Teufelskreis, geben die Armut an die nächste Generation weiter. Kinder von bildungsfernen Eltern leiden häufiger an Unterernährung und sterben vor der Vollendung des fünften Lebensjahres. Dazu kommt, dass ein Kind, das nicht zur Schule geht, anfälliger ist für Menschenhandel, schneller als Kindersoldat missbraucht wird und ein erhöhtes Risiko für frühe Heirat, Teenager-Schwangerschaft und Kinderarbeit hat.

Initiative „Every Child. Everywhere. In School.“
Um auf die Bedeutung der Bildung in der Entwicklungszusammenarbeit hinzuweisen hat ADRA im Februar die weltweite Kampagne „Every Child. Everywhere. In School.“ ins Leben gerufen. Teil dieser Initiative ist eine Petition mit dem Ziel, eine Million Unterschriften zu sammeln, damit sich die Vereinten Nationen mit dem Anliegen beschäftigen. Dazu wird ein Team von ADRA in den nächsten vier Wochen jeweils mittwochs im hessischen Darmstadt mit einem Informationsstand vertreten sein. Dort können die Bürger und Bürgerinnen mehr über die Kampagne erfahren und auch direkt die Petition unterstützen.




Taipehs Krankenhäuser sollen muslimfreundlich werden

Adventistisches Krankenhaus in Vorreiterrolle bei „halal“-Anerkennung
Das Taiwan Adventist Hospital wurde 1955 gegründet, hat 380 Betten und bekam bereits 2018 die offizielle „halal“-Anerkennung. Die Zertifizierung erfolgte durch den indonesischen Ulema-Rat (Majelis Ulama Indonesia). Halal ist ein arabisches Wort und kann mit „erlaubt“ und „zulässig“ übersetzt werden. Es bezeichnet alle Dinge und Handlungen, die nach islamischem Recht zulässig sind.

Die Mahlzeiten des Krankenhauses sowie die Medikamente und auch die Pflegeprodukte entsprechen der strengen Norm. Die Klinik verfügt über einen muslimischen Gebetsraum samt Gebetsteppichen, Exemplaren des Koran und Waschgelegenheiten. Die Speisekarte offeriert über 200 verschiedene „halal“-zertifizierte Speisen und Snacks.

Der Prozess, das „halal“-Zertifikat zu erhalten, war sehr kompliziert, gestand der Präsident des Taiwan Adventist Hospital, Huang Hui-ting. Das betreffende Personal musste auswärts geschult und eine Prüfungskommission zur Bestimmung der „halal“-Einstufung gebildet werden, so die Taipeh Times.

Nun sei das Krankenhaus in der Lage, auch anderen Krankenhäusern zu helfen, eine muslimfreundliche Umgebung zu schaffen und die „halal“-Zertifizierung zu erlangen.

Der Global Muslim Travel Index aus Singapur stufte 2018 Taiwan als fünftes der muslimfreundlichen Länder unter den Reiseländern ein, die nicht der Organisation für islamische Zusammenarbeit (OIC) angehören.

Gemäß Chi Yu-chin vom Gesundheitsministerium, besuchten zwischen 2014 und 2018 etwa 8.000 Personen, in der Mehrheit Muslime aus Malaysia, Indonesien, Bangladesch und den Staaten des Nahen Ostens Taipeh, um medizinisch behandelt zu werden. Außerdem leben derzeit schätzungsweise 300.000 Muslime in Taiwan. Ende März 2019 waren 270.680 Gastarbeiter und Gastarbeiterinnen aus Indonesien in Taiwan registriert.

Adventisten in Taiwan
Unter den 23,5 Millionen Einwohnern von Taiwan sind 6.714 Mitglieder der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in 58 Kirchgemeinden organisiert. Sie feiern ihre Gottesdienste am Samstag (Sabbat), dem biblischen Ruhetag. Neben dem Krankenhaus mit 380 Betten in Taipeh unterhalten die Adventisten auch ein College mit rund 320 Schülern.




Kanada: ADRA unterstützt durch Waldbrände vertriebene einheimische Bevölkerung

Waldbrände im Nordwesten von Toronto
In der ersten Juniwoche dieses Jahres zwangen Waldbrände in Nordontario/Kanada, die dort im Indianerreservat lebenden Pikangikum First Nation Einwohner aus ihren Häusern zu fliehen. Mit First Nation werden die meisten indigenen Völker in Kanada bezeichnet. Sie mussten in Notunterkünfte in Sioux Lookout und Thunder Bay evakuiert werden. ADRA-Kanada (Adventist Development and Relief Agency) half mit Unterstützung der regionalen Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Ontario den Menschen, die mit sehr wenig Hab und Gut aus ihren Häusern fliehen mussten,

Viele geflüchtete Kinder
Ein Team von Freiwilligen, darunter zwei Krankenschwestern, flog von Toronto nordwestlich nach Thunder Bay am Oberen See und fuhren dann vier Stunden weiter zum Ort Sioux Lookout. Dort wurden die Evakuierten aufgenommen und versorgt. Die ADRA-Freiwilligen arbeiteten rund um die Uhr. Etwa die Hälfte der Vertriebenen seien Kinder, berichteten die Einsatzkräfte. Die freiwilligen Helfer spielten mit den Kindern, um sie zu beschäftigen. Erst nach mehreren Tagen tauten die Kinder langsam auf und Helfer und Kinder erlebten bewegende Momente zusammen.

Neben der Betreuung der Kinder und Jugendlichen gehörten Transport- und Hilfsdienste zu den Aufgaben der Helfer. Nach drei Tagen in Sioux Lookout wurde das Team gebeten, in dem zweiten Notlager zu helfen, das ADRA in Thunder Bay unterstützte. Nach fünf Tagen ging es wieder zurück nach Toronto.

Krisenvorbereitung erforderlich
In Kommentaren zu ihrem Einsatz äußerten die Freiwilligen, es sei notwendig, dass Kirchengemeinden frühzeitig auf solche Hilfseinsätze vorbereitet würden, um dann schnell reagieren zu können, besonders bei einem Notfall direkt vor Ort. Nach Angaben der kanadischen Regierung sind bereits 2.405 Waldbrände in diesem Jahr gezählt worden. Fast jede Provinz kämpfe mit den Flammen.




USA: Massenerschießungen – Adventisten stellen Care Teams

Nach Kontaktaufnahme von W. Derrick Lea, Direktor des Adventistischen Sozialdienstes (ACS) der Nordamerikanischen Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten (NAD), mit dem Amerikanischen Roten Kreuz, stellte ACS ein Care Team mit Englisch und Spanisch sprechendem Fachpersonal im Familienbetreuungszentrum von El Paso zur Verfügung. Am 7. August habe die Einrichtung rund 200 Personen helfen können, schreibt der Adventistische Sozialdienst auf seiner Webseite.

ACS hat ebenso mit den Behörden in Mexiko Kontakt aufgenommen, um auch betroffenen Mexikanern, die aufgrund eines ungeklärten Aufenthaltsstatus in den USA die Angebote des Familienbetreuungszentrums von El Paso nicht in Anspruch nehmen wollten, Hilfe anzubieten.

Betroffene protestieren bei US-Präsident Trumps Besuch in El Paso
Am 8. August besuchte US-Präsident Trump El Paso. Viele Betroffene hätten sich am Protest gegen seinen Besuch in El Paso beteiligt. Deshalb sei die Zahl der Hilfesuchenden im Familienbetreuungszentrum an diesem Tag massiv eingebrochen, schreibt ACS. Am 11. August hat laut ACS ein zweites Care Team das erste abgelöst.

Care Team auch in Dayton
Andrew Mobley, Leiter des Adventistischen Sozialdienstes der regionalen Kirchenleitung in Columbus, Ohio, informierte die Behörden in Dayton, Ohio, dass ein Care Team zur psychologischen Begleitung von Angehörigen bereitstehe.

Der Adventistische Sozialdienst forderte die Besucher seiner Webseite auf, „für die ACS-Teams und die Familien, die unter dieser Tragödie leiden“, zu beten.




Papua-Neuguinea: Adventistische Freikirche eröffnet „House of Care“ zum Schutz vor familiärer Gewalt

Gemeinschaftsprojekt
Das „House of Care“ wurde durch die Partnerschaft der örtlichen Kirchengemeinde mit der adventistischen Hilfsorganisation ADRA sowie dem Avondale College ermöglicht. Sowohl Kirchen- als auch Regierungsvertreter äußerten die Hoffnung, dass das Haus zu einem Modell für andere Kirchengemeinden im Land werde und bei der Bekämpfung von familiärer und sexueller Gewalt in ganz Papua-Neuguinea eine Vorreiterrolle übernehme. In Anwesenheit von Führungspersönlichkeiten aus Kirche und Politik sowie Hunderten von Kirchenmitgliedern der Freikirche wurde das Gebäude eingeweiht.

Optimistisches Projekt

„Es ist großartig, heute hier zu sein und die Hoffnung und den Optimismus zu sehen. Es ist ein fantastisches Projekt, vor allem weil es der Gesellschaft dient und dieses wirklich ernste Problem angeht“, so Ed Wilkinson, ökonomischer Berater beim australischen Hochkommissariat in Port Moresby. Es sei ein Anfang, aber es ginge nicht nur darum, direkt auf die Bedürfnisse von Frauen einzugehen, die von familiärer und sexueller Gewalt betroffen sind, sondern auch darum, die Vorstellungen und Wahrnehmungen von Männern und der papua-neuguineischen Gesellschaft zu verändern.




Adventisten: internationale Pfadfindertreffen in diesem Jahr

Camporées haben adventistische Pfadfindertradition
Camporées entsprechen den Jamborees des Weltpfadfinderverbandes. In Deutschland haben Zeltlager der adventistischen Pfadfinder eine lange Tradition. 1957 wurde die erste „Jungfreundefreizeit“ in Freudenstadt durchgeführt. Später nannten sie sich die „Christlichen Pfadfinder der Adventjugend (CPA)“, die Pfadfinderorganisation innerhalb der Jugendabteilung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland.

Zu den Feiertagswochenenden wie Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten finden regelmäßig solche Freizeiten und Zeltlager in den Bundesländern statt. Manche Bundesländer führen gemeinsame Treffen durch. Ein Pfadfinderlager mit deutschlandweitem Charakter ist das Osterlager Friedensau (OLaF) auf dem großen Zeltplatz beim Hochschulgelände Friedensau/Sachsen-Anhalt.

1977 nahmen die deutschen adventistischen Pfadfinder und Pfadfinderinnen am ersten internationalen Camporée der teilkontinentalen Kirchenleitung für West- und Südeuropa (Euro-Africa-Division/EUD) in Malcesine/Italien teil. Sowohl das Treffen in Portugal als auch das Event in Südengland entsprechen dieser Tradition.

Mega Pfadfindertreffen
Im Januar dieses Jahres fanden auf dem südamerikanischen Kontinent in Barretos, nördlich von São Paulo/Brasilien, zwei aufeinanderfolgende Camporées mit jeweils über 50.000 Teilnehmern statt. Das alle fünf Jahre stattfindende Ereignis brachte Jugendliche aus den acht Ländern Argentinien, Brasilien, Bolivien, Chile, Ecuador, Paraguay, Peru und Uruguay zusammen.

Vom 12. Bis 17. August werden bis zu 55.000 Teilnehmer beim internationalen Camporée in Oshkosh, Wisconsin/USA erwartet. Unter dem Motto: „Chosen“ (Erwählt) geht es um die biblische Figur des David. Wie bei allen solchen Lagern können die Pfadfinderinnen und Pfadfinder Gradabzeichen erwerben, handwerkliche Fähigkeiten erlernen und einsetzen, Anstecknadeln austauschen, Freundschaften schließen und erneuern, ihren Glauben stärken und beeindruckende Ereignisse erleben. Das internationale Camporée in Oshkosh ist das Mega-Event der weltweiten adventistischen Pfadfinderbewegung.

Adventistische Pfadfinder weltweit
Nach eigenen Angaben sind etwa 2,6 Millionen Pfadfinderinnen und Pfadfinder in über 90.000 lokalen Gruppen zusammengeschlossen. Deutschlandweit sind etwa 3.500 CPA’s in 180 Gruppen aktiv. Sie sind in den meisten Fällen an lokale Kirchengemeinden angebunden.

Die Abendveranstaltungen in Oshkosh können ab 13.08. über HopeChannel im Live-Stream verfolgt werden. Mehr Infos: https://www.hopetv.org/camporee.




Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten Gastmitglied der ACK Bayern

Zustimmung aller ACK-Mitgliedskirchen
Der Vorstand und der Ständige Ausschuss der ACK Bayern hätten mehrfach und ausführlich über den Antrag auf Gastmitgliedschaft beraten, so der Geschäftsführer der ACK Bayern, der griechisch-orthodoxe Theologe Georgios Vlantis. In der Sitzung des Ständigen Ausschusses am 13. Oktober 2018 sei einstimmig bei zwei Enthaltungen beschlossen worden, den Kirchenleitungen die Zustimmung zu dem Aufnahmeantrag der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Bayern als Gastmitglied zu empfehlen. Der Beschlussfassung wären Gespräche des Vorstandes und des Ständigen Ausschusses mit der Leitung der Freikirche vorausgegangen. Für die Aufnahme eines Gastmitglieds in die ACK Bayern ist die Zustimmung aller Mitgliedskirchen nötig. Die Kirchenleitungen der ACK-Mitgliedskirchen hätten einstimmig der Gastmitgliedschaft der Siebenten-Tags-Adventisten zugestimmt. Der Prozess sei Ende Juli abgeschlossen worden.

Kontakt und Austausch mit unseren „Nachbarn“
Prälat Dr. Bertram Meier, Vorsitzender der ACK Bayern, freue sich über das neue Gastmitglied: „Ich heiße die Adventisten ganz herzlich in unserem Kreis willkommen. Das Vertrauen zueinander ist in letzter Zeit stetig gewachsen, so dass alle Mitgliedskirchen der ACK Bayern der künftigen noch engeren Zusammenarbeit mit den Adventisten gespannt und freudig entgegenschauen.“

Der Präsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Bayern, Pastor Wolfgang Dorn, äußerte: „Als Adventisten in Bayern freuen wir uns darüber, als Gastmitglied in der ACK Bayern mitwirken zu können. Damit wird ein Beschluss der Adventgemeinden in Bayern von 2013 umgesetzt. Entsprechend dem Verständnis unserer Weltkirche teilen wir das Anliegen mit allen Kirchen durch einen konstruktiven Dialog zum gegenseitigen Verständnis beizutragen. Dies geschieht durch das Gespräch über Fragen des Glaubensverständnisses, Gottesdienst und des geistlichen Lebens. Außerdem ist es uns auch ein Anliegen, in einem säkularisierten Umfeld die christliche Botschaft und den Glauben an Jesus Christus weiterzugeben. Auf diesem Weg sind wir als Freikirche nicht alleine unterwegs und suchen den bewussten Kontakt und Austausch mit unseren ‚Nachbarn‘, das heißt den anderen christlichen Kirchen in Bayern.“

ACK Bayern und bayerische Adventisten
Die ACK Bayern hat jetzt 19 Mitgliedskirchen, drei Gastmitglieder und vier mitwirkende Organisationen. Die Delegierten der Gastmitglieder haben beratende Stimme. Weitere Informationen: https://www.ack-bayern.de/

Zur Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gehören in Bayern 70 Kirchengemeinden und rund 4.500 mündig getaufte Mitglieder. Die Freikirche ist in dem Bundesland eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Informationen: https://bayern.adventisten.de/

Seit 1993 Gastmitglied in der ACK Deutschland

Bereits seit 1993 ist die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland Gastmitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland. In den folgenden regionalen ACKs hat die Freikirche ebenfalls einen Gaststatus: Ökumenischer Rat Berlin, beziehungsweise Ökumenischer Rat Berlin-Brandenburg (seit 1971), ACK Hamburg (1990), ACK Bremen (1992), ACK in Sachsen (1992), ACK in Mecklenburg-Vorpommern (1993), ACK in Sachsen-Anhalt (1993), ACK in Schleswig-Holstein (1993), ACK in Thüringen (1995), ACK in Nordrhein-Westfalen (2003) und ACK in Niedersachsen (2007). In der ACK in Baden-Württemberg hat die Freikirche seit 1992 einen Beobachterstatus. Nicht vertreten sind die Adventisten bisher in den ACKs in Hessen und Rheinhessen sowie in der Region Südwest (Rheinland-Pfalz und Saarland).




ADRA bei Seenotrettung mit im Boot

Gemeinsam mit ADRA stellen sich die Hilfsorganisationen AWO International e.V., die Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care, Islamic Relief Deutschland e.V. sowie die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V. (ZWST) öffentlich hinter die Arbeit der zivilen Seenotretterinnen und -retter, die sie bereits im Jahr 2018 unterstützten. „Wir freuen uns, dass fünf unserer Bündnisorganisationen die zivile Seenotrettung erneut unterstützen und sich aktiv an der Rettung von Schiffbrüchigen im Mittelmeer beteiligen. Denn humanitäre Hilfe zu leisten, bedeutet für unser Bündnis auch die Rettung von Menschen, die im offenen Meer in Not geraten“, sagt Manuela Roßbach, geschäftsführender Vorstand von „Aktion Deutschland Hilft“.

„Wir begrüßen die breite Unterstützung aus der Zivilgesellschaft von „Aktion Deutschland Hilft“. Sie zeigt, dass sich unterschiedliche Organisationen in einem einig sind: Leben retten steht an oberster Stelle“, so David Starke, Geschäftsführer von SOS MEDITERRANEE in Berlin. „Allein dieses Jahr sind mindestens 840 Kinder, Frauen und Männer auf der Flucht aus Libyen im Mittelmeer umgekommen. Das ist erschütternd und für uns nicht hinnehmbar. Es ist unsere Pflicht, das Sterben im Mittelmeer zu beenden“.

Die Ocean Viking ist eines der wenigen Schiffe, die sich aktuell im Mittelmeer um die Rettung von Menschen in Seenot kümmern kann. SOS MEDITERRANEE betreibt das Schiff gemeinsam mit der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“, die an Bord die medizinische Versorgung der geretteten Menschen übernimmt. Die Ocean Viking – Baujahr 1986, 69 Meter lang, 15 Meter breit – fährt unter norwegischer Flagge und wurde früher als Rettungs- und Notfallschiff für Öl-Förderanlagen in der Nordsee eingesetzt. Sie ist demnach für die Rettung und Versorgung einer großen Anzahl von Menschen ausgelegt. Für den Einsatz im Mittelmeer installierte das Team von SOS MEDITERRANEE und Ärzte ohne Grenzen auf dem Hinterdeck des Schiffs spezielle Unterbringungsmöglichkeiten mit Schutzräumen für gerettete Frauen, Kinder und Männer sowie eine Klinik.

Von Mai 2016 bis Dezember 2018 hatten die Hilfsorganisationen im Mittelmeer gemeinsam das Rettungsschiff Aquarius betrieben. In der Zeit von Februar 2016 bis September 2018 konnte die Aquarius insgesamt 29.523 gerettete Menschen an Bord aufnehmen. Nach politisch motivierten Angriffen auf ihre Arbeit mussten die Organisationen den Einsatz mit der Aquarius im Dezember 2018 einstellen und gaben das Schiff an den Reeder zurück.




USA: Adventistische Loma Linda Universitätsklinik ausgezeichnet

Die am 30. Juli 2019 veröffentlichte jährliche Einstufung sieht die Versorgung im LLUMC deutlich besser als der nationale Durchschnitt. Wie Loma Linda University Health News (LLUHN) mitteilte, wurden acht Fachgebiete der Klinik als leistungsstark („High Performing“) ausgezeichnet, darunter die Gynäkologie, die Gastroenterologie und gastrointestinale Chirurgie. Sechs gängige Verfahren in der Behandlung von Erkrankungen wurden ebenfalls als „hochleistungsfähig“ eingestuft, darunter Aortenklappenoperationen, chronisch obstruktive Lungenerkrankungen, Darmkrebsoperationen, Herz-Bypass-Operationen, Herzinsuffizienz und Knieersatz.

U.S. News & World Report-Rangliste
Die Bewertungen (Rankings) sollen laut LLUHN Ärzten und Patienten helfen, bei schwierigem Gesundheitszustand oder auch bei allgemeinen medizinischen Anliegen fundierte Entscheidungen zu treffen, wo sie versorgt werden wollen. Für das Ranking 2019-2020 bewertete das wöchentlich erscheinende Nachrichtenblatt U.S. News & World Report über 4.500 medizinische Zentren landesweit in 25 Fachgebieten. Es wurden 165 Krankenhäuser in mindestens einer Fachrichtung eingestuft. Dabei würden größtenteils objektive Maßstäbe wie Überlebens- und Entlassungsraten, Volumen und Qualität der Krankenpflege sowie weitere pflegebezogene Indikatoren berücksichtigt, so LLUHN.

Loma Linda Universität
Die 1905 gegründete Loma Linda Universität ist eine Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und liegt in Kalifornien/USA im Süden von Los Angeles in der Grafschaft San Bernardino. Sie umfasst acht Fakultäten der Loma Linda Universität, sechs Krankenhäuser des LLUMC sowie über 1.000 Fakultätsärzte aus Südkalifornien. Loma Linda University Health bietet nach eigenen Angaben über 100 akademische Programme an und versorgt jährlich über 40.000 Patienten stationär und 1,5 Millionen ambulant. Die international angesehenen Wissenschaftler von Loma Linda veröffentlichen jedes Jahr über 500 Fachartikel mit neuen Forschungsergebnissen in den Bereichen Ernährung, Krebsbehandlung, Herzkrankheiten, neonatale Entwicklung, Schlaganfall und Hirntrauma.




Kongo: ADRA versorgt unterernährte Kinder im Ebola-Gebiet

Krisenübersicht
Seit Beginn des aktuellen Ausbruchs im Jahr 2018 wurden über 1.700 Todesfälle bestätigt und über 2.500 Menschen infiziert. Es wird angenommen, dass etwa 17.000 Menschen mit dem Virus in Berührung gekommen sind. Nach Meinung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist der Ausbruch von Ebola im Kongo zu einer globalen Gesundheitskrise geworden. Zur Eindämmung des Virus seien besondere Anstrengungen erforderlich.

Impfungen tragen laut WHO dazu bei, die Ausbreitung oder Gefährdung durch die Krankheit zu minimieren. In der gesamten DRK sind über 163.000 Personen geimpft worden. Aufgrund der anhaltenden kriegerischen Konflikte und der 4,5 Millionen Binnenflüchtlinge ist die Seuche eine Herausforderung für die Mitarbeiter von internationalen Hilfswerken. Personen, die unter Quarantäne gestellt worden seien, könnten nicht überwacht werden. Zudem gebe es laut ADRA auch Berichte über Zusammenstöße zwischen bewaffneten Rebellen und hilfsbereiten lokalen Behörden und Gesundheitsdiensten.

ADRAs Antwort auf Ebola
ADRA unterhält in der DRK Zweigstellen in 17 Provinzen, sechs davon in Nord-Kivu und Ituri. Das Hilfswerk arbeitet mit anderen humanitären Organisationen und lokalen Behörden zusammen, um das Programm „Nahrungsmittel gegen Arbeit“ (Food-for-Work-Program) zur Unterstützung der am stärksten von der Epidemie betroffenen Kommunen durchzuführen.

In Katwa, Butembo, Beni, Mabalako und Oicha in der Provinz Nord-Kivu hat ADRA mit Hilfe von UNICEF ein Kinderernährungsprogramm entwickelt. „Das Hauptziel dieser Nothilfemaßnahme besteht darin, das Risiko der Unterernährung bei Kindern im Alter bis zu 26 Monaten sowie schwangeren und stillenden Frauen zu verringern“, sagte Mario Oliveira, Direktor für Nothilfe bei ADRA International.

ADRA teilte mit, dass das Programm den Kauf von notwendigen Stillartikeln zur Säuglingspflege, die Ausbildung von Ernährungsassistenten und ADRA-Personal, zur Notfallversorgung von Säuglingen und Kleinkindern umfasse. Außerdem würden Krankenschwestern ausgebildet, Patienten Präventionsmethoden zur Infektionskontrolle beizubringen. ADRA habe bis heute mehr als 170.000 Personen durch Präventions- und Mobilisierungsmaßnahmen erreicht, so Oliveira.




Evangelische Friedensarbeit trauert um Pfarrer Ulrich Finckh

„Ulrich Finckh hat sich über Jahrzehnte hinweg mit Nachdruck, Beharrlichkeit und großem Engagement für ein Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung eingesetzt“, betonte Detlev Besier von der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK). Er war viele Jahre ehrenamtlicher Geschäftsführer der EAK und habe deren Arbeit geprägt. Dabei sei es ihm stets wichtig gewesen, dass Menschen, die aus Gewissensgründen den Dienst mit der Waffe verweigerten, eine öffentliche Anerkennung für ihre Entscheidung erhielten, stellte Besier fest, der auch Friedensbeauftragter der Protestantischen Kirche der Pfalz ist.

Ein unbequemer, wichtiger Mahner
Gerade in einer Zeit, in der Kriegsdienstverweigerer in der Gesellschaft stigmatisiert worden seien, habe sich Pfarrer Ulrich Finckh, der bis 2003 Vorsitzender der Zentralstelle für Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen war, mit Fachwissen und unermüdlichem Einsatz für deren Rechte eingesetzt. „Ulrich Finckh stand den Betroffenen in Prüfungsverfahren zur Seite, er stritt aber auch beharrlich gegenüber den politischen Verantwortlichen für deren Rechte“, so Detlev Besier.

Die evangelische Friedensarbeit habe Ulrich Finckh viel zu verdanken, betonte Renke Brahms. „Er war ein unbequemer, aber wichtiger Mahner für eine friedliche Welt. Seine Stimme wird fehlen“, so der EKD-Friedensbeauftragte, der im Trauergottesdienst für Ulrich Finckh auch die Predigt hielt.

Soldat, Pfarrer, Pazifist
Ulrich Finckh wurde am 4. September 1927 in Heilbronn geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg, den er als Soldat miterlebte, studierte er in Marburg, Mainz und Göttingen evangelische Theologie und wurde zunächst Pfarrer in Mettenheim (Rheinhessen), ab 1962 Studentenpfarrer in Hamburg, bevor er 1970 in Horn in Bremen Gemeindepfarrer wurde und dies bis zu seinem Ruhestand 1991 blieb. Er war 1971 bis 2012 Mitglied im Vorstand des Sozialen Friedensdienstes Bremen, von 1971 bis 2003 Vorsitzender der Zentralstelle für Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen, von 1974 bis 2004 Mitglied des Beirates für den Zivildienst und Mitbegründer der Gustav-Heinemann-Initiative. Finckh war auch lange Jahre ehrenamtlicher Geschäftsführer der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK). Er starb am 25. Juli in Bremen. Seine Autobiografie „Pimpf, Pfarrer, Pazifist. Ein kritischer Rückblick (1927-2017)“ erschien 2018 als Band 42 der Schriftenreihe „Geschichte & Frieden“ im Donat-Verlag, Bremen.

EAK
Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) ist innerhalb der „Konferenz für Friedensarbeit im Raum der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)“ der Dachverband für diejenigen, die in den evangelischen Landeskirchen und Freikirchen für Fragen der Kriegsdienstverweigerung und Friedensarbeit zuständig sind. Sprecher im Bundesvorstand der EAK sind Wolfgang Buff, Friedensbeauftragter der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) sowie der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), und Lutz Krügener, Friedensbeauftragter der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover. Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) wird im EAK-Vorstand und in der Mitgliederversammlung von Dr. Horst Sebastian vertreten, Leiter des Referats Kriegsdienstverweigerung und Frieden der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Weitere Informationen: www.eak-online.de




Kirchen trauern und reagieren auf die Gewalt in den USA

Adventisten: Schockiert und traurig über die unsägliche Tragödie
Die regionale Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in West Texas und im Bundesstaat New Mexico (Texico-Conference) mit Sitz in Corrales, New Mexico, ist „schockiert und traurig über die unsägliche Tragödie“, die sich in El Paso ereignet hat. Es gebe „keine rationale Erklärung für einen so abscheulichen Akt der Gewalt und Zerstörung“. Gemeinsam mit den vielen anderen würden sie um Trost, Kraft und Heilung für die Verletzten und Opferfamilien beten.

Die adventistische Kirchenleitung in Dayton (Ohio-Conference) hielt fest, dass es sich um die 250. Massenerschiessung in den USA im laufenden Jahr handle. „Wir trauern um den Verlust unschuldiger Leben“, so die Kirchenleitung. Sie sprach den Verletzten sowie den Angehörigen und Freunden der Opfer ihr „tief empfundenes Beileid“ aus. Nach Überzeugung von Pastor Ron Halvorsen Jr., Präsident der regionalen Kirchenleitung in Ohio, brauche eine Welt voller Hass die Liebe Jesu wie nie zuvor.

Gleichzeitig wurde auf eine Erklärung der adventistischen Weltkirchenleitung von 1990 zur „Ächtung des Verkaufs von Handfeuerwaffen an Zivilisten“ Bezug genommen. Diese Art von Waffen, so das Dokument, hätten „keinerlei Legitimation als Sport- oder Freizeitwaffen“, sondern seien „zum Töten von Menschen gemacht“.

Ökumenischer Rat der Kirchen (ÖRK) fordert Massnahmen gegen Waffengewalt
„Wir stehen in diesen Stunden der Trauer und Verwirrung an der Seite unserer Schwestern und Brüder in den USA“, so ÖRK-Generalsekretär Dr. Olav Fykse Tveit, „und in unserem Beileid schließen wir uns den dringenden Aufrufen von Kirchen und Kirchenverantwortlichen nach echten Abhilfemaßnahmen gegen die Waffengewalt an“.

„Wir wissen“, sagte Tveit weiter, „dass die Frage des Waffengebrauchs in den USA mit größeren Themen wie Gewalt, Rasse und politische Polarisierung zusammenhängt. Es handelt sich nicht nur um eine Angelegenheit der Legislative“. Die Kirchen hätten eine Schlüsselrolle bei der Aufklärung. Gesetzgeberische Lösungen in den USA würden oft von Lobbygruppen behindert, die sich auf den zweiten Zusatz (Second Amendment) der US-Verfassung, bezüglich der garantierten Rechte [zum Besitz und Tragen von Waffen] berufen.

Nationaler Kirchenrat der USA: Gewählte Politiker haben Angst vor der Waffenlobby
Jim Winkler, Präsident und Generalsekretär des Nationalen Kirchenrats der USA (National Council of Churches), kommentierte die Schießerei mit den Worten: „Es gibt keinen Grund für jemanden, Angriffswaffen zu besitzen, die für den Einsatz im Krieg geschaffen wurden. Es gibt eine breite öffentliche Unterstützung, den Besitz persönlicher Waffen genehmigen zu lassen, Angriffswaffen zu verbieten sowie Hintergrundüberprüfungen durchzuführen. Der einzige Grund, warum sich gewählte Amtsträger weigern, Maßnahmen im Sinne der Wähler zu ergreifen, ist die Angst vor der Macht der Waffenlobby“. Der Nationale Kirchenrat der USA ist der Zusammenschluss von 37 protestantischen, orthodoxen und anderen christlichen Konfessionen.




Guatemala: Bettwäsche für öffentliche Krankenhäuser

Spenden für Bettlaken
Die Frauen hatten in 202 Kirchengemeinden etwa 5.000 US-Dollar gesammelt. Damit hatten sie 561 Bettlaken maßanfertigen und mit dem Logo der Freikirche und einem Bibeltext bedrucken lassen.  Die Aktion zeige die hohen Wertmaßstäbe der Freikirche, so Dr. Danilo Mart, ein Vertreter des Krankenhauses in Chiquimula. Das sei beispielhaft.

Dr. Helen Ramos, eine der Leiterinnen des Krankenhauses in Jutiapa, erklärte, über 30 Prozent der Patienten seien Frauen. Das nationale Krankenhausnetzwerk in Guatemala verfüge über mehr als 45 Krankenhäuser und 1.600 Gesundheitszentren, um den Bedürfnissen von über 17 Millionen Menschen zu begegnen. Ein Bettlaken müsse nach etwa drei Monaten erneuert werden.

In jeder Kirchengemeinde vor Ort waren die Leiterinnen der Abteilung Frauen aufgerufen, ein Bettlaken im Wert von 10 US-Dollar zu kaufen. Andere Frauen sollten ebenfalls dazu ermutigt werden. So wollte man das Ziel von 561 Bettlaken erreichen, die vorrangig Frauen in den Krankenhäusern zukommen sollten.

Unterversorgung in Krankenhäusern
„Wir wollten die Bedingungen für die Patienten verbessern helfen“, so Brenda de Solis, Leiterin der Abteilung Frauen der Freikirche in Ostguatemala. Viele der Krankenhäuser seien nicht ausreichend versorgt und die Bettwäsche sei eine Möglichkeit, gezielt den Bedürfnissen der Patienten zu helfen. Weitere Initiativen und Projekte seien geplant, so de Solis.

Adventisten in Guatemala
In dem mittelamerikanischen Land zwischen Karibik und Pazifik, das im Norden an Mexiko und im Süden an Honduras und El Salvador grenzt, leben nach Angaben aus dem Jahr 2018 knapp 250.000 mündig getaufte adventistische Kirchenmitglieder in 971 Kirchengemeinden und 255 Kleingruppen.




Theologische Hochschule Friedensau trauert um Professor Dr. Winfried Noack

Winfried Noack, 1928 in Breslau geboren, studierte am adventistischen Theologischen Seminar Marienhöhe Darmstadt Theologie und an der Ludwig-Maximilians-Universität München Germanistik, Geschichte, Geographie und Philosophie. Während seiner Tätigkeit als Lehrer von 1954 bis 1992 am Schulzentrum Marienhöhe in Darmstadt wurde er 1962 zum Pastor der Siebenten-Tags-Adventisten ordiniert und 1966 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz promoviert.

Gemeinsam mit seiner Frau Renate entwickelte Noack in Friedensau ab 1992 das Studienprogramm am Fachbereich Christliches Sozialwesen. Er war Gründungsmitglied des Instituts für theologische und sozialwissenschaftliche Erforschung von Gemeindeentwicklung und Mission sowie des Instituts für integrative Kinder-, Jugend- und Erwachsenenarbeit der Hochschule, zu dessen Leiter er berufen wurde. 1995 erfolgte die Ernennung zum Professor. Im Jahr 2000 wählte die Theologische Hochschule Friedensau ihn für sieben Jahre zum Prorektor.

„Winfried Noack verband sein umfangreiches wissenschaftliches Wirken mit praktischer Projektarbeit in der Umgebung von Friedensau, später in Darmstadt, wo er mit seiner Frau den Ruhestand verlebte. Ihrer beider Herzlichkeit vermittelte stets ein Gefühl der Verbindlichkeit und des Angenommenseins“, betonte der Rektor der Hochschule, Professor Dr. Roland E. Fischer.

Friedensauer Hochschule
Die Theologische Hochschule Friedensau wurde 1899 gegründet und ist eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. In den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie können acht Bachelor- und Master-Studiengänge, zum Teil berufsbegleitend, sowie der Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ belegt werden. Weitere Informationen unter: www.thh-friedensau.de




100 Jahre Gehörlosengemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland

Anfänge in Bremen
Margarete Heine wurde 1894 als hörendes Kind gehörloser Eltern geboren. Sehr früh erlernte sie als die Älteste von sechs Kindern der Eheleute Heine die Handzeichensprache, um sich mit den Eltern verständigen zu können. Mit 24 Jahren lernte sie durch die Adventistin Giesecke den Glauben an Jesus Christus kennen. Als Kinderfräulein betreute Margarete Heine nach ihrer Taufe die gehörlosen Kinder Else und Hilda bei der gehörlosen Familie Pohl und erzählte ihnen auch von ihrem Glauben.

Im Januar 1920 wurde Frau Pohl, die Mutter von Else und Hilda, als erste Gehörlose getauft und in die Adventgemeinde Bremen aufgenommen. Mit 26 Jahren lernte Margarete den gehörlosen Berliner Carl Puich kennen. Er war Sozialist und glaubte nicht an Gott. Das änderte sich jedoch und er ließ sich am 20. Dezember 1920 taufen. Vier Tage später fand die Hochzeit mit Margarete statt. Die Trauung wurde von dem adventistischen Pastor Müller aus Magdeburg in Zeichensprache durchgeführt.

Carl Puich war der erste gehörlose adventistische Evangelist in Deutschland. Er begann 1921 die Bibel mit Gehörlosen zu studieren. Seine Frau Margarete dolmetschte jeden Sabbat (Samstag) im Gottesdienst das Bibelgespräch und die Predigt. Mit 35 Jahren wurde Margarete Puich auch als Gebärdensprachdolmetscherin an den Gerichten vereidigt. Ihre Dolmetschertätigkeiten waren nicht nur auf Bremen beschränkt. Auch zu Ärzten und Behörden wurde sie gerufen. Über 50 Jahre wirkte Margarete unermüdlich im Dienst an gehörlosen Mitmenschen. Carl Puich verstarb 1966, seine Frau 1982.

Ausbau der adventistischen Gehörlosengemeinschaft
Nach dem Tod von Carl Puich wurde der gehörlose Horst-Dieter Meyer evangelistisch tätig. Er hielt 1973 seine ersten Bibelvorträge unter Gehörlosen in Hannover. Horst-Dieter Meyer wurde neben seinem Beruf als Optikermeister in Stadthagen nach Carl Puich der zweite gehörlose Evangelist der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Durch sein Engagement wuchs die adventistische Gehörlosengemeinschaft. Er starb 2015.

1974 fand die erste Gehörlosen-Bibelfreizeit im Bergheim Mühlenrahmede im Sauerland mit Horst-Dieter Meyer und Gastreferent Pastor Heinz Hopf statt. Es war der Start eines jährlich stattfindenden Gehörlosentreffens der adventistischen Gehörlosengemeinschaft auf Bundesebene.

1976 wurde Georg Pietruska Beauftragter, Dolmetscher und Koordinator für die adventistischen Dolmetscher. Er organisierte in den Adventgemeinden von 1976 bis 1996 Dolmetscherkurse. Pastor Gerhard Freitag, wurde von1987 bis 1990 offizieller Beauftragter der Freikirche für die adventistischen Gehörlosen. 1992 wurde Pastor Gerd Wildemann der zweite offizielle Bundesbeauftragte für die Gehörlosen. 2013 fand der erste internationale Gehörlosenkongress der Siebenten-Tags-Adventisten in Cologne/Frankreich statt. 2015 gab es den ersten internationalen Gebärdendolmetscher-Lehrgang für die Gebärdensprache International Sign Language (ISL) in Sevilla/Spanien.

Globaler Dienst für Gehörlose
Laut Gerd Wildemann, gibt es weltweit 250 bis 300 Millionen Gehörlose, von denen nur zwei bis vier Prozent Christen seien. Deshalb habe die Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) der Siebenten-Tags-Adventisten erstmals mit Jeff Jordan, Collegedale, Tennessee/USA, einen gehörlosen Pastor zum Koordinator des Dienstes an Gehörlosen ernannt. Er soll als globaler Berater, Trainer und Evangelist tätig sein, um die rasch wachsende weltweite Arbeit der Adventisten unter Gehörlosen zu unterstützen. Pastor Jordan hat ein Theologiestudium absolviert und ist aktiv in gehörlosen Kirchengemeinden tätig.

Spezielle Dienste der Adventisten für Gehörlose gebe es gegenwärtig in Argentinien, Australien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kanada, Kenia, Mexiko, den Philippinen, Russland, der Ukraine und den USA, so Pastor Wildemann.

Jubiläumsfeier in Hamburg
Bei der Jubiläumsfeier am 3. August in Hamburg werde Jordan im Gottesdienst um 10 Uhr die Predigt in ISL (Internationale Gebärden Sprache) gebärden. Dolmetscher würden dies in DGS (Deutsche Gebärdensprache) und in die Lautsprache Englisch / Deutsch übersetzen. Während des Gottesdienstes sei auch die Taufe einer Hörgeschädigten vorgesehen.

Am Samstag-Nachmittag gebe es unter anderem einen Einblick in den weltweiten Gehörlosendienst der Siebenten-Tags-Adventisten mit Berichten aus Deutschland, den USA und Brasilien. Aus Brasilien berichtet Douglas da Silva, São Paulo. Er sei der erste gehörlose adventistische Pastor in Brasilien für den Dienst an Hörgeschädigten in seinem Land, informierte Wildemann.




Keine Abschiebung von christlichen Konvertiten und Baha’i in den Iran

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bestreite nicht, dass christlichen Konvertiten willkürlich Gefängnis, Folter und Tod im Iran drohten, halte jedoch eine Abschiebung in das Land für möglich, da man sich als Christ nicht zu erkennen geben müsse. Doch gerade Konvertiten, die ihren Glauben besonders ernst nähmen, möchten ihn auch praktizieren und darüber sprechen können, so Kauder.

Taufbescheinigung genügt
Außerdem stellten die Entscheider im BAMF oft die Ernsthaftigkeit des Übertritts zum Christentum in Abrede. Zwar könne nicht ausgeschlossen werden, dass ein Muslim zum Christentum übertritt, um nicht abgeschoben zu werden, räumte der Bundestagsabgeordnete ein. Doch wenn ein Muslim Christ werde, habe er viel größere Probleme mit seiner Verwandtschaft als beispielsweise ein Katholik, der in Deutschland in eine protestantische Kirche übertrete. Wie ernst es einem Konvertiten mit seinem Glauben sei, könne nicht objektiv überprüft werden. Das habe schon die jahrelang in der Bundesrepublik praktizierte Gewissensprüfung von Kriegsdienstverweigerern gezeigt. Deshalb sollte eine Taufbescheinigung ausreichen, um als Christ zu gelten. Das sei inzwischen auch die Meinung des Bundesinnenministeriums (BMI).

Rechtlose iranische Staatsbürger
Auch IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin appellierte an die deutschen Innenminister, „keine christlichen Konvertiten und keine Baha’i in den Iran abzuschieben“. Schon jetzt versuche die islamische Republik sogar solche Iraner zum Schweigen zu bringen, die nur die Einhaltung von iranischem Recht und internationalen Mindeststandards forderten. Nichtmuslime würden im Iran seit der islamischen Revolution systematisch diskriminiert. Angehörigen „geschützter Religionen“, wie Christen, Juden und Zoroastrier, werde lediglich ein Existenzrecht „gewährt“. Andersgläubige, Atheisten und Christen, die früher Muslime waren, seien praktisch rechtlos. „Die iranischen Behörden missachten systematisch bindende Verträge des Völkerrechts und sogar das eigene iranische Recht“, kritisierte Lessenthin. Deshalb fordere die IGFM ebenfalls einen Abschiebeschutz für solche getauften Konvertiten aus islamisch geprägten Ländern, denen durch ihre Konversion eine Gefahr für Leib und Leben drohe. Eine aussagekräftige pfarramtliche Bescheinigung der zuständigen Seelsorger ihrer Kirchengemeinde über die Ernsthaftigkeit ihrer Konversion sollte dabei ausreichend sein.

Sich gründlicher mit dem christlichen Glauben auseinandersetzen
Auch Uwe Heimowski, Beauftragter der Deutschen Evangelischen Allianz am Sitz des Bundestages und der Bundesregierung in Berlin, vertrat die Ansicht, dass in ein Land in dem ein Christ nicht frei über seinen Glauben sprechen könne, nicht abgeschoben werden dürfe. Außerdem sollten die Betreffenden eine Arbeitserlaubnis erhalten, um für sich selbst sorgen und sich besser in die Gesellschaft integrieren zu können. Dem BAMF empfahl Heimowski, sich gründlicher mit dem christlichen Glauben auseinanderzusetzen und Länderberichte über die Missachtung der Religionsfreiheit zur Kenntnis zu nehmen.

Keine verfassungsmäßigen Rechte für Baha‘i
Jascha Noltenius, Referent für Menschenrechtsfragen im Büro für Außenbeziehungen der Baha’i-Gemeinde in Deutschland, informierte dass es im Iran etwa 300.000 Anhänger der Religionsgemeinschaft gebe. Seit der islamischen Revolution von 1979 seien die Baha’i im Iran das Ziel einer staatlich-klerikal betriebenen systematischen Verfolgung und Unterdrückung. Zwar würde kein Baha’i mehr im Iran wegen seines Glaubens hingerichtet, doch die Verfolgung beinhalte eine gesellschaftliche Isolierung. Dazu gehörten die Verweigerung des Bildungszugangs, die wirtschaftliche Unterdrückung, willkürliche Inhaftierung und Haftstrafen, öffentliche Hassreden sowie Friedhofsschändungen. Baha’i könnten keine verfassungsmäßigen Rechte in Anspruch nehmen. Auch Noltenius forderte, dass Baha’is nicht in den Iran abgeschoben werden dürften.




Portugal: 2.600 Pfadfinder aus Europa auf adventistischem Zeltlager

Camporee-Organisation
Organisatoren des Camporees sind die Jugendabteilung der teilkontinentalen Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in West- und Südeuropa (EUD) gemeinsam mit den Leitern der Länderdelegationen. Das Camporee in Portugal ist als Festival mit „viel Spass, Freude, Aktivitäten und Spielen, Workshops, Gottesdiensten sowie vielen Möglichkeiten zum Kennenlernen und Austauschen mit vielen alten und neuen Freunden“ geplant. Ein entsprechendes Handbuch in den neun Hauptsprachen des Treffens erklärt alle Abläufe, Regeln und Möglichkeiten dieser Pfadfinderbegegnung.

Lagerleben
Das Lagerleben ist vielfältig. Es gibt Aktivitäten, sogenannte Expeditionen, bei denen Talente erworben werden können. Diese Talente gelten wiederum als Zahlungsmittel bei den Angeboten des Lagerlebens. Während der gesamten Camporeezeit können die Teilnehmer auf diese Weise verschiedene Tätigkeiten kennenlernen und ihre Fähigkeiten bzw. Fertigkeiten einsetzen. Es gibt auch eine Goldene Josua Karte. Sie kann man nur gemeinsam mit anderen zusammen als Team erhalten. Sie ermöglicht die Teilnahme z.B. an Heißluftballonfahrten, Mountainbike-Touren, Wasseraktivitäten und mehr.

Geistliche Impulse
An den sieben Tagen vermittelt Pastor Stephan Sigg morgens und abends jeweils einen geistlichen Impuls aus der biblischen Josuageschichte. Sigg war von 2009 bis 2017 der verantwortliche Abteilungsleiter für Jugend- und Pfadfinder der EUD.

Hilfsprojekt
Die Teens können ihre erworbenen Talente auch spenden. Sie unterstützen so ein Projekt der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA, damit 30 bedürftige Kinder in dem westafrikanischen äquatornahen Inselstaat Sao Tomé ein ganzes Jahr lang mit Essen versorgt werden und eine Schule besuchen können.

Internationale Treffen
Diese internationalen Pfadfindertreffen haben eine lange Tradition bei den Siebenten-Tags-Adventisten. Zeitgleich findet ein solches Camporee mit knapp 4.000 Pfadfindern aus Nordeuropa in West Sussex, im Süden Englands, statt. Ziel dieser Großtreffen sei es, so einer der Organisatoren, eine Woche lang mit Pfadfindern aus Europa zusammenzutreffen und Abenteuer und Feste zu erleben, pfadfinderische Fertigkeiten und Aktivitäten einzusetzen, auszuprobieren und neu zu lernen. Neue Freunde zu gewinnen und eine Beziehung zu Jesus zu vertiefen gehöre ebenso mit dazu.

Mehr Informationen zu den beiden Camporees auf Englisch: www.eudcamporee.org und www.camporee.net




Südasien: ADRA unterstützt vom Monsun Betroffene

Infolge des Monsuns haben Überschwemmungen und Erdrutsche in Indien, Nepal und Bangladesch große Schäden verursacht und viele Menschenleben gekostet. Mehr als 44 Millionen Menschen seien laut ADRA betroffen.

In Indien wurden laut ADRA Unterkünfte für mehr als 45.000 Menschen eingerichtet, die ihr Zuhause verloren hatten. Gemeinschaftsküchen wurden eröffnet, um Familien, die am stärksten von den Überschwemmungen betroffen sind, mit Lebensmitteln zu versorgen.

In Nepal wurden etwa 90.000 Menschen am stärksten von Überschwemmungen und Erdrutschen getroffen, so die adventistische Hilfsorganisation. Es wurden Schäden an Häusern und Grundstücken gemeldet. Lebensmittel und Medikamente werden in die betroffenen Gebiete gebracht.

In Bangladesch hat die Regierung laut ADRA den Ausnahmezustand im Norden und Südosten des Landes ausgerufen. Die lokalen Behörden verteilten dort Lebensmittel, wo mehr als 900.000 Menschen am stärksten betroffen waren. ADRA in Bangladesch nimmt sich der am stärksten betroffenen Gebiete an und ermittelt den Bedarfsumfang.




Studiengänge der Theologischen Hochschule Ewersbach weiterhin akkreditiert

Das Akkreditierungsverfahren wurde laut Hochschule im August letzten Jahres durch die zuständige Akkreditierungskommission von AQAS eröffnet. Im Februar fand eine Begehung am Hochschulstandort Ewersbach statt. Hier führte die Kommission getrennte Gespräche mit der Hochschulleitung, den Professoren und Studierenden. In ihrem Abschlussbericht hoben die Gutachter die besondere Mischung aus Theorie und Praxis in Ewersbach hervor. Die Studiengänge bildeten „eine gute Grundlage für ein selbstständiges Forschen und Beschäftigen mit theologischen Themen und Fragen, wie sie später im Berufsleben aufkommen.“ Außerdem fände „parallel dazu auch eine praktische Ausrichtung statt, um die Studierenden auf den Dienst am Menschen vorzubereiten.“ An dieser Stelle seien vor allem das Gemeindepraktikum und der Fokus auf Persönlichkeitsentwicklung während des Studiums hervorgehoben worden. Bemerkenswert wären auch die Studienbedingungen. Die digitalen und literaturbezogenen Möglichkeiten für Studierende seien nach dem Gutachten der Kommission „exzellent“.

Der Rektor der Hochschule des BFeG, Professor Dr. Andreas Heiser, äußerte: „Es ist bemerkenswert, wie die Kommission unser eigenständiges Profil in den Studiengängen unserer Hochschule würdigt. Die enge Verbindung von Theologie, Persönlichkeitsentwicklung und praktischer Erfahrung in Gemeinde und Mission macht unsere Studiengänge einzigartig.“ Der Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden, Ansgar Hörsting, betonte: „Es braucht eine fundierte, qualitativ ausgezeichnete Ausbildung für Pastoren und Pastorinnen. Die Akkreditierung zeige, dass in Ewersbach eine hervorragende Arbeit geleistet wird.“

Theologische Hochschule Ewersbach
Der BFeG hatte bereits 1912 eine „Predigerschule“ in Wuppertal-Vohwinkel gegründet. 1946 wurde das Predigerseminar in Ewersbach neu eröffnet. Am 27. September 2011 verlieh das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst der Ausbildungsstätte den Status einer staatlich anerkannten Fachhochschule. Damit erfolgte die Umbenennung in „Theologische Hochschule Ewersbach“.




Jamaika: Technologieministerin spricht auf adventistischer Internetkonferenz

Williams eröffnete eine Ausstellung über die Entwicklung der Kommunikationsmedien in den letzten Jahrzehnten. In ihrer Ansprache spannte sie einen Bogen von der Entwicklung des Radios bis zu neueren Errungenschaften in der Kommunikationstechnologie. Den Organisatoren dieser Konferenz ginge es hauptsächlich um die Förderung und Unterstützung von Technologien, Medien und des Internets für den Auftrag und die Mission der Freikirche, so Nigel Coke, Abteilungsleiter für Kommunikation der überregionalen Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Jamaika. Er führte weiter aus, dass Technologie Gegenwart und Zukunft bestimme und überall im Alltag zu finden sei und deswegen auch als Auftrag für die Kirche verstanden werden muss.

GAiN-Konferenz
Laut eigener Aussage sollen die Teilnehmer der GAiN-Konferenz „verbinden und teilen“, also untereinander Beziehungen knüpfen und das vermittelte Know-how weitergeben. Als nationaler Ableger der jährlich stattfindenden internationalen GAIN-Konferenz ermöglichte die Veranstaltung in Jamaika eine stärkere Fokussierung auf den Einsatz von Technologie in der praktischen Arbeit vor Ort. In Europa findet die nächste kontinentale GAiN-Konferenz vom 24. bis 27. April 2020 im rumänischen Bukarest statt. Weitere Infos unter: https://gain.adventist.org/




ADRA-Präsident: Armut oft Vorläufer von religiöser Verfolgung

„Wenn es unser Ziel ist, Verstöße gegen die Religionsfreiheit zu bekämpfen, müssen wir bei der Bekämpfung der Armut anfangen“, sagte Duffy. Er referierte zum Thema „Religionsfreiheit in Konflikt- und Krisengebieten: gefährdete Minderheiten schützen“. Duffy wies laut ADRA International auf den Zusammenhang zwischen Armut und religiös motivierter Gewalt hin. Armut sei häufig ein Vorläufer religiöser Verfolgung, da sich die Mehrheit in Zeiten extremen sozialen und wirtschaftlichen Drucks gegen Minderheiten als Sündenböcke wende.

Als Beispiel führte Duffy den Bundesstaat Rakhaing in Myanmar an, die Heimat der Rohingyas. Laut Weltbank sei dies der ärmste Bundesstaat des Landes, in dem die Armutsquote doppelt so hoch wie sonst in Myanmar sei und 80 Prozent der Bevölkerung in Armut lebe. Durch die Verbesserung der wirtschaftlichen Bedingungen könne das Aufflammen extremer religiöser Gewalt verhindert werden, so Duffy.

Am Ministerialgipfel nahmen auch US-Außenminister Mike Pompeo, die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses Nancy Pelosi, der US-Gesundheitsminister Alex Azar, sowie Lord David Alton, ehemaliger Parlamentarier des Vereinigten Königreichs und Menschenrechtsaktivist, teil.




Adventisten: Grußworte an Präsidenten von EU-Kommission und EU-Parlament

Mario Brito wandte sich mit folgenden Zeilen an die neu gewählte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen: „Es ist mir eine Ehre, Ihnen als Präsident der Inter-Europäischen Division der Generalkonferenz der Siebenten-Tags-Adventisten zu Ihrer jüngsten Ernennung und Wahl zur Präsidentin der Europäischen Kommission zu gratulieren. Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist eine weltweite christliche Glaubensgemeinschaft, die in allen Mitgliedsländern der Europäischen Union präsent und aktiv ist. Wir leben unseren Glauben verankert in der Perspektive der Hoffnung, dem Prinzip der Würde, der Pflicht zum Respekt und dem Willen zur Empathie“, so Brito weiter. Das seien Werte, die Adventisten bewegten, sich in der Gesellschaft zu engagieren.

„Ich wünsche Ihnen und Ihrem Team Erfolg für die anspruchsvolle Aufgabe, die Ihnen übertragen wurde. Damit die Europäische Union während Ihrer Amtszeit ein noch stärkerer Akteur bei der Förderung des Friedens, der Verteidigung der Menschenwürde, der Achtung der Gewissens- und Religionsfreiheit sowie der Sorge für die Gesellschaft und die Umwelt sein kann“, schloss Brito. Er richtete ein weiteres Schreiben auch an den neuen Präsidenten des europäischen Parlaments, David-Maria Sassoli.

Inter-Europäische Division (EUD)
Die EUD umfasst als teilkontinentale Kirchenleitung in West- und Südeuropa Siebenten-Tags-Adventisten in folgenden 20 Ländern und Gebieten: Andorra, Bulgarien, Deutschland, Belgien, Gibraltar, Frankreich, Italien, Liechtenstein, Luxemburg, Malta, Monaco, Österreich, Portugal, Rumänien, San Marino, Schweiz, Slowakei, Tschechien, Spanien, Vatikanstadt.




Adventisten in Süddeutschland: Wechsel im Vorstand und Pressedienst

Jens-Oliver Mohr (43) hat in Bogenhofen (Österreich), Passau und Friedensau Theologie studiert und war seit 2006 als Pastor in Baden-Württemberg tätig. Im Jahr 2015 wurde er zum Chefredakteur des Adventistischen Pressedienstes (APD Deutschland) berufen. Gleichzeitig leitet er die Presse- und Informationsstelle, das Referat für zwischenkirchliche Beziehungen und die Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (Apologetik) der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Mohr wechselt in der Mitte der Wahlperiode als Vizepräsident in den Vorstand des SDV. Bis auf die APD-Chefredaktion nimmt er seine bisherigen Aufgaben weiterhin wahr. Jens Mohr ist verheiratet und hat eine Tochter.

Stephan G. Brass (65) studierte in Deutschland, England und den USA Theologie, Publizistik sowie Radio- und TV-Kommunikation. Er gehört zu den ersten Nutzern des Internets in Deutschland, angefangen mit den Feldversuchen unter dem damaligen Bildschirmtext (BTX). Über 35 Jahre lang betreute er als Pastor verschiedene Kirchenbezirke der Adventisten in Nord- und Süddeutschland. In den jeweiligen Bundesländern beriet er die regionalen Kirchenleitungen als Pressesprecher oder als Beauftragter in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Seit 2017 ist Brass als Beauftragter für Kommunikation für die beiden deutschen überregionalen Kirchenleitungen mit dem Aufbau dieser Abteilung betraut. Ab 1. August übernimmt er zusätzlich die Chefredaktion des Adventistischen Pressedienstes in Deutschland.

Jochen Streit (53) ist ausgebildeter Theologe und war zwölf Jahre lang in der überregionalen Verwaltung der Freikirche in Süddeutschland tätig; von 2007 bis 2012 als Jugendabteilungsleiter, von 2012 bis 2019 als Vizepräsident und Generalsekretär. Davor leitete er als Vorstandsmitglied und Jugendabteilungsleiter die Geschicke der Adventisten in Bayern. Streit wird an der Theologischen Hochschule Friedensau die Aufgabe des Abteilungsleiters für akademische und studentische Angelegenheiten übernehmen.

Süddeutscher Verband
Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland besteht aus den überregionalen Kirchenleitungen in Nord- und Ostdeutschland (Norddeutscher Verband, NDV) mit Sitz in Hannover, sowie in Süddeutschland (Süddeutscher Verband, SDV), mit Sitz in Ostfildern bei Stuttgart. Zum SDV gehören die regionalen adventistischen Kirchenleitungen in Baden-Württemberg, Bayern und Mittelrhein (Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland). Weitere Infos unter: www.adventisten.de/organisation/sueddeutscher-verband




Adventistischer Psychiater über Fanatismus

Nach Merriam-Webster könne Fanatismus wie folgt definiert werden: „Fanatismus ist eine Einstellung oder ein Verhalten, das vor allem durch übermäßige Begeisterung, unvernünftigen Eifer oder ungezähmte und übertriebene Auffassungen zu einem Thema zum Ausdruck kommt“. Gleichzeitig warnte der Psychiater davor, dass es nicht darum gehe, anderen Etiketten aufzukleben, sondern um etwas, für das wir alle ein Potenzial hätten. Er forderte die Kirche auf, Fanatismus zu vermeiden und sich darauf zu konzentrieren, in Jesus Ausgewogenheit zu finden.

Das Problem der Fehlbarkeit
Unter Berufung auf die Autoren H. J. Perkinson und E. Hoffer stellte Torben Bergland unter anderem heraus, dass Fanatismus eine Flucht vor der menschlichen Fehlbarkeit sei. Fanatismus sei oft mit dem Problem der Unwissenheit verbunden, bei dem „die Unwissenden zu unwissend sind, um zu wissen, dass sie unwissend sind“, sagte Bergland. Ein Fanatiker könne nicht überzeugt, sondern nur bekehrt werden, so Bergland.

Adventisten, Gesundheit und Fanatismus
Die Mitbegründerin der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Ellen G. White, habe ein profundes Gespür für Fanatismus gehabt, bemerkte Bergland. Obwohl White für Ernährungs- und andere Veränderungen zur Verbesserung der Gesundheit eingetreten sei, habe sie erklärt, dass das Ausufern in Extreme „der Wunsch und Plan Satans“ sei. Sie habe bereits 1901 davor gewarnt, die Gesundheitsreform nicht zu einer „Gesundheits-Deformation“ werden zu lassen.




ADRA Deutschland unterstützt Seenotrettung im Mittelmeer

„Humanitäre Hilfe ist unser Auftrag, unabhängig von der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität. Wenn wir humanitäre Hilfe leisten, ist dies ein menschlicher und kein politischer Akt“, erklärte Christian Molke, Geschäftsführer von ADRA Deutschland e.V. Noch immer machten sich hunderte Menschen jeden Monat auf den lebensbedrohlichen Weg über das Mittelmeer in Richtung Europa. Viele von ihnen verlören dabei ihr Leben, darunter auch schwangere Frauen und Kinder.

Bereits im April hätten sich mehr als 250 zivilgesellschaftliche Organisationen, so auch ADRA Deutschland, in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel gewandt und kritisiert, dass die „gegenwärtige europäische Politik immer stärker auf Abschottung und Abschreckung setzt und dabei tausendfaches Sterben billigend in Kauf nimmt. Die Pflicht zur Seenotrettung ist Völkerrecht und das Recht auf Leben nicht verhandelbar“, so Christian Molke.

Solidarisch mit Schiffbrüchigen und Rettern
„Wir sind solidarisch mit den Menschen, die aus Seenot gerettet werden“. Die aktuelle Abschottungspolitik der Europäischen Union und das Gebaren einiger Mitgliedsländer seien mit den Werten der Europäischen Union unvereinbar. „Wir sind ebenso solidarisch mit den Rettern von SOS MEDITERRANEE.“ Seenotrettung sei kein Verbrechen, sondern ein humanitärer Imperativ, betonte der Geschäftsführer von ADRA Deutschland. „Wir appellieren deshalb an die Bundesregierung, sich für eine humane Flüchtlings- und Rettungspolitik im Mittelmeer und an allen EU-Außengrenzen einzusetzen.“

ADRA
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA ist eine international tätige Nichtregierungs- Organisation. ADRA Deutschland e.V. wurde 1987 von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet und ist Mitglied eines weltweit föderativ organisierten Netzwerkes mit über 130 nationalen ADRA-Büros. Weitere Informationen: www.adra.de




Zahl der Christen in Deutschland sinkt auf 56 Prozent

Kaum noch Interesse am evangelischen Sonntagsgottesdienst
Zum Stichtag 31.12.2018 gehörten insgesamt 21.140.599 Menschen einer der 20 evangelischen Gliedkirchen der EKD in Deutschland an. Das sind rund 395.000 Mitglieder weniger als 2017. Die Zahl der Austritte aus der evangelischen Kirche erhöhte sich im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr von 190.284 auf 197.207. Im letzten Jahr wurden 176.239 Menschen getauft, 7.340 weniger als 2017. Die Zahl der Wiederaufnahmen erhöhte sich leicht um 216 Personen auf 16.342. Zudem wechselten 9.887 Gläubige aus anderen christlichen Kirchen in eine der Landeskirchen; 2017 waren es 9.863 gewesen. Die gegenüber 2017 rückläufige Mitgliederzahl sei wesentlich auf den demographischen Wandel in Deutschland zurückzuführen, so die EKD. Im Jahr 2018 verstarben rund 257.000 Angehörige der evangelischen Kirche. Den Sonntagsgottesdienst besuchen nur noch 3,3 Prozent der Kirchenmitglieder regelmäßig. Am Karfreitag sind es 4,2 Prozent, am Erntedankfest 7,1 Prozent und an Heiligabend 39,1 Prozent.

Die Broschüre „Gezählt 2019 – Zahlen und Fakten zum kirchlichen Leben“ ist im Internet zu finden unter:
https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/Gezaehlt_zahlen_und_fakten_2019.pdf

Auch weniger Katholiken
Die Zahl der Austritte aus der römisch-katholischen Kirche stieg 2018 erheblich an. 216.078 Menschen verließen die Kirche, 2017 waren es 167.504. Die 27 Diözesen der Deutschen Bischofskonferenz verzeichnen in ihrer aktuellen Kirchenstatistik für das Jahr 2018 jetzt 23.002.128 Kirchenmitglieder. Den Austritten und 243.705 Bestattungen standen im letzten Jahr 167.787 Taufen, 2.442 Eintritte (wovon 2.134 Protestanten waren) und 6.303 Wiederaufnahmen in die katholische Kirche gegenüber. Nur noch 9,3 Prozent der Katholiken besuchen regelmäßig den Sonntagsgottesdienst.

Der Flyer „Katholische Kirche in Deutschland – Statistische Daten 2018“ kann ebenfalls im Internet heruntergeladen werden:
https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse_2019/2019-118a-Flyer-Statistische-Daten-2018.pdf




Kolumbiens Präsident bestätigt Gewährung von Religionsfreiheit

Wie die Kommunikationsabteilung der teilkontinentalen Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Mittelamerika (IAD News) mitteilte, erklärte Präsident Duque, dass er sich stark auf seine Religion stütze und davon überzeugt sei, dass Spiritualität den Menschen zu größeren Dimensionen führe. Er habe die anwesenden religiösen Leiter ermutigt, weiterhin alle kolumbianischen Bürger zu erreichen, indem sie Familien für eine bessere Gesellschaft stärkten, moralische Werte in Schulen vermittelten und jene Art von Gleichheit unterstützten, die eine bessere Nation ausmache.

Einsatz für Religionsfreiheit wichtig
Pastor Gabriel Villarreal, Direktor für öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Kolumbien, sagte, dass sich seine Kirche seit mehr als zehn Jahren an den Bemühungen zum Schutz der Religionsfreiheit in Kolumbien beteilige. „Es ist wichtig, dass wir uns weiterhin für Religionsfreiheit einsetzen, damit die einzelnen Menschen die Freiheit haben, gemäß ihrem Gewissen ihren Glauben auszuleben“, so Villarreal.

ADRA Kolumbien im Einsatz für Migranten aus Venezuela
Im Anschluss an das Frühstück mit dem Präsidenten nahm Villarreal, der auch die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA in Kolumbien leitet, an einer Podiumsdiskussion über den sozialen Beitrag von Nichtregierungsorganisationen zum Wohl der Bevölkerung im Bürgermeisteramt von Bogotá teil. Villarreal wies dabei darauf hin, dass ADRA Kolumbien in den letzten sechs Monaten bei der gesundheitlichen Betreuung von mehr als 18.000 venezolanischen Migranten mitgeholfen habe, sowie auf die zahlreichen ADRA-Projekte, die im ganzen Land durchgeführt wurden, um Vertriebenen und Bedürftigen zu helfen.




Britische Jungferninseln: Adventisten pflanzen Kokospalmen

Pfadfinder und Mitglieder der Maranatha Seventh-day Adventist Church auf Torotola fingen bereits vor Monaten an, Kokospalmen zu sammeln, um die Küstenlinien wieder aufzufüllen. Kurz darauf gab die Tourismuszentrale der Britischen Jungferinseln bekannt, dass Kokospalmen erhältlich seien und suchte Partner, um die Bäume entlang der Strände zu pflanzen. Daraufhin pflanzten Pfadfinder und Kirchengemeindemitglieder Ende Mai 69 Bäume auf Trellis Bay, Beff Island und Josiah Bay.

„Obwohl es harte Arbeit war, war es doch eine tolle Arbeit“, sagte ein Pfadfinder. 21 Pfadfinder und andere Freiwillige haben in Abstimmung mit mehreren Unternehmen jede Woche die neuen Pflanzungen überprüft und bewässert. „Unsere kommunalen Partner waren begeistert von der Idee, die Vegetation entlang der Küste wiederherzustellen“, sagte Sheriece Creque, Pfadfinderleiterin der Maranatha Adventist Church. „Viele bedankten sich für die Bemühungen der Gruppe, da die Bäume die Atmosphäre sofort aufbesserten und ein neues Gefühl der Hoffnung weckten.“




Wimbledon-Sieger 2019 aktive orthodoxe Christen

Simona Halep gehört der Rumänisch-Orthodoxen Kirche an. Vor wenigen Tagen wurde sie mit dem rumänischen Patriarchalkreuz ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung für Nichtgeweihte in der rumänischen Kirche. Im Vorjahr hatte sie bereits das Andreaskreuz des rumänischen Patriarchats erhalten. In einem Interview sagte sie dieser Tage, der christliche Glaube sei für sie „sehr wichtig im Leben“: „Ich glaube an Gott, auch wenn ich nicht jede Woche an der Liturgie teilnehmen kann“.

Novak Djokovic gehört der Serbisch-Orthodoxen Kirche an. Schon 2011 wurde er mit dem Orden des Heiligen Sava 1. Klasse ausgezeichnet, vor allem deshalb, weil er viele religiöse und soziale Initiativen der Kirche aktiv fördert. Vor jedem Spiel bekreuzigt sich Djokovic in aller Öffentlichkeit auf dem Court in orthodoxer Weise. In einem Interview sagte er kürzlich: „Bevor ich Sportler bin, bin ich orthodoxer Christ“.




USA: 3. Adventistischer Weltkongress zu Gesundheit und Lebensstil

„Wir wollen die Bedeutung der Verbindung von Denken, Körper, Geist, Sozialem und Emotionalem betonen“, sagte Dr. med. Peter Landless, Leiter der adventistischen Gesundheitsdienste der Weltkirchenleitung, im Vorfeld des Kongresses. „Und wir wollen auch zeigen, wie der Lebensstil all das beeinflusst.“

Bewegung fördert kognitive Funktionen
„Bewegung beeinflusst die Vermehrung neuer Neuronen und erhöht die Produktion von Molekülen, die aus Neuronen stammen, die Lernen und Gedächtnis, bzw. das Erinnerungsvermögen beeinflussen“, sagte der Harvard-Professor und Forscher David Williams in seinem Fachvortrag. Williams ist kürzlich in die National Academy of Sciences gewählt worden.

Alzheimer habe seit einem Jahrzehnt die höchsten Zuwachsraten im Vergleich zu anderen Krankheiten. Die moderne Medizin behandele Alzheimer hauptsächlich pharmakologisch. Bewegung und Ernährung könnten aber ebenso helfen, den kognitiven Rückgang abzuwehren und den Gesamtzustand einer Person zu verbessern, auch wenn die Krankheit fortschreite, so Williams.

Adventisten leben länger
Gary E. Frazer, der bis vor kurzem noch die zweite Forschungsstudie an 96.000 Siebenten-Tags-Adventisten im Alter zwischen 30 und 112 Jahren leitete (AHS-2), versicherte den Teilnehmern der Konferenz: „Adventisten haben weiterhin einen Langlebigkeitsvorteil“. Dies decke sich mit älteren Ergebnissen aus kalifornischen Studien, die zeigten, dass adventistische Männer 7,3 Jahre und Frauen 4,4 Jahre länger als die durchschnittliche Bevölkerung lebten. Für Adventisten, die sich vegetarisch ernährten, stiegen diese Unterschiede auf 9,5 und 6,1 Jahre an (laut einer statistischen Erhebung aus 2018 leben 19 Prozent der weltweiten Kirchenmitglieder vegetarisch).

Kalzium und Milchprodukte
Als „interessant“ bezeichnete Frazer auch die Studienergebnisse bezüglich Kalzium und Milchprodukten. Er stellte fest, dass Menschen, die mehr Kalzium konsumierten, ein viel geringeres Risiko für Darmkrebs aufwiesen. Diejenigen mit höherem Milchkonsum hätten ebenfalls ein geringeres Risiko für Darmkrebserkrankungen. Das Gegenteil sei jedoch beim Thema Prostatakrebs der Fall. Vorläufige Ergebnisse deuteten darauf hin, dass diejenigen, die mehr Milchprodukte konsumierten, ein höheres Risiko für Prostatakrebs zeigten. Auch zeigten die vorläufigen Ergebnisse, dass Konsumenten von Milchprodukten einen signifikanten Anstieg des Brustkrebsrisikos im Vergleich zu denen aufwiesen, die wenig oder gar keine Milchprodukte zu sich nähmen.

Religion und Gesundheit
Die Studien der AHS-2 zeigten auch, dass religiöse Überzeugungen und die sich daraus ergebenden Wertvorstellungen einen direkten Einfluss auf die Gesundheit hätten. Ein positiv geführtes geistliches Leben vermindere Depression und erhöhe wahrscheinlich die Widerstandsfähigkeit gegen Widrigkeiten des Lebens. Zusammengefasst sei das Fazit der Studie, dass die Anbetung eines liebenden Schöpfergottes und der Dienst an anderen von Vorteil für geistige Gesundheit und indirekt auch für körperliche Gesundheit sei.

Dienst für Menschen mit besonderen Bedürfnissen
Zum ersten Mal war auch die Abteilung „Dienste für Menschen mit besonderen Bedürfnissen“ („Special Needs Ministries“) an den Weltkongress angebunden. Ein ganzer Tag im Anschluss an den Gesundheitskongress war diesem Thema gewidmet. Der Fokus liege bei dieser Arbeit darauf, die Würde des Menschen wieder herzustellen, so Larry R. Evans, Leiter der Abteilung bei der Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten. Er legte Wert auf die Tatsache: „Wir sind ein Möglichkeitsdienst und kein Behindertendienst.“ Evans differenzierte die Begriffe „Würde“ und „Respekt“: „Respekt“, so Evans, „wird durch die eigenen Handlungen verdient; aber Würde ist angeboren, unabhängig davon, ob die Person blind, taub oder körperlich oder geistig behindert ist.“

[Korrekturhinweis: Laut einer statistischen Erhebung aus 2018 leben 19 Prozent der weltweiten Kirchenmitglieder vegetarisch.]




„HopeTV Kinder“: neuer YouTube-Kanal

„Fribos Dachboden“ ist eine Sendereihe des Hope Channels für Kinder im Grundschulalter. Fribonius Maximilian Balthasar von Einzahn ist ein Holzwurm und wohnt auf einem Dachboden in Süddeutschland. Zusammen mit seinem Freund Dominik entdeckt er tolle Dinge und sie lesen in einem großen alten Buch spannende Geschichten. Außerdem sind da noch Carla und Wilma, die basteln, kochen, bauen und experimentieren, sowie viele neue Akteure bei Fribo.

HopeTV
HopeTV ist ein Sender der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, der von Hope Media (Stimme der Hoffnung e. V.) mit Sitz in Alsbach-Hähnlein betrieben wird. Der Sender gehört zur internationalen Senderfamilie Hope Channel, die 2003 in den USA gegründet wurde und aus mittlerweile 52 nationalen Sendern besteht. Weitere Informationen: www.hopetv.de

[Korrekturhinweis: Bei den Mitwirkenden der Serie „Fribos Dachboden“ haben sich Veränderungen ergeben.]




Adventisten: erste regionale Kirchenleiterin besucht Deutschland

Auf Initiative einer adventistischen Kirchengemeinde in Stuttgart besuchte Dr. Sandra Roberts die Bundesrepublik. Auf ihrem Programm standen Treffen mit Leitungspersonen der Freikirche in Deutschland, Besuche von Institutionen der Freikirche, wie der Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg oder Hope Media in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, und von historischen Stätten in Berlin und Wittenberg. Roberts absolvierte ein straffes Vortragsprogramm und nahm zudem in Stuttgart an einer Podiumsdiskussion über die Rolle von Frauen in Führungspositionen innerhalb der adventistischen Freikirche teil.

Einsatz für Gleichstellung von Mann und Frau
„In unserer Division [teilkontinentale Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Nordamerika] ist die Gleichstellung [von Mann und Frau] Voraussetzung, um gesellschaftsrelevant zu sein“, so Roberts in der Diskussion. Die Southeastern California Conference habe eine lange Tradition, Gleichstellung im Predigtamt zu fördern und sie selbst habe davon profitiert. So habe sie als Präsidentin stets die volle Unterstützung in ihrer Vereinigung erfahren, wenn auch nicht alle Mitglieder damit einverstanden seien. Sie sei stolz darauf, sich als Präsidentin für die Gleichstellung von Mann und Frau in der Freikirche einzusetzen und ihre weiblichen Pastoren zu schützen. „Ich will nicht, dass sich meine Kirche deswegen spaltet … Ich glaube daran, dass wir zueinander gehören“, bekräftigte Roberts.

Zur Person
Die Eltern von Sandra Roberts dienten der teilkontinentalen Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Nordamerika als Missionare. Roberts absolvierte ein B.S.-Studium der Diätetik an der Loma Linda University und arbeitete als Bibellehrerin, Exekutivdirektorin des Freizeit- und Tagungszentrums Pine Springs Ranch, Sommerlager-leiterin, Campusseelsorgerin, Pastorin, stellvertretende Jugendabteilungsleiterin der Vereinigung und als Vereinigungsadministratorin. Sie erwarb zusätzlich einen Master-Abschluss in Religionspädagogik an der Andrews University und einen Doktortitel an der Claremont School of Theology. Roberts war vor ihrer Wahl zur Präsidentin neun Jahre lang Generalsekretärin der Southeastern California Conference.

Keine uneingeschränkte Gleichstellung von Pastoren und Pastorinnen bei Adventisten
Innerhalb der weltweiten Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gibt es keine uneingeschränkte Gleichstellung von Pastorinnen und Pastoren. Adventistische Frauen können nach der Entscheidung der Weltsynode in San Antonio 2015 lediglich weiterhin nach ihrem mehrjährigen Theologiestudium als Pastorinnen „gesegnet“ werden und damit bestimmte Amtshandlungen örtlich begrenzt ausführen. Ordiniert zum weltweiten Dienst werden lediglich männliche Geistliche. Somit bleibt das kirchenleitende Amt des Präsidenten einer Vereinigung (regionale Kirchenleitung) oder eines Verbandes (überregionale Kirchenleitung) männlichen Geistlichen vorbehalten, da hierfür die Ordination notwendig ist. In den Jahren vor der Weltsynode 2015 in San Antonio und danach sind sowohl in den USA als auch in wenigen europäischen Staaten dennoch insgesamt rund 40 Frauen zum Pastorendienst ordiniert worden, darunter auch Sandra Roberts.




ADRA Kolumbien hilft venezolanischen Migranten

Jüngste Statistiken der Regierung gingen davon aus, dass in der letzten Zeit mehr als 1,1 Millionen Venezolaner nach Kolumbien ausgewandert seien. Sie bildeten inzwischen 30 Prozent der Bevölkerung in den an Venezuela angrenzenden Regionen. Etwa 23 Prozent dieser Migranten hätten sich in der Hauptstadt Bogotá niedergelassen, 41 Prozent lebten unter inakzeptablen, unsicheren Bedingungen, wie Gabriel Villarreal, Geschäftsführer von ADRA Kolumbien, in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift Adventist World erklärte.

Kostenlose medizinische Untersuchungen
„Uns fiel der Zustrom von Menschen auf, und wir bemerkten, dass viele ohne entsprechende Unterlagen ins Land kamen und für einen bestimmten Zeitraum keinen Zugang zu medizinischer Versorgung in Kolumbien hatten. Also haben wir ein Projekt entwickelt, um tausenden Venezolanern kostenlose Gesundheitshilfe anzubieten“, sagte Villarreal.

Die Hilfe umfasse kostenlose medizinische Untersuchungen, gegebenenfalls Labortests und Medikamente für Tausende von Familien in Bucaramanga und Medellín, der zweitgrößten Stadt Kolumbiens. Die Untersuchungen würden vom Personal der beiden dortigen adventistischen Krankenhäuser durchgeführt. Bisher hätten schätzungsweise 10.200 Personen von dem Angebot Gebrauch gemacht, 5.000 in Medellín und 5.200 in Bucaramanga. In Bucaramanga und Medellín würden dank der Organisation durch ADRA-Mitarbeiter jeweils etwa 500 bis 600 Personen pro Monat von den jeweiligen Teams aus medizinischen Fachkräften untersucht. Die Hilfe sei mit den Behörden vor Ort abgestimmt, die venezolanische Migranten ermittelten, welche die medizinische Versorgung benötigten, informierte Villarreal.

Hygiene, kochen und wohnen
ADRA habe außerdem bereits 2.500 Zusammenstellungen mit Hygieneartikeln, 2.500 Kochausrüstungen mit Töpfen, Tellern und Geschirr sowie 2.500 Wohnausstattungen, die Matratzen und Bettwäsche einschließen, verteilt. ADRA Kolumbien könne durch Spenden im ganzen Land auch andere Projekte unterstützen, um Venezolanern bei der Migration nach Kolumbien zu helfen.




Holland: jede fünfte Kirche kein Gotteshaus mehr

Es gebe in den Niederlanden insgesamt 6.900 Kirchengebäude, die der protestantischen und der römisch-katholischen Kirche gehörten. 1.400 davon dienten heute aber anderen Zwecken. Das berichtete die Zeitung Trouw.

Restaurant und Fitness-Studio
Nach einer Umfrage würden 30 Prozent dieser umfunktionierten Gebäude als Wohnungen genutzt, 20 Prozent für kulturelle und soziale Zwecke und 15 Prozent seien in Büros und Geschäfte umgewandelt worden. Man finde in den ehemaligen Kirchen aber auch Fitness-Studios, Bars und Restaurants. Laut der Zeitung Trouw wurde die Mehrheit der Gebäude in den Jahren zwischen 1800 und 1970 errichtet. Ältere Kirchengebäude würden weiterhin als solche genutzt.

Katholiken verkaufen weniger Gebäude
Interessanterweise werden mehr evangelische Gotteshäuser umgewidmet, schreibt Trouw. Aufgrund der größeren geistlichen Bedeutung der Bauwerke für die römisch-katholische Kirche sei diese generell weniger zum Verkauf bereit. Für Protestanten hätten Kirchengebäude nicht den gleichen Stellenwert.




USA: Emmy Award für TV-Serie mit adventistischer Klinik

Die Episode „Love for Lexi“ dokumentiert das Leben einer 16-Jährigen, deren Herz bereits Wochen nach der Diagnose einer seltenen Form einer Herzerkrankung zum Stillstand kam. Sie sollte eine Herztransplantation bekommen und wurde im Kinderkrankenhaus der Loma Linda Universität behandelt. Die Episode zeigt ihre Geschichte durch die Augen ihrer Ärzte und ihrer Familie, die alle um ihr Leben kämpften. Lexi erhielt schließlich eine lebensrettende Herztransplantation und wurde gesund.

Life on the Line auch auf Deutsch
„Life on the Line“ ist eine Fernsehserie, die fesselnde Geschichten über Hoffnung und Mut aus dem Bereich von Loma Linda University Health dokumentiert. Laut LLUH gewährt die Serie einen einzigartigen Einblick in das Leben derjenigen, die mit einer immensen Tragödie konfrontiert sind. Bereits im Jahr 2016 gewann „Life on the Line“ den ersten Emmy in der Kategorie „Gesundheit/Wissenschaft“. 2017 wurde die Serie sogar mit sieben Emmy-Awards ausgezeichnet. Der diesjährige Preis war der 14. Emmy der Produktionsfirma Mound City Films. Seit Juni wird die Serie auch auf Deutsch unter dem Titel „Einsatz leben“ wöchentlich montags um 20:15 Uhr auf HopeTV ausgestrahlt.

Loma Linda University Health (LLUH)
Die 1905 gegründete Loma Linda University Health, eine Organisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, umfasst die acht Fakultäten der Loma Linda Universität (mit mehr als 4.400 Studierenden aus über 80 Ländern), die sechs Krankenhäuser des LLU Medical Center sowie mehr als 900 Fakultätsärzte in Südkalifornien. Loma Linda University Health bietet nach eigenen Angaben über 100 akademische Programme an und versorgt jährlich über 40.000 Patienten stationär und 1,5 Millionen ambulant.




USA: weitere adventistische Pastorin ordiniert

Therezinha Barbalho ist in Brasilien aufgewachsen. Sie hat Theologie und Rechtswissenschaften studiert, war als Rechtsanwältin und ehrenamtliche Pastorin in Brasilien tätig und arbeitete ab 2004 als Pastorin in den USA. Seit 2017 ist sie leitende Pastorin der Adventgemeinde in Silver Spring, Maryland/USA. Am gleichen Ort befindet sich auch das Hauptquartier der adventistischen Weltkirchenleitung. Barbalho ist seit 26 Jahren mit dem Pianisten und Komponisten Zeli Leite verheiratet, das Paar hat eine Tochter.

Keine uneingeschränkte Gleichstellung von Pastoren und Pastorinnen bei Adventisten
Innerhalb der weltweiten Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten gibt es keine uneingeschränkte Gleichstellung von Pastorinnen und Pastoren. Im Juni 2015 stimmte die Weltsynode (Generalkonferenz-Vollversammlung) in San Antonio/USA als oberstes Organ der Freikirche erneut mehrheitlich gegen einen Antrag, die Entscheidung zur Ordination von Frauen den einzelnen teilkontinentalen Kirchenleitungen (Divisionen) zu überlassen. In dieser Frage wurde bereits bei den Weltsynoden 1990 und 1995 negativ entschieden.

Adventistische Frauen können nach der Entscheidung der Weltsynode in San Antonio zwar weiterhin nach ihrem mehrjährigen Theologiestudium in der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten als Pastorinnen „gesegnet“ und damit beauftragt werden, Amtshandlungen, wie Taufe, Abendmahl, Trauung und Beerdigung, vorzunehmen; doch ist diese Vollmacht örtlich begrenzt. Während die Ordination von Pastoren innerhalb der Freikirche weltweit Gültigkeit hat, dürfen gesegnete Pastorinnen nur in den Gebieten wirken, die zu einer Kirchenleitung gehören, welche die Segnung auch praktiziert. Ordiniert zum weltweiten Dienst werden lediglich männliche Geistliche. Nur sie dürfen in das kirchenleitende Amt eines Präsidenten einer Vereinigung oder eines Verbandes berufen werden, da hierfür die Ordination notwendig ist.

Ordinationsbeschluss ignoriert
In den Jahren vor der Weltsynode 2015 in San Antonio sind sowohl in den USA als auch in wenigen europäischen Staaten dennoch insgesamt rund 40 Frauen zum Pastorendienst ordiniert worden. Die Einsegnung von Pastorin Therezinha Barbalho ist die zweite bekannte Ordination nach dem Beschluss der Weltsynode von 2015.




Friedrich Siegmund-Schultze wieder mehr Beachtung schenken

Ein Theologe, der schon im Ersten Weltkrieg zur Versöhnung aufrief
Der 1885 in Görlitz geborene Friedrich Siegmund-Schultze engagierte sich schon vor dem Ersten Weltkrieg für den Frieden. Bereits 1910 betonte er, dass das Christentum den organisierten Massenmord nicht heiligsprechen könne, sondern erklären müsse, dass Krieg führen gegen den Willen Jesu sei. Sein Augenmerk galt der Völkerverständigung und der Ökumene. Siegmund-Schultze gehörte zu den Initiatoren einer internationalen Konferenz in Konstanz, auf der im August 1914, unmittelbar bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges, der „Weltbund für Freundschaftsarbeit der Kirchen“ gegründet wurde, der Vorläufer des Internationalen Versöhnungsbundes. „Friedrich Siegmund-Schultze war einer der wenigen Theologen, nicht nur in Deutschland, die auch während des Ersten Weltkriegs nicht müde wurden, Versöhnung zwischen den Weltkriegsgegnern zu predigen und für Verständigung und Frieden einzutreten“, informierte Renke Brahms.

Ein Gegner der deutschen Wiederbewaffnung
Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich Friedrich Siegmund-Schultze nachdrücklich für ein Recht auf Kriegsdienstverweigerung ein und wandte sich entschieden gegen eine deutsche Wiederbewaffnung. „Für Friedrich Siegmund-Schultze war Kriegsdienstverweigerung eine Gewissensentscheidung, die der Staat zu schützen hatte“, meinte Lutz Krügener, der Friedensbeauftragte der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und einer der Sprecher der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK). Darum habe er sich immer wieder auch gegen Einschränkungen des Artikels 4, Absatz 3 des Grundgesetzes, in dem das Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen festgeschrieben ist, gewehrt. 1957 gehörte Siegmund-Schultze zu den Initiatoren der Zentralstelle für Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen und wurde deren erster Vorsitzender.

Ein ungewöhnlicher Mensch
In Fragen der Kriegsdienstverweigerung sah der Theologe auch die Kirchen in einer Pflicht. So schrieb Siegmund-Schultze 1950, dass ein Christ wachen Gewissens „heute die Kriegsdienstverweigerung als die richtige persönliche Haltung vor Gott und den Menschen“ erkennen werde. „Dafür hat er sich eingesetzt und engagiert, auch gegen Widerstände aus Politik, Kirche und Gesellschaft“, so Lutz Krügener. Darum sei es richtig gewesen, dass die EAK mit dem seit 1994 von ihr verliehenen „Friedrich Siegmund-Schultze-Förderpreis für gewaltfreies Handeln“ an diesen Theologen erinnere, fügte der EAK-Sprecher hinzu.

Der spätere Bundespräsident Gustav Heinemann bezeichnete Friedrich Siegmund-Schultze, der am 11. Juli 1969 in Soest verstarb, als einen der ungewöhnlichsten Menschen, denen er begegnet sei. „Die Arbeit und das Wirken dieses Friedenstheologen darf nicht in Vergessenheit geraten, das ist unsere Aufgabe. Friedrich Siegmund-Schultze ist auch 50 Jahre nach seinem Tod noch immer hochaktuell“, betonte der EKD-Friedensbeauftragte Renke Brahms.




Schweizer Hilfswerk: fast 10 Prozent mehr Armut

Trotz guter wirtschaftlicher Konjunktur steigt die Zahl der Armutsbetroffenen in der Schweiz seit 2014 konstant an. Die Zahl der von Armut Betroffenen ist in einem Jahr von 615.000 auf rund 670.000 hochgeschnellt. Diese Entwicklung steht in scharfem Kontrast zur Zielsetzung einer Halbierung der Armut in den kommenden zehn Jahren, zu welcher sich die Schweiz mit der Unterzeichnung der globalen Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verpflichtet hat.

Armutsrisiken
Überdurchschnittlich oft arm sind laut Caritas Alleinerziehende, Personen ohne Berufsausbildung und allein Lebende. Mangelnde Bildung, Verlust der Arbeitsstelle, kleine oder mehrere Kinder in einer Familie sowie Trennung und Scheidung sind die größten Armutsrisiken in der Schweiz.

Eine landesweite Strategie gegen Armut notwendig
Die neuen Zahlen machen laut Caritas deutlich: Armut sei kein marginales Problem, sondern die neue sozialpolitische Herausforderung. Armutsrisiken wie Langzeitarbeitslosigkeit oder Scheidung seien nicht abgesichert. Zusammen mit zivilgesellschaftlichen Organisationen und Armutsbetroffenen gelte es, verbindliche Ziele und Maßnahmen zu definieren, um Armut nachhaltig zu bekämpfen, schreibt Caritas.




Adventisten sprechen weltweit über „Christsein und sozialer Dienst“

Noch in den 1990er Jahren sei in der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten darüber diskutiert worden, ob soziale Arbeit zum Auftrag der Kirche gehöre oder ob sich dieser auf die Verkündigung des ewigen Evangeliums in der Endzeit beschränke, heisst es in der Einführung zum deutschen „Studienheft zur Bibel“. Die Verkündigung des Evangeliums sei zweifellos zentraler Auftrag der christlichen Gemeinde, „doch die ‚Gute Nachricht‘ besteht nicht nur aus schönen Worten über die Liebe Gottes, sie ist auch in tätigem und liebevollem Handeln vernehmbar.“ Diakonische und soziale Arbeit gehörten neben Verkündigung und Gemeinschaft zum Auftrag der Kirche, „denn ohne Werke der Nächstenliebe ist der Glaube tot.“ Die christliche Botschaft sei nur „insoweit glaubwürdig und wirkungsvoll, wie sie sich den notleidenden und bedürftigen Menschen zuwendet.“

Videoclips zu jedem Wochenthema
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Europa hat gemeinsam mit den nationalen ADRA Landesbüros in Europa Videoclips von rund drei Minuten zu jedem Wochenthema erstellt. Die Kirchengemeinden können diese Videoclips herunterladen und als Einführung ins Wochenthema benutzen: https://cloud.adventisten.ch/s/6FrrqTDPE69pMa3

Ebenso greift die Talksendung „die BIBEL. das LEBEN.“ auf dem Hope TV die entsprechenden Wochenthemen auf: www.diebibel-dasleben.de

Studienanleitung zur Bibel
Die Studienanleitung zur Bibel wird von der Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten herausgegeben und ist in zahlreichen Sprachen erhältlich. Auf Deutsch gibt es neben der Standardausgabe auch das „Studienheft zur Bibel“, welches als Begleitheft die gleichen Themen in didaktisch aufbereiteter und kontextuell bearbeiteter Form enthält. Die Studienanleitung dient der persönlichen Beschäftigung mit der Bibel während der Woche und als thematische Grundlage für das Gruppengespräch im ersten Teil des adventistischen Gottesdienstes. Die Beschäftigung mit der Bibel in Gesprächsform während des ersten Teils des Gottesdienstes wurde bereits 1853, zehn Jahre vor der offiziellen Kirchengründung, praktiziert. Weitere Informationen: https://advent-verlag.de/studienhefte




Entwicklungszusammenarbeit: 3.200 energiesparende Lehmöfen für Uganda

„Der Ofen stößt im Vergleich zu einem herkömmlichen Ofen weniger Rauch aus, sodass man weniger Bäume fällen muss, um Brennholz oder Holzkohle zum Kochen zu bekommen“, berichtete Jerry Kiwanuka, Umweltbeauftragter von ADRA Uganda. Laut Kiwanuka kam die Idee für die Öfen ursprünglich 2004 vom ugandischen Ministerium für Energie und Mineralentwicklung sowie anderen ugandischen Partnern. ADRA habe die Idee in die Tat umgesetzt.

Der erste Einsatz des energiesparenden Ofens sei 2006 in den ugandischen Distrikten Bushenyi und Rakai erfolgt. Es gebe inzwischen auch Schulungen, bei denen gezeigt werde, wie solch ein Ofen gebaut wird und wie man darauf kocht. Als man sah, wie erfolgreich die Einführung des Ofens für die Dorfbewohner war, erhielten auch Flüchtlinge aus dem Südsudan, meist Frauen und Kinder, die Schulung, so Kiwanuka. ADRA arbeitet unter anderem im Flüchtlingslager Maaji II, wo seit dem 25. August 2017 mehr als 18.000 Sudanesen leben.

Die neuen Öfen werden genutzt
Der Ofen ist eine rechteckig Aufschüttung, die aus Erde und Wasser geformt wird. Er ist laut Kiwanuka so konzipiert, dass er für zwei Töpfe gleichzeitig verwendet werden kann und wird fest installiert. „Der Lehmofen wird in einer Küche oder im Freien an einem sorgfältig ausgewählten, gut geeigneten Ort gebaut“, erklärte Kiwanuka. „Deshalb werden 90 Prozent der Öfen von den Menschen in Uganda akzeptiert und genutzt.“

Fathima, die Kiwanuka in einer seiner Schulungsgruppen traf, berichtete ihm: „Ich war gezwungen, mit meinen drei Kindern den Südsudan aufgrund der Folter durch die Regierungstruppen zu verlassen. Sie dachten, wir würden Rebellen verstecken. Viele Menschen wurden gefoltert und verloren ihr Leben.“ Sie erzählte, dass sie ihren Mann zurückließ, weil er sich um ihr Eigentum kümmern wollte, trotz der für ihn lebensbedrohlichen Situation. „Ich weiß nicht, ob er noch lebt“, sagte Fathima.

„Mir ging viel zu schnell mein Brennholz aus“
„Als ich mit meinen Kindern in Uganda ankam, kochte ich unser Essen auf einem traditionellen Dreisteinofen, der das Brennholz im Handumdrehen verbraucht. So ging mir immer viel zu schnell mein Brennholz aus“, sagte sie. „Ich ging nicht gerne in den Wald, um Holz zu holen, aber ich hatte keine Wahl.“ Jerry Kiwanuka wies darauf hin, dass Frauen und Kinder, die in den Wald gehen, um Brennholz oder Holzkohle zum Kochen zu suchen, einer größeren Gefahr von Missbrauch und Übergriffen ausgesetzt seien als Männer.

Fathima sei dankbar für den neuen Ofen. „Ich sammle immer noch Brennholz aus den nahegelegenen Wäldern, aber ich muss es nicht mehr so oft tun.“ Der Herd erfordere nicht viel manuelle Arbeit und verursache beim Kochen nicht so viel Rauch. „Ich bete allerdings, dass ich möglichst bald kein Brennholz mehr aus dem Wald holen muss.“

Um dieses Problem zu beheben, leite ADRA die Flüchtlinge auch an, mit Holzkohlebriketts als Ersatz für Holzkohle und Brennholz zu kochen. Dadurch würde auch noch mehr Energie gespart, erläuterte der ADRA-Umweltbeauftragte.




ADRA weitet Einsatz im Jemen aus

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe sei eine der größten im Jemen tätigen Hilfsorganisationen, teilte Christian Molke, Geschäftsführer von ADRA Deutschland, mit. Gleichzeitig sei der Einsatz im Jemen das finanziell größte Engagement von ADRA Deutschland. Gemeinsam mit Bündnispartnern vor Ort sei ADRA Deutschland in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Nahrungsmittelsicherheit, Wasserversorgung und Hygiene aktiv und leiste damit humanitäre Hilfe für Menschen im ganzen Land. ADRA setze bis Ende des Jahres zusätzliche Mittel ein, um das Leid der jemenitischen Zivilbevölkerung zu lindern. Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland habe dafür zusätzliche Geldmittel bereitgestellt.

„Wir sind dem Auswärtigen Amt für die sehr gute Zusammenarbeit dankbar. Wir setzen jeden zur Verfügung stehenden Euro ein, um das Leid der Jemenitinnen und Jemeniten zu lindern“, erklärte der Geschäftsführer von ADRA Deutschland. „Mit zusätzlichen 1,11 Millionen Euro erhöhen wir das Gesamtvolumen für den Jemen in diesem Jahr auf über sechs Millionen Euro. Langfristig jedoch wird nur ein dauerhafter Frieden der Bevölkerung helfen. Wir hoffen inständig, dass die kriegerischen Auseinandersetzungen bald ein Ende finden werden“, appellierte Christian Molke.

ADRA
ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine international tätige Nichtregierungs- Organisation. ADRA Deutschland e.V. wurde 1987 von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet und ist Mitglied eines weltweit föderativ organisierten Netzwerkes mit über 130 nationalen Büros. Weitere Informationen: www.adra.de




Adventisten: Berufsbegleitender Masterstudiengang International Social Sciences

In engem Austausch mit der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Europa sei die Möglichkeit geschaffen worden, das Studium auch berufsbegleitend zu absolvieren. Eine Zielgruppe sind Personen, die schon erste Erfahrungen in der Entwicklungszusammenarbeit hätten und sich weiterqualifizieren möchten, so Spiegler. Daneben sei der Studiengang auch für jene geeignet, die bereits einen berufsqualifizierenden Studienabschluss in einem anderen Bereich besäßen und sich für eine internationale Tätigkeit im Bereich Entwicklungszusammenarbeit oder humanitäre Hilfe interessierten.

Das berufsbegleitende, englischsprachige Studium dauert drei Jahre und umfasst pro Semester zwei separate Studienwochen auf dem Campus Friedensau, informierte Professor Spiegler. Ergänzend würden Lehrinhalte online-gestützt angeboten. Der Studiengang vermittle die notwendigen theoretischen Grundlagen, um sich in den komplexen Fragen globaler Gerechtigkeit und Entwicklung zu orientieren und bereite durch praxisorientierte Module auf die Projektarbeit in diesem Tätigkeitsbereich vor. All das geschehe in einer internationalen Studiengruppe.

Experten aus dem Globalen Süden – Armut auch in Europa
Ein wichtiger Teil des Studiums sei laut Spiegler ein Praxismodul, in dem man lerne, wie ein Projekt geplant, durchgeführt und evaluiert werde. Das beinhalte eine einwöchige Exkursion die mit einem lokalen ADRA-Büro durchgeführt werde. Dieses Jahr fahre eine Gruppe nach Albanien, um dort mit ADRA Albanien ein Projekt zur Unterstützung der Roma-Gemeinschaft zu entwickeln. Ergänzend würden Seminare stattfinden, an denen auch Mitarbeiter von ADRA teilnehmen könnten.

Während solcher Exkursionen würden immer wieder weit verbreitete Vorurteile infrage gestellt, betonte der Dekan. „Die Gruppe aus Friedensau wurde in den letzten Jahren von Friedensauer Absolventen aus afrikanischen Ländern geleitet.“ Die ADRA-Mitarbeiter vor Ort hätten mit Erstaunen festgestellt, dass Experten und Expertinnen auch aus Afrika kämen. Und den Studierenden, überwiegend aus Ländern des Globalen Südens, wäre deutlich geworden, dass es auch in Europa Armut und Ausgrenzung gebe und dass sie etwas dazu beitragen könnten, die Situation zu verbessern.

Nähere Informationen zu den Studieninhalten bietet die Homepage der Hochschule: www.thh-friedensau.de

Hochschule Friedensau
Die 1899 gegründete Friedensauer Bildungsstätte und 1990 staatlich anerkannte Hochschule hat die Fachbereiche Christliches Sozialwesen und Theologie. Sie vergibt universitäre Studienabschlüsse in Theologie (B.A., M.A. und Master of Theological Studies) sowie Soziale Arbeit (B.A.), Sozial- und Gesundheitsmanagement (M.A.), International Social Sciences (M.A.), Counseling/Beratung (M.A.) und Musiktherapie (M.A.). Der Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ bereitet die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer sprachlich auf ihr Studium vor. Ein gemeinsames Projekt der Kliniken der Pfeifferschen Stiftungen und der Theologischen Hochschule ist die hochschulzertifizierte Weiterbildung in den Pflegeberufen für die in Friedensau Professorin Dr. Margarete Reinhart zuständig ist.

Die Hochschule verfügt über die wissenschaftlichen Institute Altes Testament und biblische Archäologie, Missionswissenschaft, Religionsfreiheit, Weiterbildung, Adventistische Geschichte und Theologie, Historisches Archiv, Kirchenmusik, Evaluation in der Entwicklungsarbeit und humanitären Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit, Sucht- und Abhängigkeitsfragen, Kulturrelevante Kommunikation und Wertebildung, Familien- und Sozialforschung, Schutz von ethischen, linguistischen und religiösen Minderheiten sowie Musiktherapie. Die Bibliothek umfasst ein vielfältiges Angebot mit über 150.000 Medien. Sie beherbergt auch die Bibliothek des Vereins für Freikirchenforschung und eine Musikalienbibliothek mit umfangreicher Notensammlung. Träger der Hochschule ist die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten.




Hospiz Friedensberg feiert 10-jähriges Bestehen

„Wer kam auf den verrückten Gedanken, hier ein Hospiz zu bauen?“, mit dieser Frage erinnerte Lothar Scheel, Vorsitzender des Trägervereins des Hospizes, in seiner Festansprache an den Beginn der Hospizarbeit vor zehn Jahren und die Vorbereitungen dazu. Menschen, die an etwas Großes glaubten und sich dafür einsetzen, sowie viele Firmen und Spender hätten zur Verwirklichung der knapp 1,5 Millionen Euro teuren Einrichtung in Lauchhammer beigetragen. Bisher hätten dort rund 850 Menschen ihre letzte Lebenszeit verbracht.

Wert und Würde des Lebens – auch im Sterben
„Nicht dem Leben mehr Tage geben, sondern den Tagen mehr Leben“ lautet das der englischen Begründerin der modernen Hospizbewegung, Cicely Saunders, zugeschriebene Motto des Hauses. Auf dieses Motto nahm auch der Seelsorger des Hospizes Friedensberg, Pastor Michael Götz, in seiner Ansprache Bezug. Die paradoxe Einsicht: „Nahe dem Tod sind wir dem Leben nahe“ mache deutlich, dass uns gerade im Angesicht der Endlichkeit der unendliche Wert des Lebens bewusst werde. „Leben ist Beziehung“, so Götz, „wir brauchen einander, um leben zu können“. Es sei ein großer Segen, nicht alleine sterben zu müssen, sondern in Begleitung von anderen Menschen.

Hospiz Friedensberg
Das Hospiz Friedensberg in Lauchhammer bietet seit Juli 2009 sterbenskranken Menschen unabhängig von ihrer Konfession pflegerische Versorgung und soziale Begleitung an. Betrieben wird die Einrichtung vom Advent-Wohlfahrtswerk Berlin-Brandenburg e.V. und vom Hospizdienst Oberspreewald-Lausitz e.V., die dafür einen gemeinsamen Trägerverein (AWW Hospiz Senftenberg in Südbrandenburg e.V.) gründeten. Das Advent-Wohlfahrtswerk (AWW) ist ein bundesweit tätiger gemeinnütziger Verein und bildet mit einer Reihe von sozialen Einrichtungen, Projekten, sozialen Initiativen und verschiedenen Tochter-Gesellschaften das Sozialwerk der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Weitere Infos: www.hospiz-friedensberg.de




Weltweit besuchen 60 Millionen Kinder eine katholische Schule

Freikirchlich konfessionelles Schulwesen hat in Europa die höchsten Wachstumsraten
Nach dem Zweiten Weltkrieg seien nicht nur das katholische, sondern auch das evangelische und jüdische Schulwesen wiedererstanden. Dazu kamen in fast allen europäischen Ländern ein orthodoxes, ein muslimisches und ein freikirchliches Schulwesen, „das sich nach und nach ebenfalls europa- und weltweit organisiert – übrigens nach katholischem Vorbild“, sagte Christine Mann. Insbesondere im orthodoxen Schulwesen sei noch „genug Luft nach oben“. Die größten Wachstumsraten verzeichne – wenn auch auf noch geringem prozentuellen Niveau – das freikirchliche konfessionelle Schulwesen, so Mann.

Abgesehen von den insgesamt wachsenden europäischen und weltweit stark zunehmenden Schülerzahlen sind laut Mann einzelne Entwicklungen hoch interessant, weil sie zeigten, „dass das katholische Schulwesen unter verschiedensten staatskirchenrechtlichen Bedingungen leben und gedeihen kann“.

Frankreich mit höchsten Schülerzahlen in katholischen Schulen
Niemand würde wohl vermuten, dass das laizistische Frankreich mit über zwei Millionen Schülern die höchsten Zahlen aufweist und dass in Belgien bis zu 75 Prozent aller Schüler katholische Schulen besuchen. Ähnliches gelte für den Primarschulbereich in Irland.

Albanien mit höchster Zuwachsrate katholischer Schulen
Und das Land mit den höchsten Zuwachsraten an katholischen Schulen sei derzeit „ausgerechnet das einstmals als religionslos programmierte Albanien“, so Mann. Die Theologin und Juristin leitete früher über viele Jahre das Wiener Erzbischöfliche Schulamt und das Interdiözesane Amt für Unterricht und Erziehung (IDA).

Schulgelder als Herausforderung
Auf große Herausforderungen angesprochen nannte Christine Mann vor allem die Finanzen: „Da die katholische Schule für alle da sein will, sind in der Schulgeldgestaltung natürliche Grenzen gegeben.“ Dann gebe es die Frage nach der Aufnahme nichtkatholischer Kinder: „Ja oder nein? In welchem Verhältnis, in welcher Reihenfolge der Aufnahme? Welchen Religionsunterricht haben sie zu besuchen?“ Freilich seien das auch typisch europäische Fragen, denn: „Wir haben weltweit katholische Ordensschulen, in denen nur ein minimaler Prozentsatz an katholischen Lehrkräften und zugleich an katholischen Kindern und Jugendlichen vertreten ist.“

Jedes Kind ist einmalig und so schon vor aller Leistung von Gott angenommen
Zur Frage, was eine katholische Schule besonders auszeichnet, meinte Mann: „Vor allem die katholische Weite, die sich in doppelter Hinsicht manifestiert: Entwicklung von Identität, auch in ihrer bleibenden Widerständigkeit und zugleich Öffnung hin auf die jeweilige gesellschaftliche Situation und ihre Herausforderungen.“ Wie sich das in der konkreten Pädagogik des einzelnen Schulträgers und seiner Schule niederschlägt, sei vielfältig, kreise aber immer um das gleiche Zentrum: „Jedes Kind ist einmalig und so schon vor aller Leistung von Gott angenommen. Im Erwerb von Bildung auch in ihrer religiösen Dimension, in der Erbringung von Leistung, aber auch in der Entfaltung von Grundtugenden und im Spiel entfaltet sich Menschsein.“

Katholische Schulen ein Ort der Evangelisierung?
Und wie werde eine römisch-katholische Schule zu einem Ort der Evangelisierung? Mann: „Durch Wort und Tat. Predigt, Leitbild und Belehrung allein kommen nicht an, wenn ihnen nicht die Schulrealität, der ganz normale Schulalltag entspricht. Praxis allein, mag sie auch noch so solidarisch und wertschätzend sein, ohne das erklärende und deutende Wort greift sehr oft auch zu kurz.“

Adventisten unterhalten weltweit das grösste protestantische Bildungswesen
Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten unterhält mit 8.540 Bildungsinstituten und 1.934.772 Schülern und Schülerinnen beziehungsweise Studenten und Studentinnen das größte protestantische Bildungswesen weltweit: 5.943 Primarschulen mit 1.183.337 Kindern, 2.429 Sekundarschulen mit 595.848 Kindern und Jugendlichen, 52 Berufsbildungsinstitutionen mit 7.214 Absolventen, 116 Hochschulen und Universitäten mit 148.373 Studierenden.

Adventistische Bildungsinstitutionen in Deutschland
In Deutschland gibt es folgende adventistische Bildungsstätten in kirchlicher Trägerschaft: Die Theologische Hochschule Friedensau bei Magdeburg mit den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie, das Schulzentrum Marienhöhe in Darmstadt mit Grund- und Realschule, Gymnasium, Kolleg und Internate, die Freie Adventschule Oberhavel, Oranienburg-Friedrichsthal, mit Grund- und Oberschule, die Andrews Advent-Grundschule, Solingen, die Daniel-Schule, Murrhardt nordöstlich von Stuttgart (Grund- und Realschule), die Elisa-Schule, Herbolzheim-Tutschfelden nördlich von Freiburg (Grund- und Realschule), die Josia-Schule, Isny/Allgäu (Grund- und Gemeinschaftsschule), die Salomo-Schule, Rastatt (Grund- und Realschule), die Advent-Schule, Heilbronn (Grundschule), die Advent-Schule, Mannheim (Grundschule) sowie Mose-Schule in Nürnberg (Grundschule).

Adventistische Bildungsinstitutionen in Österreich
In Österreich gibt es folgende adventistische Bildungsstätten in kirchlicher Trägerschaft: das theologische Seminar Schloss Bogenhofen, das Oberstufenrealgymnasium Bogenhofen (ORG) mit Instrumentalmusik und die Adventistische Privatschule Bogenhofen in Oberösterreich, die Adventistische Privatschule Klagenfurt(Volksschule) in Kärnten, die Adventistische Privatschule Linz (Volksschule und Neue Mittelschule) in Oberösterreich. die Adventistische Privatschule Elia (Volksschule und Neue Mittelschule) in Dornbirn/Vorarlberg und die Privatschule Arche Noah (Volksschule und Neue Mittelschule) in Wien.

Adventistische Bildungsinstitutionen in der Schweiz
In der Schweiz gibt es folgende adventistische Bildungsstätten in kirchlicher Trägerschaft: die Privatschule A bis Z (1. bis 6. Primar, 1. bis 3. Sekundar A/B) in Zürich und die Privatschule Altavilla bei Murten/Kanton Freiburg, (1. bis 6. Primar).

Zweiter adventistischer Bildungskongress
Vom 30. Mai bis 2. Juni fand der zweite adventistische Bildungskongress in Darmstadt/Deutschland mit über 100 adventistischen Lehrkräften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz statt. Mehr dazu unter: https://www.apd.info/2019/05/31/glauben-und-lehren/




Adventisten: Neuer Professor an der Hochschule Friedensau

Wie die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der Friedensauer Hochschule mitteilte, ist Professor Bendix seit März 2019 an der ThHF tätig. Zuvor forschte und lehrte er an der Freien Universität Berlin und an der University of Manchester sowie an den Universitäten Jena und Kassel. Sein Forschungs- und Lehrgebiet umfasst „Globale Entwicklung“. Er hat sich insbesondere mit den Auswirkungen kolonialer Machtverhältnisse auf die deutsche Entwicklungspolitik im In- und Ausland beschäftigt. Seine Erkenntnisse veröffentlichte er in dem Buch „Global Development and Colonial Power – German Development Policy at Home and Abroad“ im Londoner Verlag Rowman & Littlefield International (2018). Derzeit forscht er zu den Möglichkeiten transnationalen Widerstands gegen Landgrabbing (Landraub) mit dem Fokus auf Mali.

Friedensauer Hochschule
Die Theologische Hochschule Friedensau wurde 1899 gegründet und ist eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. In den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie können verschiedene Bachelor- und Master-Studiengänge, zum Teil berufsbegleitend, und ein Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ belegt werden. Weitere Informationen: www.thh-friedensau.de




Leitungswechsel bei der Heilsarmee

Cachelin ist der Ururenkel und direkter Nachfahre des Gründervaters der Heilsarmee, General William Booth (1829-1912). Zudem führt Cachelin eine Familientradition fort. Bereits sein Vater, Kommandeur Francy Cachelin, leitete die Heilsarmee in Deutschland in den Jahren 1979 bis 1984. Der 62-jährige Oberst war seit 2017 als Chefsekretär (Verwaltungsdirektor) am Territorialen Hauptquartier (THQ) der Heilsarmee in Köln für die Abteilung Finanzen verantwortlich.

Zuvor hatte der gebürtige Schweizer gemeinsam mit seiner Frau für die Heilsarmee in der Schweiz, in Australien und England als Korpsoffizier (Gemeindeleiter), Jugendsekretär, in der Offiziersausbildung und an verschiedenen Divisionshauptquartieren gedient. Cachelins Ehefrau, Oberstin Deborah Cachelin wird zeitgleich, ab Juli, das Amt der Territorialen Präsidentin für Frauenarbeit am THQ in Köln leiten.

Als Nachfolger ins Amt des Chefsekretärs (Verwaltungsdirektors) am THQ in Köln wurde Oberstleutnant Hartmut Leisinger berufen. Der studierte Betriebswirt verantwortete seit 2014 am THQ die Bereiche Finanzen, Liegenschaften und Informationstechnologie. Darüber hinaus bekleidet er das Amt des Datenschutzbeauftragten.

Die Heilsarmee
Sie wurde Mitte des 19. Jahrhunderts in den Slums des Londoner East End von dem damaligen Methodistenprediger William Booth gegründet, der von der erschütternden seelischen und sozialen Not der Menschen tief berührt war. Nach wie vor hilft die Heilsarmee finanziell schlecht gestellten Menschen und will auch denjenigen ein geistliches Zuhause bieten, die am Rande der Gesellschaft stehen.

Als evangelische Freikirche und Hilfsorganisation arbeitet die Heilsarmee in 131 Ländern und zählt etwa drei Millionen Mitglieder und freiwillige Helfer. Weltweit leistet sie eine umfangreiche geistliche und soziale Arbeit in ihren Gemeinden und Sozialzentren. In Deutschland, Litauen und Polen gibt es 45 Gemeinden mit etwa 1.400 Mitgliedern und 18 soziale Einrichtungen sowie 11 angegliederte Angebote. Weitere Informationen unter: www.heilsarmee.de