Zeichen der Zeit wird Hope Magazin

Themen und Inhalte
Das 28-Seiten umfassende Heft wird die Rubriken Jesus, Kinder, Leben, Bibel und Gesund enthalten. Ergänzt werden diese Themenbereiche von dem aktuellen Titelthema, einer regelmäßigen Kolumne und den Rubriken „Lesen“, „Sendung“, „Kurse“ und „Post“., so Nicole Spöhr (Advent-Verlag) vom 5-köpfigen Redaktionsteam.

Das Titelthema nehme immer einen Bezug auf das aktuelle Zeitgeschehen oder sei von besonderer missionarischer Relevanz. Im Bereich „Sendung“ würden Hope-Podcasts und aktuelle Tipps aus dem Angebot von HopeTV vorgestellt. In der Rubrik „Kinder“ würden Eltern auf wertvolle TV-Sendungen für ihre Kinder hingewiesen, ins Besondere auf das Kinderformat „Fribo’s Dachboden“. Lebensbejahend und ermutigend würden Themen aus dem Leben und rund um das Thema Lebensstil beleuchtet. Im Fokus stünden hier Menschen und ihre Erlebnisse.

Von Zeichen der Zeit zum Hope Magazin

Das neue partnerschaftliche Kooperationsprojekt Hope Magazin löst die Zeitschrift Zeichen der Zeit ab, die auf eine jahrzehntelange Tradition zurückblicken kann. Bereits am 4. Juni 1874 erschien die erste Ausgabe der englischsprachigen Zeitschrift Signs of the Times in Oakland, Kalifornien (USA) durch den Mitbegründer der weltweiten Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten James White. Zuerst als wöchentliches Blatt herausgegeben erscheint Signs of the Times heute als monatliches Magazin vom Pacific Press Verlag.

Wechselvolle Geschichte des Magazins
Der deutschsprachige Ableger Zeichen der Zeit blickt auf eine wechselvollere Geschichte zurück. Von 1919-1920 erschien in College View, Brookefield/Illinois (USA) die von Deutschen herausgegebene deutschsprachige Zeitschrift mit dem Namen Zeichen der Zeit. Diese Produktion fand seine Fortsetzung ab 1920 im adventistischen Verlagshaus in Wien. Ab 1945-50 erschien das Heft dann im Advent-Verlag Zürich und dann wieder von 1950-80 in Wien.

Als „Kind“ des bereits eingestellten Wiener Zeichen der Zeit entstand drei Jahre später (1983) im Saatkorn-Verlag die Abozeitschrift Zeichen der Zeit, die zweimonatlich bis 1990 erschien und für den gesamtdeutschsprachigen Bereich produziert wurde. Bis 1994 gab es dann eine Lücke, ab 1994 wurde Zeichen der Zeit ein vierteljährliches, kostenloses Verteilheft und erschien bis Ende 2019. Ab 2020 erscheint als Nachfolgepublikation nun das Hope Magazin, das vom Advent-Verlag (Lüneburg), dem Top-Life Wegweiser Verlag (Wien) und Hope Media (Alsbach-Hähnlein) gemeinsam produziert wird. Offizielle Herausgeber sind die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland und die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Österreich.

Mehr über das neue Hope Magazin: www.hopemagazin.de.




Florida/USA: Adventistisches Reha-Zentrum eröffnet

Das neue stationäre Reha-Zentrum von AdventHealth Waterman ist spezialisiert auf Schlaganfall, Hirn- und Rückenmarksverletzungen sowie auf Patienten mit Herzleiden, Amputationen, neurologischen Erkrankungen und Atembeschwerden. Diese Patienten benötigen täglich eine etwa dreistündige Therapie und multidisziplinäres Fachwissen, um zu genesen. Auch in der Rehabilitation bietet diese Einheit den Patienten die neuesten technischen Errungenschaften. Mit der Eröffnung dieses Zentrums ist AdventHealth Waterman auf 299 Betten angewachsen.

„Wir freuen uns, diese stationäre Reha-Einrichtung zu eröffnen. Dies ist eine ganz neue Art von Dienstleistung und die einzige im Landkreis“, so der Geschäftsführer der Reha-Einrichtung, J. Coomes. Für den positiven Genesungsverlauf der Patienten sei es wesentlich, dass das Zentrum in der Nähe ihres Zuhauses liegt, wo die Familie weiterhin für sie da sein kann. Früher mussten Patienten und Familien in andere Landkreise reisen, um diese Leistungen zu erhalten. Jetzt können Patienten aus dem Lake County Gebiet (Florida) in der Nähe ihres Wohnortes bleiben und sich innerhalb ihres Landkreises erholen.

Einrichtung
Alle Räume im stationären Reha-Zentrum von AdventHealth Waterman sind Einzelzimmer. Außerdem umfasst die neue Einheit ein Adipositas-Zimmer mit einem größeren Eingang und einem Badezimmer, um Patienten mit einem Gewicht von über 340 Kilogramm bequemer zu versorgen. Das stationäre Reha-Zentrum bietet auch Räume im Stil einer Wohnung. Hier können Patienten während ihres Krankenhausaufenthaltes reale Szenarien wie Kochen oder Wäschewaschen üben und neu erlernen.




Friedensauer Institut für Evaluation wird ausgebaut

Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit seien in ihren Projekten darauf angewiesen, ihre Arbeit nachhaltig und effektiv zu gestalten und auf ihre Wirksamkeit hin auszuwerten. Das Institut will dabei unterstützend tätig sein, so die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der Hochschule. Durch ein internationales Netzwerk, das auch ehemalige Studentinnen und Studenten einbinde, könnten in vielen Teilen der Welt schnell professionelle Arbeitsgruppen vor Ort gebildet werden.

Auch wenn sich das Institut zurzeit in einer Phase der Umstrukturierung befinde, habe der neue Institutsdirektor die Evaluationstätigkeit bereits aufgenommen. Gegenwärtig werde mit Unterstützung von Alumni aus Myanmar für die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz ein Projekt in Thailand evaluiert.

Mit dem Institut biete sich auch für Friedensauer Studenten im Bereich Development Studies (Entwicklungsforschung) eine Möglichkeit, erste Praxiserfahrungen in Monitoring und Evaluation zu sammeln. In dem englischsprachigen Masterstudiengang „International Social Sciences“ sind gegenwärtig 82 Studierende aus 17 Ländern eingeschrieben. Der Dekan des Fachbereichs Christliches Sozialwesen, Professor Dr. Thomas Spiegler, sieht im Ausbau des Instituts eine weitere Stärkung der Qualität in diesem Studiengang. Er sei sich sicher, dass die Studierenden von dem Institut wertvolle Praxisimpulse erhalten würden.

Friedensauer Hochschule
Die Theologische Hochschule Friedensau ist eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Hier können acht Bachelor- und Master-Studiengänge – zum Teil berufsbegleitend – in den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie sowie ein Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ belegt werden. Mehr als 30 Nationen sind unter den rund 200 Studierenden vertreten.

Die Theologische Hochschule Friedensau bietet im Rahmen eines Ph.D.-Studiums in Kooperation mit der Gesellschaft für Bildung und Forschung in Europa (GBFE) auch die Möglichkeit einer Promotionsbegleitung an. Ein Ph.D.-Studium setzt einen Masterabschluss in der gleichen oder einer verwandten Disziplin voraus. Die Promotion erfolgt über die Universität von Südafrika (UNISA). Neben einem jährlichen Kolloquium der GBFE kann eine Promotionsbetreuung durch die Theologische Hochschule Friedensau erfolgen.

Weitere Informationen zur Friedensauer Hochschule unter: https://www.thh-friedensau.de




Holocaust-Gedenktag: Eine bleibende Verpflichtung

Kranzniederlegung
Gemeinsam mit Pastor Werner Dullinger, dem Präsidenten des Süddeutschen Verbandes, legte Pastor Johannes Naether, Präsident des Norddeutschen Verbands der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, an der Gedenkstätte „Zeichen der Erinnerung“ am inneren Nordbahnhof in Stuttgart einen Kranz nieder und verlas aus der Erklärung „Eine bleibende Verpflichtung“. Die im Jahr 2006 eingeweihte Gedenkstätte erinnert an die mehr als 2.500 jüdischen Opfer aus Württemberg, Hohenzollern, Baden und etwa 250 Sinti und Roma, die von dort in Konzentrationslager im Osten Europas deportiert wurden.

An der Kranzniederlegung nahm auch Susanne Jakubowski, Vorstandsmitglied der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg, als Vertreterin der jüdischen Gemeinde teil. Frau Jakubowksi erinnerte an die historischen Ereignisse der NS-Zeit sowie an die anschließende Befreiung der Konzentrationslager durch die Alliierten. Sie habe selbst zwei ihrer Großeltern im Zuge der NS-Deportationen verloren, sagte Jakubowksi.

Erklärung „Eine bleibende Verpflichtung“
In der Erklärung der Freikirche wird an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert: der ermordeten Juden, Sinti und Roma, der Zeugen Jehovas, der verschleppten Slawen und Zwangsarbeiter, der Homosexuellen, der politischen Gefangenen, der Menschen mit Behinderungen und weiterer Opfergruppen. „Diese wurden durch das nationalsozialistische Regime mit seiner antisemitischen und rassistischen Ideologie entrechtet, gefoltert, ermordet.“ In das Gedenken mit eingeschlossen sind jene Frauen und Männer, „die aktiv und mutig gegen die Diktatur der Unmenschlichkeit Widerstand leisteten“.

Die Stimme gegen jede Gefahr der Wiederholung erheben
Erneut wird bekannt, wie schon in einer Erklärung der Adventisten in Deutschland und Österreich zur NS-Zeit aus dem Jahr 2005, „dass wir gegenüber dem jüdischen Volk und allen Verfolgten durch unser Versagen schuldig geworden sind“. Das Gedenken an die Opfer der Gewalttaten der Vergangenheit „ist uns eine bleibende Verpflichtung“. Es gelte die Stimme gegen jede Gefahr der Wiederholung dieser Unmenschlichkeit zu erheben, etwa wenn Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion, ihres Geschlechts oder aus anderen Gründen abgewertet würden. „Wir lehnen auch Worte politischer Verantwortungsträger ab, die offen oder verdeckt antisemitisch, fremdenfeindlich oder menschenfeindlich sind.“

Leben und Integrität eines Menschen achten und schützen
Es dürfe im christlichen Leben von Siebenten-Tags-Adventisten keinen Platz für Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Menschenfeindlichkeit geben. In der Erklärung wird daran erinnert: „Die große ethnische und kulturelle Vielfalt gehört zu unserem Selbstverständnis als weltweite Kirche.“ Jeder Mensch sei, unabhängig von seinen Merkmalen, nach dem christlichen Menschenbild ein Ebenbild Gottes (1. Mose 1,26), „dessen Leben und Integrität es zu achten und zu schützen gilt“. Dieses Menschenbild in die jeweilige Gegenwart zu übersetzen sei eine Aufgabe, „die wir mit allen, die sich für Menschlichkeit einsetzen, teilen.“

Die Erklärung ist im Internet unter https://www.adventisten.de/utility/dokumente-und-stellungnahmen/ zu finden.




Gesundheitskongress: Du bist es wert. Menschen. Würde. Achten

Bedeutung und Ziel
Etwa ein Drittel der Teilnehmenden kämen aus Pflegeberufen, 20% seien Ärzte und 10% Therapeuten, so Dr. Georg Schiffer vom Kongressvorstand bei der Eröffnung des Gesundheitskongresses. Bedeutung und Ziel des christlichen Gesundheitskongresses sei vielschichtig. So ginge es darum, ein ausgewogenes theologisches Verständnis zu Krankheit, Gesundheit und Heilung auf biblischer Grundlage zu vermitteln, den aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand zum Einfluss von Spiritualität und Religiosität auf Krankheit und Gesundheit verständlich zu machen, christlichen Gemeinden umsetzbare Konzepte für die Begleitung kranker Menschen anzubieten und das Zusammenwirken von Gesundheitswesen und Gemeinden zu fördern. Der christliche Gesundheitskongress sei damit der einzige Kongress im deutschsprachigen Raum, der Berufsgruppen aus Gesundheitswesen und Mitarbeitende aus Kirchengemeinden aus allen christlichen Konfessionen verbindet.

Menschenbild – Menschenwürde
Die Frage nach der Würde des Menschen im Gesundheitswesen stand im Mittelpunkt der Tagung. Damit seien sowohl Patienten als auch Mitarbeitende gemeint, denn beide brauchten Wertschätzung. Mangelnde Anerkennung der helfenden Berufe sei einer der Gründe für den zunehmenden Mangel an Mitarbeitern im Gesundheitswesen. Kranke und Pflegebedürftige benötigten ebenfalls die Achtung ihrer Würde. Christliche Ethik schützte die Menschenwürde auch im System des Gesundheitswesens. Wie, das wurde während des Kongresses in Referaten und Seminaren diskutiert.

Drei Anfangsreferate setzten den Tenor des Treffens am ersten Kongresstag. Politik- und Religionswissenschaftlerin Dr. Claudia Baumgart-Ochse (Frankfurt/M.) startete einen Streifzug durch die Geschichte der Begriffe Menschenbild und Menschenwürde. Prof. Dr. Doris Nauer, Ärztin und katholische Theologin wies auf die heilsame Provokation des christlichen Menschenbildes hin. Einen internationalen Akzent setzte Dr. Gisela Schneider, die Direktorin des Deutschen Instituts für ärztliche Mission. Sie arbeitet eng mit Friedensnobelpreisträger Dr. Denis Mukwege aus dem Kongo zusammen, dessen Arbeit zum Schutz der Würde von Frauen sie beim Kongress präsentierte.

Seminare
In drei Seminarblöcken beleuchteten insgesamt 80 Referenten die unterschiedlichen Aspekte des Konferenzthemas. So referierte z. B. Dr. Hannah Schulz, systemische Supervisorin, Gesprächstherapeutin in eigener Praxis und ignatianische Exerzitienbegleiterin in einem vielbeachteten Seminar über affektive, mentale, soziale und spirituelle Aspekte geistlichen Missbrauchs. Ein Seelsorgeangebot während des Kongresses haben laut Pfarrer i.R. Frank Skora 25 Personen in Anspruch genommen.

Gesundheitspreis
Zum sechsten Mal wurde im Rahmen des Kongresses auch der christliche Gesundheitspreis verliehen, der das Miteinander von Kirchengemeinde und Gesundheitswesen im Blick hat. Die Könige des Bonner Bildhauers und Diakons Ralf Knoblauch erhielten, den mit 2.000 Euro dotierten 1. Platz des Christlichen Gesundheitspreises 2020 (gestiftet von der Marienhaus Stiftung). Der zweite Preis ging an die Elisabeth-Straßenambulanz in Frankfurt am Main (1.000 Euro, gestiftet von der Agaplesion gAG).

Am Samstag wurde als thematischer Schwerpunkt die Menschenwürde in einer Gesellschaft des hohen Alters diskutiert. Mit dabei war der Präsident des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung, Pfarrer Ulrich Lilie. Sein Thema: „Würde und Selbstbestimmung sichern – blinde Flecken in der Begleitung und Betreuung alter Menschen.“

Kongressbeteiligte
Veranstaltet wird der Kongress von einem breiten Zusammenschluss christlicher Träger aus allen Kirchen. Federführend ist der Verein Christen im Gesundheitswesen, der seit drei Jahrzehnten die Vernetzung und Zusammenarbeit von engagierten Christen fördert, die ihre berufliche Tätigkeit mit ihrem christlichen Glauben in Einklang bringen möchten. So engagiert sich im Beirat z. B. auch die Theologische Hochschule Friedensau der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, vertreten durch Frau Prof. Dr. Margarete Reinhart, Studiengangsleiterin Gesundheits- und Pflegewissenschaften, bei der Auswahl des Programms und der Referenten. Finanziert wird der Kongress weitgehend aus Teilnehmerbeiträgen und Spenden.

Mehr zum Kongress unter: www.christlicher-gesundheitskongress.de




Neuer Vorsitz bei VEF-Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit

Eingangsreferat „Generation Lobpreis“
Zum Auftakt des Treffens referierte Dr.Tobias Künkler von der CVJM Hochschule in Kassel. Gemeinsam mit Tobias Faix hat er den Studiengang Transformations-studien begründet, der zu den aktuellen Veränderungsprozessen in Gesellschaft, Theologie und Kirche forscht. Ein Schwerpunkt seiner Ausführungen waren sogenannte „Hochreligiöse Jugendliche“. Er nennt sie „Generation Lobpreis“, wobei hochreligiös hochengagiert bedeutet.

2018 erschien die Studie: „Glaubens- und Lebenswelten von Jugendlichen. Wie hochreligiöse Jugendliche heute glauben?“ Dabei unterscheiden Künkler und Faix zehn Kategorien, die diese Generation beschreibt. Sie besuchten regelmäßig Gottesdienste, hätten eine hohe Gemeindebindung, seien in einer drastischen Milieuverengung zu finden, seien hochengagiert, jedoch mit Schlagseite, hätten eine unklare Bibelhermeneutik und daraus resultierend einen individualistischen und subjektivistischen Glauben, um nur einige Elemente zu nennen.

Berichte der Mitglieder
Zum weiteren Ablauf des Treffens gehörten Berichte über Initiativen, Evangelische Freikirchen und freikirchliche Verlage. Sie geben eigene Zeitschriften heraus und machen auf vielen Online-Kanälen Öffentlichkeitsarbeit, von Newslettern über Internetseiten bis hin zu Social Media. So berichteten z.B. die Vertreterinnen des Oncken Verlages über die Situation nach der am 19. Dezember angemeldeten vorläufigen Insolvenz und der Advent-Verlag der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten über das Erscheinen einer neuen missionarischen Zeitschrift mit dem Titel „HopeMagazin“.

Neuer Vorsitzender der AG2
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AG“ befassen sich mit aktuellen medienstrategischen Themen, geben sich gegenseitig Impulse für ihre Arbeit und besprechen gemeinsame Projekte. So wechselt auch der Vorsitz zwischen den beteiligten Freikirchen. Seit dem Treffen am 22. Januar 2020 leitet nun Artur Wiebe, Referent für Medien und Öffentlichkeitsarbeit beim Bund Freier evangelischer Gemeinden, für die nächsten zwei Jahre die AG. Zuvor war Michael Putzke aus der Zeitschriftenredaktion der Evangelisch-methodistischen Kirche der Vorsitzende.




Genf: Adventistische Eltern gründen zweisprachige Tagesschule

Die beiden Lehrerinnen unterrichten acht Kinder im Alter von vier bis acht Jahren, deren Eltern die englisch- oder portugiesischsprachige Adventgemeinde in Genf besuchen. Die Tagesschule hat nach der vorläufigen auch die endgültige Genehmigung von den Behörden erhalten und ist in Räumlichkeiten des protestantischen Kirchgemeindehauses in Petit-Saconnex, knapp zwei Kilometer vom Bahnhof entfernt, eingemietet. Laut der Kommunikationsabteilung der Adventisten in der Romandie (FSRT) werden die Schulkosten durch einkommensabhängige Schulgelder der Eltern sowie durch Beiträge von Mitgliedern der englischsprachigen Ortsgemeinde gedeckt.

Der Unterricht werde nach dem gültigen Lehrplan der Romandie und des Tessins (Plan d’études Romand) gestaltet und enthalte zusätzlich auch biblische Elemente, sagte Sabina Cabungcal, Rektorin der zweisprachigen Schule. Gegenüber der Schule befinde sich ein Park, der für die Schule sehr wichtig sei, da die Kinder öfters draußen seien.

Adventisten unterhalten weltweit 8.515 Schulen

Die weltweit 21 Millionen Mitglieder der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten unterhalten global das größte protestantische Bildungssystem mit 8.515 Grundschulen, höheren Schulen und Universitäten, die von 1,95 Millionen Schülern und Studenten besucht werden. (Statistik von Ende 2017).

Mehr Informationen zur Adventist International School AIS: www.aisgeneva.ch (Webseite im Aufbau).




Medienkongress plädiert für glaubwürdigen Journalismus

Glaubwürdigkeit – Unglaubwürdigkeit
Es brauche in unübersichtlichen Zeiten einen guten Journalismus, der glaubwürdig ist, so der Medienbeauftragte der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) und der Vereinigung evangelischer Freikirchen (VEF), Oberkirchenrat Markus Bräuer (Frankfurt am Main), bei seinem Grußwort zu Beginn der Tagung. Die Thematik beschäftigte sich mit der Glaubwürdigkeit und Unglaubwürdigkeit der Medien in digitalen Zeiten. Der promovierte Physiker und Vorstandsvorsitzende von ERF Medien, Dr. Jörg Dechert, ist in seinem Eingangsreferat überzeugt, dass immer mehr Medien ein Glaubwürdigkeitsproblem hätten. Hanno Terbuyken, Leiter digitale Kommunikation beim Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP), ergänzt: „Wir leben in einer Welt, in der jeder jedem alles erzählen kann, vor allem in den sozialen Netzwerken.“ Deshalb dürften Journalisten, so Corinna Buschow (Berlin), Chefkorrespondentin des Evangelischen Pressedienstes (epd), sich nicht mit einer Sache gemein machen, auch nicht, wenn sie vermeintlich gut sei. Vielmehr seien sie gefordert, im Zweifel nachzuhaken und zu misstrauen.

Hass in sozialen Medien
Dem Bereich sozialen Medien wurde während des Kongresses besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Glaubwürdigkeit werde von anderen zugesprochen, meinte am zweiten Tag des Medienkongresses die Landessuperintendentin Dr. Petra Bahr (Hannover). Es gehe um Glaubwürdigkeit der Medien, Glaubwürdigkeit der digitalen Kommunikation, und der zunehmenden Gewalt und Hass im Netz.

Nach den Worten von Terbuyken seien Hass und Hetze im Netz deshalb so groß geworden, weil man sie liken kann. Trotzdem sollten Kirchen social media als Chance begreifen, entgegnet Uwe Vetterick, Chefredakteur der sächsischen Zeitung. Und Bernd Merz ermutigt mit dem hoffnungsvollen Ausblick: „Gott ist da, den bekommt ihr nicht weg.“

Das größte Korrektiv, so Terbuyken, sei die Community. Diese Community gilt es zu erreichen. Referenten und Teilnehmer des Kongresses waren sich daher auch der Herausforderung bewusst, die Gruppe der 14 – 29-Jährigen anzusprechen. Allerdings taste sich die christliche Medienlandschaft langsam an die Antworten heran, wie das geschehen kann.

Erik Flügge
Während Printmedien, Radio und TV einen ständigen Rückgang ihrer Nutzer verzeichneten, stiegen die Abrufzahlen der Influencer auf Youtube und anderen Kanälen kontinuierlich. Da passte der kurzweilige Vortrag von Unternehmer, Politikberater und Bestsellerautor Erik Flügge genau in die Thematik. Sein Sachbuch „Der Jargon der Betroffenheit. Wie die Kirche an ihrer Sprache verreckt“ stand 2016 mehrere Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste. Mit humorvollen und pointierten Aussagen hielt der bekennende katholische Christ den Anwesenden einen notwendigen Spiegel vor Augen, um ihre mühseligen und oft dilettantischen Ansätze zu erkennen, die Zielgruppe im Netz anzusprechen, geschweige denn zu erreichen.

Der Kongress brachte die bekannten Persönlichkeiten der christlichen Medienwelt zusammen. Neben den Referaten und Vorträgen war das Netzwerken ein wichtiger Bestandteil der Tagung. Auch die vorgestellten Projekte, Initiativen und Ideen boten einen Einblick in das kreative Schaffen der Szene.

Gast Thomas Middelhoff
Beim festlichen Buffet am dritten Tagungstag war ohne Zweifel einer angesagt, der immer noch für einen vollen Saal sorgen kann. Der Medienmensch Dr. Thomas Middelhoff liefert im Podiumsgespräch Einblicke in sein Leben als Topmanager, seine Verurteilung und Zeit im offenen Vollzug als Hilfskraft bei den Bodelschwinghschen Stiftungen Bethels und seine neugewonnene Zufriedenheit als betender Christ. Bethel habe ihn verändert, dort habe er Dienen und Demut gelernt, so Middelhoff. Den Umgang der Medien mit seiner Person ab 2009 und besonders während der Zeit des Untreue-Prozesses gegen ihn kritisiert er scharf, wiewohl er seine Affinität zu den Medien bis heute nicht verloren habe.

Frühschoppen mit Dieter Falk
Ein weiterer Gast begeisterte beim Frühshoppen am Samstagmorgen die Medienschaffenden. Dieter Falk, Musikproduzent, Pianist, Arrangeur und Komponist gewährte Einblicke in seinen Werdegang als Musiker und nahm die Zuhörer mit in die bewegte Wechselbeziehung zwischen Musik und Glaube. Inspiriert wurde er von Musikern wie Aretha Franklin, Edwin Hawkins und Steve Wonder aber auch solchen wie Johann Sebastian Bach und Paul Gerhardt. Gespickt mit kleinen Anekdoten servierte Falk ein Potpourri seines Könnens und sprach über seine Zusammenarbeit mit Künstlern wie Pur, Gitte, Katja Epstein, um nur einige zu nennen. Mit einer fulminanten Intonation der bekannten Bachschen Toccata auf dem Medium Piano bereicherte der begnadete Musiker den Kongress und erinnerte an das Spiel des legendären Rick van der Linden der Gruppe Exseption aus den 70ern, von dem er sich nach eigenen Worten inspirieren ließ.

Christlicher Medienkongress
Der Christliche Medienkongress wurde von insgesamt zwölf Partnern veranstaltet, unter anderem der EKD, der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, dem Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP), Bibel TV, der Christlichen Medieninitiative pro (früher: Christlicher Medienverbund KEP), ERF Medien, der Stiftung Christliche Medien, der Stiftung Marburger Medien und der Evangelischen Nachrichtenagentur idea.

Unter dem Hashtag #Medienkongress sind weitere Berichte zusammengefasst.




Buchankündigung: „Gemeinsam für Flüchtlinge“

Angela Merkels Satz „Wir schaffen das!“ steht am Anfang einer Integrationsdebatte, die neben kritischen Stimmen auch eine neue Bürgerbewegung hervorgebracht hat. Teil dieser ehrenamtlichen Bewegung ist das Aktionsbündnis „Gemeinsam für Flüchtlinge“ der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten.

Wie der Verlag mitteilte, beschreibt Rolly vor dem Hintergrund des gegenwärtigen Integrationsdiskurses in der Bundesrepublik Deutschland in Bezug auf wirtschaftliche, soziale und kulturelle Faktoren der Integration von Geflüchteten das Verhältnis von „sozialem Kapital“ und Ehrenamt sowie dessen Bedeutung für die Gesellschaft.

Auf Grundlage der Evaluierung dokumentiert das Buch Aktivitäten, Wirkungen und Lernerfahrungen der ehrenamtlichen Projektarbeit mit Geflüchteten im Rahmen des im Herbst 2015 initiierten Aktionsbündnisses „Gemeinsam für Flüchtlinge“. Darüber hinaus wird dieses Engagement in den politischen und gesellschaftlichen Integrationsdiskurs in der Bundesrepublik Deutschland eingeordnet. Nicht zuletzt würdigt das Buch den zivilgesellschaftlichen Beitrag von Gemeindeprojektgruppen zur Bewältigung dieser Herausforderung. Von Interesse sind die Erfahrungen in den Projekten selbst, die in ausgewählten Berichten, beispielhaften Geschichten, Einzelschicksalen sowie zusammenfassenden Auswertungen zugänglich gemacht werden.

Die Publikation mit der ISBN 978-3-7329-0631-4 erscheint im Verlag Frank & Timme zum Preis von 19,80 Euro.




Anzahl geschlossener, attackierter und zerstörter Kirchen steigt

In den 50 Ländern des Weltverfolgungsindex lebten ca. fünf Milliarden Menschen, darunter nach Angaben der „World Christian Database“ und Schätzungen von „Open Doors“ etwa 640 Millionen Christen. Rund 260 Millionen von ihnen seien starker bis extremer Verfolgung ausgesetzt. Kirchliches Leben wäre dort, wenn überhaupt, nur mit erheblichen Einschränkungen möglich. Besonders christliche Leiter würden ins Visier genommen und bedroht, verhaftet oder ermordet. Weite Teile der Bevölkerung begegneten Christen mit einer wachsenden Feindseligkeit. Im Bildungsbereich und der Arbeitswelt sowie im Umgang mit den Behörden erlebten sie massive Schikanen. Im Berichtszeitraum vom 1. November 2018 bis 31. Oktober 2019 seien fast 9.500 Kirchen und kirchliche Einrichtungen attackiert, zerstört oder geschlossen worden; im Vorjahr wären es 1.850 gewesen.

Nordkorea erneut Nummer 1 im Weltverfolgungsindex
An erster Stelle im Index liegt erneut Nordkorea, gefolgt von Afghanistan, Somalia, Libyen und Pakistan. Nordkoreas Herrscherdynastie lasse sich nach wie vor wie Gott verehren. Die Zeitrechnung in Nordkorea basiere nicht auf der Geburt von Jesus Christus, sondern auf der von Staatsgründer Kim Il Sung. Der heutige Machthaber Kim Jong Un halte mehrere zehntausend Christen in Arbeits- und Straflagern interniert.

In Afghanistan und Somalia (Ränge zwei und drei) gebe es so gut wie keine Kirchen. Die einheimischen Christen wären in der Regel Konvertiten muslimischer Herkunft. Sie könnten ihren neuen Glauben nur im Geheimen leben, weil der Abfall vom Islam als todeswürdiges Vergehen gelte. Auch in Somalia könnten Christen ihren Glauben nur heimlich praktizieren. Al Shabaab Anführer sowie Imame erklärten öffentlich, dass es in Somalia keinen Platz für Christen und Kirchen gebe. Die Konflikte in Libyen erschwerten zusätzlich das Leben der wenigen Christen. Christliche Flüchtlinge, die über Libyen nach Europa fliehen wollen, würden schikaniert, gefoltert und auch ermordet. Das Ausmaß der Gewalt in Pakistan gegen Christen bleibe extrem hoch. Übergriffe gegen christliche Mädchen und Frauen wären an der Tagesordnung, die herrschenden Blasphemiegesetze zwängen die Christen zusätzlich zu größter Vorsicht. Wer eine Änderung dieser Gesetze auch nur erwäge, riskiere ermordet zu werden.

Destabilisierung in Afrika durch islamistische Gruppen
In afrikanischen Ländern südlich der Sahara führten islamische Extremisten regelrecht Krieg gegen christliche Gemeinden. Die blutigen Überfälle auf Gottesdienste in Burkina Faso (Rang 28), wo mindestens 50 Christen ermordet worden seien, bringe das für religiöse Toleranz bekannte Land erstmals auf den Weltverfolgungsindex. Der vorsitzende römisch-katholische Bischof für Burkina Faso und Niger, Laurent Birfuoré Dabiré, warnte: „Wenn die Welt weiterhin nichts tut, wird es hier bald keine Christen mehr geben.“ Im Norden wären Dorfbewohner mit Kreuzen ausgesondert und ermordet worden. Kirchen, Schulen und christliche Nichtregierungsorganisationen (NGOs) seien angegriffen oder aus Angst geschlossen worden. Ähnlich wäre die Lage in weiteren Staaten der Region, darunter Mali (Rang 29).

Auch Christen in Asien leiden
Auch Christen in Asien litten unter dem militanten Islamismus. Die Lage in Bangladesch (von Rang 48 im Vorjahr auf 38) und Sri Lanka (von 46 auf 30) habe sich deshalb verschlechtert. Auf Sri Lanka hätten bei Anschlägen auf Ostergottesdienste und Hotels im April 2019 etwa 250 Menschen ihr Leben verloren, die meisten davon Christen. Wegen der Unsicherheit im Irak und der Bedrohung durch schiitische Milizen zögerten Christen, in ihr Land zurückzukehren. Ihre Zahl habe innerhalb nur einer Generation um 87 Prozent abgenommen. Ähnlich sei die Situation in Syrien.

Indien und China wären die bevölkerungsreichsten Länder und gleichzeitig die aktivsten im Bereich digitaler Überwachung. Indien zählte erstmals 2019 zu den zehn für Christen gefährlichsten Ländern der Welt. Die hindu-nationalistische Regierung unter Premierminister Modi sei nach der Wahl im Mai 2019 weiter an der Macht und lasse extremistische Hindus weitgehend straffrei gegen Christen agieren. „Open Doors“ habe mehr als 440 gewaltsame und hassmotivierte Übergriffe gegen Christen registriert.

Der ausführliche Bericht mit detaillierten Länderprofilen, Analysen zu weltweiten Entwicklungen und der Methodik sowie Lebensberichte verfolgter Christen sind zu finden unter www.opendoors.de bzw. www.opendoors.ch.




Start der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz

„Der SEK geht, die EKS kommt“, schreibt die EKS. Nach hundert Jahren als Kirchenbund hätten sich die Mitgliedkirchen des SEK dazu entschieden, ihren Weg neu als Kirchen-Gemeinschaft weiterzugehen. Diese lebe in der Schweiz immer auf drei Ebenen zugleich: in der Gemeinde, im Kanton und gesamtschweizerisch.

Der Auftrag sei klar: Die Verkündigung des Evangeliums von Jesus Christus in Wort und Tat. „Wir-Gefühl statt Zentralismus. Das brauchen wir, um den Auftrag der EKS umzusetzen. Der Austausch unter unseren Kirchen wird in Zukunft noch wichtiger. Für all das muss es die EKS geben“, fasst Gottfried Locher, Präsident der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz, zusammen. Zentralismus wäre nicht das Ziel. „Die EKS ist Kirchen-Gemeinschaft, nicht Super-Kirche. Reformierte Kirche ist Kirche von unten“, so Locher weiter.

Neues Logo
Das neue Logo „Kreuz im Licht“ in lebendigem Rot stehe ab jetzt für die EKS. In Zeiten, in denen konfessionelle Unterschiede in der Öffentlichkeit nur noch unscharf wahrgenommen würden, setze das originale Kreuz-Logo auf Verbindendes. „Es ist das Heimatsymbol der Christen weltweit“, teilt die EKS mit. Die offene Mitte des „Kreuz im Licht“ stehe für den Kern und das Geheimnis des Glaubens, das alle Christen eine. Gemeinsamkeiten suchen, statt sich abzugrenzen: Das gelte in einer religiös pluralen Gesellschaft auch für die EKS. Neues EKS-Logo bei
https://www.evref.ch/organisation/kreuz-als-visuelle-identitaet/

Neue Webseite
Auf der neuen Webseite der EKS www.evref.ch gibt es News, Informationen zu Glauben und Leben, Themenseiten zu Theologie, Migration, Ethik, Politik oder Ökumene, Übersichten zur Organisation und eine Agenda. Die Website stellt die einzelnen Mitgliedskirchen vor und zeigt auf der Social Media Wall aktuelle Posts aus verschiedenen Kanälen.




Adventisten: Fernseh-Gottesdienst zum Jahresanfang

Der Titel „Versuchung.Heute.“ entspringt der sechsten Bitte im Vaterunser „… und führe uns nicht in Versuchung …“, die im Matthäusevangelium Kapitel 6, Vers 13 zu finden ist. Sie ist das Jahresmotto der Adventisten für das Jahr 2020 und fügt sich an die vorangegangenen Bitten an, die bereits als Jahresmotto dienten. Naether widmete sich den Fragen „Versucht uns Gott?“ „Ist das nur eine Frage der „richtigen“ oder „falschen“ Übersetzung?“ „Ist es von unserem Gottesbild abhängig?“

In seiner Predigt lud er dazu ein, sich auf einen Gott einzulassen, dem man offen und vertrauensvoll begegnen kann. Auch nach einer Versuchung. Auch heute.

Verkündigung
Für Naether komme durch „Versuchen“ Fortschritt in unser Leben. Jeder kenne Versuchung. Er wolle den Zuhörern auch Theologie zumuten, weil sich an der Frage, ob Gott tatsächlich in die Versuchung führt, viel entzünde. „Dürfen wir IHN durch unsere Bitte davon abhalten?“ so der Kirchenmann. Das „Vaterunser“ sei nicht oberflächlich, sondern tiefgründig. Das ihm zu Grunde liegende Gottes- und Menschenbild berühre die Entscheidung, ob der Mensch überhaupt den Weg des Glaubens einschlagen solle oder nicht.

Am Beispiel der biblischen Personen Abraham und Hiob machte Naether das Bedeutungsspektrum des Begriffes „Versuchung“ deutlich, das eben auch „Prüfung“ und „Erprobung“ ohne böse Absicht meinen kann. In der Bibel gebe es zahlreiche Szenen, „wo fromme und gerechte Menschen ihre Gottesbeziehung, ihre Gottesliebe, auf eine harte Probe gestellt“ sähen. Der Gedanke der Bewährung sei gar nicht so weit weg von uns Menschen und gehöre zum alltäglichen Erleben, denn das „Durchstehen von Krisen“ stärke uns. Gott führe in die Freiheit und damit in die Herausforderung, sich auf Gott einzulassen.

Umfrage zu Versuchung
Im Rahmen der Verkündigung wurde auch eine Umfrage zum Thema Vertrauen ausgewertet. So antworteten von den 1.365 Teilnehmern 77,52 % auf die Frage „Macht dir das Thema Versuchungen Angst?“ mit NEIN. 86,06 % sahen in Versuchungen auch Chancen?“. Bei der Frage, ob das Motto „… und führe uns nicht in Versuchung …“ noch in das persönliche Gottesbild passe, hielten sich die Antworten der Teilnehmer die Waage zwischen JA und NEIN.

Live-Schaltung zu zwei Kirchengemeinden
Während der Gottesdienstübertragung gab es auch Live-Schaltungen zu zwei Kirchengemeinden mit ihren aktuellen Projekten. Die Adventgemeinde auf der Ostseeinsel Rügen berichtete von ihrem Kirchenneubauprojekt, das auch vom Land Mecklenburg-Vorpommern gefördert wird. Vilshofen stellte mit dem Café Welcome einen Treffpunkt für Migranten und interessierte Mitbürger vor.

Übertragung im HopeTV
Der Gottesdienst „Versuchung.Heute.“ wurde vom großen TV-Studio des adventistischen Medienzentrums „HopeMedia“ in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt im Rahmen des Fernsehprogramms „HopeTV“ ausgestrahlt. Rund 200 Adventgemeinden in Deutschland hatten angegeben, die Ausstrahlung in ihren Gottesdienst am 11. Januar zu integrieren. Der Gottesdienst kann über die Mediathek des „Hope Channel“ abgerufen werden:
https://www.hopechannel.de/tv/mediathek/episode/ml/atem-der-hoffnung/versuchung-heute/




Philippinen_ADRA bereitet Hilfe für Opfer des Vulkanausbruchs vor

„Sobald wir ein klareres Bild vom Ausmaß der Auswirkungen des Vulkanausbruchs und den Bedürfnissen der Betroffenen haben, können wir entscheiden, wie wir reagieren werden“, sagte Tom Pignon, ADRA-Regionaldirektor auf den Philippinen.

Laut PHILVOLCS, der nationalen Institution zur Information über Vulkane und Tsunamis, vom 14. Januar, gilt für den Vulkan immer noch die Alarmstufe 4 von 5. Der nationale Rat zur Katastrophenrisikominderung (NDRRMC) berichtet, dass am 14. Januar rund 30.400 Menschen von den Ausbrüchen des Vulkans Taal sowie dem daraus resultierenden Ascheregen betroffen waren. Davon seien knapp 18.200 Menschen in 118 Evakuierungszentren untergebracht worden.

Adventistische Institutionen im Umfeld des Vulkans
Mehrere adventistische Einrichtungen sind etwa 20 Kilometer vom Krater entfernt, berichtet die Kommunikationsabteilung der teilkontinentalen Kirchenleitung der Adventisten im Raum Südasien-Pazifik (Southern-Asia Pacific Division/SSD), die auch dort angesiedelt ist. Außerdem sind dies das Zentrum von Adventist World Radio für digitale Evangelisation (Adventist World Radio-Center for Digital Evangelism AWR-CDE), der Campus der adventistischen Universität in den Philippinen (Adventist International Institute of Advanced Studies AIIAS), die Büros von ADRA Philippinen sowie der adventistischen Kirchenleitung in Cavite und mehrere Kirchgemeinden im Umfeld. Ihre Gebäude seien alle von dem Ascheregen betroffen, so SSD-News.




2019 wurden 29 Missionare im Dienst der römisch-katholischen Kirche umgebracht

Wie aus der Statistik hervorgeht, waren darunter „18 Priester, ein ständiger Diakon, zwei Laienbrüder, zwei Ordensfrauen und sechs Gläubige im Laienstand“. In acht aufeinanderfolgenden Jahren seien die meisten Morde auf dem Doppelkontinent Amerika vorgekommen, seit 2018 stehe aber Afrika an der Spitze dieser „tragischen Rangliste“. 2019 seien in Afrika 15 Personen umgebracht worden, in Amerika zwölf, in Asien und Europa je eine Person. Es lasse sich eine „Globalisierung der Gewalt“ feststellen, so Fides News. Die Gewalt konzentriere sich nicht mehr wie früher vorwiegend auf eine Weltgegend, sondern scheine weiter verbreitet zu sein.




Adventisten: Lange Lebenserwartung – ein simples Geheimnis

Beispielort Loma Linda in Kalifornien/USA
In einem Artikel für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) Ende letzter Woche berichtet Christiane Heil über die zufriedenen, fitten und aktiven Alten in dieser als „Blue Zone“ bezeichneten Region. Die Ernährung basiere auf Nüssen, Obst und Hülsenfrüchten. Auf zu viel Zucker und Salz werde verzichtet, auf Alkohol, Tabak und meist auch Kaffee sowieso. Es werde viel Wasser getrunken. Viel Bewegung gehöre ebenso zum Lebensstil wie die wöchentliche Ruhepause, die die Adventisten an ihrem samstäglichen Ruhetag, dem biblischen Sabbat feierten.

Blue Zones – Regionen der Langlebigkeit
Der 9.000 Einwohner Ort Loma Linda gehört zu den sogenannten fünf „blauen Zonen“ (Blue Zones), in denen erstaunlich gesunde Menschen überdurchschnittlich lange leben. Der Bestsellerautor und dreimalige Guinessbuchrekordhalter im Ausdauer-Radfahren entdeckte die Blue Zones in Ikaria (Griechenland), Okinawa (Japan), Sardinien (Italien), Costa Rica und eben Loma Linda (Kalifornien). Hier untersuchte er das Geheimnis der Langlebigkeit der Bewohner dieser Regionen. 2005 berichtete er über seine Entdeckungen in der Novemberausgabe des National Geographic Magazine’s unter dem Titel: „Secrets of Long Life“ (Geheimnis langen Lebens). Diese Ausgabe erreichte die dritthöchste Verkaufsquote in der gesamten Geschichte der Zeitschrift.

Buettner’s Ergebnisse brachten dem Ort Loma Linda und der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten besondere Aufmerksamkeit. Publikationen mit Titeln über die Geheimnisse langen Lebens, die Küche der Hundertjährigen oder wie man von den Ältesten der Welt lernen kann, sich fit und gesund zu halten, lenkten den Fokus auf den gesunden Lebensstil der Mitglieder dieser Freikirche.

Gesichter rüstiger Rentner aus Loma Linda
James Ponder von Scope, dem offiziellen Magazin der Gesundheitsabteilung der Loma-Linda-Universität, berichtet über Menschen, die im hohen Alter zufrieden und gesund leben. Für Dorothy Zane (85) sei Aerobics der Schlüssel ihrer Vitalität. Hepsie Gurusamy (86) sei überzeugt, die Beziehung zu Gott sei das Geheimnis ihres Glücks und ihrer Gesundheit. Der aktive Pensionär und emeritierte Professor der Zahnklinik, Bill Heisler (84) beginne jeden Morgen mit Andacht und Gebet, einer Schüssel gekochtem Getreide mit Früchten sowie einem Toast mit Erdnussbutter, um dann Kreuzworträtsel zu lösen und Zeitungen zu lesen. Die 92-jährige Näherin aus Peru, Alice Leon, lese nach dem Frühstück in der Bibel und bete. Dann stricke sie Decken für die kleinen Patienten der Neugeborenen-Intensivstation der Loma Linda Universitäts-Kinderklinik. In den letzten drei Jahren habe sie so durchschnittlich drei Decken pro Woche gestrickt.

Faktoren eines gesunden Lebensstils
Wer gesund alt werden will, suche daher gerne bei den Menschen in den Blue Zones nach Impulsen für ein zufriedenes, gesundes, erfülltes und aktives Alt sein. Buettner erklärt: „Die Menschen hier leben nicht nur länger, sondern auch besser. Blaue Zonen haben einen höheren Prozentsatz von Über-Hundertjährigen. Menschen in den Achtzigern und Neunzigern bleiben länger rege und leiden seltener an degenerativen Erkrankungen, die in industrialisierten Gesellschaften verbreitet sind“. In seinen Forschungen listet er neun Faktoren auf, die den Lebensstil dieser blauen Zonen beschreiben: Bewegung, Lebenssinn, Stressreduktion, moderate Kalorienzufuhr, pflanzenbasierte Ernährung, moderater Alkoholkonsum, geistliches oder religiöses Engagement, aktives Familienleben und Übernahme sozialer Aufgaben.

Deutscher Verein für Gesundheitspflege e.V.
Hier in Deutschland wollen die Siebenten-Tags-Adventisten mit dem bereits 1899 gegründeten „Deutschen Verein für Gesundheitspflege e.V.“, den vorteilhaften Lebensstil fördern, der sich auf ein ganzheitliches Menschenbild gründet. Der Körper als „Tempel Gottes“ gehöre mit zu diesem Bild. „Wir bieten Lebenshilfe und wollen Menschen begeistern, Gottes liebevolles Geschenk des Lebens für sich zu erkennen, zu bewahren und ein heilsames Leben zu führen“, heißt es in der Selbstbeschreibung auf der Webseite (www.dvg-online.de).




Versuchung. Heute. – Jahresanfangsgottesdienst der Adventisten

Versuchungen seien Teil unseres Lebens. Sogar das Vater Unser spreche davon: „Und führe uns nicht in Versuchung“. Naether geht den Fragen nach: Versucht uns Gott? Ist das nur eine Frage der „richtigen“ oder „falschen“ Übersetzung? Ist es von unserem Gottesbild abhängig? In seiner Predigt lädt Pastor Johannes Naether dazu ein, sich auf einen Gott einzulassen, dem man offen und vertrauensvoll begegnen kann. Auch nach einer Versuchung. Auch heute.

Der Gottesdienst werde auch einen „Kindermoment“ enthalten, präsentiert von Pastor Werner Dullinger, dem Präsidenten der Freikirche in Deutschland. Außerdem gebe es Live-Schaltungen in verschiedene adventistische Kirchengemeinden Deutschlands, so eine Meldung vom Medienzentrum HopeTV der Adventisten in Alsbach-Hähnlein.

Weiter wird auf eine Umfrage für den Gottesdienst hingewiesen, die jetzt schon beantwortet werden könne. Sie sei innerhalb einer Minute erledigt. Hier geht es Zur Umfrage.




Bevorstehende Spaltung der Evangelisch-methodistischen Kirche

Traditioneller Teil will sich von der Kirche trennen
Basis dieser sich anbahnenden und die EmK weltweit betreffenden Trennung sei der jetzt vorgelegte Bericht einer international besetzten Arbeitsgruppe, der vom internationalen Bischofsrat unterstützt werde. Bei Annahme der Vorlage durch die im Mai tagende Generalkonferenz als oberstes EmK-Kirchenparlament ist laut Pastor Klaus Ulrich Ruof (Frankfurt/Main), Pressesprecher der EmK in Deutschland, eine Trennung der Kirche zu erwarten.

Nach jetzigem Stand werde dennoch die weltweite Evangelisch-methodistische Kirche (United Methodist Church) als Kirche fortbestehen, in der es wie schon in der bisherigen Praxis Platz für verschiedene Frömmigkeitsausprägungen und Überzeugungen gebe, so Ruof. Hinsichtlich der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare und der Ordination Homosexueller werde sich die bestehende Kirche öffnen. Dazu sollen aus der weltweit gültigen Kirchenordnung die bisherigen restriktiven Passagen hinsichtlich des Umgangs mit Homosexuellen entfernt werden.

Die sich gegen die Öffnung positionierenden Teile der Kirche würden eine neue, traditionell orientierte methodistischen Kirche bilden (new traditionalist Methodist denomination). Diese werde sich von der EmK trennen und unabhängig strukturieren. Aus dem bisherigen gemeinsamen Kirchenvermögen erhalte die neue methodistische Kirche 25 Millionen US-Dollar (22,4 Millionen Euro).

Respektvolle Trennung erwartet
Dem Vorschlag zur Lösung des Konflikts wären internationale Gespräche vorausgegangen, an denen seit August vergangenen Jahres sechzehn Vertreter der Kirche beteiligt gewesen seien; darunter drei Bischöfe von außerhalb der Vereinigten Staaten (je einer aus Europa, Afrika und den Philippinen) und fünf aus den USA. Die acht weiteren Mitglieder der Arbeitsgruppe wären als Meinungsführer von in den USA aktiven Gruppierungen entsandt worden, die in theologischen Fragen weit auseinanderliegende Überzeugungen vertreten würden.

Der Initiator John Yambasu, Bischof der EmK in Sierra Leone, wollte laut Ruof die zuvor US-lastige Auseinandersetzung auf eine breitere Basis stellen, um damit die Stimmen der EmK von außerhalb der Vereinigten Staaten zu Gehör zu bringen. Unter Anleitung des unentgeltlich arbeitenden Mediators Kenneth Feinberg, der in den USA schon viele komplizierte Mediationsprozesse begleitet habe, einigte sich die Gruppe einstimmig auf den Vorschlag einer geordneten und einvernehmlichen Trennung. Diese sei laut einer veröffentlichten Erklärung „das beste Mittel, um unsere Differenzen zu lösen“. Damit könne jeder Teil der Kirche „seinem theologischen Verständnis treu bleiben und gleichzeitig Würde, Gleichheit und Integrität anerkennen sowie den Respekt gegenüber jeder Person bewahren“.

Methodisten in Deutschland weiterhin Teil der weltweiten EmK
Aus innerkirchlicher Sicht „ist das Besondere der jetzigen Situation die einstimmige Einigung auf den jetzt gemeinsam vorgelegten Vorschlag“. Das betonte der für Deutschland zuständige Bischof der EmK, Harald Rückert (Frankfurt am Main). Der vierzig Jahre andauernde Konflikt, der sich in den vergangenen zwei Jahren zugespitzt habe, könne befriedet werden, weil sich erstmals alle beteiligten Gruppen auf einen Vorschlag hätten einigen können. Rückert selbst empfinde zwar „viele Schmerzen, weil es um die Trennung unserer Kirche geht, aber es ist wohl die unausweichliche Realität“. Bei allem Schmerz sei das Ergebnis nun doch so, „dass es einen respektvollen Weg eröffne, auf dem unsere Kirche in Deutschland weiterhin Teil der weltweiten Evangelisch-methodistischen Kirche bleiben kann“.

Für die aktuell in Deutschland an einem Runden Tisch diskutierte schwierige Lage der Kirche sei dieser Vorschlag eine gute Nachricht. Er habe das Potential, dass sowohl in Deutschland als auch weltweit ein großer Teil der Kirche in der sich offener positionierenden EmK verbleiben könne. Außerdem sei es erstmals gelungen, in der Entscheidungsfindung stärker die Sicht von Teilen der EmK von außerhalb der Vereinigten Staaten zu Gehör zu bringen.

Entscheidung erst im Mai
Der vom Bischofsrat der EmK befürwortete Vorschlag der Arbeitsgruppe werde im kommenden Mai in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota der dort tagenden Generalkonferenz zur Beschlussfassung vorgelegt, teilte Pastor Ruof mit. Dazu gehörten weitere Vereinbarungen wie die Rücknahme anderslautender Lösungsvorschläge. Außerdem würden alle aufgrund des Vergehens gegen die Kirchenordnung eingeleiteten Disziplinarmaßnahmen gegen pastorale Hauptamtliche ausgesetzt.

Zudem könne sich die EmK in den USA bei Zustimmung der Generalkonferenz zum jetzt vorgelegten Vorschlag künftig wie die Teile der EmK außerhalb der Vereinigten Staaten strukturieren. Mit dieser weiteren organisatorischen Veränderung solle künftig vermieden werden, dass sich regional bedingte konfliktträchtige Themen zu weltweiten Kirchenkonflikten auswachsen, wie es in der bisherigen US-Zentrierung der Kirche in besonderer Weise im Umgang mit Homosexualität geschehen wäre.

Zum Hintergrund der Auseinandersetzung
Die Evangelisch-methodistische Kirche ging 1968 aus der Vereinigung zuvor eigenständiger Kirchen methodistischer Tradition hervor. In Deutschland waren dies die Methodistenkirche und die Evangelische Gemeinschaft. Vier Jahre später begann in der zur EmK vereinigten Kirche ein seit damals anhaltender Konflikt über den Umgang mit Homosexuellen in der Kirche. Anlass dafür waren laut Ruof restriktive Kirchenordnungsparagrafen, die 1972 von der Generalkonferenz, dem weltweit höchsten Kirchenparlament, beschlossen wurden. Diese beruhten auf dem Lehrgrundsatz, dass „Homosexualität unvereinbar mit der christlichen Lehre“ sei.

Den vorläufigen Höhepunkt erreichte der Konflikt im Februar 2019. Damals scheiterte bei einer außerordentlich einberufenen Generalkonferenz der vom Bischofsrat der Kirche favorisierte Vorschlag einer Öffnung der Kirche durch Streichung der restriktiven Kirchenordnungspassagen. Die Delegierten der Generalkonferenz beschlossen demgegenüber mit einer knappen Mehrheit von 438 zu 384 Stimmen, an den Vorschriften gegen die gleichgeschlechtliche Ehe und gegen in Partnerschaft lebende homosexuelle Pastoren festzuhalten und zusätzlich weitere, verschärfende Sanktionen einzuführen. Außerdem wurde der 1972 beschlossene Lehrgrundsatz bestätigt, mit dem Homosexualität als „unvereinbar mit der christlichen Lehre“ bezeichnet wird.

Die weltweite Evangelisch-methodistische Kirche
Die Evangelisch-methodistische Kirche (EmK) ist eine evangelische Freikirche, die aus einer Erweckungsbewegung in England im 18. Jahrhundert hervorging. Führende Persönlichkeiten am Anfang der Bewegung waren die Brüder John und Charles Wesley. Durch Auswanderer aus England breitete sich die Bewegung in den USA aus. Durch Rückwanderer aus den USA und aus England fasste die EmK auch in Deutschland Fuß.

Weltweit gehören rund zwölf Millionen Kirchenglieder der Evangelisch-methodistischen Kirche an. Davon sind rund 7,5 Millionen in den USA beheimatet. In Afrika (4,2 Millionen) und Asien (150.000) finden sich inzwischen stark wachsende und an Einfluss zunehmende Kirchenzweige der EmK. In Europa (rund 70.000) sind die Zahlen für die EmK aufgrund vorherrschender nationaler Kirchen oder landeskirchlicher Strukturen eher klein. Zur EmK in Deutschland zählen sich rund 30.000 Kirchenglieder und 20.000 Kirchenangehörige in rund 500 Gemeinden.

Die Kirche ist nicht nationalstaatlich organisiert, sondern arbeitet über Ländergrenzen hinweg. Die EmK gehört zum Weltrat Methodistischer Kirchen, in dem insgesamt 70 Kirchen methodistischer und wesleyanischer Tradition sowie mit ihnen verbundener unierter und vereinigter Kirchen gehören, in denen über 51 Millionen Menschen ihre geistliche Heimat haben.

Die Organisation der EmK

Die Evangelisch-methodistische Kirche (United Methodist Church) ist eine weltweit strukturierte Kirche. Sie organisiert sich in sogenannten „Konferenzen“, in denen alle Lehrfragen und Verwaltungsangelegenheiten geregelt werden. Für weltweit zu regelnde Entscheidungen hinsichtlich Verfassung, Lehre und Ordnung der Kirche ist das höchste Leitungs- und Entscheidungsgremium die alle vier Jahre tagende „Generalkonferenz“.

Außerhalb der USA sind unterhalb der Generalkonferenz die sogenannten „Zentralkonferenzen“ angesiedelt. Diese tagen ebenfalls alle vier Jahre jeweils nachfolgend zur Generalkonferenz und dienen der Umsetzung der Beschlüsse der Generalkonferenz und der Beschlussfassung zu Adaptionen des Kirchenrechts und für Entscheidungen in Verwaltungs- und Finanzfragen, die regional zu klären sind. Außerdem haben die Zentralkonferenzen das Recht der Wahl von Bischöfen oder Bischöfinnen.

In Europa gibt es drei dieser Zentralkonferenzen: die Zentralkonferenz für Deutschland (Bischof Harald Rückert, Frankfurt am Main), die Zentralkonferenz für Mittel- und Südeuropa (Bischof Dr. Patrick Streiff, Zürich) und die Zentralkonferenz für Nordeuropa und Eurasien (Bischöfe Christian Alsted, Kopenhagen, und Eduard Khegay, Moskau).

Für das kirchliche Leben in den Regionen und vor Ort sind die sogenannten „Jährlichen Konferenzen“ maßgelblich. In Deutschland gibt es davon drei: die Norddeutsche Jährliche Konferenz, die Ostdeutsche Jährliche Konferenz und die Süddeutsche Jährliche Konferenz. Alle diese Konferenzen sind paritätisch, also mit jeweils gleicher Anzahl von Laiendelegierten und Pastoren bzw. Pastorinnen besetzt.




Australien: Adventisten helfen Opfern der Buschbrände

Niedergebrannte Häuser und Obdachlose
„Das Haus, in dem wir früher gebetet haben, ist komplett verschwunden“, sagte Pastor Dragan Kanazir. „Von Wandella bis nach Batemans Bay sind Häuser verloren gegangen.“

Ein Auto verbrannte im „Feuertornado“. Der erfasste das Kraftfahrzeug und wirbelte es etwa 1.000 Meter durch die Luft von seinem ursprünglichen Parkplatz entfernt.

Evakuierungszentren
Julie Nagele, die Koordinatorin der Hilfsdienste für Aboriginal und Torres Straight Islander (ATSIM) war vor Ort, um den örtlichen Suchtrupps zu helfen, Evakuierungszentren zu besuchen und den von den Bränden betroffenen Aborigine-Orten zu helfen. Sie berichtet von einem Kirchenmitglied aus Cobargo, dass nicht auf sein Grundstück zurückkehren konnte, nachdem er sein Haus und alle Erinnerungen an seine verstorbene Frau in den Bränden verloren hatte. Sein 92-jähriger Bruder starb gestern ebenfalls.

Um den Menschen in dieser Gegend zu helfen, öffnete die adventistische Kirchengemeinde in Bega ihre Türen als Evakuierungszentrum und beherbergt derzeit über 35 Menschen und 15 Hunde. Der Kirchenraum wurde auch als Lager für Lebensmittel genutzt.

„Als wir merkten, dass das Evakuierungszentrum auf der gegenüberliegenden Straßenseite überfüllt war, haben wir schnell beschlossen, die Kirche zu öffnen und den Menschen die Nutzung der Einrichtungen zu ermöglichen“, sagte Pastor Kanazir. „Irgendwann glich unsere Kirche einer Arche Noah!“

„Andere Evakuierungszentren erlaubten keine Haustiere „, erläuterte Sarina Taituave, Direktorin der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA von SNSW. „Wir gehen davon aus, dass sich noch fast die ganze Woche Menschen in der Kirche von Bega aufhalten werden, aber heute Mittag wird die Situation neu bewertet.“ Den ganzen Tag über war die Bega-Adventgemeinde gestern von dichtem Rauch umgeben.

Finanzielle Unterstützung durch Hilfsorganisation ADRA
ADRA kaufe die Nothilfegüter bei lokalen Händlern ein, um diese zu unterstützen, schreibt die Hilfsorganisation. Die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung sei überwältigend. ADRA benötige im Moment keine Sachspenden mehr, sei hingegen dankbar für finanzielle Spenden. Was aber dringend benötigt werde, sei Futter für das Vieh. Bauern in der Gegend von Buchan/Victoria hätten sich an ADRA gewandt, weil sie das gesamte Futter für ihren restlichen Viehbestand im Feuer verloren hätten Von lokalen ADRA Organisationen seien Generatoren gespendet worden, um Elektrizität zur Verfügung stellen zu können.

Angesichts der anhaltenden Krise stellt ADRA jetzt in ihrem Verantwortungsgebiet 500 Australische Dollar/A$ (310 Euro) für Familien in Not und 2.000 A$ (1.240 Euro) für Kirchengemeinden zur Verfügung, die brandgeschädigten Familien helfen. Bislang hat ADRA 15 Familien in der Region der SNSW unterstützt.

Viele Mitglieder aus den Gemeinden Tumut, Corryong und Tumburrumba (NSW) haben ihre Häuser verloren oder wurden aufgrund der Brände oder des Rauchs evakuiert, so Pastor Jeremy Taituave. Einige können nicht mehr zur Arbeit zurückkehren, während andere ehrenamtlich für die ländliche Feuerwehr (RFS) arbeiten“, so dessen Ehefrau Sarina.

Maryellen Fairfax, von der Redaktion des Adventist Record berichtet von einem Gefühl der Hoffnungslosigkeit unter den ländlichen Kirchengemeinden. Es sei daher notwendig, Hoffnung zu fördern, sich zu versammeln und sich gegenseitig zu ermutigen.

„Wir werden unsere Kirchen öffnen, Treffen abhalten und darüber sprechen, wie wir auf die Situation reagieren können. Wir müssen sowohl emotional als auch geistlich die Scherben aufsammeln; wir werden unsere Türen für Gebete öffnen und haben beschlossen, ein Depressions- und Angstbewältigungsprogramm (DARP) durchzuführen“, so Pastor Taituave. Besonders für Rückkehrer sei es eine sehr emotionale Zeit, wenn sie ihre Häuser völlig zerstört vorfinden.

Pastor Jorge Muñoz, Präsident der Siebenten-Tags-Adventisten in Australien, zeigte sich schockiert über das Ausmaß der Katastrophe. Er bat um die Fürbitte für alle Betroffenen sowie die Mitarbeitenden der Rettungsdienste. Die Leiterin der Abteilung Kommunikation der SPD, Maryellen Fairfax, zitiert den Kirchenleiter mit den Worten: „Ich spreche denjenigen, die in diesen verheerenden Bränden ihre Lieben verloren haben, mein tiefstes Beileid aus. Es gibt so viel Leid; es ist absolut herzzerreißend.“