Adventisten nehmen Stellung zur Aufhebung des Verbots der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung

In der Kolumne befasst sich Naether mit der Behauptung: „Selbstbestimmtes Sterben ist Teil des Lebens, das sich die Menschen heute − zu Recht − wünschen.“ Der Freikirchenleiter erinnert daran, dass im § 217 StGB die geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung unter Strafe gestellt wurde. Damit sollte eine gesellschaftliche Normalisierung von Sterbehilfe und deren Kommerzialisierung vermieden werden. Zusätzlich wäre es um den Schutz labiler Menschen vor interessengeleiteter Einflussnahme gegangen.

Sensibilität, Respekt und Einfühlungsvermögen erforderlich

Für Naether stelle sich die Frage: Werde aufgrund des Urteils künftig die Würde und der Wert des Menschen nach seiner Leistungsfähigkeit und seinem Nutzen für andere gemessen, sodass sich der Druck auf alte oder kranke Menschen erhöhe? Auch gelte zu bedenken: Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) wertet die persönliche Autonomie des Menschen in Artikel 1 und 2 unseres Grundgesetzes so stark, dass daraus ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben erwachse. Ein Recht, dass nicht nur kranke und alte Menschen besitzen, sondern auch Gesunde. Um dieses Recht zu garantieren bedürfe es geschäftsmäßiger Angebote der Suizidhilfe, so das BVerfG.

Es erfordere ein hohes Maß an Sensibilität, Respekt und Einfühlungsvermögen über die konkrete Option des Sterbens zu diskutieren, so Pastor Naether. „Wir reden über Menschen, die an einem maximal krisenhaften Moment ihres Lebens stehen und zunächst einmal das Recht haben, ernsthaft und respektvoll wahrgenommen zu werden.“ Grundsatzfragen stünden in der Gefahr, dass sie mit ideologischer Härte oder festgefügter Vorprägung geführt würden. „Unser Gegenüber ist aber der leidende Mensch, der in Freiheit sein Leben führt und auf der Suche nach einem Ausweg ist.“ Respekt und Einfühlungsvermögen schlössen jedoch nicht aus, „dass wir für diese Menschen Zeugen des Lebens sein dürfen“.

In diesem Sinne stimmt Johannes Naether mit der Aussage in der gemeinsamen Erklärung der Vorsitzenden der römisch-katholischen Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland zum Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung überein: „Die Qualität einer Gesellschaft zeigt sich gerade in der Art und Weise, wie wir einander Hilfe und Unterstützung sind. Daher setzen wir unsere Bemühungen fort, Menschen in besonders vulnerablen Situationen Fürsorge und Begleitung anzubieten.

Der Präsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Norddeutschen Verband ruft dazu auf: „Orientieren wir uns an dem Wirken Jesu, der Menschen in ihrer Freiheit respektierte und sich rückhaltlos für das Leben eingesetzt hat.“

Schmerzen lindern aber kein „Gnadentod“
Für die Siebenten-Tags-Adventisten sei „Sterben in Würde“ durchaus ein Thema, so der stellvertretende Pressesprecher der Freikirche in Deutschland, Holger Teubert. Ihr Advent-Wohlfahrtswerk (AWW) unterhalte zur Begleitung schwer kranker, sterbender Menschen und ihrer Angehörigen Hospize in Uelzen und Lauchhammer im Süden Brandenburgs, sowie einen ambulanten Hospizdienst mit „Trauercafé“ in Berlin-Charlottenburg. Schon 1992 habe der Exekutivausschuss der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Adventisten eine „Konsenserklärung über die Betreuung Sterbender“ beschlossen. Aus ihr gehe hervor, dass die Freikirche einen ethischen Unterschied mache zwischen dem Verzicht auf lebensverlängernde medizinische Maßnahmen, die nur das Leiden verlängern und den Tod hinauszögern, und dem Eingreifen mit dem Ziel, das Leben des Patienten aktiv zu beenden. So sei es nicht notwendig, alle nur möglichen medizinischen Behandlungen vorzunehmen oder anzubieten, die lediglich den Vorgang des Sterbens verlängerten.

In der Konsenserklärung der adventistischen Weltkirchenleitung heiße es unter anderem: „Obwohl die christliche Liebe dazu führen kann, medizinische Maßnahmen, die Leiden vergrößern oder das Sterben verlängern, zurückzuhalten oder zu beenden, praktizieren Siebenten-Tags-Adventisten jedoch keinen „Gnadentod“ oder Hilfe zur Selbsttötung.“ Ergänzend werde, laut Teubert, hervorgehoben: „Die christliche Barmherzigkeit schließt Hilfe für Leidende ein. Beim Dienst an Sterbenden gehört es zur christlichen Verantwortung, Schmerzen und Leiden so weit wie möglich zu lindern. Das schließt jedoch nicht die aktive Sterbehilfe ein.“




Adventistisches Pflegeheim „Haus Wittelsbach“ unter neuer Leitung

Sieben Jahre stand Michael Mocnik als Heimleiter an der Spitze des Senioren- und Pflegeheimes „Haus Wittelsbach“ in Bad Aibling. Als 17-jähriger kam Mocnik aus Slowenien nach Deutschland. Im Odenwald nahm sich ein Ehepaar seiner an. Das Paar übernahm für ihn die Funktion von Ersatzeltern, die ihn bis heute gedanklich begleiten. Nachdem sie nun selbst auf Hilfe angewiesen sind, kehrt Mocnik zu ihnen zurück. Diesmal nicht mehr als Jugendlicher, sondern mit Ehefrau und zwei kleinen Söhnen.

Mit dem 49-jährigen Andreas Heuck wurde ein kompetenter Nachfolger für die Leitung des Hauses Wittelsbach gefunden. Heuck verfügt über umfangreiche Erfahrungen im Bereich der Altenhilfe und des Sozialmanagements. Dieter Neef, Finanzvorstand der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, verabschiedete den aus dem Amt scheidenden bisherigen Leiter Michael Mocnik und hieß gleichzeitig Andreas Heuck als dessen Nachfolger willkommen.

Im „Haus Wittelsbach“, das von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten seit 1953 als Pflegeheim betrieben wird, leben zurzeit rund 120 pflegebedürftige ältere Menschen sowie 30 Senioren im so genannten „Rüstigenbereich“. 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in verschiedensten Funktionen betreuen die Heimbewohner.




Adventisten: Kirchenleitungen und Hilfsorganisationen gemeinsam gegen Coronavirus

Informationsschreiben an Kirchengemeinden weltweit
In einem Schreiben, dass auch von den regionalen Kirchenleitungen verbreitet wird, geht Landless auf die bisher bekannten Verbreitungswege der Infektionswelle ein und fasst die gängigen Vorbeugemaßnahmen zusammen. Das Fortschreiten der Krankheit könne zu einer schweren Lungenentzündung mit Zerstörung des Lungengewebes und schließlich zum Tod führen. Es habe sich außerhalb Chinas ausgebreitet und es kann nicht vorhergesagt werden, wie weit sich die Infektion noch verbreiten wird. Viele Länder hätten Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung ergriffen einschließlich der Einführung einer Quarantänezeit für die Erkrankten. Der Zeitraum, in dem eine Person infektiös sein könne, liege zwischen 2 und 14 Tagen. Die Quarantänezeit betrüge 2 Wochen.

Warnung vor Panikmache – Ermutigung zu einem gesunden Lebensstil
Weiter heißt es in dem Schreiben: „Die Übertragung erfolgt durch die Ausbreitung von Tröpfchen, wenn infizierte Menschen husten oder niesen und diese Tröpfchen Zugang zum Körper über die Atemwege (Lungen) erhalten. Zu den Symptomen gehören Fieber, Husten, Muskelschmerzen, Kurzatmigkeit und Müdigkeit; einige Patienten können Durchfall haben, andere sehr leichte bis gar keine Symptome.“

Die Leiterin der Gesundheitsabteilung für den Bereich Mittel- und Südeuropa, Valérie Dufour, warnt vor einer Panikmache in dieser Angelegenheit. „Wir sollten wegen des COVID-19 nicht in Panik geraten, sondern unseren Teil dazu beitragen, informiert zu bleiben, Kontaminationen zu verhindern, einen gesunden Lebensstil zu pflegen, mögliche Szenarien und ihre Auswirkungen auf unser persönliches und berufliches Leben berücksichtigen und uns auf Maßnahmen vorbereiten, die einige Regierungen möglicherweise beschließen werden.

So lädt die Kirchenleitung der italienischen Adventisten, wie von der italienischen Regierung angeordnet, ihre Mitglieder in 5 Regionen Norditaliens ein, am kommenden Wochenende zu Hause zu bleiben und keine Gottesdienste abzuhalten. In anderen Ländern wird auf die Vorsorgemaßnahmen der behördlichen Gesundheitsministerien verwiesen. Hier in Deutschland werden die Veröffentlichungen des Robert-Koch Instituts (www.rki.de) mit Unterstützung des Bundesgesundheitsministeriums empfohlen.

Weltweites ADRA-Netzwerk unterstützt

Das ADRA-Netzwerk hilft den Bürgern Asiens, sich selbst zu schützen. Gebiete, in denen ADRA tätig ist, sind von COVID-19 nicht betroffen. Es laufen aber Vorbereitungen, die Verbreitung des Virus zu begrenzen. „Unser Büro in Hongkong wird mit der Bedarfsermittlung beginnen, sobald die Genehmigung dazu vorliegt. Wir arbeiten eng mit der chinesischen Regierung und den lokalen Behörden zusammen, um die Richtlinien einzuhalten und zu vermeiden, dass unsere Mitarbeiter Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind“, berichtet Mario Oliveira, der Leiter des Emergency Managements bei ADRA International, Silver Spring/USA. Es habe sie ein Hilfeersuchen erreicht und es laufen Bemühungen, den Bedarf zu erfüllen.

Weiter teilte Oliveira mit, dass ADRA in Asien Schulungen zur Reduzierung des Infektionsrisikos anbieten werde. In Afrika und im Südpazifik würden Bereitschaftspläne zur Bekämpfung des Virus entwickelt. Auf den Philippinen habe ADRA einen Plan zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs ausgearbeitet und überwacht die Situation. In Asien habe das ADRA-Regionalbüro eine Risikoanalyse für das Land erstellt. „Eine der größten Möglichkeiten, sich gegen Gesundheitsrisiken zu wappnen, sind Bildung sowie Hygiene- und Sanitärmaßnahmen“, sagt er.

Da die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 30. Januar wegen des Coronavirus 2019-nCoV einen globalen Gesundheitsnotstand ausgerufen hat, sei die internationale Zusammenarbeit und der Informationsaustausch unabdingbar. ADRA arbeite mit Organisationen wie den Adventist Community Services, Airlink, Hong Kong Adventist Hospitals und World Vision China zusammen, um Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen in mehreren Provinzen in Zentral- und Ostchina mit chirurgischen Atemmasken der Klasse N95 zu versorgen. In diesen Ländern gebe es die höchsten Infektionsraten.

Atemmasken Mangelware
Währenddessen werden Gesichtsmasken und andere medizinisch-hygienische Hilfsgüter in Festlandchina, wie auch Hongkong, zur Mangelware. Besonders in den zentralen Regionen Hubei, Guangdong und Henan gehen Atemgeräte, Gesichtsmasken und steriles Operationsbesteck zur Neige. Auch zwei adventistische Krankenhäuser in Hongkong sind von der Knappheit bedroht.

„Wir werden daran arbeiten, diese Masken zu besorgen, da sie bei der Versorgung von der Tausenden von Menschen, die behandelt werden, eine wichtige Rolle spielen“, sagt Oliveira. Die Hilfe werde sich auch an Familien mit niedrigem Einkommen, insbesondere an Familien mit älteren Verwandten und an Obdachlose richten.
Oliveira ermutigte jeden, proaktiv und sorgfältig zu sein und die Übertragung auf sich selbst und andere zu verhindern, da die Verbreitung des Virus noch nicht abgeschlossen sei.
Innerhalb von zweieinhalb Monaten gab es Berichten zufolge über 71.000 bestätigte Fälle, wobei 99 Prozent der Fälle auf dem chinesischen Festland und über 1.700 Todesfälle weltweit zu verzeichnen sind.

Hinweise zur Vorbeugung
Die eigentlich selbstverständlichen, aber wichtigen Hinweise des Informationsschreibens hier kurz zusammengefasst:

Wie können wir uns schützen?

– Regelmäßig Hände waschen, mindestens 20 Sekunden lang mit Seife und Wasser oder mit einem alkoholischen Händedesinfektionsmittel.
– Abstand von mindestens 1 Meter zu Personen mit Erkältungs- oder grippeähnlichen Symptomen (wie Husten oder Fieber) einhalten.
– Vermeiden, Augen, Nase und Mund zu berühren.
– Fleisch und Eier vor dem Verzehr gründlich kochen und den Verzehr von rohen Tierprodukten vermeiden.
– Kontakt mit kranken Tieren und Tieren, die auf nassen Märkten leben vermeiden.

Wie können wir andere schützen?
– Nase und Mund beim Husten und Niesen mit Tüchern oder dem Ellbogen (nicht mit den Händen) bedecken.
– Die Tücher sofort nach der Verwendung in geschlossene Behälter wegwerfen.
– Hände nach dem Husten, Niesen und der Pflege anderer Kranker mindestens 20 Sekunden lang mit Seife und Wasser oder einem virentötenden alkoholischen Händedesinfektionsmittel waschen.
– Engen Kontakt mit anderen vermeiden, wenn Erkältungs- oder grippeähnliche Symptome vorliegen.
– Reisen bei Fieber und Husten vermeiden.

Was tun, wenn wir krank sind?
– Bei Fieber, Husten und Atembeschwerden, ärztliche Hilfe aufsuchen und den möglichen Reiseverlauf mitzuteilen.




Puerto Rico: Nach Erdbeben - reduzierte Kosten an adventistischen Schulen

An der Metropolitan Adventist Academy (MAA) in San Juan hätten bereits 100 Plätze besetzt werden können. Es bestünden bei einigen adventistischen Schulen lange Wartelisten, schreibt Adventist Review (AR), die nordamerikanische Kirchenzeitschrift. Informationen über das Angebot seien über einen regionalen Fernsehkanal und Printmedien verbreitet worden. Laut AR sind auf dem Campus der Südwestlichen Adventistischen Akademie in Sabana Grande mit Großzelten in überdachten Hallen provisorische Klassenzimmer eingerichtet worden.

„Alle sind gestresst und besorgt wegen dieser Erdbebensituation, vor allem die jungen Leute, deshalb bieten wir zusätzliche psychologische Dienste an und ergreifen Sicherheitsmaßnahmen für die Schüler, um den Stress, in dem sie ständig leben, zu lindern“, so Rodríguez weiter. Zudem hätten die adventistischen Schulen auch Übungen für Erdbeben oder andere Notfälle durchgeführt.

Adventisten in Puerto Rico
In Puerto Rico, mit 3,2 Millionen Einwohnern – einem Außengebiet der USA -, leben 33.384 mündig getaufte Adventistinnen und Adventisten. Sie feiern in 311 Kirchgemeinden und 10 Gruppen, jeweils samstags, dem biblischen Ruhetag folgend, ihre Gottesdienste. Sie unterhalten außerdem ein Krankenhaus, eine Universität, 16 Primarschulen und 11 Sekundarschulen.

Adventisten unterhalten weltweit das größte protestantische Bildungswerk
Die weltweite evangelische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten unterhält mit rund 8.807 Schulen, höheren Schulen und Universitäten, sowie 1.881.000 Schülerinnen und Schülern (Stand 31.12.2018) das global größte protestantische Bildungswerk.




SARS-CoV-2: Adventisten in Italien empfehlen TV-Gottesdienst statt Kirchenbesuch

Nachdem die italienischen Behörden einen sprunghaften Anstieg der SARS-CoV-2 Erkrankungen in mehreren Regionen seit 28. Januar gemeldet haben, sind die meistbetroffenen Gebiete abgeriegelt worden. Dazu gehören vor allem die Lombardei und Venetien, aber auch Emilia-Romagna und Piemont. Alle öffentlichen Veranstaltungen, insbesondere Fußballspiele, Gottesdienste, Konzertvorstellungen und auch der berühmte Karneval von Venedig wurden abgesagt. Die Tageszeitung La Republica berichtet in ihrer heutigen Ausgabe von bereits sechs Toten und 229 Infizierten.

Die Leiter der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Italien äußern ihre Dankbarkeit gegenüber den Vorsorgemaßnahmen des Staates, der der Gesundheit und dem Wohlergehen der Bürger große Aufmerksamkeit schenke. In einer Stellungnahme zur Situation fordern sie die Pastoren in den betroffenen Regionen auf, alle öffentlichen kirchlichen Veranstaltungen wie Gottesdienste, Gebetsabende und Pfadfindertreffen bis auf Weiteres abzusagen. Die Kirchengemeinden werden gebeten, Audio- und Videodienste in den digitalen Medien zu nutzen. So gebe es die Möglichkeit, Gottesdienste über HopeChannel Italien und Gespräche über die Bibel in Streamingdiensten zu verfolgen. Ebenso werden Apps für Smartphones empfohlen, in denen diese Dienste abonniert werden können.

Die weltweite evangelische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie über 21 Millionen erwachsene Mitglieder und mehr als 25 Millionen Gottesdienstbesucher in 215 Ländern der Erde. In Italien sind knapp 9.500 Mitglieder in 110 Kirchengemeinden organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel.

Die Bibelgesprächsangebote in italienischer Sprache können zum Hören unter https://radiovocedellasperanza.it/streaming/ und als Video unter https://hopechannel.it/diretta-firenze/ abgerufen werden.




Adventisten fassungslos über Hanauer Terroranschlag

Dullinger weiter: „Wir trauern mit den Angehörigen und bitten um Genesung für die durch diese Tat an Leib und Seele verletzten Menschen.“ Er hoffe insbesondere, dass die Überlebenden in ihrem Umfeld den Beistand und die Unterstützung erfahren, die ihnen helfen, dieses Trauma zu verarbeiten.

Mit großer Besorgnis nehme die Freikirchenleitung wahr, dass Hass und Feindseligkeit in vielerlei Varianten mittlerweile einen öffentlichen Platz in unserer Gesellschaft eingenommen hätten. Populistische, hetzerische und menschenverachtende Kommunikationsweisen vermittelten den Eindruck, im öffentlichen Raum, in Politik und Religion wieder salonfähig geworden zu sein und bildeten die ideologische Basis für Gewalt.

Deshalb sieht es der Kirchenleiter als christliche Pflicht an, dagegen deutlich und kompromisslos die Stimme zu erheben. Adventisten verurteilten jede Form von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Der Terroranschlag in Hanau sei ein Angriff auf uns alle, auf die Demokratie und Rechtsstaatlichkeit aber auch auf die Unantastbarkeit der Würde jedes Menschen. In unserer Gesellschaft sollten daher Hassbotschaften und Verschwörungstheorien kein Gehör finden. Dieses Menschenbild in die jeweilige Gegenwart zu übersetzen sei eine Aufgabe, die Adventisten mit allen, die sich für Menschlichkeit und Frieden einsetzen, teilen.

„In unserem christlichen Leben darf es keinen Platz für Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Menschenfeindlichkeit geben. Die große ethnische und kulturelle Vielfalt gehört zu unserem Selbstverständnis als weltweite Kirche. Jeder Mensch ist, unabhängig von seinen Merkmalen, nach dem christlichen Menschenbild ein Ebenbild Gottes, dessen Leben und Integrität es zu achten und zu schützen gilt“, so Dullinger.

Die weltweite evangelische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie über 21 Millionen erwachsene Mitglieder und mehr als 25 Millionen Gottesdienstbesucher in 215 Ländern der Erde. In der Bundesrepublik Deutschland sind rund 35.000 Mitglieder in 555 Gemeinden organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel.




Auswirkungen vegetarischer Ernährung auf den Klimawandel

Bei der vorgelegten Auswertung in der internationalen Fachzeitschrift „Advances in Nutrition“ (Fortschritte in der Ernährung) sieht Dr. Sabaté in der Nahrungsmittelproduktion die Hauptursache für erhöhte Treibhausgasemissionen. Sie verbrauche 70% des Frischwassers und sei für 80% der weltweiten Entwaldung verantwortlich. Neben einer Verbesserung der landwirtschaftlichen Technologie und der Verringerung der Lebensmittelabfälle als mögliche Lösungen für diese Umweltprobleme schlägt er eine Umstellung auf eine ovo-vegetarische und vegane Ernährung vor.

Bei der Auswertung der 49 Studien stellte Sabaté weiter fest, dass eine Umstellung von den derzeitigen Ernährungsnormen auf ovo-vegetarische und vegane Ernährung die Treibhausgaswerte um durchschnittlich 35%, die Landnutzung für die Nahrungsmittelproduktion um durchschnittlich 42% und den landwirtschaftlichen Wasserverbrauch um durchschnittlich 28% reduzieren würde. „Viele andere Studien haben die gesundheitlichen Vorteile der vegetarischen und veganen Ernährung klar nachgewiesen. Diese Analyse bestätigt, dass die Umstellung auf diese Ernährungsformen auch deutlich umweltfreundlich ist“, so Sabaté.

Nach seinen Worten stecke der Bereich der nachhaltigen Ernährung und ihrer Umweltauswirkungen noch in den Kinderschuhen. Sabaté selber hat an einer Reihe von Forschungsstudien teilgenommen, die einen klaren Zusammenhang zwischen Ernährung und Klimafaktoren zeigen. Im Jahr 2017 gehörte er zu einer Gruppe, die eine Studie über die Klimavorteile von Bohnen als Fleischersatz in der Ernährung veröffentlichte. Sabaté und andere Forscher, die im Umwelternährungsprogramm der Loma Linda University Health arbeiten, haben über 30 Forschungsarbeiten veröffentlicht, die den Zusammenhang zwischen der Wahl der Lebensmittel, der ökologischen Nachhaltigkeit und der Gesundheit der Bevölkerung untersuchten.

Sabaté fordert zusätzliche Forschungen darüber, wie sich Veränderungen in der Landwirtschaft auf die Umwelt in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen auswirken. Er weist auch auf den Forschungsbedarf hin, bei dem großflächige landwirtschaftliche Betriebe mit den Praktiken kleinbäuerlicher Familienbetriebe verglichen werden müssen. „In Gesellschaften, in denen der tägliche Fleischkonsum die soziale Norm ist, stellt die drastische Reduzierung des Fleischkonsums eine große Herausforderung dar“, sagte Sabaté. „In Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen könnte sich der Verzicht auf Fleisch auch nachteilig auf den ohnehin schon marginalen Ernährungszustand dieser Bevölkerungsgruppen auswirken.“

Dass ein Umdenken aufgrund von Klimabedenken stattfindet und die Bereitschaft zur Ernährungsumstellung zunehmend Gehör findet, zeigte Anfang dieses Jahres die Entscheidung, bei der Preisverleihung der Oscars (Golden Globe Awards) Hunderten von Prominenten und Gästen vegane Mahlzeiten zu servieren. Auch bei den „Berliner Filmfestspielen wurden bei der Verleihung der Bären schon die letzten Jahre vegane Speisen serviert“, berichtet das vegane Wirtschaftsmagazin „vegconomist“. Damit würde das öffentliche Bewusstsein und die Gespräche über den Zusammenhang zwischen nachhaltiger Landwirtschaft und Klimawandel verstärkt.

Sabaté leitet das Forschungsprogramm für Umwelternährung an der Loma-Linda-Universität, School of Public Health, in Loma Linda, Kalifornien/USA. Dieses Programm erforscht die Zusammenhänge zwischen den Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen bei der Wahl von Lebensmitteln und versucht, die Nachhaltigkeit, Gesundheit und Gerechtigkeit der Ernährungssysteme zu verbessern. Sabaté war auch einer der Hauptverantwortlichen in einer Studie, die den Verzehr von Walnüssen direkt mit einer signifikanten Senkung des Serum-Cholesterins in Verbindung brachte. Dies wirke sich besonders bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen positiv aus. Die Loma Linda Universität ist eine Einrichtung der weltweiten evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten.

Die Ende letzten Jahres veröffentlichte Meta-Analyse hier im Original: Vegetarian Diets: Planetary Health and Its Alignment with Human Health




Adventisten: Täglich Anfragen aus aller Welt an das Friedensauer Kirchenarchiv

Laut Daniel Heinz, dem Leiter des Friedensauer Kirchenarchivs kommen Anfragen meist zu speziellen Daten, Persönlichkeiten, Orten und Begebenheiten, die den promovierten Theologen dazu veranlassen, in die Tiefen der adventistischen Kirchengeschichte einzutauchen und akribisch Antwort zu geben. Das könne durchaus auch in Englisch oder Russisch sein.

Zwei große internationale Kirchenarchive
Die adventistische Weltkirche (GK) verfügt zur Zeit über zwei große historische Archive, die internationale Bedeutung haben: das Zentralarchiv der adventistischen Weltkirchenleitung (General Conference Archives) in Silver Spring/USA und das Archiv an der Theologischen Hochschule Friedensau, das von der teilkontinentalen Kirchenleitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten für Mitteleuropa (EUD, Bern) getragen und finanziert wird. Es ist für ganz Europa und für die von Europa aus betreuten Arbeitsfelder (Afrika, Naher und Mittlerer Osten) die erste Anlaufstelle, um Informationen zur Geschichte der adventistischen Kirchengemeinden zu sammeln. In Europa gibt es kein vergleichbares überregionales Zentral¬archiv der Adventisten wie das Historische Archiv in Friedensau. Auch weltweit sind beide Einrichtungen mit ihrer inter- und übernationalen Ausrichtung einzigartig.

Geschichte des Historischen Archivs
Das Historische Archiv in Europa (gegründet 1937 in Hamburg, zerstört im Juli 1943 durch einen Bombenangriff, wiedereröffnet 1980 in Darmstadt, seit 1997 in Friedensau) ist sogar vom Gründungsdatum her älter als das GK-Kirchenarchiv in den USA, das offiziell 1973 eingerichtet wurde. Weder in Süd- oder Mittelamerika, Afrika oder Asien, wo die Adventgemeinden rasant wachsen, gibt es bislang länderübergreifende adventistische Zentralarchive, die für ganze Kontinente zuständig sind.

Daniel Heinz, M.A., Ph.D. (geb. 1957), studierte Theologie am Seminar Schloss Bogenhofen (Österreich) und an der Andrews University (USA). Seit 1997 ist er Leiter des Historischen Archivs der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa und Dozent an der Theologischen Hochschule Friedensau. Er schrieb zahlreiche Bücher zur Geschichte der Freikirchen, wie zum Beispiel: „Ludwig Richard Conradi. Missionar, Evangelist und Organisator der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa“. In mehreren Gremien arbeitet er mit, wie in der Arbeitsgruppe „Evangelische Märtyrer des 20. Jahrhunderts“ und der Russischen Akademie der Wissenschaften zum Thema „Religiöser Pazifismus und Opfer des Stalinismus“.

Führungen durch das Historische Archiv sind am Tag der offenen Tür möglich. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich am 6. Juni 2021.




Adventistisches Schulwesen in Deutschland wächst

Gegenwärtig gibt es in Deutschland die Adventistischen Bekenntnisschulen in Heilbronn (Grundschule), Herbolzheim nördlich von Freiburg (Grund- und Realschule), Isny im Allgäu (Grund- und Gemeinschaftsschule), Mannheim (Grundschule), Murrhardt nordöstlich von Stuttgart (Grund- und Realschule), Rastatt (Grund- und Realschule), Zeutern in der Gemeinde Ubstadt-Weiher im Landkreis Karlsruhe (Grund- und Realschule), Müllheim (Grundschule) und Nürnberg (Grundschule). Weitere adventistische Bildungsstätten sind die Andrews Advent-Grundschule Solingen, die Adventschule Oberhavel in Oranienburg (Oberschule mit Grundschulteil) sowie das Schulzentrum Marienhöhe in Darmstadt (Gymnasium, Realschule und Grundschule).

Laut dem Beauftragen für Schulen im Norddeutschen Verband der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Christian Fischer (Hannover), bestehe derzeit ein Gründungsprojekt für eine Grundschule im Heidekreis nördlich von Hannover.

Die größte Bildungseinrichtung ist das bereits 1925 gegründete Schulzentrum Marienhöhe in Darmstadt mit 753 Schülerinnen und Schülern, die kleineste die erst seit Herbst 2019 bestehende adventistische Bekenntnisschule Müllheim mit fünf Kindern. An den adventistischen allgemeinbildenden Schulen in Deutschland unterrichten insgesamt 158 Lehrkräfte in Voll- oder Teilzeit.

Weitere Bildungsangebote der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten
Neben den allgemeinbildenden Schulen unterhält die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten die Theologische Hochschule Friedensau bei Magdeburg (ThHF) mit rund 200 Studierenden aus über 30 Nationen. Hier können acht Bachelor- und Master-Studiengänge – zum Teil berufsbegleitend – in den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie sowie ein Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ belegt werden.

Die Akademie für Gesundheits- und Krankenpflege des adventistischen Krankenhauses „Waldfriede“ in Berlin-Zehlendorf verfügt über 68 Ausbildungsplätze.

Kindertagesstätten gibt es in Berlin, Fürth, München, Penzberg und Bad Aibling. Eine Heilpädagogische Tagesstätte (HPT) befindet sich in Neuburg/Donau und ein Familienzentrum in Penzberg/Bayern.

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten unterhält auch ein Religionspädagogisches Institut (RPI) zur Materialerstellung für den Kindergottesdienst und Religionsunterricht. Zudem gibt es ein Gemeindefernstudium zur theologischen Qualifizierung von Mitgliedern der Siebenten-Tags-Adventisten. Das Institut für Weiterbildung (IfW) richtet sich mit seinen Angeboten an Gemeindemitglieder, Pastorinnen und Pastoren sowie haupt- und ehrenamtliche Führungskräfte.

In Deutschland gibt es rund 35.000 mündig getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 555 örtlichen Adventgemeinden. Weitere Informationen unter www.adventisten.de.




Weiterhin Diskriminierung von Kriegsdienstverweigerern in Europa

Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung offen missachtet
„Für zahlreiche Kriegsdienstverweigerer war 2019 ein Jahr, das in erster Linie von Rückschritten und einem fehlenden politischen Interesse an der Verwirklichung des Rechts auf Kriegsdienstverweigerung geprägt war“, bedauert EBCO-Präsident Friedhelm Schneider (Mannheim), der für die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) dem Europäischen Büro für Kriegsdienstverweigerung angehört. In vielen Ländern spiele das Recht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen, obwohl es als Menschenrecht anerkannt sei, keine Rolle in der Politik, sondern werde stattdessen offen missachtet.

So verfolge beispielsweise die Türkei weiterhin Kriegsdienstverweigerer und ignoriere die seit 2006 zugunsten türkischer Verweigerer ergangenen Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, erläuterte der EBCO-Präsident. Auch Aserbeidschan hätte sein beim Beitritt zum Europarat 2001 versprochenes Gesetz über einen Ersatzdienst zum Wehrdienst bisher nicht verabschiedet. Zuletzt habe im Oktober 2019 der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte betont, dass Aserbeidschan damit weiter gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstoße.

Verschärfung und Rückschritte

Nach wie vor bestehe auch unter anderem in der Ukraine, in Russland und in Griechenland eine Diskriminierung von Menschen, die aus Gewissensgründen den Militärdienst verweigern würden, kritisierte Friedhelm Schneider. In Griechenland habe sich nach dem Regierungswechsel die Situation wieder verschärft. Gleiches gelte für das türkisch besetzte Nordzypern, wo im vergangenen Januar der dortige Ministerrat einen Gesetzentwurf vorgelegt hatte, der das Recht auf eine Kriegsdienstverweigerung enthielt, nach einem Regierungswechsel nun aber wieder zurückgezogen worden sei.

Das Europäische Büro für Kriegsdienstverweigerung bedauere zudem in seinem Jahresbericht, dass sowohl der Ständerat wie auch der Nationalrat der Schweiz Ende vergangenen Jahres Änderungen des Zivildienstgesetzes befürwortet hätten, die den Zugang zum Zivildienst massiv verschärfen sollen. Es bleibe daher ein ernstes Problem, dass Staaten, welche die EU-Grundrechtecharta oder die Europäische Menschenrechtskonvention oder beide Dokumente unterzeichnet hätten, dennoch ungestraft das Recht auf Kriegsdienstverweigerung verletzen könnten. Das schade der Glaubwürdigkeit europäischer Menschenrechtspolitik, so der EBGO-Präsident.

EBCO
EBCO wurde 1979 in Brüssel als Dachverband für nationale Verbände von Kriegsdienstverweigerern in Europa gegründet, um das Recht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen als Menschenrecht zu fördern. Jedes Jahr veröffentlicht EBCO einen Jahresbericht zur Situation der Kriegsdienstverweigerung in Europa. Friedhelm Schneider, Pfarrer und früherer Leiter der Arbeitsstelle Frieden und Umwelt der Evangelischen Kirche der Pfalz, ist seit 2011 EBCO-Präsident.

Der EBCO-Jahresbericht 2019 kann in englischer Sprache bei https://ebco-beoc.org/sites/ebco-beoc.org/files/attachments/2020-02-14-EBCO%20_Annual_Report_2019.pdf heruntergeladen werden.




Bildung: Adventistische Schüler unter den Besten

Die Studie Cognitive Genesis untersuchte 52.000 Schüler an adventistischen Schulen in den Vereinigten Staaten, auf den Bermudas und in Kanada. Es handelte sich um eine Forschungsarbeit, die über vier Jahre angelegt war. Die getesteten Schülerinnen und Schüler stellten einen Querschnitt der Gesellschaft dar. Das bedeutet, dass die Kinder zwar Privatschulen besuchten, deren Eltern jedoch zumeist nicht der oberen Mittelschicht angehörten. Die Forschung wurde nicht von der adventistischen Freikirche finanziert. Es wurden standardisierte Tests benutzt, die auch in anderen Bereichen Anwendung finden.

Ergebnis
Die Umfrage zeige, so Prof. Kido, dass die Schülerinnen und Schüler adventistischer Schulen in allen Fächern und auf allen Ebenen besser abschneiden, als die der Kontrollgruppe. Das Auffälligste sei jedoch, dass die Schülerinnen und Schüler an adventistischen Schulen in Bezug auf die gemessenen Fähigkeiten sogar besser abschneiden, als man normalerweise erwarten würde. Dieser Effekt werde umso größer, je mehr Jahre im adventistischen Schulsystem verbracht werden und je mehr Schüler, die von anderen Schulen in adventistische Schulen wechseln, eine deutliche Verbesserung ihrer schulischen Leistungen zeigten.

Die Untersuchung zeige auch, dass es keine Unterschiede in der Leistung bei kleinen und großen adventistischen Schulen gab. Stadt und Land erbrachten in der Umfrage die gleichen Ergebnisse. Der Mythos, dass die kleinen Schulen den Schülern nicht die gleichen Chancen bieten wie die größeren, städtischen Schulen, sei damit gebrochen. Überraschend sei auch, dass die Höhe der Dollars pro Schüler keinen großen Unterschied in den Leistungen der Schüler machte.

Die Erfolgsfaktoren
Dieses Ergebnis sei auf den ganzheitlichen Bildungsansatz der Adventisten zurückzuführen. Tatsächlich sind die schulischen Leistungen bei den Schülern am besten, die einen positiven spirituellen Fokus und eine gute Beziehung zu ihren Eltern hätten und auf ihre eigene Gesundheit achteten. Um diese Ergebnisse weiter zu stützen hat das CRAE deshalb eine Studie in Auftrag gegeben, um den Einfluss der eigenen Weltsicht der Schülerinnen und Schüler auf deren schulischen Leistungen zu untersuchen.




Coronavirus: Panikmache ist nicht gerechtfertigt

Coronavirus ist jetzt SARS-CoV-2
Über das Coronavirus, über das derzeit in den Medien fast täglich berichtet wird, wisse man noch viel zu wenig. Es sei kein Grippevirus. Fest stünde allerdings, dass es ein neues Virus sei, für das noch kein Impfstoff gefunden wurde. Man beobachte, dass es mit Fieber beginnt, gefolgt von trockenem Husten und nach einer Woche Atemnot. Das Virus verbreite sich durch persönlichen Kontakt sowie durch Tröpfcheninfektion bei Husten oder Niesen. Mit Hinweis auf Angaben des Bundesgesundheitsministeriums seien bereits 60.347 infizierte Fälle weltweit dokumentiert. Davon seien 1.369 Menschen verstorben (2%). In Deutschland sind 16 Fälle bekannt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldet, sie arbeite „eng mit globalen Experten, Regierungen und Partnern zusammen, um die wissenschaftlichen Kenntnisse über dieses neue Virus rasch zu erweitern, die Verbreitung und Virulenz des Virus zu verfolgen und Länder und Einzelpersonen über Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit und zur Verhinderung der Ausbreitung dieses Ausbruchs zu beraten“. Mittlerweile wurde der Name des Coronavirus in SARS-CoV-2 (schweres akutes Atemwegssyndrom) in Anlehnung an die typischen Merkmale dieser Infektionskrankheit und an die von Südchina ausgegangene SARS-Pandemie 2002/2003 geändert.

Keine Hysterie geboten
Prof. Clemens Wendtner, Leiter der Spezialeinheit für hochansteckende lebensbedrohliche Infektionen an der München Klinik Schwabing, sieht „mit hoher Wahrscheinlichkeit keine signifikante Gefährdung für Deutschland“. Vielmehr ist er erstaunt darüber, dass über 20.000 Influenza-Tote jährlich in der öffentlichen Wahrnehmung weniger schockierend wirken. Eine einfache Grippeimpfung könne viel Leid und letztlich auch viele Todesfälle vermeiden.

Wenn man die Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) über die jährlichen akuten Atemwegserkrankungen (ARE) betrachte, meint Ludescher, sei Panikmache wirklich nicht gerechtfertigt. Immerhin seien auch in Deutschland bereits über 58.000 Personen an ARE erkrankt (Berechnungszeitraum 40. Kalenderwoche (KW) 2019 bis 6. KW 2020). Nicht zu unterschätzen sei auch die Tatsache, dass 80% der Toten über 60 Jahre alt waren und drei Viertel unter ihnen an Vorerkrankungen litten.

Händehygiene, Grippeschutzimpfung und Stärkung des Immunsystems
Einfaches Händewaschen mit Seife, sei schon ein effektives Mittel, die Infektionskette zu durchbrechen, empfiehlt Ludescher. Dazu gehöre auch, überfüllte Räume und Massenansammlungen zu vermeiden und sich einer Grippeimpfung zu unterziehen. Dies rät er besonders den über 60-Jährigen. Weiter sei die Stärkung des Immunsystems generell eine wesentliche Vorbeugung vor Influenzerkrankungen. Dazu gehöre regelmäßige Bewegung, Zucker meiden, frische Luft, vollwertig essen, viel Wasser trinken und genügend Schlaf. Wenn man so auf seine Lebensweise achte, habe man schon gewonnen.

Gesundheitszentrum PrimaVita im weltweiten Netzwerk
Das Berliner Gesundheitszentrum PrimaVita ist deutschlandweit die erste Präventionseinrichtung, die durch ein Krankenhaus betrieben wurde. Es wurde 1993 gegründet und ist dem Gesundheitsnetzwerk Waldfriede angegliedert, dem noch das Akut- und akademische Lehrkrankenhaus Waldfriede, die Privatklinik Nikolassee, eine Tagesklinik, Sozialstation, Seniorenhaus, Servicegesellschaft, Schwimmbad und das Desert Flower Center angehören. Gemeinsam sind sie auch international zu einem Gesundheitsnetzwerk durch die im Jahr 2008 geschlossene Kooperation mit Advent Health, Orlando/Florida (eine der angesehensten Krankenhausketten der Vereinigten Staaten) verbunden. Träger ist die weltweite Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Etliche der angeschlossenen Kliniken, so auch die in Kalifornien/USA ansässige Loma-Linda-Universitätsklinik, weisen übereinstimmend auf die vorbeugenden Maßnahmen wie Händehygiene, Immunstärkung und gesunde Lebensweise hin.

Erstes adventistisches Todesopfer
Leider tötete das Coronavirus ein Kirchenmitglied in China und drohe die Missionsarbeit in verschiedenen Teilen der Welt zu stören, berichtet Adventist News Network. Über das verstorbene Kirchenmitglied seien nur wenige Einzelheiten bekannt. Mindestens fünf weitere Kirchenmitglieder kämpften laut Robert Folkenberg jr., Kirchenleiter der Freikirche in der Region China, gegen die Infektion. Viele adventistische Kirchen befänden sich in Hubei, der chinesischen Provinz, in der der Ausbruch seinen Ursprung hat. Darüber hinaus unterstützten die Mitglieder der Freikirche die chinesischen Gesundheitshelfer wo und wie immer sie nur könnten.




Neue Lutherbibel weiterhin gefragt

Bei den Kinder- und Jugendausgaben verbreitete die Deutsche Bibelgesellschaft (DBG) im vorigen Jahr 171.000 Exemplare. Das sei ein Plus von 5.000 gegenüber 2018. „Bewährte Ausgaben wie die Kinderbibeln mit Bildern des niederländischen Illustrators Kees de Kort gehören genauso dazu wie viele neu entwickelte Bücher und Medien für alle Altersgruppen“, so der Generalsekretär der DBG, Dr. Christoph Rösel.

Mit 14.500 verkauften Hörbibeln zu 5.500 im Jahr zuvor verzeichnete die Bibelgesellschaft bei den Audio-Medien einen außergewöhnlichen Anstieg. Besonders nachgefragt war die Lutherbibel 2017 als Hörbuch, gelesen vom Sprecher und Schauspieler Rufus Beck. Dieses Hörbuch ist mit einer Gesamtspielzeit von 98 Stunden als Box mit Audio-CDs und im Mp3-Format verfügbar. Darüber hinaus gibt es unter anderem für die BasisBibel das Neue Testament und die Psalmen sowie Kinderbibeln als Hörbücher.

„Nach den ausgesprochen starken Absatzzahlen zum Start sind die Verbreitungszahlen für die Lutherbibel 2017 im vergangenen Jahr erwartungsgemäß zurückgegangen“, erklärte Rösel. 2019 habe die Bibelgesellschaft 114.000 Exemplare dieser Lutherbibel verbreitet. Weitere Bibelübersetzungen der DBG sind die Gute Nachricht Bibel und die BasisBibel, von der bisher das Neue Testament mit Psalmen sowie weitere Teilausgaben vorliegen. Davon seien insgesamt 123.000 Exemplare verbreitet worden.

Dass die Lutherbibel 2017 weiterhin nachgefragt werde, zeigten nach Ansicht Rösels zum Beispiel auch die Downloadzahlen für die App „Die-Bibel.de“. Inzwischen wurden für die Bibel als App für Tablets und Smartphones über 450.000 Downloads gezählt. Die App enthält neben der Lutherbibel auch die Gute Nachricht Bibel und die BasisBibel.

Ein weiterer Schwerpunkt im Programm der Deutschen Bibelgesellschaft sind nach wie vor die wissenschaftlichen Ausgaben in den Ursprachen. Sie sind weltweit und bei allen Konfessionen die Grundlage für die theologische Wissenschaft und Bibelübersetzung. Dazu gehörten die „Biblia Hebraica Stuttgartensia“ und die „Biblia Hebraica Quinta“, das „Greek New Testament“ und das „Novum Testamentum Graece“ (Nestle-Aland).

Die Deutsche Bibelgesellschaft

Die Deutsche Bibelgesellschaft übersetzt die biblischen Schriften, entwickelt und verbreitet Bibelausgaben und eröffnet Zugänge zur Botschaft der Bibel. Sie ist eine eigenständige Stiftung. Zusammen mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gibt sie die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers heraus. International verantwortet sie die wissenschaftlichen Bibelausgaben in den Ursprachen. Neben Bibelausgaben finden sich im Programm weitere Bücher und Medien rund um das Thema Bibel. Mehr Informationen bei www.die-bibel.de




Prof. Dr. med. Lothar Schmidt verstorben

An der Berliner Humboldt Universität studierte der in Königsberg geborene Schmidt Medizin und widmete schon früh seine gesamte berufliche Karriere alkoholkranken Menschen. Anfang der 1960er Jahre erstritt er die ersten Krankenhausbetten für Alkoholabhängige. Später half er beim Aufbau der Suchtklinik „Haus Niedersachsen“ in Dedelsdorf-Oerrel bei Wolfsburg, deren ärztlicher Direktor er auch war. Dort entwickelte er das damals revolutionäre 12-Wochen Therapiekonzept. Er war einer der Pioniere der Anonymen Alkoholiker in Deutschland und Mitbegründer des Fachverbandes Sucht und Autor von Standardwerken zum Thema Alkoholismus.

Prof. Lothar Schmidt war Chefarzt der Abteilung für Alkoholiker im Jüdischen Krankenhaus zu Berlin und Vorsitzender der Landesstelle Berlin gegen die Suchtgefahren. Bis vor einem Jahr hielt er noch Fachvorträge. Auch international war er geschätzt; er leitete viele Jahre als Vizepräsident die „International Commission for the Prevention of Alcoholism (ICPA)“, eine Einrichtung der Vereinten Nationen. Für seinen unermüdlichen Einsatz für Menschen mit Abhängigkeitskrankheiten erhielt er viele Auszeichnungen, darunter das Verdienstkreuz erster Klasse der Bundesrepublik Deutschland.

Eine Berliner Tageszeitung nannte den praktizierenden Christen, der sich über 70 Jahre mit der Krankheit Alkoholismus beschäftigt hat, den „deutschen Alkoholpapst“. Er habe in seinem Leben wohl an die 300.000 Alkoholkranke behandelt, meinte Schmidt selbst. Diese Erfahrung habe es ihm leicht gemacht, abstinent zu leben.

Mit ihm verliere die Hochschule einen leidenschaftlichen Professor, einen Kämpfer für einen abstinenten Lebensstil und einen kritischen Begleiter, der sich ganz in seinem Glauben an Christus getragen wusste, so die Hochschule in einem Nachruf.




Jordanien: Adventistische Schule verdoppelt Raumangebot

Die 1942 eröffnete Adventist National School in Amman unterrichtet derzeit 105 Schüler und Schülerinnen vom ersten bis zwölften Schuljahr. Die Schule sei im Eiltempo während den Sommerferien renoviert und anschließend um zwei Stockwerke erweitert worden, so AR. Damit könne die Schule doppelt so viele Schüler aufzunehmen. Nach dem Unterricht sollen die Schulräume auch für eine Reihe von Programmen für die Bevölkerung der Stadt genutzt werden, darunter Sprach-, Musik- und Raucherentwöhnungskurse sowie Seminare über gesunde Lebensweise und andere Initiativen zur Verbesserung der Gesundheit. Die Schule befindet sich an der Rainbow Street, einem beliebten Ess- und Einkaufsviertel in der Nähe des Stadtzentrums von Amman.

Durch die Erweiterung des Lehrplans wolle die Schule Kindern und Erwachsenen in der Stadt helfen, „eine bessere Lebensqualität zu erlangen und einige ihrer Lebensziele zu erreichen“, sagte Pastor Rick McEdward, Präsident der adventistischen Kirchenleitung für den Nahen Osten und Nordafrika, zu deren Gebiet Jordanien gehört. Auf dem Schulgelände gibt es noch eine adventistische Kirche und Gästezimmer.

Adventisten in Jordanien

Im überwiegend muslimisch geprägten Jordanien, mit 10,5 Millionen Einwohnern, lebten Ende 2016 rund 185 Mitglieder der protestantischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Die Anzahl adventistischer Kirchgemeinden hat die Weltkirchenleitung nicht publiziert. Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist laut AR per königlichem Dekret als religiöse Organisation in Jordanien anerkannt.




Österreich: Adventisten strukturieren Kirche in drei Regionen um

Als biblisches Vorbild wird die Restrukturierung im Volk Israel angeführt, als Mose dem Rat seines Schwiegervaters Jethro folgend, die Verantwortung für das Volk auf kleinere Bereiche aufgeteilt hat.

Drei Kirchenregionen
Bei der Aufteilung sei die Größe der einzelnen Kirchenbezirke und Bundesländer berücksichtigt worden. Zudem hätten sie versucht, „drei Regionen zu schaffen, die geographisch sinnvoll sind und deren Anzahl an Gemeinden und Mitarbeitern ähnlich groß ist“, schreibt die Kirchenleitung.

REGION OST: Wien, Niederösterreich und das nördliche Burgenland mit 1.880 Mitgliedern, 22 Kirchgemeinden, die von neun Pastoren begleitet werden. Regionalleitung: Pastor Felix Metonou.

REGION SÜD: Kärnten, Osttirol, Steiermark und das südliche Burgenland mit 1.044 Mitgliedern, 15 Kirchgemeinden und fünf Gruppen, die von acht Pastoren begleitet werden. Regionalleitung: Pastor Markus Gritschenberger.

REGION WEST: Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg mit 1.354 Mitgliedern, 19 Kirchgemeinden und vier Gruppen, die von neun Pastoren begleitet werden. Regionalleitung: Pastor Helge Külls.

Unter dem Titel „Blick in die Zukunft“ schreiben die Kirchenleiter: „Wir glauben, als Adventgemeinde in Österreich durch diese neue Struktur die Basis dafür zu schaffen, wirksamer für unsere Mitmenschen zu arbeiten. Wir wünschen uns, dass Jesus bald wiederkommt und unsere Bewegung bis dahin einen verändernden Beitrag in unserer Gesellschaft leistet, sodass noch viele Menschen das Leben mit ihm entdecken können.“

Mitgliederstatistik
Per 31. September 2019 zählte laut „Adventisten aktuell“ die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Österreich 4.278 Mitglieder, die in 55 Kirchgemeinden und neun Gruppen organisiert sind und von 26 Pastoren begleitet werden. In der Berichtsperiode 2018/2019 ist ein Zuwachs der Mitgliederzahl um 16 und in der Vorjahresperiode 2017/2018 um 22 Personen zu verzeichnen.

Einige Hundert Kinder und Jugendliche sind in der Mitgliederzahl nicht enthalten, da die protestantische Kirche keine Kinder tauft, sondern ihnen die Entscheidung zum Kirchenbeitritt in einem Alter überlässt, in dem sie sich selbst entscheiden können. Die Adventisten feiern den Gottesdienst am biblischen Ruhetag, dem Samstag (Sabbat). Weltweit gehören über 21 Millionen Mitglieder durch die Glaubenstaufe zu dieser Kirche.

Zur Aufrechterhaltung und Förderung der adventistischen Kirche in Österreich seien 2019 knapp zehn Millionen Euro aufgewendet worden.

Zur Webseite der Adventisten in Österreich: https://www.adventisten.at/
Zur Webseite der adventistischen Weltkirchenleitung: www.adventist.org.




Bayerns Adventisten als Gastmitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen begrüßt

Der Vorstand der ACK und der Adventisten als auch Delegierte und Gemeindeglieder aus den Mitgliedskirchen nahmen an diesem Gottesdienst teil. Die Verkündigung übernahm Pastor Wolfgang Dorn, der Präsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Bayern.

Verkündigung: Berufung – Segen – Hoffnung
In Anlehnung an den konziliaren Prozess mit dem Leitmotiv „Bewahrung der Schöpfung“, das auch vorgegebenes Thema der Delegiertenkonferenz war, legte Dorn den Bibeltext des Apostel Paulus im Römerbrief (Römer 8, 18-22) aus. Dabei wies er auf die Hoffnung nach Erlösung der ganzen Schöpfung hin und deutete daraus eine dreifache Botschaft des christlichen Glaubens: zum einen sei schon in der Schöpfung die Berufung Gottes in die Nachfolge für alle Menschen enthalten. Zum anderen stelle Gott bereits auf den ersten Seiten der Bibel die ganze Schöpfung unter seinen Segen. Es sei eine konfessionsunabhängige Aufgabe aller Christen, an der gemeinsamen Hoffnung der Auferstehung, Wiederkunft und Erneuerung von Gottes guter Schöpfung festzuhalten. Dorn prägte im Zusammenhang mit der Aufnahme den markanten Satz: „Nur wer Nachbarn hat, hat auch ein Zuhause“. Adventisten würden in der Gastmitgliedschaft den bewussten und wertschätzenden Dialog mit seinen Nachbarkirchen in Bayern suchen und laden diese ein auch den adventistischen Zugang zu Glaube, Theologie und Spiritualität kennenzulernen. Mit Handschlag und viel Applaus wurden die Adventisten dann im Kreis der Mitglieds- und Gastkirchen willkommen geheißen.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Zustimmungsverfahrens hatten bereits am 8. August 2019 die Kirchenleitungen aller Mitgliedskirchen der ACK in Bayern die Aufnahme der Adventisten vier Jahre nach deren Antragstellung einstimmig beschlossen. Der Vorstand der Adventisten in Bayern folgte damit einem Auftrag der Kirchengemeinden in Bayern von 2013 sowie einer Empfehlung ihrer Weltkirchenleitung und der transkontinentalen Kirchenleitung in West- und Südeuropa (Intereuropäische Division/EUD) von 1991, eine entsprechende Gastmitgliedschaft anzustreben. In Deutschland sind die Adventisten mit Ausnahme von Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland in allen anderen Bundesländern in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen mit Beobachterstatus, Gast- oder Vollmitgliedschaft vertreten.