Winfried Kretschmann dankt Kirchen und Religionsgemeinschaften

„Wohl niemand von uns hätte gedacht, solche Einschränkungen unserer persönlichen wie auch der religiösen Freiheit je erfahren zu müssen“, so der Ministerpräsident. Die Schließung der Kirchen, Synagogen, Moscheen, Gebets- und Versammlungsräume sowie die Aussetzung aller religiösen Feiern sei ein tiefer Einschnitt in die Religionsfreiheit. Er habe tiefen Respekt davor, dass diese einschneidenden Schutzmaßnahmen schnell umgesetzt worden seien. Auf die Gottesdienste verzichten zu müssen, „ist ein Schmerz, den ich mit Ihnen teile. Denn gerade jetzt braucht es ja den Beistand in besonderer Weise – die Seelsorge, das Gebet, die Gemeinschaft.“

Kreative Ideen, um Menschen beizustehen
Kretschmann danke besonders für alle kreativen Ideen und Umsetzungen, um dennoch den Menschen beizustehen und Stärkung weiterzugeben. Das gelte sowohl für die hauptamtlichen Geistlichen, Imame, Rabbiner, Pfarrerinnen und Pfarrer, die ganz neue Wege gehen müssten, aber genauso auch für alle Ehrenamtlichen. Als Beispiele nannte er schnelle und unkomplizierte Nachbarschaftshilfe, Einkaufsdienste oder telefonisch für alleinstehende Menschen da zu sein. „Damit leisten Sie alle einen unschätzbaren Beitrag zu unserem gesellschaftlichen Zusammenhalt in dieser Ausnahmesituation, wofür ich Ihnen meinen großen Dank ausspreche!“

Wir brauchen „Botschaften der Hoffnung“
Der Ministerpräsident erinnerte daran, dass gerade in den monotheistischen Religionen die Feiertage Ostern, Pessach und Ramadan anstehen. Diese würden in traditioneller Weise auch als Familienfeste gefeiert. „Dieses Jahr werden wir in besonderem Maße kreative Lösungen brauchen, um trotz der Beschränkungen Gemeinschaft erleben zu können.“ Gleichzeitig seien in allen drei Religionen diese Feiern Zeiten der Hoffnung. Sie erinnerten an persönliche Einkehr, an Wendepunkte in unserer religiösen Geschichte, an Befreiung und Aufbruch und an den Beginn neuer Zeiten. „Ich möchte Sie daher ermutigen, diese Hoffnung ins Zentrum unserer Feiern zu stellen!“ Kretschmann betonte: „In diesen Zeiten brauchen wir Botschaften der Hoffnung, des Mutes und der Stärke mehr denn je, und wir brauchen die Gemeinschaft im Geist.“

Adventisten bieten Alternativen zu den geschlossenen Gottesdiensten an

Wegen der Corona-Krise finden bis Ende April auch keine Gottesdienste der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland statt. In dieser Zeit strahlt der adventistische Fernsehsender HopeTV Live-Gottesdienste aus seinem Studio in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt sowohl samstags um 09:30 Uhr als auch sonntags um 10:30 Uhr aus. Außerdem gibt es eine große Anzahl verfügbarer Medien, die als Alternativen zu den geschlossenen Gottesdiensten gewählt werden können (https://www.adventisten.de/utility/medienraum/alternative-angebote-zu-begegnung-und-gottesdienst/).

Der Advent-Verlag Lüneburg hat zudem gemeinsam mit der Leitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland beschlossen, das Studienmaterial zur Bibel für das 2. Quartal 2020 mit dem Thema „Wie legen wir die Bibel aus?“ kostenlos als PDF-Datei zum Herunterladen zur Verfügung zu stellen. Neben den Kirchenzeitschriften „adventisten heute“ und „Adventist World“, die ebenfalls kostenlos heruntergeladen werden können, hat das Religionspädagogische Institut der Freikirche (RPI) begonnen, mit der Serie „ERzählt – meine Bibelgeschichten“ kostenloses Material für den häuslichen Kindergottesdienst bereitzustellen.

Links zu den weiteren Angeboten:
Adventisten heute – Kirchenzeitschrift Deutschland – pdf:
https://www.advent-verlag.de/media/pdf/d0/6b/f3/AH_2020_04.pdf
Adventist World – Kirchenzeitschrift International deutsch – pdf:
https://www.advent-verlag.de/media/pdf/c8/d6/4c/AW_2020_04.pdf
Methoden zum Bibelstudium:
https://www.advent-verlag.de/media/pdf/e4/63/92/Methoden-Bibelstudium-1-6.pdf
Material für den häuslichen Kindergottesdienst – „ERzählt“-Angebot
http://www.sta-rpi.net/




Virales Video: Enkelkinder weltweit grüßen ihre Großeltern

Ein internationales Video-Projekt
Die Eltern der beteiligten Kinder sind von dem Endergebnis beeindruckt. Ein Eintrag auf Facebook lautete: „Meine Kinder waren glücklich, dass sie daran teilhaben konnten. Sie vermissen ihre Großeltern und senden jeden Tag virtuelle Umarmungen und Küsse.“ Jemand anders schrieb: „Mir kamen Tränen in die Augen und ich bin nicht einmal eine Großmutter… die Großeltern werden es sicher lieben. Vielen Dank!“ Das Video wurde bereits unzählige Male auf Facebook geteilt.

Dies ist das zweite in einer Reihe von #dearcoronavirus-Videos, die vom Global Internet Network Europe (GAiN) der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten erstellt wurden. Ziel ist es, ein weltweites Publikum zu ermutigen, Hoffnung in einer Art und Weise zu vermitteln, die das Publikum versteht und mit dem es sich identifizieren kann.

Das erste Video, wurde bereits vor einer Woche veröffentlicht und war ein herausfordernder persönlicher Brief über das Virus von Teilnehmern aus 40 Ländern und 32 Sprachen. Passend dazu begann es auf Chinesisch und zog dann über alle Kontinente der Welt, mit Ausnahme der Antarktis und bewies dem #dearcoronavirus, dass auch etwas Positives verreitet werden kann.

Ein Video an Großeltern geht um die Welt
Adrian Dure von HopeTV Deutschland ist der verantwortliche Produzent. Er sei so aufgeregt, dass er in den letzten zwei Wochen kaum geschlafen habe. „Wir wissen, dass das Video läuft und in mindestens 30 Ländern eingesetzt wird“, sagt er. Einige Regionen, wie Europa und Inter-Amerika, hätten das Video auf Twitter und Facebook veröffentlicht. „Wir haben ermutigende Berichte aus vielen Ländern in Mittelamerika, Asien, Europa, den USA und Südamerika“, fügt er hinzu.

Dan Weber, Kommunikationsdirektor der Freikirche in Nordamerika (NAD) hat das Video auf dem NAD-Vimeo-Feed gepostet und den Link an alle seine nationalen Kirchenleitungen geschickt. Sie seien von dem Video-Clip so beeindruckt gewesen, dass die meisten von ihnen den Link weiter geteilt hätten, berichtet Weber.

Auch die Weltkirchenleitung unterstützte die Verbreitung des Videos und unterrichtete alle Kommunikationsabteilungen weltweit über die Produktion. Die jeweiligen Verantwortlichen hätten positiv reagiert und viele sich bereiterklärt, an dem aktuellen und an zukünftigen Vorhaben mitzuwirken. Auch die Kirchenzeitschrift Adventist Review und die Fernsehsender der Hope Channel Gruppe hätten sich beteiligt und damit das Video zu einem wirklich globalen Netzwerkprojekt werden lassen.

Hashtag #dearcoronavirus wird zum Trend
Der Hashtag #dearcoronaviurs wurde am vergangenen Samstag zu einem Trend, vor allem im Englischen und in den hispanischen Ländern. Dure berichtet: „Sogar einige Nachrichtenplattformen haben den Hashtag veröffentlicht und über den Hashtag und die Initiative berichtet. Influenzer auf Instagram und anderen sozialen Netzwerken hätten den Clip geteilt, darunter auch einige christliche Musiker

Es sei schwierig, die Auswirkungen in Zahlen zu benennen, da das Video in so vielen Formen und Sprachen veröffentlicht wurde. Doch Zahlen spielten keine so große Rolle, obwohl sie im Bereich von Hunderttausenden lägen. Entscheidend sei, dass eine Botschaft der Hoffnung vermittelt werde, so das GAIN-Leitungsteam. Trotz zeitlicher und finanzieller Grenzen wollten sie weitermachen.

Zum Video-Clip: https://youtu.be/SbY7Ik3MCYE




ADRA: Kinder im Jemen nicht vergessen

80 Prozent der Bevölkerung im Jemen auf humanitäre Hilfe angewiesen
Der Bürgerkrieg im Jemen habe die zivile Infrastruktur fast vollständig zerstört. Der Jemen, schon vor Kriegsausbruch das Armenhaus der arabischen Welt, leide unter fehlender Trink- und Frischwasserversorgung, und damit einhergehende Krankheiten wie Cholera. Im Jemen wären vier von fünf Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. „Noch gibt es keinen bestätigten Fall von Corona im Jemen, was nicht bedeutet, dass das Virus nicht vielleicht doch schon im Jemen angekommen ist. Die Krankheit würde auf eine höchst anfällige Bevölkerung treffen und immensen Schaden anrichten. Ich kann nur hoffen, dass die Jemenitinnen und Jemeniten davon verschont bleiben. Die Lage ist auch so schon katastrophal genug“, beschreibt Christian Molke, Geschäftsführer von ADRA Deutschland, die Situation im Land.

Ein Schwerpunkt der Arbeit von ADRA im Jemen sei die Sorge um Schwangere, Babys und Kleinkinder, so Molke. Besonders Kinder litten oftmals unter Unterernährung und Krankheiten, die zu Entwicklungsverzögerungen oder dauerhaften physischen und geistigen Einschränkungen führten. Bisher habe ADRA 9.000 Babys und Kleinkindern helfen können.

ADRA
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine international tätige Nichtregierungsorganisation. ADRA Deutschland e.V. wurde 1986 von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet und ist Mitglied eines weltweit föderativ organisierten Netzwerkes mit über 130 nationalen ADRA-Büros. Weitere Informationen: www.adra.de.




Adventisten: Kostenloses Studienmaterial zur Bibel

Das Corona-Virus stelle die ganze Welt derzeit vor viele Herausforderungen und so könnten in den kommenden Wochen auch keine Gottesdienste stattfinden. Der Advent-Verlag versorge die Gemeindemitglieder gewöhnlich direkt über die Büchertische in den Ortsgemeinden mit dem Studienmaterial, mit Zeitschriften und Büchern. Da derzeit deutschlandweit der Weg in die Kirchengemeinden vor Ort nur erschwert möglich sei, solle den Mitgliedern zumindest der Zugang zum Material für das Bibelstudium erleichtert werden. „Wir haben im Verlag aufgrund der aktuellen Lage gemeinsam mit der Kirchenleitung beschlossen, die Studienhefte für das zweite Quartal 2020 einmalig kostenlos als PDF zum Herunterladen zur Verfügung zu stellen“, so Jessica Schultka, Verlagsleitung des Advent-Verlags Lüneburg. „Mit diesem Angebot möchten wir den Kirchenmitgliedern in der gegenwärtigen Situation entgegenkommen und ihnen das persönliche Bibelstudium erleichtern“, so Schultka weiter.

Das Bibelstudium zuhause und das regelmäßige Bibelgespräch im Gottesdienst sind wichtige Bestandteile des adventistischen Lebens. Beides findet weltweit auf Basis der Studienhefte statt. „In diesen für uns alle schweren Tagen möchten wir als Freikirche unsere Gemeindemitglieder so gut es geht mit den Studienheften versorgt wissen, selbst wenn derzeit keine Gottesdienste stattfinden können“, so Johannes Naether, Vizepräsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. „In dieser außergewöhnlichen Zeit auch auf eine außergewöhnliche Maßnahme – wie die kostenlose Bereitstellung des Studienmaterials zur Bibel- zurückzugreifen, ist sowohl für uns als Verlag als auch für die Freikirche selbstverständlich“, ergänzt Dieter Neef, Geschäftsführer des Advent-Verlags Lüneburg und Finanzvorstand der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland.

Hier die Links für den Download des Materials:
2020-02 Wie legen wir die Bibel aus? – FiD-Ausgabe .pdf:
https://cloud.eud.adventist.org/index.php/s/bt55Wto4tfzpzbb
2020-02 Wie legen wir die Bibel aus? – Standardausgabe.pdf:
https://cloud.eud.adventist.org/index.php/s/q9WaroYmrSa5nCP
2020-02 Wie legen wir die Bibel aus? – Standardausgabe mit Lehrerteil:
https://cloud.eud.adventist.org/index.php/s/C8BNJ3annAwa4tW
Alle drei Studienhefte: https://cloud.eud.adventist.org/index.php/s/okdSYS5XDAy2FQt

Neben den Kirchenzeitschriften „adventisten heute“ und „Adventist World“, die ebenfalls kostenlos heruntergeladen werden können, hat das Religionspädagogische Institut (RPI) der Freikirche bereits in der letzten Woche begonnen, mit der Serie „ERzählt – meine Bibelgeschichten“ kostenloses Material für den häuslichen Kindergottesdienst bereitzustellen.

Links zu den weiteren Angeboten:
Adventisten heute – Kirchenzeitschrift Deutschland – pdf:
https://www.advent-verlag.de/media/pdf/d0/6b/f3/AH_2020_04.pdf
Adventist World – Kirchenzeitschrift International deutsch – pdf:
https://www.advent-verlag.de/media/pdf/c8/d6/4c/AW_2020_04.pdf
Methoden zum Bibelstudium:
https://www.advent-verlag.de/media/pdf/e4/63/92/Methoden-Bibelstudium-1-6.pdf
Material für den häuslichen Kindergottesdienst – „ERzählt“-Angebot
http://www.sta-rpi.net/

Über die Advent-Verlag GmbH
Seit 1895 ist der Advent-Verlag Lüneburg der offizielle Verlag der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Mit seinen Publikationen bietet er den Lesern Orientierung in Sinn- und Lebensfragen und spricht Menschen ganzheitlich und generationsübergreifend an. Der Advent-Verlag will dazu anregen, über Gott nachzudenken und den biblischen Glauben authentisch im Alltag zu leben. Die Literatur will dabei den Glauben nachhaltig fördern, vertiefen und begleiten. Das Motto des Verlags lautet: Wir schaffen Worte, die bleiben.




Freikirchen: Geflüchtete in der Corona-Krise nicht vergessen

Die VEF begrüße und unterstütze alle weltweiten, europäischen und deutschen Bemühungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus, so der VEF-Vorstand in einer Pressemitteilung. Als besonders wichtig erachteten die Freikirchen, dass alles zum Schutz der Schwachen und Kranken getan werde, was möglich sei. „Unsere diakonischen Einrichtungen und zahlreiche Nachbarschaftsinitiativen unserer Gemeinden in Deutschland sind diesem Auftrag verpflichtet.“

Inhumane Lebensumstände
Schwache und Kranke gebe es aber nicht nur in Deutschland. Aktuell lebten nach Angaben des griechischen Bürgerschutzministeriums mehr als 40.700 Migrantinnen und Migranten in den Flüchtlingslagern auf Lesbos, Samos, Kos, Leros und Chios. Dabei läge deren Kapazität eigentlich nur bei rund 7.000 Plätzen. Etwa 1.500 dieser Geflüchteten wären laut EU-Kommission unbegleitete Minderjährige. Medial sei diese humanitäre Katastrophe fast in Vergessenheit geraten. Die Menschen wären aber immer noch da und ihre inhumanen Lebensumstände hätten sich nicht verbessert. Menschen, die dort lebten, seien dem Virus gegenüber vollkommen schutzlos. Sie könnten Anderen nicht einfach ausweichen. Ein Zwei-Meter Abstand sei für sie nicht umsetzbar. Eine adäquate medizinische Betreuung könnten sie nicht erwarten, da das Gesundheitssystem vor Ort nicht einmal für die lokale Bevölkerung ausreichen würde. Ein Ausbruch von COVID-19 in einem dieser Brennpunkte hätte katastrophale Auswirkungen auf die Gesundheit tausender Menschen.

Aufnahme von Flüchtlingen fortsetzen
Europa und Deutschland dürften ihre Verantwortung für diese Menschen inmitten der Corona-Krise nicht vergessen. Deshalb unterstütze die VEF die Forderung des Europäischen Parlaments, die Flüchtlingslager möglichst rasch zu evakuieren, um eine schnelle Ausbreitung von COVID-19 unter den dort lebenden Menschen zu verhindern. Nicht nur in Deutschland wären Kommunen bereit zu helfen. „Wir bitten die politischen Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträger, dass sie die Menschen in diesen Krisenherden am Rande Europas weiterhin im Blick behalten. Und wir fordern sie auf, zügig Lösungen zu finden, die eine Steigerung der Katastrophe durch das Coronavirus an diesen Orten verhindern.“ Die staatlich organisierte Aufnahme von Flüchtlingen aus Krisenregionen müsse in Deutschland und in Europa fortgesetzt werden. Die Bemühungen für die eigene Gesellschaft dürften nicht dazu führen, dass andere Schwache und Kranke vergessen werden, betonte der Vorstand der Vereinigung Evangelischer Freikirchen.

Die VEF
Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) wurde 1926 gegründet. Ihr gehören zwölf Mitglieds- und drei Gastkirchen, darunter auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, an. Verschiedene Arbeitsgruppen der VEF befassen sich mit Themen wie Evangelisation und missionarischem Gemeindeaufbau, gesellschaftlicher Verantwortung, Rundfunkarbeit, Angeboten für Kinder und Jugendliche oder theologischer Aus- und Weiterbildung.




Erdbeben in Zagreb beschädigt Adventistisches Kirchengebäude

Das Erdbeben hat zu einem Zeitpunkt stattgefunden, in der die Bewegungsfreiheit aufgrund des Corona-Krise eingeschränkt ist und das öffentliche Straßenbahn- und Busnetz stillgelegt ist. Aus Angst seien die Bewohner und Bewohnerinnen um ihr Leben auf die Straße geflohen.

Doppelte Krise: Erdbeben und der Epidemie
Der Bürgermeister von Zagreb, Milan Bandic, forderte die Menschen auf, wegen der Bedrohung durch das Coronavirus in ihre Häuser zurückzukehren. Innenminister Davor Bozinovic forderte die Menschen im Freien auf, Abstand zu halten: „Versammeln sie sich nicht. Wir stehen vor zwei schweren Krisen, dem Erdbeben und der Epidemie“.

Am schlimmsten betroffen sei das historische Stadtzentrum von Zagreb, wo viele Gebäude vor mehr als hundert Jahren errichtet wurden, schreibt Adventpress. Herabfallende Fliesen, Mörtel und Ziegelsteine haben Menschen verletzt und viele Autos zerstört.

Die Adventistische Kirche in Kroatien lädt alle Mitglieder ein, um Gottes Schutz für die Menschen zu beten, insbesondere für diejenigen, die durch das Erdbeben verletzt oder mit dem Coronavirus infiziert wurden, schreibt Adventpress.

Adventisten in Kroatien
In Kroatien, mit über 4 Millionen Bewohnern, feiern die mehr als 2.600 Adventisteninnen und Adventisten jeweils samstags, dem biblischen Ruhetag, in 68 Kirchen den Gottesdienst. Sie unterhalten einen Verlag sowie das Medienzentrum „GLAS NADE“.




Krankenhaus Waldfriede in Berlin-Zehlendorf richtet Corona-Rettungsstelle ein

Pandemie-Krisenstab begegnet Herausforderungen
Die Krankenhausleitung, so Quoß, habe einen Pandemie-Krisenstab eingerichtet, der sich täglich um 7 und 12 Uhr unter seiner Leitung gemeinsam mit Chefarzt Prof. Dr. Carsten Büning treffe, um „die stündlich veränderte Lage zu besprechen und anzupassen“. Laut der APD vorliegenden Mitteilung seien zwei Corona-Patienten seit letztem Mittwoch (18.03) auf der Intensivstation. Täglich müssten bis zu 60 Operationen (OPs) abgesagt werden. Ambulante Behandlungen würden deutlich reduziert. Eine komplette Station sei bereits geschlossen und eine weitere werde als Isolierstation vorbereitet.

Auch müssten einigermaßen wohnungsfähige Patienten entlassen werden, was dazu führe, dass die aktuelle Bettenbelegung nur bei einer Auslastung von 40% liege. Pfleger und Ärzte müssten freigesetzt und aus anderen Bereichen rekrutiert werden, um diese als sogenannte Personalreserve für die Rettungsstelle und Intensivmedizin zu qualifizieren. Die Herausforderung sei deshalb so groß, so der Krankenhausleiter, weil an manchen Tagen 30 kranke Pflegerinnen und Pfleger gemeldet seien.

Einrichtung einer Corona-Rettungsstelle
Im Rahmen dieser außergewöhnlichen Maßnahmen werde auch der Versammlungsraum zu einer Corona-Rettungsstelle umgewandelt. Bisher sei er vom Krankenhauspersonal zu Tagungen, Ausbildung und Betriebsversammlungen und am Wochenende von einer örtlichen Kirchengemeinde genutzt worden. Zu weiteren einschneidenden Maßnahmen gehört, dass nur noch 1 OP-Saal bedient werde, dafür aber rund um die Uhr. Höchstarbeitszeitregelungen seien für alle Mitarbeiter außer Kraft gesetzt und ein Betriebskindergarten von 7:30 – 22:00 Uhr eingerichtet, damit das Personal zur Arbeit kommen kann. Zusätzlich müssen 5 Beatmungsplätze kostenintensiv geschaffen werden. Als größtes Handicap sieht Quoß neben den mangelnden Sachmitteln (z.B. Mundschutz) die lange Untersuchungszeit der Labore, die bis zu 5 Tage dauerte. Eine kritische Phase erwarte er ab übernächster Woche.

Trotz allem habe das Krankenhaus die Situation „gut im Griff“, da vieles routiniert und organisiert ablaufe und auch, weil das Gesundheitswesen in Deutschland generell besser aufgestellt sei, als das in anderen Ländern der Fall sei.

Gesundheitsnetzwerk Krankenhaus Waldfriede
Das Krankenhaus Waldfriede ist im krankenhauseigenen Gesundheitsnetzwerk eingebunden, das mittlerweile zum vielfältigsten Medizin- und Pflegeanbieter im Bezirk Steglitz-Zehlendorf geworden ist. Neben dem Krankenhaus Waldfriede, der Sozialstation und dem Gesundheitszentrum PrimaVita mit zugehörigem Schwimmbad gehören auch die Akademie für Gesundheits- und Krankenpflege, die Privatklinik Nikolassee, die Servicegesellschaft Krankenhaus Waldfriede, das Desert-Flower-Center, das Seniorenhaus Waldfriede, eine ambulante Tagesklinik und künftig ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) zur besseren ambulanten Versorgung zum Netzwerk. Damit gehört das „Netzwerk Waldfriede“ auch zu den größten Arbeitgebern im Bezirk. Der Träger ist die weltweite evangelische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. In diesem Jahr besteht das Krankenhaus 100 Jahre.




Weltsynode der Adventisten auf nächstes Jahr verschoben

Entscheidung zur Verlegung der Weltsynode
In einer über drei Stunden dauernden Sondersitzung entschied EXCOM im Wesentlichen zwei weitreichende Empfehlungen. Über 250 Personen nahmen an der mittels Telekonferenztechnologie zusammengeschalteten Sondersitzung aus der ganzen Welt teil. Der erste Vorschlag empfahl, die Weltsynode (GK) 2020 um bis zu den verfassungsmäßig zulässigen zwei Jahren zu verschieben, je nachdem, wann eine Verschiebung möglich sei. Er wurde mit 187 (JA) zu 1 (NEIN) der stimmberechtigten Mitglieder angenommen. In einer anschließenden Sitzung empfahl ein kombinierter Ausschuss aus ADCOM und GK-Planungsausschuss als Datum den 20. bis 25./26. Mai 2021.

Ebenfalls wurde die Verkleinerung der geplanten Veranstaltung beschlossen, ohne die Kernfunktionen einer GK-Versammlung zu beeinträchtigen. Diese Verkleinerung würde eine Reduzierung der Teilnehmerzahl (die Einladung nur von Delegierten, Ehepartnern und unterhaltsberechtigten Kindern), eine begrenzte Anzahl von technischen Mitarbeitern, die Reduzierung der Anzahl der Sitzungstage von bisher zehn auf vier bis sechs Tage sowie den Wegfall von Nebenveranstaltungen und Ausstellungen während der Synode umfassen. Die derzeitige Amtszeit der Amtsinhaber soll bis zum 20. Mai 2021 oder bis zur Ernennung/Wahl ihrer Amtsnachfolger andauern. Die anschließende Amtszeit beträgt dann vier Jahre und endet, wenn die nächste geplante Sitzung der Generalkonferenz 2025 zusammentritt.

Entscheidung zur Verkleinerung zukünftiger Tagungen
Wie bei den beschlossenen Maßnahmen für die GK-Sitzung 2021 wird für künftige GK-Sitzungen empfohlen, die Anzahl der Delegierten proportional zu reduzieren, keine besonderen Gäste einzuladen, die Anzahl der Veranstaltungstage zu verkürzen, aber eine Gottesdienstfeier am Sabbat zu berücksichtigen. Auch wird empfohlen, dass zukünftige GK-Sitzungen keine Ausstellungen, Stände oder Nebenveranstaltungen beinhalten. Dieser Vorschlag wurde mit 191 (JA) zu 1 (NEIN) Stimmen angenommen.

Stimmen zur Entscheidung
„Ich begrüße die Entscheidung, die Weltsynode um ein Jahr zu verschieben“, meinte Pastor Johannes Naether, einer der beiden deutschen Verbandspräsidenten, die an der Sitzung teilnahmen, gleich nach der Entscheidung. Es sei eine verantwortliche Entscheidung und berücksichtige auch die finanziellen Herausforderungen der alle fünf Jahre stattfindenden Tagung.

„Die Kirche hat sich mit hochrangigen Vertretern der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beraten, und wir empfehlen der Kirche, bei großen Versammlungen, einschließlich der Weltsynode, umsichtig vorzugehen“, so der Direktor der Gesundheitsabteilung der Weltkirche, Dr. Peter Landless. „Wir empfehlen auch, dass jede Region sich an die Verlautbarungen ihrer örtlichen Gesundheitsorganisationen hält, um Wege zu finden, wie die örtlichen kirchlichen Aktivitäten und die Mission durch alternative Mittel aufrechterhalten werden können.“

Der Weltkirchenleiter Pastor Ted N. C. Wilson betonte, zum Ende der Sitzung, dass er nicht erwartet habe, dass die Kirche jemals in eine solche Lage kommen würde. Er sehe in der globalen Krise auch einen Aufruf an die Siebenten-Tags-Adventisten, sich um andere zu kümmern. „Dies ist eine Zeit für Adventisten, in der sie Hoffnung und Ermutigung verbreiten. Wir sollten Anker der Stabilität und Pfeiler der Hoffnung sein“, sagte Wilson. Unter Bezugnahme auf den biblischen Text in 2 Timotheus 1,7 erinnerte der Präsident der Weltkirche die Mitglieder des EXCOM daran, dass „Gott uns keinen Geist der Angst gegeben hat“. Er sei auch überzeugt, dass die Mission der Kirche weitergehen wird.

Bisher alle fünf Jahre bis zu 60.000 Teilnehmer
Für die Siebenten-Tags-Adventisten ist die alle fünf Jahre stattfindende Tagung der Generalkonferenz die größte und wichtigste Geschäftssitzung der Weltkirche. Während der Tagung wählen die Delegierten die Amtsträger und klären die grundlegenden Glaubensüberzeugungen der Kirche, erörtern Anpassungen der Verfassung und der Satzung und stimmen über Änderungen des Kirchenhandbuchs ab. Die GK-Sitzung sei auch deshalb von großer Bedeutung, weil sie geistliche Visionen, die Konzentration auf die Mission und laut Wilson eine weltweite Begegnung für bis zu 60.000 Adventisten ermögliche.




Adventistischer Advent-Verlag Lüneburg hält Betrieb aufrecht

Bücher könnten zwar die persönliche Begegnung in dieser Zeit der eingeschränkten sozialen Kontakte nicht ersetzen, heißt es in der Meldung, aber sie könnten dabei helfen, sich dennoch mit geistlichen Themen zu beschäftigen – allein, als Paar oder gemeinsam als Familie. Der Verlag verweist auf seine Bücherpalette für Groß und Klein, insbesondere auf die kostenlosen Angebote wie der Kirchenzeitschrift Adventisten heute und dem Hope Magazin, die praktisch und kostenlos als PDF-Version von der Verlagsseite heruntergeladen werden können.

Das Verlagsteam, das auch weiterhin in der persönlichen Beratung am Telefon zur Verfügung stehe, ermutigt zu Büchern für die tägliche Reflexion und Einkehr, spannendem Lesestoff für ruhige Tage und Literatur für die kleinen Leser.

Seit 1895 ist der Advent-Verlag Lüneburg der offizielle Verlag der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Mit den Publikationen bietet er den Lesern Orientierung in Sinn- und Lebensfragen und spricht sie ganzheitlich und generationsübergreifend an. Der Verlag will dazu anregen, über Gott nachzudenken und den biblischen Glauben authentisch im Alltag zu leben. Indem die Redakteurinnen und Redakteure Worte schaffen, die bleiben, so eine Pressemitteilung, wollen sie Glauben nachhaltig fördern, vertiefen und begleiten.

Weitere Informationen zum Advent-Verlag unter: www.advent-verlag.de.




HopeTV mit Live-Gottesdiensten während der Corona-Krise

Die Corona-bedingten Veränderungen gehen auch am christlichen Fernsehsender „Hope TV“ nicht spurlos vorbei. Der in Südhessen ansässige Sender hat alle Dienstreisen und Veranstaltungen abgesagt beziehungsweise verschoben. Die Mitarbeiter arbeiten, wo immer möglich, bis auf weiteres im Home-Office. „Wir waren gut vorbereitet und konnten die öffentlichen Empfehlungen konsequent und schnell umsetzen. Als Medienunternehmen haben wir eine hervorragende digitale Infrastruktur, die es uns ermöglicht, auch in dieser Ausnahmesituation handlungsfähig zu bleiben.“, so Wolfgang Schick, stellvertretender Geschäftsführer.

In dieser ungewöhnlichen Zeit komme den Medien eine besondere Verantwortung zu, so Klaus Popa, Geschäftsführer von Hope TV. „Wir haben alle Vorkehrungen getroffen, um unsere Mitarbeiter zu schützen und den Sender am Laufen zu halten. Wir wollen jetzt ganz besonders für unsere Zuschauer da sein. Als christlicher Sender sehen wir unseren Auftrag darin, Hoffnung zu verbreiten – gerade in schwierigen Zeiten.“

Die Live-Gottesdienste sind auch über das Internet zu empfangen:
Live-Stream: www.hopetv.de/tv/live
YouTube: www.youtube.com/hopetvdeutsch
Facebook: www.facebook.com/hopetvdeutsch/




Corona-Krise: Adventistisches Krankenhaus „Waldfriede“ in Berlin vertagt Jubiläumsveranstaltung

Das Gesundheitsnetzwerk des Krankenhauses „Waldfriede“ sei mittlerweile zum vielfältigsten Medizin- und Pflegeanbieter im Bezirk Steglitz-Zehlendorf geworden, so Quoß. Neben dem Krankenhaus „Waldfriede“, der Sozialstation und dem Gesundheitszentrum PrimaVita mit eigenem Schwimmbad gehören auch die Akademie für Gesundheits- und Krankenpflege, die Privatklinik Nikolassee, die Servicegesellschaft Krankenhaus Waldfriede, das Desert-Flower-Center, das Seniorenhaus „Waldfriede“ und eine ambulante Tagesklinik für psychiatrisch-psychosomatische Erkrankungen zum Netzwerk. Damit zähle das Netzwerk Waldfriede auch zu den größten Arbeitgebern im Bezirk.

Beginn mit noch nicht fertiggestelltem OP-Raum

Im Herbst 1919 erwarb der Arzt Dr. L. E. Conradi im Auftrag der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ein geeignetes Gebäude in Berlin-Zehlendorf und begann dort ein Krankenhaus einzurichten. Am 15. April 1920 wurde das Krankenhaus „Waldfriede“ mit 39 Betten in 27 Krankenzimmern und einem noch nicht ganz fertig gestellten OP-Raum feierlich seiner Bestimmung übergeben. Im Juli 1922 erhielt das Krankenhaus die staatliche Anerkennung sowie die Erlaubnis, eine Krankenpflegeschule zu eröffnen. Seit Ende Januar 1933 führte die Errichtung einer totalitären Diktatur durch die NSDAP mit bisher nicht gekannten Gesetzen und Verordnungen zu erheblich belastenden Auswirkungen auf den Anstaltsalltag. Von den 310 Luftangriffen auf Berlin im Zweiten Weltkrieg blieben die Gebäude des Krankenhauses Waldfriede wie durch ein Wunder verschont.

Gesundheitsnetzwerk „Waldfriede“

Das freigemeinnützige Akutkrankenhaus „Waldfriede“ ist mit seinen 160 Betten und elf Fachabteilungen seit 2008 auch europäisches Ausbildungszentrum für Operationstechniken in der Koloproktologie. Pro Jahr würden in „Waldfriede“ laut Bernd Quoß etwa 13.500 Patienten stationär und 58.000 Patienten ambulant behandelt. Seit seiner Gründung im Jahr 1920 orientiere sich das medizinische Handeln „an ganzheitlichen Präventions- und Therapiekonzepten zum Wohl des gesamten Menschen“. Neben dem Krankenhaus sei in den letzten Jahren ein umfangreiches Gesundheitsnetzwerk etabliert worden, das sich stetig weiterentwickele.

Nach Quoß bestand bis 1989 das Krankenhaus „Waldfriede“, gemeinsam mit der heutigen „Akademie für Gesundheits- und Krankenpflege“, als solitäres Akutkrankenhaus ohne ein angeschlossenes Netzwerk. 1989 wurde die Sozialstation „Waldfriede“ auf dem Gelände des Krankenhauses gegründet. Sie ist bis heute in der ambulanten häuslichen Krankenpflege im Bezirk Steglitz-Zehlendorf aktiv und versorge 180 Patienten. Das 1993 ebenfalls auf dem Gelände des Krankenhauses ins Leben gerufene Gesundheitszentrum PrimaVita verfügt seit dem Jahr 2008 zusätzlich zu den Sporträumen über ein Schwimmbad am Teltower Damm in Berlin-Zehlendorf. Insgesamt würden pro Jahr 5.000 Interessenten an den Kursen und Dauergruppen des PrimaVita teilnehmen. Das Zentrum bietet seit 2010 auch einen „Medical Check Up“ an.

Im Jahr 1999 folgte die Gründung der Servicegesellschaft Krankenhaus Waldfriede. Sie ist seitdem für die Reinigung innerhalb des Krankenhauses und für den Betrieb der Küche sowie die Essensversorgung zuständig. Im Januar 2012 folgte die Übernahme der Privatklinik Nikolassee in der Von-Luck-Straße. Die Villa hat Platz für 16 Patienten mit internistischen, psychosomatischen und psychischen Erkrankungen. Am 11. September 2013 wurde das Desert-Flower-Center Waldfriede gegründet. Hier finden Frauen, die von Genitalverstümmelung betroffen sind, medizinische Hilfe und psychosoziale Betreuung.

Im Mai 2017 übernahm das Gesundheitsnetzwerk „Waldfriede“ das Seniorenhaus „Arche“ in der Adolfstraße in Berlin-Zehlendorf. Die im Jahr 2007 gegründete Einrichtung verfügt über ein 5.300 Quadratmeter großes Grundstück und beschäftigt 60 Mitarbeitende, die sich um 84 Bewohner in 70 Einzel- und sieben Doppelzimmern kümmern. Die jetzt unter dem Namen Seniorenhaus Waldfriede geführte Einrichtung, ergänze das vielfältige Medizin- und Pflegenetzwerk „Waldfriede“, so Quoß. Zum 1. Juni 2017 eröffnete das Krankenhaus „Waldfriede“ mit der Tagesklinik Waldfriede eine neue Einrichtung seines Gesundheitsnetzwerks im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Die Einrichtung wendet sich mit ihrem teilstationären Angebot an Menschen mit psychiatrisch-psychosomatischen Erkrankungen, wie Depressionen, Ängsten, Zwängen und Suchtfolgestörungen.

Zudem eröffnete 2007 „Waldfriede“ in Zusammenarbeit mit dem Advent-Wohlfahrts-Werk (AWW), dem Sozialwerk der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, das Kinderhaus Waldfriede in Berlin-Zehlendorf, eine Tagesstätte mit 65 Kindern im Alter von ein bis sechs Jahren. Bereits seit 2000 bietet das Krankenhaus „Waldfriede“ mit der „Babywiege“ (Babyklappe) ein umfangreiches Beratungs- und Betreuungskonzept für Mütter in Not an.

„Waldfriede“ ist unter anderem Mitglied im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, im Deutschen Evangelischer Krankenhausverband e.V. (DEKV) und im Evangelischen Verband für Altenarbeit und Pflegerische Dienste (EVAP). Weitere Informationen unter: http://www.krankenhaus-waldfriede.de/




ADRA Deutschland: Hilfsorganisation hält Betrieb weitgehend aufrecht

Als international tätige Nichtregierungsorganisation (NGO) spüre das Hilfswerk die Einschränkungen deutlich, so Christian Molke, Geschäftsführender Vorstand von ADRA Deutschland e.V. Über das Freiwilligenprogramm „weltwärts“ entsende ADRAlive junge Erwachsene in die gesamte Welt. Aufgrund der Corona-Pandemie organisierten ADRA-Mitarbeiter seit Montag die Rückreise aller entsandten Freiwilligen. Es handele sich dabei um eine Vorsichtsmaßnahme zum Schutz der Entsendeten. ADRA setze damit eine Empfehlung des Bundesministeriums für Entwicklungszusammenarbeit um.

Laut Molke würden auch die sieben ADRAshops der ADRA gGmbH in Deutschland vorübergehend geschlossen. Damit komme das Hilfswerk den Empfehlungen der Bundesregierung und der Bundesländer nach. „Wir wollen unsere vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie auch unsere Kundinnen und Kunden, vor einer Ansteckung schützen. Die Shops öffnen wieder, sobald die Lage es zulässt.“

Alle Dienstreisen und Veranstaltungen würden abgesagt beziehungsweise verschoben. Die Belegschaft arbeite soweit möglich im Homeoffice, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. „Gleichzeitig stellen wir den reibungslosen Ablauf der Projekte auf der ganzen Welt sicher“, teilte Christian Molke mit. „Das Corona-Virus stellt uns alle vor Herausforderungen. Unser Auftrag ist es, den Menschen beizustehen. Diesem Auftrag wollen wir auch in schwierigen Zeiten nachkommen.“

ADRA
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine international tätige NGO. ADRA Deutschland e.V. wurde 1986 von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet und ist Mitglied eines weltweit föderativ organisierten Netzwerkes mit über 130 nationalen ADRA-Büros. Weitere Informationen: www.adra.de.




Coronavirus: Einschränkung der bürgerlichen Freiheitsrechte muss Ausnahme bleiben

„Das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland werden nun auch – und das muss aufhorchen lassen – Gottesdienste in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften vom Staat verboten“, betont der Jurist Dr. Harald Mueller, Leiter des Instituts für Religionsfreiheit an der Theologischen Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg. Bereits seit Kurzem hätten sich die meisten Religionsgemeinschaften unter dem Eindruck der krisenhaften Zuspitzung der Situation freiwillig dazu entschieden, Gottesdienste bis auf weiteres abzusagen.

Gottesdienstverbot und Religionsfreiheit

Das sei verantwortungsbewusst und wohl ohne Alternative gewesen. Es liege aber ein qualitativer Unterschied darin, ob die Streichung von Gottesdiensten und Zusammenkünften auf eigener Initiative beruhe oder ob sie vom Staat angeordnet werde, gab Mueller zu bedenken. Das Grundrecht der Religionsfreiheit aus Artikel 4 des Grundgesetzes habe nach dem Willen der Verfassungsgeber wegen seiner hohen Bedeutung keinen Gesetzesvorbehalt erhalten, es könne deshalb nicht einfach durch ein Gesetz eingeschränkt werden. Beschränkungen ergäben sich nur durch Rechtsgüter mit Verfassungsrang oder durch kollidierende Grundrechte Dritter. Es gebe demnach hohe Hürden, um die Religionsfreiheit einzuschränken. Von daher verwundere es, dass das Verbot von Gottesdiensten, so sachgerecht und unvermeidbar es im Augenblick auch sein mag, quasi mit einem Federstrich so mal eben mitverabschiedet wurde. Hier bestehe noch juristischer Klärungsbedarf, meint der Institutsleiter.

Überhaupt falle laut Harald Mueller auf, dass die schweren Einschnitte in persönliche Freiheitsrechte, die bei uns und in anderen Ländern − teilweise bis hin zu Ausgangssperren – umgesetzt werden, von der Bevölkerung ergebungsvoll mitgetragen würden. Während sonst bei jeglichen Projekten, die irgendwelche spürbaren Außenwirkungen hätten, juristische Streitereien durch alle Instanzen unvermeidbar wären, sei in der Corona-Krise ein derartiger Widerstand der Betroffenen gegen die Maßnahmen der Regierenden bislang nicht wahrzunehmen.

Wachsamkeit erforderlich
„Ist das gut so?“, fragt der Jurist. Es ist für ihn begrüßenswert, dass im Augenblick der Krise die Politik die Initiative ergreift und ihrer Regierungsverantwortung entschlossen und auch weitgehend einmütig nachkommt. Das werde von ihr erwartet und die damit verbundenen Entscheidungsprozesse müssten von ihr selbst und nicht von den Gerichten getragen werden. Es sei auch gut, dass es einen gesellschaftlichen Konsens darüber zu geben scheint, wie solidarisches Verhalten aussieht, sodass die Energien, die zur Bewältigung notwendig seien, nicht in Streitigkeiten verpufften. „Trotzdem ist Wachsamkeit erforderlich“, mahnt Mueller. Dass bürgerliche Freiheitsrechte wie Bewegungsfreiheit, Vereinigungsfreiheit, Religionsfreiheit und Berufsausübungsfreiheit innerhalb weniger Wochen in Frage gestellt werden können, sei der Ausnahmesituation dieser Krise geschuldet und müsse unbedingt die Ausnahme bleiben.

Adventistischer Gottesdienst im Fernsehen
Bereits am 13. März hatte die überregionale Leitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland in Verantwortung gegenüber den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie empfohlen, Gottesdienste, Tagungen und andere Versammlungen bis auf weiteres abzusagen. In Deutschland gibt es etwa 35.000 mündig getaufte Siebenten-Tags-Adventisten, die den Gottesdienst am biblischen Ruhetag, dem Samstag (Sabbat), in 555 örtlichen Adventgemeinden feiern. Die Freikirchenleitung empfiehlt, zu Hause am Samstag-Vormittag das Bibelgespräch die BIBEL. das LEBEN und den anschließenden Fernsehgottesdienst Atem der Hoffnung des adventistischen Fernsehsenders „HopeTV“ (https://www.hopechannel.de/) anzusehen.




Corona-Krise: Kostenfreies ERzählt-Angebot für häuslichen Kindergottesdienst

Das Material für den Kindergottesdienst der 5- bis 7-Jährigen „ERzählt – meine Bibelgeschichten“ wurde so konzipiert, dass es in Teilen auch für zu Hause einsetzbar ist, informierte der Leiter des RPI, Pastor Jochen Härdter. Eine kurze Erstlesergeschichte will zudem Leseanreize für die Kinder schaffen und eine Bibelkarte bringe das Wesentliche der Einheit auf den Punkt. „Wir bieten das ERzählt-Zusatzmaterial für zu Hause aktuell kostenfrei an, so dass in den kommenden sieben Wochen Kinder wertvolle geistliche Impulse erhalten können, auch wenn es keinen Kindergottesdienst in den Gemeinderäumen gibt“, so Härdter.

Woche für Woche, sieben Wochen lang, stelle das RPI ein Thema zur Verfügung, das von der RPI-Website heruntergeladen werden kann: www.sta-rpi.net/




VEF: Evangelische Freikirchen berufen zwei neue Beauftragte für Politik und Rundfunk

Neuer Beauftragter am Sitz der Bundesregierung
Konstantin von Abendroth hob anlässlich seiner Berufung die gesellschaftliche Relevanz des christlichen Glaubens hervor: „Die Bibel ist durchzogen mit politischen Perspektiven, vom Schöpfungsauftrag bis zur Nächstenliebe und dem Auftrag, das Evangelium in all seinen Facetten zu verbreiten.“ Um diese Perspektiven „in der Gesellschaft wirksam werden zu lassen“, sehe er die Zusammenarbeit von Kirche und Politik als sehr bedeutsam an, so der Pastor des Bundes Freier evangelischer Gemeinden.

Stiba würdigte von Abendroths Vorgänger: „Peter Jörgensen hat die politische Arbeit über zwölf Jahre mit Herzblut, Engagement und Kompetenz ausgefüllt.“ Jörgensen habe die Freikirchen für ihren geistlichen Auftrag sensibilisiert, im Rahmen der Politik und darüber hinaus gesellschaftlich Verantwortung zu übernehmen. Und es sei in einem erheblichen Maße sein Verdienst, „dass an vielen Stellen freikirchliche und politische Akteure miteinander im Gespräch sind und die Freikirchen auch in der Politik einen Beitrag leisten können.“

Neue Rundfunkbeauftragte

Die Baptistin Jasmin Jäger wird ab 1. Juli Rundfunkbeauftragte der VEF. „Die Chancen, die diese Arbeit für die Freikirchen mit sich bringt, über Rundfunkgottesdienste und -andachten viele Menschen zur erreichen, sind enorm“, so Christoph Stiba. „Pastorin Andrea Schneider hat diese Arbeit seit 1996 mit viel Leidenschaft und Kompetenz nachhaltig geprägt und war das Gesicht für die Freikirchen in den Redaktionen.“

Vorstandswahl
Die Delegierten wählten mit Pastor Jochen Geiselhart von Foursquare Deutschland ein neues Mitglied in den fünfköpfigen Vorstand der VEF. Vier Vorstandsmitglieder wurden erneut gewählt: Christoph Stiba (als Präsident bestätigt, im Hauptamt Generalsekretär des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden), Marc Brenner (als Vizepräsident bestätigt, im Hauptamt Präses der Gemeinde Gottes in Deutschland), Stefan Kraft (Superintendent der Evangelisch-methodistischen Kirche im Distrikt Essen) und Frank Uphoff (Vizepräses des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden). Christoph Stiba dankte Major Frank Honsberg von der Heilsarmee in Deutschland, der sich nicht zur Wiederwahl stellte, für seine Mitarbeit im Vorstand.

Über die VEF
Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) wurde 1926 gegründet. Ihr gehören zwölf Mitglieds- und drei Gastkirchen, darunter auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, an. Verschiedene Arbeitsgruppen der VEF befassen sich mit Themen wie Evangelisation und missionarischem Gemeindeaufbau, gesellschaftlicher Verantwortung, Rundfunkarbeit, Angeboten für Kinder und Jugendliche oder theologischer Aus- und Weiterbildung.

Weitere Informationen: www.vef.de




Coronavirus: Adventisten sagen Gottesdienste und Veranstaltungen ab

Den regionalen Gebietskörperschaften, örtlichen Kirchengemeinden und Mitgliedern wird empfohlen, grundsätzlich keine öffentlichen Gottesdienste oder größere Veranstaltungen mehr durchzuführen. Falls Ortskirchen unter 100 Personen sich dennoch dafür entschieden, sollten Gottesdienste nur nach Rücksprache mit den örtlichen Gesundheitsämtern abgehalten werden. Stattdessen sollte auf mediale Formate ausgewichen werden.

Zu den überregional betroffenen Veranstaltungen gehören Vorständeberatungen, Hausausschüsse, Arbeitstagungen wie z.B. die der Datenschutzbeauftragten aber auch Frauenbegegnungswochenenden und das beliebte Pfadfinder-Osterlager (OlaF) auf dem Campus der Theologischen Hochschule Friedensau. Gleichzeitig empfiehlt die Kirchenleitung, bei allen Konferenzen und Meetings, die digital durchgeführt werden könnten, die vorhandenen technischen Möglichkeiten zu nutzen. Weiter wird empfohlen, falls Angestellte in den Dienststellen von Schulschließungen, etc. betroffen seien, großzügige Regelungen zu treffen. Möglichkeiten, im Homeoffice zu arbeiten, sollten ebenfalls genutzt werden.

So wurde auch der seit 17 Malen stattfindende „Youth in Mission“- Kongress der baden-württembergischen Adventjugend, dem Jugendverband der Freikirche, zum ersten Mal abgesagt. Der Jugendverband in Berlin-Brandenburg und Mitteldeutschland hat bis Ende April alle Veranstaltungen abgesagt. Dazu gehört auch die Beteiligung am weltweiten „Global Youth Day“, einer Initiative, soziale und karitative Aktionen an diesem Tag für das Gemeinwohl durchzuführen.

Auch die Adventisten in der West- und Südschweiz sagen die Gottesdienste ab und erklären in einem Schreiben: „Wir glauben, dass unsere Aufgabe darin besteht, uns konkret an den weltweiten Bemühungen zur Begrenzung der mit diesem Virus verbundenen Risiken zu beteiligen.“ Ein langes vorbereitetes Treffen aller europäischen Kommunikationsleiter und Medienschaffenden der Freikirche Ende April in Bukarest (GAIN) wurde ebenfalls abgesagt. Fraglich ist derzeit, wie mit der alle fünf Jahre stattfindenden Weltsynode (Generalkonferenz) der Adventisten umgegangen werden soll. Bei dem diesjährigen Treffen Ende Juni in Indianapolis/USA werden bis zu 70.000 Teilnehmer erwartet.

Trotz aller krisenhafter Umstände, so schreiben die Vorstände von NDV und SDV, wüssten sie sich mit den Kirchenmitgliedern in Gott geborgen und hielten sich, verbunden im Gebet, an das Bibelwort: „Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern einen Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Timotheus 1:7 NLB)

Zum Schreiben der Vorstände an die Kirchenmitglieder: https://www.adventisten.de/index.php?eID=dumpFile&t=f&f=22481&token=00cb45038f99a2eed9b671c4e50be13357a0735d




Adventisten eröffnen Naturmuseum auf den Galapagosinseln

Das Museum ist laut Adventist News Network ANN mit Touchscreen-Fernsehern und Virtual-Reality-Headsets ausgestattet, um den Besuchern ein interaktives Erlebnis mit Fossilien sowie Panzern von Riesenschildkröten zu ermöglichen. Neben der Ausstellungshalle wurden zwei Räume zur naturwissenschaftlichen Erforschung der Erdentstehung sowie der Artenvielfalt eingerichtet. Im Obergeschoss des Komplexes befinden sich die Räumlichkeiten der adventistischen Kirchengemeinde und eine Schule mit zwölf Schulstufen. Allein die Kosten dafür betrugen eine Million US-Dollar (ca. 877.000 Euro). Viele Freiwillige haben dabei mitgearbeitet.

„Wir wollen die Menschen, die anders denken, nicht konfrontieren, sondern ihnen einige Gesichtspunkte zeigen, die sie vielleicht noch nicht gesehen haben“, sagte Pastor Erton Köhler, Kirchenleiter der Adventisten in Südamerika bei der Eröffnung. „Nach dem Besuch erkennen sie vielleicht, dass eine besondere Hand hinter den Prozessen der Natur steht“, so Köhler.

Der Direktor der Charles-Darwin-Forschungsstation, die sich für den Naturschutz und die biologische Vielfalt auf den Galapagosinseln einsetzt, lobte bei der Einweihung das Museum wegen der Förderung des Umweltschutzes. L. James Gibson, Wissenschaftler und Direktor des adventistischen Geowissenschaftlichen Forschungsinstituts (Geoscience Research Institute) in Kalifornien/USA, äußerte laut ANN die Hoffnung, dass das Forschungszentrum des Museums eine Gelegenheit biete, die Sorge um die Umwelt mit der Schöpfungsgeschichte zu verbinden.

Adventisten auf den Galapagosinseln

Auf den Galapagosinseln, die zu Ecuador gehören, leben rund 12.000 Einwohner, darunter 250 Siebenten-Tags-Adventisten, die jeweils samstags in zwei Kirchgemeinden Gottesdienst feiern. Die eine Kirchgemeinde befindet sich auf Santa Cruz Island, wo Adventisten auch eine Schule mit 270 Schülern und Schülerinnen unterhalten, zusätzlich zum neuen Museum. Eine weitere Kirchengemeinde befindet sich auf der Insel San Cristobal, rund 100 Kilometer entfernt.




Adventistische Kirchenleitung zum Umgang mit dem Coronavirus Besonnene Vorsorgemaßnahmen

Derzeit gehe die Leitung der Freikirche in Deutschland nicht soweit, dass sie generell die Absage von Veranstaltungen, die Schließung von Schulen und Kindertagesstätten, die Schließung ihrer Büros und die Anordnung von Homeoffice empfehle. Zur Vermeidung von Ansteckungen gebe sie aber Vorsorgemaßnahmen.

Allgemeine Verhaltensregeln
Grundsätzlich gelte es, auf die Stärkung des persönlichen Immunsystems zu achten, etwa durch gesunde Ernährung und Bewegung. Niemand sollte Gottesdienste oder Gemeindeveranstaltungen besuchen, wenn er oder sie krank ist. Besonders sei auf ein sensibles Hygieneverhalten zu achten. Dazu gehöre gründliches und häufiges Händewaschen bzw. Desinfizieren. Enge Begrüßungsrituale, wie Händeschütteln oder Umarmungen, müssten vermieden werden. Nase und Mund beim Husten und Niesen mit Tüchern oder dem Ellbogen, aber nicht mit den Händen bedecken. Beim Abendmahl sollte insbesondere während der Fußwaschung auf sorgfältige Hygiene geachtet sowie auf den Gemeinschaftskelch verzichtet und stattdessen nur Einzelkelche verwendet werden. Für Reinigungskräfte gelte es, zusätzlich die Türklinken und Treppengeländer des Gemeindehauses mit einem Flächendesinfektionsmittel regelmäßig zu reinigen. Bei Verdachtsfällen einer Ansteckung mit dem Coronavirus müsse umgehend medizinische Abklärung bzw. Hilfe in Anspruch genommen und das Kontaktumfeld informiert werden. Sollten Mitglieder an Fieber, Husten und Atembeschwerden leiden, sollte ebenfalls ärztliche Hilfe aufgesucht und ein möglicher Reiseverlauf mitgeteilt werden.

Bei akuten Verdachtsfällen gelte es die medizinische Abklärung einzuleiten und Anweisung des medizinischen Personals strikt zu befolgen. Bei Kontakten sei entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zum Kontaktpersonenmanagement zu verfahren, etwa zu Hause bleiben, private Kontakte auf das Notwendigste zu reduzieren, Umgang mit Erkrankten im Haushalt festlegen und nicht an gemeinschaftlichen Treffen sowie Aktivitäten teilnehmen.

Pastoren und Mitarbeitende
Pastoren und Mitarbeitende seien gebeten, auf ihren Dienstreisen alkoholisches Händedesinfektionsmittel mitzuführen. Sie sollten möglichst Abstand von ein bis zwei Metern zu anderen Personen halten und Möglichkeiten ohne direkten, persönlichen Kontakt, wie Telefon und Internet, nutzen.

Dienststellen
Zu den Verhaltensregeln für die Dienststellen der Freikirche gehörten besonnenes Reden und Handeln in jeder Krisensituation. Im Krankheitsfall umgehende Information an die Leitung der Dienststelle. Bei persönlichem oder familiärem Verdachtsfall einer Corona-Erkrankung sei strikt im Home-Office zu arbeiten. Solange die Behörden keine Empfehlung zur Absage von öffentlichen Veranstaltungen ausgesprochen haben, würden Veranstaltungen der Freikirche nicht abgesagt. Absagen von Veranstaltungen oder dienstlichen Maßnahmen wären in Korrespondenz mit den jeweiligen Vorständen zu beraten und zu entscheiden.

Sollte sich die Notwendigkeit ergeben, dass die Verhaltensregeln verändert werden müssten, werde die Freikirchenleitung umgehend ein weiteres Rundschreiben versenden. In Deutschland gibt es etwa 35.000 mündig getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 555 örtlichen Adventgemeinden.

Adventisten in der Schweiz sagen Jahreskonferenz ab
Die Leitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der deutschsprachigen Schweiz hat die Durchführung der 118. Jahreskonferenz, die für den 28. März in Winterthur geplant war, wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt. Diese Entscheidung sei ihr nicht leichtgefallen, informierte die Kirchenleitung auf ihrer Webseite. Obwohl das Verbot der Bundesbehörden zur Durchführung von Großveranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmenden bis 15. März beschränkt ist, erwarte die Kirchenleitung danach keine Lockerung dieser Bestimmung. Die Risikoabwägung sowie Solidarität gegenüber besonders gefährdeten Gruppen seien ausschlaggebend für die Absage gewesen. Die Jahreskonferenz der 32 Kirchgemeinden in der deutschsprachigen Schweiz bilden den geistlichen Höhepunkt im kirchlichen Leben der Adventisten und sei auch eine Art von „Familientreffen“.

Eine Vorläufergemeinde der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist 1867 in Tramelan/Jura entstanden. 1883 wurden in Basel und Tramelan offiziell die ersten Adventgemeinden gegründet. Im Jahre 1901 wurden die Kirchengemeinden in der Schweiz entsprechend der Sprachzugehörigkeit in zwei „Vereinigungen“ aufgeteilt: in die „Deutschschweizerische Vereinigung“ mit Sitz in Zürich und in die „Fédération de la Suisse Romande et du Tessin“ mit Sitz in Renens/Waadt. Beide Verwaltungsregionen bilden gemeinsam die nationale Kirchenleitung „Schweizer Union“. Ende Dezember 2018 gab es in der Schweiz 4.757 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 54 Kirchengemeinden und sechs Gruppen. Einige Hundert Kinder und Jugendliche sind in der Mitgliederzahl nicht enthalten, da die Freikirche keine Kinder tauft, sondern ihnen die Entscheidung zum Kirchenbeitritt in einem Alter überlässt, bei dem sie sich selbst entscheiden können.




Weltfrauentag: verfolgt, weil sie Frauen und Christinnen sind

Hauptgründe für Verfolgung christlicher Frauen: Minderheitsreligion, Frauen
Christliche Frauen und Mädchen erfahren demnach Verfolgung und Unterdrückung vor allem aus zwei Gründen: weil sie einem Glauben folgen, der von der Mehrheitsreligion im jeweiligen Land nicht akzeptiert wird und weil sie Frauen sind. Das Zusammenwirken dieser Faktoren führe zu einer besonders hohen Verwundbarkeit für Frauen, heißt es in der OD-Medienmitteilung. Häufig basiere die Strategie der Täter dabei auf folgender Überlegung: Werden christliche Mädchen zwangskonvertiert und mit einem der Mehrheitsreligion zugehörigen Mann verheiratet, so wird es weniger Kinder von Christinnen geben. Die christliche Bevölkerung soll abnehmen bzw. unter Druck zu Konversion gezwungen werden, um die Religionsgemeinschaft der Täter zu stärken. Diese Form der Verfolgung von Frauen trete besonders stark in mehrheitlich muslimischen Ländern auf, so OD.

Laut den Analysten des Berichts nutzen die Verfolger zum einen die bestehenden gesellschaftlich definierten Geschlechterrollen und zum anderen die Verletzlichkeit der Christinnen als Angehörige einer Minderheitsreligion.

Zu Glaubenswechsel und Ehe gezwungen
Während sich Verfolgung von christlichen Männern und Jungen zumeist in Form körperlicher Gewalt sowie wirtschaftlicher Schikane und Inhaftierungen äußere, seien christliche Frauen und Mädchen weltweit besonders häufig von zwei Formen von Verfolgung betroffen: sexuelle Gewalt und Zwangsheirat. Diese beiden Formen seien aus 84 Prozent der 50 Länder des Weltverfolgungsindexes gemeldet worden und damit aus allen Regionen der Welt, gefolgt von physischer Gewalt (64 Prozent).

Häufigste Druckmittel: sexuelle Gewalt, Vergewaltigungen, Zwangsheirat
Aus fast allen (78 Prozent) der in Asien gelegenen Länder des Weltverfolgungsindexes seien sexuelle Gewalt und damit auch Vergewaltigung sowie Zwangsheirat als häufigstes Druckmittel gegen christliche Frauen genannt worden, gefolgt von Entführungen.

In Pakistan stünden beispielsweise besonders Mädchen und junge Frauen im Alter von 13 bis 20 Jahren in der Gefahr, entführt, vergewaltigt und zum Glaubenswechsel sowie zur Ehe mit dem Vergewaltiger gezwungen zu werden. Statt Schutz durch die Behörden erlebten christliche Familien, dass die Behörden in der Regel die Familien der Täter schützten, schreibt das Hilfswerk. Deshalb hielten viele eine Anzeige bei der Polizei für zwecklos. Selbst wenn ein Fall vor Gericht komme, würden die christlichen Mädchen unter Druck gesetzt, ihren Glaubenswechsel als „freiwillig“ zu erklären. Mehr als 1.000 christliche und auch hinduistische Mädchen würden jedes Jahr auf diese Weise zur Ehe gezwungen, so Open Doors.

Niedriges gesetzliches Mindestalter begünstigt Zwangsehen
In vielen Ländern begünstige das niedrige gesetzliche Mindestalter für Eheschließungen die Zwangsehen zusätzlich. Das gelte auch für Länder in Subsahara Afrika, wobei christliche Frauen und Mädchen in Nigeria – wie auch ihre Familien – seit Jahren besonders großes Leid ertragen müssten. Laut Open Doors werden sie durch die Islamisten von Boko Haram, ISWAP (Islamischer Staat Provinz Westafrika) und oft auch Fulani Viehhirten entführt, vergewaltigt, zwangskonvertiert, als Sex-Sklavinnen verkauft und manchmal auch getötet. In dieser Region seien im Berichtszeitraum die meisten Christen ermordet und viele Kirchen, Häuser sowie Geschäfte von Christen zerstört worden. Der Berichtszeitraum umfasst die Zeit vom 1. November 2018 bis 31. Oktober 2019. Die Ergebnisse im Bericht beziehen sich auf die 50 Länder des Weltverfolgungsindexes.

Laut Open Doors fühlten sich viele der betroffenen Frauen und Mädchen wie „lebendig begraben“, weil sie zumeist versteckt, eingesperrt und von ihrer Familie und der christlichen Glaubensgemeinschaft getrennt werden. So dringe wenig über ihr Leiden nach außen.

Unterstützung über den Weltfrauentag hinaus
Das Hilfswerk appelliert: „Deshalb ist es wichtig, über den Weltfrauentag hinaus auf das große Leid verfolgter und unterdrückter Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen. Länder wie Deutschland, die sich der Einhaltung der Menschenrechte verschrieben haben, können und müssen für eine anhaltende Verbesserung ihrer Lage eintreten. Weil Frauen aus religiösen Minderheiten zweifache Verfolgung erleiden, ist es wichtig, sowohl ihre Rechte als Frauen als auch ihr Recht auf Religionsfreiheit zu stärken.“

Zum Bericht über geschlechtsspezifische religiöse Verfolgung im englischen Original: „2020 GENDER-SPECIFIC RELIGIOUS PERSECUTION“:
https://www.opendoors.de/sites/default/files/GSRP_report_for_WWR-Open_Doors_International-2020.pdf




Symposium: Adventistische Interpretationen biblischer Apokalyptik

Diese Hoffnung, die Jesus vor fast zweitausend Jahren verkündet hat, erfülle noch immer die Herzen vieler Gläubiger, während zahlreiche andere sie längst aufgegeben hätten. „Ist es immer noch vernünftig, über die „selige Hoffnung“ zu predigen und zu lehren?“, fragt Prof. Rolf J. Pöhler, ThD, Direktor von „International Adventist Studies“ (IAS), in der Einladung zum Symposium.

Diese Frage sei für Siebenten-Tags-Adventisten besonders heikel, da ihre Geschichte geprägt sei von fast zwei Jahrhunderten der Predigt, dass die Wiederkunft Christi „nahe ist, sogar vor der Tür stehe!“

Das bevorstehende Symposium wird sich mit diesen und anderen damit verbundenen Fragen befassen. „Neben der Lehre vom Sabbat hat kein anderer Glaube den Adventismus stärker geprägt als die Überzeugung, dass das Ende der Welt bevorsteht. Kann der Adventismus ohne ihn überleben und sogar gedeihen? Muss unser Verständnis der apokalyptischen Teile der Bibel revidiert werden? Oder haben wir immer noch gute Gründe, unseren Glauben an die rasche Erfüllung und endgültige Vollendung der Verkündigung Christi aufrechtzuerhalten?“, fragt Pöhler.

Programm und online-Anmeldung zum Symposium:
https://www.thh-friedensau.de/en/research/institute/school-of-theology/institute-for-adventist-studies/




Professor William H. Shea verstorben

„Bill“ Shea, wie er von den meisten genannt wurde, überzeugte als Arzt und Chirurg ebenso wie als Absolvent der Harvard Universität und der Universität von Michigan. Er war ein unermüdlicher Diagnostiker sowohl in der Notaufnahme als auch als Historiker und Linguist, der mehrere semitische Sprachen beherrschte. Shea forschte, hielt Vorträge und schrieb über den Sabbat, die Genesis, Daniel und die Offenbarung. Er veröffentlichte hunderte Artikel und mehrere Bücher über Themen von antiken Inschriften bis hin zur Bedeutung biblischer Prophezeiungen. Mehrere Pastorengenerationen wurden durch seine Studien geprägt.

In einer Sammlung von Aufsätzen zu Ehren von Professor Shea aus dem Jahre 1997 verglich Donald J. Wiseman, emeritierter Professor für Assyriologie an der Universität London, den Jubilar mit dem bekannten Altertumsforscher William F. Albright. Wie jener sei auch Shea immer „bereit gewesen, seine Interpretationen im Lichte neuer linguistischer und bestätigter archäologischer Beweise zu erweitern“. Dies sei ein Zeichen solider und bescheidener Gelehrtheit.

Beide Welten von Shea, als Wissenschaftler und als Person, seien miteinander verbunden gewesen, so der stellvertretende Herausgeber des „AdventistReview“, Gerald Klingbeil. Shea „war nicht nur ein vollkommener Gelehrter und ein kreativer und sorgfältiger Interpret des Wortes. Er war ein freundlicher Mann, dessen Offenheit und Freundlichkeit Studenten und Kirchenmitglieder anzog.“

1999 ging Shea in den Ruhestand und zog nach Red Bluff in Nordkalifornien, um in der Nähe seines Sohnes Ted und seiner Familie zu sein. Jahre später zogen die Sheas zurück an die Ostküste, um bei der Betreuung des jüngsten Enkelkindes Allison zu helfen. Gelegentlich predigte er noch in den örtlichen Kirchengemeinden der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, der er angehörte.

Nach einigen kurzen Krankenhausaufenthalten wurde Shea am frühen Dienstagmorgen, dem 11. Februar 2020, noch einmal eingeliefert. Sein Immunsystem war durch immunsuppressive Medikamente beeinträchtigt. Die benötigte er seit einer Nierentransplantation – ein Geschenk seiner Tochter Rebecca vor fast 10 Jahren. Sie sagt über ihren verstorbenen Vater: „Ich kann nur schwer in Worte fassen, was für ein bescheidener Mann mein Vater war.“

Für den 11. April 2020 ist ein Gedenkgottesdienst in der adventistischen Kirchengemeinde in Manassas, Virginia, geplant.




Coronavirus: Adventistischer Weltkirchenleiter ruft zum Gebet

Derzeit sind laut Robert-Koch Institut (www.rki.de) 3.198 Todesfälle auf COVID-19 zurückzuführen. Von den weltweit 93.062 Ansteckungen in 76 Ländern seien über 48.000 wieder geheilt.

Die Durchführung der Weltsynode im Sommer 2020 wird laufend überprüft
Viele Menschen seien sich bewusst, dass die Gesundheitssituation in verschiedenen Teilen der Welt sehr ernst sei, was zu wachsender Besorgnis im täglichen Leben, im Gesundheitswesen, in der Wirtschaft, auf Reisen oder bei der Planung von Sitzungen geführt habe, schreibt Wilson. Hinsichtlich der vom 25. Juni bis 4. Juli 2020 in Indianapolis, Indiana/USA, geplanten Weltsynode (Generalkonferenz-Vollversammlung), werde die Situation laufend überprüft. Im Moment gingen aber die Vorbereitungen für das Treffen der Delegierten zum höchsten legislativen Gremium der weltweiten Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten wie geplant weiter.

Pastor Wilson verwies am Ende seines Aufrufs zum Gebet auf Psalm 37,3-5: „Verlass dich auf den HERRN und tue Gutes! Wohne hier in diesem Land, sei zuverlässig und treu! Freue dich über den HERRN, und er wird dir geben, was du dir von Herzen wünschst. Befiehl dem HERRN dein Leben an und vertraue auf ihn, er wird es richtig machen.“ (Bibelübersetzung: Hoffnung für alle)

Kirchenleitung in Deutschland informiert

Die Kirchenleitung der Adventisten in Deutschland informierte heute ihre Dienststellen und Mitglieder zum Umgang mit dem Coronavirus. Das mit Hilfe der Gesundheitsabteilung der Freikirche und dem Krankenhaus Waldfriede in Berlin zusammengestellte Schreiben enthält grundsätzliche Informationen zum Verlauf der Infektionskrankheit, Verhaltensregeln für Dienststellen und Gemeinden, Maßnahmen zur Prävention im Verdachtsfall und bei akuten Fällen sowie weiterführende Links.

Das Schreiben der deutschen Kirchenleitung im Original -> Umgang mit Coronavirus.




Oncken-Verlag in Kassel verkauft

Bereits zum 1. April 2019 hatte die Blessings 4 you GmbH die Versandbuchhandlung der J.G. Oncken Nachf. GmbH übernommen. Kurz vor Weihnachten letzten Jahres hat dann der Verlag die vorsorgliche Insolvenz anmelden müssen. Dank der guten Beziehungen zwischen den Kasseler und Stuttgarter Firmen sei mit der Übernahme eine schnelle Lösung für den Erhalt des Verlages gefunden worden, so Angela May und Tobias Blessing, die Geschäftsführer der Blessings 4 you GmbH in einer Mitteilung. Somit sei die Weiterführung des Oncken Verlages gesichert. Sieben Mitarbeiter könnten am Standort Kassel übernommen werden.

Verlag für die Verbreitung des Evangeliums

Der Oncken Verlag gehört mit zu den ältesten existierenden christlichen Verlagen im deutschsprachigen Raum. Neben bedeutenden Titeln im Bereich Sachbuch und Belletristik gehörte zu seinen Hauptaufgaben die Herausgabe von Liederbüchern, Abreißkalendern, Zeitschriften und Arbeitshilfen. Der Gründer Johann Gerhard Oncken startete den Verlag 1828 und auch die erste Baptistengemeinde auf dem europäischen Festland. Generationen von Baptisten seien durch Publikationen wie die Kinderzeitschrift „Der Morgenstern“, die Gemeindezeitschrift „DIE GEMEINDE“, der „OnckenMaxikalender“, der Andachtskalender „Wort für heute“ und andere Veröffentlichungen geprägt worden, so der Generalsekretär des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG), Christoph Stiba und die neue Geschäftsleitung.

Harte Zeit für die Buchbranche allgemein
Die bisherige Geschäftsführerin des Oncken Verlages, Silke Tosch, betonte, dass das veränderte Leseverhalten, die kleinen Auflagen der Bücher, die sinkenden Abozahlen der Zeitschriften und Altlasten unterschiedlichster Coleur eben auch Spuren bei der J.G. Oncken Nachf. GmbH hinterlassen habe. „Es lief nicht mehr kostendeckend.“ So sei 2018 das Verlagsgebäude verkauft und 2019 die Versandbuchhandlung bereits an die Blessing 4 you GmbH in Stuttgart veräußert worden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten zuletzt alles gegeben und viele zusätzliche Stunden gearbeitet, um die buchhalterische und wirtschaftliche Situation zu klären. So hätten sie es auf den letzten Metern geschafft, dass die Blessings 4 you GmbH das Unternehmen übernehmen konnte.

Neuer Name – alte Adresse

Die Fortführung des Traditionsverlages wird jetzt unter der Bezeichnung „Oncken Verlag“ als Bestandteil der Blessings 4 you GmbH fortgesetzt. Die Mitarbeitenden verbleiben unter der alten Adresse in Kassel mit den gewohnten Telefonnummern. Die Verwaltung wird von Stuttgart aus wahrgenommen. Tobias Blessing und Angela May sind dankbar für das hohe Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wodurch während der vorläufigen Insolvenz die Belieferung der Kunden nicht beeinträchtigt wurde. „Wir werden die bewährten Produkte weiterführen und haben bereits neue Projektideen entwickelt.“