Beirut: ADRA-Teams unterstützen Ersthelfer und Überlebende

Beirut/Libanon | 7. August 2020 | APD |

Die Einsatzteams der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe (ADRA) im Libanon versorgen Bergungsarbeiter und Überlebende der massiven Explosion im Hafen von Beirut mit lebensnotwendigen Hilfsgütern. Die gewaltige Explosion, die die libanesische Hauptstadt am 4. August traf, forderte bisher 149 Todesopfer, verwundete mehr als 5.000 Menschen und hinterließ über 300.000 Menschen obdachlos.

Laut Gunther Wallauer, ADRA-Regionaldirektor für den Nahen Osten und Nordafrika, berichten die Einsatzteams, dass sie so etwas noch nie gesehen hätten. „Es sieht aus wie ein Kriegsgebiet. Wir versorgen Feuerwehrleute und Mitarbeiter des Zivilschutzes mit Wasser und wichtiger Ausrüstung". ADRA stelle Schlafplätze zur Verfügung, damit die Einsatzkräfte ausruhen können. Es würden Kinderbetten, Zelte und Generatoren für die Beleuchtung benötigt, da in den meisten Teilen der Stadt der Strom ausgefallen ist. „Wir wissen, dass es in mehreren Vierteln in der Nähe des Epizentrums Verwüstungen gibt. Unsere Teams vor Ort sind dabei, die Lage rasch zu beurteilen, um Kindern und Familien sofortige Hilfe zu leisten".

ADRA-Teams werden mindestens fünf Stadtviertel einschließlich Schulen in der Umgebung der Explosionszone bereisen, um mit dem Einsatz der humanitären Hilfe einschließlich Wasser und Nahrungsmittel für die Opfer zu beginnen. Die Behörden gehen davon aus, dass die tödliche Explosion durch Tonnen von hochexplosivem Material verursacht wurde, das in einem Lagerhaus am Haupthafen gelagert war. Die Katastrophe überwältige das Land, das bereits mit einer Wirtschaftskrise und der Coronavirus-Pandemie zu kämpfen habe.

ADRA-Präsident Michael Kruger versichert: „Unsere Gebete gelten der libanesischen Nation, insbesondere den Kindern und Familien, die von dieser Katastrophe betroffen sind, und allen, die geliebte Menschen verloren haben und verletzt sind. Wir sind seit dem Ausbruch des Coronavirus vor Ort, um der libanesischen Bevölkerung bei der Bewältigung der gesundheitlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Pandemie zu helfen, und sind bereit, in dieser zusätzlichen Krise weitere Unterstützung zu leisten". ADRA würde die Nothilfemaßnahmen verstärken, um lebensrettende Grundbedürfnisse der Hilfsbedürftigen bereitzustellen.

ADRA arbeitet mit kirchlichen Freiwilligen, lokalen Behörden und Partnern in Beirut zusammen, um die Hilfs- und Rettungsaktionen zu koordinieren. In Deutschland ist ADRA Teil des Netzwerks „Aktion Deutschland hilft“. Gemeinsam bitten die Organisationen um Spenden zur Erfüllung dieser humanitären Aufgabe.

ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine internationale Nichtregierungs-Organisation (NGO) und der humanitäre Arm der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten mit einem weltweit föderativ organisierten Netzwerk mit 118 nationalen Büros. 1987 wurde der deutsche Zweig „ADRA Deutschland e.V.“ gegründet. Getreu dem Motto „Gerechtigkeit | Mitgefühl | Liebe" arbeitet ADRA Deutschland e.V. in dem ADRA-Netzwerk partnerschaftlich daran, dass Armut und Unterdrückung in den ärmeren Teilen dieser Erde überwunden werden kann. Weitere Infos über ADRA unter www.adra.de


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