Weltweite Evangelische Allianz ernennt neuen Generalsekretär

In einem Brief, in dem die Ernennung den Nationalen Evangelischen Allianzen als Mitglieder der WEA angekündigt wurde, sagte Dr. Goodwill Shana, Vorsitzender des Internationalen Rates über Schirrmacher: „Er setzt sich dafür ein, Partnerschaften aufzubauen und zu erleben, wie die WEA zur Entwicklung der globalen christlichen Gemeinschaft über die WEA hinaus beiträgt. … Wir haben volles Vertrauen, dass Schirrmacher in der Lage ist, die WEA an diesem Punkt unseres Lebens und unserer Geschichte und mit einer großen Vision für die Zukunft zu leiten.“

Der scheidende Generalsekretär Bischof Efraim Tendero kommentierte laut BQ die Wahl: „Mit großer Freude übergebe ich Anfang nächsten Jahres die Leitung der WEA an Dr. Thomas Schirrmacher, die Person, die am besten darauf vorbereitet ist, das globale Gremium der Evangelikalen in die Zukunft zu führen. Da wir seit mehreren Jahren im leitenden Führungsteam der WEA zusammenarbeiten, habe ich in ihm das Charisma, die Kompetenz und die Fähigkeit gesehen, die dem Charakter, der Überzeugung und dem Ruf Gottes entsprechen, die für eine solche globale Aufgabe erforderlich sind.“

Gemäß BQ sagte Dr. Schirrmacher bei seiner Ernennung: „Ich fühle mich geehrt, dass so viele geschätzte kirchliche Führungskräfte mir ihr Vertrauen schenken. Da ich schon seit langer Zeit zur Führung der WEA gehöre, fühle ich mich dort bereits wie zu Hause. Neben all meinem akademischen und gesellschaftspolitischen Engagements steht für mich immer die verwandelnde Kraft des Evangeliums Jesu Christi für jeden Einzelnen und die ganze Welt im Mittelpunkt meiner Überzeugungen.“

Zur Webseite der WEA: https://www.ead.de/




Adventisten: Kirchenpräsident verurteilt Anschlag von Nizza

„Diese jüngsten Manifestationen von Gewalt“, so Abreu, „die die Menschenwürde untergraben, sind zu verurteilen. Ich nutze diese Gelegenheit, um unsere Solidarität und unsere Gebete für die Familien und Angehörigen der Opfer dieser schrecklichen Angriffe zum Ausdruck zu bringen“. Auf die Frage nach dem Platz, den die Gewalt im aktuellen Geschehen einnimmt, fährt Ruben de Abreu fort: „Diese Verurteilung gilt auch für alles, was leider tagtäglich in anderen Teilen der Welt geschieht. Alle Formen der Gewalt, welcher Art sie auch sein mögen, haben in unserer Gesellschaft keinen Platz und noch weniger in der religiösen Welt, wo Toleranz, Gewissensfreiheit und Frieden gefördert werden müssen“.

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten setze sich unermüdlich für die Verteidigung der Rechte und Freiheiten jedes Einzelnen und stehe für die Erhaltung des Lebens, der Werte, des Wohlergehens und der Sicherheit der Bürger.
Die Kirchenleitung der Franco-Belgischen Verwaltungsstelle der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten betreut die Länder Belgien, Frankreich (mit Korsika), Luxemburg und Monaco. Zu ihr gehören 18.525 Kirchenmitglieder in 170 Kirchengemeinden bei einer Gesamtbevölkerung von 76.950.00.

Zur Webseite der Kirchenleitung (in französischer Sprache): https://adventiste.org/.




15 ½ Regeln für die Zukunft - Anleitung zum visionären Leben

Für sein 22. Buch benötigte der bekannte Bestsellerautor und Zukunftsforscher Matthias Horx zwei Jahre. Er bleibt dabei sich selbst und seinem Forschungsthema treu. Literarisch-exemplarisch, interdisziplinär mit Bezügen zur Psychologie, Soziologie und zur Neurowissenschaft unternimmt er intellektuelle Ausflüge in die Zukunft. Horx möchte mit 15 Denkanstößen und einer Geschichte eine Anleitung geben, wie man das Leben visionär leben kann. Dazu spürt er Zukunftserzählungen auf und erklärt, wie diese funktionieren. Im weiteren Verlauf werden diese Erzählungen kritisch reflektiert und relativiert. So entsteht ein großes Zukunfts- Panorama auf einer Metaebene.

Achtung: Zukunft
Horx kritisiert zunächst den Future-Bullshit der Zukunftspropheten, die die Zukunft vorhersagen wollen, indem sie linear Trends in die Zukunft projizieren mit dem Ziel, die Sensationslust der Menschen zu sättigen und gleichzeitig die Zukunftsängste zu reduzieren. Doch Zukunft lässt sich nicht linear vorhersagen, denn sie verhält sich zirkular und gegenläufig. Zukunft ist auch keine dystopische oder utopische Technikfantasterei, so Horx, denn der Mensch ist der Technik nicht ausgeliefert. Durch Selbstkompetenz und „humantechnische Emanzipation“ (S. 134) ist dem Technikfatalismus und der Selbstinfantilisierung zu begegnen.

Skalierte Zukunft
Horx unterscheidet im Weiteren Visionen von Utopien und Prophezeiungen, indem er auf die Wandelbarkeit und Prozesshaftigkeit von Visionen verweist. Visionen sind lebendig und machen lebendig, indem sie zum Handeln verpflichten. Das kann im privaten Bereich, sowie auf gesellschaftlicher Ebene geschehen. Gut gerahmte Visionen beeinflussen die Zukunftsgestaltung und reduzieren Ängste. Horx ermutigt explizit dazu, sich der eigenen (Zukunfts-)Ängste bewusst zu werden, ihnen auf den Grund zu gehen und sich davon zu befreien, um Handlungssicherheit zu erlangen.

Möglichkeit: Zukunft
Der Autor ist sich sicher, Zukunft muss gestaltet werden und wird von den richtigen Fragen getragen, nicht von fertigen Antworten, denn „Fragen können uns magisch in neue Wirklichkeiten hineinziehen“ (S. 191). Dabei darf nicht von einer generellen Ressourcen-Knappheit ausgegangen werden, obgleich eine gewisse Unordnung und Ungleichheit in der aktiven Zukunftsgestaltung toleriert werden muss. Auch wenn wir niemals in der perfekten Welt leben werden, so ist die Welt gut genug, um sie stets noch ein Stück besser machen zu können. Diese Lebenshaltung beschreibt Horx mit Hans Rosling als „Possibilismus“ – der Wertehaltung des Möglichen.

Zukunft: Leben
„Die Anleitung zum visionären Leben“ löst seinen Anspruch ein. Dabei ist Horx erfrischend offen, bisweilen humorvoll. Er schreibt locker und authentisch mit knalligen Wortbildern. Das macht das Werk unterhaltsam kurzweilig und trotzdem informativ. Doch das Buch ist ebenso ein (selbst-)kritisches Werk mit eigenen Positionen und überraschenden Denkansätzen. Die Literatur gleicht einer Achterbahnfahrt: Nie kann der Leser im Voraus wissen, wo es hingeht und welche Standpunkte vertreten werden. Das steigert zwar das Lesevergnügen, jedoch auch gleichzeitig die Verwirrung, da oft „um die Ecke gedacht“ wird. Es ist genauso schwer, die Zukunft zu fassen, wie Horx selbst. Es bleiben ein Kaleidoskop an Perspektiven und das Fazit auf der letzten Seite: „Zukunft ist eine Entscheidung“ (S. 335). Wer das bewusst lebt, der lebt visionär.

Claudia Mohr

Die Rezension kann als Dokument heruntergeladen werden: https://www.apd.info/wp-content/uploads/2020/10/Rezension-Matthias-Horx.pdf




Reformationstag statt Halloween

Der 24/7 Fernsehsender HopeTV nimmt den Reformationstag zum Anlass und hat in diesem Jahr ein besonderes Kinderprogramm mit dem Holzwurm Fribo vorgesehen. Die Kindersendung „Fribos Dachboden“ beginnt gleich um 10.30 Uhr mit einem Kindergottesdienst. Auch auf dem Kinderkanal auf YouTube „hopeTV Kinder“ wird die Sendung ausgestrahlt.

Da werde zusammen gesungen, es gebe eine Geschichte und am Ende bekomme jeder eine Aufgabe, die in der Mittagspause zu lösen sei, heißt es in einer Pressemeldung zur Sendung. Welche, das werde noch nicht verraten.

Nach dem Gottesdienst essen alle zu Hause zu Mittag und dann werde losgezogen, um die Aufgabe zu erledigen. Um 16:00 Uhr sehe man sich dann wieder. Es werde gesungen, gebastelt, gekocht und natürlich gebe es auch wieder eine Geschichte mit Dominik. Für das Basteln und Kochen gab es ab Mitte Oktober eine Einkaufsliste.

Der Holzwurm Fribonius Maximilian Balthasar von Einzahn, genannt Fribo, und Dominik sind die Hauptakteure der Sendung „Fribos Dachboden“. Am 31. Oktober 2020 sind beide sowohl um 10.30 Uhr als auch um 16 Uhr auf dem Fernsehsender HopeTV (auch über Satellit und Kabel) zu sehen. Im Internet unter: http://www.fribos-dachboden.de/fribo-tag/ oder https://www.youtube.com/hopetvkinder.

Zur Einkaufsliste für den Fribo-Tag: https://bit.ly/35KTS6E.




Adventistische Einrichtungen begegnen Corona-Herausforderungen

Krisenstab tagt wieder
Am Mittwoch dieser Woche hat der Krisenstab der Freikirche erneut seine Tätigkeit aufgenommen. Teilgenommen haben nach Auskunft von Finanzvorstand Dieter Neef die Vertreter der einzelnen Landeskörperschaften der Freikirche in Deutschland sowie die Leiter der Einrichtungen und Institutionen. Dabei haben sich die Teilnehmenden darauf geeinigt, den Mitarbeitenden zu empfehlen, wo es möglich ist, auf Dienstreisen zu verzichten, bei unbedingt notwendigen Reisen keine öffentlichen Verkehrsmittel, sondern den PKW zu nutzen und wo es sinnvoll erscheine, auf home-office umzustellen. Es gebe eine weitere Reihe von Einzelmaßnahmen, wie z.B. die Nutzung von Mund-Nasen-Masken in den Büroräumen, sobald der eigene Arbeitsplatz verlassen wird. Der Krisenstab werde sich auf jeden Fall bis Ende November, vielleicht sogar bis zum Beginn der Weihnachtspause in wöchentlichem Rhythmus, jeweils mittwochs um 8:00 Uhr per Online-Meeting treffen.

Netzwerk Waldfriede
Bernd Quoß, der Geschäftsführer vom Netzwerk Waldfriede in Berlin berichtet von 2 positiv gemeldeten Patienten im Krankenhaus Waldfriede. Des Weiteren sei ein Mitarbeiter positiv getestet worden, ebenso 3 Bewohner des Seniorenhauses. 8 Mitarbeiter befänden sich insgesamt in Quarantäne. Weder auf den Stationen noch auf der Intensivstation verspürten sie einen markanten Fallzahlanstieg. Es zahle sich aus, dass sie seit April sehr hohe Sicherheitsvorkehrungen getroffen haben (Besuchsverbote für Angehörige, Screenings, Rachenabstiche, usw.) und streng auf die Einhaltung bei Mitarbeitern und Patienten/Besucher achteten. Ein großer Saal werde seit Mittwoch in eine Corona-Abstrichstelle umgewandelt, so dass er für Gottesdienste und Krankenhausveranstaltungen in den nächsten Monaten erneut nicht mehr zur Verfügung stehe.

Quoß betont, gemessen an der Netzwerkgröße mit 980 Mitarbeitern und täglich 500-700 Patienten, die sie versorgten, sei dies nicht besorgniserregend! „Ich hoffe, dass alles so bleibt, obwohl die Infektionszahlen in den nächsten Wochen noch einmal steigen werden!“ Die 100-Jahr-Feierlichkeiten im Januar seien leider wieder gefährdet und werden nochmals verschoben werden müssen.

Theologische Hochschule Friedensau
„Nach dem Ausbruch von Corona auf dem Campus“, so berichtet Kanzler Tobias Koch von der Theologischen Hochschule Friedensau, „versorgen wir zurzeit rund 70 Studierende in häuslicher Quarantäne. Um die Sicherheit für Studierende, Mitarbeiter, aber auch für Schülerinnen, Schüler und Senioren im Ort zu erhöhen, hat die Hochschule COVID19-Tests auf freiwilliger Basis angeboten.“
Außerdem erlebten sie eine starke Hilfsbereitschaft, Personen zu versorgen, die in Quarantäne sind. Das sei stellenweise ein Kraftakt und schon von der Logistik her nicht zu unterschätzen.

Um eine Weiterverbreitung des Virus zu vermeiden, seien auch die Schülerinnen und Schüler aus Friedensau sowie die Mitarbeiterinnen und Kinder der städtischen Kindertagesstätte zu einem freiwilligen Test eingeladen. Die Teststrategie sei mit dem Gesundheitsamt abgestimmt und solle dazu beizutragen, eine relative Sicherheit für die zu schaffen, die in die Umgebung müssten – wie zum Beispiel zum Schulbesuch oder zur Arbeit – und sich Sorgen machten, das Virus ungewollt zu verbreiten. „Wir haben die Eltern der Kinder aus Friedensau ermutigt, die Test¬ergebnisse abzuwarten, bevor sie ihre Kinder wieder in die Schulen und Kitas schicken.“ Bisher werde das Testangebot sehr gut angenommen.

Der Rektor, Prof. Dr. Roland Fischer, fügt hinzu: „Wir erfahren viel Unterstützung aus der ganzen Welt in der Fürbitte für Friedensau. Diese Verbundenheit gibt uns Kraft, diese Situation zu bewältigen. Jetzt beginnt die Organisation der Zeit nach der Quarantäne.“

Advent-Wohlfahrtswerk e. V.
Der geschäftsführende Vorsitzende des Advent-Wohlfahrtwerk e. V., Volkmar Proschwitz, zeigt eine detaillierte Aufstellung über die Situation seiner karitativen Einrichtungen. In der Bundesgeschäftsstelle in Hannover sei eine Person positiv getestet worden. Alle anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche direkten Kontakt mit der infizierten Person hatten, seien angewiesen worden, mit dem Hausarzt die weitere Vorgehensweise (z.B. Test) zu besprechen.

Im Seniorenheim Friedensau, das unmittelbar an den Hochschul-Campus grenzt, seien 2 Angestellte und 1 Bewohner positiv getestet worden. Wie schon im Frühjahr seien konsequente Hygiene- und Besuchsregeln in Kraft gesetzt worden. Besonders die hohe Anspannung und Auslastung der Angestellten in Kitas und Seniorenheimen sei eine besondere Herausforderung. Dies werde durch diverse Krankheitsausfälle des Personals noch verstärkt. Alle Einrichtungen arbeiteten eng mit den örtlichen Gesundheitsämtern zusammen und orientierten sich an den erforderlichen Hygienemaßnahmen.

Bekenntnisschulen unter Leitung der Freikirche
Nach Informationen von Christian Fischer von der kirchlichen Abteilung „Bildung und Erziehung“ gebe es keine Corona-Fälle in einer adventistischen Schule und auch keine Schulschließung. Alle Schulen hielten sich an die Hygienevorgaben und Maßnahmen der jeweiligen Länder. „Wir sind uns der gesundheitlichen und gesellschaftlichen Verantwortung bewusst.“ Herausfordernd werde sicherlich das regelmäßige Lüften bei steigenden Außentemperaturen.

Weitere Informationen unter www.adventisten.de.




Adventisten: Bedrohung der Religionsfreiheit auch hierzulande weiter ein Thema

Religionsfreiheit in weiten Teilen der Welt massiv eingeschränkt
Der jetzt vorgelegte „2. Bericht der Bundesregierung zur internationalen Lage der Religionsfreiheit“ mache auf dramatische Weise deutlich, dass in weiten Teilen der Welt die Religionsfreiheit massiv eingeschränkt werde. Allerdings würden nicht nur Christinnen und Christen, sondern auch Angehörige anderer Religions-gemeinschaften und Weltanschauungen Opfer von vielfacher Diskriminierung und Verfolgung. Dies sei in der Regel dann zu beobachten, wenn es sich um Minderheiten handelt. Gesetze gegen Blasphemie und Religionswechsel würden eingesetzt, um Meinungsfreiheit zu beschneiden und religiöses Leben zu kontrollieren. Der 212 Seiten umfassende Bericht zeige dies im thematischen Teil anhand von Einzelbeispielen und weise auch auf die starke Bedeutung der sozialen Netzwerke hin. Diese eröffneten einerseits für Viele die Möglichkeit, sich zu religiösen Themen zu engagieren. Andererseits stellten sie eine nahezu schrankenlose Quelle des Hasses und der Verunglimpfung Andersdenkender dar.

Auch in Deutschland gelebte Rücksichtnahme geboten

Der alphabetische Länderteil des Berichts beschreibe die Verletzungen der Religionsfreiheit in einer Vielzahl von Staaten, die zumeist außerhalb Europas liegen. Dies solle, so Dr. Mueller, nicht zu der Annahme führen, dass eine Bedrohung der Religionsfreiheit hierzulande kein Thema sei. Auch in Deutschland gelte es, die Existenz von religiösen und weltanschaulichen Minderheiten wahrzunehmen und sensibel mit ihren Anliegen umzugehen. Dazu gehöre eine im Alltag gelebte Rücksichtnahme auf Gebräuche, Feiertage und Verhaltensweisen, auch wenn diese nicht denen der Mehrheitsgesellschaft entsprächen.

International Religious Liberty Association (IRLA)
Bei einem kürzlich am Sitz der Weltkirchenleitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Silver Spring, Maryland/USA abgehaltenen Treffen erklärte Helio Carnassale, Direktor für öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit der Adventisten in Südamerika: „Ohne Religionsfreiheit hören andere Freiheiten auf, zu existieren, einschließlich der Ausübung und des Vorrechts, seinen Glauben anderen mitzuteilen.“ Bereits 1893, nur 30 Jahre nach ihrer Gründung, habe die Freikirche begonnen, dieses Recht zu verteidigen, indem sie die International Religious Liberty Association (IRLA) gründete. IRLA sei die älteste Organisation der Welt, die sich für die Verteidigung der Religionsfreiheit aller Menschen einsetze. Organisationen und Einzelpersonen kämpften heute jedoch täglich für diese Sache. Um ihnen eine Stimme zu geben, verfüge die Freikirche über Einrichtungen, die sich der Gewährleistung der Religionsfreiheit für alle Menschen widme.

Deutsche Vereinigung für Religionsfreiheit e.V. (DVR)
Die DVR ist ein Zweig der Internationalen Vereinigung zur Verteidigung und Förderung der Religionsfreiheit (IRLA), die 1946 von dem Arzt Dr. Jean Nussbaum in Paris gegründet wurde und heute ihren Sitz in Bern hat. Ziel der Vereinigung ist die Förderung und Wahrung der Grundsätze der Religionsfreiheit, die wissenschaftliche Erforschung der Grundrechte der Glaubens- und Gewissensfreiheit sowie die Förderung der allgemeinen Toleranz durch Wahrung der Rechte des Einzelnen, seinen Glauben und seine Überzeugung öffentlich oder privat zu vertreten.

Institut für Religionsfreiheit (An-Institut)

Das Institut für Religionsfreiheit ist eine Einrichtung der Deutschen Vereinigung für Religionsfreiheit e.V. an der von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten unterhaltenen Theologischen Hochschule Friedensau. Zielsetzung ist es, nationale und internationale Fragen der Religionsfreiheit sowie der Beziehung Kirche – Staat aus juristischer, theologischer und historischer Sicht wissenschaftlich zu behandeln. Es sollen Ergebnisse und Antworten verfügbar gemacht werden, die besonders die Anliegen von Freikirchen und religiösen Minderheiten berücksichtigen. Es gilt, die Art der Gewährleistung von Religionsfreiheit zu beobachten und Verstöße gegebenenfalls zu dokumentieren.

Das Institut bietet an, Forschungsaufträge zu vergeben und zu begleiten sowie gutachterliche Stellungnahmen zu aktuellen Themen der Religions- und Gewissensfreiheit unter Berücksichtigung religionsrechtlicher und/oder staatskirchenrechtlicher Gesichtspunkte abzugeben. Auch im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit kann das Institut tätig werden.

Zur Webseite der DVR: http://dv-religionsfreiheit.org/home.




Am 24. Oktober die Schöpfung feiern

Seit 2009 Schöpfungssabbat
Im Jahre 2009 wurde das Ereignis am 24. Oktober zum ersten Mal zelebriert. Dies habe mehr mit dem Jahr als mit dem Tag des Ereignisses zu tun, da 2009 der 200. Jahrestag der Geburt von Charles Darwin und der 150. Jahrestag seines Buches „The Origin of Species by Natural Selection“ (Der Ursprung der Arten durch natürliche Auslese) gefeiert wurde. Nikolaus Satelmajer, der damalige stellvertretende Sekretär der Predigtamtsabteilung der Freikirche, organisierte die Veranstaltung. Ursprünglich sei nicht geplant gewesen, dass dies eine jährlich wiederkehrende Angelegenheit werden sollte, aber die erfolgreiche Teilnahme und der Enthusiasmus hätten zu einer jährlichen, weltweiten Feier des Schöpfungssabbats geführt.

Gedenktag der Schöpfung
Gott sagt in den Geboten: „Gedenkt des Sabbattages, dass ihr ihn heilighaltet“ (Die Bibel – Exodus 20,8). Aber das Gebot höre hier nicht auf. Nachdem er festgelegt habe, dass die Sabbatruhe für die ganze Schöpfung gelte, erklärte Gott, warum der Mensch ruhen solle: „Denn in sechs Tagen schuf der Herr Himmel und Erde und das Meer und alles, was darin ist, und ruhte am siebten Tag. Darum segnete der Herr den Sabbattag und heiligte ihn.“ (Die Bibel – Exodus 20:11). Der Gott, den die Christen anbeten, sei der Schöpfer aller Dinge. So wie die Menschen aus Gnade gerettet sind, so seien sie aus Gnade geschaffen worden, denn Schöpfer und Erlöser zu sein, gehe Hand in Hand.

Dennoch sei es leicht, zu vergessen, „zu gedenken“. Deshalb brauchten wir den Schöpfungssabbat, um uns „zu erinnern“. Die Sabbate könnten mit anderen Dingen belegt werden und diese Dinge könnten wirklich wichtig sein, aber nichts sei wichtiger, als sich daran zu erinnern, dass Gott der Schöpfer sei. Im Gegensatz zu allen „falschen Göttern“ erwarte er nicht, dass wir uns seine Gunst in irgendeiner Weise verdienen. Der einzigartige Gott, der in der Bibel offenbart werde, bitte uns vielmehr, bei ihm zu ruhen und nicht zu arbeiten, um seine Aufmerksamkeit zu erlangen oder unsere eigene Erlösung zu verdienen (was ohnehin unmöglich wäre), so die Hinweise zum Hintergrund dieses Tages.

Besondere Zeit des Feierns

Der Schöpfungssabbat sei ein besonderer Sabbat, der dazu bestimmt sei, die Aufmerksamkeit wieder auf das zentrale Thema der Bibel zu lenken; der Liebe des Schöpfers zu den Menschen. Der Schöpfungssabbat sei daher eine „besondere Zeit des Feierns, eine Gelegenheit, sich darüber zu freuen, was Gott getan hat, ihn für die reichen Gaben zu preisen, die er uns geschenkt hat und mit ihm zu ruhen, während wir uns an der Schöpfung erfreuen, die er geschaffen hat, um unser Leben zu erhalten und denen Freude zu bringen, die ihn kennen.“

Ein VideoClip zum Schöpfungssabbat: https://youtu.be/ZaGAlueGG2E.




Andachtskalender 2021 mit Bibeltext für jeden Tag

Ein Bibeltext für jeden Tag
Fast 109 Autoren aus unterschiedlichen Generationen und Berufsschichten schreiben darüber, wie und wo sie Gott im Alltag erlebt haben. Der Schwerpunkt liege dabei mal auf der Deutung des vorangestellten Bibeltextes, mal auf den persönlichen Gedanken und Fragen zu Erlebnissen, Tagesereignissen und modernen Gleichnissen, so Jessica Schultka, die Verlagsleiterin. So entstehe eine Vielfalt, die den Leser dazu einlade, die Augen für Gottes Wirken im eigenen Leben Tag für Tag offen zu halten.

Andachtskalender mit Tradition und hoher Auflage

Schon in den 1930er Jahren habe es den Abreißkalender aus dem Advent-Verlag gegeben. Zwei Seiten für jeden Tag mit Sonnenaufgang und -untergangszeiten. In seiner jetzigen Form sei er erstmals Anfang der 1990er Jahre erschienen. Zuvor hätte es in der DDR ein eigenes Andachtsbuch gegeben, während es in der BRD den Abreißkalender gab. Nach der Wende habe, laut Schultka, das damals noch in Hamburg ansässige Verlagshaus entschieden, künftig sowohl das erfolgreiche Andachtsbuch als auch den Abreißkalender herauszugeben. Beide Artikel spielen im Verlagsprogramm bis heute eine große Rolle, wobei das Andachtsbuch inzwischen weitaus gefragter sei. Die Gesamtauflage für Andachtsbuch und Abreißkalender betrage 16.000 Stück. Kunden in der Schweiz und in Österreich würden durch örtliche Verlage beliefert, die die Kalender vom Advent-Verlag beziehen.

Idealer Begleiter durch das ganze Jahr
Nach den Worten von Jessica Schultka sei das 768 Seiten umfassende Andachtsbuch „der ideale Begleiter durch das ganze Jahr.“ Viele der Leser starteten mit dem Andachtsbuch in den Tag und seien dankbar, weil es Gottes Wort mit ihrem Leben verknüpfe. „Für mich ist das Andachtsbuch so wertvoll, weil wir viele verschiedene Schreiber haben, die sich daran beteiligen, und es so zu einem Produkt machen, das die geistliche Gemeinschaft stärkt und … adventistische Identität in Deutschland mitprägt.“

Die Advent-Verlag GmbH

Seit 125 Jahren ist der Advent-Verlag Lüneburg der offizielle Verlag der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Mit ihren Publikationen bieten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Traditionsverlages den Lesern Orientierung in Sinn- und Lebensfragen und sprechen sie ganzheitlich und generationenübergreifend an. Sie wollen nach eigener Beschreibung dazu anregen, über Gott nachzudenken und den biblischen Glauben authentisch im Alltag zu leben, indem sie ihn nachhaltig fördern, vertiefen und begleiten gemäß ihrem Motto: „Wir schaffen Worte, die bleiben.“

Weitere Infos zum Andachtskalender: https://advent-verlag.de/mein-glaube/




COVID-19 trifft auf Hochschule Friedensau – Präsenzstudium teilweise ausgesetzt

Studierende positiv auf COVID-19 getestet
Die internationalen Studierenden befanden sich vom 5. Oktober 2020 an für fünf Tage zu Studienzwecken in Göttingen, um im Rahmen ihres Masterstudiums im sogenannten Iduna-Zentrum eine Sozialanalyse zu erheben. Wie eine Sprecherin der Hochschule mitteilt, zeigten sich nach Rückkehr der Gruppe nach wenigen Tagen bei einer Studierenden Covid-19-Symptome. Ein sofort veran¬lasster Covid-19-Test sei positiv gewesen. Alle teilnehmenden Studierenden und Lehrenden der Exkursion befänden sich nun als Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne und würden dort in enger Kooperation mit dem Gesundheitsamt betreut. Zehn weitere Tests seien veranlasst worden. Studienveranstaltungen im Programm „International Social Sciences“ fänden nun über Zoom oder Moodle statt.

Zuvor hatte ein Student bei seiner Rückkehr aus Tschechien ein positives Testergebnis vorzuweisen, ohne jedoch Symptome zu zeigen. Er befindet sich seither mit seiner Familie ebenfalls in häuslicher Quarantäne.

ThHF setzt auf Einhaltung aller Hygienestandards

Wie die Leitung der Hochschule mitteilt, setze sie weiterhin auf die konsequente Einhaltung aller Hygienestandards, um der Weiterverbreitung des Covid-19-Virus keine Chance zu geben.

Theologische Hochschule Friedensau
Die Theologische Hochschule Friedensau ist eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Hier können acht B.A.- und M.A.-Studiengänge – zum Teil berufsbegleitend – in den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie sowie ein Kurs ‚Deutsch als Fremdsprache‘ belegt werden. Etwa 30 Nationen sind unter den Studierenden und Lehrenden vertreten.




Buchrezension: Lieber Gott, ich muss dir was erzählen

Nach vielen Jahren hat der Advent-Verlag Lüneburg wieder ein neues Kinderbuch herausgegeben. Gemeinsam mit ihrer 13-jährigen Tochter hat Autorin Mirjam Nietz ein außergewöhnliches Andachtsbuch verfasst. Außergewöhnlich daran ist, dass es von einem Mutter/Tochter-Duo geschrieben und illustriert wurde. Die Autorin Mirjam Nietz hat die Geschichten verfasst und ihre erst 13-jährige Tochter hat die wunderschönen und farbigen Illustrationen für dieses Buch gezeichnet.

Worum geht es? Das 19 x 25 cm große und farbig und übersichtlich gestaltete Buch nimmt Kinder und Eltern mit auf eine Reise in das Alltagsleben von Familie Anders. Durch das ganze Jahr hindurch schreibt Anna ihr Tagebuch in kindlichem Vertrauen an Gott und teilt mit ihm ihre Erlebnisse, Gedanken und Gefühle. Sie greift Fragen auf, die den christlichen Glauben betreffen und mit denen sich eine ganz normale 8-jährige beschäftigt. Dabei lernen wir nicht nur Anna, ihre Mama, ihren Papa und ihren kleinen Bruder Freddie kennen. Oma und Opa Lala gehören genauso zur Familie wie Oma Hille, Tante Zimt, der große Bruder Lars, Cousine Lydia und Anna’s bester Freund Nicki. Das Buch enthält 103 Andachten mit bunten Illustrationen und Bibeltexten. Es ist „für Kinder von 5 – 99 Jahren“, wie es auf dem Buchumschlag heißt, sowohl zum Vorlesen als auch zum Selberlesen geeignet.

Die Andachten folgen dem Jahreszyklus von Januar bis Dezember. Sie sind kurzgehalten und kindgerecht geschrieben. Der eigentliche Wert der Andacht liegt in der Aufgabe, zu der am Ende jeder Andacht aufgerufen wird. So z. B. am 6. Juni, wo es um Erdbeeren geht: „Welche Früchte habt ihr gerade zu Hause? Erfindet eine Marmeladensorte, die es noch nicht gibt. Zumindest nicht bei euch im Vorratsschrank.“ Die Kreativität und Vorstellungskraft der Kinder werden bei jeder Andacht erneut gefördert. Einzig und allein der Bibeltext scheint nicht so recht für ein Kind im Alter von 5 Jahren zu passen. Hier sind Eltern gefordert, den Gehalt des Textes und den Bezug zur Geschichte verständlich zu machen.

Mit der Publikation wagt sich der Advent-Verlag wieder in die Kinderbuchsparte, die für viele Jahre ein bedeutsamer Bestandteil des Verlagsprogramms war. Dafür gebührt ihm schon jetzt ein großes Dankeschön. Bleibt zu hoffen, dass dieses Produkt nicht ein Einzelgänger bleibt, sondern dass noch etliche weitere in dieser Machart folgen werden. Stephan G. Brass

Die Rezension kann als Dokument heruntergeladen werden: https://www.apd.info/wp-content/uploads/2020/10/Rezension-Mirjam-Nietz-1.pdf




HOPE MEDIA DAY in diesem Jahr als Live-Online-Event

9. Media Day
Zum 9. Mal veranstaltet das Medienzentrum der Adventisten in diesem Jahr den Tag für Medienschaffende. Die Themen behandeln Social Media, Print, Web, Journalismus, PR, Design Audio und Video im Raum der Kirche. Zum ersten Mal wendet sich das Angebot auch an interessierte PastorInnen, GemeindeleiterInnen, Gemeinde-TechnikerInnen und JugendleiterInnen.

Projektvorstellungen und Erfahrungsaustausch
Wieder nehmen kreative Köpfe mit der Vorstellung ihrer Projekte am Hope Media Day Wettbewerb teil. Dieser sogenannte Project Slam ermöglicht nach Aussage von René Walter, Direktor PR und Marketing bei Hope Media Europe und Koordinator des Medientages, einen Einblick in das digitale Schaffen kirchlicher Medienleute. In drei weiteren Sessions gehe es um rechtliche Rahmenbedingungen rund ums Livestreamen, um einen Erfahrungsaustausch und Best Practices von einzelnen Kirchengemeinden zum Thema „Livestreaming in Gottesdiensten und Veranstaltungen“ und um Tipps und Impulse, wie medienschaffende Freiberufler durch die Auftragsflaute-Zeiten kommen können.

Hauptreferentin Cami Oetmann

Als Keynote-Sprecherin ist Cami Oetmann aus den USA vorgesehen. Sie ist Evangelistin und war die Sprecherin für die 2020 durchgeführte globale digitale Evangelisation „Unlocking Bible Prophecies“ von Adventist World Radio. Ihr Anliegen: Evangelisation im Web.

Medienzentrum Hope Media Europe

Hope Media Europe ist eine Medienagentur der protestantischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Körperschaft des Öffentlichen Rechts. Träger ist der Verein Stimme der Hoffnung e.V. In über 213 Ländern weltweit gehören heute über 21 Millionen Menschen verschiedener Sprachen und Kulturen mehr als 81.000 Kirchengemeinden an. Als einer der ersten christlichen Radiosender in Deutschland überhaupt, nahm der Verein STIMME DER HOFFNUNG im Jahr 1948 seine Arbeit auf. Heute kann Hope Media Europe auf über 71 Jahre bewegter Geschichte zurückblicken. Inzwischen ist daraus ein modernes Medienzentrum in Alsbach-Hähnlein bei Frankfurt geworden.

Weitere Information und Anmeldung: www.mediaday.de.




In Vertrauen und Hoffnung investieren

„Die Währung der Kirche ist Hoffnung und Vertrauen“, beschrieb Harald Rückert in seiner Predigt zum Abschluss der Konferenz die „Funktionsweise“ der Kirche. In der Annaberger St. Annenkirche nannte der für Deutschland zuständige Bischof der EmK dabei den Unterschied zwischen Kirche und Wirtschaft. In Letzterer müsse Kapital investiert und unbedingt Wachstum erzielt werden. Demgegenüber gehe es in der Kirche darum, „in Vertrauen und Hoffnung zu investieren“. Das gelte auch in der aktuellen Situation, in der sich Kirche und Gesellschaft befänden.

Mehr Einnahmen, weniger Schulden

Ein Hauptthema der komprimierten Tagesordnung war die Darstellung der Finanzsituation der Ostdeutschen Konferenz. Die vor neun Jahren eingeführte „Initiative 50“ habe zu erfreulichen Einnahmesteigerungen geführt, so der erst seit einem Jahr im Amt befindliche Schatzmeister Jörg Ringeis. Der Gebedurchschnitt der Kirchenmitglieder im Konferenzgebiet wäre in dieser Zeit von jährlich rund 400 Euro auf knapp 550 Euro gestiegen. Damit seien die Jahreseinnahmen innerhalb von neun Jahren von 3,6 Millionen Euro auf vier Millionen gestiegen. Erklärtes Ziel dieser „Initiative 50“ war es, dass jedes Kirchenglied im Monat fünfzig Euro zum Haushalt der Gemeinde und Kirche beiträgt, im Jahr also 600 Euro. Die Steigerungen wären beachtlich, wobei das Ziel aufs Ganze gesehen noch nicht erreicht sei. Ein Drittel der 50 Bezirke der Ostdeutschen Konferenz habe den als Ziel formulierten Durchschnitt von 600 Euro erreicht oder übertroffen. Die anderen Gemeindebezirke hätten die Einnahmen mehr oder weniger steigern können, blieben aber noch hinter dem ausgelobten Ziel zurück.

Nebeneffekt der Einnahmesteigerung sei der Schuldenabbau. Seit 2010 habe sich die Schuldenlast der Bezirke von 2,6 Millionen Euro auf 1,25 Millionen Euro mehr als halbiert. Die Rücklagen hätten sich in diesem Zeitraum von 564.000 Euro auf 971.000 Euro erhöht. Auf Basis dieser Zahlen beschloss die Konferenz für die Jahre 2020 bis 2022 nur eine moderate Erhöhung der Beteiligung der Gemeinden am Gesamthaushalt der Kirche um jeweils 1,25 Prozent.

Starke Veränderungen durch Corona
Zweites großes Thema war der Erfahrungsaustausch zur Situation in den Gemeinden seit dem Beginn der Corona-Pandemie im März. Die zunächst ausgefallenen und erst nach und nach seit Mai wieder möglichen Gottesdienste mit Besucherpräsenz hätten alle Gemeinden stark herausgefordert. Mit einem Mal seien neue Formate nötig geworden, wodurch sich die Arbeit in den Gemeinden stark verändert habe. Dazu zählten per Video und Internet übertragene Gottesdienste, aber auch die Herausforderung, wie Personen in den Gemeinden erreicht werden könnten, wenn diese nicht „in der digitalen Welt“ zuhause sind.

Mehrfach betont wurde in der Diskussion, dass es „kein Zurück in die Zeit vor Corona“ gebe. Außerdem müsse die Kirche sich Zeit dafür nehmen, zu erkennen wie die Corona-Pandemie die Gesellschaft und den Lebensalltag verändert habe. Eine Arbeitsgruppe soll die Erfahrungen bündeln und Vorschläge unterbreiten, wie das durch die Corona-Pandemie veränderte Gemeindeleben künftig weiterentwickelt werden kann. Dazu gehörte auch der Vorschlag, eine „Internetgemeinde“ zu gründen. Ergebnisse der Arbeitsgruppe würden bei der Jährlichen Konferenz im kommenden Jahr erwartet.

EmK in Ostdeutschland

Die Zahl der Kirchenglieder und Kirchenangehörigen der Evangelisch-methodistischen Kirche im Gebiet der Ostdeutschen Konferenz sank leicht auf 11.995 (Vorjahr: 12.152). Die Ostdeutsche Konferenz umfasst 116 Gemeinden in 50 Bezirken in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Weitere Informationen: www.emk-ojk.de




Der 13. Oktober ist Internationaler Tag der Katastrophenvorsorge

Laut der „Aktion Deutschland hilft“, einem 2001 gegründeten Bündnis von 23 renommierten deutschen Hilfsorganisationen unter der Schirmherrschaft von Alt-Bundespräsident Horst Köhler, waren allein im Jahre 2019 94,9 Millionen Menschen von Naturkatastrophen und extremen Wetterereignissen betroffen. Als Folge des menschengemachten Klimawandels würden diese Katastrophen häufiger und heftiger. Und auch aufgrund der Corona-Pandemie, Grenzschließungen und Lieferengpässen habe die Bedeutung der Vorsorge zugenommen.

Das sei das Ziel von Katastrophenvorsorge: Menschen besser vor Naturkatastrophen schützen und Leben retten! Jedes Jahr sorgten Wetterextreme wie Dürren, tropische Wirbelstürme oder Überschwemmungen für materielle, ökologische und ökonomische Schäden – und für großes menschliches Leid. Erdbeben oder Tsunamis seien schwere Naturkatastrophen, die oft ohne Vorankündigung geschehen und viele Tote und Verletzte fordern können.

Für das Aktionsbündnismitglied ADRA spiele das Thema bei der Projektplanung schon lange eine wichtige Rolle. So würden etwa Landwirtschafts- und Naturschutzprojekte auch in Sachen Katastrophenvorsorge nachhaltiger gestaltet. Staaten und Gemeinden würden zu Zivilschutzplänen beraten und es werde über Trainings Aufklärung für gefährdete Bevölkerungsgruppen geleistet. In den letzten Jahren habe es erfolgreiche ADRA-Projekte mit Schwerpunkten in der vorbeugenden Katastrophenhilfe unter anderem in Nepal, Indien, Somalia, auf den Philippinen, den Fidschi-Inseln, in Papua-Neuguinea und auf Madagaskar gegeben.




Theologische Hochschule Friedensau eröffnet Studienjahr und verleiht akademische Grade

Campus-Hochschule tolerant, vertrauensvoll, multikulturell und kooperativ
In seiner Ansprache zu Beginn des Studienjahres wechselte Rektor Fischer vom Deutschen ins Englische. Nicht zuletzt deshalb, weil mehr als zwei Drittel der Studierenden aus dem nicht deutschsprachigen Ausland das Studium in Friedensau beginnen. Er sagte unter anderem: „Wir sind eine Campus-Hochschule, auf der unsere Lehrenden, Angestellten und Studierenden eine vertrauensvolle, tolerante, multikulturelle und kooperative Lebensgemeinschaft bilden. Wir wollen alle Mitglieder dieser Gemeinschaft ganzheitlich fördern.“ Die Gleichheit von Frauen und Männern sei hierbei eine Grundgegebenheit ebenso wie der Respekt vor anderen Religionen, Weltanschauungen und Kulturen. Als familienfreundliche Hochschule wäre es ihr Anliegen, mit entsprechenden Rahmenbedingungen die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie zu erleichtern. Dazu trage auch die großzügige Struktur des Campus mit seiner Einbettung in die Natur bei.

Acht B.A. und M.A. Studiengänge
Die neuen Studierenden belegen nach Auskunft der Pressestelle die Studiengänge B.A. Theologie und Soziale Arbeit sowie M.A. Theologie (deutsch- und englischsprachig), Counseling (Ehe-, Familien- und Lebensberatung), Musiktherapie und Internationale Sozialwissenschaften (englischsprachig) sowie den Kurs Deutsch als Fremdsprache. Neu ausgerichtet starte der Studiengang B.A. Theologie, der nun von Anfang an stärker praxisorientiert angelegt sei; außerdem der Studiengang B.A. Soziale Arbeit + Gemeindepädagogik, der unter Berücksichtigung der besonderen Belange der lokalen Gemeindearbeit konzipiert wurde. Die genauen Zahlen der neu eingeschriebenen Studierenden stand noch nicht fest, da derzeit Corona bedingt noch Einreisebeschränkungen für etliche aus dem Ausland bestehen.

One-Year-for-Jesus-Kurs
Auch wurden die Teilnehmer des Kurses One-Year-for-Jesus (1Y4J) begrüßt, die derzeit in Friedensau einen Teil ihres besonderen „Freiwilligen Sozialen Jahres“ verbringen und hier etwas über Theorie und Praxis der Jugendarbeit in den Kirchengemeinden vor Ort erfahren.

34 Graduierende
Bei der Graduierungsfeier am Sonntag, 11. Oktober 2020, wurde 34 Absolventinnen und Absolventen Urkunden und Diplome überreicht. Die Festansprache hielt Christian Molke, geschäftsführender Vorstand der Hilfsorganisation ADRA Deutschland e.V. Die Dekane der beiden Fachbereiche, Prof. Dr. Thomas Spiegler, und Prof. Stefan Höschele, sowie der Rektor, Prof. Dr. Roland Fischer, gratulierten und überreichten die Urkunden, außerdem verschiedene Preise an besonders engagierte und ambitionierte Studentinnen und Studenten. Den Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender erhielt Isaac Adjei, M.A. International Social Sciences (Abschluss 2020). Der Förderpreis der Sparkasse Jerichower Land ging an Tobias Nitzsche, B.A.-Student Soziale Arbeit, für sein besonderes Engagement im Fachbereich Christliches Sozial¬wesen. Aus den Händen von Heike Fischer, der zweiten Vorsitzenden des Fördervereins „Freundeskreis Friedensau International“ e.V. wurde der Waltraud-und-Herbert-Blomstedt-Preis für Theologie an Darja Schneider (M.A. Theologie) vergeben. Den Blomstedt-Preis für Musik erhielten Melanie Bahr (M.A.-Studentin Counseling), Lea Jelinek (B.A.-Studentin Soziale Arbeit) und Mark Ato Baah-Nyarkoh (M.A.-Student International Social Sciences).

Theologische Hochschule Friedensau bei Magdeburg

Die Theologische Hochschule Friedensau ist eine seit 30 Jahren staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Hier können acht B.A.- und M.A.-Studiengänge – zum Teil berufsbegleitend – in den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie sowie ein Kurs ‚Deutsch als Fremdsprache‘ belegt werden. Etwa 30 Nationen sind unter den Studierenden und Lehrenden vertreten. Studieninteressierte können sich zu Schnuppertagen anmelden und das Leben im Hörsaal und auf dem Campus kennenlernen: https://www.thh-friedensau.de.




Senioren- und Pflegeheim „Haus Wittelsbach“ in Bad Aibling wird Teil des AWW-Netzwerkes

Bereits am 19.06. fand in Hannover die Gründungsversammlung für die Umwandlung des Vereins in eine gemeinnützige GmbH statt. Dabei wurden sowohl die „AWW Haus Wittelsbach Senioren- und Pflegheim gGmbH“ für den Geschäftsbetrieb Seniorenheim und die „AWW Verwaltungsgesellschaft Haus Wittelsbach gGmbH“ für Grundvermögen und Betriebstechnik gegründet.

Die Gesellschafter der neu gegründeten gGmbHs sind mit 51% das AWW sowie mit jeweils 24,5 % die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (STA) im Süddeutschen Verband KdöR und die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Bayern KdöR. Andreas Heuck, seit März diesen Jahres Heimleiter in Bad Aibling, wurde zum Geschäftsführer der Gesellschaft berufen. Mit dem „Advent-Kinderhaus am Kurpark“ (ebenfalls einer Einrichtung des AWW in Bad Aibling) gibt es bereits eine gute Zusammenarbeit, die sich nun weiter entwickeln wird.

Mit dieser Umwandlung in eine gemeinnützige Gesellschaft ist auch das Seniorenheim in Bad Aibling Teil des bundesweiten AWW-Netzwerkes. Vier weitere Seniorenheime gehören dazu und befinden sich in Friedensau bei Magdeburg, in Berlin-Steglitz, in Neandertal bei Mettmann und in Uelzen.

Das Senioren- und Pflegheim Haus Wittelsbach im oberbayerischen Bad Aibling ist ein Seniorenheim mit vollstationärer Pflege und Kurzzeitpflege. Das Haus ist eine „rauchfreie Zone“ und bietet 30 rüstigen und 125 pflegebedürftigen Senioren Platz. Vor zwei Jahren war der in die Jahre gekommene Südflügel abgerissen worden. Im Sommer diesen Jahres wurde ein Neubau für 56 Pflegeplätze an gleicher Stelle bezogen.

Weitere Informationen zu den AWW-Seniorenheimen und zum Haus Wittelsbach hier.




500 Jahre Täuferbewegung von 1525 - 2025

Altes hinterfragen, Neues wagen
Der Initiative gehe es darum, aus der Geschichte für den Glauben und das gesellschaftliche Engagement heute zu lernen, betonte die 1. Vorsitzende des Vereins „500 Jahre Täuferbewegung“, die Mennonitin Privatdozentin Dr. Astrid von Schlachta. „500 Jahre Täuferbewegung lehren uns: Um authentisch Glauben zu leben, muss Altes hinterfragt und Neues gewagt werden in der Verantwortung vor Gott und den Menschen, immer wieder aufs Neue.“ Da die Täufer in ihrem Einsatz sehr mutig gewesen seien, habe man über alle fünf Themenjahre die Überschrift „gewagt!“ gesetzt, erklärte der 2. Vereinsvorsitzende, der Baptist Dr. Andreas Liese: „Die Täufer und Täuferinnen haben es gewagt, gegen große Widerstände nach ihrem Gewissen und entsprechend ihrer biblischen Erkenntnis zu handeln.“

Unter der Überschrift „gewagt!“ geht es in den Themenjahren um „mündig leben“ (2020), „gemeinsam leben“ (2021), „konsequent leben“ (2022), „gewaltlos leben“ (2023) und „Hoffnung leben“ (2024). Für das Jahr 2025 seien mehrere Gedenkveranstaltungen geplant, die an die erste täuferische Glaubenstaufe 1525 in Zürich erinnern.

Mennoniten, Baptisten und ACK gemeinsam
Das Spektrum täuferischer Kirchen sei weit. Zwei von ihnen laden gemeinsam mit dem Verein „500 Jahre Täuferbewegung 2025“ sowie der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) zum Auftakt in Hamburg ein: Die Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland (AMG) und der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (BEFG), zu dem Baptisten- und Brüdergemeinden gehören. Während die Mennoniten geschichtlich unmittelbar zur Täuferbewegung gehörten, sind die Baptisten im Zusammenhang mit der englischen Reformation zu Beginn des 17. Jahrhunderts entstanden, zählten aber zu den täuferischen Kirchen.

Für die AMG-Vorsitzende Doris Hege sind 500 Jahre Täuferbewegung „ein guter Grund, sich mit den Anliegen der Bewegung zu befassen. Es gehe nicht darum, im Rückblick manches zu verklären, sondern erneut diese Themen – wie den Einsatz für Frieden – zu unseren zu machen.“ Auch für BEFG-Präsident Michael Noss geht es darum, „die Gegenwart zu begreifen und zu überlegen, was die Grundwerte unserer Überzeugung für die Zukunft bedeuten.“ Für die Themenjahre wünsche er sich, dass sie „ein friedliches Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Religionen und Glaubensüberzeugungen stärken und in eine ökumenische Weite führen.“ Diese ökumenische Weite sei auch für den ACK-Vorsitzenden, Erzpriester Radu Constantin Miron, unerlässlich.

In seinem Grußwort zur Initiative schrieb Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: „Jeder soll hier nach seinem Glauben leben können und dürfen – ohne Angst, aber auch ohne Machtanspruch. Dass dieses Verständnis von Religionsfreiheit heute Grundlage unseres Zusammenlebens ist, dazu hat auch die täuferische Tradition beigetragen mit ihrem Beharren auf der Freiheit des Einzelnen, der Begrenzung staatlicher Macht in Glaubensfragen und der Ablehnung von Gewalt.“

Podiumsdiskussion und Gottesdienst in Hamburger Mennonitengemeinde
Die Eröffnung des Täufergedenkens findet am 10. Oktober in der Mennonitengemeinde, Mennonitenstraße 20, in Hamburg statt. Sie beginnt um 17 Uhr mit einer Podiumsdiskussion, bei der Vertreterinnen und Vertreter von Freikirchen mit dem Beauftragten der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit Markus Grübel, Mitglied des Deutschen Bundestages, diskutieren. Nach einem Empfang um 18:30 Uhr folgt um 19:30 Uhr der Ökumenische Eröffnungsgottesdienst. Die Eröffnung wird auch per Livestream übertragen (Gottesdienst: www.baptisten.de/livestream-auftakt-500 und Podiumsdiskussion per Zoom: tinyurl.com/y6d6ocrg).

Nachdenken über Vergangenes, um das Heute und Morgen zu gestalten

„Gewagt! 500 Jahre Täuferbewegung“ lädt zu einem fünfjährigen gemeinsamen Weg ein, über Geschichte, Erinnerung, Tradition und Erbe nachzudenken, um das Heute und Morgen zu gestalten und ökumenische Impulse zu setzen. Begleitet wird das Nachdenken durch jährlich erscheinende Broschüren, die in Gesprächs- und Hauskreisen, Gemeinden, ökumenischen Gremien und Bildungseinrichtungen zu Diskussionen über das jeweilige Jahresthema anregen können. Ausstellungen, Materialien für Schule und Bildungsinstitutionen sowie Tagungen sollen die Auseinandersetzung mit den zurückliegenden 500 Jahren täuferischer Geschichte illustrieren und vertiefen. Weitere Informationen: www.taeuferbewegung2025.de.




Marburger Medien übernehmen gott.net e.V.

Ausschlaggebend dafür, sich nun an die Stiftung Marburger Medien zu wenden, seien für den Vorstand von gott.net der gemeinsame Herzschlag, viel Erfahrung in christlicher Medienarbeit und das Potenzial der Stiftung, gott.net zukunftsfähig weiterzuentwickeln gewesen. „Das Anliegen von gott.net, dass Gott im Alltag möglichst vieler Menschen zu Wort kommt, hat viel mit den Zielen der Stiftung gemeinsam. Deshalb bin ich mir sicher: Die Zukunft von gott.net ist bei den Marburger Medien in guten Händen“, sagt Dieter Kohl, der die Integration in die Stiftung weiter begleiten werde. Damit hätten sich zwei Partner zusammengetan, die sich gut ergänzten.

Mit dem ersten Plakat „Wir müssen miteinander reden. – Gott“ in den 90er-Jahren traf Dieter Kohl, der Erfinder, kreative Kopf und Gestalter von gott.net, einen Nerv. Bald schon gingen viele positive Rückmeldungen von Menschen ein, die durch die Plakate Zuspruch erfahren oder neue Hoffnung bekommen hatten. Schnell entstand eine vielfältige Medienarbeit mit inzwischen über 300 Motiven. Auf Mega-Postern an der Autobahn, auf Postkarten, auf der Internetseite oder im SMS-Service komme Gott zu Wort. Das Kennzeichen von gott.net: markante Titel und griffige Aussagen sowie herausfordernde Texte mit überraschenden Zugängen zur christlichen Botschaft.

Frieder Trommer, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Marburger Medien, betont: „Niemand sonst bringt im deutschsprachigen Raum Gottes Zusagen so plakativ zur Geltung. Millionen von Menschen werden monatlich an den realen und digitalen Autobahnen von Gott angesprochen und ermutigt, ihm persönlich zu antworten. Das möchten wir gerne erhalten und weiter gestalten.“ Die Stiftung Marburger Medien freue sich nun, ihre konfessionsübergreifende Reichweite zu vergrößern.

Die vergangenen vier Monate seien für den Umzug des Lagers, für die Integration der Produkte in den gemeinsamen Shop und für die Gestaltung einer neuen Website genutzt worden. Profitieren sollten dabei die Freunde beider Werke. Der gott.net e.V. werde sich nun auflösen und die Arbeit werde als eine Marke der Stiftung Marburger Medien weitergeführt.

Der überkonfessionell besetzte Verein gott.net e.V. wurde 2002 durch Johannes Broxtermann, Monika Deitenbeck-Goseberg (verstorben), Steve Volke und Dieter Kohl ins Leben gerufen. Durch geeignete Medien (Print und Digital) und deren Vermittlung sollte die Verbreitung der christlichen Botschaft gefördert werden und Gott bei Menschen an Bedeutung gewinnen. 2004 erhielt das Plakat „Wir müssen miteinander reden – Gott“ die silberne Auszeichnung in der Kategorie „Kultur“ des Deutschen Plakat Grand Prix.

Die Stiftung Marburger Medien will Glauben sichtbar machen und stellt dazu jährlich ca. 10 Millionen christliche Medien wie Karten, Themenflyer, Give-Aways, Bibelteile, Magazine und Broschüren sowie kleine Geschenke her. Die Kollektion umfasst nun über 1.000 verschiedene Medien, die an über 6.000 Kirchen und Gemeinden und mehr als 50.000 Einzelpersonen verschickt werden. Die spendenfinanzierte Stiftung bewegt jährlich etwa 4 Millionen Euro und beschäftigt derzeit 34 Mitarbeitende. Sie ist konfessionsübergreifend tätig und gehört zum Gnadauer Verband sowie zur Diakonie Hessen.

Zur Internetseite von gott.net e.V. www.gott.net




Vierte Phase des interreligiösen Projekts „Weißt Du, wer ich bin?“

Bis zu 15.000 Euro Zuschuss
Seit dem 16. September leitet Maria Coors als Koordinatorin die vierte Phase des Projektes 2020-2022. Neben den Trägern fördert vor allem das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat das Vorhaben mit über einer Million Euro. Mit dem Geld können bundesweit Projekte gefördert werden, die das friedliche Zusammenleben in Deutschland untereinander und die Integration neu Hinzugekommener auf der Basis des interreligiösen und interkulturellen Dialogs zum Ziel haben. Die Schwerpunkte der vierten Projektphase liegen auf der zielgruppenspezifischen Bildungsarbeit, der gemeinsamen Verständigung über Menschenrechte und der Stärkung von nachbarschaftlichem Engagement.

Die Digitalisierung von interreligiösen Bildungs- und Begegnungsformaten wird mit einem besonderen Förderschwerpunkt in diesem Bereich unterstützt. Einzelinitiativen können bis zu 15.000 Euro Zuschuss bekommen.

Verbindendes entdecken, Unterschiede respektieren

„Weißt du, wer ich bin?“ wurde zunächst in zwei Phasen durchgeführt: 2004-2007 und 2008-2011. Dabei konnten insgesamt über 100 örtliche Initiativen gefördert werden. Im Jahr 2016 wurde das Projekt mit einem Schwerpunkt auf der interreligiösen Zusammenarbeit in der Flüchtlingshilfe wieder aufgelegt. In dieser dritten Projektphase von 2016-2019 erhielten 138 Einzelinitiativen Unterstützung.

Das Vorhaben möchte das friedliche Zusammenleben der Religionen in Deutschland stärken und Menschen jüdischer, christlicher und muslimischer Tradition befähigen, Verbindendes zu entdecken, Unterschiede zu respektieren, füreinander einzustehen und gemeinsam zu handeln.

Weitere Informationen zum Projekt unter www.weisstduwerichbin.de. Dort sind auch die Antragsrichtlinien und Bewerbungsformulare für Einzelprojekte eingestellt.