Zum Neuen Jahr 2021

Das zu Ende gehende Jahr hat der gesamten Welt auf dramatische Weise gezeigt, wie Resolutionen, Pläne und Vorhaben zunichte gemacht werden können. Ein kleines Virus war dazu in der Lage.

Wir wissen nicht, wie das Jahr 2021 verlaufen wird. Was wir uns vornehmen, könnte im Bruchteil einer Sekunde zunichte gemacht werden. Wie könnten wir uns überhaupt darauf einstellen?

Die Jahreslosung legt uns mit einem Jesuswort zwei Möglichkeiten vor: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“ (Lukas 6,36) Zum einen ist da der Hinweis, dass es da jemanden gibt, der einfach da ist – auch in der Krise. Zum anderen wird der Empfänger dieses Wortes eingeladen, barmherzig zu sein. Gelassen zu sein und Gutes zu tun gibt dem eigenen Leben Sinn, Hoffnung, Wohlbefinden und Freiheit.

Als christliche Nachrichtenagentur wünschen wir vom APD-Team diese Erfahrung allen unseren Leserinnen und Lesern im Neuen Jahr 2021. Wir wollen auch im kommenden Jahr „informieren und verstehen helfen“ und wünschen von Herzen

Ein frohes und gesegnetes Neues Jahr 2021!




Erdbeben: ADRA Kroatien sammelt Geld, Lebensmittel und Decken

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe „ADRA Kroatien“ steht in engem Kontakt mit den örtlichen Behörden, um die Hilfsmaßnahmen zu koordinieren. Das Hilfswerk hat zu Geld- und Sachspenden aufgerufen, vor allem Lebensmittel, Hygieneartikel und Decken. Diese können am Sitz der Hilfsorganisation in Zagreb abgegeben werden und sollen an Betroffene der Erdbeben verteilt werden.

Die Arbeit im Erdbebengebiet sei schwierig, schreib ADRA Kroatien, weil es keinen Strom gebe und die Telefonverbindungen unterbrochen seien. Das Hilfswerk organisiert zur Zeit Notunterkunftsmöglichkeiten.

Auf der Facebookseite von „ADRA Kroatien“ melden sich Freiwillige zur Mitarbeit oder bieten freie Wohnungen für eine Überganszeit an.

Zur Webseite von ADRA Kroatien mit Spendenmöglichkeit: https://adra.hr/
Zur Facebookseite von ADRA Kroatien: https://www.facebook.com/ADRAHrvatska




Erfolgreiche Impfaktion im Seniorenheim Haus Wittelsbach

Alle Impfbereiten innerhalb eines Tages geimpft
Im Senioren-und Pflegeheim Haus Wittelsbach wurden zwei Impfzentren innerhalb der Einrichtung vorbereitet. So konnten am 29. Dezember zwei mobile Impfteams gleichzeitig agieren. Innerhalb eines Tages konnten alle Impfbereiten die erste Impfung erhalten. „Vorbereitend zur Impfung fand eine individuelle Aufklärung der Bewohner*innen bzw. der Betreuer*innen statt“, so der Leiter des Hauses, Andreas Heuck. Auch hätte eine aufwändige medizinische Rücksprache mit dem jeweils behandelnden Arzt durchgeführt werden müssen. Abschließend seien die Geimpften vorab noch einmal durch den Impfarzt ausführlich aufgeklärt worden. Nur nach aktiver Zustimmung wurde die Impfung dann durchgeführt.

Heimleiter lobt professionellen Ablauf der Impfung

Zur endgültigen Wirksamkeit des Impfstoffes werde in drei Wochen eine weitere Impfung erforderlich sein. Heimleiter Andreas Heuck, der sich über die Pilotstellung seines Hauses am Start des Impfprojektes und die sehr professionelle und freundliche Betreuung seitens der Impfteams freute, sieht die Aktion als ein wichtiges Angebot zum Schutz vor einer Infektion für Heimbewohner und Mitarbeiter. Die Pflegekräfte selbst würden zu einem späteren Zeitpunkt die Möglichkeit zur Impfung im Rosenheimer Impfzentrum erhalten.

Senioren- und Pflegeheim Haus Wittelsbach
Das Senioren- und Pflegheim Haus Wittelsbach im oberbayerischen Bad Aibling ist ein Seniorenheim mit vollstationärer Pflege und Kurzzeitpflege. Das Haus ist eine „rauchfreie Zone“ und bietet 30 rüstigen und 125 pflegebedürftigen Senioren Platz. Vor zwei Jahren war der in die Jahre gekommene Südflügel abgerissen worden. Im Sommer diesen Jahres wurde ein Neubau für 56 Pflegeplätze an gleicher Stelle bezogen. Das Haus ist in Trägerschaft des Advent-Wohlfahrts-Werkes (AWW), dem Sozialwerk der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland.




ADRA Rumänien: Engagement für „Notaufnahmestelle für Opfer häuslicher Gewalt“ verlängert

„Das ADRA-Haus ist ein Ort, an dem misshandelte Frauen und Kinder einen neuen Weg einschlagen und ihre Menschenwürde wiedererlangen“, berichtet Robert Georgescu, Geschäftsführer von ADRA in Rumänien. „Wir sind froh, dass wir eine warme, einladende und familiäre Atmosphäre anbieten können, in der Fachleute konkrete Hilfe und Lösungen anbieten, die an die individuellen Bedürfnisse angepasst sind.“

Corona-Pandemie führte zu vermehrter häuslicher Gewalt

Die von ADRA House angebotenen Dienste werden heute mehr denn je benötigt. Durch die COVID-19-Pandemie wurde der Arbeits- und Schulzyklus unterbrochen, was zusätzlichen Stress für die Familien bedeutete. Mit Beginn der globalen Corona-Pandemie hätten sich die Interventionszahlen im Notfallaufnahmezentrum verdoppelt, heißt es im Bericht von ADRA.

Ziele des Europarats werden umgesetzt

Häusliche Gewalt wurde während der kommunistischen Ära weitgehend ignoriert, aber jetzt wird sie gesellschaftlich und rechtlich angegangen, dank des Europarats, der sich zum Ziel gesetzt hat, „Gewalt zu verhindern, die Opfer zu schützen und die Straflosigkeit der Täter zu beenden.“ Häusliche Gewalt in Rumänien sei ein Kreislauf, den ADRA durch Aufklärung im öffentlichen Bewusstsein zu durchbrechen versuche.

„Die neue Akkreditierung und Lizenz zu erhalten, erfordert viel mehr als nur die Arbeit eines Teams, um den Notfallaufnahmedienst an die neue Gesetzgebung in diesem Bereich anzupassen. Es geht darum, die Arbeit in einem schwierigen Bereich aufzunehmen, in dem die Auffassung von Aggressor und Opfer in unserem Bewusstsein ziemlich fest verankert ist“, sagt Valentina Sturzu-Cozorici, ADRAs Projektleiterin in Rumänien.

Der Fünf-Jahres-Vertrag gilt als Gütesiegel für die Hilfe, die ADRA House für mehr als 2.300 Opfer häuslicher Gewalt geleistet hat, von denen 950 eine Unterkunft erhalten haben. ADRA House wurde im Jahr 2009 ins Leben gerufen.

Notaufnahmestelle vermittelt spirituelle Werte und gesunde Lebensweise

„Das Leben vieler der Begünstigten hat sich verändert, weil sie eine andere Lebensweise erfahren haben; und das ohne körperliche, verbale, wirtschaftliche, mentale, sexuelle oder religiös motivierte Gewalt“, fügt Cozorici hinzu. Die im Notfallzentrum vermittelte Lebensweise basiere auf spirituellen Werten und der Pflege gesunder Gewohnheiten, Bewegung, Training und Erholung, so die Projektleiterin.




Buchrezension: Johannes Huber - Das Gesetz des Ausgleichs

Sind die guten Menschen besser dran? Dieser Frage widmet sich Bestsellerautor, Mediziner und Arzt Johannes Huber in seinem neusten Buch. Aufgrund theoretischer Forschung und praktischer Tätigkeit als Arzt formte sich seine Einsicht: Es zahlt sich in jeder Hinsicht aus, im Jetzt und Hier ein guter Mensch zu sein. Seine Ausführungen werden unterstützt durch neuste Forschungsergebnisse aus Naturwissenschaft und Medizin. Heraus kommt eine Ode an das innere Gleichgewicht, die zwar frei von „esoterischen Wirrwarr“ (14) ist, jedoch ohne Bezüge zur Metaphysik nicht auskommt.

Huber plädiert ganz im Sinne Erich Fromms für das Sein. Allerdings soll hier nicht auf die gelungene Work-Life-Balance als schlechtes Synonym für ein aufwandarmes Leben verwiesen werden, sondern im Gegenteil. Gutsein bedeutet Training, Übung und zuweilen auch Askese (16). Nicht nur der Körper benötige Fitness, auch die Seele müsse gebildet werden, um über sich selbst hinauszuwachsen. Dieser Gedanke sei schon in der Vergangenheit von prominenten Akteuren der deutschen Geistesgeschichte betont worden. Heute sei diese Idee in der Gesellschaft allerdings eher in Vergessenheit geraten und in die vornehmlich ökologisch angehauchte Esoterik-Ecke verbannt worden.

Wie gut ist gut?

In drei Teilen versucht Huber seine These zu belegen. Im ersten Teil nähert sich Huber dem „Gutsein in einem tiefen, evolutionären und spirituellen Sinn“ (23) und unterscheidet dies vom „Gutmensch-Sein“ als modernem Tugend-Terror, den „politisch meist linke Gruppen zu einem Dogma erhoben“ (23). Diese idealistischen Verhaltensvorgaben von unbedingtem Frieden, Toleranz und Haltung würden jedermann ein gutes Gefühl verleihen, jedoch von persönlicher Reflexion entlasten. Echtes Gutsein und Rechtschaffenheit sei kein Etikett, sondern müsse reifen und wachsen. Das Christentum konnte von je her auf spirituelle Übungen zur Charakterfitness zurückgreifen.

Huber ist überzeugt: „Wir üben uns in allem, nur nicht in uns selbst“ (33) und stellt deshalb im Weiteren einen Fünf-Punkte-Plan fürs Seelentraining vor. Der zweite Teil zeigt die Vorteile des Gutseins auf. Dazu werden Erkenntnisse aus verschiedenen Disziplinen vorgestellt, die auf den Zusammenhang von innerer Haltung und äußerem Leben hinweisen. Im dritten Teil widmet sich Huber als Theologe der Ethik und ihrem Ursprung. Er plädiert für eine neue Kulturtheorie, die die neuesten Forschungsergebnisse aus Biologie und Medizin berücksichtigt.

Wie sollen wir denn leben?
Unterhaltsam, mit persönlichen Anekdoten gewürzt und verständlich geschrieben nähert sich Huber den großen Fragen des Lebens. Offen und gut recherchiert werden neueste Forschungsergebnisse für den Laien verständlich gemacht. Allerdings ist der konservative Standpunkt des Autors deutlich zu erkennen, wenn etwa für die Ausschließlichkeit der traditionellen Familie als Lebensmodell eingestanden wird und ihre Demontage von den modernen Medien als „Masterplan zur Kontrolle der Massen“ (113) gebrandmarkt wird.

Das Buch kommt ohne neunmal kluge Aussagen aus, bleibt locker und positiv in Ton und Inhalt. Allein der Epilog wirkt etwas störend, da er wohl mehr österreichische Lebensart widerspiegelt und dabei die gebotene Nüchternheit vermissen lässt.

Leser und Leserinnen werden eingeladen das eigene Leben zu reflektieren und nachhaltige Veränderungen zu initiieren. Darüber hinaus regt die Lektüre zum weiteren Nachdenken darüber an, wie Leben funktioniert und welche Grundlagen wir unserer Gesellschaftsordnung geben wollen. Zum Abschluss bekommt das Buch eine transzendente Note, denn das Gesetz des Ausgleichs reiche weit über das irdische Maß hinaus (264) und Glaube sei ein Geschenk (271). So bleibt der Wunsch: Wenn Gutsein infektiös wäre, dann wären wir in absehbarer Zeit viele unserer Probleme los.

Claudia Mohr

Die Rezension kann als Dokument heruntergeladen werden:
https://www.apd.info/wp-content/uploads/2020/12/Rezension-Huber-Das-Gesetz-des-Ausgleichs.pdf




Kirchenpräsident nach vier Tagen in Haiti unversehrt freigelassen

„Ich habe mit Pastor Henry gesprochen und er hat mir mitgeteilt, dass er und Irma mit seiner Frau Ketlie in Port-au-Prince wieder zusammen sind und es allen gut geht“, sagte Pastor Leonard Johnson, Exekutivsekretär der Freikirche in Mittelamerika.

„Wir preisen Gott für seinen Schutz „, fuhr Pastor Johnson fort. „Unsere Kirchenleiter und Mitglieder im gesamten Gebiet und in der ganzen Welt haben für ihre Freilassung gebetet, und wir sind erleichtert und Gott sehr dankbar.“

Im Namen der Divisionsleitung dankte Pastor Johnson den Einzelpersonen und Organisationen, die unermüdlich gearbeitet hätten, und denen, die für die sichere Rückkehr von Pastor Henry und Irma gebetet haben.

Zur ursprünglichen Pressemitteilung: www.interamerica.org.




Adventisten studieren weltweit in Bibelkreisen das Bibelbuch Jesaja

Geschichtliche Einbettung der Wirkungszeit des Propheten Jesaja
In der Einführung zum Thema wird im Studienheft der geschichtliche Hintergrund der Wirkungszeit des Propheten Jesaja in der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts vor Christus und jener Texte aus dem 6. Jahrhundert v. Chr., im zweiten Teil seines Buches, beschrieben. In die Zeit des 8. Jahrhunderts v. Chr. fällt die vollständige Niederlage des Nordreiches Israel, das sich an antiassyrischen Koalitionen beteiligte und die Verschleppung der Bevölkerung in verschiedene Länder. Das Südreich Juda unterwarf sich freiwillig den Assyrern, baute dann, um die Eigenständigkeit zurückzugewinnen, auf die Unterstützung Ägyptens, blieb jedoch nur durch Gottes Eingreifen verschont.

Der Prophet Jesaja war „innen- und außenpolitisch gut informiert“
Der Prophet Jesaja habe im Südreich Juda, ausschließlich in Jerusalem gewirkt, heißt es in der Einführung zum Studienheft. Er sei „innen- und außenpolitisch gut informiert“ gewesen, was auf gute Beziehungen mit dem Königshof schließen lasse.

Jesaja’s Botschaft: Vertraut auf Gott, nicht auf menschliche Bündnisse
Seine Botschaft habe darin bestanden, nicht auf „kluge Bündnispolitik“ zu vertrauen, „sondern allein auf das unbedingte Vertrauen auf Gott“. Die Hoffnung leuchte dank der Bundestreue Gottes trotz der Gerichtsbotschaften des Propheten immer wieder auf, heißt es in der Einführung weiter. Jesaja beschreibe auch die messianische Zeit sowie das künftige Gottesreich mit einem neuen Himmel und einer neuen Erde, wo Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden für alle herrsche.

Titel einiger Wochenthemen
Einige Titel der Wochenthemen: „Immanuel – Gott mit uns“; „Der Fürst des Friedens“; „Hochmut kommt vor dem Fall“; „Wer auf Gott vertraut…“; „Tröstet mein Volk!“; „Träger der Hoffnung“; „Siehe, ich mache alles neu!“.

„die BIBEL. das LEBEN.“ – der Talk zum Wochenthema bei HopeTV
Der adventistische Fernsehsender HopeTV strahlt in seiner Sendereihe „die Bibel. das Leben.“ jede Woche eine Gesprächsrunde mit Moderator Dr. Winfried Vogel zum gleichnamigen Thema aus: http://www.diebibel-dasleben.de/.

Bibelstudienhefte als Großdruck und in diversen Ausgaben und Sprachen
Die „Standardausgabe“ ist eine ungekürzte, inhaltlich unveränderte Wiedergabe der von der Weltkirchenleitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (Generalkonferenz) herausgegebenen amerikanischen „Standard Edition“. Sie erscheint als Ausgabe für Gesprächsteilnehmende sowie als ausführlicheres Heft mit zusätzlichem Inhalt für Gesprächsleiter und Gesprächsleiterinnen.

Das „STUDIENHEFT ZUR BIBEL“ ist eine im Auftrag der Freikirche in Deutschland (FID) von einem Arbeitskreis für den deutschsprachigen Raum bearbeitete Fassung der Standardausgabe. Die Wochenthemen behandeln dasselbe Thema, nur die Aufbereitung des Stoffes unterscheidet sich.

Versionen in Großdruck und im PDF-Format werden ebenfalls herausgegeben. Die unterschiedlichen Ausgaben sind über den Advent-Verlag Lüneburg erhältlich: www.advent-verlag.de/studienmaterial.




Adventistischer Kirchenpräsident in Haiti entführt

In einer Erklärung veröffentlichten die Administratoren der IAD, dass die Familie Henry bestätigt habe, dass Pastor Elie Henry und seine Tochter Irma von unbekannten Personen in Haiti festgehalten werden. Die Familie Henry stehe in regelmäßigem Kontakt mit Pastor Elie und gehe davon aus, dass es sowohl ihm als auch seiner Tochter so gut gehe, wie es unter diesen Umständen zu erwarten sei. Die Familie und andere seien bemüht, eine sichere Rückkehr zu erreichen.

Irma Henry ist Leiterin der Physiotherapie im „Haiti Adventist Hospital“. Ihre Eltern waren zu einem kurzen Urlaubsbesuch in Haiti. Irma und ihr Vater verließen das Krankenhaus am Abend gegen 18 Uhr mit einem Privatfahrzeug und kamen dann nicht an ihrem erwarteten Ziel an.

Die Familie Henry, die Freikirche und die Polizei in Haiti bitten darum, jegliche Art von Postings in sozialen Netzwerken zu vermeiden, um die Verhandlungen zur Freilassung nicht zu gefährden. Vielmehr sollten Gebete Pastor Henry und seine Tochter Irma in dieser schwierigen Zeit unterstützen.

Inter-Amerikanische-Division (IAD)
Die transnationale Kirchenleitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Mittelamerika (IAD) mit Sitz in Miami, Florida/USA umfasst das Gebiet von Mexiko und der südlichen Länder Zentralamerikas bis Venezuela und Kolumbien einschließlich aller Inseln der Karibik. Bei einer Bevölkerungsdichte von 299.962.000 Bewohnern sind 3.754.188 Kirchenmitglieder in 14.708 Kirchengemeinden organisiert (Stand: Juni 2019).




Weihnachtsgottesdienst auf Hope TV vom Campus der Hochschule Friedensau

Der Hochschulchor und Musiker aus Friedensau umrahmen den Gottesdienst. Bibeltexte werden gelesen von Caroline Witt, dargestellt von Eléana Dullinger und historisch eingebettet von Dr. Johannes Hartlapp, Dozent für Kirchengeschichte. Der Weihnachtsgottesdienst wurde für Hope-TV in der Kulturscheune Friedensau bereits im Januar 2020 vorproduziert, so die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der Theologischen Hochschule Friedensau.

Gloria in exelsis Deo

Weihnachten ist eines der großen christlichen Feste. Der versprochene Retter, der Messias, wurde vor 2000 Jahren in Betlehem geboren. Stefan Burton-Schnüll zitiert den Bibeltext in Johannes 3,16: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ Geschenke, die wir unseren Kindern, Eltern, Freunden, Liebsten überreichen, versinnbildlichen laut dem Pastor, dass Gott uns mit Jesus ein großes Geschenk gemacht hat. Daher singt der Hochschulchor nach der Melodie eines französischen Weihnachtsliedes aus dem 18. Jahrhundert: „Seht, der Heiland ward geboren, dass er uns mit Gott versöhnt; Liebe hat uns auserkoren und mit Vaterhuld gekrönt. Gloria in excelsis Deo!“ (Ehre sei Gott in der Höhe).

Hope-TV
Hope-TV wird empfangen über Satellit Astra (19,2o Ost) | Frequenz: 11244 MHz hor. | Symbolrate: 22.000 | FEC: 5/6 | Kennung »HopeTV« sowie in verschiedenen Kabelnetzen. Der Gottesdienst ist auch über YouTube abrufbar: Das Geschenk Gottes | Weihnachtsgottesdienst aus Friedensau. Weitere Informationen: www.hopetv.de.

Friedensau

Der Ort Friedensau wurde 1899 auf dem Gelände einer ehemaligen Wassermühle, der „Klappermühle“, gegründet. Er wird geprägt von der Ausbildungsstätte für angehende Theologen und Berufe der Sozialen Arbeit. Seit 1990 ist die einstige Missionsschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten eine staatlich anerkannte Hochschule. In den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie können acht B.A.- und M.A.-Studiengänge – zum Teil berufsbegleitend – und ein Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ belegt werden.

Weitere Online-Gottesdienste zu Weihnachten: www.adventisten.de




Freiwilliger Verzicht auf Präsenzgottesdienste zu Weihnachten als Signal der Solidarität

Präsenz-Gottesdienste unter bestimmten Bedingungen erlaubt
Laut Christoph Stiba, Präsident der VEF, fragten sich angesichts der dramatischen Corona-Lage und des bundesweiten Lockdowns viele Gemeinden, in welcher Form sie ihre Weihnachtsgottesdienste feiern könnten. Dabei stellte Stiba fest, dass laut einem Bund-Länder-Beschluss vom 13. Dezember Präsenz-Gottesdienste unter bestimmten Bedingungen stattfinden dürften. Jedoch sei der Gemeindegesang sowohl in Innenräumen als auch im Außenbereich untersagt. Es dürfe aber ein kleines Team unter Wahrung des notwendigen Abstandes Lieder vortragen. Die AHA-Regeln (Abstand halten, Hygiene beachten und Alltagsmaske mit Mund-Nasen-Bedeckung tragen) wären zu beachten. In geschlossenen Räumen sei zudem die regelmäßige Lüftung notwendig. Für alle Gottesdienste müsse eine Anmeldung der Besucherinnen und Besucher erfolgen. Länder- und Kommunalverordnungen könnten hiervon abweichende Regeln enthalten, die unbedingt befolgt werden müssten.

Religionsfreiheit als Freiheit zum Verzicht
Gottesdienste allgemein und besonders die Weihnachtsgottesdienste gehörten zum Kern gemeindlichen Lebens und würden Menschen gerade in Zeiten einer Krise Hoffnung und Halt geben, betonte der VEF-Präsident. Der Bund-Länder-Beschluss trage dem Rechnung, Gottesdienste würden nicht verboten. Dennoch gehe es jetzt gerade um die große Herausforderung, die Pandemie einzudämmen, die Anzahl der Infizierten und der Toten zu reduzieren sowie das Gesundheitssystem zu entlasten. Kontakte müssen dazu minimiert werden. Wie alle anderen würden Christen und christliche Kirchen hier eine Verantwortung tragen. In diesem Dilemma könnte ein freiwilliger Verzicht von Gemeinden, Präsenz-Gottesdienste durchzuführen, ein verantwortliches Signal der Solidarität sein. „Wir dürfen, aber wir nehmen Rücksicht. Nicht aus Zwang, sondern aus freien Stücken. Die Religionsfreiheit wird gewahrt und wir leben sie als Freiheit zum Verzicht“, so Stiba.

Die Entscheidung über Präsenz-Gottesdienste sei jedoch den einzelnen Gemeinden überlassen. Aber die Anzahl der Gemeinden nehme zu, die in diesem Sinne über die Feiertage und die Zeit des Lockdowns ausschließlich Online-Gottesdienste anbieten würden. Hierbei wäre es wichtig, Christen ohne Internetzugang nicht zu vergessen. Sie gelte es, im Blick zu halten, mahnte der VEF-Präsident. „In jedem Fall sind wir alle aufgerufen, in unseren Gemeinden vor Ort verantwortungsvoll mit der Situation umzugehen.“

Über die VEF
Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) wurde 1926 gegründet. Ihr gehören zwölf Mitglieds- und drei Gastkirchen, darunter auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, an. Weitere Informationen: www.vef.de

Das Virus nimmt keine Rücksicht auf Religionszugehörigkeit
Auch der Präsident der Berlin-Mitteldeutschen Vereinigung, Pastor Gunnar Scholz, hat den örtlichen Adventgemeinden „dringendst“ empfohlen, auf Präsenz-Gottesdienste zu Weihnachten zu verzichten. In einem Rundschreiben an die Gemeinden in Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen betonte er, dass Religionsfreiheit ist ein hohes Gut unserer Gesellschaft und unseres Landes wäre. Deshalb seien Gottesdienste grundsätzlich trotz Beschränkungen möglich. Jedoch wäre die Situation von heute eine andere als noch vor wenigen Monaten. Das Virus existiere und es nehme keine Rücksicht auf Religionszugehörigkeit. Die Krankenhäuser füllten sich.

„Wenn wir an Weihnachten denken, dann kommt keine rechte Freude auf, angesichts der Situation in unserem Land“, gibt Gunnar Scholz zu bedenken. „Es treibt uns die Frage um, was dient jetzt den Menschen um uns herum? Was dient dem Leben? Wie sichern wir Schutzbedürftige? Wie ermutigen wir Menschen, die jetzt unter Krankheit, Existenzsorgen oder Überlastung leiden? Wie können wir Weihnachten feiern?“ Scholz ruft die Gemeinden auf: „Entdecken wir dabei gemeinsam andere Möglichkeiten, Verbindung zu halten, Einsamkeit zu überwinden und hoffnungsvoll zu leben.“

Ungefährliche Christvesper
Wer eine Christvesper und eine Weihnachtsgeschichte benötige, der finde sie sogar digital. Das sei zwar nicht optimal, aber dafür in diesem Jahr ungefährlich. Weitere Informationen zur Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Berlin-Mitteldeutschland unter www.bmv.adventisten.de.




Politik dankt Personal im Krankenhaus Waldfriede

„Auch, wenn das öffentliche Leben durch den Corona-Virus stark eingeschränkt wurde, sind viele Infrastruktureinrichtungen weiterhin geöffnet“, so MDB Heilmann bei seinem Besuch. Das sei möglich, weil sich die vielen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kindertagesstätten und Seniorenheime täglich unermüdlich für die Allgemeinheit einsetzten und damit einen unschätzbaren Dienst für unsere Gesellschaft leisteten. Er nannte dies einen „sensationellen und wertvollen Einsatz“. Gemeinsam mit Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski hatte er sich für dieses Engagement in mehreren Einrichtungen in Steglitz-Zehlendorf bedankt.

Im Krankenhaus Waldfriede nahmen stellvertretend für die Mitarbeitenden der Vorstand Bernd Quoß, der Ärztliche Direktor Dr. Roland Scherer, der Leiter des Pandemiestabs Prof. Dr. Carsten Büning und die Pflegedirektorin Britta Schulze Geschenkkörbe entgegen. Quoß, Geschäftsführer vom „Netzwerk Waldfriede“, zu diesem Besuch: „Wir freuen uns über die Geste und das unsere Arbeit im Bezirk gesehen und gewürdigt wird.“

Gesundheitsnetzwerk Krankenhaus Waldfriede

Das Krankenhaus Waldfriede ist im krankenhauseigenen Gesundheitsnetzwerk eingebunden, das mittlerweile zum vielfältigsten Medizin- und Pflegeanbieter im Bezirk Steglitz-Zehlendorf geworden ist. Neben dem Krankenhaus Waldfriede, der Sozialstation und dem Gesundheitszentrum PrimaVita mit zugehörigem Schwimmbad gehören auch die Akademie für Gesundheits- und Krankenpflege, die Privatklinik Nikolassee, die Servicegesellschaft Krankenhaus Waldfriede, das Desert-Flower-Center, das Seniorenhaus Waldfriede, eine ambulante Tagesklinik und künftig ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) zur besseren ambulanten Versorgung zum Netzwerk. Damit gehört das „Netzwerk Waldfriede“ auch zu den größten Arbeitgebern im Bezirk. Der Träger ist die weltweite evangelische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. In diesem Jahr besteht das Krankenhaus 100 Jahre.




Im Corona-Lockdown mit Spaß die Natur entdecken

Die Rally dauert circa zwei Stunden und ist als Rundweg angelegt; an jeder Station kann gestartet werden. „Bis zum 10. Januar wird die Rally-Strecke regelmäßig von den Marienhöher Pfadfindern gewartet“, so Vorsitzender Haiko Mueller. Laufzettel für die Aufgaben, Karte sowie ein kleines Video und weitere Informationen gebe es im Internet.

„Wichtig ist uns, dass jeder mitmachen kann und die Rally möglichst selbsterklärend ist, man muss dafür kein Pfadfinder sein“, ergänzt Anka Drößler, die die Idee für die Rally hatte. Die Kinder könnten Spaß haben und mit ihren Familien einen tollen Waldspaziergang erleben, sich dabei spielerisch sogar etwas Pfadfinder-Wissen aneignen.

Ursprünglich sei die Rally nur für die eigene Gruppe geplant gewesen, inzwischen machten sehr viele Leute mit. „Wir wollten etwas für unsere Pfadfinder*innen in der Natur machen, das Corona-freundlich ist“, erläutert Drößler, Leiterin der Gruppe ‚Luchse‘, die Motivation. Private Treffen, Gruppenstunden in Vereinen oder bei den Pfadfindern seien seit November zur Prävention von Covid-19 nicht möglich. „Deswegen sollten die Kinder die Rally alleine oder mit ihren Familien und vor allem unabhängig von uns machen können“, erklärt Drößler das Konzept.

Mittlerweile sei das ganze Projekt gewachsen. Im Wald hingen nicht nur die Schilder, es gebe eine eigens erstellte Webseite, ein Video und ein Team von zehn Pfadfindern, die sich um alles kümmern, etwa regelmäßig die Strecke ablaufen, damit die Rally jederzeit gespielt werden kann. Die am 22. November gestartete Aktion sei deshalb wegen des unerwarteten Interesses bis 10. Januar 2021 verlängert worden.

Pfadfinder CPA-Marienhöhe
Zu CPA-Marienhöhe gehören rund 200 Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Es gibt elf Gruppen für Kinder und Jugendliche von 6–20 Jahren. Gruppenstunden finden 14-täglich sonntags statt, wegen Corona jedoch zurzeit nur online. Außerdem gibt es Zeltlager, Lagerfeuer, Wandertouren, Geländespiele und anderes mehr. Interessierte können jederzeit zu den Gruppen¬stunden kommen. Wegen Corona ist eine vorherige Anmeldung notwendig.

Weitere Informationen zur Rally: pfadfinder-rally.cpa-marienhoehe.de.




Adventistische Weltkirchenleitung bietet Kirchenmitgliedern Erläuterungen zu Covid-19 Impfungen

Siebenten-Tags-Adventisten sähen in der Wiederkunft Christi den Höhepunkt der Geschichte und das Ende aller Krankheiten, Leiden und des Todes. Gleichzeitig seien ihnen auch Gesundheitsprinzipien anvertraut worden, die einen gesunden Lebensstil durch zweckmäßige und ganzheitliche Verhaltensweisen umfassen, heißt es in der Einleitung der Erläuterungen der adventistischen Weltkirchenleitung zu Impfungen gegen Covid-19. Diese Praktiken dienten dazu, ein gesundes Immunsystem aufrechtzuerhalten. In einer Pandemie sei aber noch mehr erforderlich. Ellen White, eine Mitbegründerin der Kirche, sei ein Vorbild für die praktische Vorbeugung gegen die tödliche Krankheit ihrer Zeit, die Pocken, gewesen und habe sich selbst sowie ihr nahestehende Menschen impfen lassen.

Theologisch motivierte Verschwörungsmythen zu Covid-19 Impfungen

Das Biblische Forschungsinstitut der adventistischen Weltkirchenleitung (BRI) nimmt zu Gerüchten und Verschwörungstheorien Stellung, die den COVID-19-Impfstoff als Interpretation und/oder Erfüllung prophetischer Vorhersagen ansehen: „Die durch die COVID-19-Pandemie ausgelöste weltweite Unruhe hat zu erheblichen Spekulationen über endzeitliche Ereignisse und Fehlinterpretationen der Bibel geführt. Eine aktuelle Ansicht, die über soziale Medien und einige Internet-Websites verbreitet wurde, hat die Theorie aufgestellt, dass die kommenden Impfstoffe, die zur Bekämpfung von COVID-19 produziert werden, zu einem Kontrollprozess gehören, der zur Anwendung des „Malzeichens des Tieres“ (Offenbarung 13,16-17) führen wird.“

Adventisten würden aber das „Malzeichens des Tieres“ nicht „als ein buchstäbliches [materielles] Zeichen verstehen, sondern als ein Zeichen der Treue, das den Träger als loyal gegenüber der Macht, die durch das Tier repräsentiert wird, kennzeichnet“, schreibt das BRI.

Dem Argument, wonach Impfstoffe diejenigen, die sie einnehmen, unrein machen würden, weil angeblich unreine Substanzen bei der Herstellung verwendet würden, begegnet das Biblische Forschungsinstitut mit der Feststellung, „dass die bleibenden biblischen Anweisungen, die den Verzehr von unreiner Nahrung und Blut verbieten (Lev 11,1-20; 17,11-12; Apg 15,20), nicht für Impfstoffe gelten, und zwar aus dem offensichtlichen Grund, dass Impfstoffe als Medikamente hergestellt werden, um Leben zu retten, und nicht, um als Nahrung zu dienen“.

Spekulationen bringen Gottes Wort in Verruf und stiften Verwirrung
„Spekulationen wie diese bringen das Wort Gottes in Verruf und stiften Verwirrung unter aufrichtigen, aber weniger gut informierten Gläubigen“, schreibt das BRI weiter. Wer die Einführung eines Impfstoffs dazu benutze, um ein eschatologisches Szenario geistlichen und kosmischen Ausmaßes heraufzubeschwören oder es auf der Grundlage einer fehlerhaften Auslegung der Schrift abzulehnen, lenke aufrichtige Gläubige nur von den wirklichen prophetischen Fragen und der Verpflichtung der adventistischen Kirche zur Verkündigung des Evangeliums ab. Das BRI schließt seinen Teil mit der Hoffnung, dass ein wirksamer Impfstoff dazu beitrage, die derzeitige Pandemie zum Stillstand zu bringen.

Überlegungen bezüglich öffentlicher Gesundheit zum Impfen
In den Erläuterungen der adventistischen Weltkirchenleitung zu Impfungen heißt es weiter: „Als Kirche unterstützen wir zwar evidenzbasierte Empfehlungen des öffentlichen Gesundheitswesens, aber wir sind auch darauf bedacht, keine Äußerungen zu machen, die als Ersatz für nationale und internationale Richtlinien des öffentlichen Gesundheitswesens ausgelegt werden könnten. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass unsere Kommentare im Rahmen unserer offiziellen kirchlichen Position zur Immunisierung verstanden werden:

„Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten legt großen Wert auf Gesundheit und Wohlbefinden. Die adventistische Betonung der Gesundheit basiert auf der biblischen Offenbarung, den inspirierten Schriften von E.G. White [Mitbegründerin der Kirche] und auf von Fachleuten überprüfter wissenschaftlicher Literatur. Wir befürworten daher eine verantwortungsbewusste Immunisierung/Impfung und haben keinen religiösen oder religiös motivierten Grund, unsere Mitglieder nicht zur verantwortungsbewussten Teilnahme an schützenden und präventiven Impfprogrammen zu ermutigen. Wir legen Wert auf die Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung, wozu auch die Aufrechterhaltung der „Herdenimmunität“ gehört.

Wir sind nicht das Gewissen des einzelnen Kirchenmitglieds und erkennen individuelle Entscheidungen an. Diese werden vom Individuum ausgeübt. Die Entscheidung, nicht geimpft zu werden, ist nicht und sollte nicht als Dogma oder Lehre der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten angesehen werden.“

Fragen und Fakten zum Impfstoff
Michael Hogue, Dekan der Loma Linda School of Pharmacy, der auch Mitglied des U.S. Centers für Krankheitsbekämpfung (Center for Disease Control and Prevention/CDC) ist, beantwortet anschließend in den Erläuterungen häufig gestellte Fragen:

Frage: Verändert der mRNA-Impfstoff (Boten-Ribonukleinsäure) die DNA?

Antwort: Beide referenzierten Impfstoffe basieren auf mRNA, was eine Premiere für Impfstoffe ist. Die Technologie wird aber bereits seit 15 Jahren in medizinischen Behandlungen eingesetzt. Der Impfstoff gelangt in das Zytoplasma einer Zelle (die Flüssigkeit innerhalb der Zelle), wo er die Produktion von Antikörpern zur Bekämpfung des Spike-Proteins von SARS-CoV-2 anregt. Da er nicht in den Zellkern der Wirtszelle eindringt, verändert er weder die DNA noch die genetische Struktur/Funktion.

Frage: Kann der Impfstoff sicher und wirksam sein, da er so schnell entwickelt wurde?

Antwort: Aufgrund der aktuellen Technologie wurde das SARS-CoV-2-Virus innerhalb weniger Tage nach seiner Identifizierung sequenziert, und die Arbeit an einem Impfstoff wurde sofort aufgenommen. Die Stichprobengröße für die große Studie beträgt 40.000 Menschen (die durchschnittliche Stichprobengröße für FDA-Impfstoffstudien beträgt normalerweise nur 27.000). Die zweijährige Studie läuft bereits seit zwei Monaten. Die Daten werden sorgfältig überwacht.

Die erste Dosis zeigte einen 50-prozentigen Schutz durch die Immunantwort. Die zweite Dosis erreichte einen 95-prozentigen Schutz! (Nur der Hepatitis-A-Impfstoff ist mit knapp 100 Prozent Schutz noch höher.) Die Studie war gut konzipiert und repräsentierte die US-Demografie sehr gut…. Wirksamkeit und Nebenwirkungen waren in allen ethnischen Gruppen ähnlich.

Frage: Sind die Inhaltsstoffe und Konservierungsmittel im Impfstoff gefährlich?

Antwort: In den beiden COVID-19-Impfstoffen sind keine Konservierungsstoffe enthalten, weshalb sie zur Lagerung und zum Transport tiefgekühlt werden müssen. Der Impfstoff wird sorgfältig gereinigt.»

Impfungen tragen zu verbesserter Lebenserwartung bei

Impfungen seien zusammen mit sanitären Einrichtungen und sauberem Wasser die Grundlage für eine verbesserte Lebenserwartung, die überall auf der Welt zu beobachten sei, wo diese Maßnahmen angewandt würden, heißt es zusammenfassend in den Erläuterungen der adventistischen Weltkirchenleitung. Impfstoffe würden seit langem von adventistischen Kirchenmitgliedern auf der ganzen Welt verwendet. Zusammen mit einer guten Gesundheitspraxis hätten sie Schutz vor vielen Infektionen geboten und Krankheit und Tod verhindert.»

Aufruf an Kirchenmitglieder zu verantwortungsvoller Immunisierung

„Angesichts des weltweiten Ausmaßes der Pandemie, der Todesfälle, der Behinderungen und der Langzeitfolgen von COVID-19, die sich in allen Altersgruppen abzeichnen, ermutigen wir unsere Mitglieder, eine verantwortungsvolle Immunisierung und die Förderung und Ermöglichung der Entwicklung dessen, was gemeinhin als Herdenimmunität bezeichnet wird, in Betracht zu ziehen…“, schreibt die Weltkirchenleitung.

Die Impfentscheidung soll eigenverantwortlich getroffen werden

„Die Entscheidung, sich impfen zu lassen oder nicht, ist die Entscheidung jedes einzelnen und sollte in Absprache mit seinem Gesundheitsdienstleister getroffen werden.“ Persönliche Recherche zu diesem Thema sei aber wichtig, heißt es in dem Schreiben.

Link zum Impfstatement der adventistischen Weltkirchenleitung in der offiziellen deutschen Übersetzung:
https://www.adventisten.de/fileadmin/adventisten.de/files/downloads/Dokumente_und_Stellungnahmen__%C3%B6ffentlich_/FiD_2020-12-29_Stellungnahme_GK_Impfung_Covid-19.pdf




Ein musikalisches Weihnachtspräsent – Vorgeschmack auf eine DVD mit Begleitmusik

Wie Michael Nestler (Musikkoordinator der überregionalen Kirchenleitungen der Freikirche in Nord- und Süddeutschland) mitteilt, sei dies ein Vorgeschmack auf die Neuauflage der Begleit-DVD zum offiziellen Liederbuch „glauben-hoffen-singen“ der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten – besonders jetzt zur Weihnachtszeit.

Gemeinsam mit dem Tonmeister Mehmet Ergin arbeitet ein Team aus 15 Personen daran, dass ein ansprechendes Produkt für die adventistischen Gemeinden entsteht, was Freude am Singen macht. Unter der Leitung von Michael Nestler erstellen zurzeit die Musikbeauftragten der Freikirche mit Unterstützung weiterer Musiker die Neuauflage der Begleit-DVD zum offiziellen Liederbuch der Freikirche.

Die Begleit-DVD sei für viele Gemeinden sehr wichtig, da insbesondere kleinere Gemeinden nicht immer einen eigenen Musiker vor Ort haben. Die Notwendigkeit, das Projekt neu anzugehen, sei dringlich gewesen. Viele Gemeinden seien auf die Begleit-DVD angewiesen, so Nestler. Dem konnte qualitativ mit der bisherig vorliegenden DVD nicht entsprochen werden.

Womit niemand gerechnet habe, sei der besondere Bedarf durch die Corona Zeit, die die Einspielungen für die ganze gemeindliche Landschaft noch wichtiger machten. „Somit möchten wir als Musikbeauftragte unserer Freikirche an alle Gemeinden einen Vorgeschmack und als Weihnachtsgeschenk Lieder für die Weihnachtszeit zur Verfügung stellen, die zum gottesdienstlichen Gebrauch wie auch im privaten Rahmen verwendet werden können.“

Ende des ersten Halbjahres 2021 sei das Produkt als Gesamtpaket zu erwarten. Die Begleitmusik werde als DVD erhältlich sein. Es würden insgesamt alle 694 Lieder eingespielt. Die neue Begleit-DVD zum Liederbuch „glauben-hoffen-singen“ werde im Advent-Verlag Lüneburg erhältlich sein.

Hier der Link zum Weihnachtspräsent:
https://cloud.eud.adventist.org/index.php/s/C27MPa3riReEHEt.




Live-Gottesdienste auf HopeTV bis Ostern 2021

Weiter heißt es: „Für den Hope TV-Zuschauer wäre es gut, solange Gottesdienste vor Ort noch stark eingeschränkt sind, Live-Gottesdienste zu übertragen. Wir gehen davon aus, dass die ersten 3-4 Monate im kommenden Jahr eingeschränkt bleiben werden.“ Präsenzveranstaltungen würden nur vereinzelt durchgeführt werden. Etliche Kirchengemeinden würden Gottesdienste ganz aussetzen, weil sie sie unter den gegebenen Bedingungen (Hygienekonzept, etc.) nicht realisieren könnten. Die Live-Gottesdienste finden jeweils samstags um 10.30 – 11.50 Uhr statt, Wiederholungen sonntags um 10.30 Uhr und montags um 15.00 Uhr.

„Auch wenn diese Entscheidung für das kleine Hope TV-Team eine zusätzliche Mobilisierung und eine neue Priorisierung bedeutet“, so Giurgi, „wollen wir das Angebot der Live-Gottesdienste bis Ostern 2021 verlängern.“

Der Fernsehsender HopeTV
HopeTV ist der Fernsehsender der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, der von deren Medienzentrum „Hope Media Europe“ in Alsbach-Hähnlein (Landkreis Darmstadt-Dieburg) betrieben wird. Der Sender gehört zur internationalen Hope-Channel Senderfamilie, die 2003 in den USA gegründet wurde und weltweit mittlerweile aus 59 sprachregionalen Sendern besteht.

HopeTV ist über Satellit (ASTRA), Kabel, IPTV, DVB-T, Smart TV, sowie als App über Smartphone und Tablets zu empfangen.

Zur Webseite von HopeTV: www.hopetv.de.




Digitales Konzept für Ökumenischen Kirchentag 2021

Konzentriertes Programm aus Frankfurt in die Welt
Um der Verantwortung für den Gesundheitsschutz nachzukommen, aber gleichzeitig der Aufgabe als christliche Plattform gerecht zu werden, setze der 3. ÖKT nun verstärkt auf digitale Beteiligung und Mitwirkungsmöglichkeiten auch jenseits der Frankfurter Stadtgrenzen. Das Event erhalte dadurch ein neues Gesicht: Ein stark konzentriertes und volldigitales Programm am Samstag, bei dem der Fokus auf den aktuellen und großen Herausforderungen und Aufgaben im kirchlichen und gesellschaftlichen Bereich liegen werde. Es soll auch ohne Massenveranstaltungen vor Ort so partizipativ und interaktiv wie möglich gestaltet werden.

Den Rahmen des 3. ÖKT bilde der Gottesdienst an Christi Himmelfahrt und der Schlussgottesdienst am Sonntag. Zusammen mit konfessionellen Gottesdiensten am Samstagabend, die ökumenisch sensibel gestaltet würden, stellten sie wichtige Ankerpunkte auf dem gemeinsamen Weg der Konfessionen in unserem Land dar und sollen bundesweit übertragen und mitgefeiert werden.

Sternberg weiter: „Wir laden alle dazu ein, den ÖKT in der Kirchengemeinde, im Verband oder im Freundeskreis mitzuerleben und mitzugestalten. „schaut hin“ (Mk 6,38) ist mehr als das Mitverfolgen am Bildschirm. Kreative Formen des gemeinsamen Erlebens können von den Gläubigen der verschiedenen Konfessionen vor Ort gefunden werden. Vor allem die Gottesdienste können von den Gemeinden und Gemeinschaften gefeiert werden. So können wir im Mai 2021 gemeinsam ökumenischen Reichtum erleben.“




Friedensauer Besucher- und Informationssystem fertiggestellt

Ergänzt werden die Informationen durch ein digitales Angebot unter www.friedensau.de, so die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der Theologischen Hochschule Friedensau. Dort seien verschiedene Touren hinterlegt, die mit dem Smartphone als Navigationshilfe abgelaufen werden könnten. Die Informationsangebote würden ständig erweitert.

Die Schilder bestehen aus einem Aluminium-Strangpressprofil-System mit pulverbeschichteter Oberfläche. Die Konzeption, Grafik und Digitalisierung erfolgten durch Ecke-Design (Berlin). Die Umsetzung wurde vom Land Sachsen-Anhalt zur Förderung der touristischen Infrastruktur im Rahmen des ELER-Programms der Europäischen Union finanziell unterstützt.

Hohe Anzahl von international Studierenden und Gästen
Friedensau habe eine hohe Anzahl internationaler Studentinnen und Studenten. Außer in Zeiten von Corona fänden mehrfach im Jahr Tagungen, Kongresse und Pfadfinder-Camps statt, die häufig von in- und ausländischen Gästen besucht würden. Touristische Ziele in Friedensau seien die Bibliothek, die Museums- und Kulturscheune, das Ladencafé zur Alten Feuerwehr, der Zeltplatz, die Arena mit 1.500 Sitzplätzen, das Öko-Partner-Haus, das Hüttendorf auf dem Zeltplatz, die Spielplätze im Ort, das Seniorenheim mit Bewegungsbad, der Bibelgarten, der Naturschwimmteich, das Gästehaus sowie Wander- und Waldwege rund um den Ort.

1899 von Adventisten gegründet
Besucher können den Ort Friedensau, der 1899 als Ausbildungsstätte für Missionare, Krankenpflegerinnen und -pfleger von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet wurde, besser verstehen und deren Angebote nutzen, wenn sie eine übersichtliche Information erhalten. Bisher wäre die geschichtliche Erschließung des Ortes nur innerhalb einer angemeldeten Führung möglich gewesen. Dies könne in Zukunft das Besucher-, Leit- und Informationssystem übernehmen.

Auf dem Gelände von Friedensau, das seit 2002 als Ortsteil zur Stadt Möckern gehört, befindet sich die adventistische Theologische Hochschule. Sie ist staatlich anerkannt. Hier können acht B.A.- und M.A.-Studiengänge – zum Teil berufsbegleitend – in den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie sowie ein Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ belegt werden. 38 Nationen sind unter den Studierenden vertreten.




Online-Umfrage: Wie feiern wir Weihnachten 2020?

Die Umfrage wird federführend von Liturgiewissenschaftler Prof. Dr. Stephan Winter von der Eberhard-Karls-Universität Tübingen in Kooperation mit der Universität Witten/Herdecke, dem Kompetenzzentrum für Christliche Spiritualität an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster und dem Deutschen Liturgischen Institut in Trier durchgeführt. Gemeinsam mit den weiteren beteiligten Wissenschaftlern Büssing und Poschmann soll herausgefunden werden, was sich durch die COVID-19 Pandemie in Bezug auf Empfinden und Gottesdienstbesuch zu Weihnachten verändert habe.

Die Umfrage sei natürlich auch eine gute Gelegenheit, sich seiner Beweggründe und Verhaltensweisen noch einmal zu vergewissern. Es gebe dabei keine „richtigen“ oder „falschen“ Antworten, wichtig seien hier die persönlichen Erfahrungen.

Alle im Rahmen der Befragung anfallenden Daten würden streng vertraulich behandelt und nur in anonymisierter Form bearbeitet, versichern die Autoren der Umfrage. Es wird ausdrücklich betont, dass alle Informationen nicht mehr mit einer konkreten Person in Verbindung gebracht werden könnten. Die Belange der Schweigepflicht und des Datenschutzes würden voll gewahrt. In den Umfrageantworten würden keine persönlichen Informationen gespeichert. Je mehr sich beteiligten, desto umfassender würden die Ergebnisse.

Zur Online-Befragung: https://limesurvey.uni-wh.de/index.php/919397?lang=de.




Familienzentrum Arche Noah (FAN) in Penzberg wird eigenständig

FAN zukünftig gemeinnützige Gesellschaft (gGmbH)
Das FAN sei laut Plep an den sozialen Bedürfnissen von Familien in der Stadt und den umliegenden Kommunen orientiert. Um eine Weiterentwicklung vor Ort zu ermöglichen, sei es notwendig geworden, dass das FAN eigenständig werde. „Wir haben 6 Gesellschafter gefunden, die bereit waren, die Gründung einer gemeinnützigen GmbH finanziell und als Berater zu unterstützen. Als Gesellschafterversammlung werden sie zusammen mit der Geschäftsführerin und deren Stellvertreterinnen die FAN gGmbH leiten.“

Familienzentrum seit über 30 Jahren mit dem AWW verbunden
Aus einer Elterninitiative um die Familientherapeutin Annelies Plep, wurde 1989 das Familienzentrum gegründet. Seit über 30 Jahren habe das FAN mit dem AWW gemeinsame und erfolgreiche Geschichte geschrieben, schreibt der geschäftsführende Vorstand des AWW, Volkmar Proschwitz, in einer Pressemeldung. Mit der zukünftigen strategischen Ausrichtung und Vision des FAN sei auch die neue Struktur als gemeinnützige GmbH angedacht worden. Trotz allen Bedauerns von Seiten des AWW sei eine faire und freundschaftliche Trennung vollzogen worden.

Das Konzept des FAN: ganzheitlich, pädagogisch, christlich, integrativ
Das Familienzentrum Arche Noah begleitet Familien und Alleinerziehende und unterstützt sie von der Geburt bis ins Jugendlichen Alter ihrer Kinder. Es bietet verschiedene Betreuungsmöglichkeiten, einschließlich eines Kindergartens, Eltern- und Familienbildung, Beratungs- und Therapieangebote, offene Treffs, Kreativwerkstatt, Schülerunterstützung und Berufsorientierung.

Die Pädagogische Konzeption ist geprägt von einer ganzheitlichen, an christlichen Werten orientierten Erziehung, die die seelische, körperliche und geistige Gesundheit der Kinder und ihrer Familien im Blick hat. Dazu gehört präventives Arbeiten orientiert an den grundlegenden Bedürfnissen des Kindes, Elternpartnerschaft, Naturverbundenheit, einfaches und natürliches Spielmaterial, kreatives Gestalten, gesundes selbst zubereitetes Essen, ein Hineinnehmen aller im Sinne von Inklusion und ein gutes Miteinander. Der integrative/ inklusive Kindergarten ist eingebettet in ein Zentrum für die Familie, das sich als deren professioneller Wegbegleiter versteht.

Perspektiven und Visionen
Das FAN arbeitet auch seit vielen Jahren eng mit der Katholischen Stiftungshochschule München (KSH) in Benediktbeuern zusammen und ist als „zukunftsweisendes Präventionsmodell für Familien“ ausgezeichnet. In Zukunft soll eine Waldgruppe als 3. Kindergartengruppe zum Zentrum für Familien dazu kommen. Auch soll die Großelterngeneration in Zukunft mehr einbezogen werden. Längerfristig sei dabei an einen Ausbau des FAN zu einem Mehrgenerationenhaus gedacht. Plep weist daraufhin, dass das FAN neben dem öffentlich geförderten Kindergarten die vielen Unterstützungsangebote in großen Teilen durch Spenden finanziert.

Zur Webseite des FAN: www.familienzentrum-arche-noah.de.




USA: Adventist Brandon Bernard hingerichtet

Bernard wurde als 18-jähriger Teenager im Zusammenhang mit einem brutalen Doppelmord und Raubüberfall, die 1999 in Texas/USA begangen wurden, verurteilt. Christopher Vialva, Komplize bei der Tat, hatte dem überfallenen Ehepaar in den Kopf geschossen und wurde bereits in diesem Jahr durch eine tödliche Injektion hingerichtet. Brandon Bernards Hinrichtung war die erste von fünf bundesstaatlichen Hinrichtungen, die in den nächsten Wochen stattfinden sollen.

Adventistische Kirchenleitung in Nordamerika rief Mitglieder zum Gebet auf

Am 8. Dezember veröffentlichte die adventistische Kirchenleitung für Nordamerika (Nordamerikanische Division/NAD), zwei Tage vor Bernards Hinrichtung, einen Aufruf, in dem die Kirchenmitglieder gebeten wurden, für Bernard und diejenigen, die über sein Schicksal entscheiden, für die Familien der Opfer sowie seine Familie zu beten: „Bernard wurde für ein brutales Verbrechen verurteilt, das er 1999 begangen hat, aber jetzt bitten Leute, die in seine Verurteilung involviert waren, einschließlich einer der Staatsanwälte, – die dafür gekämpft hatten, Bernards Verurteilung und Strafe im Berufungsverfahren aufrechtzuerhalten -, um Gnade, damit sein Urteil von der Todesstrafe in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt wird“, so die Erklärung der NAD.

Einleitend schrieb die nordamerikanische Kirchenleitung: „Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist eine vielschichtige Familie, die aus vielen verschiedenen Menschen besteht – die alle“ nicht dem entsprechen würden, was Gott gewollt habe, aber die Möglichkeit hätten, „Gnade durch seine erlösende Liebe zu empfangen. Wie die meisten Familien stehen wir manchmal vor unruhigen Zeiten. Eines unserer Mitglieder steht jetzt vor einer solch großen Herausforderung. Brandon Bernard ist ein Gefangener im Todestrakt, dem am Donnerstag, den 10. Dezember um 12:01 Uhr ET die Hinrichtung bevorsteht.“

Die Rolle von Präsident Trump
Laut den Ausführungen von Pastor Dwight Nelson, Seniorpastor der Pioneer Memorial Church an der Andrews University, Berrien Springs, Michigan/USA, wäre Präsident Trump bereit gewesen, das Todesurteil von Brandon Bernard in lebenslange Haft umzuwandeln, wenn eine der beiden Opferfamilien ihn gebeten hätte, Bernard am Leben zu lassen.

Weitere Infos bezüglich Todesstrafe und Brandon Bernard (auf Englisch)
2017 wurde die BRI-Ethikkommission (Biblical Research Institute Ethics Committee BRIEC) der adventistischen Weltkirchenleitung um eine Stellungnahme zur Frage gebeten, ob die Todesstrafe in adventistischen Kirchen befürwortet werden sollte. In der Zusammenfassung hält die BRI-Ethikkommission fest: „Daher würden wir empfehlen, dass Kirchenmitglieder sich nicht an derartigen Kampagnen zur Förderung der Todesstrafe beteiligen. Die Mission der Kirche besteht nicht darin, den Tod zu fördern, sondern Leben und Hoffnung zu verbreiten.“
https://adventistbiblicalresearch.org/sites/default/files/pdf/Death%20Penalty%20%20An%20Opinion%20rev7%20copy.pdf

Pastor Dwight Nelson, Seniorpastor der Pioneer Memorial Church an der Andrews University, schloss sich anderen Adventisten an und erzählte Bernards Geschichte während des Gottesdienstes am 5. Dezember:
https://vimeo.com/488628205/2c33bfb495

Ausführliche Informationen zum Fall Brandon Bernard im „Indianapolis Star“:
https://eu.indystar.com/story/news/2020/12/08/judge-denies-request-halt-brandon-bernards-execution-indiana/3839441001/




Krankenhausseelsorger Dr. Gerhard Menn verstorben

Der ausgebildete Krankenpfleger und Theologe Gerhard Menn wirkte viele Jahre als Pastor in der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, bis er 2012 als Seelsorger zum Krankenhaus „Waldfriede“ nach Berlin kam. An der Theologischen Hochschule Friedensau war er als Lehrbeauftragter im Bereich Poimenik (Seelsorge) tätig. Menn wirkte am interdisziplinären Konzept des „angstfreien Krankenhauses“ mit. Er hatte auch eine psychoonkologische Zusatzausbildung und war Vorsitzender des Ethikkomitees in „Waldfriede“.

„Mit Gerhard Menn verlieren wir einen äußerst kompetenten und engagierten Kollegen, der lebte, was er lehrte. Der Mensch stand im Mittelpunkt seines pastoralen Dienstes, unabhängig von Religion, Herkunft und Lebenssituation“, so der Geschäftsführer des Krankenhauses, Bernd Quoß. Tausenden von Patienten, Angehörigen und Mitarbeitern habe er Trost und Zuversicht in allen Lebenslagen gespendet, ihnen die Angst vor Operationen genommen und als geschätzter Ansprechpartner zur Seite gestanden.

Waldfriede und Friedensau
Das 1920 gegründete 170-Betten-Krankenhaus „Waldfriede“ ist akademisches Lehrkrankenhaus der Charité-Universitätsmedizin Berlin und europäisches Ausbildungszentrum für Operationstechniken in der Koloproktologie. Pro Jahr werden dort in elf Fachabteilungen etwa 15.000 Patienten stationär und 60.000 Patienten ambulant behandelt.

An der staatlich anerkannten Theologischen Hochschule Friedensau können acht Bachelor- (B.A.) und Masterstudiengänge (M.A.) – zum Teil berufsbegleitend – in den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie sowie ein Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ belegt werden.

Die Trauerfeier für Gerhard Menn wird am 23.12.2020 um 09:00 Uhr auf dem Friedhof in Berlin Zehlendorf (Onkel-Tom-Straße) und aufgrund der pandemischen Lage im kleinen Kreis der Familie stattfinden.




„Aktion Kinder helfen Kindern“ auch im Jahr der Pandemie

Fast 27.000 Weihnachtspäckchen
Insgesamt konnten am vergangenen Donnerstag (10.12.) 26.942 Weihnachtspäckchen auf Reise geschickt werden, teilte Christian Molke, geschäftsführender Vorstand von ADRA Deutschland, mit. In diesem Jahr liege die Summe der gesammelten Päckchen unter dem Niveau des Vorjahres. 2019 waren es 35.513. Durch die Corona-Pandemie hätten einige Stadtteil- und Gemeindefeste nicht wie gewohnt stattfinden können. „Auch mussten sich einige Kindergärten und Schulen aus der Sammlung zurückziehen“, informierte Molke. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer hätten jedoch mit viel Engagement und Eigeninitiative getan, was möglich war.

ADRA
ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine international tätige Nichtregierungs-Organisation (NGO). ADRA Deutschland e.V. wurde 1986 von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet. Nach dem Motto „damit Menschen wieder hoffen können“ gehört ADRA Deutschland als Mitglied zu einem weltweit föderativ organisierten Netzwerk mit über 130 nationalen ADRA-Büros.

Informationen: www.adra.de.




Einheitliches Design dreier deutschsprachiger Verlage bei Ellen White Literatur

Drei Verlage – ein einheitliches Design – überarbeitete Übersetzungen
Die neue Ellen G. White-Linie soll auch inhaltlich ein klares Profil erhalten. Übersetzungen sollen möglichst nahe am Originaltext sein und bekannte Qualitätsmängel ebenfalls behoben werden. Die ersten Bücher der neuen Linie seien bereits erhältlich: Briefe an junge Liebende (TOP LIFE Wegweiser-Verlag), Gemeinschaft mit Gott (Advent-Verlag Schweiz) und Erziehung (Advent-Verlag Lüneburg).

Ein gemeinsames Zukunftsprojekt

„Da Ellen G. Whites Literatur zu den zeitlosen adventistischen Klassikern gehört, erschien es uns allen sinnvoll, unsere Synergien im deutschsprachigen Raum zu nutzen und unseren Lesern die Bücher in einem einheitlichen und optisch ansprechenden Design anzubieten“, so Jessica Schultka, Verlagsleiterin Advent-Verlag Lüneburg. Für die kommenden Jahre sei deshalb ein Konzept entwickelt worden, das bereits alle Einbandentwürfe für die geplanten Neuauflagen von Ellen G. Whites Büchern in Deutschland, Österreich und der Schweiz enthalte, ergänzt Dominik Maurer Verlagsleiter Advent-Verlag Schweiz. Der TOP LIFE Wegweiser-Verlag, der Advent-Verlag Schweiz und der Advent-Verlag Lüneburg würden somit auch in Zukunft in Abstimmung miteinander an der Herausgabe von Ellen White Literatur im deutschsprachigen Raum arbeiten.

Advent-Verlag Schweiz

Der Advent-Verlag Schweiz gehört zur Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der deutschsprachigen Schweiz. Die Ursprünge gehen auf das Jahr 1876 zurück. In Basel wurde der Verlag „Imprimerie Polygotte“ mit eigener Setzerei und Druckerei gegründet. Der Verlag publizierte Bücher und Zeitschriften in französischer Sprache und später auch in verschiedenen europäischen Sprachen. 1929 wurde der „Advent-Verlag Zürich“ als deutschsprachiger Verlag gegründet. Im Jahr 1930 erschien die Zeitschrift „Leben und Gesundheit“ als Magazin für ganzheitliche Gesundheit, die bis heute im Angebot ist. 2019 wurde der Hauptsitz des Advent-Verlags nach Krattigen (BE) verlegt und der Firmenname in „Advent-Verlag Schweiz“ geändert. Zu den bekanntesten Produkten des Advent-Verlags Schweiz gehören Kinderbücher, darunter auch verschiedene Kinderbibeln, und seit 1929 die Zeitschrift „Leben und Gesundheit“, als Magazin für ganzheitliche Gesundheit.

Der Verlag möchte mit seinen Produkten Impulse für ein gelingendes Leben geben sowie zur Entwicklung einer persönlichen Spiritualität beitragen. Heute ist der Advent-Verlag Schweiz sowohl Verlag als auch Buchhändler und beschäftigt 15 Buchberater und Buchberaterinnen, die Haushalte in der deutschsprachigen Schweiz besuchen. Mehr zum Advent-Verlag Schweiz: www.advent-verlag.ch.

TOP LIFE Wegweiser-Verlag GmbH

Der TOP LIFE Wegweiser-Verlag ist der Verlag der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Österreich und befindet sich in Wien. Das christliche Verlagshaus, das 1948 gegründet wurde, hat sich von Anfang an zum Ziel gesetzt, Literatur und diverse andere Medien zu den Themen Gesundheit, Familie und Glauben herauszugeben. Mit dem umfangreichen Sortiment soll auf die ganzheitlichen Bedürfnisse der Menschen eingegangen und mit vielen praktischen Ratgebern geholfen werden. Hinter Top Life steht ein wegweisendes Konzept zu einem gesunden und glücklichen Leben. Weitere Informationen: www.toplife-center.com.

Advent-Verlag GmbH

Seit 1895 ist der Advent-Verlag Lüneburg der offizielle Verlag der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Mit seinen Publikationen bietet er den Lesern Orientierung in Sinn- und Lebensfragen und spricht sie ganzheitlich und generationsübergreifend an. Der Verlag will dazu anregen, über Gott nachzudenken und den biblischen Glauben authentisch im Alltag zu leben, indem er ihn nachhaltig fördert, vertieft und begleitet. Das Motto des Verlags: Wir schaffen Worte, die bleiben. Zur Verlagswebseite: www.advent-verlag.de.




Aus „Stimme der Hoffnung“ wird „Hope Media Europe“

Wie der Vorstand für Kommunikation und Marketing, Paulin Giurgi, mitteilte, sei das Medienzentrum seit 2018 immer stärker als „Hope Media“ an die Öffentlichkeit getreten und verankere nun unter dieser wiedererkennenden Dachmarke seine „Hope“ Angebote. Dabei handele es sich um den christlichen Fernsehsender „Hope TV“, die „Hope Podcasts“, das „Hope Bibelstudien-Institut“ für biblische und gesundheitsorientierte Fernkurse sowie die „Hope Hörbücherei“ für blinde und sehbehinderte Menschen. Sie seien mittlerweile etablierte Angebote in der deutschsprachigen christlichen Medienlandschaft geworden.

Hope Media Europe e.V.
Als einer der ersten christlichen Radiosender in Deutschland überhaupt, nahm Stimme der Hoffnung e.V. im Jahr 1948 seine Arbeit auf. Heute kann Hope Media Europe auf über 72 Jahre zurückblicken. Inzwischen ist daraus ein modernes Medienzentrum in Alsbach-Hähnlein bei Frankfurt am Main geworden.

Hope Media Europe bietet folgende Angebote an: Der Sender Hope TV gehört zur internationalen Senderfamilie „Hope Channel“, die 2003 in den USA gegründet wurde und aus mittlerweile 55 nationalen Sendern besteht. Hope Podcasts gehört ebenfalls zur 2003 in den USA gegründeten internationalen Senderfamilie „Hope Channel“. Das 1948 entstandene Hope Bibelstudien-Institut ist das älteste Institut für kostenlosen Bibelfernunterricht in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Dienst der Hope Hörbücherei wurde 1964 als Blindenhörbücherei ins Leben gerufen.

Weitere Informationen: www.hopemedia.de




Adventisten in Deutschland beschließen gemeinsames Verwaltungsbüro in Darmstadt

Nach einer rund zweistündigen Diskussion haben die Mitglieder der beiden Leitungsgremien mit sehr deutlicher Mehrheit für Darmstadt als neuen, gemeinsamen Standort der Büros gestimmt. Die überregionale Kirchenleitung der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland gliedert sich in den Norddeutschen Verband (NDV), mit Bürostandort Hannover, und in den Süddeutschen Verband (SDV), mit Sitz in Ostfildern bei Stuttgart. Beide sind Körperschaften des öffentlichen Rechts. Daneben gibt es weitere regionale Körperschaften der Freikirche in jedem Bundesland.

Schon seit 2015 hatten die beiden Gebietskörperschaften NDV und SDV eine engere Zusammenarbeit beschlossen, die 2017 von den Leitungsgremien bestätigt wurde. Der jetzigen Abstimmung für einen gemeinsamen Bürostandort gingen intensive Beratungen seitFrühjahr 2020 voraus. Acht Standorte wurden dabei in die engere Wahl gezogen, wobei die Standorte Hannover und Darmstadt in der Summe der Bewertungskriterien Kopf-an-Kopf lagen.

Die Task Force „Gemeinsamer Ort der Verbandsbüros“ empfahl schließlich Darmstadt. Hier gebe es eine „bessere adventistische Infrastruktur“ mit etlichen Kirchengemeinden im Umfeld, einem adventistischen Schulzentrum für Kinder der Mitarbeiter. Der Standort Darmstadt genieße auch innerhalb der Kirche eine größere Akzeptanz und ermögliche einen breiten Konsens in den Gremien der Freikirche „weil er an eine positive Tradition der Geschichte der Freikirche anknüpft“, so die Erklärung der Task Force.

Der Standortwechsel betreffe laut Mohr die Dienststellen des NDV und SDV. Nicht davon betroffen seien die Verwaltungen des Advent-Wohlfahrtswerk, des Deutschen Vereins für Gesundheitspflege, der Gemeinsamen Finanzverwaltung, der NDV-Liegenschaftsverwaltung und des Süddeutschen Bauvereins. Mit dem Wechsel werde in den Jahren 2023/24 gerechnet. Die Umsetzung werde eine Übergangszeit einschließen, die auch von Gesprächen mit den Mitarbeitenden abhängig sei.




COVID-19 lässt Mediennutzung von Jugendlichen stark steigen

In diesem Jahr erfuhren die Jugendlichen einen deutlichen Schub in der Ausstattung mit Mediengeräten. Der persönliche Besitz eines Computers oder Laptops stieg von 65 auf 72 Prozent, der eines eigenen Tablets von 25 auf 38 Prozent. Jeder dritte Jugendliche hat inzwischen einen Fernseher mit Internetzugang.

Jugendliche täglich 258 Minuten online
Die tägliche Internetnutzungsdauer ist, nach Einschätzung der Jugendlichen, von 205 Minuten im Jahr 2019 auf 258 Minuten in 2020 deutlich gestiegen. Dabei entfällt mit einem Drittel der größte Anteil der Onlinenutzung auf den Bereich der Unterhaltung. Fast gleichauf liegen die Bereiche Kommunikation (27 Prozent) und Spiele (28 Prozent). Der geringste Anteil der Onlinezeit entfällt mit elf Prozent auf die Informationssuche.

Die höhere Nutzungszeit für unterhaltende Inhalte im Netz spiegelt sich auch in der Nutzung von Streamingdiensten wider. 2020 sehen 87 Prozent regelmäßig Videos auf Streaming-Plattformen (mindestens mehrmals pro Woche), im Vorjahr lag dieser Anteil noch bei 74 Prozent. Bei der Nutzung von Sendungen, Serien und Filmen im Internet stehen bei den Zwölf- bis 19-Jährigen Netflix und YouTube an erster Stelle.

Fernsehkonsum wieder gestiegen
Neben der Unterhaltung im Internet erfuhr das Fernsehen auch bei den Jugendlichen einen Zuwachs. In der Selbsteinschätzung der Zwölf- bis 19-Jährigen stieg die durchschnittliche, werktägliche Fernsehdauer 2020 erstmals wieder auf mehr als zwei Stunden an. Betrachtet man die verschiedenen Ausspielwege für Fernsehinhalte zeigt sich, dass 45 Prozent der Jugendlichen regelmäßig (mindestens mehrmals pro Woche) das klassische lineare Fernsehen nutzen – also Fernsehinhalte zum Zeitpunkt ihrer Ausstrahlung am Fernsehgerät. Jeder Fünfte sieht sich regelmäßig die Inhalte in Mediatheken der Fernsehsender an. 14 Prozent nutzen regelmäßig aufgezeichnete Fernsehsendungen und 13 Prozent sehen Sendungen per Live-Stream über das Internet an.

Auch die durchschnittliche Nutzungsdauer von digitalen Spielen ist 2020 um 40 Minuten auf 121 Minuten gestiegen. Dabei spielten Jungen mit 159 Minuten fast doppelt so lange wie Mädchen (81 Minuten).

WhatsApp in der Kommunikation vorn

Was die Kommunikation unter Jugendlichen betrifft, bleibt WhatsApp weiterhin der bedeutendste Online-Dienst. 94 Prozent der Jugendlichen nutzen WhatsApp mindestens mehrmals in der Woche, um sich mit anderen auszutauschen. 87 Prozent der Schüler und Schülerinnen haben eine WhatsApp-Gruppe mit ihrer Klasse. Instagram wird von 72 Prozent der Jugendlichen mindestens mehrmals in der Woche mit steigender Tendenz genutzt. Auch bei Snapchat, Pinterest und Twitter lassen sich gegenüber dem Vorjahr Steigerungen feststellen. Zu den größten Gewinnern zählt jedoch die chinesische Plattform TikTok. Hier hat sich die regelmäßige Nutzung um 19 Prozentpunkte erhöht. Aktuell kommuniziert jeder vierte Junge und zwei Fünftel der Mädchen regelmäßig über TikTok. Jeder Zehnte zählt TikTok inzwischen zu einem seiner Lieblingsangebote im Netz.

JIM-Studienreihe

Die Studienreihe JIM wird vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest seit 1998 jährlich in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk (SWR) durchgeführt. Die repräsentative Studie bildet das Medienverhalten der Jugendlichen in Deutschland ab. Alle Ausgaben der JIM-Studie von 1998 bis 2020 sind als PDF auf www.mpfs.de abrufbar“.




Ein vergessenes Jubiläum

Vom 21. bis 23. Juli 1920 trafen sich in Friedensau unter dem Vorsitz des Präsidenten der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Arthur Daniells, Vertreter der adventistischen „Reformationsbewegung“ auf der einen und Vertreter aus den drei deutschen Unionen der Freikirche sowie aus Holland, Polen, der Tschechoslowakei und Ungarn auf der anderen Seite. Neben Daniells waren drei weitere Mitglieder der Generalkonferenz anwesend.

Trotz Schuldbekenntnis bis heute weltweite Spaltung
Das Besondere an diesen Gesprächen war der Umstand, dass alle Versammlungen im Plenum stenografisch festgehalten und als ein von beiden Seiten anerkanntes Protokoll veröffentlicht wurden. Das Tragische liegt im Ergebnis: Es kam zu keiner Verständigung, so Hartlapp. „Jeder fühlte sich in seiner Position bestätigt, Fehler wurden nicht zugegeben, Missverständnisse nicht ausgeräumt, sondern weiter ausgemauert. Beide Parteien fühlten sich im Recht.“ Das Scheitern sei eine logische Konsequenz gewesen. So bleibe als Ergebnis bis heute eine weltweite Spaltung, die auch trotz des Schuldbekenntnisses der Freikirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland von 2014 nach wie vor bestehe.

Doch was war geschehen? Für die meisten Zeitgenossen kam der Ausbruch des Ersten Weltkrieges völlig überraschend. Allein Siebenten-Tags-Adventisten schienen zumindest theoretisch darauf vorbereitet zu sein, berichtet Harlapp. Schon seit Jahren habe damals die sogenannte „Orientalische Frage“ einen wichtigen Baustein in der Argumentation zur Begründung der unmittelbar bevorstehenden Wiederkunft Jesu gebildet. Das Osmanische Reich werde bald zusammenbrechen. Dieses finale Ereignis falle mit der in der Bibel vorausgesagten Schlacht von Harmagedon (Offenbarung 16,16) zusammen. „So wurde es verkündigt. Und genau diese weltpolitische Konstellation entwickelte sich bei Kriegsbeginn auf dem Balkan.“

Militärdienst auch am Sabbat
In Wirklichkeit wären die Leiter der Adventisten in Deutschland durch den Kriegsausbruch genauso überrascht worden, wie ihre Zeitgenossen. Aus Sorge um die Existenz der Freikirche sandten sie verschiedene Schreiben an ihre Gemeinden und die Regierung, in denen sie sich vollständig loyal verhielten, stellte der Friedensauer Historiker fest. Adventisten sollten als gute Staatsbürger mit der Waffe in der Hand auch am Sabbat (Samstag), dem biblischen Ruhetag, ihren Militärdienst erfüllen. Das sei schon immer ein Grundsatz gewesen. „In vielen Gemeinden wurde das aber ganz anders gesehen.“ Jetzt sei es höchste Zeit, sich auf die Wiederkunft Jesu vorzubereiten. Und deswegen hätten einige gemeint, sie müssten die Einberufung zum Militär verweigern. Vor dem Krieg hätten Adventisten den Wehrdienst geleistet. Allerdings wäre es wegen der Dienstverweigerung von adventistischen Soldaten am Sabbat immer wieder zu Verurteilungen und teils langjährigen Haftstrafen gekommen.

Wenn das Steinobst blüht
Als sich im zeitigen Frühjahr 1915 ein wegen Impfverweigerung desertierter Adventist mit einer Vision zu Wort meldete und voraussagte, dass zur Steinobstblüte die Wiederkunft Christi stattfinden werde, sei er laut Hartlapp auf offene Ohren gestoßen. Nachdem die vorausgesagte Zeit vorübergegangen war, behauptete er um glaubwürdig zu bleiben, dass Gott ihm in einer zweiten Vision mitgeteilt hätte, dass die adventistischen Gemeinden für die Wiederkunft nicht vorbereitet gewesen wären. Außerdem sei die Freikirchenleitung von Gott abgefallen, da deren Verlag in Hamburg seine Visionen nicht drucken wollte. Wer wahrhaft glaube, der müsse jetzt die Freikirche verlassen und sich in kleinen Gruppen versammeln.

„So begann die Separation.“ Weitere Gründe seien gesucht und gefunden worden, falsche Anschuldigungen kursierten von beiden Seiten. Missverständnisse und persönliche Spannungen hätten die Stimmung aufgeheizt. „Aus Brüdern wurden Feinde.“ Die Generalkonferenz als höchste Instanz der Adventisten sollte eingreifen. Doch sechs Jahre nach Ausbruch der Spannungen hätten die Reformadventisten bereits eine neue Kirche neben der alten mit eigenen Strukturen und einer noch stärker autoritären Führung etabliert. Das wäre keine gute Voraussetzung für ein gegenseitiges Aufeinander-Hören und Aufeinander-Zugehen gewesen. „Von wenigen Ausnahmen abgesehen, leider bis heute“, beklagt Hartlapp.

Weltweite Spaltung der adventistischen „Reformationsbewegung“
Laut Diplom-Theologe Holger Teubert, der frühere Leiter der Zentralstelle für Weltanschauungsfragen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, erlebte im Mai 1951 auch die „Reformationsbewegung“ eine weltweite Spaltung. Seitdem gibt es die Internationale Missionsgesellschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, Reformationsbewegung (IMG) und die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, Reformationsbewegung (STAR). Die Generalkonferenz der IMG befindet sich in Cedartown, Georgia/USA, Sie zählt nach eigenen Angaben weltweit 33.663 Mitglieder in 135 Ländern, davon in Deutschland 350 (Stand: 31.12.2017). Die Generalkonferenz der STAR hat ihren Sitz in Roanoke, Virginia/USA. Sie umfasst weltweit 42.285 Mitglieder in 127 Ländern, davon in Deutschland 205 (Stand: 31.12.2018). Jede der beiden Glaubensgemeinschaften betrachte sich als die einzige, wahre und legitime Reformationsbewegung unter den Adventisten. Zum Vergleich: Zur Generalkonferenz der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Silver Spring, Maryland, im Großraum der US-Hauptstadt Washington gelegen, gehören weltweit 21.414.779 Mitglieder in 212 Ländern, davon in Deutschland 34.792 (Stand 31.12.2018).




Heroes II – mit einer Bibelquiz-App den Helden der Bibel auf der Spur

Bereits 2013 habe „Heroes the Game“ mehr als 10 Millionen Minuten Interaktionen mit spannenden Geschichten aus der Bibel generiert. Heroes war ein Pionierspiel, das die Türen zu vielen anderen Spielen der Freikirche öffnete. Jetzt, 8 Jahren später, sei die Kirche und ihr offizieller Fernsehsender HopeTV, für eine Neuauflage von „Heroes II“ bereit. Das neue Spiel „Heroes II – The Bible Trivia Game“ könne im Apple App Store und im Google Play Store vorbestellt werden.

Biblische Quizfragen hoch im Kurs
Vor drei Jahren habe eine Studie über die am häufigsten bei Google gesuchten Begriffe im Zusammenhang mit der Bibel ergeben, so Neves. Alle 30 Tage würden weltweit mehr als 250.000 Google-Abfragen nach Bibelquiz, Bibelspielen und Bibelquiz durchgeführt. Die Studie habe auch gezeigt, dass von allen Spielgenres die Menschen mehr nach biblischen Quizfragen suchen als nach jeder anderen Art. So sei das Bibelspiel eine großartige Gelegenheit, über den größten Helden aller Zeiten in der Sprache zu sprechen, mit der sich Spieler (Gamer) beschäftigen und die sie verstünden: Jesus Christus.

Alte Helden neu entdecken
„Die Bibel ist das Gründungsdokument der westlichen Zivilisation, aber junge Menschen wissen heute mehr über die Comic-Geschichten als über die biblischen Geschichten“, so Sam Neves. „Heroes“ sei ein Projekt, das diese neue visuelle Sprache durch ein Quizspiel spreche und diese alten Geschichten zu neuem Leben erwecke. Es sei wichtig, was mit diesen biblischen Helden geschehen ist, damit wir herausfinden können, was mit uns geschehen wird. In den letzten Jahren habe ein internationales Team daran gearbeitet, Heroes II als völlig neues Bibel-Quizspiel zu entwickeln.

Eine Reise durch die Bibel
Die Spieler würden ihre Reise mit Adam und Eva, den ersten Helden, beginnen. Während die Helden Fragen über ihr Leben stellten, beginnen die Spieler Erfahrungspunkte zu sammeln. Je mehr „Erfahrungspunkte“ ein Spieler habe, desto mehr Helden würden freigeschaltet. Die Spieler starteten mit dem ersten Buch der Bibel (Genesis) und endeten mit dem letzten Buch, der Offenbarung des Johannes. Jedes Spiel bestehe aus 12 Fragen und die Punktzahl hänge davon ab, wie schnell ein Spieler sie beantworten könne. Am Anfang seien die Fragen einfach, aber im weiteren Verlauf des Spiels würden die Fragen immer schwieriger.

Mehrsprachiges Projekt
Heroes II werde in vier Sprachen erhältlich sein: Englisch, Portugiesisch, Spanisch und Französisch. Es sei zu erwarten, dass kurz nach der Veröffentlichung neue Sprachen hinzukommen.

Kombination aus Bibelquiz, Fernsehshow und Online-Studium

Neben dem Spiel Heroes II im Jahr 2021 wird der Fernsehkanal HopeTV auch Bibelstudien anbieten. „Jeder Spieler wird durch die Heroes-Bibelstudien mit dem Titel „Die großen Fragen“ inspiriert werden“, sagt Vyacheslav Demyan, Vizepräsident von Hope Channel International. „Sie können www.hopebiblestudy.org besuchen, wo Bibelhelden antworten werden: „Was geschieht nach dem Tod?“, „Ist Gott real?“, „Wenn Gott gut ist, warum leiden wir dann?“… und viele andere schwierige Fragen“. Auch eine Spielshow sei geplant. Sie soll auf HopeTV ausgestrahlt werden. Teams aus jeder christlichen Denomination oder Schule würden ermutigt, ihr Bibelwissen im Spiel zu testen.

Alte Helden inspirieren Helden der Gegenwart
Kirchenleiter und Entwickler des Spiels hoffen, dass Heroes II Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen helfen werde, die erstaunlichen Geschichten aus der Bibel besser kennen zu lernen. „Wir wollen, dass alle erkennen, dass sie heute dazu berufen sind, Helden zu sein, genau wie diese Figuren aus der Vergangenheit“, sagt Neves. „Grundsätzlich hoffen wir, dass das Spiel jeden Spieler dazu inspiriert, sein Leben Jesus anzuvertrauen, um ihm eines Tages von Angesicht zu Angesicht begegnen zu können.“

Betatester gesucht

Interessierte Spieler werden eingeladen, Betatester zu werden und ihr Abenteuer früher zu beginnen. Jeder könne sich unter https://heroesbibletrivia.org bewerben und das Team unter info@heroes.adventist.org kontaktieren.




Friedensau soll „grün“ werden

Wie Tobias Koch, Kanzler der dortigen Theologischen Hochschule, im Mitteilungsblatt „Unser Friedensau“, 2/2020, berichtet, gehe es dabei um „unsere Verantwortung für die uns anvertraute Schöpfung und die Mitmenschen“. Unter diesem Gesichtspunkt hätten die Verantwortlichen in Friedensau vor mehr als einem Jahr begonnen, den Energieverbrauch zu überdenken. Dafür sollen keine CO2-Zertifikate gekauft werden, um CO2-neutrale Studienplätze ausweisen zu können, sondern es gelte auf Dauer im und vor Ort die Verantwortung wahrzunehmen.

Entstanden sei laut Koch ein großes Infrastrukturprojekt, das nicht nur die Investitionskosten erbringen soll, sondern auch den CO2-Ausstoß in Friedensau um 80 Prozent reduziert und damit die Ausgaben für Energie und Strom über Jahrzehnte senkt. Um dieses Ziel zu erreichen, planten die Verantwortlichen, mehr als 50 Prozent des Energiebedarfs aus regenerativen Quellen zu gewinnen. Sonne und Erdwärme sollen die Energie über ein Blockheizkraftwerk in ein modernisiertes Wärme- und Stromnetz speisen, das ganz Friedensau versorgen soll. Die jetzt beginnende Planung werde zu 50 Prozent von der Bundesrepublik Deutschland gefördert.

Hochschule – Altenheim – Zeltplatz

Friedensau zählt rund 420 Einwohner. Es liegt etwa 30 Kilometer östlich der Landeshauptstadt Magdeburg und wurde 1920 eine eigenständige politische Gemeinde. Mit einer Gebietsreform, die am 1. Januar 2002 in Kraft trat, verlor Friedensau die Selbständigkeit und wurde Ortsteil der Stadt Möckern.

In Friedensau unterhält die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten eine staatlich anerkannte Hochschule mit den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie. In der Trägerschaft des Advent-Wohlfahrtswerks gibt es dort auch ein Seniorenheim mit 122 Plätzen sowie eine Anlage für Betreutes Wohnen. Das Kinder- und Jugendzentrum Friedensau unterhält einen Pfadfinder-Zeltplatz und den größten Hochseilgarten des Landes Sachsen-Anhalt. Auf dem Gelände befinden sich neben dem Zeltplatz unter anderem ein Ökohaus, eine Gruppe Blockhäuser und eine überdachte Arena mit Platz für etwa 1.500 Personen. Außerdem gibt es ein Ladencafé und eine kommunale Kindertagesstätte.




Großbritannien: Adventisten nehmen Stellung zu Impfungen gegen Covid-19

Laut BUC wird der Impfstoff von Pfizer in zwei Dosen verabreicht, dazwischen liegen drei Wochen. Die Ergebnisse der Phase-Drei-Studie hätten gezeigt, dass der Impfstoff mehr als 90 Prozent der Menschen vor einer Infektion mit dem Corona Virus schützt.

Da demnächst weitere Impfstoffe auf den Markt kommen werden, habe es viele Debatten und Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und Zusammensetzung des neuen Impfstoffs gegeben, vor allem angesichts des Zeitraums, der für seine Entwicklung benötigt wurde. Personen, die schon früher unbesorgt Impfstoffe verwendet haben, stellt die BUC einige offizielle Links zur Verfügung, um bei der Entscheidungsfindung für den neuen Impfstoff behilflich zu sein.

Stellungnahme zu Impfung der adventistischen Weltkirchenleitung
Anschließend publiziert die adventistische Kirchenleitung für Großbritannien und Irland die Stellungnahme der adventistischen Weltkirchenleitung zu Impfungen:
„Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten legt großen Wert auf Gesundheit und Wohlbefinden. Die adventistische Betonung der Gesundheit basiert auf der biblischen Offenbarung, den inspirierten Schriften von E.G. White (Mitbegründerin der Kirche) und auf von Fachleuten überprüfter wissenschaftlicher Literatur. Wir befürworten daher eine verantwortungsbewusste Immunisierung/Impfung und haben keinen religiösen oder religiös motivierten Grund, unsere Mitglieder nicht zur verantwortungsbewussten Teilnahme an schützenden und präventiven Impfprogrammen zu ermutigen. Wir legen Wert auf die Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung, wozu auch die Aufrechterhaltung der „Herdenimmunität“ gehört.“

Kirchenleitung ist nicht das Gewissen der Mitglieder

Die BUC-Kirchenleitung hält fest, dass sie „nicht das Gewissen des einzelnen Kirchenmitglieds“ sei und individuelle Entscheidungen anerkenne. Diese würden von Einzelpersonen getroffen. Die Entscheidung, sich nicht impfen zu lassen, „ist nicht und sollte nicht als Dogma oder Lehre der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten angesehen werden“.

Zur Stellungnahme der BUC:

https://adventist.uk/news/article/go/2020-12-03/adventist-response-to-new-covid-19-vaccine/




Neuere Forschung bestätigt verringertes Risiko für Herzkrankheiten bei Verzehr von Walnüssen

Die Studie mit dem Titel „Effects of 2-Year Walnut-Supplemented Diet on Inflammatory Biomarkers“ erschien im Journal of the American College of Cardiology (JACC) und ist Teil der Studie „Walnuts and Healthy Aging (WAHA)“, die von 2012 bis 2016 lief. Sie sei die bisher längste und größte Studie über die gesundheitlichen Vorteile von Walnüssen.

Laut Dr. Sujatha Rajaram, Professorin für Ernährung im Fachbereich Public Health und Co-Autorin der Studie werde bestätigt, dass Walnüsse chronische Entzündungen lindern. Damit wachse auch das Wissen, die den Nusskonsum mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung bringt. Frühere Forschungsarbeiten dieser und anderer Forscher hätten gezeigt, wie die cholesterinsenkende Wirkung von Walnüssen und ihr Beitrag zur Gesundheit der Gefäße das Herz-Kreislauf-System stärken können.

„Der Verzehr von Walnüssen kann sowohl aus Sicht des Krankheitsmanagements als auch aus Sicht der Krankheitsprävention von Vorteil sein“, sagt Rajaram. „Diejenigen, bei denen eine Herz-Kreislauf-Erkrankung diagnostiziert wurde, können zusätzlich zu den verordneten Medikamenten oder Behandlungen, Walnüsse in ihre Ernährung aufnehmen, um ihren Körper zu unterstützen. Andere können damit beginnen, Walnüsse in ihre Ernährung aufzunehmen, um präventive Vorteile zu ernten“, so die Forscherin.

Angesichts der Tatsache, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der US-Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) sowohl weltweit als auch in den Vereinigten Staaten die häufigste Todesursache sind, seien Erkenntnisse über pflanzliche Lebensmittel, die das Risiko von Herzerkrankungen senken können, um so wichtiger. Sie sollten um der Gesundheit willen in die tägliche Nahrung einfließen, sagt Rajaram.

Wenn Walnüsse zu einer bestehenden Ernährung hinzugeführt werden, muss sich der Lebensstil keinesfalls drastisch ändern; einfach die Nüsse ergänzen, sie pur essen, sie mit Frühstücksflocken mischen, sie über einen Salat streuen oder sie in einen Smoothie mischen. Während sich die Forschung in dem Artikel auf den täglichen Walnussverzehr bei älteren Menschen konzentrierte, könnte der drei- bis fünfmalige Verzehr einer faustgroßen Portion Walnüsse pro Woche für jeden von Vorteil sein, sagt Rajaram.

Rajaram ergänzt, dass sie zukünftige Studien von WAHA-Forschern erwarte, um die Beweise für den gesundheitlichen Nutzen von Walnüssen über Herzkrankheiten hinaus zu erweitern und die Auswirkungen auf die Demographie über ältere gesunde Erwachsene hinaus zu untersuchen. In der Zwischenzeit sei es erfrischend, mehr wissenschaftliche Unterstützung für die Aufnahme von Walnüssen als Teil einer herzgesunden Ernährung zu erhalten. In einer Welt, in der den Verbrauchern oft gesagt werde, welche Lebensmittel sie nicht essen sollen, sei es schön, zur Abwechslung einmal zu hören, was eigentlich gut zu essen ist.

Zur Studie im JACC: https://bit.ly/JACC_Walnut_LLU.




Dozent der Theologischen Hochschule Friedensau erhält Verdienstmedaille

Die Ehrung wurde ihm für sein Engagement im Pflegebereich zuteil. Siegfried Huhn (Berlin) verfügt laut der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der Hochschule nicht nur über eine Ausbildung zum Krankenpfleger, sondern hat Gesundheitswissenschaften und Sozialmanagement studiert. Er ist Autor zahlreicher Fachbeiträge, Mitglied der Expertengruppe „Nationale Expertenstandards“ und Schirmherr des Deutschen Vereins zur Förderung pflegerischer Qualitäten e.V. Er entwickelte Pflege-Verbesserungen in der Sturzprophylaxe und im Medikamentenmanagement.

An der Theologischen Hochschule Friedensau können acht Bachelor- (B.A.) und Masterstudiengänge (M.A.) – zum Teil berufsbegleitend – in den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie sowie ein Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ belegt werden. 38 Nationen sind unter den Studierenden und Lehrenden vertreten.

Weitere Informationen: https://www.thh-friedensau.de.




Theologische Hochschule Friedensau seit 30 Jahren anerkannt

Ein einfaches Blatt Papier
„Im September 1990 wurden wir telefonisch darüber informiert, dass der Ministerrat der DDR dem Theologischen Seminar Friedensau ab 15. September 1990 die staatliche Anerkennung als Theologische Hochschule gewährt“, so Oestreich. Am 27. September fuhr er mit dem Friedensauer Kirchenmusiker Professor Wolfgang Kabus nach Berlin, um die Urkunde in Empfang zu nehmen. Doch es habe sich nicht um ein schmuckvoll bedrucktes Dokument aus starkem Material in einer repräsentativen Mappe gehandelt, sondern lediglich um ein einfaches Blatt Papier mit der Unterschrift des Ministers für Bildung und Wissenschaft der DDR, Professor Dr. Hans-Joachim Meyer. „Kein hoher Regierungsvertreter war zu sehen, es gab keine Zeremonie. Das Blatt wurde einfach ausgehändigt von einem Angestellten, der hinter seinem vollen Schreibtisch saß.“

Viele Gespräche und Nachtschichten
Doch wie sei es dazu gekommen? Am 22. Februar 1990 hätten die Dozenten des Seminars Friedensau den Beschluss gefasst, die staatliche Anerkennung zu beantragen. „Jahre kontinuierlicher Verbesserung der theologischen Ausbildung boten die Grundlage dafür“, berichtet Oestreich. „Es folgten viele Sitzungen des Friedensauer Kollegiums“, um die Antragsstellung vorzubereiten. Dazu habe es Gespräche mit den Verantwortlichen der Freikirche und den Kollegen des adventistischen Theologischen Seminars Marienhöhe in Darmstadt gegeben, um ihre Unterstützung zu gewinnen. Regierungsvertreter, Parteiverantwortliche und Universitätsprofessoren seien um Rat gefragt worden. „Nach vielen Nachtschichten waren die nötigen Unterlagen für den Antrag erstellt.“ Am 25. Juni ging der Antrag an das Ministerium in Berlin. Am 5. September wurde entschieden. „Dann hatten wir das Papier in der Hand. Sieben Monate harter Arbeit kamen völlig unspektakulär ans Ziel.“

Nachdem die staatliche Anerkennung erreicht war, habe es noch einmal sieben Monate gedauert, bis die Freikirchenleitung am 17. April 1991 entschied, das westdeutsche Seminar Marienhöhe in Darmstadt zu schließen und die theologische Ausbildung für Deutschland nur noch in Friedensau durchzuführen.

Gegründet 1899
Am 19. November 1899 nahm die Vorgängereinrichtung der Hochschule, die „Industrie- und Missionsschule“ ihre Tätigkeit mit zunächst sieben Schülern in sehr einfachen Verhältnissen auf. Genutzt wurden die Gebäude einer alten Mühle an der Ihle, die erstmals 1306 erwähnt wurde. Innerhalb der nächsten zehn Jahre entstanden große Lehr- und Wohngebäude, die bis heute das Erscheinungsbild des Campus prägen. Ausgehend von einem ganzheitlichen Pädagogikmodell wurden zusätzlich ein Sanatorium, Werkstätten und eine Nährmittelfabrik erbaut, die auch einen praktischen Unterricht und gleichzeitig Verdienstmöglichkeiten boten. Vor dem Ersten Weltkrieg nutzten jedes Jahr bis zu 250 Personen die Ausbildungsmöglichkeiten.

Im Ersten und Zweiten Weltkrieg Lazarett

Im Ersten Weltkrieg richtete das Kriegsministerium in den Gebäuden ein Lazarett ein. Erst 1919 konnte die Ausbildung wieder aufgenommen und in den Folgejahren mit neuen Lehrgängen, wie Hauswirtschaftsschule und Krankenpflege-Vorschule, erweitert werden. Die Einrichtung wurde 1923 in „Missionsseminar Friedensau“ umbenannt. Für den hauswirtschaftlichen und kaufmännischen Kurs erhielt das Seminar 1930 die staatliche Anerkennung durch den Magdeburger Regierungspräsidenten.

Die Zeit des Nationalsozialismus brachte viele Einschränkungen bis hin zur erneuten Schließung des Seminars im Zweiten Weltkrieg. Wieder dienten die Lehrgebäude der Pflege verwundeter und kranker Soldaten, zuerst der Deutschen Wehrmacht und ab 1945 der Sowjetarmee. Durch Fürsprache des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Erhard Hübener, gestattete die Sowjetische Militäradministration 1947 die Wiedereröffnung. Damit war das Friedensauer Seminar die erste und einzige kirchliche Ausbildungsstätte, die in der Sowjetischen Besatzungszone ihren Lehrbetrieb wieder aufnehmen durfte.

Seit den 1980er Jahren auch ausländische Studierende
Während der DDR-Zeit gestattete die SED-Regierung nur die Ausbildung von kirchlichen Mitarbeitern. Neben der Ausbildung von Pastoren bestanden einjährige Diakonlehrgänge. Anspruch und Qualität der Ausbildung führten 1981 zur Umbenennung in „Theologisches Seminar Friedensau“. Zwei Jahre später akkreditierte die Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten das Seminar als Senior College. Seit den 1980er Jahren war es möglich, Studierende aus anderen sozialistischen Staaten Osteuropas und Afrikas in Friedensau als Pastoren auszubilden.

Bachelor- und Masterstudiengänge

Nach der staatlichen Anerkennung als Hochschule am 15. September 1990 wurde neben dem Fachbereich Theologie, der seit 1992 einen Diplom- und einen Magisterstudiengang Theologie anbot, ein Fachbereich Christliches Sozialwesen aufgebaut. Gegenwärtig können in Friedensau acht Bachelor- (B.A.) und Masterstudiengänge (M.A.) – zum Teil berufsbegleitend – in den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie sowie ein Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ belegt werden. 38 Nationen sind unter den Studierenden und Lehrenden vertreten.

Weitere Informationen: https://www.thh-friedensau.de.