Über zehn Millionen Menschen in Deutschland kennen den christlichen Fernsehsender Hope TV

In den Bundesländern, in denen Hope TV außer über Satellit auch im Kabel zu empfangen ist, gaben nach Mitteilung des Senders sogar 16 bis 18 Prozent der Bundesbürger an, Hope TV zu kennen. Dagegen liege die Wahrnehmung in Bundesländern ohne Kabelpräsenz bei etwa acht bis elf Prozent.

Die stärkste Wahrnehmung verzeichne Hope TV bei Menschen im Alter von 30 bis 60 Jahren (16 bis 17 Prozent) und bei Familien mit mindestens zwei Kindern (etwa 18 bis 21 Prozent).

„Nach knapp zehn Jahren Marktpräsenz wollte das Team von Hope Media erfahren, wie die eigene Marke „Hope TV“ in der Gesellschaft in Deutschland wahrgenommen wird. Die Ergebnisse durch die GfK motivieren uns sehr und erfüllen uns mit Freude, Dankbarkeit und vor allem Demut. Gott wirkt durch Hope TV und erreicht dadurch Menschen mit der Hoffnung in Jesus Christus“, so Paulin Giurgi, Vorstand Kommunikation & Marketing bei Hope Media Europe e.V..

In derselben Studie wurde auch der Bekanntheitsgrad der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland erkundet. 10 Prozent der Befragten gaben an, die evangelische Freikirche zu kennen. Auch hier war der Bekanntheitsgrad unter den 30- bis 60-Jährigen am stärksten (zwischen 10 und 11 Prozent). In Haushalten mit vier und mehr Personen lag er bei über 12 Prozent, ebenso in Orten mit über 100.000 Einwohnern.

Der Sender Hope TV ist der Fernsehsender der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und gehört zur internationalen Senderfamilie Hope Channel. Sie wurde 2003 in den USA gegründet und besteht mittlerweile aus 61 nationalen Sendern. Hope TV kann unter anderem über den Satelliten Astra, im Internet über hopetv.de und in einigen Kabelnetzen empfangen werden. Derzeit sind rund 35.000 Siebenten-Tags-Adventisten in 554 örtlichen Kirchengemeinden in Deutschland organisiert.




Adventistischer Theologe Dr. Johann Heinz verstorben

Hans Heinz gilt als der erste bedeutende deutschsprachige adventistische systematische Theologe, so das Kuratorium der Friedensauer Hochschule. Er war von 1957 bis 1978 Lehrer für Theologie am adventistischen Seminar Schloss Bogenhofen in Österreich, von 1982 bis 1995 Dozent für Systematische Theologie und Leiter des Theologischen Seminars Marienhöhe der Siebenten-Tags-Adventisten in Darmstadt sowie ab 1991 Gastdozent an der Theologischen Hochschule Friedensau. Er prägte mehrere Generationen von adventistischen Pastorinnen und Pastoren.

Professor Dr. Stefan Höschele, Dekan des Fachbereichs Theologie in Friedensau, fasst zusammen: „Durch die Verbindung von biblischer Fundierung, kirchengeschichtlicher Verankerung und scharfer systematisch-theologischer Analyse hat sein theologisches Denken, Lehren und Schreiben im Adventismus des deutschsprachigen Raums Maßstäbe etabliert, hinter die kein Nachfolger mehr zurückgehen kann.“ Seine Hauptforschungsgebiete waren die Soteriologie (das Erlösungswerk Christi), Martin Luther sowie die Auseinandersetzung mit der katholischen Theologie und der ökumenischen Bewegung.

Johannes Kovar, Bibliotheksleiter am Seminar Schloss Bogenhofen nennt Heinz einen der „wichtigsten Theologen des deutschsprachigen Adventismus“. Wie kein anderer habe er ganze Predigergenerationen geprägt.

Hans Heinz begründete 1990 die theologische Zeitschrift der Friedensauer Hochschule Spes Christiana. Die Gesamtauflage seiner Bücher und Schriften mit Übersetzungen in über 20 Sprachen erreichte Millionenhöhe. Das Wort von Philipp Jacob Spener „Theologie ist eine praktische Disziplin“ habe sich Heinz laut Höschele als Lebensdevise gewählt. Seine Bibel- und Bekenntnistreue verknüpfte sich bei ihm mit einer evangelistischen Leidenschaft. Er sah Theologen und Pastoren dazu beauftragt, Menschen in Grenzsituationen ihres Lebens beizustehen und sie in die Nachfolge Jesu zu rufen. Bis zuletzt arbeitete er an theologischen Fragestellungen und gab gerne sein Wissen preis. Seit 1995 befand sich Hans Heinz im Ruhestand und lebte mit seiner Frau in Braunau am Inn in Österreich.




Friedensauer Dozentin zur Juniorprofessorin ernannt

Aufgrund der Genehmigung des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung in Sachsen-Anhalt konnte Simone Emmert für die Dauer ihrer Dozentur mit Tenure Track an der Friedensauer Hochschule die Berechtigung zum Führen der Bezeichnung Juniorprofessorin für das Fachgebiet „Recht der Sozialen Arbeit“ verliehen werden. „Tenure-Track“ beschreibt einen Weg in der akademischen Laufbahn an Universitäten und Hochschulen, über den eine Professur auf Lebenszeit erlangt werden kann.

Simone Emmert lehrt seit 2015 in Friedensau, unterbrochen durch eine Vertretungsprofessur für Recht in der Sozialen Arbeit an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Sie war Studentin der Rechtswissenschaften in Würzburg, Erasmus-Stipendiatin in Leuven (Belgien), Stipendiatin in Florenz (Italien) und promovierte in Marburg. Sie hatte einen Lehrauftrag an den Universitäten in Marburg und Sherbrooke (Quebec/Kanada). Sie war freiberufliche Anti-Bias-Trainerin und ist zugelassene Rechtsanwältin mit dem Schwerpunkt Familienrecht. Sie spricht neben Deutsch auch Englisch und Französisch. Ihr Engagement und Forschungsinteresse bezieht sich auf Menschenrechte, Familienrecht und Diversität. Dazu habe sie vielfach publiziert, so die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der Friedensauer Hochschule.

Die Theologische Hochschule Friedensau ist eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Hier können acht B.A.- und M.A.-Studiengänge – zum Teil berufsbegleitend – in den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie sowie ein Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ belegt werden. 38 Nationen sind unter den rund 200 Studierenden vertreten.




Buchrezension: Kyle Harper: "FATUM - Das Klima und der Untergang des Römischen Reiches"

Warum hatte das Römische Reich keinen dauerhaften Bestand? Diese Frage beschäftigt noch heute Wissenschaftler und interessierte Laien gleichermaßen. Die Antworten zum Ende der Antike sind vielfältig. Prominente Thesen sind die Völkerwanderung oder auch eine „spätrömische Dekadenz“. Der Professor für Altertumswissenschaften an der Universität Oklahoma, Kyle Harper, wagt in seinem Buch FATUM eine neue These: Nicht die Germanen, sondern Klimaschwankungen und Seuchen seien Hauptgründe für den Untergang. „Bakterien sind noch weitaus tödlicher als Barbaren“ (S. 41). Der englische Originaltitel ist da aussagekräftiger und aktueller: „The Fate of Rome: Climate, Disease, and the End of an Empire“.

Sorgfältig recherchiert, flüssig geschrieben und interdisziplinär lohnt sich der Blick in die Apokalypse der Spätantike, um das aktuelle Weltgeschehen zu bewerten. Das Buch ist in Prolog, sieben Kapitel und Epilog gegliedert. Ein umfangreicher Anhang sowie viele Karten und Diagramme und Tabellen belegen die Ausführungen. Durch das brillante Zusammendenken von geistes- und naturwissenschaftlichen Fakten wird ein prächtiger Einblick in die damalige Welt gegeben. Das drastische, teils apokalyptische Vokabular lässt die römische Welt in Flammen stehen. Harpers Seuchen- und Klimageschichte klingt einleuchtend, ist allerdings in Fachkreisen umstritten, da ihm etliche Detailfehler nachgewiesen wurden.

Vergangenheit
Der Niedergang Roms ist Geschichte. Dieser Geschichte lässt sich allerdings heute mit modernen Forschungsmethoden auf den Grund gehen. Neben antiken schriftlichen Quellen lassen sich Daten aus „natürlichen Archiven“ heranziehen, wie Eisbohrkerne, Meeressedimente, Gletscher, Jahresringe und DNA-Untersuchungen. Daraus rekonstruiert Harper drei Phasen des römischen Imperiums. In der anfänglichen Hochzeit (ca 200 v.Chr. bis 150 n.Chr.) sei ein warmes und feuchtes Klima vorherrschend gewesen. Die Übergangsphase (150 n.Chr. Bis 450 n.Chr.) sei von klimatischer Unbeständigkeit gekennzeichnet gewesen. Ab 450 n.Chr. herrschte dann die spätantike Kleine Eiszeit, die die Römer auszehrte.

Zusätzlich traten drei furchtbare Pandemien auf, die die Kraftreserven der Römer sprengten. 165 n.Chr. wütete die Antoninische Pest mehr als 24 Jahre. Die Cyprianische Pest entvölkerte zwischen 250 n.Chr. und 271 n.Chr. das Reich. Ab 541 n.Chr. trat die dritte Pestwelle, als Justinianische Plage bekannt, auf und hielt sich etwa 200 Jahre. Die genauen Krankheitserreger sind nur teilweise bekannt. Ihre Letalität ist jedoch unbestritten und wird mit bis zu 50% angegeben. Diesen klimatischen und biologischen Naturgewalten sei das Imperium der Römer seinerzeit nicht mehr gewachsen gewesen und es kollabierte, so Harper.

Gegenwart

Harpers These lässt sich wunderbar auf die Gegenwart beziehen. So gilt die Klimaerwärmung heute als ernstzunehmende Gefahr für die Zivilisation, die besonders die junge Generation mit der „Fridays for Future“-Bewegung umtreibt. An einer Lösung arbeiten viele Staaten gemeinsam, nicht zuletzt im Pariser Klimaabkommen. Das Klima gilt es zu schützen, so die gemeinsam gewachsene Überzeugung. Allerdings war 2017 noch nicht absehbar, wie aktuell das Thema Seuchen im weiteren Verlauf der Weltgeschichte werden würde. Was sich damals noch wie eine Schauergeschichte angehört hat, ist heute Wirklichkeit durch Covid 19 geworden. Das Virus bedroht die Gesellschaft. Die Folgen auf die Zivilisation sind verheerend und auch nach einem Jahr Pandemie noch gar nicht vollends abzusehen. Sicher ist aber, dass das Virus eine Zäsur bedeutet.

Zukunft

Es ist aufschlussreich, Harpers Gedanken weiterzudenken und in die Zukunft zu projizieren. Wie gefährlich können die Faktoren Klima und Seuchen für unsere moderne und globale Zivilisation werden? Wie stark ist unsere heutige Zivilisation vom Untergang bedroht? Wann ist der Punkt erreicht, an dem das System kippt? Gibt es ein zurück? Oder werden wir ganz schnell und scheinbar unabsehbar in unsere Einzelstücke zerfallen und unter total veränderten Bedingungen neu anfangen müssen? Die Lage ist ernst und eine Geisteshaltung der „spätrömischen Dekadenz“ wäre hier völlig fehl und würde zweifelsfrei den zivilisatorischen Untergang beschleunigen. Vielmehr benötigt es Weitsicht, Courage und Engagement, um Fehlentwicklungen zu bemerken und wo möglich zu korrigieren. Anderenfalls droht uns ähnliches Ende wie das der Römer, soviel ist sicher.

Claudia Mohr

Die Rezension kann als Dokument heruntergeladen werden:
https://www.apd.info/wp-content/uploads/2021/01/Rezension-Harper-FATUM-Das-Klima-und-der-Untergang-des-Ro%CC%88mischen-Reiches.pdf




Breite Allianz fordert Anhebung der Regelsätze und weitere Corona-Soforthilfen für arme Menschen

Das Spektrum der Unterzeichnenden des Aufrufs „SOFORTHILFEN FÜR DIE ARMEN – JETZT!!” reicht von Gewerkschaften, Sozial- und Wohlfahrtsverbänden, über Kultur, Wohnen, Umwelt bis zu Selbsthilfe und Gesundheit. Auch der Paritätische Gesamtverband hat sich an diesem Aufruf beteiligt. Eine derart breite zivilgesellschaftliche Allianz für eine bedarfsgerechte, armutsfeste Anpassung der Regelsätze auf ein konkretes Niveau gab es noch nie. Die bisherige politische Unterlassung, arme Menschen durch eine auskömmliche Grundsicherung und effektive Corona-Hilfen zu entlasten, komme einem “armutspolitischen Offenbarungseid” gleich, so die Kritik.

Die Unterzeichnenden appellieren an die Bundesregierung, endlich armutspolitisch aktiv zu werden. Sie fordern für Bezieher*innen von Hartz IV und Grundsicherung für Alte und Erwerbsgeminderte die bedarfsgerechte Anhebung der Regelsätze auf mindestens 600 Euro sowie für die Dauer der Krise einen pauschalen Mehrbedarfszuschlag von 100 Euro. Darüber hinaus sei die Finanzierung der Anschaffung eines internetfähigen Computers sowie notwendiger Software für arme Schüler*innen als einmalige Leistung sicherzustellen. Schließlich sei eine Erneuerung der Miet- und Kreditmoratorien dringend notwendig, um Mieter*innen bei andauernder Pandemie vor Wohnungsverlust zu schützen.

„Die Armut in unserem Land nimmt leider immer mehr zu – insbesondere in dieser Zeit der Covid-19-Pandemie. Das darf nicht ignoriert werden. Von daher ist es jetzt unabdingbar, dass die Bundesregierung sehr zügig dagegen etwas unternimmt“, sagt Volkmar Proschwitz, geschäftsführender Vorsitzender des Advent-Wohlfahrtswerkes e.V..

Christian Molke, geschäftsführender Vorstand der adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland e.V. meint: „Eine globale Pandemie darf nicht dazu führen, dass wir die Leiden unserer Mitmenschen ignorieren. Wir sind mit offenem Herzen und Augen für die Ärmsten der Armen in aller Welt tätig. Dasselbe erwarten wir auch von den politisch Verantwortlichen in unserem Land. Es schmerzt besonders, wenn in einem wohlhabenden Land wie Deutschland, Menschen, die es ökonomisch ohnehin schwer haben, durch die Pandemie besonders benachteiligt sind. Sie brauchen unsere unbedingte Solidarität!“

Advent-Wohlfahrtswerk (AWW)

Das 1897 gegründete Advent-Wohlfahrtswerk ist das Sozialwerk der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Es ist Mitbegründer und Mitglied des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Im Sozialwerk sind bundesweit etwa 200 Ehrenamtliche in den AWW-Helferkeisen und etwa 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen tätig. Seit seiner Gründung bietet das AWW vielfältige Hilfe und Unterstützung gerade auch für arme, notleidende und benachteiligte Menschen in der Gesellschaft an.

Zum Volltext des Aufrufs sowie einer Auswahl weiterer Zitate der Unterzeichnenden: https://www.der-paritaetische.de/presse/aufruf-soforthilfen-fuer-arme




ADRA Indonesien hilft Tausenden nach Erdbeben

In einem ersten Schritt sei es darum gegangen, die Menschen ins Landesinnere in sichere Unterkünfte zu bringen, sagte Rappell. „Die meisten Menschen sind traumatisiert und haben Angst, ihre Häuser zu betreten“, weil sie sich an die Verwüstungen des Palu-Erdbebens 2018 erinnerten.

ADRA hat rund 2.000 Menschen mit Materialien zum Bau von Notunterkünften versorgt. Zu den Notunterkünften gehören strapazierfähige Planen zum Bau von Wänden und Dächern, Tücher, Laken und Bettzeug. Das ADRA-Team in Indonesien sammle auch Daten über weitere dringende Bedürfnisse der Überlebenden.

„Wir arbeiten auch mit adventistischen Kirchengemeinden in den Mamuju-Distrikten und einer Jugendorganisation namens Youth Emergency Services (YES) zusammen, um auch Kirchenmitglieder mit Unterkünften, Lebensmitteln, Hygienesets und Medikamenten zu versorgen“, so Rappell.

Mehr über ADRA Indonesien: https://www.adraindonesia.org/




Weltbibelhilfe unterstützt Gemeinden in Sibirien

Keil reiste rund 1200 Kilometer gemeinsam mit Alexej Bulatov und besuchte mit dessen „Bibelbus“ vor Ausbruch der Corona-Pandemie Orte und Gemeinden in der Republik Chakassien im südlichen Sibirien. „Wir verteilten Bibeln und sprachen mit Christen, die sich in sozialen Projekten engagieren“, so Keil.

Eine Station war ein kleines Dorf zwei Stunden von der Hauptstadt Abakan entfernt. Die 27-jährige Marina und ihr Team veranstalteten hier wie in vielen anderen Orten der Region Bibelstunden für Kinder und Jugendliche. Bulatov von der Russischen Bibelgesellschaft unterstützt die Arbeit mit kostenlosen Kinderbibeln. Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendarbeit seien auf diese Ausgaben angewiesen, denn weder die Gemeinden noch die Menschen selbst könnten sie sich leisten.

Neben der Armut sei es vor allem die Einsamkeit, die das Leben für viele Menschen schwermache. In vielen Dörfern gebe es keine Kirchengemeinden mehr, weil ein Großteil der Familien in die Städte gezogen sei. Die Dagebliebenen fühlten sich allein und verlassen, so Bulatov. „Doch wenn wir sie besuchen und ihnen Gottes Wort geben, ist die Freude riesengroß. Sie schöpfen Hoffnung und Mut für ihr Leben.“

Neben der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen richte sich die Unterstützung der Russischen Bibelgesellschaft daher auch an Mitarbeitende von Gemeinden mit sozialen Projekten. Darunter eine Einrichtung, die Menschen auf dem Weg aus Alkohol- und Drogenabhängigkeit begleite, Altenheime, Obdachlosenunterkünfte sowie ein Kinder-Krebszentrum.

Durch Spenden unterstützt die Weltbibelhilfe die Arbeit in Sibirien mit der Weitergabe von Bibeln, Kinderbibeln und Neuen Testamenten. „Meine Reise durch Sibirien hat mir gezeigt, was für ein großes Geschenk Gottes Wort für Menschen in Not sein kann – und wie dankbar die Menschen in Sibirien dafür sind“, zieht Tobias Keil Bilanz seiner Reise. „Eine Bibel ist ein kostbares Geschenk, das dankbar angenommen wird.“

Weltbibelhilfe

Die Weltbibelhilfe ist das Spendenwerk der Deutschen Bibelgesellschaft. Sie ist überkonfessionell tätig und in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) beheimatet. In Deutschland sammelt die Weltbibelhilfe Spenden für die Übersetzung und Verbreitung der Bibel sowie andere bibelgesellschaftliche Arbeit weltweit. Partner sind die im Weltverband zusammengeschlossenen Bibelgesellschaften. Der Weltverband der Bibelgesellschaften zählt 148 Mitglieder und ist in mehr als 200 Ländern aktiv.

Weitere Informationen und ein Video mit Eindrücken von Tobias Keil: https://www.die-bibel.de/spenden/weltbibelhilfe/projekte/sibirien




Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden: „Niemand soll allein sterben müssen!“

„Menschen sterben einsam in dieser Pandemie – das kann und darf nicht sein!“, klagt der Vorstand des BFP in einem Aufruf. Er empfinde es als menschenunwürdig und verantwortungslos, wenn Sterbenden ihr Wunsch nach Begleitung durch den ihnen vertrauten Seelsorger in Krankenhäusern, Altenheimen und Hospizeinrichtungen verwehrt werde. Deshalb der Aufruf: „Niemand soll allein sterben müssen. Niemand darf allein gelassen werden!“ Wenn Menschen gerade in dieser Phase seelsorgerliche Begleitung wollen, müsse das möglich sein.

Seelsorger bevorzugt impfen
Der BFP-Vorstand fordert die Verantwortlichen in Regierung und Verwaltung auf, für Regelungen zu sorgen, die den Zugang zu in seelsorgerlicher Not befindlichen Menschen ermöglichen. Menschen müssten im Sterbeprozess begleitet werden dürfen, um Schaden vom Einzelnen und der ganzen Gesellschaft abzuwenden. Der Vorstand halte es auch für erforderlich, dass für diesen Dienst entsprechende und vorgeschriebene Schutzausrüstungen kostenlos zur Verfügung gestellt werden, wenn sich sterbende Menschen in Einrichtungen befinden. Außerdem gelte es Pastoren und von Kirchengemeinden beauftragte Seelsorger im sogenannten Gruppen-Ranking der Impfprioritäten als systemrelevant einzustufen und ihnen einen bevorzugten Zugang zur Covid-19 Schutzimpfung zu ermöglichen.

BFP
Der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) ist die zweitgrößte Freikirche innerhalb der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) in Deutschland. Zum BFP zählen 62.872 Mitglieder in 836 Kirchengemeinden. 325 davon sind Migrationsgemeinden. Einschließlich der Kinder, Jugendlichen und regelmäßigen Gästen gehören etwa 181.255 Personen dem BFP an (Stand 01.01.2019).
Weitere Informationen unter www.bfp.de.

Einschränkung der Grundrechte regelmäßig überprüfen und kritisch begleiten

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland wies in ihrer „Stellungnahme zur aktuellen Pandemielage“ vom November 2020 darauf hin, dass laut Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 10. April 2020 Eingriffe in die Religions‐ und Weltanschauungsfreiheit aufgrund der Pandemie zwar gerechtfertigt seien, aber der regelmäßigen Überprüfung bedürften. Gerade Christen wären in der Krise herausgefordert, Menschen zu begleiten und ihnen Hoffnung zuzusprechen. Das geschehe durch das Evangelium von Jesus Christus, weil in ihm die Nähe Gottes zu jedem einzelnen Menschen zum Ausdruck komme, so die Freikirchenleitung. In dem sensiblen Bereich der Grundrechtseinschränkungen seien auch Christen nicht von der Verantwortung entbunden, Einschränkungen zu hinterfragen oder Beschränkungen kritisch zu begleiten.
Weitere Informationen: www.adventisten.de.




ACK: Bundesweites Jahr der Ökumene 2021/2022 eröffnet

Das Motto der Gebetswoche „Bleibt in meiner Liebe und ihr werdet reiche Frucht bringen“ aus dem Johannesevangelium drücke diesen Zusammenhang deutlich aus, so Miron im Gottesdienst, der in der Hauptkirche St. Petri in Hamburg gefeiert und von Christinnen und Christen aus den ACK-Mitgliedskirchen gestaltet wurde. Laut Miron bilde dies die Grundlage dafür, dass sich beispielsweise die ACK Deutschland zum einen bei der Feier des Tags der Schöpfung engagiere, zum anderen aber auch über theologischen Fragen diskutiere und auf dem 3. Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt präsent sei. „Frucht bringen heißt also beides für uns: das ganz konkrete Handeln an unseren Nächsten und das Wachsen im Heiligen Geist, das diesem Handeln zugrunde liegt“, so der ACK-Vorsitzende.

Gebetswoche für die Einheit der Christen
Weltweit wird die Gebetswoche jedes Jahr entweder vom 18. bis 25. Januar oder in der Zeit von Christi Himmelfahrt bis Pfingsten gefeiert. Ihre Ursprünge gehen bis in das 19. Jahrhundert zurück. In Deutschland steht die Gebetswoche in diesem Jahr in enger Verbindung mit der Gebetswoche der Evangelischen Allianz, einem Netzwerk evangelisch-reformatorisch gesinnter Christen aus den verschiedenen Kirchen und Gemeinschaften, die vom 10. bis 17. Januar gefeiert worden ist. Die Kooperation war am Samstag, 16. Januar, im Berliner Dom im Rahmen des Gebetstages EINS symbolisch vereinbart worden. Das gewählte Thema „Bleibt in meiner Liebe und ihr werdet reiche Frucht bringen“ basiert auf der entsprechenden Bibelstelle im Johannesevangelium Kapitel 15, Verse 1 bis 17.

Jahr der Ökumene 2021/2022

In den Jahren 2021 und 2022 stehen mehrere große Ereignisse bevor, welche die zwischenkirchlichen Beziehungen in Deutschland stärken sollen. Um den anstehenden Gottesdiensten, theologischen Diskursen, Festen, Begegnungen und dem Austausch einen Rahmen zu geben, hat die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland das „Jahr der Ökumene 2021/2022“ ausgerufen, das mit dem zentralen Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen in Hamburg eröffnet wurde.

ACK – Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen
Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland repräsentiert etwa 50 Millionen Christinnen und Christen in Deutschland, ihr gehören 17 Kirchen an, weitere acht Kirchen sind Gastmitglieder, darunter auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, fünf ökumenische Organisationen haben Beobachterstatus. Schwerpunkte der Arbeit der 1948 gegründeten ACK sind unter anderem die theologische Reflexion, das Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung sowie das gemeinsame Gebet.

Weitere Informationen: www.oekumene-ack.de




Rettungsschiff „Ocean Viking“ bringt 373 Gerettete nach Sizilien

374 Menschen gerettet
Innerhalb von 48 Stunden, so berichtete die SOS MEDITERRANEE am Freitag über ihren Twitter-Account, habe die Ocean Viking 374 Menschen aus 4 überbesetzten Booten aufgenommen. Unter den Geretteten auf der Ocean Viking seien 21 Babys, 35 Kinder, 131 unbegleitete Minderjährige und 2 schwangere Frauen. Am Samstag war eine hochschwangere Frau bereits nach Lampedusa notevakuiert worden.

SOS MEDITERRANEE nahm die Zuweisung eines sicheren Hafens mit Erleichterung auf. Die Wetterbedingungen hätten sich seit Freitag zunehmend verschlechtert und Regen, Wind und hoher Seegang setzten den geretteten Menschen auf der Ocean Viking zu. Luisa Albera, Such- und Rettungskoordinatorin an Bord der Ocean Viking: „Wir haben eine weitere langwierige Wartezeit auf See befürchtet ohne Zuweisung eines sicheren Ortes, so wie wir es in der Vergangenheit leider oft erleben mussten. Das Wetter hätte sich in den letzten 48 Stunden rapide verschlechtert, die zahlreichen Babys und kleinen Kinder an Bord litten besonders unter Seekrankheit.

„Von den Überlebenden an Bord haben wir entsetzliche Berichte über die unmenschlichen Zustände in Libyen gehört”, berichtet Albera weiter. „Wir haben von Schiffbrüchen und durch die libysche Küstenwache abgefangenen Booten erfahren”. Diese bringe die fliehenden Menschen zurück nach Libyen, was Seevölkerrecht widerspreche. Die Ocean Viking sei zurzeit das einzige zivile Rettungsschiff, das im zentralen Mittelmeer im Einsatz ist, fast alle anderen seien durch Behörden festgesetzt.

EU-Lösung zur Aufnahme Geretteter dringend erforderlich
„Wir sind für die 373 Menschen an Bord unseres Schiffes sehr erleichtert. Allerdings betonen wir, dass es dringend eine effektive Koordination der staatlich geführten Such- und Rettungsmaßnahmen im zentralen Mittelmeer braucht. Menschenleben hängen hiervon ab. Während aktuell die Zivilgesellschaft versucht diese Lücke zu füllen, müssen die EU-Mitgliedsstaaten eine Lösung für einen schnellen und planbaren Mechanismus zur Aufnahme der Geretteten finden. Die EU muss die europäischen Küstenstaaten unterstützen und sich für die Einhaltung des Seerechts an unseren gemeinsamen Grenzen am Mittelmeer einsetzen“, fordert Albera.

Hintergrund
Die Ocean Viking rettete am Donnerstag, den 21. und Freitag, den 22. Januar 2021 in drei verschiedenen Rettungsaktionen in der libyschen Such- und Rettungszone 374 Menschen aus vier in Seenot geratenen Schlauchbooten. Drei der Boote wurden den Seebehörden und der Ocean Viking über das zivile Netzwerk Alarm Phone gemeldet und mit Unterstützung von zivilen Flugzeugen, Moonbird (Sea-Watch) und Colibri II (Pilotes Volontaires), gesichtet. Eines wurde mit einem Fernglas von der Brücke der Ocean Viking aus entdeckt. Mehrere andere Boote, die in Seenot geraten waren, wurden von der libyschen Küstenwache abgefangen, wie die Einsatzkräfte der zivilen Luftaufklärung berichteten.

Nachdem die Ocean Viking in den vergangenen vier Tagen zweimal bei den libyschen Seebehörden nach einem sicheren Ort für die Anlandung der Geretteten angefragt hatte, bat sie die italienischen und maltesischen Rettungskoordinationszentren (RCCs) um Unterstützung. Schließlich wurde ihr am späten Sonntagnachmittag von den italienischen Behörden als Ausschiffungsort Augusta auf Sizilien zugewiesen.

Die Rettungsorganisation

SOS MEDITERRANEE ist eine europäische Nichtregierungsorganisation (NGO) zur Rettung Schiffbrüchiger im Mittelmeer. Sie hat sich 2015 in Berlin gegründet, war von Februar 2016 bis Dezember 2018 mit der Aquarius und ist seit August 2019 mit dem Rettungsschiff Ocean Viking im zentralen Mittelmeer im Einsatz. Bis dato konnte SOS MEDITERRANEE insgesamt 31.799 Menschen aus Seenot bzw. vor dem Ertrinken retten. Die Organisation setzt sich auf allen Ebenen dafür ein, dass auf dem Mittelmeer Seenotrettung nicht mehr blockiert und Seerecht nicht mehr gebrochen wird. Als Teil eines Konsortiums unterstützt auch die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA die Arbeit von SOS MEDITERRANEE ideell und finanziell.

Zur ursprünglichen Pressemeldung von SOS MEDITERRANEE:
https://sosmediterranee.de/press/sos-mediterranee-bringt-373-gerettete-nach-sizilien/




Symposium zur Gleichberechtigung der Geschlechter und zur Gendergerechtigkeit

Veranstalter des diesjährigen Symposiums ist die „Interinstitutionelle Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen für Religion und Nachhaltige Entwicklung“. Organisiert wird es vom Ökumenischen Rat der Kirchen, dem ACT-Bündnis, dem Gremium für Kirche und Gesellschaft der Evangelisch-Methodistischen Kirche, Islamic Relief, der weltweiten Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Soka Gakkai International, der United Religions-Initiative, der Frauenorganisation der Vereinten Nationen UN Women und dem Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA).

Das Symposium beginnt mit der Podiumsdiskussion „Multi-Stakeholder-Zusammenarbeit zur Beschleunigung von Gleichberechtigung, Gleichstellung und Gerechtigkeit“. Danach folgt das Grundsatzreferat „Die zeitgemäße Dringlichkeit von Gleichberechtigung, Gleichstellung und Gerechtigkeit: Einordnung des Themas“. Sprecher ist der aus dem Senegal stammende Theologe Dr. Ganoune Diop, Generalsekretär der International Religious Liberty Association (IRLA) und Direktor der Abteilung für Öffentliche Angelegenheiten der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Respondenten sind Professorin Charlotte Bunch, Founding Director & Senior Scholar, Center for Women’s Global Leadership, Rutgers University in Camden, New Jersey/USA, Shahin Ashraf, Leiterin der globalen Abteilung für Interessenvertretung, Islamic Relief Worldwide, und die frühere leitende Rabbinerin der Bewegung des Reformjudentums, Laura Janner-Klaus.

Die 3. Sitzung befasst sich mit „Gleichberechtigung, Gleichheit und Gerechtigkeit: Frauen, die Frieden und Sicherheit fördern“. Es moderiert den Diskussionsbeitrag Ivy Koek, UN-Repräsentantin und Vertreterin der buddhistischen Vereinigung Soka Gakkai International. Bei der 4. Sitzung gibt es ebenfalls ein Podiumsgespräch unter Leitung von Pastor Dr. Liberato Bautista, stellvertretender Generalsekretär für UN- und internationale Anliegen der Evangelisch-methodistischen Kirche. Thema: „Geschlechtergleichheit, Gleichstellung und Gerechtigkeit: Pluralismus, Menschenrechte und Überschneidungen“. Das Symposium schließt mit einer Aussprache zu „Partnerschaft und Verpflichtungen zur Verwirklichung von Gleichberechtigung, Gleichstellung und Gerechtigkeit“.

COVID-19 verschärft Lage von Mädchen und Frauen

Laut Veranstalterangaben habe die COVID-19-Pandemie die bestehende Ungerechtigkeit noch verschärft. Belege von verschiedenen Leistungserbringern deuteten auf einen erheblichen Anstieg der Fälle von häuslicher Gewalt im Kontext der Lockdowns hin, weil die Frauen und Kindern mit den Tätern unter einem Dach gefangen seien. Zudem hätten Dienste und Beratungsstellen, auf die viele Frauen angewiesen wären, in der Zeit der Pandemie schließen müssen.

Zunehmend zeige sich weiterhin, dass insbesondere Mädchen durch die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie und die Schulschließungen einem wachsenden Risiko ausgesetzt seien. Die langanhaltenden Schulschließungen aufgrund der COVID-19-Pandemie bedeuteten für mehr als eine Milliarde Kinder weltweit eine Unterbrechung ihrer schulischen Ausbildung. Mädchen wären dadurch einem höheren Risiko ausgesetzt, Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt, Kinderheirat oder weiblicher Genitalverstümmelung zu werden. Auch könnten sie ungewollt schwanger werden oder sich mit HIV zu infizieren und gleichzeitig keinen oder nur sehr begrenzten Zugang zu reproduktiver Gesundheitsfürsorge und entsprechenden Dienstleistungen haben.

Weitere Informationen zum Symposium:
https://www.oikoumene.org/de/events/7th-annual-symposium-on-the-role-of-religion-and-faith-based-organizations-in-international-affairs.




Die gesamte Bibel jetzt als BasisBibel erhältlich

Die ganze Bibel neu übersetzt
Für die DBG sei es ein ganz besonderer Moment. „Über viele Jahre hinweg haben wir darauf hingearbeitet.“ Die bisher erschienenen Teile Neues Testament, Psalmen und ausgewählte Texte des Alten Testaments, gebe es bereits seit 2012 in gedruckter Form, als Hörbuch sowie in der Reihe „Bibeldigital“, im Internet und in der kostenlosen Die-Bibel.de-App. Nun seien auch die Teile des Alten Testaments übersetzt und in diesem Zuge die bereits erschienenen noch einmal durchgesehen und überarbeitet worden.

Die BasisBibel zeichne sich in besonderer Weise durch ihre Verständlichkeit und Zuverlässigkeit aus. Kurze Sätze, eine klare und prägnante Sprache und ihr einzigartiges Design und Layout seien die Markenzeichen. Zusätzliche Erklärungen von Begriffen und Sachverhalten in der Randspalte sollen das Verständnis der biblischen Texte erleichtern.

Warum eine neue Bibelübersetzung?
Im Zeitalter digitaler Medien habe sich laut DBG das Leseverhalten grundlegend verändert. Der lesefreundliche Text der BasisBibel berücksichtige auch Leserinnen und Leser, welche die Lektüre auf Bildschirm oder Display gewohnt seien.

Die Deutsche Bibelgesellschaft (DBG)
Die Deutsche Bibelgesellschaft mit Sitz in Stuttgart hat als kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts nach ihrer Satzung die „Übersetzung, Herstellung und Verbreitung der Bibel“ als Aufgaben. Darüber hinaus fördert sie die Bibelmission, das Bibellesen und die Kenntnis der Heiligen Schrift. Mit der BasisBibel bietet die DBG die erste Bibelübersetzung an, die den gewandelten Lesebedürfnissen des 21. Jahrhunderts gerecht werden will: zeitgemäßes Deutsch mit klaren, prägnanten Sätzen, rhythmischer Sprache, zahlreichen Sacherklärungen und Hintergrundinformationen im Internet. Zu den mehr als 500 Titeln des Verlages zählen außerdem wissenschaftliche Ausgaben, Hörbibeln, elektronische Medien, fremdsprachige Ausgaben und Kinderbibeln.

Weitere Informationen unter: www.die-bibel.de.




Hilfsorganisation ADRA Deutschland e.V. erneut mit DZI-Spendensiegel ausgezeichnet

Das DZI-Spenden-Siegel gilt als eines der wichtigsten Zeichen des Vertrauens im Spendenwesen. „Das Gütesiegel belegt, dass ADRA Deutschland e.V. mit den ihr anvertrauten Spenden verantwortungsvoll und sorgfältig umgeht. „Im vollen Bewusstsein unserer gewaltigen Aufgabe, das Leid in der Welt zu mindern, streben wir bei ADRA danach, Gelder und Ressourcen bestmöglich einzusetzen. Dazu lassen wir uns jährlich unabhängig kontrollieren“, berichtet Robert Schmidt, Abteilungsleiter Finanzen bei ADRA Deutschland.

ADRA verpflichte sich freiwillig, die vom DZI vorgegeben Standards zu erfüllen und damit hohen Qualitätsansprüchen zu entsprechen. Geprüft würden neben der zweckgerichteten und sparsamen Mittelverwendung unter anderem eine wahrheitsgemäße und sachliche Öffentlichkeitsarbeit, geprüfte Rechnungslegungen, eine funktionierende Leitung und wirksame Aufsichts- und Kontrollstrukturen. Seit 2007 ist ADRA Deutschland e.V. Träger des DZI Spenden-Siegels.

„Es ist uns wichtig, dass unsere Spenderinnen und Spender sich darauf verlassen können, dass Ihre Spenden wirklich ankommen. Die uns anvertrauten Gelder setzen wir wirksam und nachhaltig für unsere Arbeit in der Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ein. Wir sind allen, die uns in unserer Arbeit für Menschen in Not unterstützen, dankbar für ihr Vertrauen“, so Christian Molke, geschäftsführender Vorstand von ADRA Deutschland.

Über ADRA Deutschland e.V.
ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine international tätige Nichtregierungs-Organisation (Non Governmental Organization). ADRA Deutschland e.V. wurde 1987 gegründet und steht der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten nahe. Getreu dem Motto „damit Menschen wieder hoffen können“ arbeitet ADRA Deutschland e.V. als Mitglied eines weltweit föderativ organisierten Netzwerkes mit über 130 nationalen Büros partnerschaftlich daran, dass Armut und Unterdrückung in den ärmeren Teilen dieser Erde überwunden werden kann.




Grundkurs über Glaube und Wissenschaft als Webinar

Christen glauben, dass Gott der Autor (Herausgeber) der Bibel und der Schöpfer der Natur sei und daher sollte das Wissen, das aus diesen beiden Quellen stammt, immer in Harmonie sein. Aber das scheint nicht der Fall zu sein, oder doch?

„Faith and Science Fundamentals“-Webinare
Über die Webinare mit dem Titel „Faith and Science Fundamentals“ (Grundlagen von Glaube und Wissenschaft) erläutert Dr. Noemí Durán, Biologin, Professorin und Leiterin der europäischen Niederlassung des Geoscience Research Institute (GRI): „Einmal pro Woche werden wir sechzehn Wochen lang die wichtigsten Fragen der Glaubens-Wissenschafts-Debatte erforschen, wobei wir uns besonders auf eines der umstrittensten Themen konzentrieren: Ursprünge (Origins)“

Vier Bereiche
Durán berichtet weiter, dass der Inhalt in vier Abschnitte gegliedert sei: (1) Wissenschaft, (2) Modelle der Ursprünge, (3) Biologie und Design, und (4) Flut Geologie und Paläontologie. Die Webinare werden über Zoom-Webinar in Englisch, Spanisch und anderen europäischen Sprachen verfügbar sein, je nach Nachfrage. Sie finden jeweils mittwochs ab 19.30 Uhr (MEZ) statt. Die spezifischen Titel und Termine für jede Sitzung seien auf der Facebook-Seite GRI Live Creation verfügbar.

Grundkurs über Glaube und Wissenschaft
Diese Webinarreihe sei ein Grundkurs über Glaube und Wissenschaft, der für Lehrer, Pastoren, Studenten und alle anderen an diesem Thema interessierten Personen empfohlen werde. Es seien keine vorherigen Schulungen oder Kenntnisse erforderlich. Dr. Noemí Durán moderiert selbst diese Webinare. Die Veranstaltungen seien kostenlos, erforderten aber eine Anmeldung. Sie werden auf der Zoom Webinar-Plattform abgehalten.

Geoscience Research Institute (GRI)

Das 1958 gegründete Geoscience Research Institute mit Sitz auf dem Campus der Loma Linda Universität in Kalifornien/USA wurde gegründet, um sich mit Fragen zu wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Ursprünge zu beschäftigen. Das Institut nutzt sowohl die Wissenschaft als auch die Offenbarung, um die Fragen der Ursprünge zu untersuchen, da es die ausschließliche wissenschaftliche Herangehensweise als zu engen Ansatz betrachtet. Das Institut dient der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in zwei Hauptbereichen: Forschung und Kommunikation.

Hier geht es zur Anmeldung der Webinare: http://bit.ly/3nLEwWG.




Schulung zum Smartphone-Missionar

Weltweit nutzten ca. 5 Milliarden Menschen ein Smartphone, Tendenz steigend, so Knirr. „smartHope – Hoffnung verbindet“ wolle Menschen dort erreichen, wo sie sind, nämlich an ihren Smartphones. Das Prinzip sei ganz einfach: „Menschen, die an biblischen Fragen interessiert sind, bekommen in regelmäßigen Abständen durch einen Chatbot von „Adventist World Radio“ Audio-Bibelthemen zugesandt, die sie sich anhören können. Zusätzlich werden sie mit einem „smartHope Influencer“ verbunden, der sie bei Fragen unterstützt, ermutigt und für sie betet.“

Das Schulungsangebot sei eine Initiative von Adventist World Radio (AWR), dem Rundfunkangebot der weltweiten Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Es werde derzeit in den Sprachen Englisch, Spanisch und Deutsch angeboten. Alles was es dazu brauche seien ein Smartphone, Liebe zu Menschen und diese Schulung, erläutert Pastor Knirr.

Die Schulung findet online via ZOOM statt. Nach der Anmeldung erhalten alle Teilnehmenden kurz vor der Schulung den Zoom-Link zugeschickt.

Adventist World Radio (AWR) ist ein adventistischer Rundfunksender, der in den 1930er Jahren gegründet wurde und zunächst unter dem Namen „Voice of Prophecy“ (gegründet 1929) seine Programme ausstrahlte. Unterhalten wird er von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Im Jahr 1948 wurde der deutschsprachige Zweig unter dem Namen „Stimme der Hoffnung“ – jetzt „Hope Media Europe“ – gegründet.

Zur Smarthope-Schulung Anmeldung: https://t1p.de/9xlp




„Radikale Barmherzigkeit – mehr als Gutmenschentum“ – Jahresanfangsgottesdienst der Adventisten

Wenn Jesus von Barmherzigkeit spreche, so eine Pressemeldung von Hope TV, gehe es um mehr als nur darum, Menschen so zu behandeln, wie ich selbst behandelt werden möchte. Die Wahrheit sei, dass jeder auf bedingungslose Gnade angewiesen ist, weil jeder Mensch scheitert.

Der Gottesdienst werde auch einen „Kindermoment“ enthalten, präsentiert von Katrin Grieco und Team. Außerdem werden Vanessa Schulz und Johannes Naether die Zuschauer auf eine virtuelle Rundreise durch Deutschlands Gemeinden mitnehmen und sie teilhaben lassen, wie es diesen im Corona Jahr ergangen ist.

Der Gottesdienst kann über unterschiedliche Medien angeschaut werden:
Fernsehen: HopeTV
Web: http://www.hopetv.de/live
YouTube (Hope TV Bibel): http://www.youtube.com/hopetvbibel/live
YouTube (Hope TV Gebärdensprache): http://www.youtube.com/channel/UCvjyl9-vis6c__aaNMUXORQ/live
Facebook: http://www.facebook.com/hopetvdeutsch/live/




Neue Geschäftsführung im Advent-Verlag Lüneburg

Das neue Geschäftsführungsteam
Jessica Schultka ist seit 2015 im Advent-Verlag tätig und seit 2016 Verlagsleiterin. Die studierte Theologin ist verantwortlich für das Redaktionsteam und die inhaltliche Ausrichtung des Verlags. Berufsbegleitend absolviert sie außerdem derzeit einen MBA in Betriebswirtschaftslehre. Sabine Resch ist seit 2012 im Advent-Verlag als Leiterin für den Bereich Finanzen und Personal tätig. Sie ist geprüfte Bilanzbuchhalterin und war viele Jahre für den Finanzvorstand der DE-VAU-GE Gesundkostwerk Deutschland GmbH sowie für Coca-Cola und Dailycer Deutschland tätig. Andre Trofimov ist geprüfter Wirtschaftsfachwirt und seit mehr als 10 Jahren im Advent-Verlag. Er war für die kaufmännische Betriebsführung der Christa-Medien GmbH zuständig und ist seit 2015 Leiter des Bereichs Vertrieb, Logistik und EDV.

Wechsel zurück in den Aufsichtsrat
Dieter Neef, Finanzvorstand der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, hat im Juli 2019 interimsweise die Geschäftsführung der Advent-Verlag GmbH übernommen. Mit seiner langjährigen Erfahrung als Manager für global agierende Automobilkonzerne hat er den Verlag fit für die Zukunft gemacht und dabei auch die neue Geschäftsführung intensiv auf ihre neuen Aufgaben vorbereitet. „Wir haben in den vergangenen anderthalb Jahren als Leitungsteam intensiv daran gearbeitet, den Verlag auf ein solides Fundament zu stellen und ich freue mich sehr darüber, nun die Geschäftsleitung des Verlags an die neuen Geschäftsführer übergeben zu dürfen“, so Neef. „Ich hatte viel Freude daran, mit ihnen zu arbeiten. Ihre Leitungsbereitschaft, ihr Wille für Veränderung und nicht zuletzt die große Verbundenheit mit dem Verlag, machen sie zur optimalen Besetzung“, so Neef weiter. „Wir, die neue Geschäftsführung, aber auch das gesamte Verlagsteam sind Dieter Neef für seine Arbeit als Geschäftsführer im Advent-Verlag sehr dankbar. Er hat Schlüsselprozesse und wichtige Bereiche im Verlag gründlich analysiert, Verbesserungsprozesse angestoßen und dabei geholfen, ein Team zu formen, das optimal für die Zukunft aufgestellt ist“, ergänzt Jessica Schultka. Neef geht als Gesellschaftervertreter zurück in den Aufsichtsrat und wird so auch weiterhin dem Advent-Verlag verbunden sein.

Über die Advent-Verlag GmbH

Seit 1895 ist der Advent-Verlag Lüneburg der offizielle Verlag der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Mit seinen Publikationen bietet der Verlag den Lesern Orientierung in Sinn- und Lebensfragen und spricht sie ganzheitlich und generationsübergreifend an. Er will dazu anregen, über Gott nachzudenken und den biblischen Glauben authentisch im Alltag zu leben, indem er ihn nachhaltig fördert, vertieft und begleitet. Das Motto des Advent-Verlags lautet: „Wir schaffen Worte, die bleiben.“

Informationen über den Advent-Verlag: www.advent-verlag.de




Vollversammlung der Adventisten auf 2022 verschoben

In einer weiteren Stellungnahme berichtete der Nachrichtendienst, dass zum zweiten Mal innerhalb von zehn Monaten die Mitglieder des Exekutivkomitees der weltweiten Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten dafür gestimmt hätten, die ursprünglich für Ende Juni 2020 geplante alle fünf Jahre stattfindende Vollversammlung der Freikirche aufgrund der Herausforderungen durch die COVID-19-Pandemie zu verschieben.

Mitglieder des Exekutivausschusses (EXCOM) aus der ganzen Welt hätten an der virtuellen Zoom-Sitzung am 12. Januar 2021 teilgenommen, wo sie Berichte der Weltkirchenleitung, der Gesundheitsbeauftragten, der Logistikkoordinatoren und des Rechtsberaters entgegennahmen. Die Leiter hätten die Möglichkeit erörtert, an dem geplanten Termin der Geschäftssitzung vom 20. bis 25. Mai 2021 in Indianapolis, Indiana, USA, festzuhalten. Dieser war zuvor von demselben Gremium genehmigt worden.

Das Fortbestehen der tödlichen weltweiten COVID-19-Pandemie und ihre anhaltenden Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit, die Reisetätigkeit und die Verfügbarkeit von internationalen Visa hätten das internationale Gremium dazu bewogen, die Tagung auf den 6. bis 11. Juni 2022, ebenfalls in Indianapolis, zu verschieben. Der neue Plan, über den Kirchenleiter und Laien abgestimmt hätten, verschiebe den Termin für die alle fünf Jahre stattfindende Geschäftssitzung der Denomination nun um fast zwei Jahre gegenüber dem ursprünglich geplanten Termin. Dies erlaube die Verfassung der Adventisten.

Der Präsident der Kirchenleitung (GK), Ted N. C. Wilson, der den Vorsitz des EXCOM-Komitees innehatte, habe zu Beginn der zweistündigen Sitzung den Prozess der Datensammlung und der Diskussion skizziert, der die Empfehlungen den Exekutivmitgliedern vorlegte. „Ein Team von Mitarbeitern war sehr fleißig“, sagte Wilson. „Wir haben alles sorgfältig geprüft, vor allem mit denen vom Veranstaltungsmanagement und der Planung.“

Wilson fügte hinzu, dass die Empfehlungen aus einem Konsensansatz verschiedener Gruppen stammen, einschließlich der Verantwortlichen der transkontinentalen Kirchenleitungen (Divisionen), der Gesundheitsexperten, des adventistischen Risikomanagements, der Rechtsabteilung und anderer Führungskräfte der Freikirche. Diese Empfehlung käme nicht von den drei Vorständen der Weltkirchenleitung sondern sei aus einer Fülle von Informationen und Beratern hervorgegangen.

Aktuelle Herausforderungen

Peter Landless, Direktor der Gesundheitsabteilung der weltweiten Kirchenleitung, berichtete über die aktuellen COVID-19-Statistiken und die Bedenken, die mit einer so großen Versammlung verbunden sind.. Angesichts der steigenden Infektionszahlen und einer neuen, noch infektiöseren und aggressiveren Mutation, sagte Landless, musste die Abteilung für Gesundheitsdienste empfehlen, die Vollversammlung zu verschieben.

„Wir haben uns mit internationalen Experten beraten und die Bedürfnisse und Bedenken berücksichtigt. Die Gesundheitsabteilung ist der Meinung, dass es in Anbetracht dieser schwierigen Zeit klug und praktisch ist, die GK-Sitzung auf 2022 zu verschieben“, sagte Landless. „Schweren Herzens haben wir diese Empfehlung ausgesprochen. Es ist jedoch eine Empfehlung, die alternativlos scheint.“

Sheri Clemmer, die Verantwortliche für die Planung der Versammlung, skizzierte einige der aktuellen Herausforderungen für das großes Treffen von Delegierten aus der ganzen Welt. Sie erwähnte die Schwierigkeiten bei der Erteilung von Besuchervisa und Quarantäneanforderungen, insbesondere für diejenigen, die öffentliche Verkehrsmittel und Verkehrsknotenpunkte benutzten. Sie erläuterte auch die Standard-COVID-Protokolle für Massenversammlungen in Indianapolis.

G. T. Ng, Exekutivsekretär der Weltkirchenleitung, berichtete über die von den einzelnen Divisionen zusammengetragenen Daten zur Wahrscheinlichkeit, dass die Delegierten an der GK-Sitzung im Mai 2021 teilnehmen könnten. Zu den größten Herausforderungen gehörten Reiseverbote, Quarantänebeschränkungen und Probleme bei der Beschaffung von Visa für die Vereinigten Staaten. Die Verfassung der Generalkonferenz lasse derzeit keine elektronische Teilnahme an einer Generalkonferenzsitzung zu.

Tim Northrop, Präsident der adventistischen Versicherung „Adventist Risk Management“ skizzierte verschiedene Haftungsrisiken, die entstehen könnten, wenn der Exekutivausschuss dafür stimme, die Sitzung 2021 nicht zu verschieben.

„Wir haben eine wichtige Sitzung für unsere Kirche. Wir haben von potenziellen Risiken gehört“, sagte Northrop. „Wir haben auch verstanden, dass unsere Verfassung erlaubt, diese Risiken abzuwägen und eine Verschiebung der Sitzung auf einen späteren Zeitpunkt in Betracht zu ziehen“. Der sogenannte Business-Continuity-Plan erlaube es, flexibler zu sein, um den Dienst an der Kirche fortzusetzen.

Nach den Präsentationen und der Diskussion wurde über die Empfehlung, den Termin der Generalkonferenz auf Juni 2022 zu verlegen, elektronisch abgestimmt. Der Antrag wurde mit 185 Ja- und 9 Nein-Stimmen angenommen.

Die Meldung im Original bei Adventist News Network:
https://adventist.news/en/news/leaders-vote-to-postpone-general-conference-session-2020-for-a-second-time.




„Schöpfungsdetektive“ jetzt im Comicstil auf Deutsch unterwegs

„Die überflutete Wüste“
„Die erste Comic-Folge mit dem Titel „Die überflutete Wüste“ behandelt geologische Forschungen zweier adventistischer Wissenschaftler der Loma-Linda-Universität am Coconino Sandstein im Grand Canyon“, so Geowissenschaftler Dr. Rafael Schäffer, einer der deutschen Übersetzer des Comics. Die Wissenschaftler gingen im Comic der Frage nach, ob dieser Sandstein gemäß der üblichen Lehrmeinung unter kontinentalen Bedingungen entstanden sei oder sich nicht vielleicht doch unter Wasser bildete, was besser zu Vorstellungen über die Sintflut passen könnte. Die realen Ergebnisse seien bereits in wissenschaftlichen Fachzeitschriften und Tagungen publiziert worden und hätten in der Fachwelt ein breites Echo gefunden.

Die erste Comic-Folge ist nach Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Italienisch, Rumänisch und Französisch nun kürzlich auch auf Deutsch erschienen. Sämtliche Ausgaben können kostenlos als PDF eingesehen und heruntergeladen werden: https://nyc.org.es/en/creation-detectives-comic-book/. Weitere Folgen seien in Vorbereitung.

Geoscience Research Institute/GRI

Das geowissenschaftliche Forschungsinstitut (Geoscience Research Institute/GRI) ist ein wissenschaftliches Institut der weltweiten evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Es wurde 1958 gegründet und befindet sich auf dem Campus der Loma Linda Universität in Kalifornien/USA.

Das GRI verfolgt hauptsächlich zwei Ziele. Zum einen soll die Natur im Hinblick auf die Offenbarung Gottes in der Bibel erforscht werden. Zum anderen sollen Forschungsergebnisse veröffentlicht und für interessierte Personen zugänglich gemacht werden.

Zur Webseite des GRI: https://www.grisda.org/.




Nordamerikanische Adventisten reagieren auf Ereignisse am US-Kapitol

Die NAD-Kirchenleitung der Adventisten „bejaht das Recht der Menschen, respektvoll zu protestieren, verurteilt aber aufs Schärfste die verwerflichen Aktionen der Randalierer, die eine klare Missachtung der Sicherheit anderer, der Institution der Demokratie und des demokratischen und geordneten Prozesses des Regierungswechsels darstellen“.

In der Stellungnahme werden die adventistischen Kirchenmitglieder aufgefordert beim nachdenkenden Verarbeiten des Geschehenen im Gebet die Aussagen zum Frieden in Philipper 4, 7 zu bedenken: „Dann wird Gottes Friede, der all unser Verstehen übersteigt, eure Herzen und Gedanken bewahren, weil ihr mit Jesus Christus verbunden seid“ (Hoffnung für Alle).

Unterschiedliche politische Auffassungen in der Kirche sollen nicht spalten
Die Erklärung schließt mit der Feststellung, dass von adventistischen Kirchenmitgliedern die unterschiedlichsten politischen Auffassungen vertreten werden und der Aufforderung zu friedlichem Zusammenarbeiten sowie Gebet für die Politiker: „Wir sind uns bewusst, dass unsere Mitglieder in den USA ein breites Spektrum von Standpunkten und Positionen zu vielen Themen vertreten. Möge die Liebe Gottes uns zusammenführen, wenn wir uns gegenseitig und den Gemeinden, in denen wir leben und arbeiten, die Hand reichen. Möge Gott uns allen Frieden, Kraft und Weisheit schenken, während wir als Bürger in diesem Land dienen. Als Nachfolger Christi lasst uns gemeinsam für unser Gemeinwesen und unsere Politiker beten und dafür, dass der Geist Gottes die Oberhand gewinnt“.

Senatskaplan Black: „Die Macht über Leben und Tod liegt auf der Zunge“
Der adventistische Senatskaplan Barry C. Black beschloss in den frühen Morgenstunden des 7. Januar die durch Gewalt der Randalierer unterbrochene Sitzung des US-Kongresses mit einem Gebet, welches „die Kammer mit Wucht“ durchdrungen habe, schreibt die „New York Times“: „Wir beklagen die Entweihung des Kapitols der Vereinigten Staaten, das Vergießen von unschuldigem Blut, den Verlust von Menschenleben und den Strudel der Funktionsstörungen, die unsere Demokratie bedrohen“, sagte Black, und weiter: „Diese tragischen Ereignisse haben uns daran erinnert, dass Worte wichtig sind und dass die Macht über Leben und Tod auf der Zunge liegt“. Senatskaplan Barry C. Black schloss sein Gebet mit der Bitte: „Benutze uns, um Heilung und Einheit in unsere verletzte und gespaltene Nation und Welt zu bringen.“

Die NAD-Stellungnahme im Original:
https://www.nadadventist.org/news/north-american-division-leadership-responds-events-us-capitol.

Link zum Gebet von Barry C. Black: https://www.youtube.com/watch?v=Yg_wtp6XhPA.




Online-Musikwettbewerb „Vision“ für adventistische Jugendliche zu Silvester organisiert

Der Musikwettbewerb sollte den Jugendlichen ermöglichen, das neue Jahr in einer Atmosphäre der Freude, des Feierns, des Miteinanders und der Hoffnung zu beginnen, berichtet Paul Lockham, Abteilungsleiter der TED. Das Programm wurde auf dem YouTube-Kanal der TED und der Facebook-Seite der Jugendabteilung ausgestrahlt. Trotz einer kleinen Panne bei YouTube zu Beginn der Sendung wuchs die Zuschauerzahl schnell auf über 400 auf beiden Plattformen. Bis heute wurden bereits über 5.000 Abrufe verzeichnet. Obwohl erwartet wurde, dass das Publikum hauptsächlich aus den fünfzehn teilnehmenden Ländern kommen würde, gab es auch Besucher aus Brasilien, Mexiko, Deutschland und Chile.

Mit einer lebhaften Wiedergabe von „Mary, did you know?“ aus Schottland begann der Abend. Gastgeber Pastor Dejan Stojkovic, Leiter der Jugendabteilung der überregionalen Kirchenleitung für England (Britisch Union Conference/BUC), stellte jedes Lied vor, führte durch das Programm und erzählte Interessantes über jedes einzelne Land.

Online konnten die Zuschauenden für ihre Lieblingssongs abstimmen. Chats auf beiden Plattformen ermöglichten den Teilnehmenden, Neujahrsgrüße zu posten, sich für die vorgestellten Lieder zu bedanken, andere zu ermutigen, für einen bestimmten Favoriten zu stimmen und die Darbietungen anzufeuern.

Die fünfzehn Beiträge waren sehr unterschiedlich; drei von ihnen waren speziell für den Wettbewerb geschrieben worden: „You lift me up“ von Leo Lammi aus Finnland, „Here in Norway“ von Natanya Lundstom aus Norwegen, und „I surrender all“ von Leandra van Ommeren aus den Niederlanden. Die Kommentare in den Chats verrieten, dass diese drei Lieder das Publikum in besonderer Weise ansprachen.

Es gab eine „offizielle Jury“ die Finnland zum Sieger erklärte, gefolgt von Norwegen und England. Die Ergebnisse der Publikumsauswertung waren ähnlich: Finnland, Norwegen und Serbien.

Für viele traf die Silvester-Musikparty genau den Geschmack der Jugendlichen, wie die Kommentare in den Chats vermuten lassen: „Was für eine schöne Art, die letzten Stunden des Jahres 2020 zu verbringen“, „Es war wunderbar, die Liebe Gottes in so vielen Sprachen zu hören“, „Vielen Dank an alle, ich hoffe, wir machen das nächstes Jahr wieder“, „Toll, so vielfältige Musik und Talente aus ganz Europa zu hören! Außerdem war es wunderbar, diese Zeit mit euch allen zu verbringen!“

Zlatko Musija, Jugendabteilungsleiter der TED zog ein positives Fazit der Veranstaltung: „Eines unserer Ziele für die Veranstaltung war es, die internationale, multikulturelle Wertschätzung und das Gefühl zu fördern, dass wir in diesen seltsamen Zeiten zusammen sind. Wir wollten sowohl den Teilnehmenden als auch den Zuschauern Freude und Hoffnung vermitteln. Mit diesen Zielen im Hinterkopf denke ich, dass die Veranstaltung ziemlich erfolgreich war. Ich glaube, es hat die Leiter der Jugendabteilungen aus allen Teilen unseres Gebietes vereint und etwas Freude und einen positiven Ausblick in diesen herausfordernden Zeiten gebracht“.

Ein Neujahrssegen der Jugendabteilungsleiter aller teilnehmenden Länder beendete den Musikwettbewerb.

Trans-European Division
Die transnationale Kirchenleitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, (Trans-European-Divison/TED), umfasst folgende 22 Länder in Nord- und Südosteuropa: Albanien, Bosnien-Herzegowina, Channel Islands, Kroatien, Zypern, Dänemark, Estland, Färöer-Inseln, Finnland, Griechenland, Grönland, Ungarn, Island, Isle of Man, Lettland, Litauen, Mazedonien, Montenegro, Niederlande, Norwegen, Polen, Serbien, Slowenien, Schweden, und das Vereinigte Königreich. Der Verwaltungssitz ist in St. Albans/Großbritannien und betreut 88.099 Kirchenmitglieder in 1.180 Kirchengemeinden bei einer Gesamtbevölkerung von 206.536.000 (Stand: 30. Juni 2019).

Die ursprüngliche Meldung ist von Ted News Network.

Die Aufzeichnung der Live-Übertragung jetzt auf YouTube:
https://www.youtube.com/watch?v=aYqzMrAry-w&feature=youtu.be.




ADRA: Spendenaufruf für Erdbebenopfer in Kroatien

„Als am 28. und 29. 12. die Erde bebte, waren die meisten Menschen in Kroatien noch in Weihnachtsstimmung. Fenster waren geschmückt, Straßen festlich beleuchtet. Für die Bewohner der Häuser im Umkreis von mehr als 100 km um die Stadt Petrinja, schlug die Stimmung von „festlich“ auf „panisch“ um. Menschen verloren ihr Zuhause, einige wurden verletzt oder starben. Krankenhäuser mussten geräumt werden.“ So der Bericht von Pierre Schweitzer, Projektassistenz Kommunikation und Fundraising bei „ADRA Deutschland“ in Weiterstadt.

Fast alle Häuser in Petrinja seien zerstört. Auch Kirchengebäude seien stark beschädigt worden. Zusammen mit Helfern verschiedener Organisationen sei die Hilfsorganisation „ADRA Kroatien“ schnell zu Hilfe gekommen. Lebensmittel, Decken und Folien seien verteilt worden. Die Aufräumarbeiten seien ebenfalls seit Tagen im Gange.

Die Erdbeben hätten, insbesondere in den Ortschaften Petrinja, Glina und Sisak, eine Landschaft der Verwüstung hinterlassen. Viele Menschen stünden eine Woche nach der Katastrophe ohne Hab und Gut da. Den offiziellen Angaben zufolge hätten zirka 70.000 Menschen ihr Zuhause verloren. Sie seien in Hallen untergebracht oder schliefen im Freien.

In den nächsten Tagen werde damit begonnen, einige Häuser notdürftig zu reparieren, damit Menschen wieder nach Hause zurückkehren können. Dieser Schritt sei wichtig, aber das allein reiche nicht aus. 25 Jahre nach dem Ende des Krieges in Kroatien könnten die Menschen nicht im Stich gelassen werden. Inmitten des Winters sehnten sich die Betroffen nach einer schnellen Rückkehr zur Normalität.

„ADRA Deutschland“, so Pierre Schweitzer, möchte beim Wiederaufbau der zerstörten Dörfer und Stadteile helfen. Deshalb der Spendenaufruf.

ADRA Deutschland

ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine internationale Nichtregierungs-Organisation und arbeitet in einem weltweiten Netzwerk mit über 118 nationalen ADRA-Büros. ADRA Deutschland e.V. wurde 1986 von der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet. Getreu dem Motto „Gerechtigkeit − Mitgefühl − Liebe“ arbeitet die Hilfsorganisation partnerschaftlich daran, dass Armut und Unterdrückung in den ärmeren Teilen dieser Erde überwunden werden können.

Informationen zur Spendenaktion:
https://adra.de/spendenaktionen-emb/?cfd=oqrfy




Advent-Kindergarten in Fürth wird eröffnet

Fünf Jahre Planung – 17 Monate Bauzeit
„Mit großer Dankbarkeit können wir berichten, dass der dringende Wunsch nach neuen Räumlichkeiten für den Kindergarten nach insgesamt fünf Jahren Planungs- und Bauzeit in Erfüllung ging und die Einrichtung in Betrieb gehen konnte“, berichtet Jürgen Hildebrandt, Fachbereichsleiter für frühkindliche Bildung und Erziehung im AWW. Vorausgegangen seien verschiedene Überlegungen zu Renovierungen am bisherigen Gebäude, vielleicht auch einem Anbau. Im Dezember 2018 sei schließlich der Bauantrag für einen kompletten Neubau gestellt worden. Der Abriss des alten Gebäudes sei dann im August 2019 erfolgt, unmittelbar darauf der Neubau. In der Bauphase habe nach kurzfristiger Anmietung einer leerstehenden Ladenfläche direkt gegenüber der Betrieb mit einer Gruppe von 24 Kindern weitergeführt werden können.

Dankbar für unfallfreie Bauzeit und finanzielle Unterstützung

„Dankbar blicken wir auf eine erfolgreiche und unfallfreie Bauzeit zurück. Sogar der Zeitplan konnte trotz Corona-Krise eingehalten werden. Wir haben auch darin den Segen Gottes erlebt“, so erzählt Jürgen Hildebrandt weiter.
Die Stadt Fürth habe einen nicht unerheblichen finanziellen Beitrag für den Neu- und Umbau der Einrichtung dazu gegeben. Anders wäre dieses Projekt nicht realisierbar gewesen. Dafür gehe ein großer Dank an die Verantwortlichen der Stadt für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Advent-Kita Fürth
Der überkonfessionell christliche Kindergarten wird nach einem kulturübergreifenden Konzept unter der bewährten Leitung von Andrea Zagel arbeiten. Auf der neu gestalteten Fläche von insgesamt ca. 940 m², verteilt auf 2 Etagen können zukünftig rund 60 Kinder in 3 Gruppen betreut werden. Jeder Gruppe stehen ein Gruppenraum, ein Nebenraum sowie ein gemeinsam benutzter Bewegungsraum und ein lichtdurchfluteter Speiseraum mit Blick in den Garten zur Verfügung. Die neugestaltete Küche erlaubt eine frisch zubereitete und vollwertige Essensversorgung für alle Kinder. Mehr Informationen: https://advent-kita.de/.

Neues Gemeindezentrum der Adventisten
Die Kirchengemeinde der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Fürth erhält einen erweiterbaren Saal, neue Sanitäranlagen, eine eigene Küche sowie Jugend- und Lagerräume. Die gemeinsame Einweihungsfeier von Kindergarten und Kirchengemeinde wird an einem Wochenende im Frühjahr, vielleicht auch erst im Sommer 2021 stattfinden. Das wird davon abhängen, wann Versammlungen dieser Art wieder möglich sind. Weitere Informationen: http://www.sta-fuerth.de.




Adventisten feiern weltweit „10 Tage des Gebets“ ab 6. Januar

Die etwa zeitgleich mit der Allianzgebetswoche angebotene Gebetszeit will die Gläubigen nach Aussage der Organisatoren ermutigen, „nach Erweckung durch die Kraft des Heiligen Geistes zu streben“. „Gott möchte heute unglaubliche Dinge in unserem Leben und in unseren Gemeinden bewirken. Seine Pläne gehen weit über unsere eigenen Fähigkeiten hinaus“. Dies sei durch Fasten, dem Heiligen Geist, durch Glauben und das Gebet für andere möglich.

Eine praktische Unterstützung dabei sei das Führen eines Gebetstagebuches, Singen, eine ehrfürchtige Grundhaltung und die persönliche stille Zeit. Die traditionellen Treffen stellen in diesem Jahr eine besondere Herausforderung dar, so einer der Beteiligten. Mit den in der COVID-19 Pandemie bisher eingeübten virtuellen Möglichkeiten sei das aber zu bewältigen.

Zum deutschsprachigen Material für die „10 Tage des Gebets“:
https://cdn.ministerialassociation.org/docs/tendaysofprayer2021/Languages/10-Tage-des-Gebets-Deutsch-German.pdf.




Auftaktveranstaltung zum „hoffnungsfest-Jahr 2021“ am 7. Januar

„hoffnungsfest 2021“ stehe als evangelistisches Angebot in guter proChrist-Tradition, habe aber im Format und mit den Hauptakteuren ein neues Gesicht. Die Premiere gebe Einblick, wie die hoffnungsfest-Übertragungswoche vom 7. bis 13. November 2021 aussehen werde, so proChrist-Geschäftsführer Michael Klitzke. „Wir hoffen, dass viele Christen einschalten und dass Gemeinden motiviert werden, sich für ein eigenes hoffnungsfest anzumelden“.

Die hoffnungsfest-Premiere werde in einem TV-Studio aufgenommen, von Pfarrer Nicolai Hamilton (aus Halle/Westfalen) moderiert und live ausgestrahlt. Mihamm Kim-Rauchholz (Theologie-Professorin an der Internationalen Hochschule Liebenzell), Islamwissenschaftler und Pastor Yassir Eric (Leiter des Europäischen Instituts für Migration, Integration und Islamthemen in Korntal) und die Musikerin Sarah Brendel aus Röhrsdorf würden offen über ihr Leben und ihren Glauben an Jesus Christus erzählen. „Sie berichten, wie dieser Glaube ihr Leben verändert hat, reden über Höhen und Tiefen, über Freude und Angst. Und sie erzählen, wie Glaube zu einem Licht werden kann, das in der Finsternis scheint und Menschen neue Hoffnung schenkt“, so die proChrist-Verantwortlichen weiter. Während der Sendung könnten sich die Zuschauer mit ihren Fragen im Live-Chat beteiligen, auf die Mihamm Kim-Rauchholz und Yassir Eric als Hauptredner direkt eingingen und Zuschauer zum Glauben ermutigen.

Im Anschluss an die 75-minütige Sendung würden die Zuschauer gebeten, das Format zu bewerten und den Produzenten Feedback zu geben.

Interessierte Gemeinden können sich online für eine eigene hoffnungsfest-Veranstaltung anmelden.
Weitere Informationen bietet die Seite www.hoffnungsfest.eu/premiere.




Mit 109 Jahren eifrige Botschafterin ihres christlichen Glaubens

Als Mutter von 6 Kindern hat Sara viele Weltereignisse überlebt, wie den 1. und 2. Weltkrieg und die Grippepandemie von 1918. Sie erlebte die Fußballweltmeisterschaft von Uruguay 1930 und von Brasilien 1950 und nun Covid-19 im Jahr 2020. Im Alter von 45 Jahren schloss sie sich am 23. Dezember 1955 durch die Glaubenstaufe der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten an.

Ein christlicher Buchverkäufer besuchte sie vor 78 Jahren in ihrem Haus. Zu dieser Zeit entschied sie sich für die Freikirche. Seither hat sich Sara Mendaro immer aktiv für das Evangelium eingesetzt und an zahlreichen kirchlichen Aktivitäten in der Stadt Durazno und Artigas teilgenommen; Orte, an denen es keine lokale adventistische Kirchengemeinde gab.

An vielen kirchlichen Projekten war Sara maßgeblich beteiligt und betreute auch Gefangene im Gefängnis von Durazno. Nach einer der ersten evangelistischen Aktivitäten, an denen sie teilnahm, wurde die erste Kirchengemeinde der Adventisten in ihrem Wohnort gegründet.

Sie sei ein unglaublicher Mensch, berichtet die Tageszeitung „Durazno Hoy“, intelligent, fröhlich, liebevoll, kokett, mit einer Lebenseinstellung des Glaubens, der Hoffnung und jener Lebensfreude, die bei denen, die sie kannten und liebten, eine echte Zufriedenheit hinterlasse. Sie sei stolz auf ihre 6 Kinder, 18 Enkelkinder, 31 Urenkel und eine Urenkelin. Mit ihrer Bibel und mit Traubensaft habe sie nie aufgehört zu träumen, denn das Leben bestehe aus Träumen.

Wie ihre Tochter Ruth berichtet, sei sie sehr sorgfältig während der Pandemie im Umgang mit ihren Besuchern. So auch an ihrem Geburtstag. Ihren christlichen Glauben könne sie allerdings nicht für sich behalten. Jeder Gratulant erhielt ein Buchgeschenk mit dem Titel „La Mayor Esperanza“ (Die große Hoffnung), mit dem sie zum wiederholten Male eine Botschafterin für das Evangelium von Christus wurde.




Adventisten in Deutschland veröffentlichen theologische und medizinische Aspekte zur Impfung gegen COVID-19

Theologische und medizinische Aspekte
In dem 6-seitigen Dokument bringen die beiden Kirchenleiter Pastor Johannes Naether/Hannover und Pastor Werner Dullinger/Ostfildern im ersten Teil einige theologische Überlegungen zu Papier. In einem zweiten medizinischen Teil beantwortet der Pandemiestab des Krankenhauses Waldfriede unter der Leitung von Bernd Quoß, Berlin, in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Verein für Gesundheitspflege e.V. drängende Fragen und vermittelt medizinische Fakten und Hintergrundinformationen.

Christen haben den Auftrag, sich heilsam dem Menschen zuzuwenden
Die beiden Theologen sehen das Handeln Gottes als ein „ganzheitliches Werk am Menschen“. Exemplarisch werde das im Neuen Testament der Bibel besonders durch Jesus, der sich heilend dem Menschen zugewandt habe. Dieses ganzheitliche Werk schließe Geist, Seele und Leib ein und habe die Vollendung zum Ziel.

Solange aber diese Vollendung durch Gott noch ausstehe, seien Christen als Nachfolger Jesu aufgerufen, sich ebenfalls heilsam den Menschen zuzuwenden und soviel in ihrem Vermögen steht, Not und Krankheit zu lindern. Sie folgten damit dem Auftrag Jesu, der seine zwölf Jünger zu sich rief und ihnen Macht über die unreinen Geister gab, dass sie die austrieben und sie dann alle Krankheiten und alle Gebrechen heilten (Matthäus 10,1).

In der Tradition der Freikirche sähen sich Adventisten „aus Glauben diesem Auftrag verpflichtet, der zu einem Bestandteil praktischer Verkündigung wurde“, so Naether und Dullinger. Verantwortungsvolles Handeln bedeute auch, dass das jeweils beste verfügbare Wissen und der aktuelle Stand der medizinischen Wissenschaft zu berücksichtigen sei. Der Mensch sei mit Verstand von Gott ausgestattet, daher seien sie überzeugt, dass medizinisches Fachwissen und wissenschaftliche Standards eingesetzt werden müssten, damit Menschen geheilt werden könnten.

Impfung eine Frage des Gewissens aber auch Geste der Nächstenliebe
Vor diesem Hintergrund verweisen die Kirchenleiter auf die Stellungnahme der Weltkirchenleitung vom 18. Dezember 2020, die unter anderem klarstelle: „Wir sind nicht das Gewissen des einzelnen Kirchenmitglieds und erkennen Entscheidungen an, die vom Individuum getroffen werden. Die Entscheidung, sich impfen oder nicht impfen zu lassen, ist kein Dogma und keine Lehre der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten und sollte nicht als solche/s angesehen werden.“

Dem schließen sich die beiden an und betonen ausdrücklich, dass die Entscheidung, sich impfen oder nicht impfen zu lassen, in der Selbstverantwortung jedes einzelnen Menschen liege. Die Haltung als Freikirche resultiere aus dem Wissen, dass es noch keine Verfahren gebe, die als absolut risikolos zur Bekämpfung einer Pandemie eingestuft werden könnten. In der Beurteilung des Impfens müssten diese seltenen, aber möglichen Risiken mit den Risiken durch die jeweilige Erkrankung und deren Komplikationen ins Verhältnis gesetzt werden. Nach ihrer Einschätzung ergebe sich bei den empfohlenen Impfungen eine eindeutige Bilanz zugunsten der Impfung. So gesehen besitze das Impfen auch eine solidarische Komponente und Geste der Nächstenliebe.

Medizinische Aspekte ausführlich erläutert

Im medizinischen Teil beantworten der Pandemiestab des Krankenhauses Waldfriede in Berlin (eine Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten) mit dem Deutschen Verein für Gesundheitspflege e.V. sehr ausführlich ganz praktische Anliegen wie: „Wie sicher ist der COVID-19 Impfstoff?“, „Wie erfolgt die Impfung gegen COVID-19?“, „Welche Impfreaktionen und Nebenwirkungen wurden während der Testphase nach einer COVID-19 Impfung beobachtet?“, „Wieviel Prozent der Bevölkerung sollten sich gegen COVID-19 impfen lassen?“, „Kann die Impfung gegen COVID-19 das Erbgut (DNA) verändern?“ und „Können neue Mutationen den Impfstoff gegen COVID-19 unwirksam machen?“

Stellungnahme als Anregung zur eigenen Meinungsbildung
Es gehe den Autoren mit diesen Ausführungen darum, die Position der Freikirche aus theologischer und medizinischer Sicht darzustellen. Die Stellungnahme könne als Anregung verstanden werden, sich seine eigene Meinung zum Thema COVID-19-Impfung zu bilden.

Die Stellungnahme kann als Dokument heruntergeladen werden:
https://www.adventisten.de/utility/dokumente-und-stellungnahmen/.