Pfadfinderleiterin gehört zum NASA-Team und sucht nach frühen Anzeichen von Leben auf dem Mars

Berrien Springs, Michigan/USA | 12. März 2021 | APD |

NASA-Wissenschaftlerin Dr. R. Aileen Yingst ist an zahlreichen Weltraummissionen beteiligt, darunter auch die jüngste mit dem Rover Perseverance, der am 18. Februar auf dem Mars landete. Privat ist sie aktives Mitglied in ihrer Freikirchengemeinde in Brunswick, Maine/USA und leitet die Pfadfindergruppe „Brunswick Beacons“ mit 13 Jugendlichen im Alter von 10 – 18 Jahren.

„Wir sind kreativ, weil Gott ein kreativer Gott ist“, so beschreibt R. Aileen Yingst ihr Engagement in der Wissenschaft und in der Kirchengemeinde. Gerade in ihrem Beruf gebe es etwas, das sie ständig daran erinnere, dass es nicht mit ihr anfange. Es beginne mit Gott. Er ist für sie der Funke.

Wie viele andere hat auch Aileen verfolgt, wie die NASA-Ingenieure am Jet Propulsion Laboratory in Kalifornien, USA, den kleinwagengroßen Rover nach seiner siebenmonatigen Reise im Weltraum gekonnt landeten. Als Mitglied des SHERLOC-Instrumententeams sei sie dafür verantwortlich, Fotos der Geologie des Planeten zu analysieren. Sie suche dabei nach Hinweisen in Gesteinen oder Sandkörnern, die den Wissenschaftlern Aufschluss über mögliches Leben auf dem Mars vermitteln.

Die Worte "Touchdown complete" (Landung erfolgt) seien ein emotionaler Höhepunkt jahrelanger harter Arbeit für sie gewesen. „Ich habe geweint“, sagte sie. „Du arbeitest fünf bis acht Jahre an einem Instrument und die ganze Zeit über hast du es im Kopf.“

Von der Natur begeistert
Aileen erinnert sich daran, wie sie im Südwesten Michigans aufwuchs und sich zu Gottes Natur hingezogen fühlte. Sie habe es genossen, Puzzleteile von Umrissen der Planeten zusammenzusetzen und im Sand am Ufer des Michigansees zu spielen. Dort habe sie die Sandkörner betrachtet und sich gefragt, wie sie wohl entstanden seien. Sie habe vom Himmel geträumt und den Sternenhimmel genossen.

Von Lehrern ermutigt – Durchhaltevermögen gelernt

Sehr früh habe sie Durchhaltevermögen gelernt. Sie habe christlich geprägte Schulen besucht. Die Lehrer hätten sie zu Höchstleistungen angespornt. Einer dieser Lehrer habe zum Beispiel mit wiederholten Übungen den Grundstein für ihre wissenschaftliche Karriere gelegt. Diese Übungen hätten sie in Richtung renommierter Universitäten wie Dartmouth und Brown und schließlich zu ihrer Karriere in der Raumfahrt geführt. So habe sie sich durch ihre Kalkulations- und Physikkurse an der Universität gekämpft und durchgehalten, weil ihre frühen Lehrer sie ermutigten, große Träume zu haben und weiterzumachen.

Gott hat ihre Berufung bestimmt

Nach dem Studium zog Yingst nach Wisconsin und gleich am ersten Arbeitstag berichtete ihr Chef über Fördergelder für ein Programm der NASA in Wisconsin (NASA Space Grant). Er schlug ihr vor, die Fördergelder zu beantragen, um das Programm an den Ort zu verlegen, an dem sie arbeitete. Es sei ein aussichtsloses Unterfangen gewesen. In jedem Bundesstaat gebe es nur eine Stelle und die Leitung werde normalerweise von einem hochrangigen Professor an einer angesehenen Universität übernommen, der dann jahrzehntelang im Amt bliebe. Aber Aileen bekam schließlich die Finanzierung und wurde zur Direktorin ernannt. Das konnte ihrer Meinung nach nur geschehen, weil Gott ihr diese Türen öffnete.

In ihrer jetzigen Position als leitende Wissenschaftlerin für die gemeinnützige Gesellschaft Planetary Science Institute (PSI) arbeitet sie zusammen mit Kollegen, einige Atheisten und einige Christen. „Ich freue mich, wenn jemand zu mir kommt und sagt: „Aileen, ich weiß, dass du ein gläubiger Mensch bist, du weißt, dass ich nicht glaube, aber ich muss mit jemandem reden.““ Das habe sie dazu gebracht, die Weitergabe ihres Glaubens analytischer zu verfolgen.

Gott der Schöpfung
Jetzt ist der Rover auf dem Mars gelandet und die ersten Berichte kommen vom roten Planeten zurück, der etwa 225 Millionen Kilometer von der Erde entfernt ist. Was könnte diese Erkundung Nichtgläubigen über den Gott des Universums vermitteln?

Aileen Yingst erklärt: „In meinem Beruf gibt es etwas, das mich ständig daran erinnert, dass es nicht mit mir anfängt. Es beginnt mit Gott. Gott ist kreativ. Wir sind kreativ, weil Gott ein kreativer Gott ist.“

In dieser Haltung ist die Wissenschaftlerin Dr. R. Aileen Yingst auch ein engagiertes Mitglied in ihrer Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. In dem kleinen Ort Brunswick im Bundesstaat Maine im Nordosten der USA ist sie stolz auf „ihre Kids“, wie sie APD berichtete. Als Pfadfinderleiterin in der örtlichen Kirchengemeinde nutzt sie ihre Kenntnisse, um den Jugendlichen im Alter von 10-18 Jahren Natur und Naturschutz, Gemeinschaft, soziales Engagement und Vertrauen in den Gott der Schöpfung zu vermitteln.

Weitere Informationen zu Dr. Yingst auf der PSI-Webseite:
https://www.psi.edu/about/staffpage/yingst


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