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Umfrage zum ganzheitlichen Wohlbefinden von deutschen Adventisten in der Corona-Krise

Pastor Johannes Naether (Hannover), Präsident des Norddeutschen Verbandes der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, weist in seinem Rundschreiben an die adventistischen Kirchenmitglieder in Deutschland darauf hin, dass die Corona-Pandemie immer noch ein beherrschendes Thema sei und den Lebens- und Glaubensalltag mehr diktiere, „als wir uns das vorstellen konnten“. Das Leben in den Ortsgemeinden leide, Kontroversen machten uns gereizter, nicht selten gebe es offene Konflikte und auch innerhalb von Familien träten massive Differenzen auf. „Als Kirchenleitung erfahren wir Zuspruch, aber auch deutliche Kritik wird geäußert mit dem Hinweis, dass Vertrauen in die Leitung der Kirche abnimmt.“

Freikirchenleitung erwartet wertvolle Handlungsimpulse

Die Freikirchenleitung wolle genau hinhören und lade deshalb ihre Mitglieder ein, an der Umfrage teilzunehmen, „deren Auswertung uns wertvolle Informationen geben kann, wie wir uns als gesamte Kirche den Herausforderungen in und nach der Pandemie stellen müssen“, so Naether. Die Freikirchenleitung wolle ihr zukünftiges Handeln an dem orientieren, „was unmittelbar aus den Gemeinden kommt“.

Die Umfrage sei anonym und erfülle alle Kriterien des Datenschutzes. Sie ist im Internet unter www.7da-studies.de zu finden.

Erste Umfrage 2020

Bereits von Ende April bis Anfang Mai 2020 fand eine ähnliche repräsentative Umfrage statt, an der 1.036 Adventisten teilnahmen. Damals schien die Corona-Pandemie und ihre Beschränkungen nur einen geringen Einfluss auf das seelische, geistliche und soziale Wohlbefinden der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland zu haben. Siehe APD-Meldung vom 9. Juni 2020 unter  https://www.apd.info/2020/06/09/corona-mit-geringem-einfluss-auf-deutsche-adventisten/.




Buchrezension: Magnus Brechtken: Der Wert der Geschichte - Freiheit, Gleichheit, Teilhabe: Was wir aus den Kämpfen der Vergangenheit für die Zukunft lernen können

Zum Inhalt

Auf gut 300 Seiten mit Anmerkungen, Literaturnachweisen und Personenregister unternimmt der Autor und stellvertretende Direktor des Instituts für Zeitgeschichte einen strammen Spaziergang durch die letzten 400 Jahre und zeigt Entwicklungsstränge und Zusammenhänge großer gesellschaftlicher Themen. Die einzelnen Kapitel beleuchten die Religion, das Geschlechterverhältnis, die Partizipation (gesellschaftliche Teilhabe), den Nationalismus, die Kriege und die Wirtschaftsordnung da. Im letzten Kapitel stellt der Autor zehn Lektionen für die Gegenwart vor. Sein Plädoyer: Mut zur Geschichte, weil darin Wissen und Erfahrung gebündelt zur Verfügung stünden, „denn wir haben im Rückblick über die Jahrhunderte nahezu alle Varianten menschlichen Handelns vor Augen“ (S. 9).

Im Zentrum der Erörterungen steht das zugrunde gelegte Menschenbild, auf das sich jede kulturelle Entwicklung aufbaut und das stets in der Gefahr steht, durch Ideologien überformt zu werden. Brechtken setzt sich in seinen Ausführungen stark für die Rationalität, die Aufklärung und die Vernunft als Prinzipien des Fortschritts ein. Eine Gefahr für die Zukunft sieht er im Aufkommen des Populismus, in der Wiedergeburt des Nationalismus, dem Einfluss des Religiösen auf die Politik und in einem unbestimmten Bedürfnis nach autoritärer politischer Führung (S. 10). Mit vielen Beispielen und Zitaten richtet er sich an den interessierten Laien, der aufgefordert wird, die Lektüre durch eigenes Denken weiter zu vertiefen.

Zum Punkt

Dabei muss man dem Autor nicht immer in seiner Argumentation folgen. Gerade seine Haltung zur Rolle von Religion ist einseitig und übersieht bei aller berechtigten Kritik an der politischen Einmischung die Funktion der moralischen Stabilisierung einer Gesellschaft. Denn ohne fest gegründete Ethik und Moral geht es nicht. Statt Glaubensgehorsam fordert der Autor unbedingte Rechtsgehorsamkeit. Doch reichen eine humanistisch gegründete Ethik und Moral aus, in (Staats-)Krisen zu bestehen, wenn beispielsweise eine sichere und objektive Rechtsstaatlichkeit nicht gegeben ist? Die deutsche jüngere Geschichte gibt der Aussage: „Die Notwendigkeit von Moral und Ethik ist selbstverständlich für jeden, der sich als Mensch versteht“ (S. 57) nicht recht. Im Gegenteil!

Auch manche vorgeschlagenen Lösungen für große wirtschaftliche Herausforderungen wie der Deutschlandfonds wirken zu einfach, um der gesellschaftlichen Komplexität gerecht werden zu können. So wirken auch die zehn Lektionen zum Abschluss etwas unglücklich platziert, weil sich deren Inhalte nicht stringent aus den Kapiteln davor ergeben. Sie lesen sich eher wie ein persönliches Sammelsurium an gutgemeinten Ratschlägen. Hier wäre weniger mehr gewesen und Raum zum persönlichen Schlussfolgern sicherlich angenehmer.

Fazit: Wer sich auf geschichtlich begründete Fakten samt einem humanistischen und europäisch zentrierten Welt- und Menschenbild einlassen will, der ist mit der Lektüre gut beraten und wird sicherlich Anregungen finden, weiter zu denken.

Claudia Mohr




Salomon-Inseln: Initiative für frische Lebensmittel hilft Familien

Da viele Menschen traumatisiert sind und sich nach den jüngsten Unruhen und Plünderungen nicht mehr in die Öffentlichkeit trauen, kam die Organisation Church Agencies Network for Disaster Operation (CANDO) auf die Idee, ihnen frisches Obst und Gemüse zu bringen. ADRA ist Teil von CANDO, das von Australian Humanitarian Partnership, einer Einrichtung der australischen Regierung, finanziert wird. Die lokale Nahrungsmittelhilfe der CANDO-Partner wird wöchentlich fortgesetzt. Weitere Partner im Rahmen der CANDO-Zusammenarbeit sind die Evangelische Kirche der Südsee, Caritas Salomonen, die Anglikanische Kirche von Melanesien und die Vereinigte Kirche auf den Salomonen.

Spendenaufrufe bei Anglikanern und Adventisten

„Die Leiter der anglikanischen und adventistischen Kirchengemeinden gaben die Aufforderung an die Menschen weiter, freiwillig zu spenden, und ADRA übernahm mit Unterstützung von CANDO die logistischen Kosten für die Abholung aller Lebensmittel von den sechs großzügigen Ortschaften auf Guadalcanal“, so Stephen Tasker, Geschäftsführer von ADRA Solomon Islands. Wendy Ho, eine Vertreterin der Solomon Islands Chinese Association, dankte dem CANDO-Team für die Unterstützung, die es der chinesischen Gemeinschaft geleistet hat.




Katholische Kirche ruft zur Solidarität mit verfolgten Christen weltweit auf

„In den Gottesdiensten dieses Tages soll der Verbundenheit mit den Not leidenden Mitchristen vor allem in den Fürbitten Ausdruck verliehen werden. Auch sind die Gläubigen zum persönlichen Gebet für dieses Anliegen aufgerufen. In diesem Jahr stehen insbesondere die Christen in Vietnam im Fokus, die immer wieder staatlichen Repressionen ausgesetzt seien.

Gebetstag seit 2003

Der Gebetstag am 26. Dezember ist Teil der 2003 gegründeten Initiative „Solidarität mit verfolgten und bedrängten Christen in unserer Zeit“, mit der die deutschen römisch-katholischen Bischöfe in ihren Kirchengemeinden, aber auch in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit auf die Diskriminierung und Drangsalierung von Christen in verschiedenen Teilen der Welt aufmerksam machen wollen. Die Initiative besteht jeweils aus einer Arbeitshilfe, die eine Schwerpunktregion in den Blick nimmt, Solidaritätsreisen, Gesprächen mit politisch Verantwortlichen und Besuchen von Bischöfen aus bedrängten Ortskirchen.

Die diesjährige Arbeitshilfe „Solidarität mit verfolgten und bedrängten Christen in unserer Zeit – Vietnam“ kann kostenlos als PDF-Datei heruntergeladen werden: https://www.dbk-shop.de/de/publikationen/arbeitshilfen/solidaritaet-verfolgten-bedraengten-christen-unserer-zeit-vietnam.html.




100-Tage-Aktion „Gebet für die Regierung“ der Evangelischen Allianz in Deutschland

„Gerade in Zeiten der kontroversen und oft sehr emotionalen Diskussionen wollen wir als Christen unsere Verantwortung im Gebet wahrnehmen“, so Dr. Reinhardt Schink, Generalsekretär der EAD. Dabei zitiert er einen Aufruf des Apostels Paulus in der Bibel: „Das Erste und Wichtigste, wozu ich die Gemeinde aufrufe, ist das Gebet, und zwar für alle Menschen. Bringt Bitten und Fürbitten und Dank für sie alle vor Gott! Betet für die Regierenden und für alle, die Gewalt haben, damit wir in Ruhe und Frieden leben können, in Ehrfurcht vor Gott und in Rechtschaffenheit. So ist es gut und gefällt Gott, unserem Retter.“ (1. Timotheus 2,1–3, Gute Nachricht Bibel).

Zu Beginn der 100 Tage des Gebets lädt die EAD am 3. Januar um 19 Uhr zu einem digitalen Auftakt ein. Am Mittwoch, 13. April 2022 gibt es einen gemeinsamen Abschluss der Aktion „100 Tage Gebet für die Regierung“. In den Tagen dazwischen bittet die EAD einzelne Christen, Kirchen und Gemeinden oder Ortsallianzen für die Regierung zu beten.

In dem Aufruf heißt es u.a.: „Beten wir konkret und namentlich für unseren neuen Bundeskanzler Olaf Scholz sowie die Ministerinnen und Minister der Regierung. Beten wir für die Abgeordneten unserer Wahlkreise und teilen ihnen mit, dass wir für sie beten – auch und gerade dann, wenn wir mit deren politischer Linie nicht einverstanden sind.“ Und weiter heißt es: „Beten wir, dass die neuen Abgeordnete sich gut einarbeiten. Dass es ein gutes und respektvolles Miteinander über die Parteigrenzen hinweg bei allen kontrovers zu diskutierenden Themenbereichen gibt. Beten wir um Bewahrung vor Machtmissbrauch und ein Handeln zum Wohle des Volkes im Bewusstsein der Verantwortung vor Gott.“

Evangelische Allianz in Deutschland

Die Evangelische Allianz in Deutschland (EAD) mit Sitz in Bad Blankenburg (Thüringen) ist ein eingetragener Verein, dem sich ein Netzwerk von Christen und Organisationen aus verschiedenen protestantischen Kirchen und Gemeinschaften zugehörig fühlt. Sie verantwortet u. a. die jährliche Allianz-Gebetswoche, die im kommenden Jahr vom 9.–16. Januar stattfindet (www.allianzgebetswoche.de). Die theologische Basis der Allianz ist das biblische Zeugnis von der Erlösung der Menschen durch Jesu Tod und Auferstehung. Zum Netzwerk der EAD gehören ca. 1000 örtliche Allianzkreise, in denen sich Christen aus verschiedenen lokalen Gemeinden und Organisationen, aus Landes- und Freikirchen sowie christlichen Gruppen und Werken treffen, um vor Ort zusammenzuarbeiten. Arbeitsfelder der Allianzmitglieder sind diakonische, pädagogische, publizistische und missionarische Aktivitäten in mehr als 370 Einrichtungen. Die EAD ist Mitglied der weltweiten Evangelischen Allianz, die mit 600 Mio. Mitgliedern in ca. 135 Ländern international die größte kirchliche Vereinigung nach der Römisch-katholischen Kirche ist. Die Evangelische Allianz wurde 1846 als weltweiter Verbund in London gegründet. Damit ist sie die am längsten bestehende, gemeindeübergreifende Verbindung evangelischer Christen. Mehr unter www.ead.de.




Adventisten ermöglichen gebührenfreies Theologiestudium an kircheneigener Hochschule Friedensau

Durch diese Vereinbarung ist es möglich geworden, ab dem Sommersemester 2022 ein vollständiges Theologiestudium ohne Studiengebühren zu absolvieren. Denn bereits Ende 2020 beschloss die teilkontinentale Kirchenleitung der Adventisten für West- und Südeuropa (Intereuropäische Division, EUD) eine Reform des Masterstudiengangs in Theologie, die ebenfalls mit einer Gebührenbefreiung für Studierende verbunden ist. Die beschlossenen Regelungen gelten auch für Studierende aus dem Gebiet der Intereuropäischen Division und bereits eingeschriebene Studierende.

Eine Hilfe bei anfänglicher Unsicherheit

„Es ist uns ein Anliegen, dass alle, die ein ernsthaftes Interesse haben, als Pastorin oder Pastor für die Freikirche zu arbeiten, das Studium zukünftig ohne finanzielles Risiko absolvieren können“, so Johannes Naether, Präsident des Norddeutschen Verbandes der Adventisten. Studierende der Theologie brauchen daher ab dem Sommersemester 2022 nur noch die Einschreibegebühren in Friedensau zu bezahlen, sowie die Kosten für Unterkunft und Verpflegung.

Die Freikirche hoffe, dadurch auch solche Studierende zu gewinnen, die sich am Anfang des Studiums noch unsicher sind, ob das ihre Berufung sei, so Werner Dullinger, Präsident des Süddeutschen Verbandes der Adventisten.

Erneuerte Studiengänge

Gleichzeitig mit der finanziellen Entlastung der Studierenden werden auch die Studiengänge in Theologie inhaltlich und konzeptionell erneuert. Bereits seit dem Wintersemester 2020 ist an der Theologischen Hochschule Friedensau ein veränderter Bachelor-Studiengang eingeführt worden, nach dessen Absolvierung bereits eine praktische Tätigkeit als Pastoralassistent/in in einer adventistischen Kirchengemeinde aufgenommen werden kann. Dazu würden wichtige Kompetenzen für den Praxiseinstieg bereits in den ersten drei Studienjahren vermittelt, um junge Theologinnen und Theologen nach relativ kurzer Studienzeit gut vorbereitet in die Arbeit in die Gemeinden zu entsenden, so die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der ThH-Friedensau. Nach zwei Jahren Berufserfahrung als Pastoralassistent/in sei der Weg frei für das Masterstudium Theologie. Für eine vollumfängliche Tätigkeit als Pastorin oder Pastor ist weiterhin ein Masterabschluss notwendig.

Auch ein reformierter Masterstudiengang Master in Pastoral Ministry wird eingerichtet. Die Unterrichtssprache wird Englisch sein. Inzwischen liegt der von einer international besetzten Kommission erarbeitete Lehrplan für diesen Masterstudiengang vor. Wichtige Schwerpunkte darin sind die Fachgebiete Praktische Theologie und Missionstheologie. „Damit soll eine theologische Ausbildung gewährleistet werden, die nah an den Bedürfnissen der Kirchengemeinden und nah an den Herausforderungen einer säkularen Gesellschaft liegt“, so Hochschulrektor Professor Dr. Roland Fischer. Der neue Masterstudiengang soll von einem internationalen Kollegium gelehrt werden, das die verschiedenen Regionen West- und Südeuropas repräsentiert. Auch dieser Studiengang wird für Studierende, die eine Empfehlung für einen anschließenden Dienst als Pastorin oder Pastor von ihren nationalen Kirchenleitungen (Verbänden) erhalten haben, gebührenfrei sein.

Theologische Hochschule Friedensau

Die 1899 gegründete Friedensauer Bildungsstätte ist seit 1990 eine staatlich anerkannte Theologische Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Hier können derzeit acht B.A.- und M.A.-Studiengänge – zum Teil berufsbegleitend – in den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie sowie ein Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ belegt werden. Unter den ca. 200 Studierenden sind 30 Nationen vertreten. Weitere Informationen: www.thh-friedensau.de




Philippinen: Ungeimpfte Angestellte des adventistischen Krankenhauses in Manila müssen PCR-Test selbst bezahlen

Eine etwaige Abwesenheit werde mit dem verfügbaren Krankheits- oder Urlaubsguthaben verrechnet. Wenn dieses aufgebraucht sei, gelte laut dem Schreiben der Krankenhausleitung die Regel „keine Arbeit, keine Bezahlung“.

Im laufenden Dezember übernehme das Krankenhaus noch 50 Prozent der Kosten für die zweiwöchentlichen Tests der Ungeimpften. Ab Januar 2022 müssten die nicht geimpften Mitarbeitenden die gesamten Kosten für die Tests selbst tragen. Einem Bloomberg-Artikel zufolge kosten PCR-Tests in den Philippinen zwischen 52 und 86 Euro. Nach Angaben des philippinischen Ministeriums für Arbeit und Beschäftigung verdienten Krankenschwestern und -pfleger in einem privaten Krankenhaus im Inselstaat durchschnittlich 175 Euro im Monat.

Die Entscheidung des „Adventist Medical Center Manila“ stehe im Einklang mit einer neuen Anweisung der Regierung, die am 1. Dezember in Kraft trat. Demnach müssten Unternehmen von ihren Angestellten verlangen, dass sie gegen COVID-19 geimpft sind.

Das adventistische 150-Betten-Krankenhaus in Manila hat 531 Angestellte. Pro Jahr werden dort 7.400 Patienten stationär und 85.500 ambulant behandelt.

Niedrige Impfquote auf den Philippinen

Impfstoffe gegen COVID-19 wären in der Hauptstadt Manila ausreichend verfügbar. Die Philippinen hätten jedoch mit 42,7 Prozent der Bevölkerung eine der niedrigsten Impfraten unter den großen Volkswirtschaften. Von den 35,5 Millionen Erwerbstätigen im Land waren nach Angaben der Regierung am 28. November 2021 nur 13,2 Millionen vollständig geimpft. Außerhalb der Hauptstadtregion Manila wurden weit verbreitete logistische Probleme, von der Lagerung über den Transport bis hin zur Verteilung, als Gründe für die niedrige Impfquote des Landes genannt.

Adventistische Weltkirchenleitung empfiehlt Impfung

Laut Erton Köhler, Generalsekretär der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) der Siebenten-Tags-Adventisten, seien nach vorsichtigen Schätzungen bisher weltweit mindestens 17.000 Kirchenmitglieder an COVID-19 verstorben, darunter 773 hauptamtliche Mitarbeiter und Pensionäre.

Die Generalkonferenz hat am 25. Oktober 2021 eine Stellungnahme zur aktuellen Situation im Zusammenhang der Impfungen gegen Covid-19 herausgegeben. Danach bejaht und empfiehlt die adventistische Kirche, abgesehen von den Vorteilen eines gesunden Lebensstils und der Gesundheitsprävention, den verantwortungsvollen Einsatz von Impfstoffen als wichtige Maßnahme der Volksgesundheit, insbesondere im Falle einer Pandemie. Gleichzeitig respektiere die Kirche auch das Recht des Einzelnen auf Entscheidungsfreiheit für diejenigen, die sich nicht impfen lassen wollten. Bei der Abwägung der verschiedenen Optionen sollte allerdings berücksichtigt werden, „dass die Vorteile der Impfung über die eigene Person hinausgehen und zum Schutz der lokalen und globalen Bevölkerung insgesamt beitragen“ (s. auch die APD Meldung vom 1. November: https://www.apd.info/2021/11/01/adventistische-weltkirchenleitung-bekraeftigt-impfempfehlung/).

Ähnlich äußerte sich auch die Freikirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland in der 6-seitige „Stellungnahme zur Impfung gegen COVID-19 − theologische und medizinische Aspekte“ vom 4. Januar 2021. In Übereinstimmung mit dem Dokument ihrer Weltkirchenleitung erklären auch die deutschen Freikirchenleiter, dass die Impfung „eine Frage des Gewissens aber auch Geste der Nächstenliebe“ sei.

Sie betonen: „In der Beurteilung des Impfens müssen diese seltenen, aber möglichen Risiken mit den Risiken durch die jeweilige Erkrankung und deren Komplikationen ins Verhältnis gesetzt werden. Nach unserer Einschätzung ergibt sich bei den empfohlenen Impfungen eine eindeutige Bilanz zugunsten der Impfung. So gesehen besitzt das Impfen auch eine solidarische Komponente und Geste der Nächstenliebe.“

In einer Videobotschaft, die am 3. Dezember veröffentlicht wurde, bekräftigte die Freikirchenleitung diese Position und empfahlen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Die deutsche Stellungnahme vom Januar 2021 kann als Dokument heruntergeladen werden:

https://www.adventisten.de/utility/dokumente-und-stellungnahmen/

Der Videoclip vom 3. Dezember mit der Impfempfehlung ist bei YouTube unter dem Link https://youtu.be/X9yXTvmJ4dA zu sehen.




Paris: Adventistische Künstlerin wird 2022 eigene Werke im Louvre ausstellen

„Ich bin in einem bescheidenen Elternhaus aufgewachsen und habe immer davon geträumt, mehr zu wollen“, sagt sie. „Das ist es, was mich bis heute antreibt.“ Falk wuchs in einer Stadt in der Nähe von Vitória in einer bedürftigen Familie auf. Trotz ihrer bescheidenen Herkunft wurde sie von ihrer Großmutter Marmelina, eine Konditorin, und ihre Mutter Olga, eine Näherin, unterstützt. Ihre Bemühungen zahlten sich aus, denn sie wurde schließlich in das Programm für bildende Kunst an der staatlichen Universität von Espírito Santo aufgenommen.

Sie verbindet Theorie und Praxis in ihrem Unterricht

Raquel Falk ist seit 20 Jahren Lehrerin und hat fünf Jahre davon im adventistischen Schuldienst gearbeitet. Doch erst 2018 fasste sie den Entschluss, sich verstärkt der Aquarellmalerei zu widmen. Ihre Werke wurden in den Sozialen Medien vielfach geteilt. „Mein Ziel ist es, meine Schüler zu inspirieren“, so Falk. „Ich schlage Aktivitäten vor, die ihre kreative Seite ansprechen. Während wir die Theorie, die Kunstgeschichte und das Studium der Kunstbewegungen nicht außer Acht lassen, versuche ich, Theorie und Praxis in meinem Unterricht zu verbinden.“

Die Bildideen für die Ausstellung im Louvre

Falk kündigte an, dass sie für die Ausstellung im Louvre im kommenden Jahr zwei Gemälde entwerfen will, die vom Thema Tanzen inspiriert sind. Dies sei ein Thema, mit dem sie sich ausgiebig beschäftigt habe und das besondere und komplexe Techniken erfordert. „Die Idee ist, dass ein … Gemälde den Fluss der Farbe auf der Leinwand erforschen kann, ohne die realen Proportionen zu berücksichtigen“, erklärte sie. „Ich werde versuchen, die Leichtigkeit und Zartheit, die man bei Tänzern wahrnehmen kann, zu verarbeiten.“ Sie habe bereits mehrere Gemälde mit diesem Motiv ausgestellt.

Die Ausstellung im Louvre wird im Oktober 2022 stattfinden. Das Louvre ist das meistbesuchte Museum der Welt, das rund 615 000 Werke beherbergt, darunter Leonardo da Vincis Mona Lisa. Nach Angaben der Organisatoren werden schätzungsweise mindestens 30.000 Menschen die Abteilungen besuchen, in denen auch Falks Gemälde ausgestellt werden.




Adventistische Pfadfinder aus Darmstadt geben Friedenslicht weiter

„Unser Ziel ist, dass sich Frieden in Darmstadt und weltweit schneller verbreitet als irgendwelche Viren. Frieden ist ein aktiver Prozess, für den jeder etwas tun kann“, erläuterte Haiko Müller, Leiter der Marienhöher Pfadfinder. „Jeder kann mitmachten und das Friedenslicht weitergeben an Nachbarn, Freunde und genauso an Fremde als Symbol für gutes Miteinander und herzliche Wärme in unserer Stadt oder als Versöhnung nach einem Streit.“

Friedenslicht 3.000 Kilometer im Flugzeug unterwegs

Das Friedenslicht ist eine gemeinsame Aktion des Österreichischen Rundfunks (ORF) und verschiedener Pfadfinderverbände. Sie existiert seit 1986. Das Friedenslicht wurde im November in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem von einem neunjährigen, einheimischen Mädchen entzündet und in einem Spezialbehälter mit dem Flugzeug nach Österreich gebracht. Von dort aus wurde es am dritten Advent mit Autos von Pfadfindern in ganz Europa verteilt. Die Marienhöher Pfadfinder fuhren am vergangenen Sonntag zu einer Autobahnraststätte bei Rüsselsheim und brachten das Friedenslicht nach Darmstadt.

„Wir wollen mit dem Friedenslicht ein Zeichen für Frieden setzen, für ein menschliches Miteinander über Grenzen hinweg – egal ob es Landesgrenzen oder Grenzen zwischen Menschen sind“, sagte Haiko Müller. Auf seinem Weg habe das Friedenslicht bis nach Darmstadt schon mehr als 3.000 Kilometer über viele Grenzen hinweg zurückgelegt. „Das Friedenslicht wird in allen europäischen Ländern und sogar in Nord- und Südamerika persönlich weitergegeben. Allein das verbindet uns mit so vielen verschiedenen Menschen und schafft eine Gemeinsamkeit“, so Müller.

Hintergrund der Aktion Friedenslicht

Pfadfinderinnen und Pfadfinder würden laut Müller aktive Friedensarbeit leisten. Sie suchten den Dialog mit Menschen anderer Überzeugungen. „Mit vielen Aktionen bekennen sie nicht nur ihren Glauben und ihre Überzeugung, sondern treten handelnd für Frieden und Gerechtigkeit ein.“ Durch internationale Begegnungen, etwa auf Zeltlagern, finde aktive Friedensarbeit statt. Pfadfinder lernten Pfadfinder aus anderen Ländern und ihre Kulturen als Beitrag zur Völkerverständigung kennen.

Die kleine Flamme aus einer der Krisenregionen der Erde biete einen konkreten Anlass, persönliche Wertvorstellungen und das, was Menschen verbinde oder trenne, neu zu überdenken. Aufbauend auf der Botschaft Jesu Christi wären die Aktionen der Pfadfinderinnen und Pfadfinder bei der Weitergabe des Lichtes Ausdruck des Glaubens und Zeichen der Zuwendung zum Nächsten.

Weihnachts-Gottesdienst und Friedenslicht

Die Marienhöher Pfadfinder bringen das Friedenslicht am 24. Dezember in mehrere Weihnachts-Gottesdienste. Wegen Covid-19 könnten überall Weihnachts-Gottesdienste nur in kleinem Rahmen stattfinden. Deswegen biete die Adventgemeinde Darmstadt-Marienhöhe der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten eine Live-Übertragung an. Jeder könne den Gottesdienst der Adventgemeinde auf YouTube ab 16 Uhr miterleben. Es gebe viel Musik sowie Geschichten für Kinder und für Erwachsene. Auf diese Weise komme laut Heiko Müller Weihnachten und das Friedenslicht in jedes Wohnzimmer.

Auf http://weihnachten.auf-der-hoehe.de/ gebe es weitere Informationen auch zum Friedenslicht sowie den Livestream am 24. Dezember um 16 Uhr. Dort sei auch ein digitales Friedenslicht zum Weitergeben zu finden.

CPA-Marienhöhe

Zur CPA-Marienhöhe gehören über 230 Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Es gibt zwölf Gruppen für Kinder und Jugendliche von sechs bis 20 Jahren. Gruppenstunden finden 14-tägig sonntags statt. Außerdem gibt es Zeltlager, Lagerfeuer, Wandertouren, Geländespiele und anderes mehr. Weitere Informationen auf www.cpa-marienhoehe.de.

Christliche Pfadfinderschaft der Adventjugend (CPA)

Zur Christlichen Pfadfinderschaft der der Adventjugend (CPA) gehören über 3.500 Pfadfinderinnen und Pfadfinder, die in 180 Ortsgruppen organisiert sind. Das zugrundeliegende Pfadfinderkonzept nach Robert Baden-Powell, dem Gründer der Pfadfinderbewegung, fördert das Miteinander in der Natur, erlebnispädagogische Maßnahmen, Förderung der Sozialkompetenz, das Übernehmen von Verantwortung, Umweltbewusstsein und somit die Persönlichkeitsentwicklung der jungen Menschen.




Initiative der adventistischen Weltkirchenleitung zur Stärkung der psychischen Resilienz in der Pandemie

Die Initiative „Youth Alive“ biete Videogespräche sowie Vorträge zur psychischen Gesundheit, ein Betreuerprogramm, einen wöchentlichen Newsletter und Ressourcen wie Bücher, Artikel und Videos, die über das Online-Portal kostenlos zugänglich seien, sagte Katia Reinert (PhD, CRNP), stellvertretende Direktorin der Gesundheitsabteilung der adventistischen Weltkirchenleitung und globale Koordinatorin von „Youth Alive“.

Die Ressourcen der Initiative basierten auf den neuesten Forschungsergebnissen zur psychischen Gesundheit sowie wissenschaftlichen Erkenntnissen und seien für alle zugänglich, unabhängig von Ausbildung oder Erfahrung, so Reinert.

Video-Talks mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Videos auf Englisch, die Menschen auf der ganzen Welt erreichen sollen, behandeln Themen wie Depressionen und Ängste, Heilung emotionaler Wunden, Ausgewogenheit im Umgang mit den sozialen Medien, Essstörungen, Beziehungen und Trennungen sowie Selbstwertgefühl. Jede Folge dauert etwa eine halbe Stunde lang und enthält Interviews mit kompetenten Fachleuten und jungen Menschen, die ihre eigenen persönlichen Erfahrungen teilen, berichtet Adventist News Network (ANN), der Nachrichtendienst der adventistischen Weltkirchenleitung.

Medikamente, Therapie und Gebet

„Das gesamte Programm ist evidenzbasiert“, sagte Katia Reinert. „Und wir sind auch darauf bedacht, die Rolle des Glaubens bei der Bewältigung psychischer Belastungen zu berücksichtigen. In unseren Vorträgen über psychische Gesundheit sprechen wir ganz offen darüber, wie Spiritualität bei psychischen Problemen hilfreich sein kann und wie Gott eine Quelle der Hoffnung ist. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass auch Medikamente und professionelle Behandlung notwendig sein können. Das Gebet kann bei der Bewältigung hilfreich sein, aber das Gebet allein wird Depressionen oder Angstzustände nicht heilen, so wie auch Bluthochdruck oder Diabetes nicht unbedingt geheilt werden können. Spiritualität ist ein wichtiges Element des Programms, aber wir erkennen auch unsere Rolle als Individuen und die wichtige Rolle der medizinischen Behandlung an.“

Stigmatisierung psychischer Krankheiten unter Christen abbauen

Obwohl seit 2009 durch die Gesundheitsabteilung der adventistischen Weltkirchenleitung viele Anstrengungen unternommen wurden, um das Bewusstsein für psychische Erkrankungen zu stärken, war es für Reinert und die Initiative für psychische Gesundheit eine wichtige Priorität, das Stigma von psychischen Erkrankungen zu verringern und ein positives Umfeld zu schaffen. Dies gelte insbesondere für die Pandemiezeit und für alle, die mit psychischen Erkrankungen zu kämpfen und das Gefühl haben, dass sie in einem offiziellen, kirchlichen Rahmen nicht verletzlich sein dürfen, so Katia Reinert.

„Es geht darum, eine heilungsfördernde Kultur zu schaffen“, erklärt sie. „Wir müssen dafür sorgen, dass es in Ordnung ist, über diese Dinge zu sprechen. Wir müssen die Menschen darüber aufklären, dass psychische Erkrankungen kein geistliches Problem sind; es ist kein Mangel an Glauben. Psychische Probleme sind für uns Menschen normal, vor allem in einer Zeit, in der Menschen in den letzten Monaten viel verloren haben. Wir müssen lernen, psychische Probleme, Ängste und Depressionen wie jede andere Krankheit zu behandeln“, so Reinert.




Erste Frau als Generalsekretärin der adventistischen Kirchenleitung in Kiribati gewählt

Derzeit ist Naomi Booia als Theologiedozentin am Fulton Adventist University College auf der Hauptinsel Viti Levu der Republik Fidschi tätig. Sie beendete ihr Studium in Fulton mit einem Bachelor of Arts in Theologie. Von 2013 bis 2016 arbeitete sie in der Kiribati-Mission und schloss 2018 ein Fernstudium beim Adventist International Institute of Advanced Studies (AIIAS) mit einen Mastergrad in Religion ab. Naomi Booia ist verheiratet und hat einen Sohn.

„In eine neue Rolle berufen zu werden, ist eine große Herausforderung für mich, aber nachdem ich über Gottes Führung in meinem Leben nachgedacht habe, bin ich nun zuversichtlich, diese Chance zu ergreifen“, äußerte die Theologin.

Wahl von Naomi Booia – „ein großer Erfolg für unsere Arbeit in Kiribati“

Maveni Kaufononga, Präsident der überregionalen Kirchenverwaltung, der Trans Pacific Union Mission, begrüßte die Ernennung. „Für mich ist dies ein großer Erfolg für unsere Arbeit in Kiribati“, sagte er. „Wir haben dort zu wenige Pastoren und Naomi wird ein Vorbild für unsere Frauen sein, die eine pastorale Rolle übernehmen, was die Arbeit in Kiribati voranbringen wird. Viele Frauen in Kiribati tragen zum Funktionieren der Regierung und des privaten Sektors bei; warum nicht auch in der Kirche?“

Siebenten-Tags-Adventisten in Kiribati

Im unabhängigen Inselstaat Kiribati mit 120.000 Einwohnern feiern mehr als 3.000 adventistische Christen in 20 Kirchengemeinden jeweils am Samstag, dem biblischen Ruhetag, den Gottesdienst. Sie unterhalten dort mit der Kauma Adventist High School ein Gymnasium. Die regionale Gebietskörperschaft „Kiribati Mission“ ist Teil der überregionalen Kirchenleitung, der „Trans Pacific Union Mission“, zu der die Adventisten auch auf Fidschi sowie in anderen Inselstaaten wie Samoa, die Salomonen, Tonga und Vanuatu gehören.




Kirchenleitung der Adventisten in Süddeutschland ermöglicht Ordination von Frauen zum Pastorendienst

Der Beschluss

Es wurde beschlossen, Anträgen von regionalen Landeskörperschaften der Freikirche (Vereinigungen) auf Ordination von Pastorinnen unter Wahrung der Souveränität der einzelnen Landeskörperschaften zuzustimmen und darüber hinaus den Vorstand des SDV zu beauftragen, sich dafür einzusetzen, dass die adventistische Weltkirchenleitung die Fragestellung in Bezug auf die Ordination von Pastorinnen nochmals aufnimmt. Zuletzt wurde bei der Weltsynode der Adventisten 2015 in San Antonio (Texas/USA) über diese Frage debattiert. Die Delegierten aus aller Welt stimmten mehrheitlich dagegen, dass die teilkontinentalen Kirchenleitungen (Divisionen) diese Frage für ihr Gebiet selbstständig entscheiden können.

„Bei der Entscheidung für die gleichberechtigte Ordination von Frauen und Männern zum pastoralen Dienst hatten wir zwischen zwei konkurrierenden Werten abzuwägen: zum einen die Übereinstimmung mit dem Beschluss der Weltsynode von 2015, zum anderen das Recht auf Gleichbehandlung im Sinne unseres Glaubensartikels 14 [Die Einheit der Gemeinde Christi]“, so Werner Dullinger, Präsident des Süddeutschen Verbandes. Er betonte, dass die Diskussion darüber in der Sache kontrovers aber in einer guten und vertrauensvollen Atmosphäre verlief. Der Beschluss wurde mit einer deutlichen Mehrheit verabschiedet.

Süddeutscher Verband (SDV)
Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland besteht aus den überregionalen Kirchenleitungen in Norddeutschland (Norddeutscher Verband/NDV) mit Sitz in Hannover sowie in Süddeutschland (Süddeutscher Verband/SDV), mit Sitz in Ostfildern bei Stuttgart. Zum SDV mit 15.561 Mitgliedern und 222 Kirchengemeinden und Gruppen gehören die regionalen adventistischen Kirchenleitungen (Körperschaften des öffentlichen Rechts/KdöR) in Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland (Mittelrheinische Vereinigung), Baden-Württemberg und Bayern. Weltweit gibt es fast 22 Millionen Adventisten in über 169.000 Kirchengemeinden und Gruppen (Annual Statistical Report 2020).




Großbritannien: Adventistischer Kurzfilm gewinnt zwei Auszeichnungen auf christlichem Filmfestival

Die auf dem Festival eingereichten Filme kamen aus zahlreichen Ländern, darunter Brasilien, Großbritannien, die Vereinigten Staaten, Thailand, Japan, Schweden, Spanien und die Schweiz. Die Jury setzte sich aus christlichen Medienfachleuten zusammen. Es wurden schließlich 26 Filme ausgewählt, die während des Festivals vom 15. bis 17. November im Whirled Cinema in London gezeigt wurden. „Die in diesem Jahr eingereichten Filme waren von hervorragender Qualität und zeigten eine echte kreative Kraft“, sagte Paul Syrstad, Filmemacher und Organisator der Veranstaltung. „Einige dieser Filme, sowohl Dokumentar- als auch Erzählfilme, behandeln extrem schwierige Themen, und sie tun dies mit echtem Takt und Anmut.“

Fathers, der Dokumentarfilm

Fathers ist ein warmherziger Dokumentarfilm, der zeigt, wie unterschiedlich und doch ähnlich Väter weltweit sind. Er wurde am 16. November gezeigt und von Adrian Duré, einem Produzenten und Filmemacher bei Hope Media Europe, gedreht. An der Produktion des Dokumentarfilms war ein internationales Team beteiligt, dessen Beiträge von Kuba bis Australien reichten. Auf die Frage nach der wichtigsten Botschaft antwortete Duré: „Vater zu sein ist ein Geschenk Gottes. Aber es ist auch eine ‚Schule‘ und eine großartige Gelegenheit zum Lernen. Es spielt keine Rolle, ob wir in Asien, Südamerika, Afrika oder Europa leben. Die Werte in unseren Familien sind die gleichen.“

Rico, der Film

Der 29-minütige Film Rico: Er hatte (fast) alles beruht auf einer wahren Geschichte. Dieser stellt den Dienst der adventistischen Gefängnisseelsorge dar und behandelt Themen wie Gewalt, Vergebung und Hoffnung. Rico spielt in Vidigal, einem der Hügel in Rio de Janeiro, Brasilien. Rico, ein Gangsterboss, wird in eine Tragödie verwickelt, welche die gesamte Geschichte seiner Familie und einiger anderer Menschen verändert. „Der Film soll auch das Mitgefühl für diejenigen wecken, die in gefährlichen Regionen leben und in solchen Situationen Familienmitglieder verloren haben“, so die Produzenten. Der Film gehe aber auch auf theologische Themen ein, indem er die Verbindung zwischen Vergebung und Hoffnung hervorhebe.

Der Film Rico kann auf portugiesisch auf der adventistischen Streaming Plattform Feliz7Play angesehen werden.




Krankenhaus Waldfriede erneut unter den meist empfohlenen Kliniken in Berlin

Die besten Empfehlungen gingen laut einer Umfrage der Berliner Tageszeitung Tagesspiegel unter den niedergelassenen Ärzten in Berlin abermals an die beiden Abteilungen Gynäkologie und Geburtshilfe und das Brustzentrum des Krankenhauses. Ausgezeichnet wurden beide Abteilungen in den Bereichen „Gynäkologische OP bei gutartigen Erkrankungen“ sowie „Therapie bei Brustkrebs“. Ingo Bach, Chefredakteur für Gesundheitsprojekte beim Tagesspiegel, übergab beiden Chefärzten Dr. Florian Müller (Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe) und Dr. Barbara Brückner (Chefärztin des Brustzentrums) die entsprechenden Urkunden.

An der Umfrage des Tagesspiegels beteiligten sich knapp 2.400 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte aus Berlin, die insgesamt knapp 16.000 Empfehlungen abgaben. Das entspricht laut Tagesspiegel einer Beteiligungsquote von über 38 Prozent. Die endgültigen Ergebnisse ergaben sich dabei aus zwei Datenbeständen, zum einen die Erfahrung (Fallzahlen), zum anderen das Renommee (Ärztebefragung).

Krankenhausvorstand Bernd Quoß freute sich über die erneute Auszeichnung und verwies darauf, dass das Krankenhaus Waldfriede nicht nur regional, sondern auch weltweit zu den besten Kliniken gehört (Auszeichnung der Zeitschrift Newsweek 2021, siehe APD-Meldung vom 29. April 2021 unter https://www.apd.info/2021/04/29/krankenhaus-waldfriede-in-berlin-gehoert-zu-den-besten-krankenhaeusern-in-deutschland-und-der-welt/) und allgemein einen sehr guten Ruf genießt.

Krankenhaus Waldfriede
Das freigemeinnützige Krankenhaus Waldfriede liegt im Berliner Stadtteil Zehlendorf und ist akademisches Lehrkrankenhaus der Charité-Universitätsmedizin Berlin. Es wurde nach gesetzlichen Qualitätsparametern mehrfach zertifiziert und hat mit seiner medizinischen und pflegerischen Qualität bereits eine Vielzahl an Auszeichnungen erhalten. Pro Jahr werden hier etwa 15.000 Patienten stationär und 120.000 Patienten ambulant behandelt. Der Träger ist die evangelische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die weltweit rund 900 medizinische Einrichtungen unterhält. Waldfriede ist unter anderem Mitglied im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und im Deutschen Evangelischen Krankenhausverband e.V. (DEKV).

Das Krankenhaus ist Teil des Gesundheitsnetzwerks Waldfriede zu dem auch eine Tagesklinik, eine Sozialstation, eine Akademie für Gesundheits- und Krankenpflege, eine Servicegesellschaft, ein Seniorenhaus, das Gesundheitszentrum PrimaVita, die Privatklinik Nikolassee und das Desert Flower Center gehören.

Zur Webseite des Krankenhauses Waldfriede: www.krankenhaus-waldfriede.de.




Es begann mit zwei Kühen – die Erfolgsgeschichte einer Biobäuerin aus der Mongolei

Bekannte berichteten Enkhtuya von einem Projekt der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe (ADRA). Es kam zu einem Treffen mit einer Genossenschaft. Dort hörte sie zum ersten Mal von ökologischer Landwirtschaft, wurde neugierig und beschloss, an mehreren Schulungen teil zu nehmen. Sie erhielt biologisches Saatgut sowie Dünger und begann das Gelernte anzuwenden.

Mit einem Unterstützungskredit aus einem Projektfonds kaufte Enkhtuya Gewächshäuser. Aus dem Gemüsegarten wurde eine kleine Landwirtschaft. Sie pflanzte Kohl, Bohnen, Kartoffeln, Sellerie, Petersilie, Zwiebeln, Knoblauch und Chili an. Bereits im ersten Jahr erntete sie laut ADRA Deutschland insgesamt 42 Tonnen.

Ausgezeichnet als beste Biobäuerin

Wie ADRA Deutschland berichtet, wurde Enkhtuya im letzten Jahr vom Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Leichtindustrie der Mongolei als „beste Biobäuerin des Jahres“ ausgezeichnet. Das ermutigte sie, künftig verstärkt ökologische Landwirtschaft zu betreiben. „Wir müssen alle zusammenarbeiten, um die ökologische Landwirtschaft voranzubringen“, betonte sie mit Blick auf ihr Unternehmen.

Auch ihre Familie profitiert von den gestiegenen Einnahmen. „Ein Teil unserer Gewinne aus dem Gartenbau werden für die Studiengebühren meines Sohnes verwendet. Außerdem möchte ich mein ökologisches Feld vergrößern und mehr über den ökologischen Landbau und seine Zertifizierung lernen“, sagte Enkhtuya.

Das ADRA-Projekt

In der nördlichen Mongolei haben sich Kleinbauern in Kooperativen zusammengeschlossen, um Bio-Lebensmittel zu produzieren. Sie werden in ihrem Vorhaben von ADRA und weiteren Organisationen unterstützt.

Landwirte lernen neue Anbaumethoden kennen, erhalten moderne Arbeitswerkzeuge und Bio-Saatgut, um ihnen den Übergang zu einer ökologischen Landwirtschaft zu erleichtern. Mit der Hilfe von ADRA wurden die ersten Zertifizierungsstellen für Bio-Produkte entwickelt und Absatzmärkte gefunden.

ADRA Deutschland

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine international tätige Nichtregierungsorganisation. ADRA Deutschland e.V. mit Sitz in Weiterstadt bei Darmstadt wurde 1987 von der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet. ADRA Deutschland ist Mitglied eines weltweit föderativ organisierten Netzwerkes mit über 130 nationalen ADRA-Büros und Gründungsmitglied der „Aktion Deutschland Hilft“. Weitere Informationen zu ADRA Deutschland: www.adra.de.




Adventistische Freikirchenleitung in Deutschland spricht sich für Impfungen gegen das Coronavirus aus

„Nach wie vor achten wir die Entscheidungsfreiheit des Einzelnen als hohes Gut, glauben aber auch, dass wir als Organisation eine Verantwortung für unsere Mitglieder und die Gesellschaft haben. Evidenzbasiert ist die Impfung ein entscheidendes Mittel, um die Kontrolle über diese Epidemie zu erhalten. Von daher laden wir jeden ein, zu überlegen, ob es nicht sinnvoll sein könnte seine persönlichen Ansichten, die sicher auch begründet sind, im Interesse und im Dienst an der Gesellschaft und im Angesicht evidenzbasierter Fakten nochmals zu überdenken“, so formulieren es die Kirchenpräsidenten Werner Dullinger und Johannes Naether.

Im Videoclip kommt auch Professor Dr. med. Carsten Büning zu Wort, Chefarzt der Inneren Medizin am adventistischen Krankenhaus Waldfriede (Berlin-Zehlendorf). Er stützt die Impfempfehlung der Freikirchenleitung mit medizinischen Argumenten.

Mit ihrer Impfempfehlung steht die adventistische Freikirchenleitung in Deutschland im Einklang mit der adventistischen Weltkirchenleitung, die kürzlich ihre bestehende Impfempfehlung bekräftigt hat (siehe APD-Meldung vom 1. November): https://www.apd.info/2021/11/01/adventistische-weltkirchenleitung-bekraeftigt-impfempfehlung/

Der Videoclip der Freikirchenleitung ist bei YouTube unter dem Link https://youtu.be/X9yXTvmJ4dA zu sehen.

 

Translation in English:

Church Leadership in Germany takes position on fight against Covid-19

Due to the worsening Coronavirus situation in Germany, the leadership of the Seventh-day Adventist Church in Germany has decided to recommend vaccination against the virus in a video message to members of the Church.

„As before, we respect the individual’s freedom of choice as a high good, but we also believe that, as an organization, we have a responsibility to our members and society. Evidence-based vaccination is a critical tool to maintain control over this epidemic. Therefore, we invite everyone to consider whether it might not make sense to reconsider their personal views, which are certainly well-founded, in the interest and service of society and in the face of evidence-based facts,“ were the thoughts expressed by Church Presidents Werner Dullinger and Johannes Naether.

In the video clip, as the chief physician of internal medicine at the Adventist hospital Waldfriede (Berlin-Zehlendorf) and Ph.D. holder in medicine, Professor Carsten Büning also has his say. He supports the vaccination recommendation of the Church leadership with medical arguments.

With its vaccination recommendation, the Adventist Church leadership in Germany claims to be in line with the Adventist World Church leadership, which recently reaffirmed its existing vaccination recommendation.

The video clip of the Church leadership can be seen on YouTube under the link youtu.be/X9yXTvmJ4dA (please choose English subtitles).