1700 Jahre Sonntagsgesetz - Verlegung des Gottesdienstes vom Sabbat auf den Sonntag aus antijüdischen Motiven?

Laut Hartlapp gab es im Jahr 300 n. Chr. im Römischen Reich mehr als sechs Millionen Christen. Das entsprach etwa zehn Prozent der Bevölkerung. Der römische Kaiser Diokletian (284-305 n. Chr.) sah darin eine Bedrohung für das auseinanderdriftende Weltreich. Deshalb erließ er im Jahr 303 n. Chr. die bislang umfangreichsten Verordnungen zur Eindämmung des Einflusses der Christen. Nach seinem Tod blieben die nachfolgenden Mitkaiser dieser harten Linie der Ausrottung des Christentums treu.

Christliche Werte für den Zusammenhalt des Römischen Reiches
Der Platz der Christen im öffentlichen Leben konnte jedoch nicht dauerhaft zurückgedrängt werden. Das führte zu der Einsicht, die Verfolgungen aufzugeben. Im Westen des Reiches beendeten die Mitkaiser Konstantin und Licinius 313 n. Chr. im sogenannten „Mailänder Toleranzedikt“ alle Christenverfolgungen. Sie erkannten die christliche Religion als gleichberechtigt an, ließen das konfiszierte Eigentum zurückgeben und zerstörte Kirchen wiederaufbauen. Weitere Zuwendungen und Vergünstigen stellten das Christentum den anderen Kulten nicht nur gleich, sondern ließen sogar eine bevorzugte Behandlung erkennen.

Konstantin schien davon überzeugt, so Hartlapp, dass die hohe Moral, das Rechtsempfinden und die Werte der Christen einen wesentlichen Beitrag für den Zusammenhalt des Reiches leisten könnten. Mit großem Eifer setzte er sich dafür ein, den christlichen Glauben von allem sichtbaren Makel, wie internen Spannungen, zu reinigen. Kleriker wurden von öffentlichen Verpflichtungen und steuerlichen Abgaben befreit, um sich sozialen Aufgaben des Reiches, etwa der Armenpflege widmen zu können Auf diese Weise hoffte der Kaiser, die Organisation der christlichen Kirche für das Gesamtwohl nutzbar machen zu können. Die Bischöfe erhielten richterliche Befugnisse auch auf dem Gebiet des Zivilrechts.

Die beiden Sonntagsgesetze
In dieses Bild reihten sich die zwei Gesetze aus dem März 321 n. Chr. ein, von denen das erste in folgendem Wortlaut überliefert ist: „Alle Richter, ebenso wie das Volk in den Städten, und die Ausübung aller Künste und Handwerke, sollen am heiligen Tag der Sonne ruhen. Dagegen dürfen diejenigen, welche auf dem Lande wohnen, dem Ackerbau frei und ungehindert nachgehen, weil es sich oft trifft, dass nicht gut an einem anderen Tag das Getreide in die Furchen gesät oder die Weinstöcke in die Reihen gegraben werden können, damit nicht zugleich mit der Gelegenheit des Augenblicks der durch die himmlische Vorsicht verliehene Vorteil verloren gehen.“

Die andere Verordnung, wenige Tage später und ebenfalls an Elpidius, den Stadtpräfekten von Rom adressiert, schützte den Sonntag vor Unwürdigem und fordert stattdessen Taten, die Gott wohlgefällig sind, etwa die Freilassung von Sklaven. Beide Gesetze sind uns nicht aus der Regierungszeit Konstantins überliefert, sondern befinden sich in den Rechtssammlungen des Kaisers Justinian I. (527–565 n. Chr.).

Johannes Hartlapp weist darauf hin, dass die beiden sogenannten Sonntagsgesetze ohne die dazugehörenden Gesetzesbegründungen überliefert seien. Deshalb wäre unklar, aus welchem Grund und mit welcher Absicht und Argumentation Konstantin diese Gesetze erlassen habe. Im knappen Gesetzestext finden sich keine typisch christlichen Begriffe jener Zeit. So wird weder vom „Herrentag“ als Hinweis auf die Feier der Auferstehung Jesu am Sonntag noch von Gott als dem Urheber aller Dinge gesprochen.

Deshalb stelle sich die Frage, warum in späteren Jahrhunderten diesen Verordnungen eine so umfassende Bedeutung beigemessen wurde. Während der Regierung Konstantins änderte sich der Status der Christen im Reich grundlegend. Einer „gewissen Verstaatlichung der Kirche entsprach die Verchristlichung des Staates“. Doch erst in der frühen Neuzeit, vor allem im englischen Puritanismus des 16. und 17. Jahrhunderts, lebte neben dem verpflichtenden Gottesdienstbesuch im Mittelalter das strikte Arbeitsverbot am Sonntag, das vom Sabbatgebot auf den Sonntag übertragen wurde, als Zeichen der Sonntagsheiligung wieder auf, gab Hartlapp zu bedenken.

Sonntagsfeier zur Abgrenzung von den Juden
Bereits am Beginn des zweiten nachchristlichen Jahrhunderts lasse sich eine Verschiebung des Gottesdienstes vom Sabbat auf den Sonntag nachweisen. Zwar sei die Auferstehung Jesu für die ersten Christen das alles überragende Ereignis gewesen, doch gebe es im Neuen Testament keinen Hinweis darauf, dass die Apostel dem Sonntag als Tag der Auferstehung eine besondere Bedeutung zugemessen hätten und ihn gegenüber dem Sabbat qualifizierten.

Erst die politischen Ereignisse nach den jüdischen Aufständen 66-74 und 132-136 n. Chr. bewirkten bei manchen Christen ein Umdenken. Die ersten Christen hätten von den Privilegien der jüdischen Mitbürger profitiert, so von der Befreiung vom obligatorischen Opfer für den Kaiser. Das mag nicht unwesentlich dazu beigetragen haben, dass die christlichen Gemeinden im 1. Jahrhundert ohne größere Verfolgungen schnell wachsen konnten, meint Hartlapp. Doch nach dem jüdischen Bar-Kochba-Aufstand gegen die römische Besatzungsmacht (132–136 n. Chr.) hätten sich die Christen immer mehr von den Juden distanziert.

Das erste Erkennungszeichen der Juden sei die Feier des wöchentlichen Sabbats gewesen. „Mit der Verlegung des Gottesdienstes traten antijüdische Tendenzen in den Raum, aus denen sich eine Judenfeindschaft bildete, die in der Judenvernichtung der Nazis ihren beschämenden Höhepunkt erlebten“, so Hartlapp. Christen meinten, sie müssten die Selbstbelastung der Juden vor Pilatus „Sein (Jesu) Blut komme über uns und unsere Kinder“ (Mattäus 27,25) in die Tat umsetzen. Um nicht länger als Juden zu erscheinen, hätten wohl erst einzelne, dann aber immer mehr Christen begonnen, den Sonntag als Gottesdiensttag zu nutzen. Zeitweise wären in den christlichen Gemeinden Sabbat und Sonntag gleichwertig nebeneinander gestanden. Konstantin habe mit seiner Gesetzgebung jedoch neue Tatsachen geschaffen.

Politische Absicht des Sonntagsgesetzes

Im Römischen Reich habe es bis zu diesem Zeitpunkt keinen wöchentlichen Feiertag und keine allgemeingültige Staatsreligion gegeben. Aber gerade in einem für alle Bürger geltenden Kultus hoffte der Kaiser die Einheit des Staates wiederherstellen zu können. Dazu schien ihm der weithin verbreitete christliche Ruhetag, der schon von etwa zehn Prozent der Bevölkerung gefeiert wurde, genau richtig zu sein, schlussfolgert Johannes Hartlapp. Der Tag der Sonne habe sich geradezu angeboten. Die Verehrung der Sonne sei Bestandteil vieler Religionen gewesen. Und es schien auch der Kirche nicht schwer, eine Analogie zum christlichen Glauben herzustellen: Jesus Christus, die Sonne der Gerechtigkeit. Konstantin sei es dabei wohl mehr um den einheitlichen Kultus als um Glaubensinhalte gegangen.

Konstantins Sonntagsgesetze nur für eine Minderheit

Ungewöhnlich erscheint dem Autor des Artikels, dass Konstantin nach den Sonntagsverordnungen des Jahres 321 andere Gesetze in Kraft setzte, die einer Sonntagsheiligung und Arbeitsruhe entgegenstanden, beispielsweise ein Gesetz, in dem regelmäßige Handelsmärkte am Sonntag festgesetzt wurden. Es sollte auch nicht übersehen werden, dass von den Konstantinischen Sonntagsgesetzen nur eine Minderheit betroffen war. Die Landbevölkerung, die übergroße Mehrheit der Bürger des Römischen Reiches, war ausgeschlossen und konnte ihren normalen Arbeiten auch am Sonntag nachgehen. Außerdem hätten die Gesetze, die Konstantin 321 erließ, nur den Westteil des Römischen Reiches betroffen. Teilweise erst im Jahr 324 n. Chr. hörten die Verfolgungen im Ostteil des Römischen Reiches auf. Es mag nicht uninteressant sein, so Hartlapp, dass gerade dort noch Jahrhunderte später Christen den Sabbat feierten.

Auf die Frage, warum gerade jetzt das historische Jahr 321 wieder so stark betont werde, antwortet der Dozent für Kirchengeschichte am Schluss seines Beitrags: „Mir scheint, dass in einer globalen Gesellschaft, in der immer mehr traditionelle Werte auf dem Altar der Gewinnmaximierung geopfert werden sollen, der wöchentliche Ruhetag einen Wert darstellt, dessen Bedeutung erneut ins Gedächtnis gerufen werden soll.“

Der Artikel von Johannes Hartlapp „1700 Jahre Sonntagsgesetz“ ist in der März-Ausgabe 2021 der Kirchenzeitschrift „adventisten heute“ ab Seite 8 nachzulesen: https://cloud.eud.adventist.org/index.php/s/mjsn5BiapJD5MBp.




Adventisten trauern um langjährigen Kirchenleiter Reinhard Rupp

Reinhard Rupp wurde 1934 in Pforzheim geboren und wuchs in einer großen gläubigen Familie auf. Nach seinem Schulabschluss erlernte er einen kaufmännischen Beruf. Sein Chef schätzte ihn so sehr, dass er Reinhard bei seinem anschließenden Theologiestudium auf dem Seminar Marienhöhe bei Darmstadt finanziell unterstützte.

Pastor Rupp lebte seinen Glauben zeitlebens authentisch und treu, verbunden mit einer verbindlichen Ethik und einem hohen Respekt vor allen Menschen. Seinen Dienst begann Rupp 1957 in Bayern, bis er 1962 als stellvertretender Leiter (Sekretär) in die damalige regionale Kirchenleitung für Südbayern gerufen wurde. 1966 wechselte er in gleicher Position in die überregionale Kirchenleitung für Süddeutschland. 1976 folgte er einem Ruf als Geschäftsführer in den Saatkorn-Verlag nach Hamburg, den er 16 Jahre lang führte. Ab 1991 übernahm er dann die Führung der überregionalen Kirchenleitung für Westdeutschland (Westdeutscher Verband). 2002 ging er in den wohlverdienten Ruhestand. Bei all diesen Stationen ergänzten sich kaufmännische Kompetenz mit Theologie und missionarischem Engagement.

Den meisten bleibt Reinhard Rupp als Leiter der Freikirche in Erinnerung. Diese Aufgabe füllte er umfassend aus, weil er zunächst ein Menschenfreund und Seelsorger war, der einem immer auf Augenhöhe begegnete. Kirche war für ihn zuerst ein lebendiger Leib, dynamisch und vielfältig, durch Menschen mit unterschiedlichen Gaben reich beschenkt. Daraus resultierte ein verbindlich partnerschaftliches Führen mit dem Einsatz für Toleranz und Vielfalt. Sein Glaubensfundament, aber auch die Erfahrungen der Kriegs- und Nachkriegszeit formten eine hilfsbereite und einfühlsame Persönlichkeit, die sich für Gleichberechtigung engagierte und vor Antisemitismus mahnte.

Tatkraft und ein visionärer Blick zeichneten ihn aus, das Möglichkeitsdenken in Kombination mit den Chancen, die das Leben bereithält, wenn man sich Gott anvertraut. Der ehemalige Chefredakteur der adventistischen Kirchenzeitschrift Adventist Review, William Johnsson, nannte ihn bei einem Deutschlandbesuch einen Visionär (silver-haired visionary). Im April 1992 vereinigten sich die bisherigen Kirchenleitungen des Westdeutschen und des Ostdeutschen Verbandes zu einem Norddeutschen Verband (NDV). „Dass diese Vereinigung gelungen ist“, so der damalige Leiter der ostdeutschen Adventisten, Lothar Reiche, „verdanken wir wesentlich auch Reinhard Rupp“. Obwohl er nie in der DDR gelebt habe, hätte er die Menschen im Osten Deutschlands sehr gut verstanden und den Kirchengemeinden durch seine gütige, väterliche Art sehr geholfen.

Menschen zusammenführen und Vorurteile überwinden verstand Reinhard Rupp als geistlichen Auftrag, dem er sein ganzes Leben widmete. Bei ihm ergänzten sich Fleiß, Disziplin und gestalterische Kraft mit einer wertschätzenden, liebevollen Zuwendung zu Menschen. Dies entsprang aus seiner sehr innigen und tiefen Beziehung zu seinem Gott. Er lebte Toleranz und Respekt im innerkirchlichen Diskurs und forderte dies auch von seinem Gegenüber. Hier zeigte sich sein ebenfalls progressives Profil, mit dem er die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Dialog um den ACK Gaststatus gesellschaftlich neu verortete. In dieser Zeit gab es auch Leiden an der Kirche, doch Reinhard Rupp wusste, dass Veränderungsprozesse Kennzeichen geistlichen Lebens sind und schmerzhaft sein können. Unverändert richtete er in dieser Zeit den Fokus auf neue missionarische Möglichkeiten. Er setzte sich für live gesendete Missionsformate ein und setzte dabei ebenso beharrlich auf neue Medien. Die nachrückende Generation unterstützte er beim G`Camp und der Etablierung von Gemeindegründungskonzepten. Diese Impulse ließen Mission in den Gemeinden aufleben, ein Herzensanliegen von Reinhard Rupp, der bis ins hohe Alter in Bibelgesprächen Menschen zur Taufe führte.

Reinhard Rupp hinterlässt seine Frau Margrit, mit der er 60 Jahre verheiratet war. Beide wurden gesegnet und beschenkt von ihren drei Töchtern, den Schwiegersöhnen und Enkeltöchtern.

NDV-Präsident Pastor Johannes Naether erinnert in seinem Nachruf auf den Verstorbenen an das Versprechen Jesu, wiederzukommen. In diesem Versprechen verdichte sich die Sehnsucht nach einem neuen, himmlischen Zuhause. Diese Heimat sei für Reinhard Rupp eine felsenfeste Realität im Glauben gewesen. Für sein gesamtes Wirken und seine gelebte Zuversicht sprach er im Namen der Freikirche seinen aufrichtigen Dank aus.




Gemeinsames Wort der Kirchen zu „1700 Jahre freier Sonntag“

Der Sonntag unterbreche den Alltag, gebe dem Leben Rhythmus, schaffe individuelle Freiräume, verbinde Menschen und fördere das Gemeinwohl. Deshalb wäre der Sonntag im Bewusstsein vieler Menschen als wichtiges und schützenswertes „Kulturgut“ tief verankert, heißt es in der Erklärung.

Ein Tag zum Abschalten
Gerade die Erfahrungen mit der Corona-Pandemie habe gezeigt, wie sehr die Menschen eine „Struktur der Zeit“ benötigten. Der Sonntag biete eigentlich die Gelegenheit die Zeit gemeinsam frei zu gestalten. Doch so gut wie jeder habe sich während der Pandemie von Gewohntem und Geschätzten, mitunter sogar Notwendigem, verabschieden müssen. Zugleich verschwimme mehr und mehr der für Menschen wichtige Rhythmus zwischen Arbeits- und Freizeiten durch Homeoffice, mobiles Arbeiten oder asynchrone Arbeitszeiten. Doch die Seele brauche die Unterbrechung des Alltags. Der Sonntag sei solch ein Tag zum Abschalten.

Schutz des Sonntags vor 1700 Jahren
In der Erklärung wird daran erinnert, dass der Sonntag in Artikel 140 des Grundgesetzes als Tag „der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung“ gesetzlich geschützt ist. Für Christinnen und Christen habe der Sonntag seine Bedeutung als Tag der Auferstehung Jesu Christi. Der sonntägliche Gottesdienst stehe daher im Mittelpunkt des Lebens der Kirche. Die ersten staatlichen Maßnahmen zum Schutz dieses religiös motivierten Feiertags reichten weit zurück. Vor 1700 Jahren verfügte der römische Kaiser Konstantin I. den dies solis (= Tag der Sonne) zum reichsweiten Feiertag und stellte ihn unter besonderen Schutz. Dieser 3. März 321 gelte als der erste Moment staatlicher Sonntagsschutzgesetzgebung.

Der Schabbat ein Geschenk des Judentums an alle Menschen
Auch andere Religionen, wie der Islam und das Judentum, kennen wöchentlich wiederkehrende Tage der Ruhe, Besinnung und Feier. Die christliche Tradition eines gemeinsamen, regelmäßig wiederkehrenden Ruhetags entstamme dem Schabbat des Judentums, mit dem Christen so zentrale Texte wie die Schöpfungsgeschichte und die Zehn Gebote gemeinsam hätten. In einem Jahr, in dem auch 1700 Jahre Judentum in Deutschland gefeiert werde, „wollen wir“, laut Erklärung, „daran erinnern, dass neben vielen anderen Werten und Traditionen auch der Tag ohne Arbeit ein Geschenk der jüdisch-christlichen Tradition an alle Menschen ist. Unter den christlichen Denominationen feiert beispielsweise die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten den Schabbat“.

Sonntagsarbeit auf das absolut Notwendigste beschränken
Den Tag ohne Arbeit könnten allerdings nicht alle in Anspruch nehmen. Zahlreiche Menschen arbeiteten, um die Grundversorgung für alle Menschen aufrechtzuerhalten und unaufschiebbaren Bedürfnissen zu begegnen. So seien in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, im Nahverkehr, an Tankstellen, in der Strom- oder Wasserversorgung, im Nachrichtenwesen und vielen anderen Bereichen zahlreiche Menschen trotz des Sonntags beschäftigt. Menschen, die ihre Sonntagsruhe aufgeben, um sie anderen zu ermöglichen, verdienten Wertschätzung und eine besondere Form der Vergütung. Sonntagsarbeit wäre allerdings keine reguläre Arbeit. Daher sollten Berufsgruppen, die sonntags arbeiten, eng umgrenzt werden, Ausnahmen nur zurückhaltend und auf das absolut Notwendigste beschränkt gewährt werden. Der Sonntag sei kein gewöhnlicher Tag und dürfe es auch nicht werden.

„Wie der Staat aufgerufen ist, den arbeitsfreien Sonntag zu schützen und dessen Erosion zu verhindern, so sind wir alle aufgerufen, dafür zu sorgen, dass wir aufgrund des Strebens nach vermeintlicher Freiheit nicht unsere tatsächliche Freiheit aufgeben, die wir in der segensreichen Errungenschaft eines gemeinsamen arbeitsfreien Sonntags besitzen. Denn der Sonntag ist für den Menschen da“, so am Schluss der Erklärung.

Wortlaut der Erklärung: https://www.oekumene-ack.de/aktuell/aktuelle-meldungen/mitgliederversammlung/artikeldetails/der-sonntag-ein-tag-der-freiheit-gemeinsames-wort-der-christlichen-kirchen-in-deutschland/

ACK – Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen

Der ACK Deutschland gehören neben der Evangelischen und der Römisch-katholischen Kirche weitere 15 Kirchen als Mitglieder an. Acht Kirchen, darunter die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, sind Gastmitglieder und fünf ökumenische Organisationen haben den Beobachterstatus. Weitere Informationen: www.oekumene-ack.de.




Adventistischer Geschäftsmann als Präsident von Palau vereidigt

Vereidigungszeremonie
Am 21. November 2020 hatte Surangel Whipps Jr. die Präsidentschaftswahlen in Palau gewonnen und wurde damit der zehnte Präsident dieser im westlichen Pazifik gelegenen und zu Mikronesien gehörenden Republik mit über 500 Inseln. Whipps wurde am 21. Januar 2021 während der Inaugurationszeremonie im Nationalkapitol von Palau als Präsident vereidigt.

In das Programm der Amtseinführung waren auch Mitglieder der örtlichen Kirchengemeinde und der Schule der Siebenten-Tags-Adventisten eingebunden. Pastor Chamberlain Kinsiano, der stellvertretende Pastor der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Koror, sprach das Gebet für die Zeremonie. Später, nach der Antrittsrede des Präsidenten, sang die Siebenten-Tags-Adventisten-Jugend von Koror das Lied der Hoffnung „Heal Our Land“.

Unternehmer und Christ
Whipps entstammt einer Unternehmerfamilie, die im Jahre 1980 mit einem kleinen Laden begonnen hat. Heute ist das Unternehmen mit über 450 Mitarbeitern ein bedeutender und respektierter Arbeitgeber in Palau. Zur Geschäftsphilosophie, so ein Firmenprofil, gehöre der christliche Glaube und das Engagement für die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Davon ließen sich die Geschäftsaktivitäten leiten und bildeten eine Schlüsselrolle für den Erfolg. Deshalb halten sie auch ihre Geschäfte am biblischen Ruhetag, dem Sabbat, geschlossen. Surangel and Sons Co. bietet alles von Wohnungsbau und Autoreparaturen bis hin zum Verleih von Geräten, Lebensmitteln und Tauchausrüstung an.

Adventistisch geprägt
Das biografische Profil in der Broschüre zur Vereidigungszeremonie betonte Whipps‘ Grundprinzipien. Darin heißt es: „Als Siebenten-Tags-Adventist hält er an den Grundsätzen seines Vaters fest, um glücklich zu sein – ein auf Gott ausgerichtetes Zuhause, immer Zeit für die Familie, eine harte Arbeitsmoral und das Erreichen höchster Bildungsmöglichkeiten.“ Whipps selber hat Abschlüsse in Betriebs- und Volkswirtschaftslehre von der Andrews University und in Verwaltung (MBA) von der University of California, Los Angeles (UCLA). Er war zwei Amtszeiten Senator des Nationalkongresses von Palau und war auch Präsident (CEO) des Familienunternehmens Surangel and Sons Company.

Inselrepublik Palau
Ca. 18.000 (2019) Bewohner leben in der Republik Palau. Etwa 45.3 Prozent der Bevölkerung zählt sich zur Römisch-katholischen Kirche zugehörig, 34,9 Prozent zur Protestantischen Kirche. 6,9 Prozent sind Mitglieder der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten.




Seit 30 Jahren kirchliche Sendungen beim MDR

Vor dreißig Jahren befand sich der MDR in der Gründungsphase. Bevor der Sender am 1. Januar 1992 an den Start ging, hatte sich die kirchliche Rundfunkarbeit im heutigen Sendegebiet schon fest etabliert. Bereits im Sachsenradio, das schon zwei Jahre zuvor in direkter Nachfolge von Radio DDR II auf Sendung ging, waren die Kirchen, einschließlich der Freikirchen, präsent, berichtet der jetzige Senderbeauftragte der Freikirchen beim MDR, der methodistische Pastor Stephen Ringeis (Chemnitz), in seiner Pressemitteilung.

Gerhard Rögner erster freikirchlicher Senderbeauftragter beim MDR
Wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung hatte, laut Ringeis, Pastor Gerhard Rögner (1932-2013), der seit 1983 Leiter der Pressestelle der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in der DDR war. Ab den 1980er-Jahren sei Rögner mit den Verantwortlichen für Medienarbeit des Evangelischen Kirchenbundes in der DDR gut vernetzt gewesen. Seine ausgeprägte ökumenische Gesinnung sowie das Gespür für mediale Möglichkeiten auch unter den restriktiven Bedingungen der DDR hätten ihm Türen geöffnet und die Partnerschaft zwischen den Freikirchen zu einer Selbstverständlichkeit gemacht. Am Aufbau der kirchlichen Rundfunkarbeit des neugegründeten Mitteldeutschen Rundfunks sei Rögner maßgeblich beteiligt gewesen. Bis 1996 war er der erste hauptamtliche Senderbeauftragte der Freikirchen bei diesem Medium.

Feste Sendeplätze für Freikirchen seit 1991
Die bis heute gültigen Anteile der Kirchen an den MDR-Sendeformaten wurden bereits 1991 festgelegt, so Pastor Ringeis. Damit stünden den Freikirchen im Jahr Live-Übertragungen für zwölf Gottesdienste im Radioprogramm sowie für einen im Fernsehprogramm des MDR zu. In den Regionalsendern in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verantworteten die Freikirchen monatlich jeweils eine Woche lang die morgendlichen Worte zum Tag in verschiedenen Formaten. In Sachsen kämen darüber hinaus regelmäßige Sendungen zu den Feiertagen im Wechsel mit den beiden Landeskirchen dazu, die durch den Rundfunkstaatsvertrag den Zugang zum Sender ermöglichten. Deren ökumenischer Ausrichtung sei es zu verdanken, dass die zehn im freikirchlichen Rundfunkausschuss organisierten Kirchen und Bünde die kirchliche Rundfunkarbeit im MDR in diesem Rahmen mitgestalten könnten.

Durch die freikirchlichen Sendebeiträge zusammen mit denen der Evangelischen Landeskirche und der römisch-katholischen Kirche werde das christliche Leben im Sendegebiet in der gesamten Breite im Programm des Senders widergespiegelt, betonte Ringeis. Die Sendeplätze der Freikirchen würden in der Regel nach ihrer zahlenmäßigen Größe im Sendegebiet vergeben. Laut Reichweitenmessung erreiche ein Gottesdienst im Radioprogramm MDR Kultur eine Zuhörerschaft von rund 150.000 Personen.

Freikirchlicher Rundfunkausschuss beim MDR
Zum freikirchlichen Rundfunkausschuss im Sendegebiet des MDR gehören die Evangelisch-methodistische Kirche (EmK), der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten), der Bund Freier evangelischer Gemeinden (BFeG), die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (STA), die Alt-Katholische Kirche, die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK), die Evangelisch-Reformierte Kirche (ERK), die Evangelische Brüderunität (EBU), die Evangelisch-Lutherische Freikirche (ELFK) und der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP).

Freikirchlicher Senderbeauftragter einzigartig in Deutschland
Dass die Freikirchen im Sendegebiet des MDR einen eigenen hauptamtlichen Senderbeauftragten haben, wäre eine Besonderheit in der deutschen Rundfunklandschaft. Von Seiten des Senders werde der freikirchliche Senderbeauftragte als gleichberechtigter Partner neben den evangelisch-landeskirchlichen und römisch-katholischen Kollegen anerkannt, hob Stephan Ringeis hervor, der seit 2019 der Senderbeauftragte der Freikirchen beim MDR ist. Die beteiligten Freikirchen hätten die gemeinsame Finanzierung der 50-Prozent-Stelle des Senderbeauftragten für weitere vier Jahre bis 2025 beschlossen. Die Finanzierung geschehe nach einem Schlüssel, der die Mitgliederzahlen der Freikirchen und freikirchlichen Bünde im Sendegebiet des MDR berücksichtige. Die Form der Finanzierung sei beispielhaft für die freikirchliche Zusammenarbeit.

Weitere Informationen bei der MDR-Redaktion Religion und Gesellschaft:
https://www.mdr.de/religion/index.html.




Mitgliederentwicklung der Adventisten in Deutschland erfordert erweitertes Gemeindemodell

Statistiken und Zahlen
Bei der Vorstellung der Statistiken und Zahlen zeigte sich Ende 2010 ein Mitgliederstand von 35.195 erwachsen getauften Adventisten. 10 Jahre später waren es noch 34.415, ein Rückgang um 2,22 Prozent. Im gleichen Zeitraum verringerte sich die Anzahl der Kirchengemeinden von 570 auf 548. Durchschnittlich wurden jährlich 504 Menschen durch die Glaubenstaufe in die Ortsgemeinden der Freikirche aufgenommen. Im Corona-bedingten Pandemiejahr 2020 waren es nur 312.

Bewertung des Trends
Der Sekretär der überregionalen Kirchenleitung für Nord- und Ostdeutschland, Pastor Friedbert Hartmann, bat Dr. László Szabó, Dozent für Gemeindeaufbau und Weltmission an der Theologischen Hochschule Friedensau, um eine Bewertung der vorgelegten Zahlen. Der ca. 2 Prozent Verlust, so Dr. Szabó, entspreche dem deutschen Trend der protestantischen Kirchen. Trotzdem sei die Kirche noch stark und leistungsfähig, „da die Baby-Boomer-Generation am stärksten vertreten ist“. Jede Taufe und Aufnahme sein ein Grund zur Freude und bedeute Erfolg für das Evangelium.

Insbesondere der Corona-bedingte Rückgang der Taufen im Jahr 2020 lasse Fragen aufkommen. Es könne sein, dass es hier nicht um einen generellen Rückgang gehe und nur die fehlende Möglichkeit zum Taufgottesdienst eine Rolle spiele. Szabó vermute jedoch eher, „dass die Krise die Gemeinden unvorbereitet überfiel und nur wenige es geschafft haben, im neutestamentlichen Sinn Gemeinde zu sein, lebendiges Gemeindeleben durch Vernetzung weiterzuführen und zu erkennen: Gemeinde ist mehr und braucht mehr als gestreamte Gottesdienste“. Für den Wissenschaftler brachte die Krise ekklesiologische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Herausforderungen mit sich, die eine Antwort erforderten.

Das existierende Gemeindemodell überarbeiten
Als eine der Schlussfolgerungen aus den Zahlen formuliert Dr. Szabó: „Unser existierendes Gemeindemodell braucht unbedingt Ergänzung.“ Eine Art Hybrid-Gemeindemodell könnte geistliches Wachstum in Gemeinschaft, ehrenamtliches Engagement, aktive Seelsorge, natürliche, unbekümmerte Weitergabe des Glaubens unabhängig von krisenhaften Umständen ermöglichen. Neben den existierenden Programmen brauchten Ortsgemeinden gesunde Gruppen und Hauskreise, in denen jeder aufgefangen und integriert werden könne. Die Ortsgemeinde sollte (neu) entdeckt werden, sie sei das Herz der Freikirche. Die Ortsgemeinde sei entscheidend für deren Vitalität.

Das Interview mit Dr. Szabó kann in der Märzausgabe von „adventisten heute“ ab Seite 20 nachgelesen werden: https://www.advent-verlag.de/media/pdf/8d/d6/33/AH_2021_03.pdf.




Generalkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche erneut verschoben

Ursprünglich war die alle vier Jahre stattfindende Tagung der Generalkonferenz der EmK für Mai 2020 vorgesehen. Sie wurde jedoch aufgrund der Corona-Pandemie in die Zeit vom 29. August bis zum 6. September 2021 verschoben. Die Unsicherheit, wann internationale Reisen wieder ohne Einschränkung durchführbar wären, ließ den Termin für 2021 nicht sinnvoll erscheinen, sodass laut Klaus Ulrich Ruof, Pressesprecher der EmK in Deutschland, eine Verlegung um ein weiteres Jahr notwendig erschien. Auf internationaler Ebene würden alle gewählten Delegierten und Stellvertretungen für die Generalkonferenz sowie der Generalkonferenz zugeordneten Behörden und Kommissionen bis Herbst 2022 im Amt bleiben.

Mit einem Schreiben von Cynthia Fierro Harvey, Bischöfin der Jährlichen Konferenz Louisiana im Süden der USA und Präsidentin des internationalen Bischofsrats der Evangelisch-methodistischen Kirche, werde eine Sondersitzung der Generalkonferenz einberufen. Einziger Zweck dieses außerordentlich einberufenen obersten Leitungsgremiums der EmK sei die formale Aussetzung der Geschäftsordnung. Damit könne die Möglichkeit geschaffen werden, dass die Kirche in der Zeit der jetzt zweimal verschobenen Generalkonferenz handlungsfähig bleibe, heißt es in der Presseerklärung aus dem Bischofsrat.

Schwerwiegende Entscheidungen benötigen Präsenztagung
Im Zusammenhang mit der Aussetzung der Geschäftsordnung sollen an diesem einen Tag online zwölf Beschlussvorlagen vorgestellt werden. Die Abstimmung darüber erfolgt im Nachgang schriftlich. Das soll gewährleisten, dass die laut Ordnung vorgeschriebene Mitwirkung aller Generalkonferenz-Delegierten sichergestellt werde.

„Die aktuell gültige Verfassung, Lehre und Ordnung unserer Kirche wurde nicht mit Blick auf eine weltweite Pandemie verfasst“, schreibt die Vorsitzende des Bischofsrats im Begleitschreiben zur erneuten Verschiebung. Im Zusammenhang mit der weiteren Verlegung sei klar gewesen, dass einige Maßnahmen ergriffen werden müssten, „um die kirchliche Arbeit aufrechtzuerhalten und den kirchlichen Auftrag weiter zu erfüllen“. Die anstehenden schwerwiegenden Entscheidungen hinsichtlich einer möglichen Spaltung oder der vorgeschlagenen stärkeren Regionalisierung der Kirche sollten jedoch einer Präsenztagung vorbehalten bleiben. Dazu wären „Debatten nötig, für die eine persönliche Begegnung und uneingeschränkte Beteiligung“ aller Delegierten unabdingbar sei.

Auch die Adventisten verschieben erneut ihre Generalkonferenz-Vollversammlung
Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten hat ebenfalls die alle fünf Jahre stattfindende Vollversammlung ihrer Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) zweimal verschoben. Ursprünglich war sie für Ende Juni 2020 in Indianapolis im US-Bundesstaat Indiana vorgesehen. Aber auch der neue Termin vom 20. bis 25. Mai 2021 ließ sich aufgrund der Corona-Pandemie nicht halten. Jetzt soll das oberste Leitungsgremium der Adventisten vom 6. bis 11. Juni 2022 tagen. Da in dieser Zeit in Indianapolis die benötigten Räumlichkeiten nicht vorhanden seien, wurde die Generalkonferenz-Vollversammlung nach St. Louis im US-Bundesstaat Missouri verlegt.




Adventisten ermutigen zu nachhaltigem Glauben

Empfehlungen zu nachhaltigem Handeln im Büroalltag
Bei den Empfehlungen für mehr Nachhaltigkeit im Büroalltag der Mitarbeiter*Innen der Freikirchenleitungen sei es um Themen wie a) Schulung der Einkaufsverantwortlichen, b) Bezug von zertifiziertem Ökostrom, c) vollständige Abschaltung der Geräte bei längerem Nichtgebrauch, d) Verwenden des Tonersparmoduls, e) Schulung der Reinigungskräfte und f) (regelmäßigen) Hinweisen zum Umweltschutz im Büro gegangen. Der bereits letztes Jahr eingesetzte Arbeitskreis empfehle darüber hinaus sechs Beschaffungskriterien, wenn es um Materialien im Büro geht. So soll bei der Anschaffung von Büromöbeln, Büromaterial, Raumtextilien und Hygienepapier auf das „Blauer Engel“ Siegel geachtet werden. Für Geräte sei das „TCO-Siegel“ oder „Energy Star“ zu beachten und bei Büromöbeln „Quality Office“ und/oder das „FSC Siegel“. Beim Kauf von Kaffee, Tee und Kakaoprodukten sollte das Etikett „fairer Handel“ berücksichtigt werden und bei Lebensmitteln das „anerkannte Biosiegel“.

Nachhaltigen Papierverbrauch beachten
Neben den ausgesprochenen Empfehlungen stellte der Arbeitskreis auch die wissenschaftlichen Erkenntnisse speziell in Bezug auf den Papierverbrauch vor. So liege Deutschland laut einer Antwort der Bundesregierung aus dem Jahre 2018 im pro Kopf Verbrauch mit 241,7 kg weltweit an erster Stelle. Das entspreche ca. 20 Millionen Tonnen Papier. Hauptsächlich verteile sich der Verbrauch mit 120 Kilogramm auf Papier, Karton und Pappe für Verpackungen. Grafische Papiere für Druck, Büro, Schule und Verwaltung machten 90 kg aus, wobei in diesem Bereich ein Anteil von 65% Frischfasern enthalten sei. 12 kg entfielen auf technische und Spezialpapiere, 19 kg auf Hygienepapiere wie Klo- und Küchenpapiere und Taschentücher. 134 Klopapierrollen nutze jeder Bundesbürger durchschnittlich pro Jahr laut Statista von 2018.
Bert Seefeldt stellte in seiner Präsentation auch einen Vergleich des pro Kopf Papierverbrauchs zur Diskussion. So seien laut der Umweltorganisation der UN (UNEP) etwa 40 Kilo Papier notwendig, um die Grundbedürfnisse an Bildung, Kommunikation und Hygiene zu erfüllen. Etwa 64 % der globalen Bevölkerung stünden durchschnittlich nur etwa 20 Kilo zur Verfügung. 14% verbrauchten mehr als 125 Kilo und auf sie entfalle über die Hälfte der globalen Papierproduktion. Für eine gerechte und tragfähige Verteilung müssten wir unseren Verbrauch intelligent halbieren. Das wären pro Kopf immer noch 125 Kilo im Jahr – so viel wie 1970. „An Papiermangel litt damals wohl niemand“, war Seefeldts abschließende Bemerkung.

Verantwortung für die Umwelt übernehmen
Mit der Thematik in einer Betriebsversammlung gehe es um einen Prozess der Bewusstmachung. Christen seien aufgerufen, sich in dieser Angelegenheit zu vernetzen und zu unterstützen. Bestätigt weiß er sich auch durch die Ergebnisse der im Sommer letzten Jahres durchgeführten Umfrage unter den Kirchenmitgliedern zum Thema Nachhaltigkeit. Dabei würden mehrheitlich (58 Prozent) dem Thema auch im Gemeindeleben mehr Raum geben wollen. 33 Prozent vielleicht. Des Weiteren zeigten die Ergebnisse auch die Überzeugung, jeder trage Verantwortung für die Umwelt (95 Prozent Zustimmung). Auch sei der Klimawandel eine konkrete Bedrohung unserer Lebensgrundlage (86 Prozent Zustimmung). 91 Prozent seien bereit, ihren Lebensstandard zugunsten der Umwelt einzuschränken. Zwei Drittel der Antwortenden würden sich sogar in die Pflicht nehmen lassen.

Nachhaltig glauben
Auch in puncto Glaube und Nachhaltigkeit ergebe sich ein sehr eindeutiges Bild: über 90 Prozent glaubten, dass es der christliche Auftrag sei, die Schöpfung zu bewahren, dass Nachhaltigkeit dem Willen Gottes entspreche und dass sie eine Form von Nächstenliebe sei. Auf der anderen Seite gebe es kaum noch Zustimmung für Positionen, die die Verantwortung allein Gott überlassen oder Nachhaltigkeit gar als Ablenkung von unserer Kernaufgabe als Adventisten sehen. Wirklich spannend werde es beim privaten Umweltverhalten. „Wir wissen, dass wir als Menschheit bedroht sind und jede und jeder von uns Verantwortung trägt. Wir machen uns Sorgen, um die Lebensqualität unserer Mitmenschen und zukünftiger Generationen. Ja, wir glauben sogar, dass es dem Willen Gottes entspricht, nachhaltig(er) zu leben, und sind sogar dazu bereit zu verzichten. Aber wie leben wir diese Überzeugung?“

So habe bereits die Umweltbewusstseinsstudie des Bundesumweltministeriums (2018) festgestellt, dass Klimaschutz und Nachhaltigkeit affektiv und kognitiv hohe Zustimmungsraten in der Bevölkerung erhalten, umweltbewusste Verhaltensweisen jedoch weniger stark verbreitet seien. Seefeldt nehme die gleiche Tendenz ebenfalls in seiner Freikirche wahr. Darüber hinaus scheinen für ihn wesentlich stärker diejenigen Formen des umweltbewussten Verhaltens gelebt zu werden, die finanziell vorteilhaft seien, Verschwendung vermieden und eher dem gesellschaftlichen Mainstream entsprächen. Ein Verhalten allerdings, das Verzicht und Opfer mit sich bringe und eine gewisse Abkehr vom gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Main-stream darstelle werde offenbar weniger gewählt. Der Arbeitskreis werde sich weiter Gedanken machen, „wie wir uns in dieser Angelegenheit vernetzen und unterstützen können, um unserer Verantwortung gegenüber Gott, unseren Mitgeschöpfen und künftigen Generationen gerecht zu werden.“

Die umfassende Auswertung der Nachhaltigkeitsumfrage unter den Adventisten ist in der Kirchenzeitschrift „adventisten heute“ ab Seite 13 nachzulesen: https://www.advent-verlag.de/media/pdf/ac/8a/65/AH_2021_01.pdf.




Erste roboter-assistierte Operation im Krankenhaus Waldfriede

Das Da-Vinci-Operationssystem ist ein roboter-assistiertes Chirurgiesystem für minimalinvasive Operationen im urologischen und gynäkologischen Bereich.  Chefarzt und Ärztlicher Direktor, Dr. med. Roland Scherer, führte die OP zusammen mit Herrn Dr. med. Thorsten Unglaube durch. Zwischenzeitlich erfolgten bereits schon drei Eingriffe durch die Proktologie. Die Gynäkologie startet in der Woche ab dem 01. März mit ihrer ersten Operation.

Der in Waldfriede eingesetzte „Da Vinci“ sei die aktuell modernste Version, die es gebe. Eine zusätzlich angeschaffte Konsole biete dem Operateur noch mehr Augen und Unterstützung während der OP, durch einen zweiten Chirurgen.

Nach Mitteilung des Krankenhauses sei Waldfriede das 8. Krankenhaus in Berlin und eines von nur 10% aller Krankenhäuser in Deutschland, welches sich dieser technischen und zukunftsweisenden Herausforderung stelle.

Künftig würde das Krankenhaus darüber hinaus mit der neuen Abteilung „Zentrum für Onkologische Oberbauchchirurgie und Robotik“ in den Bereich der Leber- und Pankreaschirurgie einsteigen. Chefarzt der neuen Abteilung sei der aus der Charité kommende Prof. Dr. med. Marcus Bahra, spezialisiert auf Operationen und Behandlungen dieser Erkrankungen.

Auch an den Bereich der Palliativmedizin werde gedacht. Dazu werde aktuell die bisherige Komfortstation des Hauses zu einer Palliativstation umgebaut, um den Patienten den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Leiterin der neuen Palliativstation sei Frau Dr. med. Karola Wagner, die aus dem Emil-von-Behring Krankenhaus nach Waldfriede gewechselt sei.

Somit baue das Krankenhaus Waldfriede sein onkologisches Behandlungsangebot weiter aus und festige seinen Ruf als Innovator in der Berliner Krankenhauslandschaft.

Gesundheitsnetzwerk Krankenhaus Waldfriede
Das Krankenhaus Waldfriede ist im krankenhauseigenen Gesundheitsnetzwerk eingebunden, das mittlerweile zum vielfältigsten Medizin- und Pflegeanbieter im Bezirk Steglitz-Zehlendorf geworden ist. Neben dem Krankenhaus Waldfriede, der Sozialstation und dem Gesundheitszentrum PrimaVita mit zugehörigem Schwimmbad gehören auch die Akademie für Gesundheits- und Krankenpflege, die Privatklinik Nikolassee, die Servicegesellschaft Krankenhaus Waldfriede, das Desert-Flower-Center, das Seniorenhaus Waldfriede, eine ambulante Tagesklinik und künftig ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) zur besseren ambulanten Versorgung zum Netzwerk. Damit gehört das „Netzwerk Waldfriede“ auch zu den größten Arbeitgebern im Bezirk. Der Träger ist die weltweite evangelische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. In diesem Jahr besteht das Krankenhaus 101 Jahre.




Europäische Bischöfe der Methodisten für ein achtvolles Miteinander

In ihrer Erklärung beschreiben sie die EmK in ihrer Gesamtheit als „äußerst vielfältig“. Zu ihr gehörten Menschen „in völlig unterschiedlichen Lebenssituationen und mit ganz verschiedenen Bedürfnissen“. Mit der Präsenz auf vier Kontinenten in über 45 Ländern sei die Kirche schon immer „ein Schmelztiegel verschiedenster Ethnien“ und bringe auf diese Weise „eine unbekannte Anzahl von Kulturen und Sprachen in Verbindung“. Als Bischöfe sähen sie sich „in der Pflicht, Hirten der ganzen Herde zu sein“. Zu dieser Verantwortung gehöre, Verständigung, Versöhnung und Einheit im Blick zu haben und sich gemäß dem bischöflichen Auftrag dafür einzusetzen.

Hintergrund
Ursache für die Aktion der drei europäischen Bischöfe sei eine auf internationaler Ebene der EmK drohende Spaltung der Kirche, so der Pressesprecher der EmK in Deutschland, Pastor Klaus Ulrich Ruof. Die Gefahr einer Trennung stehe seit Februar 2019 zunehmend im Raum, weil die Generalkonferenz als höchstes internationales Leitungsgremium der Kirche bei einer außerordentlichen Tagung einige Passagen der Kirchenordnung zu Fragen der Homosexualität mit strafbewehrten Formulierungen verschärft habe. Seither gebe es weltweit heftige Auseinandersetzungen, die von einigen Gruppen teilweise mit dem Ziel einer Spaltung der Kirche verfolgt würden. Demgegenüber gebe es vermittelnde und auf Bewahrung der Einheit zielende Bestrebungen, die zugleich für eine größere Öffnung der Kirche in sexualethischen Fragen plädierten.

Die Initiativen für eine größere Öffnung der Kirche führten jedoch in verschiedenen Regionen der Kirche zu Befürchtungen, dass in einer künftig „offeneren“ Evangelisch-methodistischen Kirche Menschen und Gruppen mit einer konservativen Haltung keinen Platz mehr hätten, informierte Ruof. Dort wäre die Sorge groß, dass Regelungen zur Öffnung in sexualethischen Fragen als überall gültig übergestülpt würden, was in verschiedenen kulturellen Kontexten weder vermittelt noch akzeptiert werden könnte.

Einheit bewahren, Vielfalt ermöglichen

Deshalb setzten sich die drei europäischen Bischöfe dafür ein, dass sich die Evangelisch-methodistische Kirche für neue Formen einer weltweit verbundenen Kirche öffne. Dazu gehöre, dass sich die Generalkonferenz als höchstes Leitungsgremium der Kirche nur auf weltweit für die Kirche zu regelnde Belange konzentrieren solle. Darüber hinaus brauche es eine Neustrukturierung, in der den verschiedenen Regionen mehr Freiheit zugestanden werde. Nur so könnten kontextbezogene Regelungen gefunden werden und Formen von Mission und gesellschaftlichem Einsatz entwickelt werden, die zur Kultur und Gesellschaft der jeweiligen Region passten. Der gemeinsame und weltweit gültige Missionsauftrag der Kirche könne nur in dieser Art der Achtung und Ermöglichung regionaler Gegebenheiten auf Dauer erfüllt werden, erläuterte Pressesprecher Ruof.

In Deutschland habe die EmK bereits weitere konkrete Schritte unternommen. Nach vorbereitenden Gesprächen und einer wegweisenden Entscheidung des für Deutschland zuständigen Kirchenvorstands im vergangenen November wurde am 12. Februar der „Gemeinschaftsbund der Evangelisch-methodistischen Kirche“ gegründet. Darin fänden Menschen und Gemeinden mit überwiegend konservativer Prägung in sexualethischen Fragen weiterhin innerhalb der Kirche eine Heimat. Die Bildung des Gemeinschaftsbunds als Teil der EmK in Deutschland habe, so Bischof Rückert, „in weiten Teilen der Ökumene viel Aufmerksamkeit erregt“ und „viel Zuspruch“ ausgelöst.

Mit dem jetzigen Vorstoß der drei europäischen EmK-Bischöfe und der für die weltweite EmK beispielhaften Integration von bewahrenden und erneuernden Bestrebungen innerhalb der EmK in Deutschland verbinde sich laut Bischof Rückert die Hoffnung, dass der Wille zur Einheit innerhalb der United Methodist Church gestärkt werde.

Die Erklärung der drei europäischen Bischöfe der EmK ist in deutscher Sprache unter https://www.emk.de/fileadmin/presse/verlautbarungen/2021_02_22-Erklaerung_europ_Bischoefe_Anlage_Statement_DE.pdf zu finden.

Evangelisch-methodistische Kirche

Die Evangelisch-methodistische Kirche (EmK) ist eine weltweit strukturierte evangelische Freikirche, die aus einer Erweckungsbewegung in England im 18. Jahrhundert hervorging. Führende Persönlichkeiten am Anfang der Bewegung waren die Brüder John und Charles Wesley. Höchstes Leitungsgremium ist die alle vier Jahre tagende Generalkonferenz.

Weltweit zählen sich zur Evangelisch-methodistischen Kirche rund zwölf Millionen Menschen. In Afrika, Amerika, Asien und Europa arbeitet die EmK auf Basis weltweiter und ineinandergreifender Strukturen. Sie ist bewusst nicht nationalstaatlich organisiert, sondern arbeitet über Ländergrenzen hinweg.

Zur EmK in Deutschland zählen sich rund 49.000 Kirchenmitglieder und Kirchenangehörige in rund 440 Gemeinden. Harald Rückert, Frankfurt am Main, ist der für Deutschland zuständige Bischof.

Zur EmK im Bischofssprengel Mittel- und Südeuropa mit Nordafrika gehören rund 30.000 Kirchenmitglieder und -angehörige in 16 Ländern. Dr. Patrick Streiff ist der dortige Bischof. Sein Dienstsitz ist in Zürich.

Die EmK im Bischofssprengel Nordeuropa und Baltikum umfasst rund 18.500 Kirchenmitglieder und -angehörige in sieben Ländern. Christian Alsted ist für sie als Bischof mit Dienstsitz Kopenhagen zuständig.

Die EmK gehört zum Weltrat Methodistischer Kirchen, in dem über 70 Kirchen methodistischer, wesleyanischer Tradition sowie mit ihnen verbundener unierter und vereinigter Kirchen mit insgesamt über 51 Millionen Gläubigen vertreten sind.




Buchrezension: Stefan Thurner „Die Zerbrechlichkeit Der Welt – Kollaps oder Wende. Wir haben es in der Hand.“

Die Uhr tickt, Weltuntergangstimmung: Finanzkrisen, Klimaerwärmung und der Zusammenbruch der Zivilgesellschaft bedrohen die moderne Zivilisation. Stefan Thurner, promovierter Physiker, Ökonom und Leiter des Complexity Science Hub Vienna, will mit seinem neusten Buch frische Ansätze zur Bewältigung der drohenden Krisen aufzeigen. Dabei bezieht er sich als Komplexitätsforscher auf die Wissenschaft komplexer Systeme, die stabil und zerbrechlich zugleich sind. Denn zu gegebener Zeit nähern sich diese Systeme gewissen Tipping Points, die das System beim Überschreiten unweigerlich kollabieren lassen. Chaos und Neustrukturierung sind die Folge.

Zum Inhalt
Auf 272 Seiten führt der Autor in sieben Kapiteln in die Welt der komplexen Systeme ein und zeigt deutlich ihre Zerbrechlichkeit auf. Thurner belegt dies mit historischen Beispielen, wie dem Untergang des Römischen Reiches, der Rapa Nui auf den Osterinseln oder den Maya. Dann widmet er sich den heutigen großen gesellschaftskonstituierenden Systemen wie dem Finanzsystem, dem Ökosystem und der Demokratie und zeigt auf, welche Warnsignale für deren akute Zerbrechlichkeit bereits zu erkennen sind. Alarmsignale seien etwa die Finanzkrise 2008, die Erderwärmung, Artensterben, National-Populismus, digitale Diktatur und Filterbubbles.

Gerahmt werden diese düsteren Aussichten von einem positiven Blick. Der Autor ist überzeugt, dass durch Sammlung, Speicherung und Auswertung von Daten, Fortschritt und Wissenschaft, heutige Tipping Points noch rechtzeitig erkannt und korrigiert werden können. Doch gleichzeitig schränkt er ein, „soweit dies überhaupt möglich ist“ (S. 239). Wenn Wissenschaft und Politik optimal zusammenarbeiteten, bestünde prinzipiell Hoffnung (S. 235) auf eine positive Zukunft. Kollektives, proaktives Handeln sei gefragt und Ideologie, Religion, Macht und Autorität werden dabei als Lösungsstrategien kategorisch ausgeschlossen. Allerdings wird der Mensch zum Schluss des Buches trotzdem aufgefordert, ein digitaler Humanist zu werden.

Für den Lesenden
An einer besseren Welt haben sich schon viele Autoren, Wissenschaftler, Techniker und Künstler versucht und diverse Ideen hervorgebracht. Die Lage ist ernst, das wissen wir alle. Die Probleme wachsen und werden zunehmend nicht nur komplizierter, sondern auch komplexer. Die Überzeugung, dass zur Rettung der Welt “ausschließlich“ (S. 23) die Zusammenarbeit einzelner Disziplinen, weitere Forschung und Big Data gehören, klingt ein wenig simpel und nach Märchen. Modern erzählt eben. Die Lösung für unsere Krisen liegt eben nicht auf der Hand, sondern muss vielleicht auch idealistische und metaphysische Ansätze miteinschließen. Wer dies im Blick behält wird jedoch dieses Buch mit Gewinn lesen.

Claudia Mohr

Die Rezension kann als Dokument heruntergeladen werden:
https://www.apd.info/wp-content/uploads/2021/02/Rezension-Thurner-Die-Zerbrechlichkeit-der-Welt.pdf




Hochschule Friedensau kooperiert mit Universität Kapstadt

Beide Institutionen konzentrieren sich dabei auf die ethischen Fragen, die der humanitären Arbeit speziell in Afrika zugrunde liegen, so die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der Theologischen Hochschule Friedensau. Ziel sei es, herauszufinden, auf welcher Ethik sich humanitäre Interventionen in einer Welt der widersprüchlichen Ethiken stützen sollten und welche Grundsätze religionsunabhängig und international als Grundlagen zu betrachten wären. Das Forschungsprojekt werde im Rahmen einer Kooperation zwischen den beiden Instituten durchgeführt.

Dr. Kwaku Arhin-Sam, Direktor des FIFE, und Dr. Divine Fuh, Direktor von HUMA, leiten und begleiten das Projekt gemeinsam. Teile der auf mehrere Jahre angelegten Zusammenarbeit seien Diskussionen am Runden Tisch, Workshops, Podcasts, Videoclips/Videocasts, politische Kommentare, öffentliche Beteiligung und wissenschaftliche Publikationen. Das Forschungsvorhaben werde Wissenschaftler, politische Entscheidungsträger sowie verschiedene Akteure und Interessenvertreter aus dem humanitären Bereich einbeziehen.

Hochschule Friedensau und Institut
Die Theologische Hochschule Friedensau ist eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Hier können acht B.A.- und M.A.-Studiengänge – zum Teil berufsbegleitend – in den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie sowie ein Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ belegt werden. 38 Nationen sind unter den rund 200 Studierenden vertreten. Informationen unter www.thh-friedensau.de/.

Das Friedensauer Institut für Evaluation (FIFE) ist ein selbstverwaltetes, wissenschaftliches Forschungsinstitut, das Evaluierungen zur Leistungsfähigkeit von Entwicklungsmaßnahmen durchführt. Das Institut entstand aus der Notwendigkeit einer wissenschaftsbasierten, wirkungsorientierten Analyse und Effizienzkontrolle der Praktiken von Entwicklungszusammenarbeit, humanitärer Hilfe und gemeinnütziger Projekte, die sich aus unterschiedlichen theoretischen Modellen, Paradigmen und Arbeitsansätzen ergeben.




Der 20. Februar ist „Welttag der sozialen Gerechtigkeit“

Jedes Jahr am 20. Februar machen die Vereinten Nationen mit dem Welttag der sozialen Gerechtigkeit auf Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft aufmerksam.  Wie sehr die Pandemie Arm und Reich trennt, zeige sich im Inland wie auch in den Projektländern von ADRA, so eine Pressemeldung der Hilfsorganisation. ADRA appelliere an Verantwortliche in Politik und Gesellschaft, den Armen beizustehen, „sonst werden wir die Pandemie nicht überwinden“. Das Motto des Welttages 2021 lautet: „Ein Aufruf zur sozialen Gerechtigkeit in der digitalen Wirtschaft”

Gemeinsam mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband und zahlreichen Sozialverbänden unterstütze auch ADRA Deutschland e.V. den Appell „Corona trifft Arme extra hart – Soforthilfen jetzt!“. Innerhalb kürzester Zeit hätten sich bereits über 130.000 Menschen dem Aufruf angeschlossen. Nächste Woche berate der Deutsche Bundestag die Forderungen dieser Kampagne.

Ungleichheit reduzieren
„Während wir in Deutschland und Europa über die Bestellung von Impfstoff streiten“, heißt es weiter in der Meldung, „gehen die Länder des globalen Südens zurzeit noch leer aus. Sie können im finanziellen Wettstreit um den Erwerb von Impfdosen nicht mithalten. Ihnen fehlt die „Marktmacht“ im Vergleich zum globalen Norden.“ Eines habe die Corona-Krise schon jetzt gelehrt: Gesundheit sei ein globales Thema! „Was geschieht, wenn in den Entwicklungsländern kaum Impfungen stattfinden?“

Bis jetzt würden 75 Prozent aller Covid19-Impfungen in nur zehn Ländern durchgeführt. Zeitgleich hätten aber 130 Länder noch nicht einmal eine einzige Dosis erhalten. ADRA Deutschland schließe sich in dieser Sache dem Aufruf des UN-Generalsekretär António Guterres an, der einen weltweiten Impfplan gegen die Corona-Pandemie verlange.

Niemanden zurücklassen!
Die neuen Virusvarianten belegten auch, wie wenig ein „Impfnationalismus“ grundlegend einer Bekämpfung der Pandemie dienen würde. Eine sogenannte südafrikanische oder britische Virusmutation werde sich in einer mobilen Welt unaufhaltsam weiter ausbreiten. Niemand könne sich dauerhaft einbilden, auf einer isolierten Insel zu überleben. Aus diesem Grund müsse die Impfstrategie global gedacht werden. In dieser besonderen Corona-Krise gelte der Grundsatz: „Niemand darf zurückgelassen werden“! Letztlich sei es im Interesse aller Menschen und entspreche dem Verständnis der Würde des Menschen. Bundesminister Gerd Müller (CSU) machte deshalb unlängst deutlich, man müsse auch in Entwicklungsländern baldmöglichst mit dem Impfen anfangen, „sonst kommt das Virus im nächsten Flieger zu uns zurück“.

Den Zustand der Gerechtigkeit könne man daran bemessen, wie mit den Ärmsten der Armen umgegangen wird. Zunehmende Ungleichheit zwischen Norden und Süden auf unserem Globus, den sogenannten entwickelten und wenig entwickelten Ländern, sowie zunehmende Ungleichheit in jeweils einzeln zu betrachtenden Ländern führe unweigerlich zu sozialer Ungerechtigkeit. Dem müssten sich die Weltgemeinschaft und einzelne Staaten, dem müsse sich jeder einzelne Bürger und jede Bürgerin in zivilgesellschaftlichen Strukturen entgegenstellen. ADRA Deutschland e.V. sehe den Auftrag, sich dieser großen Herausforderung zu stellen.

Weitere Informationen zu ADRA Deutschland e.V.: www.adra.de




Christlicher Fernsehsender Hope TV ab 3. März deutschlandweit im Kabel

Hope TV und Kabel TV Vodafone
Gestern Nachmittag (17.02.) wurde mit Bewilligung des Aufsichtsrats von Hope Media Europe der Vertrag für die Einspeisung von Hope TV in das Kabelnetz von Vodafone unterzeichnet. Damit, so eine Pressemeldung aus dem Medienzentrum, sei Hope TV ab dem 3. März deutschlandweit im Kabelnetz von Vodafone zu empfangen. Dadurch könnten ca. weitere 14,5 Millionen Menschen Hope TV im Fernsehen schauen. Hope TV plant, dieses Ereignis mit einem Segensgottesdienst live am 20. März um 10:30 Uhr zu feiern.

Jetzt deutschlandweit im Kabel auf Sendung
„Wir freuen uns, dass wir über das Kabelnetz von Vodafone jetzt noch mehr Menschen in Deutschland erreichen. Hope TV bietet ein breit gefächertes Fernsehprogramm mit hoffnungsvollen Glaubens- und Lebensthemen an“, sagt Klaus Popa, Vorstandsvorsitzender von Hope Media Europe e.V. bei der Vertragsunterzeichnung. Projektleiter Marc Naumann ergänzt: „Hope TV ist nun deutschlandweit über Satellit, Internet und im Kabelnetz von Vodafone zu empfangen. Treue Unterstützer und Förderer sind das Rückgrat für den Empfang von Hope TV. Gemeinsam wollen wir Hoffnung verbreiten und Jesus in jedes Zuhause bringen.“

Neben dem Kabelnetz von Vodafone und einigen weiteren regionalen Kabelnetzen sei Hope TV auch über Satellit (Astra) und IPTV (freenet TV connect) zu empfangen. Über seine Website www.hopetv.de bietet der Fernsehsender zudem einen Livestream und eine umfangreiche Mediathek an.

Hope TV – Hintergrund
Seit 2004 strahlt Hope TV deutschsprachige Sendungen aus. 2007 wurden eigene Fernsehstudios im neu erbauten Medienzentrum in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt bezogen. Im Januar 2009 erteilte die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien die Lizenz für einen eigenen 24-Stunden Kanal. Zum 10-jährigen Jubiläum wurde der Name des Fernsehsenders von Hope Channel deutsch in Hope TV geändert. Hope TV gehört zur internationalen Senderfamilie Hope Channel, die 2003 in den USA gegründet wurde und aus mittlerweile 61 nationalen Sendern besteht.




Gemeinschaftsbund der Evangelisch-methodistischen Kirche gegründet

Die jetzt vollzogene Gründung des Gemeinschaftsbunds ist das Ergebnis einer anderthalbjährigen Beratung des im Mai 2019 für den deutschen Teil der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) gebildeten Runden Tischs, so Klaus Ulrich Ruof, Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der EmK in Deutschland mit Sitz in Frankfurt am Main. Dabei ging es um unterschiedliche Sichtweisen in Fragen der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare und der Ordination Homosexueller. Der im vergangenen November vom Kirchenvorstand der EmK in Deutschland auf einstimmigen Vorschlag des Runden Tischs gefasste Beschluss sah die Gründung eines Gemeinschaftsbunds vor. Darin sollten Menschen und Gemeinden mit überwiegend konservativer Prägung in sexualethischen Fragen weiterhin innerhalb der Kirche eine Heimat haben können.

Außerdem beschloss laut Ruof der Kirchenvorstand die vorläufige Außerkraftsetzung einiger Passagen der Lehre und Ordnung der EmK mit negativen Äußerungen zur Homosexualität. Ziel dieses Teils der Entscheidung sei, dass sich in Deutschland die EmK stärker für Menschen in gleichgeschlechtlichen Beziehungen öffnen und auch ihnen in der Kirche eine Heimat bieten könne.

Trotz unterschiedlicher Meinungen zusammenbleiben

In seinem Grußwort zur Gründungsversammlung erinnerte Harald Rückert, der für Deutschland zuständige Bischof der EmK, an den fast genau ein Jahr zurückliegenden Moment des Durchbruchs bei den Beratungen des Runden Tischs. Damals habe die einstimmige Entscheidung dieser aus einundzwanzig Personen mit sehr unterschiedlichen Überzeugungen zusammengesetzten Gruppe den Weg freigemacht, um als EmK in Deutschland trotz unterschiedlicher Meinungen zusammenzubleiben.

Die Gründung des Gemeinschaftsbunds als Teil der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland habe, so Rückert, „in weiten Teilen der Ökumene viel Aufmerksamkeit erregt“ und „viel Zuspruch“ ausgelöst. Viele seien „beeindruckt, dass wir so weit gekommen sind mit dem ernsthaften Versuch ‚beisammenbleiben um Christi willen trotz unterschiedlicher Grundüberzeugungen‘“. Auch in der weltweiten EmK sei aufmerksam registriert worden, „was wir versucht haben: zusammen zu bleiben, gemeinsam in Gottes Mission zu stehen, im Wissen, dass wir einander in dieser Unterschiedlichkeit brauchen“.

In der Gesellschaft und auch in der Kirche würde zurzeit eher Spaltung, Abgrenzung und Trennung propagiert, bedauerte Rückert. Das geschehe leider auch in der eigenen Kirche weltweit. „Wir gehen einen anderen Weg in Deutschland“, betonte der Bischof demgegenüber. Er sieht darin „ein starkes Zeugnis“, das auch für die Gesellschaft bedeutsam sein könne.

Netzwerk mit hundert Hauskreisen geplant
Nach der Gründung des Gemeinschaftsbunds stünden die ersten Projekte an, um dem Bund Gestalt zu geben, erklärte Stefan Kraft. Er ist Superintendent für den EmK-Distrikt Essen sowie Leiter und Sprecher des Gemeinschaftsbunds. Vorrangig nannte er dabei ein als „Projekt 100 Hauskreise“ beschriebenes Netzwerk, mit dem Menschen verbunden werden sollten, welche die Anliegen des Gemeinschaftsbunds teilen. Des Weiteren würden Regionaltage geplant, die Organisation von Gebetsgruppen stehe an und es gehe um die Gewinnung von Mitarbeitern sowie die Entwicklung einer die Arbeit des Bundes unterstützenden Struktur. Interessenten könnten sich über die Internetseite des Gemeinschaftsbunds (http://www.gemeinschaftsbund.de/) informieren und sich mit den Verantwortlichen in Verbindung setzen.

Zur Information
Der Gemeinschaftsbund der Evangelisch-methodistischen Kirche wurde am 12. und 13. Februar 2021 im „Haus Höhenblick“, eine christliche Freizeit- und Tagungsstätte der EmK in Braunfels (Hessen), gegründet. Das Leitungsteam des Bundes besteht aus drei Personen: Superintendent Stefan Kraft (Essen) ist der Leiter und Sprecher, Pastor Steffen Klug (Braunfels) ist für Geschäftsführung und Kommunikation zuständig, Pastor Andreas Kraft (Hamburg) hat den Schwerpunkt Förderung geistlichen Lebens. Diese drei Personen bilden zusammen mit neun weiteren Personen den Vorstand des Gemeinschaftsbunds. Dazu gehören: Alexandra Brenner (Bietigheim), Pastor Reiner Dauner (Nehren), Prof. Dr. Roland Gebauer (Reutlingen), Pastor Andreas Hertig (Lauter-Bernsbach), Dorothea Hinske (Kaiserslautern), Stefan Kehr (Aue), Claudia Kittsteiner (Berlin) und Pastor Christian Meischner (Schönheide).

Evangelisch-methodistische Kirche

In Deutschland zählt die EmK 49.111 Kirchenmitglieder und -angehörige in 437 örtlichen Gemeinden, die von 296 Pastoren und Pastorinnen betreut werden (Stand 31.12.2019). Weltweit gehören zur Evangelisch-methodistischen Kirche (United Methodist Church) rund zwölf Millionen Mitglieder. Insgesamt sind es über 51 Millionen Menschen, die zu Kirchen methodistischer Tradition sowie mit ihnen verbundener unierter und vereinigter Kirchen zählen. Weitere Informationen: https://www.emk.de/.




Fastenzeit - Erholung für Körper, Seele und Geist

Fasten – Heilungsprozess für den Körper
Fasten diene in erster Linie nicht dazu, das Gewicht zu reduzieren, sondern Heilungsprozesse im Körper in Gang zu setzen, so Dr. rer. nat. Heidi Schulz, Wissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Ernährungswissenschaft und Molekulare Medizin. Sie ist auch Beisitzerin im DVG, dem ältesten deutschen Verein für die Volksgesundheit. Sie verweist dabei auf Ellen G. White, eine amerikanische Vorreiterin der präventiven Medizin in westlichen Ländern, die schon zur Mitte des 19. Jahrhunderts die „Krankheit oft als Folge unregelmäßigen Essens“ verstand. So gebe es in vielen Krankheitsfällen für den Patienten „kein besseres Mittel, als eine oder zwei Mahlzeiten zu überspringen, damit die überarbeiteten Verdauungsorgane Gelegenheit zu Ruhe“ fänden.

Stärkung des Immunsystems
Nicht nur für erkrankte Menschen sei das Fasten empfehlenswert. Die positiven Effekte des Fastens beschränkten sich nicht nur auf die Kontrolle und Abnahme des Gewichts. Sie seien vielfältiger und reichten von der Stärkung des Immunsystems bis hin zur Verbesserung kognitiver Funktionen. Der Nahrungsmangel zwinge unseren Körper, ein anderes „Programm einzuschalten“, um dafür zu sorgen, dass der Energiebedarf – insbesondere des Gehirns – gedeckt werde. „Um dies zu erreichen,“ so Schulz weiter, „muss die „Benutzung“ etlicher Gene neu reguliert werden. Es müssen notwendige Eiweiße und Enzyme erzeugt und überflüssige unterdrückt werden. Dadurch nehmen schädliche Substanzen wie Entzündungsmoleküle ab, und das Nervenwachstum wird durch die Aktivierung verschiedener Gene gefördert.“

Intervallfasten
Der DVG empfiehlt Intervallfasten, um das Immunsystem zu stärken, z.B. die 16:8-Methode. Dabei pausiere die Nahrungsaufnahme für 16 Stunden, innerhalb der restlichen acht Stunden würden zwei Mahlzeiten verzehrt. Nach dieser Zeit ohne Nahrung werde ein Prozess in Gang gesetzt, bei dem geschädigte Zellen, Proteine sowie Bakterien und Viren zerstört würden und Alterungsprozessen und Infektionen vorgebeugt werde. „Das Gute ist nicht nur die Darmreinigung, sondern die Reinigung des gesamten Körpers.“

12 Prinzipien
Der DVG nimmt den Beginn der siebenwöchigen Fastenzeit zum Anlass, generell auf die Stärkung des Immunsystems hinzuweisen. Unterstützend dabei wirkten 12 Prinzipien und nicht nur die Beachtung der Ernährung mit einem Schwerpunkt auf pflanzenbasierter Vollwertkost. Auch Bewegung, Wasser, Sonne und Natur, Mäßigkeit, Luft, Ruhe, Vertrauen, Prioritäten, Optimismus, Integrität und Beziehungen seien Faktoren mit einem entscheidenden und stärkenden Einfluss auf unser Wohlbefinden. Sie verbesserten die Lebensqualität. Gerade in CORONA-Zeiten sei ein starkes Immunsystem wichtig.

Fastenzeit – Passionszeit
Für Christen bedeutet die Fastenzeit eine Vorbereitung auf das Fest der Auferstehung von Jesus Christus (Ostern). Die auch als Passionszeit bezeichnete Zeitspanne von sieben Wochen beginnt mit dem Aschermittwoch und endet am Karfreitag. Sie sei Chance zur Einkehr, Umkehr, Besinnung und Verzicht auf Gewohntes.

Deutscher Verein für Gesundheitspflege e.V. (DVG)

Der 1899 von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründete „Deutsche Verein für Gesundheitspflege e.V.“, fördert den vorteilhaften Lebensstil und gründet sich auf ein ganzheitliches Menschenbild. Der Körper als „Tempel Gottes“ gehöre mit zu diesem Bild. „Wir bieten Lebenshilfe und wollen Menschen begeistern, Gottes liebevolles Geschenk des Lebens für sich zu erkennen, zu bewahren und ein heilsames Leben zu führen“, heißt es in der Selbstbeschreibung auf der Webseite (www.dvg-online.de).

Wissenswertes zu den 12 Prinzipien: https://www.dvg-online.de/12-prinzipien/uebersicht/?L=0

Mehr Informationen zum Intervallfasten von Dr. H. Schulz im Magazin „Leben und Gesundheit“, Ausgabe 1/2018, Januar – Februar: https://www.dvg-online.de/abo/




AKTUELL: Vollversammlung der Adventisten nach St. Louis verlegt

In dem Kurznachrichtendienst Twitter heißt es: „Aufgrund der plötzlichen Nichtverfügbarkeit von Räumlichkeiten für die 2022 GC Session in Indianapolis, hat das Exekutivkomitee der @adventistchurch heute Morgen beschlossen, die Sitzungen nach St. Louis, Missouri zu verlegen. Die Termine bleiben 6. bis 11. Juni 2022.“

Der Termin für die Vollversammlung, die ursprünglich für Juni 2020 geplant war, wurde aufgrund der Coronavirus-Pandemie bereits zweimal verschoben, aber der Ort Indianapolis im US-Bundesstaat Indiana blieb bis zur Entscheidung heute Morgen unverändert.

Weitere Informationen folgen. Zur Seite der Vollversammlung: https://session.adventist.org/.




Langjährige ADRA-Botschafterin Anette Hennerkes neu im ADRA-Aufsichtsrat

Laut ADRA Pressemeldung habe die Mitgliederversammlung Anette Hennerkes mit Wirkung zum 1. Januar 2021 als fünftes Mitglied in den Aufsichtsrat von ADRA Deutschland e.V. berufen. Anette Hennerkes sei seit fast 20 Jahren als ADRA-Botschafterin aktiv und habe die Hilfsorganisation in zahlreichen Projekten unterstützt. „Auf Anette Hennerkes war in der Vergangenheit immer Verlass. Sie hat ADRA immer wieder ehrenamtlich unterstützt und in unserem Namen schon viel Positives bewirkt. Dafür sind wir Frau Hennerkes sehr dankbar. Wir freuen uns außerordentlich, dass wir ihre Expertise nun in den Aufsichtsrat von ADRA Deutschland e.V. einbinden können“, zeigte sich Christian Molke, geschäftsführender Vorstand ADRA Deutschland e.V., begeistert.

Anette Hennerkes sei langjährige Organisatorin der „Aktion Kinder helfen Kindern!“ in Berlin und habe darüber hinaus zahlreiche Fundraising- und Sponsoringaktionen durchgeführt. Ihr Fachwissen teilte Frau Hennerkes als Dozentin für Fundraising an der Hochschule Friedensau.

„Frau Hennerkes ist die zweite Frau im Aufsichtsrat von ADRA Deutschland e.V. Wir engagieren uns als Hilfsorganisation in der Initiative FAIR SHARE of Women Leaders. Es bedeutet eine Selbstverpflichtung zu einem fairen Frauenanteil in Führungspositionen des Vereins. Mit Frau Hennerkes konnten wir eine anerkannte Fachfrau für den Aufsichtsrat gewinnen, und damit ohne Zweifel eine inhaltliche und operationelle Verstärkung. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit“, schließt Christian Molke.

Anette Hennerkes, 58 Jahre, ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und lebt in Berlin. Gemeinsam mit ihrem Ehemann leitete Frau Hennerkes eine Gesellschaft für Projektberatung. Seit 2002 vertritt sie die Interessen von ADRA Deutschland e.V. als ADRA-Botschafterin, sammelt Spendengelder und engagiert sich für Menschen in Not.




Ein schwarzer Donald wäre nicht gewählt worden

In der aktuellen Ausgabe 1/2021 betonte Gorski, dass US-Evangelikale Trump nicht in erster Linie wegen seiner konservativen Politik und seiner Haltung gegen Abtreibung gewählt hätten. „In Umfragen rangiert der Lebensschutz etwa auf Platz zehn, weit hinter dem Thema Einwanderung oder Recht und Ordnung“, sagte Gorski. Dahinter stehe ein Nationalismus von weißen US-Christen mit einem Idealbild von nationaler Einheit, Reinheit, Leitkultur und Traditionen.

Wäre Trump ein schwarzer Afroamerikaner gewesen, wäre er mit denselben politischen Positionen nicht Präsident geworden, behauptete der Soziologe gegenüber pro. Die politische Trennlinie innerhalb der amerikanischen Christenheit verlaufe zwischen weißen und schwarzen Christen. Schwarze Evangelikale, schätzt Gorski, wählten traditionell zu über 90 Prozent den demokratischen Kandidaten. Deshalb sei auch mit Blick auf die Evangelikalen in den USA eine Differenzierung notwendig. „Es gibt innerhalb der Evangelikalen große Meinungsunterschiede in Sachen Politik, das kommt in den Medien allerdings nicht oft vor“, sagte er. Damit die evangelikale Bewegung in den Vereinigten Staaten nicht auseinanderbreche, sei es notwendig, „dass man die pluralistische Gesellschaft akzeptiert“.

Prantl kritisiert Einschränkung der Grundrechte in Deutschland
Der Journalist Heribert Prantl, bis 2019 Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung und langjähriger Ressortchef Innenpolitik, kritisierte im pro-Interview die Einschränkungen der Grundrechte in der Corona-Krise. „Die große Gefahr dieser Krise liegt in meinen Augen darin, dass das Bewusstsein entsteht, man müsse Grundrechte opfern, um des Problems Herr zu werden. Dabei sind sie die Leuchttürme, die in Zeiten der Krise besonders intensiv leuchten“, sagte er. Prantl befürchte, „dass die Reaktionen auf die Pandemie, die wir jetzt seit fast einem Jahr erleben, zur Blaupause werden für alle möglichen folgenden Katastrophen“. Den kirchlichen Amtsträgern warf er vor, den staatlichen Eingriffen in die Religion nicht deutlich genug widersprochen zu haben. „In der Corona-Krise haben sich die Kirchen der ernüchternden Wirklichkeit zu sehr ergeben“, sagte er.

Die Ausgabe 1/2021 des Christlichen Medienmagazins pro ist als PDF-Datei verfügbar:
https://www.pro-medienmagazin.de/fileadmin/pro/proMagazine/2021/PRO_2021_01.pdf




Adventistischer Pastor in Burundi nach 16 Monaten Gefängnis freigelassen

Weltweite Bemühungen um Freilassung
Kirchenleiter der ECD, Pastor Blasious Ruguri, ist den Bemühungen der Weltkirchenleitung und der Regierung in Burundi dankbar für den positiven Ausgang der Bemühungen, Pastor Barishinga freizubekommen. Besonders für die vielen Gebete weltweit bedankte sich Ruguri. „Ich möchte, dass wir Gott dafür danken, dass er seinen Diener beschützt. Er hat unsere Gebete erhört. Ich möchte auch die Bemühungen unserer Geschwister in der ECD und auf der ganzen Welt würdigen, die sich uns auf dieser Gebetsreise angeschlossen haben.“

Weltkirchenleiter dankt Regierung

Der Weltkirchenleiter der Siebenten-Tags-Adventisten, Pastor Ted N.C. Wilson, äußerte seine Dankbarkeit über die Freilassung von Pastor Barishinga mit den Worten: „Wir sind Gott und der burundischen Regierung so dankbar für die Freilassung von Lamec Barishinga, für den wir seit vielen Monaten gebetet haben und wir preisen Gott für diese gute Entwicklung hin zu einer Normalisierung der Aktivitäten der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Burundi.“

Hintergrund
Im November 2018 war Lamec Barishinga als neuer Leiter der transnationalen Kirchenleitung ECD gewählt worden. Sein Vorgänger, Pastor Joseph Ndikubwayo, weigerte sich mit Unterstützung der Regierung, den Wechsel anzuerkennen. Mit seinen Anhängern und seinen Beziehungen zur Regierung besetzte er die Verwaltungsbüros der Kirchenleitung und weitere Gebäude. Die örtliche Polizei stürmte in Ngozi im Norden des Landes adventistische Gottesdienste und schlugen, verletzten und schüchterten Gottesdienstteilnehmende ein. Am 24. Oktober 2019 wurde Pastor Lamec Barishinga bei der Ausreise zur Teilnahme an einem internationalen Treffen adventistischer Kirchenleiter verhaftet. (APD berichtete)

Adventisten in Burundi
In Burundi, einem Land mit 11,5 Millionen Einwohnern, leben laut Jahresbericht 2018 der adventistischen Weltkirchenleitung rund 145.000 adventistische Christen. Sie feiern jeweils samstags, dem biblischen Ruhetag, in 437 Kirchengemeinden und 464 Gruppen Gottesdienst. Sie unterhalten 23 Sekundarschulen mit 5.400 Schülern, 47 Primarschulen mit 22.800 Schülern sowie sechs Kliniken und ambulante Versorgungsstationen.

Der Originalbericht erschien bei ANN: https://adventist.news/en/news/pastor-lameck-barashinga-is-released-from-prison-in-burundi.




„Internationaler Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung“ am 6. Februar

Weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation, FGM) umfasst alle Eingriffe, bei denen die weiblichen Genitalien aus nicht-medizinischen Gründen verändert oder verletzt werden, und ist international als Verletzung der Menschenrechte von Mädchen und Frauen anerkannt. Sie spiegelt die tief verwurzelte Ungleichheit zwischen den Geschlechtern wider und stellt eine extreme Form der Diskriminierung von Frauen und Mädchen dar. Die Praxis verletzt auch ihre Rechte auf Gesundheit, Sicherheit und körperliche Unversehrtheit, ihr Recht, frei von Folter und grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung zu sein, und ihr Recht auf Leben, wenn der Eingriff zum Tod führt.

Ein globales & traumatisierendes Phänomen
Alle 11 Sekunden wird ein Mädchen durch das sogenannte Ritual der weiblichen Genitalbeschneidung verstümmelt. 8.000 kleine Mädchen teilen dieses Schicksal jeden Tag. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es weltweit rund 150 Millionen verstümmelte Frauen und Mädchen. FGM kommt nicht nur in den Ländern Afrikas vor, sondern auch dort, wo sie eigentlich verboten ist.

Obwohl hauptsächlich in 30 Ländern Afrikas und des Nahen Ostens verbreitet, ist FGM ein universelles Problem und wird auch in einigen Ländern Asiens und Lateinamerikas praktiziert. FGM wird weiterhin unter Einwanderern in Westeuropa, Nordamerika, Australien und Neuseeland praktiziert.

Das UNHCR (Hochkommissariat für Flüchtlinge der Vereinten Nationen) schätzt, dass über 600.000 Frauen in Europa mit den Folgen von FGM leben und weitere 180.000 Mädchen und Frauen in 13 europäischen Ländern von der schädlichen Praxis bedroht sind. Allein in Deutschland leben etwa 50.000 Opfer von weiblicher Genitalverstümmelung! Darüber hinaus schätzt das UNHCR, dass seit fünf Jahren jedes Jahr mindestens 20.000 Frauen und Mädchen, die als Asylsuchende nach Europa kommen, von FGM betroffen sein könnten.

Die Frauen sind tief traumatisiert. Die Schrecken, die sie erlebt haben, wirken sich nachhaltig auf ihr weiteres Leben aus. Entzündungen im Genitalbereich, Inkontinenz, Fistelprobleme, die daraus resultierende gesellschaftliche Isolation, ein unerträgliches Schamgefühl und sogar der Tod sind meist die Folgen.

Desert Flower Center – Krankenhaus Waldfriede
Weltweit gibt es zahlreiche Organisationen und Vereine, die gegen dieses Phänomen kämpfen. In Europa gibt es insbesondere das „End FGM European Network“ – ein europäisches Dachnetzwerk von 30 Organisationen, die sich nachhaltig für die Beendigung der weiblichen Genitalverstümmelung einsetzen.

End FGM EU ist in 14 europäischen Ländern angesiedelt und arbeitet daran, nachhaltige europäische Aktionen zur Beendigung der weiblichen Genitalverstümmelung zu gewährleisten, indem es Basisgemeinschaften mit Nichtregierungsorganisationen (NGO’s) verbindet. Das Netzwerk ist bestrebt, Brücken und Kooperationen mit allen relevanten Akteuren im Bereich FGM sowohl in Europa als auch weltweit zu bauen. All dies, indem es die Stimmen der Gemeinschaften als Plattform nutzt, um europäische Regierungen und politische Entscheidungsträger zu beeinflussen, damit sie sich für die Abschaffung von FGM einsetzen.

In Zusammenarbeit mit der Stiftung „Desert Flower Foundation„, die von dem ehemaligen Supermodel Waris Dirie gegründet wurde, hat das Krankenhaus Waldfriede in Berlin, eine Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Maßnahmen ergriffen und ein neues Zentrum eröffnet, das Opfern von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) helfen soll. Am 11. September wurde das „Desert Flower Center“ in Anwesenheit von Waris Dirie eröffnet. Es bietet medizinische Hilfe und psychosoziale Betreuung für mehr Lebensqualität nach Genitalverstümmelung. Weiter ein ganzheitliches Angebot und Selbsthilfegruppe für Frauen mit FGM. Sowohl die medizinische als auch die psychosoziale Behandlung sind für die betroffenen Frauen kostenfrei.

Zum Desert Flower Center: www.dfc-waldfriede.de

Interview mit Dr. Cornelia Strunz vom Desert Flower Center: https://news.eud.adventist.org/en/all-news/news/go/2021-02-04/desert-flower-center-interview-with-dr-cornelia-strunz/6/.

Mit freundlicher Genehmigung von EUDnews: https://news.eud.adventist.org/en/all-news/news/go/2021-02-04/international-day-of-zero-tolerance-for-female-genital-mutilation-1/6/




Geschlechtsspezifische Gewalt „eine Schande für die Menschheit“

Ganoune Diop, Direktor der Abteilung für öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit (PARL) der adventistischen Weltkirchenleitung sagte in seinem Vortrag, dass Frauen in vielen Kontexten „unverhältnismäßig stark unter den Traumata der menschlichen Existenz leiden“. „Häusliche Gewalt, gesellschaftliche Gewalt, die Schrecken des Menschenhandels – sie alle betreffen Frauen und Mädchen unverhältnismäßig stark und offenbaren die dunkle Seite der Gesellschaft“, so Diop. Er rief zu Zusammenarbeit auf, um Kräften entgegenzutreten, die gegen die „volle Menschenwürde“ von Frauen arbeiteten.

Adventistische Stimme in internationalen Gremien hörbar machen
Laut Adventist Review, der Kirchenzeitschrift der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Nordamerika, sagte Diop in einem Interview im Anschluss an das Symposium, dass es wichtig sei, dass adventistische Stimmen und Perspektiven innerhalb der internationalen Gemeinschaft gehört werden. Bei Veranstaltungen wie diesen, die in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen durchgeführt würden, ginge es laut DIop nicht darum, die Unterschiede zwischen den Gruppen zu ignorieren. Stattdessen sei es eine Chance, die einzigartigen Beiträge hervorzuheben, die die adventistische Freikirche einbringe; wie ihre biblischen Überzeugungen über die angeborene Würde und den Wert jedes Menschen – als Söhne und Töchter des Schöpfergottes – die ihr globales Eintreten für grundlegende Menschenrechte bestimmten.




Jugendportal Handysektor entlarvt Fake News und Desinformation

Schon die Zwölf- bis 19-Jährigen mit Hass und Hetze im Netz konfrontiert
Ergebnisse der JIM-Studie 2020 zum Medienverhalten von Jugendlichen zeigen, dass mehr als die Hälfte der Zwölf- bis 19-Jährigen im Zeitraum eines Monats mit Hassbotschaften im Netz konfrontiert wurde (53 Prozent). Fast die Hälfte der Jugendlichen konnte von extremen politischen Ansichten (45 Prozent) oder Verschwörungstheorien (43 Prozente) berichten und etwa jeder Dritte der Altersgruppe stieß auf Fake News (34 Prozent). Handysektor unterstütze deshalb junge Menschen mit einer Themenseite zu Hate Speech, um Hass im Netz richtig begegnen zu können.

Zehn Tipps, um Fake News zu erkennen
Was ist eine Filterblase? Woran erkenne ich Verschwörungstheorien? Und wie überprüfe ich, was im Netz wirklich wahr ist? Diese und viele weitere Fragen werden im neuen Themenspecial von Handysektor (https://www.handysektor.de/fake-news) beantwortet. Begriffe wie die „Filter Bubble“ sowie Hintergründe von Verschwörungstheorien erläutern Videos und Artikel, ergänzt durch praktisch anwendbare Methoden zur Überprüfung von Fakten im Netz. Alle Tipps sind in der Infografik „10 Tipps zum Erkennen von Fake News“
(https://www.handysektor.de/artikel/handysektor-infografik-fake-news-erkennen) zusammengefasst, die bei Handysektor heruntergeladen und als Plakat unter www.mpfs.de/ bestellen bestellt werden kann.

Fake News Quiz

Wer sich mit den Tipps von Handysektor befasst hat und meint, Fake News schon auf den ersten Blick zu erkennen, kann sein Wissen im „Fake News Quiz“ (https://www.handysektor.de/artikel/fakt-oder-fake-das-handysektor-fake-news-quiz/) unter Beweis stellen.

Handysektor

Handysektor ist eine Anlaufstelle für den digitalen Alltag mit Tipps, Informationen und kreativen Ideen rund um Smartphones, Tablets und Apps. Hier erhalten Jugendliche Unterstützung bei Fragen oder Problemen im Umgang mit digitalen Medien. Die Webseite ist ein Angebot der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK).




ADRA appelliert an US-Regierung: Humanitäre Hilfe im Jemen nicht blockieren!

Der Jemen stehe durch einen jahrelangen Bürgerkrieg kurz vor dem humanitären Kollaps. Schon heute litten über die Hälfte der Bevölkerung unter Hunger, so Christian Molke, geschäftsführender Vorstand von ADRA Deutschland e.V. Durch die Einstufung der nordjemenitischen Ansar Allah, auch Huthi-Rebellen genannt, als Terrororganisation verschlimmere sich die Lage der Bevölkerung und der humanitären Helfer*innen. ADRA appelliere an die internationale Gemeinschaft und die neue US-Regierung, die humanitäre Hilfe nicht zu blockieren.

Die Situation im Jemen bleibe kritisch! Durch die Einstufung der Ansar Allah als ausländische Terrororganisation durch die Trump-Aministration spitze sich die Lage dramatisch zu. Die Einstufung erfolgte einen Tag vor der Amtsübernahme von Joe Biden, am 19. Januar. Nun seien Hilfsorganisationen von US-Sanktionen bedroht, wenn sie humanitäre Hilfe im Norden des Jemen leisteten. „Die Jemenitinnen und Jemeniten dürfen nicht als Spielball geostrategischer Interessen (Saudi-Arabien vs. Iran) oder für inneramerikanische Auseinandersetzung herhalten“, sagt Molke.

Schätzungsweise 16 Millionen Menschen litten unter Nahrungsmittelunsicherheit. Davon stehen etwa 50.000 Menschen direkt vor dem Hungertod, darunter auch Mütter mit ihren Neugeborenen. „Die Verhinderung einer großen Hungersnot ist jetzt oberste Priorität“, sagt Christian Molke.

Aufgrund fehlender Hilfsgüter, gefährlicher kriegerischer Auseinandersetzungen und ausländischer Machtinteressen werde der Jemenkrieg schon jetzt als „größte humanitäre Katastrophe unserer Zeit“ bezeichnet (Sir Mark Andrew Lowcock, Leiter des Amtes der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten). Trotz einer Geberkonferenz der Vereinten Nationen im letzten Jahr klaffe eine riesige finanzielle Lücke bei der Finanzierung der Hilfe. Entspannung zwischen Saudi-Arabien und dem Iran, den Großmächten hinter dem Stellvertreterkrieg im Jemen, sei nicht in Sicht.

Als eine der größten internationalen Organisationen, die Entwicklungs- und Nothilfeprogramme im Jemen durchführt, werde ADRA auch weiterhin die Bevölkerung des Jemen schützen. ADRA betreibt in dem Bürgerkriegsland u.a. Gesundheitseinrichtungen. Speziell für unterernährte Babys und Kleinkinder betreibt ADRA Therapiezentren im Norden des Landes. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen eine schwere Arbeit und begeben sich nahezu täglich in Lebensgefahr. Sie tun dies aus Mitgefühl für das Leid der Jemenit*innen, und um schlimmeres zu verhindern. Nur ein Ende des Krieges kann langfristig das Leid minimieren und gibt den Menschen wieder Hoffnung auf eine bessere Zukunft“, appelliert Christian Molke abschließend an die internationale Gemeinschaft.




Kirchen fordern: Impfstoffe müssen auch den Ärmsten zur Verfügung stehen

Anlässlich des Impfgipfels der Bundesregierung am vergangenen Montag (1. Februar 2021) und der andauernden Debatte über die Verfügbarkeit von Impfstoffen in Deutschland und Europa bestehe die Sorge, dass die meisten Bürgerinnen und Bürger der Länder des globalen Südens vermutlich noch bis 2023 ohne den ersehnten Schutz durch Impfstoffe auskommen müssten, heißt es in der Erklärung. Prälat Dr. Karl Jüsten, Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe – Katholisches Büro in Berlin, und Dr. Martin Dutzmann, Bevollmächtigter des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union, machten gemeinsam darauf aufmerksam. „Der weltweite Zugang zu Impfstoffen gegen das Coronavirus ist vor allem aus humanitären, aber auch aus epidemiologischen und wirtschaftlichen Gründen unerlässlich“, erläutert Prälat Jüsten. So könne durch eine gemeinsame Impfstrategie das Risiko weiterer Mutationen reduziert werden. „Nur wenn weltweit Fortschritte bei der Eindämmung der Pandemie gemacht werden, können die Einschränkungen im öffentlichen Leben mit all den dramatischen sozioökonomischen und gesundheitlichen Folgen langfristig gelockert werden“, ergänzt Prälat Dutzmann.

„Damit der Zugang zu Impfstoffen schnellstmöglich weltweit sichergestellt werden kann, müssen Produktionskapazitäten für eine Impfstoffherstellung auch in den Ländern des globalen Südens genutzt oder erschlossen werden“, sagt Prälat Dutzmann. Prälat Jüsten fügt hinzu: „Dies bedeutet natürlich, dass auch das erforderliche Know-how zur Verfügung gestellt werden muss.“

Die beiden Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche betonten, dass alle zur Verfügung stehenden Mittel ausgeschöpft werden sollten, um dieses wichtige Ziel zu erreichen. Neben der – auch finanziellen – Unterstützung der Bereitschaft der pharmazeutischen Herstellerfirmen, ihre geistigen Eigentumsrechte zu teilen oder zumindest erschwingliche Lizenzen zu vergeben, stünde auch die zeitweilige Aussetzung geistiger Eigentumsrechte auf Technologien zur Prävention, Eindämmung und Behandlung von Covid-19 (TRIPS-Waiver) oder die Erteilung von Zwangslizenzen zur Herstellung der zur Bekämpfung von Covid-19 erforderlichen Mittel zur Debatte. „Die Pandemie kann nur weltweit bekämpft und beendet werden“, so Prälat Dutzmann und Prälat Jüsten.

Hintergrund

Nach übereinstimmenden Berichten haben sich die Industrienationen für etwa 15 Prozent der Weltbevölkerung mehr als die Hälfte des zur Verfügung stehenden Impfstoffs gesichert. Ende Januar 2021 waren in diesen Ländern bereits 39 Millionen Menschen gegen Covid-19 geimpft bzw. hatten eine erste Dosis erhalten. Auf dem gesamten afrikanischen Kontinent waren es zu diesem Zeitpunkt 25 Menschen. Wissenschaftler weisen darauf hin, dass auch die Industrienationen immer wieder mit Rückläufen von Covid-19 und neuartigen Mutationen rechnen müssen, die möglicherweise nicht mehr auf die verfügbaren Impfstoffe ansprechen.




Florida: Adventistisches Gesundheitssystem investiert 100 Millionen US Dollar in Krankenhausneubau

Damit soll den Bewohnenden des stark wachsenden Bezirks Flagler County, im Nordosten Floridas, eine umfassende Gesundheitsversorgung, einschließlich erstklassiger orthopädischer Leistungen geboten werden, schreibt AdventHealth.

Das neue Krankenhaus soll eine Notaufnahme mit umfassender Bildgebung, fünf Operationssälen, Endoskopie-Dienstleistungen, ein ambulantes Labor, Herzkatheter Labore, 20 Patientenzimmer für Intensivpflege und 80 für allgemeine medizinische oder chirurgische Versorgung umfassen. Geplant sei außerdem ein 30.000 Quadratmeter großes medizinisches Bürogebäude, das ebenfalls auf dem 10 Hektar umfassenden Gelände errichtet werden soll.

Das neue Krankenhaus werde laut AdventHealth 400 Arbeitsplätze mit einem Durchschnittseinkommen von 55.000 Euro bieten, die später auf 700 Arbeitsplätze ausgebaut werden sollen.

AdventHealth
Das „Adventist Health System“ wurde 1973 gegründet und 2019 in „AdventHealth“ umbenannt. Es ist das größte gemeinnützige protestantische Gesundheitssystem in den USA mit Hauptsitz in Altamonte Springs, Florida. AdventHealth gehört zur Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in den USA. Es verfügt über 45 Krankenhäuser, mehr als 8.200 zugelassene Betten in neun Bundesstaaten und versorgt jährlich mehr als fünf Millionen Patienten mit über 80.000 Mitarbeitenden. Das Gesundheitssystem von AdventHealth umfasst auch Notfallversorgungszentren, häusliche Gesundheits- und Hospizdienste, Arztpraxen und qualifizierte Pflegeeinrichtungen. Die jährlichen Betriebseinnahmen liegen bei elf Milliarden US-Dollar.




Themenheft 2021 zum Täufergedenken erschienen

Verschiedene Autorinnen und Autoren setzen sich mit dem Thema „gemeinsam leben” aus sehr unterschiedlichen Perspektiven auseinander, sowohl historisch als auch gegenwartsbezogen und praxisnah. Das Heft bietet Material für Gemeindekreise, Bildungseinrichtungen, Gottesdienste und ökumenische Begegnungen. Es umfasst 160 Seiten und ist erhältlich beim Verlag Blessings4you (https://www.blessings4you.de/shop/item/9783879394043/gewagt-gemeinsam-leben-broschur#).

Verein „500 Jahre Täuferbewegung 2025 e.V.“

„Gewagt! 500 Jahre Täuferbewegung“ erinnert an die reformatorische Bewegung der Täufer, in der viele Christen und Christinnen als mündige Menschen gemeinsam und konsequent ein an biblischen Maßstäben ausgerichtetes Leben führen wollten. Ihre Ideale waren die Freiheit des Glaubens und die Gewaltlosigkeit. „Gewagt!“ rufe laut mennonews.de auf, darüber nachzudenken, was Christsein unter täuferischen Vorzeichen im 21. Jahrhundert bedeuten könne. Ziel sei es, darüber auf einer breiten ökumenischen Basis ins Gespräch zu kommen. Eine Steuerungsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern der Mennoniten, der Baptisten und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) sowie des Konfessionskundlichen Instituts Bensheim und des Johann-Adam-Möhler-Instituts Paderborn plant die Veranstaltungen der nächsten fünf Jahre. 1. Vorsitzende des Vereins 500 Jahre Täuferbewegung 2025 e.V. ist Privatdozentin Dr. Astrid von Schlachta, 2. Vorsitzender Dr. Andreas Liese.

Weitere Informationen: www.taeuferbewegung2025.de.




Hope TV überträgt ERF Mediensendereihe „ERF MenschGott“

„Wir freuen uns sehr, dass die vertrauensvolle Kooperation mit Hope Media nun auch in der Ausstrahlung von ERF MenschGott auf Hope TV ihren Ausdruck findet. Ich hoffe, dass wir mit unseren Lebensgeschichten auch dort viele Menschen inspirieren und ermutigen können.“ so Ingo Marx, Leiter TV/Bewegtbild bei ERF Medien. Die Ausstrahlung des Formats auf Hope TV sei die Fortsetzung einer partnerschaftlichen Kooperation zwischen ERF Medien und Hope Media Europe e.V. (Hope Media). Aufgrund des Neubauprojektes am Wetzlarer Standort würden die Produktionskapazitäten von Hope Media in Alsbach-Hähnlein durch das Team von ERF Medien regelmäßig für unterschiedliche Aufzeichnungen genutzt.

Paulin Giurgi, Stellvertretender Geschäftsführer von Hope Media: „Gern haben wir ERF Medien während der Bauphase ihres neuen Medienhauses in den Studios von Hope Media aufgenommen. Unser gemeinsames Ziel ist es, dass Menschen Gott kennenlernen! Mit großer Freude nehmen wir daher die beliebte Talksendung ERF MenschGott in das Programm von Hope TV auf.“ Das Medienhaus von ERF Medien soll inklusive neuer TV-Studios Ende 2021 fertiggestellt werden.

Ebenfalls neu im Februar an Bord des Moderationsteams bei ERF MenschGott ist Jennifer Pepper. Die 36-Jährige hat sich bereits als Singer-Songwriterin einen Namen gemacht und bringt sich ab dem 11. Februar an der Seite von Moderator Marcus Walter ein.

Ausstrahlungstermine für ERF MenschGott auf Hope TV: ab 7. Februar sonntags, 19.45 Uhr sowie Wiederholungen (Dienstag, Mittwoch und Donnerstag). Alle Infos zum Programm unter www.hopetv.de/

Der Sender Hope TV gehört zur internationalen Senderfamilie Hope Channel, die 2003 in den USA gegründet wurde und aus mittlerweile 61 nationalen Sendern besteht.

Mehr zur Sendereihe ERF MenschGott: https://www.erf.de/menschgott




Bund Freier evangelischer Gemeinden wird Vollmitglied in der ACK Deutschland

Laut dem Newsletter der FeG Deutschland soll eine formale Aufnahme am 24. oder 25. März 2021 während der online-Mitgliederversammlung der ACK erfolgen. Die feierliche liturgische Aufnahme mit Empfang werde voraussichtlich am 29. oder 30 September in Pforzheim stattfinden.

Die Delegierten des FeG-Bundestages 2019 hatten am 28. September beschlossen, die Vollmitgliedschaft in der ACK Deutschland zu beantragen. Der Bund gehört zu den Gründungsmitgliedern der ACK im Jahr 1948, hatte aber seit Beginn einen Gaststatus.

Bund FeG
Der Bund Freier evangelischer Gemeinden gehört in Deutschland zu den klassischen Freikirchen des Protestantismus. Gegründet wurde die erste deutsche Freie evangelische Gemeinde 1854 in Elberfeld (Wuppertal) durch Hermann Heinrich Grafe. Ziel war es, eine kirchliche Alternative zum Modell der damaligen Staatskirche zu entwickeln. Zum Bund gehören heute in Deutschland 500 Kirchengemeinden mit 43.127 Mitgliedern (Stand 31.12.2019). Hinzu kommen laut eigenen Angaben fast 10.000 Kinder und etwa 20.000 Gäste, welche die Gottesdienste besuchen. Weitere Informationen unter www.feg.de.

ACK Deutschland

Die ACK Deutschland wurde 1948 gegründet. Gründungsmitglieder waren fünf Kirchen, jetzt hat die ACK 18 Mitgliedskirchen und sieben Gastmitglieder, darunter auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Fünf ökumenische Organisationen haben einen Beobachterstatus. Informationen: www.oekumene-ack.de.




Über zehn Millionen Menschen in Deutschland kennen den christlichen Fernsehsender Hope TV

In den Bundesländern, in denen Hope TV außer über Satellit auch im Kabel zu empfangen ist, gaben nach Mitteilung des Senders sogar 16 bis 18 Prozent der Bundesbürger an, Hope TV zu kennen. Dagegen liege die Wahrnehmung in Bundesländern ohne Kabelpräsenz bei etwa acht bis elf Prozent.

Die stärkste Wahrnehmung verzeichne Hope TV bei Menschen im Alter von 30 bis 60 Jahren (16 bis 17 Prozent) und bei Familien mit mindestens zwei Kindern (etwa 18 bis 21 Prozent).

„Nach knapp zehn Jahren Marktpräsenz wollte das Team von Hope Media erfahren, wie die eigene Marke „Hope TV“ in der Gesellschaft in Deutschland wahrgenommen wird. Die Ergebnisse durch die GfK motivieren uns sehr und erfüllen uns mit Freude, Dankbarkeit und vor allem Demut. Gott wirkt durch Hope TV und erreicht dadurch Menschen mit der Hoffnung in Jesus Christus“, so Paulin Giurgi, Vorstand Kommunikation & Marketing bei Hope Media Europe e.V..

In derselben Studie wurde auch der Bekanntheitsgrad der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland erkundet. 10 Prozent der Befragten gaben an, die evangelische Freikirche zu kennen. Auch hier war der Bekanntheitsgrad unter den 30- bis 60-Jährigen am stärksten (zwischen 10 und 11 Prozent). In Haushalten mit vier und mehr Personen lag er bei über 12 Prozent, ebenso in Orten mit über 100.000 Einwohnern.

Der Sender Hope TV ist der Fernsehsender der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und gehört zur internationalen Senderfamilie Hope Channel. Sie wurde 2003 in den USA gegründet und besteht mittlerweile aus 61 nationalen Sendern. Hope TV kann unter anderem über den Satelliten Astra, im Internet über hopetv.de und in einigen Kabelnetzen empfangen werden. Derzeit sind rund 35.000 Siebenten-Tags-Adventisten in 554 örtlichen Kirchengemeinden in Deutschland organisiert.




Adventistischer Theologe Dr. Johann Heinz verstorben

Hans Heinz gilt als der erste bedeutende deutschsprachige adventistische systematische Theologe, so das Kuratorium der Friedensauer Hochschule. Er war von 1957 bis 1978 Lehrer für Theologie am adventistischen Seminar Schloss Bogenhofen in Österreich, von 1982 bis 1995 Dozent für Systematische Theologie und Leiter des Theologischen Seminars Marienhöhe der Siebenten-Tags-Adventisten in Darmstadt sowie ab 1991 Gastdozent an der Theologischen Hochschule Friedensau. Er prägte mehrere Generationen von adventistischen Pastorinnen und Pastoren.

Professor Dr. Stefan Höschele, Dekan des Fachbereichs Theologie in Friedensau, fasst zusammen: „Durch die Verbindung von biblischer Fundierung, kirchengeschichtlicher Verankerung und scharfer systematisch-theologischer Analyse hat sein theologisches Denken, Lehren und Schreiben im Adventismus des deutschsprachigen Raums Maßstäbe etabliert, hinter die kein Nachfolger mehr zurückgehen kann.“ Seine Hauptforschungsgebiete waren die Soteriologie (das Erlösungswerk Christi), Martin Luther sowie die Auseinandersetzung mit der katholischen Theologie und der ökumenischen Bewegung.

Johannes Kovar, Bibliotheksleiter am Seminar Schloss Bogenhofen nennt Heinz einen der „wichtigsten Theologen des deutschsprachigen Adventismus“. Wie kein anderer habe er ganze Predigergenerationen geprägt.

Hans Heinz begründete 1990 die theologische Zeitschrift der Friedensauer Hochschule Spes Christiana. Die Gesamtauflage seiner Bücher und Schriften mit Übersetzungen in über 20 Sprachen erreichte Millionenhöhe. Das Wort von Philipp Jacob Spener „Theologie ist eine praktische Disziplin“ habe sich Heinz laut Höschele als Lebensdevise gewählt. Seine Bibel- und Bekenntnistreue verknüpfte sich bei ihm mit einer evangelistischen Leidenschaft. Er sah Theologen und Pastoren dazu beauftragt, Menschen in Grenzsituationen ihres Lebens beizustehen und sie in die Nachfolge Jesu zu rufen. Bis zuletzt arbeitete er an theologischen Fragestellungen und gab gerne sein Wissen preis. Seit 1995 befand sich Hans Heinz im Ruhestand und lebte mit seiner Frau in Braunau am Inn in Österreich.




Friedensauer Dozentin zur Juniorprofessorin ernannt

Aufgrund der Genehmigung des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung in Sachsen-Anhalt konnte Simone Emmert für die Dauer ihrer Dozentur mit Tenure Track an der Friedensauer Hochschule die Berechtigung zum Führen der Bezeichnung Juniorprofessorin für das Fachgebiet „Recht der Sozialen Arbeit“ verliehen werden. „Tenure-Track“ beschreibt einen Weg in der akademischen Laufbahn an Universitäten und Hochschulen, über den eine Professur auf Lebenszeit erlangt werden kann.

Simone Emmert lehrt seit 2015 in Friedensau, unterbrochen durch eine Vertretungsprofessur für Recht in der Sozialen Arbeit an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Sie war Studentin der Rechtswissenschaften in Würzburg, Erasmus-Stipendiatin in Leuven (Belgien), Stipendiatin in Florenz (Italien) und promovierte in Marburg. Sie hatte einen Lehrauftrag an den Universitäten in Marburg und Sherbrooke (Quebec/Kanada). Sie war freiberufliche Anti-Bias-Trainerin und ist zugelassene Rechtsanwältin mit dem Schwerpunkt Familienrecht. Sie spricht neben Deutsch auch Englisch und Französisch. Ihr Engagement und Forschungsinteresse bezieht sich auf Menschenrechte, Familienrecht und Diversität. Dazu habe sie vielfach publiziert, so die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der Friedensauer Hochschule.

Die Theologische Hochschule Friedensau ist eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Hier können acht B.A.- und M.A.-Studiengänge – zum Teil berufsbegleitend – in den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie sowie ein Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ belegt werden. 38 Nationen sind unter den rund 200 Studierenden vertreten.




Buchrezension: Kyle Harper: "FATUM - Das Klima und der Untergang des Römischen Reiches"

Warum hatte das Römische Reich keinen dauerhaften Bestand? Diese Frage beschäftigt noch heute Wissenschaftler und interessierte Laien gleichermaßen. Die Antworten zum Ende der Antike sind vielfältig. Prominente Thesen sind die Völkerwanderung oder auch eine „spätrömische Dekadenz“. Der Professor für Altertumswissenschaften an der Universität Oklahoma, Kyle Harper, wagt in seinem Buch FATUM eine neue These: Nicht die Germanen, sondern Klimaschwankungen und Seuchen seien Hauptgründe für den Untergang. „Bakterien sind noch weitaus tödlicher als Barbaren“ (S. 41). Der englische Originaltitel ist da aussagekräftiger und aktueller: „The Fate of Rome: Climate, Disease, and the End of an Empire“.

Sorgfältig recherchiert, flüssig geschrieben und interdisziplinär lohnt sich der Blick in die Apokalypse der Spätantike, um das aktuelle Weltgeschehen zu bewerten. Das Buch ist in Prolog, sieben Kapitel und Epilog gegliedert. Ein umfangreicher Anhang sowie viele Karten und Diagramme und Tabellen belegen die Ausführungen. Durch das brillante Zusammendenken von geistes- und naturwissenschaftlichen Fakten wird ein prächtiger Einblick in die damalige Welt gegeben. Das drastische, teils apokalyptische Vokabular lässt die römische Welt in Flammen stehen. Harpers Seuchen- und Klimageschichte klingt einleuchtend, ist allerdings in Fachkreisen umstritten, da ihm etliche Detailfehler nachgewiesen wurden.

Vergangenheit
Der Niedergang Roms ist Geschichte. Dieser Geschichte lässt sich allerdings heute mit modernen Forschungsmethoden auf den Grund gehen. Neben antiken schriftlichen Quellen lassen sich Daten aus „natürlichen Archiven“ heranziehen, wie Eisbohrkerne, Meeressedimente, Gletscher, Jahresringe und DNA-Untersuchungen. Daraus rekonstruiert Harper drei Phasen des römischen Imperiums. In der anfänglichen Hochzeit (ca 200 v.Chr. bis 150 n.Chr.) sei ein warmes und feuchtes Klima vorherrschend gewesen. Die Übergangsphase (150 n.Chr. Bis 450 n.Chr.) sei von klimatischer Unbeständigkeit gekennzeichnet gewesen. Ab 450 n.Chr. herrschte dann die spätantike Kleine Eiszeit, die die Römer auszehrte.

Zusätzlich traten drei furchtbare Pandemien auf, die die Kraftreserven der Römer sprengten. 165 n.Chr. wütete die Antoninische Pest mehr als 24 Jahre. Die Cyprianische Pest entvölkerte zwischen 250 n.Chr. und 271 n.Chr. das Reich. Ab 541 n.Chr. trat die dritte Pestwelle, als Justinianische Plage bekannt, auf und hielt sich etwa 200 Jahre. Die genauen Krankheitserreger sind nur teilweise bekannt. Ihre Letalität ist jedoch unbestritten und wird mit bis zu 50% angegeben. Diesen klimatischen und biologischen Naturgewalten sei das Imperium der Römer seinerzeit nicht mehr gewachsen gewesen und es kollabierte, so Harper.

Gegenwart

Harpers These lässt sich wunderbar auf die Gegenwart beziehen. So gilt die Klimaerwärmung heute als ernstzunehmende Gefahr für die Zivilisation, die besonders die junge Generation mit der „Fridays for Future“-Bewegung umtreibt. An einer Lösung arbeiten viele Staaten gemeinsam, nicht zuletzt im Pariser Klimaabkommen. Das Klima gilt es zu schützen, so die gemeinsam gewachsene Überzeugung. Allerdings war 2017 noch nicht absehbar, wie aktuell das Thema Seuchen im weiteren Verlauf der Weltgeschichte werden würde. Was sich damals noch wie eine Schauergeschichte angehört hat, ist heute Wirklichkeit durch Covid 19 geworden. Das Virus bedroht die Gesellschaft. Die Folgen auf die Zivilisation sind verheerend und auch nach einem Jahr Pandemie noch gar nicht vollends abzusehen. Sicher ist aber, dass das Virus eine Zäsur bedeutet.

Zukunft

Es ist aufschlussreich, Harpers Gedanken weiterzudenken und in die Zukunft zu projizieren. Wie gefährlich können die Faktoren Klima und Seuchen für unsere moderne und globale Zivilisation werden? Wie stark ist unsere heutige Zivilisation vom Untergang bedroht? Wann ist der Punkt erreicht, an dem das System kippt? Gibt es ein zurück? Oder werden wir ganz schnell und scheinbar unabsehbar in unsere Einzelstücke zerfallen und unter total veränderten Bedingungen neu anfangen müssen? Die Lage ist ernst und eine Geisteshaltung der „spätrömischen Dekadenz“ wäre hier völlig fehl und würde zweifelsfrei den zivilisatorischen Untergang beschleunigen. Vielmehr benötigt es Weitsicht, Courage und Engagement, um Fehlentwicklungen zu bemerken und wo möglich zu korrigieren. Anderenfalls droht uns ähnliches Ende wie das der Römer, soviel ist sicher.

Claudia Mohr

Die Rezension kann als Dokument heruntergeladen werden:
https://www.apd.info/wp-content/uploads/2021/01/Rezension-Harper-FATUM-Das-Klima-und-der-Untergang-des-Ro%CC%88mischen-Reiches.pdf




Breite Allianz fordert Anhebung der Regelsätze und weitere Corona-Soforthilfen für arme Menschen

Das Spektrum der Unterzeichnenden des Aufrufs „SOFORTHILFEN FÜR DIE ARMEN – JETZT!!” reicht von Gewerkschaften, Sozial- und Wohlfahrtsverbänden, über Kultur, Wohnen, Umwelt bis zu Selbsthilfe und Gesundheit. Auch der Paritätische Gesamtverband hat sich an diesem Aufruf beteiligt. Eine derart breite zivilgesellschaftliche Allianz für eine bedarfsgerechte, armutsfeste Anpassung der Regelsätze auf ein konkretes Niveau gab es noch nie. Die bisherige politische Unterlassung, arme Menschen durch eine auskömmliche Grundsicherung und effektive Corona-Hilfen zu entlasten, komme einem “armutspolitischen Offenbarungseid” gleich, so die Kritik.

Die Unterzeichnenden appellieren an die Bundesregierung, endlich armutspolitisch aktiv zu werden. Sie fordern für Bezieher*innen von Hartz IV und Grundsicherung für Alte und Erwerbsgeminderte die bedarfsgerechte Anhebung der Regelsätze auf mindestens 600 Euro sowie für die Dauer der Krise einen pauschalen Mehrbedarfszuschlag von 100 Euro. Darüber hinaus sei die Finanzierung der Anschaffung eines internetfähigen Computers sowie notwendiger Software für arme Schüler*innen als einmalige Leistung sicherzustellen. Schließlich sei eine Erneuerung der Miet- und Kreditmoratorien dringend notwendig, um Mieter*innen bei andauernder Pandemie vor Wohnungsverlust zu schützen.

„Die Armut in unserem Land nimmt leider immer mehr zu – insbesondere in dieser Zeit der Covid-19-Pandemie. Das darf nicht ignoriert werden. Von daher ist es jetzt unabdingbar, dass die Bundesregierung sehr zügig dagegen etwas unternimmt“, sagt Volkmar Proschwitz, geschäftsführender Vorsitzender des Advent-Wohlfahrtswerkes e.V..

Christian Molke, geschäftsführender Vorstand der adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland e.V. meint: „Eine globale Pandemie darf nicht dazu führen, dass wir die Leiden unserer Mitmenschen ignorieren. Wir sind mit offenem Herzen und Augen für die Ärmsten der Armen in aller Welt tätig. Dasselbe erwarten wir auch von den politisch Verantwortlichen in unserem Land. Es schmerzt besonders, wenn in einem wohlhabenden Land wie Deutschland, Menschen, die es ökonomisch ohnehin schwer haben, durch die Pandemie besonders benachteiligt sind. Sie brauchen unsere unbedingte Solidarität!“

Advent-Wohlfahrtswerk (AWW)

Das 1897 gegründete Advent-Wohlfahrtswerk ist das Sozialwerk der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Es ist Mitbegründer und Mitglied des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Im Sozialwerk sind bundesweit etwa 200 Ehrenamtliche in den AWW-Helferkeisen und etwa 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen tätig. Seit seiner Gründung bietet das AWW vielfältige Hilfe und Unterstützung gerade auch für arme, notleidende und benachteiligte Menschen in der Gesellschaft an.

Zum Volltext des Aufrufs sowie einer Auswahl weiterer Zitate der Unterzeichnenden: https://www.der-paritaetische.de/presse/aufruf-soforthilfen-fuer-arme




ADRA Indonesien hilft Tausenden nach Erdbeben

In einem ersten Schritt sei es darum gegangen, die Menschen ins Landesinnere in sichere Unterkünfte zu bringen, sagte Rappell. „Die meisten Menschen sind traumatisiert und haben Angst, ihre Häuser zu betreten“, weil sie sich an die Verwüstungen des Palu-Erdbebens 2018 erinnerten.

ADRA hat rund 2.000 Menschen mit Materialien zum Bau von Notunterkünften versorgt. Zu den Notunterkünften gehören strapazierfähige Planen zum Bau von Wänden und Dächern, Tücher, Laken und Bettzeug. Das ADRA-Team in Indonesien sammle auch Daten über weitere dringende Bedürfnisse der Überlebenden.

„Wir arbeiten auch mit adventistischen Kirchengemeinden in den Mamuju-Distrikten und einer Jugendorganisation namens Youth Emergency Services (YES) zusammen, um auch Kirchenmitglieder mit Unterkünften, Lebensmitteln, Hygienesets und Medikamenten zu versorgen“, so Rappell.

Mehr über ADRA Indonesien: https://www.adraindonesia.org/




Weltbibelhilfe unterstützt Gemeinden in Sibirien

Keil reiste rund 1200 Kilometer gemeinsam mit Alexej Bulatov und besuchte mit dessen „Bibelbus“ vor Ausbruch der Corona-Pandemie Orte und Gemeinden in der Republik Chakassien im südlichen Sibirien. „Wir verteilten Bibeln und sprachen mit Christen, die sich in sozialen Projekten engagieren“, so Keil.

Eine Station war ein kleines Dorf zwei Stunden von der Hauptstadt Abakan entfernt. Die 27-jährige Marina und ihr Team veranstalteten hier wie in vielen anderen Orten der Region Bibelstunden für Kinder und Jugendliche. Bulatov von der Russischen Bibelgesellschaft unterstützt die Arbeit mit kostenlosen Kinderbibeln. Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendarbeit seien auf diese Ausgaben angewiesen, denn weder die Gemeinden noch die Menschen selbst könnten sie sich leisten.

Neben der Armut sei es vor allem die Einsamkeit, die das Leben für viele Menschen schwermache. In vielen Dörfern gebe es keine Kirchengemeinden mehr, weil ein Großteil der Familien in die Städte gezogen sei. Die Dagebliebenen fühlten sich allein und verlassen, so Bulatov. „Doch wenn wir sie besuchen und ihnen Gottes Wort geben, ist die Freude riesengroß. Sie schöpfen Hoffnung und Mut für ihr Leben.“

Neben der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen richte sich die Unterstützung der Russischen Bibelgesellschaft daher auch an Mitarbeitende von Gemeinden mit sozialen Projekten. Darunter eine Einrichtung, die Menschen auf dem Weg aus Alkohol- und Drogenabhängigkeit begleite, Altenheime, Obdachlosenunterkünfte sowie ein Kinder-Krebszentrum.

Durch Spenden unterstützt die Weltbibelhilfe die Arbeit in Sibirien mit der Weitergabe von Bibeln, Kinderbibeln und Neuen Testamenten. „Meine Reise durch Sibirien hat mir gezeigt, was für ein großes Geschenk Gottes Wort für Menschen in Not sein kann – und wie dankbar die Menschen in Sibirien dafür sind“, zieht Tobias Keil Bilanz seiner Reise. „Eine Bibel ist ein kostbares Geschenk, das dankbar angenommen wird.“

Weltbibelhilfe

Die Weltbibelhilfe ist das Spendenwerk der Deutschen Bibelgesellschaft. Sie ist überkonfessionell tätig und in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) beheimatet. In Deutschland sammelt die Weltbibelhilfe Spenden für die Übersetzung und Verbreitung der Bibel sowie andere bibelgesellschaftliche Arbeit weltweit. Partner sind die im Weltverband zusammengeschlossenen Bibelgesellschaften. Der Weltverband der Bibelgesellschaften zählt 148 Mitglieder und ist in mehr als 200 Ländern aktiv.

Weitere Informationen und ein Video mit Eindrücken von Tobias Keil: https://www.die-bibel.de/spenden/weltbibelhilfe/projekte/sibirien




Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden: „Niemand soll allein sterben müssen!“

„Menschen sterben einsam in dieser Pandemie – das kann und darf nicht sein!“, klagt der Vorstand des BFP in einem Aufruf. Er empfinde es als menschenunwürdig und verantwortungslos, wenn Sterbenden ihr Wunsch nach Begleitung durch den ihnen vertrauten Seelsorger in Krankenhäusern, Altenheimen und Hospizeinrichtungen verwehrt werde. Deshalb der Aufruf: „Niemand soll allein sterben müssen. Niemand darf allein gelassen werden!“ Wenn Menschen gerade in dieser Phase seelsorgerliche Begleitung wollen, müsse das möglich sein.

Seelsorger bevorzugt impfen
Der BFP-Vorstand fordert die Verantwortlichen in Regierung und Verwaltung auf, für Regelungen zu sorgen, die den Zugang zu in seelsorgerlicher Not befindlichen Menschen ermöglichen. Menschen müssten im Sterbeprozess begleitet werden dürfen, um Schaden vom Einzelnen und der ganzen Gesellschaft abzuwenden. Der Vorstand halte es auch für erforderlich, dass für diesen Dienst entsprechende und vorgeschriebene Schutzausrüstungen kostenlos zur Verfügung gestellt werden, wenn sich sterbende Menschen in Einrichtungen befinden. Außerdem gelte es Pastoren und von Kirchengemeinden beauftragte Seelsorger im sogenannten Gruppen-Ranking der Impfprioritäten als systemrelevant einzustufen und ihnen einen bevorzugten Zugang zur Covid-19 Schutzimpfung zu ermöglichen.

BFP
Der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) ist die zweitgrößte Freikirche innerhalb der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) in Deutschland. Zum BFP zählen 62.872 Mitglieder in 836 Kirchengemeinden. 325 davon sind Migrationsgemeinden. Einschließlich der Kinder, Jugendlichen und regelmäßigen Gästen gehören etwa 181.255 Personen dem BFP an (Stand 01.01.2019).
Weitere Informationen unter www.bfp.de.

Einschränkung der Grundrechte regelmäßig überprüfen und kritisch begleiten

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland wies in ihrer „Stellungnahme zur aktuellen Pandemielage“ vom November 2020 darauf hin, dass laut Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 10. April 2020 Eingriffe in die Religions‐ und Weltanschauungsfreiheit aufgrund der Pandemie zwar gerechtfertigt seien, aber der regelmäßigen Überprüfung bedürften. Gerade Christen wären in der Krise herausgefordert, Menschen zu begleiten und ihnen Hoffnung zuzusprechen. Das geschehe durch das Evangelium von Jesus Christus, weil in ihm die Nähe Gottes zu jedem einzelnen Menschen zum Ausdruck komme, so die Freikirchenleitung. In dem sensiblen Bereich der Grundrechtseinschränkungen seien auch Christen nicht von der Verantwortung entbunden, Einschränkungen zu hinterfragen oder Beschränkungen kritisch zu begleiten.
Weitere Informationen: www.adventisten.de.




ACK: Bundesweites Jahr der Ökumene 2021/2022 eröffnet

Das Motto der Gebetswoche „Bleibt in meiner Liebe und ihr werdet reiche Frucht bringen“ aus dem Johannesevangelium drücke diesen Zusammenhang deutlich aus, so Miron im Gottesdienst, der in der Hauptkirche St. Petri in Hamburg gefeiert und von Christinnen und Christen aus den ACK-Mitgliedskirchen gestaltet wurde. Laut Miron bilde dies die Grundlage dafür, dass sich beispielsweise die ACK Deutschland zum einen bei der Feier des Tags der Schöpfung engagiere, zum anderen aber auch über theologischen Fragen diskutiere und auf dem 3. Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt präsent sei. „Frucht bringen heißt also beides für uns: das ganz konkrete Handeln an unseren Nächsten und das Wachsen im Heiligen Geist, das diesem Handeln zugrunde liegt“, so der ACK-Vorsitzende.

Gebetswoche für die Einheit der Christen
Weltweit wird die Gebetswoche jedes Jahr entweder vom 18. bis 25. Januar oder in der Zeit von Christi Himmelfahrt bis Pfingsten gefeiert. Ihre Ursprünge gehen bis in das 19. Jahrhundert zurück. In Deutschland steht die Gebetswoche in diesem Jahr in enger Verbindung mit der Gebetswoche der Evangelischen Allianz, einem Netzwerk evangelisch-reformatorisch gesinnter Christen aus den verschiedenen Kirchen und Gemeinschaften, die vom 10. bis 17. Januar gefeiert worden ist. Die Kooperation war am Samstag, 16. Januar, im Berliner Dom im Rahmen des Gebetstages EINS symbolisch vereinbart worden. Das gewählte Thema „Bleibt in meiner Liebe und ihr werdet reiche Frucht bringen“ basiert auf der entsprechenden Bibelstelle im Johannesevangelium Kapitel 15, Verse 1 bis 17.

Jahr der Ökumene 2021/2022

In den Jahren 2021 und 2022 stehen mehrere große Ereignisse bevor, welche die zwischenkirchlichen Beziehungen in Deutschland stärken sollen. Um den anstehenden Gottesdiensten, theologischen Diskursen, Festen, Begegnungen und dem Austausch einen Rahmen zu geben, hat die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland das „Jahr der Ökumene 2021/2022“ ausgerufen, das mit dem zentralen Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen in Hamburg eröffnet wurde.

ACK – Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen
Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland repräsentiert etwa 50 Millionen Christinnen und Christen in Deutschland, ihr gehören 17 Kirchen an, weitere acht Kirchen sind Gastmitglieder, darunter auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, fünf ökumenische Organisationen haben Beobachterstatus. Schwerpunkte der Arbeit der 1948 gegründeten ACK sind unter anderem die theologische Reflexion, das Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung sowie das gemeinsame Gebet.

Weitere Informationen: www.oekumene-ack.de




Rettungsschiff „Ocean Viking“ bringt 373 Gerettete nach Sizilien

374 Menschen gerettet
Innerhalb von 48 Stunden, so berichtete die SOS MEDITERRANEE am Freitag über ihren Twitter-Account, habe die Ocean Viking 374 Menschen aus 4 überbesetzten Booten aufgenommen. Unter den Geretteten auf der Ocean Viking seien 21 Babys, 35 Kinder, 131 unbegleitete Minderjährige und 2 schwangere Frauen. Am Samstag war eine hochschwangere Frau bereits nach Lampedusa notevakuiert worden.

SOS MEDITERRANEE nahm die Zuweisung eines sicheren Hafens mit Erleichterung auf. Die Wetterbedingungen hätten sich seit Freitag zunehmend verschlechtert und Regen, Wind und hoher Seegang setzten den geretteten Menschen auf der Ocean Viking zu. Luisa Albera, Such- und Rettungskoordinatorin an Bord der Ocean Viking: „Wir haben eine weitere langwierige Wartezeit auf See befürchtet ohne Zuweisung eines sicheren Ortes, so wie wir es in der Vergangenheit leider oft erleben mussten. Das Wetter hätte sich in den letzten 48 Stunden rapide verschlechtert, die zahlreichen Babys und kleinen Kinder an Bord litten besonders unter Seekrankheit.

„Von den Überlebenden an Bord haben wir entsetzliche Berichte über die unmenschlichen Zustände in Libyen gehört”, berichtet Albera weiter. „Wir haben von Schiffbrüchen und durch die libysche Küstenwache abgefangenen Booten erfahren”. Diese bringe die fliehenden Menschen zurück nach Libyen, was Seevölkerrecht widerspreche. Die Ocean Viking sei zurzeit das einzige zivile Rettungsschiff, das im zentralen Mittelmeer im Einsatz ist, fast alle anderen seien durch Behörden festgesetzt.

EU-Lösung zur Aufnahme Geretteter dringend erforderlich
„Wir sind für die 373 Menschen an Bord unseres Schiffes sehr erleichtert. Allerdings betonen wir, dass es dringend eine effektive Koordination der staatlich geführten Such- und Rettungsmaßnahmen im zentralen Mittelmeer braucht. Menschenleben hängen hiervon ab. Während aktuell die Zivilgesellschaft versucht diese Lücke zu füllen, müssen die EU-Mitgliedsstaaten eine Lösung für einen schnellen und planbaren Mechanismus zur Aufnahme der Geretteten finden. Die EU muss die europäischen Küstenstaaten unterstützen und sich für die Einhaltung des Seerechts an unseren gemeinsamen Grenzen am Mittelmeer einsetzen“, fordert Albera.

Hintergrund
Die Ocean Viking rettete am Donnerstag, den 21. und Freitag, den 22. Januar 2021 in drei verschiedenen Rettungsaktionen in der libyschen Such- und Rettungszone 374 Menschen aus vier in Seenot geratenen Schlauchbooten. Drei der Boote wurden den Seebehörden und der Ocean Viking über das zivile Netzwerk Alarm Phone gemeldet und mit Unterstützung von zivilen Flugzeugen, Moonbird (Sea-Watch) und Colibri II (Pilotes Volontaires), gesichtet. Eines wurde mit einem Fernglas von der Brücke der Ocean Viking aus entdeckt. Mehrere andere Boote, die in Seenot geraten waren, wurden von der libyschen Küstenwache abgefangen, wie die Einsatzkräfte der zivilen Luftaufklärung berichteten.

Nachdem die Ocean Viking in den vergangenen vier Tagen zweimal bei den libyschen Seebehörden nach einem sicheren Ort für die Anlandung der Geretteten angefragt hatte, bat sie die italienischen und maltesischen Rettungskoordinationszentren (RCCs) um Unterstützung. Schließlich wurde ihr am späten Sonntagnachmittag von den italienischen Behörden als Ausschiffungsort Augusta auf Sizilien zugewiesen.

Die Rettungsorganisation

SOS MEDITERRANEE ist eine europäische Nichtregierungsorganisation (NGO) zur Rettung Schiffbrüchiger im Mittelmeer. Sie hat sich 2015 in Berlin gegründet, war von Februar 2016 bis Dezember 2018 mit der Aquarius und ist seit August 2019 mit dem Rettungsschiff Ocean Viking im zentralen Mittelmeer im Einsatz. Bis dato konnte SOS MEDITERRANEE insgesamt 31.799 Menschen aus Seenot bzw. vor dem Ertrinken retten. Die Organisation setzt sich auf allen Ebenen dafür ein, dass auf dem Mittelmeer Seenotrettung nicht mehr blockiert und Seerecht nicht mehr gebrochen wird. Als Teil eines Konsortiums unterstützt auch die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA die Arbeit von SOS MEDITERRANEE ideell und finanziell.

Zur ursprünglichen Pressemeldung von SOS MEDITERRANEE:
https://sosmediterranee.de/press/sos-mediterranee-bringt-373-gerettete-nach-sizilien/




Symposium zur Gleichberechtigung der Geschlechter und zur Gendergerechtigkeit

Veranstalter des diesjährigen Symposiums ist die „Interinstitutionelle Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen für Religion und Nachhaltige Entwicklung“. Organisiert wird es vom Ökumenischen Rat der Kirchen, dem ACT-Bündnis, dem Gremium für Kirche und Gesellschaft der Evangelisch-Methodistischen Kirche, Islamic Relief, der weltweiten Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Soka Gakkai International, der United Religions-Initiative, der Frauenorganisation der Vereinten Nationen UN Women und dem Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA).

Das Symposium beginnt mit der Podiumsdiskussion „Multi-Stakeholder-Zusammenarbeit zur Beschleunigung von Gleichberechtigung, Gleichstellung und Gerechtigkeit“. Danach folgt das Grundsatzreferat „Die zeitgemäße Dringlichkeit von Gleichberechtigung, Gleichstellung und Gerechtigkeit: Einordnung des Themas“. Sprecher ist der aus dem Senegal stammende Theologe Dr. Ganoune Diop, Generalsekretär der International Religious Liberty Association (IRLA) und Direktor der Abteilung für Öffentliche Angelegenheiten der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Respondenten sind Professorin Charlotte Bunch, Founding Director & Senior Scholar, Center for Women’s Global Leadership, Rutgers University in Camden, New Jersey/USA, Shahin Ashraf, Leiterin der globalen Abteilung für Interessenvertretung, Islamic Relief Worldwide, und die frühere leitende Rabbinerin der Bewegung des Reformjudentums, Laura Janner-Klaus.

Die 3. Sitzung befasst sich mit „Gleichberechtigung, Gleichheit und Gerechtigkeit: Frauen, die Frieden und Sicherheit fördern“. Es moderiert den Diskussionsbeitrag Ivy Koek, UN-Repräsentantin und Vertreterin der buddhistischen Vereinigung Soka Gakkai International. Bei der 4. Sitzung gibt es ebenfalls ein Podiumsgespräch unter Leitung von Pastor Dr. Liberato Bautista, stellvertretender Generalsekretär für UN- und internationale Anliegen der Evangelisch-methodistischen Kirche. Thema: „Geschlechtergleichheit, Gleichstellung und Gerechtigkeit: Pluralismus, Menschenrechte und Überschneidungen“. Das Symposium schließt mit einer Aussprache zu „Partnerschaft und Verpflichtungen zur Verwirklichung von Gleichberechtigung, Gleichstellung und Gerechtigkeit“.

COVID-19 verschärft Lage von Mädchen und Frauen

Laut Veranstalterangaben habe die COVID-19-Pandemie die bestehende Ungerechtigkeit noch verschärft. Belege von verschiedenen Leistungserbringern deuteten auf einen erheblichen Anstieg der Fälle von häuslicher Gewalt im Kontext der Lockdowns hin, weil die Frauen und Kindern mit den Tätern unter einem Dach gefangen seien. Zudem hätten Dienste und Beratungsstellen, auf die viele Frauen angewiesen wären, in der Zeit der Pandemie schließen müssen.

Zunehmend zeige sich weiterhin, dass insbesondere Mädchen durch die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie und die Schulschließungen einem wachsenden Risiko ausgesetzt seien. Die langanhaltenden Schulschließungen aufgrund der COVID-19-Pandemie bedeuteten für mehr als eine Milliarde Kinder weltweit eine Unterbrechung ihrer schulischen Ausbildung. Mädchen wären dadurch einem höheren Risiko ausgesetzt, Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt, Kinderheirat oder weiblicher Genitalverstümmelung zu werden. Auch könnten sie ungewollt schwanger werden oder sich mit HIV zu infizieren und gleichzeitig keinen oder nur sehr begrenzten Zugang zu reproduktiver Gesundheitsfürsorge und entsprechenden Dienstleistungen haben.

Weitere Informationen zum Symposium:
https://www.oikoumene.org/de/events/7th-annual-symposium-on-the-role-of-religion-and-faith-based-organizations-in-international-affairs.




Die gesamte Bibel jetzt als BasisBibel erhältlich

Die ganze Bibel neu übersetzt
Für die DBG sei es ein ganz besonderer Moment. „Über viele Jahre hinweg haben wir darauf hingearbeitet.“ Die bisher erschienenen Teile Neues Testament, Psalmen und ausgewählte Texte des Alten Testaments, gebe es bereits seit 2012 in gedruckter Form, als Hörbuch sowie in der Reihe „Bibeldigital“, im Internet und in der kostenlosen Die-Bibel.de-App. Nun seien auch die Teile des Alten Testaments übersetzt und in diesem Zuge die bereits erschienenen noch einmal durchgesehen und überarbeitet worden.

Die BasisBibel zeichne sich in besonderer Weise durch ihre Verständlichkeit und Zuverlässigkeit aus. Kurze Sätze, eine klare und prägnante Sprache und ihr einzigartiges Design und Layout seien die Markenzeichen. Zusätzliche Erklärungen von Begriffen und Sachverhalten in der Randspalte sollen das Verständnis der biblischen Texte erleichtern.

Warum eine neue Bibelübersetzung?
Im Zeitalter digitaler Medien habe sich laut DBG das Leseverhalten grundlegend verändert. Der lesefreundliche Text der BasisBibel berücksichtige auch Leserinnen und Leser, welche die Lektüre auf Bildschirm oder Display gewohnt seien.

Die Deutsche Bibelgesellschaft (DBG)
Die Deutsche Bibelgesellschaft mit Sitz in Stuttgart hat als kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts nach ihrer Satzung die „Übersetzung, Herstellung und Verbreitung der Bibel“ als Aufgaben. Darüber hinaus fördert sie die Bibelmission, das Bibellesen und die Kenntnis der Heiligen Schrift. Mit der BasisBibel bietet die DBG die erste Bibelübersetzung an, die den gewandelten Lesebedürfnissen des 21. Jahrhunderts gerecht werden will: zeitgemäßes Deutsch mit klaren, prägnanten Sätzen, rhythmischer Sprache, zahlreichen Sacherklärungen und Hintergrundinformationen im Internet. Zu den mehr als 500 Titeln des Verlages zählen außerdem wissenschaftliche Ausgaben, Hörbibeln, elektronische Medien, fremdsprachige Ausgaben und Kinderbibeln.

Weitere Informationen unter: www.die-bibel.de.




Hilfsorganisation ADRA Deutschland e.V. erneut mit DZI-Spendensiegel ausgezeichnet

Das DZI-Spenden-Siegel gilt als eines der wichtigsten Zeichen des Vertrauens im Spendenwesen. „Das Gütesiegel belegt, dass ADRA Deutschland e.V. mit den ihr anvertrauten Spenden verantwortungsvoll und sorgfältig umgeht. „Im vollen Bewusstsein unserer gewaltigen Aufgabe, das Leid in der Welt zu mindern, streben wir bei ADRA danach, Gelder und Ressourcen bestmöglich einzusetzen. Dazu lassen wir uns jährlich unabhängig kontrollieren“, berichtet Robert Schmidt, Abteilungsleiter Finanzen bei ADRA Deutschland.

ADRA verpflichte sich freiwillig, die vom DZI vorgegeben Standards zu erfüllen und damit hohen Qualitätsansprüchen zu entsprechen. Geprüft würden neben der zweckgerichteten und sparsamen Mittelverwendung unter anderem eine wahrheitsgemäße und sachliche Öffentlichkeitsarbeit, geprüfte Rechnungslegungen, eine funktionierende Leitung und wirksame Aufsichts- und Kontrollstrukturen. Seit 2007 ist ADRA Deutschland e.V. Träger des DZI Spenden-Siegels.

„Es ist uns wichtig, dass unsere Spenderinnen und Spender sich darauf verlassen können, dass Ihre Spenden wirklich ankommen. Die uns anvertrauten Gelder setzen wir wirksam und nachhaltig für unsere Arbeit in der Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ein. Wir sind allen, die uns in unserer Arbeit für Menschen in Not unterstützen, dankbar für ihr Vertrauen“, so Christian Molke, geschäftsführender Vorstand von ADRA Deutschland.

Über ADRA Deutschland e.V.
ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine international tätige Nichtregierungs-Organisation (Non Governmental Organization). ADRA Deutschland e.V. wurde 1987 gegründet und steht der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten nahe. Getreu dem Motto „damit Menschen wieder hoffen können“ arbeitet ADRA Deutschland e.V. als Mitglied eines weltweit föderativ organisierten Netzwerkes mit über 130 nationalen Büros partnerschaftlich daran, dass Armut und Unterdrückung in den ärmeren Teilen dieser Erde überwunden werden kann.




Grundkurs über Glaube und Wissenschaft als Webinar

Christen glauben, dass Gott der Autor (Herausgeber) der Bibel und der Schöpfer der Natur sei und daher sollte das Wissen, das aus diesen beiden Quellen stammt, immer in Harmonie sein. Aber das scheint nicht der Fall zu sein, oder doch?

„Faith and Science Fundamentals“-Webinare
Über die Webinare mit dem Titel „Faith and Science Fundamentals“ (Grundlagen von Glaube und Wissenschaft) erläutert Dr. Noemí Durán, Biologin, Professorin und Leiterin der europäischen Niederlassung des Geoscience Research Institute (GRI): „Einmal pro Woche werden wir sechzehn Wochen lang die wichtigsten Fragen der Glaubens-Wissenschafts-Debatte erforschen, wobei wir uns besonders auf eines der umstrittensten Themen konzentrieren: Ursprünge (Origins)“

Vier Bereiche
Durán berichtet weiter, dass der Inhalt in vier Abschnitte gegliedert sei: (1) Wissenschaft, (2) Modelle der Ursprünge, (3) Biologie und Design, und (4) Flut Geologie und Paläontologie. Die Webinare werden über Zoom-Webinar in Englisch, Spanisch und anderen europäischen Sprachen verfügbar sein, je nach Nachfrage. Sie finden jeweils mittwochs ab 19.30 Uhr (MEZ) statt. Die spezifischen Titel und Termine für jede Sitzung seien auf der Facebook-Seite GRI Live Creation verfügbar.

Grundkurs über Glaube und Wissenschaft
Diese Webinarreihe sei ein Grundkurs über Glaube und Wissenschaft, der für Lehrer, Pastoren, Studenten und alle anderen an diesem Thema interessierten Personen empfohlen werde. Es seien keine vorherigen Schulungen oder Kenntnisse erforderlich. Dr. Noemí Durán moderiert selbst diese Webinare. Die Veranstaltungen seien kostenlos, erforderten aber eine Anmeldung. Sie werden auf der Zoom Webinar-Plattform abgehalten.

Geoscience Research Institute (GRI)

Das 1958 gegründete Geoscience Research Institute mit Sitz auf dem Campus der Loma Linda Universität in Kalifornien/USA wurde gegründet, um sich mit Fragen zu wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Ursprünge zu beschäftigen. Das Institut nutzt sowohl die Wissenschaft als auch die Offenbarung, um die Fragen der Ursprünge zu untersuchen, da es die ausschließliche wissenschaftliche Herangehensweise als zu engen Ansatz betrachtet. Das Institut dient der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in zwei Hauptbereichen: Forschung und Kommunikation.

Hier geht es zur Anmeldung der Webinare: http://bit.ly/3nLEwWG.




Schulung zum Smartphone-Missionar

Weltweit nutzten ca. 5 Milliarden Menschen ein Smartphone, Tendenz steigend, so Knirr. „smartHope – Hoffnung verbindet“ wolle Menschen dort erreichen, wo sie sind, nämlich an ihren Smartphones. Das Prinzip sei ganz einfach: „Menschen, die an biblischen Fragen interessiert sind, bekommen in regelmäßigen Abständen durch einen Chatbot von „Adventist World Radio“ Audio-Bibelthemen zugesandt, die sie sich anhören können. Zusätzlich werden sie mit einem „smartHope Influencer“ verbunden, der sie bei Fragen unterstützt, ermutigt und für sie betet.“

Das Schulungsangebot sei eine Initiative von Adventist World Radio (AWR), dem Rundfunkangebot der weltweiten Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Es werde derzeit in den Sprachen Englisch, Spanisch und Deutsch angeboten. Alles was es dazu brauche seien ein Smartphone, Liebe zu Menschen und diese Schulung, erläutert Pastor Knirr.

Die Schulung findet online via ZOOM statt. Nach der Anmeldung erhalten alle Teilnehmenden kurz vor der Schulung den Zoom-Link zugeschickt.

Adventist World Radio (AWR) ist ein adventistischer Rundfunksender, der in den 1930er Jahren gegründet wurde und zunächst unter dem Namen „Voice of Prophecy“ (gegründet 1929) seine Programme ausstrahlte. Unterhalten wird er von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Im Jahr 1948 wurde der deutschsprachige Zweig unter dem Namen „Stimme der Hoffnung“ – jetzt „Hope Media Europe“ – gegründet.

Zur Smarthope-Schulung Anmeldung: https://t1p.de/9xlp




„Radikale Barmherzigkeit – mehr als Gutmenschentum“ – Jahresanfangsgottesdienst der Adventisten

Wenn Jesus von Barmherzigkeit spreche, so eine Pressemeldung von Hope TV, gehe es um mehr als nur darum, Menschen so zu behandeln, wie ich selbst behandelt werden möchte. Die Wahrheit sei, dass jeder auf bedingungslose Gnade angewiesen ist, weil jeder Mensch scheitert.

Der Gottesdienst werde auch einen „Kindermoment“ enthalten, präsentiert von Katrin Grieco und Team. Außerdem werden Vanessa Schulz und Johannes Naether die Zuschauer auf eine virtuelle Rundreise durch Deutschlands Gemeinden mitnehmen und sie teilhaben lassen, wie es diesen im Corona Jahr ergangen ist.

Der Gottesdienst kann über unterschiedliche Medien angeschaut werden:
Fernsehen: HopeTV
Web: http://www.hopetv.de/live
YouTube (Hope TV Bibel): http://www.youtube.com/hopetvbibel/live
YouTube (Hope TV Gebärdensprache): http://www.youtube.com/channel/UCvjyl9-vis6c__aaNMUXORQ/live
Facebook: http://www.facebook.com/hopetvdeutsch/live/




Neue Geschäftsführung im Advent-Verlag Lüneburg

Das neue Geschäftsführungsteam
Jessica Schultka ist seit 2015 im Advent-Verlag tätig und seit 2016 Verlagsleiterin. Die studierte Theologin ist verantwortlich für das Redaktionsteam und die inhaltliche Ausrichtung des Verlags. Berufsbegleitend absolviert sie außerdem derzeit einen MBA in Betriebswirtschaftslehre. Sabine Resch ist seit 2012 im Advent-Verlag als Leiterin für den Bereich Finanzen und Personal tätig. Sie ist geprüfte Bilanzbuchhalterin und war viele Jahre für den Finanzvorstand der DE-VAU-GE Gesundkostwerk Deutschland GmbH sowie für Coca-Cola und Dailycer Deutschland tätig. Andre Trofimov ist geprüfter Wirtschaftsfachwirt und seit mehr als 10 Jahren im Advent-Verlag. Er war für die kaufmännische Betriebsführung der Christa-Medien GmbH zuständig und ist seit 2015 Leiter des Bereichs Vertrieb, Logistik und EDV.

Wechsel zurück in den Aufsichtsrat
Dieter Neef, Finanzvorstand der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, hat im Juli 2019 interimsweise die Geschäftsführung der Advent-Verlag GmbH übernommen. Mit seiner langjährigen Erfahrung als Manager für global agierende Automobilkonzerne hat er den Verlag fit für die Zukunft gemacht und dabei auch die neue Geschäftsführung intensiv auf ihre neuen Aufgaben vorbereitet. „Wir haben in den vergangenen anderthalb Jahren als Leitungsteam intensiv daran gearbeitet, den Verlag auf ein solides Fundament zu stellen und ich freue mich sehr darüber, nun die Geschäftsleitung des Verlags an die neuen Geschäftsführer übergeben zu dürfen“, so Neef. „Ich hatte viel Freude daran, mit ihnen zu arbeiten. Ihre Leitungsbereitschaft, ihr Wille für Veränderung und nicht zuletzt die große Verbundenheit mit dem Verlag, machen sie zur optimalen Besetzung“, so Neef weiter. „Wir, die neue Geschäftsführung, aber auch das gesamte Verlagsteam sind Dieter Neef für seine Arbeit als Geschäftsführer im Advent-Verlag sehr dankbar. Er hat Schlüsselprozesse und wichtige Bereiche im Verlag gründlich analysiert, Verbesserungsprozesse angestoßen und dabei geholfen, ein Team zu formen, das optimal für die Zukunft aufgestellt ist“, ergänzt Jessica Schultka. Neef geht als Gesellschaftervertreter zurück in den Aufsichtsrat und wird so auch weiterhin dem Advent-Verlag verbunden sein.

Über die Advent-Verlag GmbH

Seit 1895 ist der Advent-Verlag Lüneburg der offizielle Verlag der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Mit seinen Publikationen bietet der Verlag den Lesern Orientierung in Sinn- und Lebensfragen und spricht sie ganzheitlich und generationsübergreifend an. Er will dazu anregen, über Gott nachzudenken und den biblischen Glauben authentisch im Alltag zu leben, indem er ihn nachhaltig fördert, vertieft und begleitet. Das Motto des Advent-Verlags lautet: „Wir schaffen Worte, die bleiben.“

Informationen über den Advent-Verlag: www.advent-verlag.de




Vollversammlung der Adventisten auf 2022 verschoben

In einer weiteren Stellungnahme berichtete der Nachrichtendienst, dass zum zweiten Mal innerhalb von zehn Monaten die Mitglieder des Exekutivkomitees der weltweiten Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten dafür gestimmt hätten, die ursprünglich für Ende Juni 2020 geplante alle fünf Jahre stattfindende Vollversammlung der Freikirche aufgrund der Herausforderungen durch die COVID-19-Pandemie zu verschieben.

Mitglieder des Exekutivausschusses (EXCOM) aus der ganzen Welt hätten an der virtuellen Zoom-Sitzung am 12. Januar 2021 teilgenommen, wo sie Berichte der Weltkirchenleitung, der Gesundheitsbeauftragten, der Logistikkoordinatoren und des Rechtsberaters entgegennahmen. Die Leiter hätten die Möglichkeit erörtert, an dem geplanten Termin der Geschäftssitzung vom 20. bis 25. Mai 2021 in Indianapolis, Indiana, USA, festzuhalten. Dieser war zuvor von demselben Gremium genehmigt worden.

Das Fortbestehen der tödlichen weltweiten COVID-19-Pandemie und ihre anhaltenden Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit, die Reisetätigkeit und die Verfügbarkeit von internationalen Visa hätten das internationale Gremium dazu bewogen, die Tagung auf den 6. bis 11. Juni 2022, ebenfalls in Indianapolis, zu verschieben. Der neue Plan, über den Kirchenleiter und Laien abgestimmt hätten, verschiebe den Termin für die alle fünf Jahre stattfindende Geschäftssitzung der Denomination nun um fast zwei Jahre gegenüber dem ursprünglich geplanten Termin. Dies erlaube die Verfassung der Adventisten.

Der Präsident der Kirchenleitung (GK), Ted N. C. Wilson, der den Vorsitz des EXCOM-Komitees innehatte, habe zu Beginn der zweistündigen Sitzung den Prozess der Datensammlung und der Diskussion skizziert, der die Empfehlungen den Exekutivmitgliedern vorlegte. „Ein Team von Mitarbeitern war sehr fleißig“, sagte Wilson. „Wir haben alles sorgfältig geprüft, vor allem mit denen vom Veranstaltungsmanagement und der Planung.“

Wilson fügte hinzu, dass die Empfehlungen aus einem Konsensansatz verschiedener Gruppen stammen, einschließlich der Verantwortlichen der transkontinentalen Kirchenleitungen (Divisionen), der Gesundheitsexperten, des adventistischen Risikomanagements, der Rechtsabteilung und anderer Führungskräfte der Freikirche. Diese Empfehlung käme nicht von den drei Vorständen der Weltkirchenleitung sondern sei aus einer Fülle von Informationen und Beratern hervorgegangen.

Aktuelle Herausforderungen

Peter Landless, Direktor der Gesundheitsabteilung der weltweiten Kirchenleitung, berichtete über die aktuellen COVID-19-Statistiken und die Bedenken, die mit einer so großen Versammlung verbunden sind.. Angesichts der steigenden Infektionszahlen und einer neuen, noch infektiöseren und aggressiveren Mutation, sagte Landless, musste die Abteilung für Gesundheitsdienste empfehlen, die Vollversammlung zu verschieben.

„Wir haben uns mit internationalen Experten beraten und die Bedürfnisse und Bedenken berücksichtigt. Die Gesundheitsabteilung ist der Meinung, dass es in Anbetracht dieser schwierigen Zeit klug und praktisch ist, die GK-Sitzung auf 2022 zu verschieben“, sagte Landless. „Schweren Herzens haben wir diese Empfehlung ausgesprochen. Es ist jedoch eine Empfehlung, die alternativlos scheint.“

Sheri Clemmer, die Verantwortliche für die Planung der Versammlung, skizzierte einige der aktuellen Herausforderungen für das großes Treffen von Delegierten aus der ganzen Welt. Sie erwähnte die Schwierigkeiten bei der Erteilung von Besuchervisa und Quarantäneanforderungen, insbesondere für diejenigen, die öffentliche Verkehrsmittel und Verkehrsknotenpunkte benutzten. Sie erläuterte auch die Standard-COVID-Protokolle für Massenversammlungen in Indianapolis.

G. T. Ng, Exekutivsekretär der Weltkirchenleitung, berichtete über die von den einzelnen Divisionen zusammengetragenen Daten zur Wahrscheinlichkeit, dass die Delegierten an der GK-Sitzung im Mai 2021 teilnehmen könnten. Zu den größten Herausforderungen gehörten Reiseverbote, Quarantänebeschränkungen und Probleme bei der Beschaffung von Visa für die Vereinigten Staaten. Die Verfassung der Generalkonferenz lasse derzeit keine elektronische Teilnahme an einer Generalkonferenzsitzung zu.

Tim Northrop, Präsident der adventistischen Versicherung „Adventist Risk Management“ skizzierte verschiedene Haftungsrisiken, die entstehen könnten, wenn der Exekutivausschuss dafür stimme, die Sitzung 2021 nicht zu verschieben.

„Wir haben eine wichtige Sitzung für unsere Kirche. Wir haben von potenziellen Risiken gehört“, sagte Northrop. „Wir haben auch verstanden, dass unsere Verfassung erlaubt, diese Risiken abzuwägen und eine Verschiebung der Sitzung auf einen späteren Zeitpunkt in Betracht zu ziehen“. Der sogenannte Business-Continuity-Plan erlaube es, flexibler zu sein, um den Dienst an der Kirche fortzusetzen.

Nach den Präsentationen und der Diskussion wurde über die Empfehlung, den Termin der Generalkonferenz auf Juni 2022 zu verlegen, elektronisch abgestimmt. Der Antrag wurde mit 185 Ja- und 9 Nein-Stimmen angenommen.

Die Meldung im Original bei Adventist News Network:
https://adventist.news/en/news/leaders-vote-to-postpone-general-conference-session-2020-for-a-second-time.




„Schöpfungsdetektive“ jetzt im Comicstil auf Deutsch unterwegs

„Die überflutete Wüste“
„Die erste Comic-Folge mit dem Titel „Die überflutete Wüste“ behandelt geologische Forschungen zweier adventistischer Wissenschaftler der Loma-Linda-Universität am Coconino Sandstein im Grand Canyon“, so Geowissenschaftler Dr. Rafael Schäffer, einer der deutschen Übersetzer des Comics. Die Wissenschaftler gingen im Comic der Frage nach, ob dieser Sandstein gemäß der üblichen Lehrmeinung unter kontinentalen Bedingungen entstanden sei oder sich nicht vielleicht doch unter Wasser bildete, was besser zu Vorstellungen über die Sintflut passen könnte. Die realen Ergebnisse seien bereits in wissenschaftlichen Fachzeitschriften und Tagungen publiziert worden und hätten in der Fachwelt ein breites Echo gefunden.

Die erste Comic-Folge ist nach Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Italienisch, Rumänisch und Französisch nun kürzlich auch auf Deutsch erschienen. Sämtliche Ausgaben können kostenlos als PDF eingesehen und heruntergeladen werden: https://nyc.org.es/en/creation-detectives-comic-book/. Weitere Folgen seien in Vorbereitung.

Geoscience Research Institute/GRI

Das geowissenschaftliche Forschungsinstitut (Geoscience Research Institute/GRI) ist ein wissenschaftliches Institut der weltweiten evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Es wurde 1958 gegründet und befindet sich auf dem Campus der Loma Linda Universität in Kalifornien/USA.

Das GRI verfolgt hauptsächlich zwei Ziele. Zum einen soll die Natur im Hinblick auf die Offenbarung Gottes in der Bibel erforscht werden. Zum anderen sollen Forschungsergebnisse veröffentlicht und für interessierte Personen zugänglich gemacht werden.

Zur Webseite des GRI: https://www.grisda.org/.




Nordamerikanische Adventisten reagieren auf Ereignisse am US-Kapitol

Die NAD-Kirchenleitung der Adventisten „bejaht das Recht der Menschen, respektvoll zu protestieren, verurteilt aber aufs Schärfste die verwerflichen Aktionen der Randalierer, die eine klare Missachtung der Sicherheit anderer, der Institution der Demokratie und des demokratischen und geordneten Prozesses des Regierungswechsels darstellen“.

In der Stellungnahme werden die adventistischen Kirchenmitglieder aufgefordert beim nachdenkenden Verarbeiten des Geschehenen im Gebet die Aussagen zum Frieden in Philipper 4, 7 zu bedenken: „Dann wird Gottes Friede, der all unser Verstehen übersteigt, eure Herzen und Gedanken bewahren, weil ihr mit Jesus Christus verbunden seid“ (Hoffnung für Alle).

Unterschiedliche politische Auffassungen in der Kirche sollen nicht spalten
Die Erklärung schließt mit der Feststellung, dass von adventistischen Kirchenmitgliedern die unterschiedlichsten politischen Auffassungen vertreten werden und der Aufforderung zu friedlichem Zusammenarbeiten sowie Gebet für die Politiker: „Wir sind uns bewusst, dass unsere Mitglieder in den USA ein breites Spektrum von Standpunkten und Positionen zu vielen Themen vertreten. Möge die Liebe Gottes uns zusammenführen, wenn wir uns gegenseitig und den Gemeinden, in denen wir leben und arbeiten, die Hand reichen. Möge Gott uns allen Frieden, Kraft und Weisheit schenken, während wir als Bürger in diesem Land dienen. Als Nachfolger Christi lasst uns gemeinsam für unser Gemeinwesen und unsere Politiker beten und dafür, dass der Geist Gottes die Oberhand gewinnt“.

Senatskaplan Black: „Die Macht über Leben und Tod liegt auf der Zunge“
Der adventistische Senatskaplan Barry C. Black beschloss in den frühen Morgenstunden des 7. Januar die durch Gewalt der Randalierer unterbrochene Sitzung des US-Kongresses mit einem Gebet, welches „die Kammer mit Wucht“ durchdrungen habe, schreibt die „New York Times“: „Wir beklagen die Entweihung des Kapitols der Vereinigten Staaten, das Vergießen von unschuldigem Blut, den Verlust von Menschenleben und den Strudel der Funktionsstörungen, die unsere Demokratie bedrohen“, sagte Black, und weiter: „Diese tragischen Ereignisse haben uns daran erinnert, dass Worte wichtig sind und dass die Macht über Leben und Tod auf der Zunge liegt“. Senatskaplan Barry C. Black schloss sein Gebet mit der Bitte: „Benutze uns, um Heilung und Einheit in unsere verletzte und gespaltene Nation und Welt zu bringen.“

Die NAD-Stellungnahme im Original:
https://www.nadadventist.org/news/north-american-division-leadership-responds-events-us-capitol.

Link zum Gebet von Barry C. Black: https://www.youtube.com/watch?v=Yg_wtp6XhPA.




Online-Musikwettbewerb „Vision“ für adventistische Jugendliche zu Silvester organisiert

Der Musikwettbewerb sollte den Jugendlichen ermöglichen, das neue Jahr in einer Atmosphäre der Freude, des Feierns, des Miteinanders und der Hoffnung zu beginnen, berichtet Paul Lockham, Abteilungsleiter der TED. Das Programm wurde auf dem YouTube-Kanal der TED und der Facebook-Seite der Jugendabteilung ausgestrahlt. Trotz einer kleinen Panne bei YouTube zu Beginn der Sendung wuchs die Zuschauerzahl schnell auf über 400 auf beiden Plattformen. Bis heute wurden bereits über 5.000 Abrufe verzeichnet. Obwohl erwartet wurde, dass das Publikum hauptsächlich aus den fünfzehn teilnehmenden Ländern kommen würde, gab es auch Besucher aus Brasilien, Mexiko, Deutschland und Chile.

Mit einer lebhaften Wiedergabe von „Mary, did you know?“ aus Schottland begann der Abend. Gastgeber Pastor Dejan Stojkovic, Leiter der Jugendabteilung der überregionalen Kirchenleitung für England (Britisch Union Conference/BUC), stellte jedes Lied vor, führte durch das Programm und erzählte Interessantes über jedes einzelne Land.

Online konnten die Zuschauenden für ihre Lieblingssongs abstimmen. Chats auf beiden Plattformen ermöglichten den Teilnehmenden, Neujahrsgrüße zu posten, sich für die vorgestellten Lieder zu bedanken, andere zu ermutigen, für einen bestimmten Favoriten zu stimmen und die Darbietungen anzufeuern.

Die fünfzehn Beiträge waren sehr unterschiedlich; drei von ihnen waren speziell für den Wettbewerb geschrieben worden: „You lift me up“ von Leo Lammi aus Finnland, „Here in Norway“ von Natanya Lundstom aus Norwegen, und „I surrender all“ von Leandra van Ommeren aus den Niederlanden. Die Kommentare in den Chats verrieten, dass diese drei Lieder das Publikum in besonderer Weise ansprachen.

Es gab eine „offizielle Jury“ die Finnland zum Sieger erklärte, gefolgt von Norwegen und England. Die Ergebnisse der Publikumsauswertung waren ähnlich: Finnland, Norwegen und Serbien.

Für viele traf die Silvester-Musikparty genau den Geschmack der Jugendlichen, wie die Kommentare in den Chats vermuten lassen: „Was für eine schöne Art, die letzten Stunden des Jahres 2020 zu verbringen“, „Es war wunderbar, die Liebe Gottes in so vielen Sprachen zu hören“, „Vielen Dank an alle, ich hoffe, wir machen das nächstes Jahr wieder“, „Toll, so vielfältige Musik und Talente aus ganz Europa zu hören! Außerdem war es wunderbar, diese Zeit mit euch allen zu verbringen!“

Zlatko Musija, Jugendabteilungsleiter der TED zog ein positives Fazit der Veranstaltung: „Eines unserer Ziele für die Veranstaltung war es, die internationale, multikulturelle Wertschätzung und das Gefühl zu fördern, dass wir in diesen seltsamen Zeiten zusammen sind. Wir wollten sowohl den Teilnehmenden als auch den Zuschauern Freude und Hoffnung vermitteln. Mit diesen Zielen im Hinterkopf denke ich, dass die Veranstaltung ziemlich erfolgreich war. Ich glaube, es hat die Leiter der Jugendabteilungen aus allen Teilen unseres Gebietes vereint und etwas Freude und einen positiven Ausblick in diesen herausfordernden Zeiten gebracht“.

Ein Neujahrssegen der Jugendabteilungsleiter aller teilnehmenden Länder beendete den Musikwettbewerb.

Trans-European Division
Die transnationale Kirchenleitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, (Trans-European-Divison/TED), umfasst folgende 22 Länder in Nord- und Südosteuropa: Albanien, Bosnien-Herzegowina, Channel Islands, Kroatien, Zypern, Dänemark, Estland, Färöer-Inseln, Finnland, Griechenland, Grönland, Ungarn, Island, Isle of Man, Lettland, Litauen, Mazedonien, Montenegro, Niederlande, Norwegen, Polen, Serbien, Slowenien, Schweden, und das Vereinigte Königreich. Der Verwaltungssitz ist in St. Albans/Großbritannien und betreut 88.099 Kirchenmitglieder in 1.180 Kirchengemeinden bei einer Gesamtbevölkerung von 206.536.000 (Stand: 30. Juni 2019).

Die ursprüngliche Meldung ist von Ted News Network.

Die Aufzeichnung der Live-Übertragung jetzt auf YouTube:
https://www.youtube.com/watch?v=aYqzMrAry-w&feature=youtu.be.




ADRA: Spendenaufruf für Erdbebenopfer in Kroatien

„Als am 28. und 29. 12. die Erde bebte, waren die meisten Menschen in Kroatien noch in Weihnachtsstimmung. Fenster waren geschmückt, Straßen festlich beleuchtet. Für die Bewohner der Häuser im Umkreis von mehr als 100 km um die Stadt Petrinja, schlug die Stimmung von „festlich“ auf „panisch“ um. Menschen verloren ihr Zuhause, einige wurden verletzt oder starben. Krankenhäuser mussten geräumt werden.“ So der Bericht von Pierre Schweitzer, Projektassistenz Kommunikation und Fundraising bei „ADRA Deutschland“ in Weiterstadt.

Fast alle Häuser in Petrinja seien zerstört. Auch Kirchengebäude seien stark beschädigt worden. Zusammen mit Helfern verschiedener Organisationen sei die Hilfsorganisation „ADRA Kroatien“ schnell zu Hilfe gekommen. Lebensmittel, Decken und Folien seien verteilt worden. Die Aufräumarbeiten seien ebenfalls seit Tagen im Gange.

Die Erdbeben hätten, insbesondere in den Ortschaften Petrinja, Glina und Sisak, eine Landschaft der Verwüstung hinterlassen. Viele Menschen stünden eine Woche nach der Katastrophe ohne Hab und Gut da. Den offiziellen Angaben zufolge hätten zirka 70.000 Menschen ihr Zuhause verloren. Sie seien in Hallen untergebracht oder schliefen im Freien.

In den nächsten Tagen werde damit begonnen, einige Häuser notdürftig zu reparieren, damit Menschen wieder nach Hause zurückkehren können. Dieser Schritt sei wichtig, aber das allein reiche nicht aus. 25 Jahre nach dem Ende des Krieges in Kroatien könnten die Menschen nicht im Stich gelassen werden. Inmitten des Winters sehnten sich die Betroffen nach einer schnellen Rückkehr zur Normalität.

„ADRA Deutschland“, so Pierre Schweitzer, möchte beim Wiederaufbau der zerstörten Dörfer und Stadteile helfen. Deshalb der Spendenaufruf.

ADRA Deutschland

ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine internationale Nichtregierungs-Organisation und arbeitet in einem weltweiten Netzwerk mit über 118 nationalen ADRA-Büros. ADRA Deutschland e.V. wurde 1986 von der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet. Getreu dem Motto „Gerechtigkeit − Mitgefühl − Liebe“ arbeitet die Hilfsorganisation partnerschaftlich daran, dass Armut und Unterdrückung in den ärmeren Teilen dieser Erde überwunden werden können.

Informationen zur Spendenaktion:
https://adra.de/spendenaktionen-emb/?cfd=oqrfy




Advent-Kindergarten in Fürth wird eröffnet

Fünf Jahre Planung – 17 Monate Bauzeit
„Mit großer Dankbarkeit können wir berichten, dass der dringende Wunsch nach neuen Räumlichkeiten für den Kindergarten nach insgesamt fünf Jahren Planungs- und Bauzeit in Erfüllung ging und die Einrichtung in Betrieb gehen konnte“, berichtet Jürgen Hildebrandt, Fachbereichsleiter für frühkindliche Bildung und Erziehung im AWW. Vorausgegangen seien verschiedene Überlegungen zu Renovierungen am bisherigen Gebäude, vielleicht auch einem Anbau. Im Dezember 2018 sei schließlich der Bauantrag für einen kompletten Neubau gestellt worden. Der Abriss des alten Gebäudes sei dann im August 2019 erfolgt, unmittelbar darauf der Neubau. In der Bauphase habe nach kurzfristiger Anmietung einer leerstehenden Ladenfläche direkt gegenüber der Betrieb mit einer Gruppe von 24 Kindern weitergeführt werden können.

Dankbar für unfallfreie Bauzeit und finanzielle Unterstützung

„Dankbar blicken wir auf eine erfolgreiche und unfallfreie Bauzeit zurück. Sogar der Zeitplan konnte trotz Corona-Krise eingehalten werden. Wir haben auch darin den Segen Gottes erlebt“, so erzählt Jürgen Hildebrandt weiter.
Die Stadt Fürth habe einen nicht unerheblichen finanziellen Beitrag für den Neu- und Umbau der Einrichtung dazu gegeben. Anders wäre dieses Projekt nicht realisierbar gewesen. Dafür gehe ein großer Dank an die Verantwortlichen der Stadt für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Advent-Kita Fürth
Der überkonfessionell christliche Kindergarten wird nach einem kulturübergreifenden Konzept unter der bewährten Leitung von Andrea Zagel arbeiten. Auf der neu gestalteten Fläche von insgesamt ca. 940 m², verteilt auf 2 Etagen können zukünftig rund 60 Kinder in 3 Gruppen betreut werden. Jeder Gruppe stehen ein Gruppenraum, ein Nebenraum sowie ein gemeinsam benutzter Bewegungsraum und ein lichtdurchfluteter Speiseraum mit Blick in den Garten zur Verfügung. Die neugestaltete Küche erlaubt eine frisch zubereitete und vollwertige Essensversorgung für alle Kinder. Mehr Informationen: https://advent-kita.de/.

Neues Gemeindezentrum der Adventisten
Die Kirchengemeinde der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Fürth erhält einen erweiterbaren Saal, neue Sanitäranlagen, eine eigene Küche sowie Jugend- und Lagerräume. Die gemeinsame Einweihungsfeier von Kindergarten und Kirchengemeinde wird an einem Wochenende im Frühjahr, vielleicht auch erst im Sommer 2021 stattfinden. Das wird davon abhängen, wann Versammlungen dieser Art wieder möglich sind. Weitere Informationen: http://www.sta-fuerth.de.




Adventisten feiern weltweit „10 Tage des Gebets“ ab 6. Januar

Die etwa zeitgleich mit der Allianzgebetswoche angebotene Gebetszeit will die Gläubigen nach Aussage der Organisatoren ermutigen, „nach Erweckung durch die Kraft des Heiligen Geistes zu streben“. „Gott möchte heute unglaubliche Dinge in unserem Leben und in unseren Gemeinden bewirken. Seine Pläne gehen weit über unsere eigenen Fähigkeiten hinaus“. Dies sei durch Fasten, dem Heiligen Geist, durch Glauben und das Gebet für andere möglich.

Eine praktische Unterstützung dabei sei das Führen eines Gebetstagebuches, Singen, eine ehrfürchtige Grundhaltung und die persönliche stille Zeit. Die traditionellen Treffen stellen in diesem Jahr eine besondere Herausforderung dar, so einer der Beteiligten. Mit den in der COVID-19 Pandemie bisher eingeübten virtuellen Möglichkeiten sei das aber zu bewältigen.

Zum deutschsprachigen Material für die „10 Tage des Gebets“:
https://cdn.ministerialassociation.org/docs/tendaysofprayer2021/Languages/10-Tage-des-Gebets-Deutsch-German.pdf.




Auftaktveranstaltung zum „hoffnungsfest-Jahr 2021“ am 7. Januar

„hoffnungsfest 2021“ stehe als evangelistisches Angebot in guter proChrist-Tradition, habe aber im Format und mit den Hauptakteuren ein neues Gesicht. Die Premiere gebe Einblick, wie die hoffnungsfest-Übertragungswoche vom 7. bis 13. November 2021 aussehen werde, so proChrist-Geschäftsführer Michael Klitzke. „Wir hoffen, dass viele Christen einschalten und dass Gemeinden motiviert werden, sich für ein eigenes hoffnungsfest anzumelden“.

Die hoffnungsfest-Premiere werde in einem TV-Studio aufgenommen, von Pfarrer Nicolai Hamilton (aus Halle/Westfalen) moderiert und live ausgestrahlt. Mihamm Kim-Rauchholz (Theologie-Professorin an der Internationalen Hochschule Liebenzell), Islamwissenschaftler und Pastor Yassir Eric (Leiter des Europäischen Instituts für Migration, Integration und Islamthemen in Korntal) und die Musikerin Sarah Brendel aus Röhrsdorf würden offen über ihr Leben und ihren Glauben an Jesus Christus erzählen. „Sie berichten, wie dieser Glaube ihr Leben verändert hat, reden über Höhen und Tiefen, über Freude und Angst. Und sie erzählen, wie Glaube zu einem Licht werden kann, das in der Finsternis scheint und Menschen neue Hoffnung schenkt“, so die proChrist-Verantwortlichen weiter. Während der Sendung könnten sich die Zuschauer mit ihren Fragen im Live-Chat beteiligen, auf die Mihamm Kim-Rauchholz und Yassir Eric als Hauptredner direkt eingingen und Zuschauer zum Glauben ermutigen.

Im Anschluss an die 75-minütige Sendung würden die Zuschauer gebeten, das Format zu bewerten und den Produzenten Feedback zu geben.

Interessierte Gemeinden können sich online für eine eigene hoffnungsfest-Veranstaltung anmelden.
Weitere Informationen bietet die Seite www.hoffnungsfest.eu/premiere.




Mit 109 Jahren eifrige Botschafterin ihres christlichen Glaubens

Als Mutter von 6 Kindern hat Sara viele Weltereignisse überlebt, wie den 1. und 2. Weltkrieg und die Grippepandemie von 1918. Sie erlebte die Fußballweltmeisterschaft von Uruguay 1930 und von Brasilien 1950 und nun Covid-19 im Jahr 2020. Im Alter von 45 Jahren schloss sie sich am 23. Dezember 1955 durch die Glaubenstaufe der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten an.

Ein christlicher Buchverkäufer besuchte sie vor 78 Jahren in ihrem Haus. Zu dieser Zeit entschied sie sich für die Freikirche. Seither hat sich Sara Mendaro immer aktiv für das Evangelium eingesetzt und an zahlreichen kirchlichen Aktivitäten in der Stadt Durazno und Artigas teilgenommen; Orte, an denen es keine lokale adventistische Kirchengemeinde gab.

An vielen kirchlichen Projekten war Sara maßgeblich beteiligt und betreute auch Gefangene im Gefängnis von Durazno. Nach einer der ersten evangelistischen Aktivitäten, an denen sie teilnahm, wurde die erste Kirchengemeinde der Adventisten in ihrem Wohnort gegründet.

Sie sei ein unglaublicher Mensch, berichtet die Tageszeitung „Durazno Hoy“, intelligent, fröhlich, liebevoll, kokett, mit einer Lebenseinstellung des Glaubens, der Hoffnung und jener Lebensfreude, die bei denen, die sie kannten und liebten, eine echte Zufriedenheit hinterlasse. Sie sei stolz auf ihre 6 Kinder, 18 Enkelkinder, 31 Urenkel und eine Urenkelin. Mit ihrer Bibel und mit Traubensaft habe sie nie aufgehört zu träumen, denn das Leben bestehe aus Träumen.

Wie ihre Tochter Ruth berichtet, sei sie sehr sorgfältig während der Pandemie im Umgang mit ihren Besuchern. So auch an ihrem Geburtstag. Ihren christlichen Glauben könne sie allerdings nicht für sich behalten. Jeder Gratulant erhielt ein Buchgeschenk mit dem Titel „La Mayor Esperanza“ (Die große Hoffnung), mit dem sie zum wiederholten Male eine Botschafterin für das Evangelium von Christus wurde.




Adventisten in Deutschland veröffentlichen theologische und medizinische Aspekte zur Impfung gegen COVID-19

Theologische und medizinische Aspekte
In dem 6-seitigen Dokument bringen die beiden Kirchenleiter Pastor Johannes Naether/Hannover und Pastor Werner Dullinger/Ostfildern im ersten Teil einige theologische Überlegungen zu Papier. In einem zweiten medizinischen Teil beantwortet der Pandemiestab des Krankenhauses Waldfriede unter der Leitung von Bernd Quoß, Berlin, in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Verein für Gesundheitspflege e.V. drängende Fragen und vermittelt medizinische Fakten und Hintergrundinformationen.

Christen haben den Auftrag, sich heilsam dem Menschen zuzuwenden
Die beiden Theologen sehen das Handeln Gottes als ein „ganzheitliches Werk am Menschen“. Exemplarisch werde das im Neuen Testament der Bibel besonders durch Jesus, der sich heilend dem Menschen zugewandt habe. Dieses ganzheitliche Werk schließe Geist, Seele und Leib ein und habe die Vollendung zum Ziel.

Solange aber diese Vollendung durch Gott noch ausstehe, seien Christen als Nachfolger Jesu aufgerufen, sich ebenfalls heilsam den Menschen zuzuwenden und soviel in ihrem Vermögen steht, Not und Krankheit zu lindern. Sie folgten damit dem Auftrag Jesu, der seine zwölf Jünger zu sich rief und ihnen Macht über die unreinen Geister gab, dass sie die austrieben und sie dann alle Krankheiten und alle Gebrechen heilten (Matthäus 10,1).

In der Tradition der Freikirche sähen sich Adventisten „aus Glauben diesem Auftrag verpflichtet, der zu einem Bestandteil praktischer Verkündigung wurde“, so Naether und Dullinger. Verantwortungsvolles Handeln bedeute auch, dass das jeweils beste verfügbare Wissen und der aktuelle Stand der medizinischen Wissenschaft zu berücksichtigen sei. Der Mensch sei mit Verstand von Gott ausgestattet, daher seien sie überzeugt, dass medizinisches Fachwissen und wissenschaftliche Standards eingesetzt werden müssten, damit Menschen geheilt werden könnten.

Impfung eine Frage des Gewissens aber auch Geste der Nächstenliebe
Vor diesem Hintergrund verweisen die Kirchenleiter auf die Stellungnahme der Weltkirchenleitung vom 18. Dezember 2020, die unter anderem klarstelle: „Wir sind nicht das Gewissen des einzelnen Kirchenmitglieds und erkennen Entscheidungen an, die vom Individuum getroffen werden. Die Entscheidung, sich impfen oder nicht impfen zu lassen, ist kein Dogma und keine Lehre der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten und sollte nicht als solche/s angesehen werden.“

Dem schließen sich die beiden an und betonen ausdrücklich, dass die Entscheidung, sich impfen oder nicht impfen zu lassen, in der Selbstverantwortung jedes einzelnen Menschen liege. Die Haltung als Freikirche resultiere aus dem Wissen, dass es noch keine Verfahren gebe, die als absolut risikolos zur Bekämpfung einer Pandemie eingestuft werden könnten. In der Beurteilung des Impfens müssten diese seltenen, aber möglichen Risiken mit den Risiken durch die jeweilige Erkrankung und deren Komplikationen ins Verhältnis gesetzt werden. Nach ihrer Einschätzung ergebe sich bei den empfohlenen Impfungen eine eindeutige Bilanz zugunsten der Impfung. So gesehen besitze das Impfen auch eine solidarische Komponente und Geste der Nächstenliebe.

Medizinische Aspekte ausführlich erläutert

Im medizinischen Teil beantworten der Pandemiestab des Krankenhauses Waldfriede in Berlin (eine Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten) mit dem Deutschen Verein für Gesundheitspflege e.V. sehr ausführlich ganz praktische Anliegen wie: „Wie sicher ist der COVID-19 Impfstoff?“, „Wie erfolgt die Impfung gegen COVID-19?“, „Welche Impfreaktionen und Nebenwirkungen wurden während der Testphase nach einer COVID-19 Impfung beobachtet?“, „Wieviel Prozent der Bevölkerung sollten sich gegen COVID-19 impfen lassen?“, „Kann die Impfung gegen COVID-19 das Erbgut (DNA) verändern?“ und „Können neue Mutationen den Impfstoff gegen COVID-19 unwirksam machen?“

Stellungnahme als Anregung zur eigenen Meinungsbildung
Es gehe den Autoren mit diesen Ausführungen darum, die Position der Freikirche aus theologischer und medizinischer Sicht darzustellen. Die Stellungnahme könne als Anregung verstanden werden, sich seine eigene Meinung zum Thema COVID-19-Impfung zu bilden.

Die Stellungnahme kann als Dokument heruntergeladen werden:
https://www.adventisten.de/utility/dokumente-und-stellungnahmen/.